Indiana Tribüne, Volume 14, Number 154, Indianapolis, Marion County, 22 February 1891 — Page 7
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Thermidor. Dus fcieractige famose Htamarttm Cordon, welches in der Pariser Samtdie francaise" am 27. Januar zum ersten Male ausgeführt wurde und das den Radikalen Anlaß zu tumultuarischen Scenen und Ruhestörungen gegeben, steil sie eine Versöhnung gegen die Schrcckcnshcrrlchast in demselben erblikkenviat folgenden Inhalt: 9Jfi4rlittI öugon, ein junger Ossicie? der Republik, hat eines Tages in der Umgegend von Paris' eine aus dem Nlostcr rertrieben5nd wie , ein Vogel, dem man den Käfig geöffnet hat, ralh. los umherirrende Waise,- Fabienne ecouteux, hilfloZ und erschöpft, htm Hungertod nahe gefunden. Er hat sich ihrer angenommen und seinen Schützling einer alten Cousine zur Pflege an 'vertraut. Aus dem Retter ist bald der Brautiganz geworden, aber nur. kurze 'Zeit ist es dem .Paare gegönnt gewesen, daZ Glück seiner, jungen Liebe zu genier ßen. Die allnrten Heere bedrohen die ÄcpubZik,' und die Pflicht ruft Martial hinau- ins Feld. Hcldenmüthig hat er gelämpst, aber ein widriges Geschick hat es gewollt, daZ er in Belgien gefangen genommen und dort internirt worden ist. Erst nach langer Abwesenheit ist es ihm vergönnt, nach Frankreich und Paris zu der Ge liebten zurückzukehren. Es harrt seiner eine schmerzliche Enttäuschung. Die llte Verwandte ist gestorben, und Fabienne ist verschwunden. Verzweislungsvoll sucht er sie in der großen Stadt. . Gestern glaubte er sie an einer öffentlichen Waschanstalt unter den Wäscherinnen erkannt zu haben. Um sich zu vergewissern, kehrt er mit SvN' uenaufcang an diesen Plah zurück, wa er zufällig seinem überraschten Freunde Labussiere von der Cowedie jnmcaise begegnet. Martial söütte! diesem'sein Herz aus. Labuisiere hat sich dort nur 1 resyaiv zu o früher Äcorgenstunde tuv gesundcn, am die die Schauspieler des ersten Tbcaters Frankreichs und andere Unglückliche compromittirenden Acten des Wohlfahrtsausschusses zu zerstören und die slnaeklagken dadurch zu retten; er erzählt Martiil, wie er in feine ge. genwartige Stellung als Beamter des Comite du salut public gesommen, die ihm diese Menschenleben erhaltende Ar beit erisögliche. Er selbst war antu revolutionärer Gesinnung verdächtig und Mißte seinen .Kopf nicht anders zu xiU seit, als daß er in der Höhle des Löwen selbst Echutz suchte. Er bewarb sich um ein Amt beim Wohlfahrtsausschuß und wurde als Secrctär einem Bureau des berüchtigten Comites zugetheilt, welches mit fcsr Classtrung der Acten der Angc klagten beauftragt war. . Die Waschfrauen des Viertels erscheinen. Keifend und zankend gehen sie an ihre tägliche Verrichtung. Den Gegen-, stand ihres Gespräches bildet eine Wä scherin, welche sich gestern zu ihnen geseilt hat, und die sie wegen ihrer weißen Hände in Verdacht haben, eine Ar!stofratist zu sein. Wenn sie wiederkommt, so beschließen sie in ihrer nach und nach sich durch ihre wilden Reden steigernden Erregung, wird sie in's Waffer' geworfen. Kaum ist dieses Todesurtheil ausgesprochen, als Fabienne erscheint. Maniäl hat sich nicht geirrt, sie, der sie gestern gesehen, war die sehnlichst gesuchte Geliebte. Wüthend stürzten sich die Megären auf die Unglückliche; "JMort a la gueusö", schreit man von allen Seiten. Entschlossen springen Labussiere und Martial zwischen die Wäscherinnen und die fliehende Fabienne. Aber so leicht lassen Jene ihre Beute nicht fahren. Die Revolution hat die Hyänennatur, namentlich bei den Frauen aus dem Volke, geweckt. Labussiere bemüht sich, Frieden zu stiften. Wenn sie eine der unsrigen ist, soll sie: Tod den Aristokraten! schreien," ruft eine resolute Frauensperson. Fabienne weigert sich. "Areaut aTeaui" ertönt es von Neuem. Der Schauspieler deckt Fabienne mit seinem Körper. Sie ist die Geliebte dieses tapseren Offiziers der Re-, vublik. Beim Anschlagen dieses Tones gänzlicher , Umschwung in der Stimmung der Frauen, "und rein menschliche Regungen der Theilnahme, aber dieser Zustand halt nicht lange vor. Nachdem die Weiber noch ver langt, daß Fabienne Martial küsse, da mit erwiesen werde, daß es sich nicht vloZ um eine mte handle, um das Mädchen zu retten, kommen sie auf ihre alte Forderung zurück, daß 'Fabiennc Tod den Aristokraten" rufe. Labussiere erecrt slch. Jetzt wird auch er ver dächtig. Man ruft einen Borüberge henden an, wohl einen der jakobinischen Sektinschess. Derselbe will alle Drei. Fabienne, Martial und Labussiere ver rzazren. zeig: letzterer leine r kennungskarte als Beamter des WohlfalzrtZausichunes, und nun neuer Um schlag der Stlmmum: von der unverschämtesten, Frechheit zur erbärmlichstev jlneaierci. Labussiere hat Fabienne und Martial bei emer alten Bekannten, der, Garde robiere der liomcoie sranc-aiie" deren Mann Beleuchtungsbeamter am Theatei ist. untergebracht. Wir sind im zweiten Akt, in dessen Einleitung Sardou iu ergolicher Weise schildert, wie auch in dieser kleinen, sonst so ,: barmlosen Fa milie die,, Revolution alle Bande, In Intimität zerrissen , hat. . Der Mann sonst bra und häuslich, ist aus Angfi Nationalgardist geworden, obwohl ei . eine tödtlicke Furcht vor seinem Säbel hat. Von diesem Augenblick ab sitzt ci mehr im Wirthshause als daheim.,, Um nicht in die Gefahr zukommen, für einer. Ar.tirevolntionär gehalten , zu werden, werden, schreit er mehr als alle Anderen gegen die Aristokratie und betrinkt sich mindestens ebenso oft, wie seinesameraden. Labussiere kennt aber die klein, tavfere Frau und die große Gutmüthigseit des L am Pisten.' Er tragt dahn keinen Augenblick Bedenken, Fabienne der Obhut dieses Paares anzuvertrauen. Die Cousine Martials, bei der sie ein .Unterkunst gefunden, w gestorben, die
Vriesedie der ÖeU'X' W s derGe, fangenschaft gescht?ewl) , waren uichi eingegangen. Auf ih?e' g9nS batte man ibr athnt hab ftntnt
1 - y u'f:jr r " vermulmic roor jei. h todt sei. . ,t Dbdach, ohne Mitkrf $ri Nahrung war sie ichr St? "'Ohne, Obdach nvtmgjte w w'.w T" W . r trMMWI ßakle. Diese wurde sich, so sagte, sie sich, sicherlich ihrer annehmen.' :. Bon, dem stets halb betrunkene Heranlt empfangen, weckte ihre ,anmuthize Erscheinung die thierischen 'Instinkte dieses, Wüstlings. Nur mit Muh? entwand sie sich seinen Armen und stieß' ihn hierbei, so heftig zurück, daß er auf das glänzende Parquet niederschlug. Nachdem sie diefem Unholde entflohen, ließ sie , ein glücklicher Zufall einer der frühere Klosterschwestern begegnen, die sie zu anderen gemeinsam wohnrnden Nonnen führten Für diese war sie'gegangen, die Wäsche an der Seine zu reinigen. ' . Als Fabienne ihre Erzählung beende hat, fährt Labussiere entsetzt auf: Fa öienne ist verloren. Der eitle rachsüch-1 n'ge Herault wird aller Welt erzählen, )aß eine zweite Eharlolte Corday auf ihn ein Attentat verübt habe, und Alles zufbieten, daß man Fabienne sinde und hinrichte. Nur schnell eine Verkleidung. Während Fabienne sich umgeht,,, überlegt Labussiere, daZ; sie Nachmittags noch mit Martial aus Paris fort müsse, da er sie als seine Frau über die Grenze schaffen sl?ll. Er, Labussiere, wird Pässe und Alles sür die Reise Erforderliche besorgen. Martial soll sich Nachmittags aus das Bureau des Wohlfahrt'sausschusses begeben und dort die Pa piere in Cmvfang nehmen. Labussiere eilt sort!e Borvereitunen jü treffen. Um die ZtlösttrMucn über iljr Aus, bleiken zu beruhigen, schickt Faoienne ihnen durch einen Diener einen aus klärenden Brief mit Angabe ihrer Woh nung. Martial hat die Braut eben verlassen, mn sich zu Labussiere auf das Bureau des Wohlfahrtsausschusses zu begeben, als Plötzlich das,, Lärmen der Menge von der Straße heraufdringt; dann verrnmmtman die Tone der Carmagnole, in welche sich fromme Gesanae mischen. Vorsichtig tritt Fabienne ans Fenster. Die Sängerinnen dieser Hymnen sind die Nonnen, bei denen sie ge lebt hat, und die auf einem 51arren zum Schaffott geführt werden. Entsetzt wirft sich Fabienne aus die Kniee, um sur die armen Märtyrerinnen fit beten, als todtcnbkich der mit dem Briefe zu den Nonnen entsandte Diener ins Zimmer stürzt. An dem Hause, in welchem die Schwestern gewohnt haben, hat ihm ein Polizist den den Aufenthalt Fabiennes verrathenden Vries abgenommen. Wenige Minuten später ist Schwester Tla ria Magdalena, wie sie sich selbst , den ?birren gegenüber genannt hat, eine Gefangene. , Der dritte Akt, spielt in dar Bureaus des Wohlfahrts-Ausschusses, zu welchen die glänzenden Prunkgemächer der Tuilerien hergerichtet sind. , In den Räumen diezes Bureaus, m welchem wir Mit dem tvürdelosen Verhalten der Kon ventsmitglieder bekannt werden, ist La bussiere ein Anderer, als welchen wir ihn kennen. Er giebt sich hier als der beschränkte Kanzleibeamte, an welchem die Ereignisse spurlos vorübergehen, und dennoch sind in dieser Epoche , des Mißtrauens und der Verdächtigungen Bedenken bei einigen der leitenden Perjonllchketten gegen ihn aufgetaucht. Es sind allzu viel Llkten nicht aufgefunden morden, allzu viel Angeklagte aus Mangel an dem allerdürstigsten Bewcismaterial der Guillotine entronnen. Die Ausregung in den Bureaus ist in dem Nachmittage des neunten Thermidor eine große. Die Mitglieder des Tonvents kommen, aehm und berichten ihre Eindrücke über die das Loos Ziobespierres entscheidenden Debatten. Inzwischen ist Martial bei Labussiere :rschienen. Letzterer zeigte dem jungen Manne in den Akten die frevelhaften, ost durch eine Lächerlichkeit begründeten Anklagen gegen Greise und Jnngsrauen, die rettungslos der Guillotine verfallen. Da erscheint ein Gehilfe Fouquier-Tiu-villes und überbringt Labussiere ein Aktenstück, die Anklage Heraults gegen Zabienne. Diese Akten Zollen noch an demselben Tage dem Wohlfahrtsausschüsse zur Aburthsilung vorgelegt werden, da am nächsten, einem Dccennalfeiertage, die Vuillotme, nicht arbeitet. Verlegen Sie aber nicht wieder etwa die , Akten," fügt der schreckliche Sendling dsZ BlutHundes" hinzu. ' Fouquier hat erklärt, )aß, wenn noch einmal ' ein Aktenstück fehle, Ihr Kopf fällt." Entsetzt starren )ie beiden Männer auf das verhängniß?olle Document, als' ihnen die Botschaft vird, daß Fabienne verhaftet sei. Mar:ial beschwört Labussiere, die Geliebte ;u retten. Es scheint .unmöglich. Doch halt! hat Labussiere ihm,Marf'al, nicht zrzählt, daß er in seinen Akten mehrere Zlngcklagte des Namens Lecouteux hat? Man vertauscht die Alten, der Andere Vird guillotinirt, und ein Aufschub der Hinrichtung ist wenigstens erreicht. Verstort weist der brave Labussie diese Zumuthung weit , von sich, aber Martial bittet, fleht, rast, will sich der verhängnisvollen Akten bemächtigen und bettelt dann wieder " so demuthig und inbrünstig, daß der ehemalige Comödiant mit zitternder Hand in fliegen-' der Hast nach den fraglichen Dokunienten sucht. Hier! nun hat er sie. Lecouteux, achtzig Jahre alt, die Orthographie des SiamenS ist nicht dieselbe, und dann ist er ein Greis, ein Mann. Unbrauchbar! Hier Frau Lecouteu; 4 Jahre alt. antirevolutionärer Gesinnungen verdächtig. Das wäre etwas, doch nein, sie hat zwei Kinder. Unmöglich! Halt, hier noch eine Frau. L6 Jahre alt, eine öffentlicye Dirne." Fa. die!-die!" fahrt Martial fast jubelnd auf. Tieftraurig wendet Labussiere ein. .Und doch ist sie ein menschliches Geschöpf. Aber kummer-
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und schon hat er die, Anklage gegen Fa-, bienne in seinen Schreibtisch geworfen, als wüstes Geschrei, aus dem Convents. saale herüberdringt. Eine Anzahl aufl gter Eonventsmitglieder erscheint. Ko?Zs'e 'st gestürzt und gefangen, l t. ew anderes Gebot Soldaunr Auck kv. m?- V n der man sen vkv vw1 r .... Einblick m !en Hof hat', urch welcher die Opfer des SchaffottF den, wenn sie der Karrttl.'M platz bringe,, sammelt sich die'Äv e?Ul aus ' Frauen' und Kindern . j Menge. Labussiere und Martl hierher geeilt, inn Fabienne ihre '3tfv,
tung anzuzeigen. ff 3 sck'öknt !kin?n ffssiffti(rsfSTrdTin5".m
I " t t 1". I" "- " y jslfi alle .inricktunaen aiifaebofipn w??den. t Ein Hauptgrund zum Sturz 3?obespierres war ja der Ekel der Menge an der Menschenschlächterei gewesen. Selbst Samson. der Nachrichter, erklärt, daß ihn die Bewohner der Vorstädte, wenn er mit seinem traurigen DränsPort vorüberkommt, mit Steinen bewerfen. Aber noch ist die Kunde von dem Sturze Robespierres nicht in die Eon ciergerie gedrungen, da erscheinen die Zeitungen mit den die Nachricht enthaltenden fliegenden Blättern. Eine große Ausregung bemächtigt'sich ' der Menge. Die Anhänger Robespierres werden kleinlaut, man comnientirt und discu irrt das folgenschwere Ereigniß. Inzwischen ist es Labussiere gelungen, Fa bienne einen Zettel zukommen zu' lassen, der ihr den Umschwung der Verhältnisse mittheilt. In der Menge taucht die Drage auf, sb die Hinrichtungen sistirt tcieiL Labussiere ülerzeuak scheinbar mit Erfolg die Beamten der Conciererie, daß ue lhre Pfllcht verletzen wärett, wenn der isuillotine noch ein ein,U" gcs Opfer ausgeliefert würde. ,Aber das Volk ob:n auf der Mauer, namentlich die Weiber murren und verlange'' ihr, tagliches Schauspiel. Neue Zweifel entstehen. , Man wird Fouquicr de Tinville fragen. Seine Antwort lautet natürlich: Es soll dem Sefetze ' freier Lauf gelassen werden.Die brutalistrte Bestie oben auf der Mauer jubelt. Martial ist zcrschmetkerr uno Lavu ncre zenmnt nch den Kopf, wie Fabienne zu retten sei. Die Herzogin hat ? emen Aufschub erhalten nachdem sie erklärt. 5an sie Aussicht habe, Mutter 311 werden. Warum sollte man Faoienne nicht dieselbe Vergünstigung gewähren, wenn sie sich zu einer ähnlichen Erklärung entschlösse? Labussiere eilt fort, um die fraglichen Lchrttte sür den Aufschub zu thun. Schon hört .man im Innern des Gesängnisses die Namensaufrufe der zum Tode Verurthcilten, die in langen Neihen den Hof der Eonciergerie verlassen, . als Labussiere wieder erscheint. Seine chrttte find erfolgreich gewezenz Fabienne hat nur ein bereits vorbereitetes Dokument zu unterzeichnen. In fliegender Hast seht Martial ihr au-Zeinan-der, daß sie nur unter, das ihr vorgelegte Schreiben 'ihren Namen zn setzen habe, um einen Aufzchuo ihrer Hmnchtung und ihre Rettung .herbeizuführen. Labusncre wm ihr die Feder in die Handdrücken . Fabienne zaudert. Martial fleht sie an, das Schriftstück nicht erst zu lesen, aber die Geliebte, durch die höhnenden Redensarten aus dem Volke aufmerk' fam geworden, weigert sich nun bestimmt, zn unterzeichnen, ehe sie, von dem Document Kenntniß genommen. Man übergibt es ihr, und entrüstet zerreißt sie es, damit ihren Tod besiegelnd. Langsamen Schrittes verläßt sie den Eonciergeriehof, um den letzten Karren", der zum Richtplatz führt, zu be steigen. 'Schon ist sie im Thor. ! da stürzt sich Martial, aus brütendem Schmerle zur Raserei erwachend ans die Geliebte, um sie auS den Händen der Wächter zn befreien. Noch .ehe La bussiere sich auf ihn zu werfen vermag, um ihn zurückzuhalten, haben ihn die Kugeln der Soldaten zu Boden ge streckt. Eoquclin riß das Publikum in der Rolle d:s Labussiere hin. Thermidor ist ein großer Erfolg und zeigt uns Meister Sardon einmal wieder von der Seite, von welcher wir ihn in der Pa trie" kennen gelernt haben, d. h.als der geschickteste Theaersaiseur 1 der Gegenwart. O t t 0, B ra n d e s. ; . . -: viiis'.-u : , Eine orientalische Geschichte. Äor langer, Zeit kam 'einmal' ein abendländischer Reisender, der von seiner Regierung zur Erforschung fremder Länder ausgesandt worden war, , in die Residenz eines türkischen" Statthalters. Am Morgen des 'Tages. ',! an!, welchem der Reisende, die Statd wieder verlassen wellte,, sagte Jbrahim-Pascha zn ,Mu-red-Cr fendi, seinem, ersten " 32 ürden t rälzer:.'..Des fremden Manne? Gebieter ist ein mächtiger Fürst des Abendlandes. Er soll mit freundschaftlichen Gedanken von uns scheiden. Ich selber gebe, ein edles : arabisches Rost zum , Geschenk. Allah : fei : mit Dir !" ', Und MuradEfendi begab sich in' den Marstall und empfing von dem Obcraufseher,desselbcn den arabischen Renner, ' den der Pascha ausgewählt hatte. .. , ', 1: Murad-Efendi aber sagte gan; - leise !,,,!!!, .,. 'm: :!!' ; . :lr,-T " '' '"i .. .1,,.' rf1 '"-. .f. i. !"l!'!!i!"V . . m::.1icii leloer: ..o.iu orauan oeuu eigentlich der fremde Gmur dies eole Pferd?" , Er nasim es deshalb einstweilen mit nach seinem Hause, liejj einen Roszkamm kommen und vertauschte den arabischen Vollbluthengst gegen einen ganz ge wohnlichen Grauschimmel und 'SO Gold Medfchidies. Die 30 Goldstücke steckte er in die weite Taiche seines Ä astanS. Dann übergab er den Grauschimmel seinem volmelNer Dazzan-Aga, wieoerholte diesem die Worte deS PafchaS Mit den nöthigen Abänderungen und hieß ihn, dem fremden JZeifcnden das Roß
überbringen.
,,,Auf seinem 'Wege begegnete demHofmeister.. ein.Müulthiertreiber, "und 'der Anblick eines besonders schönen Exemplars von Maulesel brachte Hassan-Aga auf einen einträglichen Gedanken. Nach kurzem Handeln erstand er gegen iden Grauschimmel .das besonders schöne Exemplar von Maulesel uud haare 3U0 Piaster dazu. Die letzteren wickelte er vorsichtig in seinen Turban. 1 Hassan-Aga mochte abrr wohl gewich-, tige Gründe bäben' das eigenartige Geschenk des Paschas liicht 'selbst dem Empfänger zu überdringen.. Erging deshalb "zn einein befreundeten Kaufmann und bat" diesen, den Auftrag für ihn aususüren. Die Gründe , die Hassan-Aga lür sein Begehren erfand,' erschienen dem Kaufmann triftig genug, und er erklärke sich bereit, dem Wunsche seines Freundes zu willfahren. ,?, r i ' -. f r n r .t ,
Nim am. veineo u-Äaour. ver aufmann unter anderen Gefchäften JKV si einen Handel mit Fruchten, die cr fl, v Vliktt i;:',ui i,..v -"v,v r1: h'äcn ?e . Aus diezem Grunde konnte er lerae'i.'ht den Maulesel ganz besond ?rs gutV'kirauchen und spannte ihn deshab vor'een seiner Frnchtwagen. Sodann 'griff Ali. Vabnr von der,traße einen heenlosen, f verhungerten Hund auf, usch und 4 ihn undlegte ihm ein seidenes Bände, um ma? gern Hals. ? ein schönes Gennd aus sen. ???!"' lne einen seiner Betont sich , "."tbe. kleiden, inslruirtclsjir genau ?n ihn mit dem adscheulkchen HtfA: . dem sremden Reisenden inÄie KLrÄVv n screi. . . .; ' f: , ,i er ?lk,5ndländer war eivide irrWf'vi fifl in r-n griffe abzureißen, als der Gepndte bei ihm eintrat. ' Salem aleikum, begannder Sclav? möge Dein Weg mit Rosenblätterl? aus Schiras bestreut sein ! Mein Herr und Gebieter, der mächtige IbrahimPascha entsendet 'Dir den Gruß seiner Freundschaft und Treue, und als Symbol der Treue nimm hier dies Thirrlein zum Geschenk, daS mein erhabener Ge-1 bicter selbst sür Dich ansgewählt hat. Mögen Quellen der Freude sprudeln,, wo Dein Fuß wandelt,! Friede sei mit, f . (, Dabei übergab der Sclave dem Frem-, den den häßlichen alten Hund, der mit heiserm Bellen um sich biß., . ' Der abendländische Reisende aber kannte sehr wohl die Sitten, und Gebräuche des Morgenlandes. Er sah dem Sclaven scharf in die Augen, und sZener senkte scheu seinen. Blick zu Voden. . s',:j Deinem erhabenen Gebieter Gruß Und Dank", entgegnete nun der Fremde, mögen seine Äugen sich immerdar im, lZlanze baden, möge sein Haupthaar triefen vom Oel des Glücks! Sage ihm, meine Seele sei erfreut, über sein herrliches Geschenk und bitte ihn,, ein Vegcngeschenk zum ,, guten , Angedenken von mir entgegen zu, nehmen.,,,, Hier, bringe Deinem mächtigen, Herrn diesen Ltab! Friede sei mit Dirl" i Dabei überreichte der Reisende dem Sclaven ein altes,, abgeschabtes Bam busrohr, dessen cr sich gewöhnlich r bei Fußwanderungen als .Stütze bediente.. Der Sclave überbrachte seinem Herrn, dem Kaufmann Ali-Vabur, das Geschenk des fremden Mannes für den Pascha. , Ali-Babur, betrachtete den schäbigen Knüttel mit, augenscheinlich unangenehm men, Gedanken.! Dann ging er in seinen Bazar, nahm den billigsten Säbel,' den er zu verkaufen hatte, .'.und begab sich damit zu seinem Freunde Hassan-Aga.-Ich habe de:n Fremdlinge das Ge schenk des Paschas überbracht", sagte Llli-Vabur; diesen Säbel hier hat er mir als Gegengeschenk gegeben." Hassan-Äga betrachtete die, elende Waffe mit tief gerunzelter Stirn. So bald sein Freund ihn, verlassen, begab sich, der Hofmeister zu einem WaffenHändler und kaufte für zwei Gold-3)ied-schidies einen Säbel mit dünn versilber ter, Scheide und mit noch dünner verzoldetem griffe. , Diesen überbrachte er seinem Herrn, dem Murad'EfendiUnd-agte: Efcndi, ich habe dem , Giaur das Geschenk des Lam)Zs uberbracht, das hier ist lern Gegengeschenk!" " Murud-Exendl wog den Säbel prüsend in der, Hand und sagte mit recht unfrenndlicycrBetonnngnurdie Worte: Es ist gut, Hajjan!" - - Bald daraus beaab sich Murad-Efendi in den Palast JbrahimPaschaS und überreichte ihm einen goldenen, Säbel, an i, dessen Griff, Diamanten funkelten Murad-Efendi erzählte in blumeilrcichen Worten von der Freude des fremden Reisenden über das prachtige Ärabercoß und pries zugleich die Dankbar keit des Mannes, die dem Pascha diese prächtige Waffe als Gegengeschenk darbringe., l ! :e ;:':;':-::!.-" ;;T ' 'hik;: Jbrahim'Pascha : hatte . während der Rede Murads scharf die Diamanten am Griffe des Säbels betrachtet Jetzt, ries er mit zorniaer Stimme: ' " " Bei Mohamcds Bart, die Steine sind falsch! Tie'er Hund von Giaur will ' !, ., -J, ,!,''!' - : :." '-1.: I'. .:r7'i: . ,!, '., ,,!! WWL mich betrügen! Aber Allah ist " groß, und er straft die Ungläubigen das arabische Roß, dajj ich ihm geschenkt habe, ist blind auf einem Auge!"." ."I? 'fS;WJ$& Diezap aniscye Wertung ,Zominri , Shim bun" ' citirt ; folg end l humorvolle Heiratlzsannonce, ircl DCl ,,Mainichi Shimbun" in Osaka gebraÄ y .t: Gesucht: eine, Frau. Wenn sik h..bsch ist, braucht sie nicht klug zu sein. Wenn sie klug ist, braucht sie nicht volleudeter Gestalt zu sein, in jedem Falle aber dari ft nickt eingenommen von sich sein. , Welche Lebensstellung sit emmmmt. ist aleickailtia. eben 0 il;, Wohnort, ob in der Stadt, oder au dem Lande, Sie mug ungefähr zwanzig Jahre alt sein, etwas darüber oder darunter. Der Antragsteller ist ein Künstler in T)lnht. welcker den niiitlc-
ren Standen angehört. Nähere Ein- neor von oer '-eire, im euer oer unierzelheiten theilt der Mainichi Shim- Haltung hat er keinen Maßstab sür die bun" auf persönliche Anfrage mit,"
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Ser blaue Domino.
, Wolltest Du nicht heut den Masken ball befuchen?" fragte Frau Helene , P. ihren Gatten. Freilich, liebes Kind, soviel ich mich erinnere, , hatten wirgestern bereits das Programm entworfen: ich gehe auf die Maskerade und Du, der diese Art Vcrgnügungenein Gräuel sind Du gehst zum Thee. War's nicht so. Lenchen?" ,So war's", nickte sie. aber sag' einmal, bester Mann was zieht Dich eigentlich in diesen Wirrwarr verrückt 'aus'stafsirter Menschen, wo tl ner! den andern nicht kennt, und wo das Amüsement doch am Ende zweifelhaft ist? ' ' :':.: , Hm," erwiderte Moritz. Du sagst zweifelhaft. Nun, wie man's nimmt. Mit meinen' drei Herren, die für heutt zugesagt haben, hoffe ich mich ganz leidlich zu, amäsiren!" Frau Helenk schwieg. Sie blickte nachdenklich 1 au das Tepi?ichmuster , und klopfte ' Mit ihrem kleinen Fuß den Takt zu ihrer Gedankens Sie war eine schöne Frau nnd, was Herrn Moritz mehr galt. :ine ' sehr - bequeme Gattin nicht cim von jenen Wiffensdurstigen. die,, der Mann Taa ein. Tag aus mit eiferfüchtigen Fragen quälen und. 'von seiner. Schritten, eine detaillirte ! Rechnung ver. langen.' Her? Moritz " anerkannte diest Tugend, und' aus dem Grund? hätte e: sich gar kein bffseres Äoös gewünscht. '. Ein kleines Zuaeständniß sreiliä mnßte bf! so vielen Borzügen mit in den Kauf genommen werden, Frau P. bekam hin und wieder, sei es aus Laune, sei 'es aus Langeweile blitzesgleick irgend eine Idee, und diese Idee führte ."e dann aus, mdnn sie jedes Hinderniß Jl t 1. , . . . h icia) ocicingie. )as war, wie ge saa 'lt kmzige Schwäche von Madame, aber konnte -unter Umständen verhkngmß. werden. Herr Moritz mochte em. m ähnlichen Schluß ziehen Lls er sM, lrau so nachdenklich aq d Erde-, sta "n jah Soeben ,, toolltk er- eine mia Zcnde Frage an si. 1 thun) um sie auZ . Maskenhare, zr entrücken;, dcr-hob H. tne 1$ Kopj und rief,, wahrend' ' anmuthlges La cheln um ihrew Mun ."'j will Dir etwas sagen, werde ?.i(h beute Äbend jv Gölten. I , war, noch nie ausweinen ders? 'gn Ball, vielleicht leidet meine i$gt. Auffaz. sung an einem Vorurthcil,' Vor urtheile maß man zerstören!"' Ok P. war bei dieser Eröffnung zir Mn. als hörte er sein Todesurtheil Verkü.'tden. . Und'gerade- heate Abend' mußte' ih: oas , einfallen, heute Abend, wo er snd seine drei' Freunde und last but not least die entzückende Vertreterin, cinsrl Vorstadt-Theaters, die er seit vierzehr Tagen . anbetete den gemüthlichsten aller Fajchingsbälle verleben wollten ! TaS ist doch nur Dein' Scherz Lenchen" sagte er darauf so sanstmüthig als mög.' lich, das meinstÄu doch nicht wirklich Was soll denn aus dem Thee-' werden ? Der wird höchstens kalt", , spotteti Helene, beruhige'Dich, mein Freund. Heut sollst Du mich einmal als wsilie, servante durch die Welt des BlödsiliNZ geleiten. Ich verspreche Dir auch, mich hübsch, still und artig zu verhalten uni den Rapport mit Deinen drei Intimer , in nichts zu störem Du nimmst mich doch gern mit, lieber. Schatz?" Aber natürlich sehr gern." Und dabei macht, der liebenswürdige Gatte ein, Gesicht, als hätte ihm Jemand auf die Hühneräugen getreten. Vor Herrn P. und feiner Gemahlir öffnet ,sich der, Saal. Sie sind' beid! maskirt, , Moritz in einem gelben Do mino und schwarzer Gesichtsmaske, , se wie er es mit seinen Getreuen und bei Angebeteten verabredet hat.- Wie er sich an der Seite seines Lenchens fühlt, wäre .undankbar "zu , beschreiben. Die kühnste Feder würde hier zu Falle kommen. Da treten dem dahinwandelnder Paare drei lustige Masken in den Weg. ein Mohr, ein Rathsherr und ein Landsknecht. Es sind die drei Jnti'' men. Man begrüßt sich und das heitere Trio empfindet .freundschaftlich, genug, um mit Rücksicht auf Fran Helenens Anwesenheit den kaltgestellten, Gatten 'volle Sympathien , zu zollen. So ist man schon ein Viertelstündcben schauend, drängend und kritisirend hin und hei patronilllrt. Plötzlich berührt der Landsknechi Moritz am Arm. Dort drüben kommt sie," flüstert er. Herr P. folgt dem Wink. Eine Marketenderin mit einem Vlumenkörbchen. am Arm geht in einer Entfernung von fünf Schritten vorbei, vorläufig noch ahnungslos es ist diejenige, um derentwillen der arme Gatte heute auf, Nadeln schreitet. Da,, beim Aliblick' der graziösen' Gestalt wird Moritz von ' einem außerordentlich kühnen Gedanken beglückr Entschuldige mich ein 1 Weilchen," , sagt er" zärtlich zu seiner Frau, ich üderlaffe Dich aus kurze Zeit meinen drei Kavalieren hier, dort hinten glaube ich , einen alten Be kannten entdeckt zu ! haben!" ,' Und fort ist er. Sein gelber Domino leuchte! noch ' zwei Miauten durch ,, den Saal, r r j r i r nn sieht ihn :Frau l Helene nicht mehr. -TP U ..i-i.' V m slm i' .. Ll ii . I . W ft m. Der erfinderische Gatte hat inzwischen in der Garderobe, seine gelbe Hülle mit einer blauen vertauscht und seine schwarze Gesichtsmaske mit einer fleischfai denen. Jn diesem Zeichen wirst Du siegen," denkt er und stürzt sich in den Faschingsirubel zurück. j" Da er sich unerkannt glanbt, wird er übermüthig. Er eilt bei seiner Haus ehre ungenirt vorüber, die sich trefflich mit dem Landsknecht zu unterhalten scheint, während die beiden anderen Freunde ein, neues Feld für ihre Li? benswürdigkeiten gesucht habeli. Jetzt ist er bei der Ä!arketendenn. Er schüttet kein Herz aus, er beschwört seinc Uu Wo uno viriei um erzeiaung Und die kleine, pikante Aktrice besitzt Humor zenug. um das tragische Geschick eines öhemannes in taufend Aengsten begrei fen nnd belächeln zu können. Der blaue Domino weicht der Marketenderin nicht t ... c. !- .r , I
dahinfliegende Zeit, erdenkt nicht daran, m&' die flugen der Liebe, sehr scharfehen.' ' Frau Helene liat bald trotz des zeränderten, Kostüms', ihren,, theuern Noritz herausgefunden. Nach und.ach vird ihr klar, daß zwischen , der nic lichen , , Marketenderin ' dort ,, und dem blauen Domino ein gewisser heimlicher Zusammenhang , existirt. daß ihr Gatte ,uf Abwegen , wandelt. Das also war, )as beabsichtigte Amüsement auf dem Ball! ; Sie Hort kaum, was der Lands'necht zu ihr' sagt, wie er sich bemüht, die schone Frau aufzumuntern. , Ihre Augen :nd Ohren" werden von dem Thun und Treiben des blauen Domino vollkommen lbsorbirt. ? : ; " , . ,, t ' In dem ' Augenblick, . wo sich eine Maskenwelle : zwischenl die .; zwei Gatten schiebt, raunt Moritz eine Stimme zu:s ist die deS RathShcrrn: ' ;,Bist Tu )es Teufels,, Mensch? '.Deine Iran hat Dich längst erkannt. '. Komm schnell in )ie Garderobe, sonst bist Du verloren!" , Entsetzt f-.lLt LenchenS Gatte; jetzt, gilt es, va. banque zu spielen, der, Rathsherr muß Hetzen. Höre, mein Sohn," 'agt er zu dem Freunds, Zetzr geschieht :twas Großes. , , Aüt Csesar, aut nibiL ?ln diesem Abend werde ich zeigen, daß Ich Witz besitze, Darf i siiSrnic pttft ' rechnen?" ' Selbstverständlich!" Eo laß Dir verkünden, was itelii liebeZ Gemüth beschlossen hat.Zwei Minuten später Mx der Plan Durchgesprochen - ukid gebilligt. &i Leiden schüttelten sich die Hand und zmgen an' Wer?. ' Inzwischen bat Frau Helene ihren seicktfertigen Eheherrn und die Markeenöerln aus den Augen verloren. Aber nein, dort ganz hinten taucht soeben der blaue Domino wieder , auf, , dort hinten, wo die Paare Nch zum Aanz .ordnen' Frau Heikle, fühlt sich recht angegriffen. Soll sie vielleicht noch mit ansehen, wie Moritz die kokette Person mit den Armx umschlingt und mit ihr dahinrast? Lieber Herr X., bittet' sie ihren Be. glkiterlassen Sie uns eine Erfrischung ?ehnitti!" ' Der Landsknecht bezeichnet iu5 sbftits gelegene,' durch eine Portiere t. . f!. ... . . 1 ... r -ji . .. . . 'im :"!'
zaib' veryuuie vaicne, wo man a) nie serttßt unv die Masken ablegt. Ein ÄKschen Sekt, 'gnädige Frau? Sie zönnen mir doch das Vergnügen!" Liebcnswlkidig Zvie immer schenkt Her: l ein. Er ist vsm Scheitel xx Sohl km Lebemantt und, , das mul? ih?n der ZZcid lassen, ein Hübscher Lebenimn. Äberks will ihm njt gelingen, troZ )es Gläserttanges nnZx seiner Unterhalmngsga.1?, die undedlNg? Ausmerk;a: rr Tv it seine? Nachbarin " Air fesseln. An. )n Portiers vorbei slieZr ihr Blies; ab und'.;niach' dem' entgegengesetzten Ende )es iSaals) , wo von Zeit zu Zeit ein blauer DomiM , in dM WizÄungen des Tanzes sichtbar wird. Seufze-nd lehNt sie ihre': K'zpf zurüc? red läßt ihre blendend weiße' Hand inatt herabhange?. , Jet)k,häes der Landsknecht für seine Pflöcht, ernstlich zinterveniren. Leise ergreift er d:5 Finger der schonen Frau und mt" zartlichem Druck führt er sie an die Lippm. Da plötzlich wird die Portiere von cncn her bei , Seite geschoben. Die Gcftalö - :ines' Mönches erscheint am Einging 1 sie nähert sich, setzt sicy zwischen die Ve )enu;id' spricht die dumpfen Wcte: .Ich sei, gewährt mir die Bitte, in: Turem Bmide der Dritte!" ,,M?nv Herr, wer sind Sie!" ruft der Lands , knecht. ,Dsr Angeredete läßt die Mas?e herabgleiten, Frau Helene steht vor ihrem Gatten! Also der blaue Domino dort hinten ist ein Anderer. Wie man: sich doch täuschen kann'. Moritz", rufd sie, lieber Moritz, Du bist es? Un '.ch dachte doch " Was dach--est Du?" Nichts, nichts, ich sage s em ander Mal. Aber aus, welchem Grunde trägst Du dieses unkenntliche Bewand, weshalb bliebst Tu so lange?" Da neigt nch der diplomatische Mönch, dieser schalkhafteste aller Ehemänner, zu em ronaen Ohr seiner Frau nnd Zlu stert mit einem Blick auf den 'imposan !en Landsknecht und mit einem Lächeln daZ Niemand sah : Weil ich ein Narr war, geliebtes Lenchen, weil mich die, Eifersucht plagte." Glänzender ist me inals ein , Ehemann gerechtfertigt roor' den. "... Während des sieben sährigen Kriegs dictirte ein Landrath eine Ordre" an einige Dorf'chaften, Saß sie eine Quantität Stroh und ' 12 .Zutterschneider in das Lager schicken sollten. : Der Schreiber, dem die Recht. schrei bung etwak schleierhast war. schrieb :ber statt 12 Futterschneider ;liS Fuder Schneider". Das, Stroh kam zur be stimmten Zeit an, aber die Futterschnei' )er blieben ans. , Am Tage nach dem Licferungstermin kam ! der ? Gemeinde' Vorstand, an welchen die Ordre , gelangt var, mit zwei ' Wagen, gepfropft voll Keuschen, in das Lager. Ein General," )er eben zum Recognosciren ausreiten vollte begegnete diesem Transport und fragte: WaS bringt Ihr da, Lcute? ..Ach. Ew. , Excellenz,- stotterte der erschrockene Gemeindeälteste, " halten zu Vnaden. wir haben Beseht erhalten, ! 12 Zuder Schneider anher zu liefern ; aber vcnn's auch das Leben kosten sollte, wir haben, nur diese 2 Fuder, worauf 20. Nann geladen sind. , zusammenbringen' 'önncn, und da haben wir noch Meist, gesellen und Lehrbuben weggenommen. a auf jenem Wagen sind sogar ein paar Pfuscher, die nicht eimual zünftig sind.Der General wäre acrn böse geworden. iber die Brgebendeit war ihm doch zu lächerlich. Er lies; ihnen zusammen :ine halbe Kanne Branntwein reichen, and so fuhren sie Alle betrunken wieder I iisliii infline Ts )" A n -der Schule. 'Ct)xtr: ..Wer kann nur einen anderen Ausdruck für Freund" sagen? (Alle schweigen.) Nun, wie heißt ein Mensch, der alles 'ür uns thut, o!?ne Bezahlung dafür an unehmen? Ein Kam nun Der kleine Moritz (die Hand in die Höhe streckend): .Ein 5t'amrcl!" Arznei. Herr Doctor. wcl ! ches Mittel rathen Sie mir gegen mein: ! Lergeßlichkeit? Ein Notizbuch.
Napoleons in. Exilreise.
VAn Frankreichs sprichl 'man 'auge blicklich wieder viel von der Schlacht vo:, Sedan. weil zwei frauzosische Generale die Ehre jenes Angriffs für sich in An i,vch , nehmen,,, welcher dem lönig Wilhelm den Ausruf, der Bewunderung entrissen; ' .)AH, diese tapfern Leute!" Anknüpfend an den Streit , erklärt dn Pariser Figaro" über dieReise 9?a. .'. poleon'S - III; ! tn's Exil" neue 2Iut : schlüsse geben zu könnenl Eine Ab theilung preufzischer Ulanen bewachte den - Gefangenen' bis zur- belgischen Grenze, dort übernahmen es belgische Truppen, ihn weiter zu geleiten. In ! Bouillon übernachtete er im Gasthof zur Post." Durch Zufall erhielt der Kaiser ein Zimmer, welches - drei Bilder ,,, schmüäten. Das erste stellte Mars dar, der dem Schicksal flucht,' das zweite Apollo mit der Leier, das dritte den aus dem Himmel gestürzten Bulkan., Der Kaiser sag stumm und in düsteres Brüten versunken da, bis ihm die Berwündung des Generals Marguerite ge meldet wurde. Er murmelte einige Worte der Theilnahme für seinen Waf fengefährteniind verfank dann wieder in , i mt r ' ; - : y AIs am nächsten Morgen die Fagen,', vorführen, um !5u,ffgiser t$JE& folge nach : der Bahn zä bringen sam-',-melten sich große Volksmengen an und 1 wcrri. e . f. . . r r. vciuc vcu f rcunijajcn vcjtyiieii u chen, sagte er seufzend: Da ist j, meine Herren, die Kanone, welche rni5 besiegt' hat. Sn Verviers begegnete makl dem Entthronten,! mit groer Feindseligkeit, llö er mit , zemSfn Ge folge den Zöüen , verlassen, versperr!? ihm eine ungeheure Volksmenge .fcnt Wez, welche in wüstem Durcheinander: 1 .Hoch Frankreich! Hoch Preußen! Nieder mit dem Kaiser!,,, Es'lebe der Kaiser!" brÄüe. Nach , dem Essen er hielt der Kaiser Dereschen; er, las sie ruhig und saaie zu seiner Umaebunaj u-.fj -r.if jf. rf ... Meine Herren, es wnde in Paris bii Republik "proclan?irt, ich'Habe in Herrn " Rochefort , einen Nachfolger erhalten.-. Spater dletirie der, Kaiser seine Seetär Erinnerungen an dir Schlacht donLedan in die F?der.' Die Fahrt nach Eassek sollte am nächsten' LZ?itttvoch beginnen. Als der Kaiser dessßfost dcrlassen wollte, war dieser voiriner? dichtgedrängten johlenden -.MensHm knenge wie ticx einer lebenden Mauer' umgeben. Da trat General Ehazil mit dem Capital Sterkx arf die Trepp ves Gasthofs, gab ein Leichen, daß ti sprechen wolle, und als 1 de? Lärm ver. ftummte, rief er mit starke? Ämme? Meine Herren. deV Kaiser der Franzl? serrwirv vor Ihnen? erscheinen," ds gibt' sich als Kriezsgefangzner naaV Deutschland. In diesem Augenblick?' . .. .. 'IJHF" ., . , ,iT-l ,fc'L ' !.. 'nrW. . aoer it er uer az? vc .men. oer Gastfreundschaft Belgiens und' dl?seo" Stadt bitte ich Sie, "ihn mit den Ge fühlen zu empfangen, rxlche.felu großrK Unglück jedem Menschen einflöße? Meine Herren, ich kenn? Sie und iurijj daß Sie' die Pflicht erfüÄcn werdend Und die 'Volksmenge antwortet mit?' dem Rnf: JzZ lebe Ebazal!" lind ol der Kaiser,', ans den Ann dieses Gene--rals gestützt die Treppe heralkam. öffnete sich vor ihnen. dleVolksm.ge. Als der Zug, sich in BeN7egnng, ctz;, bewahrte die' zum Bahnhof drängende.' -Menschenmenge eine achtungsvolle Hal tung. Ja, ls Napoleon sich am Fen ster des WagerS zeigte, riefen Einige?' Es lebe der Kaiser!" X letzte, , i oft von ihm gehörte Grrch für de?A. Entthronten. A.AM , Qchetendilder. 1 s ; rZyir it "i 1 1 :(', 1 . 1 : 1 1 Utm-LMJJl ,, lvTmL- 'f?M ''vvÄVfiA " 1 1ill'-V'AV iüü'ww Der Herr wSchandar.cu ,'. Papagei. K i n l i Ein Verehre? der Patti. Lehrer: Wie schreiben Sie Antipathic? , Schüler: An die Patti schreidc ich v j hochverehrte, angebetete Sacr ?t ?
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