Indiana Tribüne, Volume 14, Number 105, Indianapolis, Marion County, 4 January 1891 — Page 5

Red Star Line.

Ver. Staaten und KömglZch 581 giZchk PoftsDsmpf' RegelmSßZge Fahztm zvischm Qvtwerpev und New Fork Antwerpen und Vhilodelphia K X DorzSflNchkBekoftiguug. gute Sedlennng und iedrige Preise. Lnwtrpku bietet Keisesd dsu und nach Sknifchfand Oeßerreich, Frankreich und d SSwk!, besasdee Vortheile. Lbfah.-t von Nev Aark jeden Vitwoö ; dou Vstwerpea jede Samftaa. Die Dampf dien Linie find all neueöe? Conftruktton nud dttiiZ, l&et&eii mit VeanemZickknt und Sckuelligkeit bei besonders oiedrigeu Preise. Nähere bei: tex Wrijlit SeueraZ.Vgeuteu, Nrv E$J': Philadel phka,oder: Frenzel Brothers, Alex. Metzger, Jndianapolik. Eine vorzügliche Gelegenheit . zur NeberZahrt zwischen Deutschland uud Vme. rika bietet dle bevähtte nu beliebte Baltimore Linie des Nokddcutschkn Lloyd ! Die rüiu-.lichÄ bckannte, enen und probten PoSdampse? Lies Lwie fahre regelMßkg döcheutlich zwischen Valtlmors und Bremen dtreet, und nehmen Passagiere zn sehr öillkgrn Prei sen. Gute Verpflegung! GkößtmSgZichfte SiSnheit! Dolmelscher begleiten die Einwan derer auf der Reise nach dem Westen. Bis End 1833 tourdea mit Llohd.Damjzsern 1,883.313 Passagiere gluckliö über den Ocean befördert, gewiß ein gute! Z.ngniK für die Beliebtheit dieser Linie. Wtit, Sultans tthelln: A.. ÖclrnmQoIior &: Co , Stiekal.Ägenten,Ho.k Süd Gay Str., Baltimore, Md., oder deren Vertreter ' Jnlande. Alex. Metzger und Se J Freuzel Indianapolis. sv 7 Schwache Manner,. Zche ihre volleVkanneßkrast r.l5IattUätt8 Si?e5 wteeer zu lanqe ünsckkn, sollte nicht versäume, den Jsevrrend" ,u lesen. Da mt Ttltn ßtaaltnafiöidstea eiliaterte. 14114 lattlofsiattete SSett stet Aufschlug bbn ein nettes &Ü9ct1zttttxtt wodurch Tausende knnnbalb kür 'stn tit ohne LervfsJörunF von Geschlechts, Jranhtitm den folgen der Jugend !füttfett ollstlwliz wiederherzesteLt wurde. Heil, vnfahre ebenso einfach als billig. Jede? sein eigener ISn:. Si uen m israsixs nncyor vecsmmr ,bat Bucy siegelt uns franes zugeschickt ro d JVriont flünk Disoensar.. 23 West lletr., Re Hoch 52. F. VL l I. T Ks. IW Seßk Süe f i'?-! S V AN AuS der Waterland kst eiu HNflrnk SAö v kd erjZrt. 86 Ost Washington Ctroße. Indianapolis. Ind. Na die chinchsSe Krüuter Medizin Co. NaHdt meint Mutlkr, Julia Sedram von Markt Rockran tn SHle sitn langt Jkit vs tin testen Vkrzttn ohne Erfolg besandtli worden war. QtUb ftt mir, dob kÄ ihr dieMittkl der SintttlStg rSuttrmedtzkn Es. watn Sa,, deren Rubm schon über da? Neer atdrünaen M. lndem Lmte miQt von Atattika zukückramen, fle rühmten. Meine Mutter ltidit an ironischen RbtumatlS rani. Tuk der Bebandluua durch die beSen Aerzte ist sie nicht im Stande zu ethtn. Ich vnde die Heilmittel sicheellch schicken, denn ich )abe Vertrauen u tönen, nachdem fte schon in ,chon tn w vielen ZÜe ittm& ökslktt baber und ich bin überzeugt dok fte meine Mutter kuriren Otkdkn. Ich tttaube it BergnSgen, dab dlek publtznt med. Anna Schräm. Die chinesischen KkSuterlnedlhwm ver ' den blok in den Parlor?, 25 West Wash ington Strafe verkauft. Csnsnltatio steil Grech Sie bor. yersonen, dl lt etfert on der Ctau oh min, d ersad i schreiben. : Die Vtttel können mit Sicherheit nach Sklen jycuc wm 4uui(t cii imvi E5näZÄLd: 9 tu 12 Uhr Vm., 1 111 5 Uhr achm., 7 bi Nhr Z!bd.; Sonntag S bis 12 Uhr m 2 dU Uhr ahm. piiiesg Hera liernedy Loippany 1 M -IM 25 Mst Washmztem Straße. I Indianapolis, Z,d.

(MögsMöWE

Johann e?tv.

(Erzherzog Johänn S alvator,)'F .z)er Verseveranza" m Rom werden aus München bon emeWcrsonlZchkeit, welche mit Johann Orth in engeren Be zichungm gestanden hat'-über diesen interessante Daten mitgetheilt. Der Erzherzog Johann Salvator,-der Sohn des letzten Groöherzogs'Kon Toskana. in füoxm w Jahre Z1853 geboren. ; habe sich fast mehr als Italiener, denn I i, ' t jc.r x viertes ei ojierrcisyijuj "4 aclU4'u feinen Gegensatz zu den '.maßgebenden Persönlichkeiten in Oesterreich derbreiten folgende wörtliche Aeußerungen des Erzherzogs hinreichendes Licht: Der Kaiser würde sehr gern liberal sein, aber die herrschende Bureaukratie I ln den civilen und militärischen Spha ren zwängt ihn aus allen Seiten ern Die Statthalter spielen die Paschas, um recht lange auf ihren Posten bleiben zu können. Wenn icb am Ruder wäre. Me das Mes von Gmnd aus anders (JvX IVfrVtU, Der Erzherzog war ritt Schriftsteller voller Geist und Wiffen, ein hervorragender Mensch mit großem auch aus übenden Talent für Poesie und ein liebenswürdiger Gesellschafter. Am Hofe erfreute sich der Prinz früher einer außerordentlichen Beliebtheit. Der Kaiser, welcher 'ihn wie einen Sohn liebte, überwachte seine Erziehung. die denselben Lehrern, wie die deS Kronvrwzen Rudolf, anvertraut war. Seine Studentenstreiche, mit denen er zum Entsetzen der Höflinge die geweihten Statten der Hofburg profa mrte, waren in Aller Munde. Als Burggespenst setzte er eine Zeit lang, in ein weißes Laken gehüllt. Mitternachts die langen Corridore des, Kaiserschlosses entlang wandelnd, den ganzen Hof und vor Allem die nachtlichen Wachtposten in Schrecken. Im Heere rückte e? schnell zum Feldmarschall-Lieutenant auf, ein für einen Erzherzog nicht ungewöhn llches Avancement, welches leoocy m diesem Falle auch durch seine hervorra gendeu mmtarischen Fähigkeiten gerecht fertigt erschien. Außer dresen seinen BerufZstudien, denen er sich , mit gro ßem Ernste und eisernem Fleiße hingab, pflegte er aus Eifer die Physik und verwandte die ihm noch verbleibende Zeit der Vervollkommnung seiner mustkalischen Kenntnis e. , Er war ein Vorzug licher Clavicrspieler und gewandter Comvonist: seine Lieder wie auch seine Dichtungen veröffentlichte er unter emem Pseudonym. Sein Wlssensdurst kannte keine Grenzen, und wiederholt sagte er: Wenn ich bürgerlicher Abkunft wäre, hätte ich wahrscheinuch mehr gelernt und mehr Gelegenheit gesunden. mich auszubilden. Als Prinz muß ich vor Allem aus meme speciellen. BerusS pflichten bedacht sein, welche allzu viel Zeit und Studium erfordern." Dabei war er von einem geradezu krankhasten Ehrgeiz, welcher m ihm eme stete llnzu friedenheit hervorrief, fein Urtheil über Andere oft trübte und ihn zu Aeußerunaen veranlaßte, die, falsch hinterbracht, ihm viele Feinde schufen. Es klingt paradox und entspricht doch den Thatsacken, dan auch zu seinen letzten Hand lunqen, welche ihm die Sympathie derer raubten, die ihn bis dahin aufs Aeußerste geachtet und geliebt hatten, der Ehrgeiz den Anstoß gegeben hat. So lange er sich nur mit militärischen Arbeiten beschästiqte, erfreute er sich auch in den maßgebenden Keifen allgemei neu Wohlwollens. Sowie er sich aber auf das Gebiet der ' Politik begab, ver lor er den Boden unter den Füßen. Bald wurde der Erzherzog . von seiner Stellung als Tivisionär entbunden und lur Dlsvosition gestellt. Dieser Schlag traf ihn auf'ö Schwerste. Er suchte in Rellea und Arbette? Trost. Sein sehn lichfler Wun,cy war, den itan zu sprechen: doch er sah diezm mtnach ds traurigen Katastrophe deS Kronprinzen Rudolf, als der Kaiser, vom Schmerz ubermältigt, die Erzherzoge um sich versammelte und Allen die Hand druckte, auch dem Enhtrzoze Johann mit den Worten: Wer hätte daS von unserem Rudolf gedacht." Er glaubte nun, da der Kaiser ihm verziehen habe, aber als der November herankam, vhne daß voz feiner Wiederewstellunz in den aktiven Dienst etwas verlautete, reifte jn ihm der Gedanke, in fremden Landern daß zu suchen, was ihm das Vaterland, das er so sehr liebte, verweigert hatte, den mächtigen Thatendrang, der ihn verzehrte, im Auslande zu stillen. Alles schon dagewesen. Ein französischer Arzt, der sich mü der Gelchichte der Medicin berast, ha dieser Tage einen interessanten Versuch der Hnlung von Tuberkulose müge theils der im Jahre 1777 gemacht wur de, und zwar von keinem Andern, als Marat, dem nachmals so ' gefürchteten Schreckensmann der Revolutlonstage. Msrat war um diese Zeit Arzt, und zwa? ein Arzt, der in Paris sehr in Mode war, und ßNonders m der An stokratie einen große ' Pstjentenkreis bemn. Als nun eines Tages piL Map quise de Laubespine in , m$ tödlich Krankheit vernel, so daß dir Am te er klärten, sie würde keine 24 Stunden mehr leben, lieg sie, als letzten Rettungs anker, Marat sn ihr Krankenbett rufen. Marat' stellte die TiagnosL yuf Lungen schwiudsucht, begann eine von ihm selbst erfunden Uut und es gelang ihm auch wirklich, die Maxqijisk zu heilen. Ma rat veröffentlichte nun, &u sllgemejnes stürmisches Verlangen, das von jhm an gewandte Heilmittel. Dasselbe bestand zunächst aus finer Mischung von Man delmilch und Sslpetersalz. Hierauf hatte Marat .ein Mineralwasser eigener Composition verordnet. .Das Geheim viß diese? Composition enthüllte er aber mcht. Da jedoch die allgemeine Span nung oufs Köchste, erregt, war, ließ die AkademiL' eine chemische, Inalyse des Wassers veranstalten, und man fand a Hauptbestandtheil- eine ' Art von Kalb ' pöoövböt.,- '. .' ...

Die Schwindsüchtigen, .selbst die im letzten Stadium dieser Krankheit besindlichen, kamen nun in Schaaren zu Marat. Man zahlte bis zu 36 Livres für einen Besuch und Marat konnte lange nicht allen Ansorderungen seiner Praxis genügen. Indeß wendete er sich, trotz dieses Erfolges, 'bald von der Medicin ab und dem Studinm der Physsk zu. Er sagte, datz der ärztliche Stand in PanS nichts sei, als eine Versammlung vyn Charlatans, der anzugehören n . ? : , , . rmi . ' V . L-.JLl: "TT-tt

mer i emer Wuroe veirulenmue. . min'S OrgantfattonSplaa fü Ostafrika. Von Emin Väscha sind zuletzt auS Ta bora. dem Mittelpunkt des Araberhan dels, datirt vom August, bestimmte Nach richten eingelaufen. Aus jemen Briefen werden in dr Kolonial-Zeitung Einzelhelten über die weitere Gestaltung des vstafrikanischen Hinterlandes mitge theilt, wie Emin selber sie als nothmen big erachtet. Aus dem von ihm em pfohlenen Organtsattonsplane heben wir Folgendes hervor: Außer Tabora, als Centrum, welches mit ungefähr 150 Soldaten zu besetzen wäre, ist es gebo ten, drei bis vier größere Stationen, je eine in Qua-Meere und am Tanganika see, und an passenden Plätzen weiter im Norden anzulegen. Jede solche Sta tion sollte mit 100 Mann besetzt, sem, unter Führung je , eines deutschen Ossiciers und mehrerer Unterofsiciere. Die Soldaten sind im Beginn von der, Küste zu senden, muffen jedoch nach und nach durch Eingeborne ergänzt und ersetzt werden, weil diese bezüglich der Verpflegung weniger Ansprüche machen und mit geringerem Solde zusrieden stnd. Das Material für diese Soldaten sind in Freiheit gesetzte Sklaven. Nach gründlicher Bereifung sind em Anzahl passender Punkte zur Anlage von Staüonen zweiten Ranges auszusuchen. Punkte, welche Mit t 50 oder 60 Mann zu besetzen und unter Aufsicht eines deutschen Unterofnclers zü stellen sind, und in passender Entfernung von der Hauptstation gelegen, von dieser abhäu-. gig gemacht werden. Die Kosten ou cher Stationen würden sich durch einen dem Ortschef auferlegten Tribut an Elfenbein beibringen lassen, außerdem wird die Bevölkerung verpflichtet, eine Abgabe an Korn zum Unterhalt der Soldaten zu liefern und gegen Bezahl lung die nothwendigen Träger zu stel len. Karawanen haben eine bestimmte Abgabe zu zahlen und können dasür für bestimmte Strecken Begleitmannschaften erhalten :c. Erste Bedingung für eine gesunde Entwicklung ist und bleibt nach EminS Ansicht die Besetzung und Erschließung des SeegevieteS, nur so würde es mög lich sein, die Verwaltungskosten zu decken. Die Entsendung von Dampfern nach den Seen scheint auch Emin von größter Wichtigkeit, für eine rationelle Verwaltung dieser Gebiete aber er em pfiehlt eine Dreitheilung, da die Ver waltung von der Küste aus schon der Entfernung wegen nicht möglich ist: das Küstengebiet, den Kilimandscharo einbegriffen bis nach Mpwapwa reichend, das nördliche Seengebiet mit einer Hauptstation im Norden und Tabora als Durchgangsplatz und das südliche Gebiet von Nyassa aus auf Lindi und Mikindani abschließend. In erster Linie handelt es sich bei allen diesen Vorschlägen um die Kosten. Für den Beainn müßte daS Reich die Mittel bewilligen, um Stationen zu gründen, Soldaten zu bewaffnen. Ge schule anzuschaffen und Mannschaften wie Ofsiciere zu besolden. In kurzer Zeit werde es möglich sein, das Land so zu heben, daß es mit geringer Unterstützung auskommen und schließlich sich selbst erhalten kann. Binnen drei Jahren hofft Emin mit der Rechnung auf die Kosten zu kommen, wenn die Sache nch tig angefangen wird. Als erste Bedin gung für seii eigenes Wirken bezeichnet er .discretionare Gemalt, Abtrennung der inneren Landestheile vom Lküstengebiet und Einsetzung einer eigeuenVerwaltung mit zweckentsprechender Vertretung an der Küste". Eine Million Mark für den Beginn und später eine halbe Million wären nach Emin's An sicht mehr als genügend, die Verwal tungskosten so lange zu decken, bis jene Gebiete aus eigenen Hilfsquellen sich zu erhalten im Stande sind. Ob und wie weit diese Anschlage bei dem neuen Ko lonialetat der Reichsregierung bereits Berücksichtigung gefunden haben, werden hie Verhandlungen im Reichstage zeigen. Ueber die Araber- und die SklaVensrage äußern sich die Berichte Emin's wie folgt: Daß mit den Arabern auszukommen fei, haben die Erfolge dieser Expedition bewiesen. eS wäre thöricht, an ein Vertreiben dep Araber aus Mittel'Afrika zu denken, well einerseits die Kosten eines solchen Vorgehens nicht im Ver hältniß ständen zum Gewinn, den man daraus ziehen könne, andererseits aber würd? man sich eines Culturelements berauben, dessen wenn auch zweifelhafter Werth doch nicht zu unterschätzen ist, und schließlich träte die Frage an uns heran, wodurch man die Araber ersetzen sollje. rageq wir also den bestehenden Verhältnlssen'Rechnung. ßinx passende Behandlung, eine gewisse Rücksichtnahme aus religiöse und andere Vorurtheue, Beorderung rechtmäßigen Handelns und strenge Gerechtigkeitsliebe sind die eiafachstfn Wittel, um die Araber zu' pesreunoen und deutschem Hanos; iim schenhändler zu gewinnen, die seit Iah? zehnten wit Oertlichkeiten und Leuten vertraut und vorpsig ggn; unersetzlich sind. Der einzige Einwurf. de? hiergegen erhoben werden könnte, ist die leidige Sklavereifrage und es mag ml? demnach gestattet ,sexn, ' dieie hier zu berühren. Für jetzt von Unterdrückung der TNqver?! im Innern von Afrika zu sprechen, ist eine Redensart, deren Realisirung leider für einige Zeit noch unmöglich ist. Die Einrichtung der Sklaverei ' ist so. ma Bit der relmölen mV StanntfS-

emrlchtung verlnüpft. das SUavenhal ten ein so nöthiges Bedingniß für Ar beitcn und Kulturen geworden, daß ein ungeschicktes und voreiliges Behandeln dieser Frage zu ebenso schweren VerWickelungen Anlaß geben würde,. wie solche, allerdings unter dem Deckmantel von religiösem Fanatismus, im Sudan stattgefunden haben. Unsere Aufgabe für den Moment ist die rücksichtslose Unterdrückung des Sklavenhandels im Großen, die Verhinderung von Raub zügen zur Erlangung von Sklaven und

die Aufhebung von isklavenkarawanen., Hieran schließt sich die Verhinderung und Bestrafung von an Sklaven ausge übten Grausamkeiten." Der letzte rzt. Es war im Jahre 2000. An der Stelle, wo vor hundert Jat ren Berlin gestanden hatte, dehnte sich eine weite Ebene. Die Verwaltung des Zukunftsstaats hatte, um zede Erinne rung an die ehemalige Hochburg des fluchwürdigen CapttaUsmus . zu tilgen, die Stadt dem Erdboden gleichmachen unh auf dem Terrain Spargelbeete anlegen lassen. Nur zve: Punkte der früheren Stadt waren würdig befunden worden, in der Erinnerung der Nach Welt fortzuleben: ein einfacher Obelisk bezeichnete den Ort, wo am Ende deS 19. Jahrhunderts die Druckerei deS Berliner Volksblatts gestanden hatte und an der Stelle des ehemaligen hygienischen Instituts erhob sich das überlebensgroße Standbild Robert Koch's. Auf den Stufen dieses Denkmals kauerte ein verkommener 'Mann. Ein aus seiner Hinteren Rocktasche hervor ragendes, mit Schimmel überzogenes Stethoskop sprach dafür, daß man eS mit einem Arzt zu thun hatte. Jn der That, der Mann war Arzt, und zwar der letzte seiner Zunft. Er war in wehmüthige Betrachtungen versunken. ' Sein vergangenes Leben zog vor seinem Geiste vorüber. Er erinnerte sich dunkel aus seiner Kindheit, die in den Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts fiel, daß. feine Mutter ihm eine Schauer geschichte von Scharlach und Diphtheri tis erzählt hatte, welche sie in ihrer Ju gend überstanden. In seinem Leben und in demjenigen seiner Altersgenos sen war nichts dergleichen mehr zu verzeichnen gewesen. Später studirte er Medicin, wo er unter Anderem lernte, daß nach der Kochschen Entdeckung die Jnfectionskrankheiten ausgestorben waren. Dann kam die politische Umwälzung und damit das Ende des socialen Elends. Jn dem neuen Staatswesen bestieg die Hygiene als die Königin der Wissenschaften den Thron, und von die sem Zeitpunkte an ging es in demselben Grade mit dem ärztlichen Stande ab wZrts, wie die Rassenverbesserung Fortschritte machte. Ein Ast nach dem an dern an dem stolzen Baum der medizinischen Wissenschaften verdorrte. Zuerst mußten die Chirurgen das Feld räumen, da in der 'neuen Gesellschaftsordnung die Sicherheit im öffentlichen Verkehr und in den gewerblichen Betrieben zu einer absoluten geworden war und die Behandlung der Geschwülste schon längst nach Kochscker Methode erfolgte. Dann wurden die Geburtshelfer kaltgestellt; die emanzipirte Frauenwelt trat diese ihr schon lange vorenthaltene Domäne endlich an und verwaltete dieselbe zu allseitiger Zufriedenheit. Das aufrei bende Hasten und Jagen nach dem täg lichen Brote horte auf, und damit verschwand von selbst das ganze Herr der Nerven und Geisteskrankheiten. Die Aerzte wandten sich einer nach dem an dern lohnenderen Berufen zu; iunger' Nachwuchs war nicht vorhanden, da die Universitätskliniken aus Mangel an Krankenmaterial geschlossen werden mußten. Der letzte Bandwurm wurde lm Jahre 1876 abgetrieben und dem Staatsmuseum überwiesen, wo er neben der letzten Krätzmilbe seinen Platz fand. Ungefähr um dieselbe Zeit meldete, der letzte Apotheker Konkurs an. Die ein zige Krankheit, die am Ende noch übrig blieb, das Delirium treraena, behanbette Jeder selbst. Seit, dem Jahre 1991 praktizirte allein npch der lNann, von welchem wir reen. Zu thun gab eS eigentlich herz lich wenig; hauptsächlich besorgte er die Entfernung loser Zahne beim Zahnwechsel der Kinder. Zuwyslen wurde tt auch bei krankem Vieh konsultirt. Ein Ereigniß von hervorragender Bedeutung unterbrach die Einförmigkeit seines Daseins, als ein Knabe von emem Meteorstein leicht an der Schulter verletzt wurde. Mit Thränen der Rüh. rung gedachte er beim Anlegen des Verbandes der alten Zeiten, DaS war vor 3 Jahren gewesen; se& dem war die Praxis ganz eingeschlafen. Um sich die Zeit zn vertreiben, ging der Aermste täglich zwischen den Spargel betten spazieren. So auch heute, wo wir ihn, am Fuß deS Kochschen Denk malS zusammengesunken, antrafen. Die Erinnerung hatte den Mann überwältigt; ein Stöhnen entrang sich seiner Brust. Er weinte. Als eine halbe Stunde später eine Abtheilung Bürger, die zum Spargeb stechen kommandixt war, deS Weges kam, fand man den Alten entseelt. Man hob ihn auf und brachte ihn nach dem nachsten Crematorium. Seine Zssche wurde zum Düngen der, Spargelbeete verwendet, wo er immer so gern geweift hatte. Dr. L. . JnSühfraqkreich eristitt ein. Wvjchez Provznelalstadtchen, m tot chcut nachstehende? kleiner Vorgang au aenblicklick das Taaesaesvräcb bildet' Im dortigen ersten Hotel hatten sich iüngft die Gerichtsvollzieher , deS Aron dissementS zu emem fröhlichen Mahle, dem üblicken Zabresdiner zusammenfunden. Der WiH kannt? seine Gäste nur zu, gut, pezuMen ihn hau- . ... cc..? tii . r .i. ia an vnmig .uno c imicj icmc guien. Gründe, wenn er diesen leckS!? 5iM genossen, die sich ihm. nicht immer in so gemüthlicher Weise näherten, für ihr Geld aanz ' besondere Genüsse , zu bereiten sich bnqW hatte. : M die tzuM

FrauBawuMö's UmzuttS'WerkQuf. Mäntel. Mäntel. Wir lzaieu j?Kt da Ekschäftökokal Na. 65 Süd Jllino, 'Straße. bezogen und ersuche , ufere dents den Freunde, nuser Loger ,u besichtig. Größte Auswahl; billigste Preise. FJ&AXr BABB & 00M

Zyant! . Geschüst. 5 Süb ZllinoU Straße. EölumbiaHalle, Qü LZcEsrty uDelavart Str. Die schönste, größte nud a beqneraftm emgerichtete Halle der Südseite. Sie Seht zur Verfügung für Vbhalwug do Sonzerten, Tanz - Kränzchen, PartieS". Vefonder ift fte Venien zn empfehlen. Die schönste Wirthschaft w der Stadt. Nur die besten SetrSuke toetbei deraSnicht. 8 zahlreiche vefnche ladet em GSto SchVivs, Sigeuthü,. koeni Vereinen, Logen und Club wird hier mit dle Phönir Halle in Erinnerung gt bracht. Die Halle ist geräumig mit großer Bühne, gut beleuchtet und hat alle Bequemlichkeit. Kein andere Lokal eignet sich besser für Bälle, Kränzchen, UnterdaltungtL u. f. . Die einzige große Halle auf der Südseite. Bedingungen liberal. Jeed. QröSel. WvÄ?M Saloon n. SMard-SaU No. 02 Oft Washington Straße. John Qoilacher, Eigenthümer. S o S 6 zu Verkauf in den Glö - WevLen. 8 Cent per Bushel für garzm 9 Cents per Bushel für eSampften Coke. Ticket zu haieu : 49 Oüb yennsylvania Crr. n 18000. 00 jrtar 1 fctlnc nd br John K. jm in.y noi uc, out t ein tatch youqukkljr how to wn front 5 to lU.d7ttli..i.rt,aDliuor myo so wooawin, l ro.. I a worK Tor u. cdr. on. Bsuwih,m lifti. Inaorpartof Aaarica, rou eaa eorncurnc t born, ei? Ins all rour lim, (ur tnoneata odIt to '.tk. work. AU U b.w. Oreat W &CKK tot , r.rf work.r. W. tr vou, fbraltbln g .,t rarrtbinr. KAS1LT. efXLUILI leant.iU PAJfTICLTUtS JTUE. AddrtM , pdc, .' CtrVtAH 4 t ' itfkn! a lk M . a, W9 rVAiAJkU9 flAUi Aurora Bier - Halle. No. 174 Ost Washington Straße. Die beste importttt, Lei, LiquSn und ?iganu Alphorns Petit Eigenthümer. Wrn, Bartenicli, KolltraZtor u. Soinntificr m Oft Washington Straße. euf der glänzend servirten Tafel stand, erhob sich ein Gast, Maitre 5., wie in der Absicht, 'einen Toast auszubringen: er schien sich aber nicht allzu sehr aus sein Gedächtniß zu verlassen, denn er zog ein Papier aus der Tasche, entfal tete eS und begann abzulesen: Jch. der unterzeichnete vereidete Gerichtsvollzie her deS, Gerichtshofes zu.... Der Hotelier stand sprachlos: was da aus dem ordnungsmäßig gestempelten Do cument verlesen wurde, war die ihm wohlbekannte Formel der.Psandung". Und genau nach Gesetz und Recht be schlagnahmte Me. X. seine und seinee S9 College Zeche für die executions reife Forderung seines Austraggebers, eines ungeduldigen Gläubigers deS un glücklichen Wirthes. Nachdem aber der diensteifrige Gerichtsvollzieher so seines Amtes gewartet, erhob er die Hände auch zum festlich bereiteten Mahle und ließ sich Speisen und Getränke ganz trefflich schmecken. ES heißt, daß der Abend für die Festtheilnehmer sehr ver gnügt gewesen sn, da der bittere Wehr muthstropfen lediglich dem Wirth den Appetit verdorben. Jeder ist seineSGlückeS Schmied" sagen wir, wenn wir glücklich geworden sind; ist aber ein anderer glücklich geworden,' so sagen , wir, dsS Glück ist blind ' 1)n-v r a n g e, N. , I.. ist am Weihnacktstäge der seltene Fall vorge. kommen,, daß eine Frau einem kräftigen stinde daS Leben gab, , nachdem sie erst m 19, November von einem starken gnaben entbunden' worden' wär. Von dem ersten Wochenbette erholte sich die. grau sehr schnell und sie verrichtete, wie: früher, ihre häuslichen Arbeiten, als das' PvMe 3mUltn

mMt

v

i .- i " i

y

r . j j

VI s w J

3V-V.

I XL A

I s4

Ehepaar, A.S lV

.W7' MJ Ist f"! M An die Bank WÄ . Wi So herrliä, und TW sattt ihi w vm. n IXM r i' e Gunst una " r vmz :'!'. :, ff m U wmmm .W , - I .r'i" s f: :-: j '---3.Vtt ,0 MM JZ&2?

v cMTft sinn?? ccirc

xSi

X: M

Nur kabchltt M lTAIDDAMlf S?m ...

lUUAli Damen Ech:i Vfche ! Ceeretäre ! Teppiche alle? rtenk Srkafeiue vchaukelftöhlet (Große Vnßwehl.)

$V'FW '!": 1 1. 1 i i'5'r7w",,M''-Jrnlp!n!lwnH,! fNSM'HH 1 1 '-f0 I V-g?5? 2 I II 7i 'Vi -.-.3; WMWKi I -m-MMkr J rS-'!SÄ li vL;.7t: -Vt PVmtw M'MWMBLÄ ''ßw&y t fris T?rTrr. -- U " XfyTiri' ? r -":;;(ri'-i'7;fj ''i, - m M rÄÄy ilM SMW : P-.I h k1.1" j. .r ÜP-JLJ? Pf "' Yt1 prtjjb2-b rJMf3rssrrt 11 m-f ästtj-v v ?i.uic- ifi V f.s v Jt-?Tr! J 'rL'-?t rC-v ? 1 ' Ir ? -Ä-e- i't?- ,1 wfS-1 Ä'd r4 n 'S t,ä (! k j-. rt ' V'i , I MÄÄMÄMM IM'd'Zi 'isi. ittii'v-?M i-irj i gFter- ! i ' i iVsZ ,.7 12" I .7 --IEb!

jte-; "WSÄf-- -r r -. " . TTTTfiTu rUiiiiiiiii.nfliiiiiu ,i i iiuii ii1 ii il ii f r ' 'i l iiliiw. , , , , ,I,!,,','M' ,,

VWKlM LKlWKWWK Q l?O. OSs Nw ?ZssZ nud Welsssrs OtrsL,

N e u s s Möbel - Geschäft! Ekgen Baargeld oder auf leichte Abzahlnnm. Möbeln all?? Sorten, und Osfsn und Teppiche, sokle eku GrogeS Assortiment Hanögerätbschafteu zu mäßigen Preisen. TF. W. 1BTUSE.E, cn ein halbes Sqnare östlich dom Court.Hank.

Deutsche photographische Gallerte, vro. IS? L5 1S9 Ost Wasbington Qtrage. Jetzt ist die geelgneisie Zeit um seine Viotogropbien und gemalte Bilder anfertlgen zu laffen und lade ich Jedermann zum BesuHe ein. Achtungsvoll, B- 'rGK5llnJl2T?m Sonntags offen von 9 bi 4 Ubr.

Dr. Stedman'ö verbesserte Zabnplatten.

vA A

f Vot.nttrt S. Sept. I8d. u.25. ?,be. I8SU. ) Diele Verbcssefnng bfeirt;t die großen Plat

ten. welch k tm Gebrauche flnd. D'e Matiea If-

sind sehr lle!, uur attoae derden. und keine blatte tn rer Söblaaa

?

auch vorzüglich für ein tdeilwe'sk untere Gtbip. j, sie ist die einige, mit der mau sa weit kl folg hatte. Die ist eine wtchitg? Sache, wenn ma, ,rm3gt, daß die unteren Zähne ebenw ivichtig stnd, als die oberen. Weitere 2ksl?rmation erhäst maa in Zimm?r Ns. 40 & 41 Van lock, Indianapolis. JLir. IT. . Otirltoii, GeschSstührer.

National Busineß College

vlkademke für Göbönfckrekben, Stenograph!?, ,Type Writ lvi und Telkgvapdke. (Blsckford Block), Ecke Vk:ridian und Washington Sttaße, JndunspoliS, Ind. L'bkvla t Backbaltun?, Handelsgesetz, Rebnea, Schönschreiben, Korrespondenz, Se schäftiregela, Stenographie, TYSkwritmz, eog.ische GramatikLesm, Bachstabiren, Destjch, Vortrag u. Telegraph. e (wird dou wem Telegraphisten) mit Erfahrung gelehrt. Tag nnd Lbeud-Klasseu. . Ja A. DXJTIIIID Ä CO., PrmzipLe.

ZBESSESSSSjEXZ mMtümi ä - X tirruz xttlen. ianri trii iliSttT3ilt In bedeckt ümkckkltt stet versandt. 2 irr Rr ' 1 im i - i

I .rNtttn:! I los Bücher, rrahleris treten beabsicktigen,ss tarÄLdlichsiudlrthsbei iRatisldlSze end tnlt

1

Der Kettungsauker ift auch w Indianapolis, Ind., beim VächZ!nd!er T.Kehler, 59 S5d Delawan Straße, zu haben.

N e u j s h e ö-G e sch e n ö e. Die größte AuSsaU: Rocher Matten, Steh- und Hänge-Lamptn, BÜSer schränke. Schreibtische. Side.Board?. Bilder, VilderfiZnde it.

Ulobtl aller Sorten, Helz- und Koch'Qefen, TepplÄß. Für da? wenigste Geld gegen baa, oder Abschlagezahlung. s. RUtfEBT & CO., No.SMft WashÄzt Etube. l& Offeu jede Abend bis 10 Uhr.

bmUm o. VI U lOJDtü

GpGen

.?MM?Ä h; ; p: ! ' ; : '"' ' j ' m -!i - : - . .. . . ,

arau und ehrwürdig zur Zeit, ; Senkt oft noch zurück ' 7 " ...o

. tf

II Hllliyn JU Im Walde aus Rasen und TNoos schSn.?a,daI Glück schien sehr groß. rttiSAn- ' M VIV

lchoncrc hanx, n ..isairbank" übertrifft üe an

iiana. 7...ccrsM.. . ..... , (utviu.iuiuuijpajpices,i

, " U . . , vy.viv. fe.C Pz,

nnmir mtin c n.vift m - ' .iit.e J. .c ... . f. .. 4vu.uuin Viiu J&TT w J&tyM'HLl Jf ?W,-iiS -- . ,c7 -tGä&Wwä- iwft& "uTiif ti W'1 ir , r SMVW . niwusLL Schlafzimmer d Parlor Möbel, villig Ltg Kateuzählttzz oder Vasr. ,,I.o 'j etwa ein Acht. l oker eia

k uiiii k s urriuij üiii I. '1

' '

s: Tj 'y ' . MWs

1" 0 T nL'- ;y7V;i

1 r.TK&Ax' K.

icsi i ii. 1 "i i u- - r.

K3 :

Vierstl der bi,h?rize-. G,obz und da sie auf tvissentschaZitikr wrnnv loge bergsfteUt fiad, sa ossen sie $a, genau. Jede betiki'ge Vvzahl don Zbäekana dmse'ben emaefaat werden, ebne dai cuke Äad

fcl I j" VW I

btt ffttrittg. Tut WattnlalalU tin fi ,. . , un.-,- , . . -.. , t m iLl11 Anker! O ri II Ö 9J VrtrrS - ,',: m ttn vmmiiOttm lsrene Manneskrft ... - l-JnMm tn fRtw nt. 1 iint ii viimoa ri&ct. Atir York, Zi. L. 1

-lMVHöMMa

ti AZ AtS AtS

yWVWUVH

.'S, ,, :. X " Oasdiuatou OtralZt.

. . ..... ,01: ii ;,:'i-fii!' v V T"j 111 I 'S'1'-' I i l (jjjr1 W S