Indiana Tribüne, Volume 14, Number 99, Indianapolis, Marion County, 28 December 1890 — Page 2

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IN VINO VE RITAS Er sag neben ihr cn der lenzen Eylreftcttafel. Und da er ein flotter Etüden: und sie ein prächtiqes Mädchen war. trank er ihr zu. Volles Herz und leeres Glas ! So haben Sie c zu anstehen, wenn ich um ,Kxfc trinke." Und sein, Herz war so übervoll, daß er die Doimu, so sie Wein statt trüben Wassers sühne, hätte austrwkcn mögen., Uni Gottesvillen, lieber Herr Otto" in ihrer Angst um den übermüthigen ZuMen war ihr daS .liebes und .Otto' entschlüpft trinken Sie nicht so viel, ,cä wird Ihnen schüden. Ihre Augen ,icucy:en schon so ezgeuthumnch. Schauen Sie lnich nicht so anz man wird ja aus int aulmerkiam. Wie kann nur cm vernünftiger Mensch so maßlos sein. Beherrschen Sie sich mir zu Liebe." Sie wurde smerrolh, schüttelte energisch den Kopf und setzte rasch hinzu: Was, gehts mich übrigens an, blamircn Sie sich nur immerhin." Ihnen zu Liebe aufhören? $lz Gerade das Gegentheil, und gerade aus diesem Grunde. In den Augen liegt die Seele, in meiner Seele sind nur Sie. Meine Augen spiegeln sich itfber goldigen Fluth des Meines, ich sehe Sie wie in einem Nahmen darin, und nun muß ich Ihres Bildes habhast Zoerden. Ich setze an und trinke ; das berückende Bild ist verschwunden. Und un will ich vernünftig trinken. Aber 5aum sehe ich ein volles Glas vor mir, lockt wieder Ihr Bild aus demselben. And so kämpfe ich den Kampf wider Sie bis zu dem letzten Wein tropfen." Sie lächelte über diese Wcinlegende. Sehen Sie, meine Logik hat Sie I-czwuugen. Ueberdies ist diese Folge--richtikeit nleines Denkens der beste Deweis, daß ich meiner Sinne vollstänfcig mächtig." Aber er trieb diesen 'Bilderkultus zu weit. Das Bild seiner Nachbarin tanzte nicht mehr auf der goldigen Jluth", sondern sie selbst schien ihm auf ihrem Sitze hüpfende Bewegungen zu machen. Nun schlössen sich ihr die anderen Tafelthnlnehmer an und plötz' lich raste Alles wie im Ringelspiel um ihn. Er hielt sich krampfhaft auf seinem Sitze fest, kalter Schweiß trat auf seine Stirn, sein frisches Antlitz überzog Todesblässe. Im Dusel des Rausches wurde er sich seiner Lage bewußt; er hörte ringsum zischeln, spottische, absällige Reden laut werden. Nur die, die mit ihrem WeinBildnis; dieses Unheil angerichtet hatte, nahm sich seiner an. Herrn Walter ist übel geworden. Er hat mir schon früher über Kopfweh geklagt, nur wollte er durch sein Fortgcchni nicht die Stimmung der Geselljchast verderben." Und während sie so den abscheulichen Verdacht der Tnmkenheit von ihm abzuwälzen suchte, labte und ersrischte sie ihn, bis er ewigermaßen zu sich kam. Als er merkte, was geschehen, gelang eS seiner Willenskraft, die letzten Spuren des plötzlich über ihn gekommenen Zuftandcs zu zerstreuen, und mit dem dankbaren Blicke eines Kindes flüsterte er noch blaß, aber lächelnd seiner Nachcann zu: an vino ventas. une wahre Liebe schrickt auch vor dem Rau sche des Nächsten nicht Zurück. , Wa: der Trunkene empsunden, wird Ihnen der Nüchtern? nie vergessen. Darf ich mit 5lhren Eltern sprechen? Ich ae lobe, nie wieder" hier machte er eine kleine Pause über den Durst zn trinken." Und Gott erhielt ihm einen anständi gen Durst. Zur Beruhigung. Kommt ein Verweis im Amt dir unge legen, So bleib hübsch klug und laß' dich nicht auzregen: , Denn der ihn gab, hat mehr geärgert sich. ., Als du vielleicht das tröste dich! Vor nunmehr etwa sechs im Iahren erhielt em Stabs ofnner da Commando einer Festung im Elsaß, und , .diensteifrlg und für die Soldaten be sorat. beaänn er sich mit ieder Einzel hdt des Dienstes bekannt zu machen. , Bei einer seiner Inspektionen fand er eine Schildwache ohne sichtbaren Zweck neben einem wurmstichigen und in , , Trümmer fallenden Staket, das einen Hof ohne nachweisbare militärische S3e , deutung in zwei Theile abtrennte; der Conimandant erkunbigte sich beim Major nach ' der Nothwendigkeit, hier eine Schildmache auszustellen; man antworttis ibm. dan sie immer da gewesen sei. 1 und daß sein Vorganger schon sie dort ' gefunden und beibehalten habe. Das war kein Grund um den hartnäckigen ' Commandanten zu befriedigen, muß ! man endlich Nachforschungen anstellen; rnan durchstöberte die Registraturen.alte : Papiere, Tagebücher, die sich in der Festuna finden, und entdeckt endlich, dav w Nabren jenes Staket, welches ' damals einem militärischen Zwecke diente, wieder, hergestellt und angestnchen war" .Die Schildwache sollte ver- , hüten, haß die.frische Oelfarbe berührt i 7 l. - iv.. S- MJntrr !i. iii " . . , . ,'H. Mvn twipiiiiriii uiiL iV iv , v lange Jahre an o s. nnk Soldaten aerechnet, hatten-etva 40,000 Mann die "'j.ii'L ti'riiijüü tetsaroe ccjüuuu. - . m:- iiÄiü Ki n " Rad ic a I Mit t et. n. Theater belästigt ein Herr seinen Vorf.i....,f j ; C .pri tTZ.Mlv t(4i vermann, uoer ocsn lebnt. Blicke und Bewe gungen sind wirkungslos. Da zieht der ÄedrängteNcm Schnupftuch und fahrt . ,"'ä--'d;.:. lMF ,M ktlNkM Biniermll . '" kak Wöthend schnellt, dieser, zurück: Bi.W d- hV?Ä?r?U Id, Verzeihung. 'chZM ds,nS ,V! . , 1 ! 4: ,! ,,, I- -l 4 H,!i -.. :)'''.''- .:-.. v? wtKeßj,? &.yt ' iA B eruf. a vackt Ihr Sohn, welchen Beruf hat. er zcwÄhlt?" Er wartet zetzt auz eine brillante Partie.

IZCV QCÜilC auf ie 2-1 Stunden

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Der gute ttamerav. Mne Ne!ayrserzZZ!A?5.

Glockenklang? Ja, morgen ist d erste Tag . des neuen Jahres. Hcnnr. Secfeldt stand vom Fensterplatz auf ittä ging mürrisch und zwecklos in das Zimmer hinein. Gleichgültig streifte ihre Blicke dabei die hübsche, anheimelnde Einrichtung, die noch von bn Aussteuer ihrer verstorbenen Muttet herstanzmte. in Gedanken trat sie vor den hohen Pfcilcrsvitgel, der schon so melk verschiedene ' Bilder wiedergegeben hatte. Einst auch das einer schonen, strah--lendcn Hennv. die crwartnnasvoll in das Leben geblickt und neugierig daran! i-x ,jr st - L if.. getaner, in wczcyer vj?qiait im; igr uas Glück wohl nahen wurde. Sie lmtte aarniLt aewuüt. das; es ibi Leben lang neben ihr gewandert, mit ihr auferzogen war; daß es aus ernsthaften braunen Augen oftmals fonchenc in die ihren geblickt hatte, und daß eZ Walter Hein hieß und ihrPflegebrudei war. Erst an jenem Sylvesterabend, als der junge, neugebackene Doktor inZ Zimmer gestürzt war mit einem Veib chenstrauß in der Hand ach, welche Qual, sich das wieder zn vergegenwärtigen und doch welche Süßigkeit zw gleich, noch einmal die Worte zu hören, in denen der unbewußt geliebte Mann um ihre Liebe geworben. Dazu hatten die Festglocken geklungen, die neue Hofs' nung, neues Leben "in glückliche, wil bedrängte Herzen sangen. Unter dem weihevollen Geläut wäre dann Vater und Mutter gekommen uck hatten mit tiefer Rührung das einzig Kind in die Arme genommen und dev Herzensbund mit dem lieben Pflegesohr gesegnet. Und heut? Draußen war ei frostig, grau gewordener Schnee lag au: den Straßen, durch die ein scharf Wind pfiff die Glocken läuteten wi, sonst das Fest der Hoffnung ein, ab sie klangen dumpf wie Sterbeglocken, du noch einmal für alles ertönten, was das einsame, alternde Mädchen besessen uni verloren liebende Eltern, Glück unt Jugend. Mit Bewußtsein blickte sie noch ein mal in den Spiegel und schüttelte mr bitterem Lächelu den Kopf. Nicht alt, aber auch nicht mehr jung ein kaltes, stilles, ernstes Gesicht mi traurig blickenden Augen, ein strenge, Zug um den einst so lieblichen Mund der sich mit den Jahren noch mehr ver tiefen und heftig ableugnen wird, das dieselben Lippen, die er auch jetzt uu giebt, einst heiß und feurig küssen konn ten. Es ist schon lange her, sagte Henm mit bebender Stimme und zuckende!! Lippen. - Und nach kurzem Wehren setzt Hennt sich alljährlich wie heut in das fernste, dunkelste Eckchm ihres Wohnzimmers und läkt die Tuge der Rosen und di darauffolgenden der Dornen an sick ooruoerzieyen uns in iyrcm .yerzen jauchzt und wnnt die verlorene Jugend Walter Hein war ein stattlicher und tüchtiger Mann geworden, nachdem ei ein aufbrausender, begeisterungsvollez Jüngling gewesen. Er hatte allezeit viele Freunde gehabt, aber nie einen so guten Kameraden, wie feine Pstegqchwe stcr Henny. Freilich war er ja ihi Lehrer gewesen, aber das hatten beidi im Laufe der Zeit vergessen er pflegt oft, wenn ihn einer ihrer Ensälle ir Erstaunen setzte, kopfschüttelnd auszu rufen: Und das it em Madchen ! Es gibt doch nur eine Henny. Und sie? Als sie als reizendes, einziges Töchterchen reicher, sie vergötternder Eltern in die Gesellschaft gejährt wurde, und die Männer sich ihr zu nähern ver. suchten mit Schmeicheleien, thörichtem Hofmachen und meistens wohl auch mit ernsthafter Bewunderung ihrer reizvob len Person sie konnte oft mit utlafsenen Blicken die ;anze Gesellschaft mustern und innerlich dabei denken: Wie Walter ist keiner unter allen. Und dann kam der Schluß des Iah res heran und nach mehrjähriger Tren nung kehrte er in das Elternhaus zurück. Am Morgen des ersten JanuartageZ empfing sie ihn allein sie sprachen nicht, ihre Blicke ruhten innig ineinaw der, und als sein Mund endlich Wort fand, waren es warme Liebesworte ml die Bitte, fein guter Kamerad möchte si4 ihm nun für das Leben anvertrauen. Dann kamen selige Wochen vot sehnsuchtsvoller, jugendlicher Träume, voll Ueöerschwenglichkeit. grenzenlofei Anbetung des Geliebten aber was war nur das ? Inmitten des Frobge fühls des Besitzes faßte es sie plötzlich wehmüthig an, und secundenlang fühlt sie einen dumpfen Schmerz. Walter war immer der gleiche, herzlich, lieb, zärtlich, aber die leidenschaftliche Thorheit des Gefühls fehlte ihm. Liebte er sie etwa nicht? In kurzen, bangen Augenblicken durchschoß sie die Frage, aber Wunsch und Selbstsckiatzung gäbe ihr bald die frohe Zuversicht wieder. Einmal hatte sie ihn geradezu gefragt, da hatte er gelaHt, sie einen Heiükorj genannt und gemeint, trotz aller'anders lautenden mannhaften Aussprüche. müsse naturgemäß die Liebe der Frau eine heißere, ausschließlichere sein, alt die des Mannes, weil sie nicht durch Beruf, öffentliches Leben u. f. w. be grenzt sei. Was ich an Liebe zr geben habe, geHort Dir, mein Kamerad, und Tu wirst mit der Zeit diese treue, innige Zuneigung höher stellen lernen, als das unruhige Flackerfcuc? nachdem Du zu verlangen scheinst. TaZ .isj mir versagt." Wehe ihr,: daß sie ihm geglaubt, da sie tiefer und fester an ihm hing, so daß das. was kam, sie fast den Verstand ge kostet. ,., ' ; Ihre Base Gertrud kam ins Hans Die Waise sollte bei den Eltern bleiben, wenn sie in nicht allzulange? Zeit mit Walter verbunden sein würde. Sie wa? ein schönes, leichtlebiges, lustiges Ding.

jedermann scherzte mit ihr, jedermann liebte sie. Auch - Henny widerstand ihr nicht, Sie begriff sie in ihrer ernsten, Pflicht

treuen Art wohl nicht, wenn sie tausend ' , 1 1 Alnge vornahm, ourmemanoer warz und liegen, ließ. wenn sie ihr gemeinsames Zimmer in die tollste Unordnung brachte, lachend Besserung versprach, und es am nächsten Tag arger trieb als zuvor, aber sie verzog sie'wie- die nmdet alle. . f." Nur Walter machte ''einVMZnahme. Er beobachtete sie oft kopsschüttelnd, er machte einmal einige scharfe Kemcrkun'' gen über ihre geschäftige Unthätig kelt. ilnd dann ließ er, sie unbeachtet. Es schien ihm schwer zu werden, mit ihr zu sprechen, wie auch ihr, der, Redegewandt ten, in seiner Gegenwart oft die Lust zum,fcherLMve?giMundIsiemit scheuen, ängstlichen Blicken sein Gesicht streifte und aufzuathnten schien, wenn er sich ent fernte. Henny versuchte zwischen den liebcn Menschen zu vermitteln, aber sie mußte es aufgeben) so schroff wies ihr Bräutigam sie Und die Wochen vergingen. Henny ward unruhiger und geschäftiger,? die Zeit ihrer Hochzeit nahte, und sie war mit Walter etwas weniger zusammen mit sonst. Aber seine Veränderung mußte ihr doch aussallen, seine Einsilbigkeit, seine Lauheit, die dann, durch eine.aufs sallende Zärtlichkeit ersetzt wurde. ,Er sah krank aus, und seine Augen blickten müde. Da fragte sie eines Tages ihre Mut ter erregt, was es wieder zwischen Gertrud und Walter gegeben habe. Ger trud weine, wolle über nicht antworten, und Walter liefe im Zimmer umher und sage gar ? nichts. Henny jedoch schüttelte den Kopf und sagte, sie wolle nach' sehen, aber im Gegensatz zu den leichten Worten, die sie aussprach, preßte ein unendlich schweres Gefühl ihr Herz zu sammen und langsam ing sie die Treppe hinunter zum Wohnzimmer. Sie trat leife ein, ihr Bräutigam konnte sie nicht sehen und sie hatte Zeit, sein Gesicht stumm zu betrachten. Ein. tiefes Entletzen durchströmte i sie, Wie sah das liebe, frische Gesicht so gramvoll und verstört aus. wie düster und gequält blickten die braunen Augen er seufzte schmerzlich und brütete dumpf vor sich hiii. Da kroch wie eine häßliche Schlange der Argwohn, nein, eine Ge? wißheit über ihr Herz. Von Leidew schaft durchflammt, trat sie vor shn'hin. und wie ein heiserer Schrei entrang es sich ihren Lippen: Walter, Du liebst Gertrud?" Der Maiin blieb sitzenersah mit demselben trostlosen Gesicht ms und murmelte ein tonloses Jo". Dann eine endlose Pause alle Qual, alle Sehnsucht der kommenden Jahre find nichts gegex!de:i , zerfchneidenden Fchmerz dieser wenigen Minuten. Und nun?- fragte "Oenny endlich.' Laß mir Zeit," sagte Walter, iß muß davon los kommen, und Du. mein guter Kawerad, wenn Du erst mein Weib bist" er bricht ab und blickt unsicher an ihr vorbei. Empörung und Scham ersticken für einen Augenblick in ihr die Liebe. Das wagst Du mir zu bieten. Tu, der Tu jeden meiner Gedanken kennst, oh ein lsidenschaftli ches Schluchzen läßt sie nicht, weite: sprechen. Da springt er, auf, nimmt trotz ihres Widerstrebens ihre Hände nd sagt flehend: Du hast recht, ich rrniesrige uns beide mit solchen Worten so bitte ich denn, gib mich frei' und laß mir nur Deine treue fchwester liche Freundschaft." Sie hatte ihn freigegeben. Dehmüthigung, verschmähte Liebe, Verbitte rung und Haß hat sich tief in sie ver steckt und Worte sprechen gelernt, die alle, selbst ihre Eltern zu täuschen ver standen ; von der herzlichen Freunw kchaft. die sie und Walter immer für einander empfunden, die sie mit heiße ren Gefühlen verwechselt und vcn deren Nichtigkeit sie sich durch Gertruds Dazwischenkunst glücklicher Weise zur rechten Zett überzeugt hatte, ie verstand Unbefangenheit zu heucheln,, auch ihrer Vase gegenüber, die ihr mit ströhmew den Thränen um den Hals flog denn ihrer Vermittlung war es ja zu dan, ken, daß sich so plötzlich einherrciches Älück über sie ergoß. Bis sie das Haus verlassen, blieb die neue Verlobung geheim. Walter mußte Mich erst sich eine lohnende Kundschaft ktwerben er nahm tiesbewegt Abschied von Henny, die ihm nur' kühl Glück wünschte und die Erwartung aussprach, ihn nie wieder zu sehen. - Dumpf und still hatte sie darnach ihr Leben vertrauert. Nie wieder war einem Mann die Gelegenheit geworden, sich ihr zu nähern, als treue, sorgsame Tochter p flegle sie ihre Eltern, die mit der Zeit der Tochter Leid empfanden und trostlos und vergeblich Abhilfe Zuchten. Mit Walter war jeder Verkehr allmälig abgebrochen; man hörte nur zufallig einmal, daß feine Frau unirthschaftlich und unverständig, und die Ehe eine unglückliche sei. Die Mutter hatte dann versucht mit Henny darüber zu sprechen und nicht ohne eine zewisse Befriedigung, aber sie unter? iabm es nicht znm zweitenmal, denn Henny hatte auf das Bestimmteste versichert, daß sie, durchaus keine Vorliebe ehr für die Personen habe, die ihr iine so schwere Kränkung zugefügt ha ben. . : , Arme Henny, in den Nächten weinte sie lange, lange Stunden, und ihre Au zen verloren darübe? srühzeitig den Klanz und die Jugend ging vorüber in hossnungsloser Trauer. Sie schloß sich tn Niemand an, und, als die Eltern 'tarben, stand sie ganz allein, da. , , Aber )as war ihr recht ,, was sollten ihr mdere. die alle mehr oder minder ein frohes Leben kannten. . Für sie war illes dunkel; alles, Glück, alle Freude hatte - für sie in den wenigen Monaten ihrer so jäh abgebrochenen Verlobung aufgehört, war versunken unwiederbringlich dahin was danach kam, war dunkel und grau, und so nur konnte und mußte es bleiben, bis sie die verblichenen Zlugcn schloß. So war aus dem jun'

gen, blühenden Mädchen fast eine alte Jungfer geworden, ohne daß sie selbst es gemerkt. Die Tage vergingen in gleichmäßiger, peinlicher Erfüllung der kleinen Pflichten, die sie sich selbst auf. erlegt und in den Nachten träumte sie zuweisen von Juzend und Glück. Da, vor wenigen Wochen war sie aus ihrem tzDahinbrüten aufgötüttclt 4tfo den. ' Man hatte ihr einen Brief mit einer, üllzubekanntensnvschnstge bracht. . Wie . sie diesen Mann geliebt hatte Thränen stürzten ans ihren Slugen. als sie die lieben krausen Buchstaben sah, als sie den Namen Walter hein" unter dem langen Schreiben las. Was konnte er von ihr nach so langen Fahren noch wollen? Sie wurde blaß and roth, als sie es las Worte voll überzeugender Wahrheit, schlicht, traurig und doch hoffnungsvoll. Sie richletcn sich an den guten Kameraden von ehemals. Es ging ihm. Walter, sehr schlecht. Seine Frau war seit einem Jahre todt er vielbeschäftigt und seine vier Kinder vernachlässigt und vhne Liebe. Denn er, der . nicht die Macht zehabt hatte, Gertrud glücklich zu mähen, getraute sich mit dem Herzen auch

-nicht an diese armen' kleinen Geschöpfe heran, die verschüchtert und ohne Liebe im ihn lebten ' ; 1 Er könnte ihr nicht Alles' mittheilen. 'was ihm auf dem Herzen läge,' schrieb kr, über wle er geistig in' standiger BeZiehung zu ihr geblieben wäre, so h,ffe ,:r auch trotz der langen Zeit'und allem, was zwischen ihnen läge, aus Verständniß bei ihr. Sie sollte seine flehentliche Bitte, noch jetzt sein Weib zu werden, licht zurückweisen. Weiter konnte Henny nicht lesen. Erst !atte ihr Herz stürmisch geschlagen und eller Jubel, fast wie In den ferneren z Jugendtagen strömte heiß in ihr auf, zoer dann trat sie au den Spiegel und musterte erbarmungslos ihr verblühtes, blasses Gesicht, blickte in die scharfen, freudlosen Augen- ihres: Spiegelbildes und damit stieg ein wilder Grimm in , , ,.,,,--. mr aus. Du, Du hast mich zu dem gemacht, Vas ich bin, ein verbittertes, alterndes L!ädchen, .Du, dem meine ganze heiße Liebe gehörte, und jetzt,, nun Du nicht ms noch ein weißt, wagst Du es, mir den Schatten des Glücks zu bieten, das soll und ganz mir zukam." Und sie vertiefte sich in die bitteren Gedanken und tötete die leise Sehnsucht aach ihm, seinen Kindern und einem heim und schürte den alten Zorn, daß er zu hohen Flammen aufwallte und in diesem Augenblick jedes weichere Gesühl erstickte. . Und in dieser Stimmung schrieb sie Sem harrenden Mann einen kühlen, höflich ablehnenden Brief. Das war ihre Rache für die verlorene fugend, und sie war süß! Aber blieb 'sie das auch? Nein, nein Sann vergingen einige Tage. Eine ngenthÜMlichs Unruhe ergriff Henny. Fie traf die FofwsrbereitungLn für ihren Zleinen Haushalt, sie las, arbeitete rber eS kam ihr alles so zwecklos vor. p? wen thue ich das alles für mich und immer für mich," sagte sie. Und dann legte sie hie Hände in den Zchoß und träumte vor sich hin. Jn chrem Kopf summte es, die Augen örannten ihr. Ich werde' krank wer)en. dachte sie angstvoll, das macht die Zlufregung mit der abgethanen Sache. Abgethan? ' Klang nicht die flehende Litte des einst so heißgeliebten Mannes vieder und wieder in ihren Ohren? Gesellten sich nicht noch Kindcrstimmchen azu,' ' die ihr zärtliche " Kosenamen Nein. nein. Du kommst zu ' spät. Versuchung ich bin einsam geworden zurch seine Schuld nun will ich es tuch bleiben.-; " Aber nicht lange, und sie verwarf auch as.' Bittere Reue breitete sich in ihr ms , zwecklos, nur für sich, zum Schaden, halte sie dem , noch einmal zö jernd sich nahenden Glück die Thür gevicsen. nun war ; 'uüwiedtMringlicH Einsamkeit und. ein verfehltes Leben ihr ," ' ! 1 -i .. öoos. ' So war die, liebliche Weihnachtszeit jerangeü. der letzte Tag deb alte Zahres ins Grab gesunken, und als sie, lus ihren Träumen erwachte, leuchtete )er, Morgen des neuen Jahres freundach lächelnd durch die Scheiben. ' Bitterlich weinend saß sie in ihrer 1 5cke und lauschte den ' Nensahrsglocken, ne einmal schon so gutverheißend für , Ze verklungen waren. ' " ' Diesmal hatten sie wieder ein Glück, venn auch im Herbst ihres Lebens, ein- : lauten löllcn. Und ' heiße Sehnsucht : lach dem, was sie vor kurzem noch - hroff zurückgewiesen, floß in ihr über, md das Herz wollte ihr brechen. - Sie zerbarg das Gesicht in beiden Hänen und hörte nicht, daß die Thür sich zssnete. , AlleZ ist still, nur ihr Schluchzen lernehmbar und der ferne 'Glockenton.' nz hlneindrinar. Aber dann breitet !u süßer Frühlingsdust in dem Genach sich aus - Veilchen! Er dringt M der Trauernden, daß sie erstaunt lusblickt. und da, da ' . ' ' Mitten im Zimmer steht ein kleines Rädchen nnd ' sieht aus ernsthasten zraunen Augen auf die Aufjauchzende. Mit einem dicken rosigen Händchen reicht sie ihr einen großen Veilchenstrauß mtgegcn und aus den sie umschlinzenden Armen mit süßem, schüchternem Sesichtchen aufblickend, plappert sie. wie an es ihr vorgesagt: Ich bin Papas jüngste und bringe einen Neujahrs f '''' ' i zruß: : "!"'u .Die Veilchen all' soll 'ich Dir weih'n, llnd Du sollst unsere Mutter sein." . 'm ; Und durch die geöffnete Thür schrei rt das alte, verlorene Glück, und Henny liegt ihm' entgegen, ; und ' auferstanden, .st die alte Liebe, die alte Kameradschaft :nd die alte Hoffnung. - nmA H4 Und draußen läuten die Glocken glück kerheißend zum neuen Jahr! ' Fataler Druckfehler. Er jtond bekümmelt am Fenster und dachte iber sein tranriges Loos nach.

Wieder Feu ermann Schlauchhuber zwei Stutzern seine Thätigkeit ' wahrend eines Brandes ' handgreiflich erklart.

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s'ik. tfJLJi 1 ' V-j, - öS i teern JkrrttlH t VsN.ele?a!,) , , Erster Stutzer: Heda, Sie. Feuer bezwiller, ' es ist woA auch, kein Spaß. bei so, einem ordentlichen Brande?" ,, Zweiter Stutzer: PeschreibenRie unZ doch das mal ein bischen näher, wie ü da hergeht, Männ'keN. die Hauptsachi dabei wird wohl das Löschen von inner sein! - : Schlauchbuber: Nichts leichter als dgs, Verehrtester! nehmen wir also an, es ettönt das Feuersignal. Das geht! Bum bum bum! sehen Sie, ung sähr so. Dann geht's Heidi, hast Du nicht g sehen, , wie ein Schnellläufer nach der Brandstelle, wo man halbtodt, hhweiß' triefend ankommt." Nachdem die? geschehen, heißt'Z gleich die Leiter hinaus, trab trab trab!" mi' mM ' Hat man nun einen Ueberblick ge Wonnen, dann fest den Schlauch in die Hand (nimmt sein Bierglas) das Mundstück zum Gefecht klar und risch rasch Ptsch ,Schschsch!, geht der Strahl nach allen Seiten hin." Dann geht's eine Etage tieser (steigt auf den Swhl) , hier Liegen zwei Stu denten im Rausche, die müssen gerettet werden: das Fenfterkrenz los! klapp klapp 7 ist mit dem Beil Nath geschafft und umn ist drinnen." , . ' " Nun kommt das Schwierigste. Sehen Sie. die Kerle sträuben sich, sie schimpfen, gerade so wie Sie,, da heißt's, Geistesgegenwart besitzen Schrum!"

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Sie Musik in Chwn.

Trotz seiner Schwärmerei für flü sternde Winde und das melodische Ä:? sein der Bäche, trotz seiner Liebe für die schmeichelnden Töne der Lante, ist der Chinese so führt eine Studie H. v. Molttes itt trK. Z.- MI' der u n m usikalische ste Mensch der Welt.- Er liebt dlÄMMlie er Essen , und Tunken liebt,,,.. ;,ds. tlsal, das Nun einWal""Ium Dasein ''gehört, aber ohne Unterschied, ob sie gut oder schlechteste,,, .UM ist ihm Bmle'MnA zum Lachen. Schwatzen und Frö!ichkeiZ und er gesteht das in einem seiner schön sten Sonette: Doch ohne Musik sind wir nicht fröhlich." Seine musikalische Begabung jedoch ist gleich Null. Ob die Laute, sein Lieblingsinstrument. gestimmt ode? ungestimmt ist, dafür hat er kein Ohr wenn nur das verworrene Getön, das er Musik nennt, an sein Trommel fcll pocht. Das Lauteschlagen, jo.w-e es ' die .Chinesinnen betreiben, istslescht tlnd einfach erlernen. Mehr selten sind iuß Lande hie LauteKünstlermnen, 'von,,, denen" der MichterLi-tal-pe in einer seiner Balladen singt: Und als sie in die Saiten griff. Rauschten die tiefen wie die Flutb, Die oberen flüsterten leise. VielfaSpkH in chinesischen Dichtun zen die Laute verherrlicht und die Frau, deren zarte Hände ihr weiche Töne entlocken. Und wohl ist eine schöne Chinesin mit ihrer Laute ein an Ziehendes' und fesselndes Bild. Aber die Frauen, die diese Kunst öffentlich ausüben, sind fast immer bedauern werth, sie sind verlassene, geschiedene oder betrogene Gattinnen und fristen ihr Leben m glänzendem, Elend. Auf den Blumenbozten des Kantonflusse oder Kiangstromes erblickt man häusig des Abends beim Mondenschcin diese Künstlerinnen in bunte, schimmernd: Seide gehüllt neben ihrer Laute lch nend. Wirft man ihnen die kleine Münze, den Cash", zu. so greifen sie in die Saiten und, wild oder zart' er klingen sie durch die Nacht. Diese Blu meiiboote oder "Jlußhetels sind phantastisch und reich ausgestattet, sie dienen dem vornehmen Chinesen cft:nzls als Häuslichkeit Freunde, die er 'in scm HauS nicht führen Mag, empfängt und bewirthet er dort. Das Mahl würzt Gesang und Spiel. Je vornehmer und 'mächtiger der Gastwirth, desto üppiger die Gewänder der Künstlerinnen, desto reiche? mit Pcrlen durchflochten das schwarze Haar, deKo iveißer gepudert die gelben Gesichter. desto lächelnder die rothen Lippen. öong-Gengs und Trommeln lassen oft ihren wilden Lärm im himmlischen Reiche der Mitte ertönen, hauptfächlich bei den Anbetunzs- und Opfersestcn. Am lautesten und unenuüÄlichstcn am Tage der MonwnöettME. welch,:, m edem Iah "einmal statchnwt. ' Man wm durch ' du nrrveWÄrchÄnngkttdck Klänge des Gong -Gong und der Trom--meln den Kaiser MmJ-Wsnz zn scinen Pflichten rufen. Der Sage nch war rr ein gelehrter Herr, der Vieles er gründen wollte. ' DevMM -hüt ihm räthselhaft, das Mtcl mußte er lösen. Darum trat er eine Himmels reise au vw.... v. . iy Hin. I . .V I., von der er heute noch nicht Z'.:rückIc!chr! ist. Gong 'Gon und TwnuÄlmnsik liebte er über Alles, am Taae der hebte er über Alles, am Tage der Mondanbetung erinnert man sich daran und bringt dem' guten, gelehrten Kaiser Mlnz-ävonz ans dem Monde ' m Ständchen. Seifenblasen. Die Aerzte und Die dichter gleich lich nicht selten darin, daß sie den Leuten starke Schlafmittel verschreiben. : - . ' Im Tode sind sich alle ÄeNschÄ zleich? das vermögen die prOu:pl?aste- . Zen Grabsteine nicht zu widerlegen, so,' ' zern dies auch ihre' Stifter habe MöchZ : ten. , t : , ! Die guten SchMsteller ' sinR selten z . Sas Publikum aber, welches gnie ischnftsteller zu kezen versteht, mange! Zast gänzlich. ; ""r f V " Der Uebelthäter ist dett' meisten Men '" schen glcichgiltig und nicht der ?!ede verth; wer aber durch seme Vorzuge sich über andere erhebt, der wird gchaß: lud betlatzcht von allen Selten. ' '""'" Wenn Einer Ich leichtfertig rübmt. lhm gehe manches an iihns gerichtete. , V ;r '';.''' "ftv H , KZort zu dem einen Ohre herein und zum andern wieder hinaus, dann sollte :r doch hübsch vorher bedenkemsdaß bltK . ttf eineuOohlkypfzschließ cn läßt. ' . E i n pvetis cher A b echP jl aub e. Wenn im Stamme der Sc?'Ä leka-Jndianer ein Mädchen stirbt, wird Ä :in Vcgel eingesperrt, bis er anfängt, leine Stimme Zum Gesänge zu prüfen. Dann setzt man den Vogel u-a-M Krad der Verstorbenen, trägt ihmH Vrüße, 5lüsie und Zärtlichkeiten an sie luf, öffnet den Käsig und laßt ihn sreiH Die Indianer glauben, er werde die Mge! nicht zusammen legen Und die,,,, kugen nicht schließen, l bis er in'ö Land "1, ier Geister gekommen, ' die Geliebte und Verlorene gefunden und ihr die mitD! gegebenen Aufträge überbracht habeD H geschieht, daß einer Todten dreißigH iis fünfzig Vögel nachgesendet werden. Stildlüthe. .Barbar rossas-Bart war durch den Tisch ge vachsen: die untere Halste ringelt sich im Boden entlang, während die obere. alb im Schlafe noch, traurig den Kopf chüttelte und langsam eine Thräne nach ,er anderen fallen ließ." Er: Schon wieder ein ttues Kleid, liebe Emma? Du hättest eigentlich einen Romanschriftsteller hei rathen sollen. Sie: Wie so denn? Er: Dem hättest Du fortwährend zu reuen Ausgaben verholjen!

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