Indiana Tribüne, Volume 14, Number 161, Indianapolis, Marion County, 1 March 1891 — Page 2

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NatasH. fcle rsnE-ikdeÄeve.

Slgnorina Zuchi, St. Petersburg'. töNzenbe? Abgott, hatte ihren SBenefö ' bmd und wurde beispiellos gefeiert; eZ regnete Blumen.' Die ' kostbarsten Geschenke wurden der Diva des TrikotZ von Greisen und dunnbescheUelten Jung. Augen der sogenannten Lebewelt zu den Vervösen Füßchen gelegt. .Das Publikum war noch nie so en thusiasurirt- gewesen, wie gerade an diesem Abend, ja selbst d!e Damen faw "den, daß die kleine Italienerin die ver. körperte Grazie sei: Signorina Zuchi tanzte über auch überirdisch schön", wu sich ein begeisterter Bällethabitue aus drückte."'- . Als ich das Theater verließ, empfing mich eine sternenklare, mondcrleuchtett Märznacht. Es war, als ob sich du Eterne Mfilje gaben, schöner denn je zu glänzen, um mit den Diamanten der Zuchi wetteifern zu können. Ich wai och zu einem Balle eingeladen. Da mich aber während eines Zwischenaktes ein kahlköpfiger Zuchienthustast inil Limonade begossen hatte, müßte ich nach Hause fahren, uvx mich umzukleiden . . . Mein Diener überreichte mir eine Karte; sie war,, von Dimüri Wassiljewitsc Monachoff emer meiner besten Freunde, der-Jahre , lang sien, speciell China, durchkreuzt hatte. Während dieser Zeij hatten wir mit einander gar nicht korre spondirt, und ich erfuhr nur gelegentlich durch die Zeitunzen, daß mein Freuni och am Leben sei. Er hatte durch seinz kühnen Forschungsreisen sich einen geach teten Namen gemacht. Monachoff schrieb xxhi Lieber Boris! Soeben angekommen! Kein Mensch weiß, daß ich bereits da bin. Mein erster Weg war zu Dir. Erwartk Dich bis 1 Uhr bei Borell; bin hunde rnüde. Herzlichsten Gruß! Dein Db rnitri." Ich freute mich ungemein daraus, den alten Freund wiederzusehen; ich verzieh in Gedanken dem alten Balletonkel, bei mich mit Limonade begossen hatte, f feidete mich um und fuhr ins Restaurant Borell. ' Als mich Timitri eintreten sah, sprang er au eilte auf mich zu, umarmte unl küßte mich herzlich. Er sah wettergebräunt aus, der gute Junge, und aus sei' ner Umarmung durste ich schließen, daß seine Kräfte nicht abgenommen hatten ; el war das schon mehr die Umarmung eines gemüthlichen ausgewachsenen 33a Tt.;". . . Wir plauderten wahrend des Soupers von früheren Erlebnissen, von den Reifcstrapazen des Freundes und tranken tüchtig darauf los, so daß wir ns .sehr bald in rosiger Laune besann -den.', i. . Schade, daß Batignole nicht hier ist, sagte Plötzlich Dimitri. Ich erschrak bei diesen Worten und uß ein ganz verdutes .Gesicht gemacht haben, denn Timitn sing laut zu lachen . cn. Nun," sagte er, als ich mich von mm r.cm Schreck erholt hatte, .was ist Dn denn, Bons ?" Ich otlie noch nicht mit der Sprache !raus: Du meinst doch AlsonS de Ba . zignole?" sagte ich. Natürlich, wen denn sonst?" Der ist todt!" Todt?" wiederholte Dimitri er. schreckt,,, Mons ist todt?" Ich -nickte bejahend. Und seit wann? .Seit beinabe zwei Jahren Jst er im Duell gefallen?" .Nein.-die. Liebe zuder schonen Na--talie ist schuld an seinem Tode." Dimitri fuhr sich mit der Hand über die Augen und, blickte mich dann weh:,?nüthig an. Tu hast ja," begann ich jetzt, die schöne, Tochter des Grasen N. auch ge--kannt. . . ." Mein. Freund nlckte stumm; mit ün,serer Fröhlichkeit war es nun aus. .Die ErmnerunZ an den gemeinsamen Freund hatte unS .Beide schmerzlich .bewegt ..Ich will Dir Alles -erzählen, Dirnitri," begann ich , dann wieder, ,nur ?nuß Ich etwas weit ausholen,, damit DuAlledegreffst. Eines Tages stürzte, ,vhuc sich anmelden zu lassen, Madame Äerna:d, die , Wirthschafterin BatigmoleZ, in mein Arbeitszimmer. Um Lottes willen, Soris Michailowitch." Tief sie, retten Sie Herrn zde Batig ole!" Jch'Mrang schreckt in Uz Hohe. Was ist.denn, psssirt?" fragte ich hajtiz. 1 ' Retten Sie Jhr:n Freund! Herr de Wetignole ist furchtbar erregt " von Hause fortgegangen und hat vorher, Zvie iNir, secn Iwan anvertraut?,, einen Revolver geladen und zu sich gesteckt." ist Zvan ;? Äs ich. Er ist' seinem Her??. nachgelcuM" keucht die Alte. ,Jch bat die guk Seele,. sofort, sich Hus- zu fahres und dort mif J:o-r zü trarten; ich selbst - wollte um SzlizerpräsidFnten. Mn der Treppe, bezeguete znir Iwan, leichenblaß Lor Schreck. Er .theilte mir znit, daß ssein Herr so schnell gelaufen sei, daß er ihn aZ den Aug verloren habe; außerdem Meldete ernir, daß ÄZtigno!? itM am Morgen.gce-.lfen uud zu idm gesagt habe.: Jwen,.heute soll ZleschonMstlie.hslrathenZ Wenn ich ,den ÄräutigLM erschieße, werde .ich ver-, $ haftch aber das ! thut nichts" Ich Machte im 'eHz. .KcgmhlÄ an ein -Duell;! mir jagten .tosend Gedanken toir? durch M'Kozf. Alfons war ja , rasend ii die schöne Tochr des Gras Verliebt, Lud sic ZieSle ihu leidenschaft.Zich wieder. Da AlZcs reh und uuab- - .höngiz war. Halls .er den elten Grafen um die Hand seiner Tor gebeten, to)xas., indest er ihm in schroffster Weise seine Gründe niitteilte: Ern Bszvivant, Don Juan unv leichter Vogel wi Sie, i be?ommtm5ine?TochterMe !"ZSo ii lauteten die Worte des Alten. ' Batig1 r.rle bcging bis DüVucheit, den altm

Herrn zu fordern, .cr büßte diese Taktlosigkeit mit längerer Festungs hast.... Wahrend Alfons diese Strafe fcre büßte, gestand mir eines Tages Natalie. daß ihr Vater von ihr verlcmgte. daß sie einem Manne die Hand reichen sollte, den sie von ganzer Seele hasie ; sie bai m!H, Alfons mitzutheilen, daß sie ihn ewig lieben und sich eher tödten würde, als gezwungen vor den Altar zu treten. Alfons erfuhr bei seiner Freilassung, daß Natalie verlobt sei; ich theilte ihm mit, was sie mir gesagt hatte. Er sah mich zuerst überglücklich an. dann aber brach er in ein krampfhaftes Weinen aus und war seit jener Zeit schwer mütbig. Alles dies siel mir ein, als Iwan mil die Vorgänge des Morgens erzählte. Ich' eilte die Treppe hinunter, warf mich in einen Schlitten und befahl dem Kutscber, mich in die Straße u fahren, in welcher sich das Haus des Grafen 6e? fand. Allein ich konnte gar nicht bis an das Haus gelangen, denn ein großer Menschenaustauf versperrte mir den Weg. Ich verließ den Schlitten und drängle 'wich durch die Mensch enmassen hindurch? mehrere Polizisten versuchten es, die Menge zu zerstreuen, aber m geblich. Ein fürchterlicher Gedanke stieg in mir auf: Alfons hat gewiß seine Drohung ausgeführt! sagte ich mir; es gelang mir endlich einen Poli zeiofficier nach der Ursache des Auflaufs zu fragen. Es hat sich vorhin eine junge Dame erschossen," lautete die kalte, ruhige Antwort. Wie vom Donner gerührt stand ich da, eine innere Stimme sagte mir. wer die Dame sei.... In dem Straßengewühl konnte ich Batignole unmöglich entdecken, ich bahnte mir daher einen Weg bis zur Hausthür des Grasen N. ? vor derselben hielten meh rere Hochzeitsequipagen, - welche - das Brautpaar und die Gäste in die Kirche hatten fahren sollen auch hier fand ich Alfons nicht! Endlich erreichte ich die andere Seite der Straße und trat in ein Restaurant; ich hoffte, dort Näheres über die Katastrophe zu erfahr ren. Als ich in das Gastzimmer trat, fiel mein Blick auf Batignole, der an emem Tische saß und stieren Blicks vor sich hin sah. Ich näherte mich ihm; er blickte mich lange an, lachte plötzlich hell auf und versiel dann wieder in ein tiefes Brüten. Sein Lachen klang unheimlich, ich war tief erschüttert. Ein Kellner erzählte mir, daß der Herr schon eine halbe Stunde lang so stumm dasäße, unÄ daß sich drüben die Tochter des Grafen R. direct in'S Herz geschossen habe; ein Diener hab: es ihm erzählt.... Auf der Straße wurde der Lärm im mer lauter, das Volk nahm eine drohende Stellung an; dumpf drang das Gejohle und Geschrei in den Raum, in welchem mein unglücklicher Freund noch immer bewegungslos auf seinem Platz verharrte. An der Wand sah ich Batignoles Pelz hängen; ich stand, von Alfons unbemerkt, auf, untersuchte die Taschen des Pelzes, fand darin einen Revolver und steckte denselben zu mir. Alfons starrte noch immer vor sich hin.... Allmalich füllte sich das Gastzimmer mit Menschen aller Klassen, welche das traurige Ereigniß laut besprachen. Batignole wurde Gegenstand der Neugier; mir war es peinlich, daß mein ar mer Freund von zudringlichen Menschen begafft wurde. Endlich, als das aufgeregte Publikum das Restaurant verlassen hatte. Und nur noch wenige Gäste an den Tifchen saßen, erhob sich mein Freund. Er sah mich starr an, blickte dann um sich und wurde feuerroth er tvar wieder mmi Bewußtsein gelangt, und es war Ihm jetzt offenbar peinlich, daß er sich durch seinen Schmerz so hatte hinreißen lassen, ohne zu bedenken, daß er sich in einem öffentlichen Lokale befand. Ich nrieth seine Gedanken. Ich danke Dir, daß Du da bist," sagte er, mir die Hand reichend, Du bist gut!" Seine Stimme bebte leise; vir verließen das Restaurant .... Daß Natascha sich erschossen hst. begann cr wieder, als wir auf dieStrage jelangt waren, das weißt Du wohl?" Ja," erwiderte ich, ich hatte es vor- , hin erfahren." Sie hat sich erschossen, weil sie mich liebt, weil sie mich geliebt hat," setzte er seufzend hinzu. Sein Arm zitterte bei den letzten Worten in dem .meinen. Es ist so besser, Alsons," versuchte Ich zu hosten, sie braucht nicht einen Mann zu HeiratHen, den sie haßt." . Sätignole ging schweigend neben mir her. Welche Veränderung mußte ich lln ihm bemerkn! ' Vor einigen Tagen hatte er mir ganz launig gesagt: Wird Natsscha doch gezwungen, den alten kert zu HeiratHen, den ihr der Vater auszsZucht, dann will ich Alles daran fetzen um dem ihr ausokrrohirten Ehemann einen Streich zu spielen: ich werde sie zu den tollstem Streichen verführen! Ein Vat:r kann schließlich seine schßne Tochter bewachen sin Mann seiue r- y ' ' r tä- ' lchone Freu nie! nie!" Batignole sah heiter. aus, als er das .sagte,' und ich freute mich darüber, baß er dce chs'von er" lustigen, leichtsinaiger Seiteussaßte; ich gab, ihm daher loöllkemmen Wecht, ja, um ihn vollends ;u beruhige, manschte .ich ihm sogar Glück. Er hötte seine Plan , ja auch Durchgesetzt, d Natascha ihn leideuschafUich lieble, sind nun redete iha, sich zs Bett zu legen, und blieb ; den ganzen Tag bei ihm.-, Der Arzt konstatirte ei hochgradige Ner'nerrezung,' die aber zu keinen ernsten ökfürchtunge:r Anlaß gäbe; er empfahl jedoch absolute Ruhe.Gltuz erstaunt war ich ,? dabei, am ächsten. Morgen Alfons am Schreibtisch sitzend zu finden. v , . ; S?Was schreibst Du denn da?" fragte Ich beimEmtretenv,

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, Mein Testaments Du bist wohl verrückt?" tip.i.: Nicht im Geringsten man. kanu nie wissen, was passirt!" ; Jetzt wurde . mir wiederum unheim lich zu Muthe, er hatte noch me je ruhig gesprochen. Alfons bat, ihn am Abend zu begleiten, da er zugegen sein müsse, wenn seine Natajcha", so nannte er sie noch immer, in die LeichenHalle geschafft würde. , " Ich schwieg. ; Wenn Du njcht mitkommen .willst, so gehe ich allein," sagte er unwillig. Ich erschrak über den rauhen Ton seiner Stimme und, sagte mit. Widerstreben zu. Iwan, so erzählte Alfons, hatte Alles aus spioniren müssen. Abends um? acht Uhr würde NataZcha in die Leichenhalle der Kirche geschafft, werden; sie würde mit Brautkleid und Myrthenkranz be graben, acht Pferde sollten den Leichenwagen ziehen u. s. w. Um halb acht Uhr machten wir uns auf den Weg. Vor dem Trauerhanse war wiederum eine,, Anzahl, NeugZenger versammelt, welche den silberstrotzenden Leichenwagen umringten; tiefe Stille herrschte, Niemand sprach. Alfons stand ganz ruhig an meiner Seite. ' ( , Plötzlich kam Bewegung &irtj die Menge. Durch , die .Eingangsthüre wurde der Sarg sichtbar. , Sie bringen sie," so zischelte man von Mund zu Mund. .Die Frauen bekreuzten sich und murmelten ein Gebet. Die Män ner nahmen die Mützen vom Kopfe; auch ich lüftete meinen Hut; Alfons war der einzige, welcher ihn aufbe hielt. . Unheimlich flackerten die Kerzen der Leichenträger. Der Sarg wurde au den Leichenwagen gehoben, und langsam bewegte sich der Trauerzug vorwärts. Ich reichte dem Freunde mei' nen Arm, und wir folgten als Letzte dem Zuge., Kurz vor dem Ziele preßte Alfons heftig meinen Arm und flüsterte mir zu: Sie hat sich aus Liebe zu mit ge tödtet!" Wir drängten uns durch die Leid tragenden, und müßigen Zuschauer und eroberten einen Platz in einer dunklen Ecke der Leichenhalle. Der Priestersprach ergrellenoe Worte' dann wurde der Sargdeckel aufgehoben,' und Alle pahmen von der Todten, die, wie . ein schlafender Engel dalag, Abschied. Ich warf einen Blick auf Alfons. Theilnahmlos starrtt er seine Ntascha" an; Ltiemand hätte an ihm auch ur die geringste Erregung bemerken können. Plötzlich sagte er leise: Komm,' wir wollen gehen!" Ich war froh, den unheimlichen Ort verlassen zn können. Ich brachte Alfons kach Hause, und dieser legte sich sofort nieder. Auf meine Frage, ob ich bei ihm bleiben sollte, schüttelte er hestig mit )em Kopfe: Rein, ich bedarf der Ruhe, ich will schlafen!" sagte er. Zwar war ich besorgt im Alfons er kam mir so merkwürig vor aber ich befürchtete nichts schlimmes und begab mich daher nach nemer Wohnung und . ebenfalls zur Nuhe. . ,,. , ., Ich mochte kaum eine halbe. Stunde in meiner Wohnung angelangt sein, als Kastig an der Glocke gerissen wurde. Nein Diener meldete Iwan. Ach. Boris Michailowitsch," rief der lrme Bursche, ich glaube, mein Herr ist wahnsinnig geworden ! Er hat sich vieder angekleidet und nach mir geru?en; als ich eintrat, stand er schon in stelz und Mütze da und sagte ganz lustig: Ich gehe zu meiner Braut! Mor zen fahre ich mit meiner Natascha nach pans! Ich wollte ihn ' nicht aus! der Thür lassen da hat mir mein Herr einen stoß .vor die Brust gegeben, daß ich bewußtlos zu Boden stürzte. . Als ich vieder zu mir, gekommen, wär der Herr ., verschwunden. , Ach, kommen Sie, kommen Sie, Barin, wir wollen ihn suchen! Die treue Seele eilte die Treppe hin- ,, inter, baß ich kaum folgen konnte. Ich setzte mich mit, Iwan in einen Schlitten auö befahl dem Kutscher, geradeaus zu sahren; ich wüßte nicht, , wohin ich mich wenden sollte. --r ,, ' Zu seiner Braut wollte er gehen ? fragte ich den Diener. , , , , ' , Ja, Barin", antwortete dieser. . Ein Gedanke schoß mir, durch - den Kops.: ich befahl dem Kutscher, nach der Leichenhalle der Kirche zu fahren. , Von einem Dwornik, der vor dem Gitter, das Die Kirche umgab. Wache hielt, erfuhr ich daß kurz vorher ein Herr! nach dem Kirchendiener . gefragt chabe, der die, Schlüssel zur Leichenhalle bei sich führe.' Diese Auskunft war 'mir, genügend ich eilte zum Leichengewölbe. Vor dem Singang stand ein Mann es war der Kirchendiener, : . . , ' j . ' Ist hier ein'Herr angekommen?, , JgVohl, Berin, ein Herr, der mich cufen ließ und : mir sagte, daß er ein Verwandter der Verstorbenen sei." Ist der Herr im Gewölbe?" r ' ,r V:i-.-!!if-. i:r , r":.-i: ; !!i,ii , V!.' , . ' "'. ;; Ja. er sagte, daß er soeben mit der Eisenbahn angekommen sei und der Feier licht fobe beiwohnen Ä nnenl Ich habe lbnr aufgeschlossen, er wollte beten, uud zllein ei -Ä', i- -r " , ,.. ., . - " -ll irjji;i! ..' -J,.f in.,-'i1' ,('' 'iijii ; l --. -n - r 'r- . Die Thür des Gewölbes war nur anzelehnt. ein schwächer Lichtschimmer stahl jich hindurch. Mich überlies es kalt; Iwan stand eben mir iZnd zitterte am ! ganzen Körper. fäQmmi&iiJß sagte ich zum : Kir HendienerHch i1 Wir stiegen die wenigen Stufen zum Gewölbe hinab. Ich drückte vorsichtig die Thür auf und ein entseuche? gnölick bot sich mir dar: eine einige Gasflamme verbreitete ein unruhcg klackerndesLicht ;Alsons stand neben dem Sarge und hatte die Leiche , Natalien5 mit dem rechten Arm umschlungen und emporgehoben, in der lmken Hand hielt tt den Myrthenkranz. Starr bliebe wir Ms der Schwelle stehen; Ivan sie! emf d Kniee und weinte laut. Strah

lend und glückselig blickte mir Alfoni entgegen. '.Siehst, Du!" rief er, den Kranz, i? der Luft schwingend, der Alte hat meink Natascha doch nicht bekommen! Ich habt ihr am Altar den Kranz vom Haupt gerissen, uun ist sie mein !" Die Gasflamme flackerte stärker 1 schien, als ob die Leiche Leben bekommen habe. - ' . - ; , Um.Goktes Willen," flüsterte mn der Kirchendiener zu, der. Herr isj wahnsinnig, ich hole einen Arzt." Erlief davon; hinter mir kauerte Iwan, -noch immer Gebete murmelnd. , . Wohin 6 lief der Mann?", rief Alfons, ,, er will wohl Musikanten ho. len, nicht, wahr? Zur Hochzeit gehört Musik! Wir brauchen aber keim Musik, nicht wahr; meine süße Natascha, ' zur Brautnacht braucht man keine Musik!" , , . , -V. ; . Er lachte unheimlich auf,, ließ , du Leiche in das - Kissen zurücksinken,, trat einen-Schritt vor und löschte die Flamms aus. Tiefe Finsterniß umgab unsz Iwan umklammerte meine Kniee W winselte. Ich mutzte meineganze Euer. gie zusammennehmen, um mich ausrech! zu halten. Es blieb längere Zeit still. Plvtzliq horte ich ein Geräusch, Alfons mußt; sich wiederum dem Sarge genähert haben. - Wo ist Dein Händchen, das ich si gern geküßt ?! Ach hier! aber kalt!-Du liebst mich wohl nicht mehr Z Oder bist Du müde, mein Seelchen?" Er begann ein altes Kinderlied summen ; die Stimme klang weich, mn aber preßte sie das Herz' -zusammen' mitten im Liede aber brach Alfons potz, lich ab. vWir haben vorhin die Ringe gb wechselt," hörte ich ihn jetzt sagen, meii Ring ist Dir zu groß, verliere ihn uicht mein Seelchen." Ich konnte mich kaum mehr ans be Füßen halten und lehnte mich ' an dit kalte Mauer an. Endlich hörte ich Schritte, die imme, näher kamen. Es ist ja ganz finstez dort unten," horte ich eine tiefe Stimm, sagen. Mit letzter Kraft rief ichz Schnell hierher, Licht gemacht!" nn tastete mich nach dem Eingange. ., Jetzt brach der Wahnsinnige in eil dämonisches Lachen aus. . Sie kommen, um Dich zu rauben Natascha, ha, ha, ha, das darf nickt fein!" Ein Schuß durchdröhnte das Ge. wölbe; ich horte, wie ein Körper dumpj zu Podcn fiel. In demselben Augen blick betraten der Kirchendiener und drei Männer mit einer Laterne den Unglücks räum. Auf dem Boden, neben dem, Sarge lag der arme Batignole, in der linke Hand den Myrthenkranz, in der rechten einen Revolver haltend. Der Arzt nutersuchte ihn, fand aber keine Wunde. Alfops hatte? im Dunkel auf die Leiche geschossen, und die Kugel zerschmetterte ihr den rechten Arm.. Er selbst war nur von einer tiefen Ohnmacht befallen worden. Ich ließ ihn nach seiner Woh nung schaffen; aber schon nach zwei Stunden verstarb er, ohne aus der Ohnmacht erwacht zu sein, in meinen Armen. Ein Gehirnschlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht! . Ich war zu Eni mit meiner Erzäh. lung. Dimitri saß stA und regungS los mir gegenüber ; eine Thräne glänzte in seinem Auge. Bald darauf verließen toir das Restaurant. Und was ist aus dem Vater Nata liens geworden?" fragte Dimitri, als wir schm aus der Straße waren. Er ist aus Gram gestorben!" Und der Bräutigam?", In der Erregung über den Verlust meines Freundes hatte ich ihn, als ich einmal mit ihm zusammentraf, beleidigt. Wir schössen uns, und ich hatte das Unglück, ohne es zu wollen, ihn zu erschießen. Ich wurde mit drcr Jahren Festungshaft bestraft; der Kaiser hat mich schon nach. 'einem Jahre begnadigt." ; Wir waren vor dem Hotel angelangt, ln' welchem Dimitri 'abgestiegen war. Dimitri reichte mir ernst die Hand: Ich kann." sagte er, Batignole be greifen. Mit mir wäre es bald ebenso gegangen. Auch ich habe die schöne Natalie einst rasend geliebt! Sie wies mich zurück, und damals kam mir zum Bewußtsein, wer- ihr Herz besaß; der Glückliche war - Alfons. Ich verließ Petersburg, der Böden brannte mit unter den Füßen. 5 Auf meinen weiten Reisen vernarbte die Wunde meines 'Herzens. Damals schämte ich mich, Dir meine Liebe zu offenbaren, heute kann ich es Dir gestehen, daß auch ich Natascha angebetet habe." ' Das Geständnis des Freundes hätte mich ties bewegt. ' Boris," sagte er, mir zum Abschied die Hand reichend, morgen wollen wir die beiden Gräber besuchen." i Dann verschwand er im Portal des 'Hotels.... 1 ; , " ' ' ' Ich begab mich zu Fuß nach Hanse. Lüftig glitten idie Dhlittendie elektrisch erleuchteten Straßen herauf und herun ter schöne Frauen uud elegante Kamliere saßen darin,' und ihr Lachen hallte zu mir herüber.... " , Die schoue Natascha aber und Alfons bedeckte die kühle Erde! :

l-'D as Muster ein er Hau sf r a u. ! Reisesder.', Ich sage Ihnen, meine Herren, die vorzüglichste Haus frau, die es , jemals gegeben hat, wai meine Schwiegermutter !" Herr: Lebt sie denn nicht ,mehr?", Reisender: Leider nein wurde in .Afrika von Kannibalen:" aufgegessen l":i$etr'': Nicht möglich!" Reisender:' Wie ich Ihnen sage. . Als die Kannibalen sie schon in den Kochtopf gesteckt hatten unK sie bereits schmorte, rief sie noch mit . . . j. t ' jjjisr,' m rr ' , icyuxalucr klimme: ergenen vie mml mr.rr t r , teaij, Pikszer uno Znnevttn r 5 .,!'

uö dem Dirtuosen:even.

Von Bl B4. ( ," Es war im Jahre 1887, als ich mich Nlf einer der angenehmsten Concert-, reisen befand, deren ich mich in meiner kurzen Virtuosen-Carriere entsinne. Ich reiste mit Frau Amalie Joachim. Unsere gesammte ConcerUruppe bestand MS uns Beides fe-; '"' Sie sang ich spielte etliche Soli und begleitete ihre Gesangsnummern und wir kamen ganz vortrefflich mit einander aus. Ja richtig das dritte Mitglied unserer Truppe vergaß ich zu erwähnen? , Wir hatten, . auch einen Impresario mit auf dieser Reise; er war der komischste Kauz, den ich je gesehen! Ich glaube übrigens, er ist seither gestorben. Daran ist nun freilich nichts Komisches, denn einem . gewissen' on dir zufolge soll dieses mir sehr unzart erscheinende Loos' uns Alle einmal treffen. Das Leben dieses Mannes war auch entschieden ein, weit, komischeres als sein Sterben; dies war sogar höchst tragisch, denn der Aermste hat sich eines TagcS' .erhängt, wie ich1.; gehört habe. ' . ' ' Selbst erhängt! So war er also, ob wohl beständig in Geldschwulitäten doch schließlich noch, besser daran als Sheakespares. Shylock, der ja, wie Gra tiano ihm sagt, nicht mehr so viel von seinen irdischen Gütern, sein eigen nennt, daß er sich einen Strick kaufen könnte, um sich zu erhängen, und somit sich noch bedanken müsse, wenn man ihn auf Staatskosten aufknüpft. Besagter Impresario hat sich seinen Strick doch jedenfalls auf eigene Kosten besorgt vielseicht ist er das Geld dafür auch schulbig geblieben ' wer weiß? Aber er war ein nnglanblich komischer Mensch, und gar Manchen wandelte ost eine un widerstehliche Lachlust an, wenn er der merkwürdigen, einem Karnevalszuge scheinbar entstiegenen Gestalt ansichtig wurde, mit den fast bis zu den Schultern herabhängenden gründlich gelben Haaren, der schäbigen alten Peltzmütze, dem halb von Motten zerfressenen Pelz, aus dessen Aermeln ein Paar unglaublich große, rothe Hände hervorsahen, und einem Paar dito riesenhafter Füße. Er war von Geburt Oesterreicher, hatte aber Jahrzehnte hindurch in Rußland gelebt und sich dort einen ganz sranzosisch klingenden Namen, beigelegt, daß Manche in die Versuchung ka men, ihn daraufhin in dieser Sprache anzureden, von der er aber auch nicht eme Sllbe verstand. Lügen konnte er wie gedruckt ! Nein, das wäre ein zu schwächlicher Aus druck! ' Sägen wir lieber, wie ein Impresario! Das ist nämlich die höchste Potenz der Lügenhaftigkeit und Aufschneiderei. die es gibt! Und zu seinen Lieblingslüaen qehörte eine Geschichte, die cr immer von Neuem vortrug und mit immer reicheren Ausschmückungen versah. Wie er mit Desiree Artot durch den Kaukasus und die Türkei gcrelst ser, und wie Frau Artot, eine siebentägige Reise auf dem Rücken eines Kameels zurückgelegt habe ; man denke sich Frau Artot mit ihrer bedenklichen K örperfülle sieben Tage lang auf dem Rücken eines Kameels, welches Bild ! Und wie er dann als Anerkennung für diese Tapfer keit bei seinen Leibeigenen im Ural einen Orcnburger Shawl für die Dame, hätte weben lassen, der, wenn man ihn ganz ausemandernahm, eine Fläche bedeckte von na, ich lass' cS ungesagt vie viel Meilen aber indes Jmprefario besten Momenten erreichte dieser. e. .'... 'i i? . .fsf ;f . , . .;' üuaroi oerarlige imennonen, oan er die Fläche des ganzen russischen Reichs bedeckte! ' Zu meinem größten Veranüaen entdeckte ich eines Tages während einer f ?f . . L i C (.f.. Ä ., ' ,,'i' . , .1' sienoaqnsayrr, oay aus Herrn omarliers lederner Reisetasche eine siebenza t. tt;.. .:..n..t'i. - .iijc niuac Kiiiijciiui ivu. ' -' Warum haben Sie eine Krone aus Ihren Sachen ?" platzte ich heraus. Bitt' ich Sie,' Fräulein" entgegete der Franzosen-Russein unverfälscht kestem Oesterreichisch-Teutsch, ich bin och halt kaiserlicher Beamter." Sie??" - ; - ' :' Gewiß doch !" und es stellte sich her. tus, daß er einige Jahre lang das sechste zder achte Cello in der kaiserlichen Kapelle zu Moskau gespielt hatte! Wir uzten" den armen Menschen oftmals fürchterlich. Im Coupee schlief x beständig. Und eines Tages, als wir sehr spaßhaft aufgelegt waren, nahmen oir, während er schlief es war- oben im Norden, in der Gegend von Kiel, Flensburg etc., und ein grimmig kalter Tag Nadel und Faden und "nähten vx) aller Geschwindigkeit beide Aermel seines alten Pelzes, den er der im Couvee herrschenden Hitze wegen abgelegt hatte, fest zu; Jede von uns einen Aermel. Die Station wurde ausgerufen; Pontarlier fährt empor? nicht um's Morgenroth, aber aus süßen Träumen er hatte sicherlich gerade von einem usverkauften Concert geträumt will rasch in den Pelz fahren ja, Kuchen! Der liebe, gute, alte Fraind" läßt die großen rothen Hände nicht durch, : und der Zug wartet auch nicht;- trotz dei grimmigen Winterkälte mu Pontarlin llso aussteigen und so in's Hotel fahren, frierend, zähneklappernd und den Pelz auf dem Arm, das Abbild eines mobernen Tantalus. ' : . : -pgtii Unsern guten Pontarlier hatten wi, nun schon seit längerer Zeit auf dem Strich wie daß er kein Temperenz ler sei? Ach nein'; über diesen Punkt konnte man wahrlich keine Zweifel mehr haben, wenn man ein Mal feine einem öeuchtthurm gleich flammend in die Luft hinausragende Nase gesehen hatte was wir aber von ihm befürchteten, war viel schlimmer. Es gibt in den kleinen Provinzstädten eine ganze Anzahl von Theater- und Concertlocalbesitzern, die, wenn sie von dem Unternehmer die Erlaubniß bekommen, während der Vorftellung Bier ausschänken zu dürfen, ihm gern das Local miethöfrei überWssenlWUW : " Also ein'gegenseitiger Prosit ! SVßPßH Daß nun o.ber die rebellischen Künst

ler gegen ein solch' urgemüthliches und profitables Verfahren auch prvtestircn müssen! Schlechte Menschen! Wittert man nämlich einmal erst die verborgene Absicht einer solchen Sache, so werden plötzlich alle Sinne geschürft, ' und wie ein Jagdhund auf der Fährte Blut wit tert, so sahen, rochen,' fühlten, "witterten wir überall schon Bier! : ('" -1" ' ! Kein Bier!" war' unsere Losung und es war zwischen uns Beiden fest beschlossene Sache, wenn 'wir irgendwo während eines Vortrags Bier sehen würden, sofort abzubrechen." ' ' ,:r In Skordhausen war auch so ein richtiges , kleines Provinztheater. Eine vor Schmutz und Staut starrende Bühne schmierige, enge Coulissen eine fürchlerliche Garderobe u. s. w. Alles Ucbrige hiermit in Uebereinstimmung j Pontarlier hatte einen ganz merkwür-. dig, vergnügten Ausdruck auf seinem edlen Antlitz.' Also waren 'wir' uatür lich auf unserer Hut. ' ' " 4 Die Joachim "trüg ' Schumanns Frauenliebe" ' an ' jenem ' Abend . vor. Ich begleitete wie gewöhnlich. Vor dem letzten Liede des Cyklus dieser düster feierlichen Melodie, in der jeder Akkord ? ein Grabgelaute ist, das die Beerdigung eines geliebten Wesens, begleitet tritt die Joachim dicht an mich heran und sagt: Ich lass' mich ausknüpsen.i wenn ich da hinten nicht eben ein Bierseivel gesehen hab'!" Wollen wir aufhören?" sragte ich. Ach nein," sagte sie, ich bin mn ner Sache doch noch nicht gewiß." Die Wahrheit war, daß ihr im entscheiden den Augenblick eben doch der Muth fehlte. Das. .Publikum ' glaubte jedenfalls, daß wlr beiden edlen Künstlergemüthe: über Tempo und Vortrag des Liedes beriethen. . , Die nächsten Nummern gingen unge stört vorüber. Ich komme zu meinem zweiten Soll heraus. Stürmische Begrüßung. Ich natärlich sehr liebenswürdig. Ich beginne meinen Vortrag: ich erinnere mich genau, es war das Schubert'sche O Du Entrissne mir-und meinem Herzen, sei mir gegrüßt". in der Liszt'schen Transscription. .Ich - lasse, wie meistens während ich spielte, meine Blicke über mein Publi' kum schweifen; es amüsirte oder, besser interessirte mich, den Eindruck zu beob achten, den die Musik auf die Einzelnen hervorbrächte, und gar manches Mal hat mich eiu ganz unbedeutendes unschönes Gesicht auf Tiefste begeistert durch das echte Gefühl, das warme Verständ niß, das sich auf seinen Zügen aus prägte. Fand ich unter der Menge ein solches Gesicht, so spielte ich den ganzen Abend über nur für dies eine Individuum, Ob . es alt oder jung war, ob Mann, oder Weib, gleichviel, .wir verstanden einander, wlr gefielen einander, und im Geist drückten wir einander warm die Hand! An ' einem ganzen Abend, in einem ganzen Publikum auch nicht ein solch sympathisches Gesicht zu finden, war für mich stets eine Folter. ' Doch zur Sache. Ich spiele und freue mich über mein audächtlg lauschendes Publikums, da ha, was seh' ich ? Den Mittelgang des Parkets herunte: kommt leise auf Zehenspitzen ein junger Bengel; er will eben in die dritte oder vierte, Reihe einbiegen, da sehe ich, daß er zwei volle Bierseidel in der Hand trägt. Hinter ihm kommt ein zweiter dito bewaffnet, und im Hintergrunde sehe ich einen vorher beruntergeschlagenen, nun emporgezogcnen Vorhang, und in dieser nun entstandenen Thüröffnung liegt ganz gemüthlich ein Jäßchen und der Wirth beginnt soeben auszuschänken. Mitten im Akkord brcch' ich ab, drehe mich vollkommen herum, und indem ich mir mein Publikum betrachte, zeig' jch deutlich, daß ich vor der Hand mal nicht weiterzuspielen gedenke. Darob entsteht ein Tumult. Laute Bravorufe ermuthigen mich vereinzelte scharfe Zischlaute suchen mich zu entmi t'sigen. Viele springen auf. Ich bleibe ganz ruhig sitzen und betrachte sie mir von meinem Kothurn herab. " Du lieber Gott, mir reisten ja erst am nächsten Morgen weiter. Ich hatte Zeit, ich konnte warten. Ich saß unbeweglich und wartete.. Der Tumult dauerte,, einige , Momente, die meisten Männer waren aufgesprung en ; ein Handgemenge zwischen den Bravorufern und Zischern war vorauszusehen, da erschien in der Thüröffnung. Neben dem Wirth, Pontarlier mit gleißender Nase, sprach einige Worte zu ihm, der Vor hang siel über dem Fäßchen! Mein war der Sieg! Ein Beifallssturm brach los ich spielte weiter und bin in wenig Provinzstädten so, gefeiert worden, wie in Nordhausen an jenem Abend. Als wir aus dem Theater heraus kamen, um in unseren Wagen zu steigen, stand eine Reihe von Herren und Damen vor der Thüc, die sich bei mir be dankten, daß ich den Muth gehabt habe, gegen eine bei. ihnen immer mehr einreißende Unsitte anzukämpfen. ' Pontarlier aber war von jenem Abend an mein erbittertster Feind er hatte die Saalmicthe ersparen wollen, und ich hatte ihm einen Querstrich durch diese famose Rechnung gemacht. Das hat er mir niemals vergeben Er grollte mir aufs Tiefste, ich aber verwand den Schmerz, den mir sein Haß . bereitete, und fand es nur sehr unedel von den Nordhausern, daß sie mir nicht zum Andenken an den Abend ein Fäßchen ihres einheimischen Schnapses verehrten. Das hatte ich mir nun selber eingebrockt. KNWMMMMWttWelches sind eigentlich Gründe sür eine Ehescheidung? Mutter: i Weshalb möchtest Tu das j wissen ?M Tochter; Weil ich seit gestern eine BekannttJ.stt. ..(...! "'Ii1'!!.!:;11,!!'-''!- !: Ifiiiiii-i-i; in:?''" " Ichast habe ! iä;, -, S Höflichkeit. Ein Maler, welcher oft bei seiner Arbeit gestört wurde, schrieb auf die Thüre: Bitte, dreimal stark zu klopsen. Wird nicht herein gerufen, so ist das ein Zeichen, daß ich entweder nicht zu Hause bin

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t r ccr,ienncuai K. Auf allen Gebieten haben sich die Ma. schinen in der Neuzeit einen achtungs werthen Platz errungen '- nur in der Schule nicht.' ' Selbst in der Landwirth t ' schaft' finden wir Säe-, ' Drill- . und Dreschmaschinen. Hat man aber je vcn der Verwendung einer ähnlichen Maschine in der Schule etwas gehört, gibt sich nur ein Ersinder die Mühe, darüber nachzusinnen? Und wie nöthig wäre doch eine solche! Welch' enorme Ersparnis an Kraft und Arbeit für. den ohnehin so sehr geplagten Lehrer! Der folgende Vorschlag ist bestimmt dem Mangel auf diesem Gebiete einigermaßcn abzuhelfen,, und ztvar auf die einfachste Weise, mitHilse der Clektricitär. Jeder Platz des Schulzimmers wird iu einen elektrischen Stuhl ver-, wandelt, von dem aus die Leitung? drähte in das 5katheder münden. Auf der Platte des letzteren ist ein Druckapparat angebracht, welcher so viele, mit. Nummern versehene Tasten enthalt, als das Schulzimmer Plätze hat. Nun ein Beispiel der Anwendung. Müller auf Platz 23 ist unaufmerksam. Ein. leichter Druck aus Knopf 23. j . t rr mrr i r-, ' ! KKr yirr-r- r i 0mm?b st? i J '5 'chmerzhastes Zucken der GesichtsmuZZeln und Müller ist das Bild aespann ster Aufmerksamkeit. Wie still, wie vcnig aufregend für den Lehrer, wie venig ablenkend für die Kbrige Classe' Zt dieses Verfahren! - 4 ! W ÄS , Oder weiter! Das Schreckenskind der Stosse, Brühhahn, auf Platz 67, regaZrt seinen Nachbar mit Püffen.' Der Lehrer sieht's. Ein längerer Druck auf, önopf 67 und Brühhahn macht, einen Zatz in die Hohe; sein Gesicht drückt die ßmpsindung aus, als ob ihm von hintenfl W 'i,M W , I"'"''67T vfe ms:mmimm: mmmvrr ; , . . ; .f Äwas applicirt worden wäre. Er sitzt '. kis zum Schluß der Stunde wie ein I Lamm. :: . Welche Fülle von Kraft, welche Unsumme von Acrger bleibt dem Lehrer erspart, der mit ' dem Bewußtsein wohl abgemessener Strafe auch noch ein inte-, ressantes, ja humoristisches Schauspiel i genießt ! Welche Fülle von Belehrungen ? endlich für die Kinder selbst, denen die Macht der Elektricität auf's Schlagendste . . - !' "!' 'ii ;i1 'll1.'. . .,iii),ii mw. )' .. " : . : .lli,, :,,S'iii. i,: klar aemacht wird! Möge zum Heile der Menschheit, vor Ällem zum Segen des , heranwachsenden Geschlechts ? und zur' Erleichterung des , hart geplagten, Lehrerstandes, die Einführung der neuen .elektrischen Dreschmaschine für uinMxt6:ß .ü' '!'' . i w'"' ' - ".'iu i i s 1 - -' i . J I S ;j J ' - -J i H ' - J 3 ' J J 1 j ' H J J j J j . i . , " ' " 1 : .1. ..,,!! kurzer Zeit erfolgen! i!as: :

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