Indiana Tribüne, Volume 14, Number 140, Indianapolis, Marion County, 8 February 1891 — Page 7

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Hänsel und Gretel

XsvtZt den B. v, Zlr!. Die jungen Tamm schwärmten fül ien neuen Professor, obgleich er ein wenige schroff war. Ja, 'bisweilen wenn die liebenswürdigen Schülerinnen falsch griffen konnte er sogar grot werden. Aber Grobheit imponirt mancl) mal dem schönen Geschlechte ebenso wn die, Galanterie. Gunna? Iensen war kürzlich auZ eine? nordischen Residenz '.nach Berlin n das X.'sche Conservatorium berufen worden, z::i eine AuZbildungsclasse zu übernebuien. Natürlich befanden sich in dieser Claffe ans schließlich junge Damer in Aller zwischen siebzehn und zwanzig. , Marie von Braunau war die Schönheit unter ihnen, ein große?, brünettes Mädchen von etwas selbstbewußtem Auktretcn. Sie war sehr begabt und ei war wohl deshalb leicht zu erklären. iaß Jenscn sich mit ihr in auffällige: Weise beschastizte. Sie spielte gläw zend und temperainentvoll: es war ge , fcijj ein Vergnügen, solch eine Schüleriv zu habell. Heute allerdings war nicht die schön Marie von Braunau die Heldin des Tages, fondern ein kleines unschein. bareS Mädchen. Hcdwig Müller, du Tnindcst Hübsche der ganzen Klaffe. Und gerade war sie Braut geworden sie nahm heute Abschied, da sie den Unterricht nicht fortsetzte. Ta überraschte Gnnnar Iensen feint Schülerinnen durch die überströmende Herzlichkeit, mit welcher er der kleinen, bisher wenig beachteten Hedwig Müller gratulirte. Die Mädchen blickten alle verwunden und überrascht nach ihrem Lehrer. i war ein hübscher, stattlicher Mann vor echt gerinanischem Typhus, ernst unk verschlossen- ohne überflüssige Wyrte Dafür kleidete es ihn um so besser, wenn er scherzte und lächelte. Und jetzl brach ein so warmer, voller Gemüths' ton aus seiner Brust, daß die leichtgesinnte Mädchenschaar unwillkürlich da von gerührt wurde. Hedwig Müller hatte sich mit feuchten Augen verabschiedet, die anderen Mädchen rüsteten sich auch zum Gehen. Marie von Braunau steckte, wie im wer, mit besonderer Sorgfalt ihr weißes Cchleierchen fest. Sie wußte genau, daß das zarte Gewebe' den Glanz ihre; dunklen Augen vortheilhast hervorhob. Marie machte sich unter einem Vor wand von ihren Kolleginnen los ml ging dann, doch sehr langsam, in der Richtung ihrer Wohnung fort. Sie wußte warum. Gunnar Iensen folgte ihr bisweilen oder erwartete sie an dem Cigarren! tden dort, um sie ein Stück WegeZ zn begleiten. Und richtig da trat er, eine eben angezündete Cigarre zwischen den Fingern, aus dem Laden, grüßte und schloß sich ihr an. Sie war roth geworden und die Blicke der Beb den tauchten ineinander, in jener Weise, wie sich zwei anblicken, die ewa.rder nicht gleichgiltiz sind. Er sagte jekt: Wie ich es der Hedwig Mi'ller gönne, bau sie sich verheiratet! Ich glaube, daß sie ein gutes bra?es, fleißiges Mäd chen ist und sie hatte wohl keine be sonderen Aussichten." Das nicht," ergänzte Marie. Sie bat auch kein Vermögen und wollte Klavierstunden geben. Dafür ist es ober auch eine bloße nüchterne Versorg gungsheirath." Wie so? Sie sprach mir mit großn Wärme vcn ihrem Bräutigam," meinte ' er verwundert. Mch Madchen dieser Art lieber auZ eitel Lflichtgesühl," versetzte Mari ein wenig h.chmüthig. Sie hnrnhet einen Wiuwer mit drei oder vier Kin bern." Unb darum sollte sie den Mann nicht lieben?" rief er. Lieben! das ist vielleicht nicht eusgeschZoffen." fuhr Marie fort, es ist aber eine Heirath ans praktischen Gründen, auf jeder Seite.Tas kann ich nicht recht einsehen", sprach er entschieden. Cinen Wittwer mit Kindern heira thet man doch nur. wenn man sonst keine Aussichten hat" suhr Marie fort, ich denke wenigstens ich meinestheils kannte mich nicht dazu entschließen. Diese Kinder einer Ande ren darübe? könnte ich nicht hinweg. Diese Andere, welche dem Manne das erste Eheglück gab sein Herz besaß und die immerfort noch da ist in den Kindern das ist abstoßend., Und wie kann man die Vorstellung los wer. den. daß man nur wegen dieser, ver waisten Kinder gehcirathet wnrde." , ,, Hedwig Müller kann trotzdem , ganz glücklich werden," sagteer mit dem warwen Ton von vorhin, f und was Sie betrifft, Fräulein Marie, so wird kein Wittwer mit Kindern den Blick zu Ihnen zu erheben wagen." Fch wüßte nicht." lächelte M ane. übrigen, Herr Professor hatten, mit versprochen, unserem Hause einen Abend zu schenkn. Mama wird sich erlauben, Sie zn einer kleinen auserlesenen Gesellschaft einzuladen, die wir in nächster Woche geben." Sonderbar! Noch vor drei Tagen schien er erfreut über die Einladung und heute machte er Ausflüchte. Sie blickte ihm verdutzt nach, als er sich 'von ihr verabschiedet hatte. . Er schien ihr verändert. . 4 Und wirtlich er lehnte die Einlaß düng ab. Er begleitete Marie auch nicht mehr nach Hause, er begegnete ihr tnit kühlerer Freundlichkeit wie allen Spulerinnen. " , Marie war außer sich. Sie würde sich setzt klar über sich selbst. Was ihr ein flüchtiges Interesse erschienen, das war eine in ihrem Herzen auskeimende leidenschaftliche Neigung. Auch er schien nicht unbefangen. Er wich ihr aus dann wieder ertappte sie - ihn wie sein Auge sehnsüchtig aus ihr ruhte.' Sie hatte bisweilen die deutliche Ahnung, daß. er sie liebte wie sie ihn? Was aber hielt ihn vor ihr fern? War sie nicht'jung, schön." frei, begabt aus guter wohlhabender Familie, begehren

werth in jedem Sinne? Was wollt, er?' - Der Klavierunterricht war ihr tneh, als gleichgiltig geworden Sie sanr und dachte nt&tl weiter:' als wie ihr zum sprechen zu bringen. Aber sie fanl kein Mittel, gegen welches ihr Mäd chenstolz sich mcht aufgelehnt hätte. - So kamen die Osterscrien heran Nachdem Iensen .sich formlich vor sämmtlichen Schülerinnen verabschiede! hatte, sprach er, plötzlich Marie aus de, Straße an. Er war sichtlich sehr auf geregt.,-, ? - - .. -. Fräulein von Braunau. würdet Sie, mir erlauben. Ihnen einen Ratl zu geben , .Sie bejahte. Vielleicht würde nin doch zur Sprache kommen, was ih, herz erfüllte. ( : Sie würden besser thun. Privat, stunden zu nehmen, z. B. bei meinen Collegen Horn. Der Klassenunterrich:

taugt mcht für Ihre starke Begabung!' Marie prallte förmlich zurück Sii wollen mich nicht weiter unterrichten rief sie. leidenschaftlich in . den Straßen ; lärm hinein. Bitte, sagen Sie mü warum?",. Er zauderte eine, Weile, , Die Straß ist ein unpassender Ort " r0, bitte, setzen Sie die Rücksicht be Seite, sprechen Sie." drängte Marie mit Mühe ihre hervorbrechenden Thränen bekämpfend. Penn Sie es wünschen, aber es. geh wirklich schlecht hier auf der Strafe sprach er bewegt,, es ist mir nicht mög üch, die , Unbefangenheit des Lehrers Ihnen gegenüber zn bewahren. Jä bin ja noch kein alter Mann! Ihn Nahe versetzt mich in eine Erregung welche mir die Ausübung meines Lehv amtes zur Tortur macht haben, Su Mitleid mit mir. Fräulein Marie." Schreck und Wonne überwältigte si, fast. MitMühe brachte sie die Wort, W . . ,. . '. j fc (T i rzervor: ycn seye lroyoem nicur n warum Sie mich meiden." Ich darf den Blick zn Ihnen nich erheben, Fräulein . Marie." sagt? e: ernst," ich bin nicht frei." Sie find verheirathet?" platzte su mit grenzenloser Bestürzung hervor. Ich war es bin Wittwer mr Kindern. Sie, haben 1 mir Ähre Mev nung über diesen Punkt geäußert. Viel leicht würde es mir gelingen, Ihre N ei gung zu 'gewinnen, aber Sie würdm ei verschmähen, meinen 5l leinen eine liebe volle Mutter zu sein, darum muk iä jeder Hossnung entsagen!" Er em pfähl sich rasch. ' Was sollte sie thun? Sie hätte ihn sechs Kinder verziehen. Ihre Word von damals erschienen ihr müßiges Ge schwätz, denn sie liebte. , !. , Gunnar Iensen hatte eine Fmenreis: unternommen, von , welcher er unerwao tet zurückkehrte.'. Er hatte eine klein Wohnung inne. wo seine beiden Kinder unter her Obhut einer alten Wirthschaft terin hausten ; sie kamen ihm jubelnd .entgcgengehüpst. Es waren Zwillmge, em Knabe un ein. Mädchen, zwischen vier und fün Jahre alt, niedliche , Flachs köpfe mit großen blauen Augen.. Sie hießen Heul und Gretc. , Denke Dir. Papa", rief Gretel. denke nur, heute war eine schöne Dame hier hes uns'," Eine junge, fremde Dame," ergänzt Hansel. Sie hat uns Chokolade gebracht uni uns geküßt!" rief Gretel. Ich habe noch davon Papa. ick habe ein Stückchen für Dich verwahrt Aber Gretel hat schon alles aufgegessen erzählte Hansel. , Laß mich doch erzählen," verwie! Gretel, Die fremde Dame sagte zr uns, sie möchte gern unsere Mama wer den. Und wir sollten es Dir auch wie der sagen," ergänzte Hans. Sle wird' Euere Mama sie wird es." jubelte Gunnar und drückte die Kleinen un sein setig klopfendes Herz! . ' Sie sind ja so niedlich." versicherte Marie immer von. neuem, sie werden mir Vergnügen machen, lieber Manndie kleinen Märchenaeschöpfe!", Wer weiß." versetzte er. Dn stellst Dir Deine Aufgabe wahrzchemlich zu M v j m f : teicyr vor r ; ; Nein nein," betheuerte sie, mir wird sie leicht werden, weil es Deine Kmder sind und wenn, es sechs waren!" Es ist an zweien genug", meinte er lachend. Ich suhlte mich damals zwar . - 1 irrt..:' . ."'. geiranii uoer .eine meoen gegen oie Ehen mlt Wutwen, welche Kinder ha ben" Aber Dn hast nicht , so ganz Un recht ich habe mir das nachher reiflich überlegt. ,, Kinder verursachen trotz ihrer natürlichen Aumuth eine Unsumme von Muhe und' Plage. Btt den eigenen Kindern inäg uns das 'selbstverständlich erscheinen. Aber bei fremden Kindern, wie Du damals sagtest ..." Deine Kinder aber sind mir keine fremden ! Siehst Du, das ist der Un terschied den ich damals nicht in Anschlag brachte! Nein ich' hoffe, daß Du Dich nicht täuschest!" Und Gunnar begab sich in das Con servatorium. 7 Am ersten Tage ergötzte sich Marie ser!an dem drolligen Geplauder dn Kinder, am zweiten war sie doch recht ftch, daß es das Wetter erlaubte, die Kleinen mit der Kinderfrau fortzu' icyiaen unv am Dritten entdeckte jle, daß die Märchenwesen doch auch recht unar tig sein konnten. Grete war unglaub lich vorlaut und hörte nicht auf mit ihren Fragen Das. was sie Neues sah, wurde einer naiven Kritik unterzo3e!' Hans wieder war unglaublich ungeschickt. ; Auf Mariens hellblauem Neglige waren seine fettigen Fingerchen abgedrückt;. -er hatte ihren Schwanpudei verschüttet und damit das dunkle Plüsch sophaveWäubkMk,s,! 1 1 Und welchen Lärm die Kleinen voll führten es war , unglaublich! , , Ueber, auptman kam nie ! zur Ruhe mit den Kindern. 'Da wolltr Grethe ihre Suppe

nicht essen, da hatte HanS sich eine Beul geschlagen, da hätte Grethe Mamas Broche verschleppt und so ging es weiter. "' ' Schließlich sagte sich Marie, wenn sie sich so ausschließlich mit den lcindern beschäftigte, wie bisher, , so gehörte sie

stch- selbst, gar ,mcht mehr. Vag aber konnte doch Niemand von, ihr verlangen. . War sie nicht ' musikalisch literarisch gebildet, vielfach begabt? ' Und die Kleinen blieben jetzt in ihrer Kinderstube, Marie aber in ihrem Äou doir. Sie kamen Guten Morgen"' und Gute Nacht" sagen; wenn, sie ausgin-. gen, -sah Marie noch nach, ob sie ordentlich seien: sie wählte die Garderobe für sie, gab an, wie sie srisirt werden sollen und sah auch bisweilen, nicht täglich, nach ihrem Frühstuck und Abendbrot. Das' Mittagsmahl nahmen sie mit den Eltern. . , ,, '. Bisweilen machte sich Marie einer leisen Selbstvorwurf, dann 'aber ' beschwichtigte' sie sich wieder selbst.' ' Sie hatte Gunnar um zemer selbst ' Wille gcheirathet. Wenn sie die Kleinen, in Kauf uahm, so that sie genug, aber sich für sie' opfern, das konnte keiner von ihnen verlangen. Dennoch ergaben sich täglich kleine verstimmende Momente. Gunnar kam nach Huse und fand die Kinder immer und immer wieder in bei Rüche. .iXfct Zollt in der Küche bleiben öder. wenn Ihr artig seid, auch bei Mama,verwies er. : Mama sagte selbst, nun könnt Jh gehen." wie wir drinn waren," rief die naseweise Gretbe. . Jhr wäret sicher nicht artig," sagte' der Papa. Aber die Kinder waren nicht unartig gewesen und sie behaupteten das Zest und bestimmt. Und Gunnar blickte sinster drein. Die Kinder zeigten schließlich lleim Anzeichen der Verwahrlosung, sie ge brauchten häßliche Ausdrücke, kleine Lügen, waren immersort schmutzig und ungebcrdig. ' - Du könntest Dich wohl ein wenig mehr, um die Kinder kümmern," rief Gunnar eines Tages erzürnt. ' , Ich thue, was ich kann." widersprach Marie- gereizt. Sie sind ungezogen von früher her." Das sind sie nicht," beharrte er, ich habe mir unsägliche Mühe mit ihnen gegeben, den größten Theil meiner freien Zeit mit ihnen zugebracht." Sie schwieg ein wenig beschämt. Die-, ses Opser hatte er gebracht, ein junger Mann, ein Künstler aber freilich, es waren seine Kinder. Das ist der entscheidende Punkt. Im Grunde hatte sie recht. Ihre unsinnige Liebe, zu Gunnar hatte ste verblendet. Man soll keinen Wittwer mit Kindern , hei rathen, wenn man noch eigene Ansprüche sn das Leben machen darf! - , Glmnar schien auch aller Einsich: baar. Wenn er nach 'Hause kam, galt seine erste Frage den Kindern. Wenn er ging umständliche Anordnungen wegen der Kinder. , . : Gegen sie, Marie, wurde er imme: kühler und gleichgiltiger. Er schien nicht mehr zu sehen, wie schon sie war. Die Kinder standen trennend zwischen ihm und ihr. Marie weinte ; Thräne ohnmächtigen Zornes ; sie fühlte,. daß sie denn doch manches versäumt hatte, war auch qeneigt. das gut zu machen. aber Gunnar durfte , das nicht von ihr verlangen, wie eme Pflicht; schneslich ging den Kmdern ia auch Nichts ab sie ließ sie ja doch nicht aus den Augen, und wenn sie mehr thun wollte, so war es ihr guter Wille. Bisweilen versuchte sie es. sich einge hender mit den Kindern zn beschäftigen. sie waren gleich dabei, schmiegten sich r " an stewaren arrig. -mt riemen Rin ger trugen nichts nach. Aber wenn Gunnar kommen sollte, schickte sie sie wieder in die Kinderstube ein sinnloser Trotz bäumte sich in ihr. Wenn er sie. doch nur einmal bitten wollte nimm Dich der Kinder an" aber er grollte ihr und sie qab nicht nach. Ein kleiner Zwischenfall reizte' ihren Zorn auf's Neue. Ihr Gatte hatte über den Som wer eine kleine Villa mit Garten im Grunewald gemiethet und fuhr nun täglich mit der Bahn nach Berlin. Die Kinder tummelten sich nun zumeist im Freien, herum und sielen Marie noch weniger zur Lastt Da erbat sich Käthe; die Kinderfrau, eines Tages Urlaub auf eine Woche, um eine schwer erkrankte Tochter zu besuchen, und Gunnar, det dabei war, sagte mit großer Bestimmtheit: Gewijz. es geht ganz gut, die Köchin kann, ja wohl die Kinder waschen und. ankleiden, und im Aebrigen wird sie meine Frau bei sich behalten!" Das war ja auch selbstverständlich dennoch fühlte , sich Marie verletzt durch den gebietenden Ton, in welchem Gunnar diese Anordnung traf. ,. ; ; Als er heute wegfuhr, prägte er den Kindern besonders ein. artig zu sein. Für Marie weiter kein besonderes Wort, sie war wohl nur dazu da. um sich mit den Kindern zu plagen. Die Kseinm waren Vormittags fcr ruhig und vernünftig ; Nachmittags Gunnar kam ,heute erst am Abend legte Marie auf das Sopha, . während die Binder im Nebenzimmer spielten. ' 1 , Grete holte ihre Puppen vor und nachte die Mama. " I , Du verstehst es mcht. Mama zu sein," borte Marie Hänsel sagen. Mama, bringt doch die Kinder nicht, zu Bette erzählt ihnen keine Geschichten -herzt sie nicht!", t ! Es ist wahr", bestätigte Gretel nachdenklich, Das thut eine Mama nichts Mama spielt Klavier liest geht in Vesellschast zieht schone Kleider an und .schilt .oft. t Siehst Du. ich weiß ganz gut; was, eine Mama thut." , ,, , , , So laß die Puppen sein uud mache ZleMama."" i, Nein, das mag ich nicht !", rief Gretel. Ich will die Puppe herumtragen, ! ich - will lieber Käthe sein und nicht Mama!- , ,' Ach., Käthe Z wo bleibt Käthe so i lange!" ries Hänsel. , - , ' , ; r , v: -::. ': .. ',;:!:. :.! ,- . , v, - ' , '-; : :-! b .: , i t . -- : ; J ::- - . : ' ,:. , ... - -.. . , i,fl:8it, , ...... !, ,. , ; ,, frMMM'H

? Käthe war indessen erst einen halbe, " :' " '! ! T.ag fort. , . . Jetzt stürmten beide Kinder zu Ä.am !n die Stube. - ' Mama, , wann kommt denn die Kätht wieder?" .. . , ,,. ' Blinder Zorn , gegen., diese kleiner Wesen, welche ihr Glück und .ihr Behägen so sehr störten, hatte Marie über, wältigt.' , . i Wie laut, wie ungezogen Ihr wiedn seid!" ' herrschte sie die Kinder an Marsch, hinaus in den Garten, damü ich etwas Ruhe vor Euch habe! ? . ' Wir sollen doch .nicht allein in des, Garten," meinte Grete. , , ., r' ' Wenn ich's doch sage Ihr soll; gehen Ihr wollt nur wieder nicht ge horchen!". ,, ,,-. v , : . Die Kleinen schlichen, bestürzt übn vas unverdiente Donnerwetter,, fort. . Gunnar hatte ihnen verboten, da! Haus allein zu verlassen. Was abe, tonnte ihnen im 'Garten geschehen: Gar nichts da gab es keinerlei Ee fahr, und man war sie los. - " Marie vertiefte sich ruhig in ihres französischen Roman. . Anfangs Hort, sie die Kinder draußen, dann nicht mehr Aber der Garten war gro sie spielten weiter hinten. Endlich, als es z, dämmern begann, erhob sie sich, trat ai da in den Garten gehende Fenster un! ries die Kinder. Niemand antwortete. ' . ' ' .i . . : ' Wo steckten sie nur, die kleinen, unar, tigen Rangen? Und Gnnuär konnte seden Augenblick kommen. , , Sehr beunruhigt eilte Marie in bei! Garten. Keine Spur von den Kindern, ebenso wenig vor dem Hause oder ii diesem selbst. Mane lies setzt schoi voll Angst nochmals in den Garten

Vielleicht hatten sich die kleinen Racket versteckt. " Und jetzt entdeckte sie. was sie , vorhin übersehen hatte. Die kleine, sonst ver schlossene Thür, welche aus dem Garteu nach, dem Wald .und dem, See führte, stand offen. Wahrscheinlich hatte si, der Gärtner, der heute wer aearbeu hatte, geöffnet und zu schließen verges Zen. In qualvoller Angst lies Marie ii . Pf -i l t. n . c , I oen zcuon narr ounleinoen xxaxo. wt lag der ungeheuerlich' verbogene" uni zerknitterte Hut von GretelS Pupp-e! Kein Zweifel also, daß die Kinder n den Wald gelaufen. Und der See wm kaum fünf Minuten entfernt, war auck an dieser Seite recht einsam, wcil daZ Schilf keine Kahnfahrt gestattete. Hänsel und Gretel", rief Mari, verzweiselt ln den dunklen Wald hinein Und das ganze Märchen ward mit einen Schlage in ihr lebendig: Hänsel uni Gretel, von ihren Eltern verlassen, ir . pt t . ; i. - " i'. oem nnnern Äöaioe irreno, wemeno un wehklagend. " - Nicht der Mangel an Essen, woy aber Mangel an Liebe hatten heuti Hänsel und Grete in den Wald getrieden, nnd sie die lieblose Stiefmutte; aus dem Märchen war Schuld da ran. Die armen . Kleinen kamen indes sen nicht an das Pfesserkuchenhäuschen; sie kamen an die tückische Fluth del See's, wo zwischen grünem Schilf di, ' mrm i Waij erröten loaten ooe? ste warer weiter gelaufen, hatten stch venrrt, hun gerten, froren, kamen unter einen Wa gen oder auf die vielbefahrene Streck, der Stadtbähn und was würde Gunna, sagen? Selbst wenn den Kindern ga, nichts geschah was wurde er sagen? Es war Alles so unsagbar schrecklich, daß nach einem kurzen Augenblick ' lana Marien der Gedanke kam, selbst in .den See zu springen. Ihr Gatte würd. ihr doch nicht verzechen. Aber sie ver warf den Gedanken wieder. Was solltt dann aus den verlaufenen Kindern wer den? Die Kinder, sie mußten zuerst gesunden werden. Und Märn lies zu nächst nach dem See. Er lag still uni vleigrau rn der Abenddämmerung da er verrieth nichts. Sie lief weiter in den Wald, imme? am See entlang. Wie schrecklich erschien ' p - . . ' V iyr oiezer o- nüchterne, o profane, allen Sonntagsspaziergängern vertraute Wald, furchtbar, unendlich, und unev gründlich, wie der alte Märchenwald, i. dem einst der Wols uud der Menschen sresser hausten. Wenn dieser schreckliche Wald nut noch einmal Hansel und Gretel heraus. 't' i fft rv . jf t ' geoen ivouiei cur nocy emmat rne vev den kleinen Fiaürchen sehen, ihre klei nen, kindlichen Stimmen hören. Hansel und Gretel wurden, fortan bei der Mut' ter. bleiben und jeden ihrer kleiner Schritte wollte sie liebevoll bewachen Ein Strom von Liebe, quoll aus Maries gequältem Herzen. - Hatte sie sie Nicht :. - - r r i . - , .. cm ,mmer geileor -ote linnen uicarcycn Wesen? Jetzt erschien es ihr so! ' '? Es wurde immer dunkler da rcate sich nicht etwas dort an deck Fuß des Baumes dort am Wege? Da hocken , . .. .. st (.. .V s 4 mm zrvel izeme wenauen, ifie weineno. dicht aneinander aeschmeat. Es gar nicht weit von ' der Hauptstraße des vrtes und an einem, Wochentags freisich nicht stark betretenem Weae ' Hänsel, Gretel!' klingt es jubelnd durch die Dunkelhelt. Die Mama die Mama!" ' ; "Zwei kleine Gestalten umfassen, , halb weinend, halb jauchzend ihre Knie: Sie '.f-i rr. . . . r .... t ytoi sie enizuar an q empor. ic kleinen Arme umschlinaen sie die xar ten thränenfeuchten Wangen pressen sich an die ihren. In dieser Stunde, . in dlezem Augenblick und sie rhr an'S Herz gewachsen tief und, fest Hänsel und Gretel. Aus dem fremden, dunklen Walde .haben , sie .sich heimgefunden an vas u,culteryerz. , , 1 Vuunar war eben heimgekommen, als Marie, mit den Kindern erschien.' : ' ! Denke nur, Papa, Mama hat uns 1?.C 1... o . . , i f ' ii" az im . Ä?aioe , geiukU! wir yairen ans verirrt!" rief Gretel. Die gute Mama hat uns gefunden,, tief im finstern Walde, wir hatten uns so sehr. zesürchtet!" r. Ihr, seid gewiß entwischt,. sagte ZZapa strenge und habt Mama nnutze Angst gemacht." , ,'Sie werden sich nicht wieder verlaufen, Gunnar", flüsterte , Marie .ich ?'5i.'r-

habe sie wiedergefunden für immer nÄ , ti" . ;,,,: .i,J"r.' - ; i.

auch ven Weg zu emem pev zen!" , . ,, Also Mama zu Liebe gieb; es, weiter keine Schelte!" Und er zoe alle Drei an sein Herz. Der archäologisches GeburtSi tagSdraten. Hröfcssor ist eine. Zierde, seine Standes. Er ist Alterthumssorschet und weiß als solcher genau, anzügeben, wie die alten Chaldaer .lhre Weide, prügelten, und welche Ingredienzien du Spartaner zu der berüchtigten schwär, zen Suppe gebrauchten. . Trotzdem iß er in mancher'Hinficht ein sehr modev ner Mensch. ' Er selbst würde niemals der historischen schwarzen Suppe Ge schmack abgewinnen, denn er. ist ein leb den schaftlichtn Verehrer saftiger Brater und pflegt manchmal. sogar ueber dem Wirthschaftsaeld. einen Griff it oäs eigene Portemonnaie zu thun, un r t .. ",'1m i: i '"- J1, . '" -. .. . rr . a lieg ein ieaeres sericyr zu verfassen Fluch an seinem Geburtstag, welcher ach einen her letzten Sonntage siel, gedacht er sich ' etwas Gutes "anzuthun. Alß vorsichtiger ManLbegab ie? sich, schor mehrere Tage vorher zu meinem Delikt tessenhändler in der Friedrichstraße, un erstand dort selbst eine geradezu,, klassisch schöne Rehkeule, welche an Saftigkm und Zartheit den schönsten Rehkeulen ar die , Seite gestellt zu werden verdiente, von denen die' verwöhntesten .Epikuräet zu berichten wissen. " , An dem Geburtstage des Prosessoril war eine, vergnügte Tischgesellschaft in der F.'schen Wohnung versammelt. Du Köchin hatte ein leckeres Mahl bereitet, dessen piecs 6s resistnös Fasanenbrw ten bildete. , Ungefähr acht Tage später fand du Frau Professorin, als sie den Arbeitt tich ihres Gatten ausräumte, den nm sie berühren durfte, unter den zerstreut umherliegenden Papieren eine quittirt Rechnung über eine Rehkeule. Du Säche war auszamg, ja sogar verdach tig.- Das Datum der Faktura ergab daß der Braten etliche Tage vor den ' Geburtstag des Professors gekauft wov v . . -- ... i - ' rni .,,," r: ii .r. ;., ! ' : C' oen ' war. - Was yaire aoer um oes Himmels Willen ihr Gatte mit ein Rehkeule anfangen können? Sollte am Ende natürlich, so war es, eö konnte sich ja gar nicht anders verhab ten , er hatte ihr, der gläubig ver. trauenden Seele, erzählt, oaß er" an Sonnabend vor seinem Geburtstag einer Sitzung im archäologischen Ver. eine beiwohnen müsse, während er, u Wirklichkeit , o, es war unerhört uni schändlich! ? den Abend in ihrer, der Rivalin, Gesellschaft verlebte, nachden er ihr sein Leibgericht, den Rehbratm als Präsent zugeschickt hatte. - Die erst seit wenigen Jahren vcrher rathete junge Frau war fassungslos voi Schmerz und Wehe.", So also hatte sir sich in ihrem Manne getäuscht, zu den W? - f.? -: i r. nc oisoer, iroy seiner lielnen wll)wachen, wie zii " einem Abgott empoxge blickt. , Weinend saß sie auf einen Sessel. "" Als der Professor nach Haus! kam, war seine kleine Frau damit be-' schäftigt, ihre Koffer zu packen.' AuZ! seine Frage, was das zu bedeuten habe.' erklärte sie ihm, daß sie zu ihren Elterr reisen wolle. Die Geschichte, welch, Herr F. alsdann nach längerem Zw reden zn hören bekam, klang zum Min besten sonderbar. Daß er zu irgend einer Zeit einen Rehbraten gekauft hatte dessen entsann sich der arg zerstreute. Gelehrte nur mit Noth. Darüber hinaus aber ließ ihn sein Gedächt. niß vollkommen im Stich. . Weitere Nachforschungen, welche du Frau Professorin auf eigene Faust an'stellte, ergaben, daß der Rehbrutei wirklich m der Wohnung desPrvfejzorZ zu ' dessen eigenen Handen abgeliefert worden war. Mehr ließ sich jetzt übe, diesen Gegenstand nicht ermitteln. , Während der nächsten Tage führt der Herr Professor bittere Beschwerde darüber, daß er in seinem Arbeitszimwer stets heftige Kopfschmerzen bekom mc. die er auf einen abscheulichen i Go ruch zurückführte, den er dort ,wahrgenommen hatte. Das Zimmer , wurdi durchsucht.- es wurde Alles . zu unterst und zu oberst. gekehrt, ' schließlich, sank man in einem Fach deö .Repositoriums r. f " ' eine in amm uoergegangeye i pitity masse, in. der man bei näherer' Beaugenscheinigung zur Noth eine ehema, lige Rehkeule . erkennen konnte. Dex Profcssyr war-sprachlos , vor Staunen, als er erfuhr, daß er, ohne es zu ahnen, den Braten gerochen hatte. Er schaute erst furchtbar verlegen drein im näch, sten Augenblick aber erhellte ein Freudenstrahl sein Antlitz. ... ; F,r li Wo hat der Braten gelegen ?7 fragte :" i... ' ',Jw!.s,',,i''ii0 -Fm !, i, ? er seine Frau.., Die? e wies aus das be' treffende Fach des Repositoriums. Siehst Du nun, wie praktisch ich im Grunde genommen , doch, bin," meinte triumphirend Herr Fr. Welcher Buch, stabe ist hier angeklebt?- Ein R.m gab'seine Frau zögernd zur ' Antwort; y. ,ii i. i- i v v . ui y ,;, ! 5j: ii" '" v' stewuLte Nlcht, was seine Frage zu bedeuten hatte. Ein Ii." wiederholte ihr Gatte ' ' das Wort Reh. braten fängt 1 mit einem R. an. Ich wollte Dich mit meinem Einkauf überraschen , und versteckte den Braten; um den Ort, wohin ich ihn gelegt, nicht zu vergessen, legte ich, ihn "unter LittwrtR- ' '' "'"s'c. w l Cl U . , ,, fi, ;:, ,i!n: ; lÜ , t ! i,, , f äs Leider hatte , er aber m seiner Zer' streuthelt ganz und gar vergessen, daß er überhaupt einen Braten gekauft hatte. Natürlich ' reiste die Iran Professorin nicht heim zu ihren QUtrrLt;': . I?..;.!:';; -: -";'':": " ,f,f,f f- "- ür':" j,,,, , ; , ,:::;- l'11: teroffizier (zu den vor Frost zitternden Soldaten): n'rns, was ist denn das sür eine Wirthschaft! , Ihr seid hier in, Kasernenhofe und nicht in einem Zitterüb -stand,?' -SZM - Der Wrßbeglerrge. 9!un. Herr Dortor, was sagen Sie zu meiner Krankheit?" Hm, Sie leiden an DyS pepsie."-, Dyspepsie? Moher kommt das?" .Aus dem Griechischen, liebe? 5reunl5!;i!::ipi

BijÄiÄMffi

Die geheimnisvolle Puppe. , Em nettes Weihnachtshistörchen wird nachträglich aus Berlin berichtet. Zu den Hansarmen eines bekannten Ban-,

kiers gehört d:e Familie emcs schreibers, dessen Gattin früher einen klei nen Dienstposten versah. Wiederholt im Jahre kommen der Familie srennd". lich klingende Erinnerungen von ihrem früheren, Dienstgeber zu und selbstver ständlich auch zur Weihnachtszeit und zu, anderen ,ftstl!chen, ,Gelegenheite:i. Das Schreiberpaar besitzt auch ein Kind, das nun zum neunten Mal mit Ungeduld " das übliche reiche , Christkind" erwartete, indeß die Eltern ruhiger dem Kommenden entgegensahen; sie wüßten, daß zu Weihnächten ein blauer Hunder ter aus dem Vorderhaus" des Ban kiers in die kleine Schuiberstube gcflo. gen kommt. Am Mittwoch Nachmittag kam denn auch der Diener des reichen Gönners. Aber während' er sonst Mit Packeten von Spielwaarew Näschereien und Kleidungsstücken beladen erschien, kam er diesmal säst mit leeren Händen. Nichts als , eine .Puppe hatte er abzw geben, und die forschenden Bücke nach dem Couvert konnte er nur mit' einem Lächeln beantworteu ; er hatte keinen Brief zur Bestellung erhalten. Die Ehegatten waren nicht wenig he stürzt. Waren" sie in Ungnade gefal len? "Warum halte der sonst so theil nehmende Herr ihrer diesmal ' vergessen? Auch die kleine' Marie war höchlich unzufrieden. Ihr altkluger Sinn stand nach Höherem, als einer . Puppe, obgleich das hübsche Ding gar nicht zu verachten war. Die armselige Christ beschcerung war vorüber. Die unzufriedene kleine Marie war,,,, srühzei. tig zu Bett gegangen,,, die Puppe hatte sie aber doch in ihr Bettchen. mitgenommen' Die Eltern besprachen abermals die fatale Weihnachtsbescheerun'g. Was hatte das zu bedeuten? Nichts . als eine Puppe und dazu ein Zettel von des Gebers eigene? Hand: Achtung beim Zerreißm der Puppe!" Das war ja förmlich Hohn. Nein, -2- da mußte Etwas dahinter stecken. Am nächsten Morgen schon wollte der Schreiber unter dem Borwande, seinen Dank abzustat ten, bei dem Bankier vorzukommen und Aufklärung zu erhalten suchen. , Damit war die Besprechung des unangenehmen Erlebnisses vorläufig zu Endk. Das bekümmerte Paar war eben da ran, Znr Ruhe Zu gehen, als der Frau noch Etwas einsiel, was sie dem Manne fast zaghast mittheilte. Die fürchtete sich zu blamiren, aber es mußte doch heraus: vielleicht hat der Zettel Etwas zu bedeuten: Achtung beim Zerreißen der Puppe !" Zuerst lachte der Mann, dann wurde er nachdenklich und endlich begab sich etwa Außerordentliche s Ein Erwachsener war neugierig das Eingeweide einer Puppe zu sctjcni Sachte wurde die Grete" den Armen der kleinen Marie, entwunden, die sie trotz alledem fest umschlungen hielten. Dann wurde die Puppe in den Handen abgewogen ; wahrhaftig sie war schwer rer, als sonst Puppen zu sein pflegen. Und nun nahm die Mutter : rasch ent' schloffen mit einer Scheere die Opera tion vor. Man schlitzte der Puppe den Bauch auf. Und richtig ein Säckchen, das beim Nachzahlen zwanzig blanke Doppelkronen enthielt, das war, die Seele der Puppe. Die Grete" wurde! säuberlich geflickt und dem schlafenden! Kinde wieder in den Arm gelegt. Am nächsten Tage kaufte der Schreiber der unzufriedenen Tochter noch aus Eigenem eine nette Bescheerung und - kaüigra phirte einen Danke'sbrief - an den Gönner. Ein Sohn Irlands b er1 smaragdenen Insel, der im englischen Heere gegen Napoleon den Ersten gedient, hatte, pflegte in seinen späteren Tagen, wo er Abend für Abend eine Schenke besuchte, um sich gütlich vzn thun! seinen phantasiereichen Landsleuten. häusig zu erzählen, wie , er Bona. parte's Bekanntschaft gemacht ' habe. Wo ich ihn gesehn habe? sraget Ihr. Wo anders als in Äegypten. Da nah" men' sie mich gefangen; aber kaum war Ich fünf Minuten in der Gefangenschaft, va wußt' er' auch schon und sandte auf der Stelle einen: Adjutanten zu 'mir. Was half's? Ich mußte kommen, da war weiter kein Federlesen. Da stand er denn vor mir, und mit einem BlitzMalesizGesichte hat er mich angeguckt. Korporal Mulroonen" hat er zu mir gesagt; wie er aber meinen Namen erfahren hat, das, Freunde! ist mir alleweile noch ein Räthsel Mulrooney", hat er gesagt, einmal in Eurem Leben könnt Ihr die Wahrheit '' fage:r. Ich rathe Euch, lügt jetzt nicht; Ihr werdet mich ' verstehen Wie ' stark seid 1 ihr eigentlich? 'Verderben über die Lüg. ner", sagte er. Amen!" sagte ich, .Verderben über die Lügner!" er. Sagt mir die Wahrheit, Mulrooney, und Ihr sollt sehen, ich will einen Mann ,! V'-:J ' rf- i "T r ' aus Euch machen". sagte er;, aber wenn Ihr sie nicht sagt, so will ich" dabei hat er geflucht; aber was er D flucht hat, das weiß ich nicht mehr, denn f! w : i'J , ,., :i J,..,.w ...,' ..:!. f" ". ii ;t tt fluchte auf franzo,lsch; gesagt hat er aber: ich will Euch durch den Schädel jagen, was in diesem Pistol steckt, so Ihr mich anlügt." Gebt Feuer! comman dirte ich ihm ln's Gesicht, und er schoß doch nicht. Gebt Feuer! . rief ich aber noch ein Mal. Bonaparte guckte mich iiiy. r,i f-jw m ! M-.., ;n r ri . . m ! , : : i u ; j Tj'-- -4 't''ij, ' ganz bestürzt an ; Be: m Teufel, Herr Adjutant-, fagte erIIder' Mulrooney ist ein Hauptkerl, ein Staatskorporal, vie mir noch keiner vorgekommen ift. Den laßt mir wieder frei, und wenn aoch ein Tropfen Branntwein in der Flasche ,st, so gebt , ihm den, denn bei Rott, es ist höllisch heiß heute." : Verblümt. ....Für wie ilt halten Sie mich wohl, lieber Graf?" 'Welche Frage GnSdig?FraWd zewiß- so jung, als I HM alt lKW WWW on nta göj jt$i$& o" ;g .Gott sei Dank, lauter spindeldürre Treiber,-die nicht so leicht zu treffeu sind lSDNMWM.Ä 's. fM .SM; ;;. 'Ip:;: -I

HyrtlAnt5doten

Hyrtl,. der .große Wiener Anatom, dessen 80. Gebnrtstag'vor Kurzem, fest lich begangen.wurdewavM der wissen jchastlichen Helt, wie ,im Leben eine' gleich auffallende und, eigenartige Er ' Meinung.' Gcrn erinnern sich BerusS zen offen.,, srüd ere,.EchüteV,.,,,UNd,Frenl:de öer vielen sesselnden Züge des bcdcu !enden Mannes undMahlreichcr Ge Schichten, ' die'' sein' harmloser Humor wrchleuchtep -,Er" . wa? die denkbar schlichteste und Anspruch sloscste Person lichkert ; aus Prunk und Schmuck, machte kr sich, gar -nichts,, Msich, selbst so m . 1 j f !' 'I :.1 '!' S t mg wie bei Anderen. Einmal so er zählt man . der Köln. Volkszig.l, merkte er bei einem seiner Schüler ciue verthvolle Busennadel? , indem er mit ?em Finger aus sie zeigte, fragte cr dcu Besitzer: Welche anatomischen Hartien befinden sich : üterbiescNaoel' ' Der Student sah ihn verblüfft an .und blieb Sie Antwort schuldig. Ich habe gezlaubt scherzte Arth Si?hättmdaS bunte Ding aufgesteckt, um ülis auM're Kenntniß der betreffenden Hartlen stufmerksam zn machen." ' Er nahm dann -sie Nadel, fteckte sie in den entsprechen' bew Theil dcS iia(t demiSleinkisch liegenden LeiHnams und nannte und n klärte nun die sämmtlichen durchstochen nm Theile. Auf dem Alsergrund in der Nahe des .anatomischen Instituts.der alten Gewehrmbri ,!var Nf Gestäli hyrtrs vielen LchtwbökanutMr'dlS Wenigsten wußten, wer der auffallende Mann war. Er siel namentlich in der kälteren Jahreszeit auf, wenn er seine ?lten Negenmantel trUg Ticscr ma ein Familienstück getvesen knx'Hattk , r ' v f fejS , i'rft fiH . eine Anzahl siezner KrWn. ,MsZaz vor etwa hundert Hhreli,MoH!ßv5r. Der graue alte Mantel, Kic etwas gcbückte Gestalt mst dem hlelchenchohlen Gesicht erweckten hier und da das Mit gesühl eines BegegMde und da soll ,,es vorgekommen fein, daß ein Herr ih:n einmal eine' kleine Münze Ä die'Händ drückte. Hyrtl suhrüüs seinMÄedanken empor, betrachtete die Münze nachdenklich und überreichte, sie dann gelassen einer alten Iran am Schotten lhor, die er oft mit Almosen bedachte. Seinen Prüstingcn gab er sich mit jovialer Liebenswürdigkeit, 'De Mers NitSarkasmus gesalzen war.' Tic ucue SZigoroscn-Ordnung" schrieb vöt daß der Student die einzelnen Knochen ihrer , i. '.s..'. . Lage im Körper naa) genau veilimmen sollte, ob sie der ' rechteit oder" Pnkcu Seite angehörten. Hyrtl legte einem Candidaten ' einen OberZchenkclknochtN vor mit der Frage nach der dctr. Seit, des Körpers. Ter Caudidat erklärte sich für die rechte, und Hyrtl stimmte ihm bei. Hieraus reichte, er dem Candidaten ein Schienbein, welches dieser als der linken Seite angehörig bezeichn nete. ' Darauf Hyrkl .Metten Kje sich Eins: ich pflege einen' Studentcu niemals zu täuschen. ' Wenn er von mir den rechten Oberschenkel erhält, ' bckommt er auch den da;u gehörigen rech ten Unterschenkels -Ein anderer Can didat konnte ihm keine einzige Frag: beantworten. Hyrtl fragte ihn endlich. Wo wohnen Sie?" Ter Gefragte nannte eine Gasse, die Hyrtl unbekannt war und dieser meinte: feehcn St, so ist die Wissenschaft getheilt. Wie Vizzen keine- Anatomie un) ich weis, Acht' wo Sie wohnen. " 2:;J Eine lustige Geschichte erzählte man suf dem Alsergrund über den' Zwist zwischen Hyrtl und Brücke, die' sich in manchen anatomischen Fragen nicht t nigen konnten. Hyrtl hatte, eine Zeit lang allerhand Grünzeug mit in den :aal gebracht: er trug es , rn den Ta fchen und verlor auch Haferkörner, wenn er sein Schnnpftuch hervorzog. Eines Tages wurde die Sache aufgeklärt. Wrosessor Brücke machte beständig Versuche über die Gewichtsabnahme des Körpers in Jolcze des Hungerns? Er verwendete zu diesen Versuchen Kämnchen. Die Thiere wurden jeden Tag gewogen und zeigten mit hartnackiger Bosheit von Tag zu Tag eine gröbere Gewichtszunahme, : Kein Münder! Denn Hyrtl fütterte die Thiere jeden Tag fürsorglich von .einem Gang senster aus. , mm - . ! , u . u i". ÜMiM Sachsen in Afrika. ' w Eine Anzahl von ; Herren nnd Damen saßen' in einem Eisenbahncöüpe nnd stritten sich lebhaft über dielsvoü einem ' Hern, aufgestellte , Behanptnng, das Volkslied verschwinde immer mehr, um dem Gassenhauer Platz zu machen; Eiherrjemersch, ,,nu,, ? schnse mal", platzte mit meinem Male, ein gemüthlich aussehender Herr los der bislang ge schwiegen hatte, , und was , wirdcn Sie f, ! . ' t, m- ' , ,f" u . Pt i:w t ! ' p '' '" nu dazn mgen, wenn ich Ihnen beweisen, dbäte, daß unser Volkslied sogar in Afrika Teitsch Afrika nadierlich dobulär is?, ,.Da is mer selbst ene Ge schichte baffird " ,i&IÜ&$ - ; wErgählen! HB es nngsumhSi . ? Mer war'n nämlich weh rcre F zusammen in Gamerun, , mcr . bei änem .Geschäftshause angestellt waren. 'Ml ii , : I, iVii -i ?.. ! 'Mi : j. 'I.., w : . us ane? Ferienreise, begriffen und tora) fen blötzlich uff'aD Neaerkarawan 5 ., " ? a 7 m'ti? , ff i 'ä1 -,i f.. , m , i um an großes geier lagerde. An die-! fem Feier brieden se sich ä glccneZ Lammchen. Mit ä'm Male, wie se im' besten - Braden ? sind, springd Sie a; Üoroc tjor rifigb Si e , tad 2a rn in crn i ,.f ii.,!: ji'li. Cm.- j( - Si 1, fort und will damit , entfliehen. Ich nich faul, mhme meine Flint Wlbiff Z baff ! liegd der Löwe tbatuAb ziebd Sie keen Lebenszeichen mehr von

sich. Wie ' die Schwarzen da5 fch n, , erheben sie, an ' gewaldigeS Freidenae- ,, schrBAhMH .Stille. Kinder, singen m zu ,EhreoM dieser -flhmnbatlfc

Xreil timbt&JliQtüttlt-z .Weil noch V das i Lamincheii V glüht ! " , r 'r:-'k:'s zZr-tJ-v- a.J: , Was zagen '.r oazu, meine schaftcn?OMMM is i' !!! Illlüh ti! Gedankensplitter. Stxx m itchtzul'fothtiilist helfen, MdAöchZkannÄa ralhWUneHmhelsDzu

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