Indiana Tribüne, Volume 14, Number 175, Indianapolis, Marion County, 15 March 1891 — Page 7

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rrsac Rtchte, Pst,, cx Teutsch' Amerikaner.' ' - ' ! In Clevcland, O., hat der deutscht Oberlehrer & Woldmann kürzlich fob qenfcfit Vvrtraz gehalten. , M ES ist über die Rechte und Pflichten der Einwanderer in diesem Lande schon so viel geschrieben und gesagt worden, daß mir wohl wenig Neues übrig bleibt tvaS ich Jhne:, heute sagen könnte, doch schadet eZ zuweilen nicht, wenn wir eint uns schon bekannte Thatsache: wieder xmind Kören, oder sie von einem neuen Gcsich!Zpuu!te betrachten. Wenn ich Ihnen deshalb heute nicht viel Neues sage, so bedenken Sie freundlichst,-daß das Wahre nicht immer neu, und das Tuiit nicht immer wahr sein muß. ; Wenn wir 'uns zuerst über den Be griff .Einwanderer" klar werden, t 'gehö die landläusige Erklärung wohl dahin: Ein Einwanderer in diesen. Lauds ist eins Person, die außerhatt 'des Gebietes der Ver. Staaten geboren worden ist und später hier in denselben ihren festen Sohnsitz aufgeschlagen hat 'Dem Einwanderer steht der eingeboren, Amerikaner' gegenüber, d. h. der, d esset Geburtsort innerhalü der Ver. Staat Iieat. t Wie Ihnen ja allen bekannt ist, be, steht die gegenwärtige Bevölkerung im seres Landeö fast ausschließlich aus Leit ten, die entweder selber hier, eingewan Ziert sind, oder deren Vorfahren jrei willig oder ge;wnngenin dies Land ge kommen sind, die wirklich ursprünglichch Amerzkner, unsere Indianer, kommer hier bei dieser Frage gar' nicht in B -tracht. Die Entwickelung des Lande zu verfolgen, kann hellte Nicht meine Ab ficht sein, ich wollte nur erwähnen, daß unscr'großcs, schönes und freies Lanl seine Entwicklung der Einwanderung verdankt und nicht den Urbewohnern des Landes. Den maßgebenden Einfluß bei der ersten Besiedlung des Landes gaben die Engländer, und ifi es daher auch ganz natürlich, daß die englische Sprache in den von England aus gegründeten Eolouieu die Law desfprachs wurde, die englisch? Eolonien überwältigten im Laufe der Zeit die französischen, hollandischen, und schwedischen Ansiedelungen, und eng' lische Sprache und Gebräuche wurden auch in diesen Eolonien maßgebend. Als die Viälzer, die ihres Glaubens wegen von Haus und Hof vertrieben warkn,chie? els Einwanderer anlangten, bot ihnen Pennsylvanien ' gastfrei ein neue Hcimath, und die pennsylvanischen Deutschen haben diesen ihnen gewahrtes Schutz damit vergolten, daß sie Pennsrzlvanien, oder doch den Theil, in ivel! chern sie sich niederließen, aus eine: Wildniß .;n einem Garten umschufenl Die deutschen Einwanderer in Pennsylj vanicn wurden gute Amerikaner, aber n bewahrten unter sich ein slleinod, tce.i6c sie von ihren Vätern ererbt hat' teil, ihre deutsche Muttersprache. "T, Im Lauft der Zeit cutwickelte sich Amerika mit Staunen erregender GcschwiudiMt, , die Eolonien warfen das Joch eines despotischen Mutterlandes bund erklärten sich für freie Meirichen; sie'proklamirten die damals unerhörte, Lehre der allgemeinen Menschenrechtc und persönlichen Gleichheit, und luden die Unterdrückten aller. Länder ein, hier in Amerika eine Freistatt zu suchen und das Land der Cultur erschließe zu hei se::., Der Ruf fand lauten Wiederhall in Europa, dort, wo die Unterthanen unter.dem Joche von Despoten seufzten. dort, po kleinliche Vorurtheile die freie Entwicklung allerüräfle hemmten, dort, U?o das Land seine Kinder nicht mehr ernähren konnte, . brachte, diese , Einladüng eine Gährunz hervor, die sich zu einer Völkerwanderung gestaltete, "gegen den die große, Völkerwanderunz in dem , vierten '. und fünften Jahrhundertc unserer Zeitrechnung zurücktrcten mußte. Bedenken Sie, daß die Einwohnerzahl der Union am Ende der amerikanischen Revolution kaum vier Millionen Seelen erreichte,, und daß seit dem Jahre 1783 die Zahl bis aus ein Und sechzig Millionen angewachsen ist. Was wäre diese Zahl ohn? die Einwanderung seit jener Zeit im güw stigsten Falle. Noch keine 10 Millionen. Ein unö , fünfzig Millionen verdankt also Amerika ver späteren Ein wanberung. Und zu dieser, Völkerem' Wanderung haben die deutschen Stamme, sowohl was Zahl als Qualität betrifft. ;h? beste- Theil beigetragen, sie haben 'redlich mitgeholfen die " ' Wälder und Wüsteneien in fruchtbares Ackerland um- : zuwandeln, sie haben unsere Städte .bauen helfen und mit deutschem Fleiß und deutscher Beharrlichkeit sich : das Hlct'tzvun$in,uxiUT .beittfieitiinieyit kauern -ihr, Haupt -.hochzuhalten, als Loyale Bürger' dieser herrlichen , Nepublik. ,." ". " Die Consntution dieses ' Landes ge wahrleistete - dem Einwanderer Schutz seiner Person und seines Eigenthums, wie dem hier geboreneu Bürger, 'somit steht 'der Einwanderer hier sobald er seinen Fuß an unsere Gestade setzte ! fast auf gleicher Stufe mit dem hier Geborenen ; - die Naturalisationsgesetze bestimmen, baß er nach voranzegangener ' 'Erklärung, chier B ürger werden zu wol .'len und sich den Gesetzen des Landes. zu r unterwerfen, nach Ablauf einer bestimm 4t Zeit Bürger dieses Landes werden kann, und alle Rechte und Freiheiten gcnießt, die der hier Geborene , hat, mit der Ausnahme eines einzigen Rechtes, Der kann nicht Präsident der Vereinigten Staaten werden. Dies einzige. Vor-

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recht haben nch d:e hier gewrenen Bürger vorbehalten, sonst gewährlei ? 'r;; ,r.- :J 'r'ij""!lj fr l'llli stet dle Eonzlltutlon dem uaturallstrten Bürger die gleichen Rechte, wie dem hier Geborenen. , Wir . naturalisirtcl Bürge? der'Vereinigte haben demnach völlig gleiche Rechte mit den hier geborenen (ich schließe das Recht Präudent zu werden aus ), und wenn wlr diese Rechte nicht zur Geltung dringen. so liegt eben die Schuld an uns und nicht an unseren freien JnftiWtioneWM'''MWDMS HWlcr'Mano'AK 4 i;;!:!:1;! A " -Ih:-; '; :; Mpl! ::: 1!

btt Bürger. BieOeze dieM im Taufe

v muMZJzw Pajw u und die e Abneigu

amren uno nlrr,ole erwZttung, zer-

den daher schlechte Gesetze gemacht, oder unehrliche Beamte ' erwählt, . so nützt alles Schel?en und Murren über unsere Einrichtungen ,,gar nichts, , wir selber tragen die Schuld mit an den schlechten Gesetzen un? sind mit verantwortlich für die Sünden-' corruvter Beamten. Die gründe für unsere Beamtcneorruption müssen wir in unserer Pstichtoersäumniß . suchen,' nicht' außerhalb, . und wenn wir einmal , den, Kern des Uebels erkannt Habens hanm uni 'auch nicht scheuen, die Mittel zu ergreisc.i, um das Uebel mit der Wurzel auszurotten. Ich komme somit logisch zu den Pflichten der Bürger der Vereinigten Staaten im Allgemeinen . und zu denen der deutschen Einwanderer im BesoUderen. Wie ich schon erwähnte, beruhen unsere Institutionen cuf Selbstverwaltung. H?er zu Lande gibt es keine väterliche Regierung, die dem beschränkten , Unterthanenverstande zur Hilfe kommt und ihm ' ihre Wohlthaten aufzwingr, hier muß der Bürger selbst fü feincSSi3Tiftätrfi' wraen lnnd wenn tt dies unterlänt:! selber die 5?olaen de,

Isukerlassungssüllde tragen) Es genüg! j Wir Deutsche haben ? vielfach ' eine nicht, wenn der Bürger ein- oder zweimal andere Leben, anschauung von der der im Jahre an den Stimmkastcn tritt un geborenen Amerikaner, dies unterliegt dort seinen Stimmzettel für den Candi- gar fernem Zweifel, wir haben ebenfalls daten seiner Partei abgibt, es ist Pflicht das Recht diese unsere Lehensandes Bürgers über das Tbun und Treiben schauung zur Geltung . zu bringen, des von ihm gewählten Beamten zu wenn wir es können, aber errerchen wir wachen, es genüat nicht, das; er bei unseren Zweck, wenn wir uns in felnd i schlechter Verwaltung des Amtes die liche Lager zerspalten, wenn wir uns Faust in der Tasche ballt und am Bier. . unter un) nicht einmal über die Ziele tische über Corruption schimpft und emlg sind, die wir verfolgen. Es ist dann bei der nächsten Wahl für einen , gar leicht gesagt:' Der' ist kein wahrer

cian iio lujieajicii ÄOcauutit uuiiuu, iicüi, i f i :;. 7 . i r tjtrti w...!. rii. i I es ist seine Pflicht sich mit dem Eharakter des Mannes vorher bekannt zu machen, ehe er ihm seine Stimme gibt und dem professionellen Politiker das Handwerk zu legen, der ihm die Müh abnehmen will, sich selber einen passenden Mann für das Amt auszusuchen. Ja, diese Mühe, voxt kann der gemeine Mann wissen, welcher Eandidat für das betreffende Amt der passendste ist? Wie kann der gemeine Mann darüber un theilen, oh ein Anderer die Fähigkeit hat, ein Amt.zn bemalten, von desseö Funktionen er ojt nicht einmal eme Ahnung hat? Aber gerade darin liegt es, weil der gemne Mann reine Ahnung hat von dem, was her Beamke zu thun oder zu lassen hat, darum gib! er so haung dem schlechteren Manne seine Stimme. Deshalb ist es die Pflicht jedes guten amerikanischen Bür gers sich mit den gesetzlichen Einrichtung gen des Landes bekannt zu machen, des halb muß er wissen, welche Rechte ei durch seine Wahl seinem Stellvertreter überträgt, denn alle unsere Beamten, sind in einem Sinne nur Stellvertre-! ter des Volkes, nicht sie regieren uns. sondern wir regieren uns selber durch ss -i :.. , ', i 5 llV .! . , ,, ! . . . !. .;. Kommen wir nun zu den Pflichter. der DeMsch'Wiörikanör so ergibt sich aus vorhin Gesagtem mit 'Nothwendigkcit, daß der eingewanderte Deutsche sich .mit den hiesigen politischen Verhältnissen vertraut mache, es muß ihm klar werden, daher Theil 'hat an dcrVerwaltunz des Landes, daß er ein Recht hat seine Ansichten zur Geltung zu bringen soweit sie nicht den Grundpriucipien im serer Eonstitution zuwiderlaufen, daß Niemand ihn von der Schuld der Pflicht. versäumn! freisprechen kann, wenn ti es unterläßt, seine Kraft einzusehen, um eine ehrliche Verwaltung zu erzielen ,und passende Gesetze machen zn lassen. , Ist es somit seine Pflicht, die politi. ,schen Einrichtungen seines Adoptiv 'Vaterlandes kennen zu lernen, so ist es nicht minder seine Pflicht, auch das Recht zn l erwerben, um diese ' seine Kenntnisse verwerthen zu können,' er muß Bürger dieses Landes' werd?n. muß sich naturalisiren lassen und dann seine Bürgerrechte voll und ganz ausüben. Bis hierher werde ich bei Ihnen aui keinen principiellen Widerspruch gestoßen sein, wenn ich in dem Folgenden je doch Ansichten entwickle, die mit de Ansichten meiner geehrten Zuhörer nicht übereinstimmen, so bitte ich mir eben das Recht der freien Rede zu gestatten, und wenn Sie es., können, meine Ansichten zu widerlegen, wenn Sie Ihnen un . f . . ? .' ' ii richtig erscheinen. Der deutsche Einwanderer hat gegen den englischsprechenden Jrländer einen bedeutenden Nachtheil hierzulande, ei kennt die englische Spräche nicht. Mag tx in seinem Berufe noch so tüchtig sein, er wird immer ein kleineres Feld, zu: Entfaltung seiner Thätigkeit finden, als der englisch Sprechende; dies ist sc selbstverständlich, dan ich mich gar nicht 'yeiter , darüber auszulassen ,: brauche. Dieser Nachtheil macht sich aber noch in anderer Weise geltend, er hindert auch den neu eingewanderten Deutschen sich Kenntnisse über Politik dieses Landes anzueignen, und beschränkt seinen Um gang auf solche, die meist mit ihm in gleicher Lage, sind, er sucht Anschluß , bei deutschen Einwanderern, und - wenn das Glück gut ist, findet er gleichgestimmte Seelen, , die mit ihm über die Misere unserer Politik räsoniren, dann schließt er sich einem ode: mehreren Vereine von speciellen Land leuten an und wird ! bald h ein ebenso eifriger Partieularist, wie es die meisten M:tgludec hiesiger Vereine sind, die sich viel mehr als Bayern, Schwa. I ben, Preußen, Hessen-Nassauer u. s. w ! fühlen, .als deutsche, oder , vielmehr deutich-amerikanische Bürger, , die Inleressencs laHsmWnfchaft eins verschlingen ganz und gar die Interessen der größeren deutschen Genos. senscbaft und die Kräfte zersplittern sich in , bitterem Parteihadcr. Der Süddeutsche blickt mit Geringschätzung aus den Plattdeutsch' herab und belächelt und verspottet den Vertilger von dicken Erbsen und Speck, während der Mann, der die Sprache von Fritz Reuter spricht, sich über die Knödel und Le der. spätzle des Süddeutschen lustig macht. Diese anfangs harmlosen Spöttereien

der Zeit Äbneiauna

na 'macht sich oft in der Politik geltend. , , ! " Andere, noch t häßlichere Streitigkeiten, entwickeln sich aus den verschiedeum religiösen Ansichten der Deutschen. Ein großer Theil unserer Landsleute hat mit den Traditionen der jkirche ge-. brocheng besonders .. wohl deshalb, weil der Zwang bei der Jugenderziehung diese Abneigung hervorgerusen hat, andere sind- indifferent, wieder andere glauben an die Lehren der Bibel und der.Kirche. , Von beiden Extremen wird hier viel gesündigt, die orthodox Glän bigen wollen mit den radical Ungläubigen nichts zu thun haben und geben ihrer Meinung unverhohlen Ausdruck, dle Radicalen zahlen mit gleicher Münze zurück, und bekanntlich ist das odiurn UisokoAkLUltt, das ? heißt der Reli zionshaß, , der, intensivste, der sich denken läßt, ) ,, es verschuldet mehr Zersplitterung , unter den ,, Deutschen, als alle anderen Uebel zusammen. Waru n können wir Deutsche es uicht über uns gcwinn.n jedem seine persönliche' Meinung über Religion zu lassen, und doch den Menschen im Andersgszlnnten zu achten? itnr iriir stn?f irtii ner 7ics nSin v, wt rw r , t i . . lene ex:reme 'Njlcyr mcyr lyellk", aver wem geschieht durch solche Uneinigkeit Vorschub?" Sehen Sie unsere irländischen Mitbürger an, sie stehen in geschlossener Lhalanx am Stimmkasten und wissen ihrem Verlangen Nachdrück zu geben, während wir, die ihnen an Zahl und Intelligenz weit überlegen sind, oft diesen oder jenen Deutschen vom Ticket streichen, weil er uns persönlich unsympathisch ist. Der Jrländer fragt zuerst büm Abgeben seiner Stimme. ob der Candidat sein Landsmann ist und stimmt lieber für den corruptestcn Jrländer als den besten Teutschen, der Deutsche dagegen glbt vst seine Stimme dem korruptesten Jrländer , lieber, als seinem eigenen Landsmanne, wenn derselbe einer anderen politischen Partei angehört, oder sonst in seinen Ansichten von ihm difscrirt, dies sollte nicht so sein. Wir Deutsch Amerikaner sind eine Macht,, sobald wir es wollen, wir könnm' unseren Willen durchsetzen, sobald wir dazu ernstlich gewillt sind; denn hier herrscht die Mehrheit. Wenn wir es wollen, so tonnen wir unsere Sprache und Sitte hier aufrecht erhalten,' denn die Zugeständnisse der Anglo-Amerikauer, die sie uns machen, haben ihren' Grund nicht in ihrem guten Willen, sondern weil sie uns fürchten. Wir haben nach der Constitution der Ver. Staaten gleiche Rechte mit ihnen, wir haben vor allem das Recht unsere Sprache -;u erhalten, denn, nirgends in der Constitution steht geschrieben, daß die englische Sprache die alleinige Landessprache sein soll, es ist unser Recht zu fordern, daß diese uns erhalten werde, und auf diesem unserem Rechte lassen Sie uns bestehen. Das Volk, das : seine Sprache aufgibt, gibt feinen köstlichsten Schatz auf, bricht uttt den Traditionen seiner Väter und wird' im Völkcrmcere spurlos, ver schwinden. Bedenken Sie aber eins, nur, wenn wir einig sind, können, wir uns Geltung verschaffen, drum, weg mit mit allem tleinlichen Parteihader' weg .mit der Eifersüchtelei der Landsmannschalten, weg! mit der ,religiöjen . und irreligiösen Intoleranz, , wir, wollen einig sein und einig wollen wir handeln! Ein Hochstapler. V "" 1 1 ' 1 111 111 " :' .- In Paris hat man jüngst eineHoch ! staple? de grando inarqu unter recht 'ergötzlichen Verhältnissen abgefangen. Die Familie des Grafen de . Enzenneconrt wurde, so erzählt die" Straßb. 'Post, in der letzten Zeit durch einen , Schwindler in die peinlichste Verlegenheit gesetzt. Von allen Seiten kamen Rechnungen:,, Rechnungen von Wirthen, Juwelieren, Schneidern, Vlumenhändlern und so fort. '.Erkundigte man sich, so hieß es : Der Herr Graf hat hiermit Zwei Freundinnen zu Nacht gespeist Kostenbetrag ZiO Franken; der Herr Graf hat eine Diamantbroche gekauft LlHenbetrag L000 Franken; der Herr Graf hat sich einen Anzug machen lassen x Kostenbetrag 240 Franken. In Wirklichkeit hatte der , Graf, das alles nicht gethan, sondern 'irgend ein nderer, der aus den guten Namen des Herrn Grafen aß und trank, liebte und kaufte. Aber wie den Kerl sas. sen ? Ein Detektiv wird gemiethet ; Ver kostet täglich 50 Franken, aber er leistet nichts. k' Da nimmt - die Frau, Gräsin, eine energische Amerikanerin, die Sache selbst in ihre kleinen schönen Hände. - Sie fährt überall herum, wo der Pseudogras gearbeitet" hat und laßt sich den Mattn beschreiben. Groß, schlank, sehr distinguirt. hochmüthige Manieren, Monocle. blonder Schnurrbart. Das war etwas, aber freilich nicht -viel, denn solcher Leute laufen mehrere in Paris herum. Aber für die Frau Gräsin war es ge-, nug. Ueberall, wo etwas los" war, erschien .sie auf der Bildfläche und beb l? dct)'ie t et, ' ; 11 tib ':;,;! c i rt c : aq c d ,;f ai f e;:l i i im Theater beinahe einen Freudenschrei ausgestoßen, denn in einer Loge sah sie einen Aristokraten" ! sitzen, der dem ihr Beschriebenem glich wie i ein E i dem an deren. 1 Hurrah ! I Als der Mann, ohne jede Ahnung davon,-dajz er aus einem Vuleane tanzte, am Arme einer ebenso . schönen als eleganten Freundin das Theater verließ und sich tn emem Wa gen nach einem bekannten Cafe begab. folgte in einem anderen Wagen die Frau Gräsin. Sie stellte fest, daß .ihr Ver-

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fecBl ia e rl : mtT er lctmlinu Mo il di?es Zimmer geben , ließ, und ein sehr aenkähltes Abendessen' bestellte Dann ging es. was die Pj'erde laufen konnten. zur Polizei. , . ' H, .-1 W Nach einer Viertelstunde, war die Gräfin mit zwei Männern wieder im Cafe. Der Kellner wird in's Verhör genommen. Ja, er kommt häufig hierher: sehr feiner Herr: Graf So und so, kenne den Namen nicht genau." Man gibt dem : ii ellner ein Brachen mit der Adresse Herrn Grafen de Suzenneconrt", befeuert lein Jnterezze durch einen Louis und paukt ihm seine Rotte ein. , Der .Kellner eilt die Treppe hinauf: die Gräsin und ihre Begleiter hinterdrein. Der -Kellner öffnet diseret die Thür die Kellner der besonderen Zimmer" sind Meister in der Discretion! und fragt ehrfurchtsvoll in's Zimmer hinein: Herr' Gras de Su zenneccnrt? ' Eine Dame , hat einen Brief abgegeben ündZ? . " HGebeij Sie her! ' Ter Brief ist - für mich!" sagte eine befehlende Summe., Eine Viertelstunde später saß der Graf" zwischen vier kahlen Wanden. Ain nächsten Morgen, als er vernommen; wurde, behauptete er steif und fest, et sei, ein natürlicher Sohn des verstorben nen alten Grasen de Snzennecourt, mit-: hin ein natürlicher Bruder des gegen. wärtlgen. Er habe also 'wohl ein natürliches Recht" auf den arafllchen Besitz. Alles natürlich purer Schwindel! Man kratzte,, etwas an dem Kerl herum und entdeckte unter der französische Tünche bald einen Russen,, einen Hochstapler ersten Ranges, der' unter dem Namen eines Prinzen Suchanow krühcr in der Pariser guten Gesellschaft gelebt hatte, aber wegen falschen Spiels hinausgeworfen, worden war Er, hatte sich darauf blond färben laszen und vom Schwindel gelebt; wie er wirklich heit' und in welchen Gefängnissen er bereits gesessen hat, ist bisher noch nicht ermits! telt worden. Vrlestauben als 'Cpionc: ;1 In einem französischen Sportblatt ist kürzlich die Behauptung erhöben -wor den, die VriestaubenFGejellschast in Chenee führe winentlich dcusiche Brieftauben nach Frankreich ein, damit solche zum Nachrichtendienst aus Frankreich nach Deutschland abgerichtet würden. Ai?ss?t O'&iVrtttS.fT in QuHAr V Vifcf.u,U.jUfc bat diese amiebliche Entdeckung mit allem Naazdruck zurückgewiesen und fest gestellt, daß die BrieftaubenGesellschaf. ten der Provinz Lüttich es immer ausdrucklich verweigert haben, reutche Tauben mitzunehmen. Wie die Zeit sehnst snr Brleztaubenkunde" mittheilt, können sich, die französischen. Zeitungen trotzdem nicht beruhigen; sie haben nämlich ermittelt, daß in einem Monate des verflossenen, Jahres acht deutsche Tauben und! darunter, sogar y vier au s Militär - Briejtäubenschläzen als. . , Spione" in , sranzösischen Schlägen gefangen wurden; so, eine Taube aus Köln in Epinal,' eine aus Elberfeld in Sedan, eine aus Mainz in Molhans (Haute kSaone). ' ny a i"M" ;l l eine aus Metz in Chalons, eme ans NenDüren in Pierregout (Meurthe et? Moselle), eine aus Trierin Nancn, eine ans Straßburg m Senones(Vogehen) und eine zweite aus Stratzburg in Peronne (Meürthe-et-Moselle).' Das genannte deutsche Fachblatt sagt dem r ' . . ! y. r .r. ... w ...if jr. ... gegenuoer, oay oie angevlillzen oeuizuzen Stempel gewöhnlich nur, Zeichen sind. wie sie die flandrischen Vereine als Gegenstempel ihrer nach Frankreich, gesandten Tauben benutzen. Im Uedrigen liege es doch auf der Hand, daß von den aus Nord-, . Nordwest-, t Nordostünd . Mitteldeutschland bis zur Südwestgrenze von Elfaß-Lothringen abgerichteten Tauben beim Loslassen immee f einzelne bis weit nach Frankreich hinein verfliegen. Es könne demnach keinem Einsichtigen sonderbar erscheinen, wah rend der Reifezeit Tauben mit deutschem Stempel auf französischem Gebiet anzutreffen. , Der den . Tauben durch ;? die Ablichtung bekannt gewordene Weg diene deufelben zum Anhalt; andererseits würden die Thiere durch den Einfluß der Winde vst von den ihnen bekannten Punkten abgetrieben. So seien auch wohl die obigen acht Tauben durch östliche Winde von ihrem araden . Wege abgebracht, wie ja auch bei westlichen Winden, belgische, Tauben im westlichen und nordwestlichen Deutschland vielfach legen. , & 4 il; A Llbendeierk Sie gam mir vor wie ecne Fee, . ,,,,, Wob! aus dem Reich der Schderne, Mir mhr'n im Eisenbahncöube i ,5 ' Von Dräsen bis nach Barne. Ich sahzsieMsie. sah mich anf- ,;, Es war Sie gar ze scheene, ti Mir fah'n uns alle Beede an, ' . Mir saßen kanz alleczie, if ; ..,fl;i . X .: 1.1 J--i. i tl;: . ;( ' . Und Berg und Thal und Feld und f'-ll- Wii. AZSätoX'O De floh'n, nur so, voriewex,' i, Wie ccne holde Troomgeschdald , :,,;:;1;;: Saß sie mir gegeniewer. Ich sagde nischt, sie sagde. nischt, ES war Sie gar ze scheene, ; Mir sagden alle Be ede nischt, r-v j Und saßen doch ,alltene.Ä-K! - '-- w , i . . : l: f' m ff: 4 ti "tt'-' ' ' i -'' In Bärne schdieg sie bleetzlich aus, Ließ mich zurick im Wagen, ' f. v Wecß . . Nnebbchen, sie war' hier zu ,i-, ' X.!.-' ' . ' ' "'' V'? ' !, ' - i1,.; Haus ri ..:, t. : fjf - Ich wollde g'rad' was sägen1'4Ä.'? Da ging der Zug schonst wieder fort, Wfci&tiimt Ru' saß ich hier und sie saß dort, Nuaßich'kanzMeene,! mjf ÖfM S1 ?fe?46S;ÄlSSR n.T ri$ jMtäp.if-' if:fla. .i X'm in ,,,, c-iffil-Säi!'',, .-i!,'. ,iiAf. i;!.BsiE::ii'-:,i"'''-;'if'j ! -in :.",Zl!!!ki,,,5"!l .''.'':, ,.l II-, 'all ,( :k t j i 'S' '' ' Der kleine Philosovk,. Hr, Der kleine Pepi (der eben von seinem Papa schlage erhalten hat ) : Ich mochte nur wissen, ob man auch dann Sckläae bekäme, wenn sie statt wehe wohl it? kZZ"f ' ..h' : ,..:;";;': ;i nv;, i; i,,!!,,,:,-li ifmmi M C :' '". , f ':

i;li!!:ii'!:,?ii!-f'i;ii;: Wl M'"!! m W mu,

SieJllrunft SeS Festlattvcs. ?on Hariry ravekluS.

TaI Festland vt eS, worauf der gvc irom,yueme ocr iroe ,m Mensch sein Leben gründet, auf dem e, Jahrhundert um das Zwanzi5fache jefür die Zukunft der Seinen sorgt, strebt Betrags s Fcnlcind verkleinern, und schasst. Und wenn er dann einmal: LuderTH-t ist aljo die laute, geiauzch. hinaustritt an die Ufer des gewaltige Wirkung des Meeres eme sehr länderumspülenden ' Oceans, dann ge- kleme gegenüber der stillen nagenden schieht es ihm, daß er eine Fluthwoge rb"t der atmosphärischen Agentien, heranrollen sieht, die mit Macht sich am Mdme vereinten Ane Erdenk Gestade bricht, nicht ohne ein Stück des , . Festland allerdings zahrllch nur festen Landes loszureißen und mit sich! m eme Schicht von der Hohe von elf zu führen in -die., weite Ferne,:in die Hunderteln Millimeters ermedrigen. uachtvolle Tiese. , h-'. , . i wenn man ,ich vergegenwärtigt, dan die Keiner Entschuldignnq bedarf daher'' Wmte tontmentale Oberfläche. 140 der Naturforscher, wenn er es untcr Millionen Quadraikilometerst Aber nimmt, die Krast, des Gedankens der davom Lande .los germen ist. das Gewalt der Elemente gegenüberzustel- Mkt endlich aus den Grund des Meeres len, um sich ein Urtheil darüber zu bib .dnab , verdrangt alzochier ein ganz w den, ob die Woge, ob die Feste Siegerin Nkmuites Quantum Wazzer, und zwar bleiben wird in dem unablässigen Kam- urlich nach oben, w dan alo zeues pse. Freilich ist es erst wenige Jahre Aonehmen desFestlandes auch noch im her, daß wir überhaupt die Möglichkeit dirert ein Anzteigen des Meeres behaben, solche Untersuchungen cnzustel- nlt,. wodurch dann der ' Verlust des r" '"' ii e r sirtf(,3i rtrf mtf foernmrfirt ntrS

een. amais mangelie- uns uocno . jr. . jfi . ,. v ii . man i'V-J Jtiurtu raucn nrnuimi furicn. Noch war unser Wissen sowohl über das wahre Nelief der Erdoberfläche, wie auch namentlich über die Stärke der dasselbe bildenden und verändernden Kräfte ein sehr geringes. Heute aber , bat die phnsische Erdluude solche Fort, schritte gerade auch auf den genannten' Gebieten gemacht, daß man wohl wagen darf, .Abschätzungen der sich in dem aronen Rinaen 'des Oeeans mit . der sve:te oaenüberstekendcn Gewalten vorzunehmen. , , 'e 1 ;; ,....' I : I,'- ': ' . Äkämcntllch haben die Arbeiten der Geographen uns in-, den letzten Jahren hinreichendes' Material geliefert, um richtige Vorstellung von jene ersten Abähungen Alexander von Humboldts angewiesen, nach denen die mittlerechöhe des Festlandes über dem rZriUi w U WÄtt bt tüH ini icr le rage,pMe. das hcikt. .wen u.. r.tt orts rts9;;r,rm;rt , , u "ri:,l"l:rwlZ IZVI "u rJ : yuw :iuci. wikuh uusvuuuc, ,u ftssor Krümmel, jetzt in Kiel, der zum ersten Male jene alten Humboldrjchen, w,.... 11 .. Rechnungen reo dlrte aufGrund dcr neueiten, durch Vielsache winenjchastliche Mfw irhnUHt Krim s fcmS ' ?4t 1 c sfil 7, 7 . Mittlere Hohe nach dem ihm zu Geböte stehenden Material, welches groner war, als dasjenige, über welches ttrüm mel verfügt hatte 500 Meter sicher überschreite und. sich wahrschein äch der Zahl 600 Meter nähere. Endlich ha den uns die vereinten Arbeiten deutscher, tttqli cher und rnssi cher Geographen in dieser letzten Zeit die Ueberzeugung gebracht, daß die mittlere Höhe der Erde 700 Meter sei j m,. Un'rnr m?. rs,. Ju Mb f sw liche Tratte, ,o der Ocean, bald mit der ..Ji k ' tT.S.VA.Ä "l iuVvi, . w ..... yvv Nge das der Wechsel der.Kozei.en , .".. r. iih.v tAr Atrf . cuijcu M;WiWHuruW 4 m der fortwährende Wechsel Zwilchen Feuchtigkeit und Trockenheit,, zwischen Hitze und Kalte, Gefrieren und Aufschmelzen den Fels zerrieben hat. Man braucht nur die Vorgänge an den Mün-, düngen, namentlich der großen Ströme zn beobachten, um zu einem Urtheil zn gelangen über die gewaltigen Wirklich gen jener stillen und fast unscheinbaren Thätigkeit der atmosphärischen Kräfte. Hunderte von . Millionen Kubikmeter fester Bestandtheile lagern die meisten großen , Ströme alljährlich r an ihren Mündungen ab. ' Um das Alles muß also'das 'feste Land sich verringern. Und nun der, Antheil der Wogen? Wenn man das Donnern der Brandung an den Klippen hört und sieht, wie sie in Millionen von Wirbeln und Garben Und Tropfen am User hinauf leckt, wenn, man es in einem Worte so ganz direkt mit den Sinnen wahrnimmt, wie der blanke Hans" am Festlande nagt und,, frißt, .dann kommt man nat ürlich leicht zu ; dem G lanben, daß die Wirkung des Meeres ein . Faktor von vorwiegender Bedeutung sein müsse bei der Zerstörung der Kontinenten , V V', i,'. t," -l!' "'''-" , Aber das wäre ein- vollständiger Irrthum ! . , l England kann zum' Beispiel als eines der Länder betrachtet' werden, bei denen die Küsten die stärkste Wucht des ? ' , ' . - Meeres auszuhalten haben, indem die aroßen Wogen des atlantischen Oceans . r ,. . i ....,., Nilt ungeheurer Macht von dem Sudweftwind. wider den Felsbord des Lau des getrieben werden ,, r &: Die englischen Geologen nehmen übereinstimmend an. dan das Meer dem Lande im Jahrhundert höchstens drei

witrhf v.fith V-Mtmhnlhf itm tun Mlfrtfprtit

v-..v sin! iynfnr I nu uuv il?, 7, .... 7von jener Höhe ergeben. Doch war es, $TtZ r? in V..... at.fJ Ich ergibt, dan wir das

iim ioiu. ein vcuiiuici, vycicuuci. 4210

Meter Küste abgewinnt. An einzelnen etwas bitte?" ie (nachdem ne stch Stellen der gegenüberliegenden sranzv- überzeugt, daß Niemand mehr auf der sischen Küsten, zum Beispiel bei Le Scene ist) : Gewiß, ich verspreche' esHavre, scheint allerdings die Klippen- Ihnen." : (Zieht sich zurück.) Er (sich löste etwa 25 Eentimeter in einem Jahr dem Sonsfleurkasten nähernd): Würzu verlieren; ja, für die Kalkküsten des j den Sie mir einen Beweis 'Ihrer Liebe, r. ''!,.!-. ' :' rt-i !:1 if. .a , slxS...!'.:.

iuowc liimen ttranirclms Nimm! ou U ;!f eine

et de la Grye, der ycs oes srauzo-. üiucar nn, rqcu.j ie (einem

ischen hydographischen Dienstes, sogar Stuhle ich nähernd): Nun, da haben ' . ' r ::., '. li' :,vU ' . , g ...'; V' i-'S' A ',' i,.' ' !l.;i ''fT-'- t "'-'--l

auresavnaome von einem - ganzen ' ssie u n. , , z:auil vuvvn. , r , aui

Meter an. Aber in Ausgleichung die- die Bühne stürzend): D meine Verser großen Verluste gibt es doch auch ; ehrtet' , ( Oessnet die Arme und um wieder Meere, die dem festen Lande gar sängt die Lust.) Die Bewegung des nichts abgewinnen, ja, noch inehr, die Publikums hat den Gipfelpunkt er- . nr V . . r-r. ' . r ' rti 2. ..V. f?f.: ITl -C iJi -f

durch Anschwemmungen der Küste noch verstärken, das Festland ; also . ver größern. ; Nehmen wir also I an, daß üb rhaupt auf der ganzen Erde das Meer die mittlere Höhe derselben im '' W - ' l'1!:!'!' ' ", m !'!' iVI ' . 1:,,,.' ' :' r- ir i, Layr um drel celer verringere, q

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dörfte diese Annahme'cber za groß, al5 zu klein sein. Und es ist nicht schwer, nachMechnen,daß schon allein die neun . 13 nr n??nn r.iff Vlnrnnrtnp nur tnil 7 v ' ; . 7. : . , 7. , r Geschwindigkeit nch abwickeln, so wird Mch vier und , einer halben Billion vonZehren der Tag erschienen sein, wo die' Feite hmuntergesunken m die Fwth. obas Leben des so stolzen und doch "ch lo schwaazen , Menzchenzelstes m "viger Nacht erlischt und vielleicht wieder eme Zeit anbricht, wo die grausen lwgcheuer dcr Tiese d,e Wogen pettfchcud. zerren des Planeten sind. Es hat etwas Phantastisches, so hinauszueilen in die fernen Zuknnften, von denen vor Allem doch das Eine sicher ist, daß kein menschliches Auge sie jemals , erblicken wird. Aber es han dclt sich hier doch nicht um Träume, T;; gre engl sche Geophystker Sir William Thomson, von ganz anderen Esichi'pun!.w u'sgehend und auf ganz Weae orickre tknt,. dock, , -'iv Ergebnissen gekommen ist. die sich niit ,,.it, , O" . inif.rn V,,,. mffw X,-. m vv4 vvhv.v vuiViiw Ueberlcgungen Alter der Erde ZS 3 aniuMmen haben, kommt Sir Thomson ans Grund Betrachtungen, die er über den JS sTit, .tr? w Warmeverlttzt der Erde anstellt, zn dem jf w At4A jy f 1 mKj, verein m i im ' I la u dürfen bei Rechnungen, in . denen ie tt CTNa sO nX v rr A riimmAM wYCr in Jahrmillion als Zeiteinheit dient. attf, ja ,; jfnv,n Man könnte uns einwenden, daß wir ja ganz jene Zunahme des Festlandes vergessen haben, welche ohne Zweifel die Folge der Vulkanausbrüche, i)t . Das ist indessen nicht der Fall. Wohl sind die bei Erttptionen auf die ernallze geieuoerien len gegenüber den anderem hier m Betracht zn zlehenden so geringe, dan sie in der, Rechnung vernachlazjlgt werden durzen. as will es sagen wenn der Krakatoa sechzehn Millionen Kubikmeter Asche auswirft, während der Mississippi allein m: Zr ..tn ujuiuj vttiuunveii luimwnzn atuou meter vor seiner Mündung in's Meer hinrtnifw(miiif VI S'Semmt?! Unsere Ergebnisse zeigen uns nun ..c. . 5. Qlttltri V. tyT, zern . in jene fernen Zeiten schweifen, . . .V - t i aoer oas cenlcyengejeylecyr ais wanzes braucht um der kurzen" Frist, willen auch jiucht zu zittern. Herr de Lappa rent, der , ausgezeichnete geologische Meister Frankreichs, hat Betrachtungen, die er ebenfalls über diesen Gegenstand kürzlich anstellte, mit den scherzhaften Worten geschlossen, daß der Gipfel Ilnger Voraussicht wohl von dem er llommen werde, der schon jetzt ein passendes Schiff , ausdenke, auf das er und die Seinen sich zurückziehen, wenn die letzte Scholle Land in's endlose Meer hinabgerollt ist. Eine Aufgabe, die allen klugen, vielVissenden, über Gelehrtenzopf und der zleichen murrenden, am Perpetuum mo bile herumdocternden Leutcken -cm dfohleii sei., Sie werden unsterblich l sein im Konversationslexikon. ' Im vr a m at isch en L ebe n - , ; 'I "' ,11 l 1 ' H "i Japans ist, wie wir schon erwähnten, eine Revolution eingetreten: von NUN an ' dürfen ' Schauspieler und Schauspielerinnen gleichzeitig 'auf der, Bühne erscheinen. Bisher war jede Begegnung beider Geschlechter ' untersagt und man konnte Liebes jcenen,. wie folaende bewundern: Er (allein ' aus der Buhne): Wohlan, theure Lip :.' ' '. . 'i -'-' i.jrf.' ' '. gg'Fo-Pan-Lu, wenn ich Ihnen endlich. . t . - t .f. ... t ,rt . oie uriacye meiner eicen gereuen ,ou: . Ich liebe Sie! (Geht rechts ab.). l, ' ', yt V " ii 1 ' :"'t !'" ::rvtL" r Sie ! (von links ; kommend) : Auch ich, mein theurer Tsen-To-P erry, ' auch. ich liebe Sie!" (Sie verschwindet). Er ( wieder zum Vorschein kommend) : : ','1 !; 4L m ' t' ,'!'.'',''-: Vieh tauzeno anr oocy, werocu lemir offen antworten, wenn ich Sie um zui Iiciilro , ucii, ciiuciijcui r reicht. Groß und Klein ist gerührt. M i n l n i e ! (zu ihrer Freundin): ,Du siehst seit. Deiner Verlobung betutend besser aus; saa' doch, wie fühlt nan sich alS Braut?" MchUso dch i; :. i t , . ,. ,.,,' ': !.;' , ' il!1' v ' ! !" ;i ',!! iümmmmm&

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'TyTTV Der fßtrtMtf einer Nanchette. Sen US Wermhatt. der hervorragendsten Finanziers v?n New Aork, der zu den Konigen der Wall Street", jÄtraße der Millionäre und Börienfürsten) gehört erzählte kürzlich seinen Freunden bei' Tisch folgexde' Geschichte: Voriges 5Zahr spekulirte ich stark in LakeZhoreAktien und hoffte, einen erklecklichen Gttvinn dabei zu erzielen mußte . jedoch . die' Entdeckung machen, daß irgend ein verborgener Einfluß an der Börse mir entgegenwi -kte und man chen meiner bestew Eoups vereitelte. Bald' merkte ich, daß Jemand Kenntniß von weinen. PlÄre haben mußtet Viellkiht spielte Ihr Matter .de Verräther?" Durchaus nicht, 'ich verwende stets ein halbes Dutzend Makler, gebe denselben jedoch immer direkt und erst ku? vor Börsenanfang meine Ordres. Eines' Tages ging mir die Angelegenheit ganz, besonders im Kopf herum; ich trat an ein Fenster meines Wohnzimmers' und' drücktedie Stirn gegen die. Scheiben, indem ich anfangs halb unbewußt -ins-Blaue starrte. Da sah ich eine elegante" Equipage vorüberfahren, die an' der nächsten Straßenecke hielt; eine Damein elegantester Toilette mit einem sehr" 1 Zrmlich gekleideten Mädchen saßen da ein. Letzteres stieg aus, klingelte ' an. )er Thür meines Hauses und trat, ein. Ich. schellte meinem Diener und -.frug, ver soeben gekommen sei ? . r.& Die Tochter der Waschfrau, um dir ZLäsche zu holen." So? Kommt sie jedesmal zu Wazen?" ' X Nein," entgegneteder Bediente, micherstaunt anblickend; ihre Mutter ist eine ganz arme Frau." - In demselben Augenblick fuhr meia-. iigener Wagen vor; und als ich an jeer, noch immer an derselben Stelle haltenden Enuipage vorüberfuhr, sah - ch zu meinem böchsten Befremden, wie' die reichgekleidete Dame in dem Korb ' mit der schmutzigen Wäsche wühlte vnd dieselbe eifrig durchsuchte; während fo Mädcken ihr gegenüber ruhig dasaß, und der Wagen weiterfuhr. Meine Neugierde war rege gewor öen; ich befahl meinem Kutscher, jenerEquipage in gemessener Entfernung zu: , folgen. Kurz darauf hielt dieselbe vor einem Prachtgebäude der 21. Straße; das Mädchen stieg aus, und, trug den Waschekorb hinein, dann fuhr der Wa gen weiter und hielt endlich in', der Wall Street" vor dem Eomptoir eines Maklers, und die Dame verließ ihn, llm mit einem kleinen weißen Bündel, worin ich meine sämmtlichen beschmutz ten Manschetten erkannte,, hineiuzugeHM." . . ' . .;j:,:l Wie. Ihre Manschetten?" ertöntees aus dem Streife der erstaunten ZuHörer. " Ja wohl, meine Manschetten, und nun war mir auch die ganze Sache völlig klar. Sie wissen, ja wohl,: wir Geschäftsleute können es nicht ' lassen, immer und überall an unsere Angelegenheiten zu denken, zu rechnen; zu jpekuliren. Saß ich nun Abends ber Tische oder auch im Theater, o nahm. ich gewöhnlich die Bleifeder zur-Hand und kritzelte (damit Niemand meine Beschäftigung gewahr würde) meine Notizen - und Berechnungen sür d, nächsten Tag auf weine ManHetten, die ich dann früh zu' Rathe zog bevor ich mich aus rne Vorze vegao. icrnct Wäscherin, die ein geriebenes .Weib - sein muß, hatte dies aussindiz gemacht;. sie trug die Manchetten zu emem. Makler, der meine Hieroglyphen ent räthseltez und so hatten die - beiden . Kompagnons mir ein Jahr lang mein. . Spiel durchkreuzt, ja ojt ganz verdor. ben, ohne daß ich cS bemerkte. In. kaum acht Wtonatm hatte mmanu Waschfrau ihre 000,000 Dollars? er warben und wusch meine ' Wäsche: in einem Hause, das , ihr,, eben, jalls gehörte und ein . wahrer. Palast war. Außerdem, hielt sie nein Equipage und Toiletten und Diamanten 5 wie eine vornehme Lady. Nur meinen: Leuten gegenüber spielte sie. noch immer: die arme. Wäscherin." ; : ::, , - Sä Nun. seitdem schrieben Sie wsh keine Notizen mehr auf die Manschet ken?" frugen lachend die übrigen Her--ren, ,,,, ::if 0 doch, aber nur noch kurze Zeit, erwiderte mit einem eigenthümlichen, Lächeln der Finanzmann, . indem er ixt ' . ft-r r tfiju ... d. o..;.i,. sein Weknuias oiiuic au; utr -ou i m L, . - r. . ': . Vetrankes einzog. Dtqmi meine; Vewohnheit bei; aber ich weiß nichts vie es kam. meine .Waschsran hatten kein Glück mehr mi ihren Börs spekulationen, der Bankconto war bal darauf erschöpft, und ich hatte eins m " . j, i' r . pvpolyer auf iyr aus. eiizam, n:a,r wahr?1 ' ' J .jfc Vielleicht waren die Notizen auf d, Nanschetten jetzt nicht mehr jözuverW sig wie früher?" v.r m , Getrosten! Die Zahlen waren Da zleich ehedem ; aber um sie richtig zu ver'tehen beducfte man eines sogenannte Schlüssels", und dieser befand sich nicht ruf der Manschette, sondern, ia meinem Kopf!" , . k-ß . m 'li? '"!l!il I e r st ör t. r - " , - I ' ,; ' " ' " , - ,;i ,' .a .,- , ' 1 , 1 i , ' ' -'if'' 1 ,rt Wie am Seidenkleid eue Fleck ';;! Ist am Frauenruf ein Zweifel: , Mf . , " - ' ' , " ' f".''1'' Bringt man vlezen aucy giei mez. ' Dennoch ist dcr Glaziz zumue: f , - viffiiT: f:;m. ' - '; . , , ... . : ,, :,..,: . . .... V"i ,fVCTT Vi ? vutiTr 1 npiri .. ajyv 1 y: - . , -'0"" Z?'"ZAf !Ns?.7i it'.i. t nm ifti(i nri :!Ct rin 6. 0vllvl,lb "..;;?.,;;: den): Ra, wie gklallt's Jyne vee? s 1 ' .mVaw. k' VnifrT '" mr-':l;-II i .T- 1 t 1 V'V -"T..:,li .ehr gut Fcsaucn wenn Sie seilte rir nicht gar so . laüt.ware IMPiärH (nachdem er den Fremden einige AimiV' blicke geringschätzig angesehen )c 261 da z könne Se also nit vertrage. dÄ merkbiM.Mische?.iM Schoppe.Deideheimtty KerAeh'chöhMieKhr m: !s.,?!,fP:1,iiißlW:v"'Eii : . -" .in, -ii.-Mi ...r:ii:M!!r!tM!!:i':h! .F5t:ir;:---i.:ih:!n.. ,i,iiiv.i,!:S!!!s!iii?:!.) ,

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