Indiana Tribüne, Volume 14, Number 203, Indianapolis, Marion County, 12 April 1891 — Page 5

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Gebt za Hellubo, 180 WeQ rIasbkngton OirasZe. . 1 1 23 lr versuchen die Leute nicht durch Schund, Bankrott- odt? FmerVr?aufe, zu ködttn. Laßt Euch durch solche Rtktame nicht dtNSktn sondern kommt und seht YiMlm Prims KüÄiöSt Waaren. Bit spaten 2ö lit 50 Cent am Paar Schuhe. Eine voUZZSndige AuSmahl der CbZcago Gekman Slivver llomvanh-. Waaren ferner von Frank Aldag bshier. Kommt bald und überzeugt Euch selbst. Vergebt die Nummer nicht. ' Ao. 188 Nest Washington Straße.

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Oarvm wurde er gemordet? Eeil tt auf Nina auien, selbst nicht es seine $h alte Mutter HZ' wollte. Cfc hatte ihm eerathtn, sa zu thuo, die sie to ihr Jnz d gethan daUe. . , St ia nicht der perinsfie ZdeZfeZ, daß die ente dsr Jahr sich inet besseren Sesnnd. $rU freut nud läogn lebten, clt Ik Leute heut. .Die Uriache.ift. baß.ta Imeu Tage XU guten allen ZRSVn Jede Z erbst eine Ona. ti!A Wediziieu Ulf atm. Sie sammelte Ourzels, Kräuter und , Rinden. Sie hielten IfiJ Bist r,w uud derbisderttn dadurch Arankhrten, welche ltt so KLnfiz dvrksmmen. S ist KW göchel, daß die ß n Oa chiuesilchkn KrlutermedizZ die besten find, welche eie Ok!t je Zerdsreeiracht. Diek ist eine That. U&t nd wir befib Hunderte von Zeugnissen gut VLrzer, deiche durch hm Geb rauch diese Stitid knrirt worden find. 'Oie xebranchtt keine LnftNch Fabrikate, LsRdttS geben nur dir von bn Rainr erzeugte Vittek, daher die dieleu are. OK berechne Ihnen nicht für KsnsnUe tLs3t Uutnsuchuug oder Rath urd Sie beksmbloß frästet, Kelche sich speziell für Jh'tt ya2 eigenen Sie sin mit Geschick nud Kennt zubettükt und htile jede iU, f deu dn?ztxvorsch,etbt. Cdr.:chrn Sie dsr sd prufea Sie die Liste der Kni?te. ,, . -, - , :,?v Cl vird Shru uicht dafür, berechnet, daß vk 2hne fss. ws 2hr Uebel sitzt, Sie find ttch icht gezÄuszes die Mettzwen zu kauseu, wenn Su niSt lan'-en. daß sie v,en. Wenn ' Ihr Uliel nicht heilbar ist, erdeu vir es " Sisen kaseu , , ' oksiitSMökeude : l 1 bis li Uhr Lm 1 iu 5 Nbr Nachm., 7 bis S Uhr Mds.; vo. tazs 1v uzt Vm. bis i uvr naqvx. ChinaiB HerKlIlernedy Cqmj '.'. ' rt' V: $&-'' 25 WiS QösHska Streßt. i Jsdiauarolis, 2d. emM. ' (Nachszlzer dsu vesrge NSller.) - ' , ' : ' ' Ti u i?'-''-jM?Jfä !":! pmvmm i t ijSiih; !A im flii'.rtili Slifr f1"' W ;'i'4iiiißf -''lt;ZZ2 !sPC3 -c;i hliSHv'CÄ C3 dftizztzx O. C3 C;. Hc,T.ledZ7OZ ,.;! i v , , to: -"'li.i'-' 1 "S11!1, iVtiirtn: S!! '."iia11

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Drei Ortest.

.Sl-: i-- !". M. , 1. ;; i'i'1 :j,..iii.,.i..,.JS .:. Son Deeiev va !!!!. f Den 7. Oktober. Lieber Wittenhusen, mein alter Kai! ' ' Du hattest schon vor Jahren einmal die Güte, mir anzutragen. Dich für mich beim Prinzen Dagobert zu verwenden, find idj nehme Dein Versprechen an, denn bis zur äußersten Unerträglichkeit ilt meine Lage zur Zeit in . der That. Daß der arme oder verarmte deutsche, bitte, wohlbemerkt : deutsche Dichter mit rm r "'. . r : "l . acyem oen wlrlilcym junger zu mra? gen hat, nehme ich von vornherein als unumstößlich m unserem Vatrnande an. Allein es gibt noch so Manches, das ohne Geld Nicht durchzuführen ist. Und ich sehe deshalb nicht ein:. . . Doch; ich will den Nachsah nicht vollenden. Mir selbst, wie Dir bekannt, sma Bettelbriefe unmöglich. In den zwei, drei Fallen, in denen ich dazu gezwungen war, waren meine Schreiben dermaßen von unerhörtem 'Hochmuth ' durchsetzt, daß die Empfänger, wie man zu sage pflegt, vom Stengel fielen. ' Mit ver. haltener, zitternder Wuth waren deren Antworten gehalten., Der Geber will demüthige Bittsteller. " 1 Das Leben ist so schwer zu leben ohne Geld ; und so leicht zu leben mit Geld. 'Dann nur: das Unabwendbare mit Humor tragen, ein wenig Tact, ei wenig Klugheit haben, und eine tüchtige Hundepeitsche, um allerlei Bestien sich vom Halse zu halten. Und ich möchte so gerne leben:.. Ich nehme also jetzt Dein freundlichea Anerbieten an. ' Wie Dir, ist mir be kannt, daß Prinz Dagobert ein dortreff sicher, warmherziger Mensch. Ich weiß, welche Unsummen er jährlich, ' ohne Un terschied zu machen, im Stillen vev schenkt? wie immer in edelmüthigster, freigebigster Weise erhandelt; wie vov urtheilsfrei seine Ansichten vom Lebe, sind. Doch Du sollst sehen sowie er vernimmt von Dir, daß er einen Dichter, noch dazu seinem Landsmanne, also einem' deutschen Dichter, helfe möge, w:rd er stutzig, und, was er sonfl in vornehmr Art vermeidet, in meine Falle wird er die berühmten deutschen Erkundigungen einziehen. Vom Dichtn denke in Deutschland Prinzen uud Bäckergesellen, . Prmzessinnen und Nah mädelS vollkommen gleich. Das Einziehen der Erkundigungen wird, nach germanischer Gründlichkeit, sechs Wochen bis zu sechs Monaten an dauern. - Jede alte Tante gibt dann mit Wohlbehagen ihren Senf dazu: cl entsteht ein Zerrbild auS mir. Del Pnnz, der vom Dichter nichts Z weiß, vom Künstler, als daß dieser ei .LuxuSmenfa) der Natur" ist, 'wird, nach den eingezogenen Erkundiguw gen", seine Hilfe verweigern. DaS sage ich Dir im Voraus. Und ich sage Dn weiter im Voraus,- der Prinz, w die meisten wackeren Deutsche denken,denkt zu kleinlich und vor Allem: zu spieß bürgerlich, zu philisterhaft über den Dichter. Der Prinz, der Bäcker, da Ladenmädchen, sie alle verlangen, daß der Dichter nach ihrer Moral lebe. Doch nochmals, Dank für Dein Anerbieten. Versuch' eS denn. Immer Dein Ewald. . Den 3. März. ' Lieber Ewald! T; .1 Deine Voraussetzungen haben! sich leider bestätigt. Die Antwort des Prinzen, die ich mit der Bitte um Rück gäbe hiermit anschließe, - ist erst gestern also nach fast sechs Monaten, bei mir eingetroffen. Nun, vor allen Dingen lieber Ewald, immer die Schnauze hoch im Leben", wie mir, dem damaligen Fähnrich, ein mal ein alter General sagte, als' ich. während eines Manövers, beim -Ab schiede von einer liebenswürdigen Guts besitzerfamilie und deren reizend? Töch-. terlein, in das ich mich heftig verlieb; hatte, die Thränen nicht zurückhalten ..konnte. ,. . , : ; . ' 1, - :. : Verliere also den Muth nicht. Ich habe sofort, gestern schon,,,, anderweitige Schritte gethan, die, dessen bin ich sicher, zu besserem Erfolge 1 führen. Das Leden ist wahrlich nicht des TodtschießenS werth. Bedenke doch: Der Gesellschaft wegen! . Köpf in die Höhe! Bald hast Du wieder Nachricht von Deinem treu ergebenen ; ... Kai Wittenhusen. ' . Den 1. März. Mein lieber Baron Wittenhusen ! ' ' . J Recht sehr habe ich mich gefreut, daß Sie .sich unjerer alten Freundschaft er innert, haven. Ich danke Ihnen aufrichtig dafür. . Um gleich zur Sache zu kommen: Ich habe mir die Angelegenheit, Ihren Schützling betreffend, Mi stich überlegt. Zu , meinem Bedauern muß ich, i n ach eingezogenen , Erkundigungen, Ihre Bitte, , so leid es mir thut, abschlägig bescheiden. Doch will ich gleich hierbei bemerken, daß ich, trotz der, mir über Ihren Freund gewordenen ungünstigen Mittheilungen, diesem : ,600p , Mark Zu übermitteln mich entschlossen hatte, wenn nicht im letzten Augenblick, mich daS Un glück, das die Stadt Filipopovalaupolis in Hinter-Armenien. Sie werden cusfe dort daS Werk- uud Armenhaus abgebrannt ist betroffen 1 hat, bewogen hätte dorthin die besagten 6000 Mark zu schicken. Mir scheint denn doch, daß hier schnellere Hilfe! im Pi-isiJföts einem deutschen Dichter. jj; Und nun muß ich mich, mein liebn Baron, Ihnen näher erklären: , j Sie wissen, und ich weiß, daß nicht im Entferntesten ' Sie M folgende Aeußerung als Hochmuth oder Prahlerei aufnehmen werden, daß ich den Mammons der mir unverdient Wiege gelegt wurde, möglichst bemüht bin, unter weine Mitbürger, da, wo eS angebracht ist, zu vertheilen. Ich selbst habe keine Bedürfnisse oder nur wenige. Auch das Wort, daß ich meine Rechte nicht merken lasse. vaS meine Link

lyut lsteht das nicht im Koran?), dürfen Sle mir nicht, als Schaümschlägerei. auslegen. Ich gebe gern. v ' Es ist Ihnen, wie , jedem vernünftig und klaridenkenden Menschen) verstände lich, daß ich eine gewisse Zurückhaltung mit meinem Gelde mit der Zeit eintreten lassen' mußtet Wenn Sie hören,, daß mir taglich über dreihundert Bitten Um Unterstützungen zugehen, so werden Sie begreisen, daß ich auch" mit dem besten Willen nicht immer helfen kann. Ich

saoe nicht: daß ich zu ' vielen Unwürdi, r . r . . i ' ' , " gen oats, was geor mrcy oas an, aoer ich sage mir,' baß zu viele . wirklich Bedürftige dabei zurückbleiben; und daS gibt mir zu denken. iDaß ich allmählich dazu gekommen bin, ' Erkundigungen durch V ertrauensmanner ' einziehen zu müssen, liegt zu sehr auf der Hand, als daß ich es weiter auseinanderzusetzen brauchte., ''' - ' ' - Und diese Erkundigungen 'habe ich nun auch, Ihren Freund, den Dichter, anbelangend, eintreten lassen. Die Er. kignisse waren für ihn nicht günstig. Sie lind dessen sicher, mein lieber und verehr ki, ij' 'I - , ' ter Baron, daß ich nicht zu denen gehöre, die einem Menschen die Hilfe versagen, weil er, so .'will ich mich ausdrücken, flott lebt. Ich kenne zu genau die Welt,, als daß mir der Grund ein Hinderniß wäre, gerade einem Gentleman zu helfen. Abei von Ihrem Freunde wird mir berichtet. " f ' . . . , r V oatz er cnr woyl auslommllcy icoc 'könne, wenn er nicht zu hochmüthig wäre, für die Zeitungen zu schreiben sich dn Tagespresse zur Verfügung zu stellen Mein Gott, waS ist denn ein Dichter? Jeder Bürstenbinder Landrath, Kana rienvogelzüchter, Minister, Abortreini. ger s wtti quinti sind mir lieber, att die Dichter. Die erstgenannten lebn doch in harter Tagesarbeit; der Dichtn knnt blödsinnig in Wald und Feld um her, ohne, meistens, eine Blume, ein Strauch, einen Baum mit Namen zi kennen. Ich finde das geradezu unehr lich. Mag doch der Dichter irgend eil Geschäft betreiben, mit dem er sich sei, Brot verdient, dann mag er nebenbe das dumme Zeug weiter spinnen daS ci Gedichte, Romans Lustspiele und Goti weiß wie benamset. Und nun unser Fall Für einen solchen Tagedieb, nehmen Si, mir das harte Wort nicht übel, halte ict Ihren Freund. Da fällt mir übrigens ein: es ist mi, gestern gemeldet worden, daß in mn nem Dorfe Quarnstedt die Volksschub lehrerstelle frei geworden ist. DaS Einkommen betragt 1600 Mark jährlick mit freier Wohnung und Feuerung. Das, wäre am Ende etwas für Ihrer Dichter. Er hätte dann eine Thätigkeit, und könnte nebenbei an den Sonntaznachmittagen seinen' ebenso über flüssigen wie lächerlichen Gedicht schreibe' gelüsten fröhnen. Was meinen Sie: wollen einmal vorfühlen bei ihm? Ich muß gestehen, ich habe völlig jede Freude an unferer deutschen Litteratm verloren. Sett Jahren lese ich nicht mehr Gedichte und Geschichten". Welch ein Blödsinn ist dies Geschreibsel. Alles unnatürlich und gemacht.. Keine Spm von Natur darin. Und ich glaube, se denken, wie ch, die meisten Deutschen jeden Standes. ES wag sein, daß dn Widerwille gegen unsere Schönwissenschaft mir schon durch meine Lehrer ein geimpft ist. Wenn ich an meinen Leh rer denke, der mir die deutsche Litteratur beibrachte", an diesen Pedanten! Bei dem Namen Klopstock z. B. packt mich ein Grauen: wie viele seiner Oden und den halben MesstaS mußte ich auswendig lernen.. Genug, genug! Da sandte mir in voriger Woche mein Buchhändler ein .Werk", das in so uni so vielter Auflage und in so und so viel Tausenden von Exemplaren erschienen war. Ich begann, aber schon nach den ersten zehn Seiten warf ich es wüthend in die Ecke.. Um mich zu erholen, ging ich inS Freie, legte mich ins GraS auj den Rücken und starrte in die Wolken. Das war so viel angenehmer. " Aber da that ich am Ende das, was ich Ihrem Schützling, den Dichtern überhaupt in diesen Zeilen vorwarf. In alter Anhänglichkeit, mein lieber und verehrter Baron, bin ich . Ihr ergebener Prinz Dagobert. er vgrordneteZfür'ft Bismar. Ein Blick in die Zukunft des deutschen Reichstages. ES war ein schöner Tag, ein Tag, der die heißen Wünsche Uuzähliger erfüllte, olö der Fürst.Bismürck beschloß, ein Mandat zum Reichstag anzuneh men. , Mit erdrückender Majorität ging der Einsiedler von Friedrichsruh aus der fast zu kleinen Wahlurne hervor, es seinen Leibblättern , überlassend, ' die Wähler des Gegencandldaten an den Pranger der Neichsseiudschaft zu stellen. Eines schönen Vormittags saß der Fürst im Reichstage. ES siel auf, daß er seinen großen Hund in den Sitzungs. saal mitgebracht hatte. Der Präsident machte ihn in der höflichsten Weise daraus, aufmerksam, daß daS unstatthaft sei.' ! - Herr Präsident, sagte der Fürst, .ich habe Ihnen nicht daS Wort ertheilt, t "fhjii Mit diesen Worten , nahm er dem überraschten Präsidenten die Glocke auF der Hand uud behielt 'sie. Aber sagte der Präsident. Der Fürst klingelte und schrie: Ich ruse' Sie , zur , Ordnung und ? werde Ihnen das Wort entziehen, wenn Sie weiter reden! A,. y " j'!1" "! ,;. v ' 't ". :-:-' S V " i" 1 - "l"';!:'"Hleraus besahl er den Stenographen, den ! Saal zu verlassen und denselben nur dann wieder zu betreten, wenn sie IW' Stenographen schienen zu zaudern, doch da erhob sich der Fürst, wies mit der Hand aus die Thür und sagte: Sie brauchen nur die von mir gehaltenen 'Rede zu stenographiren. Da ich aber letzt nicht rede, so sind Sie überflüssig. Die Stenographen zogen sich zurück. Der Fürst ersuchte nun die säwmtli. chen in seiner Nähe sitzenden Abgevrd neten,anderswo Platz zu nehmen, weil er ! enernirt "fifeen welle, und: trtfse..tw l'iüüiiüiiacl I::''.! J.Ciüi Ji iT!1!!;!!?;!!!!,.:.!.' Mi ' ' .vn.;S, li'll;: i ! it. , lifij.;. li'li1, i,." t tliiiHi : ' liiUjjf i

dem Präsidenten daS. Wort zur ErSss nung der Sitzung.,, mx ,, ,1, ,m 5 Der Präsident eröffnete die Sitzung. Docö bei den Worten ? Erster Gegenstand der Tagesordnung - unterbrach ihn der Fürst klingelnd und erklärte, daß ihm diese Tagesordnung nicht ge fiele, worauf er dem Präsidenten eine andere überreichte und Herrn Miguel daS Wort ertheilte. : ..,;,!.: ,,: :; '.. Herr Miquel wollte eben beginnen, als der Fürst auf ihn zueilte und ihm das Concept einer Rede vorlegte, welche

er. halten,' sollte. .' v. ' " ! ' Hierüber entspann sich zwischen Herrn Miquel und dem Fürsten-Abgeordneten ein , Zwiegespräch, welches, als Herr Miquel antworten wollte, in einen Mo nolog des .Fürsten, überging. . Dieser hatte den Redner sehr erregt, weshalb er die lautloslauschende Ver 1 sammlung um Ruhe bat und erklärte, er sei beschlußunfähig. Dann stellte er eine Tages 0 rdnung für die nächste Sit zung fest, die er für den morgigen Vor mittag. 11 Uhr ; anberaumte, und schloß baun die Sitzung. , Hierauf grüßte . der .Fürst i huldvoll nach allen , Seiten und verließ den Saal. Sein Hund folgte ihm in sichtlicher Er regung.)A.. ' (D. Wespen?) ' ... 1 "' ' . . . 1, ,. ; , " ' Wir schreiben uns auS Paris t Sie haben wohl schon zn' voller Genugthuung vernommen, daß wir einen größeren Theil unseres edlen Grolls ge gen daS deutsche Reich an den Nagel gehängt und beschlossen haben, die Ber' liner Kunstausstellung" zu beschicken. Wir haben uns von Deroulede und Laur logesagt, und die Maler malen mittlerweile, an . ihren Bildern ruhig weiter, um rechtzeitig fertig werden zu können So geben wir Teutschland und der Welt das Beispiel der Versöhnung und des friedlichen Sinnes. Ich weiß nicht, ob, Sie begreifen, welches Opfer sich unsere Künstler auferlegen müssen, um die französische Malerei im. Aerliner Ausstellungspark erscheinen lassen zu können. " Sie müssen vor allem aus viele patriotische Stoffe verzichten und sie gänzlich 'von der Leinwand, ausschließen, um nicht etwa böses Blm zu machen. . ' .Das kann, nicht: genug anerkannt werden wird aber auch hoffentlich von den Beschauern unserer Bilder nach seinem vollen Wert eine ihm gebübrtvde Würdigung erfahren. Hier lassen wir ein Verzeichrnß derjenigen Bilder folgen, welche wir, um alles Anstoßige zu vermeiden, nicht nach Berlin entsenden werden: z, , 1. Die Vernichtung , der deutschen Armee bei Sedan. Man hat in Teutschland die Thatsache . vertuscht und sie ist auch nur unter den Generalstabsosficiereu bekannt geworden, daß die deutsche Armee zwar die, Festung Sedan einnahm, aber erst nachdem sie eine zweite Einschließung vollzogen hatte, Die erste war aufgehoben worden, als die Deutschen durch einen glänzenden Ausfall der Franzosen .vernichtet worden waren. Diesen Ausfall schildert das Bild. - . - - 2. Der Verrath MacMahonZ. Es ist auf diesem Bilde dargestellt,' wie einige Befehlshaber , der deutschen Armee dem französischen Marschall. zwei Millionen Francs auszahlen, damit er seinen Widerstand aufgebe. Die , nach authentischen Berichten gemalte Scene spielt, sich NachtS um ein Uhr ab ! 3. Zehn Berliner Laudmehrmanner auf der Flucht vor einem Pariser Gamin. Episode nach - dem Einzug in Paris. Nach dem Bericht eines Augenzeugen. 4. Moltke verschmäht. I Ein Genrebild. Ter Feldmarschall hat einem Mädchen m 'Versailles tausend, Francs für einen Kuß geboten, aber das Mädchen bat ihm daS Ge?d vor die Füße geworfen und lacht ihn aus. Der große Schweiger steht vernichtet da. 5. Ein Franctireur ersdert eine 5la nsne auS emer' Batterie. Die .Deutschen stehen sprachlos, wahrend sie die kühne That bewundern. Wenig bekannt gewordenes Bravourstück. ? Der Maler dieses Bildes, Jacques Levrai, ist ! der ehemalige Held dieses Bildes. . 6. Einzug der Franzosen durch das Brandeuburger Thor in Berlin. Ein Colossalbild, Theil eines künftigen PanoramaS: Die Wiederkehr deS Elsaß. . Das : sind nur sechs von etwa zwei Dutzend Bildern, welche die Pariser Maler nicht nach Bnlin zur Ausstellung senden, um Beweise ihrer Verträglichkeit zu liefern. . ' (D. Wespen.) L 0 g i sch. 1 Richter:? Habt Ihr schon einmal gesessen? Angeklagter: Ja. gewiß, ,: ich kann , dch nicht immer fteh'ni rM, . - " : a i: t; ' in." . : ff '( : '"ÄS 6a fftt all ob itäur Jda fa&rfiltit til cnuob'-rt ad hab ttan flofcn cjonatl von Lake CtS, lch ich nA Um trften SIpril 1891 ad fctl auf Btitcr! u falfcnM Ple liefet: -r . , . ; pmi ü n ft II ö 1 1 f 1 1. ... , 'a M Hl 100 (fd aas lisnsU'kiii t. I 1 "-! 100 M 30 ta af tanel 35c px Str. :; ao 6t 500 $f aas ctsnal ttc vttlti. "50011 genladun 20 ,!; . 1 ;t a . i . W" ' ? -' ' ' " ' " 50 tl 100 Pfd. ans tarnst 17 an Ctc. 1 ,, 100 Iti 200 t. csf ttnal 15 itl sei T'r. f " 209 Itl 509 yfd. ernt ivaal 13 tti tn tt , 600 11 rfd.s taaial 11 V VX 01t. :i ,;, 2,500 il CagtaUmng 19 CtS. i tt. C7: kelephtt C40. . : '': 'SSXttiUx aM ttn SU$t a dtl vts alja gh, d onttaN i ach'. Osli: 400 Bloxl CZecrt Qr UmWarMM '''!'"t : VA!1: r-m MM'i S!:.;-' IS'"!-!;..!' -fi;-"ij.,; :;p: - !:S!!i:i!i.sB!'1'Tfi,,;:f : 0i IM .ämSitfi-. -tBi fmi-M 0. 'j:f!:iS ti'9'ii'f--i ' W;;B. ' 831 D3 Csßfcgtcn Gitzti. 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