Indiana Tribüne, Volume 14, Number 196, Indianapolis, Marion County, 5 April 1891 — Page 3

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(3. Fortsetzung.)

DZe zunge Frau bemerkte ttchtMe Blicke ihres ?!üchbars und das eigene .,Auckcn, das um feine Mundwinkel gkng VkWe hörte nicht, daß Werner endlich doch m Ende seines poetischen Ergusses ange-, Hz, langt l?ar, sie sah nur diese - beiden, ' ' ' lachend einander zugeneigten Geslchter ,,,, ..undgi schrak formlich zusammen. ' als sau-. WDhncLjclzt sein GlaS an das ihre klingen ließ und flüsternd fragte: .Slnd Sie eisersüchtig, schöne Frau?" j Melanie war so verwirrt, das sie ,! nicht einmal ihre abweisende Haltung gleich wicdcr gewinnen könnte. Naumer benutzte ihr Schweigen, um fortzusahren:, ..MV?plhigeC.ie.sichd,ie schone Annuschka liebt die Veränderung zu sehr, besonders in HerZensangclegenbeiten, um an einem' "W'demlelLcn lange Gefallen sinden zu können.' Ich garantire Ihnen dafür, in pierÄschen zöitd sie irgend einem M! ,.. ldern, dies VnsWerische Lachilu gönnen. Nun, und Skarnom wird sich ja auch zu trostm wissen. Man sagte früher, e? habe einiges Talent darin." Und wieder ließ er fcm GlaS an das ihre klingen, . das sie mechanisch ergriffen hatte. i;!.a UnserWmker, zu wem wagen Sie so zu reden?" wollte Melanie hervor- " "iv::- brechen:' Aber 'da standen' Huld und Lcharrndorf hinter ihrem Stuhl, und wenn sie ichk eine Scene machen wollte, öle Arnold ihr niemals vergeben würde, , so mußte Alge lächeln und plaudern, . und "Je lächelte und plauderte. 'Das Eis wurde gereicht und endlich, endlich hob man die Tafel qnf. Es war , :'" ' le eine Erlösung für Melanie. Wohin darf ich,, Sie geleiten?" fragte Naumct, indeUt er ihre Hand er"' griff und auf seinen Arm legte. Sie beutete aus eins der Nebenzimmer, in daSHzebewritt paar der alteren Damen xrinirafml iMpDÄ5ht35 Arnold, Fran Löschwitz m Arm, an ihnen vorüber. Aber er war so in sein Gespräch vertiesk) baß er sie nicht einmal bemerkte. Naumer sah tn schnellen Farbenwechsel auf den? Gesicht der jungen Frau. ES giebt Menschen. " sagte ec,den HDlick Jmsieri auf Arnold ! gehestet, welche einen Edelstein achtlos fortwcrfen können ,VtZnen.Kiefel aufzuheben, senn er nur sHan bunt ist." Vtelanw atWortete nichts sondern be' , schlcumatc den Schritt, das Nebcuzim- ;"'' ,,( Si it , . 0 ß- :if:3icrzit eneicMji Naumer aber senkte seine Stimme och mehr uM flüsterte: Wer an fewer Stelle wüte! Ich gäbe mein halbes Le,beu. und sein ganzes Vermögen dafür, ' km?n "-Tag lang dieses Glück zu geLießen Sie wollte auffahren aber da sah ..si.5, wieder so viele Äugen uf sich gericht ' leji, sich von allen Seiten beobachtet, daß sie nur mit vor Aufregung halb erstickter Stimme f!üe?,N),foyttz Wagen Sie fs lch ein Wort nicht noch einmal!" Da,ri traf ihn em zorniger Blick aus ihren tiefen, dunllen Augen. Und trotz alledem gebe ich die Hofsnng nicht auf, flüsterte er zurück, zog ihre widerstrebende' Hand an feine Llv xen, preßte einen heißen Kuß darauf ,U'.ch. ging. Wie hilfesuchend glitten die Äugen ber '.fungen Frau in den Saal zurück, wo Arnold, noch immer die schöpe Annuschka am Arm, sich unter die Paare gemischt hatte", die dort zum Tanz antraten. Da stand Franzeök vor ihr und bat mit ihm den Ball zu eröffnen. ' - - v 1 " All sie wieder auf ihren Platz zurückkehrte, saß dort Frau Lp schwitz in einem ".Kre.vouHn ' ' UuMerkfamkelt. schenkte. Mekame folgte ;jn NiHung ihrer Blicke , und sah Arnold stehen in lel'hasjem Gespräch mit Neumann ' Jetzt blickte er, suchend ums ' "'her,' aber dlcömalwar es nicht die Polm,! nach der "er ' 'sich "Hmaute, neiu,,,.,sie selbst. Denn, sobald er sie gesunden, . kam er u:it Ncumann auf ; sie zu. "' ' 7"" " Melanie, rief er schon von Weitem, Herr ?tcl:mann mochte Deinen Schmuck gern cinzual naher ansehen, aber wo hast Du ihn denn? ., Ich sagte Dir doch noch besonders, Du fcllkst ihn anlegen." ' . ;;; Melanie hatte geglaubt, Arnold werde nicht darauf achten, daß sie seinem Wunsche nicht nachgekominen war. Was lolltc sie nun sageu Die Wahrheit? l!u:nZlich, in Gegenwart dieses Man-

c3, Jlncld selbst so oft els Wuche- , rer bezknet batte. Du weißt, ich trage ungern zevMSchMUck, 0 sagte sie unsicher. r Sc!3 zoz ich vordem paar Blumen m limitfßlzÜHi Mit einem .Achselzucken audte Arnold sich an Neumann. Sle sehc, t;e:uc Frau ist gerade so eigcnsinOiz ytt alleAnderen ' .!!i ipi Melanie scho 6 das Blut in'5 Gesicht. & von ihr jtt sprechen, indiesem Tone und Lch dazu . diesem Menschen UÜ4on'ÄKfiftrf!k:iliilj"Ähi W':!1 'Mm ili-lii,,!1 !"''' 'L Ur , '"" -i'i1 ' '"' JfJ.-- !' , Ohne u ivciler ii beachten, das Haar ' aus dcMcrkitzten Gesicht streichend, ainq t 4 L t. l.? er m:t cckWaud eumanu wleocr in "' den Saa! 3 ::rück. . f rS0. , : . ' ffiii!siellä)cmüi5i(;l Wtc! ; " Daß ßt iilcht 4U W dies ßcf uht vom 9c ficht feWulic.liplöstVe. förrnUcfi wie eine oh U h at, als Scharrnd offilf zu ihr setzte und in seiner gutherzigen, hcitereu Weise mit ihr plaudert eHWM? . 'etei lK'IMtttcheMnden spater m, l - 5lrnold aus dem Heimwege besand,sragle i:;,:!!; fTÜt 5 't t'il!- f Jr u i t c t : Di u t n nr1! ,0 r 11 1 1 1 deNSchmuck.nichkMM eö manschte PyX m Wtt 15ii:i4t;atf5flu5.,1 ; Also w:edcr etwas dmau zerbrochen'." 'jijcc onMn cem er das sprach, kl'.ztk jle. ,,,,MÄMWKWH ößßD''uHMeD!ch sie,Me:nAMdereS Fremder meine Fehler nicht io hervorzueben. Ichdie einstige Melanie Forstuer, darf wohl nicht besondere Nücksicht eu b eans p ru ch e n 'Q;a 5 er D e i ne Fra u v er t d ient sie dsch u:obl ein wenig! 5WWÄ ,!,., : rt, 's:.' : ;.f ' C , 0 " " ' Y - "'s i Vct mf:i:er Frau aber verlange lch zuchWehVDWuuhr : er rauh auf.

Und da Du das doch nun einmal bist

beansvnlcbc irf) auch, dan Du Leute deren W ohlwollei und Freundschaft ich mir zu bewahren wünsche, uvorlommcud behandelst." ! . Ah Naumer - ! Ja, ??"nmer!" i 'Dieser Roue!" 4 Ich biu nicht eisersüchtZg, meinKlnv enn er auch einmal sin pear sshöne Redensarten macht oder Dir die' Haud im - - ' " - V I .MelaMblß ßHHuf'Hi Lipxßst. y Er'war nicht eifersüchtig, bei Gotk,' nein! Die Kälte seines) ToneS sagt ?och viel mehr. ' Er war glcichgiltig! - WeShalb hatte sie nicht verstanden,! feine Seele festzuhalten, denn einmal hatte sie ihr gehört! Es war so kurze' Zeit erst seitdem vergangen! i Er hatte wohl mehr bei ihr erwartet, als er gesunden. Das beschämende Ge fühl ihres UmvcrtheS überkam sie und dahinein mischte sich etwas, wie Mitleid mit ihrem Gatten.' ' Welch' drückende Fessel muhte der schlichte Goldreif an jeV mm Finger ihm fchcinen,,!, der ihn M sie' band, die ihm schon alkichailtiq acwörden.l tt Aai" c i, " t Ihm einen Vcrwurf daraus zu machen kam ihr nicht in den Sinn, obgleich ihr schon wie :in Treubruch erschienen war, als sie halbgezwungen die schmacht tenden Schmeichelworte Säumers angi-! Hort., Z .3 3 rSZ' - J ; Zur selben Zeit fragte Neumann, des-! scn Weg ihn eine Strecke mit Herrn von' Naumer zusammen führte: ; ! ' 3 st es richtig, daß Sie Skarnom ein Bild abkaufen wollen?" V cr r . t.orH! !' ;MkShaldFT,i i . Nun 1 -1 er verlangte eine Summe " ,s- " fi 'jjj.:- '' '. :; ((:. ; : - , j: 1;-" oon mir und gab mir diefe Allssicht als Deckung für feinen Wechsel an. Naumer überlegte scbweigcnd. Endlich fragte er. ,,Wle viel at er vcrlant" . Nicht eben bedeutend, nur ein paar hundert Thaler." ' ,j Wieder ein minutenlanges Schweigen,, dann sagte Naumer: Geben Sie es ihm . nur; wenn er nach zweimaliger ' ProloNFatlon nicht zahlen? kenn, neme ich die Schuld auf mich." Und dann allein schzcHMeg förtsetzend, überlegte Naumer, daß dies vielleicht ein Mittel sei. der jungen Frau näher zu treten. Durch 'blohes Schmachten und Schmeu cfeln mx ihr nicht beizukommen. . DO von hatte tt sich üb e rz eu I t. -LL Melanie schlief nicht in dieser Nacht. Der Gedanke, ihrem Manne eine Last zu sein, hatte ihr warmes, volles Herz wie ein eisiger Schrecken überkommen und sie verhindert, auch nur einmal zu kurzem Vergessen die Lider zu schließen. Llls sie am nächsten Morgen Arnold beim grühstückstisch gegenübersaß, der verstimmt und wortkarg in der Zeitung blätterte , empsand sie es wie eine Erleichterung , als das Mädcheu mit den Postsachen, eintrat. Arnold nahm einen nach dem . anderen der . eingelausenen Briefe und schob auch Melanie ein Eouvert zu, das ihre Adresse trug. Die Handschrist war ihr unbekannt. Als sie aber den Umschlag öffnete Und die wenigen Worte überflog, die er ent, hielt, übergoß einen Moment dunkle Nöthe ihre Stirn und Nacken, und ein erschreckter Blick flog zu ihrem Mann hinüber. Dessen Gesicht aber hatte sich merklich ausgeheitert. . : s) Jetzt steckte er den Brief, den er zuletzt geleseu, in die Brusttasche, leerte mit einem Znge seine Tasse und sagte frohlich: Ich muß ausgehen, Lany, ich habe uölhig zu thuu." Er warf einen Blick auf die Uhr und fuhr mehr für sich selbst fort: Um 10 Uhr in der Victoria Str., hm. eS wrid gerade Zeit fein l , Dann wieder zu seiner Frau geweudei: Ä!e wäre cS, Lany, wenn Du mir entgegen kämest? ,,. Wir könnten unS in der Siezes:Allee tresfen und unser Mittagessen Eharlottenburg einnehmen. " .. . ' Wie Sonnenschein ging es, über das trübe Gesicht der jungen ; Frau. .. Als Arnold dann, ausstehend, seinen Arm im ihre Schultern letzte und freundlich sagte: Lany, von heute Nacht daö war nicht so böse gemeint. Der Verein macht mich ost so mürrisch, da weiß ich Keines Wortes nichß mehr abzuwägend Also, laß eS wieder gut sein," da schlang sie beide Arme , um seinen Nacken und flüsterte ein über das andere Mal: Sel mir' nicht l böse, fe! mir nicht böse, Arnold! 0y0' :0 l .Ich Dir? Wie sollt' ich das? Wie fci d$ ji?55 iijT äit ji ft titi .ng !() tdt die frische Lust ' im Thiergarten draußen wird Dir gut thun. - Aber nun muß ich eilen; also um zwölf Uhr an der Sie-ges-Allee." Damit küß te , er sie zartlicher, wie seit langer Zeit, und ging.' ; McsanieDwar am Frühstückstisch ' sitzen geblieben, " hatte die Hände in einander gelegt und den Kops daraus gestützt. .. iif4 " ; ' Wie dumm und schlecht sie gewesen! Arnold zu mißtrauen! Er liebte sie, liebte sie noch heute wohl ebensosehr als in jener Zeit, da er die Poesie" geDa siel ihr Blick auf das B riefblatt vor ihr und unwillkürlich las sie die we- ' " , ' ' --f !k nrnen Lorte noch einmal: . f 0fim - , , . ' .Wenn Sie je eines Freundes und Mm 1 eltcrljr bedürfen, erinnern ' t,ßsi Ihres Isidor von Naumer." 'Eine zornige alte legte ' sich zwischen ihre Brauen. O, psui! " sagte sie und ballte das Papier entrüstet zusammen. ,,Die Worte ! klingen so harmlos, aber tti ...a:.:t'-:'!'j "X . I ; ',tr" .;, ' M- ,x ysi l 1 1.1 nn jiaumc x er rau ei n e s m n a1 deren gesagt, entbehren sie jeder Harm losigkeit, werden sie für diese Frau geradezu eine Beleidigung!" Wäre es nicht doch besser gewesen, sie hätte Arnold das Blatt gezeigt und ihm g u gke t dt) e r 3 5 1 1 1 j ro a D c an in er i r in b c c Nacht zugeflüstert, als Antwort auf ihre , " t ,:,0ii'l!:l;-cVf f1' ':l t'f-i: i:"ifV';lSl "V x0t.Abwehr? Aber nein, weshalb ihm und sich selbst die glückliche Stimmung ver derben! Ein andermal vieMchtLGeH nügte ihr in sich selbst gefestigtes .Wesen nichtH seineH Vertrauensseligkeit völlig . ' ' i " x ' r a ''""'i1 r '"' r"''"':r'' !V!i-il!i!iii!!!!i!!!i!!i;i:!iiiiiil,i:ii.ii!l!i berechtigt erscheinen zu lassen W!KH Müßte er nicht erst das Vertrauen aus ihre Treue verlierenMhe er fürHas Benehmen JZaumerS etwas Anderes als ein

k' 'i,-iiii.)iiiiiiii!;ii!'i:Mit!

f'l. i:..!''"'llif WMfhucfen 5a5.en JlZnniit.. ,,,sK - i 1 T7 . j'T ." " y also ihn überhaupt damit behelligen? Sie war, sich selbst Schutz genug. ! 1 ti Mit einer königlich stolzen Geberde w arf sie bel diesen Gedanken den' Kops in den Nacken; das Briesblatt aber warf sie nicht ins Feuer, sondern glättete es und verschloß es,, in ihrem Schreibtisch. Nun aber geschwind!" sagte sie dann laut vor sich hin, ergriff das Schlüsselkorbchen und ging in die Küche. i , 1 Eine Stunde spater nahm sie die Quittung, die den Empfang der Miethe für das nächste 93 i?riciiarjr ; &cat tcteii dem Dienstmädchen aus der Hand,' das soeben ihren geheimen Schatz sortgetragen hattet - ; i , i-: . J i:'f 1 1 ' . ; ? s , Da3 Blatt , wollte sie Arnold! unker die Serviette legen, zur Ueberraschung. Dderbesser noch: sie wollte es ibm i zur Ausbewahrung gebend ganz gleichgültig, als müsse eS so sein.' ' . ; . fy - Das beugte ' dann 5 wenigstens jeder Beunruhigung vor. falls irgend etwas ihn an' den Beginn des neuen Viertel-, jahreS erinnerte. In solchen Gedanken, froh erregt, schritt sie durch die Straßen. Schon eine halbe Stunde vor derloerabredeten Zeit war sie in der Sieges-Allee. ES war noch ziemlich menschenleer dort, der Eorso' iu ' det HosjäMMee I mußte bald beginnen, das zog die Spaziergän-' ger alle nach jenem Theil. - i ; 0 j Melanie schritt unter den Bäumen, über denen schon 'ein grüner duftiger Frühlingshauch lag, auf und nieder. Die frische Lust belebte ihre Zuge und Ueß ein leichtes Noth durch, 'die seine, Haut, ihrer jetzt meist bleichen Wangen schimm i r ' " " '"' !lVl ,r ' ' " " " Endl ch eine halbe Stunde nach der verabredeten Zeit bog .Arnold in die Alee ein. Vit .;.b ' ' ,: Endlich! Aber,-o' wi, : schade! er war nicht allein. Und noch dazu Nau? mer und Neumann seine Begleiter. Ihr Schritt stockte unwillkürlich, doch da standen sie schon grinsend vor ihr. Ein halb bittender, halb befehlender Blick Arnolds traf sie und sie ging freundlich auf die scherzhaften Entschuldigungen der beiden Herren wegen der 1 kleinen Verspätung ein., Dann wurde . gespeist nicht in einer lustigen Veranda mit dem Blick auf , sprossendes - Frühlingsgrün, fonder Unter den Linden", in einem der teuersten Restaurants,! wo es, wie Naumer nachlässig hinwarfden einzigen drinkbaren Champagner gab. Sei ein bischen freundlich zu den Herren, thueeS mir zu Liebe," flüsterte Arnold ihr zu, während sie die Treppe "emporftugttt'Ät Und sie lachte und plauderte in ihrer lkehentzmurdiFenAch j die alle Herzen gefangen nahm! , Neumann , fand einen Bekannten von. der baute üuance, der neben feinen Börsengeschäften auch daS 'MSeenenthumM'iebhaberei'betrleb. Diefer war sehr entzückt, SkarNows Bekanntsaft zu machen und 'flüsterte ihm sehr laut ungeschickte Komplimente über seine entzückend schöne und , geistreiche Frau Gemahlin" zu, die Melanie daS Blut in'S Gesicht trieben und sie zwaugen, sich mit Herrn von Naumer, lebhaft zu unterhalten, um nicht zu zeigen, daß nichts von ihr, ungehort blieb. Als das Mahl, beende neue Bekannte ein kleines Jeu vor. Neumann stimmte lebh aft bei und forderte Z Herrn von naumer zur yelinayme aus. er lehnte! jedoch ab;" dagegen erhob Arnold sich, mit den beiden Anderen seitwärts an einem Spieltische Platz zu nehmen. ,, :v Melanie sprach immer lebhafter, um nicht zu zeigen, wie daS Gebahren ihres Mannes sie 'befremdete. ,. Sie sah. wie ein Kellner nebem jeden der Herren einen !MhampagnerkßhlerZellte,. Sie I horte zdie Psropfen knallen und sahwie die Flasche -ihres Mannes am schnellsten geleert und erneuert wurdei, Jhrs Augen klanlmerten sich an seine erregten ' Züge fest, die sie nur lm Profil sehen konnte, klne bis her unbekannte Angst schnürte ihr, Herz zusammen AveMe,kampsts thlg dagegen an.' Sie sprach schnell und leöhast,um dasHörbareUlopse ihres Herzens zn übertäuben. " ' Da wurde Arnold die drilte Flasche gebracht. Bitte. ohne daß sie eS selbst wußte, legte sie die Hand auf Naümers Arm 'bitte, sagen Sie meinem Mann, ' ' daß i, daß ich nach Haus zurückkehren möchte., 1 14 Naumer leiß seine Hand liebkosend über, die schmalen, kalten , Finger auf seinem Arm gleiten, dann erhob er sich und krat hinter Arnolds Stnhl. l Er schaute dem Spiel ein paar Minuten zu dann sagte er: Hben Sie Unglück, Skarnom? Ja ja, die Herren Künstler, die gar so viel Glück in der Liebe haben! Ei ei, wieder die Partie verloren? Da mujjen Sie aber Nkvanche geben, Neumann! Ein Neuling muß Gelegenheit haben, ; das Glück am Schöpse zu fassen, wenn es sich auch noch so sehr zu sträuben scheint. Frisch, Skarnom! Ah, so ist's recht, Sie verd 0 vpeln I hr en Einsatz! !l S i e 1 hab ett als 0 zu Ihrem Glück Vertrauen! Datz belohnt sich immer. Apropos, Ihre Gattin verlangt, nach Hanse gebracht zu w erd e n , ,,da m 1 t , Sie nicht sich stören zu lassen brauchen, Wi.llWch,W.wennS"es Ihnen recht ist, )t gelcltcn." Skarncw, ganz erregt, nickte blos und fuhr fort, mit dem hitzigen Eifer eines Neulings dem Spiele zu .folgen. , Er bemerkte nicht, daß über ihn hinweg fein Partner vceumann einen Äiia schadenfrohen EinvcrständnisscS mit Naumer austauschtet ' Wieder zu Melanie herantretend, sagte Weitr i' " ':ß?itrthrn' '. Cv t nix -i V. p :i U tnr'tpri I fc V'jj y KJ ß ,11. V ,;;::: . VV V fr I sich mit meiner Begleitung bcanüqen ' c- -il---; '"x. 1$ müssen. I h r Herr Gemahl w t ll e in e Partie nicht unterbrechen und vertraut K!eHcHalb)meiÄ WO b ne"e, n W örMuIe rw idernH erb ob sich Melanie und ließ WchÄdeWMüuiel, AiYXj i' :,: ''i',1 ''f:00iyW 0' ' ? 1'1::,';:i'.:,i:i:!:';ll1ft , ÄlllOfll I0lt.lt :,":'.,;. ,,- i.ll ...!!' 'X -u: 4J-M: UUI ll t.: Virf Viy u Hl l iujui ji,;' vtf . :: . j : :i-'!' ; s !! ' f!-!.,:'!:,! ; Auf der Straße schritt sie schweigsam V -ü!V 10 0' 0x0 Mü neocn Naumer her ach cmein Wogm ausspähend. Sie hatte vermieden, ihm ,,, ,1 ,.;i ,. ,s 'i : ! ! ! 1 1 j i ! I i i : ! I - i,, jl. : " '! " , -1 1 ' " M i . -1 " y K-:'0 den Arm zu geben und suchte nun nach einem Thema, über das sich unbefangen sprechen ließ. WeShalb er ihr mit seiner Gewandtheit incht zu Hilfe kam! Aber er sprach kein Wert; es war, als wolle er daS Bild ihres spielenden, trinkenden ManneS, das ihr fortwährend vor Ausen

jiii'ijilli :' V .' W$ß , i 1,, '( , I In I i ll iY'nl!iiNiili!i!!!l!j'!!;!'il'ili!'':'ipH-'!iiii!i:ii 1ill;l:ilii!iiiii.,iif!i;i:i.;! if - :,;: :.Ni -y lk - Ifl! jS-;;:';1 ! .: itlifi' ; iiil,i!,,!.. . Un !!i:T3 illipii schwebte' seine 17 ' ' ' f - i ' - "- i I, f ';; ' V i::Üi'" ":V ' '' ' 'Ui üben Utni ' ' " , , u ! Als sie in die Friedrichstraue bagcn und der Strom der Fußgänger ' sie zu trennen drohte, "rNMWne Weiteres ihre Hand und legte sie auf seinen Arm., Aber er sprach auch setzt nicht. ' ?!ur elnmal. sagte er: Melanie" 'eS hatte ' . A r. :rk iin-i 0..t r vlsycr nocu Nie gewagl, ic jo ocnrauiicg anzureden ,)wy,p -!,-: . tftr.-.iw 1 t" . i !,:.Ä.i!!;r Mdßiitetch "TOOpeifnitavcwenitj stenädol 'rfrrcr06hnfg9r'eÖ: zu chneu." ' ' ." 5; 1 ;i--fele antwortete nicht, und schweigend setzten sie ihren Weg fort, bis sie einen L? " . 7 :L0f00xJ.'XU Wagen ranocn, ocn oic ;unge ,rau ,oe . . '. ;, u-'!-)! 0 ' 'ifij fit Pst ? ' ' " - ' Dann saß sie zu Haufe, Stunde um Stunde. - Endlich suchte PeHhr, Lager' "4 f-.'f - W -J, t V ' 'J . f rt' V '',,, p. xi aus, ohne jedoch Schlaf zu undcn. Eine unnennbare,' unbestimmte ?lngst schnürte ihre Brust zusammen und hielt ihre, Au- ,,,,. ,ri"i.M- " ;- -trxfii x''t fxtä acn o,lcn. . - " ( m .if t",! !v8 i! tr-ii ' "r'i Es war lange nach Mitternacht, , ,1 , ! , i'Vi" 'ii' ii,'. . .1. ; ,i iiiil- .), ' .i'i' J'- , k !' . '(i-j .,,,, .,!, II, . , :. als' sie endlich Arnolds Schritt au der ',!! ' ;,..., jikril'.:.-1 : . I,; "'r :Y. , i, ,i; -; f iijli- ,1 ! ' ii.i .i.,.. Ij Treppe i vernahm. Wie eine; Zentner: j'-'", !:4.il- r r t '- 'i!nir . it., i last siel eS ihr ' von ' der; Brust, und sie gewann .soweit ihre Ruhe tückumPch zu fragen: Was war denn eigentlich geschehen? Ihr. Mann hatte . . .,, 'v -, 0 ; " ' . , . 1 ein paar Flaschen Ehampagncr getrunkeu aber sie wußte , ja ,; daß '"erj viel ,;,.!' . iit -.-i 1' ""'i w'-nr '( s1'"1 vertrug und hatte mit ein paar Bekannten ein, "'Spiel WlUacht! daß iwar Alles. Er konnte Geld verloren haben :. : ; .1 1 . i ji i 'cn't?.'l-'iJ: Jw r rt s . nun ai ;;;ocr um es zu vertieren, mußte r es doch erst haben. ' Jedenfalls .7 ai - (! ,,lit 1 ' ?cr ri ' fii Ihatte er gestern Vormittag ein Bild verkauft:" ' ''v'Ä.V'' : il '''Sie sehnte sich förmlich, ihm; noch ein liebevolles Wort 1 zii ' sagen, ihm ", gleich- . . . :..rr i - , " ' 4i sam ihre Gchankcn abzubitten. ijv . ' Aber es ärgerte, ihn stets, wenn sie wachte, bis er nacyDaus kam, und heute wollte sie ihn: keinen Verdrnß bereiten. Sie' drückte die Augen zu , 'und schlief bald darauf nn nach" ehe Arnold Mz Schlafzimmer betrat, ''"t r0m 1.0 . " ' Obgleich sie die: halbe ??acht , durchxiacht hatte war ' die junge Frau doch schon in aller, Frühe angekleidet. ' Aber sie mußte sehr lange warten, bis sie in dem Zimmer ihres Mannes endlich Ge, ränsch vernahm. m r ; ' : v j.-v . t . i Mit liebevoller Sorgsalt musterte sie noch einmal den FrühstückZtisch stcllti ,1, , bJ:, A t.,.r!i,- ' x "'ll l '! 'i'-. die Stühle zurccht. ' - " " . T :' i ... : Als er die Thür öffnete," flog sie ihm entgegen und , bot ' ihm mit fröhlichem Morgengruß den Mund zum Kusse. ? Aber er streifte kaum ' ihrt' Stirn mU den Lippen und ging an ihr vorüber jum Fenster. ' m Willst Du nicht frühstücke Mr. nold?" fragtesiewerwundeMi 0. ' Jch danke!" - , ' t? - lj Fühlst Du Dich nicht wohl?" j fci Sieü trat' besorgt an seine Seite und versuchte ihm in das Gesicht zu schenk ;O, wie bleich Du aussiehst Arnold. Bist Du krank? .Nein x,1 Er wandte sich kurz ab und i mlll!-ll"-!.j!: j. l ' begann , in nervöser, Hast daS Zimmer zu durchmcssen. , , . " , Mtti sie ließ sich nicht so schnell abfertigen. Sie trat ihm in den Weg und legte ihre Hand auf seine Schulter, .ihn so zum Stillstehen zu zwingen. ;,, , Arnold," sie sah ihm liebevoll ist : die Augen wcnn. Du nicht krank bist, so hast Du Kummer. Willst Du mir edektnichtmuttheilenNJchHabelN Recht daran, Arnold, ich Deine Frau. ", 1, ' "" . Er schüttelte un geduldig ihre Hand ab " und sch o b sie zur Seiten ohne zu antwor- ' 3 'Ii'- fc" 0-'U 1 r'; -i1 l: Aber nun hielt sie gleichen Schritt iuit ihm, schob ihren Arm ! unter ; den seinen und bat: .Sprich Dich auS Arnold. Wir überlegen dann gemeinsam, wie dem abzuhelfen fei.ß feaajj Äas hast Du? Er machte sich hestig von ihr los. ..Mußt Du mich denn auch noch quälen? Was ich habe? Nun, da weißt Du es: Schulden habe ich, " Ehrenschulden, die binnen drei Tagen getilgt sein müssen wenn ich nicht vorziehe, mir eine Kugel durch den Kopf zu Zagen'." ii i & & EhrensmuldenO wiederholte Mela 1 v,c "f'f f. A, i i5'' ' ''!, h '' llt" .tt' i!l Nie. 'S ic verband nur cinen ! dunklen Begriff mit diesem Wort. Wie um sich selbst klarer darüber zu , werden, sagte sie vor sich hin: Spielschulden. " 4 'm Dies Wort aber jetzt aus dem Munde -!: ,ti: :;." V'! V'S 'ii:if xüi.x ( einer jungen Frau hören zu müssen das erweckte seinen Trotz, und mit einer Art grausamen Wohlbehagens machte, er nun all der Bitterkeit, die sich während der letzten Monate in ihm angesammelt, ufs. öj N.VffM . ... . " ,.Ja wohl. Spielschulden, Melanie, Spielschulden $ iDles zUngeheuer von einem Mann spielt Hasard, während die arme Frau daheim für Geld stickt, ' ': s 4 '001K':i'' y ' rt . 0-;!' .:' ':i''t:l'i ' f um das tägliche Brot zu verdienen. Das hast Du doch wohl sagen wollen, Melanie, nicht wahr? Ja. wenn tt noch gewonnen hätte Waber so verliert er verliert geborgtes Geld, macht die Schuld doppelt g7oß, und kommt denn zu der armen . Frau, sie zur Decknng um , ihre Schmucksachcn zu bilten.. Um was es sich handelt, ist i sreillch nur d!e Lümperei ' voll ei:t , paar ;,.hun&tf Du mir daö Opfer bringen, Dich eine f uc Zeit ;'i)hiietee5tnrf"ochrntr,Ithcli seil?":, sragtc er dannplötzlichsichMUcr brechend. fCJch schabe! sie nicht mehr." i : ; ! ÖS1::4S .. H'I, ,fl ift. -: -i::iiiiii.,iiif: "'':! ,ivi,ifl ',,ii;C; i Vor srcl Tagen trug ich sie- in S i?cihamt, ,um die Miethe und eine ganze Reih? laufender Rechnungen damit zu bezahlen. Dort liegen die Ouittungen." HKiesLHt m i t gesc n k 1 em B I i ck ge sp r o chen. E rsi als e?)DchSoHet wie in einer , glücklichen Eingebung trat sie ihm näher. Aber Arnold, Du könn?ttstAnemr ; c i nm a l gchört,-daß m a n d as thu n kann. Der bittere Zuq um seinen Mund wurde "Ll- , f. . " - ! II s??!' . ":l ' rtv 8' "! Is!1'! : X noch tiefer, und einen Momeot gruben sich seine Zähne in die Unter--lippeM Dann sagte er Vhciser:. Das that ich schon verkaufte sie und wollte Dich nur noch bitten, daS Abkommen zu .unterschreiben. Jch legte Dir daS Dokument darüber gestern schon züf den Schreibtisch. Ich bin ein Elender, wirst Tu sagen, " brach er dann von

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Si; iii i'i (!!!!; ÄiiliilSai W'i",,'i!llj"l!i,iiiiiii"liM lillfflfllfliiif 'WlWi'W'l!1'! i;:i!ii'::',jr;:i; lijiilgili : Xrtr aiiijiiÄ.?i Neuem loS,sund Du, hust Recht. ' Ader was hat mich'dazu' gemacht? h Wodurch bin ich eS geworden? Durch unsere Verheirathung! Unsere Verlobung war eine Thorheit, eine süße Thorheit, ityt mich trünkcu!;!ttt; a c t e I'; - n" 5 er ' ;ßt j:i cr!sb a;i it jrt a einig? Tagen zur Besinnung kam und Dir sagen wollte: ES geht nicht, laß' ''!' '' 'I!, m '''' t I- "' ' IS"1 ' ' Mich frei, ich bin nicht geschahen sür eine sorgenden HauSvater mein ganzes Leben hab' ich der Göttin Kunst geweiht, und sie duldet neben sich kein anderes Glücks da da kamst Du mit Deiner bethörenden Liebe und drängtest mit Deinen Küssen djf befreienden itf '" 1 i i1. ' :"'5 e 'i'' i' i ''i1' ; -,l!''ii!i, o :'sl V ' o r kcf i e j o rt aus m e i n c n :' i p pc n lag e ' w i ede ux ü tfjöii selbst hast mich zu dein gemacht,' de? ' , ich ' gew ord en 0i: U nd he n t e ri st-geko nun e'H was ich vorausgesehen, wir sind Beide ' Unglück'Ix0?pk0$ m0ä .tm 4 ffjä mln& . 'uÄe tffim ordentlich leicht zu 'DNithf'fEallSDU BNerksit'Scinen Groll einmal aussprechcn , zu können. Wie grausam das arme, schöne Geschöpf i" v - , i' -n , a b:.;' i 0::t a: '" . ' t 1 dort vor lhm litt wie jedes Wort ihr in's Herz schnitt dafür hatte er keinen Gedanken mi St :! 00- M 4 :"Öii::is t1'' '"' ii-1 ' V-' ' ' "'" ;mf",:'l'!"'l1if k:''' Ohne 1 jriücit es incw'!ffl..li er suf cenf..; icnltra'il: D I an ;". den Frühstückstifch, P ; . II" iffi , f ., " r!i WV '"",: i-!l i urzte eine Tasse Kasjee,, hinunter 4inib ging in sein Atelier daß er seit Wochen , . tv"4'w" . f irf.;l' ff-: "HfHlltMtd'M!' 'l NiiiiUi'' kaum betreten. " 1 ki -0 iDie junge Frau blieb allein zurück. , Aber ; sig sank nicht ohnmächtig' au f den . V " 's f ' i. J : ? 3or ' i Teppich nieder, sie brach nicht in Thränen aus, rang nicht die Hände oder beklagte sich bei Gott und allen SchicksalSmächten über das Unerhörte daS sie vernommen nein, sie" blieb aufrecht stehen und barg nur 'das todtenbliche Antlitz für einen , Moment ' in den Handen, I ot schmerze sie der Kopf. Unddann ging alles, jedes Gefühl jede Empfindung iu dem ei n en Ged anken unter : ' Er ist unglücklich ' unglücklich durch mich, die er nicht mehr liebt!" 0 :;s Sie weiß'nicht, wie lange sie so gc standen, aber vlöklick seblaaen Stimmen an ihr Ohr. ' Sie findet kaum die Zeit, sich aufzurajsen, da wird die Tbur schon geösfnet und Arnold läßt einen Gast kein-trpiphJ0'ÄxiZ-?y 0Tmt '10 1 04 Sagen 'Sie -'meiner' Frau ' Guten Morgen. Jch will iudesseu eiiiige Kronung und Beleuchtung schassen" sagt er draußen und schließt ' hinter dem Einge lretenen'wleder-die Thu?. - -u' ' - "' : äurncr,i::l'flci5t:ä :n?r 'vbr . iunaenföu! Sie blickt zu ihm auf mi: todtbleichem Antlitz und weit " geöffneten Augen,! die' eben in einen Abgrund geschaut haben und in denen noch all das Entsetzen über den nie geahnten Anblick geschrieben steht.' ' ,:.-r.- - Er ergreift ihre Hand. Keine baö nale Begrüßungsphrase wird gesprochen. Nur er sagt wie zu sich selbst' das Schillcr'jcheWort:.,SahstDu die Schönheit nie im Augenblicke des Leidens,' ntVmalS hastTu die Schönheit gesehn, " jmV fügt dann, die schmalen, weißen Finger an l feine Lippen führend, hinzu:,, Sie haben Kummer! Sie sind nicht glücklich! O, Melanie, dürste ich einen Tag, wenige Stunden nur an der Stelle dessenda drinnen stehen ich opferte mit Freuden .all' mein Hab und Gut " Die Blässe auf ihrem Gesicht wird sür einen Moment von einer fliegenden Nöthe verdrängt, um dann desto tiefer .zurückzukehren. y.-- " ,, Ich gehe auch die Hoffnung nicht auf," sährter halb flüsternd fort, sie ist's, die mich noch an das Leben sesselt, daö mir vorher, ehe ich in Ihre Augen geblickt, schon eine Last' dünkte. Melanie,' befehlen Sie über mich und Alles, niji . h ... I ts was mem ist!" ; ' Sie zieht ihre Hand heftig aus der feinen und tritt einen Schritt, zurück, Ah!" fragt sie fchwcrathmend,. glauben Sie, ich sei käuflich?" . ; !: ,.Ein.i eigenes Zucken geht um, feinen Mund und ein heißer, , lüsterner Blick umfaßt ihre fchlanke Gestalt. . -w.' ? Nein! Aber ; es giebt Zeiten1 Verhältnisse , ' , , . ' : -.v" Da tritt Arnold ein und sührt den Gast mit sich in fein Atelier. . t :. ; Melanie bleibt in dem Wohnzimmer zurück.!i Zeiten? , Verhältnisse wiederholt sie und preßt von neuem beide , Hände 'i gegen die h schmerzende (me,:, halbe Stunde später Q, verlaßt Arnold mit Herrn Naumcc , daS Haus. , Es . soll mit den -Mahlzeiten nicht ans i ihn gewartet werden,"., hinterläßt er bei dem Dienstmädchen. k v lrb;,'f f " ' j' ! Melanie ist den ganzen Tag allein. Sie irrt zwecklos - und ruhelos umher, von einem Zimmer in das andere, und und a ll j hr e H o sinung kla .nmert sich n den Gedanken,: daß Arnold heute ! noch ein B ild - v erkaufe N werd e. . , V iclleicht war Naumer cigeiis z kommen. y0:Endlich trat sie vor das lebensgroße Bild ihres Mannes, daS in ihrem Zimmerchal,dU'?P- , T't i: 0; tt 0Whh 00li0i IMA : Er, unglücklich durch lhre Schuld, die d och gern 0. ihr Hcrzbl u t Trop fen 0ü t TroßcllZhltt dam i t.! j i i; t x f a us e nli'. llnd 'f c r empfand den , kleinen, goldenen Ncis an ..(einem Finger als Fessel 0 er sehnte feine ll :l mm J x. , l- -xxürethett zurück! -li"--! g;N JEäip 5 &(iaru 6ticJiÄe? gegen die pochenden Schläfe glaubte sieZRaum o d er doch ein e'Teu tun g. da s ü $q e f unde 'ii' ' k..s.. m. 4?t 4' f iu:chfldfn.1(:f:. AZFriAndrk noch immer zu dem Bilde erhoben, und Du wärst glücklich! Wenn ich süh- !' ! f Z 1)0 : !f! :.,'lU!;,;i! nen konnte Iß 0000:i0, ; ä: jiw ,j;Gut;Sch Sie wandte sich ab und vergrub das GePcht,,inden''HStbH ' Da wurde die Klingel gezogen. Das Mädchen brachte die Lampe und ein SchrkibenSA!!!HZsißHL iUSK rr 0'::: t" "00 l'1'':':!'"Lil",i:!r !!E:;!lj'f !'e0 ! "'i 0 Es ist soeben abgegeben worden; der Bote wartet aus Antwort." 'i I , ,)..'.. ! '!'! '::,!' . ,i!',i!ii",,':.,';,:v'v:!j:l;:l!!lll Nach einigem Zögern öffnet die junge Frau daS Schreiben und überstiegt die wenigen Zeilen, die es enthält. Aber wie entgeistert fährt sie zurück. Der Gedanke, der eben blitzertig ibr Hirn durchzuckte, ist dort in klaren Worten niedergeschrieben.-

KliFläPsi

MmMiM utfeMli:;!: ü " M iS:i" :" i e i4 : ! t : it U : l-i-Si m u i i M F kf E i ü i t i S S-- s sl t E ti 1 1 ? e :it i i ? i ! it?t i-i U : E E i u 5 s-i '-5 1 l s S-i t S Li 5 m-I1i -i E J " 'jJ"-: -1 j El : J ; - ----l' E 1 !i -' -v illiim.:.- .,: 'lii: "i III llliili : 1 UiJ'';!1!!!..;;1!. -ili:iiwirfelfc1; mw.. 3: K'Äft!!ZZZ''1,!!'ff!iiUß, f;4 ä. W W-W 'k. 'lf 'S! WDlHbsMa. 0 : ':t; : :.;r " " Sie haben Kummer und es ist mir ge lungen, die Ursache desselben zu ersahren. Ich bitte Sie nun meine Hilfe enzunehMenHum aus dieser demüthigenden Lage herauszukommen. Uebergeben Ai -ßt falligst dem .; Ueberbringer ' dieses lein Zettelchen, ieiufdem Sie die Summe vermerken, deren Sie bedürfen und zugleich den Ort angeben, ' wo ich morgen nach Empfang des Geldes den Tank von Ihren schönen Lippen küssen darf. t '0 Ifkn'Ur- ' 'i'- ;''! , 0 ' 0 I ?Jt?r : ; l !' ' Jsidor von ölaumer." ttii . f 0 0 V ' : 0 ' : ,L . - , , .f ., ,St,, . aeht.!.etNlge?'Male , unruhig zm 1, ,!..!.,, m' t..-.!-. . . , .' , i i'J Zimmer auf und nieder, dann tritt ne wieder ; vor , daS Bild ihres - ManneS, :,r'"V' -',: l( ffl '.!' Kf-;''l I . V-l, ,T f, . chäümmutenlattg tn jeiitj geltkbtcS Antlitz und faat endlich mit leiser, aber '-r-.'ivi:.- !li:' ,Lsi''v--'f -0 0i- t h''L icitcr 0tunrnei amttMntxii l" 1 '! 'i i ,,,,,! i'1 'still'' ! l' - -l-jLLi,i". ! '( -i Lkiili'r l '? ii . ', , - . f' Sp:iekn ri7: f 't j Pi 3 P.4"5RI?-:VS!p,j 3;5&.T,Cjl iEfS und wirft inige Zeilen auf daA Papier. lJ-' 'i'i O ,,, ii . Ii ü'4! ' :wi Is Oben fetzt sie m festen Zügen mit Summe und darunter: - , ' iii-.-i1, "i! '!' '"ll '' ; ,!- ' ' ''- '' " ( I, .''M'rij!1 -" -0 ' I, '"0" ' "," "- ,., - fe -ieS wMl!' " Dienstag Nachmittag " in "Sadowa zur Kahnpartic." t0:0 ' 0f0t 10,0f00 -ll:iifii,;-"--'"; :; ',. , Dieses Blatt steckt sie in einen Umschlag, schreibt . die Adresse, Herrn 1 von Naumcrs " darauf und , übergiebt den MeLMstHxmBoixn,4.' ' w ' if das Zimmer zurückgekehrt, kauerte AegnttnewSaut schauer 'überläuft, ihren Körper, undihrc Lippen verziehen sich zu einem hohnvellen Lachen, während sie durch die' fest zusammengebissenen Zähne sagt: ß. Betrogener Betrüger!" . tiSi i Dann' starrt sie mit ! weit geöffneten Äugen,' tufzocs? Licht der Lampe jniid ii ,ii 6 er t; '..'j. T sör'' Z.. , M irib ;.;f 0.ei f j' wie. 3 ein Kaufmann eine mh machende ?Mvc?ü-" lation, den Weg, den sie gehen will. I 1; Endlich nicktei sie befriedigt vor ! sich ml " ir. .ti1 n k - r . r . .. t ... a . .'. j) in ,1 unv c rycoi j ia, u m joiori 191c Vorbereitungen zu, treffen. Eine Art steber haster Thätigkeit überkommt sie.;,; Wie zündete ein Licht an, sucht ? auso einem Fache s ihres , Schreibtisches das Billet Äkaumers hervor-das sie, vor einigen Tagen erhalten, 1 halt dann Beides, dies Billet und den Brief, der soeben abgegeben worden, gegen die Flamme und läßt sie verkohlen. ' ' Ihr Gesicht ist in seiner tiefen Blässe wie versteinert. ES erin nert an jene alten, ,z klassischen Statuen, di e allezei t das Entzu cken sch onh eitliebender ?)!enschen ausmachen werden. Nur die Augen, diese sprechenden, traurigen Augen zeigen, daß .'eben rn ihr tst. ' z.Das Mädchen kommt, ldenTifch fur das Abendessen zu decken; aber die junge Frau schüttelt den Kopf. Mir ist nicht ?r r 1 . . r t . r r r "" ' 10091, ia; qje yenre uicyr. , aoer cyauerte sie. in sich zusammen, daß das Mäd, chen mitleidig fragt, .ob : sie den Doktor holen solle; die gnädige Frau sehe ja zu bleich aus.: , , ; - - ; " ' zu Nein, nein, es ist nichts weiter, um ein Kopsschmerz. " , - : ;rj: Vir. iki-gnädige Frau nur früh zu Bett gehen." ' , if Melanie nickte. ! Ja, schlafen! Dak starrt sie wieder mit diesem trostlosen Blick in's Leere. - : y . Eine Zeit lang noch irrt sie durch die Zimmer, dann endlich befolgt sie den Nath des Mädchens und begiebt sich zur Nuhe. ' ;' . . -l V: Ruhe? Wenn sie nur schlafen könnte, nicht denken ! mußke! , , ! ' . Wenn sie ein einzig Mal hätte aus? sprechen dürfen, was geschehen war, ;geschehen sollte, vielleicht wäre dann dieser entsetzliche Druck von ihrer Brust, gewiHeu. . Aber wen hatte sie denn, . dem sie rhr Lew klagen konnte i, : Wenn Hanna noch lebte! Und doch nein. ' Kein lebendes Wesen durfte darum wissen wenn feme Nuu ungejtöhrt bleiben follte. An Hannas Grabhügel, hatte sie sich ausweinen ! kon nen. Aber nicht weinen! . Thränen machen weich und schwach, und sie "be? durfte so sehr alleu MutheS, aller Ent- . ;.!,,!... tlllln, ,:V " ' ,1 , d?irA?s"r--45 : ?:.(-. i : Mitternacht war vorüber, , als Arnold nach Haufe kam. ' . : ' , :!i :1 i !,. W ..,.1 ,i,i:,.i 1! -ii 1!.. i- in . ,K ., !, - , i , Melanit drückte ihren Kopf tief in die Kissen und schloß die Augen. zSoNvercharrte! sii, Vst auch Arnold sein Lager aufgesucht hatte . und ' sie. Au. seinen tiefen, regelmäßigen Athemzügen horte,,!,daß er eingeschlafen war. ' Tann ! richtete sie sich wieder auf. Sie - mußte jede Minute ausnützen in der sie. dies gettebte, schöne Antlitz noch . betrachten konnte. , Nichts denken, l;iuir. schauen wollte fic. ;:i iDa lag , er den . nervigen. krastoollen Arm über den Kopf zurückgemorfe n 0 das du n k l e H aar i n e inze lne n lockigen ; vi; t r ö 9 en 1 1 c f u o et ö t c ; c to 0 1 c 1 1 Stirn fallend. Wie fest und warm hatte er, sre ernst m diesem Arm gehalten! , ß,FSieHrecktz sich vor, als wolle sie ihn küssen Danni in 1 !' "'Jl ' ,! ,: ' ' 1 1 r ,1::' 1 ' f ' 11 l,i rt - r 'S'1 ff '" I i . tetafaht i sie ihr csicht i!i tief iniS die Kissen, den verzwciflungSoollen Iammcrschrei zu ersticken, der aus ihrer Brüst empöre sieigtMAiMi' , rii!;!ib P lllMöIiivie das Irühstückszimmer tritt, findet er jMelaniilt durch daS die ,?vürzige , Frühlingslült hcrcinströmt. Sie acht ,ihm' c:i!ncqeii :.:.;h;' :c-,f: ;l .V-j , i ,,..,,,. v...H.:!i.i..;!'sY t . , ,., 's .,,,p 'Wi- , X u n d re l ch t l H m 1 den Mund ! zum Sl 11 ZI c Es ist ihre Art so, sich ihren Morgen? uji, , i ri ' 1 ;i b) r er ; jj't 1 1 e ni bett a a X ,r 1 1 c f c 1 6 c ' für ihn füflÄ während er frühstückt, ohne doch selbst Äwasu,gen!eßenHHMWWMM Ii '-tf 'fC' :j S' ':i!rf 0 0n ' L ' 00 00 WM 10 ifte 1 1 .::!;;::, t rj;:;!! c t rö a , ;j :';:f r a 3 1 e r ;ii n 0 cE)' ! einer Weile, in der Beide kein Wort ge: sprachen.- SieizschütttlZ fühle mich , nur , ein wenig abgespannt, ich habe unruhig geschlafen und allerlei 'sinnloses 1 Er ißt. ohne zu antworten, weiter undj k 5 13 1 , ci ncii' i!3 cVst r: e u t e n 133 H'cf lauter!' ii e1 ; 'äcitung IcitVii.- 65 WWW"' , vl vl ,, ii"-" .:. v :;i!"!. - -f!?rr--'r,J?-,tMfU. -AH; jjjiiFSSjife Stunde zu schlafen versuchen." fört Melanie fort mid bann einen Gang durch den Thiergarten machen. Wirs: Du zum Mittagessen zu Haus sein, Arnöld? Er zuckt die Achseln. ..War.'e, nich, auf mich. Es wäre möglich lLortschung folgt.)

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.'!,,ij!,ii'! -;ifii.,ii.ri(jiii;Hfii!.ffli:'ill)!!i IniHiMlIiiiiiiiSilililliliS li!!!!!!!;-;;:!;;!!; i:. ,I 00 .,, f'lffl 13-:

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llil:i Itlliiiiüli:- i.'1 "!r;.'ll,!l!i!:i.!ll'!. "Sil, Üilll 'Ii J 'l ..illkl'l. Mn rusUyeS GeschiHiehkn. ':""!l ' ! ' ".: t ' i 'n t '" Die schönen Augen der KSnigin Dkg -' Nikolajewna. Tochter des amKrim!riez gestorbenen Zaren 'S! ikolaus, haben MatJ dmfranzSsis macht, mit ihren Bildemuach Stuttgart , ZU gehen, wahrend sie von Berlin mit : patriotischemi Entsetzen sich aomaudten. Dadurch wird die Aufmerksamkeit eweZ größeren Publikunlö., wieder auf die sonst so stille Königin von Württem beG?ge5enM Sie hat seit Jahrzekn ' ten, fast seit emevii'MmschmaUer eine wunderbare physische Widerstandskrast zn einem schwächlichen Körper bewahrt. Um .Politik bekümmert sie sich höchst selten zuletzt im Jahre 186, als e5 r"L":t . , . 9 t . '':. 't l '".:. neu oarum yanoeue, ourcy ven ? lnnuJ rhres Bruders : Alexander!. öW des wVae victis !" von den süddeutschen Staaten abzuhalten. In rhrem Herz?n , ist sie russisch geblieben, wa I : sie jedoch nach außen nie gezeigt hat. ' Keinerlei ', crlclcnbcc Stolz ie-i!niefü"ilb?;.;:'-:i-und Natürlichkeit belebt sie, welcher nur 1 durch das Bedürfniß des Z AlleinsemS Schranken gezogen wurden. ' ' Aber auch Srnn für yumor hatte sie wenigstens , früher. : Der bekannte ' Schriftsteller Iwan - v. Golowin - verdankte ihr einst seine ,, Errettung aus schwieriger Lage. Er war lange Zeit Sekretär im Ministerium Nesselrode, , wurde aber von die sem fort und fort- chikanirt, wobei euch seine schlechte Handschrift" herhalten mußte.. Im Unmuth verfaßte Golowin eÄliberale'VroZchüre ieer : im' Ausland erscheinen ließ -G unter Nikolaus ein Staatsverbrechen. & Nesselrode und der PolizeiministerZ Benckendorff kämm dahinter, und deuunzuten es brühwarm arCN.;.. i iiiiii ,'if :oI6wm.. mui"(S ctw,niicnet5j da sein Vermögen in Rußland steckte, bald in Noth In Paris verdiente er sich etwas durch journalistische Arbeiten, zum Leben zu wenig, zum Sterben zn viel. Da'l faßte er sich PlU.5Herz und ' ging zur Königin Olga nach' Stuttgarts um ihre ermijM gen, Sa ihm1 ?crti85mS'fn Vermögen aus1 Nußtand 'liciuSgcntjltonrbe?;,! Nikolajewna kannte ir&.ater'. und ließ sich von ''Perrn' I Golowin seine Bittschrift enden Zaren zeigen.. Letztere hatte ihren Schwerpunkt darin, daß G. nur durch die Ehikanen NesselrrdeS so weit gebracht worden sei, seine Pflichten zu vergessen, daß auch Graf Benckeu dorfs der Polizeiminister, ihm aus Au, stiften NesselrodeSVallm gestellt, Ist daS wirklich wahr?" frug die Konigin den Herrn v. G. Jch-" schwöre es, Ew. , Majestät. eS ist so,- versetzte Go lowin. Nun. so machen Sie einen passenden Schluß an die , Bittschrift, etwa so: Soll - um 'zweier Deutschen willen ein - russischer Unterthan Ew. Majestät zu Grunde gehen V Dieser Schlußsatz hatte' in fö?i't jÄe ge. hoffte Wirkung bei dem Zaren. E, lachte laut auf, als er die Petition ge ' lesen hatte, und gab sie dem trafen Nesselrode mit dem Befehl, dem Golo win alle Hindernisse zur Verwerthung seines in der Heimath besindlich?n Ver mögenö aus dem " Weg zu räumen. Man kann sich das lange Gesicht Nessel, rodes bei diesem Befehle vorstellen, insbesondere als er erfuhr,' daß hinter der Milde deZ.Zären die KSnigin Olga stecke! Nun ist sie, fast vierzig Jahr, spater, der FriedenSmgel in dem fran iöstsch -deutschcu 'Bilderstreit geworden Zwischen Wien und London ; . :-;: firv-pttji ': . spielt die nachfolgende Geschichte, deren Held ein VSKusike ;ein:::rjuncii!;;ü6 ' scher Mann, der fern JnstrumentF mrt vieler Virtuosität handhabt. Um Be schäftigung zu suchen begab er sich auf eine Kunstr:ise un), kam auch nach Lon don. ,.. Dort lernte . der Musiker ein . ebenso, schöne ls.MichedMgländcrrch kennen, die in heißer Liebe sür ihn ent brannte. Die Dame überhäufte chn mit lusmerksamkeiten, er führte, ein, Leben, wie Gott sagen wir in diesem Falle in England. . Aber . eines TaLeKHderkamejhnImach -nerung an Wien wurde wach in ihm, der Gedanke an Weib und Kind daheim bewegte ihn schmerzlich. Und er setzte. sich auf die Eisenbahn und reiste in die Heimat zurück. fölu&i&zlanpz, in Mi?n ? fii d,n ntt "m 0 Wien bei den Seinen an. D (oliiilien'B in letzter Linie ' er 1 selbst i; rvolltra ; eden auchleAÄEs..!' hen und versetzenF diese zwei bubfche Dingewechfeltenm kleines EmkommenM ' V - t-f ' " 'r: ' " " a p ' r,. ::,:! rs öl,lU uuiitri, liviciyu dagegen: wurde das Verlangm :.Lb'fnqlifqni 7 ,M .... ' .ni'1' ! " ,. ..,.. , :ll it ..w.: .'I"1' X ' . Mi;' ,, I ' ! ' " ' , a m a , tjm ., am i k 1 ajI. . 'ii rn Lady nach unzerfm Kuuitltt tMOer led hafter und 11 ! ungfstümer, aS sich äm- :i . .x.tfT ert r: . r . ikt . . m i . sm 1 s& ':

jauuoMriesm 'an;: w,zuvzav , ,, 1 Es ging schlecht. Das K mag es ; . tyoQm gewesm sein, daß kr.IlHmeAÄtkgt5M entschloß, wieder nach England zu W fen. , Also geschah eZ.i 'Mi&itfMffiM iii'.z4.kJ. iL":''i'-äif..:.X' i':..--' '" ..ii'üw ..V .i;:,;;i: Kiy. wi'

pnug iqu con 1 jn 1 5 ot senen u rn en, t?0 . .w -, : c Ll : 1. "rö ? -n: x.t i . - . !' luiuvc wyu mir um saziivsjmuii uuzi jd&üti; efc.:-: IcSSt cb cr;:t) f aann':1ta ccH

Wagen und Pferde standen ihm zur er. fügung, schöne Kleider trug er. Mahl ;eiten, gute Weine, Zigarren ÄndMl gsnchenLmch mcutge Vargeld.Se:Ä Sünstki:l;uttb:iai: iifttßÜapiidl $&ffiü)itiziU$$iiit intdinjntpr Augenblick im Hause seiner Londouer Äönnerin, um einen tiefen Griff in die vollgefüllte Nasse der Gastgeberinthun mndäuchKinM-r.Schm de? sich. ?.aselbKAefandZ7likF Äenige!Tage7däUu WicnbcrMeib.u Sngländerm! mochte deZ KchmuckeMundMeld lüch' nur. den .so uner chttS)FreundesZ schmerzlich ' ndeMW Sie wandte sich an die Gerichte.- -Vo?! 04 ÄuHenl Tagenat 'man hier., dm ker aus dem Hause seiner Familie adge holt ins LandeSgericht. '0M0

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