Indiana Tribüne, Volume 14, Number 147, Indianapolis, Marion County, 15 February 1891 — Page 2
NicheNeu-AneNNen.
. Vom Cardma! Richelieu, dem stolzen, Herrten. gewaltigen Richelieu, erzählen französisch; Blätter emetteine Geschichte, die der Vergessenheit anKeim gefallen Zst. Man weiß, daß er als enter Minister sein Auge au? die Königin Anna dsn Ocheneich'waxp'DieZcaber brachte ihn. um ihn von seiner Leidenschaft zu Heilen, aurdaHAnrathx ihrer Freunbin, der Frau iW'fehecreufe. in eine bedenkliche Lage. Sie forderte - von ihm. dL er als fpaniscbcr Posienreitzer verkleidet in ihrer Gegenwart einen spanischen ausführe. . Der Cardinal ging darauf ein, er bedang fich nur auZ, dzß bei diesem Auftritte nur Boccau, em Musiker in seineu Diensten, auf dessen VerfchNZiegenheik er sich verlassen konniezuzegen iem sollte. Die KLüiginsauhtichag er tom nen würde? v ;:" Außer der Vertrauten waren zwei Edelleute aus ihrer UwgMnz, Van? thier und Beringen, an dem festgesetzt tcn Abend in ihren Gemächern. Da hörte man Tritte, die Königin ließ die Anwesenden hinter' einen" Schirm sich verbergen, die Thür öffnete sich und mit dem Giockönfckilage meldete Boccau, die Geige unter dem Arme, Se. Eminenz n. Zehn MinUren später erschien eine vermuinmte Gestalt auf. der Schwelle, trat mit tiefer Verbeugung vor. schlug den ungeheuren Mantel, in den sie gehüllt war. auseinander, und der Prettierr?:nister Frankreichs, Cardinal Ri chelu- stand vor der Gattin deZ Monarchm in enganliezendem ZJams stnh grünsammtncn Beinkleid,tkikZ.H:tii silleie nen Glcckchcn au den Knren und Kastag netten in den Händen. Die Königin mute alle Kräfte aufbieten, um bei dieser Erscheinung ihrer machtig zu bleiben und nicht in lautes Gelächter auszu ir.'chen. ES gelang ihr, die gehörige Fassung und den nothigen Ernst zu behaupten, um den seltsamen Liebhaber-, mit an Wuthigem Kopsnicken zu empfangen und ihn in hoslichen und angemessenen Re densarlcn zu ersuchen, daß er seiner Ausgabe genüge. Er gehorchte und sie sah eine Zeit lang 'Neugierig und ver gnügt den Bewegungen und Gliederver-:: renkungen bei CardmalZ zu; aber der tiefe Ernst, den -er dabei fortwährend bewahrte, machte den Auftritt zuletzt so grotesk, daß sie ihre Fassung nicht langer zu behaupten vermochte, sondern in ?in heftiges Lachen ausbrach. Dies Gelächter fand aber in demselben Augenblicke einen noch lauteren Widerhall hin ler dem Schirme und Richelieu, der schnell einsah. daK er verrathen worden, eilte wüthend aus dem Zimmer. Un kuslprechuchcs) Gelachter gab ihm das Geleite. Dielvier Ausgelassenen ließen es sich nicht in ;ceit Sinn kommen, daß sie eineSchlängMgereizt halten, deren Stich sicher und unheilbar war. Fahrende Sänger. Freude und Leid der fahrenden Sänzer des deutschen Mittelalters schildert Josef Sittard in seinen Studien und Charakteristiken." " Hier etwas von den Fahrenden geistlichen Standes. Sie dirkien ursprünglich bildend und fördcrud auf M wandernden Spielleute und Gaukler, : denen sie sich anschlössen, nud erhöhten das Ansehen der fahrenden Leute. Was sie fangen, waren vonvieend lateinische Lieder, die sie von Klofter zu Kloster, von einem geistlichen Hofe zum andern trugen. ;, Viele Kleriker aber schlöffen sich auch jenem Schwärm von Landstreichern aller Art an, welcher sus armen 'Rittern, entlassenen Sold, nern, Marktschreiern und Taschcnspie lern, Handwerksgesellen, Bettelleuten und fahrenden Weibern bestand. Sie durchschwärmten Nord-Frankreich und' England derart, daß 1333die Londoner Stadtbehorde sie aus der Stadt peit. scheu ließ. ' Besonders zahlreich waren - sie in den Donaugegenden und im Salz burgischen vertreten, denn nirgends sän den Dichter und Spielmann dankbarere Zuhörer und reichlichere Belohnung als in Oesterreich., , Ende Äs 11 Jahrhunderts waren diese Vaganten endlich auch hier zu nner wahren Landplage geworden, die Synoden schritten gegen sie ein, - und so siel das letzte Vorrecht, welches die Geistlichen Golliarden" noch gegenüber den gewöhnlichen .Fahrenden" besaßen. Von der Kirche verstoßen, vom Staat für rechtlos erklärt, sanken sie immer tiefer in Verwilderung und Recht! osizkcit. Wenn sich jetzt Einer gegen sie an Leib oder Leben verging, wurde ihnen Zder ihren Erben' nur eine Scheinbue lewährt. Im gothläudischen Recht besagt Capitel 18 Folgendes: Wer einen Spielmann erschlägt, soll ein dreijähri zes Kalb und neue Handschuhe kaufen; letztere hat er mit Fett zu bcstreichen und Den Erben des Erschlagenen cuszuhändigen. Hieraus wird das Kalb auf kinen Berg geführt, und der Erbe muß im Schwanz, des Thieres in die Hand ehmcn. Kann er mit den fetten Handschuhen das Thier halten, wenn ter Bauer demselben drei Streiche mit Ser Geißel gibt, ss ist es sein, wo nicht, lo hat er sein Recht auf anderweite Buße ' rUxloxenS!M r-mti- " " e i I' . In einer Gesellschaft. tn welcher II h land theilnahm, kam das Gespräch auf ein Gedicht von Platen, baS den Ausdruck bediademt enthätt. Uhland tadelte das als a ganz wüescht's ZZort", während einer seiner Freunde zzlaten ei friUin Schutz'inahmi ttls, später auf dem Heimweg'" eben dieser v-.v crr f. ffnsnr ,K?NW fj 4 V U 4 i V fr j " r, , : " " Uhland trocken: Du bischt Wohl bedia :jiiiU'r, , Schlagfertig. . . ..Also, Ihr seid die Ualherina Bcscler?Z .Ja. Herr 'Verwalt er, die bin i'! .Euer eewöhnlicher Name aber ! ist die .rohe Uäthe" - - nicht wahr ?" - X i.n r ii ii . v i 1 1 i i i v ;n iiii 1 1 u i u i l i l iiik.iiiii. perr eroauerj yeizzel m zngsbelte 5!erle, die yÄÄiWM''
Die OkUse. Von N. B Tuk.
Schon ihre erste' Bekanntschaft war sehr poetisch gewesen, Zchöner als Edith t bei den Romanen der älteren Schule" geträumt. Die Sache hatte sich folgendermaßen zugetragen:" Im Goetheverein Jphigenia", den Edith's Vater, ordentlicher Professor der deutschen Literatur, begründet hatte, wurde eine große Feier zum Andenken des Altmcifters veranstaltet. Edith eröffnete das Jestfpiel als Muse. Mama, seit mchrerenJahrmWtttwe und eine sehr ängstliche, überzärtliche Mutter, hatte sich lanze nicht entschließen können, das siebzehnjährige Töchterchen so zu .exponiren." Aber das Zureden der Herren ' vom Comite' besiegte schließlich ihre Beden ken. Erstens handelte es sich um etwas Klassisches, Edles. Rühmenswerthes ; zweitens um eine Schöpfung des Seli gen" : drittens war Edith's Costüm ja nur sehr mäßig defollemt" ; viertens hatte Edith in der höheren Töchterschule immer in Literatur und Deklamiren vorzügliche Censuren gehabt, und schließlich plagte" das Töchterlein die Mama, denn es wollte gerne .Musesein. Und so wurde, wie es ja der Lauf der Welt ist, die vernünftige Mutter überstimmt. Wie es sich später herausstellt?, war es diesmal aber doch ganz gut so. Edith sah geradezu entzückend ans in dem weißen Musengcwande; das Haar stilvoll frisirr detlamirre sie tadellos, ohne das mindeste Gickscrchen", wenn auch ein wenig befangen. Aber die Befangenheit kleidete der jugendlichen Muse.. Zu verwundern war es nicht, daß der Dichter des Festspieles sich in die liebliche Muse verliebte. Es war einer von jenen Autoren, welche Edith niemals hatte lesen dürfen. ein realistischer" Schriftsteller. Er erklärte Ediths Mutter sehr prosaisch, wie er komischerweise" Dichter dieses .schwungvollen" Festspieles gewordeu war. Er hatte nämlich Geld gebraucht und die Jphigenier" hatten ihn an ständig bezahlt; Dus war eine kleine Douche für Ediths' weihevolle Stimmung. Aber ganz siel sie doch nicht aus ihren Him mcln. Mt denke: zu Ostern war sie erst aus der Schule gekommen. Und nun war sie Muse", war stürmisch apvlandirt worden und ein wirklicher Dichter huldigte ihr den ganzen Abend hindurch. , Es war ein großer, schöner, sehr ernst aussehender Mann. Aber seine Augen leuchteten, so ot sie aus lyr ruh. ten. Einmal' sagte er: T'enn Goethe solche Muse hatte, konnte ihm die Jphigenia nicht sauer werden!" Natürlich sand sie keine Antwort. Was Mte sie sagen sollen? Ihr war so eigenthümlich zu Muthe, wie nie vor her im Leben. Ihre Wangen brannten und ihr Herz pochte zum Zerspringen. Wenige Wochen später waren sie Braut und Bräutigam. Es war ganz wie von selbst gekommen, wie ein unwcherstehliches Schicksal. Ihn, den Ernsten, Besonnenen, hatte eine heiße Leidenschaft, gleich einer verzehrenden Flamme erfaßt; sie, w'e hätte sie widerstehen sollen? Sie sah die süßesten Träume erfüllt, die sie ganz im Geheimen geträumt; ja, diese Träume waren übertroffen, denn sie gehörte dem Herrlichsten von Allen" ; es war kaum zu fassen. Edith hatte nicht geglaubt, daß man so glücklich werden tonne! Mama hatte freilich einige Bedenken. Edith sei noch gar zu jung, ein reines Kind und ohne rechte Vorstellung von den Pflichten der Ehe. Albert aber meinte lächelnd, das werde sich schon sinden. Was Edith betrifft, so hatte sie keine Spur von Bedenken. Sie wollte Albert unendlich glücklich machen, das war die einfachste Sache von der Welt. Ihr kleines Herz war. ganz voll von den besten Vorsätzen, den heiligsten, hochstrebendsten Empsindungen. In Versen und in Prosa hatte er es ihr schon versichert, wie glücklich er war. Ihr gemeinsames Leben, sollte auch aus lauter seligen Momenten bestehen. Ednh war ja wirtlich seine Muze, sie fühlte sich als solche und war ganz erfüllt von dieser Mission. Freilich, von "der Hauswirthschaft verstand sie noch wenig. Aber Mama war ja nicht ferne, um einen Rath einzuholen, und eine tüchtige Köchin war auch angewörben. Sie hatte glänzende Zeugnisse, ein hochmüthiges Wesen und bekam 25 Mark monatlich. Die Küche sah reizend aus mit all den neuen Gerathen ; aber zum Kochen und Wirthschaften würde Edith ohnehin keine Zeit haben, denn sie mußte ja die Muse ihres Gatten sein. Die Hochzeitsreise war in eitel Wonne verlaufen. Es ist die höchste Zeit, daß ich wieder ernstlich an die ArVeit gehe," sagte Albert, als der letzte Coupon des Rundreisettllets abgerissen war. . Edith freute sich über diese Worte, obgleich sie sich für sein gegenwärtiges Wert nicht voll begeistern konnte. K (r schrieb einen Roman aus dem Berliner Arbeiterleben. Edith konnte nicht recht begreifen, warum er sich gerade einen Stoss aus diesen Kreisen gewählt hatte," abe? schließlich fand sie, daß auch Arbeiter interessante Menschen sein und schöne Gesühle , haben können. Albert lächelte zu dem Allen.ßl man über das Geplauder eines reizenden Kindes lächelt. Edith war ihm ein frtches. -i Ji Sie hatte sich vorgestellt, daß er mit nnender Miene an feinem Schreibtisch
ifltäW theitkanAeineH
befeuerte ihn durch einen Blick, , tnn Wort: er las , ihr dann eine Seiten vor. und' sie lohnte ihn? mit einem Kusse. DaS kam aber doch ganz anders. Vorerst lief Albert in verschiedenen Werd' stätte, Aranntweinkneipcn und Arbeiterwohnhäusern herum, um Studien zu machen. .r.-m:iv ''S'1" Edith konnte das gar nicht begrelken. Diese Dinge mochte er' nur beiläufig schildern, und wenn er sie etwas idealisirte, so schadete das gewiß nichts. Sie mußte dabei' zu Hause . sitzen und sich langweilen er that sicher Unrecht mit den .Studien?. .Das erste Mal,, als sie ihm diese Vorstellung machte, lachte er. Das Zweite Mal brach er das Gespräch mit einer ungeduldigen Handbewegung ab; das dritte Mal sagte er in einem unfreundlichen Tone, den Edith nie von ihm gehört : Davon verstehst Tu nichts." Die junge Frau brach in' heftiges Schluchzen 'aus. Albert wurde davon sehr ' ' ergriffen' und es gab eine
ruhrende Versohnungszcene. Der Gatte hätte seine Vorstudien ;. beendet und,)gwg nunmehr t an W Arbeit. Aber das war auch ganz i und gar nicht so schon, wie Edity sich vorgestellt. " Sie setzte sich zu ihm aber nachdem sie eine Weile neben ihm gestickt und ihn dazwischen angelächelt hatte, würde er unruhig und sagte: Mein Herz, so lieb mir Dein An blick ist, aber Du störst mich. Ich muß, um arbeiten zu können, absolute Ruhe haben. Schon das Klappern Deiner kleinen Scheere 'ist mir unangenehm bitte, setze Dich doch an das nächste Jenster." - ' 1 . Ihre Scheere war ihm unangenehm beinahe wäre sie wieder in Thränen lkusgebrochen. Aber er sprach sonst so zütig sie verschluckte ihren Schmerz und sete sich an das andere Fenster. Ihr reizender-Traum war schon halb zerstört. Es vergingen einige Tage. Albert war verstimmt, seine Arbeit ging ihm nicht nach Wunsch vottvärts. ftira hätte Edith ihre Mission ausüben sollen. Ja, es gelang ihr auch, ihn zu zerstreuen, zum Lachen zu bringen, aber seine Arbeit kam , nicht in Fluß Endlich bat er sie mit' ihrer Arbeit in das andere Zimmer zu gehen. Er Hatte uun einmal die Eigenthümlichkeit, sich zar zu leicht stören zu lassen. Sie raschelte mit ihrem Strickzeug summte, machte Ausrufe über das, was sie auf der Straße sah, genug, er konnte dabei nicht arbeiten. Jetzt schmollte Edith. Wozu hatte er dann geheirathct, wenn jedes von ihnen Min in der Stube sitzt? Sie wollte doch an seiner Arbeit theilnehmen, sie fördern, aber er unterbrach sie. Du förderst meine Arbeit, wenn Du eine Emgenheiten schonst." Ja, sie vatte aber Nicht geahnt, daß er so unleidliche Eigenheiten hatte! Nun sitzt sie halbe Tage läng allein, wahrend er drinnen arbeitet. Bisweilen fand sie einen Vorwand hineinzugehen, bisweilen stürmte sie auS Achtlosigkelt hmem. Manchmal lachte er, manchmal küßte er sie, manchmal aber wurde er auch ärgerlich. Es gab kleine Scenen. Er beschuldigte sie, ihn nicht zu verstehen, und sie berief sich auf ihre gute Abucht, ihn zu begeistern. Aber sie versöhnten sich immer wieder, innerlich jedoch blieb Edith verletzt und enttäuscht, Albert ein wenig ärgerlich über ihr Gebühren. Eines Tages fand Edith ihren Gatken besonders verstimmt. Sem Roman neigte sich dem Ende zu, war-auch zur Zufriedenheit des Autors ausgefallen, ur fehlte ihm eine treffende SchlußWendung. Und diese Wendung wollte, ihm nicht einfallen.. Er stürzte fort, am auf einem einsamen Spaziergang Stimmung zu sinden. Edsth blieb sehr bekümmert zurück. ZZun war der Augenblick gekommen, um Alberts 'Muse" zu sein! Ihm , rathen, ihm helfen! Sie setzte . sich hin und grübelte, um dem Gatten auf die Spur zu helfen, denn sie kannte sein Werk in lllen Einzelheiten. Aber ihr siel nichts :in, das Dichten war doch recht schwer. Da kam Albert nach Haufe, noch immer oerstimmt. Sie war bereit, auf seine ,ichterischen Bekümmernisse einzugehen, ja, ,.e brannte nur darnach. Sag' mir doch Albert", bat sie, .welche Wendung Du suchest, ich weiß nicht genau, nur so .ungefähr, vielicht fallt mir, etwas ein." .Nein, nein," wehrte er Du weißt, venn ich über meine Arbeit spreche, vergeht mir vollends die ganze Stimnung. Ich kann es nun einmal nicht, ttber bring mir ' etwas zu essen, asch, mV störe mich nicht weiter. Mochtest Du den kalten Braten von Mittag?" Meinetwegen. Aber dann etwas saures dazu am liebsten Kartoffeljalat." 1 Gott, wie prosaisch war dieser Albert! Fetzt dachte er au S Essen, und zwar an' . , ."" !"'.' - j sen oummen arroneizaiar, oen ne nicyr ochte. " - - - Die K ochin' war Nicht da, es war ja noch nicht eigentlich ' Abendbrodzeit. mtk hatte nicht .nur keine Lust Karffelsalat zu 'mächen, sie wußte,' auch licht Bescheid damit. : Allerdings war as K ochbuch da. ' Aber Albert konnte och wohl nicht warten, bis die Köchin kam.'. :: ' Sie brachte also Albert em Stück Lraten, ohne saure Zuspeise. f Er sagte nichts weiter als : Nun, bitte störe mich nicht." &'' ' 1 i , ü - ,, I - Edith sah immer und immer wieder durch das Schlüsselloch: er saß mißnuthig da und schrieb nicht. Also er hatte noch" M Las sollte sie nur thun?, W,e leicht begeistert? war , er 'damals gewesen, , als 'flsikhennWerUM Lers und Prosa von der Hand!? Wenn sie ihm .diese Zeit zurückrief ? ' Ein kühner Gedanke reifte in ihr. Bit ging nach der kleinen Gadrerobejtü b e, wo noch Ahr Musengewand hing indjog ::etafer)": c'it jfilii ann , Wpe sie ihr ichöneS Haar auf und steckte nen fri-
scheu grünen Zweig vom Blumentisch hinein. So trat sie lächelnd bei Albert ein und sagte: Laß mich bei Dir weis len und mit Dir sinnen und suchen." Anfangs sah er sie ganz verdutzt an, dann begriff er ihre Absicht und sagte barsch: Der Salat wäre mir .lieber gewesen., Du bist eine überspannte Närrin!" ' :" -: :! Edith war, weineich vor Entrüstung, geflohen,, hatte nur rasch einen großen Regenmantel über ihr Musengewand geworfen und sich mittelst einer Droschke zu. ihrer, Mutter-begeben. Sie wollte von diesem herzlosen. Barbaren, nichts,
mehr wissen. Zwar die Mutter hatte sie mit sanfter Gewalt zu dem Gatten zurückgebracht -und war da geblieben, um eine Versöhnung', zu vennitteln. Aber diese Friedensmissiön war bis heute unerfüllt geblieben. 'Edith war zu tief gekrankt' sie trotzte sie wollte nicht den . ersten. Schritt thun. Und Albert wiederum fand, er habe nichts zu bereuen. Edith habe aus seinem Munde nichts als die Wahrheit, nichts als . eine wohlverdiente Zurechtweisung erfahren. Und so blieben sie einander ferne, fchmollend, trotzend, feindselig, kaltgesinnt. . ' " Mehrere Tage waren so vergangen. Da stand Edith wieder wie neulich an der Thür zum Arbeitszimmer ihres Mannes, und lugte durch das Schlüssel loch. Er war sichtlich hestig erregt nach Hause gekommen und war direkt in sein Zimmer gegangen.' Da saß er nun, den Kops in die Hand gestützt offenbar tief bekümmert. . Edith wußte, daß er bei dem ZeitungSverleger gewesen war, der seinen Roman ' veröffentlichte. Was sie aber nicht wußte, war, ob Albert seinen Ro man fertig hatte. Natürlich hatte er nicht weiter darüber gesprochen. Der Abschluß in der Zeitung war nahe, vielleicht hatte Albert darum schwere Unannehmlichkeiten gehabt. Die letzten Fortsetzungen in der Volkstribüne" waren auffallend kurz gewesen. Gewiß, er war nicht fertig, man hatte ihm Vorwürfe gemacht,-es gab einen rauhen Zusammenstoß. ' . Und unwiderstehlich regte sich die liV bende Theilnahme für den Bekümmerten in ihrem Herzen. .Jetzt stand er auf und drückte an den Knopf der elektrischen Klingel. Aber Jette war auch heute nicht da; sie hatte Mama in die Markthalle begleitet. Edith öffnete nur einen Spalt breit die Thür und frug hinein: Was wünschest Du?" Etwas zu essen, bitte, ich habe seit dem Frühstück keinen Bissen gegessen." Diesmal ging Edith willig nach der Speisekammer. Es war gekochter Schinken da und hier standen gekochte Kartoffeln, die von Mittag geblieben waren. Wenn sie Albert nun Kartoffel salat machte? Rasch sah sie in das Kochbuch. Man sollte frisch gekochte Kartoffel benutzen, aber wenn keine da waren? Sie wollte es riskiren. Sehr ungeschickt war sie; sie begoß ihre Schürze mit dem röthlichen Essig und bekam fettige Finger. Aber Albert durfte ja nichts merken; er würde sie ja auch nicht ansehen! Er schmollte ja. Am besten auch, er meinte, Mama oder Jette hätten den Salat bereitet. Sie glitt sachte in ein Zimmer, stallte rach das Tablett hm und gmg wieder. Erst in der Thür sägte sie halbleise: Der Salat wird vielleicht nicht gut , sein; er ist aus kalten Kariösfelnl" Wie gut Du bist, Edith, Kartoffelsalat!" - Ganz erschrocken blieb sie stehen; er hatte also sofort bemerkt daß sie den Salat bereitet hatte mit Liebe, aus Liebe. Auf einmal stieß er einen freudigen Ausruf aus: Ich hab's!" Die fühlte r r . rf r neg von tanen Armen ersaßt. August Brand kommt nach Hause, und die Wirthm, die ihm gestern das Logis angekündigt hatte, bringt ihm seine Lieblingsspeise Kartoffelsalat." Edith begriff, daß eS sich um die ge suchte Stelle handelte. August Brandt, Albert's Held, ein junget Arbeiter, war mit Welt und Menschen zerfallen, weil man seme reformatorizchen Plane Nicht verstand. Er hatte seine Stelle verloren, stand vor dem Ende. "Weißt Du nicht, Edith,' Brandt ver zweifelt an der Menschheit, und gerade em kleiner, einfacher Zug her Güte soll ihn dem Leben wiedergeben. Du hast mir diesen Zug gezeigt. So wird's gemacht. Und so kann ich noch heute das' fertige Manuscript abgeben; ich hatte schweren Verdruß, schwere Sorgen deshalb. Aber Du bist wirklich meine Muse. Edith." Er stürzte, ohne das Essen zu berüh ren, an den Schreibtisch. Ganz wortlos stand das lunge Frauchen da Nun war sie auf einmal seine' Muse, in ihrer schmutzfleckigen Schürze und wegen des dummen Kartoffelsalats, nur weil sie ein bischen gut und nach giebig gewesen war. Ja derlei mußte man sreilich erst lernen. Sie schlich leise ; hinaus, um ihn nicht weiter zu ktorenz das ' gehörte ja auch zu ihrem V .' , e m ' ' . . . t 2XU!knmum. ' achyer wuroe er ejjen. and sie'wußte es genau, alles war gut 'Aber eine saubere Schürze wollte sie Umbinden Und von Jette frische Kariös leln aussetzen lassen.' v ' Der verwand elt e Fluch. Ein Opernsänger hat am. Schlug ei ner Arie die Stelle zu singen: Euch treff' der Fluch !" In der Probe erklärt der Regisseur die Stelle für miü iungWMdttMängerMußer Stande l ji . ' Ü,. ?: ' ' i " 'b i ... , Fr .t ?y - U tf aus oem ouniem Zuomi u in iucy die hohe iNot fnvrni kLick rn ffftt rttrt 3L yiwiiit ww vh vin v "vi) v ' vv" besser!" Der. Sänger denkt darüber nach, wie er das u in ein a verwandeln könnte, und singt am Abend m der Vorstellung musikalisch i und ganz sicher: i ff , . i ..m 4. b'f 1 " 1 u .S& iiZn!?c?!, ;,!;
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vlltkghpttsches Frauenleben. ;j- -j-iv .( Räch Tr txtHrff. " "
Die Nachrichten über die Frauen Alt egyptens erstrecken sich über einen Zeit räum von mehr als dreitausend Jahren und es ist erklärlich, daß wir mehr übe! die jionigmen und hochgettellt:nDamei ermhren, als über die Frauen aus den Volke. Wie -recht die Italiener mr ihrem Sprichwort haben: l moncko paoss" (etwa: Nichts Neue! unter der Sonne" ), davon müssen wv uns mit Verwunderung schon im astet Egypten überzeugen ; wir stoßen da au manche Sitten und Gebräuche, dje wr bisher vielleicht für eine Vesonderher der modernen Kulturstaaten und -Epo chen gehalten haben. Die egyptischei Bildwerke, die man gewöhnlich zu sehe, bekommt, haben einen stereotypen Eha rakter und-verleiten zu dem Schluß,' alj ob darin ein sür alle Male das Wes des-altegyptischen Volkes begriffen sei. Dem ist aber ganz anders. Wie überall so brachten auch bei ihm andere Zeitei anders Gebräuche und Anschauung mit sich. Wie heutzutage bei uns, wm es auch im späteren Egypten beliebt Kindern die Name des herrschende! Paares AU geben, und die kleinen Rham ses und Sesostris liefen dort so zahlreic! herum, wie bei uns die Wilhelme un! Fritze. .Obwohl das heiße Klima ja imme: eine möglichst leichte Kleidung erfordert, so wechselten doch ihre Zusammensetzung und ihr Schnitt. In den früheste! Zeiten wurde ein einzigeF faltenloses, bis auf den Knöchel reichendes Gewanl getragen. Aber, gegen die Mitte deZ zweiten Jahrtausends v. Chr. ist zi diesem noch ein Mantel hinzugekommen, der zu gefälliger Drapirung Gelegew heit bieten mochte. Die auf dem Feldt mitarbeitenden Frauen müssen wir unZ freilich nur mit dem nothwendigsten bekleidet denken. Auch die Haartracht erfuhr, je nach der Mode, einschneidendl Wandlungen. Die ältesten Bilder zeigen das Haar der Frauen in der Mitt, gescheitelt und zwei (wohl oft falsche) Zöpfe, die hinter dem Ohre über du Schultern bis auf die Brust fallen; spater hingegen wurde offen Und fre! über den Nacken herunterwallendeZ Haar das Uebliche. Ja, man hör, und staune, sogar die vielbesungener Ponyhaare unserer Tage waren dev Egypterinnen nicht fremd. Männe, legten übrigens nicht minderen Werth auf den Besitz schlier Haare als du Frauen, wie sie denn überhaupt in all den kleinen und großen Eitelkeiten de sogenannten schöneren Geschlecht nichts nachgeben. (s wird berichtet, wie ein kahlköpfig gewordener Mann voll Angfl zu seinem Arzt läuft und "denselben dringend um Haarwuchsmittel angeht, eine fürchterliche Salbe von sechserlei verschiedenem Theerfett, worunter selbst, verständlich das vom Krokodil, wirt ihm verschrieben. Auch Schminkelustig gleich den Weibern waren die Männer, die also auch dort, wie es scheint, nichtt Menschliches an sich sremd meinten. Die Ehe war hochgehalten bei der alten Egyptern ja sie galt, so zu sagen, sür her Weisheit letzten Schluß. Wenn Du weise bist, so gründe einen Haus stand und liebe Dein Weib," wird de Manne gepredigt. Der in Turin aufbewahrte PapyruS enthält viele Liede, Liehender, und dieselben überraschen hausig durch die überaus tiefe Innerlichkeit ihrer Empfindungen. Denn Du bist mir Gesundheit und Leben," ruft da z. B. ein Liebender seiner Erwählten zu, und. ein Anderer singt: Wo immer ich Dich sehe, ist mir woh ler, als ivenn ich esse und trinke." liebe, die Hochzeitsseierlichkeiten ist leide, nichts Gewisses bekannt; aus gnechi scher Zeit weiß man nur, daß man ii den vornehmeren Familien Ehepacten aufzusetzen pflegte. Merkwürdig unh befremdend berührt uns das üblichl Probejahr der Ehe. nach dessen Verlaus der Mann sich von der Frau ohne Wei teres trennen und sie fortschicken konnte. wenn es sich ergeben hatte, daß sie nicht sür einander paßten. Oh, schöne Sitte, wird hier Mancher ausrufen venei denswerthes Volk! Jawohl, so übe! würde vielleicht die Sache nicht sein, wenn das Zusammenstimmen der Cha raktere das einzig ' AuSschlaaaebendt wäre; aber in wie unzähligen Fällen würde diese Möglichkeit, die Frau nach einem Jahre sonzuHicken, bet uns vor ausgesetzt es nicht darauf hinauslau fen, was das venezianische, von Paul Heyse so schön übersetzte Verschen davon sagt: Wie Manchem war' die Ehe ' nicht zu ' - " wider, . Würd' Alles auf ein Jahr . nur abge macht. Man schickte dann die Frau den Eltern ' wieder, Sobald man , ihre Mitgift durchge, ' , bracht! " : Also: Bedenke das Ende. Unter den Kosenamen, die für dir Frau gebrauet werden, kehrt die BeZeichnung geliebte Schwester" imme? wieder. , , Die , Schwesterchen waren in der That nichts Seltenes; aus der römischen, Zeit ist bekannt, daß in einer egqptischen Provinzialstadt die meisten Bürger mit ihren, Schwestern vermählt waren. , Daß' die, Liebe zwischen, den Ehegatten oft ! eine wahrhaft rührende gewesen, davon gibt unter Anderm eine im Turiner Papyrus , enthaltende ,! Geschichte , Zeugniß : Einem , Manne, , ist seine Frau gestorben,, und er kann über diesen Verlust nicht hinwegkommen; alle Mittel, sich zu' zerstreuen,, erweisen sich als unzureichend, das Leben ist ihm feil, er wird krank. ,.Da empfielt ihm der Priester, einen Brief an seine verstorbene Frau zu .schreiben und ihr denselben auf's ' Grab zu ' legen. Dieser ,Bnef., läutet:, Was habe ich denn gethan, daß Du die Hand wider mich erhebst?, Seit ich Dein Gatte wurde, bis heute, , habe ich nichts begangen, ! das ich zu verhehlen hätte. Du wurdest meine Frau, als ich och jung war. Ich verließ Dich nie
und Wz Dir kein Leid. Als ich Os.
sicicre der königlichen Fußtruppen und seine Wagenkämpfer unterrichtete, lies ich sie herbeikommen, damit sie sich Di, zu Fuizen warfen, und sie brachten alles Gute für Dich. Als DU dann in Teint Krankheit versielst, bin ich zum beste Arzt gelaufen, und er hat, Dir Medizin gemacht und alle Deine Wünsche erfüllt. Als ich später mit dem König auf Rei. sen ging, weilten meine Gedanken beZ Dir, und ich konnte acht Monate wcde, essen, noch trinken. Und als ich heimgekehrt war, bat ich um Urlaub und beweinte Dich sehr mit meinen Leuten vo, meinem Hause." Tiefere, liebevollere Empsindungen kann gewiß kein moderner Ehemann ar den Tag legen, und ein reineres Gewis sen wird auch keiner haben! Freilich solche' Musterehen werden nicht häufig gewesen sein! Besonders scheint das Eheleben der niederen Volksschichten an vielen Schäden gelitten zu haben. Die nach dem Probejahr wieder alleZw stehenden Frauen durchzogen das Land. neue Freunde", 'neue Verbindungen suchend. Dieselben mögen häufig genug zu bösen Anfechtungen sür die Verheiratheten Männer wie Frauen geworden sein. Die uns erhaltenen Erzählungen weisen darauf hin und lassen in voller Klarheit erkennen, daß Vor. fälle wie der von der Bibel berichtete zwischen Joseph und Potiphar auch in Egypten keine Seltenheit waren. ' Die Vielweiberei, obwohl nach dem Gesetz gestattet, blieb, wegen des davon unzertrennlichen Aufwandes, auf ver hältnißmäßig wenige Beispiele beschränkt. Im Allgemeinen herrschte thatsächlich die Einzelehe; aber auch der Herrscher, der nicht genug Frauen be kommen konnte, ehrte nur eine als seine rechtmäßige Gemahlin, die analog der ihm selbst beigelegten Bezeichnung. Gemahlin des Gottes" hieß, und die nach seinem Tode als Königin-Mutter viele und hohe Ehren genoß, ja oft sogar bei Lebzeiten göttlich verehrt wurde. Ueber die Wphnung und alltägliche Lebensart der Königin ist leider so gut wie nichts bekannt; über den Harem hingegen liegen verschiedene Mittheilungen vor. Hunderte von Frauen waren darin dem unwürdigsten Müßiggang und der Langeweile preisgegeben, aus der sie sich durch Thorheiten aller Art, durch die kindischsten Spielereien, nicht selten aber durch die allerbedcnklichsten und gefahrlichsten Anstiftungen zu retten suchten. Müßiggang ist aller Laster Anfang ganz wie bei uus! Diese beklagenswerthcn Sklavinnen im Harem, häusig Kriegsgefangene (einer der egyptischm Könige erhielt z. B. auf ein Mal 217 der schönsten Mädchen für seinen Harem von einem königlichen Freunde als Geschenk) stammten oftmals aus den besten Familien. Auch damals schon, wie in spießbürgerlichen Kreisen noch heute, galt es für ungehörig, daß Frauen sich für Volitik interessiren und mit ihr sich befassen. Auch damals schon haben, sie, aus Mangel an richtiger und eingehender Sachkenntniß. viel Unheil dadurch angerlchtet, und politische Verschwörungen, die im Harem ihren Ursprung hatten, sollen nicht zu den Seltenheiten gehört haben. Einer solchen entging einst der Pharao nur mit Mühe und Noth: die vor-nehmsten-Frauen hatten an der Spitze gestanden, hatten ihre nächsten männlichen Verwandten in die Verschworung verwickelt und mehrere der höchsten Beamten, darunter einen Ausseher der koniglichen Ochsen. Nach erfolgter .Entdeckung des Planes und der Verhaftung sämmtlicher Betheiligten bestimmterer König in einer Kabinetsordre, daß die Schuldigen sich selber tödtcn sollten, aber so, daß er nichts davon wiffe; denn nicht wenige derselben hatten seinem herzen allzu nahe gestanden Wahrend den Haremsfrauen die Erheiterung und Belustigung des Königs durch musikalische Aufführungen und durch Tänze k. oblag, hatte die eigentliche Gemahlin ungleich ernstere Pflichten; sie war bei den Ausfahrten des Königs officielle Begleiterin und widmete sich der Kindererziehung, die in Egypten überhaupt keine geringe Sache War; denn bis zum dritten Jahre wurde von der Mutter das Kind auf dem Recken geträgen und ebenso lange genährt. Bis zum dritten Jahre ließ man auch die Kleinen völlig nackt herumlaufen und mit ihrem Spielzeug, gemachten Thieren und dem Ball ic sich unterhalten. Bei den Knaben der höheren Stände kamen bald auch Gymnastik lind Tanzunterricht hinzu und UnterWeisungen in der guten Sitte, vornehmlich auch beim Essen. , ,Die Art, wie der vorwiegende Anam Gedeihen der jungen Generation,
welchen die Frau als Mutter hat. im alten Egypten anerkannt wurde, gibt Zeugniß einer unbeirrt sachlichen Gerechtigkeit, wie wir sie vergebens unter den modernen christlichen Kulturvölkern suchen. Denn bei uns Christen trägt das Kmd den Namen der Mutter, der rs das Dasein vcrdankt, nur als ein Abzeichen drr öffentlichen Schande; im alten heidnischen Egypten ist es ihr Name, der von Rechts- und Gesetzeswegen sich forterbt in der Familie, wie solches auch noch heute der Fall ' ist im östlichen Afrika, wie die Spanier es vorfanden, in allen von ihnen eroberten amerikanisehen Landestheilen und wovon auch bei dielen anderen Völkern, z. B. bei den ilten 'Arabern, und Jsraeliten, die Spuren nachzuweisen sind.', ,, Dieses .matriarchalische" System äußert sich u. A. auch dariu.daß, wie bei den Tuareks im 1 nordwestlichen Afrika, die Würde eS Häuptlings nicht auf dessen eigenen 5ohn übergeht, sondern auf den Sohn Zeiner Schwester, und daß nicht die Km kr eines Mannes denselben beerben, ndern die Mutter oder , die Kinder (einer ältesten 6?Set; Ehre die Mutter und vergiß nie, taß sie dich geboren und was sie für ich gethan hat," so mahnt die egyptische Noral. .Folgst du ihr nicht, so wird U ihre Hände (daß er dich strafe)
Gott erheben und Gott wird ihr Gew erhören." In den altegyptischen Gräbergemäl. den findet sich fast ausschließlich Ut Bildn! von des Verstorbenen Mutte, und fast niemals dasjenige des Vaters. Gibt ein Egypter seinen Namen, so bczeichnet er sich einfach als Sohn der ; höchstens und ausnahmsweise nennt n den Namen des Vaters nebenher. Aus alledem ergibt sich, daß die Stel. lung der eigentlichen Ehefrau im alter Egypten eine hohe war; ohne Ein. schränkung war sie die gleichstehendi Genossin des Mannes. Die Blüthe der Kultur dieses Landes, wie diejenige aller Lander, denen bei Islam seine Herrschaft aufzwang, ist Zr Boden getreten: die Frau, einst gewür. digt und hochgeachtet, ist durch ihn Zur Sklavr herahgesunken. Aber, obgleich in engen Fesseln, sängt sie hier und ds schüchtern an, sich aufzurichten und du Ketten Zu schütteln, deren sie sich be. wußt wird. Auch ihre Befreiungsstunde wird schlagen, zum Segen ihres Geschlechtes, ihres Volkes, ja aller Völ. kcr, und zu Ruhm und Ehre der Mn'a lichkeit. ,
JngaUS Nachfolger D e r S e nato r Pfeffer n Kansas. Schattenbilder. Indianer Häuptling. Farmer. Schachmatt. Sergeant: Aber, Laddies, warum tragt ihr denn die beiden Leute? Die haben a geiunde Bcmc und können laufen! 'v'A Feuerwehrmann: Wenn wir sie ab nicht mitMewalt herausgetragen hätten, wären sie elend verbrannt. Sie hatten sich nämlich in eine Schachpartie vertieft. Auö, ein Glütklicher. Pastor (sich vergnügt hie Hände rei-' bend): Da habe' ich einmal heute elf Leutchen in einer Stunde glücklich gemacht, meine Theure! Fünf Paare ge traut, denke nur! ,. . v I rl " 1 bMWk i','.-,", if 'S"S ! Jti S'.lS..l 3 ' rvjc ä viuvn $ mm i Mr?im& in U':A ft. - C . jj. 'E. J i ' .jr t V wmB Gattin: Elf? Wie reimt sich daS mit en fünf Paaren? " , Pastor: Du hast mich vergessen, mit zuzählen, meine Liebe; jeder, Ehemann1 zat mir nämlich die Kleinigkeit von zeh Dollars überreicht. ; tu D er Weg z um Glü o .Ueberall. wo Damen sind, ist doch auch,, , cm.irs. i CmSh . .cst.M.rcir 1 1 i Kl JJi uu 1 1 5 u i ii vi u . bu vcia vi.i c, ii i lllen Gesellschaften, auf allen Bällen ,Ja, wissen Sie, der sieht sich nach einer. ;rau um, unv it zeoen borgen über glücklich, daß er keine paffende, gefunden ; "!::i,;f';:;;,,! : .Ii, Lijjfl JnWien ergab die Volks ählunz ' sür die , Stadt , ohne Vororte !09,44:Z Einwohner, d. h. um )vt,S87 uehr, als vor zehn Jahren.
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