Indiana Tribüne, Volume 14, Number 99, Indianapolis, Marion County, 28 December 1890 — Page 6
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ÄsreNe vsa ?i. ttes. In unvergleichlich herrlicher Lage auf einer tt'enyvye über der Stadt "'T .? l m . .. - I niu lücnyui wücr cm raazenoes xnai fJ". :. -t . 4 rr fi angcnen bluyenden ttultnrpenode. Sage gewordene Geschichte umweht diese stolze maünsche Königsburg, flüstern iin den hohen Kronen des Ulmmwalde ldcr da hinaufführt, murmelt in den Wassern, die auf allen Seiten des Ber zgeS niederfließen. träumt aus den halb verfallene: noch riesig aufragenden Thürmen und Mauern, welche den gro jfcett Umfang dieser Burg bezeugen. In ktn erhaltenen' Prachkgemächew belebt ifie die mächtig angeregte Phantasie mit dealen Gestalten. Man wähnt die maurischen Ritter in blitzende? Rüstung "über die hellen Mannorplatten klirren Äen Schrities gehen, um die glänzenden Säulen die stidenen Gewänder der &ul iansfrauen rauschen zu hören.. Mitten in jene Zeit führt nnZ' unsere beschichte. Die letzten Strahlen der !achmittagZ sonne fielen in die blumen geschmückten wollüstig dustenden Patios, die PrachthZse dieses Feenheims, sie ver schönten die leuchtende Farbenpracht an den Wänden, den durch die maurische Archttektur wunderbar belebten Steiv j und umspielten geheimnißvoll TeZ Korans erhabene Sprüche, iihiü und blnmenhaft verschlungen, Huf den Säulen, aus den Wänden. (5ine vornehme Gesellschaft, die Kha lisinnen, Prinzessinnen sowie einige be vorzugte Hofdamen in heller Seide und in golddurchwirkten Mouffelingewändcrn kauerten auf den schwellenden Di aus unter den Arkaden, welche den Pat!) umgaben. Die, älteren Damen hatten Nch enU schleiert, aber das leichte Mousselinge webe ließ auch die Züge der jüngeren deutlich erkennen. Sie waren sammt lich edle, vornehme Gestalten und die Jüngeren von blendender Schönheit. Las Granadinas Bon muj sinas! sagt man noch heute in Spanien. Ter Khalisenhof war um diese Iahrcözeit stets hier. Der mächtige Alman .sor zog in den Sommermonaten den Aufenthalt in Granada dem in der ge räuschvollen MillionenstadtKordoba vor. Dort gehörte er nur dem öffentlichen geben an. Fast den ganzen Tag über war er in der von eintausend und vier zlndnennzig Marmorsäulen getragenett Äkoschce. jenem Gotteshause ohne Gleiben für Jedermann zugänglich, hier in Gnrnada lebte er nur für seine Fami lie. Er. .saß auf einem erhöhten Divansitze Ziinter den Damen seines Harems. Um ihn her lagen, faßen und standen in im gezwungenem Durcheinander die Prin seit und nächsten Angehörigen deJ Rha, -ifenhauseZ. JVir Rechten des Khalisen befand sich, nachlässig aus eine Ottomane gelehnt, in (,atb sitzender, halb liegender Stellung Omar, der Zweitälteste Sohn des Herrschers, ein schlanker junger Mann sm. - fcrf jvon auren. nas eole encur war von um taekchmttenem schwanen Bart ahnch die hohen Muskeln, die unter . Jf f SJf dem kurzärWeliam Seidengewande her vortraten, zeugten von Krastund Jntel ligenz.. Es war vor wenigen Wochen von Bagdad Zurückgekehrt, wo er seine Studien vollendet hatte. Almansor hatte es so gewollt, obgleich die maurische 58il dang in Spanien damals auf einer ho liefen Stufe stand als die des Morgenlande. Gab es doch hier nicht weniger als 18 Hochschulen und 70 große öffentmt Älblwthmn, r Prinzeü Achmed, Abdurhaman id AhbaS laZcn auf den Ellenbogen 'stiiht feiet der Damcnrcihe und schien en diese durch allerlei Witze und Schnurren zu unterhalten. Andere 'Anverwandte des 5lhalifcnhauses, sa ca und standen um Almansor grup?it. 'Zu beiden Seiten des plätschernden SpringbnmneuI in der Mitte des Patia knieten Mohren und Eunuchen, deren silberhelle Stimmen die lurp schen Gesänge Waddahs und sentimentaten, abei fast frivolen Lieder Abu NowaS, Vcs maurischen Heine vortrugen. Durch Klatschen und Zurufen bezeug, ten Damen und Herren ihren Beifall. Die Sänge? Zogen sich zurück. , Orangen und Eiswasscr wurden durch Sklaven herumgereicht. Musikanten mit Laoten, Flöten uni 5iandvallken spielten nun zur surzweil des Hofes aus, dau kamen Zlgeunerm iv . i(iritst rrr1 und MsiUriNNCN NN5 VI
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veizcn. - . ' . Äle unbesonnen. GeUmer, fluuerte eine der HosZamen, scbeu um sich bll! send, sie l?atte die,! Aster, welche lbre ClC allen! inttx ihr sidenden lngereoelen ,m L)llFe der iizn ' verdeckenden Säule mit einem HC'I 7 I S ' I 1 1 i I ' ' J...L.'. heimlichen iUUie zurück.,, . ' VT?.rmTth öcfjtet auf uns, Florida, ich"ditte, daß Du mich anhörst. ' Warum .ist jetzt Prmz Omar fort, tsärirend im Harem, .fortwährend an Deiner Seite. Florida, und wovon sprecht Jhr?ÄqVdSk? -. E betrifft. ... "..stotterte sie errö !t.end. un, eS betrifft.... die Boik SNse s ? fe ' imm Dich in Acht, Mädchen. sagte er mit oumpfer Stimme. ' O daS ist gar nicht vonnothen. ttelimer! Ich bin gefeit! Doch la rns nun abbrechen, wir werden veofc VU1" i ,T " :M)im$mm - k n hm o;, nm ttksien sich. ' ' Florida Ät.dm.Zng . . ' '- . n-fi lieradacwaen ww w" s!ck berabaezogen r t-- .rf srtrrt
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den,' ließ der Schalk den von ausgeblüh' ten Rosen beladenen Zweig .. plötzlich emporschnellen, so daß ein Regen von zarten Blättchen auf die Schönen herab-fiel.
Florida mochte ein allgemeiner Lieb denn weder die erste Gattin es 5k Kali alisen, noch die übrigen Damen kleine Unart. Nur eine ältliche Dame traurigem Gesichtsausdruck,, wiegte bedenklich das Hanpt, doch sah man ihr an, daß sie ihrem Wlldsange noch ganz andere Dinge als die eben begangene Unart nachsehen würde. War doch dieser Wildfang ihr einziger Trost, ihr 8e benszweck, seit ihr jugendlicher Gatte in der Schlacht gefallen war. Er war fränkischen Stammes gewesen, Veleidigungen hatten ihn veranlaßt, bei den Magyaren Dienste zu nehmen. Florida zählte jetzt neunzehn Jahre und so lange war es, daß Mutter und Kind im Harem Almansors wohnten, das Kind als lebendiges Spielzeug der stets gelangweilten schonen Gefangenen, die Mutter als Oöerhofmeisterin des fürstlichen Hauses. , Unter ihrer mütterlichen Aussicht stand außer der Tochter auch noch ein Knabe, der Sohn des verstorbenen Schatzmeisters des Khalifen.' Der ernste Sinn des asturischen Gothen hatte Almansor veranlaßt, ihm diesen wichtigen Posten zu übertragen, und er hatte seinem sierhenden Schatzmeister versprochen, der kleinen Waise ein zweiter Vater zu sein. Der edle Mann war diesem Versprechen nach dem Tode von Gelimers Vater getreulich nachgekommen. ! Der Knabe war im Harem inmitten schöner junger Frauen aufgewachsen, gepflegt und verzärtelt von zarten, wohl dustenden, welchen Händchen. Die bildschöne kleine Florida, um einige Jahre jünger als er, war seine Spielgefährttn gewesen. Gelimer wäre sicherlich ein weiblicher weibischer Knabe geworden, wenn man ihn immer im Harem gelassen hätte. Er wurde aber, als er zu einem statt Zichen Jungen herangewachsen war, einem Religionsgebote zufolge, das nur Anverwandten und Sklaven den läw geren Aufenthalt im Harem gestattet, aus diesem verbannt, und die Verbannung war dem Knaben heilsam. Dem entnervenden Wohlgeruch, der die Haremsräume erfüllte, den verweichlichenden Liebkosungen so vieler zarter Frauenhände enthoben, wurde Gelimer in Folge der ritterlichen Spiele, in wel chen er sich übte, sowie der ernsten Studien, die er mit Fleiß betrieb, ein tüchtiger kenntnißreichn Jüngling. Sehen, sprechen durste Gelimer seine kleine Svielaembrtin nur auf höchstens eine halbe Stunde. Wenn Florida mit den Gattinnen und Sklavinnen des Khalifen im Garten weilte, mußte der Knabe in dem abgelegenen Wirthschaftsgebaude bleiben. Kam aber die Zeit des Gebetes und betraten die Damen des Harems den Vorhof der Moschee das Heiligthum selbst war nur Mannern zugänglich dann traf Gelimer die Geliebte in dem westlichen Theile des Valästes, wo die wenigen Christen am Hose Almansors versammelt w:w den. Dort in jenem hoch über waldigem Abgrund schwebenden Erkerzimmer heute Mixado da la reina von wo man alle landwirthschaftliche Herrlich keit mit einem Blicke überschaut, war es, wo die Kinder einst gespielt hatten, wo sie sich kindlich geküßt, einander ihre kleinen Geheimnisse und Schmerzen anvertraut, sich geneckt, gezankt, versöhnt, Wo ihre kindliche Neigung sich in die Liebe der Jungfrau zum Jüngling, in. die Leidenschaft des Mannes verwandelt hatte. Wie selig waren diese Augenblicke und wie schön das Leben, daß solche Seligkeiten brachte. , Doch vseze waren an Dem 'age zu Ende, als Almanwr Andeutungen darüber erhalten hatte. Die Verbindung zweier Ungläubigen war dem Khalisen mcht genehm, er fürchtete, daß Geumer der maurischen Sache dadurch leichter entfremdet werden mochte. Almanwr befahl, daß Gelimer seinen Sohn nach Bagdad begleite und mit dusem du hohe Schule besuche. Gelimer gehorchte. Er ging und kehrte nach drei Jahren nach Spanien zurück. Der Khalis wünschte ihn im Staatsdienst zu verwenden. Er hatte ihm mehrmals zu verstehen gegeben, daß er seine Verbindung mit einer Be kennerin Allahs erwarte. Florida habe er dem Vezi? Hakem von Sevilla bestimmt, erwähnte Almansor ver läusia. Die oewen jungen Leute waren unglücklich. Gelimer plante Flucht vom Khalisen hose. Zu Leon meinte er, wo fernes Vaters mächtiger Feind in Ungnade aefallen, würden sie freudige Ausnahme finden. Florwa aber verweigerte m Flucht, weil sie die empfangenen Gut thaten mcht. mit Undank lohnen wollte. Der junge Mann aber glaubte einen anderen Grund für diese Weigerung zu sehen.' In seiner Seele war ein böser Iv i y . . c " t , ' Versag!, war me uuermazr ernge kehrt. :, ' v i" Gelimer glaubte zu bemerken, daß Omar seit seiner Rückkehr von Bagdad nicht mehr wie srüher die Tage bei den Fechterspielen und die halben Nachte beim Schach verbringeZonderlt jetzt im unleroroaien im parem weiue, oen er als Sohn des Hauses' natürlich betreten durste. '., , ' ; :.,,s ' Auch hatte der Haremswächter Gelimer, mit bedeutsam zusammengekniffen nen Augen , berichtet, im Parke unterhalte sich Omar? ausschließlich nur mit Florida. ViH"t. :l , Der Mohr liebte ' den Gothm nicht, er konnte es über WläNger,sKn, daß sein junger Gebieter mit einer unverschleierten Christin tändelte, anstatt r i , . jr k . CinC ItUIllIIlC- UCtJLUlCICIlC UtilLCC ULU: eine t fromme, verschleierte Tochter Mo.ameU Mü,&maimm v. a.ui,tr r-- .. r-m. I ItV, " VVfc wyutlj, tWUllU4fc. VU(& sfnh ftpmeiihl tnr in nnd der i .u ,. 'ix v 't
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schlaue Afrikaner wußte, wohl, daß Ge tinter hierzu am geeignetsten war. . Ja mohl dem mußte ein Ende gemacht werden, meinte auch Gelimer. Vor allem aber wollte er sich Gewißheit verschaffen. Dies konnte er nur, wenn er die Beiden im Parke belauschte. Hierzu versprach der Haremswächter ihm Zu helfen. Er hoffte, Gelimer werde Florida bei den Haaren fassen und davonschleppen, wenn er sie in Gesellschaft Omar's treffe. Um dies zu Stande zu bringen, erbot sich der Mohr, dem Eifersüchtigen solange den Schlüs (et zn dem Haremsgarten zu überlassen, bis Gelnner Florida Und semen Gebieter ertappt habe. . , , ,, Heute sollte Gelimer zum ersten Male den Rosengarten betreten. Es war spät in der Nacht.' Leise schlich der junge Mann durch die hohen laubenartig wachsenden Nosengebüsche ; er durste kein Geräusch machen, denn inden an den Garten stoßenden Zimmern schliefen die Haremsdamen der großen Hitze halber nach Landessitte bei offenen Thüren und Fenstern. Außerdem lag auf dem flachen Dache des Pavillons, auf einer Binsenmatte ausgestreckt, der alte Khalis in Morpheus Armen. Bei dem leisesten Geräusch konnte Almansor, konnten feine Frauen erwachen und Ge limer entdecken. Der Mond stand hoch am tiefblauen klaren Himmel. Dort zeichneten M die schneebedeckten Höhen der', Sierra Nevada deutlich am Horizonte ab. Gespenstisch übergoß das bleiche,? Monds ; licht die Gärten und Zinnen der Alhambra. Unten erglänzten, im Silberlicht gebadet, die zahlreichen Minarets , lnd G'.ebel von Granada, nur das Thal des Darro laq in bläuliche Dunkel aehüllt. Regungslos stand Gelimer im Schat en eines Rosenlaubganges und starrte auf die aus dem Garten zum Harem uhrende Thur. Hieralso" rief der junge Mann bei sich, krampfhaft die Hände ballend, hier also Er kam nicht weiter denn er erblickte eine lichte Frauenge stalt, die eben im Rahmen der Harems ; ur erschienen war. Das Gencht war m abgewendet. Sein Athem stockte,alles Blut stieg in seme Schlafen. Hastig, aber geräuschlos schritt die hohe schlanke Gestalt über den Mosaikboden dahin, die ln rosafarbenen tend. Dock war a nickt Monda sonvern äimena, . . .1 die Gryß-Nichte Almansor's, die Toch ter des Vezirs von Gibr-abTarek. ' Und dort tauchte eine andere Gestalt t hinter Myrthen-Gebüschen aus, in, web cher Getimer'auf den ersten Blick Omar . erkannte. Omar und die lichte Frauew riAtt t,ör.rtn n. fA. Hier verlor Gelimer das Paar aus den Auaen. Erleichterten Herzens wandte er sich und ging durch den Laubgang der Psorte zu. . Plötzlich schlich sich etwas durch den Garten, das vorsichtig auftretend, in gebückter Haltung, wie ein Tiger dahin kroch. Deutlich blitzte eine Waffe in seiner Hand. Gerauschlos schickte er sich an, den Pavillon zu erklettern dort schlief nur der alte Almansor. Ein Augenblick und Gelimer hatte sich auf ihn geworfen, packte ihn mit der einen Hand am Halse, während - er ihm mit der anderen die Waffe zu entringen suchte. . - '. Der Auaeariffene. ein Neger von herkulischer Körperkraft, drängte Gclimer gegen die Wand des Pavillons. Seme Waffe, emen blitzenden Damascenerdolch, mußte er indessen fallen lassen. , - ' ' Jetzt begann ein surchibdres Ringen. Keuchend wälzten sich , diMmse - " den mit Goldsand bestreuten Wegen des Gartens. Schon fühlte. Gelimer feine Kräfte ermatten; die Sinne vergingen ihm da ließ plötzlich der Mohr von ihm ab unt sich gegen einen neuen Angreiser zu wenden. . Omar war, es, der sich jetzt mit Macht auf ihn warf und ihn in verzweifeltem Mingen ' an den Rand des Felsens drängte, dorthin, wo derselbe steil abfallt in das Flußbett des Darro. ' :. - ,, ,1 In wenigen Minuten waren Meide am Abgrund'-- ein Schrei Gelimer konnte eben noch hinzufpringen, umMnen jungen Gebieter zu halten der Mohr stürzte mit dumpfem Fall in die Tiefe hinab. Wieder war es tiefe Stille rings Z!W her. Beide junge Männer reichten' sich die Hand und blickten sich lange stumui tn's Auge. " -tvr-&: ' Ä I,1;M! Was ' wolltest Du im Harem; Gelimer, weshalb belauschest t Du nch ? begann : Omar. :. ' ' ' f.' , ''' i ' ? i e Mich quälte grundlose Eifersucht; ich sah, daß Du mit Florida verkehrtest," erwiederte der junge Mann. ' Florida ' ist Ximena's Freundin," sagte Omar ruhig, 'sie kennt alle unstrc kleinen Gehcimniffee i$ Was geht hier vor? Wer stößt den furchtbaren Schrei! aus? Was thust Du in der Nacht im Harem, Omar? Was will der Ungläubige hier?" Mit diesen Worten drang , Almansor plötzlich auf seinen Sohn ein. i ,;' mV? ' ''"TWi1' 't"-'-f- -..' i Dicicr zeigte auf den am Boden lie? genden Dolch. Er war für Dich geschliffen, dort unten liegt der Mörder.W zu Funeii.' Er gestand, daß Eifersucht um Florida ihn zu dem todeswürdigen Vergehen, den Harem zu betreten, getrieben habe. , Omar küßte die Hände des Vaters, auch er hatte zu beichten und um Gnade ,. " - " ";;;!! i'1'" "' ."" ' ::, ",n"Li, -'i-ii Mp1. .ly.,, .Mt. zu ritten. , " ;'ji il eji ..zur yavt ci d c ; 1 ai roer e ; !: t ra rrit verwirkt," sagte Almansor ernst, ich werde überlegen; vöWMnnmHebens rettern die Strafe mildern kann. Ver laffet sofort den Harem, ' daß Niemand Euch sehe, und morgen erscheinet zur Stunde des Empfanges. . .-,i--:i:i!,li,. ,1,',Hlll1,.;,;'t(ii. -l'Hiüiil" ss., Ilj;,; ,:; '
se raschelnde Schleppe ihrer verrunoeie oer oruyenoe oas rgeviiiy
Robe behutsam' elNporhal- oes Weiilampies. is wogen oruno in
,'ekt wandte sie sick daS Kilogramm Gegner, Müller, Wncyeu,
. .Auf der Schwelle des Saales derGeif f "' i!;.-'' !' ' , r" h .-' ' , ;, j. S-frT.
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rechtigkeit stehend, empfing der Khälif die jungen Leute ein Zeichen, daß er Gericht halten wollte. Zu beiden Sei ten der Thür kauerten Krieger, hinter ihre runden Schilde geduckt. Ihr Beide," begann Almansor, babtmich zwar vom Tode errettet, aber Ihr habt Euch schwer wider unsere Gesetze versündigt. Ich verbanne Euch deshalb auf ein Jahr von unserem Hose. nu. k: ?:? Ul tillUiU. -Vi UCUVi JL.1 Osff. sCa Beamten, daß er beweibt sei; es lst daher mein Wille, daß Ihr in die Ehe tretet. Die Euch bestimmten Frauen sindet Ihr im Gürten." Soll ich verrathen, wen unsere Freunde dort fanden? Kann ich die Freude und Glückseligkeit der jungen Paare, welche zwischen den Myrthen und Granaten, Alles um sich vergessend, dahiuwandelten, beschreiben? ".' , ' " ' , Congreß der Dickleibigen. : 1 '- ! Der Erste Berliner Eongreß der Dickleibigen", welcher im PassagePanoptikum" in Berlin tagte, schreibt das Kleine Journal", hat leider wieder einmal den Beweis erbracht, daß sehr Viele, die gern außerordentlich dick thun, ' es in Wahrheit gar nicht sind. Aus die Versprechungen hin, welche das Comite allen gewichtigen" Personen in der ! Provinz gemacht, hatten sich eine große Anzahl ' Candidaten gemeldet, aber nur Wenige, erreichten das Brutto gewicht von 100 Kilogramm, ivclches, als Mindestforderung für jeden ehr licheii ! Dicken,. ausgeschrieben war.,,, Es sah daher- im Congreßsaale. ansangs wirklich ziemlich mager aus.' Der Entsettungsprofessor Alexander Hömg, der selbst ein so. spindeldürrer Herr ist, daß er nach Äurchsührung der Miqucl'schen Steuerreform als Stormalmensch wird gelten,, können, Ionnte seinen hübsch pointirten Vortrag mit großer Würde vor : einem beifallslustigen Publikum halten. Großer Jubel aber erscholl, als der Präsident die Namen der schweren Jungen" verlas, welche vom Preisgericht zur engeren Wahl gestellt wor den 'waren. Mit tänzelndem Schritt traten die Dicken vor die Preisrichter, verbeugten sich zierlich und führten allerhanii Marschbeweaungeu aus. Nun r" r r: : . int cm . tammlilll) aus muin, je itgcrEottbuS 135, Hubert-Berlm182, Eohn Angennünde 1S1J Ktlogwnim. r Mithin erhielt Hubert-Berlin das bekränzte Prämien-Mastschwem, eine Spende des Hof . Schlächtermeisters Großner, und Eohn-Angermünde em Zväncken Bier, welcbes das Münckener sammluna wurde hierauf ein dreifache Hoch ans den Sieger ausgebracht, Hurrahrufen, Tusch, die Kellner schwenkten ervittlen, wllvlremoe enzcycn umarmten einander; es war ein erhebeuder Augenblick! tfGraf Kleist alS Sträfling. Graf 5Neist wird, wie das Deutme Taaebl." berichtet, in den nächsten Tagen zur Verbüßung seiner Strafe nach Plödenlee überfuhrt weroen. Die bcdeutsame Erleichterung, welche sein Vertheidiger, Rechtsanwalt Wronker, erwirken konnte, besteht m der Vergüt!stiaunq, in eigenen Kleidern einheraehen zu dürfen, zu welchem Zwecke ihm eme Einzelzelle in emem der kleinen Jsolir Gesangenen-Flügel der Anstalt ange wiesen werden wird. Ferner ist dem Rechtsanwalt Wronker gestattet worden, die Arbeitskraft des Gefangenen zu pachten. Graf Kleist mußte natürlich, ivie jeder andere Gefangene, die im Gefangnljfe vorkommenden Arbeiten ver richten. ' Um dies zu verhindern, hat Rechtsanwalt Wronker die Art der Arbeitsleistungen des ,' Vernrtheilten in ähnlichem Sinne modisizirt, wie , dies den Zeitung s-Redacieüren uud Schriftstellern im Gefängniß gestattet ist. Für diese Arbeitsleistung muß der Arbelts' Pächter für jeden Arbeitstag eine Mark an die' Gefängniß-Verwaltunz zahlen. Der Graf ist also somft Sclbstbesazaftigter", und kann den Tag über in seiner Zellen ganz nach seinem Belieben schreiben oder sonst geistig arbeiten. An jedem Tage ist es ihm gestattet, eine Stunde unter Aussicht in einem der innerhalb der Anstalt telegenen Gärten spazieren zu gehen. , Was aber die Hauptsache, die Beköstigung anbetrifft, so muß er mit der, gewohnlichen Gefan' genenköst fürlieh j nehmen. Nur der Gefängnißarzt kann den Gefangenen eine bessere Kost, die sogenannte Mittel kost, i! verordnen. , Diese besteht ius Supve, Gemüse , und Braten des Mittags! und Weißbrod statt Schwarzbrodes. i Ferners wir'HlnI noch gestattet, von dem durch' Rechtsanwalt Wronker eingezahlten Arbeits - Ertrage eine Summe bis 'zu Mark ' wöchentlich zn verzehren. Von dicsemGclde ' kann er sich Butter. Brod, Zudrod und auch einige Flaschen B ier kaufen, 3 pirituo sen sind ausgeschlossen. Das Rauchen von Cigarren muß der Direktor der Anstalt besonders genehmigen. Eine Selbstbeköstigung existirt weder ,im-Plötzenseer Sträfgesänaniß, noch in einem anderen : w 1 i k vt "!- 'P ' 1 ' ' f:i ; berliner GesangniL für Strafgefangene. Sie ist nur den Untersuchungögefangenen gestattet, und hört mit dem Augenblick auf, wo der Gefangene 'die ihm zu diktirte Strafe antritt . f Ujß. 4 ; ; Wer trägt in d en Straßen bahnwagen sein. GeldmMüude,? Diese Frage beantwortet ein erfahrener Beobachter wie folgt: Hübsche Frauen und schmutzige StraLeNaraber:" - :..k.':; 1 :-.,;..5jJi, ;:.:,.. " ',:.:tjcm-iiM':k ' ,t u': f e" $ ' l';'c r 'Ic:.!! 's c r -:;:'!:!:iä(Sc?: stern traf die letzte Abtheilung der Ferienkolonisten i wieder hier ein S krendestrahlenden Augen und gesunden, snschen W sie zn ihren Ottern zurua."
summ uifci vit üicyinua umuv in Afrika und Gelimer geht als Vezier nach Alcala. ES aebört zur Wurde des
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QUt kroyeS Neu:a5)r.
Erhlrnz von Ju ,q P!vkkswöe. Weihnachten mit all' seinem geschasti gen Treiben und Jubel, mit all' seinen Freuden, Ueberraschungen nnd Festen ist vorüber, das alte Jahr mit all' seinen vergeblichen Hoffnungen und Enttau schungen schlecht sick fort, das neue tritt die Herrschaft an und erfüllt des Menschen Brust mit neuen schönen ErWartungen. Helles Glockengelänt' nm Mitternacht meldet die Ankunft deZ neuen Jahres, in allen Häusern blinken helle Lichter, überall wird der neue Gast froh und freudig begrüßt, nur da. wo Noth. Trübsal und Kummer herrschen, da ist alles still und dunkel, da sucht jeder beizeiten sein Lager auf, froh, vor dem alten Jahr, das nur Trübes und Schweres brachte, bei seinem Scheiden die Augen schließen zu können. Auch in Dr. Dürbigs Haus wird der Schluß des JahreS in heiterem Froh" sinn gefeiert. Volles Leben herrscht in dem bescheidenen, aber behaglichen Heim des ' jungen Arztes ; seine alten Eltern sind herbeigekommen, um das Fest mit Kindern und Kindeskindern zu ftiern? das Häuschen inmitten cines großen Rasenplatzes, zwischen dessen Grasern im zweiten Frühjahr Schneeglöckchen und Krokuse hervorlugen, wo jetzt eine dünne Eisdecke liegt gehörte cmst ihnen ? aber hier erfuhren sie ihr schwer stes Leid: ihre Tochter, ihre schöne Margarethe,: vergaß die Pflicht gegen ihre Eltern und folgte gegen deren Wil Zen dem Mann ihrer Wahl. Das brach dn zärtlichen Eltern fast das Herz, und wehmüthig zogen sie fort, damit sie nicht 'taglich von Neuem mit eigenen Augen sehen mußten, wie die Tochter ihnen entfremdet war. Zum erstenmale jetzt hatten sie sich von ihrem Svhn und dessen Frau ?rbitten lassen, das Haus wieder zn bctreten, in dem sie ihr höchstes Glück und ihr tiefstes Leid kennen gelernt hatten. Doch alle trübe Erinnerungen zurückdrängend, säßen sie heute froh und heiter im Kreise ihrer Lieben und schauten dem munteren Treiben der glücklichen Jugend zu; hier tanzten mehrere Paare Nichten und Enkel des alten Paares zur Begleitung eines Klaviers, dort an dem kleinen runden Tische saß Dr. DürbigS Acltester, ein Knabe von zwölf Jahren, und zeigte einem kleinen blondhaarigen Mädchen all die Schätze, womit Weihnachten ihn überrascht hatte; dort in der stillen Ecke, wohin das helle Gaslicht kaum drang, saß ein junges Paar, zu glücklich, um mit den an deren tanzen und lachen zu können. Heute über's Jahr werden wir auch einen lieben Schwiegersohn haben," flüsterte der alte Herr seiner Frau zu, während sein Auge mit frohem Lächeln auf dem halb hinter der Gardine verborgenen Brautpaar ruhte. Die alte Dame niZte stumm, neigte den Kopf tiefer herab. und wischte sich . tY Y me Vriuengiajer ao war es eine Thräne des Kummers über die verlorene Tochter oder der Freude über den aewonnenen Sohn, was die Gläser blmd gemacht hatte? Da hörte der alte Herr plötzlich in seiner Nähe eins der jungen Mädchen zu ihrem Vetter sagen: Wemt Du, Karl, daß heute drüben im Schloß ein großartiges Fest stattsindet?" Ob Tante Stolzenau dabei aber auch nur halb w vergnügt ist wie wir hier,, bezweifle ich", gab der andere zurück. Wer ivricut hier von fran von Stolzenau?" fragte der alte Herr in strengem Tone; , o, wäre sie doch nie meine Tochter gewesen!" setzte er, halb zu sich selbst redend, mit einem schweren Seufzer hinzu,. Nicht doch, wem Alter!" flüsterte die Frau ihm zu , nnd legte wie beschwichtlgend ihre welke Hand auf semen Arm. Ja, m,' Tu hast recht." erwiderte er, während es schmerzlich um seineLip-' den zuckte : ..lassen wir sie gehen mit all' ihrem Stolz und ihrer Pracht. Es ruht kein Segen aus einem undankbaren Km de. ; In der Freude unseres Herzens nannten wir sie Latttla, aber sie hat uns tiijr Kummer und keine Freude be reitet." ;: r ; . ; Da hörte der alte Herr plötzlich in seiner Nähe eins der jungen Mädchen zu ihrem Vetter sagen: Weint Dtt, Karl, daß heute drüben ?m Schlon em , - ! ii i t großartiges izezr naunnoer .-" - Cv ! Tante Stolzenau dabei aber auch nur halb so vergnügt ist, wie hier. bezweifle ich," gab der andere zurück. Wer spricht hier' von Frau von Stolzenau ? fragte der alte Herr in strengem Tone; p, wäre sie doch nie meine Tochter gewesen!" setzte er halb zu sich selbst redend, mit einem schweren Seufzer hinzu. " Nicht doch, mein Alter!" flüsterte die Frau ihm Zu Und legte, wie beschwichtig gcnd ihre welke Haad auf seinen Ärm. Ja, ja. Du hast recht. erwiderteer. während es schmerzlich UM seine Lippen Vi J, '"!!'-r f:,: ' t' "::'Ti(it:-"'':' ''A'iii r., zuckte ; lassen wir sie gehen mit all ih ,-, rem Stolz und ihrer Pracht. , ES ruht ; 'MX .i1 S'i j'.1tf!'!,ii':i, r 4::?i! kein ! Segen aus etnem undankbaren Kinde. In der Freude unseres Herzens chnnieIwH!'-,ßeMä uns nur Kummer und keine Freude bere i i 1 1" ' ' '''' , ' : ""l ;! ':: 4i i ' ' ' r ch .!fii!vTrir,Pi!:ßl-- i :i' sii tlf illiif äkir ifj'r f' : faf -. cr ' -C ,!" t ' 1 i k !H , 1 ' C! 1 -! v 1 -M ' lM. Bald hatte man den leichten vorüber gehenden Schatten vergessendes schlug zwölf Uhr alle ' Glocken singen an zu läuten, in Dr. DürbigS Haufe klanzen froh die Gläser aneinander, alles f Plill Süii"'.. ' "' i J f. mXn i ' wünschte nch von Herzen Gluck zum neuen Jahre, alles war froh und heiter iEC'r j '''7 i,"C ' ;'.. , , '.": -ii- v1.-' und schaute der nächsten Zukunft Mit voller Zuversicht ins Auge, als plötzlich hestig an der Hausklingel gezogen wurMsiWUWWWWÄW Z?cMer!AerrZM wunschh er sollte eilends auf das Schloß kommen. Auf das Schloß zu Stolzenaus? Was war geschehen? Wer war da', so' plötzlich' krankt ?W'DMW MTiefe'SttlleHemAHtigEWMNn? nen KreisesZ Mer KBlicke5NeNuf den alten Herrn gerichtet, der bleichen
Antlitzes in regungslosem Schweigen h1W m MMäSmm -
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i s,k n?r! Nk, 'vA&k AfTin ;tt isir d:e all' unsere Liebe und Güte nur mit V . wf ttvv ym Q "7r . unsere Liebe und Gute Undank lohnte?" drang es endlich von seinen Lippen, als sein Sohn sich zum Gehen wandte. Es wäre eine Belw digung gegen Deine Eltern, wenn Du die Schwelle ihrer herzlosen Festlichkeit ten übertreten wolltest." Vater, jetzt herrscht nicht Heiterkeit, sondern Angst und Sorge im Schloß, sonst würde man meiner nicht bedürfen; wie der Bote mir fügte, ist Margareths ? : j- r . - , einziger 'oyn von emem lqzweren unfall heimgesucht worden." So mag sie einen anderen Ant ni sen lassen. Du wirst nickzt aeben: keins meiner Kinder soll das Haus dieser Um Jt ., ' dankbaren betreten. Vater," entaeanete der Ant in mildem. aber festem Tone, bedenkst Du jl t. 7' 7 . ' euuj üie vigen, wenn A)u Mir vervletest, hinzugehen ? Wenn nicht schnelle Hilfe zur Hand ist, kann der s'nabe sterven, und dann...." , Die Gesichtszüae des alten Herrn wurden milder, aber er sagte nichts. Da .ergriff seme Frau seine Hand und sprach mit : thränenfeuchten Augen: Mein lieber Mann, erinnere Dich, wie unser Fritz starb, wie, wenn da ihm jemand ferne Hilfe versagt hätte? und erwarMargarethes Lieblmasbruder, sie nannte ihren Sohn nach ihm. Komm, lieber Mann, sei nicht hart, laß Richard gehen Mag, er thun, was er will, doch laßt mich ihren Namen mcht mehr 1 l' -' t . j-. hören," lautete die lntmort des alten Herrn. , , Nun war es mit allen Frohnsinn vor bei, die Musik war verstummt, das eben erst noch so heitere junge Völkchen un terbielt fick nur uock sckeu und anattlich im Flüstertöne, bald zoaen die Großeltern sich zurück, nach kaum einer . ' . ' ,- J .. r ' Stunde herr chte zt Stille im Hau e, . n-. 1 ' . . ' . . ' ' I rein xicat leuazlele vem uno ,enem draußen Vorübergehenden daraus hervor. Ueber alle hatte sich der Schlaf herabgesenkt ob das alte Großelternpaar auch Ruhe fand? ... or..- cv . - , -.. Vlm M,' rtltl li.S rA u. S. . . . . u . . 1 wu.iuinttW4ui uuv VlC HUiUC rv . r v t cwti f V I it.rttlt tvtX VJls Ii4. mm 1 Frühstückstische ein, aber die frohe Outti.iv . 4k IIUJ UUI Stimmung wollte nicht wiederkehren; die Unterhaltung stockte, die alten Großcltem sahen blaß und sorgenvoll aus, ihr Sohn erwähnte mit keinem Worte seines nachtllchen Bemcyes, und Niemand wagte darauf anzuspielen. Endlich ging ein jedes seinen Pflichte .d seinim VergnSge nach, und die X a w " . , und alten Dürbigs blieben allein mit ihrem oyn und dessen Frau. , Es herrschte ein unbehagliches Schwei gen, das nur durch das monotoae Klav' pern des Strickzeugs unterbrochen wurde, "meich! Wtß rtsf fnnriA m. wnMJVrf WV U.IW UtilW VMUVU 114 kj v Weauna feiste bitooSl ifire Kinact stt. rif ÄKÄ j-firSn,. ,,k isir. cf Nach einer kleinen Weile stand der . i . . . 1 . orior aus. gntf nacy Hut uno Stou . f j" jn - r jf- r I uno irainic lll) lang am zum eyen an. Bevor Du gehst," bemerkte da seine Frau in etwas ängstlichem Tone, wird Mama gewly wissen wollen, wie es dem armen Fritz drüben im Schlosse geht." Die alte Dame warf ihrer Schwugertochter für dieze Worte emen Blick innigen Dankes zu. Es geht ihm besser lautete des Doktors Antwort, ich denke, er wird ur -ät . i . r vaio nueoer gezuno weroen.Gott sei Dank dafür," murmelte seine Mutter inbrünstig. 1 Sahst Du Frau von Stolzenau?" fragte der Bater nach emer kleiner Weile. Der Doktor bejahte. t, Richard," bat die Mutter, er kleinen zähle uns alles, was drüben vorgefalien )i i" Der alte Serr blätterte stau in einem Buche, während Dr. Dürbig sich zu seiner Mutter setzte. 4 . - . - . . r m m . " r. - - Als ich ,n das Haus kam," hub er . . an. wara icn in vas Zimmer aelUdrt. n dem der Knabe noch bewuntloS laa. ' " ' .. :.v u-'-----f Sobald ich eintrat, wandte der Vater den Kov? nack mir. kam mir baltia tnt gegen und drückte mir mit stummem, ., . thränenvollem ' Blick die Hand. O, retten ? Sie mein Kind, mein armes Kind. Men er m Werwe luna hervor, Nie bätte ick aedackt. dak das Un. glück diesen stolzen Geist so beugen könnte. Kr. der aiern noch wks An Fremder an mir vorüberging, er hätte '-. , . YP, - micy ant ueonen aus oen nieen enge Net. d e Neraanaenbe r, : bnntüm I - ' ' ---o il " 7 U -'-O'l ' und seinen Knaben 5U retten. Nach einer Weile aelana es mir. das Kind wieder zum Bewußtsein zu bringen :, - . ' . . und da hättet sehen sollen, mit welch', überwältigender Dankbarkeit sein Bater mlr die Hand druckte. i- Und meine arme Margarethe?" wars die Mutter tin. ! 'Als ihr Knabe nun dieAuaen wie der aufschlug, schlang sie ihre Arme um mich und überschüttete Mich irnt Dank sagungen und Sclbstvorwürfcu, daß ich Tslkit- fftit rnit lyttih Iti-trn itv v rnu 7iMk ivvw tvMivv mjh. uiiui kaLI-JJz, st i, H,s.rf SehAa ,Ot .rtvi vr'vM,,-'f i"' ( i'v ivvrnif Ptnrn fcAtwKU ttftrf rt TI,t -vww'r vhi VMivfr u .5mH?f ?mn,Ä fw , ,, . rnw itvurnj iu wuuimtiKju.. , ; MöakW 'ach-uns,ge!ragt?.Wgic . , - . ' dltGcutleMUM ! " 1 Gcwißz sie erkundigte sich gelegent'fJ J";-:'-..fi:,m:!t i...J . !,! m lim nslci cuGi löciocii uno war zo aualich, wieder einmal von euch zu hören." Da hob der alte Herr den Kopf und wffnWWlvenMka ThraGMMeKFra KKMiiMnMoHö begegneteüHd page an uns vorüberfuhr, während ihre alte Mutter nur langsam zu Fuß vorwärts kam sie HarNiHtM, !WWNnHMIWUMil, sie wandte MMopMWKdnIWermK Glaubt ihr, daß ich ihr das je verzeihen ftott?" Z!,,FJch ; habe cS ihr verziehen," sprach seine Frau, sie ist unser Kind und in 'SorgWRWarumj y,: ii, . . " .''i , ,' ,,, -i,, 1 1 : : , i " ,,,ni u .ii1, 'i :jf:' , ,!,,!,!,! ,, 'i ,,,,, ii,,, ,,,,,,,,,, O nes nicht bereuen ?
' .Ich wein, daß sie es bereut be ::-1 Ii.;': r',,: ZjlU i&M 'm.,
merkte ihr Sohn ernst, ich weiß auch, wie sebr sie sich darnach sehnt, euch wiederznsehen." Natürlich erwartet sie, daß Deine Mutter und ich in ihr vornehmes Haus kommen und sie demüthig um Verzeihung bitten, daß wir gewagt haben, uns ihrer Heirat h mit einem reichen, vornehmen Mann zu widersetzen, dessen Eltern sie niemals als seine Frau anerkennen, sie niemals in ihre Familie aufnehmen werden," sagte der alteHerr in bitterem Ton. , , -Nicht doch, Vater," entgegnete sein Sohn, sie bat mich im Gegentheil, ihr
Fürsprecher zu sein und euch zu bitten. ihr mochtet Vergangenes vergessen und . -"tf L .-.. "f- j. - u 'fc. ? 1 'i lf" 'SCI ito u-L1 j i . .
ihr erlauben, daß', sie, herkommen, sich eure Verzeihung erbitten und wieder 's1 , t !'
eure ocy:er zem ourze. ,
Em Ausdrilck der,, Freude glitt ?,
über des Sprechenden Zage, als er ., sah. wie sein Vater mit den Thränen kämpfte. Der alte Herr kam kerbet, setzte I sich neben seine Frau, ergriff deren Hand und sagte dann mit bebender Stimme: Sage Margarethe, sie möge lom men." Sie wird kommen sie ist schon ge. kommen!" rief der Doktor, indem er die Thüre vssnete. Maraarethe vonStolzenan stürzte herein und warf sich ihren Eltern zu Füße und beide schlössen sie innig, ihr, aus vollem, frohem Herzen verzechend, in die vtiv. i rrn Große Freude herrschte an diesem Abend in Dr. Dürbigs Hause. Die Taftlninde hatte sich um Zwet vermehrt; da neben dem Vater saß Margarethe, die so lang Betrauerte und Wiedergefunden?, ihr gegenüber eben der Mutter san ,hr Gatte, der ili . i . " . 1l HWI , HL . i C wize, aver tm Mann, zur ven mir oer t-..: f. .... v..tr rrxi : Hmi w.u.svuumw vrr ummc ten geschwunden war, der immer schwer aus seinem ehelichen Leben gelaüet hatte. Der kleine Fritz ward unter seines Onkels Psiege bald gesund. Er war em braver Knabe, äußerlich, wie inner lich semem verstorbenen Onkel Fny so m rf. rf. ." . V huuuu, vjt) i.v vuiv vtvvi uhvwu..- ' M fthtil r- ov ri 7 ntiv na rM-i rtn rinn Mhpt siWVstMit tniti-S I vnMin vMfrvv Als in der nächsten Silvesternacht wieder die Glocken ertönten, da gab es nichts mehr in der Dürbig'schcn Familie, das die Festfreude hatte trüben können. Wieder waren sie allein des Doktors TT -'JrA r mal nur fnhe, glnckliche Genchker. W,t flau Dffionhpreni P?tDli linn S?reiiö ööffr . r- p ..fi jr. r-t vr. ruhten die Augen des alten Paares auf ihren Magarethe. Gott n innia Dank dafür, han er alles zu so gutem Ende geführt hat!" sprach der alte Herr, indem er zärtlich 1 1 , - der Tochter Hand er,avte? bitten ,?ic ihn. da M, M IM Mht.A,chS,: 0, recht ttt tn 19 imactn sMm MV begrüßen kAse, wie I npiftl! So rufe auch ich Dir, lieber Leser. ein frohes Prosit Neujahr!" zu mit dem Wunsche, dan Du es vergnügt verleben mögest und das kommende Jahr uns euch wieder Zujammenzuhre, wie heuten Der NeuZayrö'Wratulant Komm', mein Kind, nimm hm das ?cu. Meld' mich Deiner Herrin an: Weißt dpch längst: in solchen Dingen Bin ich ein freigeb'aer Mann. ' Deiner Herrin Feueraugen SZAprfprt Inifpr" mnrt Psrrt tu Wrstnn Ift m T T r 4? ,j V V " ß D'rum will ict) ihr hcut mich nahen, . Liebenswürdig und galant. Zwar bin ich kein junger Stnker, Zähl' schon fünfzig still davon l I -k t ........ "t : '.:': ocy am erz:cn euiayrsrage i; Wagt auch unsereins das schon C - l- Z . j.: r. . i I- L - k ange yuv IUZ yetp rzcrruler, i f Jk.;.u n..... vti , . V t . . W erringen yav' ge cymacyktt Und geschwelgt nn Liebesschmerz! Noch wollt' es mir nicht recht glücken, I iT t. . .lt. Ä -Irt 4 wfl eur oiez Aouguer, Wird sie's an die Lippen drücken. uno wtro iezcn mein onen: Ich steh' hinter der Gardine Seh, den Eindruck, den es macht O. sie ist entzückt, auf Ehre! Dann schleich' hin zu ihr ich sacht." I " ',, , - , . v t. ac icyl . vr-3 nimmt mt nc j ca ., -i , fttt Das Bouquet. liest em Gedicht Bricht dann aus in lautes Lachen, i t r . nr : r. r ..i 1 uuv iwi. vwiviiuiuiib'UJtu li'ituji, j4 .ii, irnn nv k'ntnnnttinnmAtf mp.v Solch ein Narr! Sag' ihm. A. rttMr '-'"0i0 : . , lCHfw;ii nSä'''1Käm' er ja noch einmal her. mt Dsiij ich Zeit für ihn nicht hätte, Und bedauerte gar sehr!" ,,,, , Und eZ hort'5 der schlaue Lauscher, .'.MUt .(ui,w y.u Hütf jwfiv Ach. so wirL'Sln 'Liebwerben Und sein schön Sonett verhöhnt ! : 'ttrtmtnrt t4i -ttfS CSm : " i'ffliS; I ' t 5 " ri " wt " Und em Louisd'or Annetten, - .... rjr.:--. r--n .v yi.u iuut jUJifv .u Hi min-, I v -iv' ! , 1 j . ?..- irV' r 'i Tas am ersten ?aa des Jahres. i ;1Crn - ,l,il,ti:1 1 i -t 'i f- ü'T 1 Weh Dr, lterÄratulant! , A ' ' ..-:...;-:' .. ,, :' , 'J .-itiili -" '4!,". ! 1 ' ll'liilidi'i Kaufmann i zu seinem Campagnon ). I m '. :. 1? i . r.t. ... -ilT" r mvamt mein e :er: euen m yj cer
stimmt aus." Ja, za! Mit den Er. sparmffen für dieses Jahr ist es wieder Essig!" ' Was will Ihre klcine über müthige Frau schon wieder?" , Hat sie mir noch nicht gesagt. Aber billig ist die Sache nicht!- Na, aber woher ion sen Sie denn das überhaupt ? Als ich gestern Abends nach Hause . ' kam. "'ft r. t". ' ": '"': W Ä?1' oöstc;:;si?::pcmci:Strumpi vi..'3 u c i n em Land geistlichen laztzkdiLWochinH fehlen schon wieder zwei Knöpfe au Ihren Hosen, soll ich im Laden ein Dutzend davon einkaufen ?" Pfarrer : 3, Gott bewahre, Mali. Warten Sie .!,doDblIl ianjtltnlc1!:ch M , r , j '.6minftuch!c;
Mlä'M KGr m Ml ,f M r-M .Ca 1? " mA, im4 : fiMy iiiffciif'lr !iiii: m iilS ß IW ii li" i
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