Indiana Tribüne, Volume 14, Number 154, Indianapolis, Marion County, 22 February 1891 — Page 1
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Alle Mitglieder gmannten Orten! sind h'er mit sucht, Sosatsg deu 22. Februar Nach ittsgs 1 llhrtu der Freha Lozeuhalle zu er scheiaes, um a dem Umzog z Ehre Qafh iugtzn's Geburtstag Theil zu nehmen. MaSkenkrünzHen d Smoking Casino Ho. 1 - i der Arbeltor-IIalle I am Monta. SS Feb?ur18v z. Eintritt 25 Cent I Pnson. Soz.Sangtrbund. Sonntag, den I. März '91 ncognito, ober : Der Fürst Wider Willen Opeette tu S Akte dou Hermauu Kipper, - in ui Mäanercbor-HaUo ! Eintritt 25 Centk S Person. Großer Wasken-Aall! bei Schwaebischen Unterst. Vereins In ir Mlosari ÄaUef a Montag, den 2. März 1SV1. Eintritt Herren . . 60 EentS. I Damen 25 EentS. Kketdb,bki: b' Laehkkle, no; 5d ?k,ag. 1 OS Sasstngto.ftr: I mtht f.! AU ai D,t,mSr.: . Soi,n. I 47 f ii i-eititoHJi.; "fo, as . . . M . am . . r & a.A QOA OK . Ok V il.H 4 I TBHfkRr.i SlCf, UII , Ut Oaurt6H. i.giuoet ctBalttn ibtt W.I trmitart ne"taltt4 ftitm trtftar somit ftastrr.223 Cst Sclaisattfttaii. s . n p r i SPeMl-Aerkaufl W besbflcht!:en Jedem eine Gelegmheit zu geben, emsn unserer steifen Hüte. Frühjahrs - Facon zu wenige? tsusen. als dem Fabrikpreis zu WnsMomöQg hibe Sie die Auswahl unter allen sta fm Hüten in unserem Hause (auSgenom nun die berühmten nou-Iiredlo) zu Cinen Tag blog. Ast Co.. Ut. und AusftattungSMrti' - lelsßClfflstf I. ' 1 ' O Osft Washington Qtr.l
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DrahwaHriyten. Kühner Raud. Neu York. 20. Febr. E!n verme. gtvr bekannter VerbrtStr, Nimen Coleman. raubte gestern Nachinittaa in wer der belebtesten Straßm Nevartt ZämmMSt Passagiere eine volldesldtin SttabknbahnVagtn? au. Er bestteg den Wagen, schoß, ohne ein Wort zu sa gen. btvx Condukteur eine Kugel in die Seite, so daß derselbe zu Boden fiel, und zsang dann mit vorgehaltenem Re volver die Passagiere zur Herausgabe all ihre Geldes und ibree SchmuSsachen. Da sich zufülliz in reicher Fabrikant im Wagen besand. erbeutete r gegen $600 Er stahl noch einem Mädchen einen L?uß, tvvsabl sich höflich und versckmand auf Nimmerwiedersehkn. Einer im Wagen hatte eS gesagt, ihn festhalten u wollen, und m Kragen zu fasten. Er erhielt einen Stoß, dak zu Boden taumelte. Es wagte auch keiner der Passzgikre, ihn zu verfolgen, und der Bursche entkam.
Noch ein Brauer. Trust. Chicago. 20 Februar. Fünf der größten hiesigen Brauereien, nämlich die Misael Brand. Bariholomoe Sc Leicht. Erntst BroS., Bartholomae & Roestng un) R. G. Schmidt raven ftch mtt ver von Valentin Blad in Milwaukee zu ei nem Trust vereinigt, welcher den Namen Chicago k Milwaukee Brevkng Co führt. Da Aktienkopital der Gesell schas! betrag S7.750,000. wozu noch 6 procentiae Band zum Betrage von $3 650.C00 kommen. Diese BondS werden zur Zeichnung sswohl hier, wie in Milwaukee als auch in London, und zwar zur gleichen Zeit auSgeboten werden. Aktien zum Be trage von sechs Millionen Dollar wer den hier und im Auslande insgesammt verkaust werden. ES hat eingeschlagen. Toledo. 21 Febr. Heute Morgen um 1 litt schlug der Blid in ein Nitro lye;rtn Ma gazin drei Meilen von hier. nie 4V'viua iiiuiH". v,iwtt' rung verursachend, daß man in der aan zen Umgegend glaubte, ein Erdbeben !,.. tt .t..w cn w . . oaor s!attZk,lll,oen. ,0 oim flanzen Mggzia blieb nicht üdria und nur ein v mi " w ,u tttofl25 Fkd tieseS Loch zeigt den Plad v V r mr f c . W0 cOMlOt NaNv. Die Beerdigung bgirman'i St. LouiS. 21. .,m...u St. LouiS. 21. Ftb. Heute Vor. M, kam der Zg mit m. syerman hier an. Riesige Menschenmengen hakten sich in den Straben angesammelt, um den Lei chenzug z sehen. Das Begrübuik trut. ganz und gar einen militärischen Eharak ter. AlS Bayrtruchtrazer fungirten bleb Generäle. Hirt:r dem Leicherwagen wurde ei Pferd geführt, welche den Sattel, die Zügel und die Sporen de Generals trug. BundeSsoldaten und die Milizer de? Staates Missouri gaben dem Ver storbenen das lekte Geleite. Am Grabe wurde ein Salut abaeftuert. Pastor Sherman, der Sohn de Verstorbenen sprach eil Gebet. Die Rheder vereinigen sich London. 21. Febr. Sämmtliche Rheder haben sich vereinigt, um le For verung ver Voaarvetter dekämpsen zu könen. Der Bund controllirt die Hülste der gksammttn englischen Handelsflotte. Die Besttzer der übrigen Hälfte werden sich jedenfalls dem Verband anschließen Die Noth in Irland. Dudl t n. 21. Febr. Michael Davilt, welcher von der Westküste von Irland zu rückaekehrt ist. berichtet, daß der dortigen Bevölkerung Saatgetreide fehlt. Er be zeichnet die NothyandS-Wegebauten bet Achill als die riine Kamödie und sagt, die Kinder leiden Mangel an Milch. O ' B r i e n u n d D t k l o n. Dublin. 21. Febr. Wm O'Brien und John Dillon wurden heute Morgen zu früher Stunde von dem 6 onmel-Ge kängnisse räch dech Galway G.sängnisse Überführt. Die Uebersüzrung geschad mittelst einek Salonwage e ; aber ob gleich dieselbe mit der giöötrn Geheim thuerei betrieben wurde, erfuhren die Be vohner von Tipperary davon und ver, sammelten sich massenhaft an dem Bahn Hofe und brachten den beiden Gefangere bei deren Durchreise eine sökmlicht Ova tton. SSiss.vg,lltur. Alle Damdser-Linlen sowie alle euro .KltJtkmt Cit.ftfinn Vtnft.n ist. ftt.Q. . '.7.". ' Wt:w I .n w. nu. Qf i rrr m. i runceiariünuu! nenlur, uecniei 1 Bank und VollmachtS.Bureau. Etablir 1863. - Salem Alktkua! Hosbräu k
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. Hiesiges. Legislatur. Senat. Inder gestrigen Sitzung erklälteHerr Hudson, daß er. alle Mögliche gethan um sein Komite für Arbeiterangelegen hetten zusammen zu bekommen, damit da Inman'lÄe Haftpflichtzesktz erwögen werde, dak er aber damit keinen Erfolg hatte. Er seinerseit erstatte daher al Mktglid dieses KsmiteS einen Mino ritStSdericht zu Gunsten der Bill. Diese Erklärung war das Zeichen zu einer Redeschlacht, bei der die LSaner die Verleumder und die schlechten Krle nur so in der Lust herum flogen. Ueber allen Zweifel wurde jedoch dabei festgelZellt. dak die Herrin vom Senat, das beibt die grobe Mehrzahl derselben, die löbliche Absicht haben, diese Bill, welche Eisenbahnardeiter für Vtrltdun gen. die ste im Dienste der Bahngelell schallen erleiden, entschädigen würde, todt zu machen. ES wäre auch sonder bar, wenn sich die Herren ntschlieken könnten, den lieben Eisenbahn Corpora tionea gewöhnlichen Arbeitern zu Liebe aus die Hüdnera'ügen z i treten Die Bill wurde an daS Justiz ttomite verwiesen Die Bill deS Herrn ThleneS. welche den Cigarrettenverkauf mit einer LizenS von $200 jährlich belastet, entlockte dem Herrn Burke die Bemerkuno, dab er ge gen dieselbe stimmen werde, eil sie von Cigarrenfabrikantea indolstrt wird. Der Majorltätiberichti welcher Annahme der Bill empfiehlt, wurde aber doch ange nemmen. ' Ha u S. Die Herren vom Hause haben den Be chlub. wonach Städte mit tz100 000 Einwohnern sIndiarapoltö) ibre eigene Gas, Wasser oder Electric Light Werke ankaufen düifen, schon wieder dereut, und beschlossen, die Bill vom Senat zurückzufordern. Ein Antrag de Herrn Hench, die Bill welche verbietet, dcb öffentliche Beamte oder LkgiSloturmitglteber Eisenbahn Pässe annehmen, auf nächsten Motag auf die Tagesordnung zu sitzen, wurde natürlich verworfen Hausfrauen sollten nicht versäumen, ihre Kücheneinrichtung zu vervollständigen, während der bil lige Berkanf von beschädigtcnBlcchwaaren vor sich gebt. Diese Waaren wurden bei dem kürzlichen Feuer durch Nauch leicht beschädigt, und ich will sie loS werden, ganz einerlei, waS sie bringen. W. P. Myer, 17-23 Ost Soutb Str., Wbolesale-Fabrikant. Die Iimmerleute. Den Arbeitern in den Hobelmühlen wurde gestern Abend von den Fabrtkanten ein Schriftstück unterbreitet, durch w'lche fie sich verpflichten sollten, zu der allen Lohnrate weiter zu arbeiten, nnt zwar ohne Rücksicht daraus, ob 8 oder L Stunden gearbeitet wird. Die Festsetzung der Arbeitszeit soll ganz und gar den Arbeitgebern Überlas len erden. Die Arbeiter haben natür lich daS Schkillflück nicht unterzeichnetDie Carpenter Union haben gestern iibend widerholt beschlossen, bei ihren Forderungen zu beharren. Morgen früh um 8 Uhr findet wieder .ine Konferenz de Distrikt Council mit dem Komitt der BuilderS Exchange statt. Der MyuS Mitchell . Plozek wird morgen in der Circuit Court fort gesetzt werden. Salem Aletkum. Aurora Hofbrüu; zu bezuden durch August Erbrich. Tele phon 1032. tzr Die Verhandlungen in dem Pro zesse der Frau Meyrr gegen Frau Hüiner und umgekehrt, wurden aufgeschoben und finden erst nächsten Dienstag Nachmittag vor Cquire Smock statt. Merrschaumpfeifea, lange deutsch, Pfeifen. Maanentptöea etc. bet ttuöo. No. 199 Oft ZOatbtnaton Otr. rQ- Gestern Nachmittag öffneten der Gouvernör, der StaatSAuditor und der StaatS-Schatzmetster die eingelaufenen Angebote für die Anleihe von 700.000 EZ waim blob Zwei eingelaufen und die. selben waren bei Weitem nicht so gün ft U man erwartet hatte. Die bei dem kürzlich, Feuer ln der Blechwaarenfabrn von W. P. Myer. No. 1723 Oft South Straße, leicht durch Rauch beschädigten Blechvaaren erden einzeln ausverkauft und zwar zu völligen Spottpreisen. HauSsrauen find deshalb gebeten vorzusprechen, da sich so leicht nicht wieder ein, Gelegenheit geben wird, Blechgtjchtrr halb geschenkt zu be kommen.
5!sH Oedan. : , -i 'mmmmm In Frankreich spricht man aegenwär tig wieder viel von der Schlacht von Se dan, weil zwei ftanzösische Generäle die Ehre jener Attacke .für sich in Anspruch nehmen, welche dem Kaiser Wilhelm den Ausruf der Bewunderung entrissen: Ah, diese braven Leute !" Anknüpfend an den Streit erklärt Figaro", in der Lage zu sein, über die letzten Stunden, welche Napoleon nach der Schlacht von Sedan auf französischem Boden ver weilte, sichere Ausschlüsse geben zu köw . . ms . w
nen. Wrr wouen nur m urze oas Wichtigste aus dieser Reise in'S Exil . tj mm, l i. mmyeuen. xtx xag von veoan rcue dem Kaiser die furchtbarsten Qualen bereitet, denn wegen semeS SteinleidenS konnte er sich nur so im Sattel aufrecht r . f f . 4. V gauen, oay er neu mir veioen anoci auf den Sattelknopf stützte. Eine Ab. theilung preußischer Ulanen geleitete den Gefanaenm bis zur belaiicbe Grenze, dort übernahmen es belgische r it. . .'i. i' ruppm, lyn weuer zu gezeuen. In BouAon übernachtete er im Ho tel kux Von. Durch Aufall erbielt der Kaiser ein Zimmer, dessen Schmuck in drn Budern bestand. Das erste stellte Mars dar, der dem Schicksal flucht, das zweite Apollo mit der Leier und daS Dritte den aus dem Himmel gestürzten Vulkan. Der Kaiser faß stumm und i düsteres Brüten versunken da, bis ihm die Berwunduna des Generals Mar auerite gemeldet wurde. Er murmelt ewige Worte der Theilnahme für seinen rm rr. r: i w r i v . öttlfcngcjaticii uuv wjani oaaa iuic der in tieies Scbweisen. Als am nach. sten Morgen die Wagen vorfuhren, um den Kaiser und sein Gefolge nach der Bahn zu bringen, sammelten sich große Volksmengen an und bedrohten den Ab fahrenden, der sich nach Libramont be gab, hier defilrrten die belgischen Trup. . , ' n. c - . A . pen vor rym. m er Die anonen ver Artillerie sah, welche den preußischen Geschützen glichen, sagte er seufzend: rh st i : ä c , m Aja iu ja, meine zerren, oic auoue, welche uns besiegt hat." In Libramont stürzte ein Verrückt auf den Kaiser zu mit . dem Geschrei: Frankreich hat gesiegt? alle Völker Europas haben sich vereint, um Deutsch land xu stürzen." Die Gendarmen brachten den ärmen Verrückten weg. der rmmer ,,Vivs l'emrrereur!" brüllte. In Jemelle tauschte Napoleon mit dem Prinzen Pierre Bonaparte (dem Mordpeter) eme Umarmung aus. In Vertxers begegnete man dem Entthron' ten mit aroker Femdseliakeit. Als er mit seinem Gefolge den Wagen ver lassen und daS Eisenbahnhotel gewin nen wollte, versperrte ihm eine unge heure Volksmenge den Weg, welche in wüstem Durcyemander: Hoch Frank reich! Hoch Preußen! Nieder mit dem Kailer! Es lebe der Kaiser!" brüllte. Es entstand ein Tumult und General Ehazal. sowie das übrige Gefolge des Kaisers benutzte den Wirrwarr, um die Volksmenge zu durchbrechen. Nach dem Essen erhielt der Kaiser Depeschen und sagte zu seiner Umgebung: Mmie Herren, eS wurde in Paris die Republik proklamirt, ich habe in Herrn Ro chefort einen Nachfolger erhalten. WaS die Kaiserin und den Prinzen betrifft, so können Sie beruhigt sein, beide sind weit von jeder Gefahr. Die Kaiserin befindet sich in England, mein Sohn aber ist, wie ich selber Gast dieses Landes; er befindet sich beim Grafen von Baillet, dem Gouverneur von N mur." Spater diktirte der Kaiser seinem Sekretär Erinnerungen an die Schlacht von Sedan in die Feder. Die Fahrt nach Kassel sollte am näch sten Mittag beginnen. Als der Kais über das Hotel verlassen wollte, war dasselbe von einer dichtgedrängten, johlenden Menschenmenge wie von emer lebenden Mauer umgeben. Trotzdem Polizei und Militär sich bemühten. Ordnung zu halten, war eS unmöglich, eine Gasse durch die wogende Menge ZU bahnen. Von Minute zu Minute ström fc mehr Menschen zu, und immer toben, der wurde das Geschrei derselben. Da trat General Ehazal mit dem Eapitän Sterckx aus die Treppe des Hotels, gab ein Zeichen, daß er sprechen wolle und als der Lärm veritummte, rief er mit starker Stimme: Meine Her ren, der Kaiser der Franzosen wird vor Ihnen erscheinen: er beaibt fick als Kriegsgesangener nach Deutschland. In diesem Augenblick aber ist n Euer Gast. Im Namen der Gaftfteund schaft Belgiens und dieser Stadt bitte ich Sie, ihn mit den Geiublen tu em. sfangen, welche sein großes Unglück zedem Menschen einflößen muß. Meine Herren, ich kenne Sle und wnß, daß fva die Pkttcht erfüllen werden, welche uns in peinlichen Lagen dieser Art zuMi." Und die Volksmenge, welche vorher vie yezttgste Ervttteruna aezetgt hatte. antwortete mit dem Rm: .Es lebe Ehazal!" Und als der Kaiser, auf den iW !. ' nrm oie es wenerats aestüdt. vom Perron berabstiez, während der preu Miche General Boyen dem Eapitän Sterckx den Arm reichte, öffnete sich vor tynen oie Volksmenge und ueg ruhig den Besiegten zum Bahnhof hinschreiten. Auch alS der Zug sich in Bewegung setzte, vewayrte die zum Bahnhof drän aende Menschenmenge eine resvektvolle
Haltung 3, e!3 Razmleon sich am
öcnster des Wagens zeigte, nefen einige: Es lebe der Kaiser! Und vor diesem letzten Gruß verbeugte sich Napoleon III., der Besiegte von Sedan. ' Berlin WettlSnser.
In sechszig Minuten zu Fuß um Ber lin cheruml Auf Grund vielfacher Wetten mit Svortsmen unternahm eS an einem der züngstm Abende der Schnellläufer R. Silbon, innerhalb sechszig Minuten den Rina der Großen Berli. ner Pferdebahn abzulaufen. Die Strecke mißt dreiundachtzig Farbenabschnitte ves amtlichen DrsjchkenwegemesserS zu ie 160 Metern, mithin insgesammt 13.. 280 Meter oder ZK vreuniicke Meilen: die Fahrdauer der Pferdebahn betragt sndertyalv Stunden. Durch Samen anschlaa war bekannt aeaeben worden. daß der Wettlaus um sechs Uhr an der m -tY . arm ri n. t cm- r ücue uuiamt oiuac eine llNjang nehmen sollte. Um die angegebene Zeit hatte sich daselbst eine nach Tausenden zählende Menschenmenge angesammelt, welche mit Svannuna auf den Beainn des interessanten Schauspiels wartete. rr' .f-C n?rt r r zm uauutyctgcicycnct HwljkHensau, jedoch machte es nothwendig, den Be. ginn des Wettlaufs um eine halbe E?tunve zu verschieben, wayreno welcher Rdt die Aukceauna des Publikum, wel. cheS bereits fürchtete, genarrt worden zu lem, aus's äußerste stteg. Pünktlich um sechseinbalb Ubr traf Serr Silbon an der Belle-Alliance-Brücke ein, von lauten Hurrahrufen empfangen, und nahm, nur mit dem leichtesten Tricot bekleidet und einen mit Essig angefeuch teten Schwamm im Munde haltend, sei' nen Wettlauf auf. Ihn begleiteten vier Droschken erster Klasse, in welchen die Preisrichter und Wettenden Platz genommen hatten. Fach 5y Mmuten und 45 Secunden langte der Schnellläufer wieder am Halleschen Thor an und mit ibm einer der vier wackeren Drosch!engäu!e. von denen drei unterwegs den Wettiauj hatten ausgeben munen. Herr Silbon hatte mithin die Wette gewonnen troö des jetzigen schlüpfrigen Zustandes des Myroammes. m vergangenen W'n ter hatte Herr Silbon dasselbe Wagstück chon emmal unternommen und damals, bei günstigerer Witterung, nur 56 Mi. nuten an Zeit gebraucht. Zwei Herren. die mit ihm liefen, waren untenvegö vor Erschöpfung zusammengebrochen. Zwei Verhaftungen.' Wünschen der Herr zu diniren. oder i la carte zu speisen?" fragte der Kell aer mit einer selbstgefälligen Vernev gung. Was für Diners haben Sie?- ent gegnete der elegante Herr. Zu zwei Mark fünfzig und zu vier Mark. Geb?n Sie mir ein Diner zu vier! und bringen Sie mir ein Glas Ma. deira und dann eine Flasche Nierstei. ner!" Sehr wohl, mein Herr!" Ich kann doch gleich essen?" Sofort, mein Herr! Ich servire augenblicklich." Nachlässig lehnte sich der Fremde in feinen Stuhl zurück, drehte seinen schwarzeit Schnurrbart und betrachtete die luxuriöse Einrichtung des feinen Re. staurantS, das sich allmälig mit Gästen füllte. Bald brachte der Kellner die Suppe. Einen Gang nach dem andern tischte er dann dem eleganten Fremden auf, der mit großem Appetit, doch auch mit Ver. stand und Würde speiste. Als das Dessett abgetragen war, vw langte der Herr Cigarren. Er prüfte eme derselben. Sie schien ihm zu mun den; er ließ daher die übrigen in seine Tasche gleiten. Während der Fremde in Ruhe speiste und sich das Lokal mit Gästen füllte, fuhr ein geschlossener Wagen vor. Ein Herr stieg aus. Mit spähendem Blicke durch die großen Scheiben hereinsehend,, ging er mehrmals vor dem Lokale auf und ab. Endlich trat er ein. Kann ich den Wirth auf einen Mo ment sprechen?" rief er einen Kellner zu. Der Wirth erschien. Df ich Sie bitten, einmal einem Augenblick herauszutreten?" Sehr wohl. Was steht zu Dien pen?" sagte der Wirth, dem Herrn aus Sie Straße folgend. Ich bin Mitglied der geheimen Po lizei. Ich suche einen Kaufmann, der des betrügerischen Bankerotts beschul, digt ist. Wir wissen mit Bestimmtheit, daß er hierspeist. Ich bin nun imWagen hierhergekommen, . um ihn abzuholen." Befindet er sich wirkllch in meinem Lokale, haben Sie ihn gesehen?" fragte der Wirth, dem die Angelegenheit wenig erfreulich zu sein zchien. Allerdings. ES ist der Serr mit dem schwarzen Schnurrbart. Ich muß l tp NUN zur Veryaslung lchretten." Wird eS ohne Aufsehen abgehen? Eine derartige Störung ist immer un angenehm." Allerdings.' Nun, vermeiden wir jeden Skandal! Senden Sie einen Ihrer Kellner zu dem Herrn,, mit der Mittheilung, Baron Leucht erwarte ihn vor der Tbür!" ;. . .. . .
Der Beamte winkte einen Kellner, zeigte ihm durch die Spiegelscheibe den betreffenden Herrn und gab ihm dann 4W M'. "v'i C einen Auftrag. Der Fremde hatte sichscebm noch eme halbe Flasche Nierstemer geben lassen, als der Kellner seine Botschaft rusrichtete. .iSichtlich erfreut nahm er" die Meldung auf, erhob sich, ergriff seiueu Hut nd trat auf die Straße, :; : ;
Der Beamte schritt ihm entaeaen und flüsterte ihm einige Worte zu. Etwas verwirrt hörte ihn der Arre stant an. stieg jedoch obne Widerrede in den Wagen. Es )t gut abgelaufen." rief der Beamte dem Wirth zu. .Sat der Serr schon bezahlt?" Ich weiß eS nicht entaeanete der Wirth. .Gleichviel!" sagte der Beamte. kai er nicht bezahlt, so senden Sie die Rech' nung auf das Polizei-Commissariat l" Ver Wagen rollte davon. Die Unterhaltung. wellbe derNolie, beamte mit seinem Arrestanten führte, schien leyr launiger Natur zu sem, denn beide lachten laut auf. An der zweitnächsten Srraßenecke ließen sie den Wagen halten, stiegen aus und lohnten den Kutscher ab. Also es hat Ihnen geschmeckt?" fragte der Beamte. Deliciös, sage ich Ihnen." Nun. so will iü es mir aucö sSmecken lassen." Er trat ,n ein feines Restaurant und that nach seinen Worten. Nach Verlauf einer balben Stunde fuhr ein geschlossener Wagen vor, und der wohl geipeist habende Gebeimvoli. zist wurde jetzt von seinem Arrestanten e v e t . . . uns oie ooen zcyon vefchnevene Welse verhaftet. Als beide wieder im Waacn ianen. ahm der Herr mit dem schwarzen Schnurrbart das Wort. Es hat mich wirklich lebr aekreut. heute Morgen im Eisen babnwaaaon Ihre werthe Bekanntschaft gemacht zu yaven. Bitte, aam auf meiner Seiten ent. gegnete der andere Herr. ES war eme reizende 5dec biete delicate und doch so billige Mittags. ezjen!" Und em sehr freundlicher Zufall. daß wir beide unS auf der Durchreise vennoen." Leider müssen wir uns iedt trennen bemerkte der schwarze Schnurrbart. Ich hatte gern noch mit Ihnen gear veuet." Doch wir scheiden als freunde. Stä bewundere die Charakterfestigkeit, mit der Sie mich verhaften, nachdem Sie doch schon satt waren." Was sollte aus der Welt werden. wenn Leute wie wir nicht treu und ebrlich wären?" Die Herren stiegen aus und lohnten den Kutscher ab. Und nun leben Sie wohl!" Recht glückliche Reise!" Mit einem biederen deutschen Qändedrucke nahmen beide Männer AbZckieÄ von einander. Am nächsten Morgen liefen aui dem Polizei-Commissariate zwei Rechnungen über zwei Diners ein. die in. dessen mangels Begründung nicht bezaylt wurden. Napoleon und Ooethe. Ans den Memoiren TallevrandS, die demnächst im Buchhandel erscheinen wer den, hat der Herzog von Broglie in der Academie franoaise einige Bruchstücke vorgelesen, die sich auf die Kaiserbegegnung in Erfurt beziehen, jene in der Geschichte fast einzige Zusammenkunft von Herrschern, während welcher nach einem berühmten Worte die französischen Schauspieler vor einem Parterre von Königen" spielen konnten, nämlich vor Napoleon, dem Zaren Alexander und sämmtlichen Königen und Großherzögen des Rheinbundes. Für den deutschen Leser hat eine Stelle dieser Bruchstück, ganz besondere Anziebung. Sie erzählt nämlich die bekannte Zusammenkunst Napoleons mit Goethe. Talleyrand. der sich der Bedeutung dieser Begeg nung zweier so großer Männer voll bewußt war' hat das Gespräch der Beide genau aufgezeichnet. Es lautet in t'u ner Fassung : Herr Goethe, ich bin entzück chann), Sie zu sehen. Sire, ich ehe, wenn Ew. Majestät reisen, so verehlen Sie nicht, Ihre Blicke auch den geringfügigsten Dingen zuzuwenden. Ich weiß, daß Sie der erste Tragödiendichter Teutschlands sind. Sire, Sie thun unserm Vaterland schweres Unrecht; wir glauben, auch unsere großen Männer zu haben: Schiller, Lessing und Wieland müssen Ew. Majestät bekannt sein. Ich gestehe, daß ich sie kaum kenne. Indessen den dreißigjährigen Krieg" habe ich gelesen; nehmen Sie es mir nicht übel, aber es hat mir geschienen, als ob dieses Werk höchstens für unsere Boulevards Tragödienstoffe liefern könnte. Sire, Ihre Boulevards kenne ich nicht. Ich glaube, daß dort die Volksstücke gespielt werden; es thut mir leid, Sie über eins der schönsten Genies der neuem Zeit so streng urthei leu zu hören. Sie vobnk2..ttvöb2liÄ in Weim:
das ist ja wohl der Ort, wo die berühmten Schriftsteller Deutschlands sich der sammeln? Sire, man ist dfrtfeht wohlwollend für sie; aber augenblicklich haben wir in Weimar von Mänuern. die in ganz Europa bekannt sind, blsS Wielaud. Ich würde gern Herr, Wieland sehen. Wenn Ew. MajeftA mir gestatten, ihn rufen zu lassen, so b ich sicher, daß er sich sofort hierher be geben wird. Spricht er Französisch Er versteht es. er hat mehrere Ueber, setzungen seine? Werke in'S FranzSsischtz selbst durchgesehen. So lange Su hier sind, müssen Sie jeden Abend zy unseren Theatervorstellungen kommen. Es wird Ihnen nicht schaden, gntz französische Trauerspiele darstelle tu t)txu Sire, ich werde sehr gern hingehen und muß Ew. Majestät bekemun, daß dies meine Absicht war; ich hat selbst einige französische Stücke überseji oder richtiger nachgeahmt. Welche? Mahomed und Tankred". JcZ werde Remnsat fragen lassen, ob vii Schauspieler hier haben, die sie sprela können. Ich hätte sehr gern, daß Sie sie in unserer Sprache spielen hörten. Sie sind nicht st streng, wie wir, in den Regeln ti Theaters. Sire, die 'Einheiten ßui für uns nicht von Bedeutung. Wie sinden Sie unseren Aufenthalt hier? Sire, sehr glänzend, und ich hoffe, et wird für unser Vaterland nützlich seur, Ist Ihr Volk glücklich? ES hofft viel. Herr Goethe. Sie sollten wa reno der ganzen Reise hier bleiben uuH den Eindruck beschreiben, deu daS groß Schauipiel, welches wir Ihnen bieten auf Sie macht. Ah, Sire, es würde die Feder irgend eines Schriftstellers des Alterthums dazu gehören, um euu derartige Arbeit zu unternehmen. Gehören Sie zu denen, die TacituZ lieben Z Ja Sire, sehr. Nun denn, ich nicht. Doch davon wollen wir ein and Mal reden. Schreiben Sie Herr Wie land, er soll hierher kommen. Ich werde ihm seinen Besuch in Weimar erwidern, wohin der Herzog mich eu geladen hat. ES wird mich sehr frtmen, die Herzogin zu sehen. Sie ist eiul hochbegabte Frau. Der Herzog ai während einiger Zeit recht schlimm, aiu er ist zurechtgewiesen. Sire, wenn e, schlimm gewesen ist, so war doch die Zurechtweisung etwas stark. Doch ich bin nicht Richter über solche Dinge. Er beschützt die Dichtung, die Wissenschaft ten. und wir können Alle mit ihm sehr zufrieden sein. Herr Goethe, kommen Sie heute Abend zur Jphißenie". ES ist ein gutes Stück, zwar kemS von de nen, die mir am liebsten sind, aber die Franzosen schätzen eS sehr hoch. Sie nerden in meinem Parterre eine schöne Anzahl Souveräne sehen. Kennen Sie den Fürst.Primas? Ja wohl, Sire, beinahe intim. ES ist ein Fürst von sehr viel Geist, sehr viel Wissen und viel Großherzigkeit. Nun gut, .Sie werden ihn heute Abend an der Schulter des Königs von Würt temberg schlasen sehen. Haben Sie schon den Kaiser von Rußland gesehen? Nein, Sire, noch niemals. Ich hoffe aber, ihm vorgestellt zu werden. Er spricht Ihre Sprache gut. Wenn Sie etwas über die Begegnung vo. Erfurt machen, so müssen Sie eS ihm widmen. Sire, das ist nicht meine Gewohnheit. Als ich anfing zu schreiben, machte ich eS mir zum Grundsatze, niemals eine Widmung zu machen, da mit ich es nicht später zu bereuen habe. Die großen Schriftsteller deS JahrHunderts Ludwigs XlV. find nicht s, gewesen. Das ist richtig, Sire. aber Em. Majestät würden mir nicht versichern wollen, daß sie eS niemals bereut haben. Was ist auS diesem schlechten Kerl mauvaig suzst) Kotzebue geworden? Sire, man sagt, er ist in Sfc birien, und Ew. Majestät werden vom Kaiser Alexander seine Begnadigung verlangen. Sie wissen ja, daß er nicht mein Mann ist? Srre, er ist sehr unglücklich, und er hat diel Talent.
Leben Sre wohl, Herr Goethe. Mit gleicher Ruhe und Geistesgegenwart mochte dem Allgewaltigen lauge nicht geantwortet morden sein, und daZ voUa un Komme, daS Napoleon nach diesem Gespräch ausgerufen habeu soll, kaun wohl wahr sein. Koan' Appetit. Appetit hab' i' koan' j Heut'," sagt der HanS? Aba wie er kimmt nach HanS, Steht da a' Gans. Sakradi! Nichts g'rad Heus gibt's Gans, Wo i' koan' Appetit uit hab'l" Denkt p' der Hans. Setzt si' an Tisch und ißt Die 'bratne GanZ. Was gibt's no' z'essen jetzt?" Fragt d'rauf der Hans. JbiS. Selbstbewußt. SagenSie ausrichtig, Herr Baron aber ganz aus. richtig, wer war gestern die strahlendste Schönheit des Balles?" Bitte, gnä. dige Frau, erlassen Sie mir gütigst die Antwort!" O, ich verstehe Sie Schmeichler!" salm Alrikum. Hostkäu.
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