Indiana Tribüne, Volume 14, Number 119, Indianapolis, Marion County, 18 January 1891 — Page 4
MwNS Tribüne.
SonntaaS'Quogabo. MMpWBMMaaiMIMMWBMMMMaMIMMMi Ofüttt L3S s. lsrdlanöSr. mmmmmmmmtmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmBmmmmmmmmm JMMkpoKS, Ind.. 18. Januar 1391. SaZ DegräbniK dtt Qöuigw TschV von ttorea. Tschemulpo, 18. Octobn. Hnmsthliche Klänge lockte am 11. October den Schreiber dieser Zeilen auf den Balcon des Hotel de Coree in Tschemulpo die volksthüAliche 2Mo die .Lott' U tot, Loti 'S tot. Jnle liegt im Sterben,- von koreanischen Hör nisten geblasen, nach deren Tact eine Truppe von 309 Soidalen nach der Hauptstadt vorbei marschirte. Diese Krieger waren an Bord des deutschen Daulpsers Signal von Pingyaug hierher gekonnnen, um den Begräbmßfeierlichkeiten der Königin Tscho in Soul beizuwohnen. Wo die guten Leute unsere .Lotte- her haben, ist schwer erfindlich; in diesem Falle sollte es wahrscheinlich heißen: Tscho ist tot. Es lohnt nicht, darüber nachzugrübeln, was die verewigte Kömgin gesagt haben würde, wenn sie den Hörnerklang" hätte hören und den Sinn verstehen können. Stramme Leute waren es übrigens, in kleidsamer, halb europäischer Uniform, mit RemingtonS bewaffnet; sie tragen an der linken Seite ein langes japanesisches Schwert im Gürtel und marschirten mit aufgepflanztem Bajonett. Kurz vorher war eine Abtheilung von 77 Mann in derselben Richwng vorbei marfchirt, auS den Mannschaften der im Hafen liegenden amerikanischen Kanonenboote Palos und Monocacy zusammengesetzt; diese verehrlichen Herrm Republikaner scheinen nn sehr schätz bares Interesse an den Schicksalen der koreanischen Königssamilie zu hegen, da am 5. Juni, als der Tod TschoS bekannt wurde, eine Abtheilung von 55 Mann von der Corvette Swatara an unserm Gasthofe vorbei nach der Haupte stadt marschirte. Am nächsten Tage kam auch noch die Corvette Omaha von Yokohama !n aller Eile angeflözt", sodaß die Vereinigten Staaten durch ein stattliche- Geschwader in unserm Hafen vertreten waren; außerdem lagen vor Anker der chinesische (in Stettin erbaut) Kreuzer Chivnen sowie daS japanesische Kanonenboot Chokaikan. Das deutsche 5kanonenboot Iltis und die österreichische Corvette Zrinyi waren einige Tage vorher abgegangen, jenes nach Port Arthur, diese nach Schanghai. Am 11. dS. fand ein wahrer Exodus von hier nach der Hauptstadt statt, und Pferd oder Tragstuhl war so selten tote ein weißer Sperling. Nach ThoresSchluß darf Niemand mehr in Soul hinein, und eS werden Wachm aufgestellt, um zu verhüten, daß sich Unberu jene über die Mauern schleichen; diese würdigen Nachtwächter haben in der Nacht von 11 bis 12 eine reiche Ernte gehalten, indem sie tausenden und abertaufenden von Männlein, Weibleln und Kindlein über die Mauer halfen ! Sicher wünschen diese Wächter deS GesetzeZ, daß alle Tage eineLott"sich begraben lass möchte. In früher Morgenstunde, gegen 3 Uhr, am 12. October marschirten die Truppen, deren gegen 10000 (Milizen eingeschlossen cnmt send gewesen sein sollen, auf ihre &ta rionen, und die Amerikaner "von ihrer Gesandtschaft nach dem königlichen Palast, um den Sarg zu escortirenz welch hohe Ehre für die hochselig Ent schlafene! Die undankbaren Koreann haben indeß diese Liebenswürdigkeit abgelehnt; eZ gibt doch schlechte Menschen auch in dieser Ecke der Welt! Mit ihrer bekannten Bescheidenheit haben sie sich sofort bereit gefunden, wenigstens den Zug zu führen ("to le&d ih& pro cession"). Sie sind denn auch richtig mif der Straße nach dem Ostthore msrschirt, haben sich außerhalb aufge stellt, unzefähr wie bei uns eine Ehren Compagnie bei Ankunft einer fürstlichen Persönlichkeit ; sie haben die Schießprü gel beim Passiren der Särge präsentirt -und sich dann heim zur Gesandtschaft getrollt. ES waren nämlich zwei Särge; der eine enthielt angeblich die Reste der Verstorbenen und der zweite die Mit gift in das koreanische bessere Jenseits. Ich schrieb absichtlich angeblich, weil behauptet wird, daß die wirkliche Leiche erst wahrend der nächsten Nacht in aller Stille beigesetzt worden sein soll! Das Wäre ein pfiffiger, echt asiatischer Kniff, 51 den Iolaen eines etwaigen Tumul sei vorzubeugen; man male sich die Enttäuschung aus, wenn ein Aufruhr wahrend des Begräbnisses stattgefun den hätte und die möglicherweise sieg, reichen Aufständischen hatten die Nester leer gefunden! Vielleicht nicht allen Ihren verehrten Lesern dürfte es bekannt sein, welch hoben Werth die uoxtantz (wie die Chinesen) aus. den Besitz der Gebeine ihrer Vorsahren legen; daß dem aber so ist.' erläutert sich am besten durch , die Watsache, daß im Jahre 1866 der , französische Mnnonar. und nachmalige Bischof Nidel den Hamburger Dampfer nn c . ii Uctaa, Uflpuan lUivucv, ycuciic miD rnu ; Unterstützung des . Hamburger Kauf, raauns Herrn Ernst Oppert nach Korea mz um sich in z Besitz Her Gebeine . . ' " ' 1 r :i: ' . der Borfayren ves waumwm zu ieyen. (Der Dai-in-Kun ist der ch lebende X- . "iV -j" ... '!'" C. C sotutx oes jetzigen nonigs unv ruuuc damals die Regentschaft für seinen min berjährrgen lSohn.), .Herr Ridel, welcber lanae Jahre im Lande als Missionär thätig gewesen war, kannte seine . koreaulZchen Mppenyeimer genau uno war überzeugt, daß mit einem Knochen der Vorfahren des Dai-in-Kun in der Sand er imstande sein würde, den blutdürstigen Wütherich. der damals Korea in ein Blutbad tauchte, zu bezähmen und dem Lande Ruhe und Frieden wiedergeben zu können. Dies zur Erläutexysa. veSöalb möalitberwnie leere
Särge Parade geführt sind. Die 8jc pedition miUang ; verzeihen Sie die Ab schweifung; kehren wir zurück zu un serm Gegenstände. Hunderttausend Schaulustige waren herbeigeströmt, und Unterkommen wgr schwer zn flnden. Mit anerkennend werther Zuvorkommenheit hatte die Re gierunz fcen bei ihr beglaubigten Vertretern fremder Mächte Einladungen zukommen lassen und Plätze am Ost thore angewiesen, von wo an? bequem und übersichtlich der Zug beobachtet tonten konnte. Derselbe wurde durch ein Bataillon Infanterie eröffnet, welchcs mit aufgepflanztem Bajonett m gleichem Schritt und Tritt" den ernst haften Eindruck machte, daß es gegebn nen Falles nicht mit sich spaßen lassen würde; dann kamen die Särge und hinterher wer kennt die Herrschaften, wer die Namen, die trauernd tytt zusammen kamen"? Hofbeamte, Staats 'Würdenträger. Eunuchen, Vermummte, Truvpkn. endlose Zuge von Gilden
und Zünften u. s. w. u. s. w. Ihr Berichterstatter hat sich selbst stark im Verdacht, dan er unpnn cyrnoen würde, wenn er versuchen wollte, die verschiedenen Stellungen der Trabanten und Satelliten im koreanischen Leben, welche den Sargen zunächst marschirten, näher zu beschreiben; vermuthlich wird es ihm Niemand verargen, wenn er sich der undankbaren Aufgabe der näheren Schilderung entzieht. Zuledt kam der Hauvtleidtraaende. der Stellvertreter deS Königs, Vrmz Ming, em Vetter der regierenden Köm gin, der sich in einer Secondelieute sants-Uniform unseres 1. GardMegp nents zu Fuß ganz nett ausnehmen vürde; diesem intelligenten, energischen Jüngling wird eine bedeutende Rolle Ql Lande vorausgesagt. Von Rechts wegen hätte der Konig selbst folgen sollen, seine Frau Gemahlin hat es indessen nicht erlaubt; sie hat die Hosen an," oder wie Blumauer eleganter und poetischer in seiner Aeneide von Juno behauptet, daß sie ihres Mannes Donnerkeil regierte; die gestrenge kluge Frau soll darauf bestanden haben, während der stundenlangen Ceremonien außerhalb des Thores den König um sich zu haben, da sie eine Palast-Revolution um so eher befürchtete, als der jetzige König einer solchen, deren Hauptheldin die eben beerdigte Königin Tscho war, seinen Thron ver dankt; es war bei Gelegenheit des Ablebens seines Vorgängers im Jahre 1864. (Königin Tscho war allgemein bekannt als Konigin-Mutter" ; die leibliche Mutter des Königs, die Frau des srüheren Regenten, lebt indeß noch, genießt aber keine königlichen Ehren; der König verdankt seinen Thron nu? dem Umstände, daß Tscho ihn adop tirte. ) Die ganze Feierlichkeit ist übri gens in größter Ruhe und Ordnung verlaufen. Der Zug kehrte erst am nächsten Morgen vom Begräbnkß zurück. Fremde sind bei der eigentlichen Beerdigunz nicht zugegen gewesen. Sie hat etwa eine Woche srüher ein paar Vor spiele gehabt, die man füglich Lustspiele nennen könnte, wenn es nicht gar zu blutige Köpfe dabei gesetzt hätte. Bei der großen Glocke, mitten in Söul, wo sich die beiden breiten Hauptstraßen kreuzen,, haben sich nämlich die Fleischer und die Flußschiffe? zwei blu tige Schlachten geliefert, um zu entscheid den, welche Zunft den ersten und welche den zweiten Sarg tragen sollte (bei sol chen Gelegenheiten Vorrechte dieser beiden Gilden). In beiden Fällen haben die Männer von Blut und Eisen" gesiegt. Es hat elf todte Koreaner dabei gegeben; das Publikum hat sich neutral verhalten, und die Behörden haben sich nicht eingemischt; landlich, sittlich. Als blanke Waffen" haben die Waschbläuel der Weiber gedient, als Wurfgeschosse echte Pflastersteine. Nach dem Begräbnisse sollte noch eine Entscheidung wegen des Vorranges extra. murö3, zwischen der Stadt und dem Strome stattsinden; vielleicht siezen die Gondoliere, wenn näher ihrem eige nen Elemente; der Erfolg dieses dritten Mahlganges- wird Sie wenig interessirenz mich auch nicht. Inzwischen sind die Amerikaner wieder hier eingetroffen, ohne Verluste, jedoch mit dem Gewinne verschiedentlicher wundgelaufener Füße und dem Bewußtsein befriedigter Pflichterfüllung. Der Feldzug im Jun, war schlimmer; da gab es Hitzschläge und Sonnenstiche; böse Mäuler behaupten, es wäre schlechter Whiskey gewesen. Diese Frage ist indeß nicht so wichtig, als diejenige, was diese Donquixoterien sollen; den politischen Einfluß Amenlas in Korea befestigen und dadurch den mercantilischen heben? Das wäre wohl möglich, indem der jetzige amerikanische Gesandte hier, Herr Augustine Hcard. ein Kaufmann ist. Qraf Tolstoi' als ' Bertheidiger Am 8. December befanden sich die 2730 Bewohner des Städtchens Krapiwna im russischen Gouvernement Tula in nicht geringer Aufregung. Am nächsten Tage' sollten die Verhandlungen einer Abtheilung des Tulaer Bezirksgerichts eröffuet werden und in der ganzen Stadt hatte sich das Gerücht verbreitet, Graf Leo Tolstoi werde als Vertheidiger auftreten in einem MordProceß, und in Folge dessen würden die Mörder freigesprochen werden. Graf Leo Tolstoi als Vertheidiger im Ge richt, der Mann, der bisher die Bcrechtigung der weltlichen Gerichte überhaupt nicht anerkannte und lieber hohe Strafen zahlte, als daß er im Gericht als Geschworener erschien,' um über seine Nebenmenschen zu richten das war jedenfalls noch nicht dagewesen! Als der Graf nun wirklich im Laufe deS Tages mit seinen Töchtern anlangte, und sich bald daraus in das Gefängniß für Criminalverbrecher begab, steigerte sich die : Aufregung bis zum höchsten Grade. Am ;' anderen Tage war der Andrang zur Gerichtssitzung ein colossaZer, trotzdem es bekannt wurde, daß die Mitwirkung des Grafen sich nur darauf beschränke, daß er Men Advokaten mit-
' . . :fsili:..,: .r.!.i''-:!i:i:h.":-::iii-l!::i : ' ii!-.!.;!.: 'iNi' "': -'lil!!;!!: l!1!'1! . - .ii.. iijitM:!': :j gebracht, der die Mörder vertyndtgen
würde. In der : zweuen sceiye der Stühle sah man richte den Grafen mit seinen Töchtern. Der Uneinaeweibte hatte eS nickt leicht gehabt, zu erratheu, wen er da l vor sich hatte in dem weltzvarttgen. Manne im schlichten grauen Wollhemde, in hohen Stiefeln und mit einer nicht gerade salonmaßigen Coiffure. Aber ein Blick rn daS sympathische Geficht mit den ruhigen, klugen, hellblau Augm verräth doch sofort, daß man einen Ver-, treter der JnteÄgenz, einen , geistvollen Culwrmenschen vor sich hat.-' Während der Verhandlung des Processes, welcher übrigens so wenig verwickelt und so undramatisch ist, daß es nicht leicht zu erklären, warum Tolstoi demselben sein Interesse zugewandt, machte der Graf eifrig Notizen in sein Taschenbuch, die er vermuthlich zu seinem eben entstehen den CriminalRoman verwerthen will. Drei Bauernburschen im Dörfchen U tuchowa haben im Mai l. I. den 17jäh" rigen Genossen Nicoläi Stachanom aus Neid -auf seine törperüchen Vorzüge und seine Beliebtheit bei. den Mädchen des Ortes durch Steiuwürse und Erwürgen getödtet und seine Leiche mU einem GO Pfund schweren Stem am Halse in's Wasser geworfen, wo man s am nächsten Tage sand. Der intimste Freund des OpferS wohnte dem Ueberfall bei, hielt sich da bei neutral uud versprach den drei Mordern Schweigen. Die Angeschul digten waren geständig und leugneten nur die vorgefaßte Absicht und der vom Grafen Tolstoi mitgebrachte Vertheidi ger stellte die ganze Sache als zufälligen Todtfchlag die Mordgesellen hatten für ihr Vorhaben die Stricke mitgenom men, als sie den Nicolai nach dem Tanze im Dorfe zu einem Spaziergang verlockt hin und plaidirte feurig für die Freisprechung. Die Geschworenen fanden drei der Angeklagten schuldig, einen Todtschlag im Jähzorn unter mU dernden Umstanden, begangen zu haben und sprachen den Freund- des Ermor beten ftei. Zwei der Burschen wurden zur Anpedlung ' im westlichen Sibirien, der dritte jüngere, zu zweieinhalb Iah ren Gefängniß verurtheilt. Welche Ausbeute aber Graf Tolstoi aus dieser Verhandlung ziehen könnte, ist schwer ersichtlich und es wird von Interesse fein, zu beobachten, wie der Dichter diese russische Dorfidylle verarbeitet. . Wer ist der Veranstalter des Sän gerfestes Der Nordamerikanische Sän gerb und, oder die fest' gebende Stadt? sAu dem Elevelandn .nzeiger. Als hier vor einigen Jahren die Germania-Halle erbaut wurde, passirte dem Schreiber dieser Zeilen bei dem Versuche, Aktien zu verkaufen, folgend Geschichte: Ein ziemlich prominenter Deutscher, und dabei ein wohlhabender Mann, wurde behufs Theilnahme an der Aktienzeichnung angesprochen. Der Bieder mann gab darauf treuherzig folgend Antwort : O, ich thue auch etwas für die Gcrmania-Halle, denn wir müssen eine solche Halle in Cleveland haben." Ja, was gedenken Sie denn zu thun, wie viel Aktien wollen Sie nehmen?" Aktien nehme ich nicht, aber wenn der Grundstein gelegt wird, dan martsche" ich mit. Und in der That, der gute Mann hat sein Wort gehalten, er hat t martscht" vom Square nach dem da' maligen Bauplatze an der Eriestraße und von dort bis nach HaltnorthS Gar ten. Das war seine Liebesgabe für den stolzen Bau, der für die Entfaltung des deutschen Lebens in Cleveland von so ungeheurer Wichtigkeit gewesen ist. An diese Geschichte werden .wir er innert, wenn wir bedenken, was bei große nordamerikanische Sängerbund eigentlich sür die Veranstaltung der sogenannten nationalen Sängerfeste thut, die auf seine Anordnung hin und den Bestimmungen seiner Verfassung ge maß alle zwei oder drei Jahre abgehalten werden. Im Grunde genommen thut der Bund nicht mehr dafür, als was jener deutsche Spießbürger sür den Bau unserer Germania-HaAe gethan hat, ja eigentlich noch weniger. Denn jenn Spießer hat wenigstens nicht bei den Bau hineinreden dürfen, er hat nicht mit beschlossen, wann und wo der Bai; errichtet werden sollte. Dagegen ha! der große nationale nordamerikanifchl Sängerbund den Ort und die Zeit oer Abhaltung seines-SesteS bestimmt unl! der Behörde, welche das Fest schließlich veranstalten muß, durch Bedingungen der Bundesverfassung Rücksichten auf erlegt, die häusig genug sich als Hin dernisse erweisen. Im Uebngen rrägj der mächtige Bund zu dem Feste nichj mehr bei, als jener deutsche Biedermann beigetragen hat? der. Bund erscheint, martscht", singt, setzt sich so zu sagen aii eine vollbesetzte Tafel und läßt für daS Uebrige den lieben 'Herrgott und du sestgebende Stadt sorgen. Das ist aber, unserer Meinung nach, grundfalsch und sollte so schnell, als nu, möglich, abgestellt werden. Der Sän gerbund sollte nicht blos seinen Name, und die Stimmen seiner Sänger zu den Feste herleihcn, sondern er sollte auc einen Theil des sinanciellen RisikoS über nehmen,' sowie bei den Arrangementi des Festes thatkräftig mitwirken. Die Sängerfepe, wie sie jetzt veran staltet werden, beruhen noch ganz gen aus derselben Basis, welche zur Zeit deZ ersten Anfangs der Pflege des deutsche Liedes ein Nothbehelf war. Die Sän ger waren meistens wenig! bemittelt, Leute, und die Deutschen der größere Städte machten sich eine Ehre daraus, die liederfrohen Landsleute gastlich auf zunehmen und die damals noch sehr we nig umfangreichen Vorbereitungen füi die Feste zu treffen. ! Dreihundert .bi, sechshundert Gäste konnten leicht unter, gebracht werden, und für die Accomo vation eiuer solchen Zabl aab ti in bei
weiften größeren Städten genagendi Räumlichkeiten, Festhallen u. s. w. Aber was ist aus den Festen von da. mals geworden? 0t haben sich in Ut selben rapiden Weise zu großartigen Massenaufführungen entwickelt, wie sich die Postkutsche der 40er Jahre zu dem Blitz-Expreßzuge der Neuzeit entwickelt hat. Wo damals 300 bis 600 Gäste zv versorgen waren, melden sich jetzt 3000, aus den bescheidenen, aber fröhliche und gemüthlichen Aufführungen jenn Zeit sind prunkvolle und im großartig' sten Stile durchzuführende Massende, monstrationen geworden. Die Hallen, welche srüher sür das ganze Fest genüg, ten, reichen jetzt kaum zu dem Commerst eines einzigen großen Vereins auö z ma hat jetzt mehr Mitwirkende Bet dn Festen, als man damals im Auditorium zählen konnte und an Stelle der Stadt kapelle von früher muß jetzt ein groß artiges hundertköpfiges KünstlerOr. chester herbei. Aber so ungeheure Fortschritte auch in dieser Beziehung zu verzeichnen sei mögen, in jeder anderen Weise sind dii alten Anordnungen geblieben. D Sängerbund wählr immer noch Ort rnti Zeit der Feste, damit hört aber seine Thätigkeit auf. Er sagt zu den Dele. gaten der Feststadt: .Da babt Jh, das Fest, seht jetzt zu, was Ihr damit anfangt. Wir kommen 3000 Man, stark! Thut Geld in Eure Beutel, be reitet uns einen schönen Empfang mrt ein glänzende Fest und gebt uns beileibt keine Veranlassung zum Schimpfen." Hier sollte ein Wandel geschaffn werden, und zwar im Interesse dn sestgebenden Städte sowohl, als . deil Bundes. Der Bund muß einen gewis' sm Grad von Verantwortlichkeit übeo nehmen für ein Fest, welches er bevaterA will und das unter der. Flagge eines B undes festes segelt. Man dart einer Sache keinen nationalen Anstriq geben, welche ganz ausschließlich von einer lokalen Behörde vorbereitet, und aus deren Unkosten durchgeführt wird. Wir mochten die folgenden Vorschlag machen: 1. Der Bund ernennt einen permanenten Ausschuß von mindestens füns Mitgliedern, unter welchen sich . zwei Dirigenten, aus verschiedenen Städten, besinden müssen. Dieser Ausschuß tritt in bestimmten Zwischenräumen in de: festgebenden Stadt zusammen, tagt mit der lokalen Behörde und geht derselben bei den Vorbereitungen thatkräftig zur Hand. Man braucht diesem Bundesausschusse, der voraussichtlich aus aus wärtigen Mitgliedern bestehen wird, keine Stimme zu geben bei der Erwähn lung des Festpräsidenten, dagegen sollte der Ausschuß bei der Erwählung des Festdirigenten wenigstens das Vetorecht besitzen. Namentlich aber sollten die m.usika lifchen Arrangements wesentlich in den Händen dieses Ausschusses liegen. Et soMe im Vereine mit dem Festdirigenten die Lieder für den Massenchor aus wählen und bestimmen, welche Solisten uud welches Orchester zu engagiren sind. DaS musikalische Arrangement sollte nicht von einem Musikcomite des lokalen Ausschusses besorgt werden, sonderu von sachverständigen Bundesbeamten. Geschieht dieses, dann hat auch der Bund die Verantwortlichkeit wenigstens für diesen Theil des Festes ganz u tragen. Auch können Mißgriffe weft leichter vermieden werden, lvenn eine ComMission von auswärtigen Fachmänner daS Programm feststellt. 2. Der nordamerikauische Sangen kmd muß an dem finanziellen Risid sich betheiligen. Er muß zu diesem Zwecke einen Reservefonds besitzen. Wiß derselbe aufzubringen ist, ob durch Be steuerung aller zum Bunde gehörige Vereine, einerlei, ob sie am Feste theil nehmen oder nicht, oder durch Samm lung von freiwilligen Beitragen im ganzen Lande, oder durch Conzerte und Feste, welche die Vereine geben könnten, oder durch alle drei genannten Mittel zusammen, lassen wir dahingestellt: aber ein Reservefonds von mindestens S10,000 sollte unter allen Umstände, geschaffen werden. Selbstverständlich haben diese Vor schlüge keinen Bezug auf öas nächste Clevelander Sängerfest. Wir untere breiten sie im Interesse der Sache und behufs weiterer Besprechung und Er wäaung in den beteiligten Kreisen. Frau Barr u. Co's Umzugs Verkauf. Mäntel. Mäntel Wir hsdeu jl baß Gefchäftilokal Rs. S5 Sud Jllluots Straß .bezogen und er. suchen unsere deuts tn Hrennde, unser Leger zu lesichgen. Größte Auiwah': biäigfte Preise. JF&AXJ 33JX3LH S5 00., Mäntel . Geschäft. , 65 Sud Zlliuois Straße.
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