Indiana Tribüne, Volume 14, Number 203, Indianapolis, Marion County, 12 April 1891 — Page 7
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Schwindel mit! Höfllefersn 1 enllteltt vor Gericht. ff Der v?elbesvrockene Schwindel. JÄ... Mtt fcerlBefchÄ ieln unterlag jüngsthin in Berlin der W rü sän Mer ' dritten Strafkamm er des Landgerichts V Ter , Zuschauerraum war bis auf den letzten Platz gefüllt, und Kunderte von VerfonenZ erstrebten ßGeöeZ.KWKritt. Ans der , An-! llLAeraui saßen der Redacteur Moritz Kelttr, der Kaufmann Ed. Thiele und t'iH" .jJS, if'.Vi !'!' '""l4'ii. ''li'''. V''VmlJjMl der Kanzlcldiener beim Hozmarichall amt. Albert Mann J)ie beideniErstgeß nannten sind des gemeinschaktlichen Be1 truges, der Letztere ist der Beihilfe beschuldigt. Ter erste Angeklagte nimmt das meiste Interesse in Anspruch. Er wird aus der Untersuchungshaft vorgeführt, während die beiden Mitsinge klagten sich auf. freien; Fuße befinden, iiükf 'i Vv . i . 1:. S"' it. i .?"' " "
1 ' xifitun ins vlsycr nnoelazonen, Z!!!!!S'!!!sZReitet!lst öÄgenWVahre 1872. we'sen Urkundenfälschung mit neun Mo-. natcn Gefängniß und im Jahr? 1876 Vergehens gegen die Gewerbe MWWSr1rwnq mit 260 Mark bestraft. ' -Er
ist Redacteur der Orgcl-Aeitung" und k?M Älitardeiter für verfchiedine andere
technische Zeitungen sein. Als Äertheidkger steKn den Angeklagten die Rechtsanhalte Sronker, Dr., ..Friedmann, und. zH Meschelso'.n zur Seite,. Ter Ange- ' ' klagte Thiele gib gn, daß er Besitzer i einer ": Cclonialwaarenhandlung in der ' Leipnaerstrane und ?HoMelerantO des
i Fürsten von Schwarzburg -SondershäuseN sei sei: Rcitcr protestirt dagegen, daß ' ' A il.i" '' .. Il.rf-;.- 'L. 'Ji.'S:C:' er zu ecr .'mttaae,arut Ql5 ..rlla
s,.7l, dc!phiae" : bezeichnet sei er sei Tr. der , : '1- t 'z-t V !! .. 'v r' .- V't i- ' ',i
ijiis rpine ourcu lvlomeoes äjrToro ,Hf f . i, .,!,,- T-rr ' . ';! ' r . ; A . ,t'7i wmV - ,ii ;i; Y H r r,(ioÄcgt und einer Ztallenljchen Uttlveril , " - tät und Tr. ned. dfs Staates Florida. A ' Seine Vernehmung nimmt längere Zeit in Anspruch. Er gibt zu, daß er im Lause der letzten Jahre ungefähr SO t i0txfcritti cn ! olic ferantcnt if e fcer- " " -schasst babe. aber nicht in der Weise. w:. die Änllage' annehme. Seme Thätig' - keit babe 'darin bestanden, dan er .u. nächst durch rastloses Schaffen den ReRDHeaeuwoffteZerantertltelapch ' oder ' nrebreri? Nesettingen aN Waaren MAbAyrOchsbeZMS dies bemerk-
stcüigi ,wo:den sei,. könne . weiter gear-. beitct werden. Präs.: .Können .Sie mir Andeutungen machen, !n welcher WßisM ie denn nun Schritte nnternah men. um den Zweck zu erreichen? Reiter: O, ja. Ich richtete Namens der Inkercttcntcn Gesuche an das Host marschaüamt ' und sorgte auch für PWmßscblüngeu hochstehender Personen. h;:4:M' ''va!-.'? m f , ' ? '. - .-r.'tinjcis.e i;t 0iajeit auen ( zrers nöthig sitid. ' ' Präs.: Hat' der N'an;Zeldletter Mann Ilznen ?un die Nam?n und auch die Adrrs sen solcher Interessenten mitgetheilt? Ange?!. : Haurt'-ächlich nur von solchen, welche FZDHgea - worden waren; ich bänu zeigen, daz;! ich im Stande " y.l vimipt" erreichen. Anderen . niÄt öztickz war. Präs.: Sie- wenvettu sich zunächst schriftlich an die Rtt siettan:cn? Angett.: Iawoül. Präs.: Ich wltt Ihnen mal vorlesen, waS an dem Kopse dieser cd riÄtenZu' schristen steht. Nachstehende Htitthev lunAen sind Vertrauenssache, ich Halts Sie für einen Ehrenmann, Wer das ' ihm ' geschenkte ' Vertrauen mißbraucht, ' ist üWhrenhaft. AngeN. : dl : .doch selbstverständlich, daß dergleichen Sachen mit Tiscret!on ' behandelt wer"ÄeF ' Prap: "Wann träten 'Sie' mit ttm Angeklagten Thiele in Verbiß dung ? - Angekl.: Es muß Endc Tecem'.e? v. I. oder Ansang Januar ge--wescn fein, als der mir biö dahin unbekannte Tbiele zu mir, kam und mich " fragte,' Ob'ich'den Erben eines Berliner größeres GeZchästvinhabers den Hos lieferautentitel verschaffen könne. Ich dachte, bandelte sich Ml die Singer'zchen. Erben, und l da ich wußte, daß fa'Ü$i$Üi:.$I M -- i! Jfi:, :',! k " "' "r-ffti Ja"-t: "'' ' faatc ich u. Spater sah tch em, daß ich mich in den Personen der Reflektant im geirrt hatte, es handelte sich um eine andere Firma, die ich nur' nennen werd?, wenn es jur nöthig erachtet werden sollte. -?Präf. : Es, wird nickt nothiz sein. Tak Sie sich sür Ihre Bemühnnzen crbebliche Summen zahlen ließen. " räu.i:en Sie wohl ein? t , Auge!!. : Gewitzt ' m pll, , " ' iVagf t lii 3s c Thiele will nur in, einem' Falle mit Reiter ' zusammengearbeitet haben. Ihm sei zu Ohren kommen, daß Reiter dergleichen e schäpe mache, ltnd zwar habe er es von dem Holzliändler Liepe und dem Por ze2anhän)ler Höfchen gehört, welche durch Reiters B:rmittelung zu Hosticscrantm ernannt worden seiend Der Inhaber eines Berliner Teppichreini- , gungs Instituts, Graßnick, habe sich Lssnach, dem Titel eines Hoflieferanten ge'sehnt'vn in dieser Angelegenheit sei er, Tele, mit, Reiter in Verbindung getreten. etrritte .-SCti örfsöatrn St.önätf ibieticiiCS'11 H&- iii."' !''"! ii r -t'r 't." ' jW'""1. -''t-ii. StoiCrndra mß uzd will von der Angelegenheit M uMÄZcklchtK wissentK Er will nur weniqe!alQulit AeiterIulä . jrrjf"c:i und bei dieser Gelegenheit von LIMni habe cr kemerlel Belohnung dasnr er haZtm. Bei , seinen srüheren Verneh l muug?n bat Mann angegeben, daß er keSrZaÄ Beträge von 5U Äk. von Rci ier erhalten habe. Der Kutscher des Prin-en eorq, Dienst, habe ihn gebe Htit, isMic'enigen PerZonen zu nennen, welche sich um den Hoflieferontentitkl bei dem weiland Kronvrinzen Friedrich bewarhen, cs sei hierbei etwas zu ver-d:e.-.en. Der Angeklagte Mann erklärt aH Vorhalten, daß er diese Anp'sm in der Verwirrung gewacht habt. ' J MMM Als erster Zeug? wird der Kaufmann Graßnick vernommen. Er 1 ; hat 1 schon felriVbec 20 Jahren die Reinigung der Teppiche snr'den Hof besorgt, und den '.inzch gehabt, Hof-.Teppichreiniger" zu werden, Seine Bemühungen seien erfolglos gewesen Da sei eine Tages d:r ihm bis dahin unbekannte Angeklagte Thiele zu ihm gekommen, und habe sich minder Bemerkilnceingeführt,
KtzferUWekreg I des KolttefetantM titels erscheine, Er . kenne seinen Wunsch und fragte ihn, wie viel er daran wenden wolle, den Titel zu erhal im." Mer Zeuge hat geantwortet: Sechshundert Mark.7 Dafür arbeit ten wir nicht, 'habe Thiele gesagt,! ich komme vom Hosmarschallamt, wir, haben es uns überlegt, Sie sollen den Titel haben, , wenn Sie 3000 Mk. opfern. ' .-iSi. ; 1 1 ' t P -i ,si) v f "' ' fl r.; ' - Der Zeuge hat , dlese Summe für zu hoch gehalten, und Thiele dann seine Forderung auf ,2000, Mk.?ermäßigt. , I: a"' ' ' ls j'11 1 ist'""i 'jfi'w-i .. . Als der Zeuge sich immer noch zurückhaltend verhielt, habeThieU die Drok J it-r ;i; i , U. i i1" VW'1 ' i hang durchblicken laszen, dag er auch die Arbeiten sür den Hof verlieren könne, wenn er keine Opfer bringe. Nach einigen Tagen habe er (Graßnick) von dem Vorgefallenen dem Hofmarschallamte Anzeige gemacht. ' ,'' ;ii Porzellanhändler Höschen bekundete folgende s:. Ä ls er vor ein er Rci he v 0 ir Fahren sein in der Leipzigerstraße belegenes Geschäft von seinem Vorgänger ü bernahm. habe er geglaubt, daß auch' deKyMefeMtenjite Inhaber gehörte, auf den Käufer über- ? .. - : : i-'fT . ., . y' ..... -l.! i. . 9 '?! ßehe. ' Er habe erst erfahren, daß er sich in dieser Beziehung in einem Irrthum befand, als ihm vom Hofmarschallamte die Weisung zuging, die Wappen zu entfernen. Trotzdem er die Lielerungen sür den Hof beibehalten habe, sei ein Gesuch um den Hoflieferantentitel dennoch abgelehnt worden. Als später die Kaiserin Friedrich persönlich Einkäufe in seinem'Geschäfte gemacht hatte, wiedcrholte der Zeuge fein Gesuch, erhielt 2ber wiederum eine abschlägige :. Antwort. . Längere Zeit ; darauf sei der Angeklagte ' Reiter , zu ihm gekommen habe ihm mitgetheilt, dan er von desseu vergeblichen, Versuchen' Kenntniß habe, und sich ' erboten, ihm den Hofliefzrankentitel zu verschaffen. Der Zeuge hat die Vermittlung angenommen und sich bereit erklärt. MuriÄOjQRüttl'iu
opfern, aber daran die Bedingung geknüpft, daß , er erst zahlen wolle, nachdem er das Patent in Händen hätte. : Tn Reiter sei hiermit : einverstanden gewesen nnd ,nach wenigen Wochen' sei feine Ernennung eingetroffen. ,!, Wenige Tage, daraus ' sei dann Dr. Reiter , erschienen und habe sich die 00 Mark ge holt. V on dieser AngelegeNheit müsst sein Nachbar, der Angeklagte. . Thiele gehört haben. ' .Eines Tages habe deo selbe ihm mitgetheilt, daß ihni sein Hof' lieerantentitel des Fürsten Schwarzen burg-Sondershansen nicht aenüae und er ebenfalls den hiesigen Hoflieferanlenrr:t.i .c... .2i.t. rrCT- t'VCt :lU vjL-i' iiici ijuoc uiüuiic. Ä-gieie i;uuc ujii beten, ihm di Mittel und .Wege zu sagen, tvie er seinen Zweckzerreicht ;habs. und er, -' der Zeuge, habe eine Veranlassung 'gehabt daraus cm Geheimniß zu machen, sondern den Dr. Reiter genannt. ' , im :00i(00llß , ., Der nächste Zeuge, der Leibkutschn Dienst, hatte bei seiner Vernehmung einen schweren Stand. - Nach längerem Vorhalten seitens detz .. Präsidenten räumte er ein, daß er zu , zwei verschie denen Molen vom Angeklagten .Reit Geld bekommen habe, das er mit , dem Angeklagten Mann theilte. Der Letztere habe ihm von den Gesuchen des Kauf. rnanns Loschen .Mittheilung!! gemacht und cr wieder dem Angeklagten Reiter hiervon Kenntniß gegeben. ";,v Der Staatsanwalt hielt ?,den, t den beiden ersten Angeklagten vorzemzrsenen Aetru.)sversuch ' für erwicsen und ebenso die .AnstiftuNgUbeMZWeihilfe dazu seitens des Mitangeklagten Mann. Er. beantragte gegen den Angeklagten Reiter neun, gegen Thiele echs und gc;en Mann vier Monate Gesängniß. " Die Vertheidiger vlaidirten auf Frei' iprechung der Angeklagten. ' Na.ch kurzer Berathung erkannte! der Gerichtshof dahin, daß alle drei ?lngeAagt'eADuffrcchen" Bei ii der Thätigkeit des Angeklagten Thiele.fehle cherUauZalnexuÄ'Miza L orspicgelungen und dem angestrebten Lermogensvortheil. Auch sei ein Ver,?lögensnachtheil des Graßnick nicht zachgewiesen, oSgleich für festgestellt! erzchtet worden sei, daß besonders Thiele demselben falsche Vorspiegelungen ge5nach5öaLeFH W 0$ Es sel aber ferner .angenommen worden, daß Thiele in der Voraussetzung lebte, er könne dem Zeugen Graßnick durch Reiters Vermittelung den Titel beschaffen. , und deßhalb konnten die von .,ihm,MNgewendetenzzfal fchentVorfpiege lungen !: nicht ! in's ; Gewicht fallen. Es sei ferner niemals,, eine Vorauszahlung verlangt worden und , dieser Umstand wrechc ebenfalls ffiv d? Anqeklagten . w iii?- C -" -i! !!' w v rwwww-w mm v w WMUwm1- wüfi Xt zrSi'i tiit: Pil Clae Erinnerung V9 V'NkMÄ ....eiffrtm'Wistri i $t m ..il!..:!!m ,l1:.:p:..ip: , Lady Rothschild erwachte eines nebeligen November-Morgens mit einem g ellen An g st Ich rci. mim 0, ich habe entsetzlich geträumt", äntwoMteksie BlickÄ'ÄüfKieÄo Das kleine Kammermädchen schlug mU;;nittmHfö sammen, kcuute aber tief innerlich die Befriedigung nicht unterdrücke, daß diese ungezählten" Millionäre, die sich alles kaufen konnten sür ihr vieles, vieles Ge'd" doch wenigstens nicht den Träumen zu kommandiren vermochten. Ja, was kaufte dieser Baron Nathal nael nicht alles! Gab es wohl irgendwo in.London, Paris uud Berlin, nein in der gaMl?)ivilisirtenMelt ein Kunstwer,'oder!?emFÄurio nerauge des , Millionärs entgangen wäre? Nnd vom Sehen bis zum Besizen war bei ihm nur ein Schritt, nur ein Federzug ! Sein 1 , Sohn pflegte lächelnd zu sagen: Wäre Papa Anti-' quar geworden, so hatte er ein reicher Mann werden können" ein Kompliment, welches der, altere Baron dankend in Empfang nahm. Lad? Rothschild blieb auch während der Toilette etwas verstört; der Traum mußte einen seltsam tiefen Emdruck auf sie gemacht haben, denn um ihre klugen milden Augen lag ein leichter Schatten und , sie schrack bet dem leiselteu Geräusch zusammen.
Was hatte sich MWagm?,' '::!: AmHbenv vorher thek des Hauses, rn der berühnten Val
men-Rotunde.! eine kleine intime Gesellf r I ' ",". '-. :, ( - ri- ! .. I,, ."f oetm yee. rerzammelt gewezem Ter Baron hatte eine Anzahl Bücher gekauft, die er den Herren 'der Gesellschast im Flüsterton erklärte, und da er absichtlich das Heranziehen von-Damen in diesen Kreis vermied, glaubte die Lady, daß es sich möglicherweise wieder umKuriosa, wie d:e illustrirte l'ucejlle" Voltaire's o)er Jalietto" des Marquis de.,Made,,,.und, ähnliche !' Büchse handle, die die, Eigenschaft haben, zu gleiHer.,,ZeitsMr.,bekühmt lind berüch tigt zu gelten. , Ihrem reinen Sinne lag das Lesen solcher Bücher fern, den Schlüssel zum Kuriositäten Schrank, der derartlgeLcktüre'barg, trug der Baron ber sich, sonst stand die ganze wun derbar ausgestattete Bibliothek jedem Mitgliede der Familie zur Benutzung frei. DiesefH!alZUe ' sie in rtyrer; Gatte legte den kleinen Stapel Bücher auf ein MeneHAegal, und dort blieben sie liegen, doppelt geheimnißvoll,' 7 weil, sie deutlich gehört, wie der Baron 'bei der Vorzeigung gesagt hatte: ,, Die Damen sollen es nicht wissen. ' n ;" : ; Man verließ " endlich die Palmen Rotunde und soupirte im Marmorsaale des" Palais. Mitternacht war längst vorüber, als - Lady Rothschild' . sich in ihr Schlafzimmer zurückzog. Gewöhn lich las sie noch ein Paar Seiten irgend :ineS Tages-Romans, ehe sie ihr, Nachtgebet, sprach; .Os .v tvnr'nür'eine gierige z Frauen-Jdcenverbindüng, daß ';'' :"' ''iit" ' 'tllrsV ''"''''''li-V .;' !, - rhlli.lL ' tc an das neue Packlein Bücher, ,n der MdlZöZthMchteMKder?VK'bö gleitet, gelangte sie z?r dem Bücherbrette, von dem sie langsam, fast widerwillig, eins nach dem andern der alten. Hier und da schon an den Ecken ramponirten Bücher aufnahm. War es nun die Erregung oder irgend ein anderes Motiv, ein Instinkt vielleicht die Berührung dünkte ihr unangenehm, die L edereinbände fettig und ' seifig, 1 obgleich sie sich durch nichts von anderen Ä,en;)öW,r$ ..,5z. Die beiden ersten gleichen Formats ,rntiv ßinhands MychteM einer gewissen Mary Batemxn gehört haben, ihr Name r. -: iiVH', virjfe: ..!j;,1,ni;!!iy. ttlc..:- 4 Y'1 stand inwendig am dem Deckel; das eme war "Ilnrt. 0k .sciitiurk" von Slr John Eheek das andere: Arcadion, Princcß von Braithwaiter," alte, uninteres. santeBiiMauSJeln Tlnzang dieses Jahrhunderts. ..Dann kam n ganz kleines Dändchen ,,attgweiljge.fr,anLösi scher Gedichte; der Teckel inwendig trug den ö!amen Louvet de Aouvray. War er der Besitzer gewesen 1 oder der Verfasser? UnmSZlich dasMetztere ?--sagte sich die hochgebildete Lady, die des geistvollen DchriststellersBriesekannle nnh sk'n?l? brnihntt?.! 'Jlhisftth4: h jj1 j w ? T , " W, ff , ! .. ff ' J " er von der allesverschlingenden Guillotin e verNichtet'Ivurde 777 folgten zwei ElcevierBände, . gebunden von Joseph Zaelmsdorf", ferner ein ganz kleines Büchelchen mit der Eintraguilg: George Eudmore 18:)0", das die Lad als unbekannt bei Seite seglet Einen flüchtigen Blick warf sie noch auf das ehenio unbekannte Life Äff ;EöV der" John H ö rw 0 0 d u mW ann den letzten Band zuWzreisenKder eine Reihe ' vorzüglicher Kopien aus Hans Holbein's Todtentanz enthielt, Alle anderen Bände ließen ihr Interesse kalt, aber diese vortrefflichen VerrnelßlttMMMdes berühmten Danso maoadr" zogen sie sonderbar an, sie nahm das Buch, gab es der Zofe zum Tragen, und so wenig auch für die Stunden der Nachtruhe solche Lektüre geeignet ist, sie blätterte darin, bis die Erregung, welche die Bilder hervorriefen, einer völligen Abspannung wich, der Vorbotin eines tiefen Schlafes., , - Und aus diesem tiefen Schlafe Äar sie am Aorgen mit einem entsetzlichen. Angstschrei erwacht. . Ihre Lieblingstochter loste durch zärtlichen Morgenkuß 'die ängstlicht Spannung ihr erzählte die Baronin den seltzamen und beängstigenden Traum; doch dem heiteren Geplaudei des klugen Mädchens gelang es, den i"1""'" ' r " l;yw i'T'"""1''" ,i' , ' . ' ' t '" " T ' . S ii .!5 .. SS': Buch, das das Kammermädchen auf den mmtißgfc ' besah i die Bilder zum zweiten Mal und zum zweiten Male erwachte sie am nächsten Kt . .!'Mrr: at . nr jl 's mt morgen iiiu einem angiiimici. Meine Tochter soll kommen," ries sie völlig verstört, und als dieselbe ;j; er-' schrocken herbeieilte: Denke Dir, Jane, ich habe wieder dasselbe geträumt, dasselbe Entsetzliche. Dem jungen MM chen waren alle Familienmitglieder schnellstens gefolgt, denn die Zofe hatte mit schlecht verhehltem Schrecken ten Frühstückstisch alarmirt, und der Gatte sowohl als die Söhne glaubten an einen ernstlichen Unfall. , 'V ',,,.; Mi Was ist geschehen?" fragte Baron .Nathanacl. ; Zwei ?!ächte hintereinander habe ich !dense lbÄachHeulichen die Bibliothekthür öffnet sich, und herein triit ein Zug weißer Gestalten. Manner, angcsührt von einem widerliehen alten Weib sie haben sich zu einem Kranze umschlungen, einem Todtentanz. : Mit dem Strick um den Hals, mit den Mz wogen .sie in srechen Bewegungen auf und nieder widerwillig in ihrer Reihe tanzt ein schlankgewachsener Kavalier, dem bei jedem Pas der Kovf hochstiegt, um danach wieder auf den Stummel deö HalseS hinabzufallen ein blutjunges Mädchen mit sanften, edlen Zügen, deren' lange blonde Haare von Wasser triesen, springt gedankenlos einher.... :S'fZ aber daö ist nicht das Schrecklichste bei diesem Traume , sie Alle, Alle haben furchtbare Wunden an ihrem , nackten Körper, große Stellen, von denen die. Haut abgezogen ist ein entsetzlicher Anblick. Und wie ich im Traume aus der Bibliothek fliehe, folgt mir das blonde schöne Kind, stellt sich flehend vor mir auf, deutet auf die blutigen Male ihrer blüthenweißen Husten und
garzttgen morua zu vericyeucnen. b Ais die Lady ' sich am Spätaben zur Ruhe begab, sandsl das. ominöse
j'ipfff Cr i fjn ich wem nicht was aber
lch'erwache'mihZfim müßte mir das Herz brechen!" '"X Der alte . Baron und ; seine ' Söhnt sahen sich mit .einem seltsamen Blicke an da bemerkte Fane den "lance macabre!- und rief vorwurfsvoll: ;Ja meine theure Mama, wenn Du solch' entsetzliche Bilder zur Nacht beschaust, ist es kein Wunder, daß garstige Trau--me Dich verjolgen." ' ! ßW l ' : Baron Nathanael nahm , das Buch: e und lav , Mich ankleiden, es ein er. , Du sollst in Got tes Lust und Lich! die .weißen NachtgettfilJi wSiÄ! 5 l! ' ' tvm i liuiicji ucyti 1 - ., tj4 '!!' Er küßte ihr die! feuchten Augen, du Söhne drückteu ' und küßten ihr du Hände und folgten dem Vater,der sich in die Bibliothek begab, direc: 'auf das nnheimliche Bucherpaaer zu. m n , . tr. ji nz Es aibt also doch Dinge zwischen Himmel .uno irroci" iagic er mir meyl erstauntem als erschrecktem Ton; Mama, die keine -Ahnung hatte, daß diese Bücher alle ; in MeMchenhaut gebunden sind, träumte die Wahrkeit oder ist emehr als ein Traum gewesen?, s Dies, Gestalten ' ich erkenne sie alle wieder. Voran die abscheuliche' Mary Vateman. . 15 M ,!i!- i ' 'i-i'lj! l'wji-' ,ii it-i !j, j mjM ., , ;, 'jj, 1 j;: die Hingerichtete Hee von Forkchlre, die Eleeviers in der Haut des Raub Mörders Payne - der Eavalier bei Guillotine: Louvet de Eouvrav Georg Eudmore, der sein Weib vergiftet hatt, Eorder, der vierfach? Mörder, dessen Biographie in seine eigene Haut gebun den Horwood. 'der Kinderichlächter. und zuleyt Minnie Blum, das schön deutsche MSdcheHÄitchkWttch Gret. chen sündigte und ihr Leben endete, im dem sie in die Themse sprang !!in ihn Zaut ist anss mOäbrs gebündelt. Der Baron legte mit leisem Schaud das Buch zu den übrigen und sah. im Geiste die blutigen Wunden, unter w geraubten Haut . . . . ' ' . U.Xii ". Der Secretär des Barons mußte zur selben Stunde die Bücher - zu dem Antiquar in der Greenstreet, Leicestersquare. zurückbringen, wozsie i auf seine Ordn für den berühmten Sammler erst kürzlich zusammengekauft waren. : ; Lady Rothschild konnte fortan! ruhiü schlafen , der Todtentanz, raste ntt mehr dUrch'Zhre' Träume.' . ,. i Es ist ÄirZäE emWe, MA'gewesen! daß der Baron ein angekauftes' Stüä zurückgegeben hat. ' So erzähle mir wenigstens der Se. cretar, dem ich diese Erinnerung ver danke...'. ' ' ' - . t ' t .. ' ' 1 Dte heutigen Napolepniden. Mit dem Prinzen Napoleon ist das Wenige Mitglied der Familie Bonäparte aus dem Leben geschieden, .das auf Gmnd der unter dem Kaiserreich erlassenen Gesetze sich als das Oberhaupt der Familie und als! Erbe der Ansprüche auf den ftänzöflschen Thron betrachtete. Prinz Napoleon war zwar , der Sohn des jüngsten Bruders Napoleons I., die Nachkommen des Prinzen Lucian waren aber, weil dieser nicht standest kzemäß" : vcrheirathet war, schon von ' dem ersten Kaiser von' der Thronfolge ausgeschlossen ' worden. 5 Männliche Mitglieder der Familie, die nach den Anschauungen der beiden Kaiser allein die E benbürtigkcit haben, sind zur Zeit nur! noch zwei - vorhanden, die Söhne des soeben Verstorbenen die - Prinzen V!ctoWVöreki!d6H).Her in Brüssel seinen Wohnsitz aufgeschlagen 'hat,' und Ludwig (geboren ' 1tt4), v 'der als Oberstlieutenant in dem ,. ' russischen Dragoner-Regiment dient, dessen InHaber sein naher Verwandter, der Ko nig von WürlMberg M Beide Priy. zen sind noch unvermählt. ' '' Von den weiblichen Mitgliedem dieiskÄHwerzes'beOSamM der Kaiserin 'Eugenie gleichfalls' noch zwei.s die '-Tochter des' Prinzen Napoleon. Lätitm HeW,1S6 ' bZe'HUMli ihrem Ohcim,''dem Herzog von Aosta, vermählt ivurde und seit 1890 Wittwe lzt. und Matlnlde, die um zwei Jahre Ss4, . r'. n . R-r ir.vi " J?,t5 C'"4 ? fnf ' ls'40 mit im 18.0 ver,wrbtNkn rujsl. ; ü,r.t;c km,d. lim v ömattetmflSIte-: sich aber bald ( San D daranf von. ihm trennte und während des Kaiserreiches sich erfolgreich ez mühte, Beiträge zur ölii-onuzu soanctA, ßJ v ..'S. I.in- I rZ vi V i - -I; - J . ;'i " "J-i f t leusö des ' napoleonischen Hofes zw llefern. . : im-z i ' '.-.',.A ,,i- ,.. Vti 'IV. l-,I-f .iwas zauzreiMer mo oic noa? teoen 'ß i1' -'::-,-.,! si7.-,. . ; v. - , ! icao) kommen von iiu cicrn,- AonaEin Sohn vön ihm ist derH !
1 WftläS 1 r l"1 'Wewiß"nich -Woziiabn' auch? lklk! 3?W?$?N.M UsnPrÄAm!ftft,dii?qanze Ä ältliche!, !-ti,d,kn,be!cha,z, ;, i ll-Lvrfirf 0!?,m
Seine Geinahlin. ei Enkelin M l rr!tAMiifrtu': 1 1 f n so t 4i i f i h rrt t f ; n i ttt m Eine, glclchialls Luc,an' benannt, als EardittalvriestcrHerAndercN Karl, als P noatmann. Der Letztere hat -zwei Töchter, aber keine Söhne. Außerdem lebt noch ein Nesse des jüngeren Lucian. Sohn des ans ' den Zeiten des H a ie r f e ic i n dr) t cc t c n t ! n b en f c n stehenden Prinzen Peter, Prinz Roland, der mit einer nach kurzer Ehe verstorbenen Tochter des Spielpächters von Mo. iiaco, fröher auch von Baden Baden, Blanc, vcrheirathet war und in Folge dessen über außerordentlich große Einkünfte verfügt. Er hat sich, wie sämmtliche Mitglieder seines Familienzweiges. von ellen politischen Agitationen frei gehalten und lebt unangefochten in Pa ris-. De Enkelinnen des alten Prinzen Lucian ,md mit Mttgl.edern des italleNischen und französische Adels verhei ,?atyt:;;;!if;!!;i?-:,s ., .--1, 'ii' -' '' " '' ' -'" '' " " !':: ' : -. " 1 -ll:"':';!'':' '- 1 !' ; . c.'-.-; 'i -i-"iill-'i- ..,.. i i ; , .1.1,; I: . ' : . . . ; .jj!::!;!.', - : ß, . :,;,?1.!-::.:,. 'iß f-:,, !-; " ,-':; ,l:.-i,;!: G e s ch'i ch"t s u n 5 e r i ch t. Souvernante. Zu was gab die Gefaniennahme des Nönigs ' Richard Löwentxi Anlaß?" Zu Ihrer Frage,"
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r .i jlvjv...vj vw ; vionccri inu einer vnaie, . u) jnujc Prinzen Napoleon , und gleichfalls !-! a?.- hierauf vier Lieder aus Frauenliebe einer Nierenentzündung en Azaccio ge und Leben" -sehr beliebt jetzt , dann storbcn., Ptinz Lucian der Jüngere ist kommt wieder mein freund und wielt
kmderlos, Zwcl ' vcessen ' von ,hm. Marken, Pardon, Pieren von Chopin, ohne des PMlzen , Karl, des ältesten i Field und Liszt: hienach ich wieder mit Sohnes Lucians, leben ,N 3!om, der drei Nummern aus den Müllerliedern
m Total anöverkattfk. Ä ? ;;!!;!lii! '&ttmtd& : -fc'!" ' :'!:!'! " ' j!: i '?!!.DerM and die Reisenden konnten, sich's, da es immer im Winter keinen sonderlichen Andrang gegeben, recht bequem machen. In unserem Koupe saßen drei Herren Zwei zusammengehörig und vis-a-vis der dritte. Man schnallt? die Reifesäcke auf, holte sich eine Cigarre, dann die Neisemütze heroor und prasentirte dem Kontrolor die 5karte und war endlich zur Ruhe gekommen. Die HerrenKßul sterten sich wechselseitig offen und verstoJleibÄ ßm''"gar' Cigarre macht gesprächig endlich hielt es der Eine nicht mehr langer aus. Reisen Sie weit?" Der Angesprochene beantwortete die Frage damit, daß er hastig nach der Brusttasche griff und eine, stattliche Visitkarte hervorholte. ttammerianger Hell. i,1- ' M f 'l'iS.liS ' ,! ii 'iiii; lif . ." ! 'M&i. Darf ich bitten?" Kammervirtuose Trill. l iii'i1 1 ,!!!!!. "''iiliiäsliiS1! . Und nun herzhafte Händedrücke und eine , ganze FWh,.HM Höflichkeiten. Ach, das freut !, mich ganz besonders. ', ..:!!",: ifä!1::1; -iii'.ä'wif i":."w' Sie kennen ;jn lernen." ,z,.Ja, ich sehnte mich auch schon danach, Ihre Bekanntschaft zu' machen aber es wollte sich nie so recht machen. Kaum komme ich irgendwo an, sind Sie schon fort, unsere Wege scheinen sich stets zu kreu. zen. Doch erlaube Sie, daß ich Ihnen meinen unzertrennlichen Begleiter .vor stelle: Hospianist Pauk. Hofpianifl Pauk erhjv sich, warf seine dichte Mähne nach ,,, rückwärts , nnd verneigte sich. Neuerliches Händeschütteln. , , Und nun darf ich Sie wohl , erst recht fragen, ob machen?" Nicht doch", antwortete der Kammer sänger, : ich bleibe r in.Brünn.s Dort komme ich um 5 Uhr einige Minuten an. Am Bahnhof werde ich von einem dortigen Konzertarrangeur erwartet. Hier nehme ich rasch den Rapport entgegen entschuldigen Sie die militärische Ausdrucksweise in einer rein künstleri'schen Sache dann ein kleiner 'Imbiß. Jause nennen sie das in - Oesterreich. daM rasch Toilette gemacht und präcise halb 8 Uhr stehe ich auf dem Podium des .total ausverkauften" Konzertsaales r.. -i'i;..-''-''.!. jj'i t i der mährischen Hauptstadt." Sie i; i -iifiji,i'., m ,, . jy.S' , . ihaben wohl telegraphische Nachncht über dcA Vorkauf ? meinte der Kammervirtuose mit neugieriz-schalkhafter Miene. : I, bewahre, wozu sich in solche Köl sten stürzen. Meine Konzerte. müssen überall .total ausverkauft" sein und gchts nicht von selber, so" , : f v ! :;; Ich verstehe . ich verstehe," siel daZ Vis-a- vis rasch ein. , Und von Brünr aus?", ' . ' ""'s ' . Morgen mit dem Frühesten dampfen wir wieder , von dannen, weil wi, i''':"h,Mid;. '"r1-1'-:.' ' s' -'''"- . ,es ist ja Sonntag um 12 Uhl eine Matinee in-" MiHhab'en In dieser guten Stadt haben wir es immer , ''H11'" i-w-' '! i1''1'' i 'V 'iv gar eilig. ; Sir finden keine Zeit, etwas zn essen und es wird mir nichts andereübrig bleiben, als im Frack zu reisen und .nur die weiße Kravatte abzulegen, weil diese den Kohlenstaub denn doch nicht leicht verträgt. Und," glauben Sie mir, Verehrtesten M der Provinz ist man in jeder Beziehung sehr streng, fast strenger , als in den großen Haupt"stadMJch" kommt, es ist aber einmal so und jede, reisende Künstler wird Ihnen diese Erfahrung bestätigen. . -vpäfä h'Zi i; Mastubrigens die Toilette betrifft, so kann ich Ihnen sagen, daß ich zuwci len, so nahe ist ein Concert an das andere geschoben, im Waggon vollständige Toilette machen muß. Dazu tst natur M ein.aratcoupee nun, lWmter HNlKs so arg Mi reazr uoez oaran. er Zug, oer um i ,;,...: -'."m ä':-. :":!: . t :-.' m r: : ;. 0 Uhr 45 Minuten im Kurort ankom men , sollte, hatte, , Gott weiß, wieso. fmeAKträ warnoch'KnReiseh Eoupee war zu haben. Der total ausvviiuu k uui ivui, vuv im geduld gerathen.- ab ich kam. sanz xnl l,, JJfr ,,' (? rL.ii. verkaufte Saal war bereits m starke Un Si ai htter 'FrM dieses tltgaS Micxttc J,erm",z d ichill Ihnen nur noch von meinen weiteren Stationen erzählen. Von Vielitz geht es nach Breslan, von Vreslau nach .1 . 1.1,,, f.: ;.nf .H; :ii;ii-,;'":;i: .i-'!i-, . .-'I'1 I.-. ! Urlaub verlängert. Jedenfalls ist damit Freund und itunstzengZse - eröffnet das rti.. -'li,,':' tc-j-- .. :X " rr icht umzubringen und einer Niesenpar wieder mem Freund mit einer Niesenparaphrase. und verlangen sie Zugabe, so habe ich stets einige außerordentlich wirksame Novitäten bei mir. , Das Publikum geht daraus wie die Fliege Manchmal gibt's sogar aus blauen Mädchenaugen h:lle 'Thränen. Gegen
'am mrm. AWj'e .
glttyp vu va"i? vtvuu. i! Vavy"., zu veroeuiichen acl, Daraus dort erlvarte ich dem Bescheid. . ob mir anwortet eine Schwäbin aus Heilbronn: r,aif fTfiflf C5ffSVt mtnn ! .iii!!ii!!!i!!f i$P 'MIM -M'& MAtM-fM 'ii! pfl i
VI M am M Ti4 I . M J m U 1 0 m I1 3 ', l.1':
UlfrW V&MV I, .UWVtlVUUV iUt tvtttvtt
das Winken mit den Taschentüchern bin ' . ÄW w srt;w LM . , , c,.,-...z ! 5;, öco hat se an dem kloine md, ich bereits ageoartet. Do u KW;rn6nAitih
merke soeben zu meinem Schreck, daß ich von der lauten Konversation etlvas HD fer geworden bin, und sic haben mir sa noch gar nichts vifa Ihrem Plane nitgetheilt: Nun, meine Tournee ist etwas komhstitttr ii Sftrttitr fifs hrr rtnist hrtJ? Wort rasch ergreifend, ein. Ich fahre inn&m md) yxaqt bslnn spiele ich in Pilsen und -in Linz und kehre wieder nach Wien zurück zn einem zweiten Konzerte. Hierausgeht es. nach Graz und Cilli, dann wende ich mich über Steinbrück nach Kroatien, concertire in Agram und Sissek, trete dann in BudD!! peft auf, nehme , n passant Sjrgedia ii
nit. , eile nach NumZmen, wo ich in der NetropUefdieM rn drei Hofconcerten mitwirke. Hier rfl!;J:'c5::;;!;iTt''i r :'!:'ü enig et !'!!;iint; !:! :btc!!!: tn cit cricll cn Fortheile zu thun, als um die Ehre : f:- Ich verstehe." ''uNterbrach'der Säm s. f :r i' ; ,i - I , i -. !(! v :i ?er seinen Collegen, indem er einen flüchtigen, aber bedeutungsvollen Blick zuf dessen leeres Knöpfloch warf, aber .nie mir scheint, sind auch Sie nicht in der Lage, viel Zeit auf kJhreDtudlen!. zerwenden zu können." itiiiil 'm ! i-tiL . ,,,::,:,T,ij' . ' r w liiGslritejnc .ii'SammeTöir !:ttjig.;ii!;!;Mcti'!j ist für die ganze Tournee sixirt, das kann ich auswendig, das spiele ich persect, damit basta. Nur keine Extravaganzen in dieser Richtung, man hat nichts davon. Die Hauptsache ist universell sein und keine Richtung starr verfolgen, damit zieht man sich nur Feinde heran. Also universell. ' In jeder Stadt gibt es Freunde klassischer 'Musik. Diesen müssen Mt üblichen Opfer dargebracht : werden und anderseits wieder solche Musikliebhaber, de äl'll, "iiii i" l . . 'i ,'"" '" ' .iii ' "' 'Z ' c: T t nen eine Tranöskription aus der F!e ,,derLüs"VaS'Höchste ist.' "Wie KlaM ker langweilen sich schrecklich bei einer Tokkata unseres guten alten Sebastian, sie langweilen sich bei jedem späteren Beethoven, sie hören nicht zu, . gaffen sWum'yde diel Alles nicht, so fest auch mein Auge aus die Klaviatur geheftet ist, oder in ckstatischen Momenten sich zum Plafond wendabea -wollen Sie? Die Tokkata oder die Fuge ist kaum zu Ende und es erdröhnt ein toller Applaus. Es schämt sich Ära Jeder, nicht zu M i,-.!! -i j:i "i ....li.i Ii: -i. .!'wi''jiiii -li'-s,,.:- ;:,!iiiirtiiilw-.!-v - - vplaudlren. man könnte za rnHerdacht !'!sommeA!In MH zu .goutiren". Den Hauptrummel t doch W die InHnger der alten Schule, die Anhänger der Melodie. Und da braucht eskür Bf Qabzn&iSB' mik'-t mm - hm ,Damit baben Sie es allerdings leichter, als der Sänger, schon der Aus wähl halber," rneinte Kammersänzei . rA" -"' " ' !: " '- '' "' ;"!" ' '-: -.1, " ; Hell. -. . , tf-r. , "is ' ' .'Da sind Sie " nun , vollständig im Irrthum," replicirte !!!!, etwas gereizt Kammervirtuose , Trill, und man wäre fast versucht sich seine Sachen selber zu Vt!,,i:l'i'-r --i;4. -i1 !-": i " machen. Es gibt ja gegenüber dem ungeheuren Consum relativ ' wenig Stucke1 ::''-ood-hnipxoiint Effekt. Früher, ich weiß .das aus dem Mund eines dereinstigen W!eisters, spielte man Erinnerung an : Nizza", das rauschte. -dazz e5i eine! FreudeZvardep tain das rieselte, oder los loosä ' lu jmonasterp4 da hörte man die Klo sterglocke ordentlich bimmeln, oder -Dik Amazone," da galoppirten die Hengste. daß es eine Freude!! war. Das ist aber Alles ' veraltet namentlich M letztge. nannte ' Piece. Die ' Walküren .Hader, den Amazonenritt ganz unmöglich ge MchtDleAvscüxrenzist sogar zwi schen unsere mythologischen Neiterinner. gefahren. Tagegen läßt sich eben nichts -Machend 3- y ,& : ? . . , Inzwischen war man aber nahe voi Brunn gekommen, und Kammersänget Hell mit seinem . Begleiter hielt sick zum Aus steigen bereit. Hat mich rechi sehr gefreut, Sie kennen zu lernen. -'-' Das Vergnügen ganz auf meinei e ste'' : ; ' 1 :i" s""; J: " : " ; - : ' : ' Darf chs- Ihnen vielleicht vor Meinen Bonbons anbieten." fragte de, SängW!ksie!sind'gäüz nach meinen An gaben gefertigt und sind auch nur unte: der Marke Pastilles de IIellkfc tu, Handel," Der Pianist glaubte i die
Artigkeit erwidern zn sollen und langte ra ch nach einem Flaschchen. Vlel Jst auch nicht ZUM Trinken, ZI nm ;'" 'i1 . j- V. tnlrt ttiftt tfi nttrn nnnt trtfit ftittnin; ü V. . ...v v x.1,,,. , . . . . mZ,lten unaariscken, Nbavwdien ,i , "i! u 4X ' ' i, V";l ':; " " u ' t " r : -I.k-'.--zu leyr angenrcngr,',H,K,l, m M!' Die Coupethüre flog auf und an ihr '-.' !' (,k ':l ! ' r,y- 7 111 ' i I! 'MAh i"" steht der Concertarrangeur Mit gezchaf'i-.--'--!! i'-m-.M. i'i.ißiwexßV 'tßß? "'--4 k'Jl1"' t tlger Miene. :f0: m mJ ttphiSLO" i!Dii!k--'ib .fltorisl iÄä ;.:-- i '-'; '!':.: .tyix . - , ,. ,,, , ,:, , ! . i. ' t ' '' "' ' "- : ". '.: V sm er otal ausverkauft." l ii!!'" IISKl'jHjli i ii. Wrl h. Frey. k i'UJi'J l'!,.. i Vaby Mein Herzle. In einer . deutschen Zeitschrist .wirc iff'üi.ftjf fe? wii die Frage ,aüWwor1en,,Dieda!Wör1 'r'Hß";? -V rA: ;''- . '. , .'.-ir..!!- ßß'ßM Du srog'sch und willscht a Deitzcher sei, Wie inec bei uns.statt Baby", satt? Geh gang mer, so a G'schwätz des zeigt, Daß du am Denken hasch koi' Freid. M m Säsia mü& m m :lfer . , Bei uns im Schwobaland, obglei crr: 1 1-;'' t j-L-Crf: .1 J!"'-" i'lLiv T " I (öm smiv iciajc ccjiyi um vlrrzlg vmu, ?, WääÄrscheint mer's kriePi - .k.n,-niSkt''k1jm''i l v. f mmmwy. V w jmymj-- - !!!! i!i lir'iiisii:!!; äli-li: ii!fih lö' Bei uns z Land,zjo doZft halt, Wenn schre't , , ÄömÄZ her, mein Herzl"., komm zu "l'b w'-""" "!'";': --" 4 ' M ,, -m tKiMi'fiillEif W I Und : 's Kindle ; svrinat. als wie net ß $ß'PW.itt ' i : '.-! : lS?i:!! !!l!!ir.i?-:!!::l!l!:,!;ir -:'lii1IWt tmii ''ck:tn sir ei f :!i mm ßr,' Al .'..'.Ä iJ'L 1!!, 0 I u ' :i 1 v( 1 Der aus'm Muaterherze kommt. ib,,,ZZir Doch rsch so große Liebe dnn, . piHijliDie nur der liebe Muater fromöt 'mßM , ! i: Bs'ßl '"! Und ma', do springt des Kindl? glei', DennsMißWnn d' MuateUKzle satt. Ä rechte große Wcuaterfreid. I'. glaub' im ganze Deutsche Reich ! Gibt'S toin - so wunderschöne Laut, ! Als wenn a M uater ' voller Lieb', Maft ihrem Kind so wonnetraut. ! Im Atelier Eine junge Serlinerin erbietet sich, Modell zu stehen. Als l was denn, mein liebes lkind?" fragt sie der Bildhauer. Da schlägt dO nieder und lispelt : Für überhaupt." -Diagnose. Richter: Ledig ober; erheirat te t ?:l! i 3 ug e-jtufz t, ' : . . mjo verhelrathet !"
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II f!11';
in russischer FraDlavola, iivx Pariser Netin" wird aus Petersburg geschrieben: Das, fcrn' f ich Ihnen heule zu berichten habe, kling! so unMöhn!ich,'baß ' man - versuäi ;wörf -furZm?JKQrchtn LAserZeikß!! zu halten, als das B rigantenthum ii ;t' Italien auf ' seiner höchsten Blüthe .i stand. Und doch hat sich das Ereigniz ; " thatsächlich zugetragen, in der Nahe vo? ; Sebastopol, und nur wenige Stund ! ii i ' in '"iii ri;ltut"i!i!:i f -jii';ii von der Sommerresidenz des Zaren iLspsdil- Der Schauplatz der WuW'i,S eschlDtezM. verwittwete, Generalin v. Trigony, die in der PaW ser Gesellschaft ?! durch I ihre alljährlichen Besuche wohlbekannt ist. Vor einige, ' Tagen horte der Intendant der Gene 1 raliit! des Abends ! die Hündö auf den Hofe heulen. ,1 Er glaubte., e s handle , fich,pm e,!ne,Äolf-nd,gabiemm blin den Schuß in lestIb.Eint'gaM, Salve von WntenzchüsseWantw ihm und schwer verwundet" 'brach er zu ' ;1 sammelt; Das Dchloß., wär',i!vo.n einer t-j Räuberbande umzingelt) die mit de - Angrisse nunmehr nicht zögerte. D ' zoauptmann, dessen Gesicht einö schwarz, ,i Flormaske verhüllte, verlangte die Go neralin zu sehen, Wohl oder übet ' i mußte die Dame sich dem Verlange fügen und vor den Äugen des Unhol des Alles, was sie an Geld oder erch gcgenständen besaß, hervorholen. Nach , dem sich die Bande alles dessen bemäch tigt hatte, verlangte der Hsuptmanff - daß ihm nnd seinen Spießgesellen ei , , splendides Mahl 'scrvirt würde, deu ' - ' . ':' "":i-l; -ßi' ,. ß,v!. :ht iGeneraun ißiich tnttfiC , Die wMhige Frau verlW At . ;ji zenblick lang ihre Kaltblütigkeit, ginz - auf das ' Verlangen ein uud präsidirtk -!.!,!! mit der scheinbar liebenswürdizstci ' Miene dem schnell improvisirten sondev - baren Souper. , Auch dem Ansinnen, jedem der Festthcilnehmcr" zum An denken das silberne Besteck zu, schenken. ! leistete sie lächelnd! Folg eund nur, U. ' 4 derNäibe ersuchte, den sie an ihrer Linken trug, - weigerte, sie sich, angeblich, weil sie den ! selben nicht vom Finger hcrunterbekäme t Kaltblütig zog der Räuber ein Messe, j! und erklärte, in diesem Falle den wider "! spcnstigen Finger amputiren zu müssen. " : doch Frau von Trizony wußte ihn vo dem Vorhaben abzubringen, indem sii 1 ' ihn darauf aufmerksam machte, daß da schmale Goldreif doch , für einen Gcntle man, wie er, keinen Werth hätte. &i verspräche ihm, am Tage seiner eventn. ellen Ergreifung und Verschickung nach , Sibirien dafür ein werthvolles Gescheni ZU Znachem Der Räuberhauptmann ,! ging darauf ein, nachdem er die Gene, ralin ihr Versprechen hatte beschwöre lassen, und zog sich mit seiner Band 'zurück, nicht ohne vorher , der Wirthi galant die Hand geküßt zu haben. Mau kann sich denken, daß dieser Vorfall hi i i: großes unduuliebZameÄuMenerttgl ! hat. Ein Heer von Polizeiagcntcn ist nach ter Krim gesandt,lvttden,Hnd,dn Zar hat den Befehl gegeben, die Band j bis auf den letzten Mann festzunehmen, ' :? Nach den neuesten Nachrichten "rst mak derselben in der That bereits auf'de. Spur.-; Was die Genera lin von Tri, gFNy betrifft, so hat hieselbe M bexeitl . ' von dem au gestand enen.ii'WDcckeN. M ' ' holt. ' gedenkt übrigens, ihr dem - - Räubcrhauptmann gegebenes, Wersprs chen zu halten. ' .. , W .V - ii V.:-.-,-...,- llÄCl - m ? -ßt : , ,. -,w wm Ei Muster Journalist Als Muster eines englischen Jour nalisten wird W. H. Lucu, 5!eda!teu, der Daily News" gerühmt der alt 1 Berichterstatter besonders vermöge, sei ner durchdringender Thatkraft und Ent. schlossenheit, die ihn in keiner Lage ver. ' ließ, die schwierigsten Sachen" machte, Md'.Zwar"nebMei'che 1 .Apparate; er brauchte ,' nämlich bei seu j ;ll : ; J, . j i-i,ni ß i ': 'i - ii i l v --i 4 i nem ausgeiielchnctcn Gedächtniß Nicht einmal Bleistift und, Papier. In eng' ilischenBlattern Geschichte erinnert? ' Es iwt'idu''rjneni--Meeting zu Gunsten Gladsione's, wo Lucy, in einer Menschenmenge fest ein gekeilt, stundenlang einen Lobredne, ' t nach dem anderen anhörte. Die Veo sammlung schien kein Ende nehmen zi wollen und es war vollständig unmög' ,.. lich,' sich vom Platze -zu rühren;, biw -Menschenmenge-Pand wie ein peinrrnei " Wall. Plötzlich in die KUnstMse eine; - DlciHoneMhusiastenzzdA :. scharfe und spöttische Frage: Und wai ha: Gladsione im Jahre 186!) gethan? , Nutze ! Stille! Werst ihn hinaus klingt es von hundert Lippen. Der Lärm verhallt indessen, der Ne ?,fl .s .:f ' s "frt 's . lM fW 'A5d,lkuh , Keinmal durch!ucySb,zha,!kkZrz, unterbrochen: Ja, Alles sehr schön aber was hat Gladstone 180 gethan?" $q!T wüthende Mengen hundert) Arme greifet Ha';!1)cm !Lttbernlvnnct'iÄ''W in fünf Minüten rv'ci ,.-'"!' ili'11 !i ß'e t !. ß''i. (:. p ist Lucy an der frischen Lutt. Ein t,e kerMtzeMs1lKMMHuch'
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tertt eittHerr,aM.Är,Ve ' p. bcSadteSinBciiitjSJ oir&i&erptf geii-- s.;;ii;: erkannt hatte. Aber bitte, Mr. Lucy. ' ,r was hat Gladstone dcnn18S6 gethan ?5 S Lucy lachte verstohlen: Hol' mich Die ser und' Jener, wenn ich weiß, ad er1'; ,::i:. ittbcraüpt t at- q l e r 't r) e rt:;!;: 3 i e; " ctj1'!! b n'n t c::: u rt rn'ö-g'W:-;; -: iiij!!!!!:-1; lich länger bleiben, wein''?Artikel,MußWD!;:!i :' " 'ilii-.:;:!-,,,,!,;.,,!:,, ri,fßß.L Är. "".:'..- f V'l- ri!:!-i:' rtwrirtphotr tnirniMrifTlr)T!! ur i tslfi ,
v.vw. vkyv . j ....v !mtch?chich!t!!!!!hlnaM,' !!ich:-lp!h'äsimt,ch';;clji ..'-. ti .i-it wit-j" ,. f ...... "'ßmi ß'"ß m-.ßi !':s - j-i" .e.luzaüinanöw XßÜßrt - H'i!il!" 'J o n u n :sKiW!i.,.iejs;.iiei3cni. mm ZchINngeklagiMschließ Wuth so weil sortrcißen daß Sie sogar? mit einem eisernen Tops auf den Kläger losschlugen... Geben Sie diesen Sach. .. 'verhalt.ftM"chMJawoh Gerichtshof es ', stimmt aber . ich Hab'S , lvS aus Schenung eiönr;::'7-- Wis oll . mD!!!--d!as!,!i!vHjie aus,!!Tchö?j Mg'!"K.kK !ZHen?Hen-A-Topf-!i!ß MÄkeMelkMWschM ;p-ßf:r mw:.,. ;. '""Ü--, -i; ii lipiiilii!!: iii,:; :-.i;:fi: i
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