Indiana Tribüne, Volume 14, Number 273, Indianapolis, Marion County, 21 June 1891 — Page 2

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Ueber die Größe dev ElefantenzäHne rmd den Elsenbeinhandel finden w:r in' dem eben erschienenen dritten Bande' von Brehms Thierleben genaue Anga ben von denen die bemerkenswerthesten hier eine Stelle finden mößen. Je nach den Gebietm, in welchen die Elefanten heimisch sind, zeigen die Stotzzahne in Gestalt, Veschaffenheit und Farbe besondere Eigenthümlichkeiten, die durchschniulich so. ausgeprägt hervortreten, daß es Elsenbeinkennern möglich ist, bei der Prüfung aufgestapelter Mne mit ziemlicher Sicherheit bestimmen, ans welcher Gegend beliebige Stücke stammen. Die bekannten längsten Stoßzahne von jetzt lebenden Elefantenarten stammen ausAfrika und zwar aus dem Secngebitte: aus dessen mittleremTheile besitzt Westmdarp einen Zahn von 2,94 Meter Länge, und aus dem nördlichen Theile brachte Sir Samuel Baker einen Zahn heim, der laut Sierndale sogar reichkch 3,27 Meter mißt. Diese Zähm sind jedoch schlank und verhältnitzmäßig leicht, wie, denn der zuerst erwähnte bloß 14 Kg. wiegt . In früherer Zeit soll es Zähne von 120130 Kg. und noch höherem Gewicht gegeben haben, doch ist dies aus der Größe der in Sammlungen befindlichen, aus Elfenbein gearbeiteten Ge räehe und Kunstwerke nicht zu erweisen. Selbstverständlich müssen riesige Zähne seltener werden, je rascher die alten Stücke aus Afrika hinweggeführt, je eifriger die Elephanten verfolgt werden. Ausgewachsene Stoßzahne", schreibt Westendarp, jmd gewöhnlich bis zu 2 mtkt, selten bis L.ö Mieter lang, da. bei 3950 Kg., qusnahmFweise 75 bis 00 Kg. schwer. De r schwerste in letzter Zeit nach Europa gebrachte Zahn wurde durch die Firma Heinr. Ad. Meyer an der Ostküste angekauft. Er war L,60 Me. ter lang und wog 94 Kg. Das schwerste, vollständig fehlerfreie Paar Zahne wurdk 1833 in Tete am Sambesi eingetauscht; es wog 144,3 Kg. ; jeder Zahn hatte eine Länge von 2,L7 Bietern, und der stärkste Umfang in der Mitte des Zahnes betrug 0,6 Meter. Das schönste und längste Paar Elephanenzähne, welches je nach Europa gekommen ist, befindet sich in meiner Sammlung; es wiegt 101 Kg., ist 2.57 Meter lang, vollständig sehlcrfrei, stammt aus Ugaw da und hat einen Elsenbeinwerth vo 3775 M." Wieviel Mammuth-Elfenbein alljähr lich in den Handel kommt, ist nicht fest' zustellen; laut Westendarp sind -jedoch davon bloß drei Zehntel für die Jndw strie brauchbar, sieben Zehntel werthlos. Die Gesammtmenge des von jetzt leben den Elepfantenarten auf den Weltmarkt kommenden Elfenbeins betrug nach einer von unserem Gewährsmanne aufgestell ten Uebersicht alljährlich im Durch' schnitt etwa 868.000 Kg. Davon liefert Ceylon und Sumatra 2000 Kg. Hinterindien 7000 Kg., Vorderindien 11.000 Kg. und Afrika 843,000 Kg. In Folge der afrikanischen Unruhen, der fortschreitenden Ausrottung der Elesanken u. s. w. haben sich die Ausfuhr' serhaltnisse in Afrika wesentlich verschoben. Im Ganzen hat Europa im Jahre 1839 rund 100,000 Kg. Elfenbein weniger erhalten, als vordem. Der Werth des Elfenbeins hat sich seit 50 Jahren mehr als verdoppelt. Wenn auch die Preissteigerung unregel mäßig war und häusigen, ganz uner warteten Schwankungen unterlag, so hat sie sich doch in Jahrzehnten folgendermaßen vollzcgen: Im Durchschnitt galt ein Kilogramm 1840 o0: 11 M., 185060: 15 M., 186070: 15,50 M., 187080: 23 M., 188090: 24,50 M. --28te. viele Elefanten in Afrika alljährlich ihr Leben lassen müssen oder vordem verloren haben, um den Weltarkt mit848,000 Kg. Elfenbein zu dersorgen, ist eine vielerörterte Frage. Eine genaue Beantwortung ist unmöglich, da die Zahl der ausgeführten Zähne nicht bekannt ist. Durch Rechnung kann man aber nach möglichst vielen Zähnen aller .Großen das Durchschnittsgewicht eines Stuckes bestimmen. Laut Westendarp, der dieses Durchschnittsgewicht zu 6,5 Kg. annimmt, muffen alljährlich in Afrika rund 63,000 Elefanten ihre Zähne liefern. Pechuel Lösche be stimmte an der Westküste das Durch Zchnittsgewicht nach vielen hundert Zähnen zu 8,15 Kg.; das ergäbe rund 52,000 todte Elefanten. Die größte Bedeutung haben die durch Noack mitgetheilten Angaben von P. V Gkeup fcpr erbat itiifi st in T?i(kr. II W "- -r.jn f " rvw-" Guinea sorgfältig pruste und während einer Reihe von Jahren fast 30,000 Zähne, wie sie unttrschiedslos zu Markte kamen, seinestErmsÜelüngen zuVrunde legen konntMkEr fans ein Durchschnittsgewicht von 9 Kg. Z das Ergäbe rund 47,000 Elefanten. Nehmen wir das Mittel dieser drei Bestimmungen, so ergibt sich, daß in Afrika alljährlich fast 55,000 Elefanten ihr Elfenbein liefern müssen, um die oben angegebene Ausfuhr zu decken, wobei vorausgesetzt wird, daß jedes Thier zwei Stoßzähne trug, was in Wirklichkeit nicht der Fall lst. " ., , ; Henes Ermittelungen baden auch zu dem Ergebniß geführt, . daß das durchschnittllchö GewlchwnA früheren Jahren höher war, als später, 1881 betrug eS noch 10,2 Kg., 1886 bloß noch 7,6 Kg. , Hieraus wäre zu folgern, daß ausgeWachsens und stark bewehrte Elefanten ! bereits anfangen Zeltener zu werden, wenn man nicht annehmen will, daß in Folge der Erschließung entlegener c i fctete von dort nun auch viele bisher zu- , rückgehaltene kleine Zahne in den Ham 'Mt &ttn&nLgm f 's t '"' '" i ;t. ig! )p Sifili' ' " - - 5!'fl;'!)!'!l!iia: ''!Z,!!, ' ifel Wi H e r a usgewunden. , Herr: MJa, mein. Fräulein ?das' Sprich wort ist wahr: ohne Damen kein Ber gnügen!" Fräulein: Tas Vergnü. gen, könnten Sie ja für immer haben!" Herr: Sie meinen wenn die Herren ' heiratheten?" Fräulein: Nun, natürlich! Herr: Mein Fräulein

dann aber hvrl's Vergnügen auf I

yrtuzen, Studenten und Pro fessoren. Kon Ztio SanniUttl

Bonn ist von jeher die Prinzen. Universität" imr excellent gewesen? in neuerer Zeit gehörten ihr zwei Mitglieder deö Hohenzollernhaufts, welche später die Kaiserkrone tragen sollten, als akademische Bürger an; dort euch hat Kaiser Wilhelm 11. im wunderschönen Monat Mai 1891 die Tage sröh lichster Jugendkrast mitten unter seinen .Korps brüdern" erneuert. Das ist ge wiß ein Ereigniß im Universitätsleben, aber so hübsche und romantische Geschichten, wie sie im dritten Dezennium unseres Jahrhunderts von Bonn au erzählt werden konnten, ereignen sich jetzt weder dort,noch im nahen Poppelsdorf, dem vietbelobten Wallfahrtsort der Studenten. - Dem Hause gegenüber welches KurPrinz Friedrich Wilhelm von Hessen, der nachmalige letzte Kurfürst, von dem Rentier Varmentier für ; die hübsche Summe von 35,000 Thalern gekauft hatte, um ein Jahr darin als Student zu leben, sich das Prinzenbräutchen" Gertruds Lehmann, geborene Fallen Pein nachmals Gräfin von Schaum bürg, Fürstin von Hanau anzutrauen und dann da schöne theure Haus . für den unbezahlt gebliebenen Restkaufschwing von 15.000 Thaler dem früheren Eigenthümer wieder abzutreten, wohnte August Wilhelm von Scklegel, damals Professor der Literatur und der Kunstgeschichte in Bonn, eine der eitel sten und unbeliebesten Persönlichkeiten, welche je den deutschen Pärassus bestiegen haben, dabei aber em anerkannt großer Dichter und Kritiker. In dieser letzteren. Eigenschaft hat er noch zu Lebzeiten Schillers sogar diesem Heros deutscher Dichtkunst öfters wehe gethan, wie die Wittwe Schillers 1824 während ihres Aufenthaltes in' Bonn bezeugte. Sie ging mit ihrem Freund und Verwandten, dem geistrei chen, sarkastischen UlanewRittmeister v. Wurmb, sowie einigen anderen Persönlichkeiten in der Umgebung der Stadt spazieren und war in bester Laune, als man von Weitem den Herrn v. Schlegel kommen sah. Bei diesem Anblick gcrieth die sonst so sanfte Frau v. Schiller in die heftigste Aufregung und bat ihre Begleiter dringend, entweder einen anderen Weg einzuschlagen oder, wenn dies nicht möglich, umzukehren, ehe Schlegel die Gesellschaft erreicht habe. Ich kann, ich mag diesen Mann nicht sehen und noch weniger sprechen," rief Frau v. Schiller, er bat meinem armen Schiller gar zu viel Herzeleid, bereitet, ihn gar zu oft und zu tief gekränkt." Die fröhliche Stimmung der Gesellschaft war dahin ; man kehrte um und ging nach der Stadt zurück, um die Begegnung mit A. W. von Schlegel zu vermeid m. ." , Seine mit gotPcher Grobheit" ge schriebenen Kritikers hatten ihm auch Niebuhr, den berühmten Geschichtsschreibe?, zum Feinde gemacht, wie Schlegel selbst in einem Briefe vom 11. November 1825 erzählt. Als man uns," heißt es in dem Briefe, zuerst den Entschlutz des Ge Heimen Staatsraths N iebuhr. 1 ankündigte, sich in Bonn ! niederzulassen, erfreute ich mich der Aussicht auf den Umganz mit einem Manne von so gebildetem Geist, von so tiefer und umfassender Gelehrsamkeit. Die Voraussetzung, daß' eine Kritik, worin ich meines Bedünkens einen theilweisen Widerspruch mit sonst achtungsvoller Anerkennung ( ?) ihm nachgewiesen hatte, noch nach vielen Jahren eine rege Antipathie bei ihm zurückgelassen huben könne, ist meiner Denkart fremd. Ich wußte nicht, daß Herr Niebuhr in Rom, wie er selbst sagt, das Gelübde gethan hatte, bei sev ner Zurückkunft nach Deutschland an dem erste! besten Tadler, der ihm begegnen würde, , ein . Jephta-Opser zu vollbringen. Bald sollte ich es anders erfahren. Ein Verehrer Niebuhrs, der in Rom ibm näber bekannt aeworden , war, sprach von jener Kritik nur wie von e:nem Attentat, von emem Verbrechender beleidigten - Majestät. Als Herrr mevuyr nach Bonn gekommen war. M suchte er mich nicht, vermied mich sicht' bar, wo wir zufällig zusammenkamen; wohlwollende Versuche, uns in gesell schaztliche Berührung zu bnngen, schluaen febl. ftc& konnte bierbei nickts tbun. ich bin nicht gewohnt, mich , auszudrängen. Sobald in? aber das Rektorat angetreten hatte, benutzte ich die Gelegenheit, ihm mit Höflichkeit znvorzukommen" zr. v . , . . Letzteres hatte eine momentane Ver söhnung zur Folge, die vielleicht von beiden Seitm nicht einmal aufrichtig gemeint war, denn rasch wurden die beiden Gelehrten, welchen einer und derselben Stadt an einer und derselben Umversität wirkten, wieder Feinde. , Auf eine höchst komische Art suchte O W. von Schlegel, der das Bedürfniß hatte, wenigstens mit seinen Zuhörern nicht auf dem Kriegsfuß zu flehen, sich den Studenten zu nähern. Man kannte die große Eitelkeit Schlegels die ihn sogar zu dem Glauben verleitete, daß keine Frau ihm widerstehen könne, und erzählte sich darüber die belustigendsten Geschichten, von denen einige wahr, die anderen gut erfunden waren, t Auch der oben genannte Kurprinz von öessen war nach den Wunscöe seiner Mutter, die ebenfalls in Bonn lebte (sie war d:e Schwester Friedrich Wil. Helms 111. von Preußen und verkehrte wegen der Ortlöpp-Reichenbach schon lange mit ihrem Gemahl nicht mehr). ein ÄllbSrer Echleaels. ametb aber mit dem Professor aus folgender Veransrtfittnrt in ftprtnstrfntfi ,, vnnftnfn kMMvj i jv. vnw vvmiiif die erwähnt1 an der sogenannten Sandkaule" einander gegenüber, und der kritische Professor hatte für die kleiuen Liebhabereien des Prinzen zufällig 7ein Verständniß. Wenn der Prinz ost stundeulanq im Fenster lieaend ttrb und it A 'V Jk t Ml iMA444M! aauV , lL Ü!L i , viz ucvc tiujjcuiuijciiü vuuui rrgoyie,

iicvc iiuucuiugcnu aamu rrgoFie, j er einen äußerst gelehrigen Papaaus der Hand tanzen. Rad Zchlaaeu

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und allerlei Kapriolen mit entsprechend eingelernten Rufen . (darunter auch Flegel, Flegelt") schneiden ließ, dann ärgerte sich darüber sein gelehrtes Gegenüber .recht gründlich; namentlich störte ihn das Gelächter und das Jauche zen der Straßenjugcnd, vielleicht auch der Gleichtlang des Papageienrues: Flegel" mit seinem eigenen berühmter Namen. Eines Abends nun, als der Professor bei der in einem Hötel am Viereckla wohnenden Kurfürstin zum Thee ezngeladen war, kennte er sich nicht enthalten ,der hohen Dame vorzustellen, daß ein Prinz, der einst ein Volk zu regieren berufen sei, auf der Universität doch etwas Besseres thun könne, als halbe Tagelang am Fenster zu liegen. Va pageien. tanzen zu lassen und die Straßenjugend zu erlustigen. Die Kurfürstin sah das ein und machte ihrem Sobne Vorstellungen, der aber daraus erwiderte: ' Ach, der Schlegel istein Narr und eitler Geck; er läuft auf! den Straßen nur ' deshalb immer in den Rinn flößen, statt auf dem Trottoir, um nur etwas besonderes für sich zu haben." Von diesem Tage an konnte der Prin; den Gelehrten, der Letztere den Prinzen nicht mehr leiden, und der Collczbesuch des Letzteren hörte auf. Der Kurprinz hatte übrigens n?ch vor Frau Lehmann (Gattin , des Rittmeisters Lehmann) eine andere Flamme, nämlich die Gräfin Bothmer, Gemahlin des Lieutenants v. Bothmer, eine imposante Schönheit, die wohl um eines halben Kopfes Länge größer war, als die niedliche graziöse Frau Gertruds Lehmann, geborene Falkenstein. Drei Umstände wirkten auf die definitive Wahl ein: größere Wachsamkeit des Grasen Bcthmer; 2) die leichteren und mit weniger Gene ver-' knüpften Umgangssormen der Frau Gertrude Lehmann, geborene FalkenPein; 3) die Thatsache, daß der Gemahl der Letzteren, anfangs aus Eitel keit, später vielleicht noch aus anderen Gründen, das aufkeimende Verhältniß zwischen dem Prinzen und seiner Gcmahlin geradezu unterstützte. Folgendes war vorausgegangen: Die junge schöne Frau hatte ihren Gemahl, der bei näherer Bekanntschaft wenig wirklich ritterliche" 'Seiten zeigte, schon nach zwei Jährchen der Ehe satt bekom meu und suchte im Umgang mit anderen slotten Officieren Ersatz für die häusliche Langeweile. Darüber kam es eines Tages zu einer Eifersuchtsscene, welche damit endete, daß der Herr Gemahl die aus dem Heiratysgut der Gattin (80,000 Thaler) angeschaffte und unterhaltene Equipage abschaffte. Weit entfernt, sich darüber zu grä men, kam dies der jungen Frau sehr gelegen; sie nahm nun Reitunterricht und machte bald mit dem Hessenprinzen, Studiosus der Staats' und Nechtswissenschaften, die angenehmsten Spazierritte. I nde sponsalla et niiptia. Detrn der Prinz hatte keine unredlichen Absichten und zeigte gegen Frau Lehmann stets eine Ehrerdietung, die er im Ganzen genommen auch der späteren Gräsin von Schaumburg und Fürstin von Hanau bewahrt hat. Wah

rend' seines Aufenthalts in Bonn kennte p . . . t . . i . i . man ryn oxr aus oer virane mix oem Hute in der Hand, wie es die damalige Etja.uette vorschrieb, neben der Dame seines Herzens gehen sehen, und sein Benehmen war stets im hohen Grade anständig und' chevaleresl". Der Prinz hatte in Bonn die Ge tünhnhnL iicfi taasüber mindestens drei Mal umzukleiden, ein Mal als Öfficier . C i i . rn uniorni, oaraus ms remer Herr rn Civil und endlich als Student mit dem Eereviskäppchen, wo er dann mii seinen Kommilitonen ganz aus dem Fug der .Gleichberechtigung und jugendlichen Lebenslust verkehrte. In dem nahen ZZoppelsdorf, wo es hübsche Madchen die Menge gab, wurde ost getanzt; ein dralles Ding mit . dunklen Augen und nichts weniger als kopfhängerischem Wesen hatte eS dem flotten Bruder Studio mit dem Lockenhaar und dem .Eereviskäppchen angethan, i Er wollte mit ihr einen Svaziergana am schönen Nhemufer machen. Nix da", sagte das .rr " t. t. ";::.-" je.. i J.i:-.':'XI lu iavcyen, mu gcic ivy uiajn Ei. warum denn nicht, die anderen Mädchen gehen doch mit den Studenten?" Ihr seid aber aar kein Stu dent, ibr seid der Prinz von , Hessen, das wissen wir wohl," nes das Mad chen so laut, oaß es alle Umstehenden hören lonnrL r Die Studenten lachten) der Prinz schwieg ärgerlich still, tröstete j sich aber bald wieder. - Das waren die schönsten Tage im Leben des später so verbittert gewordenen letzten hessischen Landesvaters. In Bonn wohnte zu, jener Zeit auch Trnst Moritz Arndt still und eingezozen ztaufi seinem Landhaus, " bis eines Tages der Dämagogenriecher und Un tersuchungsrichter Pape zu ihm kam und !m Austrage der CentraluntersuchunzsKommission des Bundestags- einVerhör mit ihm vornahm N dessen Verlauf folgende drastische Scene vorkam : nur doch, nach velchem Gesetzbuch und nach welchem Kecht Sie hier inquiriren ? , ' Pape (nach einigem Nachdenken) : .Nach der alten deutschen Criminalord TUNg." (Sog. c?arIina.) 'A Arndt: .Also auch die Folter?- '. , , . In einem Briefe vom Mai 1818 IHatle längst vorher Kotzebue folgende I w i um ''" :" . . tv . w " ncirlyeuung aus Zver un gemacyr ; an krzShlt hier, der Fürst Blücher habe für vor seiner Abreise von bier seinen Ädjutanten zu dem Minister v. Alten-

jtnn (damaügem KultusMMlster) geschickt und eine Auskunft gefordert, wie kS gekommen sei, das man einen Mann vie Arndt zum Professor der Geschichte In Bonn gemacht habe. Herr v. Alten-, ftein habe diese Prätorianeranmaßung aicht allein nicht zurückgewiesen, sondern durch Vorlegung seiner Akten (an den Adjutanten) nachgewiesen, daß die Anstellung Arndts ein Werk deS Herrn Staats kanzlerS (von Hardenberg) sei; sa, man erzä hlt noch mehr, daß der WrWlücherMtD

bei seiner Beurlaubung vom König er klärt habe, nicht eher nach Berlin wiederzukommen, als bis der König eine Totalresorm in der Verwaltung vorcje. nommcn habe. Ersteres ist wahrjchemlich letzteres scheint mir doch einigermaßen apokryphisch. Arndt sang zu jener Zeit: Da ward der Herr Blücher ein Feldmarschall!" Der alte Arndt" hat noch lange genug gelebt, um fir solch: Erfahrungen durch die Liebe des deutschen Vob kes entschädigt zu wcrocn. , - i -j"

Eines Herzogs Freunv. Heinrich Heine, weicher als junger Student eine Rbeinreife' unternahm kehrte, in Mannheim angekommen, in den Goldenen Löwen" ein und traj dort im Speisesaal erncn ehrwürdigen alten Herrn, welcher damit beschäftigt war, dem in Folge des Mittagessens eingetretenen Verdauung Zproceß durch Ms Lesen einer Zeitung nachmhelsen. Von Zeit zu Zeit seufzte er fchwer auf. Heine näherte sich und befragte ih: theilnehmend um die Ursache seines Kummers. Acht Mein lieber junger Herr stöhnte der Alte, ich bin verloren, ein ruinirter Mann! Kellner, eiue Flasch, Johannisberger!" Beide tranken' zusammen und Heim erneuerte seine Frage, die der Unbe. kannte immer mit Stöhnen, und Kopf' schütteln beantwortete. Endlich sagt! er mlt dem Anschein, als wolle er sein Gewissen von einer großen großen Last befreien: Hören Sie mich an! Ich heiße Müller und bin Kaufmann in Nürnberg; ich habe ein Einkommen von 200.000 Gulden, ein ' herrliches! Weib und hübsche Kinder, meine G? sundheir ist ausgezeichnet und ich bin der unglücklichste aller Menschen!" so? ' - Sie fragen wieso? Ja, wie soll ich. es über mich bringen, Ihnen das schreckliche Geheimniß zu berichten, das auf mir lastet? Junger Mann, sehen Sie mich an! Ich habe in meinem Leben ein einziges Verbrechen begangen, das mich zeitlebens quält, ich habe gestohlen !" t Sie sind reich was bindert Sie, die Summe, die Sie gestohlen haben, zurückzuerstatten? V es vergeht kein Monat, in dem ich nicht an Almosen, an mildthätigen Werken, frommen Stiftungen das Dop' pelte und Dreifache dessen geb?, was ich entwendet babe vergeblich k Der Geier Gewissensbisse" nagt an meinem Herzen und läßt mich keinen Augendliä ruhen." " " Aber wie kam es denn, daß ein Mann, wie Sie, sich so wett verirren konnte? Durch euren Schwindel. Ich hatti die Ehre, mit dem Herzog von Nassau in seinem Schlosse zu Bieberich zu dini? ren ; der Fürst, welcher sehr viel auf mich halt, liey wich zu seiner Rechten sitzen und wir sprachen während der Mahlzeit von Diesem und von Jenem, verr Müller", sagte der Herzog zu mir, wie befindet sich Madame Mül ler?" Ihre Durchlaucht sind zu gütig.f' Und die kleinen Müller?" Sehr wohl; aber Euer Durchlaucht erweisen mir zu viel Ehre. Diese herablassende Vertraulichkeit vernichtet mich." Plötzlich sah ich vor meinen Augen einen kleinen vergoldeten Silberlöffel glänzen. Was in meinem Hirn vorging, weiß ich nicht; aber in dem Augenblick, da der Herzog den Kopf herumdrehte, ließ ich meine Hand verstohlen über 'das Tischtuch gletten, nahm den Löffel und steckte ihn in meine Ta'che. Das. mein junger Freund, that ich in Hause des Herzogs von Nassau." Hier ließ Herr Müller, welcher gerade die dritte Flasche geleert hatte den Kopf leise auf die Brust sinken und war bald, trotz des Geiers" in feiner Brust, fest eingeschlafen. Einige Tage darauf erkundigte sich Heine nach diesem Mann, v Es war. wirklich Herr Müller aus Nürnberg mtt einem jährlichen Einkommen von 200,000 Gulden und Haupts einer zahl reichen Familie, aber er hatte nie 'in dem Schlosse des Herzogs von Nassau dinirt; er hatte die Geschichte von dem Löffel einzig deswegen erfunden um die Leute glauben zu machen, er sei der Freund eines Herzogs. ; ,, (D e r Drucke r an ge kl aat. In der Gerichtsverhandlung in Sachen des Heine'schcn ' Weberliedes war der damals zn einer Uebung eingezogene Staatsanwalt Nessel im Jnterimsrock anstatt jm vorschriftsmäßigen Waffen-, rock, 'erschienen. Dies veranlaßte den Redacteur der .Volksstimme" zu der Bemerkung: Zeuge Nessel erschien im saloppen Jnterimsrock".' ' Der Staatsanwalt Nessel hat nun gegen den Redaeteur und Drucker der Volks stimme" Strafantrag wegen Beleidigung gestellt, nr satopp" im Französischen für die Bezeichnung des Schmutz,gen7, Schmierigen"" gebraucht wird. cHier sieht man, wie richtig es ist, nicht nur den Autor, sondern auch Corrcctor und Drucker sür den Inhalt einer Zeitung mitverantwortlich zu machen. Denn diese beiden Herren hätten doch so leicht salopp in Salon ändern können, und Saloninterimsrock wäre doch gewiß nicht strafbar gewesen. ' I .... U ..,'(': , ;(! ;i!J,!iEii- ..ri:-l l Zu 'ge sährl ich. Arzt : .Noch eins, LbreräUnfMtkei,Z3ort sprechen; Z sagen Sie ihr das !" Mann ' der Patientin: Wissen Sie, sagen Sie ihr das gefälligst selbst!, m -t HM ,;w!l!;r kommen Sle eigentlich dazu, anzugeben, daß Sie von Beruf'Kunstftopser sind?. Angeklagter: Na, is's denn vielleicht keine Kunst, täglich sechs Mäuler z stopsen?Ig?'!kLhs

Auf ernem Varie. Sie (in emem sehr tief ausgeschnittenen Kleide) : Nun, findest Du nicht, daß mein Anzug wirllichKin Kunstwerk ist? Er: Nun, ich finde, daß man mehr Natur. alZ InWnmWMMWW

Der Noman elneS armen jungen

Mannes. Zi PcnSxftOttqHVP. " Im Winter des Jahres L8 4 sand sich in dem im westlichen Theil des Staates Vennsylvanien " gelegenen Städtchen Sharon, ein junger, BuchHalter tu dem Geschäft von A. H. Clarke & Co. Erstere ist eine jener typ! ichettMmcrikMiiÄeW mit Zwei oder drei grotesken kleinen Kirchen, mehreren Schä'nken und einem Dutzend oder mehr Kausmannsfirmen,,. bei deren Gcschäftsgcbahren der triviale Ausdruck Geltung hat: Es läppert sich so zusammen." Die Auswahl der Waaren in diesen Läden ist groß: Nachgeahmte Atlas bandcr, Sensen, Petroleum, Glänzniichse, ,?Hüte, Senf und bäumwollene Strümpfe, wobei sehr viel auf die umwohnenden Landlcute als Käufer gerechnet wird. - Dem amerikanischen Farmer geht es aber oft genau so wie dem deutschen, er hat nie Geld und jammert stets über die schlechte Zeit, die unglücklichen Konjunkturen", die hohen Frachtfpejcn und den Zwischenhandel und borgt gern bei seinen Einkäufen. Aus diesen 'Gründen und wegen der stärken ConNirrenz siechte denn auch das Geschäft vcn A. H. (Harfe & Co. so da bin, , es siagnirtc, wenn . auch der Besitzer und sein Sohn der unter dem Ausdruck Compagnie" zu verstehen" war, ihres hübschen Farmgutes halber' für wohlhabend galten. ' ' ' ' Der junge Buchhalter befand sich in diesem Geschäft bei Sharon seit einigen Monaten: er war wohl empfohlen, solide, schlank und " gut gewachsen, ein Mensch mit' einem unbeweglichen Ge-, sicht und einem Vaar graublauer, stahlharter Augen, nicht ganz 'eine typische, mehr eine eigenartige Erscheinung. Der Mann hie John D. Rockesellcr. von schottisch irischer, Abstammnng , und tadelloser Führung. Er spielte im Städtchen keine besonders hervorragende , Rolle denn sein Gehalt war klein und Rockefeller ein mehr als gewöhnlich zugeknöpfter Mensch, der über dem Dollar brütete und in dem bescheidenen Landorte vielleicht nicht ganz! an ' seinem Glatze war. Denn so : verschlossener war, bisweilen leuchtete es wie eine plötzliche Energie in seinem regungslosen Antlitz auf. Der Krieg ging zu Ende, das sah Jedermann ein; noch einige Monate, und der energische Strom des amerikamschen Lebens mnßte sich wieder anderen Zielen zuwenden, eine neue Zeit begaltst. Das ahnten in Sharon Wenige; aber zu diesen Wenigen gehörte Joyn D. Rockefeller, der die Sachelage übersah. ' Der Handel und die Gewerbe des Friedens mußten gewaltig emporblüben; eö galt sürder nicht mehr, Schwerter zu schmieden, deren Klingen sich bogen, Pulver zu fabriziren, das nicht losging, und Filzhüte, die aus Pappe mit daraufgeklebten Haaren bestanden, 'ür die Armee zu konstruiren. Der Süden lag in den letzten Zügen und nach einigen Monaten wälzten sich ganze , Schaaren von verabschiedeten Soldaten nach Ost und West zu. Und Sie meinen, Herr Rockefeller?" sagte der Chef der Firma Clarke zuseinem Buchhalter. Ich meine," sagte dieser, daß jetzt sehr bald eine Chance kommt. Die Soldaten werden heimkehren und vielGeld mitbringen;, sie werden sich hier und da, überall im Land, niederlassen. Die Farmen werden begehrt werden und im Preise steigen, und das Geld umherrollen und stetig seinen Eigenthü mer wechseln." i; Und wenn ich zugebe, daß dies wahr sein mag?" Es wird eine gute Geschäftszeit kom men, Herr Clarke." Nun gut, meinen Sie, ich soll unser Lager vergrößern?" Freilich und Farmgüter ankaufen - und in Gold spekuliren. Das Gold muß jetzt allmählich fallen - . " . Und was denkst. Tu Willard?" Herr Clarke wandte sich an seinen Sohn. , - Unsinn!" entgegnete diesen Das Speculationssieber fehlte uns noch! Rockefeller ist ein Spieler; er möchte Alles auf eine Karte setzen. Thun Sie das mit Ihrem, Gelde mein Herr! Die Mittet der . Firma Ä. H. Clarke und Compagnie werden nicht dazu hergegeben werden." ., Clarke senior , sah mit Befriedigung auf Clarke junior. Ja, der war in strengen Grundsätzen erzogen, worden., Der Vater wußte, ,datz sich sein, Sohn stets ehrenvoll in Sharon behaupten, werde. -. . i' . , . Rockefeller war um eine Schattirung blässer geworden, aber er wußte sich zu beherrschen, i " ' ' - ' f Noch, eins, Herr Clarke,",, fuhr er fort. Sie ,wissen, daß ich zu Ihrer Tochter Amelia in .einem gewissen Verhltnisse stehe." ,, . Ich weiß, von , nichts." , entgegnete der Äater herbe, ich will von nichts wissen, ; es ist zu aussichtslos. , Und wenn das Vierteljahr, um, ist " ; So ,, gehe ich, Herr Clarke," siel Rockefeller,, ein. , Ich , kündige Ihnen hiermit."' I; Sehr gut, wem Herr. t ". Damit war die Unterredung zu Ende. Die alte Geschichtet :' Der junge Buchhalter hatte die hübsche Tochter des wolhab?nden Principals angeschmachWz5,,UnMmelm?A Als das Vierteljahr um war, verließ John D. Rockefeller das Haus A. H. Clarke Compagnie. ! Amelia war eine gehorsame Tochter und fügte sich ; es gab noch ganz andere junge Leute, die ihr den Hof machten, und ihr Herz lilt nicht zu sehr bei dem Abschied. , . ' Der junge Mann nit dem nicht sehr wohlklingenden Namen hatte sich gewaltfam bezwungen; , als er einsah, dsß , . f -tt.f.!tif? . JC fa'.

nreocr -cin,jtcgaji3iinn ici -v-i in Sharon, Befriedizunz finden konnten schüttelte er den Staub von seinen Lüben. nachte einen Strich hinter

seine frühere Thätigkeit und be. gann ein neues Leben.' Mit den paar Dollars; die er erspart, ging er in die Stadt Cleveland und ctablirte sich dort als Meblhändler. Auch das glückte nicht recht ;u er verdiente wenigstens kaum so viel, als er bei bescheidenster Anforderung für sein Leben gebrauchte. Sein brennender Blick war in die Ferne gerichtet, er wollte reich werden reich reich um jeden'Ireis, und er spannte seinen Erfindungsgeist und seinen Witz an, um den archimedischen Punkt zu finden, wo er einsetzen könnte. Lange Zeit zermarterte er sein Gehirn umsonst. ... Endlich dämmerte ihm so etwas wie Licht empor. Zn den Kunden, die in seinem kleinen Laden öfter vorsprachen und die er durch bereitwilligen Kredit und verbindliche Manieren zn fesseln wußte, geKörte ein simpler Fabrikarbeiter, ein schon ältlicher Mann, Namens John Andrews, welcher sich in einer der dor tigen Vetroleumrasfinerien sein kärgliches Brot verdiente und so arm war, daß seine Frau durch Nähen für ben Unterha t .irer Familie mit sorgen mußte. Das Unglück macht gesprächig ; bei der gemeinsamen Nochlage saßen Andrews und Atockefellcr öfters am Abend im Laden bei einem Gasstamm, chen zusammen und fpeculirten. An drews hatte etwas im Kopse; cr hatte bei der jahrelangen Arbeit in den Fabriken eine neue Methode, der Ncinizung des Petroleums erfunden,, durch die man mehr gereinigtes Oeh als dies bis dahin möglich war. aus dem Rohöl gewinnen konnte. Der Mehlhandel ging damals gerade auf einmal etwas besser und Rockefeller verband sich mit Zlndrews, dem er seine unbedeutenden Cripärnisse zur Verfügung stellte, zr Ausbeutung dieser Erfindung. Bald fanden sie ein paar OelproduRenten, die ihnen ihre Waare schickten; bei Andrews und Rockefeller gewann nan, wie gesagt, mehr raffinirtes Ocl. Zls anderswo. Eine Raffiniranstalt wurde von den beiden Par:nern auf Borg begonnen; sie fanden dann noch :inen dritten Theilnehmer. der etwas Geld besaß und der dadurch das Unterlebmen im ersten Stadium seiner EntWicklung stützte, ötach zwei Jahren verstand es Rockefeller, diesen dritten Partner wieder wegzudrängen; nun hatte ' er Kredit genug. Er pachtete eine der größten Raffinenefabriken noch ba',u und erzielte jetzt groZcn Umsah. Dann wandte er sich an du Eisenbahnen. Er wußte den leitenden Eiscw bahnmannern feine Unternehmungen so glänzend zu schildern, daß sie ihm einen kleinen Vorzugstarif bewilligten. Das genügte; mit eiferner Energie verfolgte Rcckeseller seine Pläne weiter. Die heute noch blühende Standard Oel-Gesellschaft- entstand. Man hat sich hleruntcc nicht eine Aktien- oder sonstige Handelsgesellschaft gewöhnlicher Art, vorzustellen. Es ist eine ganze An zahl der verschiedensten , und verschiedenst organisirten Handelsvereine, die unter diesem Namen zufammenarbeiten, eine Art von heimlicher Verbindung, die, wenn sie überhaupt eine bestimmte Organisation hat, es vortrefflich versteht, dieselbe geheim zu halten. In ZZittsburg und Cleveland heißt sie wirklich Standard Oel-Gesellschast," inTi. tusvllle arbeitet sie aber unter der Firma pcme Oil Company von New ork". in der pennsylvamschen Oelstadt" nennt sie sich aber Jmperial Oil Company", in Philadelphia JLU lantie Resining Company", im Staate Marnland eristlrt sie an mehreren Orten, in Baltimore als Camden Com varnj of Marnland. Jn der Stadt New Jork bestehen drei große Firmen, welche nichts anderes, als Theile oder Filialen der Standard-Oel-Gesell schaft sind. Bei dem Geschäftsbetrieb tritt nun bald diese, bald die andere Firma , an die Oeffentlichkeit; zum Schein arbeiten sie auch wohl einmal gegen einander; dann tauchen sie wieder vorübergehend unter einem ganz anderen Namen auf, der, 1 nachdem er seine Dienste gethan, von der Oberstäche ver schwindet. Alle ihre geschäftlichen Operationen umhüllen sie mit dem Schleier Hes tiefsten Geheimnisses, der nur von wenigen Eingeweihten gelüstet werden kann. ' Die eigentlichen Ziele ihrer Geschäfte' sind nur den Leitern bekannt, die ausführenden Organe handeln nach Weisungen, deren Endzweck für sie ein völlig dunkler ist. " Wir wollen Herrn Rockefeller nicht in die labyrinthischen Pfade seiner ge schästlichen Operationen weiter folgen, kurz, der Mann mit dem stahlharten Gesicht und den unergründlich tiefen, steinernen Augen siegte, siegte überall. Man wird reich, wenn es gelingt, anere Menschen unter die Füße zu treten das war seine Maxime, er, löste das ' Problem erfolgreich. Zuerst gelang es ihm, vie Raffinerien zu unterjochen und von sich abhängig zumachen, dann 'die Besitzer der Drniks und Oelreservoirs, der Lagerplätze, dann die Oelquelleninhaber und .zuletzt auch die Eisenbahnen, die ihn groß gemacht hatten. Er trat sie alle unter seine' Füße, sie, mußten ihm Gehorsam leisten, ob sie wollten oder nicht. Sehr , bald J konnt? keine Raffinerie mehr mit der StandardOelgesellschaft concurriren. ; Woher es kam, daß sie plötzlich mit Verlust arbei teten, das begriff Niemand, 1 die That, fachen aber ließen sich nicht ableugnen. Die Standard - Oel - Gesellschaft ihrerseitö zeigte sogleich Neigung, die schlecht gehenden Rajsinerien, einerlei, wo dieselben lagen, anzukaufen, natürlich zu möglichst niedrigen Preises Die nicht an ge ka u st en w urd en de S K am p fe S g e g en die dunklen Mächte müde, sie liquidirte und zogen jlch aus dem unvortheilhaften Geschäst zurück. ; - 1 1 ;, 1 Dies war in der. That kein Roman. Die Handelskammer von Pittsburg berichtete am 3. April 187, dah 21 Nassinerien daselbst mit einem GelchSftskapital von zwei Millionen Dollar cnd einem .Arbeitcrperfonal von 3OS0 !2erscnen brach lägen. Von den be ?Z:nden öS Nasjinerien wurden SS

vöMa vernichtet. LS von der

dard - Oel - Gesellschaft" gekauft oder gepachtet. Gegen Nockefellers Tyrannei erhob man sich oft, doch stets, ohne Erfolg. Die Oelproduzenten beschlossen in den achtziger Jahren den Bau einer gros; artigen Nöhrenlcitung vom Produktionsplatz direkt nach Baltimore, einer Leitung von über 400 englischen Mcilen. Dies kam nun nicht Zu 'Stande, wohl aber baute man ein im englische Meilen langes Röhrennch. das nach einer Eisenbahnstation führte, die außerhalb der Machtsphare NockesellerA lag. Er wußte aber auch dieser Gefahr zu begegnen. Er versandte das Petro- , leum so billig, daJ die Röhrenleitung damit nicht in Wettbewerb treten konnte. Monatlich beförderte die Concurrcnz Röhrenleitung über 50.000 Fässer, Rockefeller dagegen täglich J0M0 biZ 33,000 Fässer. Er war der Reichere, und die Röhrenzefellschast gab es auf, sie beugte sich. s O O t Die Firma A. H. Clarke Copsg' nie in Sharon kam noch einmal m sehr unliebsame Berührung mit chrem früheren Commis. Dem jungen Herrn Clarke gelang es, die Tochter eines Oelprinzcn" zu heirathen; er über nahm dann selbst das Oclgeschäft seines Schwiegervaters, der verstarb. Aber von der Stunde an, wo er selbst in de Vordergrund trat, versagte die Maschi' nerie. Seine Behälter waren alle zum Platzen voll, und er konnte keine Abneh mer finden. Die Eisenbahn weigerte .sich, böhcrer Weisung gehorsam solgend. sein Oel zu besördcrn. Herr Clarkt mußte den größeren Theil seines Oels in den Canal laufen lassen und schließlich seine Oclqucllcn verlausen. Wieder von diesem Augenblick an gab es leine Schwierigkeiten mehr. Die Rache war unedel gewesen ; aber der Commis hatte seinem früheren Prinzipal doch seim Macht gezeigt. Amelia Clarke blieb unvermahlt. Als sie eines Tages auf dem Bahnhoft zu Sharon stand, um einen kleinen Aus flug in eins der Nachbarstädtchen zr unternehmen, hie es plötzlich, ein Ex. trazug komme vorüber, man müsse noch eine halbe Stunde warten.' Der Extrazug fuhr langsam durch die Station, und der einzige Reisende war der Mif lionär Rockefeller. Sie erkannte ihn wohl, wie er am offenen Fenster lehnte und hinaussah, die hohe, schlanke Gestalt es war de? Mann mit dem eiser nen Gesicht, den sie einst ausgegeben hatte. . Herr Andrews hat sich längst alt mehrfacher Millionär aus dem Geschäft zurückgezogen. Herrn Rockefeller Einkommen schätzt man beute auf 40 5G Millionen Mark jährlich; cr ist der Um bestrittene Herr des Erdöls, der Petraleumköniz Amerikas, der jetzt sein Netze auch nach Baku ausspannt und mit den russischen Petrcleumbesitzern in Verbindung tritt. Das ist auch ein Roman eines armen jungen Mannes, aber kein auf dZchtenZcher Erfindung, sondern aus harten, nackten Thalsachen beruhender. Trost von berühmten Samen, Verehrte Schwester Natalie! Ich oöre mit Erstaunen, . daß Sie, übler Laune sind. EZ ist ja richtig, daß die Belgrader Herren etwas höflicher bätten sein können und sich weniger knotig gegen eine Dame betragen sollen. Aber Sie leben ja nicht in den Zeiten der Ritterlichkeit, und daber sollten Sie dem lieben Gott für Alles danken, was nen erspart geblieben ist. Ich habe in den Zeiten der Ritterlichkeit, zm 15. Jahrhundert, gelebt, aber Sie wissen, wie ich endete. Ich wurde als Hexe verbrannt. Wenn man mich bloß aus gewiesen hätte, wie Sie, so wäre ich ganz zufrieden gewesen. Ihre ergebene Jeanne d'Arc. ' Meine theure Schwester! Weinen Sie nicht, Natalie, zeigen Sie dem Mob nicht die Perlen Jhretz. Aergers. Der Pöbel freut sich nur, wenn er die Ueberzeugung gewinnt, daß sein Opfer sich getroffen fühlt. Auch ich war Königin und Mutter. - ich will nicht erzählen, wie man mir mitspielte, da Sie ohne Zweifel die Geschichte des vorigen JahrHunderts kennen. Und das geschah in Frankreich, dem Lande der Cultur und der Galanterie! Sie wurden einfach ausgewiesen, das wäre mir zwar gleichfalls unangenehm gewesen, , aber denttopf würde ich nicht verloren haben. Wohlgeneigt :c. Marie Antyinette. ' 5 Geliebteatalie! Beute nicht! Waö ist Dir denn groß geschehen? Die Kerle, haben Dich ersucht, die Thore ÄclgradS von außen zuzumachen,' und Du gingst. Ich hatte eine Frau eine gewisse Elisabeth gegen mich, und die liej mich einen Kopf kürzer machen. Freuen Sie sich, Natalie, daß Sie eS mit kei , ner Frau zu thun hatten und dadurch mit heilem Haupt davonkamen, Sie können von Glück sagen. Für mich erhoben sich weder Bürger 'noch Studen' ten, um mich vor der Gewalt zu schützen, und ich war mindesten sa legitim wie Ew7 Oberstgeboreie ' Hoch-, achtungsvoll Maria Stuart. Nachschrift. ' Wie sitzt es . sich auf um gepolsterten Studenienschultern? , ' js ui - -gp : Sich eres K cnnz eich tnf Mr. Wie geht'S Geschäft? B.: Wlt rabel. A.: 'Man"derkt'DuWbee' nicht an. 58.: Ja. aus der Straße nicht, aber zu Hause solltest Tn m ber mir Zeuge sein: Früher warf ich mei. ner Alten echtes Meißener PorMan Lch den Kopf, , jetzt e-nur 'och MrbärralicheS?M Steingut ! iflli :i 1 !i! I

Ein gutes K rnw Mamar j p Mhastdem,Mo doch rrdentlia) j vi- cn.t-t rt f m Olftt ,,ft0

UIC u i ir , 1 5, " Emilie: Ach Mama, ich wollte zuhr 'n, Meinuna boren!" " t " 'm WMiHWfl dankenflug, das if danken Vk'lua. ? !r' J M ''II '..jL'1 .'. 1 1 'lijii; 1 !!;iüi rm D cnlen der Ge? Iliiitf-' ' Si

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