Indiana Tribüne, Volume 14, Number 154, Indianapolis, Marion County, 22 February 1891 — Page 5
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-n:;: i ,. ;.t . !'. BrWttawfft NAuMMMg 1 i .X-t . .--V f TRADS s') MARK j i ' - - TRO'PF'E-N Gegen UnVerdaulichkeit. SSsn seit ln,cr Zcü tttt ich an Cmerdaullchke!t.dicZrkel Beschwerde Verursachki und 2kn ftewam n Lersendke Mi ttela iSt eiche wollte. Schließlich achte ich einen Versuch mit Dr. Lugust Köniz'A Ham. burzer Tropfe, dieses usßkjeiöntte Hau mitte! dalf nrir sofort 'Und sobald Jtfct mein Mege nkchr in Ordist, greife ich ,u diesen Troxfeu. Hentt, Mormann 189 S. LrsAdva?,! Hinm, Wd. Oor Jahr lkt ich st hest-z aD??eVstk, daß ich nicht im S:an. de war ftftk Rahrorg zu verdauen. Vaf Aa ratö eines Freundes machte ich eine Wer such mit Dr. August KKls'sHsmdurg Tropfe und nachdem ich ein rnd eine halbe Flasche aufaedraucht balle tos? ick wieder hergestellk. Ich möcht jetzt nicht hne diese Trodfen sein und em xfehle dkeselde immer, wen sich Gklegendeit dazu iietet.-A. Zelter, FieldSborough, 51. 3 : VttH öS ffra; i vrptSkkn,hie. TKI CHARLES A. Y0CELER C0 ktU.U. Dr. August NönZg's Hamburger Brustthee L?zeuk?eArsukhk!teder O Brnst, der Lungen e und der Kehle. Nur ta OrZzwal-PaFttt. Vreiß 25 Cent. Fünf Packe, $1.00. 3 Ura Apstheke ja habe, oder wird nach Empfang deß Betra Ars fr r r ersandr, Ma adresftre t N CRAXIES A. VQGELEK CO.. tRImrt. HL mM$ Ehen sZnd selten glückliche. mit rfc vodurch tkeh-l Uebel ia kur,e, Zeit adzebolfe kann, ,etder ZKtU tungsiUntcr". 250 eüfn, mit jabltti ualurzetreuea Büöern, i?l?r reu dein alle und bewährte Teutschen Heil-nstikut in New ?rr ynauszezereu irr, uz tie klarste 23elie Jun Leute, die tu den Stand der üb treten tvollen. sollten dmExruch ZA-iUtx'i : D'rnm vxüU.tott ick tu?ta b ladet. 'r'vhl bednzen und das rortrezMe Buch 71. i' .s. . . .lAltA. X.IU c veceni :cbiu aji lur 2S Cent tn Postmirte w deutscher Cxrzche frei und jorzsam erVZckt, verZantt, Ldresse : veutsede Neil.lQsMnt. 11 OinV Jiir ii I UJ I. l H I 11 ton Place. New York, N. . JT I. IL Ii. (SfelSlg Jüs Üe0e Qßt? Defsn I Oatnni wurde er g,morbet? Weil e cku, Niemanden, selb? Sicht auf seine gkle eite Mutter HS'en wollte. ;?rj6te hUe ih gerathen, fa zn thun, JbU ft "tt ihrer 2nzd gtltjia hatte. Ss iil nicht der geriagfie Zweifel, daß die Leute dar Jahren sich einer besseren Sefnndheit erfreut uud länger lebken, alt tie Leute hente. Die Ursache ist. daß i imen Tages Hie uU aUen Müt'er leben Herbst eine Duan. tität Mediziven eivlkgtt. Sie sammelten Wnrieln. Kräuter und Ninde. . EZe bletten
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I ift U 'öwkl el, fca tte G n W a chiaesi'che AränZermedizZum die beste sind, welche die Wett je hervorAkbracht. Die ift eine That, suche und wie besitzen Hunderte bau Zeugnissen guter Vürger, welche durch den Gebrauch diese . Mittel knrirt worden sind. Wir geirLTchen keine NußlZchen Fsinkate, ssndern geben nur die den der ZZainr erzeugte Wittel, daher die dielen Sure. , Wir berechne Ihnen nichts für Confultatisn, Untersuchung odRath und Sie bekamj m ikß Krauter, welche sich speziell sur Ihre l Fall eigenen. Sie sin mit Geschick und Kennt rii znbereitet nd htilen jede FsL, für den der Arzt sie dorschteibt. Z Eprech Sie vor und prust Cle die Liie ziernrilt. e wird Ihnen nichts dafür berechnet, deZ wir Ihnen sage, wo Ihr Uebel sitzt, Sie sind auch richt gezwungt die Mettzineu zu ausen, wenn Ete nicht glauben, daß sie nutzen. Wenn Jhr Utbel nicht hkilbar iß, werden wir e Ihnen sagen., t. ' II ! Oksice-SpttSKnndeu: 9 bis 12 Nhr V. : 1 bis V5r Nachm., 7 bi 9 Uhr Nbds.z Sonntags lu Uhr Vm. bis s Uhr Nachm. ChinsiB He ii " - LöWeJ WäMgtoaHtrMWö ;yb jkkg ' ,i .2LdwnapUS, Ind.
iyfvi:in g'pr ttochtatts. Die ewige Koch'fche Geschichte.? So hören wir manchmal ausrusen,wenn, Zeitungen Berichte bringen über die iZsrschnngen, welche mit dem Mittel gegen die Tuberculofe angestellt worden sind. Je nun, die ganze Angelegenheit' verdient bei ihrer Wichtigkeit für die Menschheit denn doch recht eifrig verfolgt zu werden. So hoch der wissenschaftliche Werth der Entdeckung unseres berühmten Landsmannes anzuschlagen ist, wenn auch über seinen Heilwerth die Stimmen auseinandergehen, so sehr sich auch das Jnkerefe der Aerzte Und Laien ' auf sie concentrirt und es als das letzte Ziel der Forschung angesehen werden ! - - . ?t or it C. fr't MUß, uoer tyren Wrriy zur oz cuung der Tuber cillose in's Klare zu kommen, so ist doch ihr mtellectueller Werth da. mit noch nicht im Entferntesten klargelegt. Neben dem praktischen ' ist dieser Pohl auch der Betrachtung würdig und vir finden ihn darin, daß die Koch'sche Entdeckung die-Augen des großen Pu?likums sich nach langer Pause wieder kinmal hat richten lassen nach den Werkhätten der Wissenschaft und daß den v?aien ein classisches Beispiel dafür bei gebracht wird, wie die Medicin arbeitet. Diesen dornenvollen Weg, aü dem die Wissenschaft zur Klarheit kommen roill, möchten wir hier kurz schildern. Zuerst ist es nöthig, um einen Fort schritt zu erzielen, daß das bis dahin Gefundene vollständig beherrscht' wird, und Acht blos dieses. Denn auch das schon längst Aufgegebene muß der Forscher kennen, um entweder nicht etwas gleich Fehlerhaftes zu Wege zu bringen, .oder die gemachten Fehler so zu ver meiden, daß die auf den Gegenstand verwandte Mühe nicht ganz nutzlos bleibe, und das schon verloren Gegebene wenigstens in diesem oder jenem, Punkte verwerthet werden könne. Doch, lassen wir theoretische Auseinandersetzungen, und verfolgen wir unser Ziel an der Hand eines praktischen Falles, eben der Entdeckung des &'ochscht Mittels. war dem großen Forscher bekannt, baß es bis jetzt kein Mittel gab, auch leine Klasse von Mitteln, von denen etwas für die wirkliche Heilung der Tuberculose zu erwarten- war. Die Antiseptica, welche zunächst die Eigene schaft besitzen, die Bacillen zu tödten, sind nicht nur Giste für die Krankheitserreger, sondern auch für den Körper selbst. Jbm in dem Maße einverleibt, daß sie ihr Werk an den S, Mpilzen vollbringen könnten, würden sie den Organismus selbst todten. Andererseits ivußte Koch sehr wohl, daß die Spaltpilze höchst empsindlich sind gegen Pro ducte, die ihnen selbst ihre Entstehung verdanken. Mit diesem Gifte beschloß er also die Bacillen zu bekämpfen. Jetzt war das Princip, nach welchem der Krieg geführt werden sollte, klar. Aber es galt nun, die Waffe zu sin den. Koch glaubte als die geeignetste sein neues Mittel betrachten zu dürfen und-er machte die Probe. Sie schien ihm günstig auszufallen und, da es leicht zu einem Irrthum kommt, wenn man zugleich manövrirt und die Kritik übt, so mußte er um so vorsichtiger sein, In der Bildung seiner Meinung. Er mußte die Controlle über seine eigenen Beobachtungen selbst führen. Er wieverholte daher seine Experimente an inderen Kranken, beobachtete die Folgen und verglich sie untereinander. Da durch kam er zu einem Resultate für eine Anzahl von Fällen bestimmter Natur. Es galt nun, zu sehen, ob die beobachteten Thatsachen sich auch bei snderen Kranken einstellen würden. War dies der Fall,, so war es eine Be stätizung der ersten Ansicht, war es nicht der Fall, so galt es, diese Aus. nähme zu erklären, zu finden, wo die Ursache für dies neue, bis dahin noch nicht beobachtete Resultat lag. So. er wetterte sich das Arbeitsfeld immei mehr, die Resultate wurden immer zahlreicher, immer wieder mußten sie verglichen, immer tiefer in ihrer Mannigfaltigkeit ersaßt werden. Aus dem nun Festgestellten konnte Koch seine An sichten ableiten und ohne Gefahr zu laufen, falscher Behauptungen geziehen zu werden, veröffecheu. Die bisherigen Auseinandersetzungen zeichnen natürlich nur in den ollergröbsten Umrissen die geleistete Arbeit; um fein durchzuführen, wäre es nöthig, nicht eine kleine Skizze, sondern ein sehr großes Buch zu schreiben. In's lln endliche aber würde es gehen, wollte nmn die Arbeit schildern, welche nach der iß Einzelnen von der Gesammtheit der MedjcZner zu leisten ist, sobald die Publikation erfolgt. Da gilt eS denn zunächst festzustellen, pb die von dem Entdecker beobachten Folgen ßixztrete, oh sie in, denselben Fällen zu beobachten sinh, ob sie ausbleiben; damit ist aber nur htr erste Schritt gethan. Nicht nurIeselbm Fölgeff will man sehen, sondert .ich denselben end' giltigen Erfolg. Tritt er ein. so ist es gut, bleibt er aus, so soll gesunden werden nichh nur, wie weit er aus bleibt," , sondern auch warum ynd warum er in den bestimmten Grenzen gusbleibt. Je mehr der Beobachter aber sind, desto mehr wird gesehen. Es werden daV? im Verfolg der Untersuchungen Thatsachen bekannt, welche vordem dem Augt. entgingen. , Diese neues Facta erfordern nun auss Neue ihre Erklärung und ihre Würdigung auch für Folgeistände, dil sie eventuell zeitigen können. Es han delt sich nun darum, diesen erweiterten Gesichtspunkt seftzuhalten , und aufzU' werken,' ob die theoretisch cpnstruirten Schlußfolgerungen in der Praxis sich bewähren. . Ist dieses nicht der Fall, so, lügt W r::crTOtttuntif:)tä6f ic beobachtete Thatsache, wenn auch nicht selbMllch.zgfyHöch?M'sätscht,'S klärung gefunden hat. Da diese Er' kläruug aber ausging von einer richtigen oder als rubtig angenommenen Borausfetzung. uns der Weg, auf dem man zu ihr gelangte, gleichfalls richtig war, so ist nun wieder zu entscheiden, ob man nicht die ganze , Voraussetzung umstoßen ioll.fip iistuf
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zugleich, und wer zur Ausftndung mtt' arbeiten will, hat nicht nur vollkommen im Klaren zu sein darüber, was und wie er selbst gearbeitet hat, sondern er muß über die Ergebnisse der anderen nicht minder orientirt sem. - Mit alledem ist aber nur die Controlarbeit geleistet und noch nichts Eigenes. Es wird natürlich der Schaffensfrcudige sich bei dem Festgestellten nicht bericht gen, sondern dieses seinerseits zu erwei lern 'suchen. Hierdurch gibt,, er selbst wieder einen erneuten Anstoß dem rollenden Rade : der Forschung und in's Unendliche muß er sich fortpflanzen, bis ein neuer Fußbreit fester Thatsachen für die Erkenntniß erobert ist, bis sich wieder ein Fundamentstein legen laßt, aus dem sich der Bau erheben kann, den man die naturgemäße Heilung der Krankheit nennt. Alle die , Wege nachzugehen, welche erforscht werden müssen, ehe man den findet, der zum Ziele führt, können wir nicht unternehmen. Der Leser wird aus dem knrz Angedeuteten sich selbe ein Bild machen können von der Mühe, die in der Medicin in einer Woche aufgewandt wird. Wie aber könnten wir ihm alles auch nur entfernt andeuten, wenn man erwägt, daß die Medicin von vielleicht tausend Gegenstanden zugleich beschäftigt wird, welche alle ihre Erledi gung finden wollen, und welche sich, trotzdem im Allgemeinen bei ihnen der Weg der Forschung derselbe ist, doch in die len Einzelheiten unterscheiden, die nun ihrerseits wieder ihre Feststellung und dann ihre Erklärung und Würdigung verlangen? So wird der Strom' immer breiter und breiter, aber die Breite allein thut es nicht. . Die Masse der Beobachtuu gen, ihre Begründung muß den Strom auch noch immer vertiesen,. damit , er nicht, wenn es sür ihn gilt, seine Leistungsfahigkeit im Tragen einer bedeu tenden Last zu zeigen, sich als unzureichend erweise. Man glaube nicht, daß die praktische Wichtigkeit der Koch'schen Entdeckunkl eS war, welche emen Eifer, wie wir ihn zu schildern versucht haben, entfacht hat. Denn in den, dem behandelten Gegenstande entsprechenden Grenzen wiederholt sich stets dasselbe, und das imposante Schauspiel, welches die Medicin der gebildeten Welt äugen blicklich bietet, erscheint nur deshalb ss merkwürdig, weil es das Publikum auch geradezu angeht. Etwas an sich NeueS ist eS nicht, aber darum gerade sehr geeignet, den unbetheiligten Kreisen eine Vorstellung davon zugeben, vaS nöthig ist, damit auch nur eine Sache in der Medicin spruchreif wird, eine Sache von den unzähligen, welche erforscht zu wer den verdienen und erforscht werden müssen. TZl&Xnzzt Allerlei. Sin wintnttcha UntereZ Brief. Der Rhein steht, und der Carneval ist im Gange; das sind die beiden großen Ereignisse, die die Anwohner des vielfchönen Stromes jetzt in Athem halten. Seit wie lange hat man das grandiose Schauspiel nicht genossen, den majestätischen Strom gefesselt zu sehen! Und nun liegt die glitzernde, leichtbe schneite Fläche da ein mächtiges, prSHtiges Eisseld, und die neugierige Mainzer kommen zu Tausenden hinab an ihren Strom, um das Ungewöhnliche zu schauen, und die Verwegneren rüsten sich schon, den vom Frost überbrückten Strom zu überschreiten. Sind sie doch bei Bingen schon vor vierzehn Tagen mit gutem Beispiel vorangegangen, und industrielle Köpfe haben vie glatte Fläche mit Sand bestreut und einen Uebergangszollpfennig erhoben, den die lustigen Rheinländer lachend bezahlten; denn das Vergnügen, mal über den gefrorenen Rhein zu marschiren, ist doch wohl einen Pfennig werth. Was die in Bingen können, das kön nen die in Mainz erst recht; denn die Mainzer. sind Hauptkerle, die eigentlich ganz das Zeug dazu haben, freie Reichs städter zu sein. Man weiß wirklich nicht recht, wie man dieses mit einem mächtigen Unabhängigkeitsdrang ausgestattete Völkchm nennen soll. . Als Hessen hören sie sich nicht gerne angeredet, von Darmftadt, ihrer Haupt- und Residenzstadt, sprechen sie mit, grimmem Humor kurz und gut, es sind eben Mainzer. Zux Zeit beherrscht sieder, Zug' nach dem Rhein; nicht um des Eis'Schau spiele? wegen, , sondern auch zum' Besuch ihrer Stadthalle, die so breit Und selbstbewußt am Strom sich hinstreckt, als wüßte sie, daß sie den größten Saal in Deutschland enthält, in dem die großen Carnevalsseste gefeiert werden. Die Csrnevalszeit ist diesmal kurz, darum wird mit doppeltem Eifer gst's Werk gegangen ein concentrirteS Amüsement. Das ganze Rhesnoiertel der Ftadt ist jetzt lebendig, das wimmelt und kribdelt da unten bis in die Mtestt Nachtstunde hinein: AlleS profitirt vom Carneval, die Geschäfte, die Gaststuben, die Hotels. Die , Rheinhotels kommen gerade in dilser.Zejt zu.? heften Geltung, und wex das flotte remdenleben in de Ryeinstraße unten jetzt beobachtet, dem wird sich vp ; sefbst die Ueberzeugung aufdrangen, daß ' xin - Urtheil wie eß von mir schon srühr über die Mainzer Rheinhotels abgegebers worden, nur aus falscher Information : beruhen konnte. Diese Hotels, worunter Häuser ersten NangeS, wie Holländischer, Rheinischer und Englische?,, Hos, hängen durchaus nicht vom Sommergeschaft allem ab, sondern haben treue, ständige Kundschaft durch's ganze Iah?. - ' ' ' Und was das Sommergeschäft an langt, so ist bereits in meinem ) Heidel' herge? Rkisebri?fe darauf hingewiesen, daß es gerade diese Hotels sind, welche den ost mitgehenden Ansprüchen der Rheiw reisenden aus allen Theilen der Erde zu genügen mit Eifer und Geschick sich mühen, und zwar bei ; durchaus angemessenen Preisen, die sicher nicht hoher sind, als in den? gleichwerthigen Hotels ;: der Nachbarstädte. ; Der beste Beweis süi. die solide Geschäftsgebahrung ist das Vrvweriren dieier MvtelSH ,üMvx"
i t ;!:; -;" meeioen : nen? z. B. den Holla dischen und Rheinischen Hof, die zahl, reiche Honoratioren der Stadt als ixt gelmäßige Speise- und Festgäste haben nachgewiesenermaßen auch seit V er. legung des Bahnhofs auf die Westseite der Stadt einen jährlich steigenden Fremdenzuwachs ausweisen, so kann das nicht Zufall, sondern muß bedingt sciu von einer ebenso geschickten 'wie reellen Leitung und Geschäftsführung. ' Doch ich wollte ja vom Carneval erzählen: . Wer ein Kenner Berlins-. Gelegenheit hat, einem Mainzer Carne-vals-Abend beizuwohnen, der wird auf'Z Lebhafteste bedauern, daß . die Berliner nicht auch ihren Carneval im rheini. schen Sinne haben. Nur acht Tage für Berlin eine Redefreiheit, wie sie hie, während des ganzen Carnevals herrscht, und zwar schier unantastbar und heilig verbrieft, und die ganze große ReichsHauptstadt wäre . , politisch, communat und social im besten Sinne des Wortes aufzurütteln. Berlin würde kopfstehen. Was ich für große , Augen machte, , als die Herren Carnevalsredner unter dem Schutze der Schalkskappe frei von der Leber sprachen und die geschätzten Spizzen ibrer luftigen Stadt, die staatlichen, militärischen und städtischen, in unge nirtester, manchmal jovialer ' Weift anulkten. Und die also angezapften Würdenträger saßen zum Theil unten im Saal, mitten unter den fidelen När ren, und hörten ich weiß nicht ob mit herzlichem oder nur mit süßsaurem 2& cheln die Spottreden mit an und sahe sich in Tonsall und Geberde in der toll, sten Weise covirt, und die zweitausend den Saal besetzt haltenden Narren. Vertreter aller Gesellschaftsklassen, füllten mit homerischem, brausendem Gelächter die hohen, carvevalistisch wunderbar decorirten Räume. k Der Gouverneur-Excellenz und bei Provinzdirektor und der Oberbürger' meister und die Stadträthe laute, Mitglieder des Carneval-Vereins und die ganze hohe und niedere Obrig seit Alle bekamen ihr Tl)eil, und als so mitten m der uäsUtas ein als Sack träger verkleideter Narrhallese den Festungs - Gouverneur der m der vor aufgegangenen CaroevalS-Sitzung au die in der ganzen deutschen Presse be sprochenen Mainzer Spionen" - Ge schichte angespielt hatte, aufs Korn nahn und ihm zurief: .Das ist brav, Excel lenz, wenn Se uns waS zu sage hawe da komme Se nur immer daruff, (au Narrhallen-Redepodium nämlich), Hört'S auch die ganze Stadt," d schmorte mein loyales Staatsbürger Herz in tausend Feuerqualen, und iä berechnete mir still im Kopfe, wie vie. Beleidignnzs-Processe und wie vie Mouate Plötzensee wohl herauskommer. mochten wenn die ulkigen Reden hier alle in Berlin gehalten würden. Ja, es ist wirklich und wahr, di, Berliner verstehen keinen Spaß. Wn haben in Berlin auch unsere Tyll-Eulen' spiegel-Herrenabende, aber diese .Feste" sind doch, verzeihen Sie das harte, je. doch wahre Wort, kleine, niedlich Po lissonnerien. Hier fällt, in Abwesew heit von zweitausend meist jüngeren, lebenslustigen Männern, kaum mal ei, ZStchen. Dagegen herrscht der souve räne Humor, und ist der Peitschenschlag auch mal ein bischen derbe, die elegant! und doch wieder gutmüthige Art, wu der Carnevals-Bakel gehandhabt wird läßt keine dauernde Verstimmuna auf kommen. Schließlich lacht auch de: Getroffene und sucht mit gleicher Münze heimzuzahlen. Darum hoch der rheini sche Carneval, in 'dem das freie Wor' noch eine Freistatt findet! G. R. Tplstoische Ackerbaueolonien. Die unter der schwärmerischen russi schen Jugend sich rasch ausbreitende Tolstoi'sche Lebre hat in der jüngsten geit zur Errichtung, einer großen Anzahl von Ackerbaucölonien geführt, in welchen die.votzüglich aus intelligenten Kreisen Rußlands sich rekrutirenden An Hanger desGrafen LeoTolstoi redlich be müht sind, sich ausschließlich von demEr trage ihrer Hände Arbeit zu ernähren, Nächstenliebe zu üben und streng nach den Lehren des Meisters zu leben. Die Colonisten sind begeisterte, Jünglingk mit schwärmerisch . glühenden Augen, energischen Gesichtszügen und einer eine iiefe, innige Ueberzeugung athmenden Sprache. Die starken Seelen wohnen aber in schwächen',, zerbrechlichen Leibern. mit dünnen Beinen, zarten wcsßen Handen und unausgebildeter Muskulatur, welche 1 der freiwillig übernom. menen schweren Aufgabe in keiner Hin' sicht gewachsen ist. Der russische Bauer kann nur bestehen, weil er geschickt mit der Axt umzugehen weiß und sein eigener Zimmermann Wd m eigener Tisch' ler zu sein vermag. Der Tolstyi'scht Colomst aber, der flicht einmal einen gawttpfttttnftaerc'fj&t'fwattfpitiert bet steht, muß die Gewohnheit der Städter, alles zu bezahlen, beibehalten und kann das Werkzeug des Teufels, das Geld. nirgends entbehren. Ein ausgeprägtes Individualismus, der dem Tolstoi'scher. Jünger im Blut steckt, macht es ihn zudem unmöglich, sich irgendwie und b gend Jemandem unterzuyrdnen und veranlaßt ihn, alle paar Monate eine neue Colonie aufzusuchen. .Es paßt mir nicht mehr in SmolenSk, erklärt so ein Wandervogel, Herr N. übt einen erdrückenden Einfluß in der Colonie aus. , " . , ; Die Brüderlichkeit und die Gleichheit ist dahin! - .Wohin wollen Sie jetzt?" fragte man den reiselustigen Kolonisten. ' .Nach' Saratow." Aber die Reise kostet Sie s doch eine Menge Geld '."O,'ich gehe zu Fuß ! Auch auf diesem , Wege , kann der . An. Hänger Tolstois ! allerdings vom- Flecke kommen, , vorwärts aber keinenfalls, ebensowenig wie die Schöpfungen des wirren , Idealismus. Die Colonich zerfallen fast so schnell, , wie sie errichte! wurden und auch die durch besonders günstige Umstände noch ! erhaltenen wer-' den einst sicher verschwinden müssen, da dieMMoiten dii
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Ehelosigkeit predigen und die Eolcniften, welche sich auf ibrem Boden zu behaupten wissen, seine Nachkommen hinter lassen werden. . .Wir wird, EureLebensaufgabe l'.'eiterführen. da ' $ hr ia keine Erben laben n ottt. denen Jbl Eure Ideale velmack?en könntet?" sragtt Jemand einen Tolstvi'schen Colonisten in Caratow. ' .Die Aufgabe des Daseins ist nicht, Kknder zu hinterlassen und für- die ewige Dauer des menschlichen Geschlechts zu sorgen, sondern die, ein gottgefälliges Leben zu sühren und sich um ewige Wahrheiten zu .sorgen", erklärte . der schwärmerische Jüngling. ,, 'Glücklicher Weise mächt sich unter den Schülern des Grafen I selbst in dieser Beziehung bereits ein starker Rückschlag geltend; das Leben, der raube und unerbittliche Lehrmeister, Welcher schon Hunderte von diesen modernen Kreuzfahrern, deren Kraft nicht ibrem Enthusiasmus ent spricht und die sich trotzdem der Wirklichkeit nicht fügen wollten, an die Land straße geführt hat,. um sich nothgetriebcn ein Stück Brot zu erbetteln, wird auch die Masse der pnncipicntreuen Fanatiker von dem System der Ehelosigkeit abzubringen wissen. Grand Palace Motel5 81 & 83 Nord Clttk Sttaße, . Otiloaco. 4 Mnntm dom Comthanse Seide Pläne. Söthentllch OS. ?a,,,ä? SV fwarts. Restaurant o Tompagnoo, früher Cf in Chieag dlxd. Mäßige Preise. Neue HanS. Schneid Sie dieses dehfs näherer uk. kanfz aus Halle, Eckt ZltZzx?) cxd DtlsvL GtT. Die schönste, größte und am beqnemftm ein gerichtete Hallt der Südseite. , CU steht znr Verfägnng für UdhaUnng de Eonzerten, Tanz, Kränzchen, Partie-. VeZanderS ist sie Vereine z npfehlen Die schönste Wirthschaft in der Stadt. Nur die besten Veträuke werde verabreicht. Z zahlreiche vesch ladet ew (QMo SchmM, OignUtlat r. UTOMTAIN ( Saloon n. SMard-Sall No. 02 Oft Washington Sttaße. John O eil ac)evl Eigmthürnn. !I2oJaoü " ?a!Illo ! Jfolm'Ll.TLcaxilEor Das größte, schöuft nd KUesie derartig, Lokal iu der CtcCtl Die gerämnige und schö eingerichtete Halle steht vereinen, Loge und yridaten zur UbhaUnng da VZllen, Konzerten u Cetsaurdangen ntn Merale vedtsg. uze ,r veMzun. im. Ich iU rangnt rntt N. Jorda gemacht, und rtaufe. sei akchw,m t folgend Preise : 100 Hl 200 Pfd. ans einmal 20 Ccntl. 300 IU 500 Vf ins ,!al 17 Cents. 500 m 2,000 Vf. ans etal ib Cintl. 2,000 tll I3attnUUtti 12 . Telephon 010. Office: 460 Nord Wost Btr JOLo (HZKWH?GeWtte Mandeln. Oallnüsse, yilbtttS, VeeanS, brasillanisQe- und Olanbel-Sküsse. Die besten in der Stadt. Üuellvr ?SQ ütore9 COO OJ OasbingtonSs. cr lelo: 833 T7rn. Bartcnick, Kontrattor o. Vanmeistcr , , - - : " v- ": .. ' - " V'' -' ' l V ; : : H , 231 Oft Washington Sttaße. , FWVNWkMM ' ! ' ' 1 'fc, ;"jir ;: l'iM"1! ' :.!' . i 'S ' : "'.'" '. ; UmzukosVekLauf. QKMlU ,, Oir habe Zett.das yeschäftslokal Ns. SS Süd JllinotS Straße. bezogen und ersuche nnsere deuts den Freunde, unser Lager besichtige, größte Auswahl; billigste ? i,mß FEAU BADB 3 00., t "' " mi : " W'HIJIIII Hl ' ) ,si r , :io s:So tUUinUtriaCttni.ruJre ungamn 'jj'
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