Indiana Tribüne, Volume 14, Number 273, Indianapolis, Marion County, 21 June 1891 — Page 3
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Ein Kind des Meeres. Rornsn von, Bilma LZndhk. latotiJTiie LederfetzTNA suZ dem SchN!dtjchen vrn Laura Fehr.
sl. Fortsetzung.) DüJ geht, wke's kann acht Kinde? und etwas müssen sie doch lernen man kann sie nicht immer hier behalten, kann ein Jeder begreifen. Jan, der schwächeren KZrperS ist, sollte die Schuhe macherei erlernen, und Andra und Thea llnd jetzt große Mädels und. ..." Jans hielt inne und wiegte sich lebLasier als je hin und her. Jch habe gedacht, in irgend einet Weife etwas beizutragen", sagte der Pa rrcri scheu, als schäme er sich nnt feinem Anerbieten herauszurücken. Deßhalb bin ich hergekommen Ihr dürft's aicht übel nehmen. Kasperßon und Ich waren a Kameraden. " Kameraden" da? Wort that ihr ohl, bis in die Seele hinein. .Wir schicken Jan in'die Stadt", fuhr der Patrsn fort, dann schieße ich jährlich eine kleine Summe zu, und eins der Kinder nehme ich mit mir nach Haufe, das habe ich meiner Frau versprochen. Wer werden es wie unser eigen halten Ihr habt so viele und wir haben keins. itt Ihr, und so dachte ich .... Jana schwieg. Nun, wie wird'S, geht Ihr ans den Vorschlag ein? fragte nach einer Weile ttt Patron. Muß wohl, und mich aucb noch schönstens bedanken," erwiderte sie mit erstickter Stimme, indem sie sich erhob. Wo sind die Kinder? Draußen, alle mit einander draußen unten am Strande, vermuthe ich. " Sie gingen mit einander hinans, sie hochgeWachfen und aufrecht, mit breiten, starken Hüften und elastischem Gang, er klein, untersetzt, langsam in feinen Bewegungen und mit schlenkerndem Bang, Die ihn die Seeleute gewöhnlich haben. Draußen auf dem Felsabhang blieben sie sieben. Die Sonne fchien ihnen geade in die Augen, und wie so oft zuvor Hefchattete Jana die ihrigen, mit beiden Händen. ' Unten am Strande wären eine ganze Menge Kinder versammelt. Einige derFelben wateten halbnackt weit auf dem seißen Sandboden hinaus, wo das See? gras wuchs, fein und dicht wie das Gras auf den Wiesen, nnd wo die kleinen Krebse sich erschreckt im Fanggewirr vcrs bargen; alle schrieen, lachten, schwatzten durcheinander und einige warfen Steine lns Wasser und peitschten es, um Wellen hervorzurufen, tltt MfliaturWffchen sollte aS dem Hafen laufen und fein Wind füllte die .kleinen Segel. .Kinder!" erklang JanaS scharfe Stimme. Die Kindcrfchaar verstummte äugenblicklich, und ein paar Dutzend Augen schauten neugierig nach der Richtung, vo der unbewohnte Anblick eines fremden Herrn im blauen Anzug mit selbe km Halstuch sich ihnen darbot. Komm! her, Kinder alle miteinander", wiederholte Jana, und ihre harte Stimme hatte einen weichen, traurigen Klang bekommen. Langsamen, zögernden Schnittes, schüchtern und verlegen trennten sich einige kleine Gefchöpfe von der übrigen inderfchaar und stiegen den von der Sonne erhitzten Felsen hinan, und wo sie ihre nackten Füs;chen hinsetzten, entstand ein kleiner, nasser Fleck, der gleich wieder von' den Sonnenstrahlen getrockttt wurde. Die Augen der Mutter siogm von dem inem zu dem Anderen. Welches von ihnen sollte sie verlieren? Welches sollte' sie misscn können, und welchem sollte sie das große E!ück wünschen, das sich barbot. Sie' standen um sie herum, eine zer: lumpte, ungekämmte, sonnenverdrantttc kleine Schaar, ohne irgend welche andere Schönheit als .klare Attgcn und ge-,, fünde Glieder, aber je länger sie die Mnder anschaute, desto beklommener' wurde ihr zi: Muthe. Di: Augen des Patrons wanderten von dem einen zu dem andern. Hm, hm," machte er, indem er sich geräufchvoll schneuzte augenscheinlich entsprach keins derselben feinen Erwartungen, oder auch war er hinsichtlich der Wahl unY schlüssig. Ein Mädchen muß eS fein, meine Frau will durchaus ein ÄZadchkn haben. Hier ist Thea und hier Lina, sagte. Jana, den Oberkörper hin und her wiegend, indem sie die beiden kleinen Mao chen verschob, welche wie ein paar Del in quenten aussahen, ohne doch im Gering (ten zu wissen, um waS es sich handelte.,,.! Begrüßt den fremden' Herrn!" bat hie Mutter, aber Thea schoß wie ein Pfeil dason, den steilen Berg hinan, in . fcen Schuppen hinein und auf den leeren Heuboden hinauf, und Lina steckte die Finger in den M und und schrie aus vol lem Halse. ' : Sind dies Eure Kinder alle?" Ne e, es fehlen zwei, Andra unX Sven. Es war ihr nlchl früher zum Bewußtsein gekommen, welche Freude sie empfundcn hatte, daß gerade, diese beiden ' nicht unter den anderen waren. ": .:' Jch mochte euch sie sehen. Von Sonnenglanz, der auf den WeU len spielte, umwoben, sah man einen flachen Kahn sich rasch dem Ufer nat)rn. Sie werden gleich hier leitt,ssMih ; derte Jena.' aus die See hinausdeütend Oleandra hatt- 'Köder zur Angelsischerel an den mit Wasser bedeckten Kissen, welche die Insel umgaben, ge sucht und kehrte mit vollem Korb zurück. Ein Blitzmädell" murmelte der Patron, als er sie aus dem Boot springen ....n 4k.TTf am Ari&rt tttetn fiiniiuu uuiitivc uu muu uvvjjfcu wiu V... . " . Mwt-, !: . - t". y k den sah, und Blitzmädel", wiederholte er, als y.t den tzußpsav hmanram, oen linken Arm um den Hals des Bruders geschlungen, in der rechten Hand den Korb mit den schwarz glanzenden, nach Seegras riechenden Musschel trögend, öus dem das Wasser trog.
Plötzlich blieb sie stehen sie ge wahrte den Kutter, der hinter dem Fel sen liegend, bisher ihren Blicken verbör-
'gen war. ' Regungslos stand sie da, alles andere vergessend. Welch' schönes Schiff! Woher war es gekommen? Sie mußte , es aus nächster Whe betrachten, und schon eilte sie vom Fußstieg ah der Landungsbrücke beim Gerathschuppen zu. als die Stimme der Mütter sie zurückrief. Oleandra! Komm her,! Kind! Die Stimme hatte einen fremdartig Klang und ließ sie zusammenzucken. Sie war nicht schüchtern. Auf den ersten Blick gewahrte sie, daß es, obfchsn der Anzug dem zu widersprechen schien, ein Seemann'war, den sie vor sich hatte, und 'mit festen, hurtigen Schritten näherte sie sich den Wartenden. Ihr schwarzes, welliges Haar, feucht infolge der Erhitzung, lag über der Stirn und ringelte sich über den braunen Nacken und dielhagern Schultern herab, die ein grobes, dunkelgraues Leibchen zur Noth bedeckte, die fehnigen Arme waren bloß, und das grüngestreiste, beschmutzte Röckchen reichte nicht viel weiter, als bis an's Knie. . . , Hm, hm! Hast ja wahre Tenfelsäugen, Du," sagte der Patron, sie unter's Kittn fassend ' , ' Mochte et nun durch feie Donne bewirkt oder von Natur so sein, genug, ihre Haut trug einen warmen, südländischen Farbenton, und unter der niedri gen Stirn bMen ein Paar bliuschwarze, erstaunte Augen mit seltsamem feuchten Glanz hervor. Pas Gesicht war breit und der Mund groß mit weißen, gesune den Zähnen. Die will ich, flüsterte , der Patron Jana zu, die fchon lange vorausgesehen, daß es fo enden würde; seit, Kasperßon verunglückte, war Oleandra ihr lieder geworden als alles Andere. Sie wird es gut bekommen, sehr gut, verlaßt Euch darauf, " wiederholte er im Flüsterton. Vor ihnen stand Oleandra mit ihm kecken, lebhaften Miene, ihren elastischen, gebräunten Gliedern und einem Lächeln auf den frischen kindlichen Lippen. Jana schwieg. Sie wird einen guten Unterricht bekommen und Alles, was Geld und Liebe ihr oerschafsen können." Ach Gott ja, was kann ich ihr bieten es wäre 'ne Sünde gegen das Kind ja, wahrhaftig seinem Glück im Wege zu stehen nehmen Sie sie denn in Gottes Namen wenn sie selbst will." Das war die letzte Hoffnung: wenn sie selbst will" es war bei. Gott gar nicht fo ausgemacht; die Stimme des Patrons klang nicht wenig unsicher und zweifelnd, als er fragte: Mochtest Du mit mir nach Hause, gehen, mein Kmd? Warum?" . Der scharfe Blick ihrer Augen brachte ihn aus dem Konzept. Deine Mutter hat so viele Kinder außer Dir zu versorgen. " ' Ein sinsterer Schatten, von bitteren Gedanken hervorgerufen, glitt über OleandraS Gesicht. Vielleicht war sie zu Haufe überflüssig? Wenn dem so war dann nur fort, einerlei wohin. Die Mutter war ihr nie zärtllch und liebevoll begegnet, und nach dem Tode des Vaters war sie oft heftig und unfreundlich gegen sie alle. Gehört der Kutter Dir?" fragte Oleandra. Jawohl. Darf ich mit ihm segeln?" Gewiß, so viel Du willst." Darf ich auch das Steuer führen?" Gern." Dann gehe ich mit." Jana hatte es sehr eilig, den Kasfee. diesen Sorgenbrecher der Armen, fertig zu stellen und umherzureichen, während Oleandra sich wusch und ihre gsoben, zusammengeflickten Sonntagskleider anzog, die ihr weit schlechter ' standen, als ihr kurzes Alttagsröckchen. Ihr schönes, gelocktes Haar wurde naß gemacht und un den Kopf förmlich anY geleimt; endlich bandsieKsichiloch ein großkarrirtes Kopftuch um und dann war sie fertig. - - Gepäck braucht .sie nicht," sagt, der Patron,, ,,altz Jana mit 'einen? kleinen wohtverschnürten Äündel eintrat, sie wird alles bekommen, was su braucht. " Bis zu diesem Augenblick hatte du Mutter ihre Fassung bewahrt: als sit aber, mit ihren verschmähten Daben jin die Kammer zurückkehrte, war es, als müsse ihr das Herz brechen, und sie wart sich für einen Aüaenblick vornuoer aul den ' Tisch, ,! wahrend ein verhaltenes 4rr itJL , d-i ,. . r s. viyuui5trii lyien guizen vrper erscyult terte, als solle er aus den' gugen gehen.' Der Abschied wurde dennoch weder' lang noch feierlich, denn auch in ihrem Charakter fand-sich die bei Naturmenschen so gewöhnliche Mischung von Schüchternheit und Stolz, die sie daran hindert, ihre Gefühle an den Tag zu $ in " - ,, ... ... -rf'iiis ii ! ... -ii'lf.A legen. .'it tß ::i . . Die Neuigkeit, daß KasxerßonS Ole: andra von den reichen AdamßonS" als, eigene, Tochter angenommen werden würoi,Hatte sich bereits unter dfn gu scherfamllten verbreitet, Erstaunen od Neid hervorrufend, und vor den Hütten und an den , Landungsplatzen stände,, Gruppen ' von Männern, Frauen und Kindern, um die Abreise mit anzusehen. . 'Glück zu!" erklang es von alten, wettergebrauntrn Seeleuten, und harte, schwielige Hände streckten sich ihr entgegen, oder streichelten behutsam ihn Wangen, denn jetzt in der Stunde deS Abschieds wollte eS alle bcdünkcn, als hätten sie Theil an dem Mädchen, sii war doch das wackerste MSdelin einen' Umkreis von vielen Meilen." Nur unter den Müttern wurde neidisches Geflüster vernommen: eine ihrer Töchter hatte besser unter die vornehmen Leute gepaßt, als die mürrische Andra", die sich gar nicht zu benehmen wisse und nicht einmal gut aussehe. Hätte sie sich nicht dabei geschämt, siz wäre noch im letzten Augenblick daheim geblieben; denn erst als sie schon al
Bord. xyf-: ihr klar, daß Sven nicht mitgehe, und mit einem Satz stand sie wieder auf dem Ufer, nahm ihn in ihre Arme und versuchte
ihn iVs Fahrzeug zu heben, aber der r . .fti '-tjs, k.iti v'.JL'l V jcnavc lrauvie it9 inii oanoen unv Füßm dagegewund riß sich los. Ich will nicht, ich will nicht!" schrie er. - . Die Segel waren schon gehißt, 'unh jetzt war es der Kapitän Äoamßon, der am Steuer saß. und der ließ nicht mit sich spaßen eine Ungewitter verheißende Wolke lagerte schon auf seiner Stirn. , Schafft den Jungen weg!" rief barsch. , ,,,, Der Brukspatron wartet, Du darfst ihn Nicht anshalten. flüsterte Jana ihrer Tochter zu und schob sie leise von sichl Gebt Acht, daß Sven nicht in's Wasser fällt, habt Acht auf ihn!" schluchzte Andra, indem sie, von den star ken. Armen des Pctrns so hieß der Ruderknechk aufgefangen, wieder an Bord fprang. Habt Acht auf ihn!" rief sie nochmals als der Kutter schon weit draußen war, der Mutter zu, die regungslos ,da stand und mit. thränenlosen Augen den letzten Schimmer des Mmerzlich yer' zerrten (Iefichts OleanIras gierig perschlang. - Eine schwache Brise trieb, den Kutter vorwärts und bald ließen sich die kleinen Hütten am Fuß der Klippe nicht mehr von einander unterscheiden; aber der Berg selbst zeichnete sich in immer schärseren Umrissen, gegen den itz leichtem Orangegclb strahlenden Abendhimmel ab, dessen Reinheit nur durch die übereinander gelagerten Rauchwolken eines bereits aus dem Gesichtskreis verschwundenen Dampfers getrübt wurde. Darf ich jetzt steuern?" fragte Andra, zu dem Quasi-Kapitan hintretcnd. der die Schote nachlässig um die fleischige Hand gewickelt dasaß. , , - Er starrte sie erstaunt an. Ms wäre mir ein schöner Steuermann!" .' " Du versprachst es; nur darum bin ich mitgegangen." Hm, hm, " machte cr und erhob sich der energische Uusdtuck in ihrem Ge, sicht belustigte ihn, und es war keine Ge, fahr damit verbunden, sie gewähren, zu lassen; man befand sich auf offenerSce,der Wind war schwach und - würde bald nach: lassen. In diesem letzten Stück irrte tr bald sehr; OleandraS altes Glück folgte ihr auch jetzt; es erhob sich eine frische Brise, eben als die Sonne untergiyg, nnd 'das Boot flog alsbald dahin, daß das Wasser vor dem Bug ausschäumte. Dieser Laut war es, den sie- liebte. Niemals hatte sie 'in einem so schonen Schiff gesegelt, und in diesem Augenblick vergaß sie Sven, ja sogar die thräl nen losen Augen der Mutter uud, ihren Eifer sie zu bewegen, an Bord zu gehen, das mehr als alles "andere ihr Herz vcrletzt hatte. Sie blickte nicht zurück, nur vorwärts auf den Punkt hin,von dcm der Kapitän ihr gesagt, daß sie auf ihn den Kurs zu halten habe. Nimm ihr das Steuer, wenn wir nicht länger in offener Se sind!" sagte er zu Petrus und verschwand in der Kabuse. deren Luken er hinter sich schloß. Nach einer Wette wurde du eme bei seite geschoben und der Kapitän erschien in der .Oeffnung, barhäuptig und in Hemdsärmeln. Wollen wir eine kleine Hevzstarkung?" fragte er und reichte dem Petrus ein Glas braunen dampfenden Grog. Dank, Kapitän, der wird munden!" erwiderte der Angeredete und strich schmunzelnd seinen großen, rothenBackens bart. " Petrus Klagstadt war Soldat und der Patron zu Gullberga" seine Gutsherrschastz aber Petrus war auch Seemann, am Meere aufgewachsen und seit seiner frühesten Kindheit mit demselben ver? traut, und daher schneb sich d:e seltsame Mischung von Disciplin und Sichgchcnlassen, hlt sich ri:t f c i n er all t u ii rj ! ii iife sei r.ent Wesen fand., , ,.,..,,-. t ' ' ' i - Danke bestens!, sagte er. sich den Mund 'mit dem RöckSrmel Wschendu'nh 'siegte daS. geleerte Glas hin - er hatte sein Fixum sür den Abend bekommend Laß sie nicht länger steuern! ,riej der Patron, indemr wieder verschwand und die Luken hinter sich zuzog.! " '": Eine grobe Hand legte sich auf die Oleandras. Mach Platz, Kleine es ist böses Fahrwasser hien "- Jetzt erst schaute sie zurück, es. sing bereits, an dämmerig zu werden, ein paar Leuchtfeuer glimmten am Horizont und der Weg zwischen den unzähligen Scharen erjchlen ihr wie ein Pfad durch laby: rintbiscbe 5(rraänae. IÄ Ohne ein Wort zu erwidern, stand sie auf, Petrus ihren Platz zu überlassenl Ein & a h 3'lt een e jij f ifem! f f krampste ihr in demselben Augenblick das Herz zusammen es war ihr, als "'m rt t -i :.!? I müsse sie erjtkcken. - mm0fifK, : J'Es:''iräte!:sich sie herein: der Abschied, die Bitterkeit, rESchnsug V r::-NichV'::mlechr"llzu:4em ,,'hWodasMeer'bas sie liebte?" ';; ' i! Hie und da blickte ein Reifen offenen Wassers durch die Scharen hindurch, um gleich hinter den sich " immermWaÄ-, breitenden zahlreichen KlippenformatiofiezuWlchindenZj ; Sie hielt die Hände vor die Augen und weinte, t f -I !' B&lf " , ,(i ' Der Mond ging klar u nd voll auf, sein Silberlickt über Land und Meer ergßend, und bei seinen Strahlen' sah sie die Scharen gleichsah und das Meer für einen Augendlick blan k und sil b erglänzend vor sich li egen. Wende, ich will nach Hause! ?Äief sie,,ber PetrusZeß,n1chdasZ aus seiner Hand, i :,vmi.. Wende, wende!" bat sie flehentlich und schaute ihm angstvoll in's Auge. : Er sah gutmüthig Ä und es sprach MitleidausIemW Überzeugt, daß er ihr zu , Willen sein würde IV U K V 5 ,. . . . i . -. l ',,,! ! .I"".:;;" ,i( , ,f!!i,fe";!!!:!!";! Ne e daS geht nicht!" erwiderte ti verschmitzt auf die Kabuse deutend, von wo sich dann und wann ein laüt oder Näusvern vernehmen ließe , f. v;. : :s ii:,;? ?! x . :I. ;- . Zft w04M " - ff.
fürchtest Du Dich, Landkrabbe" z Auch 'ne Frage fürchten ich, der ich des Königs Rock trage! ' t . . j Er sprach gern von seine Muth und , mit welcher Ünerschrockcnheit er de Iuz zeln der Feinde entgegentreten 'würde, wenn eS gelte, aber in Wirklichkeit war seine Natur zusammengesetzt äusefner großen Quantität Vorsicht, ' gepaart mit unbestechlicher Ehrfurcht vor den Vorgesetzten, sei es zn Lande oder zu Wasser, und der Patron zu Gullberga sei eben so hitzig wie der Oberst selbst, behanptctc cr. Sie machte einen vergeblichen Versuch, das Steuer seiner Hand zu entwinden, dann warf sie sich auf's Gesicht vor seinen Füßen da lag sie ganz still, nur dann und wann zuckte ihr Korper krair.pfhast. ES war kühl, geworden, er holte eine,,? dicke, wollene.,.Jacke hervor, hie er über sie deckte dieAermel muß
ten als Kopfkissen, dienen da rückte sie naher an, ihn heran, cylang dte Arme um eins, seiner Beine, schlief ein und träumte sich wieder bei ihrem Vater. , Sie sah nicht, daß der Patron sich wieder in der Luke zeigte. .. Ein Glas mehr, he?" fragte er mit unsicherer Stimme und reichte Petrus noch ein Glas dampfenden Grog. Schön Dank, ich sage nicht nein," erw iderte die ser schmunzelnd. Unten in der Kabuse brannte die Spirituslampe, über der -das Wasser für den Grog gewärmt wurde, und schwere Dünste von Tabak und Alkohl stiegen herauf. Bring' das Mädel her," lallte der Patron, sie soll nicht aus den harten Planken liegen; wie, unser cigene Kind soll sie gehalten werden, sagte meine Frau die gnädige Frau meine ich. .TeufelSmädcl mit ihren Kohlenaugen; Wng' sie, Her,. sage ichl" , 1 Sie liegt gut, wo sie liegt rühri sie nicht an!" erwiderte Petrus mit rauher Stimme. Mls , der Patron sich entfernt hatte, wüthend, daß man ihm nicht gehorcht, nahm Petrus sein Glas, hielt es gegen das Licht, blickte es mit lüsternen Äugen an und' athmete den lieblichen Dust ein schleuderte dann den Inhalt in's Meer, wischte sich den Mund mit der flachen Hand, spuckte aus mid nahm sich ein neues Primchen. Dies hatte' er schon öfters gethan, denn ein klarer Köpf mußte doch wenigstcns 'auf dem Fahrzeug sein, und Kap'tän habe nun Abends gewöhnlich was in der Kröne. " ' i Als Oleandra erwachte, lag haS Meer weit hinter ihr. das Fahrwasser war eng und das Ufer mehr' bebaut, aber baumlos uud. nackt. ' Willst Du steuern?" fragte PetruS. Ne-e," erwiderte sie und blickte sich ängstlich am; als aber ihr Blick aus fein ehrliches, gutmüthiges Gesicht siel, schmiegte sie sich vertrauensvoll an ihn, als hätte sie ihn ihr Lebelang gekannt, und als er ansing, ihr die eine lustige Geschichte nach der andern' zu erzählen, vergaß sie ihren Kummer und lachte, wie ein Kind nur lachen kann. Später am Vormittag erschien auch der Patron, nüchtern und bei guter Laune, nach allen Richtungen der Windrbse hustend und spuckend. Sein Zorn war verrauscht, er erinnerte sich des Morgens nie, was sich am vorhergehenden Abend ereignet hatte. ! ' Der Wind war günstig, direkt unter !f , 'ii r Mi rv . . ' i & J' . oem cymanz, " wie Petrus ncy ausdrückte, und um die Mittagszeit zeigte sich ein klippiges, nacktes. Ufer vor dem Kutter, demselben den Weg versperrend Eine lange, . schwankende, 'Hölzerne Dampfschiffbrücke .streckte sich in die See hinaus; mit, derselben einen Winkel bil dcnd aber laa eine , gemauerte steinerne Brücke, innerhalb welcher, die .kleineren Schifte geschützt liegen konnten, und da hinein lenkte der Patron seinen Kutter. Ein Gig wartete ihrcrs am Ufer. ' . Es war ein entsetzlich ödcr und trister Ort Kielen genannt und doch lyar es der eigentliche Vcrbindunasortsoer Schärenbewohner mit dem Festlande. Hier 'gab's außerdem einen Kaufladen unh in Verbindung, damit Poststation und Gastwlrthichaft. rj.M V Die kahlen Felsen hatten sich dicht zu sammcnaedränat. Links lagen fünf bis fcchs kleinere Wohnungen ! mit Nebenges oauden und kleinen Garten. An dennl ben vorüber führte die Landstraße, hart t C . f r . r ..x "r0fMii uno yugelig, reicy Mll Vil,cnrraur, steln und Nesseln clttgcsaßt. ' ' '. f. " "lt.!:- "V Ti' ISi 'ii hil 1 Im Sommer tras das Wasser weit zurück, der schlammige Meeresboden lag frei, röthlich schimmernd da, es zröch i'vii'o- v !?ffr'L,?l ' -f. tax k na ch Tan g u nd ,dl c;: Hu h n e r spazierten umher, sich mit Schnecken. Wur mern uA anderem Gethier mästend; aber im Frühling und im Herbst geschah es wohl bei starkem Westwind daß daS Wasser sogar dieeLanbsttaßö üderspültz und dleielde unfahrbar machte. Oleanbra hatte . u!eWlßinirge.yb einem Gesährt gesessen, und hatte Furcht; als aber Petrus sah. daß der Patron im ' ,!' ri . :a,- I ' 1 j...' ' K , "V" iCii'....;',' ..... V W Bearln stand, die Geduld zu verlieren. nqhm er sie aus den Schoß, und dann gmats besser.., Der Wea scklännelte sick auf und ab. mit Steinmallen abgegrenzt, an denen wilde Nosen Himbeer- und Arombecr sträucher ihn ' verschönernd sich blnan. rankten, und dieKlipoen streckten sich in!Ä:i!,iiM einwärts, während Stückchen Acker, landeS in allen möglichen Farben sich dazwischen schoben. Auf einigen dieser ..M. " .' y. ' . Aecrer waren Bohnen uno rozen, aus andern Korn, , Hafer oder Roggen nge baut Nw.st eine Mctze von jedem Graue, ärmliche Hütten lagen hie und da verstreut umher. Dies ist meine Kate", sagte PetruS und wies mit Stolz auf ein sauberes. rothaugestrichcneS Häuschen, von ein vaar Apfclbäumen überschattet und hart am Wege liegend, auf den die weißange strichen? Hausthür hinausleuchtete.' ! O, wie schon! rief Oleandra mit Mh!end.en,$Fm :;-'::tSStcrist!il:l!e braucht den weiten Weg nicht zurückzugehen. ' 'e der Vatron und hielt das
!:: ',:: ß ?,F ;k;!.
Pferd an eS war noch eine halbe Meile bis nach dem Gut. ? ? ' , : 5 Danke bestens!? ? ,. . . Ein bittenden Blick auS Oleandras Nnaen beaeanete dem dcS Petrus, und er fügte hinzu: Ich will doch lieber mithinauffahren: die gnädige Frau sprach von einiger Tischlerarbeit, die sie gemacht zu haben .wünschte es hätte Eile,. sagte sie, z. -.w u r, . Kleine ESpenwaldchen begannen nach. gerade, die Felsabhänge zu bedecken,, der Weg machte erne Biegung und die nackte Schärcnnatur, war verschwunden.! ,? . , . Hundertjährige, Linden und Elchen säumten die Landstraße ein, es war,' als fahre man unter einem Laubdach. Links auf dcm Nascnabhang breiteten, mächtige Buchen ihre Zweige auS und unter denselben bildeten Haselsträucher,' junge Buchen und Brombeerstauden undurchdrings licheS Gebüsch. .Rechts erweiterte sich daS Thal und machte Kornfeldern Play, auj denen das reifende Getreide sich unter seiner eigenen Last beugte; weiter .zurück erhoben sich wieder, Berge, deren Fuß von dichtem, Laubwald verdeckt, war; an, den Abhang? V wuchsen, ., , Fohren, . deren Stämme im Sonnenschein rothllch schiminerten, der ,Gipfel der Klippen zeigte nacktes Gestein. . -.-...' . ' . 'Oleandra saß schweigend da, alles erstaunt anstarrend; die Mücken spielten vor ihr , her, es, war schattig . und kühl. unter j t rs ' r . . t l .I den Bäumen, aber.übcr den Feldern und Hügeln lag warmer Sonnenschein. : ,. , Das Pferd wieherte; ein Gitterthor versperrte den Weg. , ( t , Gullberga war in der ganzen Umgegend wegen seiner Schönheit berühmt. Es lag wie eine Oase m der Stemwuste und daher, , machte eS von sich, reden.' Das Gig hielt an in den Hof hineinzufahren war nicht Gebrauch. ' Erst als sie dem Wohnhause ganz nahe waren, wurden sie von dort aus sichtbar, die Bäume, hatten sie bis dahin verborgen. DaS Hauptgebäude,, ein einstockiges Haus mit Vorgiebel und Erdgeschoß hatte ! wie die, Seitenflügel, ' die einen Winkel mit demselben bildeten, einen graugelben Anstrich, ' von Sonnenschein und Regen gebleicht und befleckt.,,.','. -it :. , - Von diesen 'Gebäuden eingeschlossen, lag der länglich viereckige Hofplatz, über den ein Weg,! mit großen, zugehauenen Steinen gepflastert, von dem einen Flü? gel zum andern und von ' der Thür Ides Hauptgebäudes zur Gitterpforte führte, ein riesiges Kreuz bildend, zu dem Zweck angelegt,, daß man bei nasser Witterung trockenen Fußes hinüber gelangen könne; aber uneben und aufgeh ohlt, : wie die Steine im Lauf der Jahre geworden waren, hielt sich die Feuchtigkeit hier lauger als anderswo, da die Sonnenstrahlen hier nicht einzudringen vermochten. i Zwischen jedem Fenster der Seitenftügel stand ein großer Ahornbaum und unter denselben waren grüne plumpe Bänke angebracht, die niemals benutzt wurden. In den nach dem Hos liegenden Zimmern war es fast den ganzen Tag düster. Hinter dem Hauptgebäude lag eilte blumengeschmückte Terrasse von einer hohen Hecke eingeschlossen, die jede Aussicht versperrte, und hinter dem rechten Flügel lag der Küchengartcm Ging man vom Hauptgebäude gerade aus über das gepflasterte Kreuz, so gelangte man in den Hinterhöf, wo sich zwei viereckigi Teiche mit trübem Wasser fanden) : einer für die Gänse und einer für die Enten, ferner war hier der Huhnersiall und gewaltige Holzstöße, der Wintervorrath. Der Hinterhof war' von einem hohen Staket umgeben, aber hier war es sonnia, und ein beständiges Schnattern und Gackern der Enten, Gänse und Hühner ließ sich vernehmen. . , .. I r, - .Dec.Patron stieg zuerst aus dem Ge? fährt,. streichelte Palle,, daö Pferd, unterwarf feinen Anzng einer genauen tt..e.. ' . -t-in.i. i.i.. . N? Q.: 4iuung, yiuut'ic ii (liuciu ouiycuiu und feinem Haar hermn faßte Oleandra bA.e,xAand!.un,Mustert.K auch sie. , l ... Komm später herein, ? flüsterte!' er Petrus zu, als fürchte er, von Jemand gehört zu werden.: K.-f : ji&mVW P ei ii ern e tu f ert i f ü l) tt ?n l n den Flnr; eS war düster, da drinnen, und , die. Bohlen des Fußbodens waren nbgenutzhMnd hatten.,. der? M itte, wo daS Wasser - nach ' dem Scheuern me so recht trocknen wollte, y ,; Der Hausthür gerade gegenüber lag du großeGtube und dor ron seine Schritte. Oleandra nach 'X sich ziehend, denn sie sträubte sich und wollte nicht mitgehen. ' wfMm- mm '&$-t 4 fc In dem genannten Zimmer faß ttfi korpulente Frau von mittleren Jahren. Sie trug ein braunes . Wollenkleid, ein schwarzes Ehenilletuch , und , eine weiße Haube : mit schreiend : rothen Bändern. i;5 ni ir ,;:;.ci nbii; 1 e rii-'ifi j'ife i rt.:l Tapisseriearbcit und bunte Wolle lag Kufiibem Tischvor.Hrausgebreike !: 2 Sie stand nicht auf das märe unter ,,,rt ' .v.::,? . -Xv,.L,,,v, ; V i hier Wurde ge w eMcherASchem el . unter ihren Füßen aber erhielt einen in:!!" !,,L!li"1. si-"':! v.,,." 'lKt1'''1 L !' ''' iv'''114 iy"' T' unzarten Pust und die Brille eine hastige ,.eimgungMK, fmäfc Nun, bist Du endlich da, Adams, son", sprach sie zu ihrem,, MannMohn, ihn anzuscheW ruhte unverwandt auf Oleandro. , Ich hatt ' sie mir blond vorgestellt sagte sie und ihre Stimme klang einiger-' tiij$eri;:cttttslufc$tt Glaubtest Du denn, ; daß sie solche Augen haben würde? , Nein, blaue m4 i ' I !j p raiaij Sigtaxs js535?Ä Oleandra gewandt, fortäiill I Elf Jahre, ich cttmrdelM 2Äciit4eben!&r SaterMZßj Weiter kam sie nicht, dle StimM ver lagtt'lht rfmvf, -m:fM, . , 1 f , ie"-$ci sßH VtönRutV? fPrtji:OlcandraM ::;:: nein, daö ist unmöglich. ", Ncrium Oleander ist ja eine Pflanze, soviel ich roeißl Ein ganMewöhnli Schären," fiel der Patron lächelnd ein. Hast Du? keiK: e': 5. c ' '!"' -c 'i - ::z""' ''i 4;s' sor,chte die gnädige Frau. . Ich heiße auch Andra." Mndra kM?es jrImrneMbeffer Nun dem kann abgeh olfen An-
dra klingt" nicht so übel, Andrea i FWleinAMea A Leider kannst Du keinen illustreren Namen bekom? Hen?f7Äie?retzteVemerkun3 Mr w eine Art Vorwurf gegen ihren Mnn gerichtet. . . Frau Adams son war ein adeligei Fräulein gewesen, das konnte sie mals vergessen, und zur Erinnerung lie sie fiD gnadige Frau" nennen und hattt ihren Mann zum Brukspatron" ge macht, obgleich Jedermann wute, da er nicht mehr Anspruch auf den Titel hatte, als jeder andere Landwirth. ES wird mehr Arbeit geben, als ich geglaubt, ehe ich sie so bekomme, wie ich sie haben will", murmelte sie vor sick hin, indem sie OleandraS Hand ergrisj und sie in das Eßzimmer fühlte, wo eu Mittagstisch gedeckt staud. . Ich habe bereits gespeist, ei 'ist aber noch ein Rebhuhn ' übrig, wie Du siehst," sagte sie, indem sie sicj ihremManne gegenüber fetzte und . siel, anschickte, die Suppe aufzusüllcn. f Ihr Blick ruhte fortgesetzt auf Olean-. dra, die sich scheu auf der, Kante eincö Stuhles niedergelassen hatte. Die Kleine war so hungrig, daß ti sie fast schmerzte und sie griff gierig nack einem, Stück Brot; die Suppe vcrschlanc
l sie in wenig Augenblicken, das Fleisq m . r . i V V . . laber tonnte sie nicht zerschneiden, si, sagte dahe.r ein -tuck mit den Hinaerr . . .- c . . .. r r. .. ' und riß mit den weißen Zähnen einci Bissen nach dem andern davon ab. Eine vollständige Wild?", seufzte Ü. Gnädiges es ist wahrlich' ein gutci Werk, zu versuchen, tlnenMensHen i.ui ihr zu machen. " i " DaS Eßzimmer'wär wie die anderer Stuben düster theils wegen dn Bäume, welche die Fenster beschatteten, ' theils wegen der dunklen Farbe' der Wände. Das Tafclserviee hatte vo, vielen Jahren einer hochadligen Famili, geHort, und die Gnädige bewahrte nn behütete alles sorgfältig, was daran er. innerte. Die alten Wandgemälde wäret von ungeschickten Händen rcstaurirt, di 'Goldledertapeten bis zur Unkenntlichkeit aufgefrischt worden. Zu diesem alle hätten nun antike Möbel am besten. ge paßt, anstatt dessen aber sah man uio derne Tische, Sophas und Stühle in den schreiendsten, einander völlig entgk' gengesetzken Farbcy bezogen. Ein volles Jahr, schon war die Gna-.. dige damit beschästigt gewesen, Bezüge für. - die. Sessel eines der Zimmer zr . sticken, und es würde noch mehrere Jahr, dauern, ehe ste! damit zu Ende kam, in diese Arbeit sie trug sich im Geheimer mit dem Gedanken, auch die SophaS in derselben Weise zu schmücken war dat große Kndwerk ihres Lebens, dem sie ihi getheiltes Interesse widmete. Nach dem , Essen trat Petrus ein. E, batte in derMüche, die im Kellergeschoß lag, zu Mittag gegessen; es war wenie genug gewesen, was man ihm vorgesetzt hatte wie er aber jetzt da auf de, Strohmatte neben der Thür stand, sei, nen besten Kratzfuß und dito Bückling 'machend, hätte man meinen sollen, et habe ein Festmahl eingenommen' Er hatte einen erstaunlichen Rcspeki vor der Gnädigen", und wo daS der Fall war, kroch cr gleichsam in sein, Kleider hinein und schien beides krnmir und klein, was nichts weniger als milu tarifch aussah. Er war eine Art von Faktotum au! dem Guh ' wurde zu allem MöglichetZ angestellt, besonders von dem weiblicher Personal, und stand bei Allen in hohe, Gunst. 'Ein guter Arbeiter wcr er nicht, denn er war dadurch verdorben worden, daß er vorder einen leichten Befchästi: gung zur andern' ging; darum hielte et sich auch am liebsten auf dem Gut m 1 und ließ seine Frau und seine erwachfern Tochter die Kate bestellen, so gut- ti eben ging. Mnd die Kleine wird hier bleiben?' ; fragte er. wahrend er verlegen an scinc, abgetragenen Dienstmütze drehte. Ja wohl, wir werden versuchen ,ei gutes und anständiges, Kind ! auS ihr, zu machen. " ' . '!;' ;"'!" . ' ' ''"'' i : ! Gut ist sie'schöfl, wie kchWubr mochte sie nur gedeihen! Sie .: ist nicht an Putz und' feine Lebensart gewöhnt, und so dachte ich, sie könnte manchmal zu mir kommen; sie und meine Hulda sind im gleichen Alter." . . Ein BlickÄcr. Gnädigen veranlaßk $"i liis? f - r" t H -'"'"''' ,! ihn, sich noch mehr in sich selbst zu vcr: 'kriechen. ' Andrea wird wie, ein Frau? le1ntwiei.,njere- Tochter erzogen vom 'ßixiaßtMt Antwort. - a " 'Eure Gnaden wollen , meine Unbe--scheidcnhcit verzeihen, und nun sage ich chSPeAD.a.nk Petrus denzüthig; aber als er ging warfer' Oleandra , einen eMUUterndtnDllck'. zu und sagte: Ich' komme morgen wieder und' mache . die sKleiderrieger fMig wie die gnädige Frau befohlen haben. -,. , ' . , ZFzÄls Htx über den ' Flur ging, winkt, I ihm der Patron aus der Thür Zinkst hinter welcher feine Zimmer lagen, lii und seine Frau ;: hatten seit ; nnhrercp Dahren Jeder frMch'M 1. a Sie brü stete sich damit, .dem Prinzip der völligen Enthaltsamkeit nachzuleben, ; iit.A ; r'cn fcVrfit T:: f :- eigentlich um als Vorbild daznjtehen "Qodlesze odl!?o". Wein und Spirii , - yM. M-V J . ff : tS " si-, M . .; . . tuosa durste sich nur ausnahmswelze im Hause finden. smt. :v:;:f K sagS der Theilte SwiVU,flil unzureichend ;?roör5;:!P;Auf;op lgegenherrf tränke waren das einzige was dazu ge?' ''tiriiiSSl' ti' ,':. .:., ra. reicht wurde. ; In seinem eigenen gu 'inach ' E i cl I si db ; b er 5(3 a rr o n ' t e6 afc T 0 ; ; iib a . ,i5f !:, iii,.,,:,,,,. !, j isj::.,,!!,!"-,!!.',!!' fiiHe i, ; ;i '. ' "j l; für, und wußt; feine Frau dies auch nur iju'g ,,.i0: O -,: I ,'!, . ....!,, ' "l il!!;;!'"-!,-'.!,1'' I' "Ifl, 's l!'1 :.: ;,. : l ; wollig ::ri6ekmtnt:! :!,'::,:;,:: - 3 ,; ;T- ' .r .i0$W r: ii!n: ,? . ,:P Wie sah es da drinnen ans? '.Welch' ' ' i, ilj ' , u,,!'1 iji' - 'i -ü' ,!.-,. ,. .., ' , ',!!!, ,!''. ,,,,, ,. !,!, 'j; ., seltsame. Mischung der verschiedenste:! Gegenstände ! i Ausgcft ops teDoßelkchi n ö fisch e ) F ä ch er A b unte Muschel nM chi f. jinodellfj i f c 1c r cj c r a t c u rib Ä ti r i o fr t ö t c It ans aller Herren Länder, dazwischen ein gebrauchtes, blaukarrirtes Taschentuch, eine Tabaksbüchse oder eine balbgeleertt Flasche. "llirK'l (Fortjchung fol.m
Glut höhere TSchierschule
1 Vengalttt . - HlilhiÜililH ',!'"' Seltsam genug niMMt sich so eine höhere Töchterschule !n Bengalen auK, wovon E. Rio, offenbar eine Dame, m Hamb. Korr." Mberichten weiß. ' Die Anstalt, welche .sie besuchte,-lag hinter einem großen Cypressenhamz vor de alten Oebäude : dehnte sich ein Vorhvf, . in dem unter einer alten schattigen Ta marinde Stühle aufgestellt waren. Wer ter durften die unheiligen- Männer nicht dringen. Hier so erzählt die Verfaffenn setzten der Echülm eister und Jnspector sich bescheiden nieder wahrend ein altes zahnloses Weib still, schweigend einen schweren Vorhang bei Seite zog und mich, sowie des Jnspectors Frau in's Allcrheiligste führte. Cm befremdendes Bild bot die Klasse: nicht Kinder, nicht Zunge Mädchen, nein, auch Weiber, darunter alte, grauhaa rige, zahnlose, lagen hier den Studien pb. Ungefähr 40 Schülerinn eii im Ganzen. Alle gut gekleidet, wenn auch in schreienden Regenbogenfarbcn, mit großen goldenen Ringen, im Ohr und durch die Nase, und mit Arm band ern von klirrenden Münzen;, und li! kleinen Goldglocken, nicht nur um Hals und Arme, sondern auch um die Schenkel. Als wir eintraten, erhoben sich Alle vom Fußboden, mit einem Geräusch, nicht lauter, als wenn ein Schwärm Tauben ausfliegt., Sie begrüßten uns mit dem schönen und würdigen Salem der Orientalen, dann ließen sie sich wie der auf die Erde nieder. - Sobald laut' lose Stille eingetreten war, begann dn Jnspector jenseits des Vorhangs drau ßen im Hof sein Examen, indem er so laut als möglich schrie. Die erste Klasse wurde aufgerufen, sie bestand aus zehn Frauen, die meisien alt, grauhaarig und zalmlos. Der Jnspector befahl, sie sollten ein bestimmtes Buch auf einer gewissen Seite öffnen. Dieser Befehl erzeugte einen kleinen Aufruhr, da sämmtliche " Schülerinnen"' murmeltw, diese Seite hatten sie noch nicht gehabt, tonnten sie also auch nicht lesen. - Schließlich faw den sie sich doch Anrecht nnd Fatima Be gum wurde vom Jnspector aufgefordert, zu lesen. Fatima war eine ziemlich alte Person mit einer großen goldenen Brille aus ihrer spitzen Nase, Kopf und Gesicht vermummt in dem landesüblichen Kopf. tuch.' Sie stotterte ein paar Zeilen zusaminen, ohne zu ahnen, welchen Sinn das Gelesene enthielt, oft verbessert durch den Jnspector, wahrscheinlich so oft er von dem halblauten Gewäsch tt was verstehen konnte. Dann wurde Hosami Begum aufgefordert, aber troh der wüthenden Blicke der Lehrerin blieb sie dabei? däb sie nicht lesen könne. Noch schlimmer' stand es mit dem Schreiben. - Nur das Töchterchen der Lehrerin konnte schreiben, zwei Andere malten noch ein paar Buchstaben auf die Tafel, ohne sicher zu fein, wie sie hießen; eine Dritte schrieb, indem sie ihnen üb die Schultern sah, die Buchstaben nach, aber wir entdeckten diesen Betrug und führten sie bei Seite, wo sie Uns ge stand, dies sei ihr allererster Schreib, versuch. Nun ordnete der JnspectoH Zählen und Addircn an, doch nicht eine Einzige versuchte es auch nur. diese Geheimnisse zu entbüllen. Tann war die Prüfung zu Ende, denn nur, vo der Ersten Klasse" verlangt ma Kenntnisse. . Wie der Jnspector bei solchen Ergeb. Nisse den Muth nicht verliert, - isti mir unverstandlich; er gestand aber mit größter Seelenruhe, daß dies sich in je. dem Jahre wiederhole, man könne auch nickt mehr verlangen, da selten cim Schülerin länger als sechs Wochen iodel zwei Monate aushalte, Sie hclrathen meistens schon, im zwölften Jabr; Viele besuchen dann erst später die Schule, oft wenn sie schon Großmütter sind. , Ves sere Leistungen sah ich don jenen Schülerinnen im , Tanzen. Die beste Tänzerin von Allen war jene balsstar. rige Hosaini. die nickt lesen wollte'; als ich ihr darüber eine Bemerkung machte, sag' e sie lackend: Tanzen ist Glück lernen macht dumm !5 . - ., - i i iM "' Noch einige Correctorgeschichien. Gestern sand man den Rentier Stille in,,. seiner Wohnung ermordet und beraubt. V on dem Verbrecher selbst fehlt bisher jede Spur. Dagegen fand man neben dem Bette des Ermordeten ein blutiges Tolchmcsscr, mit dem offenbar die, That begangen wurde. Da daS Mordinstrument das bekannte Fabrik, zeickcn der Firma I. A. Henckels zeigt, so dürften das gesammte Personal de, Solinger Fabrik und die, Chefs dcrsel. hen wegen Beihilfe Zum Raubmord une? Anklage gestellt werden. mii ti H'",' ,!(,, ,lf fir":"'?, j- Ml wllliä'-' ,, In Folge falscher Geichenstcllung 'f: fand auf der; B'rllnMnhalter ein ZusammenstoK jMkß$' wobei mehrere croi!cn:'5ihtiu letzt würden. ' Der WuldigeWeichenE stellcr entzog sich durch Selbstmord dem , irdischen Ricbter.' Tagegen dürste dn Fiseus als Veranstalter der Bahnsar tenÄeKnKsährdu transporteZ belangt werden. ,, , . !! .."äl ..- 'i ' 'ifii;,: "!:!!:!' I' : ' VW,,..' ? - ' V . .. l, : ,,!, ,,. .jfcinft ,,'!. , ... ' ' Ji "" ,,1 Wieder ist eine aanze ffamill ,deW Genusse giftiger Pilze zum : Opier ge f fallen. So. ort an gestellte ..Recherchen ! MgabevSaHd:e nnex.zuvHHA WabeHMn wachsen sind. Der Genannte wird sich !. ,,,,,.z,.l!,,,,,,.!k.,.,,! ,,,,!,, .,,!,,,,. .., . jii'.-ivt--; -.i-i ' vyf"::f daher wegen fahrla stzer rTodtung z , . 1 ,'(:!, ii:if'il;:i.l '!!k, " , V verantworten Zaoen.i ü ü iü ii,ij!'. m DMWk ti i &ffnnM'ia$ I bare Scha M WM Erster Bettler: Tu, rÄ hab' etwas hiet fetfc sch;Id;init; Useinn"efnwSt'ter,V 1chaffen"lanmZweiterBet!lerl leinen Unsinn! Was ist eS? Erste,'' ttlr:!::einrn m' : ' oii " täZ mmfm iSii!; V M a nch c $0 1 u t , eiii;:; teen, ß WdkzMcrauf alr, d!e Rechnung ohne, dezWIrth'zu'mackey.'' yä
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