Indiana Tribüne, Volume 14, Number 238, Indianapolis, Marion County, 17 May 1891 — Page 6

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.MS, ,k!"" """'ulliltliliUlijK l-i! Mein Oni.. tj lf ' K ' Ban . VeAich. ' war das schönste Wetter. Wie Pf ich auf die Straße komme, beginnt eS zu tröpfeln es tröpfelt und es tropft, wie ich weitergehe. ZielloK setze ichm einen Gang fort und gelange ohne daß ich es, eigentlich beabsichtige, in den "Park. Trefflich geborgen in der bunten Allee, schreite ick aus und nieder. Da ich bemerke, daß die Sonne sich wich Wahn gebrochen, nehme ich eine andere Richtung und bin plötzlich in dem großen Rondel, in dezfm Mitte, von Blu inen umkränzt, " auf grünschwarzem Syenitpostament die,, inarmorne Venus steht. Ein Zittern überfällt mich" X . iV ich habe das Gefühl, als sei sie in der Stimmung, niederzusteigen, auf mich zuzuschreiten und rt ihren Armen zu zerdrücken. Es mutz, ein elender Tod sein, huscht eS mirsdurch. den Sinn. der kalte Leib drängt sich an dich und du kannst nicht widerstehen. So heftig überwältigt mich diese Empfindung, daß ich fliehen möchte. . . .aber eine um sichtbare Gewalt zieht mich langsam vorwärts. ""!; Erst wie meine Füße fast an das Gitterchen stoßen, welches das Beet umschließt, weicht der Bann. Ermatte! burch die,,Äufregnng weniger- Augen blicke, lasse ich mich auf eine der Ruhebanke nieder, schelte mich au3 und versuche, über mich zu lachen. Noch habe ich mcht lange gesessen, als ein junges Paar des Weges kommt; die mit einfa-' eher Eleganz gekleidete öame lehnt sich matt auf den Arm ihres Begleiters .... ihre Augen sind voll Thränen .... ud jetzt, wenige Schritte von mir. bricht sie Zusammen: 'Ich springe auf ... . helfe sie unterstützen .... halb getragen von uns, gelangt sie zur Bank, auf der ich eben gesessen. Wir nehmen neben ihr Platz . s "4 'sie schluchzt . . . ; fröstelt .... greift mit den Armen um sich, wobei es geschieht, daß mir der Hut vom Kopfe fällt. Fortwährend wimmert sie dabei:,, O Louis Louis Louis. Und 'der Arme wie er sie so leiden .sieht," wimmert dagegen: ü Anita meine Anita." Ruhig wird sie zetzt .... ihr Lockenköpfchen schwankt nach rechts, schwankt nach links .... jetzt fällt es auf die rechte Schulter ihres Begleiters .... jetzt auf meine linke Schulter .... taumelnd ..wechselt, es dreimal, viermal . .-aufmemer linken Schulter bleibt es liegend Anita ist eingeschlafen .... Ihr' Begleiter steht auf und schüttelt sich, als ob" er friere. Einen Bruchtheil meiner 'Se ligkeit würde ich hingeben, könnte auch ich mich erheben. Er ringt "die H ändel . . . als freier Mann, 'kanner'' die " Hände ringen. im.i. Ich freue mich, Ihre Mrthe 3 kanntschast zu machen," wendet er 'sich M mir mit einer Stimme, die vor Auf regung zittert. Mein Name-ist .Popanzki, Graf Popanzki. "zy. yy::: Um die holde Schläferin nicht zu storen, verbeuge ich mich nur. in Gedan ren. x Sie müssen wissen, daß wir seil neun Monaten auf der Hochzeitsreise sind. Am Vormittag des siebzehnten Oktobers vorigen Jahres um elf Uhr dreiunddreißig Minuten, verließen wir auf der Jacht meines Schwiegervaters, des Präsirenten von Guatemala, Kingstown und durchquerten. . . . ich hoffe, ein ander Mal Gelegenheit zu haben, Jh-, neu von unserer m jeder I Beziehung interessanten Reise zu erzählen, deren Beschreibung also ein anderes Mal davon. Wir haben wahrhaftig keine. Abenteuer gezuchtz vielmehr waren öle Abenteuer so aufdringlich, uns zu suchen. In Californien, unweit von El Rosario, begegnete uns durch romantische Laute angelockt, waren wir in, den Urtvalb gerathen begegnete -uns" eine junge Löwin .... eine Löwin, mein Hrr I M urzum seit diesem Augen--ducke versaut meine Frau, und stets zur unrechten Zeit, in Krämpfe, die übri gens, trotzdem sie mich sehr ausregen, nichts weiter auf sich haben....,Jn der Regel gehen sie schnell, vorüber ; sünf, sechs Stunden Schlaf. . ?C.Wollen Sie gütigst auf kurze Zeit der Frau Gräsin als Stütze 'dienen, während welcher ich eine Droschke hole? Heute Abend müssen Sie im Englischen Hof" unser Gast sein. Aus W:ederiehn! Ich bin gleich wieder hier." y.:miy-.,i; 1 f ' . - p-'U i'j ijvi;:'r " " Um die Ruhende nicht zu wecken, wage ich kaum zu athmen . I ; . Erregt sich ganz leise. . . .. Zch.glaubedajch - meinen Gedanken Schweiges gebiete? muß .... mein Denken ffkaMwe tttstt ken. So, sitze :ch, ibttinfi iedankns stumm da, '.vor mir d.?j blendende Cvpria ruhend, auf meiner schme-czen den Schulter das Föpschenier Tochter des Präsidenten von Guatkaka Auf meinem unbedeckten Z Scheitennt die! Sonne. . eine Stechfliege , sitzt aus 'meiner Nase, ohne daß ich mich getraue, sie fortzujagen...., .deutlich hörte ich 'hinter mir Kichern und' kann mich nicht einmU umwenden. Ein zerlump- - ter Junge kommt aus einer der Seiten lleen.. . . gerade, auf uns zu. . . la !chcud bleibt er vor un5 stehen. Wenn ich ihm ein Wortlein sage, : wird meine Echuhbefoblene ja nicht gleich aufwachen . . . . schließlich ist Jeder sich selbst , der Nächst " Ammmmm :W:&ä so gut, ; mem Sohn," flüstere itch, mir den Hut aufzulangen d da.... ich;anfeirg::g auf." öisfkö ' :mm am-; Was thut die Teufelsranze? Sit , laust fort mit meinem Hut. Wahrhaf' tig, Herr Graf Popanzki, ich habe das Adenteuer'uicht gesucht, Gott ist mein Zeuge. Sie waren so außerordentlich gütig, es mir aufzudrängen. Was soL ä jetzt aus mir werden? Mein Hut, mein Kleinod . . . Wie ' die Sonne brennt ! Mich dutsiit Aus! den :ow-rtimt der Schweiß. Ich bin gesotten. Und die Schulter erlahmt mlr. Qualen erdulde ick, wie die Schaaren MoseS in de?.Wüste.'LsL!!Z? Menschen kommen d gehen vorüber, sehen :ich so sonderbar an, halb . . . " t. ':

ÜliilHli.ÜlüiHMilülÜülSi'1 'lift ',Ü!!s"-iO!!! iK;H!a;!!:!;!i!;';;;;;ii!;i!:ii:!i:iiK!ii! 3 herausfordernd Md' halb' mitleidig. O Gott!' ' ; :i , - . Elf Uhr schlug es vom Dom. . . be stätigend, daß es elf Uhr sei fallen die Glocken der anderen ' Kirchen ein .... jeder Schlag, wie er brummend in mein Ohr fällt, dringt mir durch Mark und Bein. Es ist - sonderbar: . ich werde angefleht, den 'Mund zu halten; aber das dumpfdröhnende Durcheinander so vieler mächtiger Rufer, stört nicht im Geringsten ihren VärensHlaf. l Sj Langmüthig war ! ich, wie -nur ein Engel des Himmels sein kann 7. '! 1 mit einer Geduld, über die ich selbst staune, trug ich 'meine ' Last.' Die' Fremde" ist jung, ist schön, ihr unschuldsvolles Gesicht l,at etwas wundervoll Rührendes. So herzlich bat mich der Graf. Weshalb aber, nahm er mcht meine Stelle ein, wie eZ ihm zukam? Leichter ist es, eine Droschke zu holen,' als solche Pein zu ertragen. .'Merzw'eiflungsvoll, Ähne zu bedenken, daß dadurch ein Unheil geschehen könnte, sch.lttle ich mich. Die Schone schlagt die Augen , auf . .welche Augen! Aus dem blassen Gesichtchen, über welches ein Lächeln voll Huld und Reiz sich breitet,' leuchten sie in merkwürdigem Glanz und sehen mich bang verwundert an. Wie sie sich aufrichtet, wie sie zu mir spricht, vergehen mir sast die Sinne. Verloren in ihrem Anblick, höre! ich kaum, was sie spricht. Ich entsinne mich nur, daß e5 nicht die üblichen Wortewaren: Wo bin ich? Aengstlich forscht sie nach ihrem Gemahl. J Besorgt um Sie, ich kann wohl sagen, erschüttert, machte er sich auf) eine Droschke zu holen. Es ist etwas lange her..." .. Seme Sorge um mich grenzt an das Wunderbare. Ein Unfall, der mich betrifft, geht ihm so außerordentlich nahe. daß er sich seiner selbst nicht mehr mach tig suhlt. Auf unserer Hochzeitsrelje begegneten wir einmal, es war, in der Nähe von Singapore, wo wir nieine Schwester besuchten einem Tiger. . .." Habe ich den Herrn Gemahl recht verstanden, so war es im Urwald unweit von El Rofario. . . .eine junge Lowm verurzachte Ihnen solche Unruhe, daß Sie in Krämpfe verfielen, .y: ' Bei Singapore, mein Herr. . . . Die Hitze Peinigte uns fürchterlich . ..und ji r jl L i r. . ' -' - 5- . ' ic cyivore,' caß es. em lger gewesen ....er fletschte die Zähne und war gräßlich Anzusehen v:die Haarfeines ' getigerten Feue si sträubten sich. ...auch uns sträubten sich die Haare. Aus die' sen Verwechslungen, meines , Gemahles können Sie entnehmen, daß mein Unfall, der ' sonst nichts weiter auf sich' hätte, ihm außerordentlich .nahe ging. Haben Sie die große Güte,? mein Herr, mich ein Stück WezeS zu begleiten, damit ich mich aus dem Park. heraus sinde. Sie sind so liebenswürdig .".'..und so höflich Aber bitte bedecken Sie sich doch -' ' Ich erzählte, weshalb ich gerade dien Forderung zu ersüllen'äußer Stande sei. Sie bedauert und lacht dabei.' Gestatten müssen Sie mir, aus ntei.: nen Händen einen neuen Hut anzuneh-, men einen hellbraunen, wenn lch b:t. ten darf. . . .hellbraun ist meine Lieblingsfarbe. HeutÄbend gegei. 8 Uhr erwarten . wir Sie im Hotel Zu den vier Jahreszeiten" .... ich , bitte um Ihre Adresse, damit wir Nachricht ge-. i;.f je.. ns.i .ml-l-:s vcii luiuuu, um iuciuic cu iuit ?ie empfangen.. ..und ich schmücke Sie mit dem Hut, den , Sie zum Andenken "an unser heutiges Abenteuer tragen sollen Freilich muß ich Ihr Maß haben 7 .7 erlauben'Sie." . ! - :-iit Aus der Tasche nimmt sie eine kleine Schnur . '. . .'ehe ich abwehren lannhät sie sich an mich gedrängt. ...mich überneselts....sie nestelt so lange.... ich höre dabei ihr Helles Lachen. , . ,. Vergessen Sie nicht heut Abend 9 - "" Sie hängt sich an memeir Arm Aus einem einsamen W ege, wenige Schritte von der Hauptallee bleibt sie stehen, i Von hier ab kann ich allein mich zurecht finden. . . . ; Ich an Ihrem Arm. . und Sie ohne Hut.. . .- was würden -die Leute dazu sagen? Unserer ewigen Erkenntlichkeit seien Sie versichert. Ihnen zu l danken nach der Sitte meines - He!math ' landcs, suhle ich mich georungen." ia-i s.:-r wc.:t r a . .föc, üicji.,ctyi;ißcstucii,.xüücieii uin schlingt sie mich . y ; küßt mich ... i es waren selige AugenbWe. V F i; ' Wie ein Träumender stehe ich da. MS ich mich endlich -umschaue, bin ich allein. Mein erster Gedanke ist: wie komme ich, "ohne" mich " lächerlich zu machen, nach Hause? Nahe 'am Ausgange des Parkes ist em kleiner Mützenladen.... für meine letzten paar Gro scheu erstehe ich wohl einen Ladenhüter. Um zwölf Uhr pflegt der Besitzer für , ! tf r t- J-'mfJL . kurze Zeit abzuschließen. Wenn ich mich beeile.... f y -,? '6:,' ' . .. " , ' "7,1 " Ich greife nach der Uhr. . . .richtiger gesagt: ich grnse m die Westentasche, wo sonst meine Uhr gewesen. Fort ist die Uhr:.7.sort die schone Kette, das Andenken an meinen seligen Vater. . . . memen einzigen Rettungsanker, wenn ich aar nichts mehr hatte und trüben ? 1 t c - '! .- p '' t - ' '" -.'!!! j vmnes eucy in oas Pianoyaus trug. Sollte die Tochter des Präsidenten.... pfui X Das ist ein UM-Uz Gedanke. Ich betaste mich, ob sonst noch Alles in Ordnung ' istf: Freilich ?meme? Glieder sind ganz.. . .aber mir fehlt... .außer Hut,;r,,Kette. naie! jfflcr hat mir das. gethan? Darüber bin ich , mir noch nicht einig. Die vornehme Dame.... das süße Geschöpf, m dezien Armen ich eben ge!e gen. . . .das mir dankte für meine Qua len nach der lieblichen Weise ' von Guztemala .... von vorn , herein ist das ' '' 0 !h ... U.M. . : , . m ".s.i'-s.i1; I "L .iÜl- : ,. ausgejchioizen! fHttfi Die Range, welche meinen Hut stahl , . .. die kann eS nicht gewesen sein, ich wuroe es za gemerir yaoen. Äver tin ter mir hörte ich Gekicher. . . . hinter mirMauert M er,!DiedT!wahrcnd?sch meinen Schätz bewachtes. Wur an ihn dachte . . . . weder nach vorn noch nach in t eri':;!;-s aö' i ;:: '',! 't o n tn't e tt;i:!I!,f feiger Dieb! st Heut Abend im Hotel werde ick

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treu' und wahr dem Grasen berichten,' was ich seinetwegen erduldet. Selbst verständlich erbietet er sich, wie es dem Cavqlier ziemt, mir das Meine zu er-' setzen, so weit dies möglich ist. Wie aber komme ich jetzt nach Hause. . . .Hutlos.. ..und der Weg ist so weit. ; t ? Damit es den Anschein habe, als hätte ich der Hitze wegen den Hut abgenommen, verschränke ich meine Hände auf dem Rücken. So gehe ich durch die belebten Straßen. x Endlich bin ich !in meinem Zimmer. Tiefaufathmend schreite ich lanze auf und nieder. Da tritt die Wirthin ein und übergibt mir einen Brief, welcher eben abgegeben worden. Derselbe tau ter: : : ' :;' " Mein liebenswürdiger Herr! Ihre Liebenswürdigkeit ist in der That außerordentlich. Sie in unserem Hotel zu empfangen, ' fehlt uns leider die Zeit, weil eben ein Telegramm ? au5 Guatemala eingetroffen ist, welches mei nen Mann in das Ministerium beruft. Da wir sofort abreisen, bin ich außer Stande, Ihnen einen Hut zu besorgen. Sie sollen aber ein reizendes Exemplar erhalten hellbraun mit einer Straußfeder wie bei uns die galanten jungen Herren .tragen. Der Minister grüßt. Ich werde Sie nie vergessen. Vergessen-auch Sie nichts i-.,,! ,,r , II . n - J s! , .i'i t ' '; Ihre ergebenste ir s Anita Popanzka. Brcslauer erlchlöhalle. f j;;!, -: Das Likörgenie. ,.;,!,mä! "i! ii . i Ich bin Sie. öerr KericktSrath. der kemiethlichste Mensch, den's haben thut!" versicherte der. Destillateur ii arl Drei" r . f c m r m , -. ,.....! jt. sug oem Niyrer.' ? n eiwzig, wo im kewäse bin sieben Jahr, Hot der Principal gesagt: Dreisuß," Hot er kesagt, .drinke Sie, wenn Sie wolle drinke Sie, soviel Sie wolle., 's, kehört zu's Geschäft: die Leite solle sehn, daß sich's drinke läßt, was wir braue." , , , , , , s Jl . itL u :.t. cn: ic tvuicu uiju, lUUlUU tct VHUfter das Wort, bei dem bettagten Bren ereibesitzer als Destillateur. 'beschäftigt und bezogen nebst freier Kost und Wohnung em Monatsgehalt von hundert Mark?" Stimmt Sie genau, Herr KerichtSrath!." sie behaupten,", sahrt der Richter fort,7der.Beklagte. habe Ihnen sür den letzten Monat, an dem Sie bet ' ihm gearbeitet haben statt hundert, nur Uebzig Mark, gezahlt, und beantragen deshalb, baß er , zur Zahlung, des . Restbetrages verurthcilt wird?" ' ,. .Soi!t's,.Herr Kerichtsrath," enteanet , der. Kläger. ' .Ich beantrage ttähmlich, daß es iso gemacht : wird, wie bers ttewexbekericht. Das Kewerbekericht hat nähmlich kesagt, daß Destillateur drinken darf.'..." Das Gewerbeaericht bat , mich verurtheilt, -weil ich - leine -Zeugen, dafür t"L ii. - l lf T"? z"e i -rj-;,:r c"s! c. : v ris oane, oan ie zorlivaorens oei er arbeit betrunken ' waren ' und mir eine Menge , . Schaden angerichtet haben," fällt der Beklagte ihm in's Wort. Sie baben's aber selber zugegeben, daß Sie die Hälfte-von dem, was Sie ' fabriciren, durch die Binde gießen. Deshalb hab' ich' Einspruch'' erhöben Einen Däuser kann ich nicht gebrauchen." Was hab', ich Sie? cZukegeben hab' ich Sie? 'Nichts hab'' ich Sie zukegeben!, .Sie. .reiht das ,bißche z Schnaps, JL Ä m s pHta"""" i"- -wHMEjj;:.;:"..3 i-: 1 iiismj rUy, lUCiri t ft.-!l4HB, 4 " m,,,,, - Bitte,- lassen . Sie . mich. jetzt sprechen ich werde Ihnen dann das Wort erthet en,".ruft'derRichte Nem,laubeSiemas, ., Herr Ke kichtsräth e'rlsübe Siemal: er hat keM ' - ': .'.. f;" n'.i ,,ilmiN.wM''i;jr: ,;j,-i1iii. sagt, i e a 1 1 1 . "tc,--..-...-.....-!-1 ;. , Ich erlaube Ihnen jetzt! nicht zu sprechen! - Bitte, unterbrechen Sie mich nicht mehr! Sie, Beklagter, haben zwei Einwände erhoben. Sie behaupten,. daß'Sie'dem Klager im vorletzten ivtonat .gesagt .hätten, .seine. Leistungen seien keine hundert Mark, höchstens, sieb-. zig' Mark werth? .De? Klager bestreitet es nicht, nur ist er der Meinung, daß dies eine bloße Redensart, aber keine Lohnäbmachüng gewesen sei. Für den Fall nmi, daß, das Gericht in diesem Punkte zu Gunsten des Klägers ent scheidet, haben '.Sie. serner , gebend ge tnacht, daß der Kläger sich eines TageS bei der Arbeit stark .betrunken und dabei sür mindestens dreißig Mark Schaden angerichtet bat. '-Ich ertheile Ihnen das LZort." ' 1 . Beklagter: r Ich bleihe eben dabei, daß ich ihm gesagt habe, er verdiene nur siebzig Mark. Ich werde ihm d?ch nicht mehr Lohn geben, als er verdient. Und dann bin ich der Meinung, wenn ein Mensch sich dermaßen betrinkt, daß er eineni eine Menge Schaden anrichtet, so darf er sich nicht beklagen, wenn er veniger Lohn kriegt, wie ein nüchterner io tüchtiger Mensch. , tJ XtAw i Richter ; Können Sie nachweisen, daß der Kläger Ihnen in seiner Trunkenheit Schaden 1 angerichtet hat? Haben Sie Zeugen ' dafür? Oder können Sie es beeiden?. Sie sagten vorhin, der Schaben habe mehr als dreißig Mark betra'O ' 1 "' . '.t" v LN . ; W : Mß' S ti'i":;:!!';11! Beklagter: Das läßt sich leider bei unserer Branche nicht so genau festste! len. Es ist doch aber erklärlich, daß tin betrunkener Ülensch Schaden anrich ict. Material wird vermautscht und die Äaare geräth nicht so, wie sie gerathen 'loll.'lTSS ÄflgerMBnMMeÄthWZe,d Vaare immer. Wenn Sie mal, Herr kerichtsratb, so um die Fünfundachtzig der Sechsundachtziz herum in Leiwzig sder Dräserewäse sind und Sie haben nen Lindeauer kedrunke, so wer n Sie zespürt häl, daß Sie wo anders sowaS icht ' krieg. In mem Fach, Herr 5l e-lichtsratv,-geht mir 5Zetner nicht drü I: daibt's nichts! K3as will denn der Herr davon kenne er ist Sie doch ,ttoS,Prenner!MennLdem,,DeMa', Zeur schon daS bische Drinke t bereden vill, na, da schlägt'S schon Wrei 'jehnk ;':;,iL,iiv Beklagter: Ich berede keinem Menjche das Trinken. Nur bei der Arbeit vll er nüchtern se!" ,

; -;ni y':&. r. VRHfS , . - . -:-: 1 -:, -y ?::--?;. ? : ?fi:j: ; .ir--m&''M - ........ w-'i" w-"ni" i'Mttijv'i-iriii'iiiMiiiiiiituii. . i . ,, ' ' j , , - '. a:: .-: ' " ' . "'.-".-. ' - ' " ; : , ',,.' ...,.-!- .:-ii.tj! Hihih'i:iti :. -: ......,-,,...,,,'-.. ',.-, 'V--' -w:--, - ' :' 'i1' ;- (" ' . .'W-S-- ' ' - " . MÄM 'GMW. its .ä, Ä,,!! " !!'- " ÄS3l5ai4 - -. , :. t V . ""! ' " ' ' v " ?:. ' : i -" i: " ' -'"i, ' ' ' . - ; . . . ;- ' ' - ' 'i'v : , .'.hi;' , v,. ' j-; jl' ., ,,,. :' '"1 . " , '

1 Kläger: Kewiß' habe Sie mir'S w redet ! Sie habe kesagt. die Hälfte ließ ich under die Pinde Met Principal in Leim zig bat kesagt: Leite, wenn Ihr nicht dringt, daugt . das Kesoff . nischt l" Und Wir hawe kedrunke! Ich, schmeichle mir nicht, aber dös kann ich sage, daß die Preslauer somas noch nicht kehabt habe wie ich es fabricirt. Namendlich die Pfeffermünze! Ich kann Sie sage, Herr Kerichtsrath, solange Preslau exisstirt, habe Sie nicht so 'ne feines Pfeffermünekehabtl' - . "l Beklagter verächtlich): Das sind ja Redensarten. Ich .habe sehr tüchtige Destillateure gehabt,' die nhre Sache besser machten, als Herr Dreifuß. Kläger: Dös versteh'' ich Sie besser. Die 'Preslauer sind etwas Kudes gar nicht werth. Erschtens habe sie keinVerständniß und keinen Geschmack s zweitens verstehe die Principale nichts von's Ge. sctäft. Mein Principal in Leiwzig - sagte': Leite, ein bedrunkener Testilla? teur ist die peste Reklame!' Kinner hin habt! Ihr Keld, und nu keht in dii Wirthschaft und dringt, was Ihr wollt. Sagt awer wer Ihr seid!" , - ' Beklagter: Außer der Arbeit köw nen meine Leute trinken, so viel sie wollen, aber.nicht bei der Arbeit. . ,: Richter: . Nun. haben Sie sich ausgesprochen meine Herren. Wollen Sie Ihre Anträge kurz tviederholen. - Klager: Kcstatte Sie, Herr Kerichtsrath, ich fahre Nachmiddag nach Dräsen, wo ich Stellung habe, und ich mochte die Keschichte aus der Welt haben. ; Der Herr ; Principal soll mir gewe noch zwanzig Mark oder meinetwege noch fünfzehn Mark oder sage wir, zwölj Mark, da will ich zufriede sein. a k Betlag:er das Portemonnaie zZe hend): Hier haben Sie zehn Mark und reisen Sie glücklich. Wenn ich Ihnen zehn Mark schenke und noch die Terminskosten zahle, können Sie, dächi1 ich, zufrieden sein. Na, meinetwege," erklärte Dreifuß nach einigem Zögern und steckte die zehn Mark ein. ,Jn Likören bin ich's nähmlich ein Genie, das laß ich m nicht nehme. Nach Preslaü awer komm' ich nicht mehr wieder, denn hier ist kein Verständniß. Lewe Sie wohl, Herr Meester!" Mit einer höflichen Verbeugung schied er von dannen. , W, Ter Brennereibesitzer, der das Genie des jungen Mannes nicht zu würdigen gewußt halte, zog-seine Klage zurück. , Was eine Schpicgermutter denkt. 1) Wenn sie die Mutter des Mannes ist. Daß ihr Sohn mit ihrem Einvn ständniß eine ganz andere Wahl hätte treffen 'müssen ; daß ihre Schwieget tochier 'ohne jede Berechtigung ihre Augen bis zu ihm erhoben; daß ihr Soyn nicht, nur eine bejsere Partie sicherlich' verdient, , sondern unzählige Male auch hätte machen können; daß es unbegreislich, was er an der gefunden; daß eö,jür eine Mutter sehr kränkend ist, wenn sie im Hause des eigenen Sohnes kaum irgend etwas zu befehlen habe; daß die Schwiegertochter den Sohn der Mutter entzremoet; daß ihre Mutter sie schlecht erzogen; baß ihre' eigenen Töchler in ihrerÄllyung weit über ocrSchwie-, gerlochter, peyen, und. diese eine' Verfchwcnperin ist;; daß ihr armer . Sohn seit semer ' Veryeiralhung lange nichi mehr so gut aussieht, weil in seinemHause nicht nzländiz gkkocht werde; ' daß sie nach dreißigtayriger Ehe doch 4 im Stande 'sein dürfte, einer solch' Unersahrenen mit'gulen Natyschlägen an die Hand zu gehen ; ; daß " ihre Schwiegertochter, durch ihren rasenden Pütz den Soyn in Kürze rüiniren werde; daß sie ihrem Kind, nicht, genügende Aufmerksamteit schenkt und auch von' der Pflege nichts ! versteht; daß " die Frau, ihres Sohnes ihn nicht glücklich macht, wie, er es zu fein verdient; daß er viel zu gutmüthig sei für eine, solche Person, und schließlich, daß sie clvstoerjtändlich die nachsichtigste, duldsamste, .liebenswürdigue, großmüthigste, beste Schwiegermittler, auf der ell ist. 'y "J" " y 1 : l , . , . ''; ' ... , "i A) W enn.1ieVd,e'MMte r der ! : Frau ist iI 4", . J . i. - 's Daß sie ihrem Schwiegersohn eine Perle zur Frau gegeoen hat, und er ihr nicht genug dankvar sein kann für sein unverdientes ,, Glück; daß , sie ihr Kind gegen die Tyrannei des Mannes kchutzeki. ?NiHßMMief,geht, wenn - sie nichkdie ' Häuslichkeit ihrer Tochter überwacht und derselben in den ehelichen Angetcgenheuen mit ihren Beteranen-Erzahrungen zur Seite steht ; daß ihre Familie eme ungleich vornehmere und . gebildetere ist, als die , des Schwieger;olmes ; daß derselbe die große Ehre und all' die Vortheile, welche ihm die r eingegangene Vervinoung dnngtj nicht : gehörig zu würdigen weiß; daß das Kind, Gott sei Dank, ihrer schonen Tochter ähnlich sähe, überhaupt ihren Familientypus habe, und nicht den viel plebejischeren des Schwiegersohnes; daß diese Menschen überhaupt nur ein noihwendiges Uebel sind, aber immer ein Uebel bleiben; daß ihr Schwteger söhn einen besonders unlenksamen, un angenehmen Charakter hat; daß ihre eigenen Söhne sich als Ehemänner ganz anders benehmen werden, und daß er schließlich 7 froh sein kann,' ein ' solches Lamm, ein solches Ideal einer Schwiegermutter ? zu besitzen, während die andern zänkisMlaunizch, lrechthaberis rücksichtslos, kurzum eine wahre Plage siud. i .$äv.' 0, Mi : . " '' ;'jt ' ' . ' : ' 4-. ,, ;.'; ! s'ßKg, D,,,Hm,MTl?eM Herr (nachdem er seine Einkäuse gemacht): ,, Ich möchte mich jetzt rasiren lassen. Eommis : Zum Barbier bitteern Schneidet der auch nicht? CommiS: Nein, derKerz schneidet, wohnt rechts. Zwei Treppen hoch wohnt der Hundescheerer. Herr: Was! Ich werde Sie wegen Injurien verklagen. CommiS: Immer geradeaus den Gang entlang da komme Sie zum Rechtsanwalt.

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Daö Testament. .'.Die Testamente gehören jedenfalls zu den angenehmsten: Erfindungen: nicht nur. vom Standpunkte der lachenden Erben, fondern auch von dem der Ro manschreiber und , Lustspieldichter. Ein gÄtcö Testament' ist zu vielen Dingen nütze. . Den . Erben tröstet es und dem Autor dient es als Rückendeckung, wenn man ihm der UnWahrscheinlichkeit seiner Fabel wegen auf den Leib , rücken wollte. Was kann er dafür? Das gewisse Te stament, . das zu so wundersamen Ver. Wicklungen geführt hat, war einmal so abgefaßt. Man mache den Verstorbenen dafür verantwortlich nicht aber den un glücklichen Dichter! Sie sehen mich so gewiß argwöhnisch an und möchten wissen, wo ich da hinauswolle Und meinen, daß ich mich nicht ohne Grund über die große Nützlichkeit der Testamente zu verbreiten begonnen habe, daß ich am Ende gar selbst einer solchen , Rückendeckung , , bedürftig ' sein . t l.i..i.''. .ff b'm , '...t. '.. .:-n , konnte., O, em , solcher Verdachtest kränkend, ein solcher Verdacht thut weh,' t. ..' ri- 4 " c1, h HtfüLdl. aber er ist begründet. , , v , . .. . (l : . :: ; 'Ich möchte, in der That, von einem Testament erzählen, aber es soll nieder ein Roman noch Lustspiel werden, sow dem nur ein Fragment, l das aber namentlich ; einem franzö sischen Lustspie l' dichter .vielleicht hinreichenden Anlaß bieten würde, förmlich Fangball zu spielen, mit allen , aus i dem Testamente sich ergebenden Möglichkeiten. Ich denke nickt daran,- das ' . wirklich .Gegebene, zu einer Dichtung auszuweiten. Ich erzähle, was ' ich weiß, und das ist ein Bruchstück, so, weit es die Wirklichkeit eben selbst gedichtet' hat.' . Ich kann nicht wissen, ' welchen Schluß sie noch dazu -dichten wird,' und es bleibt daher der Phantasie eines jeden Lesers unbenommen,' sich ganz nach Belieben ' in Vermuthungen über . daS mehr oder minder wahrscheinliche Ende zu ergehen. Die Geschichte hat , den einen Vorzug, ungeheuer einfach zu sein. . Herr Peter von Schaffe? hatte Glüä gehabt 'im Leben. Er hatte klein angefangen und, als er kam zu sterben, gehone er zu den Größten :md Reichsten im Lande. Das Testament, an dessen Eröffnung man schritt, nachdem sie ihn im Friedhofe zur ewigen Ruhe gebettet hatten und nachdem alle ernsten Todten feierlichkeiten zu Ehren des Verstorbe-' nen er'edigt waren, zeichnete sich durch Kürze und Klarheit aus.,. Er hatte es schon mehrere Jahre vor seinem Todt in kräftigstem Alter und, bei bestem Wohlsein errichtet.' Es waren in dem Testamente Legate ausgesetzt und erhebliche Summen wohlthätigen Zwecken Zw gewendet. Nach Abzug der dasur erforderlichen Capitalien hatte er noch zu testiren über -seine großartige, Jabril und über ein Baarvermögen von. drei MiÜionen Gulden. Darüber , war in wenigen Zeilen vollkommen klar per? fügt. , Die Fabrik sollte! dem älteren seiner zwei Söhne, .der nach dem Vater den Namen Peter erhalten hatte, zufaü len. Von, .dem, Baarvermögen sollte Peter ein Drittel erhalten, ; der jüngere Sohn ; Philipp ebenfalls ein Drittel und das letzte Drittel' sammt Zinsen und , Zinscszinsen der erste Enkel des Verstorbenen. ' " :'Vy. '" fflcxi sieht, .ein ganz klares, Testamcnt! Als, es ' verfaßt '., wurde, war noch' keiner- der 'beiden' Söhne' verheirathet und der Testator wollte es dem Zufalle überlassen, .welchem' seiner beiden Söhne das ' letzte 'Drittel mittelbar zukommen' sollte ; also demjenigen, dem vom Schicksal ' zuerst ' ein , Sobn beschiß den werden sollte. , Peter und Philipp waren Wlzur" Eröffnung " des Testaments , in ' völliger ,' Unkenntniß über diese immerhin wichtige" Bestimmung desselben.' Peter war sogar, schon seit einigen Jahren verheirathet, hatte aber X 3 . r Y-'f cwf't' bisher nur zwei Töchter. ' Philipp hatte, ; trotz ' der ' bereits bedenklichen Lichtung' auf seinem Haupte, ans Hei ratyen noch gar nicht gedacht. ' Er hatte sein Leben auf Reisen und sonst in angenehmem und verfeinertem Lebens genusse verbracht, wobei auch der Pflege der Künste und Wissenschasten eine Rolle zugedacht war. Das JuNggesellendD sein in solcher Form bot ihm hinrerchende Befriedigung ,und nun wurden durch dieses Testament plötzlich Gedanken in ih:n angeregt, die ihm sonst wohl nie zu öinn gekommen waren ; Gcdanken an eine Frau, an eine Familie und an Familienscrgen. c f , ;. ' Die beiden Arüder saßen nun beieinander, um über das Testament, dessen Inhalt sie eben kennen gelernt hatten, zu beratheM Sie' h besten Einvernehmen mit einander gelebt und sie waren -entschlossen, e5 auch sürderhin zu t hun,' aber es war doch ein Statten zwischen ihnen " aufgetaucht, der Schatten einer Million. Was ist nun zu thun?" fragte Phi- " ,-J, . L.f? . . 1 .. llpp etwas gedruckt. Die Bestimmung des Testamentes muß tbeii erfüllt werden," meinte Peter, der im Ganzen die Sache etwas ruhiger in's Auge faßte, , als Philipp, denn er war doch wenigstens verheirathet. ,, Mit Bezug darauf meinte auch PhiliW nicht? ganz ohne Billerleir: 5,, frtft ftllf ?nt i ,,,:: i ;; ri' n' Wieso denn?" fragte Peter unschul. MV1:11:'1' -!: .,-J,r;"-'S' ; -.iv-JS, fi jj , ,:, ,l Du bist verheirathet !' j-l1?' r;Saffbinai;ibai:Wi(fS , 'iii 5'i1 3UI 3 U-'Ätfol- ?-:.SrT V.li .Ja, kann ich etwas dasür?" ' Wer sonst? Am Ende gar ich?" Die Brüder waren im Begriffe, sich zu ereifern, aber sie begannen bei Zeiten. sich auf sich felbst zu besinnen, und beide lenkten ? eiM SieZ liebten sich ja wirklich l und zudem waren s wirklich beide reich genug, um auch im uvgünfiigsten Falle sich bescheiden zu können. Sie waren schließlich auch nicht allzu giegn,GeldjachenMKW Weißt Du, Peter," nahm Philipp nach einer Weile wieder das Wort, ich möchte ja gerne zu Deinen Gunsten verzichten, aber man hat doch Verpllichtuugen gegen seine Kinder!" ) Du hast ja gar keine Kinder!" Ich werde welche haben!"

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t dagegen ich " . ;Dal ist auch Unrecht genug!" ,Oho!". ' y :':,. 'f Unser Vater hatte nickt die Absicht Einen von' uns' .besonders' zu' bevor zugen."! - 3 ;l v; '::::,' ' . Er i hatte ; mich ''auch 'nicht bevorzugt. " Hätte ich vielleicht nicht heirathen sollen?", ' 1 ' Das 1 sage ich gerade nicht. aber Thatsache, ist es, daß Du im Vortbets bist." - , . j Du kannst ja auch Heirath enN DaS istleicht gesagt : , i Dann steht die Partie wenigstens wieder' gleich." Nicht so ganz. DaS gibt" ein Wett rennen, bei dem ich zu viel' vorgeben muß. Wie komme ich dazu. Dir so viel vorzugeben? DaS ist ein ungerechtes Handicaps ich, kann Dich gar nicht eip holen!" - ' ' Das kann man noch garnicht wissen. UebngenS ich bin. nun einmal verheiräthetf ich kann nichts dafür, es ge schah ohne böse Absicht. Du wirst von mir ! nicht ; verlangen, ' daß , ich meine Frau Deinem Sohne zuliebe, den Du noch gar-nicht hast todtschlagen soll." ' Philipp, ging in ' det That nicht so weit, das zu- verlangen aber er ließ dur chschimmern, ' daß es sür' Peter ein rtt .r.- . . . . r r Veool ; ver erecyligieir roare, q m solange einer Scheidung von Tisch und Bett zu unterwerfen, bis auch er, Philipp, verheirathet sein und die Partie zwischen , ihnen wieder gleich stehen würde , Peter wies diese Zumuthung mit ! Entrüstung von sich und konnte nicht umhin, zu bemerken, daß er sehr überrascht sei, . seinen Bruder Philipp von so niedrigen egoistischen Regungen erfüllt zu sehen. Dieser gab den Vorwurf zurück und die Brüder waren nahe aran in Hitze zu gerathen. Philipp! Peter!" Abermals zeigte sich Philipp als der Besonnenere; er sanzmelte sich wieder zuerst und lenkte wieder ein. Weißt Tu,' Peter", sagte er nach einiger Selbstüberwindung, ich mochte Dir ja nicht wehe thun, aber eine Million ist eine Million." Hm, richtig! Eine Million ist eine Million!" Die Richtigkeit dieser Thatsache wurde von keiner Seite bestritten, und schließlich blieb für Philipp nichts Anderes übrig, als das Match trotz des für ihn so ungünstigen Handicaps auszuneh men. Er ging also hin und verbcirathete sich. Leicht war ihm der Entschluß nicht geworden. Denn bevcr er noch gebunden war, gelangte ihm die betrübende Kunde zur Kenntnis, daß die .Gattin Peter's sich schon wieder in anderen, in gesegneten Umständen dcsinde.WaS sollte er nun thun? .Würde es ein Bub werden, so wäre daS Opfer von seiner Seite ganz umsonst gebracht worden. Es könnte aber auch ein Mädchen werden! Dann aber könnte er bei weiser Ausnützung der Zeit selbst zu einem nicht zu unterschätzenden Vorsprung gelangen Die Erwägung gab den Ausschlag, und er heirathcte. Vorher machten aber die beiden Brüder unter einander ab, ihre beiderseitigen Damen in den verhängNißvollcn 'Testaments Paragraphen nicht einzuweihen, um nicht von vorneherein den Samen der ' Zwietracht zwischen beiden Familien auszustreuen. 'Nie hatten sich Schwagerinnen' von Seite ihrer Schwäger einer so liebe-, Vollen Theilnahme für ihr.. Wohlbesinken zu erfreuen, wie in diesem Falle. Das, geringste Symptom einer Störung im Allgemcinbesinden der Damen wurde oon dem betreffenden Ehemann mit heroischem Gleichmuth, dagegen von dem Schwager' mit wahrhaft rührender Bekümmerniß beobachtet. Insbesondere war es Philipp,' der aus der Besorgniß sür seine geliebte Schwägerin gar nicht mehr,, herauskam. : Denn der arme Peter ward von seiner Gattin mit einer Tochter nach der anderen beschenkt. Peter hatte vnun schon fünf Tochter,' während 'Philipp's - Bemühungen, die unbequeme TestamentSbestimmung zu seinen Gunsten zu wenden, vollkommen erfolglos blieben Ersetzte' nun seine Hoffnungen auf eine Luftveränderung und reiste, mit seiner Frau nach Rom. nach Paris, nach der Schweiz,' aber es half Alles nichts. w; ..; rK - ' Einmal erhielt er von ' seinem Bruder ein Telegramm von wahrhaft graufaner Unllarbeit. ES lautete: , Frau glücklich niedergekommen, Mutter und kkind wohl." ES mag ja nun sehr tröstlich gewesen sein, zu wissen, daß Mutter und Kind wohl seien, aber eS war jeden-, falls ein unzarter Scherz, ibn über das Geschlecht deS Kindes im Unklaren zu lassen, i Wollte der Bruder ihn hänseln oder war eS rücksichtsvolle Schonung gc ; vesen und die edle Absicht, ihm nicht gleich mit der vollen Wahrheit einer betrübenden Nachricht in's Haus zu sallen? - Philipp langte von seinem Bücherregal ein dickleibiges mathematisches Werk herunter und begann, , sich , in ungeheuer complicirte Rechnungen zu vertief cni I S5i c 25 ar)r c!cetnl ic f ci rcci)nurt zen sind nicht so einfach und leider durchaus nicht MrläßliaMMennEinn! t2 schon fünf Töchter hat, so sollte man " . : ' : v . r . ? . cm .tfi " allerdings meinen, daß die Wahrschein- ,' lichkeit, daß das Sechste em Sohn werdeH I -J--I- y - - o--j Zlber es gab da auch physiologische Monente au berücksichtigen, und man nneitemitm noüt sevwYmttDtnü konnte denn doch wirklich Nicht wissen, ob nicht, was sechsmal hintereinander möglich war, auch noch ein . siebentes W 4 .1 l A Tf VM1' O 'A - , .ü1 Ctn l ::' M Jt. viai emircTKn ivmic vuuwv uete, daß ihm dabei dtt Kops ; rauchte, :kber es kam nichts dabei heraus k ftt'T fl--fit:irj.'":'v--;i kor?grns wav C9 wichet nu mwiyc ; . . - ::!:,; ('-:; t&: ! ; okU: ,.;,, . 1 cxii:,;!!:: .iu,, E- : 11m huf 5Z?,l IVrtrtD ufh nun etwas i;,!! J wH oas den Fall leicht noch verwickelter bätte machen können. Frau Friederike, ( rf, .v ' w -l irji txSÄS Siriiemuuktt Uttv n wutywxu; p. wollen. Sie haöe ihre Pflicht nun

jmpvxAt, ttt . sagenl UeSrlzmi Lar GenSgcgcihm. Im Jkrlst tintt - bist D,a noch m m t rtiiretSeL ,i;4"fiL kwr kb Töcktee,

V , ,7 , -.4 ! ,.,..,. gerade genug. Sie sei ne junge, reiche, und wie vielfach behauptet wird, eine , schone Frau, sie wolle und könne sich nicht ganz vom gesellschaftlichen Leben sür alle Folgen so abdrängen lassen, wie bisher. 4 Was zuviel ist. ist zuviel! behauptete sie mit großer Energie, und Men die logische Stichhaltigkeit dieser Ärgümen

tation war nicht viel vorzubringen shenn sie war thatsächlich unanfechtbar Peter' verlegte sich auss Bitten. ' Nicht um eine Million!" erklärte Srau Friederike bestimmt. i Nicht um eine Million? Hml Leier wollte es doch aus einen Versuch ankommen lassen und gab nun das Geheimniß preis. Aber auch Philipp hatte das Geheimniß nicht treu gehütet. In der dunklen, unklaren Hoffnung, das; eS doch vielleicht etwas nützen könnte, hat auch er seiner Frau von dem Testamente er r zählt. Genützt hat es zwar nicht, dagegen wurde das erre cht, daß die beiden Damen sich nun wie Todfeindinncn gegenüberstehen, ohne daß sie wüßten, was sie sich eigentlich gegenseitig vorzuwerfen hätten. Der Fall steht nun beute so, daß ty ter sich acht blühenderTöchter zu erfreuen hat, während die Ehe Philipp's bis aus den heutigen Tag kinderlos gcblieben' istWie die Geschichte- noch ausgehen wird, das kann kein Mensch wissen. Balduin Groller Eine originelle Ehe. Eine der originellsten Ehrenbereidigungsklagen, über die je ein Richter zu verhandeln hatte lag jüngst dem Strafrichter des Bezirksgerichts Leopoldstadt in Wien, vor. Der Privalkläger war der Hausbesitzer Jakob Sch. auS der Wallensteinftraße in der Briglttenau, und die von ihm gegen seine eigene Gattin angestrengte EhrenbeleidigungSklage lautete wortlich folgendermanen: Lobliches k. k. Bezirksgericht in Strafsachen! Ich bin mit meiner Gattin Julie seil II Jahrenverheirathet, ein Zeitraum, der wohl hinreichend zu sein scheint, um einer grau, wenn diese überdies Mutter' zweier Kinder ist, die Lust zu jenen kleinen Thorheiten", die aber das Unglück der Ehe auszumachen pskgen,. zu benehmen. Meine Gattin scheint aber in den Jobannistrieb gelangt zu ft.in, denn sie vernachlässigt ihre Pflicht als Gattin und Muiter und besucht unter dem epikuräisch angehauchten Vvrwande, man müsse sein Leben genießen, Nestaa tationen ohne mich,, Tanzlokalitaten ohne mich und sogar deS Nachts KaffeeHäuser ohne mich. Es gibt allerdings Persönlichkeiten, bei denen derlei Exkursionen zu den Berufsgeschästen gehören und daher nicht sonderlich auffallen, allein jene Personen sind in den selten sten Fällen Gattinnen und Mütter. Am 1 Februar d. I. besuchte meint Gattin wieder die Tanzschule, natürlich ohne mich, denn ich bin kein Tanzschüler mehr und auch meine Gatrin ist dem Flügelkleide, welches sonst die Toilette der Tanzschule bildet, seit geraumer Zeit entwachsen. Sehr spät Nachtskam sie von der Tanzschule heim und auf meine, wie ich als Ehemann glaube, vollkommen berechtigte Frage, wo sie -: gewesen, , sagte sie lakonisch: Im Ne, sidenzcafe! Ich legte mich ruhig zu Bette und schwieg. Am anderen Tage srüh , richtete ich einige sanfte Vorsielluu gen an meine Gattin. Statt dieze reuig anzuhören und Besserung zu geloben, ergriff sie als Antwort den Pantoffel von ihrem Fuße und prügelte mich durch. Sie versetzte mir unter Änderm auch einen Schlag ins Auge, wodurch ich eine Verletzung davontrug und werde ich das ärztliche Parere beibringen. Ich bitte um Bestrafung meiner Gattin wegen Ehrenbcleidigung und körperlichcr.Mißhandlung." Die Bcrlesunz V dieser interessanten Klage wurde stellen- ; weise von wahren Lachsalven begleitet. , Bei der Berhaudluug waltete auch der stzatsanwaltschaitliche, Funktionär Kommissär !Äydowskr), seines ,AmteS,A, welcher, gegen die epikuräisch ange-S i bauchtet Hausbesitzerin wegen ihrer gesundheitsgefährlichen Hantirung mit dem Pantoffel die Anklage erhob. FrauiM Sch. bezeichnete über Befragen deS Richters die ganze Anklage alS, un-, wayre phantasievolle Uebertrcibungen!W ihres Gemakls, mit dem sie sich inzwisehen, wie sie mit einem unheilvollen Seitenblick auf den Privatklager" hinzusetzte, vollkommen ausgesöhnt habe. Ich habe ihm Ales verziehen!" schloß siezsodanMkfDetöffentliche Anlläger richtete an Herrn Sch. die Frage, vd er gegen feine Ga zung mit dem Pantoffel eine Aussage ablegen OMtLAVJch1anke,KMgeg'M nete der , Gefragte ganz kleinlaut, ich mache von der Rechtswohlthat des GesetzcS, mich der Aussage zu entschlagen, Gebrauch. Wir sind ja wieder ausgesöhnt." Frau Julie Sch. wurde nun von beiden Anklagen reigesprychm und : verließ mit dem sichtbar zur Schau 'ge tragenen Triumphe einer Siegerin den Äerichtssaal. JKr Herr Gemahl öffnete ihr galant die Thür. i'f Ein K orb. Baron Liebn Herr Kommerzienrath, ich bitte Sie uvx die Hand yrer Fräulein Tochter. Glauben Sie nicht, daß ich diesen Engel deS Geldes wegen erstrebe, will sie - ', fs.ii n. fn uuh iiuutiu, 4v iv v s . - - Kommerzienrath: .DaS freut mich, mdlick einmal einen iunaen Mann m finden, der nicht auf Geld, sondem nur auf Schönheit sieht. Sie sind der rich. tige Mann sür meine Nichte Clara, die , M r nt nvä viel lawner. aiZ meine dosier und sie bat aar kein Geld. Die müssä: Sie heirathen." v .. l tr i i St Cph m'". O Ck lUClUl ÖCl. U,b ö -: l aTxfc cx railfe CXXt ext : U.HtÄ'tX P - ? . : . möchte ich sür meinen Klienten mi ren, daß er äußerst schwerhörig, und,- . .V. t i r ,t V Pa ' "v mt aue iese euie, turcylvar mzii ge riZt ist...-' - Mörder lbrlcht in trhrcitnt' : rtä cvjf, vf ZWsi? ""

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