Indiana Tribüne, Volume 14, Number 189, Indianapolis, Marion County, 29 March 1891 — Page 2
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Gin Götze verschachert. Der Chinese ist Geschäftsmann vom Scheitel bis zur Sohle. Der Handeln und Schachergeist steckt im ganzen Volk, und NichtZ geniest Achtung, wenn eZ keinen Geldwerth repräzentirt. Diese AnfsaffunA durchvringt das ganzeVolks leben oüne Ausnahme, und spielt sogar eu e:n Gebie! ymuber, daß seiner a5Sicc Ludert sicü der cknnensÄe KandelZ i i M trieb" in einer sür Andersbcnkende belustenden Werze. Emmal xyt Chma das ifiijjigcwfianV-iii-torfAsiii die .Vriestcrkastedie Bonzen, ' die niedrigste Stellung unter allen Ständen einnimmt. Sie sind zu schmutzizen, unwissenden Vcttclpfasscn herabgesunken, denen kaum tnehr Anvertraut wird, als die Rcinhal-, tung und Aussicht der Tempel. , Amüsant ist auch die Art, WUr Chinese ! betet. Er glaubt natürlich wie manche andere Völker, daß die Länge Ul Gebetes über dessen Werth entscheidet. Andererseits ist ihm aber auch Zet cield, und Was Be!en direct . nicht einbriugtSlolWurde er Äs Jt " 4 :! liiH "A J' "'l V1"''' " gen Gebeten zu viel, Zeit verlieren. Ta kam ein kluger Kopf auf den löstlichen Einsall der Gebetmaschinen. Auf '.taten Rädchen, welches mittels mtt Kurbel in schnelle UÄdtehung versetzt wird, kaupelt sich ein, auf einen langen Vapierstreifen geschriebenes Gebet , ab, welches ftrva eine Stunde dauernwürde, wenn der Beter es hersagt. Statt des sen dreht der Andächtige nach Entrichtung einer kleinen Gebühr an den Tempelschay das Rad einige Sekunden um und die Arbeit Zst gethan. Getröstet und mit gutem Gewissen zieht der Sohn Sinll is'-rk?' v9f9 r P .,. 1 ' fl Götze d.r M,::?kök. ' Einen lebendigenMewei dierr cywe ßschen Berschmelzung von Schachergeist nd Äeligion erhielte die New Yorker vor einem Jahre durch, das erbauliche Schcusp!el,,der Ausstellung eines chinesi chcn C'ötzen ln dem bekannten Chme' entempcl der Mottstraße. Ein gewis. er Li FoaVa?MerMes,tztt-,nnn, WaschsMalt" btx Hoboken. , Kalte den W- etwa sechs Fuß hohen und mit großer f: Kunst Ms poraOjttt ftöcpÄI&ott .V us China importist irndi dessen Echtheit ' ben Zweiflern gegenüber durch ! glaube würbise' Urkunden nachzewiefen. Ss wf. langte der Por;ellangLtze, der in sei; '. ner Gestalt lebhast an hie!mMr Rok kokoz?it so beliebten Pagoden mit den t:k ewig nickenden Köpsm erinnert, im Tem i- del v?rles , Bürger rechts Doch durste f-; di e Andacht vor ihm mur gegen Ein strittögeld verrichtet werden. r... , j . 'il. fj'- Eiw Kassirer zog mit strenger Mtene W dvn jedem Beter '!." Cents für jedes ' -'xmsöche Gebet ein, und ein B.etrad, ans !velch?nz em berühmter Segen aus Nan l kärg abgehaspelt werden konnte erhöhte K,,, och den' Glanz und die Weibe des ING ötzen. Was dieser eigentlich vorstellen !jMsollte, ob die buddhistische Dreibeit deS .!..Fohr, oder irgend einen Nationalhel' -ij' r i: ' . ! i, '..' ,; . ", , '; L ;ii!j' "t!i fjsiMtt, darubeL zerbrechen M die Wen Pistill den'ttopf. Der ursprünglich , rein pantbeistische oder vielmehr 1 völlig theistische Brahmadienst ist in China H,I bald zu einem öden, poesielosen Fetisch' :' Hcnst entartet, in welchem es' von den ZMMcherNchstcn Abstrattionen wimmelt. ES vaxz daher Ntcht unmoßlB " wenn dies Bild beispielsweise etwÄ den Gott der Neinigung mit den Untergöttern der Seife und Zes Chlorkalks darstellt. In einen:' JahHak'derGohe''semM' Eigenthuuier das hübsche ' Sümmchen,, Von 4000 Dollars.,, eingebracht. ,, Das v':- il!-'; 'W ;:!!,!!? .IlltSI-liiw-lifil-:, .. rtii begetrrte rsnen anderen Zopztrager zu einem Kaufangebot von ÖOOQ Tollars, !Kl!si::!jJi strick) berguüz? den blanken Kaufpreis i kJf-mi, iii!P;il,'!!;i!i. . iii. Si:' -ji .!' iSi 13. - m34lt s ': i:'! il i !;i m ri. i....... " r:hfa;::S!l Ü . W . , M ;:5: Sah tt -L i tijj$ Sir Robert öarcla?. w7-che? das bruizche Geschwader I:lVdem!!tzZT - 1, Mi ; WL, ,:,,lf " ' Wl HJ. '" örie-Sce be;ehllg!e. 2u:ir durch ;. bic wahrend tt3 amp'eö erhaltenen Wunden surtbi? verstümmelt worden; er. hstte - tim reHteNMrm? unbielnlWeln? "IV; -.. ..":.!-.. . fj-...''.!'!!;:!'! liij'ttrlQren uurz vor icni;r iioraim von EWandlWtelerMZ Dame tctisSife zärtlich liebte. Da er v.iv.i ; 3ht: füklte, fca ;: et nur , loch sin wZr, fc sendete cr gleich nach" fc::cr Nücklehr in sein Vaterland einen, Freund zn seiner. Brau', welcher : sieAK seiner Wrrstü min e!üM benach , , richtigen u:l) i'r zugleich i:n amen !k!VVarcläyW UHtsagteuGstanden LZerpichiungen gec:: ih'i zu cutbinden. ' .Sage:; ö Sii:" c 10 r l!!!'., 1c c ; Mädchen, ban ich ;it ftreuöcrt die Eriniae werden will, wen er nur noch i ' ' '"1! ' ;? i": n:,; ,. ,' r,A!,iittt iiliii'i'i li". ,' ,il o ?:et 5!orper ubrm hat, um neme -ii h t " f-f0m&Mm 1 1 C Uil'iÖultt lU: .; i!,..;!ifr;. 'i, ipllfilii,' i 1 I Eiifä! !: j! ! !:, sl i !1 Mi ö mmMmct Sl ö r, J ;cij t c j; f o nt rn 1 1: f ':l b ö 3 tj i 1 1 l o e ; o f t i b t c j t) ä b 1 1 ii f t e a - 3 r a u cn fcjten Seil man bei einer schönen fciaii alle Philosophie rergikt.
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nd kürzlich hat der Götze feinen Herrn ,ewechst!t. - Menscheng'.inst ist waudelbar, dachte sein kluger Eigenthümer und
Dis NchiStsserse. In dem Herrenzimmer eines elegan ten Chambregarni saß der würdige
; Rittergutsbentzer Fnednch Joleph M. ant Schreibtisch. Er hatte soeben die neuesten Tepeschen des Abendblattes gelezen und nebenher aus dem Kurszettel einen flüchtigen Blick , geworfen. Nun, lehnte er sich nachdenklich in seinem Stuhl zurück und ließ den Rauch . der Cigarre in langsamen Ringen zur Decke steigen. Friedrich Joseph konnte im Allgemeineu mit seinem Schicksal zufrieden sein. Namentlich um diese Jahreszeit, wo er einem alten Herkommen gemäß zwei Monate in der Residenz verweilte, um, wie er sagte, die Fühlung mit der weit städtischen Cultur nicht zu verlieren, war er immer sehr glücklich. , Es gab hier in der Metropole hundert Dinge, die sein Auge entzückten, und tausend Nlemigkeiten,. die ihm, der sonst nur Landlust genoß, interessant erscheinen mußten. - ' r Ja. es hatte sich zwischen ibm und der 5!efibenz wl Laufe der Jahre eine gewifföINnhHastllche Hertrautheit herausgebildet' Friedrich Joseph empfing dankbar, was ihm die gastllche Jllesen stadt bot, und die paar Wmterwochen, hie er hier verlebte, nahm er keinen Anpaich, zu den schönsten seines Lebens zu rechnen. SeinerGattin gegenüber, der ehrenwerthen Frau Agnes Marie, wußte' er in früheren Zeiten allerlei plausible' Gründe geltend zu machen, weshalb feine regelmäßige Anwesenheit in Bertin nothwendig sei während der letzten Jahre indeß brauchte er seinen Scharfsinn nicht mehr anzustrengen. Sein Neffe Felix, der in Berlin die , Zinsen eines großen VeMpgens verzehrte, mit dessen Verwaltung der Onkel lant Te stamentsbeschluß des Erblassers vep traut war, gab nunmehr den besten Borwand ab. Nichts konnte natürlp cher fein, als daß Friedrich Joseph jetzt alle Jahre einige Monate nach dem Rechten schaute" und dem Jungen ein wenig auf die Finger sah." In der letzten Woche des Berliner Aufenthalts pflegte dann freilich auch Frau Agnes Marie herüberzudampfen, und wenn es überhaupt in diesem sonnigen Dasein Schatten gab, so war das der einzige. So licd nämlich Herr M. seine Frau hatte. hier in dieser Weltstadt, in die sem sündhaften Babylon störte sie ihn. Hier wäre er Hern von Anfang bis zum Schluß allein gewesen mit seinen füllen Neigungen und allein mit einer Geschmacksrichtung, welche Frau Agnes sicherlich niemals gebilligt hätte. Indeß Friedrich Joseph war Philosoph genug, um zu wissen, daß der Mensch geboren wird, um Coucessionen zu machen. Er stieß einen resignirten Seufzer aus, seit gestern befand sich die Gefährtin seine? Tage mit ihm unter demselben MietnsdaÄ. In diesem Augenblick ranscht auch schön em Gewand' über die Schwelle diesmal, die Wölfin" in, kor Fabel. Lieber Friedrich, sagt T)tiu Agnes gemüthvoll, eche wir speisen gehen, laß uns ein wenig plaudern!" Und sie setzt sich in seine Nähe auf den Tivan. 1 ; Herr M. lächelt. Ein Lächeln hilft über vieles hinweg, es ist das Einzige, was nach der Ansicht eines gricchifchen Weisen der Menscü vor dem Thiere voraus Hat. Wie denkst Tu denn dieses Jahr über die langst geplante Schweizerreise?" ' fragt die Dame zartlich. Aber sie hat offenbar einen sehr ungünstigen Moment zur Attake gewählt, das Lächeln führte sie irre. Bestes Kind", eutgegnct der Gatte und faltet die Stirn,' es gebt auch dieses Fahr nickte Die Geschichte wird mir, ehrlich gestanden, zu theuer. Du kennst die große Renovation", die ich auf' dem Gute hatte, Tu weißt, daß ich bei dem letzten Börsenkrach, verblümt ge sprochcn, auch gerade kein Geld verdient habe. Also warten wir bessere Zeiten ab !" Frau Agnes ' Marie schweigt auf diese Argumente kann sie nichts erwidern. I :-. :C:iJ' . Sie nimmt ein anderes Thema auf. Mit dem, Hwärz seidenen Kleid," sagte sie, jetzt, das ich beute Lormittag von R. u. M. bekam, scheint man mich über theuert zu haben, wie ich mir Nachtraglich berechnete. Zeig mir doch, bitte, noch einmal die Rechnung!" Herr M. greift rechts in ein Schubfach. Er' hat die Angewohnheit, alle Rechnungen, die bezahlt sind, in dieses Fach zu thun. Im klebrigen ist er wenig' mehr bei der Sache,-: die nachträglichen Toilettendehattenennt er zur Genüge, sie langweilen ihn. Aber als wohlerzogener Mann i st' er ' verpsl ich t et, Interesse zu ticuchcln. Hier, mein Kind, oas wird die Faktura lein!" Er hat aus einem be-" fchricbcr.cn Rechnungsformular die groß gedruckte Fkrma R. u. M. gelesen und reicht das Papier herüber. Frau Agnes Marie nimmt eS in Empfang. Aber mit einem Ruck schnellt sie von ihrem Platz in die Höhe." Was ist denn das?" rüst sie erblassend, Tesellschafskleid rother Sammt Spitze 50D Mark? Hast Tu vielleicht die große tönte, mir llerfür eine Erklärung zu geben?" , - Friedrich Joseph i jx wieder ganz bei der Sache. Er suhlt, daß er eine schreckliche Dummheit begangen hat und rückt verlegen an seiner goldenen Brille. Er wußte ja garnicht, daß dieses Teufelsding ebenfalls von R. u. M. stammte. Er hatte das Geld gegeben, ,nan hatte bezahlt und cr dann, seiner Gewohnhett entsprechend, die Quittung aufbewahrt. Ter Name deS Empfängers war , hier nur durch die, Formel markirt: "Ew. Wohlgeboren empnnaen-, wie gewöhnt lich bei derartigen Rotis, die im Geschast selbst sosort beglichen werden. Run?" Tic Gattin wird ungeduldig. WMIMcrH dessen Gedanken noch imme r nach einer annehmbaren Ausrede herumlaufen, thut zunächst weiter nichts als lächelt wieder. Ja, er lächelt, während ihm Acrgcr und Wuth die Kehle zuschnüren. Plötzlich erhebt er sich. Da ist ihm etwas Großartiges eingefallen. Ei, ei." sagt er mit spöttischer Stimme,
das, sieht ja aus wie Eifersucht l Ich hätte mein Weibchen wahrhaftig für klüger gehalten. Erstens würde ich doch ein so compromittirendes Blatt, wie die Rechnung hier, nicht in meinem Schubfach aufbewahren und dannmein liebes Kind, bin ich nicht mehr' jung genug, um sür ein Promenadencostüm 500 M. zu bezahlen!" Frau AgncS Marie zuckte erregt die Schullern. Vielleicht darf. ich dann wissen, wem dieses Papier gehört, wenn eS Dir nicht gehört?" -'Es gehört Felix!" Felix?" Ja wohl, dem, Felix, diesem leichtsinnigen Verschwender! Vor einigen Tagen war ich bei ihm, um wieder einmal nach em Rech-
ten zu sehen. Und :. was meinst Du wohl, das da auf einem eleganten Rauchtischchen Jag, frei Ä aller Welt - t ..". -i .'i'i t j gugangull) f z$a, oxt)c Quittung, cy machte ihm natürlich große Vorwürfe, denn ich war sehr böse.. Aber der Junge. Du kennst ihn ja, nahm die Geschichte von der leichten Seite und er klärte, mir, er sähe darin kein Unrecht. Da .nahm ich das Corpus , delicti mit, nm es Dir zu zeigen und Dir einen Begriff zn geben, welch' ein liederlicher Strick Dein geliebter Neffe ist. So nun bist Du hoffentlich zufrieden!" Frau Agnes Marie sagte nichts mehr.! Diese Erklärung war allerdings so plausibel als möglich., Sie hatte den Felix niemals für einen Ausbund von Tugend gehalten, und er selbst hatte oft lächend sich dieser oder jener Eroberung gerühmt.- Die Dame nickte ihrem Gatten zu und ging in ihr Zimmer hinüber, nm sür das Restaurant, wo man gemeinschaftlich zu soupiren pflegte, Toilette zu machen, Als sie sich allein befand, war ihr re.cht kläglich zu Muthe. Also aus der Schweizerreise wurde wie-' her nichts, Sie hatte kein Glück mir, diesem Wunsche. Andere Frauen hatten, es viel besser als sie. Da war . hei ben Männem immer,, irgend eine Achillesferseu entdecken, die dann zur Unterstützung der zrtiger Gesuche benutzt wurde. Aber' riedrich Joseph bot nirgends eine de.ekte Stelle zum Angriff. Er war klug und tü'chtig und jedem Gegner gewacht sen, ' deshalb liebte sie ihn auch über lles, aber eine kleine menschliche Schwache, die nur ihr bekannt gewesen, hatte sie ihm gar zu gern verziehen. Vierundzwanzig Stunden später machte Herr M. einen Besuch. Er klopfte an die Thür seines Neffen und trat ein.' .Lieber Junge," begann er, ich muß heute Deine Gefälligkeit in Anspruch nehmen!" Feli.r strich sein blondes, elegantes Värtchen und schaute den Onkel erwartungsvoll an. , Mir ist da nämlich . durch einen bm durch kinen ganz verteufelten Zufall die quit tirte ! Rechnung über ein Damenkostüm in mein Schubfach gerathen, Frau Ages Marie bat sie entdeckt und mir blieb :n der Nothwehr nichts anderes übrig, lls zu sagen, daß diese Rechnung Dir gehört!" , . , Tonnerwelter!" rief Felix und lachte, das nenne ich ' einen Onkel, ich fühle mich durch Dein Vertrauen außerordentlich geehrt. Also die Rechnung zehort mir. Bitte, weiter!" Wenn Du uns nun nächstens besuchst und wir beim, Nachmittags - Kaffee sitzen, dann hast Du, weiter nichts nöthig, als ,in Gegenwart meiner IZraik zu , sagen: .Onkel, gib mir die Rechnung wieder!" Auf dies': Weise bin ich freigesprochen, salls ! noch irgend ein Zweifel in der Seele Deiner Tante übrig geblieben sein sollte! Bah," sagte der Neffe, .ich bin vrientirt. Das soll bestens desorgtlwerden. Du kannst Dich fest auf mich verlassen. Aber nun komm und laß uns ein Glaß Sekt trinkenich muß Dir ein paar funkelnagelneue Anekdoten erzählen !" Und ' so schritten sie , bald Arm in Arm derWeinstul zu, wo über interessante, klein: Mittheilungen aus der Sport- und Theaterwelt die fatale Rechnung sehr bald vergessen war. l! .' . . . .' , ' .. . ' , ,., Zwei Tage spater ist Neffe , Felix bei seiner theuren Tante zum Kaffee., Man sitzt behaglich plaudernd um den Tisch die Herren rauchen und Frau Agnes Marie macht die liebenswürdigste SirthiiU Plötzlich sagt Felix sehr unvermittelt: Du, Onkel, sei doch so gut und gieb mir die Rechnung, die Du neulich von mir mitgenomweil hast!" herrM. will hastig aufstehen, ! aber die Dame des Hauses, welche in 1 den Gesichtern) ihrer Herren etwa ! zu , lesen glaubt, das wie ein , EinVerständniß aussieht, und die von einer Ahnung durchzuckt wird, bittet ihren Gemahl, Platz zu behalten.' Störe doch jetzt nicht die Gemüthlichkeit, Du kannst ihm die Rechnung ja nachher geben!" Und man plaudert weiter. Agnes Marie namentlich ist unterhaltender denn je. So verfließt ein halbes Stündchen. , Da erhebt sich die Hausfrau, verlaßt das Zimmer und lehrt bald darauf zurück In der Hand hält sie ein weißes Blatt. Hier,- lieber Felix,? . sagte sie zu ihrem Neffen, ist Deine Rechnung. Ich habe sie gelesen und sinde solche Ausgaben unverantwortlich!" Herr M. begreift nicht wo seine Frau in der Eile das Papier herbekommen hat, aber es sollte ihm bald klar werden. , Die Rechnung gehört Dir doch, Felix?",, fragt die Tante.' Der leichtfinnige junge Herr, dem der Onkel leider nicht gesagt hat, daß es sich um ein hochelegantes Gesell-schafts-Kostüm von rothem Sammet handelt, 1 blickt flüchtig auf die Faktura. Natürlich," ruft lebhaft, es ist die meinige. Ich bedaure, geliebtes Tantchen, daß ich Dir vielleicht einen kleinen Aerger bereitet habe, aber die betreffende Dame, eine junge Schauspielerin, im ... : ..Theater, bat mich so dringend va, und ich bin doch kein Barbar! Ich sage Euch, das schwarze Seidenkleid steht ihr entzückend! Ein schwarzes Seidenkleid?" will Herr M. rufen, aber er besinnt sich und nimmt das Blatt auf, das der phantasiereiche Neffe einstweilen auf den Tisch gelegt hat. Da fühlt Friedrich Joseph seine Stirn feucht werden, die Rechnung, die er in Händen hielt, gehört seineyFrau.
Der arglose Neffe hat durch, seinen Ue bereifer die Schuld des Onkels enthüllt. MS ein Stündchen später die beiden Vatten endlich allein " sind, sprechen sie zunächst kein Wort. Endlich sagt Frau Agnes Marie: Wann machen wir ltso die Schweizer Reise?" Diesen Sommer," beeilt sich Friedrich Joseph ;u erwidern, und rückt seine goldene Brille, Lächeln konnte er dabei nicht, der arme Mann mit der entblößten Achillesferse, denn das Lächeln war ihm vergangen. . ',' ,,. . , - , . ,.; . y,,. I" :I ' K,z 'ivi'i- l!Ü' . , ;;!!!'--''" ' :! "l! -! - -I. n - -l -.' ' tVt'i ni ii- ' ' ''j1 'I "--11 1 ! Eitt moderner Freler. !!.,,,, ;. :...- i:'i,.. .!. , 1 :!!-:, -V !, !, t si?
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i Also meine älteste Tochter kriegt eine Villa, 'meine jüngere , eitt Haus,, in Her Stadt.". Was brauch ich' e Villa, ich' kemm lieberdasLaus in der Stadt." 's Studiosus ( zu seinem . Schneider) : Herr, wenn Sie Einen so oft mahnen, da möcht' Einem wirklich alle Lust zum Schuldenmachen vergehen !" , , Leise Nndeutung. .... Aber ich bitt' Sie, Herr Pro. fester, v' Mark für eine Nachhilfstunde vei Ihnen sind' ich doch recht hoch!" .Ja, billigere Stunden gibt es schon aber wenn sie Ihr Bub' wo anders immt, sürcht'ich immer, er fällt bei mir Furcht", : . ; . ;,; :
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Die Ente als Hutschmuck. , Eine hundert Jahre ilte Pariser Sveisekarte ,im Besitze, des Berliner Kunst-Antiquariats von Mai ;eigt, wie üppig, man 1791 in Paris trotz, aller Reoolutionsftürme lebte. Einem, deutscheu Diplomaten , imponirte damals die Reichhaltigkeit dieser Speisekarte derart, daß er sie aus seinem Gasthause zum Andenken mit in die Heimath Kahm und unter Glas und 'Rahmen fassen ließ. Diese Karte enthält mehrere Hundert Nummern und beginnt mit der, stattlichen Zahl von vierzehn Suppen , Unter diesen befindet sich eine Gesundheitssuppe" ; es fehlt auch nicht die Julienne", sowie Brot-, Kohl- und ttärtoffelsuppe. Des weiteren , finden wir die verschiedenst? Berichte,' Sauerkohl eben v?t, vAtXtiyj( in Eham-pd'.-.i: c!tliit' Küchenmeister au. iu eif-str X".'. Bechamel, dessen 'rt5j,cl'Zubereitung noch Heute beliebt ist, paradirt auf der Karte mehrsach mit Gerichten, z. B.,mit Pasteten a la Bechamel" Fremd sind uns die damaligen Käsenamen mit Ausnahme des Zioucfort. Unter den Likören wußte man schon 1791 das Danziger Goldwasser in Varis zu schätzen. Angenehm bescheiden waren damals , die Wcinpreife. Hochfeiner Ehablis z. B. ist mit zwei Franken ausgezeichnet. , Kanzelhöflichkeit. König Jakob I. von England verließ einst feinen I gewöhnen Spaziergang, um einen , berühmten Prediger zu hören. Als dieser den König eintreten sah, ließ er seinen Text falleu und begann gegen das lasterhafte ! Fluchen loszuziehen. Der König, , der !, wegen seines steten Fluchens bekannt war, fragte nach deendigter Predigt den Geistlichen, wes halb er nicht bei seinem ursprünglichen Texte, geblieben sei. Der Prediger antwortete: Da Ew. Majestät Ihren Weg der Predigt wegen verlassen haben, so konnte ich nicht weniger thun, als den einigen verlassen, um Ew. Majestät entgegenzukommen." Ein idealer Chef. Prinzipal: Meier, warum machen Sie so kleine Buchstaben? Haben Sie denn gar keinen inn für etvaZ Höheres? 4iLlZ ,1;
Faschingstteve.
Nescllekkedon C. chottler. Fasching, tclle, herrliche Zeit käm', ach, nur nicht so oft das Aschermittwochweh hinterdrein! So, wie die Rcsi, arbeitete doch keines von den vierzig Mädchen, die in dem Atelier für Damcnconfection" die Nadel führten. Die Fleißigste war sie und dabei kreuzbrav. Wenn die Colleginnen sie nur die Madonna" nannten. so wußten sie warum, aber leiden mochten . sie, die Resi ' darum doch Alle, war sie doch so -herzensgut und allezeit i 's rf . wr : ,, k $m . ,. ;i -, ,., '"' V&---t lustig und zuznedcn. Und hübsch war sie auch, das bemerkten die Herren gar wohl, die wie gebannt stehen, blieben, zuweilen , auch mit eiligen Schritten sie eine Strecke weit verfolgten. -wenn sie des Abends in flinkem Lauf ihrer Wohnuug zueilte. Woran die Rest wohl so 'oft gedacht, wenn die müden Hände einmal in den Schooß gesunken waren, und die großen braunen Augen nach dem Stück blauen Himmel über dem Hofe schauten? Tann flogen die Gedanken über das große München, über die Ebene und den Fluß, und ließen sich dort, wo die Berge aufsteigen, ans einer grünen Wiese eilig nieder. Auf der,, Wiese , im ,,i Sonnenschein sprang jubelnd ein Kind, ein herziges Mädel, das fast auf die blonden Flechten trat, die ihm über den Rücken hingen. Mit Augen blau wie Vergißmeinnicht schaute es in div Welt, und den Mund, den kleinen rothen Mrntd, den mußte man küssen. Ganz genau wie eins der Englein, die in rosigen Wolken auf dem Altarbild daheim um die heilige Jungfrau flattern, sah es aus das Annerl! Wie lieb sie es hatte die Rest, als,,wäreMHhr?eigen Kind. Und das war es ja beinah auch. Wie sie gerade zwölf Jahre alt war, war die kleine Schwester geboren worden, und noch am gleichen Tage hatte die Mutter die Augen geschlossen. Da hat sie es auf die jungen Anne nehmen müssen und, selbst noch ein Kind, hat sie an dem Annerl alle Mutterfreude und alles Mutterleid kennen lernen. Das Kind", das war bald ihre Welt, ihr Leben, und wie der Vater sich auch auf's Sterbebett legte, da konnte er getrost sagen: Rest, Du hütst mir das Annerl !" " ' : Wie ihren Augapfel hat sie das liebe, herzige Geschöpf gehütet, bis die bittete Trennungsstunde kam. Daß sie komwen ulüsse, das sah das Mädchen mit dem klugen Kopf und den klaren Augen wohl, ein. Was für ein Glück konnte x)x da draußen auf dem Dorfe blühen? ie Burschen sind auch nicht anders, als die ' Etadtherren. Zum Lieben uud Sitzenlassen ist so eine blutarme Tirn gut genug,, aber mit dem Heirathen hat es gute Theile bis in die Ewigkeit. Da hatte sie es wie eine Fügung des Himmels , angesehen daß die Ä!ünchener Familie in die Sommerfrische qekommen war und die Frau Professor' sie in ihr Herz geschlossen und mit in die Stadt genommen hatte. Wie die freundliche Dame plötzlich starb, da hatte sie genug gelernt, um in ein Putzgeschäst einzutreten, wo sie in verhältnißmüßig kurzer Zeit zur ersten Arbeiterin vorrückte. . Mühselig war ihr Dasein. aber was that's ! I?nmer wieder veränderte sich die Zahl vor den Nullen in ihrem Sparkassendüchelein und fa' oft sie e5 hervorholte, jubelte eS fn ihrem Herzen: Das Kind soll es gut haben, das soll sich nicht so plagen!". , . Freilich alt wnrdc sie auch bei der Arbeit, sle ging schon in's siebenuudzwanzigste! 1 Immerhin! ein , junger Wittwen ein kleiner Beamter ' vielleicht findet sich schon noch, wenn das Annerl versorgt ist! ' Ganz ebne Liebe wollte sie i ja , auch nicht , durch' Leben gehen, wenn sie auch die leichtsinnigen lustigen Geschöpfe, die Madonna ,! nannten. , Sie,! hatte .auch warmes Blut uud ein Herz, das hämmertel , Da war ihr der' Maler, der Ferdinand mit dem schwärzen Schnurrbarr undden Brandaugen in den Weg getreten, Einmal, zweimal, und immer wieder. Sie hatte ihn ss , grob abgefertigt, wie noch Keinen zünd war davon gelanfe::, als sei die Sünde hinter ihr her., Fürcht tete sie sich etwa vor sich selbst? Warum zuckte sie zusammen, wenn sie ihn in der Ferne sah, warum schnürte' ibr etwas die Kehle zn,' wenn der ' Atelierklatsch .seinettaw Das ist " ein Gefährlicher!" lautete das Urtbeil der Erfahrenen.' Es mußte wohl so sein! ' Resr Hütte eine schlimme Zeit durchzumachen, sir,: wußte , nicht, warum, sie war krank, sie wußte nicht woraV , Damals überkam sie eine Sehnsi:cht nach ,, dem, Kind", , die nicht mehr zu stillen war.' ,! Und als sie es gar nicht mehr ertragen konnte, da fetzte sie sich in den' iZug ,', und holte, ihn herein, , ihren blonden Schatz. ,,! Jetzt hatte sie, wonach sie verlangte, ein Wesen! zum Herzen und Küssen. Und es 1 wurde ihr wieder ein wenig leichter ums Herz. , 1 1 - Ein bischen erschrocken war sie schon, als sie das Annerl wiedersah. In die Hohe war es geschossen und sah fast über sie hinaus, aber zart war es noch immer und so holdselig wie das Englein auf dem Altarbild. Weit draußen vor München bei einer alten Frau, die halb taub und blind war und dringend einer Unterstützung bedürfte, hatte' sie das Annerl untergebracht. Mit keinem 1 Schritt sollte es hereinkommen in die schlimme Stadt, da draußen sollte er wohl gehütet und aebcrgen sein, der goldige Schatz". Scnntazs fnhr Rest hinaus, und es war dann der schönste Wochenlohn, wenn sie den Kopf, den jetzt die schweren goldenen Flechten wie eine Krone umgaben, so recht innig an's Her; drücken könnte. Was noch von Finsterem in ihr nistete, das flüchtete bei dem herzhaften Lachen der Kleinen. Als sie einmal mit dem letzten Pferdebahnwagen von draußen hereinfuhr, da ereignete sich, was sich nicht hätte creig-
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en sollen. TB Malet Hkg ein. Sie wollte aufspringen und' hinausstürzen, aber sie fand nicht die Kraft. Er war so höflich,- so sein.liebenswürdig. daß sie ihm schon antworten mußte auf seine schönen Reden. In feiner tiefen, weichen Stimme mußte das liegen, was sie berauschte, was ihr die Kraft aus dem Körper sog. Wie er das sagte: Gute Nacht, Fräulein R$ und auf Wieversehen!" Nicht auf' Wiedersehen, nicht auf Wiedersehen!" betete sie wohl hundert Mal in .der solgenden Nacht. Und doch: aus Wiedersehen! An der Straßenecke hatte.er sie erwartet. Mit seiner bestrickenden weichen Stimme redete, er auf sie ein. , Sie solle doch mit ihm die Redoute besuchen. Sie habe nie einen Ball besucht und werde es nie thun. Ein Mal,, ein Mal sei ja kein Mal! er wolle ihr morgen ein Kostüm schicken, sie könne es sich ja immer noch überlegen. Ter armen Rezi wirbelte es im Kopfe. , . . , Wirklich fand sie am nächsten Tage einen Korb in ihrer Wohnung vor und darineine Spanierin", gelberAtläs mit Schwarz : Schuhe, Stiefel, Schleier und Fächer,, Alles war dabei. Wie sie in das Kostüm kam. sie wußte es nicht. Plötzllch sah sie die fremdartige Erscheinung und schlug 'die Hände , vor's Gesicht. Aber sie schaute doch wieder hin und wunderte sich, wie schon sie . sei. Krampshaft riß sie an den Haken, das Gewand loszubekommen, f daS ihr auf dem Leibe brannte. Zu spät da rollte schon ein Wagen. Ein Riesensaal mit Hunderten von Lichtern, Hunderten von lachenden, johsenden Menschen, ein Trompeten und Rasseln und . Dröhnen es war ein wilder Traum. Mitten durch das bunte Gewühl flog Rest, eine Rest, die sich nicht kannte, die meinte, aufjubeln zu müssen mit den Geigen dort oben, springen zu müssen mit den Harlekins, die eben erst geboren war, die zum ersten Male fühlte, wie das Blut durch die Adern lief. Dunst verhüllte die Gasflammen, als sie in einer rothausgeschlagenen Nische Platz nahmen und der Champagner im Glas vor ihnen perlte. Gierig stürzte Resi den kalten - prickelnden Gold fast hinab, den brennenden Wurst zu stillen. Es sauste und brauste durch die Luft, wie Orgelton kam es daher. Da war ihr Kopf an seine Brust gefunken. Und wie seine heilen Lippen die ihren berührten, da hatte sie die Augen fest geschlössen. Mochte die Welt in Trümmer gehen! Jetzt lebte die Resi. Sie begriff gar nicht, wie sie es bis jetzt vermocht ohne ihn, den Schönsten, .den Besten, den Liebsten! Sie, das kluge , sorgliche Mädchm, fragte nicht 'mehr, was werden sollte. Wenn es nur morgen ist,, wenn er sie nur lieb behalt, wenn sie nur hineinschauen kann in die schwarzen Augen ind an seinem Halse hängen darf. Einmal stand sie mit ihm an der Jsar. Unter ihnen schoß der reißende Fluß dahin. ' Ta war ihr; als wanke das Geländer, an welches sie sich lehnten, und sänken sie hinab in den Fluß. Wie in süßer Trunkenheit . schloß sie die Augen. So mit ihm versinken, o, wie Väre das himmlisch! ' ' Oefter als früher fuhr fr hinaus I dem Annerl und inniger noch drückte sie' die blonde Schwester an's Herz, als habe,, sie ihr ein Unrecht abzubitten. O, die, sollte , auch glücklich werden,, aber anders, ganz anders als sie! : . . Ferdinand hatte viel Talent; aber er konnte nicht aufkommen". Mit herber Bitterkeit äußerte er sich oft über sein künstlerisches Mißgeschick. ?)a war einmal, Gelegenheit ; geboten, sich einen Namen zu machen. Eine Preiskonku?renz war bezüglich des St. Agnes -Altares in der neuen Kirche zu H. ausge schrieben. Die jugendliche Heilige, das Lamm haltend. inmitten der sie umspielenden Flammen, die ihr nichts anzuhaben vermögen sollte den. VorWurf bilden. , Mit wahrem Feuereifer ging der junge Maler an die Arbeit. Aber bald machte seine freudige Znversicht einer tiefen Verstimmung .Platz. " "' Jm Kopfe habe ich es.7 rief er oft. aber ein Modell vermag ich nicht zn finden. , , All', die faden Frahen taugen nichts, da läßt sich die kindliche Unschuld nicht hrneintra gen." ' - :", Mit jedem Tage wurde seine- Sannt schlimmer. Einmal , zerschnitt er all' seine Versuche, mit dem Messer. ' , Ich tverde verrückt, wenn ich's nicht finde!" schrie er wild und ließ seinen Kopf auf den Tisch sinken. Da brach das Eis. da mußte Rest es sagen, so hart, und lange 1 sie' gekämpst. Was war auch Schlimmes daran, wenn das Kind zu Gottes und der Heiligen Ebre gemalt wurde? Konnte sie ihn so leiden sehen, den theuren Mann? , j1 Ich schaff' Dir das Modell, Ferdinand ich hab' Dir ein Geheimniß mit zutheilen ; ich muß es. weil ich Dich so unendlich lieb babe ,, Du wirst Keinem den Schatz verrathen, fcen ich Dir zeigen .wifl!! Und nun erzählte sie ihm , von dem Annerl. Das tvar ein Jubel, als der Maler draußen die Skizzen fertigte, und das war ein Jubel, als er mit dem süßen Heiligenbilds auch wirklich den Preis errang. Dir gehört er zur Hälfte, Du gute, liebe Resi!" rief er einmal über das andere und wollte sie fast erdrücken ! vor Liebe und Dankbarkeit. , ; Das war der glühende Nachmittag der Liebe, dann kam der Abend; die arme Nest wußte nicht, warum noch wie. Erst war er zum Stelldichein zu spät, dann einige Male gar nicht gekommen. Und kan, er, so war er so auffallend gesprächig und lustig, wie frühe? nie. Im Englischen Garten war es. Mehr als eine Stunde hatte sie vergeblich gewartet, endlich traf er ein und begann sofort von tausenderlei qleichgiltigen Dingen zu reden. 6ie hörte nichts, sie sah ihm nur stur in'S Geficht.
SA2
chllnö einen KH ßeksÄme ich Wtt ich?" Ach so ! Er hatte das Küssen vergeffeuZ Te wurde es ihr mit einem Mal sonnenklar. Vedend trat sie zurück, und weiß wie eine Leiche stand sie vor ihm. Du hast mich nicht mehr lieb? Tu magst eine andere. ' EaLM dch, "Zagt es!" , Ach tvas, Unsinn! ? Er hatte sonst, wenn er eines Verhältnisses, müde war. sehr wenig Umstände gemacht. Aus ist es, mein Kind!" hatte sonst die knappe, entscheidende Phrase aelaut. Aber vor der Resi batte er gar viel Re-' fu..i ..Si. (uirr jrjL.. rtlCLl mitf CHIC gtiUljfC VSUJl'il. VJIX sie jetzt so heftig in ihn drang, da wurde er doch böse und rief: Und wenn es so wäre?" . Es ist so, es ist so und in wildn Verzweiflung stürzt Rest davon. Wit wahnsinnig läuft sie und Hält nicht an Sis sie an der reißenden Jfar, an jenei Stelle steht, wo sie einst mit ihm zu versinken glaubte. " Hinab, hinab!"' Da aber scheint ihr das Ksnd aus ben We!!?u,zuKei. gen, sie besinnt sich und tsdtmüde schleicht sie nach Haus. .Es war aus", und die i Resi war nicht das Mädcken, das Versuche machte, das zerrissene Band wieder zu knüpfen. Die Welt war ihr öde, das Leben eint Last geworden Sie hätte es .kein. Stunde getragen, wäre das Kind" nicht gewesen, ,unh ,W Erinnerung. Je, den Tag, jede Stunde durchlebte sieÄoch, einmal, jedes Wort wurde wieder sprechen, jeder Kuß wieder geküßt. Was um sie vorging, sah sie wie Kr? Tmuni. Ein Erwachen waren nur di - Stunden draußen". Das Aunerl war so selbständig geworden, so lustig, so zufrieden. Jetzt war sie es, die dir Schwester ünsich"Mg und küßte nnl ' herzte. " " " " 4 ' Wieder war der Fasching da. Kaunr ein Jahr und, was hatte Rest besessen $ und verloren, erlebt und krlitteü l WaZ ' war ihr der Fasching mit seiner tollev Onff! "r ... . ' i i;, ; ,i , ,; Eines Abends war sie ihrer Stuben' Nachbarin Paula behistich gewesen, ih, Kostüm für' die Reboute anzulegen. B Als die Zigeunerin" davsngesäust, blieb sie noch im Zimmer, um dieses wieder in Ordnung zu bringen. Ein, i Menge Dinge, darunter auch ein altei fleckiger brauner Domino, lagen zer. streut auf dem Boden , ü'cher. Su nahm ihn auf, aber vermochte nicht wieder ihn toegzulegen. ,,, Es war, als hätt, , ,,. mit der Berührung die Sehnsucht z i sehen, zu wissen sie unwiderstehlich er, faßt. Er war dort sie wühl? es. Wenn sie ihn sehen würde; ih und di. Andere, dann würde der. Haß. sich wohl endlich einstellen, könnte sie id? heraus' reißen aus dem Herzen und frei werde von der Qüal. Mitten im Z'mme, stand sie, die Makke in der Hand, vo? dem Gedanken wie von gierige Kralle: . fester und fester erfaßt. In derselben Nische sß tvv:)u damals, und ' durch ' di Larven , spähtet die Augen aus na,! ihm. , Unadläfsiz wogte die br.'ö Menge vorbei. Tau" sende von, gestalten wirbelten vorüber, ihn erblickte sie nicht. Ta bemächtigt, sich ihrer auf,,, einmal eine unsagbar, ,. O.... :n v-' r:. fii. ...r1' .,' Uicujc; ii ii iuuit va. ic ii'uuic uuf springen von ihrem Sitze, aber sosorZ sank sie wieder zurück.,, ! Tort stvz ei vorüber, in seinen Armen eint schlank Spanierin. O, sie kannte das Costüm. ! gelber Atlas mit Schwarz. Wie si, sich an ihn' schmiegte, wie er zu ih? nie, derschaute. Die Beiden, versksden sich, dies Weib siebte thn wie sie ihn geliebtZ Jetzt hatte sie gesehen und doch bliki sie wie gebannt sitzen. Stunden verran nen, sie bemerkte es nicht. Tä endkick, ' tarn tt ! wieder mit seiner schlanke Gefährtin, gerade auf die Nische zu. Sie nahmen Platz,, der Ehampagnet wurde gebracht. ;.Aber nimm dich die Larve ab. Schatz." y"-r::-- 1 . ' Meinst Tu?' ': ; , ::;: lind die Larve siel, l f " j " " lLesus .MaW!.MUIiÄk' schri, das Weib aus. Man hätte eZ weithir hören müssen; , hätten die , TrolNften ;i nicht so furchtbar geschmettert. Hrrt, wieder und wieder schrie es die Nesi. wie sie durch die verschneiten Straßers rannte: ater im Himmel, : und 1 ich bau sie verkauft; verkauft ira die falsch, Lieb', das Annerl, das Kind 11 ' ' Die Jsar rauschte. daH, Wasser schoZ dahin, sie kannte die stelle wohl. " Am Geb lisch war ein Fehen von den' braunen' Domino hängengeblieben. m f : Ll G u te Antwort. H er z 0 i. Bern'hard von Weimar, nachdem er sict 1034 vom Bundniß mit den Schwede W loSgefagt),,schlozz ne AUlsnzmit Franb reicht' Kardinal , Richelieu strebte darS nach,, den Herzog zum Vasallen Frank.' reichs zu erniedrigen, indem er ihm den S Feldzugsplan vorzeichnkte. Ja. es grng so tseit. daß auch der Pater Joseph dr Tremblei, dsr Liebling des Kard lnalS. .hiAeinredete, wenn Richelien mit Bern hard eine .riegsoperation besrra So auch, als sich um die Lela.gerng Äer Festung Breisach bandelte. Patei Joseph wagte es. dem 'Herzog it den? Finger aus dem Festungsplan die Siel, len zu weisen, wo er Vresch? schieZzen m fff"! ,,!"hnil (mff'fi:und Angriffe unternehmen sollte. Te, Herzog, der eine Zeit mit gerunzeleki Stirn zugehört, brach endlich loZ: DaS ist Alles recht gut, wenn man nuFestungen mit der Fingerspitze nehmen könnte!" Er kehrte den beiden Prie stern den Rücken, verließ das Zimmer ging zur Armee ab und nahm Breisach. das bis dahin für uneinnehmbar grgot ten, mit Sturm. (Sedankenfp li t ter. AuZ . den Steinen, mit welchen die Mitwell auf große Männer wirft, baut nichtselten die Nachwelt Denkmäler ihrer . Größe! ' lln t e r D t'ch t c r tt. Nun, wie geht's Freund? Ich sterbe lang' sam, gestern hat man wieder ein Stück von mir begraben.
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fsB'm t$k ,ii l!! S f. ,3 I u ;gi;if !! .fil .'3; '.ii! Ml ! ::": 'I ! :1: C .: :;ii,i :: ! "i ;; lüg!!:' i 't jW'f tf1'-!! ,l . ;! ..:;S' i,,..k ' ' Mi "yYM !:: M ' ! Ihr w ,. V IK ", ! m i -M t. " -l 1,'!! -i ,jfi S 1 T ?:t( 1 : xa p "i "" i.;i.iV ii K 1- . w ii im, irm AK i .'' Vf lr!'"' 4: lt-:- V H ; : I . .... ! H .rii4 tl l r4 f it'i'' - '! '. ::,;E5.: & '.'Mi I" ' iii'i! I; j: ', 'i's ,," 'iS'i!l:l!: i' p. ''-'"i J I, iü'1: "i: yty-f. arimi M Ä r ; !i!:i!.;f r:: i!::!i,:;". ; rm iXi " v; :,"!!( -'s :"';f I - - ,!, - ,,!., j- , 1.1, .'j .1 Mi -, l "fi! I 0:, limm :ti f 'i. i - mt j. ., !. .ak-illy'': !;.,;' '1' ,i:e.,; 'ch " ! 1 h .'., ,jf :. ::lll:' m fVß" mm M ftr '','l,!Z!?.l ;1fs,tel(''.'::':i'f vm.A M IHil1 .i !:: , : ü1 !! : Jf. '' iMiMi'ti : r lii: " i .M-i; Siflllr t .: llf'JilS'.J: W:U'T .i i iv'i-r Ivj'it f.'. t Xi't':- . ,ü rm u 1 i im 1 1 r: I!? llif'feHi'i"ji -m 'in - in In,. ins .. 6 ;u'. : alt V!ä,!: f 1 'I i,1!' i ;6!..:".'y :;...,, 'I P,i,..k ll;ii?T, iSff: i. Ht ... f. : Jf ! ::.- s :m f s, f: : I 'tei is!:' , :' Ü Iff'C. 'Ms ,!'r 'V 1 w V?-ß's 'Wri. ." Ii 1 4: ) . j'ijV m f Ii! m
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