Indiana Tribüne, Volume 14, Number 307, Indianapolis, Marion County, 26 July 1891 — Page 3
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Arnd des Meeres Dtaan von D!wä Andhe. fcutotiftrU LkikrZkZunz aal dem EchÄediZche vso Laura Fehr. 0. Fortsetzung.) Än die Nuder!" kommandZrte John, -s!ch zu seiner vollen Höhe aufrichtend; er lüftete den Hut zum Gruß mit einer Ehrerbietung, die nur eine verstand, und blieb mit entblößtem Haupt stehen, so lange er die Gestalten auf der Brücke zu unterscheiden vermochte. WirstDu jetzt fahren? fragte Mauritz in beleidigendem Ton. Jawohl mit Petrus Du fährst den Papa wie heute Morgen." Ihre Stimme klang hart vnd tonlos. Der Nachtwind rauschte durch'S Thal, der Weg war trocken und fest, die Hufe der Pferde stampften den Boden. Oleandrs saß schweigend da. Sie durchlebte in der Erinnerung die Ercignisse der letzten Tage jedes Wort wiederholend, jeden Blick deutend. Noch fühlte sie den Druck seiner Hand und die Wärme seines Armes, den er um sie gelegt hatte. Es war Alles fo heiß, so groß und neu, so wunderbar selig, daß der Gedanke an den Verlust in ihrem übervollen Herzen nicht Platz fand; als sie aber in den Wad hinein kamen und das Sausen des Windes in den Baumkrönen vernahm, war es, als träte Alles, was ihrer wartete, ihr vor die Seele, und da ließ sie den ?opf auf Petrus -Schulter sinken, während ihr Körper unter heftigem Schluchzen erbebte. Hilf mir, rette mich!" klagte sie, als sei sie ein kleines Kind und er ihr Vater. Seien Sie ohne Furcht, Madame, es hat keine Gefahr," sagte er beruhigend, fr sind bald zn Hause." Es ist der Tod," erwiderte sie, sich an ihn klammernd. Nun erschrack er und blickte angstcrfüllt um sich. Wa5 konnte sie meinen? Was würde der junge Kapitän sagen, wenn er Madame fo verzagt sahe, er, der behauptete, nie eine so stolze und kühne Frau gesehen zu haben?" Sagte er das sagte er das wirklich?" Ja gewiß, und man konnte es wohl auch seinen Augen ansehen, daß es seine Meinung war, sie leuchteten ja, wenn er Madame ansah und das ist auch nicht zum Verwundern; aber in meinem Leben habe ich auch keinen so stattlichen Kerl gesehen, weder zu Lande, noch zu Wasser." Hab' Dank, daß Du mich fuhrst, P?trus, und nun gute Nacht!" sagte Olcandra warm. Er hatte sie getröstet, ohne es wissen. Helle Sommertage folgten, ober sie bemerkte es nicht, sie lebte in einer Welt für sich. Mitunter war diese strahlend und herrlich, wenn die Erinnerung ihre Aaubcrlampcn anzündete; aber zum öftcrn herrfchte tiefe Finsterniß, wenn Sehnsucht, Schmerz und Gewissensbisse Alles in düsteres, trübes Grau hüllten. Mauritz quälte sie bei Tag und Nacht: Was hatte der 5kapitän gesagt? Wo, von hatten sie unterwegs oder im Boot gesprochen? Was hatte er ihr zum Abschied gesagt? Wie gesicl er ihr? Sehnte sie sich nach ihm? War es Kummer, der ihre Wangen bleichte? Schrieben sie etwa einander? jann würde er wiederkommen?" Sie wuHte nicht, was sie erwiderte und sie meinte, daß sie überhaupt nichts zu erwidern brauche. Er wurde doppelt zarztlich. Die Hulbtgungen des Freundes hatten seine Augen geöffnet und ihn erkennen lassen, daß er erwas besitze, das Werth habe. Er war immer in ihrer Nähe, bis sie solchen Abscheu bei seinem bloßen Anblick empfand, daß sie hätte mögen davonlaufen, nur um nicht seine, Liebkosungcn erdulden zu müssen. Sein Mißtrauen kannte keine Grcnzen. Erblickte er einen Fetzen Papier, glaubte er. es sei ein Brief. Er durchsuchte heimlich ihre Bücher, Blatt für Blatt, durchwühlte ihre Fächer und weckte sie ans demSchlaf, um seine lnquisitorischen Fragen an sie zu richten. Wenn sie ausging, begleitete er sie, jeden ihrer Schritte überwachend, und frier schmerzlicher Blick, jeder Seufzer wurde als eine persönliche Beleidigung aufgefaßt. Was er ihr gegenüber gefehlt, hatte a vergessen uud w!re bereit gewesen, abzuleugnen, sogar vor sich sclber. i Ste versuchte zu arbeiten, hatte aber zu Allem die Lust verloren. Das einzige, :oas ihr Linderung verschaffte, war j zu gehen, immer auf und ab zu gehen, ; ohtte Ruhe und Rast, oder sich auch in , ihre Erinnerungen zu versenken, jeden Gedanken an die Gegenwart verbannend. Bisweilen liebkoste sie Thea, drückte sie an sich, weinte über sie, und rfdete sich vor, daß das Kind ihr genug sein müsse; aber dann geschah eS, daß" ein Ängstliches Gefühl über sie kam, daß sie nicht würdig sei, ein Kind zu besitzen, und daß Gott, der schon den bloßen Gedanken als That richtet, sie bereits ünwiderruflich verdammt habe. Ihre Stimmung war ungleich, und sie hatte weniger als je die Kraft, die Kleine zu erziehen, litt aber doch unier der Wahrnehmung, daß diese mehr und mehr dem Vater ihr Herz zuwandte. s Oleandra versuchte zu lesen, konnte aber ihre Gedanken nicht beisammen halicn wenn sie eine Zeile gelesen hatte, waren sie schon weit weg. Seezome?.: und Erzählungen von unglücklicher Liebe waren das einzige, das für iint Weile ihr Interesse zu fesseln vermochte. Einen ernstlichen Versuch, ihre Leidenschast zu beznzlngcn, machte sie nichts Manchmal lag sie wohl auf den Knieen, die Hände in Angst und Verzweiflung in balbes fei daß sie den Abgott, den sie im Herzen trug,, nicht austreiben konnte, ja nicht einmal wollte.
ringend, um Hilfe, uns 5itat sieyeno, sich zu Pflicht, und Ruhe durchzukämaber sie wußte, daß das Gebet nur
In jedem Gedanke'", ledem Athemzug war er ihr nahe lles erinnerte an ihn, und Stunde um Stulpe wiederholte sie sich jedes Wort, das sie ltelnander gesprochen; jeden zärtlichen BÄ jede Bewegung. Sie hatte niemals vermöcht, ihre Gefühle Zu verbergen, nd wenu sie es jetzt zu thun versuchte, vwxfit sie kalt, abstoßend und unnatürlich. Der Patron sah, daß etwas nicht richtig war. Die kleine Andra" war krank daran sei nicht zu zweifeln. Sie hatte den Appetit verloren, war schweigsam, ernst und blaß, ihre Augen, in denen die Verzweiflung mitunter in fast gespenstischer Weise hervortrat, waren groß und brennend. Zu ihm hinein ftächtete sie sich immer hausiger, sicher, dort mit ihren Gedan ken allein zu sein. Sie räumte dann Alles vom Sopha hinweg, legte sich auf dasselbe und blieb Stunde für Stunde so liegen, während tx umherging, aufräumend und ordnend, so gut cr's ver? mochte, sie hatte aufgehort,,daran zu denken, sie sah nicht einmal, daß etwas in Unordnung war. Er gab das Trinken auf, um sie zu erfreuen, und legte den fettglänzenden Schlafrock ab. Hierher kam Mauritz niemals und hier konnte sie mitunter ein Gesicht von Ruhe und Frieden haben. Der Patron ließ kein Mittel unversucht, sie zu erheitern und aufzumuntern, und entdeckte bald, daß er dies nur dadurch vermochte, daß er von John, von dessen Kindheit, seinen Jugendstreichen, Neiscn und Aussichten sprach. , Dann belebten sich ihre Wangen, und sie fragte in'S Unendliche, glücklich, diesen Namen, den sie sich alle Stunden des Tages leise zuflüsterte, laut aussprechcn zu dürfen. Sie kam sich selbst so erbärmlich, so nichtSwürdig vor, daß sie mit einem Manne nifammenlebte, während jeder ihrer Gedanken, das ganze Sehnen ihrer Seele bei einem Andern weilte. Sie dachte daran, sich das Leben zu nehmen, um Allem zu entfliehen, gdä belte in der Nacht darüber nach, welche Todesart die leichteste sei sich zu ertränken oder zu erhängen, und betrachtete mitunter das Rasirmesser ihres Mannes mit halb lüsternen, halb entsetzten Blicken. Sie meinte, Alles zu thun, um zu vergessen, aber unerbittlich, unabweisbar kamen die alten Gedanken wieder. Sie faßte es selbst nicht, sie weinte und betete unter Anfällen von Gewissensangst, Reue und Schmerz aber nichts half. Dann und wann kam ein Brief von John an den Onkel, der ihr denselben vorlas. Viel enthielten diese Briefe
nicht, aber sie verstand gar wohl die dunkeln, abgebrochenen Sätze, den trühen, hoffnungslosen Ton. Er litt auch, das war ihr bester Trost, wie egoistisch derselbe auch war. Wenn ich begreifen könnte, warum her Junge nicht herkommt; das Fahrzeug liegt bei Linkholmen und läuft ihm doch wahrhaftig nicht davon," sagte der Patron mißvergnügt. Sie schwieg hartnäckig. Begreifst Du's, Andra? Nern." Ich werde ihm schreiben, daß er iommen soll!" Er war selbst in den Neffen ganz vernarrt. Das wirst Du nicht!" Ich thue es aber doch." Du darfst eS nicht!" Sie hatte die nämlichen Worte zu John gesprochen, aber welche Kraft und Willensstärke hatte in denselben gelegen und wie matt klangen sie jetzt! Ich darf nicht sagtest Du so, Kleine?" Er lächelte schelmisch. Du wirst es nicht thun, wenn ich Dich bitte, es zu unterlassen." Er würde uns Alle aufheitern; es ist, Gott verzeih' mir's, als wären wir alle Tage zum Begräbniß. Ich ertrage das nicht länger. Es würde nicht besser werden, falls er käme. " Findest Du etwa, daß das saure Gesidtt Deines Herrn Gemahls zum allgemeinen Vergnügen beiträgt verleib' aber ich finde ihn in der letzten Zeit unausstehlicher als zuvor." Ich bin schuld daran!" Sie war zu wahr, um nicht die Schuld auf sich zu nehmen. John segelt in vierzehn Tagen; hol' mich derKukuk, wenn ichs fertig bringe, den Jungen fahren zu lassen, ohne ihn vorher einmal gesehen zu haben! Du kannst ja nach Gothenburg reis sen." ' " "' Sie gerieth in Eifer so gab's wenigstens eine Möglichkeit, etwas über ihn zu erfahren. Hm, hm! Kein fö üblek Gedanke. Thu1 es. ach, bitte, thu' es! 2ie erhob sich, ihre Augen louchtetcn. Werden sehen!Aber Du wirst nicht schreiben? Ich bin einmal kein Federheld, das siehst Du an dem Tintenfaß dort." Jetzt bin ich ruhig," sagte ste jeusend und versank in Träumereien. Ein Tag nach dem andern verrann. , WtrstÄu nicht bald reisen Pava?" fragte sie unäushorlich. - ' ES acht nicht so schnell: willst Du mich etwa los sein? war seine stehende Antwort. "" ' r' ' Dann gab sie auch diese Hoffnung auf. Bald würden Länder und Meere sie trennen es war , am besten so ' t .... m aoer wuroe aucy eine eir rommcn, wo die Vergessenheit sich erkältend zwischen, sie legen würde? Sie konnte es nicht einmal wünschen. , t .,.. Es war -Herbst- GewordenKer Hof war mit einer dicken Schicht ' modernden Laubes bedeckt, aber sie hatte keine Gedanken dafür. Darf Thea bei Dir bleiben, Papa?" fragte sie eines Nachmittags man hatte soeben Kaffee getrunken. Die kleine war unruhig, und Niemand verstand es, wie der Großvater,' sie zu kn, terh alten. ' x . Und'Du?" ! Ich gehe zu uns hinüber, ich habe Kopfweh. Mauritz spielt Grabuge" mit Mama." m cSie sah so müde, so traurig und an, I gegriffen aus, daß ihm ganz angst wurde.
, . Wie um Himmels willen soll das enden!" sagte er) sich in den Haaren
krauend. John würde Dtch kaum wiedererkennen. Warum immer von ihm reden?" Die Worte klangen unfreundlich, fast rauh. Hm, hm! Geh' Du nur, ich werde das Kind hüten; versuche ein wenia zu Olafen, das wird das beste sein. " Als sie gegangen war, zog er ein Fach nach dem andern heraus, angefüllt mit Muscheln, Steinen, alten Münzen und Schmuckgegenständen. Draußen war es still und raschelndes Laub schlug bisweilen gegen die Fenster; aber weit aus den Weg hinaus siel der freundliche Lichtschein der Lampe, und näherte man sich, so erblickte man das trauliche Bild eines alten ManneS, der um eines Kindeö willen selbst wieder Kind wurde. Oleandra machte selbst Feuer und begann im Zimmer auf und ab zu gehen. Der Schein aus dem Ofen . spielte auf dem Teppich und bildete einen breiten Lichtstreifen auf der Decke, aber in den Ecken und Winkeln war es sinster. Nach und nach brannte das Feuer nieder und die Schatten wurden immer tiefer. Da setzte sie sich'auf's Sopha, den Kopf in die Hand gestützt. . Plötzlich schreckte sie zusammen. Es faßte Jemand an der Thürklinke. Sie stieß einen ungeduldigen Seufzer aus. War die Zeit ihrer Freiheit denn schon zu Ende? Sie blickte auf, erhob sich halb, erkannte im Lichtschein einen röthlichm Vollbart und fühlte sich in demselben Augenblick von zwei starken Armen umschlungen, sö fest, als wollten sie sie nunmermehr loslassen. Sie wußte keinen Widerstand, ihr Kopf sank auf Johns Schulter und ihre Lippen begegneten sich in einem langen Kuß. Sie hatten sich gesetzt, aber keines von ihnen sprach ein Wort; beider Augen standen voll Thränen. Du kamst also dennoch," sagte sie endlich, halb vorwurfsvoll, halb lachend. Ich konnte nicht anders. Der Onkel schrieb, Du wärst kra-nk und es röche hier im Hause nach Leichen." Jetzt lächelte auch er. Zürnst Du, Geliebte?" Oh, wie unglücklich bin ich gewesen, nie glaubte ich, man könnte sich so unglücklich fühlen. Bist Du Jemand begegnet?" Niemand." Wie wußtest Du, daß ich hier sei?" Durch Nekognoscirung; ich habe an ben Fenstern gespäht und gesehen, wie die Sachen liegen. Ich reise in wemgen Tagen, aber ich mußte Dich vorhex sehen." Du wirst nicht allein reisen. " Was meinst Du?" Daß ich mit Dir gehe!" Sie hatte sich erhoben und stand mit einem Ausdruck der Entschlossenheit vor ihm, der 'jeden Zweifel ausschloß. Wenn eS Dich aber gereute überlege es wohl hast Du den Muth zu einem solchen Schritt und ist eS recht von mir ?" Ich habe überlegt," unterbrach sie ihn. Ich habe Tag und Nacht darüber gegrübelt und gewußt, daß es doch so kommen müsse es ist nicht anders möglich. Ich kann hier nicht bleiben! Möglich, daß das, was ich thue, Sünde ist; aber es ist eine Todsünde, Alles beim Atten zu lassen und falsch gegen Euch Beide zu sein, Jeder Gedanke, jede Empfindung gehört Dir. Kann ich dann auch nur versuchen, einen Mann glücklich zu machen? Ist es nicht eine emporende Falschheit und Heuchelei, unter einem Dach mit ihm zu leben? Du mußt sogleich von hier forteilen! Ich will nicht Dich seine Hand drücken sehen Alles ist besser als diese Doppcltheit. Ich weiß, wie es gehen würde, wenn Du hier auch einen Tag bliebest ich ertrage es nicht. Ich kann das Geschehene nicht ungeschehen machen. und ich glaube, baß der Herr sich über mich erbarmen wird! Ich kann nichts dafür aber eines kann ich wahr sein und das will ich auch. Mauritz .mag mir nachforschen, ich werde ihm nicht antworten. ' DaS Geld mag er behalten es war ja um dieses, daß er mich heirathete, und ich hoffe, Ellen wird noch seine Frau mein Kind wird alsdann eine bessere Mutter bekommen, als ich es je geworden wäre. ; Die Stimme versagte ihr, als sie von ihrem Kinde sprach, und sie wiegte den Körper hin und her, wie eS die Mutter in ihrem Schmerze gethan hatte. Er streichelte ihr das Haar und küßte ihre Augen. Es ist wie ein Traum," sagte sie; ich habe vergessen, , wie unglücklich ich I gewesen bin oder wie grenzenlos ich mich cjehnt habe aber. geh jetzt!" Wann kommst Du nach?" Heute Nach! ich weiß nicht wann. Dein Boot liegt wohl bei Kielen?" 5 t Jawohl." , i ' Es ist gut. Ach, daß es einen anbcrn Ausweg gäbe!" v- " - ' , Schwankst Du nimmst Du Dein Wort zurück? Denke nicht an mich, Geliebte!" ' ' Es kann nicht anders sein! Ich komme geh' jetzt! Sie schob ihn leise zur Thür hinaus und sah ihn über den Hof gehen, ohne , daß er' von Jemand bemerkt wurde. ; :,J;, ?i, 'Sie ' ' w ollte nicht denken, es mußte gehandelt ',. . werden, , und .o vs l)oUt sie 'l denn . ein dunkles, warmes Wollkleid ' v$vor das etn sächsle, basz. sie besaß, : und zog 3j; stii Dann setzte sie sich an den Schreibtisch. ES waren nur wenige Worte, , die , gesagt werden mußten, und doch sielen sie ihr schwer. , Bogen auf Bogen wurde zcrrissen, aber dann dachte sie daran, daß Mauritz oder Thea bald kommen würden ..es mußte geschehen. ; . . ;, ! r Geliebter Vater!", Es war das erste Mal, daß sie ihren P flegeoatep so nannte, und sie schrieb es unter Thränen. Jetzt erst : kam es ihr klar zum Bewußtsein, wie gut er eS gemeint hatte, . wie ' aut er bei aller Schwäche und Unzuoerl ?. . m - iir lr ''r-:: . . rtf-w 8 ' : lüwglell gewezen war uns te wemg dankbar und liebevoll sie sich ihm gezeigt hatte. iiiginM-
Geliebter Vater! - Ich gehe mit John ich kann nicht anders glaube eS mir und vergieb mir. Wache über, mein Kind! Mauritz hat kein Recht, mich zu verdammen. ! Ich werde niemals wieder zurückkommen; denk' an mich, als fei ich gestorben. Bringe auch Mama meinen Dank am besten wäre cS gewesen, wenn ich niemals meine Insel verlassen hätte aber Alles geschah in bester Absicht. Traute nicht um mich, geliebter Vater ich bitt's nicht werth vergieb ! mir um Deiner Güte und meines Unglücks willen,, dsrvm bittet Deine Andrea. "- , Den Blies befestigte sie später unbemerkt an seiner Mo?genpfeife. We begriff nicht, wie der Abend verging, ohne daß sie sich verrieth. Sie spielten Whist wie gewöhnlich, aber e3 ging wie im Traum, während ein Nebel sich dann und , wann über ihre Augen legte und ihren Blick umflortes Sie war mit bei Tisch und versuchte z:r essen, entkleidete und badete ihr Kind wie gewöhnlich nux mit noch größerer Sorgfalt und Zärtlichkeit und mit so schwerem Herzen, daß sie dachte, der Herr der ja wisse, was sie leide, müsse Erbarmen haben, und wenn Niemand auf der ganzen Welt es hätte. Sie ging durch's Haus, einen letzten Blick um sich werfend es war ja doch ihr Heim gewesen und sie hatte-sich hier glücklich gefühlt wenigstens zu Anfang. Sie gedachte aller Vorsätze die sie gefaßt, aller Hoffnungen, die sie gehegt. ' Nein, sie mußte fort, so schnell wie möglich, damit ihr der Muth nicht entfalle. Mauritz schlief bereits, sie gönnte ihm einen Abschiedsblick, zärtlicher als seit langem, legte den Trauring aus den
Tisch und schlich sich in's Zimmer nebenan, wo t mtt Thea schlief. Neben dem kleinen Vettchett it- sie auf die Kniee, wie sie dies so oft gethan, ehe sie sich zur Nuhe legte. Sie wollte beten, wie sie es zu thun pflegte, abklZ ihr Gebet wurde nur ein Angstschrei ihres verzweifelnden Herzens und was nützte es wie konnte sie zu hoffen wagen, daß ihr Schreien von dem gcrechten Gott erhort werden würde? Nein, es. war unmöglich, und dennoch vielleicht würde der Barmherzige sie um feiner Gnade willen erhören. Als sie sich erhob, zitterte sie am ganzen Körper; sie hüllte sich in einen weiten Mantel, öffnete vorsichtig die Thür, während die thränenlofen, brenncnden Augen noch einmal auf Theas rosigem Antlitz haften blieben dann schloß sich die Thür für immer zwischen ihr und ihrem Kinde. Die Nacht war stnstcr und kalt. Schweres Gewölk jagte am nächtlichen Himmel. Dann und wann zerriß es und der Mond kam zum Vorschein, um sogleich wieder zu verschwinden. Das welke Laub raschelte zu ihren Füßen, der Weg war aufgeweicht und aufgefahren, .aber es begann zu frieren, und der lehmige Boden wurde nachgerade festen Sie schritt hastig vorwärts; aber wie sehr sie auch eilte, den rastlosen, schweren Gedanken konnte sie nicht entfliehen. Sie versuchte es, sich selbst zu entschuldigen und das, was sie gethan, mit der Entschuldigung zu rechtfertigen, daß Alles anders geworden wäre, wenn man sie Tn der Lebensstellung, in die sie gehörte, hatte bleiben lassen. War es denn ein so großes Glück, in weichen Federbetten zu schlafen, leckere Speisen zu essen und seine Kleider zu tragen? Pie ses Alles hatte man ihr zu theil werden lassen, aber was hatte man ihr nicht auch genommen, ihren Namen, ihr Wesen, ihre Freiheit und ihre frohen Hoffnungen, und ging sie nicht' viel armer von den Psiegceltern fort, als sie gekommen war, damals hatte sie wenigstens Gewissensruhe besessen. Welch' eine treue Gattin wäre sie einem braven Seemann geworden, wie hätte sie an seiner Seite gearbcitt! Ja, Treue hätte sie selbst Mauritz bewahrt, wenn erder Mann gewesen wäre, für den sie ihn hielt Niemand würde sie von ihm weggelockt haben. Wie sie auch immer sann und sann, eS schien ihr, als sei das Recht auf ihrer Seite, und dennoch ließ die Gewissensangst ihr keine Nuhe, denn es war doch ein dem Herrn gegebenes Gelübde, das sie gebrochen. Aber es konnte nicht anders sein sie kannte kein Schwanken. Dort lag Petrus' Wohnung, daran hatte sie nicht gedacht. ' Es war sinster; nicht fürchtete sie, entdeckt zu werden; aber sie Mtßte. dqZ er mt fassen oder verzeihen wurde, was sie' gethan. In seinen ehrlichen, treuen Augen würde es immer eine Todsünde bleiben. Wie ein Dieb schlich sie sich an dem Häuschen vorüber, während ein heftiges Schluchzen sich ihrer Brust entrang sie wurde ihn niemals wiedersehe und sein einfacher, liudlH frommer Sinn würde nur erkennen,, was sie gefehlt, nicht, was sie gelitten hatte. ' ,rX : Jetzt war sie bei den Steinen ange langt, ,. wo John und sie an Demsönnin,eii Sommertage geMeU,eKZ.änkle" ihr so langc.lange hcr. x I Er saß auch heute da, erhob sich und ging ihr entgegen; es war ihm unmog- , y u -t--1 . i nl!! ;i i i 2 H ! r iV'orx T lich gewesen, sie dort veim . Vvol zu erwarten.' , . , - Er schloß sie einen Augenblick fest in seine Arme. Hab' Dank! flüsterte er jli;iJ.Si fli-' ! '? - : i-.-Üf .?'.,iiiln'.!llllU- j! Mit bebenden Lippen. , , ,. A 1;i ' Ich habe jetzt Niemand als Dich auf der Welt." 1 " ' J, f SSl Du wirst Niemand mehr' LiÄrfen.' l Zrvrry k'L ""'tt i !l ' ' r ,: , Das Boot glitt hinaus vor gleich- , v . r 1 " . V : ' ''" " mäßigen Nuderschlagen, das dünne Els V':;i':t : iJi'V'-'V'- P f''if r raschelnd durchbrechend, und indem sie sich vom Ufer ent fernten, sagte sie sich, jetzt fei das Entsetzliche geschehen ietzt'wüM'eSbesserÄerden "g f '""!' Li if-" .vr n"' t f.,1? r' - , H des Fahrzeugs, setzte sich an's Steuerr,. . i;-j,,,,, 0,,.:;, 9ir;Jil.:':':.!;-ifi; rr. i rüder und ließ sie. ihren LleblmgSplatz 'f"lhM' !,.:. ,,!; , . f 'I l r,i; ? zu seinen Fuße einnehmen. .p, , :ß,mlß ' ZMwarz, wie Ebenholz lag daS Wasser, wenn aber die Wolken sich zertheilten huschte ein glitzernder Lichtschimmer über dasselbe, der. im nächsten AugenV . i : ii'V, :C v:m wteoer verzcIwunoen ar.
Dis. Biötsleute öisweilen in die Hände, um .besser angreifen zu - können Niemand spracht John hatte seine freie Hand auf ihre Schulter gelegt, 'bisweilen erfaßte sie dieselbe und küßte sie oder behielt sie in den zhrigeu. Sie mußte .sich jeden "SlugeMick davon überzeugen, daß er ihr nahe sei, nur so konnte sie das Bergangene vergessen, und als das Meer sich in der graukaltw Morgendämmerung stahlbfank mch. majestätisch vor ihren Blicken ausbreitete, schlang sie ihre Arme um Johns Hals und flüsterte, jetzt fange das Leben erst an. .. , Jetzt wirst Du nicht sterben wollend sagte er. , ., . New, leben, leben!" erwiderte sie und schmiegte sich fester an ihn. ' :. ." . An Bord, der ' Aurora" glaubten Alle, Oleandra sei Johns Gattin. Drei Jahre lang war sie mit ihm gesegelt und hatte viele von den Herrlichkeiten der Welt gesehen und sie war glückllch, wie sie es jemals werden konnte. 1 " Er war ebenso liebevoll und zärjlich wie in der ersten Zeit, 'da er, Alles aufbot, um sie gleichsam , durch Gewissensbisse und Zweifel hindurch zum Frieden und Gleichmuth zu' tragen. Er glaubte.
, erfolgreich gewesen zu fein, denn sie zeigte thut. immer cm fröhliches Gesicht, und cö war ihr auch niemals schwer geworden, denn sobald sie ihn nur anschaute, wurde AlleS gleichsam von selbst licht und hell. , . f , Unter der Mannschaft herrschte die Ansicht,, daß der Kapitän und, Frau Andra", wie sie sich am liebsten nennen ließ, die glücklichsten Gatten unter der Sonne seien. Niemand hatte sie je ein unfreundliches Wort wechseln gehört, und immer waren sie bei einander, halblaut mit einander redend, als würden sie niemals müde, vertrauliche Gedanken auszuwechseln. - ': ;: ; Und doch konnte sie das Vergangene nicht 'vergessen! Kein Sturm war stark genug, kein Meer so ausgedehnt, jene Erinnerung zu verwischen, die, jede Freude vergal? lcnd,' ihr Leben mit Bitterkeit erfüllte. Sie hatte längst vergessen, was man an ihr gesündigt, nur ihres eigenen Vergehens gedächte sie. Nicht, ; daß y sie bereute, was sie gethan, denn sie wüßte gar zu wohl, daß sie, abermals vor die Entscheidung gestellt, nicht anders handein würde. An Mauritz dachte sie nur selten, um so häüsiger, an daS Kind. , Es . war so unnatürlich von. einer Mutter .ihr Kind zu - verlassen, ,und abergläubisch, wie sie war, gleich den Inselbewohnern, von denen sie abstammte, erwartete sie taglich, daß ein besonderes Strafgericht des Herrn sie treffen würde. Ihre Zeit suchte sie damit auszufAlcn, sich in der beweglichen Heimstätte nützlich zu machen. die sie über Alles liebte und wo sie fühlte, daß sie auf ihrem Platze sei; sie nahm an der Verprooiantirung und dem Verladen theil, führte das Logbuch, und leistete ihrem Manne selbst während der Hundewache Gesellschaft. Die Besatzung vergötterte sie. Sie war in jedem Winkel des Fahrzeugs zu Hause; war Jemand krank, so war sie die sorgsamste Krankcnwärterin; oft stand sie am Steuerrad, so sicher Und ruhig wie ein erprobter Seemann, und Alles wußte, daß ihr Muth und ihre Entschlossenheit einmal Schiff und Mannschaft vom sicheren Untergang gerettet hatte. Es war auf einer Reise nach Ostindien. Die Südostpassage war eben durchmessen und bei einem frischen Nordost ging es nordostwärts. Das Wetter war schön, aber am Abend, bei SonnenUntergang nahm der Himmel im Nord westen ein etwas verdächtiges Aussehen an, was Oleandra auch dem Steuermann gegenüber äußerte, der indeß kem Gewicht darauf legte. Das Fahrzeug lief vor allen Segeln, die Wolkenwand zog rascher herauf und gegen Mitternacht stellten sich die unter jenen Breitengraden bekannten Böen ein, weshalb auch Stag- und Leesegel geborgen wurden. Der erste Steuermann hatte die Wache. Andrea und John saßen im Achterf aloni Er hatte den Arm um sie geschlungen und vor ihnen lagen Landund Seekarten ausgebreitet, die sie eifrig studirtcn, während ihr schmarzelocktes Haar und ausdrucksvolles Gesicht auffallend gegen seinen rothblonden Kopf abstach, , an den sie den ihrigen lehnte! Beide sahen glücklich aus. : Wenn wir Beide hier so nebeneinander sitzen, ist es mir, als waren wir allein au f der Welt, sagte sie innig und schmiegte sich fester an ihn. ' j. '.,, , .Und dann fühlst Du Dich glücklich?" ";,Ach,-- so glücklich ! Ich liebe es, j zu wissen, daß eine U nendlichkcit mich v on dem Treiben der Menschen trennt, und wenn ich an sie denke, ist es,' als sähe ich einen riesigen Ameisenhaufen, wo sie um jeden ,;; Strohhalm, selbst den kleinsten, kämpfen als gelte es das Leben. ' Miturüexf, wenn ich das Meer anschaue und an die Ewigkeit denke, was ich oft thue, erscheint mir dieses alles so klein und nichtig Glaubst Du wirklich, daß das Leben all' der Mühe werth ist, die man sich um dasselbe gibt?" mi .Vielleicht nicht aber eS ist herrlich zu leben das' hast Du 1 mich ; gelehrt. Deine Seele ist zu groß und erhaben, um in der Zwangsjacke eines trivialen Alltagslebens sich wohl zu besinden," erwiderte er, ihr Gesicht sich zuwendend und, ihr in die tiefen feuchten Augen sch auend. !'-"' ' W mm 1 ,Ach nein, lobe mich nicht!" rief i sie ängstlich; ich denke oft, daß ein ganzes langes Leben nicht ausreichen würde, meine Schuld zu sühnen. " .1 vl'jj ; So , darfst Du nicht sprechen! In meinen Augen stehst Du , hoch, gerade weil Du es wagtest, die Fesseln zu jprengen, lieber,! als unter , falscher Flagge zu segeln, , wie i so Viele dies ; thun'; ";jff::; 5 :S:;''!::i::! Mai MuM'MiM : ' ;. MXwSHtnt 1 ia " 11 '' fagle " sie lächelnd. Wann wird wohl die Zeit kommen, da Du etwas an mir auszusetzen hast? ;ipl;; 40 i. I!lt4 ,!,!,!? :iii
:i Niemals." An Bord war sie immer ungefähr wie bie Matrosen gekleidet, nur war ihr blauer Anzug von feinerem Stoff. John liebte es, sie so zu sehen und außerdem hatte ihre Frauentrecht sich zur See als unpraktisch erwiesen. Wenn sie, ihn dagegen in den verschiedenen Hafenorten an's Land begleittte, war es sein Stolz, sie fein und kostbar aeklcidet
zu sehen, und anfangs überhäufte er sie mit Geschenken, in Seidenzeugen, Shawls und Schmucksachen bestehend. Es dauerte indeß nicht lange, bevor ihr ausdrucksvolles Gesicht ihm sagte, daß diese Geschenke ihr nur Schmerz bereiteten. Nur Deine Liebe will ich," sagte sie; dies Alles hatte auch ein Anderer mir geben können." Es gab nur eins auf der Welt, das sie aus ganzer Seele zu besitzen wünschte ein Kind mit dem Manne ihrer Liebe. Sie hatte zum Herrn darum gefleht, innig und unablässig. Es würde ein Beweis seiner Vergebung sein, meinte sie aber jetzt wagte sie nicht mehr zu beten. Er wollte es nicht sie war diese Gnade nicht werth. Nie konnte sie an einem Kinde vorübergehen, wie zerlumpt und schmutzig es auch immer war, ohne stehen zu blciben, um den Kopf des Kindes zu streicheln, und das Geld, das John ihr sreigiebig spendete, verwandte sie dazu, arme, verwahrloste kleine Geschöpfe in den großen Städten aufzusuchen, ihnen zu helfen, oder sie zu retten. ' Dann dachte, sie an ihr eigenes Töchterlein. Nicht um' dafür belohnt zu werden, wollte sie es thun; aber dennoch lauerte ein Gedanke im Hintergrunde, dessen sie sich nicht erwehren konnte: daß es vielleicht ihrem eigenen Kinde zu gute kommen würde, was sie an diesen Kleinen that. Ein feiner Regen schlug gegen das Skylight. Oleandra blickte auf und lauschte. Es wird ernst, gehen wir hinauf!" sagte sie eifrig. Erst einen Kuß, "erwiderte er zärtlich. In demselben Augenblick stürzte der Regen auf's Deck. ; Wenn er nun die Bramsegel nicht geborgen hat!" rief sie und flog wie ein Pfeil hinauf. Einige grelle Blitze aus Nordwest leuchteten ihnen entgegen. John stürzte auf Deck. Das Fahrzeug lief vor vollen Segeln und der egm stürzte herab. Alle Mann auf Deck !" erklang eine kraftvolle Stimme. ' Für einen Moment wurde es still, aber im selben Nu sprang der Wind von Nordnordost nach Nordwesten um und steigerte sich bis zum Sturme. : Die Segel schlugen back, das Fahr zeug blieb plötzlich auf dem Fleck liegen und erzitterte in allen seinen Fugen. Steuerbord, Steuerbord ! Hast Steuerbord ! Bringt das Schiff vor den Wind, ehe es back geht, laßt das Bramtau fahren, macht die Schote los, geiet die Bramsegel, geiet das Großsegel, das Marssegel herunter!" erklang die Stimme des Kapitäns, das Heulen des Sturmes übertönend. Das Aeußerste sollte in der Stunde der Noth versucht werden, aber kein Segel konnte gestrichen werden, sie lagen alle hart back gegen die Masten. Herum das Steuer! das Schiff geht back. Holt die Großbrassen herum, macht die Steuerbordbrasse los!" donnerte der Kapitän. t . , Eine Sturzsee schlug über das Hintertheil des Schiffes, Alles, was nicht fest war, hinwegspülend. , Als der Hintertheil sich noch einmal aufrichtete, war der Mann am Ruder verschwunden. Der Kapitän, der wie festgewurzelt am Vesanmast gestanden hatte, stürzte an das Steuerrad, um dessen wilden Lauf zu hemmen. Noch einmal ertönte eine gewaltige Stimme durch das Tosen, des Sturmes hindurch. Ist noch Jemand am Leben? Los! Kappt ' die Steuerbords - Großbrassen, wir gehen mit dem Hintertheil unter." Zwischen dem Großmast und der Nagelbank eingezwängt, müßten einige der Besatzung sich, fret . zu kommen. Die Sturzsee hatte sie dorthin geschleudert und sie schwebten "in Gefahr, gleichzeitig zu ersticken 'und an dem Reling des S chiffS z erm almt z u w erden. Kappt die Brassen, " schrie der Kam'tan nochmals im nächsten Augenblick würde es zu spät sein. Niemand sah, wie es zuging. Ein Mann hatte sich über die Nagclbank geworfen. Die, Großbasse wurde los gemachtp es krachle , plötzlich, aber die MtereD!r,shra,ssc.W,ar in Unordnung gerathen. Ein Schnitt mit dem aus der Scheide gezogenen haarscharfen Messer und auch i bic war frei. Die . Fesseln waren gelöst,, das .Großsegel fuhr nzitMtzähnlichet.. -Schnelligkeit und Wucht herum, bereit, Tauwerk, Masten und Alles mit, sich fortzureißen. Ein betäubendes Krachen! Geknickte Raaen und , Segelstengcn wurden durch die Gewalt des Sturmes hin- und hergeschlenkert' und zerrissene Segel flatterten im Winde; aber das Fahrzeug richtete sich nach und nach auf und schoß vorwärts, übel zugerichtet, aber gerettet. , An der Schanzkleidung lehnte Oleandra, eine leichte Wunde an der Stirn und eine ! Quetschung an der einen Hüfte. In der rechten Hand hieJt sie ein schaff geschliffenes Messer. , In dem entscheivenden,, Augenblick wär sie, dem, Rufe Johns nachkommend sie würde demselben , Folge geleistet haben, es hätte kosten mögen,,, was eS wolle nach der unter Wasser liegenden, von Sturzseen überspielten Leeseite gestürzt und hatte mit Gefahr ihres Lebens, das Schiff und, die Besatzung gerettet. , , ,! ' INoch niemals hatte sie sich so glücklich gefühlt, wie in diesem Augenblick. Waren die Träume ihrer Kindheit nicht liebliche Wirklichkeit geworden? Hättt doch nur Petrus darum gewußt! ,MäR.
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Barbiergehilse (flüsternd): Hers Prinzipal, der Kunde da ist mir beim Nasiren unter der Hand eingeschlafen soll ich ihm, bevor er aufwacht, nich5 auch die Haare schneiden? Prinzipal: Gewiß, thun Sie's mtxt Bei der großen Hitze hat er's wirklich nöthig, und wenn's einmal geschehen ist, wlrd er dafür schon auch bezahle? Der Kunde (erwacht, sieht in d Spiegel und stürzt sich wüthend auf des Barbier): Sie verdammter Kerl, was haben Sie denn da gethan? Ich haV mir die Verrücke erst vor acht Tages machen lassen! Werzelhttcher Irrthum. Er (zur Gattin): Aber, me! Liebe, was fällt dir denn ein? Dw Lampe brannte ja so schön hell, und nun kommst Du auf die närrische Jde deinen rothen Unterrock drüber zu häugen! Die Ltedlingöspeise Haussreu : Was thun Sie denn cl dem Globus in der Küche ? Köchin: Damit i' a Modell für tf Kartoffclklöft' hab'!" Wichtige Frage. Herr Kamerad, können Sie sch ü dem Monocle im Auge lachen? Leicht zu helfen. Köchin: Ich kann Dir gar ni sagen, wie sch? ich Dich liebe!" Soldat: O, das kannst Tu ja gar) leicht durch etwas Geräuchertes ar drücken!" Epikuräische Grundsätze. Wenn ich trinke, trink' ich stets ' Von der besten Sorte, Wenn ich nasche, nasch' ich stets ; Bon der besten Torte. Wenn ich küsse, küss ich stets ' Von den schönsten Lippen, Wenn ich kaue, kau' ich stets ; Won den besten Rippen. Wo daS Leben heiter stets, Da am liebsten wohn' ich, ITwfc rtn2 rtslin Wsnrn st T '
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Mltv . IV. .:..rj .,,,, Saug' ich mir den Honig. , Immer Herz und Aug' und Ohr ' An dem 'Bestell lab " ' Und zum treu'stcn Freund Hum , Auf der Erde hab' ich. ,, ' , '" E. Fern b ach. . - J, 6... -- t',''- "''"'"'!' Devot Durchlaucht ; fzn Rath F.): Nun, mein lieber Herr ich habe mir sagen lassen. daß bei J nen ein glückliches Familicn?reigniß Aussicht steht. Wann wird denn do Storch kommen? Rath X.: Wa Ew. Durchlaucht befehlen! fi!ic?''f. M:''"ibhv: M 'W:k$ Ä; : "' , .' : ,
