Indiana Tribüne, Volume 14, Number 161, Indianapolis, Marion County, 1 March 1891 — Page 7
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Nmvti Allerlei vsmTauerfraur, Von Ar. egenkber. Bekanntlich tzat b!e deutzche KüÄe k nach dem Gebiete, dessen Begrenzung im Allgemeinen jener der vier großen Qltd'culjchm Stämme, ' der Aaiern, Franken, wachsen und Schwaben, cntspricht, ihre, Eigenthümlichkeiten - und Besonderheiten, auf der anderen Seite aber auch durchgehende nationale. Ei genschasten und Gerichte, die dem Nor den wie dem Suden gemeinsam sind. - Unter diesen deutschen Nationalgerichten steht nun nach der Meinung der meisten anderen Völker obenan das Sauerkraut. Im Französischen ist daher z. B. choacrouter" gleichbedeu tend mit deutsch sprechen",und rQÄOFu! 4& choucrouto, Sauerkrautesser, ein gewöhnlicher Spitzname des Deutschen. Nun unterliegt es zwar keinem Zw feZ, daß das Sauerkraut in Rußland noch viel mehr gegessen wird als bei uns oder ln Deuklch-esterrnch; wie k unsere Erntefeste, so begeht man za ra ganz Kleinrutzland und ausgedehnten Gebieten von Großrußland die Kraut' ernte oder das Krautausziehen als ein bejonderes, nni Ungeduld erwartete: Volksfest. Auch in Belgien und Franks reich wie in Nordamerika zählt, da Sauerkraut viele Verehrer,, aber nnstreitbar ist, daß es. soweit die deutsch, Zunge klmgt" und ichmeckt, tm vor allen Ständen außerordentlich hochgeschätzteS Gericht darstellt, das A Schwarz, der Herausgeber des Oldew burger VolkSbote?-, in seinem Hohew liebe vom Sauerkraut" mit Rech! preist? Von dem Gourmand ganz abgeseh'n Wer wollte wohl nicht eiugesteh'n, Daß! wir im Sauerkraute habest s Eine der schönsten Gottesgaben? Wer sein bezehrt Arm oder 5! eich Ihm steht es zur Verfügung gleich Und heut die delikatste Speise Für Jedermann nach seiner Weise, s Mau meint, die Kohlpflanze habk ihre Urheimath in den Niederungen de m( i , i. 1 f. rr- . SftHfB wohl schwerlich .onerfautflefannl, wenzguens enthalten alle btöher entufV wenigstens enthalten alle bisher entzik ferten Papyrusrollen nichts darüber. Auch auf welche Weise und um welch Zeit der Kohl nach Europa gekommer ist, vermögen wir nicht anzugeben. Jo denfalls stellt Brasstea. L. gegenwärtic die nützlichste -und deshalb wichtigst! Gattung der an Kulturpflanzen überaus reichen Familie der Kreuzblüthe dar. Von den durch die fortgesetzte Züchtung erzielte:: Abarten wird am häuftgste! der Weißkohl gebaut, der gehobelt un! mit Salz und Gewür.zen" cinaemack! wird und dabei eine eigene saure Gäh. runz erleidet. In diesem Zustande flennt mau ibn eben Cauerkräut d Sauerkohl (auch Schzrfkram oder Zet I relkraut); er ist ein allaemcw beliebtes NayrLugsmiUel ft? den Winter unU " . . 1 .1 mt sich bis über das nächste rübiabi HZNMs. Bei dem Weißkohl, ans dem da; Saucrkrcul gemacht wird, unterscheide! man .Zweierlei Liauvtarten : das aemein, Kraut mit rundlichen und das orlet oder Füderkraut mit spi zulaufender Köpfen. Dle Ernte dauert vom Sep tembcr bis November, dann bringn die Äappesbauern", wie man an Rhcine jagt, ihre Kohlköpfe aus di, tn u n TeuNüsiand kommen le umher ;.fc-V4. 6Vrt,tfAS. kc. w I jiuVilv Vi. oiiuuiu)iuivu l"!- -- bel aus den Rücken und dem grüne; Tyrolerhute aus dem Üopse aus det KrautZchuitt. Die Montavoner Kraut, schneid beherrschen das ganze Gebie! zwischen Rhein und Thcist. Saar unt Oder und theilen sich meist sriedlick gruppenweise in diese großen Strecken Sa sindet man sie in den meisten Städ ten. wie in München, Ulm, Augsburg, Pen, Rotterdam und Amsterdam. Ir früherer Zeit wanderten stc sogar dls riach Konstantiuopel. Das Verfahren beim Krauteinschnev den ist überall ungefähr dasselbe. Man streift von den großen festen Welvkraut
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llfrT-T'f tV,' und gewußtem StmßbW Jlliyale. Die Blaiincr. clchc dort tu f x,'c Feinschmecker sin da. Frühlkg d Smm dh Feldda... ,ÄfS?i ritt,
mmf Mchast M d.. " äS-' tanmSb L''gchtt werden, mach j si hcb. aÜ anbete, besonder wohlschmeckende Beilagen' err:
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f m?Z l?rl ;lTjT? Friedrich der Große, dersich auch nm IT? ' .ÄfeSiS im Sxeiwttek kümmerte chatte be-
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. . M . einen besonderen Großherzoglich hcssiköpfen dle äußeren schlechten Blattet l t4,P '? -rt1t.ri,t (SLl r. fx.:s. 5.'.?5. :77. s. ..-s scheu yos-auerkraul-Emmachcr gldt.
UVt Iuuvu vy vu uafc die dicken tränke heraus ; dann 1 ntri der Kohl aus einem Hobel nicht gar zu fein gehobelt. Ist eine Quantität fer. so mengt man das nöthige Salz darunter und fährt damit fort, bis alles Kraut gehobelt und auf diese Weise gd salzen ist. Mau legt es nun Handvoll. weise in eine Tonue stampft es mit einem hölzernen Stampfer recht ,sest. damit der Saft (die Suppe) über das Kraut zu stehen kommt, und verfährt in gleicher , Weise, bis alles .Kraut, recht fest eingestampft ist. Nach Belieben ,:rt mhIa Wrr 3h ,ornrs Mlvh liiiiil fcMiy,V ,-WkSVtH . 11 .. A'V, , 't vT7i:t.-... v.. fr "ha,s "nblfrSÄte'ö , Zattt .deckten, Muck.Lw t'AZS? Ä"! T'ckel. iatm u,titätgJ:&raMl nenr rnn igmn JBI moram mn e, m den Rell stell, u , dierzehu Tage ruh, g stehe lat Um es rech nnlde z erhalten und es n,ch, UU)t man oder ii iAitd f sn fit lrtnrt rttrnml tu das Kraut. Wenn Brmatavarln, der Groß Meister aller Feinschmecker, , mft selnel ,MOsNktunnVkf ' hat kü Ki? l?nt-,'""7'-i' ' r 5.. ttv.... -S f :' deckung eines neuen Gerichtes sür das Glück der Menschheit wichtiger sei, als die Entdeckung eines neuen Gestirnes, so ist es doppelt zu dedauer, daß wir den Erfinder , des , SauerkrMWLD euuen. , t , ,, . rpi & .:. k-MliäSi Jedenfalls hat es bei den alten 0
- -x?21tXI Was man zum Sauerkraut trinken "eul. ln Ruöland Fal er aus BirkenW toVi m sZchicht in eine allacmeinc bnste
stectt einen Alttenp ayt von ooei, w,;e, l M
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mannt noch kc-iNen.Sauttkohigegfven, denn dazülnal,,sehltcu Gemüse und edle Obst noch gänzlich in Tcutschland Nu: toZlde Bauinirückte Greiften, pulsenZrückte. wie Bohnen. Erbs-n nd Li. sen, auc!) etliche Rübensocten und dhU tige, die man, schon damals' mit beson derer Sorgfalt ?g. Immerhin aber darf Deutschland doch Wohl den Ruhm beanspruchen als die Wiege des Sauerkrauts zu gelten, denn schon Karl der Große gibt in seinen Verordnungen dezüglich der Verwaltung seine? Güter (capitutaro de rlilis) auch Andeutungen über die beste Zeit zum Einmachen des ZflLj?tMÄZ HaDizWerste,r wähuüng deö seitdem zu so größer breitung gelangten Gerichtes, das viel leicht einen! wackeren Bruder Küchenmeist aus einem der damals aufblühenden Klöster oder Stifte seinen Ursprung dankt. ,, Deswegen hat Ludwig Uhland, der treffliche Schwabe, in seinem Metzelsuppenliede" mtt Fug und Recht gesungen: .Auch unser edles Sauerkraut, ZLir sollen's nicht vergessen ; ' r Ein Teutscher hat's zuerst gebaut, D'rum ist's ein deutsches Essen. Wenn solch ein Fleiichchen, weiß und ' ' ! mit o Im Kraute liegt, das ist ein Bild Wie Venus in den Rosen. Diese? kühne dichterische Vergleich bringt uns ' auf die sjum 'Saüerkraut üblichen Beilege.'' Am meisten wird es mit irgend etwas Schweinernem" genossen, und die Conjectur, daß auch diese Verbindung eine deutschef Ersinduug gewezen sel dunkt uns keine allzuaewagte, da schon die alten Germanen sehr eifrige Schweinezüchter waten und .K'.L ä--il 'i? :!.''".''; c . . . j". namenincy oen tspea roy uno gciocgi besonders gern genossen. Dle altdeut scheu Hausfrauen pökelten und räucherten lo vortresstlch. da lelbst die ronn Fehen Feinschmeckers 'eni'"; Rauchfleisch aus Teutzchlaud bezogen und der westfälische Schinken bereits zur Zeit Diovui'V v Vtliutt. V uu. M das Sauerkram erfunden war, da lag M Entdeckung ganz nahe, daß das J .LuUu r. clenans als Teurate ue aatt. Als nun Schweinerne- unvergleichlich lecker dazu schmecke. Ueber diesen Punkt sind seitdem alle Sauerkrautesser einig, wie es auch m dem .HohenUede" heißt: .Will man in einfach kräftiger Weise' Genießen unsre duft'ae Speise. Dann tritt zunächst das brave Schwein In seine vollen Rechte em. Und des durchwachsenen Speckes Saft Turchdringt den Kohl mit würziger Kraft. Solch' eine Mahlzeit einzunehmen. Braucht wahrlich Keiner sich zu schämen, Zumal da häusig überher Das Schwein noch heut der Gaben mehr: Zum Beispiel Knöchel, Kotelett, Oder die Wurst vom saft'gcn Wett. .im t . M . mm .m. , . - . Älellklcht stnv aznukcyen eln Ve gehr Und .Potchen oder Nipvespeer-: Auch reizt zu gapronom'schen Thaten Ein Nippen' öder Mürbebraten. Doch schmeichelt sich mit ros'gem Schein Ein schön gekochter Schinken ein Und ladet unS zum Trinken ein, . Dann preisen gern wir unser Schwein Und wünschen nur noch Erbsenbrei, Damit das Mahl vollkommen sei." Selbst Brillat-Savarin führt unter , s,:?,, muMM. l"" jvuHv u, Gänseleberpastete, Lcberklöße. Gänse braten, Krammetsvogel, Feldhühner und verschiedene Wildbraten, endlich. gebackenen Aal und gespickten Hecht. Als eine vorzügliche Schüssel gilt Sauer' kraut mit Austernragout und Rhein wein; auch Sauerkraut mit Madeira oder mit Champagner, und in solcher Zubereitung bildet es in' der That eine Zierde selbst für Fürsientafeln. stimmte Tage, an denen das Sauerkraut auf seinem Tische niemals fehlen durfte. Kaiser Wilhelm I. liebte dicke Erbsen mit Säuerkohl und selbst Napoleon III. schwärmte in jüngeren Jahren, , für Sauerkraut. Dajz es in Darmstadl i ,c7,.sZ, S.V Snrftrt V , 5" jV tM V VVUWtttflVJ Leser vor unserem Nationalgericht' noch vermehren ,;: Auch zahlreiche Geisteshelden konnten wir namhast. machen,, die als Verehr des Sauerkrauts bekannt sind, so z. B. Handel, dessen größter Kummer währcnd seines Aufenthaltes in England war, daß er dort' kein Sauerkraut be' kam. . :.; .t. K gibt außerordentlich viele vcr. jcylcoene , Arten, , das Sauerkraut zu bereiten, allein eS würde uns zu weit führen, wollten wir auch daraus noch näher eingehen, was den vchbüchcrtt nrd,kg hUihr s.n ,' n.k,n. suppm nd Kutpasteten 'imieK pen iZchm' tznim r 7,'LDn besteh. auZ Cauerkh Mi FleischMen. j, Herde ..Jn jhSrühe wird dann der Lerkhl gämp!,. woraus man Beides vermeng, ch LlNcke abzekochtcr polnisch lulwur I daranaibl. , ' I ' ' bleibt also dem Geschmacke eines Jeden anheimgestellt, , womir ' er das beliebte w4ikZA',t.... ÜZrttZ" -." . gtTtltttttiIi'iU , '! , ZS,,!Zr,ZZ,f ; ' I ! - ' ; -i : :; i! ,Dem kein Gemüse weit und breit,. Gleichkommt an Bildnugsfähigleit" aiiii l'l!,'!,!!!üi mi&m- ,, , l'i;,. 'J!f, i..!' I ; ; !: V!: j . M yjfinintf - ? Ij, , m,mi8iimM manchmal nichts ,m Wege, als uu ifi. ,fp BeraanaenLeiw
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Wiener Fasching. 4m'X' Unsere Leser dürfte es interessiren. wie das lebenslustige Bölkchen der Wiener, der alten Kaiserstadt an der blauen Donau, (die aber durchaus nicht blaü ist) sich amüsirt und den Carncval im ten Faschma genannt) tttert. Aus der Fülle der vielen originellen Balle.' wie da 1 sind, Fiakerdall, WachermädelK ball etc., wollen wir hier nach dem Bc. richte des .N. Wiener Tageblatts nut zwn den Floraball" und Lumpcm ball" erwähnen. : ,.. Ueber den Erfolg und Verlauf diese: zwei Walle, schreibt die citirte Ztg. ? I Was den Floraball" bctrch't, so wird man es uns glauben, daß ein Carnevalsfest, welches einen so duftigen Namm führt,' von Blumenärrangeuren und überdies noch in den Blumensälen veranstaltet wurde, auch Blumenzierden im .rcichsteltßMabM auszuweisen hätte) Die Balltoiletten waren auf das Gcschmackvollste decorirt, von allen Tischen winkten die lieblichen Kinder Floras, sie rankten an den prächtigen Kandela bern empor und rahmten die Tischeund Tafeln ein ; man sah sie m " den gel schmackvollsten Formen, in reizenden Körben untergebracht Blumen, nichts als Blumen, hätte Kalchas . .abei diesmal gewiß ohne jede Entrüstung ausgerufen. , Aber auch gar manche voll ausblühende und srisch knospende Mädchenblume gab esda zu erschauen die mit ihren Schwestern aus Floraö Reich sich reizend vereinte. Ein Wunderwerk dlumistischer Dekoration bildete der Patronessentisch, an welchem Platz genommen hatten die Damnt' Birginia Fossati, Hermine Marx und Emilie Haßlinger. Originell war dicPatrönessen-Damenspende. Die? selbe bestand in einem ziemlich großen Tambourin, ' dessen Handhabe von wci? ßem Flieder umgeben war. Der Be-, such des Floraballes war ein ungemein zahlreicher und dürsten weitaus übet; 1000 Personen anwesend gewesen sein.? Ran bemerkte auch mehrere Bertreter der Diplomatie und der Generalität. Eine Uebcrraschung bildete der von öZabensteiner arrangirte Cotillon. An her Stirnseite des Saales, erhob sich eine in den großartigsten Dimensionen, aus Papiermache äußerst kunstvoll hergestellte Äuschel, deren Anblick zunächst durch kmen riesigen Fächer entzogen war.' Gegen Schluß ' des Eotillons löste sich ,uf ein gegebenes Zeichen der Fächer knd in dem hellen Strahle elektrischer Glühlichter zeigte sich wie in magischer Beleuchtung ein herrliches' Tableau. In der Muschel stand eine majestätische Mädcheiigestalt, welche, durch Fraulein Altdais gestellt, die Blumengottm Flora illegorisirte. Ringsumher waren die Hier Jahreszeiten gruppirr, ebenfalls durch vier reizvolle Mädchen dargestellt. 5s bildeten Frl. Marie Naterer den .Frühling". Frl. Melauie König den Sommer", Frl. Ida Grellmann den .Herbst" und Frl. Anna Schaufler den Winter". Bor diesem Tableau standen die Damen des Eotillons, denselben , ihre Huldigung darbringend, während das anwesende Publikum rn begeisterten Beifall ausdrach. Sodann ergoß sich :in wahrer Blumcnregen aus die An vesendm. Der Lumpenbatt. Unter dem üblichen Getöse wurde, in chwender'ö Kolosseum die 19. Lumpenausstcllung eröffnet, welche ein reich' haltiges Assortiment dieses Artikels auf wies. Da gab es Lumpen aller Qnali--taten und Farben: in Wolle gcsärbt, importirtes und inländisches Erzeugniß Wiener Früchtl die Menge Ge sinnungslumpen, historische und Zu kunstslumpen und im Ganzen und Großen noch zu wenig Lumpen. Der Ball leidet an dem Fehler, daß viel zu viel anständig ; gekleidete Lumpen sich zwischen den im Schweiße ihres Ange sichteS zerrissenen And schäbigen Ballgästen herumtreiben. Unter Letzteren sah man wieder einzelne Prachtexemplare. Meistens zogen sie Pendants aus. So der Dr. Johannes Beuschelreißer(Schuster Franz,) Metter und Freund des kleinsten Mannes. Uebernimmt Pfändungen, - Feilbietungen, De logirungen zu den koulantesten. Bedinzuugen :c-. Unter dem Arme führte er einen armseligen Tischlermeister.Seg'n B, meine Herrschaften, den klan' Gwerb'treibenden da, den hab' i schon ruinirt", sagte er mit dem Ausdruck der iW , ., .,. , . f . p .. . ..... ,. nrt t '' lezrieoiguug. uns zuczre emc weuam für seine Kanzlei hinzu, die mit den Worten schloß: ' Wer Mit mir 'in Verbindung tritt,' der is ' schon verpflegt!-; Zwei polnische Juden agitirten lebhäst der Eine für einAntisemitisches Blatt, der Andere forderte die Mitbürger zur Wahl des Dr. Lueger auf. Beiden legte der Polizei-Eom missär bald das Handwerk. Sehr gelungen ivaren die historischen Lumpenkarrikaturen 'von Falstaff und seinem Nnappcn.' Wallenstein mit seinem Cumpan, Götz von Berlichingen; ein Diogenes, " Der: tincstfoufjiieichsiwunöUchcrt BShm'. ' 'elneerlümpte Almerin, die mit ! ihrer Laterne ' den Stier" von Groß-Wien suchte. Sie fand ihn bald, so sehr er sich in allen Ecken und Win skeln der K-Zimmer auch zu verstecken suchte, Bon den Gruppen die, wie alljährlich...,, im ersten Saale ihr Lager äusiieschlaaen hatten, gefielen am besten die Ricsensäuglinge von Groß-Wien", etwa zwanzig ausgewachsene Männer und Weider im Sauglingscostüm, von einem riesigen Bater und einer zweckentsprechend a uSgcstattetcn Mutktr be-' . Die ttneip-AZstalt", deren roDiener meist mndel saubere Wä - ermädchen WsiogMsoehreMM?, anderer!!, Ballaast , nothwendla aehabt hätte, ordentlich gewaschen zu werden.' . Die (adchfn:wuröqt Leiben.ibcsrag Apparaten bedroht und schließlich in die Gußkammer" gesteckt, die sie fröhlich lachend verließen. Die Land- und forstwirthschaftliche Ausstellung" brachte mitsammt der PavierschNitzel speienden st,'-- . .iii.äl:,!. . h',:liT. .. ,T . 1 ' r... T hlrl'urav Fontaine, , der maschinmelkenden Kuh und holländischen .Gschradi-Bäckerei"
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Äi lern besonders witziges mtv oagege. war das AussteUungsewit 108,000 st.-, ein abstoßendes, in schwarze Laken gehülltes Gespwst, ' das mich seinen, drallen an den Wanden kratzte, ziemlich echt. Die och'sche Jmpfanstalt gegen Verdummung" .erregte ' durch chre Impfungen, die mittels Trichters in den 5! opj eingepumpt wurden, viel Hciterkeit..'.'. ' ..'WA", Einc klappernde Cognac-Ä)caschine7 don ' F. Usel k Eo., dieEstudiantina Figaro" .cllros Kos telelzes ö litoiniscblos, die Jagdausstellung der Iäadvächtkr von Groß-Wien. diverse' Nutzen und Hühner in Bogelkäsigen, die Fleischhauer von Littst und etzt", die Amateur . Photographen", die entkommenen framvsischen Narren", die Troianrr-Gruppe", der elektrisch beleuchtete Schuster" :c. fanden alle jhre Bewunderer. Recht gelungen waren einige, Bcrdrechertypcn und man hielt sich unwillkürlich die Taschen zu, wenn Einen so eiue .Pulcheraestalt" mit scheuem Blick streift Sckließmanns Figuren schienen anscrstanden und Kupfers Wafchermadcln" lebendig geworden zn lein. , wuroe uns zu Weit sülzren, noch die vielen interenaw ten Lnmvm anzuführen. Darum sei noch die mit prächtigen- Earicaturen geschmückte, von Otto Pfeiffer redigirtel Geltung 'er ump- yervorgeyooen., Die Schulreiteritt. :. In einem ÄZestauränt Unter den Linden in Berlin saß unlängst am Abend eine heitere Gesellschaft beim Souper. Es waren die verschiedensten Elemente, die sich hier zusammengefunden hatten; um den Abschied der kleinen Schulre!terin, die an der Spitze der Tasel saß, zu feiern. Das nervöse. Pcrsönchen war sehr gut aufaelegt und hatte bereits das zweite Champagnerglas zerbrochen, weil sie gar zu heftig bald dem, ' bald jenem Tischgen ossen zutrank. Es ist schade, daß sie wieder fort muß. es war soUustig während ihres Aufenthaltes in Berlin, doch au? Wunsch eines ihr nahestehenden Fürsten in Rußland, , wo sie seit zwei Jahren ihre equestrilchcn Künste ausübt, soll sie zurück, und sie muß gehorchen. Ein russischer Professor, , der zur Tasch runde geHorte, meint, der Fürst könne sehr böse werden, wenn seine Befehle nicht pünktlich ausgeführt werden. ud er kennt ihn. Schade", sagen sie alle, der Ritter vom hohen C, der bekannte Sportsman mit dem glattrastrtcn Ge ficht, der junae IZeitstallbeslher, der Professor aus Rußland, welcher hier Koch'schcs Heilversalzren studirt, der Theaterkavellmellter mu dem aronen schnurrbart, der Kapitän und auch der Schriftsieller. der soeben einen Toast auf die Scheidende ausgebracht. Das sonst stets lachende Gesichtchen wird für einen Moment ernst, die Lust und Leben frni henden Augen richten sich madonnenhaft zur Zimmerdecke und ein tiefer Seufzer entringt sich der Brust. An wen dachten Sie jetzt?" fragt der Reitstallbesitzer leise und erwartungsvoll; die Antwort aus dem iekt wieder übermüthig lachenden Munde ist: An mein Pserd!" Alles lacht, die Ehampagnerkclche sind srisch gefüllt, man stößt an und die srohestk Laune macht sich geltend. Der Reitstallbesitzer giebt dem Kellner eme Bistten karte, aus welche er einige Worte ge schrieben hatte, zur Besorgung. O, du schönes Wien" spielt das Sieveringer Terzett in seiner originellen Weise und die ganze Tischgesellschaft behauptet: V t r ' W .. lli icm A aucn in Vernn tu es leor azon". an merkt kaum, wie die Zelt vergeht. Plötz lich horcht Alles erstaunt auf, es lassen sich im Vorzimmer auffallend' schwere Tritte vernehmen und durch die Portiere steckt em so eiaenartlaer Gast den Kopf, wie ihn das Restaurant noch nie gehabt. Ein jauchzender Aufschrei der, schonen Reiterin und mit offenen Armen fliegt sie auf den Eintretenden zu. den sie beim Kopf packt und küßt und wieder küßt. Mein Hans, mein süßer Hans!" 'ruft sie entzückt und Hans schmiegt seinen Kops an den ieiner Hernn, Hans, ' das Schulpferd,, ist da. Der Reitpallbesitzer halt wne Hand hm, die Dame mtt hin ein und im nächsten Moment sitzt sie aus dem Rucken des prachtvollen Thieres, Ohne Sporn, im hellen Kleidchen thront die Schöne da oben und das Thier kennt die kunstgeübte Hand seiner Herrin, leicht und graziös im spanischen Tritt schreitet es zwischen den Gästett hindurch und lauter Jubel erschallt aus allen Kehlen. Die Champagnergläser klingen von Neuem an einander, die Sieveringer spielen 'eine lustige Weise, die Reiterin grüßt glückstrahlend herunter und Hans schlurft behaglich emen Kelch Ehampagner aus! Ein interessantes Bild aus dem Großstadtleben! Hans stand schon längst wieder in seinem Stall, aber die lustige Gesellschaft blieb noch lange zusämmen, um den Abschied der schöne? schulreiterm zu feiern. ' : ' ..' '' 1 - : r et lli Her Math. Zum Psarrer Tahe kommt der Bauer Michel schlau mtt seiner Gattm Ursula, um nm. oa ticn Äeive nac zennlaorlaer ve scheiden lassen wollen dem gesetzlichen Sühneversuch zu unterziehen. Ich weiß doch, mein lieber Schlau, daß Ihr stlnder habt", beginnt Dame seine An rede. Jawohl, Herr Pfarrer!" nm . , r -i. i. ' . ".1::J::. i'1 .Wie viki oooz gielcy'' - rel; zwei Knaben und ein Mädchen, und nun will Ursula zwei Kinder behalten und ich such r So? Wollt ' Ihr meinem Käthe folgen?" Gewiß. Herr Pfar rer", riefen Beide. Schön, so wartet Beides mit der! Scheidung, bis och ein viertes Kind da ist. Tann hat Jedes vonMchwtti'lnderMlz chel und Ursula sind's .zufrieden und ent fernen sich. Nach etwa drei Jahren .. v n .. ' d . 7;, ". .' .h, ! - ! ' . i 1 ywmmen Vkloe aoermals zum Pfarrer, weil sie aeichieden fein wollen. Run. wie stehts?" sragt der Geistliche. .Ach, Herr Pfarrer," seufzt Michel, .wieder die alte Geschichte! Bon einer Trennung kannM Rede , sein!" Schon! Also wartet noch, lieber MÄetSchlaBbis da 5 sechste . '", ;. ti '. :. '7:' .... icrno 00 i)t r ll :!"
:;; .iSsr :!l ;:! ii1:"'-!;:! i Ü. Die Lilie von andiUi. - - m ? : 1 MM i k t türkkische Erzählung vvn Zlätit Veline. Dorf KandMi. 'asiatilcherseits ..L i!:t!:Ä;S!h:r X'Q am; Bosporus gelegen, ist, wie alle Dörfer an dieser schönen Wasserstraße, schör und malerisch von der Ferne zu jcyanen, schmutzig, und; verfallen ,n dcrRayc. Im Dorfe, hart am Meere, sind einigt Konaks türkische Häuser, die ziem lich ansehnlichfsoaar schloßähnlich unt von herrlichen Parkanlagen . umgeber lind. Allerdings neht man von draußer nur di e hohen Ringmauern, welche eifersuchtlg jeden neugierigen Blick vor. dem Innern einer , türkischen Wohnunc abhalten. , Im Hintergrunde des Dor fes .hebt sich eine waldbedeckte Hügeb kette empor.- Einige Villen von mgli sehen Familien bewohnt, drangen aus einer kleinen Anhöhe links des Dorfes. Neben den großen Konaks ! sieht mar eine kleine z Moschee 1 mit , einem rech schönen Minaret, aur denen Spitze ei? glänzender Halbmond in der heiße Mittagssonne glühend blinkt undwett hin schimmert, .. MÄM,. ,,,, jeti RWif ,;,!iniji:V . . . Ä?! : Unter einigen Platanen, die m einen verwüsteten großen Parke stehen, ruht, ich mich aus. Der Dragoman (Frem denführer eines Hotels in Pera) hatt, michHach.der!asiatischeAKi1st damit ich die wundervollen User beider !. . t J . I' ' " . " ! " V ' ' ' """'x, leus oes Bosporus rennen lern? ÄZl. nahe sind hier doch die zwei ältcstei Wclttheile! Der Bosporus schlingt sick wie ein blaues Gürtelband dazwischen und es scheint, als möchten die beidci Küsten sich im Meere umarmen. Wi, leicht läßt sich von Europa nach Asier hinübersegelnmnd.wi zurück! Dei Dragoman machte : mich aus eme Rum neben dem verfallenen Parke ausmerb sam.'' ,Er erzäblte mir von dieser Ruin tJil-ii.:k:!xlJL$'JJMAAiXljl l-' luicjcuuc jiyuuiiyc vycjLiuic; ,,Wo wir hier sitzen, in diesem öden verwilderten Garten, ging vor mehrere! Jahren noch die schöne' Lilie von Kan dilli mit ihren Sklavinnen und Diene rinnen ipaziercn. Jetzt ruht ihre Azch unter den Trümmern des abgebranntei Konaks. Mehemed Pascha, der , un geheuer reich war, hatte seiner Liev lingsfrau Fatimä die Lilie von Kan dilli "genannt, hier ein prachtvolle! Schlößchen ,nit den unglaublichsten scho. nen Ziergärten, Springbrunnen un! Pavillons erbauen lassen. Emmal foll der Pascha die , Bekannt schast eines vornehmen jungen Englän ders gemacht haben, der ihm sehr gesiel Der: hübsche junge Engländer : wurdk öfters von dem Pascha in Kandilli eingeladen, und da der Pascha ,, ganz au europäische Art lehteso behagte es aucl dem Jüngling, bei ihm zu verweilen. Nach' längerer Bekanntschaft faßte hei Pascha ein solches Vertrauen zu den jungen Manne, daß er diesem die höchst, Gunst eines Türken erzeigen wollte, indem er ihm einmal gestattete, durch eir Gartenfenstcr seine Licblingsfrau Fw tima natürlich verschleiert in Garten spazieren gehen zu sehen. Walp lich, sie verdiente,! die Lilie genannt n werden. Schlank wie eine Lilie wai ihr Wuchs; mehr schwebend als geheni berührten ihre kleinen Füße oen Boden Sie trug - den längen Straßenmantö der Türkinnen, ohne Aermel, aber die serMantel war von einem fcingestreiftel Seidenstoffe; reich mtt Spitzen, Wetz: und liest deutlich ihre fchonen Korper sormcn durchblicken.' :-::-r::... : Der Mantel auf türkisch feredshc war vorn am Halse offen und zeigb dem Jüngling gar frei eine schneeweiß, Brust.' Wohl hing der seine Musselin schleier. i'asehma,j! qrnannt, vönden goldhaarigen Nacken herunter. Wehe wehe, der Schleier war zu verrathensck dünn und , durchsichtig, , daß man der ii J.-.V " "fc J 4 h 't U"'" ' VS iS.'...:"'.- -I! Irl: klasuzch geformten kleinen Kopl genal erblickte! . Unter dem weißen Schleiei blitzte und leuchtete ein schwarzes Au genpaar, das das Herz des armen Eng länders in Feuer sehte. ' In der klein weißen, mit Brillantringen übersät Hand, hielt sie einen Federfächer, den si, mit vieler Anmuth hin und herbewegte Als sie die Herren am Fenster gewahi wurde, flüchtete sie , behend , wie eil scheues Reh in's Haremsgebäude hin?in Der i leicht . entzündliche junge Mann Mr.i William, wurde aber so vezauber van der Schönheit , der Türkin, daß ei Tag und Nacht nur -daran dachte, wi, und wo D sie wiedersehen konnte. , Uni ein Wunder aller Wunder geschah Dc MnWilliaMzüleP'ein beim Pascha wurde, ' so glückte' II ihm eine alte Sklavin für sich zu gewinnen die ihm eine heimliche Unterredung mi Zatima bewirkte. 1 , Wm hm & $ 1 ,Si ,;in. r k. sV i ,-i i!!" "I ... . t ' ... . rfV mwtxxwa mwu tmawxi mamm an - , i' i t VI, U einige Tage verreist gewesen, und wäh rend f dieser Zeit hat ; der junge Mr William wirklich zwei Nächte im Hären zugebracht. Aber wie entsetzlich mußt, der junge Mann seinen Leichtsinn nach "iJ'j i fj, i., :T -u l - x 'x'1' 1 - f" Sobald Mehemed Pascha zuruckge kehrt war, wurde der junge Englände? wiederum bei ihm zu Tische eingeladen Der liebenswürdige, Herr des Konaks war an diesem Tage besonders gut auf ,;,M'-r':,i-'ir:f:'i !' ' ''"rt ''''i-i '"'iV gelegt, 10 jchicit es wenigstens dem ;un gen Gaste. Der sprudelnde Ehampag nerwein wurde lustig getrunken. ' Nack dem Essen, als es schon dunkel geworden war, nöthigte der Pascha den jun gen Engländer,!, in den Haremsgarter zu - gehett)K?indem. Mylord, Sie kennen ja meinen Ha remsgirten ganz , genau, denn Sie sint dort zweimal ohne meine Erlaubniß ge wesen! Heute Abend gestatte ich Ihn el,nen:iollko habe meine L das Licht der Sonne geliebt, wie di, edelste , Perle meiner ' Schatzkamm hochgehaltenHDiW vor Kaudilli ist beschmutzt worden, pi HeMUKjhrer'Äeinheit entehrt! Mfr lord, da haben Sie sie!" Bei diesen Worten hatte der Pascha das Thor zum Haremsgarten geöffnet ; ' aber welch ei? erschreckendes Bild ! bot sich dar!, DaS ganze Haremsgebaude standj m Flanme.KDnneWi dem breunen den ) tbavibt, :Iir42UÄrf cineriV Jjiiji.;!
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thenden Tigerin ähnlich, herum.
Dir Thüren waren alle fest verschlossen, die Fenster mit Eisenstangen vergittert, si konnte sich nickt retten. Die schöne Fati ma, die weiße, Lilie von Kandilli. wa, 'ium Feuertode verurtheilt Und das Schrecklichste war. daß der junge schuldize Mann dies, Jammerbild mit an ehcrt in i , t r 'iß Ali ;l 4 jenen muß". . : 4 Selbstverständlich waren die nächtli chen Besuche in seinem Harem dem Pascha nicht verborgen geblieben, und die ser hatte sich fürchterlich zu rächen ge wußt. In Idem, schäumenden Eham pkagnerwein ivar dem Engländer Mr. Wllliam'eln geisttödt Am folgenden Morgen, nach dem ent sedlicken Feuer, haben nämlich emig Bootsleute aus Galata den wahnsinnlZ gewordenen Mr. William dem eugllHer Eonmlate übergeben. Sie haben ttklärt, daß sie den jungen Mann in eine, Barke, nahe bei Skutari, gefunden mit aus seinen Papieren, die er bei sich getragen, gesehen hatten, daß er ein Eug länder sein mußte. Mehr konnten dies Bootsleute nicht ausklären. Der Pasch hatte ebenfalls " schnell den Ort , feinet Rache verlassen. Sein ganzes Vermögen hat er der türkischen Regierung ver macht und soll weit hinein in das Jw nere Asiens geflüchtet sein. Seine Rflchi hat auch daö arme, schwarze Weib dor! hinter dem kleinen verfallenen Garten Hause getroffen. Dies Weib war it Amme der' schönen Fatima, das einzig, lebende Wesen, welches damals gewagi hatte, ihre Herrin 1 und Milchtochter zr retten. Die alte ade war mit alle, Gewalt gegen eine Thür gerannt, um ir das Haremsgebäude hinein zu kommen wurde aber von einem brennenden Bal ken so hart am Kopfe getroffen, daß sit dadurch lebenslänglich' blöde ' blieb. Nun läuft' sie als Bettlerin im Tors, umher, ist während des Tages ruhic und friedlich, wenn aber die Sterne am Himmel erscheinen, dann fängt sie er bärmlich zu tynUnim! Ihre Schlafstätte ist hinter' dem Gartenhäuschen. wo sie sich einbildet, daß ihre schönt Fatima drinnen noch süß schlummert. Arme, alle, treue Sade !" p ? Die arme alte blöde Frau that mit unendlich leid. Ich gab deshalb dew Dragoman etwas Kleingeld, damit es ihr überreiche. ' ! Sie humpelte, st schnell sie konnte, zu mir her und küßtl den Saunt meines Kleides, indem sit halblaut Folgendes, i in ihrer weichen, blumenreichen Sprache, stoßweise her vorbrachte: Gott soll Dich, segnen, gnädige Frau ! , Mögen Deine Töchtel wie die Rosen blühen und Deine Söbm mit einer' zahlreichen Familie gesegnet werden!" Das Dampfschiff kam von" der euro pälfchen Küste., herüber. . Es legte be Kandilli aü, und wir! fuhren dann wütet gegen das Schwarze Meer hinauf. GyetheS Lieblingsgebaek. : ' '. ' Aus den Briefen , Goeibes , an f emi Mutter ist bekannt, daß die Frau Rath als gute ' Wirthschaften galt, welche viele Damen, fo auch die weimarzchen Prinzessinnen öfters - mit Kochrecepten versorgte. Wenn Goethe der Muttc, seinen Besuch oder Gäste ankündigte, . . V. ff 1 , . .,. j 10 veraojaumie er es Niemals, lyr vetreffs des Menüs Fingerzeige zu geben, und diese mögen sich öfter auch aus Frankfurter Brcude", ein Backwerl bezogen haben," für welches Goethe " besonders schwärmte. Wahrscheiulick durch Ottilie v. Goethe kam das Reeev! auch nach Wien und wurde dann in dem Hause der kurzlich verstorbenen Frau Auguste v. Littrow-Bifchoff wie ein Heiltgthum ausbcwahrt. , Frau v. Littrow pflegte zu Weihnachten und m anderen Feiertagen dem ihr befreunde ten Grillparzer, nach diesem Recepte aevackene Frankfurter Breude" zu senden. . v v:r.u t-irjL- rr.f. . t ; unv uicjrt ivußie vicyr , iieoenswuroige Ueberraschungen hoch zu schätzen. So äußerte er sich -zu Weihnachten 18Q6 gegen ;zrau v.. Bischoff: Das Frankfurter Backwerk,, wo, ich mich zum ersten Male in meinem Leben mit Goethe an demselben Gegenstande messen konnte freilich nur im Beißen hal mir auf's Neue gezeigt wie dieser doch . . . 1 . ,, .,U. ik 1 1 !' ycl - ,
em ganz anderer ert bis ,n sein hohes r - ri" Il.uuyLlclli: z Alter war als ich. Jedenfalls hatte er mischt, so, da sich di Staubtheilchen bessere Hähne.' Die Neue sreie Presst auf emett weigröz-eren Äaum vcrther veröffentlicht nun das ' Recept der lm können. : Die in dlezcm befindlichen Frankfurter Breude wie es MeTlchMassssköMe werden mittelst emer ter der Frau, v. Littrow,' Frau Ella, sinnreichen piegelvorrichtung gezahlt. Lang-Littrow,. . dem Blatte mitgetheil, woraus ZlH der Muwhatt. der un. hat. , , Die Ambrosia , des wcimarc, verdünnen Lutt hinreichend tn be. Olmupiers wird hiernach in ftlge.ndet Rechnen lüßt. : "ZZ V ;: ,;!' m ' . yV 4 ' "': " SY YV1 "' '' !'; 4. ' ' " !l :i '"' '" .j'!l:i..!;.juill!! '.: :,i;iL.;;:i Nijt 's ,,,!! Weije hergeztcllt: ElnPzund Mit etwas , . E ine Ba lzac-Anekdote. RoMwaszer fem . gestotzetter , Mandeln er Kupferstecher Bertell war sehr bewird Mit cmem PMd gestoßenenZuckers kannt mit Balzac, vouldessm-Aomamn ' auf Ichwachem Feuer Unter beständigem n tAdtm illustrircn hatte. Sobald er sVl . -. I !,,' , . .. r . II,. - ;O.T I --mT fl ii, H Nubren so lange gerostet, bis sie stch in diesen auf eine etwas dunkle oder trocken anfühlen. ! Dies wird m einan. I verwickelte Phrasei Keß, gn,g er direct deres mit Zucker bestreutes Gefäß gethan, z Balzac. Mein lieber Meister, hier
uni zuizm jLm jcui unv n einem seinem Mehl glatt, rollt sie zwei Messen rücken dick aus und drückt selbe mit den mit Mehl bestäubten Holzformcn : aus. Nachdem sie nun noch 24 Stunden trocken liegen blieben werden sie auf einem heiß mit Wach s testrichen en B lech gebacken." So macht man Frankfurter Breude das Lieblingsgericht Goethes, der ifc scherzte Grillparzer mitunter etwas Schlechtes schrieb,abernie etwas Säileck, ,teabZ.,.'iy, ß0it:mi - f H I ' !!!! ' B -Er läßt'snicht. Unterosfieier (zum Rekruten): Sie dreimal ver maledeiter Houenhund Sie teutenant: Unterofficier, nicht zu grob, Unterosficier: Zu Besehl, Herr LieutenaMtz ( Zum Rekruten ) : Mein sehr geehrter Herr, wollen Sie wohl die Güte haben, Ihr Beinchen ein klein wenig zu heben) oder ich schlage Ihnen eins ins Genick, daß Sie die Sonne für einen alten Kuhkäse halten sollen! , , 1 blasirt genug, sich selbst über das Traurigste lustig zu ÄcheiLVohffAöV, ten sonst die vielen Schwiegermuttercm . lisi'ii,,,:,!!!!,;!;!:';,,. .,,1 ..Ä.JWäi')... 'i; Witze lammen: i:!i::!!l:"ii!!a
Ter Wsrfichttse.
Mit B orsicht kam er einst zur W elt, ' Auf Vorsicht ist sein Sinn gestellt; Und. wo er', gebt auf. Schritt mti Tritt Nimmt er die schöne Tugend u:it. Und bläst ein Windchen irgendwo. Er hüllt sich in den Paletot: S Und stürmt -und braust das Meer d,cr 0. m Er haj MWaraplui bereit; Und wenn die Well in Trümr.ikr bricht, Die Gummischuh' vergißt ex nicht. Edwin Bormaun. ", Anläßlich des Todes -ve franosiichen Bildhauers Aimcc Millct erzählt Aurelicn Scholl im ötin" folaeude Ancldote:, Millct war ein H stäudiaerGast des Tivan Lcpcllctier". eines titerarisch-artistischen Cercles, der besonders acaen Ende der Juu - M& narchie in Blüthe stand. Er tmZ dort häufig mit dem ihm sehr befreundeten Romanschriftsteller Paul Düplessis zu , Zammen, der das Feuilleton der PaMe" redigirte. Einmal, dZPstrieZ ttr" offentlichtc gerade einen IZoman von Düplessis, lanl Millet frühere iit. den Cercle und wartet mit Cchnsucht aas Düplessis. Als dieser ettdlich.kümMrzke Millet auf ihn zu. .WaS gb!'S?- frug der Romauschriststeller. Einc Frage!" erwiderte killet. Mein Vater liest Deinen Roman in dcrPatrZc" uiit einer Aufmerksamkeit, die mit Acugstlicbkeit gepaart ist. Dn hast gestem die Grasm in der allcrkritischsten Lage gelassen ; ist iii einen Hinterhalt gefallen und ist in den Händen Derer, die das größte Interesse daran haben sie verschwinden zu lassen. Muß sie sterben ? Ja", antwortete Düplessis, sie wird durch einen Dolchstoß des Corsen Assiaui gc tödtet." Millet Zckllug mit der Fnst nnf den Tisch: Ich habe lein Glückt" rief er. Was gebt denn die Sache Dich an?" frug Düplessis: Mein Baier,- erwiderte Millet, hat mit mit gewettet, daß die Gräfin sterben würde, und ich habe gewettet, daß sie sich aus der Zchlimmcn Lage ziehen würde, weil ich dachte. Du würdest die Gräfin im weiteren BO lauf Deiner Geschichte noch nöthig haben." Was habt Ihr gewettet?" r- gehn Louisd'orZ" Teufel, das. ist viel." Wüßlegis Zog seine Uhr und sagte: Cs.ist jcht neun Uhr. Ich habe noch Zeit, um in die Druckerei zu gehen. Ich werde einen Fiaker nehn:en und die Gräfin retten." Wirklich?" fragteMillct fteudig Irregt. DnplessiZ schüttelte ihm, dle Hand und sagte scierlich: Das ist doch das wenigste, was ich für einen Freund thun kann ?" Sprach s und ging, rettete bet Nomangrastu das Leben und seinem Freunde die Wette. W e l ch e u n e u e r e Menge von Staubtheilchen von uns fortwah ' rend mit er Luftingeathmct werden, ist aus den Berichten zu ersehen, welche Johil Aitken wiederholt in englischen ZeltZchnsten über seine Versuche, die Menge der Staubtheilchen in der Lust ZU bestimmen, veröffentlicht hat. Seinen ' jüngsten Mittheilungen ist das intcz.essante,Ergeduiß ,zu entnehmen, daß er unter sonst gleichen Umstanden fern von einer Großstadt in einem Cubilcentimcter 500, an einem Küstenort 5000, in Edinburgh 43,000 Staubtheilchen fand. Im Sitzungssaal der Noyal Society fand er dicht über dem Fußboden 275, 000, unter der Zimmerdecke 3,0M,WX Theilchen in einem Cubikcentimcter. Wie sehr der Staubgehalt der Zimmerluft durch Erwärmung mit Gasflammen erhöbt wird, ist aÄ ldeH Beobachtung 7 , c (' :' ,. i'1' : wihv ,' f zu eri.ebcn, daß m einem Zimmer, vx dem 4 Gasflammen brannten, die Zahl der Staubtheilchen in zwei Stunden von 420Mg,auf 4.w0M0 in einem Km' bikcentimetcr stieg. In Stuben mit W mtilation,wird.d!eseZMng,. der Gasflammen zum größten Theil .'cusze Hoden. Das Verfahren vonÄitken besteht darin, daß er die Luft mit Wasser dampf sättigt, wodurch alle sonst unsehbaren Staubtheilchen sich mit Wasserdampf umhüllen und so, gleichsam zu Neinen Tropfchen verwandelt, sichtbar werden. - Die ,'zu . unteriuchcnde Luft' . . ':'f r .?" " '" . . . ! , 'enge wird mit einem bekannten' viel -fc ' u !f iii 'lu Ä u. A. 1. a 4ik jä'lt i. .- . j ist ein Satz, den ich nicht verstehe." . ., r 7., " W. ' i' " .. mathias, aber er ist beabsichtigt." .Wie. beabsichtigt ?" MManzi ge:riß. Merken Sie wob!, Mem lieber Bertall, nenn das. Publikum nicht von WiiK Zeit durch eine geschraubte Phraic oder rgend eiuen dunklen Ausdruck fcstgcüalD .en würde, so würde es sich für ebenso mmm halten, wie den Autor, ,, dea W!! iest. ' MeDMWaM, trMlK-KmZ u leicht, und, naiv, wie es ist, bildet es ich ein, dos könnte es eben so' gut mahen 'eine Ahnung davon, wie schwer es ist, infach zu schreiben. " , Deshalb bringe ')' r '4 V -'' 'lr " j! :." H i ! j !l "' !' ft " " ! ' ch hie und da ln, nrcme Äkomane eine Dunkelheit, darait der geneigte Leser 'ichWM!kopsMft!.uusaAt:DaS erstehe ich nichr das geht über meinen Horizont ; , Sapristi, was ist dieser Bal MHrUtttediÄMUSsekch! !MÄrMaßSie',bei dem letzten schseva& ; Sinvtnch nicht betheiligt waren. Zagabünd'PJch .binKicht ehrgeizig. Gedankensplitter. Gleich. Wigkeit Wgen1iLöbM'beu'D häufig Zeichen einer erhabenen Gesinnung, U veräll7t!ic!'.l Stumvssinncs.
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