Indiana Tribüne, Volume 14, Number 105, Indianapolis, Marion County, 4 January 1891 — Page 2
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! Vitt frecher Jnwelenrauv. s In der Nähe der königlichen Bank in London gibt es eine ganze Reihe lprachtvoller Juwelier- und Uhrmacher Wen. Bor wenigen Jahren war einer derselben der Schauplatz eines mit geradezu erstaunlicher. Unverschämtheit ausgcsühtteu Juwelenrauds. Die Sache trug sich folgendermaßen zu: Der Inhaber der wohlrenommirten Anna P. & Co. war nncS Morgens bereits sehr früh im Geschäft, weil sein Mcschäftßsührer sich an einige Tage Nrlanb genonnnen hakte. Er saß, in die Lektüre der .Times- vertieft, hinter dem Zahltisch, als er durch das Halten seines eleganten Fuhrwerks unmittelbar - tat seinem Laden aufgestört wurde. t Es war ein elegant ausgestattetes Tab mit einem reichzeNeideten Kutscher und einem ebenso ausgestatteten Bedien' tat auf dem Bock. Ein großer, vor ripfim rtitS ffir &ttprpT frrrr mit , grauem Haar sprang heraus und betrat den Laden. Nachdem er suchend umher geblickt hatte, fragte er den Besitzer, ob M . gcz 3ZZiiSYxzi zn iprca;cn - Nem", erwiederte der Gefragte, aber es wird mir ein Vergnügen sein, Ihnen aufzuwarten." Gut, mein Herr," erwiderte dei Fremde, es wird Sie vielleicht wun dcrn, daß ich auf Wunsch meiner Iran von Westend nach der Stadt komme, m eine goldene Ußr nebst Kette von den besten, die, Sie haben, zu bestellen. Sie will damit ihrem Neffen der heute mündig wird, ein Geschenk mächen, und da sie el zelbst bezahlen will, so sehe ich nicht ein, warum ich nicht ihrer Laune willfahren und hierher kommen sollte. 'Ich denke, es ist am besten, wenn Sie gleich mehrere Exemplare ' zur Auswahl schicken, damit das Ge schärt gleich gemacht werden kann. Ich .werde um zwei Uhr zu Hause sein. Kon nen Sie mir versprechen, pünktlich zur Stelle zu sein? Um drei Uhr mug ich nämlich 'unbedingt' ins Parlament. Hier ist meine Karte. Guten Morgen! Ot), was ich noch sagen wollte, ich sehe, Sie haben da einige schöne Diamant ringe. Da möchte ich wohl meiner Frau eine Ueberraschung bereiten, da sie doch so freundlich ist, die Uhr zu be zahlen. Schicken Sie ein oder zwei Ringe mit den Uhren. Guten Mor gen." Gleich nach dem Weggänge des Frem den rief tcx Lsdenbesitze? einen seiner Leute herbei, trug Hm auf acht der bt sten Uhren, ebenso viel Ketten und sechs der schönsten Ringe auszusuchen und dieselben in seinen kleinen Lcder!offer zu packen, und fügte noch hinzu: Ich gehe jetzt aus uns werde um 1 Uhr zu rück sein; bestellen Sie mir iür diese Zeit eine Droschke. Die Adresie ist, wie ich sehe. Manchesterplatz." Als er zur bezeichneten Stunde zurückkam, fand er. die Werthfachen sorg' faltig in den Neinen 5koffe? verpackt vor. Er d?Peg die Droschke, zündete sich eine feine Havanna an und gab' sich den frohen Gedanken an ein gutes Geschüft hin. Etwas vor der Zeit kam er vor dem bezeichneten Hause an uns fand, daß es nn kleiner Palast ser. Er zog die Glocke und wurde durch einen Bedienten hereingelassen. Diesem gab er seine Geschäfts karte und fragte nach dem Herrn, dessen Karte er erhalten hatte. Bitte, treten Sie herein, mein Herr!" und er wurde in ein prachtvoll ausgestatteles Parterrezimmer geführt. .Bitte, nehmen Sie Platz.Er folgte d?r Aufforderung, sah sich im Zimmer nnd bewunderte die an den Wänden aä:sgenden Familienbilder. Da öffnete sich die Thür und sein Kunde trat ein. x Bitte, behalten Sie Platz," sate er zn dem Juwekenhändler. Sie sind, wie ich sehe, die Pünktlichkeit selbst und haben ja wohl die Uhren und das Ueörige mitgebracht?" . Der Koffer wurde ihm mit verbind!! chem Lächeln überreicht. Ja, ja," sagte er, recht hübsch, aber meine Frau muß selbst urtheilen. Bitte, behalten Sie Platz. Sie finden die . Times" hier au dem Tisch. Ich werde Sie nicht lange aushalten." Damit war er hinaus. Der Juwelier wartete geduldig zehn, fünfzehn, zwanzig Minuten, dann wurde er uw ruhig und besorgt und sprang auf, um die Glocke zu ziehen. Der Diener kam alsbald und fragte 'ihn nach seinem Begehren. ' ' Ach, sagen Sie bitte, Ihrem Herrn, daß ich keine Zeit mehr habe er muß mir den Koffer mit meinen Waaren so fort wiederbringen, ich habe noch eine andere Vembredung in der Stadt." Meinen Sie den Herrn, der Sie hier . einführte?" - Um des Himmels willen, was wollen Sie damit sagen?" , Oh. der Herr ist sch on lange fort. Er sa;t?. Sie wären der Herr, der diese moblirte Wohnung miethen wolle, zeigte die Karte unseres Haus Maklers und sagte, er warte auf Sie." Zum Teufel. Schnell meinen Hut ! und fort eilte er zur Polizelbehärdel , Aber diese konnte nichts ermitteln und der Mann mit den Uhren, Kette und Ringen war und blieb verschwunden. Der Werth der entwendeten Sachen überstieg 29,000 M. .!;.; m "' " ' $ n der Destille. August, d?ceßt Xtt w2t cen Paar iV." Ein Paar? Det is e Männchen un en Weibchen." Nichtig. Setzen wir nu den Fall: wenn Dir Einer en Paar falschen haut welch 7 ii dann das Weibchen?"' Det iö nich zu unter scheiden." Schafskopp! Von die Ohr feigen is allemal die det Weibchen, du nkhr klatscht l" . - . i n e r, d er's versteht Wisse Sie, was Dr. Metzger i, Wiesbaden für eine Consultation - verlangt? Bazre.M M.!" Na. sehen Sie das ist 'mal ein praktischer Llrzü-
Die Skalptrophäe der Npthhaut, In einem Schankzimmer zu Spokam Falls wird dem Besucher eine sonder, bare Trophäe gezeigt. An der von Nuß und Tabaksrauch geschwärztea Wand sieht man ein braunes, zusam mengeschrumpftes Stück Pergament, von welchem ein Büschel straffer, glän zend schwarzer Haare herabhängt. Aus die Frage nach der Bedeutung dieses seltsamen Zimmerschmuckes erfährt man, daß es nichts mehr und nichts wenige: ist, als die Skalplocke des wegen seiner Grausamkeit und Verschlagenheit be rüchtigten Eomanchenhäuptlings Run uing Teml, welcher von einem im Dienst der Bundesregierung stehenden Spähe, erschossen und skalpirt wurde. Am Kriegsgürtel des Häuptlings hingen siebzehn Skalpe, davon zwölf äugen schemlich von Weißen herrührend. Nur wenig bekannt dürfte es sein. daß diese entsetzliche und allgemein unter den Judiancrstämmen verbreitete Sitte, den beilegten Feind durch Abtrennung der Dcheitelhaut zu verstümmeln, einem eigenthümlichen Aberglauben entstammt. Jeder Indianer laßt das Haar auf dem Scheitel lang wachsen. Er flicht ü sorgfältig in Zöpfe, macht diese künst. sich durch Riemen von Kaninchenfellen stärker und verleiht ihnen durch Schnür von bunten Glasperlen und glänzende Metallschcibchm ein schmuckes Ansehen. Der Krieger ist des festen Glaubens, daß der Große Geist" die auf dem Cchlachtfelde gefallene Rothhaut an de, Skalplocke in , die ewigen Jagdgesild, emporhebt Wo mit Büffeln alle Sträuche, Wo mit Fischen alle Teiche Lustig sind gefüllt." Der Raub dieser Skalplocke durch den Feind kommt also nach dem In. dianerglauben dem Verluste der india Nischen Walhalla, der Seligkeit des Kriegers, gleich, und umgekehrt ist es sein höchstes Bestreben, im Kampfe dem Gegner diesen kriegerischen Schmuck zu rauben und dadurch seme Anwartschaft auf die seligen Jagdgesilde zu vernich. ten' Man sieht, der Tod an sich bietet für den Krieger keine Schrecken, wenn er nnr das kostbare Pfand, den Schei. telschopf, vor dem blanken Skalpmeffer sicher weiß. Nach dem Kampfe haben deshalb die Besiegten nichts Eiligeres zu thun, als die Leichen ihrer gefallenen Genossen in Sicherheit zu bringen und zu verstecken. Andererseits schmt der indianische, Krie ger weder Mühe noch Gefahr, den gefallenen Feind zu skalpiren. Thäte er dies' nicht, so müßte er sich sagen, daß er dem Gefallenen die seligen Gefilde des Großen Geistes" erschlossen habe.
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Vie der Mkrikascr uZ Ze der Äpsche sei stilSUt. Ein Siouxkrieger ward von feinde tlchen Apaches überfallen und umzingelt. Nur eine Seite war offen, dort, wo eine tiefe Schlucht gähnte und das Rauschen des Bergbaches undeutlich em porcholl. Der Verfolgte bedachte sich keinen Augeublick. Mit wildem Trimnphschrei, der von der FeindesHorde mit einem Wuthgcheul beantwortet wurde, richtete er sich in den Bügeln empor, veitschte seinen Renner, daß dieser sich yoch ausbäumte und verschwand mit einem mächtigen Satz in dem Ab gründ. Er hatte seine Absicht erreicht; sein Skalp war gerettet und der Feind um seine Trophäe betrogen. Voller Verachtung verschmäht der indianische Krieger die Skalplocke des Feiglingcs oder des ohne Kampf gefal' leren Feindes. . Nur Krieger würden in die ewigen Jagdgründe eingehen, nur diese sind daher der Ehre des Skalpi rens würdig. So ist die indianische Anschauung. Es war im Jahre 1873, als die Cheyenne-Jndianer den Kriegspfad betraten. Raub. Mord, Plünde rung, Schändung bezerchnetm ihre Spur. Aus ihren verheerenden Zügen sielen ihnen einige MenonitewDörfer in die Hände, welche das entsetzliche Schicksal der übrigen Ansiedlungcn theilen muß ten. Aber während sich d:e Ansiedler tapfer' zur Wehr setzten, fielen die Meno mten, tat der Lehre ihrer Seite, ohne ttampf, wehrlos und ohne- Widerstand. Die Nothkäute berührten keinen Skalp dieser ihnen vercch:lich ichciuendnt Feig , linge. Nur ein Cowboy, der sich vcrzweifelt gegen die Uebermacht gewehrt und seine Haut theuer verkauft hatte, ward der Heldenehre skalpirt. zu wer den, gennlrdigt. Nur Wemge haben die furchtbare Verstüramekung überlebt. Dem Jn dianer liegt an derc Tode des Feindes. vorausgesetzt, daß dieser unsäbig ist. ihm ferner zu schaden, nicht p viel, als an der Erbeutung der Skalplocke. Mitten im Kampfe lr.ict er neben dem gefallenen Gegner nieder. Eine teuflische Freude blitzt in seinem dunklen Auge, ein Griff nach Gürtel, und in seiner erhobenen Neckten, wälzrend die Linke den Schupf cm Schtttel deZ Eegn?rs mit festem Griff packt, blitzt daS emschlich: Messer: . , ! . . . . scharf eschllnen. Das vom Feindettopf Nasch nut drei geschickten Griffen, SGtet Haut und Schöpf." , Mit 'gellendem Triumphschrei, die blulige Trophäe hoch emporhaltend, sitzt der Räuber im' nächsten Augenblick wieder im' Sattel, von den Genossen laut, begrüßt. . Mit seltsamer Jnconsequenz haben die Indianer die Kopfhaut eines ihrer unversöhnlichsten ! Nnd erbittersten Feinde, des General Custer, geschönt. AU nach dem Blutbade am Li'.tle Big Horn die Leiche des tapfern
Haudegens gefunden wurde, war ihl volles mit Grau gemischtes Haupthaa; ?ntact. während die erschlagenen Solda !ten fast ohne Ausnahme skalpirt waren.
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Jodu T. SllmmZnzL. Ein Goldsucher, Namens John T. Tummings. welcher wahrend des bluti zen Aufstandes der Modocindianer in, Jahre 1873 nach unterirdischen Schätz grub, sollte seine Sorglosigkeit ' theue, büßen. Eines Tages wurde er vou einer Bande Rothhäute überfallen. Seine Gefährten wurden niedergeschossen, uud auch ihn, als er sich zu: Flucht wandte, streckten Zwei Kugeln besinnungslos zu Boden. Aus lang Ohnmacht erwacht, sah er sich von Bündessoldaten umgeben, die theilnehmend um ihn beschäftigt' waren. Ein :ntsetzlicher, brennender Schmerz am Kopfe, der bis in das Innerste seines Gehirns zu bohren schien ließ ihn seinen schrecklichen Zustand gewahr werden. Er war skalpirt worden. Ein hitziges Fieber mit tobendem Delp rium hielt ihn wochenlang ans Kraw kcnlager gefesselt, und er schwebte taße, lang zwischen Leben und Tcd. End. lich genas ee und ward von den Aerzten außer Gefahr erklärt. Cummings lebt heute noch. Aus de n nackten Schädel, von welchem das Skalpirmesser Haut und Haar herabgeschält hat, hat sich eine dünne, grün-lich-bläullch anzusehende Haut gebildet, welche so empfindlich ist, daß die geringste Berührung einen furchtbar stechenden Schmerz verursacht. Sin fiebzigiähriger Geburtstag in China. Der General-Gouverneur der beiden Kuangs, Li-han-chang, so schreibt man dem Hamb. Corr.". hat im September d. I. in Canton seinen siebzigjährigen Geburtstag gefeiert. Ganz abgesehen davon, daß ein derartiges Ereigniß in chinesischen Familien jedesmal mit besonderer Feierlichkeit begangen wird, haben sämmtliche Beamte der beiden, dem General Gouverneur unterstellten Provinzen es sich nicht nehmen lassen, demselben ihre Verehrung dnrch Darbringung kostbarer Geschenke zu beweisen. Dieselben sollen einen Werth von 600,000 bis :.000,000 TaelS, d. h. von 3 bis sz Millionen Mark besessen haben. 6in großer Theil der Geschenke sind auf dem Wege sögenannter freiwilliger Beitrage zusammengebracht worden, d. h. Beamte, Institute, kaufmännifche Gilden uj s. w. sind einfach eingeschätzt worden und haben den festgesetzten Betrag in Gaben oder baarem Gelde hergeben müssen: Die dem General - Gouverneur geschenkten Seidenstoffe sind so zahlreich, daß in den Webereien in Canton seit Monaten ununterbrochen an denselben gearbeitet worden war und der Lohn der Arbeiter hätte erhöht werden müssen; sie füllten fast sämmtliche Räume des sehr großen Iamens aus, und das im Hofe desselben aufgeschlagene"' Tteater war ganz mit denselben behängt. Die Gaben an Lebens Mitteln, Schinken, Schweine, Früchte, Süßigkeiten und dergleichen waren in solchen Mengen angekommen, daß es trotz der sich täglich zweimal wiederholenden Gapereien unmöglich war, dieselben zu bewälrigen, aber auch an Geschenken von großerem materiellen Wertbe fehlte es nicht. So gab der Schatzmeister der ' Provinz eine Statuette des alten Mannes", ein beliebtes Geburtstagsgeschenk, der sich auf einen goldenen, mit Edelsteinen besetzten Stein stützt, dessen Werth aus 10.000 TaelS geschätzt wird? der Admiral schenkte eme Anweisung auf 20, 000 Taels und mehrere. Zade Stücke; das Rcorganisationsamt einen mit Edel, steinen besetzten Anzug im Werthe von 6000 Taels, ein Taute! einen Wandschirm aus Ebenholz für LV00 Taels? goldene Stöcke. Scepter auZ Jade' (über Hundern von diesen, einzelne im Werthe von 10O0 Taels). Stickereien,. Hoi schnitzarbeiten, Bilder, aus Bronze und Porzellan sind in unzähligen Menge eingegangen. BoShafte Entfchuldt. g u n a Ein junger. Rechtsanwalt, dessen Sache vor einem englischen Gerichtshofe zu seinen Ungunsten entschieden wurde, lieft sich zu dem Ausruf km reißen; daß er die Entscheidung erstarrn lich finde. Die Richter luden ihn aus der Stelleür den sollenden Taa wieder vor, damit er sich entschuldige.! Tet nachWüllge Lord Eldon, damals als Mr. Scott noch. Advokat,, übernahm du Vertretung seines jungen College in der verdrießlichen Angelegenheit, Als o.m nächsten Tage die Sache aufgerufen wurde, erhob er sich un) sagte: Mylords, es thut mir sehr leid, daß meiv junge? Freund sich zu einer Mißach n lg des hohen Getlchlshoscs hinreißen ließ. Er bereut es auzrichtig, und bittet Sie. das Vergehen seiner Unersahrenhcit zuzuschreiben. Es wird I hnen klar fein, daß dies zutrifft. , , Er hat sein Erstaunen über Ihr Urtheil ' ausgedrückt. Hatte er eine Ahnung von dem gehabt, was alltäglich hier vorgeht, hättet den hohen Gerichtshof nur halb so lange ge w:nt wie. ich, würde er kein Urther desselben Mehr erstaunlich finden." 'L e h r e r: Wozu verwendet iran also die Federn der Gänse. Enten u.s.w. 'SchülcrliÄeigl),Lehrer ich bab's Za in der vorigen Stande er klärt. Was habt Ihr denn zu Hause in Euren Betten ? Schüler:Wanzen
Im heiligen Moskau. erjählnK aus dem rulstschen Leben, von Hedvktz vvnMßllke.
Zu stolzer Höhe erheben die Kiefern und Tannen im Walde von Sokolniki ihre ewig grünen Häupter. Vom heiligen Moskau herüber blinkt und glitzert, goldigroth. im Sonnenschein, die strotzende Pracht im gewaltigen Kreml. Es ist Machst. Mutter und Kind. Greis And Jüngling, Zlganki und DU .fizier, das lebenslustige Weib, die trauernde. Wittwe, M wandern sie hinaus in den Wald von'Sokolniki. Fort aus den überheizten, dumpfen, luftlosen Gemachern, fort aus den engen, finstern Gassen, den grauen, langweiligen Straßen, hinaus in die Schöpfung. des Hernk. Zwar steht Noch der .Winters, schneeZ als braunes, schlammiges Wässer m !den Mützen 'und. der Wind weht kalt, aber die kleinen spitzen, grünen Hälmchen, die so lustig aus dem wei chen, aufgethauten Boden herausschauen, offenbaren die alte urewige Kraft das Wachsen und Drängen, die Hoffnung und die Erfüllung. ' Bunt und seltsam flüthet es durcheinander auf dem Wege Zum Waldes Er schreckt springen die magern, kleine hungrigen Pferdchen an der gebrechlichen Droschke zur Seite, als dicht neben ihnen der eben gepeitschte Gauj des Polize5 Ofsicianten hoch in die Luft steigt. Ein schlanker Grauschimmel saust durch die gaffende Menge, achtlos tritt er mit den glänzenden Hufen zwischcn die spielenden Kleinen und fächelt mit dem langen herrlichen Schweif, die schmutzigen Gesichter. Sein Reite; bohrt de kübnen Blick in die Ferne. Es ist der wilde, übermüthige Gregor Wassiljewitsch. Er sucht das Weib seines Freundes in den eleganten, leichten Ge fährten, die aschblonde Marda Alexandra.' Erregt wendet er den Grauschimwel, dort links durch die Baumstämme blinken die Goldfüchse. Das einsame Weib in dem niedern, 'kosigen Wagen, ist es nicht Marda Alerandrowna ? Das ist ihre Haltung, so müde, "so gleichgils tig. das ist ihr Blick, so zerstreut, fast weltnergessen. Gregor Wassiljewitsch reitet dicht heran an den kleinen Wagen, sein feuriges Auge ruht auf der feinm Gestalt, auf dem bleichen Antlitz, auf der perlenüberfäten schwarzen Toilette. Marda Alerandrowna achtet es nicht. Ihr Auge blickt gradcaus in das Gedränge der Menschen. Marda Alexandrowna. ich grüße dich! Ein kaum bemerkbares Kopfnicken ist Antwort. Der enttaufchte Mann jagt sporn streichs von dannell. Hoch bänmt sich sein Roß. Marda Alexandrowna zieht lässig den Spitzenschleier über ihr weißes p y wellwi. Sahst du die dort. Anita Paulowna? Das war des schonen Niko ,Joanowitsch Frau, die aus dem weißen Stadtviertel. Sie kaufte sich den Mann mit ihren Millionen, aber der , ist junger als sie und liebt sie nicht. Wichtig erzählt's das dicke, rothe Weib am dampfenden Samowqr. Ja, Marda Alerandrowna. war es. rauut Anita, der' schöne Niko . wird ihr nicht treu sein, d'rum ist sie so bleich. Bin vmna.. me Spatzen pfeltenö all morgendlich! Thee gefällig Jswoschtschik, deine Pferde könnten ihn auch gebrauchen ! Er ist schön heiß, schau, auch eine Scheibe Citrone hinein, komm, Nlmm em Glas?! Ter Kutscher nickt. Behaglich schlürft er den duftenden, warmen Thee. Neben den schwatzenden Frauen, dicht am Samowar. steht ein alter, langbärtiger Mann, er bietet die steinharten, unappetitlichen Kringel an und schreit wüthend u den wnden Buben, die., verlangend ie spitzbübischen Finger nach seiner Ware strecken. Auf dem weichen, auf-, aethauten Boden lagen die Musikanten, le flöten und gnaen w:rr und haullch durcheinander. Eine , Drehorgel tont bon ferne. Zwischen den bemoosten Stämmen der alten Baume schaukelts und drehts sichs buntfarbig, lustig und hölzern, ein Karöussell ist's, der Jubel und die Sehnsucht des Ktndervolkes. Marda Alexandrownas Gefährt hält vor ihrer eleganten kleinen Tatscha, in Sokolniki., sie liegt etwas abseits von der Heerstraße. Geräuschlös öffnet und t chlleßt sich dle Thür, als der Wagen m ' en lnnern vos gcsayren. In dem hübsche, buntbemalten Zlnlmcr, hinter dichten glorgardinen, steht Marda uud blickt angestrengt "in die sluthenden Menschcnmassen hinüber; aber Niemand löst sich aus der wirren Menge, der das Hrz schneller schlagen macht. . Er Iommt nicht, flüstert die Frait erregt und schaut finster in'S Zimmer znruck, vo em Drenender ue gehört; aber sie ist allein. .Allein, sagt halblaut Marda Alexandrowna, immer allein Jngcnd und Millionen, ah, könnte ich thm einen Zanbertrank geben, mir zu folgen, wie der Tag der Nacht ! - Thörin. die ich bin, ihn hier zn erwarten Was scll er hier allein bei dem nngcliebten 2eibc? , Ja. hätte ich,Jreun binnen geladen.' die übermüthigsten und tollsten, dann wäre Nikolai Joanowitsch der Letzte, der diese Raume verließe. ,l, Marda stampft heftiz mit dem Fuf auf den Boden. ' Aber sie hat recht. Nikolai Joanowitsch ist sehr Wchtsirn big nnd liebt sein Weib kauut. Er hat ihr Geld aeheirathet und ihre, Güter. das hübsche, vornehme Weib ist nur Znir . .. -i . . ."!!' zaoe. ! ciro ii zcyvn, ow grauen vergöttern ihn. dazn ist er gutherzig, er ist jung, Egoismus nd Gefühllosigkeit bringt erst das Alter.,,.? - .' ; :, Weil Niko , Marda Alerandrowna nicht liebt chÄiMöHj,H,jvW ,ie egeniucy oeaniprucyr. jt er denn jitc t särtnc gernii ? 1 :äci t ? r hic t ! o f i gmüg Herzchen und W und Engelchen ? r ist doch nun , bald drei Jahre verheirathetl - Soll er denn immer bei ihr sein? Mein Gott, daö däre doch zuviel verlangt!
Aber wenn sie sich tröstete? So wie vS endlich alle vernachlässigten Frauen thun? Es ' wird dem Mo Joanowttsch ganz heiß, er meint die Frauen ;u kennen und kennt nicht einmal sein 'igenes braves Weib. - Niko lebt lustig draus los ; das Leben ,st ein schnelle? Gang, bestreut ihn mit ttomUo macht es Gregor Wassiljewitsch irnd seine Freunde. Graue Haare. Alter, Trauer und verbissene Laune, die kommen früh genug, wenn sie da sind. Ab und zu steigt ein Gespenst aus Nikos Vergangenheit herauf. Es ist die gluthäugige Katinka, des ärmlichen Krämers. Tochter. Wie konnte sie aber zuch so vernarrt sein, den schonen Niko
heirathen zu wellen, das ging doch nicht cfv....... i i f . . an JouKuia juic jic im liefen i&tt. beim Walde, eine Heimatb. Eine Zeit lang war Niko sehr traurig. Die gluthäugigen dunkeln Augen klagten ihn an und verfolgten ihn. Da war es eine wahre Erholung, in die graublauen der hübschen Millionärm zu blicken, und da sie ihn liebt, er ist ja gutherzig, so heirathet .er sie und wird Krösus. 1 Es ist spät geworden. Marda wartet immer noch hinter den Florgardinen. Es fröstelt das junge Weib, es ist kühl in der dünnen, leicht gebauten Datscha. Draußen wirbeln große gelbe Staubwolken auf, die Städter ziehen heimwärts. ' Es ist fast dunkel. im kleinen, buntbemalten Zimmer, nur der mpferne Samowar leuchtet und das Silber glänzt auf dem Theetisch. ; Marda klatscht in die Hände. Petrowitsch, der alte Diener, erscheint, hastig wirft er einen Blick auf die unangerührten Delimtessen. Marda gibt einen leisen Wink, einlge Augenblicke später stehen die Goldfüchse vor der Thür. Weiches, warmes Pelzwerk umhüllt die fröstelnden Glieder der eleganten Frau, pfeilschnell fährt daS kleine Gefährt mitten durch das Volk, durch die jauchzende, schwatzende, neidische Menge. Die bunten Kuppeln des alten heiligen Moskau' glänzen nicht mehr im Sonnenschein, die rothgoldene Pracht des Kremels ist in dichten grauen Nebeln 'versteckt, grau, endlos grau die lange Straße. . Vor einem alten, hohen, steinernen ZZalast hält das Gefährt Marda AlexanDrownas. Fast kriechend naht sich das DienerVolk, die Herrin über die teppichbehanzenen, Stufen in die blumenduftenden, varmen Gemächer zu geleiten. Der Gebieter anwesend? fragte sie rauh. , Nein, Marda Alerandrowna. Nikolai Jöanowitsch ist auswärts. Es ist gut.' Lanzsam fällt die schwere, eichene Thür ins Schloß. .Die Frau wirst sich auf das'Bärenfell vor dem Kamin und schaut mit heisjen. trockenen Augen in das helle, flackernde Feuer; was liest sie wohl in den leuchtenden Flammen? Als sie sich erhebt, spielt ein mattes kseines Lächeln um die feinen Livpen. sie thut das Pelzwerk wieder um die Schultern und veräßt seise, fast wie ein Dieb, ihren ho hcn. stolzen Palast. Nlko Joanowltzch sitzt mit antenFreunden beim Franzosen. Der weiß es den leichtlebigen Männern behaglich n machen. Monneur Guirmänd hat tu tnn ten Marken m Wien. Wenkaessen und Ztgankis. Heute Abend soll die schöne Ziganki 5enia singen und die braunen Tochter Indiens begleiten sie dazu im Chor. Niko ist luftiger denn e.' " Sem dunkles Auge blitzt. Nur mehr von deinem purpurnen Wein, Franzose! Wassijewitsch, dein Wohl! Füllt -die Gläser, kommt alle herzu, ihr auch dort, seid alle meine Gäste, ob ich euch kenne oder nicht! Ihr . . t. ''.-'.' t . , " i ; ' ew uloenien, oas wenig jiens melg ch' auch du bartloses Bürschchen. Frau Mutter drückt ein Auge zu und Väterchen spart den Stock, ich verspreche es dir. Schallendes Gelächter antwortet, dem wilden Manne. Zu viel Licht, Franzose! fährt Nifa ölt. Die Reize der Zigankis bleichen unter zu hellen Strahlen. ' Bringe uns eine rothglühmde Ampel und fort mit dem blendenden Kerzenschein. Nicht so langwellig. Franzose, du. dort gib mit dcinenSäbel, so recht! - Ein schmetterndes, klirrendes Krachen. D:e krystallene Krone liegt mit ihrem Feuerschein in Scherben am. Boden. : Der Franzose lächelt.. Die Genossen iubeln, einen Augenblick ist's dunkelt dann kommt die, rothzlühende Ampel, und sanftes Licht, verbreitet sich in demX üppigen Gemach., . Im Hintergrund, wird die Portiere auHezogen und die schlanken braunen Mädchen betreten den Nanm, Xenia allen daran. Ihre Augen leuchten magisch, sie scheinen den Glanz der Juwelen an der seidenen Kasawaika der Manki wiederzAspiegeln. Fiiko zieht seine Borze und chuttett lachend einen Goldregen über die Dochter Indiens. ! Dann lehnt er sich dehaglich in den Sammtstuhl und die äßen, ,schwermuthlgen '.'iatwnalliedcr rtönen. : 1 Stürmisch ist der Beifall, als Nie braunen 1 Mädchen geendet, schneller fließt . ; der ; purpurne Wein ans ! dem ! Fäßchen und. heißer glühen Wangen und Augen. Weöhalb so still, WaMjewitfch? ragt Niko den Freund. : Der lächelt verlegen und schau! bann! wieder heimlich in die eine dunkle Ecke des weiten Gemaches. Die vermummte Gestalt dort, die sollte er kennen, eme, dornHme Dame ist es ganz gewiß. Hei. vie der kühle, gleichgiltiae Blick ansblitzt. wenn dcr schöne Nko nn Mer, müth geö Scherzwort ruft UNS d:e .enw iolmuthwilligSazuMW? .Xenia.Zür die Rose an Heiner Brust :inen Tausendrubelschein, willst du? . : 1 Gib ihn, Nikola Jöanowitsch, und sie uestelt die Nose von der seidenen Kajavaika. '
- Niko trägt die Blume und schaut lächelnd auf die Ziganki. , Wassiljcwitsch fht trotz der Dunkel heit das vornehme Weib unter dem Schleier erbleichen Er schleicht zu ihr. '" Marda Alerandrowna, das ist kein Aufenthalt für dich, ich biete dir meinev Schutz an komm fort. Du hast recht, Gregor Wassiljewitsch. führe mich an mein Haus. Wer war die Dame, Niko, sahst du siel fragt hastig Graf Haulo. Wassiljewitsch reicht ihr den Arm. es war eine vornehme Frau. Ich sah sie, Paulo, ich sah den feuri geu Blick, den sie ihm zuwarf Pau lo, es war. fürchte ich. mem Weib. Niko ist sehr nüchtem gewordm, sein Weib und der wilde Wassiljewitsch. schnell verläßt er das üppige Gemach des Franzosen. In der Ferne erblickt er die beiden, er geht schnell, aber leise, schleicht wie eine Katze hinter ihnen her. Schon hört er das Liebesflüstern des Mannes, wie Nikos Herz klopft, was wird sein Weib antworten? ja, liebt er es denn, daß ihn mit einem Male solche Unruhe erfaßt? Dein Mann liebt dich ja nicht, Maria Alerandrowna er liebt die schönestganki, fleht WassilZewit sch. . Aber ich liebe ihn, und weißt du eS nicht, liebe nur mit aller deiner Kraft, endlich wirst du wiedergelicbt. Maria Alexandrowna darf ich'S versuchen? ' Du mißverstehst mich, Wassiliewitsch. du bist mir verächtlich, geh, verlaß mich! Wassiljewitsch bebt' vor Wuth und Enttäuschung, aber muß gehorchen, mit hangendem Kopf schleicht er davon zur anderen Seite. Das junge Weib steht allein um Mitternacht vor dem großen, steinernen Palast. Da naht Niko, fast schüchtern. Maria, ich bins. Mit einem leisen Aufschrei fährt das unge Weib zusammen ' Fürchte dich nicht, Marda AlexaN' drowna. ich bins, Niko, dein Mann, der dich liebt und dem du verzeihen sollst. Er schlingt den Arm um die bebende Gestalt der Frau.' . Du liebst mich, Niko, Zeit wann? So sprachst du nie! Du lehrtest mich diese Sprache. Deuk Tugend .ist gleich einem - Zaubertrank durch meinen Körper geflossen, ich fühle mich wie neugeboren, Marda Alexandrowna verzeihst du mir? Von ganzer Seele, Nikolai.' Aber wird deine Liebe auch Stich halten? Mitternacht läuten die Thürme des alten heiligen Moskau. Die große steinerne Thüre am Palaste Marda Ale xandrownas fällt dumpf hinter ihr und ihrem Gatten ins Schloß.
Ein Unterschied Sie war eine Schneiders tockter'' Und er ein Grobi'chmiedsgefell, Es floß aus Beider Herzen Der Liebe reiuster Quell. Sie war so klein und zierlich. Er stark, groß und gesund ; Sie' hing an seinem SchnErrbart. Und' küßte ihm dm Mund. Das war ein Liebeslebeu , So klar und ungetrübt, Wie'S kaum auf dieser Erden Wohl, je ein schös'res gibt. Doch ach, ganz nah' daneben. Im nachbarlichen Haus Da sah dle Sache leider Verzweifelt anders aus. Dort hat sie feuerzanglich Den Buckel ihm gebläut ! Und er, o pfui der Schande. Er liegt vor ihr und schreit. ' " " ; V. i- .' Erklärung? Aeußerst einfach! Ich künd' sie Euch zur Stell: S.i e' war eine Grobschmiedstochter Und r ein Schn eidergesell !!! ' ' m ' s . ., .. . . ,. s ' So lg e n d e s k o m isch wir iende Wohnungsgesuch des Chefredakteurs eines sehr , beliebten Journals lesen wir in der Vosfischen Zeitung" : Aus Anlaß meiner zum 1. April beborstehenden Uebersiedelung nach Verliit suche ich im Umfange einer Viertel liuitdc !Vpi1.r'r.SfeäliteVStrageinf Wohnung (L od?r 3 cZn hoch) ' . von 9 gimmern, wenn für die Dienstboten sehr gut gesorgt ist, " sonst von 10. Hausstand fünf wohlerzogenes Kinder, i ein füo:UD'stitt ;,::; ,., iV'Wrtv'S ,Mu;it '.a. -- .r:kJi-T:M- '-rvi. . ingaoe ins-, u. i. n? H .h: ''' ... 'j'.iuili.j !S MJ, ib. ,, -l'i::A::ir;si;: stunde. 'Unterofsicier: Warum dar der Soldat nie den Kopf verlieren?öiekrut: Weil sonst 'n überzählige Helm Lvie l in de? K asern' wär' .!:'. ü
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Die drei ZNinge. Vxtt ttZmZEe.S,sch!ch! d? Skl!nk.
Einst lebte vor vielen hundert Jah cen im Morgenlande ein Mann, der oorden, sehr reich und angesehen war. Weil er aber leichtsinnig und lebens' lustig all' sein Geld und Gut verpraßt hatte, so fand sich, als er starb,- kaum so viel an Vermögen vor, daß seine drei Söhne ihm ein anständiges Begräbnis zu 'lzei! werden 'layen kennten. Mehrere Tage nach dem Tode des Vaters wurde im Beisein derSöhne und des Kadi das Testament eröffnet. .Das selbe enthielt unter Anderem folgende Worte: Auf meinem Krankenlaaer, liebe Kinder, ist mir. der ich' kein Ser. mögen zu hinterlassen edachte. . eine freudige Ueberraschung zu Theil gewor i d'n. Ein alter Schuldner hat mir 1000 Goldstücke zurückbezablt. Ich habe diejelben unserem gestrengen und gerechten 5?ndi übergeben, damit er sie einstweilen :n Verwahrung nehNe, denn es ist jetzt an der Zeit. Euch ein Gsheim niß zu .offenbaren. - Einer PonUnchst - nur mein rechter Sohn ; die beiden An deren habe ich fncher, als es mir noch gut, , ging, aus Mitleid in mein Haus anfge- 1 nommen. Da ich Euch alle Drei aber mit alei cher Liebe umfasse, so wird eö mir schwer, dem Einen auf Kosten ver Ans dern Vortheile Zuzuwenden. Ich will es daher dem Schicksal überlassen, unker Euch den Rechten herauszusinden. denn nur der rechte Sohn darf nach dem Ge setz unseres Landes den Vater beerben. Der Kadi wird Euch, meine Kinder, drei' einfache goldene Ringe einhändigen den letzten Schmuck, den ich besitze. Nehmt diese Ringe als ein Andenken von. mir und geht in dle welke Welt. : Kommt nach drei Jahren wieder zum Kadi und tretet vor dessen Richterstuhl. Seine Weisheit wird alsdann entscheid d'n. wer von Euch der Rechte ist, und dieser syll die-1000 Goldstücke empfan gen." Als die drei Brüder , den Willen des Verstorbenen vernommen hattm, erhielt jeder ans der Hand des Kadr einen schlichten Goldreif. ,Darauz umarmten sie sich noch einmal und zogen auf ver. schiedenen Wegen in die weite Welt t)iV aus. G ' Nach drei Jahren traten 'siV wieder vor den Kadi hin. Wo hast Du Deinen Nun?" fragte der Richter den Ersten. Diner wies seine rechte Hand vor. an welcher des Vaters Goldreif funkelte, und sprach : Der Ring hat mir Glück gebracht. Ich besitze ein blühendes Geschält und es geht mir gut!" Da fragte der Kadt den Zweiten. Hur ist mein Ring", antwortete dieser und zeigte eme Schnur,, die um seinen Hals hing uud an welcher der Reif befestigt war. Ich habe ihn als eine Talis ' man getragen und er hat mir ebenfalls Glück gebracht. Ich nenne Haus und Hof mein Eigen!" Endlich wandte sich der Nichter an den letzen der Brüder. Und Dn mein Sohn, was hast Du zu jagen?" Der Jüngling erwiderte: Ich bin auf keinen grunm Zweig gekommen. Ich fand das Leben in der weiten Welt da draußen sehr schon, aber sehr kostspielig!" Nun und der Ring, wo hast Du den Ring?" Der Jüngling blickte eine Weile schweigend zu Boden. Dann schlug er die Augen frei und offen zum Richter auf und- sprach: Gestrenger Herr, zürne nicht . . . ., den Ring, den hab ich verseht."' Da hob der Kadi den Beutel mit den 1000 Goldstücken empor irnd rief: Daran erkenn' ich Dich! Tu bist der -echte - Sohn Deines Vaters. Nimm fin das Geld und verzehre e mkM sundheit!" Ueber den Gruß in Äs rika veröffentlicht Friedrich v. Hellwald in der Magdeh 'Ztg."k einen längeren. Aufsatz, dem wir einige seffelnde Mit Theilungen entnehmen., Die südlich vom 'iiger wohnenden Aoruba dein nen sich unter einander, während sie sich vor ihren Häuptlingen platt auf den Bauch werfen und oft noch die rechte, dann die linke Wange in den Staub leien. Im übrigen Westafrika sind die Formen i dcr Begrüßung gleichfalls weit mehr ceremoniös als herzlich. Auch da Fin. gerjchnalzcn und Knacken, das bei uns als verächtlich gilt, erfreu! sich bei' ge wissen Megerstämmen auizeichnenvei 1 Bedeutung als Freudenausdruck über die Begegnung des Ändern. Erscheint bei den Waguhha, den Bewohnern der Landschaft Uguhha, Jemand vor einer sitzenden Gesellschaft, so bückt er sich, nimmt eine Hand voll Sand und Erde mit seiner Rechten und wirft davon ein ' wenig in die Linke; die Linke reibt dann mit dem Sande oder d?r Erde oberhalb des rechten Ellenbogens und en der rechten Seite, des Magen?, wahrend : die RcM, dasselbe an der Nnlcn, Seite dcS Körpers . ausführt, nndazu .pwv pcrt der Mund , hastige Worte der, Be grüßung. Begegnen sich zwei gewöhn. . liehe Leute, so . schlagen jie, sich auf den Bauch, klatschen dann geZenzttWÄitZ öen Händen an einander, und schütteln sich schließlich dieselben. Diese Begrutzungen werden sehr peinlich beobachtet, und der Schall von dem Klatschen und Schlagen hört fast gar nicht ans. Das Händeklatschen oder Klatschen scheint überhaupt ein in Afrika unzemein weit verbreiteter Gruß zu stin Das Tollste I W V ' . V' t rtt 1 . M.rtAiill, ,':!:,' darin leinen wohl die, Batoka am Zambcsistronie. Dicse.,Werfensich ihren Rücken zu BobtN,'MZMM!! sie sich von! einer Seite zur andere wälzen) :: klatschen sie in rhhmisch Schlagen auf die Außenseite ihrer Schenkel; um damit HrenMMonm uszüdrückcn ' :-ISSP 'D. e it'i W e ttMtiTtäiiil 6rS stimmt der Menzch ".selbst IödenuldaS Leben hat nicht mehr Werth, als wir tu jjv VV41, . rt in r.. . . :
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"M t 1 t1 ( f i: X M :' r:": J ' J'L V m S 4 ' si'iili! V;!1',-;' h F i 5". S!.V. 1 r , ; V--T:'!: 'Ife'll V 's I h 0 u i- ä -,.i:f m i i '"""Sit 4 !' ( ,li,. i!1 -v! ' iiiaff'ül'ipSi;,: mm. ,. S,S:!' iiifci'iihr ? m- !,,!.
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