Indiana Tribüne, Volume 14, Number 99, Indianapolis, Marion County, 28 December 1890 — Page 7

SSW

352 aUL.

i i'i..1;!, . ii! t

'3 !lilr:lr .li; "l,'1".! s ii: - SW vrM .s'IV : ' ji! f "

Llchtensteln.

SZaZrSgkZch!chte es SeikS A?L. Wir wzren. ein ZleZneK Häuflein. während der WnhnsckisferZen in Tü- . . . bwgez zurückgeblieben. meistenZ .v. rcztreitcn. Wir bciÄosten daher, die NeujahrSnacht möglichst seucht fröhlich ' UNS pngmes ?;t vervrmgeu und so schlug ich vor, nach dein Lichtenstein zu fahr, nm zms dort in einem ThurmZimmer gemitthttch eimuknsixeil. Der Förster oben-, so begründete ich meinen Antrag ist ein urheumtblicher Cchwabes ter nicht nur nichls gegen Lüftn Jdem einzuweNden haben, sondern sich sogar an unserer Sylvesterbowle bethei ligen würde. - Mein Vorschlag fand ungetheiZten Beifall und es wurde sofort zur Aul sührnng desselben geschritten. Ich gwg einen Wagen Zu bestellen, dcr lange Magdeburger besorgte den Rum, unser schwärm eri scher Vreslauer Lyriker eilte nach Gläsern und Zubehör, während unser ernster Hallenser Medinucr die feste Nahrung zusammen kaufte. Der Wagen wurde nach einer Bude bestellt und daher alles andere auch dorthin verbracht, uui verpackt zu werden. Ich wollte noch ein Viertelstündchen al lein sein und machte mich so schnell als znöglich nach Hause, denn allzulange, das wußte ich. würde eZ nicht danenr und die Freunde waren bei mir. : 'Die, ode Ruhe meiner Klause stimmte schlecht zu der fieberhaften Unrnhe im ner Seele. Nach dem Lichtenstein, ich hatte eZ durchgesetzt, o wie jauchte mein Herz. Wohnte dort doch das Liebste, was .'üh- auf dieser Welt besaß, ein: süße auf, erschloß mein Pult, wühlte eine Zeitlang unter dem Durcheinander von Briefen, Eollegienhesten, Mannscripten umher, bis ich ein kleines Brkeschen gefunden, das mit zarter Mädchenband geschrieben, meine Adresse trug, ich nahm und laZ : Lichtensiein, den 29. Dec. 18. . Mein innig Geliebter! Wie sehr sich mein Herz nach Dir sehnt, vermag ich Dir nicht zu beschreiben und doch sehe ich keine Möglichkeit, die uns zusammenführen könnte, ich kann nicht herunter von meinem Felsen und das Wetter ist zu schlecht zu einem Stelldichein im Walde. Doch während ich so hinüberblicke nach dem mono bestrahlten Lichtenstein, komnit mir eine Idee, sie mag zwar etwas romantisch klingen, ja vielleicht einen Auslug von Wahnsinn haben, aber sie zeigt mir die Möglichkeit, daß wir uns ein Stündchen ungestört svrechen können. Papa hat mir oft an den langen Winterabenden von früheren Zeiten, erzählt, als Hauff noch lebte, der öfter mit einigen Freunden des Abends herüberkam und bis in die Nacht in einem Thnnnzimmer deö Schlosses bei einezn fröhlichen Trunke verblieb. Verstehst Tu mich, mein LieZling. Natürlich ! Also versuche einige Freunde, besonders Deinen liebsten, von dem Dn mir so viel erzählt hast, zu veranlassen, die Ncnjahrsnacht in ähnlicher Weise zu verbringen. Papa setzt sich sicherlich zn Euch, denn er liebt einen Trunk im geselligen Kreis. Und wenn der Nachtwächter in Honau die zwölfte Stunde abruft, kommst Du heraus, wendest Dich nach rechts, wo Dir ein Lichtschein meine Anwesenheit : verrathen wird. Das geht um so besser, als Mama nach Urach hinüber ist zu der Taute und dort bis Zum 2. Januar bleiben wird. Sie wollte mich absolut mitnehmen, ich aber habe mich entschieden geweigert, Papa allein Zn lassen. Deinem Freunde kannst Tu ja den Plan mittheilen, damit er Dein Verschwinden -entschuldigt. Nun lebe wohl, es küßt Dich innig . - Deine Otti. ' Ich hatte kanni zu Ende gelesen, aiV auch schon der in Otti's Briefe bezeichnete Freund,- der lange Magdeburger, , mit zwei riesigen Rumslaschen bei mir eintrat. Sösort erzählte ich ihm in Kurzen Zügen, worum es sich handele. : " Dn bist ja ein Erzgauner", antworM iete er mit heiterem Lachens .das mutzt Tu mir gan; erzählen, komm, setze Dich .! zu mir und beichte, wir haben noch eine, ! zeittang Muße ehe die Andern- kern mcn." ' So hör' also," sing ich an, D weißt, daö ich den ganzen Sommer Aus- ' ; flöge in benachbarte Gegend machte, cMe historischen Orte besuchte, mit einem Wort Land und Leute studlrte. So 'pilgerte ich eines Tages !m September über Neutlingen, Pfullingen nach dem Lichtenstein. um den Ort, der Hauff begeistert hatre. persönlich kennen zu lcren und vielleicht interessante Motive zu Äsammelk. Ich quartirte mich in dem U kleinen D orfchen am Fuße ein und gedachte etwa eine Woche dazubleiben, dann hinüber nach Urach zn verziehen. Aber ich blieb statt einer'vier Wochen kdH so daß selbst Tu Lust bekamst, mich Uzubesuchea, ' ' !sWpDnZ Bengel, hast mir aber immer von s vieler Arbeit und wenigem Vergnügen: geschrieben warf der Lange Bxtnk"' ' - ' v;.J " -" " : Üiift Dich glicht haben wollte,, mein theurer Gowth. . Dn 'Hattest schlecht Zn meine Stimmung gepaßt." Na und wie. wo und wann lerntest. Du sie kennen?" . . ? - Ji 'Smd Werbe mir , nur nicht ungeduldig, dlÄ:omUt.aM'EWi! Morgens war ich ftühäusgestanden. ltm von der!Ä!cbcuhoh!echwden zu besteigen- V war em wunoeroarer !i. f. il rtntf rtrn ?short vinuieg, . Tage besungen. wn5!Vnm,!UGotte,Zwil mf weStifefcfiaiigr meine SAvesterbowle Uno wag ich tuy

rat jcce, rociqjc v:e wette und ucu; B

ltche dittse nach der Heimath schattn.' , oder kcül MooS mekr Zotten, dieselbe

ungcsntd dezchllch :mch, die md) m schwärmerische Träume wiegte.ich sprana

mir nicht verderben?" , r Swea?nI4?nannIteJ lc9 S&ta den Zähnen und fuhr fort: Ich Lreifte also oben zwischen den Ruinen ; 11 1 1 f r tZSi ,, jI,. ; :;.;;:;;!, ,!:.;;;.. ;v jr : fMfm SffMiM

nncher und fand an einem ganz lauschigen Plätzchcn im alten Burgfrieden ein lesendes Mädchen. Geschreiben will ich nicht, hoffentlich siehst Tu sie brüte, irirn wirst Dn begreifen, daß ich sie liebe und das; ich nie von ihr lassen werde, da'; sie das Glöckniemes Lebens,

ünnc ine:uc5 DainnS vi." Und die kleine, blonde Prosefform rechter, die ihre ganze Hossnnng, auf Dich gesetzt hat?'' frazte der Lnngz Mt ohne das ihm eigene sarlanisch: Lächeln. vade ich ihr gesagt, daß ich sie li:'?" Jedenfalls aber ilzr seh? auffällig Hos aemacht. Doch zu:n' Ende den Deiner Geschichte." ' ' ' Das Ende ist nicht mehr weit, wir sahen uns jeden Tag nn'c nach Verlauf einer Woche sagten wir uns, daß wir einander angehören wollten, sürs Leben, weil wir unS unaussprechlich lieb hät' tau" Und das hast Du bis jetzt mit Dir herumtragen rönnen?" , " O, ich habe das Herz nicht auf der Zunge und Äiemand als Du erfährt es und ich hätte aöch gegen Dich geschwiegen. ..." , Wenn Du meiner nicht bedurft lM test." Dn bist ein unleidlicher Mensch." ' Zt&tnß' o,, . iff tif n ii-f wJH,ß, IMlUl ruuutf iwy wuujuy. Dir von Denen ml xvczx was ge denkst Du nun mit dem Mädchen anzu sangen?" . - Heirathen, natürlich !" lind die Alten? Sind furchtbar dagegen!" Wissen sie denn von oer Sache?" Das gerade nicht." Und woher weißt Du, daß sie dage tn sind?" Otti meint es!" Das käme doch auf einen Versuch an!" Um lZottcswillen, nicht." Dn bist ein mürrifcher Kauz, wad soll denn der Alte gegen Dich haben?" Genug davon, die Andern kommen, Duhilsstnnr?" Verlasse Dich darauf!" Die Anderen kamen, Jener mit den Ceinigen. Da wurde alles schleunigst verpackt und als der Wagen kam, heiter eingestiegen und fort ging es in den hel?en Wintertag hinein. Vor im stieg Achalm ans, als wir Neutlingen , im Rücken hatten, der Ursalaberg mit dem. Mädchcnfclscn, alles blieb zurück und nach einer Fahrt von kaum zwei Stunden gelangten wir in das Dörfchen Honau, das am Fuße des Llchtenstcm liegt. Wir stiegen ans; den Kutscher belnden wir mit unserer Sylvesterfonrage und stiegen den Felsen hinan, der das Schloß tragt. ' Der Förster war hocherfreut über unsere Ankunft und ließ uns alsbald ein Zimmer heizen und wir machten es uns dort bequem. Es war wirklich prächtig in diesen Räumen, die so sehr den Charakter des Mittclalters tragen und doch mit allem Comfort der Neuzeit eingerichtet sind. Nachdem wir uns gestärkt hat!cn,lam der Förster und sehte sich zu uns mit den Worten: Das Dienstmädchen bringt gleich heißes Wasser herüber." Bald dampfte der herrliche Punsch in der Schüssel, es wurde wacker gezecht und die hohen Wände hallten wieder von fröhlichen Studentenliedcrn. Mich brachte, die Ungeduld bald 'um und da ich auch meiner Liebsten wegen mit Trinken an mich hielt, war ich bald Der Gegenstand allgemeinen Spottes. ' Aber auch meine Stunde schlug, oder dielniehr wurde, vom Honancr Nacht.! vachter geblasen. Ich schätzte , kurzbändig zu große Hitze vor und ver chwand. Als ich die Thür hinter mir geschlossen hatte, befand ich mich im Finstern, indem ich aber nach rechts blickte, gewahrte ich in ziemlich weiter Ferne, cinen.schwachen Lichtschein. Ich tappte mich also an der Wand entlang weite?, bis ich, dem Schein .nahe, eine Thür ausstoße und etwas tölpelhaft in ein kleines matt erleuchtetes Gemach hcreinpoltere. Ehe ich aber zum Bewußtsein komme,, wurde die Thur geschlossen, ich von zwei weichen Armen um den Hals gefaßt, auf ein Sopha gezogen und mein Mund kam in sehr inmge Berührung mit zwei weichen, süßen Lippen., Auzichauend blickte, ich in die leuchtenden Augen meinexHeuren Otti. , Bist Du da, mein lieber, guter Schatz!" , , Diese Frage war nach der Liebkosung eigentlich überstüssig, trotzdem aber deantwortete iich sie nutz einem , herzlichen Nuß. Was, wir ( plauderten, , wie wir dieZeit herumbrachten, mögen sich meine Leser selber ausmalen, soviel will ioh nur sagen, daß es Eins blies ., und wir glaubten erst einige Minuten zusammen zu sein. ; Da horte ich aus einmal leise meinen Namen ,rusen nnd als ich öffnete, stand der lange Magdeburger draußen. , ; Was ist geschehen", fragte ich schnell. r ZTl iri.rt.-. : cn u iJtvia . iji vejuy t im ücruge , am e er. ' Na komm nur herein, ich , will Dich meinem Schatz vorstellen und dann' erkahle." m' ' f V; 4 ,:!(,, :l"; t Der lange Magdeburger trat ein, begrüßte Otii herzlich, dann begann er: Wir hatten uns müde getrunken an dem heißen Zeuge, da lud uns der , Herr Papa, der Forsterzu einem kühlen Weintrunke em; den er auch sofort zu holen sich nach der Wohnung hinüber begab. Er war keine zehn Minuten weg. als K auch schon wieder in heftigster Aufregung ! lÄinstitrzK - . V Meine Herren, es )st ein Unglück geschehen, .mein jlind, meine Tochter ist nicht im Hause," rüst er zweifelhaft , , . a i! ..Illiii;, 1 . jlj- 11 '" ' :"r f"'nri -W'i, 'V' !!!' i ! :., ; ; ;Nur raljtg; Alter," sagte ich, aber er iPMcht'A'begWg Ich rief nach ZhrM?V fort, sie hörte nicht, ich ging in ihr Schlaf ;immer, es war leer, ihr Bett ist unberührt, sie ist weg. : Vielleicht hat sie ihre alte Liebhaberei angewandelt zur Nacht !!, irtil!;,!" .,:''! f li. ülUili!'!!:: rfli i':h.L, " .!,.! 'i "ü:::...1 ns !".,.,. a- in,' ;

zeit auf dem Lichtenstein herttmzuspäzieren." Na dachte ich bei mir, wenn sich der Alte nur nicht so ängstigte und schön wollte ich sagen, sie ruht in Freun ?es Arm." Um GotteZwillen nicht," warfen Otti und ich erregt ein . Et würde mich verstoßen," jammerte Otti. : - V.,;.: Der Lange wartete aber keine weite-, ren Eesüh'lsänßeruugen ab, sondern faßte mich am Arm, zog mich hinüber nach unserer Kneipbude, indem er mei

nem Schatz zurief: Retten Sie sich, niern Fräulein!" Otti aber rettete sich nicht) sondern eilte uns nach in unser Thürmzimuter, rathles; was sie beginnen sollte. So standen wir drei einander stumm gegenüber. ' ' Ans einmal hörte ich die Andern znrückionlmen. Schnell besonnen, verbarg ich Otti hinter dem Kaniinschirm. Und es war die, höchste Zeit 'gewesen, denn schon eilten die Freunde und der Förster mit brennenden LaternG ins Gemach. , .:;! , Der Alte war trostlos, er M die gräßlichsten Bilder in seinem Geiste und machte sich bittere Vorchürfedaß er Otti allein gelassen habe. , Der lauge Magdeburger stieß mich an, ich solle reden, dem Alten alles gestehen, aber ich konnte mich nicht entschliefzen, wußte ich doch, wie sehr Otti sich furch tete. 'Sie vermochte nicht langer die Kla gen des Alten anzuhören, sie sprang ans ihrem Versteck hervor und warf sich mit einem leidenschaftlicher Vater" an seinen Hals. Als die Freude über da$ Wiederfinden der verloren Geglaubten sich gelegt hatte,sragte der Alte erstaunt, wie sie hierherkomme. ' Anfangs wurde sie verlegen, dann begann sie ganz flott dem Alten eine Historie aufzubinden, sie habe sich allein gefürchret und sei herübergekommen, da hätten sie denn wahrscheinlich auf dem Wege einander verfehlt. Der Papa glanbte Alles. Mir aber gab der lange Magdeburger einen sanften Rippenstoß und sagte: Schmiede das Eisen, es glüht, der Alte ist in guter Stimmung." Ich faßte mir also ein Herz und entdeckte zum Staunen der Anwesenden dem Förster alles. Otti war einer Ohnmacht nahe : als sie aber sah, daß der Papa gar nicht böse wurde sondern schmunzelte, da sagte sie zu ihm: Haft Tu nichts dagegen, daß wir uns heirathen, Papa chen?" - . Gott 'bewahre!" antwortete der Alte. Kaum war das Wort gesprochen, so lag auch Otti schon an meiner Brust und die Freunde schüttelten uns glückwünschend die Hände. So wurde die Neujahrsnacht auf dem Lichtenstein mein Verlobungsfest. U n sere Zeit. (?ine eigeuMHe Zeit JeremUdk.) Daß die Jahre bis um Tode Rastlos schwinden hin im Schuß, Klagt' in der bekannten Ode ' Schon Horaz dem Posthumus. ' Füglich am Sylvesterabend, : -Da ein Jahr im Flug entfloh, Klagen wir, an Punsch uns labend. Heutzutage ebenso.' Aber zu Horazens Tagen War nicht jene wilde Hast, Die, wie sehr wir's auch beklagen, U n s e r Leben hat erfaßt. Unsre Zeit der Vlitzzuischnelle r Ras't in doppelt raschem Flug, ' Rastlos stürzet Well' auf Welle 3t i e uta n d hat mehr Z eit g e " nug. Techniker und Philosophen Und der Dichter zahllos Heer, Endlos - hausend Stroph' auf ' phen deiner komm! zur Ruhe mehr. Wie Erfindung an Erfindung Jeden neuen Tag sich reiht, u geordneter Verbindung Mangelt unsrer Zeit die Zeit. Zeit ist Geld", das ist die Predigt, Ist der Neuzeit Theorie, ' 1 D'rum nur Alles rasch erledigt K Aber fragt mich nur nicht wie! i Was man sonst erbaut in Jahren, , Wird in Tagen heut' vollbracht. , ' . " Dinge, die beut' wichtig waren, ' Sind vergessen über Nacht. Alle Uebel zu enriren, " ' ' Wäre Jeder gern bereit, Doch die Mittel, zu studiren Gründlich dazu fehlt die Zeit. Um den Nächsten sich zu kümmern K In dem Drängen nach Gewinn, Wer hat Zeit? WaS liegt an Trummern, Wenn nur Ich am Ziele bin?!" .,,.,.,,,,, Toch was nstzt das Klagen. Jammern, Wenn man nicht die Kunst bersteht ' An die Reit sich anzuklammern, j Dan fle Nicht so schnell vergeht? ! ; ,,. " 1L tS. ' V ' " !' li ! ,:4ir! T !, j'i xcm nur in ie unn oejcyieoen, !, ; Ter, trotz auer Erdenqual "f Warm begeistert trägt hienieden !! In - der Brust ein I de al ! v j. i ) ') ii lf I IM- li; t " '. I, ' ii Mag die Zeit im Flug' entschwinden, !! ,! Liebe Freunde l Laßt Euch Zeit! . ' LäßtdaS,Herze.etwaK'KW,'- iJII in . v f. r.i (. i .t r f. : (, i , Daß es fröhlich mag sich schwingen v'i- is-l'-..i"ril j:.',V',',rri':: 1 !f iSU9 lilUl UVIV, HIUUU 4(tUl. i.f f i,M üh Qii ücix icrnc iciu)i iiiiu uar, 1 Laßt dem Jde alen klingen ' 1' " gu're Öttferl Srort-Äcttiafi-fsi JiP'Ö-S'jC !?:::,3:' f : v. MiriS! li 'iHrtÄji: :p " ' Von WeihnaHtsge schenken ist in einem Salon 'die Rede, und ein sehr spätes Mädchen" erzählt, daß sie von ihrem - PasaWljedeMIahn zwei Bücher erhalte. Ei," sagt der Hausherr, dann besitzen Sie ja heute bereits eine sehr reichhaltige BiblioH

Ncukal,rSaZoi?en. ! Ein MvehnselMte vsa Paul Vlsik. Sie war ganz allein in ihrem Stüdchen. ... Draußen, lag , eine kalte, klar,e Win. ternacht über den,,, Häusern ,, der z Stadt, die.,burch, ihre schneehebeten, Giebel ezy seltsam greijelihaZtes Ansehen erhalteH hatten. t dem heAen M öybtichtIa ten die Umnsse der Straße scharf her' vor; wer ans dem Fenster blickte, sah überall erleuchtete, Scheiben, hinter de nen die Schatten fröhlicher Ä!enscheu auf und ab, glitten. Ueberall war man vereint, um' das neue Jahr zu erwart ten., ' i Nur sie war allein. . . Sie saß an ihrem runden Tisch, aui, oem früher so oft die Spiritusslammt der Theemaschine ihrer jungen Liebe geleuchtet hatte, nnd starrte trüb vor sich

hm. .; : Lot emem Iah??, Sie tief auf. Dort in der Ecke , des t. grünüberzogenen Sophas Jjattt; die Mutter gesessen, die an zenem Llbend gar nicht kraut aussah. ' Und vor ihr, Stuhl an Stuhl, so daß sich die Hände finden konnten, saß das zunge Liebespaar, dass am Vleujahrsabetzd seine Verlobung seiern wollte und mit pochenden Herzen die Stunde erwartete, in der die Glocken zu mächtigem Klänge ausholen würden; und die Stunde käm und mit zitternder'Stimme sprach die' Mutter ihren Segen über sie nild sie lagen sich glücklich in ben Armen und küßten sich und dachten nicht daran, daß sie noch so lang, so unabsehbar, lang auf ihre Vereiliigung warten müßten. Denn sie waren Beide sehrarm; aber sie liebtm sich desto inniger y' ,. ... .? ' Und nun war Alles vorüber! ' Qatte ihn wirklich dasunbedachle Wort der alten Frau so gekränkt, die in einer Stunde der Sorge ihm bittere Vorwürfe über sein hossnnngsloses künstlerisches Streben gemacht? Die ihm mit Worten, die härter klangen, als sie gemeint waren, in's Gedächtniß nef,'.daß ein Maler ohne einen Käufer für feine Bilder heut zu Tage verhungern müsse? ' Er war sehr traurig und zornig-gewesen: trotzig hatte er die dunklen Locken, zurückgeworfen und die, Hand geballt nnd, ohne,, auf Elfe's bittenden Blick zu achten, ausgerufen: Ihr seht mich nicht wieder, bevor ich etwas geworden bin!" Und dann war er gegangen ohne Kuß! Und sie hatten ihn nicht mehr wiedergesehen! Else legte den blonden Kopf auf den Arm und weinte, weinte heiße Thränen. Ich habe ja immer an Dich geglaubt, mein HanS! flüsterte sie vor sich hin. W:e konntest Du das Herz so kranken, das Dir allein gehörte! Die Mutter meinte es nicht so schlimm ; sprach sie doch noch in ihrer Sterbestunde von Dir. so gut. so mild, wie sie immer war. Sie liebte Dich ja auch; nicht so innig, so uuauZIprrchlich, wie ich, aber sie liebte Dich. Und nun hast Tu mich verlassen uud ich bin ganz allein geblieben!" Draußen schlug es 11 und die Glocken begannen ihr Neujahrslied; tief und voll, lind nnd laut scholl ihr Klang in das Zimmer. ,, Else erhob sich, trocknele die Thränen und trat aii's Fenster. Da lag die Straße vor ihr aus der sie früher so oft ihm entgegengeeilt war. Dort an der Ecke, wo das glänzend erleuchtete Hotel lag, hatten sie sich znerst gesehen; es durchschauerte sie, wenn sie daran dächte, wie der Blick aus, seinen Augen sie getroffen hatte! Wochenlang waren sie einander täglich begegnet und immer tiefer waren ihre Blicke ineinander getaucht. Und dann, o Wonne! war er eines Tages, rasch und keck, wie es seine Art war, zu ihrer Mutter empörgesties gen , und hatte in seiner offenen, herzIichen Weise gebeten, mit den beiden einsamen Frauen in Verkehr treten zu dür' sen. Er wäre allein in der Welk, ohne Verwandte, ohne Freunde ; er habe, schon lange die beiden Damen mit verehrungsvollem Interesse auf ihren Spaziergänger! beobachtet uud den innigen Wunsch gehegt, mit ihnen nähere Bekanntschaft All schließen. Aber er habe keinen Freund, der ihn nach den Regeln der Welt bei ihnen - einführen könne; auf den Zufall zu warten sei nicht seine Art. c - ' ' " ' ' Und nun. verehrle gnädige Frau, welken Sie Mir entwedei , fcic i: Thür, wenn Sie mein Vorgehen für zu dreist halten, oder machen Sie mich durch die Erlaubniß glücklich ab und zu Sie auf Ihren Wegenl begleiten jn dürfen 1 ; jO,f Aoir rinnuff f? Clrl' tnrli iif vv vtn viiuivtti. iiv iu.i nvuj i jedes Wortes ! Auch das verwnnderte ' und bedenkliche Antlitz 'stand ihr noch 5 nnr. qltti,-.--- tott&TÜtäi betroffen, die gute Mama aber wer ;':' r1:!''!'' ijilj. .p. J " r ,. O .nj. ! '!!!;! u " ' r--"": lonnle Mlenua) inner leuchtenden Schönheit, , seiner siegreichen Bcredtsamkeit widerstehen? Und dann j.- . sie ! drückte die Hand auf's Herz ! Wie selig waren die Stundenin denen ihre Liebe i rnVini-f rnt (ni tiiT SiiifsCiHMHiwiii1! S S tHnto ffl ??i2??rab und zu auch in der Wohnung einen Besuch zu machen; wie schön sah er . . ... .".r. ... .? . ' aus, wenn rr uoer , oie 'irane eitle, ,:L'w jcttttÄfL- rc jder, Schlapvhnt in die Stirn gedrückt, schon von Weitem nach dem Fenster ik 1n m fo$fft,s?Wif . I.V, , harten Ufsite. und denn fci W n emporstürmend,' bis er athemlös,' mit glühenden , Wangen in's Zimmer trat unsWnigeHeitcrkeiu breitete.? Und dann jene seligste Stunde, in der sich .ihre Herzen gefunden hatten; es war zur Zeit der Tämmcrung gewe sen und, die kranke Mutter? war ein we? nig eingenickt. Er hatte ihr gegenüber am Fenster gesessen und leise von seiner Kinderzeit erzählt ZanWaHjö lich der letzte Sonnenstrahl über die Giebel geglitten und hatte auf ihren Häuptern gespielt und wortlos, wie einem unwiderstehlichen Triebe folgend,

balten sich ihre Hände und Lippen ge-' funden- : r Die Glocken sgen noGimmer ihr Lled lh? dröhnender Klang scheint sich in Worlzn verwaudcln,die mit zittern den Tönen in Elses Herzen wiederhallen Aus das Glück! Aus das Glück! schallt :ef in ' trüber Monotonie vom ThünNeAiedcr . ' ' j Das junge Mädchen sieht noch immer regungslos am Fenster.' die Hände in einander 'geschlagen' und den Blick ans die schneebedeckte Straße gerichtet. Jetzt Wird er sie niemals mehr durchschreiten, um zn der Geliebten zn kommen! Aber plöHlich. beginnt sie zn zittern. Dort an der Ecke, bei den glänzenden Fenstern des Hobels, ist eine dunkle Gestalt aufgetaucht, die mit eiligen Schritten näher kommt. Und dieser sichere Gang, die ser' rasche Schritt mahnt sie seltsam an ihn, der ihr verloren ging für immer ; aber es ist ja nicht möglich ! Ihre sie berisch erregte Phantasie führt sie irre, das Licht des Mondes auf dem schncebedeckten Wege läßt sie Gespenster sehen! Aber ,der Mann" naht - dem Hausö, er tritt in die offene Thür, er fliegt die Treppe empor, er zieht dle Glocke. ... . fc Mit stockendem Athem eilt Elise nach

der Thüre und öffnet sie. Und auf der Schwelle .steht, eine hohe, schlanke Gestalt, die' jetzt den Schlapphut in die Ecke schleudert und die Arme ausbreitet: nein, es ist kein Traum, kein Spiegelbild fieberhafter Phantasie, es ist Heinz, mein Hcmz!" ruft sie fchluchzeud' aus und fliegt ihm an die Brust und fühlt mit wonnigem Erbeben seine Küsse auf ihren Lippen glühen Und dann sitzen sie zusammen in dem kleinen Zimmer an dem runden Tische und er erzählt, wie er kurz entschlossen seine Sachen verkauft habe nnd dann nach der Hauptstadt gereist sei; er wäre entsetzlich traurig und so zornig gewesen, daß er sogar an ihrer Liebe gezweifelt hätte der Thor! dafür mußte er mit emem Kusse gestraft werden! und dann hätte er den festen Entschluß gesaßt, entweder ein tüchtiger, berühmter Künstler zu werden oder sich das Leben zu nehmen. Und mit diesem Entschlüsse wäre er zu einem' Meister gegangen, dessen Name weltberühmt sei, und habe ihm seine Mappen vorgelegt und ihn gebeten sein Urtheil zn sprechen. Und der, Meister habe i die Zeichnungen und die Aquarelle angesehen und den Kopf geschüttelt und gelächelt und ihm schließlich, gesagt, er solle nur die Hoffnung aufgeben, ein großer Maler werde er im Leben nicht. Da habe er denn einen traurigen Schmerz in der Brust 'gefühlt und zn sich selbst gesagt: also den Tod. Und in diesem Augenblick hätte er wie der gefühlt, fest und sicher gefühlt, daß Elfe ihn liebe! Der gute, liebe pemz ! da mußte er doch einen Kuß zur Beloh nung erhalten! Aber als er scrue Blätter zusammen gepackt hatte und gehen wollte, da habe der Meister ihn aufgehalten und ihm gesagt: Ich glaube jedoch, daß Sie ein tüchtiges Talent sür Illustrationen besitzen. Ihre scharse, charakteristische Liniensührung : und eine gewisse originelle AufsassungSgabe spricht dafür. Ich werde Sie einmal einem Freunde zn einem Versuche empfehlen." Und damit hätte er ihm ein paar Zeilen an den Hcransgcber eines großen illustrirten Blattes auf den Weg gegeben, nnd dieser versuchte es wirttick, mit ihm, und so schwer es ihm auch anfänglich wurde, sich den Pinsel abzugewöhnen, jetzt hätte er's erreicht, und vom Januar an wäre ihm eine .feste Anstellung mit 3000 Mark jährlich sicher! Und dann Er schwieg und führte sie still vor das Bild der Mutter. stHann,wsch auch,sie,uttZ wohl ihren Segen geben!? sagte er ernst. Draußen, schlug es zwölf, jubelndes Rufen erhob sich .auf der Straße, übertont von dem Klänge der Glocken. Jetzt aber hallte ihr voller Ton wie feierliche, Segen - kündendes Hochzeits- ': . Festgeschenke. flun daMestMitIiesenschritten nahtUnd ein Jeder) der! ein Liebchen hat. Grübelt, was er legt zum Angebinde Auf , den Gabentisch. dem holden Kinde: Will muh iH nachdenken liebevoll, , Was die Schaar der Wesen haben soll, Äe als weine Lieben nnd Getreuen Rosen in mein irdisch Leben streuen. T K Also schickt es sich 'zur Weihnachtszeit. Sei es auch nur eine Kleinigkeit, Denn .sie,, sch'n gering ist . meine . Habe ' Auf den Geber mehr als auf die Gabe. rt... - tv' 't t (-. r E was Reizendes bring .ch dies Jahr xriev. lentincIMonßcn Elfe dar, ms vnainelleö Angedenken ,MJ.t V IM...... ) i- i ;.; !. (-du liif:-- t- ' . .,ir Meiner Ast hab' ich zugedacht, Was gewiß ihr viel Vergnügen macht. Neulich hat gewagt sie, mich zu kränken. Und jetzt will ich Hr die Strafe schenken. ;if .f., " schenken) i!4 ',!!lz,!!chH,.!l -J'V S:. f rr' : il'L i t jl 1 1 '. v t. . f x : "iSii.a'Süi'. i! Ich will ohne kleinliches Bedenken " .,!",!!,, II-- : ' ..." ::.... iV , W wem unbegrenzt Vertrauen ::-' ! f "wf: Äj: i; MM !Hl!ii.: JI:'1.? fiE&üY. Glücklich steh'n am grünen TannenÄMO -'-sM-MD..-' . -'0 "3jjf ÄttSa S?3'T "jß 3xf ",'!ifl!i5;!ä" i,: lenrenSte-. fe-: Auf mein Bild: Wie reich weiß er zu iZ,,,,i,',"jii.,,,,.i.i,.!.,.i!i-" '!.,,.. hiiirBiiiiiii. , , ' ''..in.. li:iir-!: .Ojeiiijj Jul. S t et tenh erm. ;; , Eitelkeit ist so lach er. lich, daß man sich schon aus Eitelkeit vavor yulen loute. II, ,,..,,. !i.:..i..:'i .,,: ' 'i"!,!!;1!! ;:'ffiSi 1S:I

' Schwarz auf Welk Frau Tircctor Clotilde K. in Berlin war. beneidenswert!). Ihr hatten die Götter jene drei Vesitzthümer geschenkt, welche sie vereint nur den Bevorzugten des Glücks gewähren: Rttchchümer, Schönheit und einen liebenswürdigen Ehemann. Der Dirccter Ernst K. repräsentirte bei, seinen fünfzig" Jahren nach jeder Richtung hin den feinen und maßvollen Eavalicr. feine Beamten im Comptoir wußten das, es wußten seine zahlreichen' Freunde, es wußte seine Gattin. Und bei der richtigen Werthfchätzung dieser- für das häusliche Zu fammenlebcn so wichtigen Eigenschaften

nahm Fran Elotiloe die Huldigungen der Männerwelt unbefangener entgegen, als sie eS . sonst vielleicht gethan hatte. Man konnte sich darüber keinem Zweifel hingeben sie wurde in der That stark umschwärmt. Ihre prachtvolle Gestalt und ihr interessanter Kopf bildeten in jeder Gesellschaft das Ziel für das heimliche Geschütz seuer, das die braven mouocletragendm Kerntruppen des Salons abzubrennen lieben. Das schöne Weib trank die Schmeicheleien, die ihr allabendlich servirt wurden, mit vollen Zügen und besaß leider nicht die Vorsicht, die bei solchen Gelegenheiten wünschenswerth erscheint. Man sing an über die Launen" der pa Direktor potmüie Bewertungen zu machen und zurückgesetzte Anbeter erfanden bei dem letzten Glase kleine medrsantc Anekdoten über sie. o arm ncte es sich aus die natürlichste Weise der Welt, daß dem Gemahl eines schönen Tages ein bestimmtes E erricht zn Ohren kam, daß sein gemächlich fließendes Blut in Wallung brachte. Es war nichts Bestimmtes, was er da von un gefähr über die schöne Fran K."' gehört hatte, aber gerade deshalb wuchs sein Ärgwohn ins Riesenhafte. Der Direktor wurde seit dieser Stunde nervös. Und wenn der Sanitälsrath auch zehnmal der besorgten gnädigen Frau versicherte, daß der Gatte an den Folgen der glücklich übcrstandcncn Influenza leide, em Eingeweihter hatte eine bessere Diagnose gestellt. Herr K. stand nämlich, so oft er allein in Madamcs Zimmer weilte, offenbar unter dem Einfluß einer sixen Idee. Er konnte cs Nicht über sich gewinnen, den Schreibtisch mit alcichailtigcn Blicken zu betrachten, er durchblätterte mit zitternder Hand die Cchreibmappe. er zaßte die Bronzegrisse der Schubfächer, um sie auf ihren Verschluß hin zu prüfen. So trieb er es manche Woche. Seine Gesichtssarbe wurde gelblich und fein :a an einem trüben Nachmitta drei Wochen vor Weihnachten die Dame des Hauses war gerade zu Gerson gefahren betrat der Direktor wieder iv einmal das Werhcmgste ci:icr rau. Wie gewöhnlich strebte er hastig zum Schreibtisch und wollte soeben die Unersuchungen beginnen, als sein argwöhNich umherfliegender Blia an dem Papierkorb hasten blieb, der in der Nähe stand. Er schlug sich vor die Stirn. Hier hatte er noch niemals nachgeforscht, und doch, wie leicht war es möglich, daß gerade an dieser Stelle . Kurz entschlossen stülpte Herr K. den Korb um, so daß das Innere bunt durcheinander siel. Tann wühlte er mit nervöse? Eile, jedes Blättchen drehte er vor- und rückwärts, jede Zeile verschlang er. Ah, was ist das? Der Direktor hat den Torso eines zusammengeballten Briefbogens erfaßt. Er glättet denselben und liest, von der Hand seiner Frau geschrieben, Folgendes : Geliebter! Mit tausend Grüßen und Küssen sende ich Dir die Nachricht. . . ." Hier hatte die Schreiberin abgebrochen, jedenfalls war ihr der Anfang nicht zärtlich genug, sie hatte eiucn zweiten Bogen genommen und den ersten in den Papierkorb' geworfen. Als Herr K. die ganze Tragweite dieses Indizienbeweises begriffen hatte, bemächtigte sich seiner eine schreckliche Wuth., Und als , Madame eine Stunde später nach Haus kam, war er noch ' keineswegs ruhiger geworden. Er stürzte aus sie zu, hielt ihrdas corjrus delicti vor die Augen und schrie: Darf ich um eine Erklärung bitten, meine Gnadige? Um eine Erklärung für diese geheimnißoollen Zeilen?" Madame warf nur einen flüchtigen Blick auf das Blatt, dann wurde sie dunkelroth. Gleich darauf aber hatte sie ihre natürliche Farbe zurückgcwonnen. Stolz und kalt richtete sie sich in die Höhe. : Ich bin es nicht gewohnt", sagte sie mit klassischer Ruhe, mich in dieser Weise inquiriren zu lasse::. Hatten Sie höflich gefragt, mein Herr, , so hatte ich geantwortet, jetzt ziehe ich es por, überhaupt keine Erklärung izn geben!" : . Madame sprach's, tveudete sich um und rauschte aus dem Zimmer. . Der Direktor war nach dieser Scene bedeutend abgekühlt. Seinem Fran machte durchaus den Eindruck der be leidigten Unsckmld und doch war ds nicht ihre Handschrift? Hatte sie nicht selbst den klarsten Beweis ihrer Schuld geliefert ? fe Stumm , und mißtrauisch deaeancte ihr Herr K. seit diesem Tage. Die Beiden tauschten tagsüber kaum ein 'b ' " 11 " 'i !: ' ' 'ir ' m ' Lorl. . 'caoame my m - iyrcr gelranl ten Würde entzückend aus und der Gebieter zerbrach sich den Kopf, um . diesen Widerspruch aufzuklären. Inzwischen hatte sich kurz nach dem Tage, wo der Gatte den unglücklichen Versuch machte, den Richter zu spielen, etwas Mcrkmürdiges ereignet. Frau K. war im Salon. Tort machte gerade der junge Dr. Willibald X. seine Aufwartung und da der Hausherr bcrm Frühichoppen weilte. sielen, der Gnädigcü die, Honneurs zu SoebiwarileineD Haltung eingetreten. . Dr. A'., seines Zeichens Schriftsteller, hielt den KuW drucksvollen $ K o pf geunkt und dacht e nach. Plötzlich erhob er die klugen Augen zu seinem anmuthigen Gegenüber. , Tbcure Klotilde," sprach der geniale Jüngling. Beunruhige Dich nicht, ich weiß einen Ausweg. Kennst Du genau den Wortlaut seiner Zeilen?" Madame

'(Mi:.

lächelte zärtlich. Geliebter. nät.IÄD sendGrußen und 'Küssen sende läMp: die Nachricht - wickerU!U ne, weiter stand mchts auf dem BlMM ßon", rief der chenridwswtrtM!' Schriftsteller, es genügt. Ich HMF eine Idee, die Dich glänzend rechUz fertigen - und. Deinen-! Gatten von felscs Eifersucht .fTOioä ZVt,' Verbündeten . besprachen, eingehend denZ Krlegsplan, dann schaden ste '- !..ir Am Sylveflerabeuv. In dem Direktor Kuschen Hause -war es. gar ÄJZWWh lich. . Es lag etwas Unhcilschwangeres in der Lust. Madame hatte sich" nach :) wie vor mit NgerMÄe gewappnet unt der Direktor schien noch nervöser ge!,, worden. Da, am' Abend - klingelt ej Der Postbote gab 'eine, Bestellung füt Fran K. ab. Es war - eine Dructsache. ' ' Klotildc löste den Umschlag, blättert, und las mit einer von Zeit zu Zeit steie ?! genden Ansmerksamkeit. ,A!s sie tft$0 Lektüre beendet hatte, erhob sie sich ging jn das Zimmer ihres Mannes. Verwundert über den Besuch, kam ih, dieser einige Schritte entgegen. Ma dame, vom Scheitel bis zur Sohle in eine unnahbare Hoheit - gehüllt, sah ihrem Gatten . fest in , dle Augen uni 'sprach: Mein Herr, hcus: werde ich, Ihnen auf Ihre "damalige Frage NUN,

Worten, obwohl Ihr unwürdiger 'WerM,'I dacht überhaupt keine Antwort derd!enlMD Aber ich will Gnade vor , Recht ergeKenHZZ!

lassen. Sie dauern mich, mein Herrg denn Ihre Gesundheit leidet. BittZ sehen Sie her.'- Was habe ich hietÄI der Hand?" Verblufft betrachtete de, Direktor ein bekanntes illusirirtes Iournal. So, jetzt, was'steht ,,Kcr?" M Herr K. folgte mit Spannung dem Zeigefinger der Gnädigen. DastüM!ß mit großen Lettern:' Dtr-MW! nachtsbrief. ovcllette von Elohlde K.ß!ZH Wie denn," rief der Gemahl in hvü)- ( stem Erstaunen, diese Novellclte ist von j ki Dir?" Ja, ne ist von nur. Ich wollte Dir eine Ueberraschnng bereiten. Jener Bricfansang gehörte, zu mcincmH Koncept, Dn wirst ihn hier im Dex,D! wiederfinden!" Und der glückliche Dirccter, der kein Wort hatte, folgte , zum zweiten Mal der schmalen Haild. V Und er las den Satz: GeÜcLter! Mt g tausend Grüße und Küssen sende ich::;::;,;: l . - c t" j .. . r :." V ' ' ;. ..;!jii mju oie i'cacyncur, oan o:e a):ozerigketten, welche unserer Vereinigung von Seiten Papas tm Wege standen, nun mehr alle bcMlgt sind!" Weiter las er nicht. Elotitde. kannst Mu' v,er zeihen ?" Uud Elctilde . hatte em Ein sehen. Sie nahm die , härgebotenU Hand und verzieh. Bei dem Direetor K. aber ist in Zukunft kein Rück all zu befürchten. Von der Unschuld seiner Fran ist er überzeugt. . Er hat ö ja --.'. Schwarz ans Weiß. Fröhliches Neu ur: ?w gutes Geschäft. I. ;, , U Im Interesse und int BcWrderuuM

der Lündwiubschaft setzen' wir fur"dDD größte Kartoffel, die unsere.. HerrhrtenAIL Abonnenten uns einsenden, einen PreiMD

von 10 Dollars aus. m ?tisrrf'!s''t hp$ Mn V . V . . t q,' yA 0 V n. . a v-f Die KartottelMreis-Eoneurrcnz i&M beendet. ' Die Prämie' für' 'die aräßteDD Kartoffel erhielt Farmer John Smart - W . . j, . MMk..,' , '!;' .. m MOppieiown. ! re Blcoacllon. III. m

Vier Waacnladnnaen ausaesucht sckS :A

ner Riesen-K artoffeln größte Sortrsind so-ort billig Zn verkaufen in der . i?t 1? rtVisif oVr CVorr.fh VtVUVl V1 'Wfc-.V - .StW 't. V $gf ; V w Abtheilung jürPrcisausjchrelben.) Durch götili ch eöAn v fSt frorenhcit erreichte cS Arnold Auczc. damals Studentii in Jena, Goethe von Angesicht zu Angesicht $it sehen, .fcf:$ie;!!j ser durch auerlelWiderwartigkeltett ver stimmt, in der größten Abgefchlossenheit 'S 1 ' . t . , '" ' . .T :. 4. teme. er iLinzenoer erinnerr Zlcy, oie Geschichte vor " langer Zeit aus Ruges eigenem Munde gehört zu haben. Es . - in .1 1 i ifci-i' "' , - i-i.' ll'lll'T.ii'llil war zu Ansang der zwanziger Jahre. Außer Eckermann Riemer, Kräuter; die dem Altmeister bei der Redaction seiner Werke behilflich waren, 'emvsiug dieser j Niemanden und zahlreiche , Fremde, weß - Standes sie auch sein 'mochten, mußten unverrichteter Sache wieder abziehen. Das sollte mir nicht vasstren j" erklärte Rüge seinen lustigen Kumpanen, die bis in die Nacht in der Rose" zn Jena tagten. Man wettete mit dem Vermessenen) und am NnderN'MorßD gen sichren die Bctheiligten in einem verdeckten Wagen nach Weimar und dort unter die Fenster von Goethes Wohnung. Vor ihr stellte sich Rüge auf das Verdeck des ' Wagens und rief einfach,-, so lauter Goethes Goethe! llsbald'lerschienk der '.alte MamMrblenO'aB winkte ängstlich ' äb, erklärte dannWseiN' HerriwareikelncSfaÜS Rüge ließ sich nicht abschrecken. Er rief laut i und munter: sein octheI st, ,r , f v'"' '"tkl " "!' : : ' "!''- 7fr"' Goethe!", ms der Olympler am ostcum Fenster erschien. Nun 1 jubelte Rüge dem großen Manne zu und bat ihn : . ,-'h , :,l . i!l i " " i 4 "f ,.."!!;'. ' dann ". um Verzeihung. .; woraus der alte Herr, den jungen Stürmer und Dränger cklt .Ireunblichen" W otten ent ; ''' I , . . . i1 .,,,. .., . I!i,ii!,iiil.i z Uezz. ,,lZi mm twM-Mm 1 '?.Me ii eres :tf b. wSTst 82'! dem Pariser Figaro": Madame B. im sterben. Ihr Gatte tritt an das Schmerzenslagrr und sagt: Deine Freundm Helene ! war Zceden , da und läßteTir''vonSBcrzeD wünschen." s WaS für einen Hut hatt e sie auf 7" flü stcrtefldie. Kranke mit verlöschender ' Stimmt Zwei Freunde U VaNen'einandcr)!K,,iDu ? L Li-,::,-'::i ij. '"! i siir-'i . i r ' " ' stock : gefallt ,'uiir,; den'iSNiußtiDu Nlir.i schenken !( ; ; Unmöglich, mein Freund, c S i ix ? : i feeli r S.'-'IJ a in i 1 1 c ri ti to en. f en, : Dies ist der Stock, mit dem mein armer Großpapa meine gute Großmutter gt ist n fia f Mw WkM "alll; illiiii Jauen mm'y

: i-

4. i J 4fr. X

"p":4

t-f::U: -Hy4 - :i 41 ?tiV:'ri "iili:l!!ili!twilhi Si-H!!:!-