Indiana Tribüne, Volume 14, Number 168, Indianapolis, Marion County, 8 March 1891 — Page 2

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Qlnt tragikomische Geschichte.

Aus seinen versonlicben Erinnernfern theilt Karl Vogt solgende tragikoMische Geschichte mit: In Gießen sollte ein Mörder, Namens Heß abgethan- t werden. Nun lebte damals in der Stadt ein beliebter Geistlicher, de, sc. . s.: ..v jui,u;viiuitij vuijci. aticin, viu, iuuw und gesund, wälzte er seine Existenz durck die Wogen der Popularität, die er durch eine hohe Tenorstimme, kräftigt Schlage aus die Kanzel und einen pau5 backien Humor gewonnen hatte. ! Als ihm einst ein frommer Candida der Theologie eine Probepredigt ge bracht hatte, in welch:r unendlich viel ,,dom Teufel die Rede war, der als e!?. - brüllender Löwe umhergehe und suche, ven er verschlinge, gab er ihm daZ , v?Ouuskript-nlit- den Worten'' zurück: 3ic ist ganz gut. aber (mit dem Finge! ms das Wort Teufel deutend) das Kerlchcu wollen wir lieber weglassen! Wir köanen ohne den Racker fertig wev den!" Engel bereitete gewohnlich di, Verurtheilten zum Tode vor. DieZ mal aber, bei Heß, hatte er daZ Ge schaft einem Anderen überlassen müsser und konnte nur den Zug zur Richtstättt begleiten. Heß benahm sich sehr ungeberdig. Er rauchte während de5 gan zen Wezeh, wollte, oben angelangt, , dik Wseife nicht 'weglegen, sich die Hand i nicht binden lassen, kurz, machte, wie de: Kirchenrath später erzählte, ' einet TeufelSkandal. schimpfte den Pfav. frer, der ihm zuredete, einen Esel übn. ben anderen, überschrie den Trommel' Wirbel, ballte die Fäu' -aen bei f Henkersknecht, stieß den.. . dem 11 uße um, daß er fast von den. Ichasfo: Lkollerte, so daß das Volk schm. i iniir . ren an :ng und gegen daZ Gei t. dn Epißcn der Behörden und den "charp dichter böse Worte sielen. Da, im Augenblick der höchsten Ge fahr, zog der Kirchenrath mit einein kräftigen Nuck seinen Collegen am T lar zurück und trat vor den wüthenden t Verbrecher. Heß", sagte er, die Fällst, ballend (dies war seine Lieblingsbewe gung, besonders wenn er begütigen wollte), .He, was machzt Du für ?a

; , chen? Sei vernünftig! Thu' mir der 1 Gefallen! Lang' dauert es nicht! Es

ßst alelch sertlg. Du kannst doch rnch!

IverlanIcn,: daß der Hoffmann um Dei ketwegen um sonst von Frankfurt hierhe, gekommen sein soll! Die Sache rml ldych ein Ende haben! Thu' mir du ljEchandz nicht an. Hetz! Lab Dich löpsen! Hcf; wurde sauft wie ein iLamm, ließ sich von Engel, der ihn be- ' sandig mit den Worten: Saß Dich Kopsen !" auf die Schulter tätschelte, zum jStuhl fahren, leistete keinen Widerstaut beim Binden und ließsich köpfen. Das kommt davon!

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lupNJu '.'coroen. iujl'ani Sonntag gab c-5 dort immer Fabrikinsvektion" und der pflichteifrige

ITaxi mivic oaver meat zeylen. Wirklichkeit kalte der BZsewicht in einer Ungarischen Grenzstadt zärtliche Zusam jmcnküufte mit einer kleinen blonden SchZttspiclerm, die er vor zwei Jahren ,in Jjchl kennen gelernt und die ihn ohn , H, !v!ele ühe aus den lockenden Pfad bei ,i Untugend wieder zurückgesuhrt hatte. KDie,,?etz:edieZcr verbotenen Zusammen ' lüttste hätte vorigen Sonntag stattfinden , : sollen Larl hatte MeZ sü? die Abreist ii ", t . , . t . ,

vorvcrelrer nna zogar, oa er olesmal , , eine mchriagige Abwesenheit geplant hatte,' auch nicht ermangelt, im Weg: j1'1! ..I. . 1 ,. C ? '

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."'"i Y t1 v-' Q. vplforgcfeSßTgwbc staub-: SnßeZ 'UWaüzerZ! Bin soeben angekommen, ,mux - ;l v '' ., .

iflSlciocs t?i5 onnernag mer vlttvenj VIN WodtmÄdeMd kann nicht mehr schreiben. Tausend Küsse an Dich und Bubi von

;;if;!:Deinra Karl." Bwgte Karte sollte ,,,HlttN Freund Samstag Abends aufgeben. f?( fQ!ttitstrtsidj?r 9Hüasl?:pi

. ; "Ü ln Wien I sei und die , 'Theure tröste. HÄber. ds Verhangniß war schneller alZ die' k. k. Post. Ein College erkrankte. KKarlLonnte seine Fahrt nicht antreten und als er Sonntai Mittaaz in

Gesellschaft der (rhetlebsten da:l erNen !Löffel Su??e zu.siH nahÄ. ertönte die ,''Mlöckehas Dienstmädchen überbrachte "y-- der Guädi-zcu eine Corrcspenzlarte, die "ädige löars einen Vlick lzinein , und stieß einen regelrechten Aolterschrei aüsder arme Funder aber nun der hat ein.- gründlich.' Variante deö atten '.i- , r- -l

Sitec:-3 zu loiid v?l9ui!ne:: ;-komm: trnvrn, da 5 kommt darön, wenn ?zan u:t auf Ä eisen geht." '"f'; - " ,;' , " """ ' ' it""':s- . W:. t , J l 0s St . ätE.'"?" . -O t V ti u y t U U I V .i ( 7 u u c. Gläubiger: Ich möchte den errn Ba. ron sprciji. Diener: Bedauere,, der Herr . Äaron sind verreist. Gläubiger: So? Nun, dann sagen Sie Ihrem Herrn eiu schone Empsetzlunz von mir, er mochie bei 'der nächsten Ne'lse seinen Kopf mitn?h:uen und ihn nicht zum Fenyer hinan '-stecken. .M 10

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ja neilg ge-zauzr oaven, neoee yitt; benu die ganze Stadt spricht von Deinen Schulden. , Lieber Onkel, , was thut

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Fossilien deö ewigen EZfeS. Im ganzen nordlichen China, ist seit Menschengedenken eine seltsame Sage verbreitet, welche tief in die mongolischen Stämme der Gobiwüste und sn's südliche Sibirien hineinreicht., Es heißt nämlich, daß ties, viele Meilen tief im Innern der Erde eine riesige Ratte lebe, zehnmal so groß, wie ein Ochse und entfernt mit dem himmlischen Trachen verwandt. " Dieses Ungeheuer kommt nach der Sage niemals an die Oberstäche der Erde. Während es m ellenlange Gänge und Stollen auswühlt, stößt es manämal mit seinem breiten Rücken an die Gesteinsschichten, und dann erdröhnt und erzittert die Erde, und Berge und Städte stürzen e!n. Das nennen die Menschen dann, ein Erdbeben. Niemals erblickt das Ungeheuer das Licht des Tages. Und mit gutem Grunde. Denn riesenstark, wie eS ist, trifft, es doch der erste Lichtstrahl wie ein furchtbarer tvdtlicher Blitz, und es muß verenden, ehe es Zeit gesunden, in sein lmterirdifches Reich zurückzukehren. Ab und zu, jedoch sehr selten, irrt sich jedoch die Niesenratte in der Richtung, im? mentlich des Nachts, und taucht dann zur Oberfläche der Erde empor. Sollte es sich jedoch fügen, daß gerade die Sonne aufgeht uud sollte . es auch nur den ersten röthlichen Strahl der Morgendämmerung erblicken -y so ist's, um den Riesen der Unterwelt geschehen. Sein Leichnam friert dann im Eise und Schnee des Winters ein. So lautet die seltsame Mär der nord lichen Chinesen und Mandschu. lln schwer werden wohl unsere Leser in die ser fabelhasten Einkleidung den thatsächlichen Kern herausfinden. Diese Niesenratte des Erdinnern ist das Mammuth. Die Naturvölker haben für das vereinzelte Borkommniß dieses vorweltlichen Elephanten, dessen Cada? ver ab und zu wohl erhalten in Sibirien und ökordchina entdeckt werden, keine andere Erklärung finden können, els jenes Märchen gibt. Die Existenz prähistorischer Thiere ist ihnen unsaß bar, vor allem aber unerklärlich ver völlig wohl erhaltene Zustand der Cadaver. Es mußte nothwendiger Weise ein Wesen sein, das erst ganz kürzlich an die Oberfläche der Erde gekommen uud sür welches daS Sonnenlicht todbrin gend sein 'mußte. Denn in lebendem Zustande war es nie auf der Erde an getroffen worden. Wenn es also .erst kürzlich, wie der Augenschein lehrte, verendet war, so mußte es erst soeben an die Oberfläche emporgetaucht sein. Ja, das Mammuth ist ein Fossil, ein Fossil des ewigen Eises. Bekanntlich thaut trotz der Hitz? des etwa sechs Wochen langen Sommers in Sibirien

der Boden höchstens ms zurTiese von acht bis zehn Zoll auf, sodaß noch ge rade die slachen Getreidewurzeln Kalt

jzssen uud wachsen können. Das Eis der tieseren Schichten der Erdrinde, welches durch die geschmolzenen Zuflüsse ron oben her stch noch immer verdickt, bildet häufig Lager von 30 u. mehr Fuß Mächtigkeit, und namentlich an den Ufern der großen sibirischen Flüsse, wie der Lena,. bildet es formliche Geschiebe, die von den mehrere Fuß mächtigen Anschwemmungen deö Flusses vor jedem Einflüsse des Temperaturwechsels geschützt werden. Diese unterirdischen Eislager von vielen hundert Meilen Ausdehnung sind der Fundort jener prähistorischen Reste. Bor Jahren hatte sich durch jene leisen, aber stetigen Veränderungen der nimmer ruhenden Erdrinde einS jener mächtigen Eislager, deren Alter vielleicht Millionen vou Jahren umfaßt, emporgeschoben. Die Sommersonnc vermochte du obere Kruste zu schmelzen, und ein Zw fall wollte es. daß eine Gesellschaft ru sischer Jäger und Abenteurer gerade zur Stelle war. Vor ihnen erhob sich eine halbdurch; sichtige nut tiefen Rissen durchsehte stelle Eisklippe. Aus derselben ragte ein gewaltiger, vom Alter fast geschwärzter Stoßzahn hervor, und in dem Schimmer des ewigen, Eises hob sich eine, schwarze, ungeheure Masse undeutlich erkennbar ab," die einer der mongolischen Führer sofort für bei: Leichnam jener fabelhar ! tenRiescnratte erklärte. Mit Eishacken und . Denen ging man sofort an die Arbeit,' den Nörper auö dem Eiskerker z:: befreien. . . , So .vard das erste Mammuththier entdeckt und durch ein glückliches Zu .sammentrcssen gelangte die Äunde nach Europa. . Das Fleisch war noch so fruch und wohlerhalten, dan die EsnmoHunde jener Gesellschaft es mit Begier sraßen. Die,, ungeheuren', Wloßzahne, wanderten nach St. Petersburg ' in's Museum., Seitdem sind jenen Funden ähnliche gefolgt, und noch Tausende von . , . , . ' L . . . . r , o:ajen gewaltigen Raoavern ceror welt moaen im unterirdischen Eise begraben sein. Bekanntlich ist das Mammuth durchweg dicht behaart, unähnlich seinem noch heute lebenden Verwandten, dem Elefanten, und, sein Hals war mit einer langen buschigen Mähne geschmückt. DaS deutet ebenfalls daraus hin, daß tu feiner Zeit Sibirien gleichfalls ein rauhes Klima hatte. Das Manimuth toar über ganz Europa und Nordasien verbreitet. , Seine ungeheuren, manch' mal über drei Zentner wiegenden Stoß

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zahne findet uu sporadisch anch iu . :,.!:., . ,. ': li.ii !? ,!, "ja 1 . I:. W! "i i, ... i, iWtt' : ::'. S; tPi a '

I Deutschland, Englaub, . Italien und

Frankreich.. Ein Zeitqenosse des Mammuth war das gleichfalls längst ausgestorbene behaarte Nashorn. Es ward auf ahn llche Wme yon Jaaem entdeckt. , Im ewigen Esse des . nordlichen Sibiriens kamen diese über ein Gletscherfeld, darin eine mehrere Fun , breite 'tiese Spalte gähnte,, Eine, .schwarze, unkenntliche Masse ragte aus derselben empor. Ber genauerem Nachsehen , fand man einen gewaltigen Kops, mit zwei gekrümmten langen sauern , aus oem calenvem, augenscheinlich der eines vorsündfluthlichen Nashorns. Dasselbe war gleichfalls, wie das Mammuth, über und über mit langem, dichtem, .rothbraunem Haar bedeckt. Die Hauer hatten die ansehnliche Länge von vier und zwei Fuß ; Y!3. TAi rA tn irrn ? firts. uiijw vufc Vitvu, mu vciles , Drittel größer, als das größte der jetzt noch lebenden beiden, Species. Bekanntlich kommen, biete nur m den Gegenden s am, Kap . vor, während die Gattuna an Asien völlig ausgestorben ist. , Auch für diese Fossilien ist die chinesische Sage schnell mit einer Erklaruna bei der Hand. Der große Drache hat sie getödtet, . nach seinen Höhlen geschleppt und ausgesrejjen; nur Knocyen und Zähne hat er übrig gelassen. Da mit wird das vereinzelte Vorkommen von Stotzzähncn und ' Gerippen des vorgeschichtlichen Rhinoceros in Felshöhlen erklärt. Auch heute noch kommt . eS vor, daß gewaltige Thiere, wie namentlich Wah fische, im Eise festfrieren. Glaubwürdigen Berichten von Seefahrern entnimmt man, daß ab und zu ein Eisberg auftaucht, in dessen durchsichtigem In nern ein solcher Riese der Tiefe cingebettet liegt und südwärts geführt wird. Allerdings hätten sich selbst die kühnsten - i,': c W '' wJ ' tm. ' 1 Zager nlcyr an vieles RryjtallgewngniJ trotz dc-Z lockenden Inhalts, gewagt. Denn mit einem schwaiikenden Eisberg von etwa tausend Fug-Hohe und emer halben Meile Umfang läßt sich viel V . ' - V IL rf'V iqwerer anvinoen, azs mll einem teoenvigen Walfisch. Es erscheint übrigens sehr wahrscheinlich,, daß jene Riesen der Vorwelt keineswegs .einer plötzlichen Naturkataftrophe zum Opfer gesallen sind, , wie man früher annahm, , sondern wahr scheinlich in die trügerische Schlammdecke der Torsmoore an den Flüssen versanken und erstickten. , Der nächste Wmter umhüllte sie dann mit einer. schützenden! Eisdecke, die im Lauze oer Jahrtausende . - . , , ,.,v , , immer oiaer ivuroe. Lustlgeö von der Nnfallver sicherung. t Arzt: Bevor ich Ihnen sagen kann, liebe Frau, ob Ihr kränker Mann eine Rente aus der Unfallversicherung erhält, muß ich feststellen, ob er sich die Krankheit wirklich ohne eigenes Ver schulden zugezogen hat." Der ' Kranke : .Das kann ich beschwören, Herr Doktor, meine Schuld war's nicht sie hat mir den Kessel mit dem siedenden Wasser an den Kops geworsen." - , , jyl,v- . ' ' ' l , Der M obe etwas voraus. " i i nfc , , r' lt , -23 c; benkli ch'e ÄMx ;l Heinrich, die Uhr ist gleich acht. Mache doch: daß , Du ' zur Schule kommst ! Sonst letztlich ;ier.S!c6reifyhic,b,cVemni Platz nöch;;i:,üBcrt:;'s:!f Weshalb Dich denn nicht ? Weil ich ' ":W e n n e i n M a n n und ein Weid so unvernünftig sind, ohne Liebe einander zu heirathen, dann nennen sie das eine Vernunstheiratb. Z -'Sem Gott e , n A in t gibt, dem gibt er auch Verstand." Deshalb reißen sich so Viele um ein Amt, damit sie zu Verstände kommen. ii'5.:

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v . Die Cigarettendose. 9 1 , Eine alltägliche Geschichte die in Deutschland anfängt und in Amerika aufhört

Leu SrnstRüge. Sonntag Abend bin ich stets bei dem jungen Ehepaare, und wenn wir Drei nach dem Essen in's, Gespräch kommen, da . vergessen wir ganz und gar, daß wir w der neuen Welt, sind, und das ist uns sehr lieb, denn wir Deutsche mögen uns nun einmal nlcht an die amerika. Nische Sabbathheiligung . , gewöhnen. I Zum Kukuk auch, weshalb sollte man gerade durch das einfältige Wassertrin ken in den Himmel eingehen! Der Gastwirth halt fein Locai fest verriegelt, weil es die hohe Polizei anbefiehlt unb sich Niemanb an dem' sträflichen Naß erfreuen soll, und da schließen wir Drei uns , denn , gleichfalls ein. trinken nnser Flaschenbier, das am Sonnabend herbeigeschafft) worden ist, plaudern, mustciren, und der freundliche Hausherr bietet mir von Zeit zu Zeit eine Ciga" rette , aus seiner Dose an, und dabei wirst er stets einen so zärtlichen Blick auf das glänzende Ding,- daß ich allmälig zu der Ueberzeugung gelangte, es , müsse mit dieser Dose eine ganz eigen thümliche Bewandmß haben. ,, Herrgott, ist das ein prächtiges Exemplar!" rief ich, , als mir pie gediegene Arbeit daran -zum ersten Mal auffiel. ' 3 : Mein Mann ist ungeheuer stolz daraus," meinte die junge Frau lachend. Gestehe es nur selbst ein, Hans!" Und die beiden tauschten einen gar vielsagenden Blick aus, so daß ich gelegentlich weiter forschte ; und wiewohl es Hans bei seinem geheimnißvollen La aeln bewenden .ließ, sprach dieGattm für Zwei, denn redselig sind . nun einmal alle Frauen, unb das hat ja auch wieder sein Gutes. Wie hätte ich sonst die Geschichte erfahren und sie mir zusammenreimcn können! - : , - .Hans hatte sein Glück eigentlich von der Erde aufgelesen, und wie das kam, soll hier erzählt werden zu Nutz und Frommen Aller die es ihm uachthun wollen. . i Es war also an einem bitterkalten Winterabend in einer mittelgroßen Stadt Deutschlands, als unser Held das stattliche Gebäude des Polytechnikums verließ, um nach Beendigung seinem eigenen Studien eine , herzlich schlecht bezahlte 'Pnvatstunde zu ertheilen, wie deren etliche seinen alleinigen Lebenslmterhalt bildeten, denn er besaß weder wohlhabende Angehörige, noch ; anderweitige Gönner, die ihn unterstützten. Daher mußte er schön in- frühen Jahren auf eigenen Füßen stehen lcrncn, und das heißt im deutschen Stu dentendascin mit anderen Worten: Kalte Dachstube, karges Mittagsmahl unb am Afcttib häufig sogar strenge Diät. Aber Hans beherzigte dessenungeachtet doch stets die Ermahnung des alten Turnle.hrers, der allemal Kopf hoch!" gerufen und jedem Zuwiderhandelnden einen wohlmeinenden Streich ins Genick verfetzt hatte. Vielleicht war es solchergestalt das Verdienst von Vater Iahn, daß unser, Haus , so zielbewußt wie irgendeiner und - ohne sich jemals entmuthigen zu lassen, seinen Lebensweg einberging. , Also knirschte der frischgefallene Schnee auch jetzt unter seinem festen Schritte, und wie. geboten ein sicheres Auftreten überhaupt sein mag, war ein solches diesmal doch doppelt unerläßlich, denn auf den Fußwegen hatte sich Glatteis gebildet, und, ein Fall, war gethan, ehe man sich dessen versah. Deshalb stießen dl weiblichen Passanten- leichte Angstschreie aus, gleichsam um die Ge fahr deZ Mgleitens von vornherein zu beschworen, während die, Männer, sofern, sie mit Stocken' bewaffnet waren diese bei jedem Schritt vorsichtig niedersetzten? aber was, nützt am Ende alle Vorsicht bei diesem verd. . . . , Bah, da hat man's! , Ein ältlicher Herr war, seinem mächtigen silberbeschlagenen Bambusrohr , zum Spott, ausgeglitten und- rücklings uiederge' stürzt, was des Ereignisses genug sein mochte, damit alle Passanten still standen, etliche müßig gafften, während ein paar Tölpel gar zusichern begannen, denn für solche hat em Fall stets etwas Belustigendes. Hans, in dessen im mittelbarer Nähe das Malheur passirt, war, zahlte Weber zu jenen, noch zu diesen. Er eitte hinzu, hals den alten Herrn aufrichten, hob auch dessen Ey' linderhut auf, der bei dem Sturz gleichfalls in den Schnee gekollert war, und erkundigte sich schließlich mit besorgten Worten, ob er irgend welche Verletzungen davongetragen hätte. . . . Schönen Dank, mein junger Freund," erwiderte ' der alte Herr gerührt und befühlte eine Gliedmaßen der Reihe nach, um in Erfahrung zu bringen, ob keine derselben einen Bruch erlitten hätte. . Es kommt mir so vor, als, ob ich keinerlei ernstlichen Schaden genommen hätte wie gesagt, schönsten Tank,, , Mein . junger Freund wüßte wahrlich nicht, wie ich ohne Ihre Hilfe hätte ausstehen sollen. ,Darf ich Ihnen vielleicht eine Cigarre : anbieten? Sie, wissen, wir Russen rauchen einmal nichts Anderes." ei diesen Worten , zog l der altt Herr eine metallene Dose aus der hinteren Rocktasche unb reichte .sie Hans, indem er bittend hinzufügte: Nehmen Sie daS Ding, wie es geht und steht, vielleicht bringt es Ihnen Glück.",, : , h a Und ohne der Bedenken' zu achten, welche unser Hnns geltend machte, nickte der alte Herr freundlich mit dem Kopfe unb setzte seinen auf so unerwartete Weise unterbrochenen Spazicrgang fort. Hans hingegen war von biesem kleinen Abenteuer derart verblüfft, daß er sich noch eine gute Weile , , nicht von der Stelle zu rühren vermochte, wobei, er beständig das eigenartige Geschenk zwischen den Händen drehte und : endlich, da er doch einen Entschluß fassen mußte,

schnurstracks feiner Stammkneipe zu eilte, um das große Erlebniß seinen in timsten Freunden brühwarm mitzuthei' len. Nachdem Hans in einer an ihm völlig ungewohnten Gesprächigkeit alle einzelnen Umstände des Vorfalls zum Besten gegeben hatte, erhoben' die ZuHörer zur Evidenz: daß der alte Russe offenbar ein Sonderling sei, wogegen dahingestellt bleiben müsse, ob ein Staatsrath ober ein, Nihilist,, daß die von ihm stammende Dose eine Tula von vollendeter Schönheit sei und das in Platin geätzte Bild auf der Außenseite des Deckels den Kreml darstelle, baß ferner und -schließlich die in der Dose enthaltenen Eigarettenvon ungewöhnw cher Güte, dem Verständnisse des edel' müthlgen Gönners ein glänzenbcs Zeugniß ausstellten. Insbesondere herrschte über den letzten Punkt nur eine Meinung, elche dadurch praktischen Ausdruck fand; daß Hans seine Dose ganz geleert mit nach Hause nahm, denn er war ein Herzens" guter Junge uud gab gern, wenngleich es ihm selten vergönnt war, diesen Wunsch zu bethätigen. An jenem Abend zumal hätte er die ganze Welt verschen' ken mögen, natürlich mit Ausschluß der prächtigen Dose, denn die war es gerade, deren Besitz ihu so großmüthig stimmte. Am Ende war es auch nicht ihr Besitz allein, sondern die freund' lichen Worte, welche das Geschenk begleitet hatten, und nicht minder das lln' gewohnliche, das Unerwartete der ganzen Cache. Obschon keineswegs' abergläubisch, konnte HanS doch nicht umhin, der wohlgemeinten Rede des alten Herrn öfters zu gedenken. Vielleicht bringt , es Ihnen Glück," wiederholte Hans mehrmals auf seinem Heimwege und betastete ehrfurchtsvoll die Dose unter seiner Rocktasche,' um schließlich über die eigene Leichtgläubig keit zu lächeln; aber wer wäre Skeptiker genug, um die Erfüllung einer uns willkommenen Prophezeiung von vorn herein als unmöglich anzusehen! Zw dem war Hans noch ein Jüngling, und wenn der erste Flaum die Lippen b$ schattet, dann öffnet sich das Herz angel' weit der Hoffnung. . Nicht anders verhielt es sich mit um serm Helden. Er erblickte in dem er haltenen Andenken keineswegs bloß einen äußerst zierlichen Gegenstand, sondern einen sichern, wenngleich leblosen Bürgen für sein zukünftiges Glück. Deshalb hütete Hans seine Dose wie einen Zauberkräftigen Tafts man, und als er an jenem Abend nach Hause kam, brachte er es gar rnctjt übe: sich; das Bett auszusuchen, weil ,hn der Anblick des glänzenden Dinges förmlich an die Stelle bannte. Die Gewohnheit stumpste diese Wirkung freilich ab, zu mal vor der Hand- keine nennenswerthe Veränderung 'in dem Leben des mittel losen Studenten eintrat, aber dessen UN' geachtet blieb ihm die Dose lieb und werth, so daß es eigentlich recht schwer gewesen wäre, sich Hans , ohne dieselbe vorzustellen. Sie war seine unfehlbare Begleiterin geworden und es,, schmeichelte ihm nicht wenig, wenn man die selten schone Arbeit daran lobte und Jedermann das kleine Meisterstück mit Wohlgefallen betrachtete. Der Inhalt hatte allerdings seit dem Zusammen' treffen mit dem alten Russen sehr an Qualität verloren und stand wenig im Einklang mit ber vornehmen Hülle, aber glücklich der Mensch, bei dem sich die Unausgeglichenheit blos auf schlechte Eigaretten beschränkt. So schlecht sie übrigens auch sein mochten, mundeten sie doch seiner' heiteren Genügsamkeit vortrefflich, und. so verging manches Jahr. Hans, zog etliche Male des Tages seine Dose ans der Tasche, entnahm 'hr eine Eigarette, steckte sie in Brand, rauchte sie, gerade wie am ersten Abend, nur mit dem Unterschieb, daß der blaue Rauch, ben er behaglich ' vor sich hinblies, nicht mehr in der deutschen Heimath emporstieg, sondern inMcw Äork. Zwischen dem Heute und Gestern seines Lebens lag das Weltmeer, es war recht verschieden um ihn. her, andere Menschen, die anders sprachen; aber in dem Verhältnisse zwischen Hans und' seiner Dose hatte-sich nichts geändert, nicht einmal, daß die letztere mit dem ihrem Besitzer Geschiedenen Glücke aus recht häßliche Art geizte. . Hans war sogar schon einige Mal. nahe daran gewesen, sich von seiner steten Begleiterin zu trennen, nicht etwa weil er über ihr Ve-

tragen erzürnt gewezen Ware, nein, ledig' sich, weil es Augenblicke gibt, in welchen der Magen alle zärtlichen und schtnen Gefühle zu übertonen droht. Er überwanb sie. , " J -l " ' : Er fegte zwar niemals Straßen, aber er .spülte Teller in einem Speiseloeal unb, trug !, zur, Weihnachtszeit Packete aus, wofür es allerbings recht überflüssig schien, daß er jemals in die Geheimnisse der Algebra eingedrungen war, aber endlich fand sich für HanS doch ein kleiner Platz bei einem großen Architekten. Anfangs wies man ihm ganz unbedeutende Arbeiten zv aber da er seiner Aufgabe jedes Mal glänzend gerecht wurde, w.ichs das Zutraren, wel ches man In hn zn setzen anfing, und mit diesem auch sein Verdienst.', , -So erfreute sich Hans in Verhältnißmäßig knrzer Zeit einer Stellung, die ihren Mann , reichlich nährte,' nnd eine der Folgen davon war, daß seine Tula:;lo icr? j c 15 i:Ern 'i t'cl)r uieii'CSi 3 a r c t i e ii g cf süllt. eine harmonische Vereinigung von Inhalt nnd Hülle bildete. Und dennoch beschlich ihn manchnial ein Gesühl, als ,'ohnVkg,o)letw Regung machte sich meist in den Abendstunden seliendM Währet wo er jede, Stunde auszunützen strebte, G , 'i: !' ' ,,l " !, , i: 1 ,' ., ! ;,! 1 . " c u '.!;, .;' , ''v " " ,, ,,,,, , ! ., blieb ihm freilich seine Zeit zu grübelnden Gedanken, wohl aber, wenn das Tagewerk vollbracht war und er dem sogenannten Vergnügen allein leben dürfte, das ihn in der Regel recht traurig und niedergeschlagen stimmte. Obgleich von heiterer ' Gemüthsart, war Hans doch ein Mensch, der sich ungemein schwer anschloß, zumal er in

oberflächlichen Beurtheiltt keinen son . -, . . . ri . veruu; günstigen iLlnorua waazie. w nes Talent, die glänzendste Seite feineZ -Wesens, gleich beim ersten Mal hervor zukehren, der neuen Bekanntschaft zu Ehren ein blendendes Feuerwerk von Witz, Geist unv Liebenswürdigkeit abzu brennen, besaß' er gar nicht, und des halb nannten ihn die meisten einen langweiligen Kerl. Ach sie thaten ihn Unrecht. Er mußte sich nur erst hei. misch fühlen, dann konnte er sogar uw glaublich lustig und unterhaltend sein, doch, dafür waren diese flüchtigen Bezie' hungen von zu kürzer. Sauer. Dieser gehaltlosen Biergespräche mit dem Leitmotiv:' Nä, jetzt trinken wu noch Eins." war er nachgerade herzlich überdrüssig geworden und-' so brachte er seine Mußestunden oftmals allein hin, schlenderte an warmen 'Abenden durch die Straßen der oberen Stadt und t)ing seinen "Gedanken über dies und jenes nach. Bei einem solchen Spazier' gange um die Dämmerstunde' ereignete es sich, daß Hans Zeuge war, wie ein kleines Kind niederfiel weil es seinen Beinchen allzu große Schnelligkeit zw getraut hatte. Als ordentlicher Sama ritaner sprang er hinzu, hob es auf und fragte theilnehmend, ob es sich weh ge' than hatte. Nein," antwortete daS Kind imb begann unbändig zu heulen. So. weit Wäre ber geringfügige Zwi' fchenfall von keiner weiteren Bedeutung gewesen, aber da näherte sich ein hüb sches blondes Mädchen, dankte Hans mit verlegenem Lächeln und beugte sich dann zu dem Kleinen hinab, um ihn z trösten. Zeig mir, wo Du Dich gestoßen hast," sagte sie auf gut Teutsch unl herzte ihn solange, bis sein Iammet verstummte. Ich glaube, es ist ihm nichts ge schehen," bemerkte Hans mit sehr viel Schüchternheit. Nein, gewiß nicht, bestätigte dai Mädchen und machte sich fortgesetzt au dem Kinde zu schassen, obgleich es schon vollkommen beruhigt war. Hans hin gegen suchte vergebens nach einem gee!g neten Worte, um das Gespräch noch ew Weilchen fortzusetzen, doch wie sehr t auch danach suchte, er fand es nicht und da die eingetretene Paufe immer pem lichcr wurde, sagte er endlich Guten Abend" lüstete den Hut und ging ' tb ner Wege. Dafür überhäufte er sich nachher mit Selbstvorwürfen ob seinez Blödigkeit, wie er es nannte, welche ihn gleich einem Schuljungen erscheiner hatte lassen, der um die erstbeste Re bensart verlegen ist. Schockschwerenoth, jetzt siel es ihn! bei, er hätte vom Wetter beginnen müs sen, das wäre das Richtige gewesen, und ihr schließlich ein, paar Artigkeiten sagen sollen, die sie doch so vollauf ver diente, das herrliche Geschöpf! Miß' muthig und früher als sonst trat Hans den Heimweg an. Den nächsten Abeni zog es ihn abermals' nach' jener Straß, hin, obgleich er kaum erwarten durste, wieder einem gestolperten Baby auf die Beine helfen zu können, oder wenigstenZ nicht gerade demjenigen welches untet ihrer Aufsicht stand. Aber Amor wußtl es doch derart einzurichten, . daß ein Wiedersehen selbst ohne das neuerlich Stolpern des Kleinen stattfand. Das" blonde Mädchen saß an de: Treppe, welche zum Erdgeschoß führte, unl) als Hans vorbeikam, faßte er einen kühnen Entschluß Und entbot der Hol den einen zaghasten Abendgruß, wobei er obendrein noch etwas seitwärts blickte. Das war gewiß-nur eine selbst' verständliche Artigkeit, aber Hans war doch entzückt und entsetzt zugleich über seine unglaubliche Verwegenheit. Den nächsten Abenb' spielte sich genau bie selbe Scene ab, unb Hans hätte von nun ab um keinen Preis einen anbercn Weg eingeschlagen als jenen, der ihm die Möglichkeit bot, seinen Gruß anzu dringen. Sein Guten Abend" klang zwa: noch immer verzweifelt schüchtern, aber allmälig., brachte er eS wenigstens fs weit, ihr voll ins Gesicht zu schauen, wodurch sein Entzücken eine stetige (Steigerung erfuhr. Wie reizend sie wär! Blond,' ach, und welches Blond, und diese Augen, so wunderschön und sanst, tzar nicht von deut kleinen Munb zu reben! Hans zählte sich die Vorzüge seiner ' Schönen allabendlich vor, was eine entfernte Ähnlichkeit mit einer Litanei beaß, unb die Litanei wurde immer länger, aber er war seinem Ziele um nichts näher gekommen. In dieser. Weise vergingen mehrere Wochen,-, bis selbst der geduldige Hans einsah, daß etwas geschehen mußte. Eines Abends, als ihn eine ungewöhnliche Entschlossenheit erfaßt hatte, unternahm ' er das lange geplante Wagniß, blieb ' an dem eisernen Geländer hinter welchem sie ihren Sitz einzunehmen pflegte,- stehen und fragte mit nnsicherer Stimme: Wie geht es Ihnen, mein Fräulein ? Seine Angst, daß diese namenlöse Kühnheit Alles verderben konnte, schien vollkommen unbegründet. ,, Sie war gar nicht ' erzürnt, sondern nahm die l Frage . nach ihrem Wohl befinden ' recht gnadig auf, lächelte ihm in freundlicher Verlegenheit zu und meinte schließlich, daß eS drückend warm sei. Damit schloß ihre erste Unterredung, welcher nunmehr ein allabmdllches Gespräch vor dem Treppenausfatze folgte, bei welcher Gelegenheit die jungen Leutchen einander ihre gegenseitige LebensgelchichtWMheitteSMu ihrige tvar ungemein kurz und alltaglich. Sie lebte 1 bei entfernten Angehö' rigen, die sie nach dem Lande der ungezählten Verheißungen hatten kommen lassen, unb vereinigte in ihrer Stellung die Obliegenheiten emes StubenmäbchenS und einer Gouvernante. Freilich hätte sie hinzufügen müssen, daß sie trotz dieser doppelten Leistung keinerlei Lohn erhielt, denn in tiefer Hinsicht zählte man sie zur Familie, aber sie verschwieg es aus irgendwelchem Grunde. Hans war allmälig recht unverschämt geworden. Er .beugte sich setzt

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die ihm so lieb gewordenen Gespräch bis zur Dauer von vollen fünf Minute aus, avcr selbst die Errungenschaft sollte bald darauf' in Schalten gesieUl werden. Wie es kam, wußte Hans am allerwenigsten, aber eines Abend $ trennte ihn nicht mehr das zmerweich. liche Eisengeländer von seinem blonden Engel, unb es fügte sich ganz zufällig, dan ein zweiter Stuhl dastand, auf dem er sich ihr gegenüber niederlassen durste. Und damit war der Born seines Glückes noch nicht erschöpft! Er konnte seine dewundemdcn Blicke aus nächster Nähe auf sie richten, ohne daß irgend Jemand sie gezählt hätte, und manchmal schaute , sie ihn sogar an, aber das war zu viel für ihn. denn er guckte dann flugs aus hie Seite. ,! . V ' Im ttebrigen hatte ihr Benehmen fedein Kindergarten zur Zierde gereicht. Sie sprachen zumeist von dem, was ihnen, am fernsten lag. und Hans rauchte mit ihrer Erlaubniß dann unb wann eine Eigarette, wobei er seine Dose mit der Fe:erlichkc!t eines Äronschatzhüters hervorholte unb wieder zu sich. steckte. Eine geraume Weile genossen sie die unHctrübte Freude ihres allabendlichen Beisammenseins, bis ein ganz unerwar. tetes Ereigniß eintrat. Hans mußte zur Überwachung eines Baues im Auftrage seines Chefs für längere Zeit nach dem Westen gehen, und wiewohl dies Veränderung für ihn nur mit Äorlhei. len verbunden war, blickte er doch reckt niedergeschlagen drein. Seine Stimme zitterte merklich, a!$ er dem'blonden Frauleinmittheilte, daß eS nun aus und vorbei fei mit dem traulichen Plauderstündchen. ES sollte für eine ewig lange Zeit das letzte Mal sein, daß er ihr gegenübersitzensich an ihren theuren Zügen laben durstet Ja, wenn er das nur gesagt hätte, es wäre immerhin ein Anfang gewesen, fs' aber saß - er noch einsilbiger als sonf da und schob die Enthüllung seine: Herzensgeheimnisse vonMinute zu.Mi. nute auf. - In seiner Aufregung machte er sich beständig mit der Cigarettendost zu schaffen und dachte so tvenig ans Rauchen, wie weiland König Jacob von England. Er hatte so viel auf dem Herzen, wollte so viel in dieser letzten Stunde sagen, daß er schließlich gar Nichts sagte. Als er sich zum Aufbruch erhob, schwebte ihm das entscheidende Wort auf der Zunge, aber es wollte nicht aus der Kehle;? und so war der Abschied gekommen, ohne daß Hans von dem gesprochen, was ihm feit Monaten als höchstes Glück erschien! Eine ohnmächtige Wuth gegen sich selbst drohte ihn zn ersticken, cls er die Straße hinabschritt DeutlichNvie nie zuvor fühlte er, daß seine Lcbensfreudt von dieser Stunde abgehangen, und er hatte sie verscherzt! Unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen, lehnte er sich gegen den Laterncnpfahl, in dessen Um kreis das flatternde Gaslicht einen un. beständigen Schein verbreitete, und blickte schmerzlich nach jener Stelle, welche er kurz vorher verlassen hatte. Dort lag sein Glück! ES überkam ihn eine Empfindung, als müßte er in ra sendem Laufe zurückkehre, aber seine Beine waren bleiern' schwer und wollten nicht gehorchen. Hans begriff in stum. wer Verzweiflung, daß es zu verlöre nem Glücke keine Rückkehr giebt, und seufzte aus tiefinnerstem Herzen. Me chanisch griff er nach seiner Eigaretten dose. Sonderbar genug,,, sie war nicht, wo er sie stets 'zu vermähren pflegte. Er durchsuchte alle Taschen. Sie wa, nicht ha und doch hatte er sie noch kurz vorher rn der Hand gehabt, sollte er sie dort vergessen haben? Hans fragte sich dies nicht zweimal, sondern ging rasch zurück. Wie konnte er auch die stute Dose so leichtsinnig liegen lassen! Als HanS jedoch zur Stelle kam. wo er fo glückliche Stunden verbracht . hatte, ward- die Dose neuerdings vergessen, denn da saß daS blonde Fräulein gerade noch, wie er eS verlassen, und weiute leise vor sich hin. , r So ist's recht. Du einfältiger Hansl Schau ihr fest in die blauen Augen, zieh sie an die Brust , und sag', ihr, daß Da sie liebst ! Begreifst Du nun, daß es gar nicht so schwer hält, ein braves Weibchen zu kriegen? Haben'S ja such schon viele, ach, wie viele vor-Dir gethau.,,,,, , , , . 1,, - . , Als die Beiden unter ungezählten Küssen ihr zukünftiges Glück ausmalten und schon dabei angelangt waren, wie das kleine ,, Speisezimmer , eingerichtet werden müßte, meinte Hans in seine, treuherzigen Einsalt: .Was doch der Zufall für eine Rolle spielt!" . -- ' Wie soll ich denn daberstehm?? fragte das blonde Fräulein. f ; ..; Nun sa, ich bin eigentlich nur wegen seiner Cigarettendose zurückgekommen ? Darüber lachten Beide gar sehr und küßten einander noch mehr. , t;:sf Ei n'. un g e z w un g eng e ÄÜthlichcr Ton herrschte im Hause . de & rr....i .' '': , rtn trn i.nnTiTi.iiirt ii'Mfli xi . j h f- X' o J f 1 4 'V'1 ir-vTk ii'jlii l; ' mv .uMmnHUwVk,:, WV 4stv4 I4M Lohmann'S Tochter an. ' Herr Super. :x : t.-..v UUUilUViU. iUI IIUÜC l JLMLUCIC'a ilil . liegen an Sie." .Was münschen Sie ' den,, ich abe5' fefei: nict ;.jel''St Ich wünsche bie Hanb Ihrer Tochter. ! Ach . was?' Welche " wollen Sie . denn Fraulein,, Minchen. ,, ' IAÄ wäsl die Mine: aü. das mun iü . W m V am - t. Am 1 Ai A " 'm A A m '; ., ww-r .f f ' B ? , :.:, ,m T m VlfUf ULi. ,, U V lM JUljlU, CUllCU; SielHittUmalWWUF zum Söller hinauf, komm mal runter V. ' ;!': , xi . r ji . 3t iMit .yyiü' ' : ttyjv 'r" lkVvkr VVl vi. Wäsche." Du mußt aber mal lemi'k men. der M. ist da." ..Ach was. der ! vjfti . T rnr rfimT i rrr :- rrni rip. nmm . V.-L i'rz'- r ij -irnjii i .itt v'l :.:". 'ri UV Vr V ch , ff -W '. fr : . 'Sö?DielMintzwM (nN er einen Auaenblick arten Tffi ? tni fr V i-'n IJ-r tr.Wl litt Wt-fi 'Mi'L-2. , LifrA:::;:;igii!i:asä i v u 1 ui Hivi"' ... ,Mf , ms. & " m ; . Scharfsinne g e V e r m n - :!i th un g. Rosa, 1 weshalb mag mich der jerr dort unverwandt ; anblicken? Vielleicht will er verwandt mit Dir werdenLP,!bi??

cjui-ieiitutuctiucii . omann , üjejeu Davon legt folgender in der Ueberlie fernng ' fortlebender Austritt Zeugniß

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