Indiana Tribüne, Volume 14, Number 189, Indianapolis, Marion County, 29 March 1891 — Page 6

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i?rt 1TtS , rtf .? .7t. Um.) t . 1. V Ofc. i i.. p J- - - w- W jucucmenccn nznMS? ezneeyr sie cqxttt PttzvnNchlelt. Doch Izatten sich ; lf litt -inTrruiiTft-tt ai? Aifsf2jnfrtft(, .. j . . VkMltVlft ., f . VI W f J w troft de? vielen IaKre feiner Tre.:e noeft immer räch! er ullt. So war wiederum liiui v a 1. I i lg c'"' !ciunumlSe!l ijzvan jitiuui. jtvij iieiiicf wai icaiaai üic Be'.cheer::ng in BrownS Kamille auSgefüllen, denn in einer Beziehung war ' l - j- ' rf.i.'if ' 1 -'s . . !ym oes lmmeiÄ'egeu incyr ausge blieben: der Kindersegen, der den mtu sten Ärmer: Familien zu Tb eil , wird. .; m . . wut uua ii( uwciieiu'iiuitiu oiukc uui ihn gckcrumen, und n:ehr els ein halbes Tutzeud kleiner Vrowns wsren am hciligen Feste' dks Christkind leinZ zu be schenken. Auch der erste Januar des 4 jN i. r . tslnr? ikx- irr.nrnr vrrit ?nmn Tt übli&c Enttäufchunz. TaS neue Jahr sah ihn wiederum Zur die süns;iz Dol' larS vra Monat an seinem "Kulte; ce wältige Stöße von Banknoten zählend. Tie wohlgenährten, sauber rafirten ud sein getteidetcn Herren Direktoren der Grand Central-Bank kalken soeben ihre erste Jahressi.UNg beendet, und waren im Begriff ,hre Ueberröcke anzugehen, um ihre vor der Tkür warten den Equipagen zu besteigen,, als der ZLräsident sich langsam seinen eleganten Velro? zuknövkend. noÄ einmal an seine Collcgen mit gleichgültiger Miene die Worle richtete:' och eins, meine Herren! Daist , mir von unserem ersten, Clerk John Brown, den wohl einige von Ihnen . lennen, ein Brief um Gehaltszulage übergeben worden. Na, wo hab' ich ihn gleich! Hier nicht, hier auch nicht, wabrscheinliäs habe, ich ihn verlegt, , oder verloren. er das thut ja nichts zur Cache. Ich würoe, überhaupt dieser Vlnftrieneithit einv xxteht lkrwäknnna nelhan haben, wenn besagter Herr Brown nicht unter Anderem als Grund für seine Forderung die, geradezu lächerliche VemerkunF gemacht hät:e,daßbei dem geltet gertenÄezchäste ?rnJahr zuJahr größere Summen durch seine Hände gingen und er dadurch größeren Versuchungen ausLeseht sei, mMdöch mit Nucksicht darauf jeinc Ehrlichkeit nicht solch' aroßer Gefahr aussetzen und ihm mn'n r. . . V r u uici y t.t'Uiiitii, vup i. jiiuc Familie nslhdürstiz ernähren könne. .Jch. meine Herren," suhr der Herr Präsident im trcckenen Geschäfts tone fort, sehe gar keine Veranlassung dazu vorhanden, den Wünschen des Herrn Arown Folge zu leisten. Für die weni gen Stunden seiner mechanischen Llrbeit tvird er reichlich bezahlt. Und wenn der Tummkods alaubt. da er dafür ertra

ii, r-" ? belohnt werden müsse, weil er uns nicht - dcsiiehlt, so werde ich ihn einfach daraus' Lusmerksanl machen, daß , wir, Gott s es gcdankr, in einem civilisirten Staate

m:t recht gu:en Gesetzen leben, welche Spitzbuben mit gehörigen Zuchthausstrafen belegen. Ich brauche wohl nicht erst eine Cxtrasitzunz des Direktoriums desweacn cinzuberufen und werde errn

joiiuuti lan cic nviuige or:eicye xini . Wort zukommen lassen!" a. iüP rief einer der .Zerren

ci ,'. : . -n.:. . t-.'.rt?j.. , . rectoren, sich an der Thür umwendend, führen Sie ihm nur den! Paragraphen . , . "" , ,, r i . ii i . vc c. t ii i n v tc v vaa;c uvci liinttjuma L iß ' , t.-.-- c jt gung nnoleszküyz an; oas wro woyt 'tbt'&j'tn & . , jjtiuiHfc..- TBgm ':;. f - r i '": . Sie köuuen lbm auch noch schreiben," : bemerkte sarkastisch ein anderer wohlgenährter Gentleman, daß es einem , . VUIIOW V kilW j V s,MlttvJkVVtlVtVit : i . et '' , 's. , l M . , . 'r leuung gar nicyr zukomme, e:ne o V zaylreiche Familie zu haben." ,r:fn,' Vsift!?t! Scnltt nnr&i 7nX fl t I V f vuv c !: . . ' & ' . . f .:

f. - UM V . Vlll.jvv wVvftft ftv':-:tnr hrtS inpntfl Wtniifm därnnt spr

Ttttriv if artit fit 0 tvtf'trti,tinwt i '"ln ''(., J'f Lir ..' ! J .4 iiiiis hl , ,' r - 'V,, t: ... - r ' . Ta s darauf ano ,, rown em CVm-? fr ifftf tlSTf t1tlflflff . U? ,uivtvvn ivijvtiv jiiwttkv1 WM( I "''.' rr' l!t! st f xfrrn 1 cuhn i'iroMn . 1 " ' :-r

g'"- erfter Herr! Vom Directorium

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' vcn. in vitit'iüctuiitt .tuiC2 uciitincn e?ncbeZ um Gebalts,loae dasselbe ab " ':- HKI.rtt it hMmtVil VI. tr !nnt orh

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. im. tu i;', vvUVivim i, v V ! iVIMtt UUUi 'i trf t sir rtPlinrii TtÄnnrTirfr iAnthim -.: TvA. Ml nttn vtHva' iiAitttAa u ? . ' ' 11LLC11 KJLl ÜUU U -Uit'J v'I. lULLICa 1III4 nicht einverstanden Erklären., . , Es ist ja . ,' :rr-1t Tn " I... 1ttlr"..i01 rt H1ATtt u-uj, vip o V4bW vvv yvjviijt-4ii.H LVpZsti'Z nriiDfr? firmmftt hitrr! Vfiri ;, Finqer aehen, doch :st dadurch Ihre i xr i vj ' j 1 " knnnk ftnf trätifr "ite'tr.ftT'hptT " Ofiv W'tiilffn'nSftt fTnH fin2vrti3l "O?" ,, . . r y r i hA.M. VviaAm Altm thltll 't ii'.'v. ! : ... v.,;. '' l.'s i 1111 1 1L liU L U L 11. Lt L.1J V JL. 11IL1IL j

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.Jh. tt rf -ttt Kt-rV n : ,iitinrriTi -,n ni irn.ninnpn rr rr 'mit, Ehrlichkeit izt geradezu lächerlich. Mr trerden uns hüten, Ihnen eine Ertra zahlung dafür zu gewähren, daß Sie so zütlg sind, uns nicht zu bestehlen.' Ihre Ehrlichkeit gilt von vornherein als. selbstverständlich, sonst hätten wir Ihnen nicht so lange Ihr tägliches Brod g-en-ährt. Auch würden wir Sie bei der gerinzsten Unregelmäßigkeit undarmher;:z bet ' Staatsanwaltschaft übergeben. Ihre Beziehunrzen zur ,BankssunMgenH i'önlich iein mö7.en, sind rein geschäst lidict. i.csttm!mte::r o.)N, de? laut Tnectionsbelchluß niÄ ii I v -

- ' '' ' . erhöht werden darf.' 'Jhre Familiena gelegenheitcn können daher absolut keine Verückslchtigunz erfahren. Ohne baö ' es mir persönlich einsallcn könnte, mich j . ' - , .. I

in Ihre rausuqen itgcieaenoetien ' ' s - . m 1 J . . mischen zu woucit; lann iai voaz vle emerkung nicht unterdrücken, daß die meisten Leute in abhängiger Stellung gerade in unserer Zeit über ihre Ver haltnifse hinaus leben,' ohne daran zu denken, etwas für spätere Taze zurückzulegen. Weise Oekönomie 'in kleinem Haushalte würde auch Ihnen bei Ihrem jetzigen Salair es ermöglichen, behaglich zu exiftiren. .Achtungsvoll...." Einige Tage später fanden sich die Herren Direltoren abermals zu einer Sitzung zusammen. welche der Herr Präsident einberufen hatte, um vorzuschlagen, wie man $men gerade vorhan' denen Baarüberschnö der Bank am nuh. dringendsten anlegen sollte. Die Sitzung hatte kaum 'begonnen, als Herr John Vrown, ohne anzuklopfen, plötzlich eintrat,' dem Präsidenten einen Bogen Papier überreichte und ebenso plötzlich wieder verschwand. Kaum eine Minute nach seinem Verschwinden horte man im Sitzungszimmer heftiges Durcheinanderreden. dann wurde schnell die Thür, die nach dem Kassenzimmer führte, aufgerissen, und man horte die erregte Stimme des Präsidenten: Brown, bitte." - Ich werde sogleich erscheinen," er schallte es ruhig von demPulte Browns, der eben einen Eheck an einen Kunde auszahlte. Langsam zählte er noch' mals die einzelnen Banknoten durch, schob sie ruhig, dem Harrenden hin, trug ebenfo "lanzsam den Betrag in sein Kassabuch, legte eln Löschblatt auf das soeben Geschrieben?, legte seinen FederHalter auf seinen gewohnten Platz und verschwand gemessenen Schrittes hinter L r-. "1 .'-. 1 r-v !... ...'j . . oer quv oes lreciorrnzimmers. Was heißt denn das, was auf dem Zettel steht?" wir verstehen nicht" was machen Sie denn für Gcschichtcn?" so schallten ihm mehrere Stimmen entgegen, die ihn gar nicht aus der Fassung zu bringen schienen. Endlich sagte der Herr Präsident: Aber ich bitte, meine Herren, so kommen wir ja nicht durch. Hören , Sie mal, Vrowu, wie verstehe ich das? Sie übergeben mir da einen Zettel mit dem Bemerken, daß sich nur 9647 Dollars und 80 Cents' an Baargeld in der Bank befänden und daß ich schleunigst für Be schaffung von weiteren Baarmitteln sor zen müsse, sonst gerathen , dieÄuszah lunIen ins Stocken?" Jawohl", sagte Vrown, Sie haben es ganz richtig gelesen und ich brauche Geld, sonst muß ich die Kunden abwei sen." 7 '. ;: t Aber, Mensch, sind Sie denn auf einmal verrückt geworden? Nach Ihrem gestrigen Ausweise hatten wir doch Dollars an baarem Gelde vorräthig, und ich habe extra die heutige Sitzung dazu zusammenberusen, um einen großen Theil dieses Ueberschusses prositabel anzulegen. Was ist denn aus der Viertelmillion geworden?" Die prositable Anlage ist seit gestern, überflüssig geworden", erwiderte der Kassirer in etwas sarkastischem Tone, es ist genau so vlel vorhanden, wie auf dem Zettel dort steht, ich habe die prositable Anleihe selber besorgt; freilich wohl nicht nach Ihrem Geschmacke, auch nicht zu Ihrem Vortheile, denn ich habe das Geld einfach gestohlen. Sie, werden sinden, daß äußer der ViertelMillion noch "0 Cents an der Summe fehlen; als ordnungsliebender Mensch, als welchen Sie mich ja seit Jahren kennen, muß ich Ihnen gesteh'n, daß ich diese 20 Cents sür Pserdebahnbillets verausgabt , habe, m die gestohlene Summe in Sicherheit zu bringen." : Aber Mensch, ich glaube wirklich, daß Sie wahnnnuig geworben sind," schrie ganz entsetzt der Präsident. , ,Ok nein. Herr Präsident ; berunruhi gen Sie sich nicht unnützer Weise üb meinen Gesundheitszustand. Ich erkläre Ihnen nochmals, da ich das Geld gestohlen habe. Alles Lamentiren nützt Ihnen hier nichts; doch gebe ich Ihnen den guten Rath, sofort sür Geld zu sorgen, denn sonst müßte du. Bank noch in der nächsten Stünde ihre Zahlungen einstellen und wäre somit bankerott. Wir können ja später in aller Ruhe über meinen Tiebstahl weiter perhandeln." - . Wohl oder übel mußten sich zwei der Herren Directoren dazu verstehen, zu ihren Privatbanken zu , eilen, um Geld herbeizuschaffen, während ' bis zu deren" Rückkehr unter der Versammlung die größte . Bestürzung herrschte und . mau Herrn Brown nicht aus dem Zimmer ließ und in ihn verg ebens drang, sich ' doch naher über den Verbleib des Geldes zu erklaren. Brown war der Ein;ige, der nicht einen Augenblick aus der Fassung kam und ganz kühl bemerkte: ' Meine Herren, ich laufe Ihnen, wie Sie sehen, nicht davon,, ich möchte auch,, nicht, daß die Bank in's Stocken geräth, lassen Sie also vorerst die zwei Herren Directoren mit dem nothwendigen Gelde zurückkehren. Dann werde? ich Ihnen, veitere Ausklärungen geben." - t Nach einer weiteren halben Stunde ver bangsten Erwartung waren jen? zwei Herren mit , dem nöthigen Gelde zurückgekehrt, welches dem Stellvcrtreter des Kassiters mit dem Bemerken übergeben wuröen, die Zahlnngen zu besorgen, da Herr Brown ncthwen' bigerweise des der wichtigen Direction sitzung Zugegen sein müsse. ' '. ' i ' , Zwar schüttelte der zweite Kasslrer bedenklich den Köpf, denn noch nie toar eS vorgekommen, daß Herr Brown zu liner Directionssitzung hinzugezogen , wurde, doch war er ja nur eine a.ltoutatische Zahlenmaschine und hatte kein Necht, über etwas Unerhörtes lange nachz uden kenj Als die Directoren w l e C der. voll zähl ig , beisammen waren und mit Entsetzen an den L i ppcn d e s Herrn !! Zassirers Bron hingen, begann dert ' , l 'l"1''' ? 'Milf'Qct;1! m ein c .:icrreri;::ic i:;1-.!!? eerftoteiiv r$;:f tchf;&idc?Die, Vlerteimmion gcitoh-

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'v-iv'; v -N Uirtii , , '; . -.. ', . .' i' - len. Als Ich diesen Brief hier" da. bei zog er die vom Präsidenten erhal tene Antwort, hervor .erhalten , und daraus ersehen hatte, dab Ihnen meine r ' , m iim...i f. ! Ti -l Kit a t etncin jLKenisnauct gcicii"c I j-v : ' ' j - 1 -tY . ireuen 'nenzre aozoiul werth waren, dan Sie mich lm Gegen theil nur wie ein altes Inventarium, wie eine Maschine behandelten,, und daß Sie nur meine mechanischen Dienstleistungen glaubten honoriren zu sollen, da sagte ich mir: Für Dich gibt's nur zwei Wege? entweder Du bleibst die Maschine bis zum Ende Deiner Taze Und darbst mit Deiner Familie kümmerlich weiter, während Deine Brodgeber im Ueberflusse schwelgen. '; , Oder Du machst mit einem .Schlage Deinem Elend ein Ende und zwar durch eine unehrliche Handlung. Sie sehen, meine Herren, ! ich habe das Letztere ge.wählt; es ! war ja auch so leicht,., ich brauchte nur. meine Hand auszustrecken, um in den Besitz eines bedeutenden Vermogens zu gelangen. Ja. ja, meine Herren,, starren,, Sie .mich , nur so ver, zweifelt an. es hilft nichts ; ich habe das Gelo und ioerde es nicht wieder herausrücken. Ich hatte ja, um mich weiter keinen Unannehmlichkeiten auszusehen, einfach nach Kanada flüchten können und wäre in Sicherheit gewesen, ehe Sie überhaupt etwas von , Ihrem Verluste gewußt hatten ,' Das kanadische Klima ist aber etwas zu rauh für meine schwach liche Konstitution. Uebergeben Sie mich nur ruhig dem Staatsanwalt.' Man wird mich vor die Geschworenen stellen, ich werde, weil ja unsere persönlichen Beziehungen, wie sich ' der Herr Präsioent auszudrücken beliebte, immer so angenehme gewesen,! mich schuldig bekennen, um Ihnen alle weitren Instanzen und kostspielige Vdvataten Zu sparen. Man wird mich unter Ausschluß vou mildernden Umständen verurtheilen und zwar zum höchsten Strafmaße, das nach en Gesetzen dieses Staates zehn Jahre Zuchthaus beträgt. Bei guter Aussührung ' werden mir davon anderthalb Jahre erlassen; ich bin ja das ruhige Sitzen und die gute Ausführung bei Ihnen gewöhnt, habe ich es doch in den siebzehn Jahren, welche ich in der Bank thätig bin, zur Genüge gelernt. Die Zeit im Gefängnisse werde ich dazu benutzen, mich noch weiter in der Musik auszubilden, welche Kunst ich bisher stets geliebt. Leiser hatte ich zu wenig Zeit, mich ihr gehörig zu widmen. Auch werde ich inzwischen einige moderne Sprachen erlernen, namentlich schwärme ich für dc?5 Italienische, weil besonders Gesang in dieser Sprache so wohllautend klingt. Ich werde, wenn ich aus, dem Gefängnisse entlassen werde, erst Ende der vierziger Jahre, also noch in voller Mannes kraft stehen. Dann werde ich mit einem Vermögen von einer Viertel' Million Dollars ein gemachter Mann sein; ich werde fremde Länder bereisen, in 'welchen mir meine Sprachstudien' sehr, gelegen kommen werden. Man wird mich dort meiner Freigebigkeit Wegen schätzen und achten ' lernen,' denn Niemand wird meine Vergangenheit kennen. Das Geld, das ich jetzt an einem so t scheren Orte untergebracht habe daß es er belten Svurnaie , eines Detectlvs . nicht gelingen soll, es zu finden, wird mir dann 'eine ununterbrochene Reibe von Vergnügungen und Genüssen eröffnen, die mich für die paar Jahre Zuch t5 Haus reiflich entschädigen werdend ! Es ist allerdings traurig, aß ich während meines Aufenthaltes dort die .Zinsen eines so großm Capitals verlieren muß Rechne ich, daß ich das Geld ganz hübsch mit viereinhalb Procent per Jahr hätte anlegen können,' so - betrübt mich die Thatsache, daß ich ' gezwungen 1 bin,' ein so kolossales Vermögen , , von " 80,025 Dollars weg zuwerfen. Andererseits aber tröstet mich wieder der ' Gedanke, : daß, wenn ich ein -ehrlicher Mann und hier in meiner Stellung geblieben wäre, ! ich selbst nicht einmal die Zinsen jener Zin- : ,i y, . , e . y sen in den nächsten achteinhalb Jahren' würde sparen können, selbst wenn ich und meine ganze Familie gar nichts essen nackt gehen und mein ganzes Gehalt jährlich bei Seite $ legen würde. Somit kalkulire .ich, daß ich eine ganz gute Spekulation gemacht habe, und bedanke mich bei Ihnen, meine Herren, die Sie, mich durch Ihre Hartherzigkeit Nug gemacht haben." , . K. , Die Stille und Bestürzung, die nach dieser Rede sich einstellte, spottete jeder Beschreibung. Hatten doch die Herren Directoren im Laufe von Browns Aus einandersetzuttg Zeit genug gehabt, zu der, Ueberzeugung! zu kommen, daß sie :s nicht et:v2 mit einem Irrsinnigen zu thun hätten, sondern daß Brown allen Ernstes gesprochen hatte. .Auch war es ihnen sofort klar - geworden, ! daß ein Drohen, mit den Gerichten ganz zwecklos wäre. , daß sie ferner wirklich um ihr Geld kommen würden, wenn sie ihre Drohungen zur? Ausführung bringen ivollten. Man legte sich daher ans Litten; er solle doch seine Familie bedenken, die im Elende verkommen wurde, wenn ihr Ernährer in's Zuchthaus käme. Doch auch darauf war Brown vorbereitet und , erklärte ihnen einfach, daß l seine Frau zu ihrem Vater, der eine Farm besitze, zurückkehren und durch ihrer Hände Arbeit ihren Lebensunterhalt für sich und die Familie schon trwerben würde. Alles Zureden. Flehen und Bitten schien, vergebens, als endlich , Herr , Brown, , der Alles mit zrö ßter Ruhe über sich ergehen ließ, aochmaIS:dasf'Wö Meine Herren! In Rücksicht darauf, daß' unsere persönlichen Beziehungen nnmer so angenehm gewesen und ich znch gerade kein allzugrocs Verlangen danach em p finde, achteinhalb I ahre im' Zuchthause zuzubringen, will ich Ihnen em Kompromiß vorschlagen. Ich bin berett, Ihnen die Hälfte der entwendeten Summe, also hundertjünsun);wanzigtausend Tollars unter folgenden Be,m!tgeru MErstcnsfei Zich. daß Sie mich nicht gerichtlich ver ;JL mdm;kmmmdmm: iVimii iv.tvnu ; ! iip ii :ji';;i ! iP; ip ip: pi i UM Hm-W

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I J t :,.i!:l: !iiiisl!. !l,il!i,E"- ' Zweitens:- Si5 nehmen in einer ab zuhaltenden Directorensitzung einen Be schlußk ZU Protokoll,, in welchem Sie Ihrem Bedauern Ausdruck geben, dak Herr John Brown, der Ihnen so viele Jahre hindurch - in grönter Treue ge dient Und sich Ihres - außerordentlichen ! Vertrauens in jeder Weise würdig gezeigt hat. in Folge einer soeben gemach, ten Erbschaft aus Ihren Diensten aus' scheidet. ' ' ' " ' Drittens: Sie veröffentlichen dieses Vertrauensvotum in zwei der gelcsensten Zeitungen der Stadt."' Darob erhob sich ein mächtiger Entrüstunzsschrei in der chrenwerthcn Vw sammlung der biederen Herren Direkto. ren, doch sie bald sahen, daß sie nichts Anderes' an-Z, dem 'Unerschütterlichen i Herrn Vrown herausbringen würden, singen sie bald an zu berathen. Hundertfünfundzwanzigtausend Dollars läßt man doch nicht so leicht fahren, und Wa5 wäre eS fürl eine Genugthuung gewestn, wenn sie den Kassirer einsperren und dadurch den ganzen Verlust erleiden mußten? ! Einige der, Herren , waren Zwar, vorerst noch hartnäckig., man müsse einem solch' groben Diebstahle nicht noch obendrein . eise goldene Brücke bauen, sondernufurchkbarcs Exempel statuiren. Und was sonst der schönen Phrasen und Redensarten' noch ' waren, die da in der Wuth ausgestoßen wur. den. ? Doch die narren Zahlen im Verein mit dem , eindringlichen Zureden der anderen Kollegen brachten endlich die Annahme des gemachten Compromisse) zu Stande. Man , wollte sofort an die Ausführung dessclbeNi gehen, -.doch ganz bescheiden, fast schüchtern bemerkte Herr Brown, , es wäre - ihm ; doch peinlich, wenn er bei der Abfassung der lobenden Auslassunzen über ihn zugegen wäre. Auch könne er momentan die Bank nicht, verlassen, da die laufenden Geschafte seine Anwesenheit nothwendig machten, ? zudem müsse er erst seine Bücher in Ordnung bringen, da er doch morgen nach Ueberlieferung der hun dertsünsundzwanzigtausend Dollars sei nem Nachfolger Alles in bester Ordnung übergeben müsse. Auf morgen wollten sich die Herren Direktoren erst gar nicht einlassen, sie mußten sich aber schließlich sügen, al5 öerr, Äromn bestimmt, aber etwas ironisch bemerkte: Sie werden mir schon bis morgen trauen . müssen, haben Sie mir doch so viele Jahre Ihr ungctheiltes Vertrauen geschenkt,, und traue ich Ihnen ja auch bis morgen, daß Sie mich iNicht inzwischen einsperren lassen werden." s Damit zog sich Kassirer Brown ruhig wieder in sein Zimmer zurück, setzte sich an, sein Pult und arbeitete so ruhig, wie er es die letzten siebzehn Jahre gethan hatte, bis die übliche, Stunde des Schlusses auch ihn in gewohnter Weise bin austrieb. Am .nächsten Morgen hatten sich sämmtliche Directoren außergewöhnlich frühzeitig eingestellt und fragten den stellvertretenden Kassirer zu wiederholten Malen, vbAHerrß Brown noch nicht erschienen sei. . Der Nichtsahnende schüttelte 'verwundert den Kopf ob der unzewöh)ilich höflichen Nachfrage nach Herrn" , Brown, war er es doch gewohnt,' daß die Herren Directoren ihre Angestellten wie Dienstboten einfach ohne jede Hvslichkeitsphrase beim Namen rieselt. - ; II Endlich erschien unser Herr Brown. begab, sich sofort in das Directorenzimmer lUnd nahm den Reoers und dit schriftlichrn Resolutionen mit Würd entgegen. Nachdem er sie langsam durchgelesen, wandte er sich an den Präsidenten mit den bescheidenen Worten: Ich danke Ihnen wirklich von ganzem Herzen, Ihre Lobesbezeugunzen sind mehrmals ich erwartete. Hier händige ich Ihnen Ihr Geld ein!"H Mit zitternden Händeu öffnete der Vorsitzende das Packet,-und Aller Au. gen hingen daran mit gieriger ErwartungZ )Jn. schönen , neuen ! Tausenddollarnoten zahlte er die ersten Hunderttausend auf den Tisch, dann solgtcn Be träge in kleineren Noten, und es dauerte wohl an die fünfzehn Minuten, bis die Einhundertfünfundzwanzigtausend Dol? lars auf dem Tische lagen. Aber noch war das Packet in den Handen oe-Z Präsidenten nicht erschöpft. Fast bestürzt zählte er weiter und wieder folgten hundert Tauscnddollars-Noten und noch weitere fünfundzwanzigtauscnd Dollars in kleineren Werthen.. , Aber." riefen er und die Anwesenden in freudiger Ueberraschung aus, das ist ja Alles. Sie haben ja. die ganze Viertelmillion zurückgebracht!" ? ', '-, .' 1 '' . " , . -' " ' ' ! Ja, freilich, erwiederte Brown seht trocken, - ich habe auch niemals nur im Entferntesten daran aedacht, ; Ihnen etwas züsteblen. Ich wollte , Ihnen nur eine LektisgeZ"'? und Ihnen den Beweis liesern, welch' falschem Prinzipe Sie huldigen, keinem' Menschen einen Bettellohn, zu gewähren, den Sie Ihres vollen Vertrauens würdigen und der mit einem Griffe sich ein Vermögen zu eigen machen kann. Der erste Kassirer einer Bank sollte nicht als bloße Maschine behandelt werden, dessen Stunden man bezahlt; , nein, sem VertrauensPosten Z verdient eine zibesond sichtigung in einer dcmentsprechenden öonoriruna." - ' !. , ?s!,iH'!' ',,,Vv."'V'rt'i-,f': ,,'!,,!,,,,',,,,"?, , ;'ir Nach dem Vorgefallenen," fügte er hinzu, wird tvohl die Bank kaum noch eine Verwendung für mich haben. Ich bin daher bereit, meine Stellung aufzugeben und meine Bücher, die ich gestern abgeschlossen, meinem ' Nachfolger zu übergeben, denn dazu brauchte ich den gestrigen Nachmittag und nicht etwa, teil ich das Gels weit herzuholen hatte; es lag ruhig in Ihrem großen Schranke und wenn Sie nicht so bestürzt gewesen wären und nachgesehen hätten, so hätten Sie! sich davon schon gestern überzeugen können."

Herr Brown z verließ festen Schrittes das DircctionSzimmer und setzte sich ruhig wieder auf seinen alten Gatz. aber er arbeitete nicht, denn fein Häupt ruhte sinnend in seiner gestützten Hand. Kaum fünf Minuten hatte .er so dagesessen, als er erstaunt vor der

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I' Thür des ,Directionszimmers sein Namen rufen hörte. Als er aufblickte. winkte ibm der Nraiid?nti Z,r in ; der "'Tl :f'-""'7 mrrw.i ....,.,... sTMI" flrtS . 0fÄ ' (O.nhtM T,? 1

UHk Ulli V, UIU, ' d)tH,l l". .yy . . . noch ewen ngm?M Wiedcr befand L. 'aMa 1 wa . i pch im , kwSrUge ,ise. kti.tze muxm . Vorgesetzlm. Zs der Präsident ihn mi, H ,t e paar College ng ft i b kolgend.nWzr, anredete:, . WIrr 'moch rmeroch M 'ÄZgelacht

:l J f c!,!' - Lehre zu Theil werden . liesen) crot etwas derbe. , ,,, Es liegt 'nun nicht in un serer Absicht, Si? , dasur büßen zu las sen. Doch würde wohl das gegensei H. rn t.na:zi .u.:fx tt, ..s. i, uiit ciiuiiiiitt vuiwcu .syucu uuu . m , . ti. ..if irr '1 den Vorgesetzten in Zukunzt em unHalt-5 bares sein ' Um nun einen so fähigen Menschen nicht in , einer ihm nicht Pas. senden 1 untergeordneten Stellung zu lassen, habe ich mich mit Vergnügen entschlossen, meine Stellung, die ich noch nebenbei als Direktorder XX. Verficht rungsgesellschaft ' bekleide und die ein, Jahresgehalt, von fünftausend Dollars einbringt zn Ihren Gunsten, niedcrzu legen. ,.Es -wird mir ein Leichtes sein, die Herren Direktoren der Ver sich erungsgesellschaft zu Ihrer Aufnahme als meinen Nachfolger zu bestimmen. Doch dürsten darüber noch einige Wochen vergehen, welche Sie als Ferien der Ruhe widmen können." Ter Generalstadsesel. Der bekannte österreichische GeneralFeldmarschall Montecuculi, derselbe, dem die Worte in den Mund gelegt wurden, daß zum Kriegsühren erstens Geld, zweitens Geld und drittens Geld" gehört hatte in seinem Stäbe einen Adjutanten, Camillo' de Cicogna, den er nur aus Familienrücksichten in seiner Nähe behielt und der nicht im Stande war, die Functionen eines Fähnrichs gehörig zu erfüllen, da sein ganzes Verdienst" in den drei Buchstaben v 0 n, ünd einer schönen Körpersigur bestand. , "": :. ' Oft schon hatte dieser Jüngling durch kopfloses Benehmen dem Dienst Schande, der Armee Schaden gebracht. Dagegen ließ er sich auch wieder gutwillig und stets bereit die größten Lasten ausbürden, erduldete ohne Murren Strapazen und achtete die Gefahr schon oft um deswillen nicht weil es ihm an Uebersicht fehlte, sie zu beurtheilen und zu erkennen. ' Montecuculi nannte ihn deshalb vertrauten Personen gegenüber schlechtweg seinen Generalstabsesel", einen Scherz, der sich zugleich auf Cicogna 's Wappen bezog, in dessen Mittelschild ein Esel prangte. 1 ' Nach der denkwürdigen Schlacht bei St. Gotard in Ungarn am I. August 1GG4 in welcher Montemculi den berühmten Großvezier Mahomed Kiü perli schlugt wollte et am Nachmittage nach der Schlacht um vier Uhr, als der Sieg -entschieden war, gleich auf dem Schlachtfelde dem Kaiser selbst Bericht erstatten, und verlangte deshalb einen Tisch nebst Schreibmaterialien. Bevor man dies herbeischaffte, nahm der allezeit dienstbereite Cicogna seine Schreibtafel, riß das weiße Pergament heraus, überreichte es dem Gencral-Feldmar-schall ' nebst Schreibstift, trat dann vor denselben in tiefgebeugter' Stellung und bat, seinen Rücken statt des Tisches zu gebrauchen. l Montecuculi lachte, nahm das Pergament, legte es auf Cicognas Rücken und schrieb: ' . " :-- 'Kaiserliche Majestät! Von heute Morgen neun Uhr habt ich mich mit den türkischen ' Bestien herumgebissen und endlich den Haupt' Hund Zriuperli auf's Haupt geschlagen. Ich hoffe, es wird Ew. ' Kaiserlichen Majestät nicht unlieb sein. Morgen ein Mehreres. Geschrieben auf dem Rücken eines Esels, im Lager von St. Gotard, de 1. Auguzt 10L4. 1 ' ' ; - - : Montecuculi, G.-F.-M." DaS Pergament gab er Cicogna 'mit dem Beschl.das Weitere durch einen seiner Lieblinge, den Adjutanten des Generals Spock, zu besorgen, vorher aber ja die Schrift nochmals nachzuziehen-, damit sie l deutlich sei, und sich nicht so leicht wische. , ,, t . $Ukf : Naturlich mußte Cicogna den Bericht lesen. ; Als er an den . Rücken des Esels" Am,,warf er wüthend zur Erde, und verlangte, lieber auf der Stelle erschossen zu werden, als solche Schande zu erdulden. ,, , , ' .. ,,, : Na, was macht'ö halt da mit dem Bericht?", fragte der Feldmarschall. i Cicogna konnte vor Erregung und innerer Wuth kein Wort hervorbringen und zeigte mit zitternder Hand auf den Ejelsrücken" und fragte ob solch' ein Spott etwa der Lohn für treue Dienste . , I '!!' , ;f w 1 n :'-" . Vi u ' ,.r ' ... : ; ,:' .1 , ,, 1, : ,. ; ,,I lein . , 'lNfli ;, wä; hat's halt zu wundern von Wegen deS Esels? War' der Cicogna ein , Esel, könnt er des Montecuculi Ad jutant nicht sein. ' Weiß der Cicogna nicht, daß Pergament Eselshaut ist? Sieht Er, mein lieber AdftUant So hab' ich's Halter gemeint, und meng' Er sich künftig nicht wieder in meine Be richte, das will ich Ihm-rathend . Der scheinbare Ernst des Feldmar fchalls besanft igte schnell !: den I ernten Cicogna. Mit vielen Entschuldigungen bat er um gnädige Nachsicht, und eilte mit dem Pergament von dannen, dessen Beförderung'zU'besorgenZzgK Die umstehenden Ofsiziere mußten 1,1 IV ,1 MUI t.HV V.lt ItfltV W , , .M.Q.VM, Nit Gewal das Lachen unterdrücken, ,nd während Cicogna das Pergam t.orXo,U, fAnVh 5Mk,nt,,li d,n, vnt,rtä tmm xrihti;. nh nan unkeroenen emen zvetoliicv uns Schreibmaterialien gebracht hatte, einen anderen Berichts welcher, statt des Perzaments, dem Spock'schen Adjutanten tbergeben ward; und dieser machte sich luf ( den Weg nach WimHAM'. K Cicogna erfuhr nichts von diesem Tausche, und brüstete sich bis an sein Fnde damit, daß Montecuculi auf seiem Rücken den Sieges-Bericht der Schlacht von St Gotard geschrieben, vährend er vom Ofsiziercorps stets als Reneralstabsesel. wenn auch heimlich, bezeichnet wurde.

Konkurrenz' Neid

E SchUZrl aus drr ftöhUch Pfalz. s , i :-i ' n .;.r ' ' , ' mxxt. Nitgcnuiz. icymir Bäcker vun ,., K,,.?, ..., j 7" 'l''-.i.i. a . . y. - -mr;i..IV geuzt werre. muß a noch e Mitglied vun de Zunft eem cn heemdickische Schtrech spiele. No, mer hawen em schpäter -v, m ....s.:. ; v vuhuuuviu. tvw uat lll jun tiuif h'' f. s slf ;I 5N kenne den Hecmdicker, den gschwollene. ...... IHIIIV jtllV. V.tVVtV Wk goßt's Eich emol verzähle, Lcitcher: Kummt vor e paar Tag unser Pfarrer zu mer in de Bäckerslade un lad' mich ei zu de Kircheciweihung. Gleichzeitig sroogt er mich, ob ich nach der Kerch aach dem Feschtesse beiwohne wollt. Nu, ich habb mich erscht e bissel vererekusire wolle, awer 's' Hot nix genutzt. Sie müsse sich a bedeilige, HerrHesner, secht er, Hot er gesacht, denn alle angesehene Berchersleut hawe sich unnerschriwe. Jwrigens uner uns gsacht, de Bäcker Breimann, de Bäcker Bauer un die tannere Herrn. College von Jhne hawe sich all unterschriwe, do denk ich. wcrre Se a nit fehle. No, was wollt ich mache, ich hab mich halt a unnerzeichnet; das hceßt Herr Pfarrer, haw ich gsacht, in die Kerch werds nit ganz lange, do kumm ich e anners Mol, awer 's Feschtesse mach' ich mit. Freut mich secht der druf. Aprobo, sährt er fort, unser Schulkinner krichö bet der Gelegenheit Bretzle geschenkt und do dschtell ich bei . Jhne a 100 Schlick zu 15 Pf., nit als gschenkt,' verschdanne? No, , sag' ich, , schenke , allerdings kann ma's nit, awer größer wie sunscht will ich se mache, un so is a kummc. Un jetztert kummt de Schbitzbubeschtreech vun mcim Kolleg Breimann. Der is nämlich a zum Feschtesse eingelade worre, awer Bretzle Hot er kceni bschtellt kricht, dann es sinn im Ganze 400 Kinncr und fünf Bäcker gewcst, un do jeder Bäcker, 100 Bretzle blchtellt kricht Hot, Hot mei Breimann leer ausgehe müsse. ; ; Hin beim Feschtesse hawe mer uns zammcngseße, dann wan ma a so cn heemliche Konkorrenspick uf ennanner hawe, dhune mer doch , bei alle Gelechenhcite unser Standesehr hochhalte un so hawe. mer uns am , End vun de Tafel vereinigt un, hawe nit vum schlegschte gepetzt. : : Uff eemol schteht eener vun Kirchcgemeinderath uff, klebbert an's Glas un secht: MeineHerren , secht er mir sinn jetzt so schöne, beisamme un des FeZcht hot so en herrliche Verlauf genumme, un des werd en ewige Gedenktag bleiwe un nach unjete liewe Jugend hawe mer .kett, e klein! Fr?ed mache wolle. , Mir luw? hcat m o?m Grund 400 Bretzle rerdeelt, awer meine Her ren, Sie wisse, daß de Kerchenseckel rwe schtark in Anspruch genumme worre is un do bin ich vun e paar Herre ufgefordert worre, for Deckung der Bretzel löschte e ' Sammluug zu veranschtalte. Un dann is er rum gange mit em Deller un mir, fünf Bäcker hot enschtimmig jeder e Markjchtickel in de Dcller' ncifalle. lasse., ", . .. , Während der Teller rumgange seh ich. wie mein Breimann niver geht zum Herr vum Comitee. ,', Was er mit dem gschbroche hat, haw' ich leider erscht hinnenoch erfohre. Er hat nämlich gsacht: Here Se, .des is nit recht, daß Se mich bei de Bretzle umgange hawe; i-r sis mer nit wegem Verdienscht, awer norr woge de Ehr." No, fechl der Herr druff, was liegt Jhne, dra, awer, nix destoweniger kenne se r gut Werk schtifte, gehne Sie an ihr'n Blatz, Herr Breimann, un sache Se, daß Se for oe Bretzle, die Sie gelieffert, nie abnemme däte.". , Wie gsagt, ich habb vun dere Unerrcdung nix ghört; mei Brcimänn kummt zurück, klebbert an's Glas und secht: t . eine Herren mir feire heit t schönes Fescht un mer misse unserm liewe Kerchevorschtand allen Dank zolle. Mir sinn jetzt hier so vergnügt bei,,1 .'i!i!'' VI V.t. . S 1 f . . lamme, un wenn a die Bretzle durch die Tellersammlung .,, bezahlt , werre könne so will ich for mein Teel noch e Jwri- .'.,..., - ,i i ,-:", !',;,) i,,,;..,; ;,,.,,.;. .," f '. V-..' ges dhun. meme Herren, ich verzicht' uff den Betrag vun de Bretzle, wu ich gelieffert hab', und erlaube mir, uff's Wohl vum Kerchevorstand ein dreifaches Hoch auszubringe." , ' - , .. So hat er , gsacht, ich hab . gemeent, mich rihre de Schlag. Wie kannscht Du. elender Dicksack, sag' ich zu em, for Dich allee so en Vorschlag mache; l Du hätscht doch zersten mit uns als , Deine College!, N Concurrenzmanöwer helfe der awer nix. Mir annere vier Bäcker hawe also den Kerl mit Verachtung geschtroft un hawe uns schnell entschlo sie,, die E hr' vum Bäckergewerb' zu rette. .7,, ,, l ... ' 3 3iv T v- : Meme Herrn," jag' lch, ich bin nit so im Redde durch, wie mein Borrcdncr. awcr des dhut nix; in meim Buse schlächt e gudes deutsches Herz, und eweso in de Buse vun diesen drei Herren do vom Bäckeigewerke. Meine Herren, Herr College Breimann hat eben öffentlich erklärt, uf den Betrag vun seiner Rechnung zu verzichte. ES war dicS selbstverständlich auch bei uns beschlösse, nur hawe mir des ntt gerade so , '"' , f 1 1 -1 f ' ' ' l'ij ' ' " " ' ' 'S'!l '. J' afaU X keit beschntte is. so erklaren wir vier andere CoNegen. Nicht norre ur die Zah lung der Rechnung verzichte zu wolle, sondern es gibt noch jeder run uns viere fünf Mark , in die Anne-Kasse. No jetzteit hätt' mer awer das Hoch höre solle. Unser Bäcker solle lewe, hoch, hoch, un noch emol hoch. Alles is uff mich zukomme un hot wut mer gedrunke un hot mer gratlirt. Aach der Herr mit der Brill, so en Schubladezieher, wu den ganze Streech angschtellt Hot, is zu mer her komme. Hesner, secht er. alle Rejchbekt vor Jhne awer schinne Se's norr nit Widder an unsre Weck' raus.

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e " No, wie ich schbäter eehört hab, ich t rm die annere drei, Mk isf 'jchichi; i zange is, kennt er Eich denke, wie ich mich geärgert hab. 'S schenschte war k noch, daß mich mei Fraa gschennt Hot un Hot mich e Rindvieh gheeße, weit ich's nit gemerkt hab'. Sie Hot recht zhatt, awer so was kann bassire, wann ma e bisscl agcdrunke is, un Ende gut,' Alles gut, haw' ich doch e gutes Wert ZedhllN. Awer dem derre Schubladezicber mit seiner Brill, haw ich's gsagt, for drei Satze. Nochber,"' Zag' ich, drehe will ich ihm nit, awer wann Er merame ; abgelegene Ort unner vier Wge begeg net, so hau' ich Ihn durch, daß er all' ' sei Knoche zamtne suche kann." Dcs is die Brehelgeschlcht', un so kann mer neifalle, Lcitchcr, in seiner Gutmitigkeit. Eine deutsche Net ÄS .'Javel ohne Moral.' " , 'Is . . .. , . Ccn Kitf)r tnilOoVi hatt' einst ein Gärtner mit reichem Ge. schick 'nen Park wohl hergerichtet: Bald aber wurde das Dickicht zn dick, 's wär besser, wenn man es lichtet. Und da der Alte, entrüstet tief, k Sich weigert, das Werk zu erfüllen. Der Herr einen anderen Gärtner be m ,4 rief Wahrhaftig wider Willen!

Raulwürfe nun gab's in der grün Au, ...;.n , Die schadeten Wurzeln und Keimen; . Der Alte kannt' ihre Schliche genau, ü onnt' leicht aus dem Wege sie räumen 5 Tr aber saß in friedlicher Ruh ' r Mit schadenfrohen Gefühlen : ' Tr schmaucht, seine Pfeife und lacht dazn Und freut sich, wie sie wühlen! ' E War auf 'nem Schiff einst MDteuer. - mann, Befahren in vielen Ländern; ' ' " ' V"A ' , Und da der Wind sich zu drehen begann. Er wollte den Kurs Nicht andern. ' Doch da der Sturm stieg riesenhaft, Der Eapitän beordert ' ' , ' ' Zum Steuer eine willigere Kraft, -Wie's dringend die Lage erzordetr. ' '

!;, Wohl war manche Ratte auf dem ,. y ' "w i;111'1' Schlls . . z Man horte ihr Kratzen und Nagen ; Der alte Bootsmann kannte denPMM'f ? Die Bestien zu verjagen. ! ' 1 AÄ$ f'i - : lJ x 14. p f f Ter aber hat in friedlicher Ruh . Das Ting sich angesehen , - iV Er kaut' seinen Priem und lachte dazn: . Das Schiff mag zu Grunde doch gehen! ,

War da ein Maurer, vielgcwandt, !h 1 V ;$' MBerufen ein Haus zu errichteziZSZ, Ter Bauherr aber hatte erkannt: !'"";; Das Dach sei praktisch nüt Nichten. Fr heischt von dem Maurer Mt aller . vug, Ein anderes yerzuflellen; Und da der's weigerte schroff genug, " LerZks er 'nen jüngeren Gesellen! Nun , saß ein Hausschwamm in Kellers :" l';f Grund, '1, Noch klein und ohne Bedeutung; Dem Altgesellen das Mittel war kund, gu hemmen des Uebels Verbreitung. ,k - ;;- Der aber saß in friedlicher Ruh Und hngte sich. indessen, Und schnupft seine Priese , und höhnt ': . ,,WM',dazn: ' " Mag er das Gebäu doch zerfressen! "l;',,nil i-iü,!11! . - . .. ':' , :. '- 1 -V; p;;.,:r : . Der Gärtner, de? Maurer,, der Stcu.'r t l - --fMmanni. War jeder in seiner Art tüchtige M - Und.doch, w1e,,,ich'es,rwJgm ; Find' ich ihr Gehaben nicht ri$ügtM' ä.; Weiß nicht, wie Andern zu Sinne ist; Doch mir scheint, ich will's nicht ver- ;)) ki 'IÜ'i I':, 7-; ..ifUiliU - " '''.-' l!lhi.i;J"! " ,Äii;;!lr'!ii:;S Zu einem wahrhaften Meister müßt'ö 'fh 1 iltllilll!''!!" W'" i 'L; "'! ;!!'!' . M' -i-i-IISi- .IH-ffli -Is Den Dreien etwas noch fehlen; 1,,1-in,;,, Denn jederzeit und allerwärts Hab', ich es verkünden hören :? m Eif'iM " Der hat sür sein Werk kein rechtes Herz, -l ..:J" e... f. 1

4Jl auu vif utiuitii i.i ;. , j. '. , (if- - - ::;:,,iti..i, i ' 4jf '-'4- Erh 0 h t e,,r,H,A'Üfwa ndÄi

Mann l unzufrieden über den Thee) :.

Sag'., w!eierheemimmst.,:Z gewöhnlich?" Frau : Einen halben 'W) affeeldffcv. lirnl JflSSRänifeiiri-i Und'wenNi!wireineM 0rdu:;,;Mel)t:ögR m Ich war gczundv'Und wollte', noch i i f. Und durch die viele Medicin kam ich in ( -: ; -? ;. jfiie .- .- :i-;;;N . I: iWohmscijen;;Sie? raths.S Diana von , GeheimrathZ - Jttfcot3ttstSv.' baommctt'hat?,

ich mit meinem Pvllo umkehren und ihm zu Hause 5 erst einen reinen Stehkragen und'rineweißeKravatte'umbindeckft'W HpAitzH'ik''!' -it , Ü Mi ' Ill Wnjt n e hme Unt erh a t un g. Na. Kleiner? Man sieht Dich ja' gar nie !5WaS macht !i ;u Haus an den'! klangeN'HSonNtagnachmittagen?WDer mit seinen langen Ohren, und die Mutter 'und.ich1achen .dazu ! iMit ,i.p.!.i,i.z,' ,,!! ii p; n.l - ,?: "t" .i"''!!i"ii.' ' . " . . ! z iiiD er-Ä ub e r an g e str en g te Bor I a m e n't a r i e r. Abgeordneter : Herr , des Himmels! Ich joÄte heute eine Rede halten aber wo? Im Reichstage, im Abgeordnetenha?se, in der Fraktion, im Bezirksvcrein oder beim Fraktionsdiner? ' Bei der Rekrute nvisit a t i 0 n. Ofsicier : Haben Sie einen . Fehler anzugeben?" 'Rekrut: a, ich habe einen kurzen Athem." Ossiner: Das macht nichts, wenn er Ihnen nur nicht ausgeht l"

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