Indiana Tribüne, Volume 14, Number 231, Indianapolis, Marion County, 10 May 1891 — Page 2

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ZMgtmSbe vrsdschrist Scroggs (schwer krank) : Was für eine Jnschnst haben Sie aus den Grabstein genieitzelt, den ich neulich bestellt habe? Steinmetz: Augustus ScroJZZ. R. 1. P. ( Requiescat ia Paco er schlummere sanft" ); ScrogzZ: Gan; recht. Sollte ich aber morgen noch nicht besser sein, so , ändert'S nur in G. I X K" , ' ,,Optische Täuschung. Der ' tommandirende General deS ?. Armeecorps, General der Favallerie V. AlbedM, welcher jüngst in Münster fem SOzähriges Mllitarjubiläum gefeiert hat, war, nachdem er zum Flügeladju!anten und Obersten ernannt worZien war, im Jahre 18SS auf die drei Monate Juni bis August mit der Führunz deZ Mazdeburgischen Kürassiere reziments No. 7 in alberstadt beauftragt. Es hatten sich damals in den kleineren un) selbst mittleren Garniso. nen der Provinz verschiedene Eigene thümlichZeiten nennen wir es, wie der damalige Oberst v. Henning auf Schönhoff,, poetische Licenzen" beim Ofsiciercons eingeschlichen, zu denen unter anderen die Gewohnheit, ohne Degen, resp. Pallasch auszugehen, zählte. Der aus der Residenz eingetroffen neue Commandeur hatte nun für derartige UnvorfchriftSnlZßigkeiten"- ein sehr scharfes Auge und verbot dieselben in den bestimmtesten Ausdrücken. ElneZ Nachmittags steht er am Fenster semer am Marktplätze eine Treppe hoch gelegenen Wohnung, als, mit mehreren Kameraden des 27, Regiments zusammen, der w 1 einem Regiment gehörende Premierlieutenant v. Branconi vorüber tändelt. Ein Zucken geht durch den straffen Körper des. Commandeurs, der Lieutenant v. Br. geht ohne Degen odz? Pallasch, nur eine Reitgerte in der Hand, vorüber. ' Der Oöerst klingelt; seine Ordon. nanz stürzt herein. Holen Sie mir mal den Preunerlieutenant v. Br., der da unten geyt, herauf, Sie kennen ihn doch, er soll sofort zu mir kommen." Die Ordounan; eilt beflügelten Laufes dem Lieutenant nach, holt ihn ein nV übermittelt ihm den Befehl des Oberftcn. Jener schreitet ahnungslos zurück da, 6uf der Treppe, fallt es ibm schwer aufs 'Herz, daß er das neueste Verbot übertretn, daö er ohne Pallasch ausgegangen sei. Ein Zurück" ist unmöglich da fallt sein Auge aus den Stoßdegen des Obersten, welcher im ZZonidor an einem Garderobeständer hängt. Watzrönd die Ordonnanz ihn anmeldet, labt der Lieutenant diesen Degen durch die Dchentäsche des Ueberrocks gleiten und betritt des Vorgesetzt ten Zimmer. Dieser traut seinen Augen nicht, die Nöthe des Zornes verschmin det von der hohen Stirn, er reicht dem Lieutenant die Hand, entschuldigt sich. 5aß er ihn bemüht habe,' aber' er habe von ihm eine Auskunft haben wollen, die ihm fceden selbst emzefallen.er wolle zhn nicht länger aushalten u. s. w. Herr von Br. empsiehlt sich,,, hangt den Degen wieder an seinen Ort und bleibt so lange 'unten im Hausflur stehen, bis er annehmen zu dürfen glaubte, der Herr Oberst habe nunmehr, das Fenster verlassen -' ' " f" Dem war aber nicht so, jener stand vielmehr . kopfschüttelnd noch immer am Fenster und sah daher 'auch, wie der junge yfsizier ,,mit einigen, schnellen Sprüngen über' die Straße setzte, um nach seiner in der Nähe gelegenen Wohnunz ' zu 'gelangen. Im selben Auzeodllcke bttrut duRichie des Obersten dessen Zimmer, mit dem Kaffee. Komm' schnell einmal her, Elsa; siehst Du den Br. dort?.. Hat der eigentlich einen Degen an der Seite?" Einen Deged. lieber DM?' Nein, ( einen Degen hatt der nicht um," antwortete' die junge Dame, prallt aber förmlich zurück, als der Onkel sie anschreit: Ja, das sagst Tu, er hat aber doch einen nm, ich habe 'ihn ja hie? vor mir ge'sehen spracht 'ließ 'den Kaffee stehen, schnallte den Pallasch nm und Sing dröhnenden , Schrittes nach 'der, Kaserne, chieStallwache'revidlren. ' .... Acht Saget später bei einem Picknick V:..- iM l-lirji: i'jL ,5j''!"ll "a icnl l - cm tir.ee ucuc jiqui 5:ezelS''-'?erge Wählte das damals 17ja,hnge Fränlem dem ' .Geiru. Premier Uz merksurdtae Sleußeruzihres' LnkeW und wollte Ä::ftläu::z Haben, aber der lose Vogel trän'? deNr,nneoen,,,niÄt,Wdschwie langvlk,' Itf der OVersf"bie Garnison leoer Bermnewuaue. i Ü-t d ! ilt: l 11,1 Gefangen. Sie sind boch ein sezr cro?:ul:ckk'r Mensch, Brauns sagje sein Co:l?z? Müer, der in Brauns Äbn??'e::?ir in de!7en. Ccdittci-.zzimmer feÄ'rimäna Mt das! ;g;idv'.ia S meine, unn, wer wird d'nn are-. dc7:cn, a.!e se-.n Schubläden "z::Uc rlchi i eü eil , wenn ': uuv. nur au s sün r WWuun au-lgch!? (55 ist f doch n:di tj : kr.'chmlich, das; Jemand in JhMW'ZKn en lern:": wüßten würd??, mchs, aber ioc:;cr wissen Sie denn, d.'.:; die Schubladen verschlossen waren ?,, ' . , "; : f ,f;'; ' ;r- ' - ' ::M , ff?$t$ iU'en f fix tf ermatt SKenKi''1'!: fioeileav afeiu)! t'iimw qc!2d:'ncn Gewehr, t'u? rurch Zuiall logc:. i : ' . ; lif.A

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ia, - ; .! ... vou 2t. J,s,ph Lr?zi. Ein Gedenkta g z um 2. Äpr ! I 1891. .. Das Werk, , welches zum ersten Male die Frage des Pauperismus und des Rechts aus Arbeit erörterte und auf die Gesahr des Zudrangs zu den Städten hinwies, IAmi des homtnes" so hieß das Buch wurde vielfach Montesquieu zugeschrieben. Der neue Apostel des Menschenthums hieß aber' Victor Riauetti Marquis de Mirabeau. Zeit' lcbens behielt er den Beinamen l'ami des homrnes, welchen die Greuel inner' halb seiner zerrütteten Familie zum Fluch für. den Träger machten. Die Familie Riquetti stammte anaeblich aus Florenz. Neuere Untersuchung gen haben indessen dargethan, daß ein Jean Riquetti zurZeit der Reformation Bürgermeister in Marseille war und sich die Herrschaft Mirabeau im Thal der Aurauce kaufte,, .Der, Vater des, Ami des horaraea war ein rauher Knegsmann. Er erhielt im spanischen, Erbfolge krieg so schwere ' Wunden, daß er , " tm, , r ' j.ft .r.a zur Sluye zemes vernummenen aes ein Silberhalsband tragen mußte. ' Victor de Mirabeau, Vater des c feierten Redners, lebt im Andenken der Nachwelt als rücksichtsloser Turann, der die geniale Natur seines Sohnes nicht verstand. Ihm wird die Hauptfchuld an den in die Oeffentlichkeit ge zerrten Familienzerwürfnissen , gegeben, welche von der entsetzlichen Verkommenheit des französischen Adels zeugen. Es scheint aber aus dem Brieswechsel des Marqms mit seinem Bruder) dem Vailli de Mirabeau sowie aus den spatcren . Vorgangen' hervorzugehen, daß die Mutter , des . Revolution-mannes, ein verruchtes Weib von zügelloser Sinnlichkeit, an den Streitigkeiten die Hauptschuld tragt, wenngleich der Mars quis durch unbesonnene Gutskäufe und sonstige leichtfertige Verschwendung den Reichthum des Hauses untergrub. ES waren schon elf Kinder aus der Ehe entsprossen, als diese fürchterliche 5antippe , sich vom Gatten trennte und einen Skandalproceß gegen ihn anstrengte, in welchem die Kinder bald für, bald gegen den Vater Partei zu ergreifen gezwungen wurden.' .f. ,. , a K. ; & i : , ' . j ., Der Sohn dieser Eltern., Gabr'e Honore de Mirabeau, wurde, den i). März 1749 geboren und brachte, wie Ludwig XIV. zwei wohlentwickelte Zähnchen zur Welt. Mit drei Jahren erkrankte er an den Blattern ; sein Gesicht, welches an den verhaßten mütterlichen Großvater erinnerte, wurde abstoßend häßlich, und dem auf die Schön lzeit seines edlen Geschlechts so stolzen Marquis ein Gegenstand, des Ekels; das trotzige, unbändige und gewaltthä tige Naturell des Knaben that das Uebrige, so daß der Vater den mißliebi' gen Honorc unter fremden Namen in eine Erziehungsanstalt und 1703 in ein Reiterregiment steckte. ' ' Pierre-Buffiere so mußte Gras sonore de Mirabeau außerhalb des Vaterhauses sich nennen verbrachte einen großen Dheil Zeines ersten ienO, jahres im Arrest, hänite Schulden ans Schulden, indem ec bald bei Vorgesetzt ten, bald bei Kameraden borgte, und brannte infolge einer Spielschuld von 80 Louisd'or durch. ' Er würde durch lettre do cacliet auf die Insel Rhe verwiesen durste nach kurzer Haft den geldzug nach Korsika mitmachen und 1771 in das Stammschloß zurückkehren. Damals machte Honore einen Versuch, seine Mutter für den Vater veriöhnlich zu stimmen, wurde aber bei diesem An sinnen von der 'Megäre mit einem Pt stolenschuß c begrüßt. Nachdem sein Vater' ihm einige Güter angewiesen hatte, erwählte sich der junge Mirabeau eine Lebcnsge ährtin. ( ; ; . Diese Heirath vermehrte noch das Unheil in dem schwer heimgesuchten Hause Mirabeau: 'Die junge Gräsin wetteiferte, mit . ihrem Mann an Leicht sinn und Verschwendungssucht, änstait einend beruhigenden und mildernden Eilchuß auj'den Brausekopf auszuüben, so daß eine Schuldenlast von 200,000 Franis daö erste Jahr ihrer Ehe abschloß. In . seinem. Grimm erwirkte der Marquis eine Zweite "lettre. de cacliet gegen seinen unverbesserlichen SlOmmdatter und gab lhm das einsamz Schloß Mirabeau, dann ein' be naÄdaüeS Städtchen als ' ZwangsaulÄC,. m auch diese Mittel nicht aucreichten, schritt der unbeugsame MtiU zur' Entmundigung tbt-- Ver? chwMers. ,)Zuvchiesem!z, .Schlägt, kamen bz!d zwei niedersch netternde Er eigniffe hin;u : Mirabeau entdeckte die it:enlosZg!elt der jungen Gräsin und z?z sich durch Thätlichkeiten gezen einen EoeZmann einen .vastbesehl zu. Der entehrenden Aerbastung ent;ög ihn sein LZaier durch, eine neue lettro tlo cachtt du llnr nach cem Felseninelchm Jj t-'" , "-'' J H- . mt'-": i ' rnroiey, iraureuo üie ungeirene vsaiiin sich in lir und Varis in den Strudel' geftNschaiNiche? Ktnüsse stürzte. ' ' , Dis''CNNnHnung, der Zwangsanfe:::Ka!k,, dl Weigerung feine? Fkau7 wilcher er im VewMsein seiner eigenen ,?lu,SZchweisäng?n,größ:nutHig verzieh? tiatte, diesen' unfreiwilligen lu'cntbalt z:: teilen, ,mu5.te eine unzähmbare Natilr :vie Äv'irabcau auf's Aeußerfte em' t öre:?. Jf kam er bald auf daZ ai'ii de Io.:x an der Scheizergrenze. fünfte !ottrs'dsJcl:otH:er'soUtk' san Löhcn eine neue, noch schlimmere cnc.ni uemnen. : Im Fort de Jou? GudeÄrtsDn?N,Z bnxi ;:rd sciucr Bildung zukommenden 5-sicht behandelt ; im Seniler 1775 s:':br:e er im Städtchen PoutarZicr,' am des sortö, ein sehr rergnügtes Lcn. wuvde der Lcme der !ö'Äsast WiuftMükME des siebzig ':hrlgeu Gerichtspräsidenten de Mattier ein LiebeSorrhältniß an. Tamal) yattc Ätrclkein das Manu-, slrirt seines erstcn Werkes, des leidenschastlichen,,SdÄi uris 66srNLms"bel j:ch. Er benüte die ihm eingeräumte !mAtS; 1s?'

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und Verhandlungen mit einem . Verleger in Neuchatel. ' Als die Drucklegung deS Buches ruchbar wurde, und der Gou verueur deshalb seinem 'Gefangenen jede Vergünstigung entzog, floh Mirabeau aus der Hast? drei Monate später folgte Sophie de Monnier nach allerlei romantischen Irrfahrten unter Mitnähme namhafter Summen aus ihres Mannes Kasse. , , Das Liebespärchen wandte sich mit dem Gelde Sophiens nach Holland, wo Mirabeau vom Ertrage seiner Feder zu leben, gedachte, weil dort bedeutende französische Verleger außerhalb des Bereiches der Eensur sich niedergelassen hatten. In Amsterdam , erhielten sie die Nachricht, Mirabeau sei zum Tode in effifrie usd zu einer bedeutenden Geldbuße, Sophie zu lebenslänglicher Haft ln einem maison de discipline und zum Verlust sämmtlicher durch die Ehe, erworbenen Rschte verurteilt: Es ging den Beiden in der Verbannung tzerzlich schlecht. Sie dachten schzn an Auswanderung nach Amerika, wo drr Unabhängigkeitskrieg dem geächteten Mirabeau Aussicht auf Fortkommen bot, als sie, unerwartet ,, von der französischen G ehe im Polizei aus gehoben wurden. . Der , Marquis r hatte eine neue i ' -.i . r 5 !' ? - ; '' lrr " " " v '''' ' :"' ! lettre ae cachet ., Nummer sechs gegen seinen Sohn erlangt, als Antwort auf das schmähliche Libell, welches dieser im Auftrag feiner zärtlichen Mutter gegen daS Oberhaupt der Familie verfaßt und in Frankreich verbreitet hatte. Mirabeau wurde in das Don jon de Vincennes, (nahe bei Paris, in strengen Gewahrsam gebracht. Sophie kam bis zu ihrer Entbindung und bis zur Ueberführung nach Gien unter polizeiliche Aufsicht. f- , . if Die l mehr? als dreijährige Hast in Vincennes , (17771780) vermochte Mirabeaus unverwüstliche geistige Kraft nicht zu brechen. Hier trieb Mirabeau ernste und gründliche Studien, bereitete er sich mit zielbewußter Energie auf den Schriststellerberuf vor. Mit Sophie blieb er unter Aufsicht der Polizei in schriftlichem Verkehr und richtete an sie zornglühende, liebedurchflaramte Briefe, welche nach MirabeauS Tod durch den Abgeordneten Manuel unbefugter Weife aus dem Polizeigericht veröffentlicht wurden. Neben diesen gedruckt vorlieg enden Lettres ecrites du Donjon de Vincennes" unterhielten Mirabeau und Sophie" einen geheimen. Briefwechsel, welchen Lueas ' de ' Montigny, Mirabeaus Adöptivsohn, später in, seinen 'sitz zu bringen und der Neugier zu entziehen wußte. Tee Tod von MirabeauS einzigem Sohnchen reifte im alten Marquis den Entschluß, den Gefangenen von Bincennes zu besreieu und um der Fortdauer seines Stammes .. willen , feiner Frau wieder zu nähern. Die Sache verzögerte sich aber, bis der alte Marquis den feit Jahren schwebenden Proceß gegen eine unwürdige Gemahlin sür verloren ansah. Der Stammhab ter des Hauses Mirabeau sollte beide Parteien einander nähern. AlS dies mißlang, schrieb er gegen seine Mutter eine Schmähschrift, wie er den Vater vor vier Jahren zu , ihren Gunsten angegriffen i hatte.' Bei dem durch und durch verrotteteten Familienleben des französischen Adels erregte diefe Eharaltcrlosigkkit 1 kein , sonderliches Ausi r A -;' iif 4 S: "; k t t f1'" 1 t'Len. 1 :i:'-'f' " ' Trotz seiner Freilassung roarMir beau . in Folge des 1777 in Pontarlier gegen ihn ausgesprochenen Eliminalurlheils civil todt. Er stellte sich dem Gemchtshof zu Vontarlier. erlitt eine ireiwillige Untersuchungshast von -fast uchs Monaten und ging nach einem vergleich mit der Familie de Monnier rehavilitirt aus der Revisionsverhand lung hervor. Dieser Sensationsproccß legte den Grund zu Miraubeaus rednesi'jchem Rufe, die gegen seine leichtfer--.i. v- 4 . Jr r-V1! ök, -,'--v-e ttge FraudlebaS fcöhkche Leben m Lir dem Zusammensem mit dem schreckiicheu Menschen vorzog., angestrengte Lyejcheidungs klage offenbarte Mlra 'eaus wilde,-hinreißende Beredsamkeit or ganz Frankreich (1783 )ß In der l)auotverha:idlunz sprach er füus Stunzen lang vor einer Menschenmenge. die ro!; dreifacher ' Wachen die 1 Schranken durchbrach, die offneT Zensier und die Fachdardäche? erkletterte., Obwohl der Lröieß ;u Gunsten der Frauen: schieden orde, hatt er Mirabeau so hochquf ?en Gipset der VolkStbümlichcit em orgehoden, daß sech) Jahre später eben, )ie Stadt Air ibn als Abgeordneten ti te konstimirende Nationalverfamnilung ,- Wtyr Kf t, r,: m: i!!!' ff m'ß nff 4r ' ' Die 5eck,5 Jahre.von 17L3 bis 178 hindurch fÄ)rte Mirabeau. eine' wahr zaft lalilinarische Eristenz, ' wenn-- er üchnitden,,Äerich' .den Ge ä.:guiss.'n nicht meor in Konflikt kam seine einzige Hilssqoelle bieb ' außer ocr- von seinem Vater bezogenen Aterstü?)m v.'ikskrait uns seine uur allzusruchtbare eder. , ' ; 'l Mira beau's 53er 1-indung ' mit dem 1;MI,nIUr.u:nt;idIe,::;hfi 4ei:tmä6ei:au5l:ön,1;fl küchizcn AntC'iCdcntieit lediqlich alZ ge h' (!.- ' ..4 , .''! . liS-i i i ''1jH ;!':' ll''! BZNndrmcttdz pckulatlou ' augezehen n werte,, pjlegk, geht in ihren Ansänge auf daZ Janr 17? zurücke Ta'ieu rand. damals noch Abbe de Perigvrd. schickte den von drückender Geidnolh verfolgten Pudli;isteu Zur eine gcheirue :B end unK i:: n ach Berlin. - E s wa r der Iranjösichm Regiecung von hohem Werth, am Hofe deS großen Fnedri einen politijchen Späher zu haben um heim veocr'tchenden T hronwechlel von den -.':n- rn) Absichten des Prinzen von ''reue:ifnntem beaatf r;)iclt 40,000 Franken und sandte dafür regelmäßig chiffrirte Depeschen an Tall?yran?.. Er behielt aber eine Ab schritt zurück und mach:e tro der ringe ititäcitfn tojerjciie s: mer Geld damit: die 1789 erfolgte Veröffentlichung der Historie ;5e ere te i o la rour do Berli n i st ein Schandfleck in ivttrabeau'S politischer Lau:bahn. Wie sehr Mirabeau seiner eigenen Vedenluna bewußt, wie reae

seine staatmännische Thatenlust schon

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drei Jahre vor AuSbrnch der Nevoln tion war, geht daraus hervor, daß er g Friedrich Wilhelm II. bei seinem Regierungsantritt eine Denkschrift über die in Preußen nöthigen Resormen über--reichte; daß der neue Konig die Schrift günstig aufnahm und dem Verfasser mehrere Audienzen bewilligte, spricht für das Ansehen, welches der bankerotte ! französische Edelmann durch feine Schriftwerke auch außerhalb Frankreichs

sich, erworben hatte. ,,,5,,, .m ' Die Kunde von der bevorstehenden Einberufung der Notabeln rief Mirabeau anfangs 1787 nach Paris zurück. ' Im folge seiner volkswirthschastlichen 'und soclalpolitischenSchristen. ,,vor,Fllem aber seiner Broschüren gegen den zügellosen Börfenschmindel mit den Aktien von Beaumarchais, , Compagnie d?3 Eaur do Parisr mit der Diskontobank Und der Banque Saint-Charles galt er bereits in der öffentlichen, Meinung als der kommende Mann",, als der Retter aus dcr sinanciellen Bedrängniß. Er durfte demgemäß ' die Hoffnung hegen, in die ? Notabelnversammlung berufen zu werden... Da dies nicht geschah, wagte er in seiner. Venenoiation de l'a!ota?e einen ückiichtslosen Angriff auf NeckerS Finanzpolitik, floh vor, der drohenden neuen kett de cctet, kehrte . bald im Bewußtsein seiner Starke. . nach Paris.' zurück, und wurde nicht weiter behelligt, obwohl er seine Angriffe gegen Neckers Tasten und Tapven fortsetzte. '' ' :., Für die kürzeste, aber weltgeschichtlich bedeutende Epoche in Mirabeaus Laufbahn ist sein Brieswechsel mit Lamarck (Herzog' von Arenberg) von grundlegender Wichtigkeit. Er enthalt nämlich die Briefe an die . leitenden Persönlichkeiten und die .den Hof eingesandten Notes- über die politischen Störungen, über die ' einzuschlagenden Wege Der verrufene, verschuldete Publizist erscheint hier bereits im Jahre 1788 als ein freiwilliger, rücksichesloser Rathgeber der' bedrängten Regierung. Sein besoldetes Verhältniß zum Hof ist durch i diese, erst im Jahre. 1851 veröffentlichten gesch 'cht lichen' Urkunden in richtiges Licht gerückt worden. Diese Briefe Mirabeaus an den Minister Montmorin bekunden eine einzigartige, politische Sehergabe, eine , geniale FähZgfeit,den Kern uudBrennpunkt der drohenden Ereignisse zu erkennen. Den Sturz Lomenie de Briennes weissagt Mirabeau mit verblüffender Entschiedenheit und. fordert mit kräftigem Nachdruck die baldige Einberufung der. auf fünf Jahre hinausgeschobenen Etatsgeneraux. Er betont in dem Schreiben vom 23. Dezember 1733 angesichts des bedrohlichen ZusammenschießenS aller reak- ! tionären Elemente und der unablässig steigenden Wellen der Eregung betm Mittelstand die unabweisbare Noth wendigkeit eines scharf, nmrissenenentschieden resormfreundlichen ministeriellen Programms wenn nicht die. Reformbewegung zu einer grundstürzenden Staatsumwälzung führe soll. Die erste Stufe war durch eigene Kraft erklommen. ! Nun galt es, Minister zu werden. Vermöge seiner stürmischen Vergangenheit, seiner Schriften und zuletzt seiner Wahl in der Provence war Mirabeau wohl die bekannteste Persönlichkeit in der , aus unbekannten und ungeschulten Parlamentariern bestehenden Nationalversammlung Trotz des anfänglichen Mißtrauens und der Beschimpfungen in öffentlichen Blättern wurde er bald zum Stimmführer in dem sich entspinnenden ewig denkwürdigen Verfassnngskampf. Von dem Tage an, da er dem königlichen Ceremonienmeiste? die Donnermorte zurief, die Abgeordneten würden nur vor den Bajonetten den Ständesaal räumen, und da er die Unverletzlichkeit der Bolksvertreter zum Beschluß erheben ließ, von da ab verging keine wichtige Sitzung, an welcher nicht der klarste Denker der Na-tional-Versammlung . seine gewichtige Stimme erhob, um auf den wechselvollen Werdegang ' der Verfassung maßgebend einzuwirken.! , 's ,, r.f 4"., iv ;ä , " y , i ji !. '4 ! l! ' -' ' ,- 11 Häusig warnte er vor den, Ausschreitungen eines doktrinären Radikalismus, weil' ihm als Ideal ein König vorschwebte, der sich an die Spitze der freiSieitlichen Strömung : setzte und weil einer gesunden Realpolitik die ndi? Yisibilite du raonarque et du peuple" oberstes Axiom war. . Dieser Grundsatz und das ganze staatsmänuische Programm Mirabeaus ist in der Rede zur Vetodebatte (1. Sept.-17L9) mit 1 unübertrefflicher Schärfe formulirt. ' Den Glanzpunkt! seiner rednerischen Laufbahn bildet die wuchtige und hinreißende Improvisation bei der Erörterung über den Staatsbankrott am 26. September 1789. Ein einziger Gegner meldete sich Zum Wort, blieb aber, wie erstarrt über sein Unterfangen mit vorgestrecktem Arme auf der Rednerbühne stehen und ging wortlos wieder , auf seinen Wlak. 1 :"' Jl;1" 4 " ., , l ;if , r ' ,.i & . , , , l . & , : e Mirabeau war thatsächlich,' wie LouiS Blanc schreibt, eine aus einem einzigen Mann bestehende Partei. Dies führte zu seiner Jsolirung innerhalb der Versammlung, deren einziger staatsmännischer ttopf er war, die veranlaßte den gegen ihn allein gemünzten Beschluß der Nationalversammlung kein VolkSvertreter dürfe einen Ministerposten annehmen. Nbch schwieriger wurde Mirabean's Stellung, als jeine Beziehungen zumHose bekannt wurden: tLa griode trahison du Comto de Mirabeau Z" riefen die Eamelots an den Thüren des Sitzungssaales, als Mirabeau übe? das Recht der Kriegserklärung zu reden sich anschickte. Aus der Thatsache, daß der König Mirabeau's , ! Schulden bezahlte und ihm vom 1 Mai 1701 ab ein Monatsgeld auswarf, ist gefolgert worden, daß der Mann mit einer so verdächtigen Vergangenheit sich dem Hof verkauft habe. Abgesehen davon, daß Mirabeau lange und zeitraubende Berichte und Memoranda zu liefern hatte und Entgelt dafür zu nehmen berechtigt war. ist eben aus diesen Notes" d erBeweis zu erbringen, i aß er ferne von Liebediene I

rei und Äerleuanuna fnner Wititeerf

Ansichten.dem haltlosen Monarchen nur lieberale Rathschläge gab, jeden Versuch einer Eontrerevolution mit größter i Entschiedenheit verdammte und eine rückhaltlos offene Sprache führte, die ein l awr:.. . j:'. "''' ':'''' - . . '"iKsl ' ssuiuiing me gewagl yalle. , . Daß der Hof, vor allem die Konigin, dem verrufenen Comte plebeien Nie traute und seine eindringlichsten Ztathschläge nicht befolgte, daß infolge-, dessen Mirabeau immer vergeblich mit seinen starken Händen nach den Zügeln der, Regierung griff, war ein in mner grauenvollen Vergangenheit begründetes , Verhanzniß.. Niemand sah dies klarer ein, als , er : O. wie tief schadet meine sittenlose Jugend setzt der öffentlichen, Sache," soll er gerufen haben. Wie ' vielbewegte I Verganaenheit, die sinn- und mäßlose Ueberarbeitung, die unablässigen .Ausschweifungen hatten vorzeitig Mirabeau's Lebenskraft unter-, wühlt. Schon Zm'HnMjlMHkzte er voll Todesahnungen wichtige Papiere an Lamarck, damit er sie als die wirksamsten elements. d'ariOlozle,, ausbewabre., zJm Januar konnte er nur mit verbundenem Halse. Präsidiren, .da , er fast,, täglich Blutegel setzen ließ. Am 27. März kam er todeskrank aus "einer Sitzung nach Häufe, in welcher er fünfmal gesprochen hatte.' Samstag, den 2. April, verschied der größte Mann deS sturmdewezten Zeitalters. Tiefe Na-, tionaltrauer wurde von der National Versammlung angeordnet, über ; 100,OOÖ Menschen wobnten ; der größartigen Leichenfeier bei. Am 4. April empsing das Pantheon seinen ersten Bewohner. ' :f J ff- fi . Es liegt etwas Ijöojt erschütternder Tragik in diesem plötzlichen Verstumme deS gewaltigen Staatsmannes, der nie an's Ruder kam.' Er entging den Y 't m ""''"! wii-M'-tiitti ,i -i-fi 1 ...i.ii'-.1vv 'ins.,-;'' mt"' , ,i.i ; Prüfungen der Machtstellung und den Enttäuschungen des Triumphs", sagt Sorel, er erlag im offenen Kampf, sein Ruf um alle unerfüllten ß Verheißungen keines Genies. 'Sein Grab umgab jenes geheimnißvolle Dunkel unvollendeter qroßer Werke, welches' für die Völker immer Reiz hat.-' : - ;''! .!',! -t r j,(:ii:ir;rs ut thü: ; Ein ZNufterkellner.: Kellner: Ich muß Sie bittteu, Ihre Bestellung im Voraus zu bezahlen. Gast: Was fällt Ihnen ein? Solche Unverschämtheit ist mir noch nicht vorgekommen! Kellner: Ereifern Sie sich nur . nicht so, aber sehen Sie, der letzte Gaff, der .Shadsisch bestellt hatte, bekam gleich eine große Gräte -in den Hals und erstickte d'ran, ehe er bezahlt hatte, und der Prinzipal hat's mir am Lohn abgezogen. , , - Ein triftiger Gründ. ' . - Zt. t : Wo ist ? denn 1 eigentlich Dein alter Schaft geblieben, Lisette? Er hat sich ja seit vier Wocken nicht mehr in der Küche blicken ',. lassen! Ach. Madam, der' kommt jetzt nicht mehr, seitdem er verheirathct ist. Was Du sagst! Wen hat er denn geheirathet?, Mich, Mai.,..,, I ,i ki ßfp4;li$s w'- il-'"'; l ! , 4 &il yanvi , '' " " ' r1,:i :!'! t ?'-'irr" :-US5-w" .":.'.' :!!? .::' X JVnf l.:i' !!:!! : üh: iij:.!!.::;:!.. lü.ü;::!!' : :! Htt Ein gut gekosteter" Reisende?. f:. '.; 't;i --i '''"ipaiiiniiil'ilijVF 'r'liV'illfJ'ifif1!;!!' ... Verstand. Ein Backsischchen, sch ön, witzig und munter, fragte eines chönen Tages die Tante : Wie muß es n.r sein, wenn man liebt VDu und Liebe ?" fragte dAWLMErU dekomme nur Verstand!" Kurze Zeit därauf beobachtet ElSchen während meh rcrer Tage ein tiefes Schweigen. Die be'umwerte Tante fragt nach der Ursache oeö veränderten Wesens ihres LieblinzeS. Ach, liebe Tante, die Ursache n: es kommt mir so vor, als ob ich jetzt Verstand bekomme! " 1 M. 'ijH:1!,:;: Durch chau t. Neffe sin den Universitätsserien . seinen Oheim besu chcnd) : Sei mir gegrüßt Tu goldiger, yerzigcr, einziger,, vortrefflicher Onkel i;'':f;ag3 ab:ceDchutden1habeu Mt''r

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,EineS,TeHnikerSy Daß Goethe'S Faust als ein, Sate. HismuS der Lebensweisheit für jeden Menschen, welchem Stande er auch angehöre, der Erquickung und Tröstung j gar viel enthält, ist eine zu , sichere und anerkannte Thatsache, als daß sie noch der Hervorhebung und Betonung be7fXv r.. ".is.Li 'i'J1"'...

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wutic. -cuiuiii vciiuuijcu ja uuu uic verschiedensten Beruisarten und Stände aus diesem herrlichen Gedicht SchlagWörter und Kernsprüche für , sich zu entnehmen, und es ist unter. Gebildeten kein Geheimniß mehr, daß davon nicht selten in einer Weise Gebrauch, gemacht wird, zumal bei öffentlichen Gelegenhetten und Festen, welche sich von N6 thigung und Gewalt nicht freizuhalten weiß. Wer sich aber in die gedanken volle Festrede, gehalten bei der dies jährigen Schinlel Feier des Architekten' Vereins in Berlin von dem Prof. Dr. Hauck, i vertieft, deren W ortlaut nun mehr das Eentralblatt der Bauverwal tu ig verossen.licht. wird mit freudiger Überraschung die höchst geiftreiche' un) aniprechende 'Ausbeute vor sich sehen, , welche der Festredner von dem besondern Standpunkte des Baumeisters und Jw ßejzieurs,H kurz, des Technikers über Faust aus der Goelhe'fchcn Dichtung zu gewinnen wußte. Und selbst über diese Bcrufskreise hinaus dürfte der' zu,n Theil neueund so ganz zeitZemäe iOedantengang der Rede der allgemeinern Beachtung und Zustimmung würdig ercf ""'hh"" !'",-"' !!,,,.,' ." .", Wendet sich nicht Faust mit seinem so ganz unbefriedigt gebliebenen Wis sensdrana und nun auch angeekelt von der Sinnenlust, die ihn edeusow'nig . L .' u " '' "'L v ; ' t oauerno zu c)ein virmocqr yar, in oer That dem Technilerberuse zu, als dem jenigcn der unter allen Berüsen allein emen. hohen 'Geist vollkommen zu befriedigen geeignet sei? Ditt wogenden Meere will er 1 weite Flächen durch Dämme und Brüten entreißen, Eanäle und Häfen dem sruchtbaren Küstenlande schenken, auf daß es einem freien, gtücklichen' Volke zum Wohnsitze diene mit den vereinten Segnungen von Ackerbau, SÄifffahrt und Handel. Und läßt Nicht der Dichter Faust im seligen Vor. gefühle. daß diese gesegneten. Spuren seiner Schaffensfreudigteit" im Erdenleben nicht in Aeonen untergehen können, Abschied von der Welt nehmen! Unverkcn ibar wollte Goethe damit sagen, daß der Mensch sich nur in selbst, loser schöpferischer Arbeit innerhalb be stimmte? Grcn.ren, die er sich selbst steckt, wahrhaftes Glück sichern kann, weil der Trieb nach Erkennlniß, der in jeder Brust neben dem Thatendrange wohnt, der Befriedigung entbehren muß. Dem höchsten Wesen in der Erkennt' niß ähnlich werden zu wollen, ist eint Vermessenden, die am ersten Menschen schon im Paradiese gestraft ward. Aber nicht vermessen ist es, die verliehen Willensfreihett und Willenskraft in schöpferische Thaten umzufetzen. Nach der griechische Mythologie ist Prometheus der Vater des Menschengeschlechts, er entreißt dem Himmel das Feuer und lehrt die sterblichen die Künste, wo für er fchwer büßen mußte. Und doch wurde aus seinem Geschlechte das ri.ch'nvolk. Keine Periode der Ges uchte", sagt Hauck, zeigt uns eine solche Fülle von' männlicher Thatkraft und ist w rech an schöpferischen Geist schate' , w:e daS griechische Alterlyuln. : Deshalb können wir auch nicht darauf verzichten, daß, unsere Jugend in daS Denken und Empsinden jener einzigen Zeit eingeführt werde, freilich nicht unter Heulen und Zähneklaprem,' sondern mit oer Absicht, Begeisterung zu wecken und die schlummernde Thatfräst zn locken." l Goldene Worte zu Nutz und Lehr aller derjenigen, die jetzt schnell fenig aufräumen möchten Mit den Sprachen und i , der Geschichte der Alten. ' Dort gesellten sich zu unvergänglichen Ruhmesthaten nicht minder unsterbliche Werke des . Geistes, währendÄÜnser,?,eita1ier,' von ' der wortreichen Äegeisternng, die unsern Vätern und den Bejahrten unter uns, da sie jung waren, noch genügte, 'zü 1 wirklichen Großthaten im Kampfe um die deutsche Etnhe:t und ebenso sehr auf dem Gebiete der, Technik vorgeschritten ist. , Wir leben im Zeitalter der That, sie . ist ,es., die alle begeistert und mit Dtolz ersüllt. ,z h, u r :: ; i & -' Hat nicht jeder Zeitgenosse die Eröffnung des Suezkanals oder das GeUngen des Go:tharddurchbrucheS , mit Jubel begrübt, obwohl doch ,nur verbältnißmäßig wenige dadon Nutzen habnit PJM' politischen Getriebe ' der Gegenwart macht sich I Jubhl Harnisches Gezänke und unfruchtbare Nörgelsucht bem ertbar, aber Z auch diese trüben Schatten verdanken ihr Entstehen, doch nur wieder dem strahlenden Lichte. So besteht :jc der Unbesonnenheit und , Ueberhebung. Dennoch führt auch hier die Lebendigkcit und Regsamkeit zur Vollkommenheit. Darum muß der Bau!ünftlcr und Ingenieur die Schassenskrafc der Jugeno neben der Uecerlegung des Alters besitzen. Jene ' schöpferische That gkei: aber, die allein innere Befriedigung gewährt, läßt sich zwar mehr oder n icr in jedem Beruf ausüben, aber - o h wohl in keinem so wirksam und beglückend, wie im Technikerberufe. Auch die in der Erkenntniß wurzelnden Wissenschaften gediehen in unserm Zeitalter zur Feststellung der Schran ken, welche ihuen gesetzt sind. Mit Scharfsinn und vollem Bewußtsein ervrtert jetzt der Forscher die Grenzen unseres menschlichen Erkenntnißvermö gens. Die Mathematik hält ,,, einen Satz geradezu für erledigt und eine Anfzabe für gelöst, wenn die Unmög lichkeit ihrer Lösung nachgewiesen ist. So gelangte der Mathematiker Linde maun vor kurzem dazu, die uralte Quadratur deZ Kreises wissenschaftlich abzuschließen, indem er die Unmöglichkeit der Losung schulgerecht nachwies. Während nun der Forscher insofern stets' unfeirttfj :'bcr':;'! Unmba'Sfeit S ücl; Stoffes und der Ausgaben mit Span. L: L.

nung und Ungeduld gegenüberMt, d jeder Erfolg nur neue Räthsel vtt Au. gen rückt, darf der Baukünstler und In. genieur sich glücklich preisen, weil ihm beschicken ist, abgeschlossene Neu. schopfungen ins Dasein zu rufen, die um ihrer selbst willen erdacht und, eni standen sind. Und während der Entstehung schon genießt er täglich d'e Freuden seines Schaffens, das vollendete Werk aber muß ihm als ein wahrlich nicht stummer Zeuge, seiner Thätigkeit hohe Befriedigung, und Genugthuung spenden. SchöpserischesGestalten ist seine Lust, und in jedem Bauwerk setzt sich der Bsumclster gleichsam selbst ein Denkmal. ' das noch von ihm und für ihn spricht, wenn, er länast die Auaen at

schlössen hat. Jeder andere Beruf , fühlt sich bei feiner Ausübung mchr . ; oder weniger behindert und eingeengt von der Unvollkommenheit der mensch-, . lichen Einrichtungen und Verbaltnisse, mitdenen nun einmal gerechnet werden x MUß. : -; ; ,,'. , . ..,: , Jener vollkommene Zustand, wie Sch nkel ihn nannte weil eben Neues geschaffen wird, ist ' allein dem aus' übenden Techniker vergönnt und gege- ' ben ähnlich dem Künstler, den Em. dildungskraMEinPbungÄ !"! Zum glücklichsten der Sterblichen ma. . chcn. ; In der Mitte zwischen dem zer- t gliedernden Forscher und dem schöpferischen Künstler steht der Techniker. ,Er soll Wissen und künstlerische Begabung ' in sich vereinigen und stet fenes Goe lhe'schen Wortes eingedenk bleiben, daß man immerhin Fehler .begehen mag, , aber keine bauen darf. Nur das der edelsten Kraft und vos. , lendetem Können entsprungene und i!l darum in sich . vollendete Kunstwerk de- , friedigt den, der es geschaffen hat. Das läßt mit andern Worten Goethe den jungen Euphorion sagen: ' ! Das leicht Errungene, ' " " " ' , ,,,,Das widert,,mr, ; Nur das Erzwungene u Ergötzt mich schier." , . . Und doch, um wie viel glücklicher als Faust muß sich nicht jeder andere Baumeister und Techniker fühlen! Jener vollbrachte sein Werk mit der Geister verhangnißvoller Hilfe .nicht aus eigener Kraft, und beklagt .selbst ftin Schicks . , sal, da er nicht als ein Mann allein vor der Natur stehe. Hatte Faust eine technische Hochschule besucht und sich . , mit Ersolg dann selbstthätig ausgebildet und geübt, meint Hauck sehr richtig, dann konnte er dem Mephistopheles den Laufpaß geben uud seiner Dämme und Bauwerke sich mit jenem Hochgefühl und Stolz erfreuen, die jeder tüchtige: Techniker aus seinem Leben und Wirken einmal geschöpft zu haben bekennen darf. Und rn diesem tieferen Sinne, den Faust nicht . einmal an sich erfahren sollte, darf tnit ihm in berechtigtem Selbstbewußtsein der Stand der Techniker ausrufen: Ja, es ist der Mühe werth, ein ' Mensch zu sein! Daß doch dieses Gelühl höher Befriedigung Alle, Meister, und Gesellen., bei der Arbeit ergrisse und erfüllte! Daß jeder sich seiner Stelle freute, um dem Verächter und Verführer Trotz zu bieten. Möchten doch jene Zeiten wiederkehren, da ' selbst die Steinmetzen , jedes Werkstück ihrer - fleißigen Hände, nicht ohne, ihr ; Zeichen eingemeißelt zu haben, von sich " ließen, um darzuthun, daß ein jeder Arbeiter am Bauwerk, und sei es noch so prächtig in seiner Vollendung, dauernden Antheil habe ! Unbeschadet neidloser Anerkennung und Unterord i nung unter die alte Wahrheit, der wir auch bei Faust begegnen: :i ft :i ,., . tttX rirfiSrta rtrnbfi Mrf tnssn?

ff" M ytVQ Genüat ein Geist für tausend Öäude. i

Es ist leider wahr, unserer Zttt ging vielfach die Arbeitsfreudigkeit verloren, zugleich das gemeinsame Gefühl der Verantwortlichkeit über dem Schaffen und der Zusammengehörigkeit bei der Arbeit. Diese Gesüdle wieder zu nah ren, ist heute mehr als je des Meisters und Arbeitgebers ernste Pflicht, -wenn anders er bereit ist, nach Kräften ander Besserung und Hebung unserer socialen Zustände mitzuwirken. Er muß das sittliche Bedürfniß empsinden, 'alle seine Mitarbeiter und Gesellen,, zumal auch im 'unmittelbaren Verkehr, wo es sein kann, an sich heranzuziehen, daß sie mit ihm die Freude an gemeinsamer, erfolgreicher Arbeit theilen und zu ihm Halten als zu demjenigen, ' der sie alle glücklich , . 0 - . . . - ' , . itJ'f und zulrieden wissen möchte.. : So will auch Faust, die dem Meere müh sam abgerungenen ' Flachen r zu Wohn, statten glücklicher Menschen umgestak ten. "' Die schönste aller , Thaten ist ihm die That selbstverleugnender Menschen liebe. ' Darin, laßt unS ihm selbstlos

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folgen I ''JV'ri 'iii'ill : l' f ' ' -iD i e g e schei d te Kä t h 'DttIleine"Emil,i(ln lesend, zur Ü öchm ) ; .Sie, Kathi, was soll denn daß tzeißcn: Er schritt seines ' Weges fürbaß! Kathi (die cs auch nicht weiß): Ach was, das ist nur so ein , Druckfehler. Es , foll heißen: Er schritt seines WegeS barfüß!" ' ' ' - iifot. ""''' !,:, i,' -'-' K ' fel''o ri cbrra a u r Gü te. Dame: Rosa, so oft ich Ihnen etwas faaf1 4fit ',. .ir&t '--(''. 7Ntn vt,itfii, lyuil ii. V iiiui. . mädchenADapchaben'l'wir'' Beide ein V ergnügen, gnädige 5 Frau h" ' Ihnen Wacht's)Dpaß,?!;,Hu? befehlen, macht s Spaß nicht zu gehorchen'. f?yi o cy m e y r A: - .'enken Sie sich, meine Toch:er ist indem letzten Sittendrama gewesen, aber alle Augenblicke wurde sie roth !" Frau B.: Bei meinem ' Sohn ist ' es schlimmer, feitdem der solche Stücke besucht, ist er ganz verroht. , ' f;VFrühere Du den Mund halten ! ! ( Die ! kleine ikmmaÄicktjW Verspreche es mir fest!" Emma: MaÄenn,,,ich,den5Mund..hal li '!:! tm,söanMd QeUl 1 K&4;rh:"'"J-& y ll x-i: ;:;!,, , ,m.mWW !

wjü,, tj'j 1 1 c 1 1 a n i ;!;5,f o roerr i ZTachsicht vom .Publikum, daS . wahre Veniel!t,)WWsichiiz'N . , . ' ,: ' :. 'Siiii air1; f, i,;:::: "' Mnv,. ;::r: 1,1, ,.!:' ,- ' ; . 'MifJ JV. TS "':'-N : 1' x X .''"'" x " ''"' . ' , ; !ji .fl!!; : mv. !,!

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