Indiana Tribüne, Volume 14, Number 307, Indianapolis, Marion County, 26 July 1891 — Page 4
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r,fcjÄicc; v - 7 -'-"- ZMWa Tribüne. jr'f - - w Ij. r. , GonntcßöiCInüoaBöv S7Ctgt t8QOC?crt)IocSgs JndisnspoliZ, Ind., 26. Juli 1891. HypnotiSmns. So unwahrscheinlich es nch denZenlB zen vorkommen' mag, die mit den Durch schnitts-Erscheinungen der neueren Llteratur vertraut sind so wahr ist es doch, dag die Schlaflosigkeit in erschreckendem Zunehmeu begriffen und die eigentliche Krankheit des letzten Viertels unseres neunzehnten Jahrhunderts ist. DaS moderne Leben rüttelt stark an den Nerven, die Vielgestaltigkeit der raschwechselnden, verwirrenden Erscheingen zehrt rasch an der Lebenskraft, der Lärm der großen Städte thut das Seine, um den Schlaf, diesen wichtigsten 2t benserhalter nnd Kraftsparer zu v scheuchen. Die Schlafmittel, die eigentlich mehr Betaubuqg als stärkenden Schlaf bringen, verlieren bei längerem Gebrauch ihre Wirkung und haben mancherlei gesundheitsschädigende, üble Wirkungen im Gefolge. Neuerdings hat man es nun mit einer harmloseren Methode zur Bekämpfung der Schlaflos sigkeit versucht, und zwar nicht selten mit Glück: mit dem HopnotiSmus. In begreiflicher Scheu vor Allem, waS mit demUnverständlichen aus dem Reiche der vierten Dimension in Verbindung steht, haben just die vernünftigsten Leute gegen den Hypnotismus und seine Heil traft ein entjchiedenes Mißtrauen. Und der Hnpnotismus, der heute freilich ein Gebiet der ernsthaftesten wissenschastlichen Forschung bildet, hat sich nun einmal in der mißtrauenerregenden, markt schreierischen Weise der GeschäftSzanberei und des verdächtigen Geisterspuks auf Specialitäten-Bühnen eingeführt. Bei näherer Betrachtung erweisen sich indeß die SchlaferregungS-Metho-den des Hupnotismus als nicht nur ziemlich einleuchtend, sondern sogar wissenschaftlich aufgeputzte Hausmittel chen, die wir Alle in seligen Kinderzeiten sehr genau kannten. Bis hundert zählen, sich ein wogendes Aehren feld oder einen langsamen Schneeball denken, die Augen durch den Geist mcht sonderlich in Anspruch nehmendes Lese ermüden, das waren die alten Schlaf Mittel. Jetzt, nennt man all' das .Hypnotismus". Der Name ist an ders. die Methode ist verwickelter geworden, die Sache aber blieb dieselbe. Schon bevor von James Braid, einem englischen Arzte, der Name Hypnotismus ausgebracht worden war (1840, versetzte man Personen auf die Weise m den bypnotischen Schlaf, daß man die sogenannten Striche machte, welche darin bestehen, daß der Hypnotist seine Hände in die Höhe hob und die Handstächen parallel der Körperoberfläche der Versuchsperson und in gerin gem Abstände von derselben von oben nach unten bewegte, vom Scheitel etwa bis zur Magengrube, darauf die Hände in weitem Bogen nach dem Scheitel zurückaeführt und wie zuvor verfährt. Man nannte dies Verfahren nach dem deutschen Arzte Dr. Anton Mesmer das MeImeristren"und stellte die Meinung auf, daß bei der Ausführung die ser Striche eine im menschlichen Körper wirksame magnetische Kraft" aus den Händen der Hypnotisten ausströme, welche den fremden Organismus beeiw fluffe. Auch heutzutage wird das Mesmeri siren benutzt, um den hypnotischen Zu stand herbeizuführen. Eine andere Art des HypnotistrenS ist die Braid'sche Methode der Firation. ?!ach dieser muß die Versuchsperson längere Zeit aus einen Gegenstand sehen, der aber nicht glänzend zu sein brauch: auch ist es nicht nöthig, daß der Gegenstand so weit angenähert wird, doß eine Convergenz der Augenachsen erzeugt wird. Als vortheilhaft dagegen er'scheint es, ihn so hoch hal en, daß die Augenlider möglichst 'gestrengt find, um die Augen offen zu halten. Statt eines leblosen Gegenstandes be nutzen viele Hypnotisten einen ihrer Finzer, oder sie lassen die Versuchs person starr in ihre Augen sehen. (FcScination). Das gleiche Ergebniß, welches man der der Firationsmethode dadurch er reicht, daß man einen andauernden, ein leitizen Sinnesreiz auf das Auge ein wirken läßt, kann auch durch eine In anspruchnahme anderer Sinne herbei geführt werden. So kann, wie Dr. Carl - Friedrich Jordan in einer sehr wstrnctiven Abhandlung über das Räthsel des Hypnotismus" vor einiger Zeit in der naturwissenschaftlichen Wochenschrist hervorhob, Jemand durch daZ aufmerksame Anhören des TickenS einer Uhr .und dergleichen mehr in Hypnose allen; oder es geschieht dies durch dichtes Streicheln der Haut oder rn Zolge von Warm ereizen Auflegen war ner Metallplatteu). Eine dritte Art deS HypnotisirenS. und zwar diejenige, welche gegenwärtia als die wichtigste, ja von vielen als die einvae m Betracht kommende anae sehen wird, besteht darin, .daß man der Versuchsperson einfach dle,, Vorstellung deS hypnotischen Zustandes bezv. einer bestimmten hypnotischen' Erscheinung nnflößt. Das. genauere Verfahren be steht darin, daß man der Versuchsper .so sagt, sie solle nur an das Emschla fen denken, und ihr dann einredet, daß ne eine zunehmende Mudigleit empnnde. die Augen feucht und trübe werden und sie nicht mehr im Stande sei, sie offen zu halten u. s. w. Diese Art des Hyp notisirenS bezeichnet man als das Sua geftionsverfahren, oder das Suggeri ren. Die Bedeutung der Suggestion (oder Emgevunz) für den HypnotiS uS- hat zuerst der Nancyer? Arzt Lreanlt nachgewiesen. V Bei der Anführung der Braid'sche, LZietionsmetode wird e schon man n der Leser eingefallen sem. daß wir
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auch pen gittöMt!M.V!yläs, der deck hqxliötischiy m ähnelt, dadükch öexbeiführeil können.
daß wit thun, andauernden, einseitigen Sinnesreiz auf den einzuschläfernden Menschen einwirken lassen z und um so leichter wirb die Scklafwlrkung erzielt werden, je mehr der letztere seine Ausmerksamkeit dem genannten Sinnesreiz zuwendet. So schlaft er ein in Folge eines eintönigen und nicht durchdrin genden Geräusches, dem er lauscht (Ticken einer Uhr, sanftes Rauschen im Walde, leises Plätschern eines Spring' brunnens, eintöniger Gesang etwa eines Wiegenliedes u. s. nx), oder in Folge eines gleichmaßig und ohne Hef tigleit dem Auge sich darbietenden Schauspiels (Anschlagen der Wellen an das Ufer, Wiegen der Baumwipfel u. s. w.) oder in Folge gleichmäßig wechselnder Veränderung der Körper läge, wie es beim Einwiegen der Kinder der Fall ist. Man sieht, die Geheim nisse des Hypnotismus sind weder , so wunderbar noch so undurchdringlich. Bei Lichte besehen waren sie uns Allen geläufig, lange ehe der pomphafte Name an unser Ohr klang, den sie heute tragen. Was den Männern gefüllt. geplaude ton Feanlitka V. K,ffSssthe. Wenn wir es einigermaßen feststellen wollen, was den Männern gefällt," so dürfen wir sie nicht selbst fragen ; wir müssen sie nur beobachten. L Herren sind in dieser Beziehung selten aufrichtig sie spielen gern den Caw oder doch den überlegenen Geist, verbergen kleine Her zensbeziehungen, spotten über das Netz einer Herzenssischerin, wenn sie schon mit allen Gliedern darin zappeln. Was den Frauen gefällt, liegt viel klare? zu Tage, wird von ihnen in' hellste Gaslicht des Ballsaales gerückt. Was den Männern gefallt, ist viel schve rer auszudrücken, die Sache scheint sehr einfach, wenn man irgend inen Dichter aufschlägt und die himmelhohen Hymne aus Frauenschönheit findet. Und doch, wer zu beobachten versteht, wer das Treiben der Jugend, wer 4as große Schachspiel der Liebe kennt, der weiß auch, daß die schönsten Frauen wohl flüchtig zu gefallen, aber durchaus nicht immer dauernd zu fesseln vermögen. Dagegen giebt es weibliche Erscheinun gen, welche eine Art Magie auszuüben verstehen, an denen der Mann Gefallen findet, ohne daß ein Unbeteiligter be griffe, warum. Sie find keine Schönheiten und den noch wissen' fie die Blicke der Msnner welt auf sich zu ziehen sie sind nicht geistreich und .nur mäßig gebildet, und dennoch unterhalten sich unterrichtete Manner gern mit ihnen sie sind, auch über die erste Jugend hinaus, noch iminc? , . r ' von Zungen Anvttern umgeoen. Nun vn suchen wir es einmal, diesen Zauber, den jeder direct oder indirekt au? Erfahrung kennt, genauer zu prüfen. Es ist die Schönheit in erster, Bil düng und Charakter in letzter Reibe, welche an den Frauengefallen, es ist das feurige Blut, die Ursprünglichkeit bei Natur, die warme Emanation einer aus geprägten Persönlichkeit mit einem Worte das Temperament, welches dai Glück der Frauen ausmacht. Man hat oft behauptet, daS Weib ae falle um so mehr, als eS ganz Weib ist. Das ist mit einer gewissen, den Wkännern nicht zum Ruhme gereichenden Einschränkung richtig. Jene Frauen, welche echt weibliche Tugenden, wie . tx . fc an 1 1 t saniimuly, Vecyeioenyeu, Hingeoung und Selbstlosigkeit besitzen, sind wohl ae eignet, einen Berufenen zu beglücken, Wr nicht allgemein iu aefallen. Daß Letztere gelingt diel besser jene ee; Evastöchtern, welche die Eitelkeit, die Gefallsucht, dieLaunenhaftigkeit und Un beftändigkeU ihres Geschlechtes zur Schau tragen. Von den bezeichneten Eigenschaften ist es insbesondere eme, welche das einzig fc c ftt.it Tr visyer genügen? ergrunoeie neyeimni? enthalt, den Scannern zu gefallen, sofern eben dabei von ausschließlich natürlichen Gaben abgesehen wird. ES ist dies die Noletterie ! Wir bleiben der diesem Wort, weil es milder und 'anmuthiger ist, als das deutsche, harte, nacz Gouver nantenmoral schmeckende Gefallsucht". Die Schreiberin dieser Zeilen fühlt sich durchaus nicht gedrängt, die Männer zu verunglimpfen oder ihre Gefchlechtsge nossinnen anzuklagen, indem' sie da Wort Koketterie" auSspricht. Sie wünscht nur das ischen Wahrheit fest -n .rr t . .. r a zuireukn, roeicy oer urairen vpymr abgerungen worden: jle wünscht sogar Koketterie" gegen die sittliche Entrüs ftung in Schutz zu nehmen, der fie hau fiI beaegntt. Die Koketterie ist nicht die Sucht", wohl aber das Streben zu gefallen, also etwas sehr Natürliche, häusig halb Unbewußtes und fie ist nur dann hassenswerth, wo sie deö Gemüthes, d. h. der echten Liebesbedürftigkeit ganz entbehrt, wo man sie als herzlos bezeich, nen muß V Die Koketterie verräth dem Manne sofort, daß man ihm zu gefallen wünscht, sie uiarkitt daher im Vorhinein das na. türliche Verbältniß zwischen Mann und Weib, daS sich gegenseitige Suchen und Begehren ; sie stellt auf dich Weise jenen mystischen Rapport her, welcher den al lerersten Anfang der Liebe bildet sie schließt jene magnetische Kette, die den uralten Zauber in sich schließt. Auf die Frage, warum diese oder jene Frau so sehr gefalle, läßt sich sehr häusig die einfache Antwort geben: Weil sie gefallen will." , , Manche Frauen freilich verstehen e5 Ni ? X i ... r . . . . r rr ' . . ' : i i ' p. c vi reqr, gesauen ne nno ozr vie esseren, selten aber, ' wunderselten die Be Glücklicheren. ES gibt auch solche, die auS Mangel an Temperament, oder aus innerer Vornehmheit oder auS einen ge!k?. ..:. ' ,? . . TOijjn v?icfcimu, ver nq oer mooer nen Mädchen häusiger vorfindet, als man glaubt nich t kokett sind. DaS sind eben Jene, welche geschätzt werden, aber nicht gefallen. ' Sie tteten dem Manne mit einem kühl freundlichen JndifferentiSmuS entgegen, der in ihm nicht das Bewußt sein, erweckt, als Mann Interesse zu er regen. : . . . : ; ; Er bleibt m der Reael kalt sie aucb. die Misse magnetische Kette schließt sich ll. evrigen ii e rn unserer " . lchreibseli der Handl engen e, wo oer vnestt und Sandiöub lösn ibre Msnearavben
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aesUnbkn UMi, eiti UMer, ia M keme Mchichte der weiblichen Kotettttie geschrieben wurde. - Sie wäre in der That ein Stück MenschheitZgeschichte aber Gott behüte, daß diese Zeilen dazu den Anstoß gäben. ES wäre üner freulich für Mann und Weib ! Bekanntlich gibt eS eine männliche Kaste, welche das Privilegium hat, be fondereS Glück bei den Frauen zu haben eS ist dies die kriegerische. Ernst Eckstein hat einmal das Warum dieser Erscheinung, so klar als eben möglich, dargelegt. Amor ist der gerechteste der Götter dem herzensräuoerischen Lieu tenant, dem unwiderstehlichen zweierlei Tuch" steht die in Dichtung und Wirk.' lichkeit als Sirene sattsam - bekannte Theaterprinzesjin gegenüber.' Wo w mer das Herz eines wohlbehüteten Mäd chenS heimlich berückt, wo die Bepändia seit einer treuen raut wankend gemacht : die Treue einer erprobtm Gattin er fchüttert wmde eS mußte einen schmu cken Husar, einem .martialischen Drago ner gelungen sein . , Wo ein tugendhafter Jüngling. au5 sicheren Bahnen gelockt, ein leichtblütiger Ehemann . zum Verräth , an den häusli chen Laren verleitet worden, da war es eine Schauspielerin. Man könnte füg lich bei Justmian und Belisar beginnen, um den alten Zauber zu schildern, den die Theaterprinzessrnnen auf die Herzen der Männer ausübten.'. Schade ist es nur, daß die Alten' keine Schcruspielerinnen hatten Antonia und Äeodora waren bekanntlich' ehemalige Tänzerinnen patronius und Lueian hätten ün5 sonst von der Sache mehr zu erzählen gewußt. Sicher ist es, , daß , unsne würdige Männerwelt jeder Schauspielerin Huldi gungen entgegenbringt, eben well sie eine Schauspielerin ist ' und daß eine solche ohne Anbeter und Liebhaber gar nicht denkbar ist. DaS allerzewShnlichsteFrau enzimmer wird seinen Schätzer finden, wenn es nur als .Statistin oder gar als Balletmäechen die weltbedeutenden Bret ter betritt. Leichtfertige Mädchen ge hen häusig nur deshalb zur Bühne, um Eroberungen zu Machen, und es gelingt ihnen auch sicher, wenn auch hinsichtlich des Ranges die Wirklichkeit hinter ihren Träumen Zurückzubleiben pflegt. I manchen, reife gilt S aü eme Aus Zeichnung, sich wegen einer Schauspiele rin zu numrn und die vornebme W-lt betrautet die Ehe mit einer solchen als keine MeSallianz mehr. Man muß zugeben, , daß die große Schwäche, welche die Frauen für zwei erlei Tuch'? haben, ihnen nicht gerade zum Ruhme gereicht, daß aber der unwider? ftebliche Reiz, welchen die Schauspielerin auf das parke Geschlecht auutt, demsel ben eben so menig Ehre macht. Es scheint, daß die .Persönlichkeit der Schauspielerin, durch welche diese direct auf ein größeres Publikum wirkt dadurch für die Männern besonders anziehend ist. Jedenfalls ist es nicht ausgeschlossen, laß eine Schauspielerin alle weiblichen Tugenden besitzt, aber häusig kommt es .JLi . . ' ? fV r- i. . knqr vor uno viele, ugenven smo es niemals, welche die Männer bei ,hr su chen. Vielmehr sind es wieder die vorher genannten, aber ; noch potenzirten Eigenschaften, Temperament, Koketterie, baS bewußte Wirken - durch die Persön lichkeit, welche die Schauspielerin so ber'" if pr r eyrenswerry ericyeinen laen. Und zu wessen Nutzen und Frommen vurd'e dieS Alles ausgesprochen? Zu dem der Frauen, welche weniger gefallen. Sie mögen den glücklicheren Schwester eidlos ein natürliches Vorrecht gönnen nd sich damit trösten, daß sie ohne besonderes Glück bei den Männem zu ha ben, doch ganz schöne Vorzüge besitzen können, selbst solche, welche einen Mann pi deglücken vermögen. Die O raus tafelt der chwesche Strafgesetze. Gou O. Otttt) '- ES werden in China von Zeit zu geit gerichtliche Urtheile von einer sol chen Barbarei gefällt, ' die so wenig dem Beanff entsprechen, den man sich m allgemeinen von der chinesischen Civilisativn gemacht, - da man sich veranlaßt sieht, solche eher als die Ueberbleisel einer, von unserer, gegenwärtigen ganz verschiedenen 'Zeit, denn als den vah ren Ausdruck der Ideen und Gefinnun zen der modernen Chinesen zu betracht ten., So,berid, et die Pekmaer Zeitung ein verflossenes sa abscheuliches Berdik, daß wir das 'moralische Niveau eines Landes, wo . derartige Gesetze, noch wenn auch nur dem Namen nach be stehen können, als niedrig betrachten müssen!- , . r , : -., , Die Thatsache her langen Geianaenschast eines unschuldigenj Kindes mit i.... ' r . f. e. . . oer ,-nuszlcyr . aus z,oie erst lpaier zu erleidende eigentliche Strafe und die sormelle Gutheißuna deS richterlichen Ur theils durch den Kaiser mehr braucht man mcht zu sagen.' um die Barbar der chinesischen Gesetze zu kennzeichnen! güluh, Gouverneur von Ngan-Hoei, gerichtet Folgendes:,, . Unruhen , waren seinerzeit an hen Grenzen dieser Provinz uns an jenen von Hv'nan auSgebrochen, und nachdem der Anführer der Rebellion, Li-Llvu, aufgegriffen worden -war, hatten die Regierungstruppen sich zugleich semeS sechsjährig SohneS bemächtigt. Das Kind wurde dem Magistrate , des Di striktes übergeben, um bist - zum Tage, wo eS dem Gesetze gemäß bestrast werden konnte, eingekerkert "zu werden. Jetzt werden wir vom Magistrat deS Distriktes in Kenntniß gesetzt, daß der Knabe 14 Jahre alt sei und bekennt, der Sohn des JnsurgentenchesS Li'Liou zu sein, daß er aber angesichts seines damals sehr jugendlichen Alters ., die strafbaren Absichten seines Vaters nicht gekannt habe. , Nun aber lautet das Gesetz wie folgtzi. r: ' 4 ;Dic Söhne und Enkel von Rebellen, welche von den strafbaren Absichten ihrer Eltern keine Kenntniß ihaben, .sind dem kaiserlichen Haust zu übertraf gen um entmannt und dann nach Turkestl gesandt zu werden, wo sie Stl .ven der Soldaten sein sollen te 1 " . '; : !' ' :-(. - fi'?t !,'- '... .." ! Da nun der genannte Kuaie das vom Gesetz für! die Strafe vorgeschriebene Alter erreicht hat, so muß er der gesetz liöen Strafe unterzogen werden. Der Lrsvinzialriöter bat seinen Intrag ge-
' . r", !. ii l-:--' v. M ... 1 ,', yi v'A--yr vi?A.w .-rti-'rr. . T H JvfJt .i .., .. im!!1:,;" i?AM5.:;2:ivrf'7S,i:, petttliHd - bÄ,H5täriia Ä6lätttiüiti . wir Gouverneur, billigen solchen und senden ihn formgemäß än'S Ministerium der Züchtigungen." ' Ein kaiserliches Rescript billigt auch seinerseits den Antrag mit der Formel: das Ministerium der Züchtigungen solle hiervon Kenntniß nehmen. Welch finsteren Schatten wirst nicht auf den Jdeengang des fernen Orients dieses Princip, die Vergehen der Väter an den Kindern zu rächen! Aber der hierbet manaebende Gedanke ist der: Die schädliche Pflanze muß mit Zweigen uno Wurzeln ausgeron wer den! Hierbei muß bemerkt werden, daß in Chma gegen den Kaiser revoltiren, gleichwerthig mit Vatermord ist. So bestecken gesetzliche Grausamkeits' scenea das chinesische Reich täglich der Länge und Breite nach, und trotzdem behaupten die chinesischen Gelehrte, das Himmlische Reich" ' erfreue sich durchaus väterlicher Gesetze. Wie der Mensch es eben versteht und gewöhnt ist, so urtheilt er; ist er nur Schlechtes gewöhnt, so dünkt ihm das weniger 12. i - r JLri n "i u wazleqle cyon oas mogncyzr zoezie, uno so ist's auch mit den Chinesen. Gewisse chinesische Gebräuche schnüren uns durch ihre Barbarei, welche man in Europa längst überwunden hat, gleichsam das Herz zusammen, während die Chinesen von der Milde ihrer jetzigen Gesetze und Sitten im Vergleich mit deren Abscheu lichkeit unter den alten Dynastien ganz entzuckt sind. Doch fehlt es auch nicht an Anzei chen, daß die öffentliche Meinung in Cbma die barbarischen Georauche des Gesetzes mißbilligt. So ist z. B. die Todesstrafe deS sogenannten glied weisen Hinrichtens," welches darin de stand, dem Schlachtopfer ein Glied nach dem anderen abzuschneiden, ihm dann das Herz aus dem Leibe zu reißen und ( i . ? t.-.fi iv iqueslia) oen opi aozuneiven, oahin gemildert worden, daß man dem Delinquenten zuerst eineMenge Schnitt wunden beibringt, welche das Glieder abschneiden und Herzausreißen ersetzen sollen, und ihm dann den Todesstoß giebt. Nun ist man dabei, wie uns versichert wird, rücksichtsvoll genug, den Verurtheilten vorher durch Opium halb zu betäuben. Rührende Rücksichten dies in der That!! ES ist scheußlich, eine Heerde Un glücklicher zu sehen, die in der Runde mit voraus gebeugtem Haupte und aus den Rücken gebundenen Händen nieder knieen, während der Scharfrichter einem nach dem anderen den Kopf gleichsam abmäht; dennoch ist'S ebensoweit von dieser Art Hinrichtung bis zum früheren Lingtschi, wie von unseren jetzigen Todesstrafen bis zu denen von ehemals, wo man den Verurtheilten mit 4 Pferden auseinander riß oder einen Dieb gefesselt ausknüpfte und baumeln ließ, bis die Raubvögel ihm alles Fleisch vom Leibe gerissen hatten. Uevrigens wäre eS falsch, auS diesen gesetzlichen Grausamkeiten auf den Cha rakter und die Civilisation der Chinesen überhaupt zu schließen. Die Sohne der Mitte, zum mindesten jene deS Nordens, sind von leidlich gutem Na turell, anderseits aber auch heftig und brutal, wenn man sie reizt, und voller Widerspruche. So todten sie um keinen Preis die Puppe der Seidenraupe, we gen der Dienste, die sie ihnen geleistet, nehmen' aber keinen Anstand, eine Ratte mit Petroleum zu begießen und sie anzuzünden. , Was ihre Mandarine betrifft, so giebt es deren einige, welche wahre Muster von Ehrlichkeit und Gerechtigkeit sind, während andere wieder mit ihrer Ge walt den ärgsten Mißbrauch treiben! Eine hohe Magiftratsperson äußerte sich einmal, daß es ihm zuwider sei. die Piraten erbarmungslos zu strafen, daß es aber ,seme Pflicht, ser, alles Verderb jiche, Unkraut auszurotten. Und wahr: sazeinlich . haben diese Worte eine offi? eielle Führung und repräsentiern die Ansichten der meisten Männer mit Krystallknöpftn. Der Eid ist den Chinesen unbekannt und sie glauben Nicht cfct eine künstige, Bestrafung begangener Frevel durch eine unsichtbare Macht. Hierin mag eS auch seinen Grund haben) daß ihnen die Wahrheit nicht heilig und sie, ohne eine einzige Ausnahme: ein' Volk von unverschämten Lügnern sind) die Echamröthe nicht . kennen ! Ein chinesischer Kaiser inclinirte einmal dazu, die Bastonade abzuschaffen; aber solchen Lügnern gegenüber wäre es schlecht am '. Platz ; denn .der Bambus, stock treibt wie man sagt du Wahrheit heraus. Die Oadi er Hymne. AuS Brüssel wird vom 22. Juni ae schrieben: Eine kleine Verlegenheit hat der . so gern und, warm ausgenommene Oreßherzoa vcn Luxemburg hier durch seinen Besuch doch verursacht, und diese Verlegenheit spiegelte - sich deutlich in einer Debatte wieder, welche kurz vor dem Emtrene deS Gastes ,n den Brüsseler Blättern geführt wurde, Ei, feierlicher Empfang war auf dem Per ron fett Q&ra do Luxernbourgin AuS sicht , genommen; den Grenadieren war befohlen worden, als Ehrenwache aus zurücke, nd ihr MnsikcorpS sollte die Hym spielen.- Die Hymne gut! der welche Hymne 7 Zuerst behauptete an, beim Enpsange des Großherzogs müsse das niederländische Nationallied gespielt werde. Aber man ließ den Gedanken rasch wieder fallen, - nachdem von anderer Seite darauf hingewiesm worden, 3 daß Ost iNeederlandscii bloed woyl am Platze LkweZen wäre, so lange Luxem bürg noch zu Holland gehörte, daß man aber mit dieser Melodie nicht den nun mehr autonomen Großherzeg begrüße könne. ' UlS daS Nächstliegende wäre also die lcremburanche Hymne erschrenen; man wies darauf hm daß in der That nter den Bewohnern j des Groß htrzogthnms ein Gesang n rogu fti, den man als eu: natisnalen hezziü nen rönne. er 'exr rre? ganges it. r 'i mm r . $jvx lureykl.ra.isA5 JKttdeutsch
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mw Der iGvixQt JamttienplaH in der Otadt Jeden Donnerstag und Samstag Abend Konzert. . Bequem durch die Straßenbahn zu er reichen. Der Platz ist in Zukunft am Sonntag auch für Familun offen. Fr. ütöäoi, Eigenthümer. Eolumbia Halle, Cckt Mlarty u-d BUawan Ode. Die schöafte, größte nd am deqftm etgerichtete Helle der vüdseite. Vie klht z Verfügung &t Haltung von llonzert, Tanz - Kränzchen, ya,tie"t Lesender ifi sie verei u espsehl. CO Die schSufte Otrthschaft w In Stadt. Nur die best 0etrSnke derd deraSrelcht. L zailntche vefnche ladet ei? mto SHmws, 0l8lttKni t. , Saloou u. Z3Mard-Sall No. 02 Oft Washington Straße. -: John QsilaHee Eigenthümer. Wm. Bartenicli, Koutraktor u. Baumuster 231 Oft Washington Straße. H B. SM0E STOßE. . G. ßOftftff No. 309. Oft Washrngton Str. Damen.tzalb.Schuhe doa 50c bil $1.50 Sabh's Schuhe von Löe aufwärts MädchenSchuhe von 8Cc m Knaben-Qchuhe von (0c m Mäuner-Arbeitsschuhe. .75c bis $1.00 No. S09 OstWafhington Straße, da ist der Pla,vo ma höflich und prompt bedieut wird. - Mstevial ! i 3". nTTTTTTTCTtl Häudltt in Kieedach.Natnial, ud 8 plh Ready Koofiug, toasi erdichte Sheatiug, ftuer. festem phalt-Filz, Strobpappe, Dach, und Metall-Farben ,e. Office 16? Qeft Mary, laud Straße. Telephon LSI. DachdecSarei. . ?. && T. IT. emittier Fähige ud. dnantwntNL DaSdeck. Kietdäche?, Trinidad und Silsonite UtphaU Dächer. Alle Arten smpifttious.DIchcr mit beftem Material. Ossi: NI.1S9,Ld: O. EatfsSfr. Telephon SSI. SudianapolU, Sud. D. Sregelo ü Sohn, s Leichen-Bestatter, Vto, 97 Nmd Illinois Straße. Tklkvbon Klink Se,KZn, ngelo & B')llfU. Ich hab ffttalUS BflB rti otha. füMittU C1I vuaht ud habe i roh o ntf von tat , ich ich ach Un erst pri tSSt un ti aus jBeimil , folgend Paetle lief,: SO IU 100 aus taval 10 i n Cm 100 Hl 290 fk cf ,t.l 9? tr. 2 m 500 Pfd a,f cima( Xtt v$t . 500 6 I Kaj tnlafcunj . CT Telephs 040. XniUt Wtn Utn Recht m liefe preise 1, dr ontraN, z ach, Ofsiee: SS S. J olairaro Otr jOm Dcix"IlcDi3 yalMt nv q ven öeranmen Rqrarn: Mir wollen keine Prenßen sein." Man stelle sied nun das MüNkea hr hu glschen Grenadiere vor, mit feierüchem Trompetenklang nd Trommelfchlag m die Welt hinausschmetternd : .Wir rsol. len knne Prucheu feint- TA hätte beinahe wie eine politische Demonftra. tton :; ausgesehen. - Und ? rsnbar - aui diesem Srrulde nah man den leiten, den Lreisen von dieser Weise Abstand und ordnete an. daß d Lied deS Für. sienhauseSlNaffau geLpiclt werde, daS unter dem Namen .ZlhewS.Lied- bekannt rst. So. kam es, daß die Regi. mentSmnsik - da, MilhelmSlied" into. nirte, als d Grenadiere vor dem ein PchrendKgeMsj'Msti ten, und die Klänge dieftr schönen und getragenen Melodie, i-er wieder von Neuem begonnen. geleiteten den Groß. Herzog, als .bepde'KSmsie Zltt dtt lrenQntzie Soldaten ab.
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Auaezt!chnet zum JrübsZLck. Die Frischhkit der S!cr mt sich bald stststtllen. Wenn sie alt merden sprechen si, sür sich sllig. Beim Sp,S muh man sich aber aus die EörUSkkit ker EchläSter und Packer derlafseu, denn schlechtkS Fleisch kann durch Röuchkrn u. s o verdickt verdkn. Unl,e.Ue1!Me' Spkck ist auf den btsiin Tisch,n Europas zu siadtn und wiro in btt ganzen Welt nicht ÜdertkoffkN. Unser .aiorga & Gray" Speck ist gerade so rein, aber eS ist die zweite Wzdl und deshalb etva? bMigee. Aber ob Sie die eine oder andere BoiU kaufen, Sie ronden sttt guten, ohllchmeckknden und nahrhaften Speck erhaltt, vztnn 6ii Ihren Grocer und Mkdger kragen nach
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