Indiana Tribüne, Volume 14, Number 105, Indianapolis, Marion County, 4 January 1891 — Page 4
SnMana
ribune
SottntSQSNuSgabe. Of ! 180 S. OötöIaafiOs JAbiMspolU, Jd 4. Jmuar 1391. Lluf dem kürzesten Wege. LreoliZch, Erzlöng ton hlA BtffM Vor einem Monat nach Mauritius zurückgekehrt, verbrachte ich einige Tage zu Wlapvnl bei einem alten Freunde wies Vaters. Dieser ausgezeichnete Herr Baudouin grübelte fortwährend darüber nach, mir reine Freuden zu bereiten, die mich die ungesunden Ver gnügungm von Paris vergessen machen Zollten. Bei Tagesanbruch zogen wir, das Gewehr an der Schulter, die Jagdta sche an der 'Seite, zur Hasenjagd aus, übersprangen ein paar Hundert ohne Mörtel gefügte Steinmauern, gingen drei gute Stunden weit, ritzten uns an den spitzen Blättern des Blu menrobr und kamen endlich recht abge betzt nach Hause, um tüchtig zu früh ftücken, ehe wir uns anderen Bergnüs gungen hingaben. Nachdem der Kaffee getrunken war und Herr Baudouin seine Morgenpseife gerauckt hatte, ließ er anspannen ein riesiges Kabriolet, auf dessen Höhe man den Kopf recht nahe an der Mittagssonne hatte, und dessen heftiges und gründliches Schau hin noch mehr als das Stampfen eines Schiffes, das nahe an der Küste hin segelt, zur Seekrankheit einlud. Nach . Verlauf von etwa emer Stunde kamen wir am Großen Gob an, bestiegen' eine Pirogue und fischten. Ich habe mix dabei zwei schone , Karaugen, eine große, auf Mauritius häusig vorkom mende Fischart, und zwei noch schönere Sonnenstiche geholt. Zur Zeit der Dämmerung kamen wir zum Diner nach Hause und am nächsten, zveitnSchften und drittnächsten Morgea fingen mir dieselbe Beschäftigung vieder von Neuem ün. Du siehst, mein Junge, sagte bei gute Herr Baudouin sehr häusig, daß man sich auch auf Mauritius amüsiren kann. Und Du bist noch nicht einmal auf der Hirschjagd gewesen!Eines Abends als wir eben dinirt hatten und der erste KommiS- nach den Traditionen des Hauses die Befehle für die Arbeit des nächsten Tages nn holte, kam ein Mann eilig' in das Eß zimmer und rief: Herr Baudouin! Herr Baudouin .Nun, Herr Jebard, was ist den? los?.Herr Baudouin, ein Komet 1 .Wo denn, Herr Jebard?" Am Himmel ! Ich erhob mich ; die Nachricht war zanz danach angethan, meine Neugier zu erregen. Herr Jebard hatte in allen Punkten die Wahrheit gesagt; es war ein Komet am Himmel zu erblicken. Nun, was sagst Du dazu?" fragte mich der vortreffliche Herr Baudouin, indem er mich freundschaftlich auf die Schulter klopfte. Ich wollte ihm nicht zu verstehen ge ben, daß der Himmel über Mauritius nicht da? alleinige Monopol auf diese Himmelserscheinungen habe, und näherte mich Herrn Jebard. dessen Unterhaltung, wie ich vermuthete, nicht ohne In tereffe sein konnte. Herr Jebard war der Krankenwärter der Niederlassung; ja es hatte nur tot nig gefehlt, und er wäre Arzt geworden. Er fühlte den Beruf dazu in sich, und eS war seines Vaters 'Herzenswunsch gewesen; aber das feindliche Geschick hatte eS anders beschlossen. Der schlimme Streich, den das Schicksal Herrn Jebard gespielt hat, predigt eine Lehre, die man nicht leichtfertig in den Wind schlagen sollte. Herr Jebard erzählte mir seine Geschichte in folgenden Worten: Mein Vater lebte zu Flacq. Er baute Maniok die Wurzeln des Maiokstrauchs enthalten eine mehlartige nahrhafte Substanz) an? Maniokfladen, Prügel mit Maniokftäben, Maniokmehl, damit wurden wir erzogen, die verstorbene Aurora und ich. Aurora war mnne ältere Schwester, die mit fünf Jahren "am Zahnen gestorben tst. Seitdem haben meine Eltern kein Kind mehr gehabt ausgenommen Adolph, ' der im großen Hafen angestellt ist, und meine Schwester Euphrasia, die einen inzwischen in Bombay verunglückten Cavitän aebeiratbet bt. SRtut Vater" sagte immer zu mir: j Wenn iÄ zweitausend Piaster zu Wammen habe, schicke ,ch Dich nach Frank reich, damit Du Arzt wirft, wie Du es von frühester Jugend auf wünschtest. Nur sollst Du nicht nach Pan'S gehen; ich habe einen Vetter zu Montpellier, wo es, wie ich 'höre, nicht so theuer und für seinen jungen Mann nicht so gefährWC l,U Da ich Arzt werden sollte, ließ mich (mein Vater nicht auf der Pflanzung rbeiten; um mich aber ein wenig auf meinen Beruf vorzubereiten, leistete ich Herrn Greban hilfreiche Hand, wenn ek einen Arm oder ein Bein abzunehmen I eab; dadmch gewöhnte ich mich an diese lkunst, fo dag ich letzt ganz gut Hätte nvntiren können, wenn ich dazu Ge f legenheit gehabt hätte? ich würde mir nichts daraus gemacht haden. I (xiaei TaatZ ir& ttmr fast itoeL Ädjvanzig Jahre alt Zagte me.'n Vater zu mir: Julius- das ist ein Taufname JnlinS, ich habe eben zweitausend Centner Molliok an den Lagerverwalter drüben am Reichen fttfl hfrlaiifl bctS -tnirh di? tYntfmi fVfesb Piaster vollmachen. ES ist hohe 'Rat, daß Du abreisest. I Sie werden' es mir nicht glauben, 4 ein Herr, aber diese Ankündigung bt reuere mir ?euve unv cymerz zu gleich. Nach Paris gehen und Arzt werden, paßte mir ganz gut? aber Mau. ritins und die guten Eltern verlaffen,- . war mir gar nicht recht. Und dann : müssen Sie wissen, daß ich, was man so fcii. Aalhit vsr mät emrntluö
'iWmns'ir it,f T,nun.
V isti
verUevt, wcmt Sie wollen, der doch
etwas rnschossen' , , , Ein YüdscheS Mädchen, ,; Herr Je. bald?" ' Ah bah, mein Herr! so! so! Aber Sie wissen ja. wenn man tung ist!" Am nächsten Morgen sagte mein Va ter zn mir : Julius, Du wirst ' zum Hafen hinabgehen und nachsehen, ob ein Schiff unter Cegel geht. JÖenn dies der Fall ist, fo belegst Du einen Platz für die Ueberfahrt; ich aber will meinen Brief an meinen Vetter in Montpellier ufsetzen." Ich umarmte die gute Mutter, die in der Ecke zu weinen begann; mein Vater gab mir Geld, um mir warme LeibWäsche zu kaufen, da es in Frankreich den Winter über kalt wäre, und ich schritt zum Hafen hinab. Ich kannte einen der Commis bei Herrn Evain zn feine? Zeit ein großes Handelshaus ein wenig und suchte denselben aus. Kein Schiff nach Frankreich, mein lieber Herr Jebard, nicht ein einziges ; es ist jetzt nicht die Jahreszeit dazu. Wir haben nnr die Mane Julie-, die in fünf Tagen nach den Seschellen abgeht.Wir plauderten, vor einer großen Karte nebeneinander stehend, die an der Wand fcrna, und der ÄommiS zeigtemir die Seschellen mit dem Finger. Nun hatte ich zu Flacq memals eme 'arte gesehen; ich bat also den Kommis. vie es ja natürlich war, nicht wahr wem Herr ? mir Mauritius und dann Frankreich zu zeigen, ferner Paris, Bor deaux, Marseille, Montpellier und nei weiß was noch ; ich erinnere mich nur, daß Draguignan nicht aus der Kartt angegeben war. Und welchen Weg nimmt man?Sein Finger ging links herab, senkt, sich tief und tiefer und stieg dann auf der anderen Seite hoch, sehr hoch hin auf. Als er in Frankreich anlangte. rief man ihn hinaus, und er ließ mich ganz allein vor der Karte stehen, die ick gründlich studirte. War eö denn men fchenmöglich. daß man diesen weiten Weg machen mußte, während es doch au! der anderen Seite .nur halb so weil war! Wenn ich einen Bindfaden gehabt bätte. würde ich gemessen haben; aber ei bedürfte keines Bindfadens das spranj ja in die Augen Vom Evainschen Hause auS ging ick zum Schneider, um mir zwei Anzüge zu bestellen; dann kaufte ich mir in dn Buchhandlung eineu Atlas. Ich fegte mich in den Garten; es wa, noch nicht Zeit zur Rückkehr nach Flacq. und ich begann wieder die Entfernung zu meffen. Ganz bestimmt, es war viel näher, wenn man den Weg zur Rechten einschlug ! Man kommt nach den Seschellen. durchschifft das Rothe Meer; dann ha man eine kleine Strecke Land zu durchziehen, um zum Mittelländischen Men zu gelangen wissen Sie, ich sah da! alles in dem Atlas man durchschnei, det das Mittelländische Meer, schifft M in Marseille aus, und von Marseille naq Montpellier ist nicht sehr weit, ein reine: Katzensprung. Nach links zu .fahren wäre geradezu lächerlich gewesen, auj der anderen Seite hatte ich eS ja die! näher. Als ich am Abend nach Hause kam pellte mein Vater verschiedene Fragei an mich; aber ich wollte nichts antwor ten, sondern mir die Sache noch genaue, überlegen; ich sagte ihm nur, daß ich am nächsten B!orgen wieder hinabgehen uni dann einen bestimmten Bescheid erhalteu würde.' - Während der ganzen Nacht dächtt ick an nichts Anderes. Am nächsten Mor gen war mein Entschluß gefaßt, ich wollte mich an Bord der Marie Julie" nach den Seschellen einschiffen. Uni dann aber Sie werden lachen, dei Mensch ist nun einmal ein drollig Kauz ! Marie Julie war just da Name meines Mädchens. Es warm. als ob ich sie so nicht ganz verueselSie sind romanhaft, Herr Jebard." .Wie sagten Sie?" .Oh, nichts. Fahre Sie nur fort, Herr Jebard." Ich ging wieder zum Hafen hinab Bei Herrn Evain sagte man mir, das ich mlch der Ueberfahrt wegen an dn Capitaä wenden müßte. Ich fuhr als, ,n emem Kahn nach dem .Blechund baren", wo die .Mane Mir vo, Anker lag. Ich ging an Bord, unter handele mit dem Capitan und wir ka men überem, daß er mlch für funfnud sechszig Piaster nach Mahe brächte. Gut, Herr Jebard," sagte der Ca pitän zu mir, .also übermorgen Abend um fünf Uhr. Sie wissen, datz der Wind nicht wartet, kommen Sie also pünktlich. Meine gute Mutter wartete vor d HauSthur auf mnne Nuckkehr; zhre Augen sahen, mich forschend an. .ES ist abgemacht," sagte ich 4 ihr, .übermorgen reise ich; ich habe einen Platz für die Ueberfahrt belegt." Die gute Frau ging wortlos in'S HauS. Sie können sich denken, mein Herr. daß wir an jenem Abend nicht viel aßen. Mir war das Herz recht schwer; eS ist das wirklich ein böser Augen blick. Nach dem Effen sagte mein Barer; .Julius, ich will Dir meinen Brief ai den Vetter vorlefen ? es ist besser, wenn Du weißt, was ich rhm schreibe. Nebn genS werde ich ihn Dir unverschlossen mitgeben; Du kannst ihn mit euin ?,egeioviale veriaztienen, eye u tu Montpellier ankommst." Dieser Brief, den ich , so oft gelesen yave, daß ich ihn auswendig rann, lau teteso: .Mein lieber Herr Veiter! Mein ältester Sohn, Julius Jebard. reist 'nach Frankreich, wo er Medici studiren soll. Haben Sie die Gute, sich seiner anzunehmen. , Er ist ein verstau biger und arbeitsamer Junge und wird Ihnen keinen Verdruß bereiten; es wird ein großer Trost für seine gute Mnttej in dem Gedanken liegen, daß er drüben nicht ganzlich allem ist. Da er nach Montpellier,, geht, hat er mir vcrspre chen müssen, daö er wüql xtwmma (:,!.,;!- L'.-..ntVt-r!w:-r;-,i:t1iiptj."i.l!
I" I
ane Sonntage einen Besuch zu Wragmg. nun abstatten wird." .Zu Draguignan?" Ja, ist denn daS nicht auch in , Süd frankreich?" ;::;; . .Oh gewiß." Sie werden gleich mir der MeiZ üng sein Herr' Vetter, daß eS für einen jungen Mann nicht gut ist, wenn er den Familienumgang verliert, vor allem, wenn fein Beruf erfordert, daß er gut Manieren zeige. Seien Sie überzeugt, Herr Vetter, daß wir Ihnen sehr erkenntlich sein werden für alle Oute, da! Sie unserem Sohne ervusen verden besonders wenn er das Unglück haben sollte, zu erkranken, obwohl er stets fräs tig und vollkommen gesund gewesen ist. Meine . Frau', schickt Ihnen! einig, Gläser Eingemachtes,. Gayavagallertl und Sonstiges ; ich habe ihr gesagt, dai Eingemachte nicht? zu stark zu würzen, da ich weiß, daß die Europäer sich nicht leicht an den Pimentpseffer gewöhnen, obwohl dieser ein' sehr, j gutes " Wer i . 1 . , .- '. " -'' I ' " dauungsmittel ,st. -r . ... " d : Glauben Sie mir, mein lieber Hm Vetter, daß es mich wahrhaft glücklich machen würde, wenn ich Ihnen auj Mauritius irgendwie nützlich fein könnte, und daß ich stets mit Dankbarkeit mich nennen werde i " Ihren ergebenen Vetter und Freuni Jebard Vater zu Flacq.So lautete meines Vaters Brief. Der letzte Tag war sehr traurig. Meine gute Mutter behielt mich den ganzen Tag, unter dem Vorwand, mei, nen Koffer zu packen, bei sich. ' Sobald mein Vater das HauS verließ, stürztt sie auf mich zu und umarmte mich wei nend. Als der Vater wieder kam, hielt sie an sich, sprach aber kein Wort, um nicht in Schluchzen auSzubreche. Vor allein: sagte ich ihnen, , rechnet nicht darauf, daß thr oft Briefe von mir erhaltet; ich schreibe nicht gern, und eß würde mich auch vou meiner Arbeit ab ziehen. Sagt Euch: keine Nachrichten, gute Nachrichten. Wenn mir etwas zu. stoßen sollte, so wäre es natürlich etwas Anderes, in diesem Falle werde ich öde, der Vetter sofort schreiben. Ich nahm meinen Vater beiseite, und bewog ihn dazu, mich nicht zum Hafen zu geleiten; er solle bei der Mutter bleiben, die man nicht allein lassen dürse; ich wollte überdies lieber mit einem Male zu Ende kommen, als an Hafen vor allen Stattn weinen. DaS war am 29. Mai 13.. Ich küßte meine Eltern lang und innig, sprang in daS Wägelchen. tütb daS Maulthier an und fuhr rasch fort, oh mich umzusehen. Als ich aber am Ende der Allee, in die Landstraße einbiegend, ein letztes Mal zurückblickte, stände die Geliebten aufeinandergestützt noch immer an der Ausfahrtthür. Wie fern daS ist und doch so nah I Ich sehe es noch .vor mir, älS ob es gestern geschehen wäre! Ich wA Ihnen von meiner Reise nichts erzählen. Wir waren drei Wochen unterwegs, aber ich hatte die Seekrankheit nur zwei Tage lang. ES gibt nur ein Mittel dagegen : tüchtig effen. DaS hilft nicht? Eßt nochmals, es wird schließlich helfen und euch kuri renZ Ich selbst habe , am zweiten Tage viermal zu Mittag gegessen. Sobald ich auf .den Seschellen ange langt war, erkundigte ich mich, ob kein Schiff nach dem Rothen Meer in See ginge. Die biederen Bewohner' d Seschellen wußten nicht einmal, wo das wäre. Gut so, ich werde warten; es wird sich schon eine Gelegenheit finden. Ich hatte meine zweitausend Piaster in Gold im Gürtel, miethete ein HäuS chen auf Mahe und begann zu warten. Jeden Morgen sah ich .auf meinem AtlaS nach, wo ich gewesen sein würde, wenn ich den anderen Weg eingeschlagen und die Reise um drei Monate verscho ben hätte. ES war noch nicht zu viel Zeit verloren, ich wäre kaum bei den Azoren gewesen. - Da legte eineS TaqeS ein Schiff zu Mahe an. 1 Rasch eilte ich an Bord; der Capitan sagte mir, daß er nach dem Persischen Meerbusen
segele. DaS hätte mich aber zu sehr von Frankreich entfernt, ich blieb also. Drei Monate, sechs Monate vergm gen: kein Schiff! Sie waren zu früh gekommen, Herr Jebard. Erst 2ö Jahre, später kam Herrn von LessepS die Idee, die Land enge von Suez zu' durchstechen. , Heut zutage macht alles den Weg, den Sie machen wollten; man wählt den kurze stenWeg.Jch weiß das, mein Herr, .aber zu jener Zeit schlug matt' den längsten ein. .Nun, ich habe mich nach und nach an die Seschellen gewöhnt; eS ist das knn sehr heiteres, aber auch kein schlechtes Land. Ich schoß Seevögel, fing Schildkröten, sammelte Mufchelthiere, pflanzte Tabak und wartete vag Schiff ab. End lich, da daS Schiff nicht kam und ich schon drei Jahre zu Mahe , war, faßte . y iP l ' ' rn ., lll) oen unliaMg : ill) leyrre nacy A)cauritius zurück. Meine arme, gute Mutter war ae starben, mein Vater hatte die Gicht und konnte kaum seinen Lehnstuhl verlassen. In der Pflanzung gingS , drunter und drüber; Adolph war noch zu jung, um daS alles gehörig zu leiten.' Glücklicherweise besaß ich noch tausend Piaster. Ich übernahm die Ln tung des ganzen BesttzthumS. Bald darauf starb mein Väterl ich brachte Adolph unter und verhrnathete Euphra fia an einen Capitan, der zu Bombay .ft...'':n'' 4 : v : -' ' h yvivi.viu Dann. . . . dann wollte ich eS machen wie jedermanns ich gab das Moniak auf, um Zucker zu pflanzen.'' . Aber da kam die Trockenheit und dann daS Ungeziefer. Deshalb' verkaufte' ich daS Befitzthum. . -- - j Ich beklagte mich, nicht, mein Herr. Herr. Boudouin ist sehr gütig gegen mich: ich verdiene monatlich 20 Piaster, was brauch e ich denn mehr ?" ;:,!.. Sal Martyriu eieA indes. ... V' ' ' ( f.. 4 :fc , ! !. I." f' Nach dreitägiger sensationeller Ver Handlung wurde am X. Dec. in 'Trieft X rvt - ''! 'i1 up k. mm .. per yrntz aeaen yerele orättn Ba. ' ' l r'"'. ' ''a ?,i:! v- ;-;-:.'; -?i?, MMiMKamji'Ai-.-, -',
ornl veendet, welche angeklagt war, ihre vierzehnjährige Stieftochter Charlotte
jahrelang durchMitzyanoiungen Zcylunmster Art an ihrer Gesundheit geschädigt und hierdurch, sowie durch systematische Aushungerung getödtet zu haben. Die Angeklagte ist die Gattin des Postbeam ten Franz Graf Badini. Dieser verlor im Jahre 1680 seine erste Gattin durch den Tod und ging eine zweite Ehe mit Therese Hauer ein. Der ersten Ehe waren zwei Kinder entsprossen. Damian und Charlotte, welche zur Zeit der Wiederverehelichung ihres Baters fünf, resp, vier Jahre alt waren. Die zweiti Gattin gebar ihm zwei Kinder, die aber nicht am Leben blieben. Die Stiefmut ter, in deren Herz ein besonderer Haß gegen die kleine Charlotte Wurzel ge saßt hatte, unterwarf diese den schwer ften häuslichen Arbeiten und belegte sie mit den strengsten Strafen. - DaS herzlose Weib mißhandelte da Stiefkind Mit Stöcken und eisernen Gerathen; eines Tages sprangen 'unter den Hieben die mit Geschwüren bedeckten Finger des KindeS auf. Unter dem Vorwande, daß die Kleine das Bett verunreinigte, wies ihr das entmenschte Weib in einem feuchten und eisigkalten Raume im Erdgeschosse eine Liegestatt an, das Kind bekam in Folge dessen Frostbeulen an Händen und Füßen, auf welche eS dann die Stief mutter mit Vorliebe zu schlagen pflegte. Eine Zeit lang nahm der Großvater die Kleine zu sich und sie erholte sich zusehends ; als sie aber wieder ins ElternHalls zurückkehrte, gingen dieselben Miß. Handlungen von Neuem an. DaS Kind siechte dahin und magerte immer mehr ab, es wurde endlich krank; da ließ ihm die Angeklagte, bevor es noch verschieden war, das 'Todtenkleid " anlegen. Schließlich starb die kleine Charlotte und nun kam der Behörde die ünmensch liche Behandlung zur Kenntniß, welche ihren Tod herbeigeführt hatte. Die Sektion ergab, daß ein Schlag mit einem stumpfen Werkzeuge auf die Schädeldeöe eine Gehirnerkrankung herbeigeführt hatte, welche die letzte Todesursache war. Die Anklage lautete auf Todtschlag und schwere kSrperliche'Beschädigunz. Therese Badini, eine 27jährige Frau von kleiner, schwächlicher Gestalt und nervösem Gehaben erklärte sich für nicht schuldig und behauptete, daS Kind nur mit Ohrfeigen gezüchtigt zu haben. Eine große Zahl von Zeugen schilderte dagegen übereinstimmend die Mißhand langen, nur der löjShrlge Stiefsohn der Angeklagten, Damian Graf. Badim, suchte dieselbe zu entlasten und gerieth so sehr in Wiederspruch mit den übrigen Aussagen, daß sich der Staatsanwalt seine Verfolgung wegen falscher Zeu genschaft vorbehielt. Damian Badini leugnet sogar, daß er zu einem Zeugen geäußert habe, er werde sich auS Ver zweiflung über die Vorgänge in der Familie unter einen Eisenbahnzug wer' fen, und daß er seine Schulbücher verlauste, um den Hunger zu stillen. Der Gatte Badiui entschlug sich der Aus sage. Die Geschworenen bejahten ein stimmig die an sie gerichteten Schuld' fragen, woraus der Gerichtshof die Angeklagte zu sechszehn Jahren schwe ren Kerkers, verschärst mit einem Fast tage im Monate, verurtheilte. Das Urtheil wurde von dem über die Herz losigkeit der Grasin Badini entrüsteten Publikum mit Bravorufen ' ausgenom' men. D i e Nachrichten über die Ausbreitung der Feuerbestattung meh ren sich laut Schwab. Merkur- in überraschender Zahl. Im Großherzogthum Baden will die Stadt Offenburg uoch Heidelberg in der Errichtung eines Trematorinms zuvorkommen. ' Die Regierung von Basel hat die Einführung der ' fakultativen Feuerbestattung im Tanton genehmigt. In Manchester ist it einem voraussichtlichen Kostenauswand von 150,000 Mark ein monumen taleS Crematorium in Form einer gothischeu Kapelle im Bau begriffen, an welche sich zu beiden Seiten geräumige hallen zur, Ausbewahrung der Aschen refte anschließen. Ein großer italienischer Congreß der Freunde für die Leim henverbrennung ist dieser Tage in Mai. land eröffnet worden. ' ' Es ist der zweite derartige Congreß, seitdem Jta lim und speciell Mailand die Führer'chast in dieser Frage übernommen hat. Schneidige Aussicht. Oberst: .Gratulire, gnädige Frau, Sie bekommen den schneidigsten Ossicier im Regiment zum Schwiegersohns Schwiegermutter !a spo: Danke, Hr. Oberst. Ich glaube ad auch, ohne mir zu schmeicheln, behaupten zu dürfen, daß er dafür die schneidigste Schwiegermutter im Regiment bekommt In der Gegend von Mei ßen ist eine ganz .einzige- Wahlge. schichte passirt. In euiem kleinen Nach, bardorse der Stadt erschien nur ein Wäper, der sich selbst wählte und so. dann erklärte die Wahl nicht anne men zu können! Unmöglich. Siehst Du, Karlchen, wie der Pudel gut rechnen kann, während Du tm Rechnen neulich eine so schlechte Censur nach Hause brachtest! Schämst Du Dich jetzt nicht? I wo, wie werde ich mich vor einem Pudel schämen! Con sequentes V orrech t. Freundin: Sage, Therese, was waren denn Deines Mannes setzte Worte? Junge Wittwe: Aber Helene. .' Du weißt doch, daß ich stets das letzte Wort harte. Wandlungen. Trinker (an -.-.. ! ir "m. . V geyeueri ans einem Wemrellaurant tretend) : Wie ich hineinging, hatte ich kei neu Affen, und mehrere Thaler: als icb d'rin war, hatte ich mehrere Äffenthaler Und wie ich jetzt herauskomm', hab' ich .. . : ":tta .i ;i ''!:'"'; ' nur einen ssen uno gar reinen Tda ' . - - IZXl , , ... . ; Höchste Bequemlichkeit .Ich bin mit meiner! Wohnung ' äußerst zufrieden. Ich besitze ein Speisezim. mer. ein EmpfanaS. ein ArbeitS.. ein Rauch und ein Schlafzimmer, und denren Sie stch, wie bequem das Alles MMemWmnlM " r -j i'V-.;'' s li;;;-:;;:; ifyWWC -
Haöerlin
QeuöschelZAvzö, No. 7S7 (Züd Sg Otr., Scke Lincoln La. " l chftund : 9 bl, 10 Uhr vormtttagk? No. SS WeQ Market Otra-, (Tyllorama Gebäude.) ?' 3 bt, Lir 7b'S Nhrbndt. Sonntag 10 6t 13 Uh,okg,,. .lipdonK, Dr. C. H. Wbett, Office; lo. Si; Virginia aten. Wohnung? O Weat Fermont &tr. Sudianapli,.Sd. Dr. Töeodore A. Waguer Offiee: No. o Oft Ohlo Straße. 0Ntttdn; R-10U;,Ln.zz-4N4Z,Kch, Oshmmg.; Qit Vroadwah und Lwul Übe Sld R. C. C. BVESTg, DeMer Zahu - Arzt, ' 8 Nord PmWvmia Cttaß,. OH kbb ans Sunsch mgewaudt. Dr. j. H. Churchill, Offiee: SSS Oüb Meridian GUati 0 f f Ici- tun b cn: 9-10 Vorm., 54 Rachm. 78 Nd. N7 Ttkpho SO. Fev0. A. Mülles. (Nachfolger do Veorge Nüller.) ?5V0öy6S6B. Vh ufttttzLLg v, Veze?te tföUU ta zstnläfstz sachderpSLbisn (Zkdvkp Q&i bi QJ ttafblaätDu . QQ Olc P. WiU. Pantzer, VyoSyöSsv. MfeZe Orzsei. NSßig, Preise. Uezepteu deseuiere Sorgfalt. kZÄ Qeö Oaf&fogtoa Otti Zxtt Um Dattl fia&l. ad N XxtrttHu. CZJ" SDit tinl0 pthk, , d ttt, welch, l g,acht ff'ntft. Bomn'ö Apotheke, MaffachuseUS Ave. u. Perustr. gtnüdtk Um Nafiachuftttl , Depot. Frische Qrzneieu. X&eeepte derdnl forgfältlg angefertigt zu deu niedrigfien Preis. gyttks g. Narnu, Eigmth. le?hv RSS. McKinney Medical and Surgical Institut. (Ötcblltt 1870.) Vehandlnng von chronischen Krankheiten nuter absolbirteu Wundärzten der bedeutendsten Schulen der Welt. Freie anatomische Mn. senm zum Zwecke der Belehrung geiviffn Zkrankhnten. Alle Arankheite, speziell die dem männliche Geschlechte, eigenen, derdeu be handelt. Csdird deutsch gesprochen. Schriftliche Mittheilungen schicke man iu einfachen dersiegelten Convert. OffittStunde don 9 Uhr Morgen bi Uhr Abend. McKixnkt Medical and Subgical Institut, 39 Oft Washington Str.. 2. Stock. JndianapoU. b rn . rRTVllv. ofwoA. raptdly and bonorablr. bjr tko. .r Mihr MX, Tnnr r old. and I tMt wa loo!itiM,wkarvw th.y I1t. Aas na can da ib. work. Ea.r lo bMirn. W. suniiih rwythlar. W. Mrt jrou. No ritk. Tott ca dM your vprm imbnu, er an your um. 10 tb work. TbU u aa otir.lyH.wlead,aod brtnf wcmdM-sul acc.M U mrtry woraac Btfff nnar ar. ralni firam h to t0 pr wnk and apwanU, and mor. afUr a llitl. tiparlmie. Wa caa fUmltb ya taa ploymeat aad teaca rrm f KEK. Vo irwoata ipl&Ln aar. PaU lofiMmatkM rHU. TJtC fc CO., ALfitbIA, AUS. efOSlte Mandeln' ÜIallnüsse, FilbertS, VeeavS, brasilianische- nvd Mandel-Nüsse. Dic besten lnder Stadt. lluellsr Ten Store, COO OS OasblngtonSr. er rtltpl832. Saar Hnl. fsaMV.Ka mIeat work sor by Anna Ao.tln, aee cut OtbersartaoinfU weu. nnf not oT Aoui. nn or.r 09.00 a monlk. Ton em da Ib. woit aad UV l .., and jno. nw, lomao. um. 'at bonc, wbmt jo ara. Eraa b.f noen ire I? nilsx flroin f 1 0 a du y. A 1 1 . rv W afaow yoa bow ; and tan yoa. Can work in rpara tim or all the lim. BI; moaay für wrk- ! ra. ' Fallur. anknowa amaaf tbfa. EW Ddwocdarful.Partietilanfrtw!! ; n.lljhllttfc CoUo U m&orUBJllmlm fr, ' ;iiHr;.i.-r:
n nARimi
" II
NIUIVE.I
I Tf
Yv ,
irsxi- j
mj
i
&piegeIr-noms
gabrikakten don rnd HIntter ia : r MööM üMev
V. 71
PABßOTT ANli TÄOAST'S
'Cstä&ezeh
Der größte und beste Laib. Jeder Laib hat eine Llechmarke U dem Namen Fanrott fc Xacrcrcurt. . , i,
SchmucLsacheu, Gold und Silöer'Waarev Eold,und fllbnn, TalS,N'Uhn Dakn ur,d öini.
RLZlR? C. SCHERGErt, 1Ö1 m WasZiogko Straße, Ecke Madaa Straße.
Oss !.
ö. U. BARIfES,
1 ?) -SL i wy y, V ) v ifV ' . V -V.'. fc-.i tA vr wiiV ACf
i WAi; jrwxtifV pr -:xii r&Kjb't 7 x " ' 4" . Tag. und Abend'SHule. ttttYAWr &
Jtl 'LiC ö
IW'K . ' k:' . ''
A
i 1 W ' ' ' J f,-i, .-- ... ' .jr i ''.i.Vi C--V - - . , -.v &tfTp?&v&Mfi -'4te l-'&S'i '-Mi kMMMHNMHMMsWK lmdmmMM
sk . s w fy J7
WMEH BLOCK, OPPOSJTE POSTOFfICE.
Die Nachfrage nach unseren Graduirten ist größer a! da Angebot. Sie sieht au der Spitze kommerzieller Schulen. 4Ifie Jahr ; Sikwtt federzrit. Gewählter oder dsrgeschrie benerLehreurfu. Persöalicher Uaterricht don eiaer starken, großen FakaUtSt; VortrSgez kurze Zeit ; Nukoften gering. Vollständige Fanlitätes für Geschäft, Hort Hand, englische Er. ziehuug usw. Divlome frei bei der Sraduirung ; eine vollkommene Sksch!kt.Seoule w einem guten Geschäftkmittelpuukt ; donLgliche Aufiattung und unerreicht im Srfolze ihrer Sraudu. trten ; keine Verechnnng für verschaffte Stellungen. Elegant illuftrirter Katalog frei. IXeeto &z Oalxini SigeuthLmer
IHBIMAP0LI8
B
rewing
KttüroUirtdk (3. ??. Schmidt Oeauerek, Q Lieber Qrevkna ?o., Maus Braneeek. Liiert folgmde B!ere : OrübmteS Olevrr.! vpeekal Or,w, Lager ! VttsenerOier!
AUPT .
Franklw-Geöande, Eöe Cirele und Marketstt., Indianapolis, Ind.
jg)0. Ich hab rragmnt it S. Jordan gimacht, und verkanfe sei Uaschtn,,i ,u folgende Pretse : 100 III 300 Psd. aas tnraat 30 ttntt. 300 il 500 Pfd. aus lixaa! 17 K int. 500 ttl 3,000 Pfd. aas einmal li mtl, 1,000 611 Daji''a.una 13K ftl. Telephon vS Offiee: l60Nord VT ernt Str. I2cä;I1imc Theodore Stein, XUtgn 99 p. f. btxfn. Abstrakte do Vesihtitel und Yrnud eigen- '$.' . ,..! i i .' ' . thu verden in drompttt und zuderÄssigtt Oeise ausgeführt. -f.,-;', " , No. 00 OS QärVet QtraLe. iäs;: , ; i fr' f'fil' !: 1 " . 3 " ! m '. ; ' -) SiNslU, 3d. ; . ; i j!;ifä
.:!-:äi' "iit,;---""!i-iri Hi1!!:?-!! -r:.":"6::. B-l. ",-
.-HW.nm. .0mm ' -i ! '(iJniiiiEI'li'i' & 73 Mst Z?astigsoSkatz,. r, SAiösVSi! Spxzisl Baar- und KreditLsbe, V'. 'f ?Sid ?rfy?vla $tr. l Mönttl, Umwürfe, Shwals, Nklvmattcts, gegen Baar oder Abzablung. Große Auswahl ist Kleiöee - Stoffen ! in Seide, ttat und Heurietta. gern Volle llukwahl in Uhren, Iurseles, SUberdaar, Messer und. Gabel, Löftel, LamZen, Kegen. fchirmeu, Land . Uhren, Album, Vibeln, Spiken- nud Etoff.VorhSngen. Hauptquar. tier für Feiertagtwaarkn. G. W. BARIEg, 76 Nord Pennsylvania Sttaßk. Treten Sie jetzt ein STRATTON
&
Co
1 l I K-r S. l
szrrs iwitn
OFPOSJTt Tftrwry
Company ? dim W OFFICE! jiSefen! Wefen ! 5!atukgat.geiz.Okfen. Charter Oak.Oefen und Kucheuöfen, tH. & D. Wrought Steel Rauge. Howe Ventilator Vase Vnmer. Billigste Preise. mmm ihi'W!!:-!,, moovt' .'. i!? J otxjx T5U Hconlco :. Ili! ,- .(', ' Dttl gröjU, fchZsZtt ed klttZit tnzti;i Lokal in der Stadt. Dl gnäiz,H'schZ eingerichtete 'Halle' fikhtfika,Mög?? yridatea zur Whaltuug von V!2en, Konzert fe Versammlnng nt Cietalca C&ng ; :u zn vnfZzz. ::vm::.
Sämcm,
mm
, , --zzzszj.
QdUo
i !': '".;:; .il'11! ' ,,"'. ; jfltli " !.'
1 ,i i 1 1 . il! ii i i ii; Unir , f$vffÜK0g
X
'l'lf "4 llf. V F' ' ;(: M$ :IK: ; 3! V ) "l X ''! lt; in 'S. 'ß I : 4 ,.V, J l & ;s,v ;'( n , I k i 4 ii A . h 'iv.f'V m; f 'hilüs I1 '.. iälä; " f J
rt
