Indiana Tribüne, Volume 14, Number 336, Indianapolis, Marion County, 24 August 1891 — Page 1
v o O A n P"Ü K . AX rfC Kr 0f KX l5 A ' : " AUG , 1 t 'i .. - JiM v-- lo9l k w liV V y W V l S l V cw y& V Jahrgang 14 Office : No. 130 Ost Maryland Strasze. No. Indianapolis, Indiana, Montag, den 2. Augnst 1891.
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Bcrry, 5 Jahre alt ; unkenntliche Leichen, 4 Männer und eine Frau. Die bisher gefundenen Leichen waren alle auf dem Seitenweg unter den dort liegenden Trümmern. Eö eistircn verschiedene Ansichten über die Ursachen des Unglücks. Chef Reilley vom Feuerdcpartcmcnt ist der Meinung, daß ein Dampfkessel eplodirte. Ein Anderer glaubt, daß der Kessel in dem Restaurant Platzte, wieder Andere glauben, daß es von den Ehemikalicn herrührte. Die plausibelste Theorie von allen ist aber, daß der Zusammenbruch durch die wackelige Bauart des Hauses und dem Vibriren durch die schweren Pressen in dem Li
hographen- und Druckctablissement m oberen Stockwerk herrührte. Es st zwar allgemein zugegeben, daß eine Explosion stattfand, aber daß der Stur; elbst durch den erwähnten schlechten Zustand des Hauses verursacht wurde, zumal wenn man in Erwägung zieht, daß das Gebäude schon vor 13 Jahren von der Baubehörde verworfen wurde. Es war kein Mörtel zwischen den Ziegelsteincn und wenn man einen dcrselben ansah, glaubte man er sei erst aus der Ziegelei gckommea. Während der ganzen verflossenen Nacht wurden die Nachgrabungen in den Trüinniern des einaestürzten Gebaudcö am Park Place fortgesetzt und die Feucrleute, von verschiedenen Freiwilligen unterstützt, arbeiteten die ganze Nacht bei Fackclbeleuchtung und uchtcn nach weiteren Leichen. Im Laufe der Nacht wurde auch ein großes Glühlicht aufgehängt, welches eiu greles Licht auf den Schauplatz der Zertörung warf und den Leuten bei ihren Nachforschungen sehr zu Satten kam. Im Laufe der Nacht wurden 75 Jtaiener angestellt, um bei der Suche nach Leichen und dem Wegschaffen der Trümmer behiflich zu sein, und bis heute Morgen blieb die Feuerwehr aus dem Platze und spritzte Wasser auf die heißen Trümmer, welche jeden Angenblick wieder in Brand zu gerathen drohten. Tausende von Menschen erüllten noch immer die Straße vor dem eingestürzten Gebäude, doch die Polizci hatte einen Cordon gezogen und ieß Niemanden durch, der nicht an den Nachgrabungen zu thun hatte. In der Thüre eines benachbarten Hauses, faß die ganze Nacht hindurch ein Mädchen, weinend, aber schweigsam und wendete ihre Augen nicht von dem Trümmerhaufen, unter welchem ihr Liebstes begraben war. Sie war die Verlobte des Sohnes des Nestaurateurs Pctcrson, welcher bei der Kataskrophe mit vielen Anderen, die sich zur Zeit in dem Restaurant befunden hatten, begraben worden war. Gegen Tagesanbruch verlief sich die Menschenmasse, welche sich bis zum Polizcicordon vorgedrängt hatte, allmahlich, doch immer noch einige Hunderte blieben übrig, welche mit Spannung beobachteten, wie eine Leiche nach der anderen aus dem Trümmerhaufen gczogen und nach der Morgue gebracht wurde. Erst gegen halb 10 Uhr wurde die Leiche des jungen Pctcrson gesunden. Die Braut des Unglücklichen wollte hineilen, um die Leiche anzusehen, doch ihr Bruder hielt sie davon ab und führte sie unter sanftein Zureden von der Statte des Grauens. Die Arbeiten wurden den ganzen Tag hindurch fortgefetzt und erst nach 6 llhr Abends unterbrochen, als es heftig zu regnen ansing. Die Neugie rigen zogen sich zurück und nur die Po lizisten blieben am Platze und bewach ten das riesige Grab. Bis jetzt wurden neunzehn Todte aufgesunden, von welchen fünf noch nicht idcntisizirt werden konnten. Man glaubt, daß bei der Katastro phe wenigstens fünfzig Menschen um's Leben kamen. Morgen werden die Arbeiten wieder fortgesetzt werden. Bei einer Bootfahrt ertrunken. L a n si n g, Mich., 23. Aug. In Folge des Umschlagens eines Ruder bootes sielen heute die elfjährige Toch ter von Chas. M. Scotty und die 19 jährige Tochter von Joseph Smith in den Pine Lake, neun Meilen nordöstlich von hier, und ertranken, chen wurden gefunden, Vlecl- . O, i D i e llun eri kanischen Braum eiste r. S t. L o u i S, Mo.. 23. Aua. Um 10 Uhr heute Morgen trat in der Cen
trat Turnhalle die Jahreskonvention des Nationalveröandcs der Braumeistcr zusammen. John Bechthold von St. Louis, wurde zum zeitweiligen Vorsitzenden erwählt, John Pommer
zum Sekretär. Die Liste der Delcgacn wurde verlesen und die üblichen Ausschüsse wurden ernannt. Der Hauptzweck der Konvention besteht in der Herbeiführung einer Einigung bereffs des Boycotts gegen die Anhäu-er-Busch und die Lamp'schc Brauerei in St. Louis von Seiten der hiesigen lnion. Der Boycott hat bereits zwei Jahre lang gedauert, doch erwartet man, daß es jetzt zu einem freundschaftichen Ausgleich kommen wird. Die Konvention wird morgen um neun Uhr Bormittaz wieder zusammcntreten. (5. in M ö r d e r g e l y ch t. Shel byvi llc, Ind., 22. Aug. Dan Bruce, der hiesige Stadtmarschall, wurde gestern Abend von einem Strolch, Namens Eharley Hawkins durch einige Schüsse schwer verwundet und wenige Stunden später wurde :'' ' I HawkinS von einer entrüsteten Volksmenge gelyncht. Hawkins war im S reit mit einem anderen Manne begriffen, als Bruce herbeikam und ihm befahl, sich ruhig zu verhalten. Darauf zog Hawkins seinen Revolver und feuerte drei Schüsse ans Bruce ab, welche ämmtlich ihr Ziel trafen. Als Hawkins floh, folgte Bruce ihm, obgleich er selbst schwer verwundet war und es gelang ihm, den Flüchtigen einzuholen und zu verhaften, worauf er erschöpft zusammenbrach. Er wurde nach seiner Wohnung gebracht und um 11 Uhr Nachts erklärten die Aerzte seinen Fall ür hoffnungslos. Um Mitternacht sammelte sich ein Pöbelhaufen von ungefähr 500 Menfchen vor dem Courthaus und begab ich in aller Stille nach dem Gefängniß. Auf das Poäjen der Leute erschien der Sheriff an der Thüre und fragte, wer Einlaß begehre. Einer der Lyncher erklärte, er sei ein Hilfsshcriff und bringe einen Gefangenen, worauf der Sheriff die Thüre öffnete. Sofort türzten sich zwölf Mann aus ihn, banden ihn an Händen und Füßen und topften ihm einen Knebel iu den Mund. Die Lynchcr holten sich die Schlüssel und einige drangen in die Zelle von Hawkins, während andere an der Thüre blieben, um zu verhindern, daß irgend einer der anderen Gesänge nen entfliehe. Hawkins wurde herausgeschleppt, ein Strick wurde ihm um den Hals gelegt und in wenigen Minuten hing er an einem starken Baumaste. Darauf jagten die Lynchcr acht Kugeln in seinen Leib und verließen die Leiche. Der Vater und der Sohn des Mörders, welche demselben bei sei ter That geholfen hatten, wurden von den Lynchern nicht weiter belästigt. Der Mörder hinterläßt Frau und Kinder. Der Coroner, welcher ein Vruder des ermordeten Bruce ist, wird morgen einen Znquest über die Leiche seines erutordcten Bruders abhalten. Die A n h ä u s e r Busch Brauerei. Chicago, 24. Aug. Trotz wiversprechender Behauptung will man hier in eingeweihten Kreisen mit Be stimmtheit wissen, daß die AnHäuser Busch Brauerei für zehn Millionen Dollars an ein englisches Syndikat verkauft wurde. Grubener.olosion. Wheeling, W. Va., 23. August. Um zehn Uhr heute Morgen ereignete sich im West Fairmont Schacht der hiegen Kohlengrube eine Kohlenerplosion, welche den Tod von George Bayles zur Folge hatte. Alex. Robinson erlitt schwere Brandwunden, wird aber mög sicher Weise mit dem Leben davonkam men. vare oic vsjpioion an einem Wochentage erfolgt, so würden zahl reiche Meuschm ums Leben gekommen sein. Ausland. Die K o r n z o l l e. Berlin, 23. August. Die Auf regung wegen der Getreidezölle hat sich noch nicht gelegt. Noch immer treffen trübe Berichte über die Ernteaussich ten in den Provinzen ein und alle An zeichen bestärken die Annahme, daß der Winter von 1891 92, was Brodman gel anbelangt, der schlimmste fein wird den Deutschland erlebt hat. Die Dp
Position gegen die Beibehaltung der Kornzolle steigt von Tag zu Tag. Die nationalliberalen und selbst viele conservative Zeitungen dringen unaufhörlich in die Regierung, die Kornzölle zu ermäßigen; aber Kanzler von Caprivi ist gegen alle Vorstellungen taub. Ausgenommen, es träte in der Politik der Regierung eine plötzliche Wendung ein, ist keine Aussicht vorhanden, daß die Zölle ermäßigt werden, bis der Reichstag wieder zusammentritt und selbst dann dürften dieselben auf ihrer Höhe bleiben. Kanzler von Caprivi vertraut fest darauf, daß durch Ermäßigung der Transportsätze geholfen werden könne, und er hat sich mit dem Ersuchen an die Bundesstaaten gerichtet, innerhalb ihrer respektive Landesgrenzen eine Ermäßigung der Transportsatze eintre ten zu lassen, wie sie Preußen bereits eintreten ließ. Einige konservative Blätter schlagen der Regierung bor, Weizen zu importiren und denselben dann zu einem festgesetzten Preise zu verkaufen. Die freisinnige Presse enthält alle Tage heftige Artikel gegen die Regierung. So erklärt die Volkszeitung in einem geharnischten Artikel, daß kein einziges Regicrungsorgan es wage, die zum Verderben führende Politik der Regierung zu vertheidigen. Ganz richtig ist diese Behauptung zwar nicht ; aber wahr ist es, daß nur die entschiedensten Anhänger der Regierung deren Politik vertheidigen, aber auch dann nur in einem Tone, als wollten sie für ihre Dreistigkeit um Entschuldigung bitten. Nachrichten aus allen Theilen der
nördlichen Provinzen, besonders aus Posen, beweisen, daß unter der Bevölkerung große Unzufriedenheit herrsche und dieselbe noch immer mehr zunehme. Die Municipalräthe vieler Städte haben Beschlüsse gefaßt, in denen sie die Regierung dringend ersuchen, die Gereidezölle ganz und gar abzuschaffen. Wegen der hohen Kornpreise und des Mangels an Getreide haben viele Schnapsbrennereien ihren Betrieb erhcblich beschränkt, einzelne derselben ogar gänzlich eingestellt, und viele Schnapsbrenncrcicn sinden es bei den hohen Getreidepreiscn sogar schwierig. Kartoffeln zu erlangen, um daraus Branntwein herzustellen, da die Bauern angesichts der drohenden Noth ihre Vorräthe nicht verkaufen wollen. Allerlei per Kabel. Ber lin, 23. August. Der Kaiser und die Kaiserin trafen heute Morgen aus Kiel hier ein und begaben sich sofort zu Pferde nach dem Tempelhofer Felde, um dort die Jahresrevuc über die Garde du Corps zu halten. Der Kaiser ist ein Bild vollkommencr Gesundheit. Der blonde Vollbart, den er jeht trägt, steht ihm sehr gnt. hat aber sein Aussehen sehr verändert. Nun erklärt sich auch der lange Aufenthalt dcS Kaisers aus seiner Äacht. Er konnte es nicht über sich bringen, mit einem Stoppclgesichte sich dem Volke zu zeigen, denn er fürchtete, man würde ihn verlachen ; somit blieb er aus jemer Vacht, bis sein Bart ein stattliches Wachsthum erreicht hatte. Militairs sind enttäuscht, daß Gras von Moltke in seiner Geschichte keine Aufklarung über die angeblichen Differenzen mit Gen. von Stcinmeh giebt. Er beschrankt sich darauf, anzudeuten, daß die Schlacht von Spichercn nicht den vom Hauptquaetier aus ertheilten Befehlen gemap geleitet worden sei und verweist zur Erklärung der Abberufung des Generals von Steinmeh auf die damals bestandene Nothwendigkeit der Neubildung des Heeres. Fürst Vismarck hat Kissingeuverlassen und die Badekur hat ihm großen Ruhen gebracht. Sein Haar ist schnce - weiß geworden, aber sein altes Feuer und seine Willenskraft ist noch nicht verschwunden. Die deutschen Zeitungen, welche bisher in ihren Artikeln gegen bie Chicagoer Weltausstellung Stellung nahmen, haben, eme Mhllche Aenderung ig ihrer Taktik eintreten lassen nnd rühmen jetzt in ihren Aufsätzen die Vortheile, die eine vorzügliche Beschickung der Ausstellung Seitens Deutschlands nach sich zieht. Die iu München zwischen Vcrtretern der deutschen, österreichischen und italienischen Regierung zum Zwecke der Bildung eines Zollvereins stattsinden
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