Indiana Tribüne, Volume 14, Number 203, Indianapolis, Marion County, 12 April 1891 — Page 3

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11 3j etts. ftitnön von Conrad MSYlwenzel -,'r:(4, L'dunz.) Aber da fällt mit ein, daß ich mich ja für heute gebunden habe. Als ich gestern mit Annuschka, mit Löschmitz lirnS seiner Frau, verbesserte er 'sich schnell zusammentraf, forderten sie rnich auf. heut mit ihnen nach ihrer Villa in Wilmersdors zu fahren. Lösch n?!tz ist reich, vielleicht beschwatz' ich ihn mir ein Bild abzukaufen. Ich werde, aber vor Abend schwerlich zurückkommen können." sDie, junge. Frau hat eS nicht anders erwartet. Seit Wochen schon brachte er fast täglich seine Zeit außer deut Haufe zu. Sie tritt wieder an das offene Fenster, daß dsr warme Frühlingssonnenschein ihre ganze Gestalt gleichsam in Strahlen hüllt und ihr goldlgcö Haar aus'schimmern' läßt. ES w eln Kerrlicher Tag zu solchem

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AuJslug. Draußen muß es schon volI,,,,,, lig grün sein, sagt sie. Nun können j tz. euch' bald unser.? Wasserfahrten wieder'' ' beginnen. Es ist einer der größten Gcmisse für mich, den Kahn so leise schaus kelnd treiben zn lassen." " Du biö ja auch eine halbe Wasser? ' ratte, Lany, scherzt er. Sie zwingt sich ein Lächeln ab und erwidert: ..Ich sah gestern schon Gondllu auf der Spree, , da überkam mich !, ' eine förmliche Sehnsucht, auch eine zu " ' b.igen. " ' " rf Cr hat sich während dessen zum AuS gehen fertig gemacht. Sie sieht' sein sorgloses Gesicht und plötzlich dämmert in leiser Hoffnungsschimmer in ihr auf. Vielleicht war ihr Opfer zwecklos! Eine, bange Frage drängt sich auf ihre Lippen. ' Arnold morgen was wird get schehen. ?lrnold?"

Da legt sich wieder die tiefe Falte zwilchcn seine Brauen. Willst Du mir r en Tag verderben? : Mag kommen, 'was will, ich kann's nicht andern." Damit drückt er ihr einen flüchtigen Kuß auf die Wange, nickt ihr zu und ccht. . Sle will ihre Arme um seinen Nacken ?.1z!mgen, ihn nur wenige Minuten noch cllckhaltcn, um sein geliebtes Antlitz zuit Kusse zu bedecken, aber mit über-2-e."s'licher Anstrengung zwingt sie sich, gleichmütig zu erscheinen. . - Erst als die Thür sich hinter ihm ge, schlössen, sinkt sie auf den Texpich nieder und vergräbt ihr Gesicht in vie Polster des Stuhles, auf dem er wenige Minus ten zuvor noch gesessen, um einen herzzerreißenden Iammerschret zu untertrücken. So liegt sie einige Zeit, den ganzen Körper von konvulsivischem Schluchzen erschüttert. Doch plötzlich Trhcbt sie sich, tritt vor den Spiegel und glättet ihr Haar. Dann geht sie hinaus, schickt das Mädchenfort und irrt wieder von Zimmer zu Zimmer. Dabei sieht sie cÄe fünf Minuten auf die Uhr und lauscht hinaus, ob nicht ein Schritt auf der Treppe zu vernehs mcn ist. Alle ihre Bewegungen sind sieberhast und bei jedem Laut, der von der Straße herauf tont, schreckt sie zusammen und wechselt die Farbe. Endlich weiß sie nichts mehr zu thun, sogar Hut und Mantel sind schon bereit gelegt wie zu einem eiligen Ausgange, und auf dem Schreibtisch liegt ein Blatt Papier ' bereit zu einem hastigen Brief. Sie tritt in daZ Atelier ihres Mannes und bleibt dort vor einer kleinen Kopie der Poesie" stehen, die er aus ihreu Wunsch angefertigt hat. : Da der schrille Ton ier Klingel! CFin Zittern überfällt sie, daß sie nach einer Stütze greifen muß; aber nur für eine Secunde, dann eilt sie hinaus. .5 Vor der Thür steht ein Kasscnbote. pFrau Melanie Skarnow ? ' " Sie nickt. Das bin ich." Dan bitte ich, mir eine Quittung uszustellcn über die Summe, die ich hier abzugeben habe, 'Dars ich wohl eintreten?" ' Bitte." " Der Alte überreichte ihr ein kleines Packet. Wollen Sie, nachzählen und dann quittiren?" :" ' Sie öffnet es. Ein Packchen Tausendmarkscheine fällt ihr entgegen. Sie zählt sie mit zitternden Fingern und legt sie e zehn, vor sich auf den Tifch. Sie nickt. (5s ist richtige und stellt die Quittung aus. ! Wenige Mmtüin spater ist sie allein. Sie, pack! die Kassenscheine wleder zusamHeul Wie das. Rascheln und Knittern derselben sie peinigt! Mein Kaufpreis sagte sie leise vor sich hin. Dabei, verziehen sich ihre Lippcn, twßdie weißen Zahnreihcn hindurchschimmern, ohne daß dabei ein Lächeln' aus ihr Antlitz , tritt. Ihr Blick fallt zufällig tu den Spiegel, der ihr gegenüber r en der Wand h ängt. ' Wie,, eine fremde Erscheinung sta. rt sie, ihr eigenes Bild darin au. ' v 'yA- f So", ringt es sich endlich müh sam . ihren Lippen, so sieht also ein.. ron Weib aus. das sich verkauft hat. m -r1!-' titftl 1 45tüu,.ryj:.,rwu".,v y ivn zum Bewußtfein, daß ihre Minuten ge- ., zählt und sehr kostbar sind. ' Was bleibt " ihr noch Alles zu thun! Und wieder überkommt sie diese sieberhafte GefchäfMii,kc:l vom Abend vorher.' Ein Blick auf die Uhr sagt 'ihr, daß die Banken ?noch offen sind, und-sie eilt, das Geld !!!,, l !' .,! ... ' i- .'"afe, ::.::';,:;:-v ZU dcpomrcn. - j f . : 3 Es ist noch keine Stunde vergangen, als sie zurückkehrt. Ungefäumt jetzt sie sich an den Schreibtisch. .k !- (I ff tt In, welcher Aufrcgnng bin ich! Wen. iä, wüßte, wo Du zu finden bist, würde M'Fü, TiriDlen)schuft ZU verkünden: ciUcx Jammer, alle Soraen sind vorbei! Da vor mir Xteat r- t r jl":f:'' V' "' f '''"' ' "" cm Päckchen Tanzend 2?!ark: scheine, d,e mir eben gebracht wu ren. Gen::g, um etliche Jahre sorglos

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zu. leben, ja wohl auch DelneNeifesehn ! ' .'II y -.!:' r f J i "c-"1 " ''' , . ucht zu bclriedkgen! Das Glück hat mich ganz benommen! Das HauS ist mir zu k!cin.,zu eng! IcZ muß hinaus! Und dann ängstigt micZ das viele Geld auch. Ich rocrde es vor läufig aus dcc Bane devoüireu. De Depotschein bringe ich zurück, damit Du siehst, daß es kein Traum ist. Er könntt lwiheWm Spaziergang auchver loren gehen. . Wenn ich .eine hübsche Gondel ke? komme, mache ich vielleicht auch eint Wasserfahrt. Es ist heute Bollmoud. Nur Luft muß, ich haben! Welch glück, liches, sorgenloses Leben werden wir nun wieder führen, und wie sroh wirst Du jetzt schassen können! Vielleicht kannst Du mir nun auch vergeben, daß ich Dich so lange Deiner Kunst entfremdet habe 4 durch all die Sorgen, die Dir durch mich erwachsen sind. ES hat mir selbst tausend Schmer zen gemacht!?, Doch nuiust es vorüber, jetzt wird die selige Zeit der ersten Wochen nach unserer Hochzeit wiederkehren, nicht wahr? " Ich schreibe' den Brief nur für den Fall, daß Du früher zurückkehren solllest, , als ich, um,Dirdie,Freudcubotschaft. keinen, Moment vorzuenthalten, und weil das Schreiben doch immerhin ein Ersatz, wenn auch ein kärglicher, für eine Plam derstunde-nnt Sir ist. -. Ich küsse Tich'tauscndmal indem Gcdanken an eine glückliche Zukunft. Lann. P. S. Doch da hätte ich fast ver gessen,. Dir über den Ursprung dieses Reichthums zu berichten. ' Von Großvater her sind noch einige Loose,Badische.Hessische oder dergleichen, auf uns überkommen, d. h. auf Onkel Urban, den ich nie gesehen, und auf mich. Vor einiger Zeit ist nun eins der Loose, das "ilt, t einem großen Gewinn heransgckommen. Heute schickt Onkel uür durch seinen Nechtsanmalt den mir zukommenden Antheil, da er es nicht liebt, sich persönlich - mit seinen' Per wandten einzulassen. Ich habe sofort den richtigen Empfang angezeigt und somit ist die Sache nach dieser Richtung hin abgethan. D'och einmal ein Strahl des Glücks für Dich arme, des Sonnenscheins so sehr bedürftige Künstlerfeele! L. " Als sie den Brief beendet, las sie ihn aufmerksam noch einmal durch, zu sehen, ob sie sich auch nicht zu nner Anspielung auf daö, was sie sich vorgezeichnet, hat hinreißen lassen. Nein! , Sie nickt be friedigt, legt den Brief in einen Um schlag, den Depotschein dazu, und setzt den Namen ihres Mannes darauf. , Dann erhebt sie sich. Um Abschied zu nehmen, tritt sie noch einmal in ihr kleines Boudair, vor das lebensaroße Bild ihres Mannes. Sie sinkt davor auf die Knie nieder und schaut mit einem herzzerreißend verzweifelten Blick zu dem geliebten Antlitz auf. ..Noch .bin ich rein, Arnold! Noch bin ich es und werde eS bleiben," fleht sie mit gefalteten Händen, und doch liegt eS auf ihrem Herzen wie eine Schuld. Sie wagt es nicht, mehr als den kalten Nahmen zu umklammern und ihre Lippen wieder und wieder auf seine Hände zu drücken. Sie weiß nicht, wie lange sie so gelegen hat. . Plötzlich schlägt eine Uhr. Erst krampst ihr Herz bei diesem Ton sich zusammen in wildem Weh, dann aber überkommt sie eine Nuhc, die an Gefühllosigkeit grenzt, eine Nuhe, wie sie Verurtheilte überkommen mag, wenn sie nach tagclanger Qual und Todessurckt endlich das Schassot besteigen, wo der tödtliche'Streich ihrer harrt. Sie fahrt empor, greift nach Hut nm Mantel,zlegt einen Schleier, um da (Sie sicht und schleicht mit niedergeschlagenen Augen aus ' der Wohnung, aus dem Hauze. , ,,,:' - Auf der Straße zögert sie einen Au acnblick. Ein innerer .Drang zieht sie noch einmal vor das noch unvollendete Kunstwerks von dem .sie hofft, , daß es ihrem Manne 5 ie Unsterblichkeit sichern wird. Auch feine Gestalt, fein Gesicht ist ja darauf n finden. Aber nein nein dahin nicht mehr, denn neben Her zog Guntharis steht die Königsbraut: Balerie-Annuschka. An diese will sie heute nicht denken. Sie will nicht jetzt noch in Eifersucht verfallen. , Sie will 'nicht daran erinnert fein,' daß Arnold jetzt wohl dieser Frau gegenüber sitzt, daß ihr Lachen ihn entzuckt, daß Nein, nein, sie will nur daran denken. daß sie Glückseligkeit aenossen in seiner Liebe, daß er unglücklich ist, und daß sie lhm helfen wlll zu Gluck und öiuym. So beschleunigt sie ihre Schritte.Eine bleierne Müdigkeit befällt sie, ein kaum noch abweisbareS Bedürfnln nach Ruhe. -Ein krampfhaftes Lächeln legt sich um ihren bleichen Mund. ,Bald! flüstert ue, und fetzt ihren Weg fort. ? , - - i,,f;;--iiii 'MRMtKWstfM.berV :: 's pH in ' gebl ttbeu'" fragte der Gondelverleiher. Mertens den Burschen, dem die Aufsicht über die , am Ufer schaukct.ldcn Boote anvertraut war und wies dabei aus die Lücke in der stattlichen ReiheA Draußen," erwiderte - der Bursche kurz und verbuchte Lutt durch' lerne (Zigarre zu ziehen. Dann endlich, seine '!' l ';'" :r (-" I-' tal''.li" yr ' 111 1 1 7 M n rtl ' iflli4lfl .lVl)ijitli .rOlimiWUliiiiii , u. , ItitujUV'J UU UliUlU. !-!S V :;;!.;:.-! ('yfJl,ZTi, ' v -i.,' zuhr er zorl: Weljzt Du, Vater, zch wünschte, der Delphin ka:ne nicht wieoer." , . , , : Na-!'" l fragte, der . Alte, .erstaunt, warum eenn" . " , , , . Ter Junge entmorteie abmulchr, son ! derklsragteZsinerseiML , mßi0 S ? Vucni wahr, ater, wenn einer mit dem J0t durchgeht, darf man das .tv beyattenV : t Natürlich, Tu mm köpf, dazu sind die Pfänder), za oa:-$j!tijß.t$ g Da wün scht' lch wirkli qsf) d e r , j. D c lphin kam' nicht wieder. Sieh mal. was für ein Pfand ich für ihn hab'." Damit zog er vorsichtig einen Kassen, schein auö dem Geldbeutel und entfaltete idu.WmZB .Hundert?" statte der Alte ungläu, M ..,!-., - ! !?-! ,?,,! . -1.K1 -!-1- - .... flfll

hi; HijiifMi f;i IlTf:.!' big. ..Wahrhaftig, hundert ' Merk! Nun, da kannst Du Dich daraus verlassen, Robert, der Delphin wird bald wieder hier sein. " ?,!,- U : Glaub s schon! Aber eS ist doch ein hübsches Gefühl, solch ein Ding in der Tasche zu haben. " Wer hat lhn denn, den Delphm?" Eine Dame." Der'. Bursche zog eine Grimasse, als wollte er die Äori nehmheit dieser Dame noch besonders Mnzelchnen. ' Einen Schleier i und Leder - Handschuhe, , so kleine, dabei", bezeichnete er an seinen eigenen langen Fmgern die Groge einer Kinderhand. Fein, sage! ich Dir, Vater! Dort drüben, ganz ,hinten, wo dte .Busche stehen hat t angelegt, viikr einer Stunde schon: Aber siehst Du, da kommt sie wieder heraus. Schade um den schonen Schein! r ' Der scharfe Blick des Knaben hatte richtig gesehen. . Wirklich löste sich weit hinten vom jenseitigen Ufer ein ,Boot, in dem eine einzelne Frauengestalt zu erkennen war. Sie bewegte langsam die Nuder, bis das kleine Fahrzeug wieder in die Mitte des Stromes gelangt war, zog die Nuder dann ein und ließ eS treiben. Tann nahm ue den vor ihr. auf der Bank liegenden Hut, setzte ihn wieder auf ihr schimmerndes Haar, band den Schleier darüber und glättete die Falten ihres Kleides. Als sie die Handschuhe wieder über' die schlanken Finger streifen wollte, bemerkte sie eme kleine Wunde an ihrer Hand, aus der langsam daZ Blut hervorsickerte, Tropfen um c.k ,. : 's. . , :' ' ... .,, rBlut," sagte sie und lächelte. Blut und Leben, es fließt alles dahin! 1 Dann zog sie ihr Spltzentuch hervor, es auf die kleine Wunde zu drücken. Doch da siel noch etwas Anderes in ihre Hand, ein scharfes, spitzes Instrument; t tauchte es mit der blutenden Hand zusammen in die dunklen Fluthen und ließ es auf den Grund hlnabunkcn, indem .sie leise sagte: Dank Zur den Atenkt, den Du mir geleistet." Dann faltete sie die Hände um die Knie und schaute gedankenvoll 'zum sonnigen Himmel auf. - - Sterben," sagte sie leise, sterben. wenn eben die Erde auferstanden, da? ist traurig! Doch es ist nicht traurlg. sür ihn zu sterben! : Er wird wieder frei sein sich frei suhlen, frei lind sorglos, und das wird ihn groß machen! Und Niemand wird ahnen, daß ich Theil habe a seiner (Äroße " . Eine Stunde später sitzen aus etncm herrlichen Platzchen mitten im jungen Grun am anderen Ufer ctn Herr und eine Dame beim Kaffee. Der Herr hatte bald nach der Dame lzier angelegt und seinen Fährmann dann sammt dem Boot zurückgeschickt. Jetzt ptzen sie einander gegenüber. Sie gießt ihm den Kaffee ein, lacht und plaudert. Ihre Wangen sind von durchsichtiger Blasse, aber ihre Augen und Lippen scheinen zu glühen in innerer Erregung und ihr Lächeln ist zauberisch. Endlich sinkt die Dämmerung her? nieder und über den Wipfeln steigt der Mond empor. Er zeichnet eine lange, silberglänzende Strafe über das Waer. Dort hinein lenkt Melanie den Delphin. ES, kostet sie Anstrengung, : gegen den Strom zu kreuzen. Ihre Zahne graben f c t r C i . . rs f. 1 iq) in vie nnleruppe uns reqc nuucrr sie: Es gilt!" : , Dann zieht sie die Ruder cm und laßt das Boot treiben. Sie wendet dem Monde den Rücken während der helle Schein Herrn von Naumcr gerade in'S Gesicht fallt. Er neigt sich vor und ergreift ihre Hände, sie sind eiskalt. D, Melanie!" flüstert er, aber sie hört nicht auf.ibn. . Wie schön die. mondbeglänzte Velt ist!" Dabei laßt sie den Blick über die Ufer gleiten. Ist nicht hier irgendwo -uich eine Liebes-Jnfel?" fragte sie dann. ,-Jch weiß es nicht." . Aber Sie wissen, weZhalb sie ihren Namen trägt?" . , Neitt . " . ...!Vr. : ' ;23cil e!n, Liebespaar, das sich im Leben nicht angehören durste, dort einen gemeinsamen Tod gesucht und gefunden hat." "V - - Ach, Melanie, sprich nicht von Tod und Sterben!" 'r:::T ' Weshalb nicht? Es muß schön sein, für seine Liebe zu sterben. 1: "m : ., ..Schöner, ,u leben! - Er lieat vor ihr auf den Knieen und drückt seine Stirn in ihre auf dem Schooßc ruhen? n Hände. ,,, ' ' .. ... ,,. ,, , (. et .,;' T . r. ,!.!, U'S,- :' Hl ! 't:,,!r -' ' i' 1 ,! ie neigt sich zu ihm nieder. ; s Wenn ich setzt stürbe, vor Ihren Au gen, würden Sie mir in den Tod so! gen? "rjfi .Y-r- ! -,, Ja, denn ich kann nicht leben ohne Dkch, Melanie, die Du' mich so lange hast schmachten laszen, Du Grausame. Doch nun endlich, endlich laß Dich küsz fcn, Tu schönes Weib! Aber was ist das?" Er springt so hastig auf, daß der Kahn schwankend eine Wendung macht und, das Mondlicht 'hell auf Melanies Züge fällt. Er sieht in das ., bleiche. aber lachende Gesicht. Er sieht dies eigene Fcucr in den großen Augen und vergibt die augenblickliche Beängstigung. Der Kahu ist den Winter'über nicht gebraucht worden, lacht sie, ,,da dringt . -!,:," ...: nrr : n . : "-'": "" 's i -, vr -s m. !,- ein wenig a n er, ein ; oas m viucs." 1 Der weiche Ton dieser Stimme,- die schwellenden, halb geöffneten Lippen ersticken liedcn anderen Gedanken in' ihm; und wieder sinkt er ioorAihr . auf das t$inCfAy J- .Zj-'i UbMim:a Wenn dieser Nußschale wirklich ein Unglück zustieße" und eine sonderbare Freudigkeit klingt aus ihrer Stimme, Sie würden leicht da Ufer gewinnen und meinen Lebensretter spielen, nicht wahr?" m. 'it t ' Es liegt etwas Beängstigendes in ! h rer Frö hlichkcit. - Unter diese m E indrucke entaeanete er kleinlaut: MSchmimmeflAstein NlefgeübhVMWMM Sie taucht die Nuder in das Wassce und singt zu ihren Schlägen ein leises. traumhaftes Lied. Dann laßt sie die R udcr aus d en Händen gleiten 1 und ; lest die , ineinander , verfchluncnen , Finger ':,;,n;E- 'Sf i S.tli-ii.

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filWiMÄiy i- i-lniH fr'iin. ipiui 'fi'ii6 Si'ii ':: : ,; " ri1'.; 1 ;i "Ä einen Moment '.'tot die Sl'rn. als gelte ( es'einen ' schnellen Entschluß izu fassend 'j '.''" --a'" : ''';: stt ,r' Kr hat enlzuat iyrem zelten ?e,ange gelauscht. Jetzt schreckt er empor. Um Gottes willen, dieudcr!"- , l?r s'.,rf'.t dieselben nocki ivt crbaschen : "77' . i , ' . m i" . . M. niiVil ergeocns j k ucivcu uu-; warts. ;-r- -:sm x'--W" ..Lassen Sie , sie!5. sagtchiesunge Frau, noch immer in jenem traumhaften Ton. , Oder- furchten .le davor, eine Nacht 'auf dem Wasseh zuzubrin gen? - ,, syty 1 ' --i fürchten! Mit Dir) Nein' Melanie,' Seligkeit soll diese Nacht mir ' - ' I ; ,.(,s ringen:" . . . r,y . t -'' . j 1 - 'l1 ?-.. ; Nun lacht ne wieder. . ii, ' ' ' . Der Moud scheint ihr so hell in's Ge' sicht und zeigt die ganze Schönheit ihrer Gestalt 'in feenhafter Verklärung, daß der Mann vor 'ihr ' alles Andere, vergißt und nur verlangend die Arme ausstreckt. fAber alHnellMeMx Und sieht hochaufaerichtet' vor ihm. Wage es nicht, mich anznrühren! . Glaubtest Du wirklich, daS Weld .'trnoiv israrnowZ fei feil für Geld? Glaubtest Du. eS konnte selbst, in der Noth der Versuchung erliegen tx So bist Du getäuscht ! Du . v 'p- " t . '""iJ ''?" V . ;' ,!"'' V wollteit vekrugen uno muroe,l oeirogen: 1 ) ' : .. I.- .n... ' ! s " II i ii. - i. " ', j- rr'. .'. nl..i !'!Xi ir. ' voTi yln ; ,lV wVci leben! Du wirst sterben wie ich, aber ehe Du stirbst " .Melanie. Melanie!" rief Nanmer entsetzt und starrte aus das, langsam in den Kahn dringende Wasser. Was " 1...' wlllZ! u Mi! meinem grausamen Scherz?" ,, ' ' ;;.:'''';r'; Scherz?" wiederholte sie, o'nein, was ich gesagt, ist Wahrheit! Ich selbst habenden Kahn angebohrt mii diesen Händen; ich selbst habe dem Wasser den Weg gebahnt, uns zu verderben. Es giebt kein Entrinnen mehr!" ' Melanie ist eö möglich!?, Du treibst ein grausames Spiel mit nur. Deine Lippen sprechen von Tod. aber ich will von ihnen Leben trinken, Leben auö Deineu Küssen, Du fchoneS, Du angebete? tes Weib!" Dabei streckt er von Neuem die Arme nach ihr aus. Aber er. fühlt sich rauh zurückgestoßen und mit fester, ruhiger Stimme sagt die junge Frau: Im Angesicht des Todes scherzt man nicht." . Er wird bleich bis in die Lippen. Weib," siammelt er, was kann 'Dich dazu treiben, meinen Tod. herbeisuhren zu wollen! . . Hören Sie!" entgegnete sie in dem selben Tone, in dem Sie vorher gesprochen, und deutete auf das immer mehr und mehr eindringende Wasser. , Unsere Minuten sind kostbar. " Mit fliegendem Athem erzählte sie: Arnold Skarnow machte einst ein Mädchen , zu seinem Weibe, ohne zu fragen, was es an irdi schen Gutern besaß, nur weil er es liebte und sich geliebt sah. Aus Liebe zu seinem Weibe wurde er der Kunst untreu, der er sein Leben doch gcweiht.Aher dieS Entsagen ranbte ihm Frieden, Nuhe, Frische. Ja, der Schmerz über dies Kitsagenmüssen überwog zuletzt seine Liebe. Aber daS Weib, das den stolzen und bcsccliacndcn Platz an seiner Seite cingcnommen, dachte groß genug., um ihn der Kunst,, der Welt eiven Künstler wiederzugeben. Doch wenn ich die Fesseln loste, die ihn bedrückten, so wollte ich auch, daß er die Freiheit, mein Geschenk, ohne Gewissensbisse, ohne jeden störenden Gedanken genieße, so mußte ich ihm auch die Mittel geben, unculges schränkt seiner Knust leben zu können und deshalb verkaufte ich mich scheinbar und deshalb mußt Du mit mir sterben ew betrogener Betrüger! Was galt mein Leben der Welt? Was hat das Ihre den Menschen genützt? Man wirtr uns Beide nicht vermissen. Aber er, er wird , ein Künstler ' werden, ein echter Künstler, den die Welt bewun dcrt. " ' V " ' , . Sie stand noch immer ausrecht im Kahn und Naumer, der auf der fchmalen Bank kauerte., sah zu ihr aus mit einem Blick,, in dem sich halb Entzücken halb Entsetzen spielte. Nun plötzlich fuhr er empor. - - , . vUnd diesem Hirngespinst soll ich zum Opfer fallen? Dann plötzlich umklammert er ihre. Kniee und fleht mit heiserer Stimme: Melanie, Weib, Gellebte, ,eS ist nicht möglich! Sag' -daß Du lügst!" Mit einem schnellen Nuck befreit sie sich von seinen umklammernden Armen und deutete statt aller Antwort auf das im Kahn höher und höher steigepde Mit verzweifelter Geberde will er von Neuem ihr Kleid ergreifen, sie weicht vor seiner Berührung zurück strauchelt fallt und die dunklen Wasser schlagen rauschend über ihrer Gestalt zusammen: Mit starren Augen blickt der Mann auf die Stelle, wo die schone, so heißbegehrte Gestalt verschwunden. : : (Zin unnennbares Todcsgrauen überkommt ihn, seine Zahne schlagen hörbar auf einander, der Angstschweiß perlt auf seiner Stirn und doch schüttelt der Frost seine Glieder. Wenige Minuten noch blickt der Mond in ein verzerrtes Mcnschengesicht, 1 dann hat daö eindringende Wasser den Rand des Kahnes erreicht .er sinkt und ein gellender Angstschrei 'zittert durch die nächtliche Stille daS Wasser spritzt Us ,,A,iH'i Laß ihn, Willcm," sagt Frau Marie Brunner ängstlich und zerrt ihren Mann vom hinten an k den trietenden Kleidern. Lass ihn. Willem! Mit rechten Dinaen kann so was nicht zugehen. Das muß dr leibhaftige Gottseibeiuns selber sein. !KZin er ;e. wieder zu sich kommt,' wer weiß, was er uns alles anthun kann. ' Dummes Weib," sagte der Mann L ...rf . : ' Vi, urgcriicy gievk mit dem Uuvogen einen kraftigen Stoß nach hinten aeacn den zerrenden Arm feiner Frau und fährt in seinen Beleoungsoerzuchen an dem leblosen Körper vor ihm fort. , , j .Frau Brunner stemmt die Arme in die Seite, tritt aber doch scheu ein., paar schritte zurück und saat dann mit vorsichtig gedämpfter Stimme, als fürchte sie den Gottseibeiuns" zu wecken? . '

1 Na, geht so msS etwa mit rechten ; 10 inar T.!:;;;:';;;; SS lijii:"; 0 0 r l) i :t Jiä;! r a u '

fJjjJJI.jiji.Jjsij..;;... Ujjjiijj.r- ! M U ilil i " I , - I.H ip'filil! :ii!iirt-1iii ''iU1!:.'1 i.ifli. milt !! Mll'Sli'i.t'tjffl .. -!',' .j,: ..4 .iifit-r-i-i, !:.yfi:i:iii!.i,j( 'iKgii'ir-'!? 'l,'i! '' M.fcT S.'!!':;,,,!'',? o fltlv'l-iM'.jl.,,! ;-M!J"liä!-f'... ''ü'-te k omme. d i e W äfche noch i schne ll zu spü, f li'1li;iiijil!iWl.i,:' 'ft';fv'l,l 'fCt j.'. len. hör ich was plauschen; Ich acht' 8" " : - i'V ':VIX'''-S': aber weiter nicht d raus, weil ich keine Zeit habe. ' Auf einmal hör' ich schrei'n rälich ..ime -ües l Deinem Leben noch nicht gehört hast. " , ' ' 'm 5 ..Wenn ich's nicht aebort liatte. wär' - fl1;,.! '' 'w iü- .!IH. IJ 'Ull Ist-' .'...f., : ich doch nicht hcrzugclaufcn. " . ''"r -. Vp ::!T?:ii r j r ' .. m t. . . .V"''" st ' !,ir-" .'cag zazon iein. ,,,,, ocr u nau es doch ' nicht mcbr fehen können, wie ich. ftK'i'"-"' ' ' irl.'.te1; U.Jfo Als ich mich nach dem gräßlichen Geschrei umsehe, steht da im hellsten Mondenschein ein Mensch aus dem Wasser. Und, , Willem. ' ich , möcht', doch wissen, welch' ehrlicher Christenmensch , es serti g brächte, :nit seinen zwei Beinen auf dem Wasser spazi cicn zu gehen. Erstand j a mitten' auf der Spree, als er plötzlich 1, .... P" -I'1- VI,.-'".; S ; ' . '-A'.S, r .f.-i.f versank." - , ,,, A" V "' Weibergeklatsch! sagt' der Mann herqHtljch'ndzuMldie sich stören zu lassen. , ;V ' . ,' t , . Ich bitt' mir aus, Willem! M sie gekränkt. . trat aber gleich darauf neugierig wieder einen Schritt naher, .als ,ih,' Mann den Leblosen zu entkleiden anfing.' Was mag er in den Taschen habend fragte sie und griss nach dem Rock. Ol Geld. darin ist?- ,,,'.' '., ' v '.'." , . DaS Du nichts von den Sachen an, rührst, verstanden?" rief der Mann zor, nig. ' .' . . , :r'' '' Nun, man konnte doch vielleicht dar, aus sehen, wer er ist.", - A'7 Ist gar, nicht unsere, Sache. , Wenn er todt bleibt,. werden sie es auf der Po: llzei schon feststellen.- Uns gcht's mchtS an.. Und nun hilfst Du inir .ihn in'i Haus, tragen,,, Und !dann weckst Pu der Franz, er soll zum Doktor laufen. Uni nuu. schnell nimm ihm bei den Beinen.' Gott soll mich bewahren, " ricf Frar Brunnen in chkllcm, Entsetzen. Damit crmir so recht auf den Hals springer' kann, nicht wair? Lieber gehe ich selbj! in'S Wasser."., : : - Sei kein Dummkopf,", rief del Mann ärgerlich und richtete seinen Pflegt ling bei den Schultern zu sitzender Stel lung empor. ,, Und nun vorwärts!?, , ) Die Frau bekreuzte sich schaudernd.Da wurde ein tiefer Athemzug horba und der Dcrettete schlug die ?lugen aus. Mit einem langen Blick, in dem , noch immer ein Schimmer von der auszeflan, denen Todesangst lag schaute er um sich. Wo, bin ich? Und wie bin ich , hier. her gekommen?" fragte er endlich mi: schwacher Stimme. '. - , ' rA Beim Klang derselben wagte sich auch Frau Marie näher heran, ja sie ergrisi soga- das Wort und erzählte mit groß Zungenfertigkeit und mit vielen AuSru, fcn von der Heldenthat ihres Mannes, der der beste Schwimmer sei, die ganz, Spre: hinauf und hinab - Wilhelm Brunner selbst war wortlos bemüht, idsM Fremden wieder auf di, Füße zu helfen. Als seine Frau eS ihn in ihrer Lobrede auf ihn aber gar zu arz trieb,rtefer, Zhr eZneuergisches Schweigt zu und fragte dann, , ob der Herr nicht mit in's Haus kommen wolle, der Nacht, wind und die nassen Kleider könnten ihn krank machen. Sie würden ihm. gern für die Nacht ihr Bett abtreten, damit seine Kleider trocknen könnten. r Aber zu all den freundlichen Neben schüttelte er nur den Kopf und verlangt, nach einem Wagen. Dabei suchte er h seinen Taschen und drückte seine mit Gott und Silberstücken gefüllte Börse in . die schmielige Hand des Mannes, ein paar Dankeswortc stotternd. Dann wandt er sich ab, um, nur keinen Blick mehr aus den silberglänzenden, leicht gekräuseltep Wasserspiegel richten zu müssen, und fragte,,, mit heiserer Stimme:' Und und habt Ihr sonst nichts gehört von v on Un'gl ückssä llcn oder dergleichen?" ; Brunner sann nach: Ja im Winz ter ertrank ein Knabe beim Schlittschuh, laufen." ' - ,' - -. - Jetzt aber' Fronen Ä Mädchen?' sragte der. Fremde wieder. 7 , 1 Nein! Das Weibervolk, ist ja auch viel zu, furchtsam; dein passirt' so was nicht," meinte Wilhelm Brunner. Und als er cn Fremden an seinem Arm- wii im Fieber zusammenschauern fühlte, fügtt er bei: E$ scheint, Herr, Sie sind jetzl schon krank." A- . Arnold Skarnow hatte den Tag mit der pikanten kleinen Polin und I ihrem langweiligen Mann au s das an gc nehmstc verbracht., Als er sich Abends auf den Heimweg machte, war er In der animirtcsten Stimmung. " Diese verminderte sich frei l ich, je n äh er er! se inem Z iele kam Als er, den Schlüssel in die Haus? thür schob, lastete wieder ' der ganze. Druck seiner unerquicklichen , Verhältnis" auf ihm, den er für diesen Tag in seine, leichtlebigen Art abgeschüttelt hatte. ' : ., Sonst pflegte' Melanie ihm mtt dem Licht entgegen zu kommen heute sinket er Alles dunkel.. ' In ' der Küche schlast daS Mädchen bei der- rauchenden Lampe. Er rüttelt es empor.' Ist meine Frau ausgegangen?" ' '' t A' .afälcn.p ich weiß es nicht. Als ich eqen Aben 'iWi P:'. nach Haus kam, war die, gnädige Frau nicht anwesend. Da bab' ich mich hierHrLesctzfundIab , Es ist gut;' bringen ßleimir Ächt.5 Dann sitzt er vor der Lampe, die EUbo-. gen auf de Tisch gestemmt, den Kopf iv die Hände gelegt und starrt in die Flamme. Er denkt an den fröhlich ver, lebten Tag f zurück. Eine reizende, kleine Kokette, diefe Annuschka! Ar, ßnf' :" i-. i' ' ., 'ilr' ' 5 . i'lf .!, wer Teufel von einem Ehemann. " 1 Da: bei kenkt er an die Gondelfahrt auf dem 'i,!!ÜHlmcr$Dorfft::fc Der Kahn ist so klein, daß er mu zwei Personen trägt, deshalb besteigt der Gast ihn mit der Frau deS Hauses. Lösch wi tz bleibt am Ufer sitzen auf die Gefahr hin, sich einen Schnupfen zu hg, "leNÄ 'Iflfil;1' Welch' Kreuzfeuer von Blicken ': aus iwarzen, demantglänzenden Aug"g tttt Ärnoiv. wa Köpfchen feiner Begleiterin alle Augen: blicke zu dem am Ufer Zurückgebliebenen 1 h e rüm fährt h MM i n kindli roheß MchelnLund weißer Zahne z Lippen zu zc,2kn. , r ;.;

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; Unwillkürlich spitzt Arnold den Mund und pfeift die lockende, leichtfertige Melodie, ... die Annuschka " plötzlich Mgö' stimmt und mit den Nuderschlägcn bcgleitet'HatMDa'schlä unterbricht sich und lauscht. Mitternacht Z Und Melanie noch nicht ' zurückgekehrt. ' Er steht auf und geht durch das Zimmer auf und nieder. ' . ! Schon sind seine Gedanken wieder bei der schönen Polin, da fäUt sein Blick aus dcu Brief auf dem Schreibtisch. ':''!'--':'' Von Melanies Hand und an ihn c rcssirt!' Eine Erklärung jedenfalls für ihr längeres Ausbleiben. Sie wird eine Einladung erhalten haben oder ' dergleichen. ' ..: ,"-' . . A ; '. , l Mit einer nachlässigen Bewegung reißt r ' :,M .,. .... ' .' ..: ? , . V . er . oen um cyzag' aus - uno ziciu, ven Brief hervor. Dabci fällt ein Zettel auf den Teppich nieder und faltet sich auseinander. Er hebt ihn auf und liest: Depotscheins Was soll denn das bedeuten? 'Der ist ?rd za auf seinen Namen ausgestellt und übe r! c i ne Summe,' ' die ; i h m so ? groß scheint, daß er erst genau Hinsehen muß, um sie richtig zu lesen. Was' war denn das sureine Teuselei? Da bescheinigte die H. . . sche Bank, vonHm, dem Maler Arnold Skarnow, eine , solche Summe in Kassenscheinen zum Depot erhalten zu haben und zwar am heutigen Tage!, ? , , ;: ' Er schüttelt verständnißlos den Kopf. Wie konnte ein solches Papiert eristiren, und wie kam es in feine Wöhnung? Aber es hatte iu dem Briefe seiner- rau aeleaen. also 'mußte dieser Brief Ausschluß darüber enthalten? v . . y ... . i imit vor Erregung zilrernoen Fingern greift er darnach. Je weiter er, liest, desto Mehr östeigeri sich seine Äusregung. Endlich schließt ' er mit einem Jubelton . und drückt daS Papiers daS t t JL m. m!A tt Äs. Z b m! ? f t 1 TaI M uiu;( icuvtiivuijuui ciiiuui, uu Lippen. ..' ' ' ' v., . 1 V - ' K ' .Dann fährt er herum. Lany, La, ny," rüst er, welch, ei Giiil " . Eine förmliche Sehnsucht überkommt ihn, sie an sein Herz, zu drücken, sie zu küssen. Aber sie ist nicht da. Sie wird auf ihrem Spaziergang mit Bekannten zusammen getroffen sein, die siezn irgend etwas überredet haben. Daß sie aber gerade heute, so lige ausbleibt! Freilich, sie wird nicht vermuthet haben, daß . er vor Mitternacht heimkehre. Und doch,;, Mitternacht ist längst vorüber., 1 . . - - ,,. . . Er greift den Brief wieder anf, .liest ihn langsam von Anfang bis zu Ende nch einmal, prust die Unanfechtbarkeit des Depotscheins, malt sich Melanies Ueberraschung aus, als ihr das Geld überbracht wurde, lauter große, ; schöne . Tauseudmarkscheine und macht dann Pläne. So vergeht eine Stunde nach der anderen. Endlich bricht der Morgen an. Er sindet keine Erklärung mehr für Melanies Ausbleiben. Sie wird den Hausschlüssel vergessen, nicht in das Haus gekonnt und bei einer befreundeten Familie übernachtet , haben, sagt er sich und glaubt doch selbst nicht daran. Sobald die Häuser wieder geöffnet werden, , schickt er das Mädchen : zu ein paar der zunächst wohnenden Freunde, nach seiner Frau zu sra'gen.. Er selbst macht sich gleichfalls auf den Weg. Nach drei Stunden kehrt er. erschöpft zurück. Ist sie da?" fragt er hastig. . Das Mädchen schüttelt den Kopf. Es weiß auch Niemand von ihr." Niemand! Er lehnt sich an den Thürpfosten. Elf Uhr schon und noch keine Spur von ihr." , Dann, drückt ei den Hut tiefer in die Stirn und eilt wie: der fort. ',, r, ' . . . , . In das nächste Polizcibureau tritt er ein. Einer der. dort befchaftigien Aeamten blickt von seinen Büchern auf und fragt: Was steht zu Diensten?" :v 1 Mein Gott . meine Frau ." stot: tcrte der' Maler. Sie hat gestern gegen Mittag da5 Haus verlassen und ist bisher nicht zurückgekehrt." Allein?" sragte der Beamte, mit inem bezeichnenden Blick. . Herr!" ;ir ' . ) ; ; "'' Nun, nun. eS ist AllcS schon vagewesen. Sie müssen aber nähere, Angaben. machen, wenn wir Ihnen von Nutzen ' . -li'-il' . . ' !'-' !:; - u i - 1 sein sollen. . . ' AA-' Und Arnold erzahlt. Alles was ek weiß, Alles waS er fürchtet. . ... i Hm, Hm," macht der Beamte, nimmt ein großes Buch von einem der Repositorien, blättert darin herum, und fragt endlich: Aljo eine Kahnpartie hat sie machcn wollen?' V?-' A ; );k&AA:MA 'W ',: " Wo?" , . - Vielleicht im Thiergarten, vielleicht in Treptom, ich weiß es nicht. " Was für ein Kleid trug sie?" J , : 1 'Das weiß. ich' auch nicht gen öu. Ge-. wöhnlich trug sie ein dunkelblaues mit l , 8;lt wie- j d er 1 ju" 'Wiifi $ ichnct I n .de ni. Buch e, daS augenscheinlich nur Telegramme enthält, eine Stelle mit dem Finger.! . t.; : Junge Fraumsperson", liest er halb, laut, d un kelblaucs Kleid, wei ß besey t. Wäschezeichen M. F.. Trauring gcieichnet:,.)sS) Dann richtet er seine Brillengläser auf Arnold. Bemühen ,e id)f einmal nach der MoMi?tzllekcht '..?kr,,', oi4, i ' .i'.1-'s i'.''!..' .uyunwuu, iiuv uuu juuijc Frau aus dem Gaffer gezogen worden, auf die Ihre Bezchreibung einigermaßen, paßt " Ein kurzer Gruß, und der Beamtt' ninnt firn inrn rtrnr Ttni ... 'i1., I - v-:-a" a-;. ah Arnold taumelte, nach dem Entfeh, Ifrfi,tt ' tnrtS tr nrnnrnrnm fir s1n IslUnt mamtl. llim .las, sinK 1 .äxÄ vimuivii, nia i " gm S . . Q . m. . . "" w.- , ,,!-... ., :h ';, "1 " ... ;;;!,.!:.' ::::...; ' ' ' " ' i, me vsru "'.r..' ontijL ' ..iiv Zit'ii:-)'ii..& -c utivt.it. -vtvivu Ultv lUl UiiU 4UUI. UVil . 7- ': . ',, . 1 l . -Iü1 .i:.: ' ', die BerklarunM ! U"i"i ' '-,ZL:. .!.; 151 ,i;:rt; 1 -. t auf 0 er reinen nr n. afi g. M tA:A $i Eortsetzung folgt.) n .; ö e r ö b e xM dünner Ant:

Die Diva ist doch beneidenöwerth, die !

iMi-'rii.iiijjjHi.Mjjjiij;!:; ;;;::;;;::;;r;j;äii;jijii m ',' 'wilirirtroüE'ilif ArlPi'!i!l.!l'l ";i.-i 2? er verns tnt edha. vjtot-nv.,.nh' :r:wmr,-'J'f . Das Leben bleibt doch nach ttie vn der phantasierelchste' Dichter, und sein ewiges Wechselspiel zeitigt Ereigniss und Scenen, die selbst ein begabter 3?v müncier oder Dramatiker kaum packen der zu ersinnen vermöchte. Als neuer Beweis dieser alten Wahrheit möge daZ nachfolgend erzählte Geschehuiß dienen, . ,tt 1 ... ..ll'i at. . das, lo romanyan es ancq uingr. sennoch nur . buchstäbliche Wirklichkeit ent hält: ' " ' "" , ' : Vor - etwa echt Jahren 'machte in Wiener Kaufmännischen Kreisen ein Zwist von sich reden, der im Hause del reichen Commission?" Herrn K.... ausgebrochcn war.." Bater und Sohn standen sich erbittert gegenüber und das Ende, dkr.langwährcnden Fehde tvzt eine vollständige Trennuiig. Der alte K. hatte gewünscht, daß sein einzize, Sohn, Leopold, sich ' dem Geschäft widme und den V ater m der Ausnutzung und Vermehrung des ohnehin schon bc deutenden Vermögens unterstütze. Leo. pold aber, ein strebsamer und Wissens, durstiger Jüngling, erklärte allen Bitten und Drohungen gegenüber, nur studiren zu. wollen, und .zwar Medicin. E, beharrte so 'standhaft auf seinem Ent schluß, daß der Vater endlich nachgeben mukte. . ' ., . , A Obwohl von .einer länger währenden ' KranNzeit . aufgehalten, absolvirte de, reiche junge Mann seine Studien mii glänzendem . Ersolge und wurde, kurz nach Vollendung seines 25. Lebensjahr res zum Doktor promovirt. Jetzt wa, S. senior natürlich höchlichst zusriede und überschüttete seinen Sohn mit Auf merksamkeiten und Geschenken alle, Art. .Aber nicht . lange , sollte di, Freude wahren. Eines Tages macht, Leopold dem Vater die ErSssnung,daß n zu hcirathen gedenke. Schon?" scherzt, dieser., aber ich habe Dir ja noch kein, Braut auZgcsucht." Das ist auch unnöthig," lautete die Antwort, di, habe ich bereits gesunden Seit fast drei. Jahren kenne und liebe ich ei Mädchen und jetzt werde 'ich das Wort einlösen, das ich ihr gegeben. Und wenn ich meine Einwilligung verweigere?" zürnte der alte K. Dann muß ich, so sehr ich Dich auch achte und ehre, selbst gegen,. Deinen Willen meine Pflicht erfüllen.- Ter Kamp? war eröffnet und endete, trotz aller Bemühungen von Freunden und Verwandten, mit dem neuerlichen Bruch zwischen ,. Vater und . S ohn und Der Verheiratung des Letzteren. Dem jungen Dr. K. behagte es nun in Wien nicht länger- und er übersiedelte, um sich eme Existenz zu gründen, nach Un gant. In einem Neinen Städtchen ließ e, sich nieder, gewann mit der Zeit einen Klientenkreis, ließ m Anbetracht seiner Stellung seinen Namen magyarisiren und lebte nun schlecht und recht mit seiner Gattin und zwei Knaben das d jcheidene Leben eines kleinen Landarz. tes, ohne je der Hunderttausende seines Vaters zu gedenken, ohne ihm zu schrei ben oder-Briese von ihm zu empsangen. Bis vor menigen Monaten war es dem Dr. & leidlich gut gegangen. ' D wollte es sein Malheur, daß der Sohn einer hervorragenden Amtsperson als frisch gebacken Doktor der Medizin in seine Heimath zurücklehrte und sich hier habilitirte.' ' Eelbstverständilch mußt, sich die Eunst des Publikums, wenn nicht dem engeren Lündsmann uni Kinde der Stadt, so doch dem Sproß, ling des hochmögenden Herrn Digni. tärs zuwenden und Dr. K. hatte Grund zu befürchten, daß er in dem ungleichen Wettkampfe unterliegen müsse. Sa räumte er dasFeld und zog wieder nach Wien. In einem an der Donau gele genen Bezirke ' etablirte er ' sich. Nu, allmalig wurde er öckannk, seine Er sparnisse schwanden.... Schmalhans würde Küchenmeister: . . . Vor Kurzem wird Dr. K. zu einem Patienten geru. fen, der plötzlich ohnmächtig geworden ist: ' Er findet einen alten weißhaarigen Mann mit furchtbar vcrzerr:em Gesicht lind geschlossenen Augen. Der Arzt gehl (-mmtie: Arbeit. Nach zweistündigem Bemühen hebt eln tieser Athemzug di Brust des Kranken, der Krampf hört auf, die Züge glätten die Augen öffnen sich. ... Der erste Blick sällt auf den Arzt. Dieser weicht -einen Augenblick heftig erregt zurück, dann beugt er sich über den alten Mann. Ein seliges Lächeln umspielt dessen Mund,' Thrä nen entstürzen seinen Augen, er saßt die Hand des Arztes, küßt sie und stammelt: .Leopold! Leopold!" Vater und Sohn haben sich wieder gesunden und versöhnt, i Am ; Krankenbette des verein samten alten ManneS .spielen zwej Enkel. Er wird gesunden V;u:A n A u st' r a l'i e n t r a 1 1 ü r lich ein bekauntcr englischer Schauspierv . ler als Macbeth auf. Für die Ermor dungsscette brauchte er wirkliches Blut, seine Mnde damit zu' röthen, und der Requisiteur" halte den Auftrag be kommen, aus einer Schlächterei den 'fcc sondereu Safr holen zu laffcn. Im Dränge der Geschäfte aber vergaß die ser die Besorgung. Der bewußte Aus. tritt kam kein Blut war zur Stelle. Aber der Drag öde ließ sich nicht aus der Fassung bringen. Kurz entschlossen schlug er den Bergeßlichen mit de? Faust unter der Nase, packte ihn mit der eine? !"v 's " ' ,'"' - il" ! " ' " 1 " -: ,t . . pano ;; vcim Ziragen uno uen u ver ou ' andere das Blut rieseln. Dann wuscö - '' '':!: .,(" '"L t l. " '''".''" .L-'iji"'. . . i eine ano oie anocre, uno lemer vaaen den Wirkung gewiß, trat der Künstle, auf die Bühne. - ! , , . M ah nun g. Ew. Wohlgeborenl '" 1 " . r . 1 i i ,ca erjucye L?ie, inir enoam , vc ieyiea rückständigen: Raten 'iür das Ihnen auf ,M.Ut, a;4 OitfthrnrT.iliiM ; UCll'iUUlUilwl uw.ivivi 4V vvuuiwin . , U.-,UUr, tn fnnft r.x-npi ..fc'i 1 L lk. W jl w .. MwThjm 1 KAte ...Am j, . J " 7 ' 1 .i- i ' wwe, un 'ie:'vf hrtl f ifVii iStszinpl AithtttHi---: . v,. O-- ""'a 6 "jiit 1 jf -tzl , ' ' rif cvent aynarzr u. ili. . ii: ll.,.rr.Ki, .,. ,, ;H- r,-iVr,w . :'i' ' ; !I;;;!"V, 51 $frWtW -Fichter Mln geklagter, als SZeMIeWußeviWshö' t-Zri- rr: r vx M(.f 1 1' 1 r" ICH IvUlCil CIC Iv-VUl iuujsi ijrci . . . cvy .:?.. .. ar 't . üinnc i liiijciiujjicr; rifr,.

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