Indiana Tribüne, Volume 14, Number 266, Indianapolis, Marion County, 14 June 1891 — Page 6

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2er aufgetaute Ur-ESkimo i ; Humor! rsA VechtslS SrndiA. 3 der -Brüderstraße, einer der alte, , tt, welche Berlin besitzt, hatte die W3 gegründete Handlung Maurer & jfrat bis vor Kurzem Kellereien inne. Welche seiner Zeit ein Küftr Baumann einem WemWaZe umschuf. BauHBU&fiföle" taufte . altberlznlscber W das Kneiplein, in welchem Lessing. . ses Mendelssohn. Friedrich Nicolas h andere Geistesgrößen Taftlrunde" halten und Gespräche zu führen egten, wie sie heute nicht mehr in jeAämNen zu erlauschen sind. !!Zas Kellergeschoß, in welchem das bxt btx Neben kredenzt wurde, war W geringer Raumabmessung. daß f moderne Trinker in. 'ihm schwerlich M WWwüLden. Nur selten kletterte ein Fremder die I Wale Treppe hinab, welche duckt von l.Dtraße in dqS Düster der Wölbungen ! i , ftte, und fand sich wirtlich ein solcher. ,war es sicherlich ein schristkundiqer -:aitn, zu dem die beglaubigte Bot gedrungen- war. hier sei von SÄses Mendelssohn den Ohren erprob fr Freunde .der Phädon , anvertraut ' worden, und Gotthold Ephraiin Leising habe an diesem Orte manchmal den .Jammer seiner Seele irn Glase ersäuft. Ein altväten scher Lehnftuhl. welchen bie Firn:eninhaber als HeNigthum derehrten, hatte den Stammsitz des großen Denkers und Dichters abgegeben. In dieser historischen Kneipe tagte hz Anfange der sechziger Jahre unseres CZculums eine aus Gelehrten. Kunstlern, Offtcieren. CchriststeÜern u. f. w. bestehende , Gesellschaft, welche weder Firma noch Statuten besaß, einen Präses und Schriftwart nicht kannte und einen die getrunkenen Flaschen und Schoppen ankreidenden bejahrten ComMI als halb zu sich gehörend betrach tete. ; Das Repertoir der Unterhaltungen diese? Donnerstags Gesellschaft umfaßte cüe Gebiete menschlichen Wissens und Könnens; jedoch war unverkennbar. daß mehr die hellere, als me ernste lutt des Lebens reruckilchtrat und mn ld wieder die VerÜbung eines regelhten Juxes für erforderlich gehalten de. n Befriedigung dieses Verlanhatte im Laufe der Zeit fast jedes Lisitalied der Tafelrunde" herhalten undmehr oder minder großen Aerger verbeißen müssen. Denn wenn sich die Herren einmal aufs Hänseln verlegten, dann hänselten sie gründlich und mit impcnirmderMinhelligkeit. -Im einen' Scherz glanzvoll durchzm ?m.- scheuten dieselben weder Zeit ,'geudung noch Kosten und ließen sich ,j Äühe nicht verdrießen, zur Jnszeneung desselben Monate in Anspruch ''mende "Vorbereitungen zu treffen. Hütten z. B. die der Gesellschaft an ' 'körenden Professoren und Doktoren en lbern veranlagten GroßKau :xm" , welcher einen vielfach ge halten Alpenkräuter - Magenbitter .Zünden und in den Handel gebracht atte honoria causa zum Doktor der Medizin ernannt, ihm ein in lateinischer Sprache aus gefertigtes Diplom per ein ! zeschriebenen Brief übersendet und zur nächtlichen Stunde an seiner Privat Wohnung ein Porzellan-Schild anbriw im lassen, auf welchem in fetten Lettern: .Ferdinand Lehmer, daetor rcediciiiae st ZneiitOr" verzeichnet stand. Einem zweiten vertrauensseligen Gemüthe hatt man vorgeredet, allmitternächtlich mit brat letzten Glockenschlage' Zwölf macht v;e auf dem Belle- Alliance-Platze er. chtete Siegessäule eine reelle Drehung ihre Are, wodurch der Angelogene Mtet . wn,de, genanntem Platze sei sen Besuch abzustatten und sich durch : abläsjlges Starren nach der das Mo ßument krönenden Viktoria einen leich.m Genickkkampf zuzuziehen, zum Gaujiunx der Verschworenen, , welche von einer benachbarten Konditorei aus das Thun des Tüpirten unter Kontrolt hielten. : Als Regel galt, einen ausgeführter Schabernack niemals als solchen anzuerkinnen, sondern beider Behauptung ßzu verharren, man habe in gutem Glau den gesprochen und gehandelt. Hierdurch wurden zuweilen auch schars sinnige ! Leute irregeführt und im Zweifel da. rüber erhalten, od sie sich als Gefoppte THU betrachten hätten oder nicht., , Vlnn hospitirte hin und wieder ein hhlhabender Buchhändler im Lessing' lüblein, dessen Geiz so groß war. daß mittellose, acht Jahre weniger denn ?hlesd,e verwittwete Schwester sammt f unerzogenen Kindern elendiglich ) runde gegangen sein würde, wenn' ie MildthätigZelt Fremder ihrer nicht erbarmt hätte. Diesem unänlichen Geizkragen eine Lektion nb'er Art ertheilen und durch ihre Vermittelung feiner darbenden Schwerer ein ansehnliches Sümmchen in hie Hände spielen zu wollen, machte tit ge , raumer Zeit das Verlangender Tafelrunde" aus. Aber noch war kein Plan aussindig gemacht worden, , welcher die . Erreichung des Doppelzieles in sichere Lussicht gestellt hätte. .. Da fand an einem elsigkalten Dezember-Tage Jemand,.zKen,i?Z in die, .Baumanns - Höhle", welcher Erleuch tung in das Hirn eines alten Medizive?S brachte, der bei Hofe eine erheb lich: Rolle spielte und viele Freunde und Qerehrer in allen .DesellZchaftsZchichten 'besaß. i fiMUH!" Dies jemand war ein von einer - Orönlandsahrt zurückgelehrter Naturs I frrscher, welcher Sitten und Gebräuche t der Eskimos, beißdenenr mehrjähö f ' gGastsreundzchaft genossen hatte, 'v" o derartiaer Anschaulichkeit , schil 1 5 derte, daß der Leibarzt unausgejetzt --' -i-, .. r - e, rs , ' l ii " A schmunzelte uns em usgezelcynerzs !AckMem anderen boren ließ. ' if 'mv . i-rt,' , ' ' Z ."In' X-ä Dem Zvc e o izin er mar namcn ein xuai darüber ausgegangen, rn welcher Weife Wniel Ranges veranstalten und der Schwester des uw brüderlich en Buchhändlers zu kräftiger

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Vuchverschleißer abwesend war, konnte der Alte seinen Plan ungescheut kundgeben. Derselbe wurde jubelnd gutgeheißen. Den Commis, dessen Mitwirkung man bedürfte, weihte man in das Geheimniß cm und verpflichtete ihn auf absolute Verschwiegenhezt. Am nächsten Morgen , sprach der Leibarzt bei dem Geschäfte des Buchhand lerS vor, kaufte einen Medizinal-Kalen-der für das kommende Jahr und sagte nebenhin zu dem Harpagon: Schade, daß Sie gestern nicht in der Baumanns Höhle" waren! Es hospitirte dortselbst ein aus Grönland eingetroffener Professor, der Wunderdinge zu erzählen weiß. Wettn der Mann seine umfassenden Erfahrungen schriftlich niederlegt, wird er fraglos, ein epochemachendes Werk fchassen. Machen, Sie sich bei, Gelegenheit an ihn heran! Wählt er Sie als Verleger, so können Sie lachen! Nächsten Donnerstag ist er Gast der TüseZrunde. Wir haben ihn eingeladen, eine BurgunderBowle leeren zu helsen. Vsrvus! Der Donnerstag kam. Die Tafel runde" war versammelt. Der Bach Händler hatte neben dem Grönland" fahrer Platz zu finden gewußt. Die Bowle würde angesetzt und in Angriff genommen, am energischsten von dem Geizkragen. Derselbe schwelgte in Wonne. Hatte sein Nachbar sich doch bereit erklärt, ihm das 'zu verfassende, 5Zeisewerk gegen ein Honorar von zwanzig Thaler pro Druckbogen zu über lassen. Ein voraussichtlich lukratives Geschäft war demnach im Handumdrehen zum Abschlüsse gebracht wo? den. Plötzlich erhob sich der Leibarzt von seinem Sitze, ersuch:e die zufälligerweise Anwesenden Chefs' der Handlung, sich mit dem Eommis auf einige Zeit zu entfernen, da die Tafelrunde" über it tute Angelegenheiten in Berathung zu treten habe, wendete sich, tiefen Ernstes voll, dem Buchhändler zu und sprach feierlichen Tones: .Hochwichtige Eonferenz Zwingt uns, an Sie, Herr Fritsche ( den richtigen Namen des Be treffenden zu verheimlichen, heischen die Umstände), das Ersuchen zu stellen, das Lokal vorübergehend zu verlassen oder an Eidesstatt zu versichern, daß Sie über dasjenige, was hier verhandelt werden wird, unverbrüchliches Still-, schweigen zu wahren bereit sind. E bandelt sich um ein Geheimniß, dessen Ausnutzung jedem Eingeweihten zu großem Reicht humc und gewaltigem Einflüsse auf die menschliche Gesellschaft verhelfen muß. Jedem von uns ist ein Grafentitel und mehrfaches Millionär thum sicher." ' Der Angeredete blickte um sich und sah lauter feierliche Gesichter, aus denen sich eitel ernste Augen auf ihn nch teten. Ich schwöre!" sagte er, zilternd vor Aufregung, dasjenige zu erfahren, was kolossalen Reichthum, bedeutenden Ein fluß und den Titel Graf" verhieß. So ersuche ich den Grönland fahrer Professor Dr. Erich Räude, das Wort zu ergreifen." Professor Dr. Räude erhob sich und sprach: Als ich neunzehn Monate in Gronland weilte, lag ich eines Tages im Skagasiord mit drei Eskimos der See Hundjagd ob. Die interessante Beschäf tigung nahm unsere Aufmerksamkeit derart in Anspruch, daß wir das Nahen eines gewaltigen Eisbären nicht wahrnahmen, der hinter unserem Rücken an das von uns besetzte Boot geschwommen kam, plötzlich die Äordertatze auf dessen Rand legte, den Vorderkörper aus dem feuchten Elemente schnellte und mit dem mächtigen Gebiß einen meiner Begleiter, den mehr denn siebzig Jahre zahlenden Kamatok Arpurset faßte, und mit demselben in die Tiefe glitt. Zur Besinnung kommen, meine, Kugelbüchse in Anschlag bringen und nach der Geqend richten.

wo ich das Auftauchen ,des Säubers vermuthete, war das Werk eines Augenblicks. Die Visirlinie eine Wenigkeit nach links verlegend, gab ich Feuer. Der, Bär bäumte sich hoch aus und ? verschied fast unmittelbar nach dem Empfange der Kugel. Kamatok Arpurset hatte nur eine geringe Berletzung erlitten die Eskimos tragen aus Seehundsfell gefertigte Ober- und Unterkleider und konnte ohne Schwierigkeit ans dem Rachen des todten Bären befreit und in's Boot gehoben werden. Seit jener Stunde war mir der Alte Mit Leib und Seele ergeben. Derselbe nahm einen hohen Rang unter seinen Landsleuken ein. Er war Angekok poglik, d. h. ein Zauberer ersten Ranzes. ' Nach ' eskimolicher Ansicht kann derjenige, her bereits den Rang eines subalternen Angekok inne hat, nur da' durch ZUM höchsten Grade gelangen, daß er von einem heiligen Bären übersah len nnd in das Meer getragen wird. Der heilige alte Herr wich mir von Stunde an uicht von der Seite, lS mir jeden Wunsch von den Augen ab und machte mich eines Abends, als ich. einer tollen Laune nachgebend, seinen Schlund gründlich mit Rum ausgespült hatte, zum Mitwisser eines Geheimnisses, des sen enorme - Tragweite mir im Nu einleuchtete. $ ftlli Der Alte behauptete, sich im Besitzt eines Elixirs zu befinden, vermittelst dessen man im Stande sei, zeitweise dem Leben entfliehen zu können, um wieder in dasselbe zurückzukehren. Ich lachte dem Kerl ins Gesicht. Da nahm er mich ins Schlepptau und führte mich aus seiner Hütte in eine hmter derselben' befindlichen Felsenhöhle. Dort zeigte er mir den. zu einer Eisstatue tfrorenen Leichnam seiner wie ich von zuverlässiger Seite erfahren , hatte vor zwanzig Jahren verstorbenen achtzehnjährigen Tochter. Er belud seine Schultern mit demselben, trug ihn in seine Hütte und legte ihm unfern eines brennenden Feuers auf die Erde. Etwa zwei Stunden lang setzte er' bald die rechtes bald die i linke Seite des Kadavers den Flammen aus, bis derselb ,",'nd zwar zu meiner erheblicher V erwunderung Zbas Aus sc h en ein tl soeben W angenommen hatte

Hieraus , begab er suh in, einen Wmkel, behackte dort mit einem kleinen Beile den hartgefrorenen Boden, erzeugte ein zwei Fuß tiefes Loch und entnahm dem. selben ein mit gefrorener dunkler Flüs fkgkeit gefülltes Glasfläschchen. ,Dasselbe erwärmte er zwischen den Händen und horte zu manipuliren auf. ' als das, braune Naß leicht, zu schäumen begann.' Von diesem träufelte er , ich zählte genau ; , fünfundzwanzig Tropfen in den Mund der Todten. , Nach ungefähr einer Viertelstunde nahm ich an derselben leichte Athemzüge wahr. Nach weiteren dreißig Minuten hatte hie Erweckte, die Augen geöffnet, sich emporgerichtet, ' das .Antlitz u dem Feuer zugewendet . und mit sanfter Stimme: Gib' mir Thran, Vater!" gebeten. , ', ; . : , ...... : &tt Alte reichte ihr eine Kanne des begehrten Trankes, welche sie an, den Mund setzte, um einen herzhasten Zug zu thun. Dann wendete sie ihre BUcke mir zu und .fragte -Weist der Fremdling?" Der Väter befriedigte ihre Neugierde und , erzählte, daß ich ihm das Leben gerettet. Saekika -- so lvär das Mägdlein geheißen, spendete mir dankende Worte und süßeres La -cheln, als ich es jemals auf eskimolichen Lippen thronen sah, gähnte zu mehreren Malen, schloß die Augen und schlummerte ein. Unterdessen hatte Kamatok Arpurset in einer anderen Hüttenecke herumgepickt und einer erzeugten Grube ein zweites Fläschchm entnommen, welches,, wie das erste,? so lange erwärmt wurde, bis seine Füllung in Fluß gericth. Dieselbe hatte röthliche Farbe. ; Dreißig Trovfcn träufelte der Alte der Schlafenden in den Mund, worauf die selbe nach und nach zu athmen aufhörte .und schließlich in den todtcnähnlichen Zustands zurückverficl. Der Zauberer aahm die Leblose in die Arme und trug sie dahin, von wo sie geholt worden war. Als er zurückgekehrt, erklärte er, die

, - lmihilliii. Tochter bis kurz vor femem lrdv schen Ende schlummern lassen, zu wollen, damit sie zu dieser Zett noch jung sei und einen Beschützer finde, ch ließ mir mittheilen, auf welche Welse die beiden Wundertränke hergestellt werden, und experimentirte und probirie so lange, bis lch dieselben in Vollkommenheit zu destillircn verstand. Nachdem ich mich überzeug! hatte, saß meine. Fabrikate in derselben Unsehlbarkeit wirkken, wie die von Kamo kok Arpürset gebrauten, schiffte ich mich zur Rückkeüt in die Heimath ein, das Bewußtsein im Herzen tragend, mich im Besitze eines Geheimnisses zu befinden, dessen kluge Ausnutzung mir nicht nur zu großem Reichthum?, sondern auch zu gewaltigem Einflüsse auf die Geschicke der Menschheit verhelfen müsse. Ich Weiß,' daß lueinen Auseinandersetzun'gen allseitig Glauben dargebracht wird erachte aber für geboten, die Wahrheit des von mir Mitgetheilten in einer äsmonstratZo ad ociilos darzuthun. Ich setzte mich in Grönland in den Besitz eines vor circa zwei Jahrhunderten eingeschläferten jungen Mannes, den ich begünstigt durch die gegenwärtig herrschende Kalte aus dem Skagasiord ach Berlin transportiren konnte. Der Bewußte befindet sich in einer im Gü terschuppen der Hamburger Bahn niedergelegten Kiste. Ich bitte die Herren, eine Commission zu wählen und dersel ben den Auftrag zu ertheilen, die he treffende Kiste morgen m Empfang nehmen und hierher trauslociren zu wollen, wo Punkt acht Uhr Abends die Trweckung des Eskimo-Jünglings aus feinem Kunstjchlafe vorgenommen werden soll." Seine Worte fanden Zustimmung. Genau nach festgesetztem Programm vurde verfahren. Mit der Kiste neben dem Rosselenker fuhr die in einer Droschke untergebrachte Deputation der Brüderstraße zu. . Dort harrte man ihres Kommens in Sehnsucht, dort kauerte zugleich ein als Zskimo - Jüngling maslirter fünfzehnjähriger Bengel hinter einem der großien Weinfässer, in dem Gedanken schwelzend. Mitwirkender in einem köstlichen Scherz zu sein und fünf blanke Thäler in Aussicht zu haben. Er hatte von der Druckerei der Vossischen Zeitung, in der er als Setzerlehrling bcdienstet war, für einige Tage Urlaub erhalten, um unter Leitung von Professor, Dr. Zkaude Alt-Grönländisch" zu studiren and die Rolle zu erlernen, die ihm auf den Leib geschrieben war. ,, Ein eifriges Mitglied der Tafelrunde", ein nam-, hafter Portraitmaler, hatte die Wachs tgur dem durchtriebenen Lehrling Fritz Neubert in einer Weise ähnlich gemacht, daß der Pseudo-Eskimo und die Wachsfigur die Aehnlichkeit von Zwillingen besaßen. ' liT !.' Im fässerbegrenzten Mittelgange der Baumanns - Höhle" wurde die Kiste niedergesetzt, um welche, der Nordland fahrer mehrere Suppenteller stellte. In dieselben goß er bereitaebal:een Brennfpiritus, entzündete ihn griff in 1 die Brusttasche, fingerte eifng ihr bernm und rief ängstlich Die Tinkturen! Die Tinkturen! Dieselben befinden sich in einer Tasche meines 1 im Lessingstüblein , hängenden Ueberziehers Schnell! Schnell!" Der Buchhalter voran, stürmte dik TKselrunde" dem Kneipgemache zu. In Blitzesschnelle wurde unterdessen bie Wachsfigur von dem Küfer in das Dunkel eines unter seinem Verschluß, stehenden Verschlages getragen.. Ju demselben Augenblick sprang Fritz Neu- . . 1 : r ? ... m ... rj t. f. - i . TV verr aus i ein e m 5 ern eae uns ! verrere sich an Stelle des plastischen Werkes. Als die Verschworenen mit den verlangten beiden Fläschchen zurückkehrten, lag der Schlingel starr und steif in der Kiste, umspielt von dem gespenstigen Lichte gackernder Spiritusflammen. Prozessor Dr. Räude nahm das mit bunklzr Flüssigkeit gefüllte kleine Gefäß in die Rechte, kniete neben Fritz nieder und träufelte ihm 25 Tropfen in den leichtgeöffneten Mund. ,, Der Bengel machte seine Sache vortrefflich. 1 Er rühmte sich nicht, ließ das

f$ö - Nichts mehr und niÄö, weniger als alter Portwein den Weg in den Magen nehmen und athmete während mehrerer . Minuten unhörbar. Dann seufzte ' er leise. Nachdem er weitere drei Minuten regungslos ' verbracht hatte, öffnete er die Augen seufzte zum andern Male' und legte langsam die Rechte auf das Herz. Hierauf lächelte er und machte Miene, eine Drehung nach seitwärts auszuführen. Da ihn aber hieran die Enge der Kiste hinderte, richtete er den Oberkörper empor, blickte wild um sich, schauderte und rief: Fablunät!" zu deutsch: Weiße Mw ner!" - Professor Dr. Räude reichte ihm die Hand und nöthigte ihn, die Kiste zu verlassen. ZögernL kam ber Junge dem Ersuchen nach, scheu auf die zu seiner Erwärmung verwendete Spiritusflamme sehend. In geläufiger Eskimospräche redete der Grönlandsahrer zu dem Erweckten, welcher den an ihn gerichteten Worten ein wehleidiges Schütteln des Kopfes entgegensetzte. Der Skrälinger verstand den Germanen nicht. 1 ": ' Der Gelehrte blickte argwöhnisch. Plötzlich laKte er und sagte: Kein Wunder, daß mein Grönländisch dem Knaben spanisch vorkommt! Zu seinen Lebzeiten mag eine ungleich Wandere Eskimosprache üblich gewesen sein. Versuchen wir, uns mit dem Jünglinge in dem Idiome zu unterhalten, wie es der im ersten Drittheil des vorigen Jahrhunderts aus Grönland. wirkende dänische Missionär Hans Egede in seinem Werke: Das alte Grönland im Jahre 1742" niedergelegt hat. Führen Sie den Jungen nach oben, indeß ich nach Hause eile und Hans Egedcs Perlustrütion herbeihole!" Fritz! Neubert wurde von den Kum panen der Tafelrunde" in die Mim genommen und in das Lessingstüblein geleitet, wo er auf emcm Schemel zwischen. seinen Erweckcrn Platz nahm Mit kecker Hand ergriff er das Schop peuglas. des Buchhändlers, setzte es ar. den Mund und leerte es in einem Zuge. Hierauf sah er den verdutzten Geizhalsdurchdringenden Blickes an und jagti artig: Schaute!" Die Verschworenen hatten Mühe, eil Lachen zu unterdrücken. Fri Neubert erkannte, er habe sich , zu einer arger Unvorsichtigkeit hinreißen lassen. Deshalb ergriff er die Gläser seiner Nach' barn zur Rechten und Linken, nippt, an beiden und sprach höflich: Schaute! Schaute!" Der Bengel sagt zweifellos : Danü schön!" meinte der Vcaler. Schaut heißt aus Altgrönländisch entweder Danke schön!" oder Wohl bekommt ! Ein allerliebster Kerl! Er soll leben'. Er lebe hoch! hoch! Und nochmals hoch!" ,, In Fritz Neubert schlummerte ernt Schauspielernatur. Anscheinend entsetz! über das Geschrei der Männer, sprang er empor, flüchtete in eine Ecke und wimmerte herzzereißend. Erst als Professor Dr. Räude mit dem in Schweinsleder gebundenen Buchlein eintraf, legte sich seine Erregung. Aufmerksam betrachtete er die dem Werke beigegebenen Kupfer, grinste vergnüglich und. kauderwälschte , in einer Weise, welche Niemand verstanden haben würde,. wenn Professor Dr. Räude nicht den Dolmetscher gespielt hätte. : Die Frage, was in Zukunft mit dem Knaben zu beginnen sei, rief lebhafte Di.ussion hervor. , Schließlich wurde man einig, ihn vorläufig einschläfern und im , Eiskeller eines benachbarten Schlächters kaltstellen" zu wollen. , r, Am eifriz stzn drang Buchhändler Fritsche auf die Ausführung dieser Idee. Einmal befürchtete er, die Verpflegung des Knaben könne Kosten verursache und, das andere Mal wollte er sich mit eigenen Augen überzeugen, Professor Dr. Räude befinde sich nicht nur, im Besitze einer belebenden, sondern auch in dem einer einschläfernden Tinktur. Demzufolge reichte der Nordlandsahrer dem Knaben dreißig Tropfen aus dem mit röthlicher Flüssigkeit : gei füllten Fläfchlein dasselbe enthielt unschuldiges Himbeerwasser woraus Fritz Neubert mU Virtuosität zu gähnen, mit den Augenlidern zu klappern" und Kopsbewegungen auszuführen begann, welche andeuteten, er trage Verlangen, einen guten Schlaf zu thun. Schließlich, reckte und streckte sich der Schelm, ließ seinen Körper Steise und Geradheit einer Richtlatte annehmen und athmete so leise, als ihm möglich war. .., " . " . Ohne Anastasius Fritsche Zeit zu gewähren, den Zustand des Entschlafenen näherer Prüfung unterwerfen zu könneu, . nahm der Naturforscher den Starre heuchelnden Buben in die Arme und "ging von dannen, mit derErtlä rung, ihn in die , Kiste , zurücklegen zu wollen, welcher er entnommen worden. Ihm folgten alle Mitglieder, der .Tafelrunden , An ihrer Spitze marschirte der Leibarzt, die den Keller er leuchtende, Petroleumlampe in der Rechten tragend. , , Die Lampe besaß einen Reflektor, ; so daß es dem Mediziner keinerlei ' Schwierigkeit bereitete, sie einige Sekunden lang so zu halten, daß der vorausgehende Naturforscher Fritz Neubert tV einen Nebengang entspringen und die Wachspuppe in Empfang nehmen konnte, welche ihm von dem bereitstehenden , Küfer gereicht wurde. Man manövrirte so brillant, daß Niemand den ausgesührten Trug wahrnah'mi'l 3jf$fis s(ip.,,aiir . .Die ,! Herren erstaunten demgemäß nicht wenig, als Professor Dr. Räude seine. Bürde , dem zu ihrer Ausnahme beimmten Kasten überantwortete. Mit Hilfe von , sechs Siegelrittgen und drei Petschaften wurde ein Verschluß hergestellt. , Der Buchhändler ließ die werthvolle Truhe durch herbeigerufen e Dienstleute zu,,dem unfern wohnenden Hof. schläch!er H. schaffen. Indeß derselbe den Zug begleitete nahm die Tafelrunde wiederum i Lessingstüblein Platz und pflog über, das fernerhin Vorzu--nehmende Rath.

.''i,f!i!i-,ii in i b , ,; i, i . ' t ,i,is:r,ii!' i'j ,A Nach kurzer Debatte ergriff ein Gym-. tasial-Oberlchrer das . Wort, aber auch Aapierttelches.ereinerÄrieltafei mtnommen hatte.und erklärte in halblaut ttsührter Rede, einen in 'griechischer Sprache entworfenen, Kontrakt verfaßt zu haben, nach welchem die Tafelrunden ich , verpflichtete, von ihren Mitgliedern, beigesteuertem Gelder, den Händen der ; Vittwe Agnes Mornhacke. geborene Pritsche, unter der Bedingung zu schen en, daß sie diese!ben zun Erziehung ! hrer Kinder verwende. ,s .: ,. Diesen Kontrakt unterzeichneten Alle md schmunzelten über die isehr freie Art rnd Weise, in welcher der Philolog das Dokument in's Deutsche übersetzte. Aus Grund seiner Uebertragung schoß die .Tafelrunde" Kapitalien zur Ausbeulung eines Unternehmens zusammen, sessen Charakter jedem Mitgliede, be-, kannr war, und verpflichtete sich Prozessor Dr. Erich Räude mit dem Gelde iach Ermessen schalten und walten zu lassen. In mündlicher Uebereinkunft vurde festgesetzt, Anastasius Fritsche Zabe die von ihm zu zeichnende Summe wll einzuzahlen, indeß alle, klebrigen lur verpflichtet wären, ein Prozent der )er von ihnen' notirten Werthe an die Vässe des Nordlandfahrers abzufüh-. ten Der in die Baumanns -Lohle" zu. mckkehrende Buchhändler wurde mit der Nachricht empfangen, Professor D., ein bekannter Bildhauer, sei durch den rattgehabten Erweckungs- und Ein'chläferungsakt zur Stiftung einer Sektiowle begeistert worden, mit deren An sehen man bis jetzt gewartet habe. Noch ehe die perlende Weinmischung m ihre Adresse befördert worden wär, !rug der Contrakt die Unterschrift aller Versammelten und hatte Anastasius' Zritsche, gleich den anderen Herren, zreitausend Thaler gezeichnet. Da Professor Dr. Räude erklärte, flüssigen Kapitals bald zu benöthigen, wurde er irsucht, die gezeichneten Gelder am nachKen Tage in Empfang zu nehmen. Dem Bücherverschließer schwoll der Vamm, als man ihn zum Vorsitzenden ünes eingesetzten Äussichtsrathes erannte. Jetzt war er des felsenfesten Glaubens, binnen Kurzem ein mit' Millionen gesegneter und mit Ehren überladener Graf zu sein. Er siel aus allen Himmeln, als sich venige Tage später seine Schwester llgnes für dreitausend vierhundert und 'ünfzig Thaler bedankte, welche ihr durch Vermittelung von Professor Är. Erich Räude, ordentlichem Mitglied der , in der Baumanns - Höhle" lagenden Tafelrunde", übersendet wor(1 Len waren. Aber tämmerlick wurde chm zu Muthe, als der Leibarzt, den er sofort aufsuchte, harten Tones ihm ausünandersetzte, er würde klug daran chun, den Mund zu halten, da anderen jalls ganz Berlin, seinen Rcinfall" erfahren und belachen werde. Geklagt hat Anastasius Fritsche aicht. ', Aber die Tafelrunde" lag ihm fortan im Magen. In der Baü-manns-Höhle.ist er niemals wieder gesehen worden. ' ': Wen er aber wie die Pest fürchtete, war Fritz Mubert. Der Junge strotzte von Tücke. Oftmals steckte er das Hohnvoll lachende Angesicht durch die offene Thür der' Fritfche'schen Buchhandlung and rief mit gellender Stimme Schaute!" oder Kablunat!" zur Velustigung von Gehilfen und Lehrlingen, die aus der Ferne hatten davon läulen hören, in welcher Weise man ihrem nlzigen Prinzipal eine Nase gedreht zatte. Der wandernde Ueberzicher. Ein drolliges Rezept, wie einer ohne Veld nicht nur sich selbst, sondern auch roch einigen Freunden einen vergnügZen Abend machen kann, lieferte jüngster 5age ein der Kunst angehöriger lusti-,, zer Kumpan in Wien. Er saß beim .goldenen Kegel" auf der Wieden, aß lnd trank nach Herzenslust und als zu-. Mig einige Bekannte in's Lokal kamen, lud, er sie zu Tische und regalirte sie mit tinlgen Litern. Dann kam's zum Zahlen; der splendide Mann halte aber kein Feld bei sich, sondern nur einen,' allerzings funkelnagelneuen Ueberzieh er, en er frohen Muthes dem Kellner für die Zeche, die netto drei Gulden betrug, pfandweise überließ. Nach Hause gohen, wäre in vorgeschilderter Situation das sllügste gewesen; anders aber that der Mann unsererGeschichte: er schleppte sie Freunde unter der, allerdings nach dem ebenvorheroegangenen etwas unglaublich klingenden .Versicherung, daß :r für die Zeche aufkommen werde, in un nahe gelegenes Cafe. ' 1 Dort konsumirte die kleine Gesellschast einige Kaffees und Schnäpse;" als rber die zahlende Stunde" geschlagen, rief der. findige ! Mann den Zahlmar zueur herbei, erklärte demselben in ernjieit Worten, daß er sowie seine Freunde keinen Kreuzer für die Zeche bei sich hatten daß fr aber einen trefflichen Weg wisse, wie die kleine Differenz in tller Liebe und Freundschaft ausgetra zen werden könne. ..'Im Gasthause .beim Kegel" hänge ein , prächtiger lleberzieher, der um die Bagatelle von irei Gulden dort ; eben versetzt worden Zei. Der Marqueur möge die wenigen Schritte!, nicht scheuen,! den Ueberzieher luslöfen , und ihn einstweilen als Deckungsobjekt verwahren. Nach kurjem Ueberlegen ließ sich der Marqueur in der ihm proponirten Transaktion herbei und die Freunde verließen, in hem gehobenen Bewußtsein, ehrlich geiahlt zu haben, das Eafee um sich ieim Wemgartl" noch an einigen Krü;eln tresslichen Pilsners zu erlaben, zu .eren Bezahlung nochmals der Ueber jieher in der bereits zweimal gefchilderlen Weise herhalten mußte. 1 Dort aber ,lieb er dann definitiv in Verwah:ung", der wandernde Ueberzieher, da hie auf demselben mtabulirte Summe nittlerweile auf sechs Gulden angewach ken war und eine neuerliche Steigerung tarn doZ, bedenklich sckien. KBfx eiß, vo er noch ! ''. , -

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2tt moderns Schleier. r Ein Regenidyll in 5 Bildern mach - ! bekannten Operntexten. - Einsam in trüben Tagen Eine holde Dame. (Lohen (hugenott :umimi Kommt em schlanker Bursch gegangen. , Ernichui.) V l. m rMein schönes Fräulein,dürft ich's wagen. Euch Arm und Geleite anzutragen? y - (Faust., Laßt mir, ich bitt' .Euch, 0 laßt mn sfisrifrt" den Schleier cTemplsr nd Ikdin Werft das Scheusal in die Wolfs, schluchl!" GreiZchÜS.

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Johann SebastianBachi Vater, , Johann Ambrosius, damali Hof-'und Stadtmusikus in Eisenach hattet einen Zwillingsbruder, Johan, Christoph, der , Hof- und Stadt-nusiku! in Arnstadt war. Diese Zwillinge sinl vielleicht die einzigen in ihrer Art unr die merkwürdigsten, die man kennt. Su waren einander , so ähnlich, daß selbf ihre beiderseitigen Frauen sie nich anders, als durch ihre Kleidung vo, einander unterscheiden konnten; sie.Üeb ten sich auf das , Zärtlichste; Sprach, und Gefinnung, der Styl ihrer Musik, die Art ihres Äortrags, ihre sonstige! Lebensneigungen ,u. f. w., Alles wa: einander gleich. ,; Weitn Einer kran war, war es der ' Andere mit; auc! starben sie bald nach einander. Su waren ein Gegenstand der Bewunderung für Jeden, der sie sah. Aus dem Bach 'schen Geschlechte sind über fünfzig an erkannte Tonkünstler hervorgegangen Sebastian, der berühmteste, hitte allcir elf Sohne, die sich der Tonkunst erga ben, so , daß man scherzweise ,' zu " sage, pflegte: Die sächsischen Bäche rausche, "MMuC Jean ' Pau l. Eine jungi Dame, die eine Verehrerin Jean Pautt war, befand sich einst, ohne es zu ahnen in einer Gesellschaft an seiner Seite Der übelgelaunte Dichter war nichts we Niger als galant gegen seire Tijchzenoj sin und ebenso kurz in Worten. Mav brachte seme Gesundheit aus, und leb haft ergriffen, wandte sich die Dame z, ihm: Wie, Sie sind der Dichter, dcsstt Werken ich die schönsten Stunden ver danke?" Beschämt küßte Jean Paul ihr. Hand, indem er sagte: Ich bin de, Verfasser der ,Flegeljahre', aus den ich Ihnen soeben einige Züge gab." , Wer auf errungenen Lot teeren ausruhen fctflü tei clt f(tttri hirntit

,,: JU ; Die Vollendung des Mcsra v Kanals. ' ;- r :i

Cm großer Kontrast 'in, deö'Ach w:e hit Turchstechung des 'Sicarsgua-Ka-nals on den AmerikanttttMieHanb genommen, wurde l und : , durchgeführt wird, gegtü das 'Vorgehen ' dör Iranzosen auf der Landenge von Panama! Hier, in den verschlämmtenÄetten,,, deK,Z Chagrcsslusses liegt iM iMMMM überwuchert von Schlingpflanzen. Arnj NicaraguaKänal dagegen angestrengte fieberhafte Thätigkeit, die trotz der un-' günstigen Haltung des letzten Congresfes der Ver. Staaten nicht im Geringsten erlahmt ist. ., Aus unserer Zeichnung erblicken wir in dessen westlicher Section das Terrain des Kanals, nämlich zwischen dem west lichen User des Nicaragua Sees und dem projectirten Hafen von Brito. In Brito, am pari fischen Ocean, sollen ge waltige BüggerarSeiten ausgesübrt wer den, denn' für große Handelsschiffe ist das Fahrwasser hier zu Zeicht. Dort Zwv schen den zwei Vorgebirgen, zwischen denen es eingeschlossen liegt, zieht sich eine Sandbank hin. welche feet der Ebb offen Zu Tage tritt. Zwischen Brito und dem See von Nicaragua muß dik schwerste Arbeit gethan werden. Ein System von sechs Schleuse wird hier angelegt, und zwar bis nach dem sogen.' Tola-Bassill. Die Kosten dieser westlichen DiviNo sind auf N7,52ö,417 veranschlagt. Dieses Tvla - Bassin ist von höchster Wich tigleit, und dient gewissermaßen als ei nothwendiges Anhängsel zum Hasen von Brito. Wenn man vom Ufer des Sees nach Westen zu schaut, erblickt man eine anscheinend stach zum Still Dccan verlaufende Ebene. Nach ein, ständigem Ritte erreicht man die höchste Erhebung zwischen dem See und dem Ocean, welche 43 Fuß über dem Nicaragua und 153 10 Fuß über dem Meeresspiegel liegt. Das Tola-Bassin, welches in dem Verticaldurchschnilt deutlich kennbar wird, ist bestimmt, als Reservoir für das Schleusensystem zu die, nen. Die Kosten der Abdämmung die ses wichtigen Wasserbehälter 577.520 betragen. Der Zufluß deß ' Bassins stammt aus dem Tola, Flusse., welcher in seinem Laufe aufgepaut wird i und so die Senkung ausfüllt. Diese, künstliche See entspricht also in der Mri seiner Herstellung gmau dem bei Ochoa, welcher durch Abdämmung des San Juan-Flusses entsteht. DerTola-Teich erhält eine Länge von Fünf Meilen, während seine größte Breite zwei Mei len betragen wird. Auf der pacisisch Seite wird die größte' der drei, Schleusen angelegt, welche den SchiffSverkehH vermitteln. Die Anlage dieser, westlichen Divisio bildet das letzte Glied in dem gewalkt gen Unternehmett. Gerade die UeberWindung der geschilderten technische, Schwierigkeiten wird es zu dem glöw zendsten Triumphe moderner Wasserda. und Jngenseurlunst hebe. Heiteres. Herr Professor Dr. Muhelbach ist st zerstreut, daß ihm seine Gattin jedes mal, wenn er eine Reife antritt, auch txi , Verzeichniß seiner Kleider und Wäscht mitgiebt. 1 Mir einem solchen Zcttelchen in dn Tasche tritt er eines Tages fröhlich du Reise zur Philologenverfammlung an; verlebt dort heitere Tage und pack dann seinen Koffer, um die Rückreise an. zutreten. Er ist sich bewußt, diesmal seinz , Sachen in besonderer Ordnung gehakter zu- haben, gleichviel stimmt beim Ein packen der Aorrath mit dem Verzeichnis nicht. - Da steht 5 Hemden," er hat nm vier 4 Unterhosen", er hat nur drei I Anzüge", er kann nur zwei einpacken Ueber die fehlende Wäsche würde er siÄ trösten, aber einen ganzen Anzug kam er doch nicht ohne Weiteres preisgeben Er schlägt Lärm, aber Hausknecht unl Kellner betheuern ihre Unschuld unZ der Wirth weift ihn entrüstet, an du PoHe - - ' ' -M-?'f 'Zur Polizei mag der Herr Professor nicht gehen. , weil er von einer Anzeig undUntersuchung eine langeVerzögeruns seiner Abreise befürchtet. So ergiel, er sich denn seufzend in sein Schicksal, und, reist heim. , 1 Kleinlaut übergiebt er dort der Gab tin Koffer und Verzeichniß, ohne del Verlustes zu erwähnen und wartet stil' das Donnerwetter ab. Aber es entlädt sich nicht, im Gege theil, die gestrenge Frau belobt thu weil er diesmal Ordnung gehalten. Da! erträgt seine ehrliche Seele nicht. , , 1 Aber es liegen ja nur zwei Anzug, im Koffer!" gesteht er. Freilich ' nur zwei - den dritter -trägst Du ja am Leibe!" Am Leibe!" ruft M., wer hätte drei C5 vermuten jylleu?

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