Indiana Tribüne, Volume 14, Number 175, Indianapolis, Marion County, 15 March 1891 — Page 2

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Scheckig. Herr KammergerichtS Rath Scheckig bar ein Mann in den besten Jahren, aber leider nicht von der besten Gesundheit. Obwohl der kleine Mann unge mein sanft und harmlos war, so spielte -bei ihm die Gelle doch eine wichtige Rolle. Der Herr Rath litt nämlich an der Gelbsucht. Zur H eiwnz ,h ieses Uebels consultirte er einen geschltzken Arzt,' auf den er sein Vertrauen sehte, der jedoch ein solches Leiden natürlich' auch nicht weg blaseNt,.ko,nn,te. :.r -Der Sanitätsrath wohnte im Potslaincr Viertel und sein Patient im In ncrn Berlins, und so kain es denn,' daß Letzterer alle zwei Tage auf dem Spittelmarktc eine Droschke nahm, um zu seinem Arzte hinauszufahren. Herr Rath Scheckiz war, wie schon bemerkt, ein gemüthlicher Mann und liebte es, sich in kleine Gewohnheiten einzuleben. So haUeerHkMcirage wöhttt, jedesmal einen iW denselben Kutscher mit dem Transport feiner 'wenig gewichtigen, Persönlichkeit zu betrauen. ffi 4 t :'i TerelterDilrastige'MndchM so freundliche und bescheidene Nosselenker hatte seinem Fahrgaste gefallen, und Letzteren hatte es immer von Neuem mit VeLazen erfüllt, von einem so gnUn Menschen und Kutscher gefahren zu werden. Da das Leiden des Herrn Raths hartnäckiger Natur war, so hatte sich bei den häufigen Fahrten wirtlich eine Art freundschaftlichen Verhältnisses zwischen den beiten Männern, gebildet, doch ging der Kutscher dabei nie aus den Grenzen einer zurückhaltenden ÄLscheidenheii heraus. Auch heute, an einem reznerischeu Tage, war Herr Scheckig mit freund' lichem Gruße eingestiegen, nachdem er vom Kutscher in noch liebenswürdigerer Weife als sonst bewillkommnet worden war. r ai : tt;s , , ;i ; Flott und fröhlich ging die Fahrt da. hin. Als der Wazen an den Thiergarten gelangtbewegeadeS schlecht ten Weilers beute ganz menschenleer war, verwunderte sich der Herr Nath im Stillen, düß der Lenker deZ Wagens nicht wi- sonst den Park entlang fuhr, sondern in eine der verlassensten Alleen desselben einbog. Ehe er jedoch in seiner etwas zurückhaltende:: Heise da.zn kam, sich siber den Grund dieser ; Variation Auskunft zu erbitten, l hielt der iKutfcher an -einer' menschenleeren,, stelle pn und stiea vom Lock. Erstaunt wollte sich Herr Scheckig von seinem Sitze erheben, als der Kutscher plötzlich den Schlag aufritz und ihm mit kiner unzemein rauhen und groben Stimme Vntgegm soll's, Sie Lump Sie miserabler ?'1Zo einen gemeinen Spitzbuben habe ich doch koch nicht gefchen, wie Sie sind! Sie Infamer lterl! Sagen Sie 'noch ein Wort, so schlage ich Ihnen die Peitsche im die Ohren, daß Ihnen grün und blau vor den Augen wird." Eine Anzahl der stärksten Schimpfvorte? folgten dieser Drohung, und dahi hielt der Kutscher seinem b!eich in die 5lissen zurücksinkenden Fabrgaste den Peitfchcnftock vor das Gesicht.' - Der schwächliche und nervöse Mann var zu Tode erschrocken und wagte erst tin wenig auszuathmen, als der Kutscher von der Äage,nthür zurücktrat. ' ( Waö wollte der rohe Mann? ' Vcabsichtizte er einen Ranbanfall oder war tr wahnsinnig geworden? Nach ein?r Pause, während deren der bedaucrnswerthe Herr, vor einem neuen ZJuthausbruche des brutalen Menschen zitterte, wagte er es endlich, sich zu eD" heben, um den Wagen zu verlassen. In diesem Augenblick jedoch trat der $hit scher mit feinem gewohnten freundlichen Lächeln heran und sagte im ruhigsten Tone von der Welt: Entschuldigen Sie, Herr Kammergcrichtsrath, daß ich Ihnen so gekommen bin! ,Jch habe nämlich gehört, das; bei Krankheiten oft ein tüchtiger Schreck viel hilft. Weil Sie nun ein so guter und freundlicher Herr sind, habe ich es einmal versuchen wollen, Sie zu kurircn." Herr Scheckig faßte sich doch zitterte er vor Schrecken noch an allen Glie ' - , ' 1, !:' "j j " lt dern. j; k Nicht wahr. SieHsiWmiAmK böse?" fragte der Kutscher sehr herz lich. Nein, böse bin ich nicht." sagte der Herr lkcmmergericktörath., 'Aber, f f . rr " i ' 1 ;ii ...!' i !!l !:';:! ncoer cann. es ooa) tragticyoo Ihr Witte! hilft.' Fahren Sie mich aber zum Sanitätsrath! Der versteht es doch vielleicht besser, wenigstens ist er, kein Freund von solchen Kraftku, ten." - Nacht - Idylle. , S!ach?s kehrt' ich heim vom Kartenspiele, Durchschritt, die, mondbegläuzte Flur, Da lag um mich in tiefer Stille, :; In sanftem Schlumzner die Natur. 4i!l,,:il "l 'm schlief das mMkin in dem Grase, Es schlief die Nachtigall im Strauch, Es schlief im Feld der flinke HaHLßi Es schlief sogar des Lüftchens Hauch. Mir dünkte Alles traumverloren . Hier, in des Mondes blassem Licht, Und dennoch gellten mir die O5;ren, . Denn meine Ilte schlief noch richt. w 'S '; 1 '-i ;;, 'K " ' "A nn o n c e ' Jch bin.', meinem leichtsinnigen Sohne ttuno,mcht zu bor. gen. Da ich meine eigenen Schulden nicht bezahle, steht durchaus nicht zu er. . t'1 ' Um ' 1 warten, dan ich dtejenlgen memes Soh' i es begleichen werde". 'Ip Nicht hiiliger. Dort geht die Vraut von unserem Freunde Mayer,' sie bekommt 6000 M. Mitgift. Nur? Diese alte Schachtel würde ich nicht uD tcr 20.090 M. lieben. G e d a n k e n s p l i t t e r. Es i st leicht, den Jeidenschaften zu widerstehen, die man nicht . bt.

Engels.

R,deUe von Schmidt ,5&Ur. Auf dem Canale grande wiegten sich die Gondeln, heller, leuchtender Sonnenschein vergoldete die Kuppeln der ehr würdigen Markukirche, und über den breiten Platz strömte lustig das bunte Leben eines echt venetianifchcn Frühlingstages. Vlaü d:e herrliche Luft und blau das ewige Meer, dessen Wogen leise über die Marmorstufen plätscherten, als wollten sie von vergangener Zeiten, versunkener Herrlichkeit erzählen, von Venedigs entschwundenem Reichthum, den sie in stolzen Galeonen dereinst auf ihren schäumgekrönten Schultern getragen. Uebers v.-. ortru tJLi v i . . f. . t. . l tc; 4iay juiciiucric eui ijyujguaujc ner Mann in leichtem Sommeranzug, den breitkrempigen Hut aus den blondlockigen ftopf gestülpt, und mit prüfenden Alicken betrachtete er die auf den Stulen der Kirche herumlageruden 'Weiber und Äinder. aber nicht mit dem Interesse des Reisenden, der staunend zum ersten Male die traumhafte Schönhe.: .der Pogenstadt bewundert, sondern mit dem suchenden Blick des Künstlers aus der Studienreise, aus der Wan derung nach einem Modell. Ader trotz eifrigen Suchenö schien er nicht zu sinden. was er wollte, und eben wandte er sich, um in dem Cafe seine Enttäuschung - zu vergessen, als sein Alick wie gebannt auf einer reizenden Gruppe haften blieb, die sein ganzes Interesse in Anspruch nahm. Mitten zwischen einem dichten Schwärm statlenider Tauben stand ein lachender Juuge mit großen glänzenden Augen, den hübschen Kopf umrahmt von einer Füll? tiesdunkler, wilder Locken, in der einen Hand und ein arofzeS Stück Brod, von dem er bald selber aß, bald tteine Krummen bröckelte und sie unter die Schaar der lustigen Vögel streute, deren, hastendes Durcheinander den kleinen Burschen herzlich zu amüsiren schien. Einen Augenblick betrachtete der-Maler daZ wirklich hübsche und originelle Bild, trat dann auf den , Kleinen Zu und fragte nach seinem Na wen. . Angelo", lachte der Bnrfche,- ohne sich in seiner Äeschästigung stören zu lassen. , Stehst Du Modell. Kleiner? fragte er weiter und erhielt die etwas überraschende Antwort: 5t ein, Signor, ich male selbst!" t Feil wuchs das Interesse für das seltsame kleine Menschenkind, und er setzte die begonnene Unterhaltung scherzhast fort. Was bist Du?" Hausmann!" Jliy, und was verkaufst Du ?" :: Streichhölzer und Apfelsinen." Aler was malt der kleine Michel llngelo?" .Alles, was ich sehe!" .Halt Du denn Unterricht gehabt?-,,' ,Nein!5 ..Aber kannst, Dn mir von Deinen Schöpfungen etwas zeigen?" Gern", sagte der Knabe, wenn ich u morgen wieder hier treffe, wenn ich n:eine Tauben füttere, so werde ich mir einige meiner Zeichnungen einstecken, um sie Ihnen zu zeizen. Aber da schlägt es elf Uhr. Ich muß heim, denn meine Mutter hat einen pünktlichen Sohn! Addio Signor!" Und fort war der kleine Kaufmann, doch an der Ecke deZ PlaYeS wendete er sich noch eimnal um und nickte mit lachendem Gesicht dem verdutzten Male? einen srenndlichen Abschiedsgrun zn. Am nächsten Voriuittag richtig : wie-, der bei deu Tauben traf er den Kleinen wieder,, und .dieser .hatte Wort gehalten. Eine ganze Galerie theils auf blaues Packpapier, theils auf abgerissene Briefseite hingeworfener Zeichnungen, Üarikaturen, , Äögel und Blumen in Han; reizenden Gruppirunzen holte der klci.ie College auS seiner Tasche, und mit prüfendem Blick musterte sie der vtalerl ' Es sprach ein unverkennbares, großes Talent aus den mangelhaften Stndien Angela.', es,, waren ,, kühne, aber geniale Gruppirungen, ungeschulte, aber höchst geschmackvolle Entwürfe, die vor ellen Dingen einen stark ausgeprägten Formensinn' und ein echt künstlerisches Feingef $ verriethen. , Willst Du" mir Deine SchöpfunJen auf einige Tage anvertrauen,' mein Junge?" fragte er den Buben, der ohne Besinnen bejahte, worauf ihm der Maler Namen und Adresse nannte: , Emil Born, Hotel Metropole, No. 21," und ihn aufforderte, sich in einigen Tagen persönlich dieselben aus seinem Hotel abzuholen. ..Hierauf trennten sie sich, der Maler ging in'S Cafe, während der kleine Venetiauer mit feinem ambulanten Kaufmaunsladen, den er mit Oranen gefüllt an. einem Bindfaden um die Schultern trug, über den Platz bum melte und mit heller Knabenstimme ein lustiges itülienisches Liebchen vor sich hin trällerte. Nachdenklich saß Born an dem runden Äarnwrtlschchen und durchsah wieder und wieder die mit Zeichnungen bedeckten Blätter, ost lächelnd, noch öfter aber mit? ernstem Blick lange eine der hingeworfenen Skizzen- betrachtend, die ihn von Minnte zu Minute mehr interefsirten. Er toar unzweifelhaft ein seltenes, ein großes Talent, der kleine Apfelsiuenjunge, und es erschien ihm wie eine Pflicht dieses Talent der Welt nutzbar zu machen. Zwar besaß er selbst nicht so viel, einen Andern, der ikzn , im Grunde doch gar nichts anging, in dem Maße zu fördern, wie eS 'hier hätte geschehen müssen, denn die Wandlung des kleinen Orangenverkäusers zum großen Maler war immerhin eine Lochst kostspielige Sache, aber er hatte zu Gunsten des ,, Nnaben ein Zauberwort, " daZ an seinem eigenen Geschick sich einst wunderbar bethätigte Connexion.ß . f Er stand auf, zahlte, zündete !! sich fieaessreudia lächelnd, eine neue Cigarre an und bestieg eine Gondel, ibrem Führer znn:-"''' Prozezzore Famoach, Pal" nl"

Drei Tage svZtcr zur bestimmten Stunde' standen sich in- dem eleganten Hotelzimmer Borns drei Menschen gy.

aenüber, grundverschieden in.: üi M Äeußern, in ihren sozialen Stellnngen, aber innerlich gleich in etnein einH er.abenen Gefühl, in der Liebe zur K unst. er liebenswürdige Maler Born mit dem blonden Künstlerkopf, der kleine Angel o in feinem besten Sonntagsstaat . t . f ..... .r'.'lvt ilh'; i,,;hrl,"'iiiiW::Vi!''V und der eurwurdlge Proiessor Fambach, dessen silberne Locken ein seelenvolles Greisenangesicht umrahmten. ' , Angelos Schicksal war. berathen.-und ..besiegelt worden, große, glänzende Thränen innigster Dankbarkeit ! hingen in -den laugen Wimpern, um den frischen Mund spielte ein seliges Lächeln, und tief purpurne Muth bedeckte die frischen Wangen des kleinen Italieners. Professor Fambach. der den Enthusiasmus Borns über das Talmt seines Schützlings theilte, hatte dem Knaben versprochen, ihn mit nach Petersburg zu nehmen und ihn dort , zum , Maler zu machen. Im Sommer schon sollte der Kleine ihn in die Kaiserstadt an der Newa begleiten. M ,,v Nachdem Fambach .5 sich ' von Born verabschiedet, blieb Angelo noch an der Thür stehen, und als der Maler ihm die Hand hinstreckte und ihn fragte: Nun, kleiner College, bist Du' mit mir zusrieden?" trat der Knabe mit freudiger Erregung auf ihn zn und sagte. Signor, Sie fragten mich bei un. serm ersten Zusammentreffen, ob ich Modell stehe. Ich habe es niemals gethau und würde S. auch nicht ,, thun, denn wenn meine Mutter auch noch so arm ist, für uns Beide reichte immer, was ich verdiente. Aber wenn Sie mich und die Tauben auf dem Markusplatz zu einem Bilds verwenden können, so bin ich gern bereit, denn das ist ja das Einzige, womit ich mich bei Ihnen bedanken kann." Fast zwei Jahre waren vergangen Noch lag in, den Straßen Petersburgs tieser Schnee, und über die breite Newa wogte noch das geschäftige Leben deZ nordischen Äinters Aus, der bleigrauen Luft wirbelten dichte Flocken, und die Schlitten glitten lnstiA klingend über den festgefrorenen Ttrom hinübtrur akademischen Kunstansstellung, die in diesem Winter sich zu einer ganz besonders glänzenden entfal' tet hatte. r. . ; , ts: . , Und eine der Perlen der Aüsstcllttng. bor der die kritische und kunstverständige ! Welt Petersburgs .sich mit immer er? tteuter Bewunderung drängte, war das Bild eines ganz vor Kurzem erst bekannt gewordenen deutschen Künstlers (Smil Born". Unter Italiens tiesblanem Himmel, auf dem sonnenbeglänzten Marküsplatz ein schöner lachender Knabe mit sorglos strahlendem Gesicht zwischen einer bun ten Schaar flatternder Tauben, ein reizdplles 'Bild voll meisterhafter Technik and echt künstlerischem Humor: An zelo!" Der Meiste? des Bildes befand sich feit zwei Tagen in Petersburg, freudestrahlend nahm er die Glückwünsche feiner Bekannten entgegen, und mit besonderem Vergnügen hatte er das WieSersehen mit ftinem alten Freunde, ans Venedig, dem liebenswürdigen Professor Zambaä?, gefeiert. , Unö , während sie zach einem , gemüthlichen ' Diner im Rauchzimmer deS Professors saßen, drehte sich selbstverständlich daS Gespräch zm das originelle. Modell des vielbevunderten Bildes, um den kleinen brannZugigen Venezianer. ' : " Zu seiner Freude' hörte Born, wic; der Greis Angelo den Stolz seiner Schule nannte, der zu den herrlichsten possnungen berechtigte. . Er war voll überschwenglichen Lobes . - über seinen nsernen Fleiß, seine glütiende Kunstbezeisterung, , und mit beredten Worten i schilderte er die reiche Entwicklung seiner ,'chten z K ünstlernatur, seiner , kühnen Originalität. Professor Fambach hatte dem Knaben bescheidene, Mittel zur Verfügung gestellt, mit denen er , hauslich ind eingebogen lebinür'.seiner Kunst and seinen Erinnerungen an .die ferne heimath. Diese Erinnerungen waren das Einzige, was den Professor mit tiefer Sorge erfüllten., Angelo litt, ohne zu klagen, irgend ein stiller Gram zehrte zn ihm, aber niemals war ein Wort des Schmerzes oder der Unzufriedenheit über seine Lippen . gekommen. -Aber auch das sonnige Lachen war fort, unwiederbringlich wie es schien,, nur diese Sorge beunruhigte. den würdigen Greis. Uebrigens war Angelo gerufen worden. Er kam. und nach Jahren standen sich Born und sein kleiner Schützling wieder gegenüber Welche .Veränderung ! .',,1,'' ," ,,! Aus dem frischen Knaben war ein hochgewachsener ernster Jüngling geworden, die sonnigen Augen hatten einen seltsamen 'Ausdruck tiefer Melancholie bekommen und auch seine ganze Art sich ;u bewegen, hatte sich selbstverständlich unter den erziehenden Einflüssen der Großstadt nngemein verändert. Seine, Freude, Born wiederzusehen, war eine fast wortlose, aber aufrichtige, er bezrüßte.ihn wie einen alten Freund, und aus einettWortmprarheinetiefe,, sreurige Verehrung sür den Professor, den er seinen Genius, seinen Vater nannte. Dann aber, als die Rede aus seine Kunst kamfda stammte es in den räthselhasten Augen auf, da lähelte der ernste Mund, und die bleichen Züge durchglühte es wie ein innerer magnetisches Strom, i Man sah e5 Hm ln, er lebte nur für und durch seine Kunst. s f ; Gemeinsam wanderte Born mit Anzelo gegen Abend , aus d er Wohnung des Professors heim, und zartfühlend vermied der' Maler, von Dingen ; zu sprechen, die dem Italiener hätten peinlich sein können. ? Um so mehr überraschte es ' ihn, als dieser, ihn plö tzlich bat, ihm noch auf eine kurze Zeit in seinemHeimKeKhM schenken. ' 'rr: . tt Jch möchte mit Ihnen von der Ver-

gangenheit plaudern," fügte er bittend hinzu, und gern willigte Born ein. Fünf hohe Treppen eines in der Vorstadt gelegenen Hinterhauses wurden erstiegen, und ein kleiner, aber behaglicher Raum nahm die beiden alteu Bekannten auf. Als sie vor der summenden Theemaschine saßen, fragte Born den Italiener: Wie gefällt Ihnen mein Bild?" und nach einer kleinen Pause," walirend welches Angelo unverwandt indie flackernde Flamme der Theemaschine starrte, sagte er leise: Herrlich, ich sehe es täglich, obgleich es mich quält!" - 'Und weshalb?" fragte der Maler verwundert. Da sah ihn Angelo so schmerzlich an, reichte ihm die wie im Fieber zitternde Hand und fragte in fast vorwurfsvollem Tone: Kennen Sie nicht das Heimweh, Signor?" Tann wandte er sich ab und vergrub das Gesicht in die Hände. Nach einer Pause aber schien plötzlich die ganze belastete Seele sich Luft machen zu wollen. ! ,,,, 'Er erzählte seinem Gast, daß er stets nur zwei Ideale geliebt, ja abgöttisch angebetet habe: seine Kunst und seine Mutter. . Aber er habe diese Heilig' thümer niemals in seiner Seele zu treu nen brauchen, so lange er in seiner Heimath geweilt Jetzt aber, seit zwei Jahren fern . von der Mutter, erwachte seine Sehnsucht nach der alten Frau, die ohne ihn so verlassen, so arm an Liebe sei, mit dämonischer Gewalt. Er erzählte dem Maler, daß er sik unterstütze, so gut es, gehe, daß er ge wiß sei, daß sie bei ihren bescheidenen Ansprüchen keinen .Mangel leide, aber sie einen Augenblick zu sehen, gäbe er einen Theil seines Lebens. Diese Sehnsucht wachse von Tag zn Tzg, und weil sie eine so hoffnungslose zei, zerstöre sie langsam sein Leben. Das Einzige, was durch sein verdüstertes Leben als lichter Sonnenstrahl dahinziehe, sei eine herzliche Zuneigung zu einer Collegin, einer Landsgenossin, deren liebes Bild sich tief in seine Seele geguaben, in deren Gesellschaft sich sein Leid lindere, wenn er mit ihr. sre! und schrankenlos von der geliebten Heimath sprechen dürse. Aber obgleich mit aller zarten und sinnigen Poesie das Glück einer -ersten, echten Künstlw liebe in seinem Herren' eingezogen. überwiege doch das Weh um das in um erreichbarer Ferne Zurückgelassene alle Wonnen seines aufkeimenden Liebessrühlings. ' Wäre er mit seiner Beatrice am hei.mathlichen Ufer der geliebten Adria vereinigt in dem ärmlichen Stäbchen seiner Mutter, er hätte sich stolz und glücklich wie ein Gott gefühlt, wahrend ihn so die Sonnenstrahlen der, Liebe wohl umleuchten, nicht aber erwärmen konnten. Vorsichtig versuchte Vorn ihn vor. diesem traurigen Themas auf ein andereS überzuleiten,, indem er. sich nach seinen Arbeiten, seinen Studien erkun digte. 'Und es gelang. Angelo erzählte ibm von einem Preisausschreibcn der kaiserlichen Akademie, welche eine sür eine Begriffe unerhörte Summe, für das beste, Bild von der Hand eines Schülers ausgesetzt, und er bcabsichtigte, sich daran zu betheiligen. Ich habe mein ganzes Empfinden, ,mein ganzes heimliches Leid, zusammengenommen,.. Alles, s was in mir wogt und stürmt, habe ich versucht, in eine menschliche Gestalt zu gießen, und mit diesem Bild, will ich mich an der Con cürrenz bctheiligen." Er sprang auf, trat zu seiner Staffelei, auf der ein verhülltes Bild stand, zog das Tuch weg, und ein Ausruf vollsier Bewunderung klang von' den Lippen des au f's Höchste überraschten Malers. ... Auf nordischen, kaltem FelSgestein,' am Fuß einer 'schneebehangmen Tanne stand eine weibliche Gestalt von geradezu.,?berückend5r' Schönheit ein' Hindu Mädchen mit blauschwarzen ' Locken und gelblichem Teilch die Arme weit in die Ferne gebreitet, wo am Horizont auf der grünblauen nordischen Fluth ein Weißes Segel langsam zu .verschwinden schien. War auch noch manches schülerhaft und unfertige - der Totaleindruck und die Genialität des Entwurfes waren geradezu überwältigend. " ' " Meine Sehnsucht," flüsterte Angelo. und in ausrichtiger Verwunderung und mit tiefem Mitleid zog ihn Born an seine Brust den armen todtwunden Knaben. Dieser Augenblick machte sie stumm und wortlos' zu Freunden, und über ihnen suchten die geheimnßvollen Augen des schonen HindumeibeS in wel ter Ferne das verlorene Glück!

1 Der Frühling' war d Das Ei! trieb in gigantischen Schöllen die Newa hinunter, und, , im kaiserlichen Garten sproßten schon schüchtern, die ersten grünen Spin an, SträUern und , Bau. men. ,,. . r .,. , , !, : i Es war emige Tage vor der Preisbertheilung in der Akademie, wo unter den ausgestellten Schülerarbeiten Angelos Hindumädchen großes .Aussehen machte, und von allen Seiten verhieß man dem -jungen Künstler eine , glänzende Carriere. Aus der Heimath aber hätte er seit Monaten keine Nachricht, nur ein alter Verwandter hatte ifp vor längerer Zeit geschrieben, daß die Mutter jkränkle und mit einem Schlage merklich alt geworden sei, und diese halben Andeutungen, schlimmer als die Kunde eines ersten Leidens folterten, ihn un säglich. Mit solchen Gefühlen ging er am entscheidenden Tage in die Akademie, und merklicher als sonst klopfte das ehrgeizige Herz, als er , den Saal betrat, wo die Namen' der Erwählten, verkünbet wurden. , ,,,,: .,. ' ' ' Der erste Preis, dreitausend -Rubel und die goldene Medaille sielen ans die Perle der Konkurrenzarbeiten - Sehnsucht l?d von Angelo Petralli! , , :- , ; - , Wie er aus dem Saal in's Freie gekommen, wußte , er selbst nicht. Alles I lachte. ' weinte und mbelte durcb einau-

her in seiner Brust, vor Glück und Wonne vor überströmender Seligkeit. Wie besessen rannte er nach seiner Wohnung, besah unterwegs sein Bild in allen Ladenscheiben und konnte gar nicht glauben, daß er wirklich der Glückliche sei. Er sprach so laut mit sich selbst, daß die Leute ihm verwundert nachschauten, aber ihn kümmerte es nicht. Jetzt war ja sein und seiner Mutter Glück besiegelt für immer, setzt, mitten im Lenz hinun. ter nach der sonnigen Heimath, die Theure zn holen, um sich im wieder von ihr zn trennen. Er betrat seine Wohnung, stolz wie ein junger Feldherr nach der ersten gewonnenen Schlacht, und sein freudiger Blick siel auf einen Brief mit italienischer Marke und dem ersehnten Stempel Venezia". Aber kaum hatte er einige Zeilen ge lesen, als sein Gesicht erdfahl wurde, die Lippen konvulsivisch zuckten und kalter Schweiß auf seine Stirne trat. Sein Verwandter schrieb ihm, daß er im Anftrag der sterbenden Mutter, die soeben das letzte Sakrament cmpfan gen, ihrem Sohne die letzten Abschieds, grüße sende. Wenn diese Zeilen zu ihm gelangten, werde sie friedlich un) janft hinübergeschlummert sein, denn der Arzt chabe längst jede Hoffnung aufgegeben. Selbst einem Sterbenden gleich starrte Angelo auf das Papier dann brach er mit einem wilden, grellcnden Anfjchrei bewnßtloS zusammen. Als er nach Stunden in den Armen Fambachs und Borns, welche gekommen waren, ihm Glück zu wünschen, die Augen auffchlug blickte er irr und fre-nd um sich, hörte seinen Namen, kannte seine Freunde nicht mehr, ewige Nacht hatte die schwär zen Flügel über ihn gebreitet, Ätngelk war wahnsinnig geworden! Seine beiden ; Gönner setzten ganz Petersburg für den Unglücklichen in Bewegung, dessen grausames Schicksal die allgemeinste Theilnahme erregte. Wenn auch die bedeutendsten Aerzte rathlos diesem unsichtbaren Dämon des Leidens gegenüberstanden, Born und Fambach gaben die Hoffnung ' auf. Net tung nicht verloren, und zwar sollte eis mächtiger Bundesgenosse in's Feld ge' führt werden, die Liebe! Hat sie Kerker gesprengt, ost die Ge. schicke der Nationen gelenkt," meinte d Prozessor, so löst sie vielleicht auch hie, mit allmächtiger Hand die- Bande des gefesselten Geistes" und Beatrice" sollte das Zauberwort sein, ihn dem Le. ben zurückzngeben. Daglich hatte sich in der Hcilanstal! ein junges schwarzäugiges Mädchen nach dem 'Kranken erkundigt und ein günstv ger Zufall führte Fambach eines Mvv' gens mit dem liebreizenden, blähenden Kinder zusammen in der Stube des Pförtners, wo sie mit thränenüberstrvm tem Gesicht sich nach dem Schicksal Angelos erkundigte. Wollen Sie ihn sehen?" fragt, Fambach, und als die Kleine mit aust leuchtenden Augen bejahte, begaben - sich Beide in Begleitung des behandelnden Arztes in die einsame, traurige Zelle. Dem Professor schlug das Herz zum Zerspringen, denn auf diesen Augenbliä gründeten sich, seme sehnlichsten Hoff' nungeN. Angelo saß 'bleich und abgewendet an dem kleinen Tisch und starrte hinaus in die bleigraue Luft, theilnahmslos und fremd. Leise und schüchtern ging das junge Mädchen auf ihn zu, legte die zitternde Hand auf seine Schulter und flüstert mit der ganzen rollen Zärtlichkeit einer liebenden Seele seinen Namen! Er blieb unberührt, sah sie an, glcichgiltig. wie ans einer, andern Welt, und als sie laut aufschluchzend an seinem Stuhle niederglitt und: seine mageren Hände mit leidenschaftlichen, verzweifelten Küs !sen bedeckte, da schüttelte er den St opf wie über i etwas Fremdes, Unbegreifliches und blickte dann.' wieder unver wandt hinaus auf den kalten, nordischen Himmel. , .!,- - ' - Völlig vernichtet kam der Professor heim, seine Hoffnung ,, war getäuscht, selbst die Liebe war. machtlos gewesen,' und keine Aussicht auf Rettung bot sich für seinen armen Liebling. - - Nach langen Wochen kam aus Italien wieder ein Brief an Angelo, den Professor Fambach öffnete, und der die fast märchenhafte Nachricht brachte, daß wie durch ein Wunder nach langem Leiden die greife Mutter, wider Erwarten geuesen sei und nur Angelos hartnäckiges und' unerklärliches Schweigen sie beunruhige und die raschere Erholung beein.trächtige. " : i Mt diesem Schreiben eilte Fambach wieder, zu dem Kranken in der schwa chen !, Hoffnung, . daß- die frohe' Kunde vielleicht irgend welchen heilsamen Einfluß ausüben könnte. Er sollte sich wieder täuschen. Ruhig horte der Leidende den Brief mit an, aber dabei umspielte ein unglänbiges Lächeln den zuckenden Mund, er schüttelte ' schmerzvoll das Haupt, und dann war alles wieder wie zuvor. , Schmerzbewegt ging der alte Professor' heim ; aber der ganze Fall gab ihm lange und ernsthaft. zu Denken und nach i einer eingehenden Eonserenz mit Born, und dem Oberarzt der Anstalt ging ein langer, Brief nach Italien. Und, nach , einigen Wochen wurde der Schwerleidende, der alles- stumm ' nnd apathisch über sich Zergehen ließ, zum Bahnhof gebracht, und in Begleitung des ihn behandelnden Arztes und seines Freundes Born ging es fort in den lachenden Frühling hinein. ' Lange, 'lange' noch stand der greise Professor auf dem Perron des BahnHofs, dem enteilenden Züge nachfchanend, in dem lauen Maiwind flatterten feine 'ehrwürdigen Locken, und während sich mechanisch die Hände falteten, flB stcrte er leise vor sich hin. Gott geb's!" ;; Ueber! Venedig leuchtete wieder die Frühlingssonne, über den,! Markusplatz kreisten die Taubenschwärme, und hinter den dicht verhüllten Fenstern eines eleganten , Hotels standen' Born und der Äzt und beobachteten ihren Schützling. Auf der Chaiselongue lag Angelo in tiefem Schlummer mit sestgeschlossenen

Augen. , Von :. Triest aus hatte er in Folge eines Schlafmittels nickst mehr die. Aügen aufgeschlagen. . Schlafend , ..." .

war er angekommen, in rieien cyium mer hatte man ihn rns. , Hotel .getragen und hier gebettet. ' Und nun näherte sich jeden Augenblick die mit .zitternder Ungeduld erwartete. Katastrophe. In diesem Augenblick klopfte Man leise an die Thür, ein Kellner , flüstert e Born einige Worte zü, worauf dieser das Zimmer verließ, wahrend sich der Arzt mit dem Kranken beschäftigt. Langsam schlug der Jüngling die Aw gen auf und sah sich apathisch um, während der Arzt schnell die Vorhänge des offenen ' Balkonsensters zurückschlug. Goldenes Morgen!icht fluthete herein, Italiens lachender Himmel wölbte , sich draußen, üud gerade ins Fenster hinein schaute Venedigs marmorner Löwe, den die flatternden Tauben umkreisten. Er strich mit der Hand über die Augen als wolle er sich besinnen, schüttelte das Haupt und erhob sich ein wenia. Da siel sein Blick auf die Thür, ln deren Nagmcn, von Vorn geführt, eme alte zitternde Frau soeben erschien und mit weit ausgebreiteten Armen langsam daZ Zimmer betrat. Und von ihren Lippen klang vo? tcdtlicher Angst, voll glühender Zärt' lichkeit eines liebenden WtutterherZens sein Name in den stillen Raum hinein: Angelo!" Einen, Augenblick stutzte der Kranke, dann flammte tiefe Gluttz über sein Gesicht, hoch und energisch richtete er sick auf, starrte die Alte ay wie eine Erscheinung, dann aber mit einem Jubelschrei, der die Brust zu zer' sprengen schien, stürzte er auf die Grei sin zu, umarmte sie unter Lachen mti Weinen, küßte ihr Hände, Wangen nnd die weinenden Augen, und mit dem selig geflüsterten Wort Mutter" sank er lt--wußtlos in die Arme des Arztes zurück, der .sich lächelnd über ihn beugte, ihn sanst auf den Tivan niedergleiten ließ und den Beiden tröstend zuflüsterte: Sie haben ihn wieder!" Dann blieb es stlll, am Fenster stand Born und schaute mit leuchtenden Augen zu dem lächcttden Himmel empor, und vor dem Lager des Jünglings kniete die Mutter stumm und lautlos in glü' hendem Gebet! Ein Jahr war vergangen. Durch das offene Fenster eines behaglich ausge statteten Maler-Ateliers, rn einer jener reizenden kleinen Villen am Golf von Camaldali strömte der balsamische Duft deS blühendenJasmins in daS traulich Zimmer, und der Purpurschein der sin kenden Soune leuchtete über ein sasi vollendetes Bild auf der Staffele!: BeatriceS Angesicht, aber nicht von Thränen überströmt, sonderri leuchtend in hohem, seligem Glück. Am Fenster stand eine jugendlich schlanke Gestalt mit träumerischen, aber heiteren Augen, und der Blick des jungen Mannes folgte mit dem Ausdruck tiessteu seelischen Wohlgesühls den beiden Frauengestalten, die durch die lange, von blühenden Bäumen umschattete Allee des Gartens hinunter schritten. Die eine gebeug! und ergraut, umschlungen von dem schützenden Arm der andern, die stolz und elastisch neben ihr dahinschritt und offenbar der Alten etwas sehr Heiteres vorplauderte, denn öfters blieb diese stehen und streichelte zärtlich ihre blühendcn Wangen. Am Ende der Allee tauchten jetzt zwei männliche Gestalten in Neisekleidern auf, der eine hoch und jugendlich, der andere ein ehrwürdiger Greis mit b berweißen Locken, aber kräftig und energisch dahinschreitend. Jetzt hatten sie die Damen erreicht und standen bei ihnen in herzlicher Begrüßung. Aber AngeloS Blick und Herz hatten die Ankömmlinge länger erkannt, er schwang sich, elastisch über die Fensterbrüstuug hinunter, mitten zwischen die blühenden Aosen, und im nächsten Augenblick schon lagen sich Born, Angelo und der greise Professor tiefgerührt in den Armen. - Und AngeloS erste Frage war, indem er Fambachs greises Haupt zärtlich wie ein Sohn mit beiden Händen hielt: Ist es ein flüchtiger Besuch, den Sie uns schenken, oder ?" - Ja, ich komme, zu bleiben, den Rest meines Lebens hier zu verbringen und mir ein Grab zu wählen unter Sorrentos schattige? Pinien oder in den Lorbeerhainen von Amalft! Dein Brief hat den Vater gerufen, und meine Heimath ist fortan bei meinen Kindern!" Born und die greise Mutter drückten sich stumm die Hand,und an des Greises draves,z warmschlagendeS Herz schmieg ten sich, Beatrice und Angelo,' während langsam und majestätisch die rothglühende Sonne in die Wogen des Gklfes tauchte und aus den Myrthenzweigen die Nachtigallen ihr Lied anhuben, einen Lobgesang auf wiedergefundenes reines Erdeuglück. - Kasernenhofdlüthe. Unterofficier: Einjährige? , kloppe, Sie brauchen sich gar nicht so , viel ha raus einzubilden, daß ! Sie Professor sind!: Wenn mein Vater seiner, Zeit meiner Mutter nachgegeben hätte, wäre :jt"-iL:-rs-:.ifi-.jL.i 'r.j.,' f'l nl. iü) viruaui jcu uui 0 ein itcmcci wl? . I -iWi!SS'Sf M'i A:!', ''f'i i" ,h!KiW-!ilir.Li li'nli"! ! knd Knem Dumm z. Unterschied, als daß der erstere schweigt, h. . -1.L ' !' jf L . VA ' ' L ' i ! ,'

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vo innrer pruur. ; , , , :;.?--!

Auf der Höhe der Zelt. wh h Bit glücklich in unseren Tagen Ist AlleS es ist nicht zn sagen, Wie sind lvir so klug und gescheidt Wir stet) auf d er Höhe der Zeit! Tagtäglich wird Neues erfunden, Bald ist jede Krankheit .verschwunden, Bacill' um BacMus gedeiht Wir steh' aus der Höhe der Zeit! 1 Was gestern als Wahrheit gegolten, Wird heute schon Blödsinn gescholten üb Irrthum an Irrthum sich reiht Wir steh'n auf der Höherer Zeit l

Wir kennen die kritischen Tage", Verbessert wird iealiche Laae. Vom Vorurtheil Alles befreit Wirstch'n auf der Höhe der Zeit! ' . r Anst glaubte derM'enMfzch geschaffen. Jetzt fteh'n wir schon unter ' dem Äffen, Watz höheren Werth uns verleiht Bit stch'n auf der Höhe der Zeit! Was heute geehrt und bewundert Als Größtes im gcknzen'Mhchündert, Bilt morgen kaum mehr einen Deut Wir steh'n auf der Höhe ?er Zeit! öln Eh'bruch'sZomaneii und Ärarn Ergötzen sich unsere Damen Die Gewissen sind sch on- hübsch weit Wir steh'n auf der Höhe der Zeit! Einst leuchtete das Ideale ' 7 : r: Deut Künstler mit göttlichem 'Strahle? s stehet, wer ihm sich noch weibt. Zttcht mehr auf der Höhe der Zeit! Wir tanzen mit flatternder Fahne Berauschet auf einem Vulkane, Zum Untergang stündlich bereit, Wir steh'n auf der Höhe der Zeit.' v. Min. Ja, Bauer, daS ist gauz was Andres!" O.' li (WZhrenÄ drrSeschSftsstunve. Oftitft tttt trn tw.f sifY' , davon! Ich muß Euch in aller Ge?,:tt!t Vi 'f. ... . unuiciiyLuen nicir uiuiiu iijitu wie ii tue ic lonlicae chichtc erzählen! Also r . -" " V . , ' '' irr jV r ?j f -r-, Ö TTf2S r .' (Sa HauZe.) : , Laßt mich doch zusrieden, Kinder! Seht ihr nicht, daß Papa zu dielzn thun hat, um euch Geschichten zu erzah. !eu? Laust und spielt zusammenZ" Modevtld. , &i . . irfll-. - ' iT 1, I! kii :n.i'A !"'' I: , . ' ' f !i .!: - ä.''t' Eoniseren-Kostüm. mt verhangnißvolle Störung. ' ,, ' - ' ; ' '.!,: fl- : - ,:: ',;.:!','!I,IJ 1.

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