Indiana Tribüne, Volume 14, Number 92, Indianapolis, Marion County, 21 December 1890 — Page 11

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, Die dem Pariser Jigaro entnommen, sztmZche Plauderei deS geistvollen - Essayisten richtet sich gegen daS gegen, tafritg in Paris grassirende Interviewer. Unwesen, daS leinen Gipfel in dem AnS srszen der für den Fall Ehrand Bom bestimmten ' Geschworenen n ':0f$Hm p f 23 1 ; 5r, Sie winen alle, was daZauS de 4 Englischen "stammende Wort Reporter , bezeichnet die ThätZakeii

ner viel verleumdeten, aber sehr nütz.' ' CAHitt hh ft.....f:n.u enL I

wvii juuuiuiiHcju sau sind Alle einmal Reporter gewesen, jede: ? a skiner i Seife. :i Jch t selbst habt Zahlreiche Reporterartikel geschrieben. ,, und ti Kartn vielleicht nicht mein schlechtesten. Die Zeilen, die man untn dem unmittelbaren Eindrucke von etwa ,VrfchsuteMHZn'Virft, haben s immer etwas Lebendiges, Anziehendes. Abc, ou handelt eS sich heute nicht mehr, das Handwerk ist ein ganz anderes ge tsorden. Heute , kommt es nicht meh, bsisuf an, etwäZ zu beschreiben, wai an gesehen hat, sonder den Ereig. ZA mssm vorauszueilen, die Zukunft zu errthn. als Erster anzukommen vor den Zahlreichen Eoucurrenten und den Lesn durch 'ein Paar ganz unerwartete Ent. hüllungen baff zu machen. All' lai

nnnte UnsttdeS BolSzoll, dessen einzt n Ehrgeiz darin bestand, die Chin cholla und Tau, die beiden bekannten Reporter deS Figaro, zu schlagen, ein Ehrgeiz, der ihm den Schlaf, die Ruhe zum Effeu und Trinken raubte. t , Doch. ehe ich fortfahre, ist e5 nöthig, Ssß ich Ihnen sage, wer AristideS war. XSx war bereits urit dem Reporterblei' Nist auf die Welt gekommen und bewies seit seiner .frühesten Kindheit geradezu öberraschende Anlagen für sein HanV iserk In seinem Viertel , passirte nichts, dsS er nicht sofort erfahren hätte; t Csnnre den Klatsch der ganzen Nachbar, schüft und notirte auf l seiner Schiefen Usel Alles, waS e? auf der Straße sah end hörte. Wenn die Polizei einen MebelthÄter verhaftete, lief er mit zum Commisiariat, informirte sich dort genau kb Namen und Vergehen deS Verhaf. ! tin, und sein Papa trug dann alle dies Nchrlchtcn zum .Petit Journal, toi - tx sie verkaufte.-1 So wurde der j klein i NnstideS allmalig Journalist. ... Mit 18 Jahren war er schon ein klnner Meist seineS Handwerks. Unter den Zweige riS Baumes oder einem Kartoffelbau versorgen,! wohnte er den zahlreu Duellen in der Umgegend von Pa ikium'dÄÄbmdsdieÄilSlek em Journal zu verkaufen, r, Und wenv fcttra die Zeugenkamen, um der Redac. tion das über den Zweikampf aufge. f. MWene Protokoll zu übermitteln, danr l bnste- i der Nedacteur ihnen i lächelni eutwsrten: ES ist nicht mehr nöthig eine Herren! wir habe daS Allei schön von AristideS. Suchte die Polizei einen Verbreche, vergebens, AristideS setzte sich auf du Fährte, und am Abend hatte er AlleS. rS er brauchte:, den Namen und du Qdreffe deS Mörders, die letzten Aortt deS Opfers, die Farbe seiner Kleider, die viel sich vor, und nach der That iv seinem Portemonnaie befunden hatt, u. s. w. h-t: M Der Polizeipräfekt ließ ihn einet , JzeS kommen und bot ihm eine Stellt in seinen Diensten an. AristideS ant wertete stolz: .Ich bin Journalist und Mitgliei der Soci des Gens de lettres. Ein Brod, wie daS Ihrige, effe H Richt. . Und wenn. Sie wissen -wollen, was in Paris vorgeht, so abonniren.Sit aus mem Journal. .,,,.v.: ; Anstldes war aus dem Wege..en Mühmter Reporter zu werden, als m unvrhergeseheneS Ereigniß seine Car Zriere zerstörte. . ' .r mEineS Morgens betrat er lächelnd baS . Zimmer . deS C hefredacteurS : ' e ittc drei Diebflahle, einen Mord, vin Einbrüche und fünf auf dem Boulevari Montmartre verunglückte Frauenzimme, 'in der a&tHli-' ;:x i .Immer die alte Leier, mschte de kftedaueur."" Ja,' Sie ' waren ti nicht, armer Schlucker, der die gran disse Idee hatten die Oeschvoreneniil Zbrer Woknuna auszufragen!" Dabei reichte er ihm das Morgenblatt. JSitt -. wy;- - qibt"c0 kein Aber 72 7.". . Gute, Morgen, ich brauche Ihre Dienste nichl mehr." AristideS stand auf dem Pflaster, veftern noch der Stolz des Reporter ihumS. heute ein Nichts. Er kam bei Xoxtuxt voruver. wo er zonjt emlgi Achwna genoß: lhm schien es, als m& qulrten sich die Kellner über ihn. Dai war zu stark. " v;: .... ffif .Ich werde mich schon revanchiren! murmelte er ingrimmig. Aber daS wa: leichter gesagt alsK gtthM Obf er sich -Tf.lik. j Ll. . Mi 'n m . lt Avltazcrizl jouic t wai " ' 9 m 4 ri"- . war maz: meyr notyia. v:e hatte ew zroßcS Journal schon vor drei lochen veröffentlicht. Aber, wie wäre eS, wenn er den Vorsitzenden deS- Oefchwormen. Gerichtes darüber isteryiene. wie er du Verbandlunsen zn leiten äedachte? ach einem vergeblichen Versuche, de ? Präsidenten in seiner Wohnung ßsszu sprechen, lauerte, er ihm eedyldieus dn Straße auf und trat ausjhn zu mit d , Qortm: Mein Herr Präsident, woraus werden Sie erkennen, aus Todesstrafe oder Zvangsarbeü?5,ß!Z Statt der Antwort inktsder Prssi hai einem Schutzmanne: Oefrei Su ich von diesem.Wenschcn If r.-;-Niedergeschlagen stand AristideS da. Soweit war eS also rtihÄ gekommen j Und doch, der CM-de'bzt'cZeschb. renen ausgefragt halte; mutzte über troffen weroen. Wenn er sich verhafte ließe und versuchte, mit den Angeklag. ten in Verkehr zu treten? Jn'ö OksZuz. niß hineinzukommen, v leicht, wie ab ttS?,ÄMWMM". Plötzlich sprang er in einen Fiakn Wd rief dem Kms:r RSkAdrege zu:

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HepeS Doktor .SfetttoU - Mlftiov dem Gelehrten stand, begann er: Er. lauckter ' Denker, ich bin ein Reporte, erster Klasse und ich wünsche Ihre An sieht über die Rolle kennen zu lernen, di der HypnotiSmuS in dem ganz Paris i Aufregung versetzenden Verbrechen ge. spielt hat. Denken Sie, wenn ich mor gen in meiner Zeitung . Ihr Gutachten veröffentlichend. könntetD.'.'".' Doktor Charcot winkte nur, AristideS wurde von zwei Wärtern ergriffen und unter dieAouchegesteD AIS er draußen war und sich durch einen Grog mühsam wieder erwärmt

hatte, setzte er sich auf eme Bank und blickte 'zuSenKterneNj'em nicht von dorther irgend eine Eingebung käme, wle er semen verlorenen Rang wieder zurückerobern könnte.' Aber wie? Sollte er , Dnbler ausfragen?, Möglich, daß derselbe schon , vorher irgend welche j. '''.."' . - . : ' . ' . nzrructtonen eryalrcn yarie - wenn man so aus viernndzwanzia Stunden genau den Tag der Hinrichtung voraussagen könnte; jetzt, acht Tage noch vor , dem Beginn deS Processes. . Aber nein, daS war auch nichts; diese? lonsiur 6v ?-!s war schon abae nutzt und verbraucht , seit einem Men schenalter.'57?ÄZ'Zb Die Laternen erloschen. WaS,' ' schon S Uhr des -Morgens? Zehn Stund also saß er schon aus dieser Bank unl dachte, nach und grübelte, ohne etwaS z sinden.. , Nein, er hatte nnmalS etwaZ von der Religion wissen wollen, ab wie, wenn er jetzt in die Kirche gingt und dort daS große 'Geheimnißvolle na Rath fragte? Bei dem Scheine de, ewigen 'Lampe,' die vor dem Alt brennt, konnte AristideS die Statuen dn Apostel erkennen! Und war eS Täw schung. war eS Wirklichkeit? .ES schien thm deutlich, als wenn St. Petrus ihn, freundlich zugelächelt hatte. . AristideS stieß einen Schrei dn Freude' aus. 'Jetzt hatte er gesunden. waS den Ruhm deS College, der du Geschworenen interviewt hatte, erblei. chen machen mußte. DaS würde ihn wieder auf seinen Platz eineS Reporter! ersten RangeS verhelfen, und nach ach. Tagen brächten alle illustrirten Zeitun gen sein Bild von vorne, im Prosil unl von rückwärtSl WM f " ' Paris schlies noch, als AristideS BoiS' joli in die Gondel deS Lllou ! eptit stiea. . Er hieb daS , Kabel durch unt stieg und stieg, höher und immer höher, m . . t vls uoer oen rotten oerHlmmet miel' ner unendlichen Klarheit über, ihm lag. ES wurde kalt und immer kälter, plötz' lich , schlug eine bezaubernde Musik an sein Ohr" und er erblickte die goldenen Pforten des: Himmels, -? vor denen ' eio ?nget vacye panv. .Mein Herr Engel", sagte AristideS. .haben Sie die Gute, dem Hl Petruö diese Karte zu üb?rbrinaen U 1 1 11 Nach einer Weile erschien St. Petrus so wie er ihn in der Kirche gesehn hatte. - Groß, - würdevoll - und einn enormen Schlüssel in der Hand, der deS Paradieses?'"' ' " z A ' 11 Habe ich die Ehre mit dem Hl. Herri yetrus?" - .Ja, waS wünschen Sie ? - v '" .Ich bin AristideS BoiSjoli, Repor. ter. Möchten Sie die Güte haben, mi? aus eine Frage zu antworten V t -, .Aus welche ?" ' - .Wenn ein großer Verbrecher na abgelegter Beichte seine, Schuld, an du Gesellschaft bezahlt hat, kommt er danu in den Himmel? Da die Sache sia demnächst ereignen wird, ist es von bei höchsten Wichtigkeit meine Leser schon morgen darüber aufzuklaren. , ,,, Gespannt harrte -AristideS . der Ant. wort. -Doch der Heilige sah ihn mit . 'tf !: !. . i'i ' a ' - 1.- ' f. lnd,g an und sagte: r; t$. -Unglücklicher, Du kommst zu spät. Einer Deiner Collegen ist Dir heut; Nacht bereits zuvorgekommen. " , .Mir zuvorgekommen? '.Ja, Dir. Da, höre das Tosen air der Erde"'l ' h " ' AristideS erbleichte; er hörte die gellende Stimme des ÄuSruserS, der dai Allerneueft..daS , Interview mit St -PttruS. auf'dem youlevard susschrie. , 0 Schande, o -VerzweistunM Arists"des wollte sich den' Kopf an der Wanl des Ballons einrennen,. eS gab eil HroßeS Lcch, ünd.er, fiel uzzau;haltsan ,n rasendem Sturze herab. -Ninnän! hat mehr den Reporter gesehen; w , von ihm zuÄsde kam, war nur nock r emz rr ; eine uniKirniiac jxaic . ? St. Peter schloß die Pforte deS Para dieses und sprach vor sich hin: Er thu: mir leid, der arme Teufel, sein Beispie! jedoch wird heilsam wirken. Diese Re porter werden mich von nun an unge schoren lagen. , : usstsch Wie eine Variante der "Macht de, jpw . m mm ' . : mnnerm-, voer rote trn Beweis vei Wahrheit für daS Tolstoi'sche Bauern, drama klingen die Verhandlungen, wel che, nach russischen , Blättern, am' 11 November vor dem Bezirksgerichte h Tula (ganz in der Nähe der Besitzung ves lcylers) unler juzieyung von we schworeneL gegen d ÄÄjährige Bäne rin Asanassza Petrowa Abramkin aul i Teplove wegen versuchten Gattenm or des stattgefunden. Als -Thatbestand er-Zlb Äch: ' Im , Mai k,d.MKw.zdli Angeklagte an ihren Mann verheirathö 'worden, ohne daß sie vorher densetber gekannUhabe. Der erste Monat ver Sina qanz aut. bald aber bemerkte di, Ättgellazte, daß sie ihren Mann ich: liebeaönne. er war ihr .zu langwev , UZ, ZU. wenig gesprachig und . eine VN endliche Langweile befiel sie. LSrS Änd Streit ward von den Nachbar? I incht-gehörtZ auch die Angeklagte gab zu. 02? igc L.icnn ne meoer geimpsi yrq sonst roh behandelt habe. EtneS Abends. als ihr Mann schon im Bette lag unl schues, band sie ihn mlt einem Strick an'S Bett nnd zündete die Hütte an sich mit ihrem Koffer entfernend. De, Mann erwachte, sah ringsum Fcher. stürzte bis an die Thür, ab, ie den euer unsichtbaren Aecht gehalten fcii

eS. ihm nicht möglich die Schwelle z, überschreiten. Ans . sein Geschrei käme,

die Nachbarn hinzu zogen den Dauern tnii Gewalt heraus und nun erst bd merkten sie, daßderselbe mit einem Strick anqebunden war. : ;:, ; .;r r Da nun die Frau und deren Koffez fehlten, siel der Verdacht sogleich . au! diese, sie wurde dingfest geniacht und ge stand auch unumwunden ihr Berbrech ein. In Folge dieses BrandeS wurde, zehn andere Bauernhöfe vom Feuer mit vernichtet. MS der Srnck ls ! oorpn, äslieu auf den Tisch vor die Richter ge legt wurde, fiel die Angeklagte auf du Knie nieder, den Procuratvr und. du Geschworenen um Gnade anflehend.' Auch während der Verhandlung , le-.t Afanassza Abramkin nochmals ein osfe

neö GestSndniß ab und fügte zo ihMÄuMiterin MBitttzZakeu" gewesen? . . ' , , . ( . .. t"it..;ir...'?: .

nlicyuioigung yinzu, oaft ue wlonSiuvcuSUtvuclh w xincrn großen oici ihren Willen verhetrathet sei und vvr-tnd7s?gar.Wirthschafteriq. . . Jchlürchtt. "''tm m ' r T-V lS JT. fni: . li.Av'-

iyrem scanne yaoe zosrommen wouen. em umiano, ver ouny vte eugenans sagen keineswegs bestätigt wurde. Die Auklage führte der StaatSan. walt m klarer und überzeugmder Weise durch. Die dem Rechtssnwalt Llnbo mudrow zugewiesene Vertheidigung er kannte das Factum des .Mordversuchs durch Brandstifeuna unumwunden an. wieS nur auf das Unerklärliche hin, daß eine junge Bauerm, die nach den Wor ten deS AttllageaktS bisher eine sittliche. arbeitsame Person war. dir einen ss sympathischenElndruck hervorrufe. ,n de, Stille deö Dorfes auf den Gedanken kommen könne, ein so scheußliches Ver brechen zu begehen; daß. wenn auch siußerer Streit zwischen den Eheleuten nicht wahrgenommen worden sei, dei innere Kampf der. AngeNagten um s, größer gewesen sein müsse, und man annehmen. könue, daß sie im Moment der That . nicht zurechnungsfähig gewe len sei. Nach veryaltnißmania i kurzem Berathung verkündete der Obmann ein sreisprechendeZ Verdick.ri. ' Weidttche Polizisten in osgland 4 Qn Qnli 0. Daß Frauen sich als Spione dorzüg i?m lich verwenden lassen, ist weder neu noch überraschend, und man hat eS schon oft erlebt: die meisten aber! jener großen und kleinen Damen, die dieS subtile Ge werbe betrieben, thaten- eS aus Lieb haberei gewissermaßen nicht professio nell, .sondern nur als Dilettanten-und daS Motto, welches sie dazu trieb, war entweder' Liebe für die Sache selbst oder irgend e!n völlig privates i In teresse. . i Hlerm aber wie in allen Dmgen zeu gen sich die Engländerinnen an prak tischem Sinn allen anderen - Nationen überlegen. Auch' sie betreiben j diese Kunst aber nie haben es verstanden, i , . . .ffc , ' ' oiezelve zu entern aoenleuerrelazen. in leressanten und überaus lukrativen Ge werbe zu machen. Eine im Dienste der enguscheu Polizei stehende Dame, welche den Ruf senießt. der ' erste weibliche Geheimpolizist' der Welt zu sem, lernte ich einmal kenneu. Die Erscheinung dieser liebenswürdigen Beamtin war überaus fürn pathlich. t 1 1" ' Ihre Klndung war dt! einer seinen Dame.' weder zu luxuriös noch zu ein fach; ihr Antlitz . war, sür ne Polizi. stin, nicht nur GoldeS sondern Brillan ten werth. u f 1 1 1. 2 1 f f ES war der Kopf einer DeSdemona unschuldig, naiv, herz- und sinnbe. stnckend; mit entzückend goldenem Haar und mit Augen, welche die Bläue deS Himmels widerzustrahlen schienen, j Jht Wesen und . Benehmen , war daS eine: u&Jxft hMAr.iMAHiw uiiihii iiuibi tu uiiw uvvuu tvvutavu&u(ii !Ä' . :. :,-,.'-.. -,,!. ii,.. ... m ä'i . jf!;l: IHNf r .Ich bm sür diesen Beruf geboren sagte sie; schon auf der Schulbank war eö , mein größtes Vergnügen, die Be richte aller Aufsehen erregenden Crimi nalsalle zu lesen und mir die Verbrechen, die Gaborian in seinen Bücher so detaillirt beschreibt, neu zusammen zustellen. Wenn, ich die Geschichte eineS crvreers ..in ow ano veram. io surcytvar osh die Haare sich Mir vor -'m s- . W mzeyen strauvten, o war iv) ganz wild vor Freude und am besten gesiel es mir, wenn der geheimnißvolle Mör der oder Verbrecher sich in einer ganze Bande? von Giftmischern und schlechten Weibern besandW i wm'l wftrs'""'!";:mT,,""''-T,:Ä,,. r AlS mein Vater erneS TageS i se,n Vermögen verlor und ich mich in die Lage verseht sah, mir nun mein Brod selber verdienen zu müssen, da dachte ich sofort daran, ' in l den Stab der Polizei einzutreten und hier mein Talent, Ver' brecher zu entdecken, zu verwerthen. Sie müssen' nicht etwa glauben, ; daß weibliche Z Tetettivs Ungebildete, ge. wöhnliche Weiber sind, und daß die ersten Besten diese Posten bekommen könn ten: ,durchauS nicht. : $5; sind sog einige darunter, welche eine hohe wissew schaftliche Ausbildung genossen! haben, und ich kenne unter meinen Colleginnen eine, die das College von Cambridgl abfolvirt und sich dort sehr auSgezeich net hat. ' :r , Wir haben wiederum als Unterbeamte eme ganze Anzahl verschieden artig beschäftigter Frauen ' zur Verfü. gung. Wir haben Straßenkehrerinnen, Bettlerinnen, Haüsirerinnen Verkäufe' rinnen von Streichhölzern und derlei PerfouenMd 'pcftiren diese Frauen mit ihren Gewerben vor .jenen Häu fern, deren Einwohner wir zu bewach :,. . '"'"::!;;!;' i:'i:u;ii:::i'!f ' , lD4inC5rX',,M,TO - . Äo ewiger Zeit hatte ich einen seh, wlchtlgena? , ju ,emwZrr, und ich ,Mte, eme Frau t?sr, nem Hause m Westend auf, welches von der Dame, di, ich zu bewachen hatte, bewohnt wurde Aber - wie wir toUch aufpaßten', .' hiest Dame zeigte sich Pcht. . Ich postirte slfi 'gerade vor diesem Hause eine Straßen kehrenni alt, mit gekrümmtem Rücken in jämuiervoMMmpe von einem, -ihr hie Brust und Anderen das Her zerreißenden Husten geplaSt. Eme ganze l?och hi5:urch te! si vor diesem Hause die Stratze.Ta fM Tag mitunter sogat m wahrest tirnd

fluthartigen Regengüssen. . Lange war

teten.wir vergebens; endlich , eines T .geS. crbNtkte .man an dem einen Fenste, biMerMrEorKnA eine elegante Dame, deren schlankeÄpall sich scharf an dem dünleln ' Hintergrund KbzeictKete ? einen Augenblick, später wurde daS Jen per ein kleine wenWge FrauenhÄd' warZ einige tkupsennunzen, in einer t kleinen Blechschachtel Zaus 'du ,Strqße.,hinab.M, M Die Dame ,' konnte- ich - nicht erkennen 'jl abtx i die SchachteNwar-'gerade das, 'was ich brauchte,' um nenBeweisgruni in Händen! zu habe. - und icham somit aufzdiettchteppr'I ' r.l ' i "n i- -, .. jil " n"' Weibliche ' WöMeSmuffen iiö Stands ftin. allmöakjchknvmchieden. MzenSolleäMp!elenFch.bin schon H. ; tj. ili - o ii&flt . 't . .r - weder-Ermüdung-nöck sonstige Stava'.'

:s44ItäM&MM u ich-Ab '4 vkeinrNBeruf leidenschaftlich. Aller

dings darf eine Fran7velcheMseWu Hahn, ergreist,, wcder.'auf gute Mahlzeit -ten!Aoch gute Äohnung größeSÄetticht-' legen? sie muß im Stande sein, mit Al lem, selbst dem Schlechtesten, vorlieb' z nehmen und vor Allem muß sie jede weibliche Schwäche abgelegt haben. . Ich begreife überhaupt nicht, warum kine Frau nothgedrnngen mehr Furcht haben soll, als ein Mann; ich habe nienals Furcht. Und doch bm ich des Oestcren schon iu höchst unangenehmen lnd gefahrvollen Lagen gewesen. Man muß nur schnell entschlossen ein und in jeder i Lage kaltes Blut und Veistcsgkgknwart bewahren. Wenn ich auf der Sttaße Jemandem begegne, m t'i rasch entwischm muß, damit er mich nicht sieht, so springe ich sofort in Ätte-Dröschle ohne-etwaerst' nachzu .sehen.. ob ich Geld bei mir habe . oder nicht. Habe ich keines,' so genügt es daß ich dem Kutscher meine Karte vor? zeige) und er fährt mich alsdann' wohin ich xmU. ß Am nächsten Tage kommt er vann - zu nur, und ich zahle , ihm das Doppelte von dem was er tarifmäßig verlanqen dürfte. '' :,: Waffen führe ich nie bei mir nur diese ttsinel Pfeift Und diese? Pfeife, so klein sie ist. , hat mir schon, einmal i vk :' ' ''" i j In einem sehr aufregenden Falle be fand ich mich mit dem betreffenden Mörder allem zusammen. Um ih l zum Geständniß zn bringen, nlfe ich mit voller Ueberzeugung: Jch kenne den Mör. der, Sie sind eS!" Sofort wendet er sich zu mir, zieht seinen -Revolver und zielt nach mir. Ich betrachtete ihn ganz ruhig und sagte Schießen Sie mich, wenn Sie wollen. , , Aber glauben Sie etwa, daß ich allein und unbeschützt hierhergekommen bin ? Sehen Sie diese Pjcise ein Ton, und Zwanzig Mann, die nur darauf s warten, kommen im Augenblick mir zu Hilfe." ' DaS jagte ihm Furcht ein." und er" wurde gefangen genommen.. wtv m Mitunter müssen wir auch in einer eise zu Werke gehen, die enorm viel tmjki ?tch nuxt.ie einmal einen .an Sommer in einem der kost- . spieliasten SotelS BriahtonS zubrinaen. um einen jungen Menichen zu bewachen, der im Verdacht stand. Unterschlaaunaen verübt tu baben. 9uh beobackiete irnt sg genau., daß ich schließlich seine Ausgaben aus einen Schwing anzugeben . vermochte. ES ist wahr, ich half ihm dieselben vergrößern da ich. um mein Ziel zu erreichen, mich ihm nähern und mit ihm kokettiren F ihm auch ohne Ge. Wissens bisse meinerseits erlauben mußte. sich für mich in Unkosten zu stürzen durch Spazierfahrten,. .. Diners, . . Soupers .: , , , i n 1 rn , . .,.,,?,,' B 1 Große HandlungShauser engagiren mich sehr tt, um ihre KommiS zu über wachen und ihnen Mittheilung zu ma chen, in welcher Weise die jungen Leute ihre Abende verbringen." Und öfter. alS diese wohl ahnen mögen, habe ich ihnen "...s.iii- 1 i m ... vadurcy eyon genützt. Wenn icy , iay, ! da sie durch idr kleines, unaenüaendes Gehalt Gefahr liefet z nicht allein in Geldverlegenheit zu gerathen,' sonder zu Unredlichkeiten verleitet zu werden. so sagte ich dies ihren . Brodherren und veranlaßte sie, die Gehälter zu erhöhen. Für meine Bewachung solcher Beamten beziehe ich ein Gehalt von einer Guinee pro Tag.' Ick habe bei' einer derartigen ' Angelegenheit x schon einmal 1000 Pfund Sterling verdient. Meint gewöhnlichen Einkünfte bei solchen Sachen sind? 400 bis j? 600 Pfund Ster. ling. Natürlich habe ich auch bedeutende Unkosten dabei, aber trotz alle, dem verdient, eine große Anzahl der weiblichen ' DetectiveS. bis : 500 Pmnd Sterling jahrlich. Von einem Advoka. ten erhielt tch kürzlich est, als Beloh' nung meiner Dienste, 'die Summe . von 7S Pfund Sterling. . , . m Während die liebenswürdige 'Dame alle die' zahlreichen Annehmlichkeiten ihres Berufes auseinandersetzte, brachte man ihr plötzlich ein Telegramm. ' .Ah, sagte sie, da ist schon wieder Etwas ; ich muß sofort nach Paris ab reisen," und wenige Minuten spater saß sie bereits in einer Droschke, welche sie nach dem Bahnhofs führte.-- , Einige Stunden später sianirte und kokettirh sie wahrscheinlich aus den Boulevards :..twn:iPiniilM i i Und da schilt man über die Zurücksetzung von Frauen, daß ihnen eine ein trägliche Stellung irgend welcher Art unmöglich gemacht wird, daS sie nichts werden ,können, als Kindermädchen und Gouvernanten! DaS ist nur noch in Deutschland dn Fall! In Amerika werden die Frauen schon Magistratsbeamte, in Oesterreich wollen siL.militZrvMchtia.werden. und wo.m fi :n:Engländ. fähig find, nun, die obigt es ... 4 11 'ii. fn . '!,. il, iiii;äi'l:li;," rzayiung vervnn es za. Nur nobe l. ' Frau XL : Also Ihr Sohn ist jetzt Aufseher in einem guchthzus ? ' Frau V : Freilich, aber. '.:ebe- Frau Nachbarin. .eZ. komwen da iur Verbrecher aus noblen Familien zin.

Kritische Neisebriefe. W , (Lnlian Tugebiatt.) iIi'!.i,l'' ii;','C"''i ' ' i ' -ii"ai,. Mainz, 'yfi (,.. ''-ii,';,.., f - ;;:Dtt aoldcves Mainz, du alte, präch :!: ;ij,-. tige,i lustige Stadt daS Herz geht , mn' ""m m f ' r ' l . ! -: 'Im.- H. i aus w vn iä) yltt leoeneye. item jch wieder und grüße den. majestätischen Rhein, wie er hellgrün dahmfluthet und den vlolet schimmernden .Malnstrom :n sich lauf. nimmt ulö ' sei 'er ein bescheiden Bäch. ' m mW' . "'!. !"1':. um, oas um m oer grogen i5imy ver lierch Welch ein stolzes Städtebild, wi, thurm'reich And' trotzig, wie siott m 'wohlgemuth ! Noch i ist's die alte, liebt mW- mt ' -a '- . 1 ' . mm (Stadt, aver. was m va zeu anvertyau Jahrzehnren geschaffen worden! : Schon der. Rheinauai weinen Füßen.: mit seinen mächtigen HafenanlagenÄdet Stadthalle, dem kurfürstlichen Schlo ß mir semen berühmten Sammlungen um dem interessanirn O'rdenSbauS. von dei drücke bis weithin zur Jngelheimet Aue sich erstreckend, ist eine der impo santestM SchSpfimgeN, eine sünf KiloNieter ' lange Strändpröminade, j wie ! su der vielschöne Strom . nicht ein zweites Mal aufzuweisen hät. Dann diese, Ring , von militärischen Bauten, ! diesi neuentstandenen Anlagen, die prächtig breite Neustadt, die an Stelle rasirte, Festungswerke steht und mit i ihrer Monumentalbauten so neuzeitlich groß' städtisch in die Welt blickt, die ehemalig, Vorstadt Gartenfeld mit ihren modernen Neuschöpsungen man traut seine? Augen kaum, wie die rührige Rheinstad: in kurzer Frist sich um- und neugestaltei hat . - t'if'iiri'" Dabei ist der Mainzer derselbe geblieben, der ,, ,er war:, lebhaft, lebens? lustig mit ausgespröchenem Hang zum Epikuräismus, gradean und gemüth' lich, laut und mitunter nuch ein Bischev grob, der auSzesprocheiie Süddeutsche! Die antipreußischen Velleitäten aui der BundessestungS-ZNt' sind verschwun den. - Damals, als Mainz eine preu ßisch . österreichische Besatzung hatte, tanzte keine echte Mainzerin mjt-einem preußischen Offner ; jtic "Oesterreichn als süddeutsche Stammesgenossen wurden demonstrativ bevorzugt. , 'Heutl theilen" sich ' die Z schönenMainzerinnech die mit außergewöhnlichem Tempera mentl begabten Meenzer MädcheH schwesterlich in die Gunst - der kombinir ten hessisch preußischen Garnison, die bei einer Stärke von nahezu 9000 Mann in der etwa 72,000 Einwohner zählenden Provinzial-Hauptstadt eine .bedeutend Rolle spielt. , . "j. mDie Mainzer Stadtregierung zeigt bei bunter Mischung der Harteien anere kennenswertbe Unparteilichkeit uni kämpft wacker i gegen ultramontant Strebungen. So wurde vor etwa eine Jahre die Errichtung einer städtischer höheren Töchterschule durchgesetzt troh aller Einwendungen der Schwarzen,' dii das Bedürfniß verneinten, weil durch das Institut der Englischen Fräulein" ausreichend für Töchterbildung gesorgt sei. '1 Die neue Schule steht allen Unken, rufen zum Trotz ,., heute schon, in hoher Blüthe. - ; - Vx Der Durchbruch des Festungsgürtels,' sim fnt:jtm..l i.w C..s:xJi -'ir--uct uic vuiiuiuciung uuy uuuuujc Vii Neuerung . der Stadt erst ermöglichtes hat heidenmäßig viel Geld gekostet und. lastet noch heute schwer auf dem städti-' schen Säckel. , :, In Anbetracht dieser Last ist immerhin anerkennenswerth," was die Stadt in planmäßigem Zusammen wirken mit dem Staat geleistet hat und noch leistet, z , Die' Hasebauten, großartig .nhi praktisch, haben nur den einen Fehler daß sie ein Jahrzehnt zu spät gekommen sind. Mainz hätte alle' Bedingungen gehabt, .7 seinen gefährlichen - Rivalen Mannheim zu überflügeln, wenn eS sich ein Jahrzehnt früher zu den Hafew bauten entschtosien hätte. Immerhin zieht eS auch heute noch bedeutenden Nutzen aus dieser NeuschSpfung. 'Z Main; ist immer noch eine Festung ersten' Ranges. waS ja nicht ausschließt, daß eS gleich Koblenz mit der Zeit ent festigt wird, und die drakonischen Ravon gesetze, stehen in voller Kraft. Da yilft nun alleS , Lamentiren ' nichts, j Im Außenrayon werden feste Bauten nicht gestattet nur Fachwerkbauten jaus Widerruf , und so kommt eS. daß z. B. in all' den herrlichen Rheinpromenaden kein Restaurant sich ansiedeln kann. Niemand hat den Muth, bei solcher Unsicherheit sich Auf etwaS einzu laiUirvi::.;?!1!;!:!; Peinlicher noch als diese Unficherhei' empfinden die Mainzer den nicht unbe rechtigten Unwillen der Fremden über gewisse, in der ganzen deutschen Presse besprochene Vorkommnisse in den un mittelbar an die städtischen Promen ien anschließenden Festungsglacis. Ma, 0 erinnert sich, daß in zwei Fällen völlig harmlose Spaziergänger, welche die kaum markirten Grenzen der Festungs glaciS 'l; promenirend überschritteil, ver hastet und als Spione 'sestgehaltenWnd" mquirirt wurden. Die Stadt hat nun neuerdings beschlossen, an den Grenze punkten Warnungstafeln aufzustellen und so die schaulustigen Fremden! nach Möglichkeit vor dem gefahrdrohenden Schritt vom Wege zu chüenS Kunstsinn und Witz Geselligkeit und Lebenslust sind zwar im Mainzer allzeit rege; aber zu voller , Blüthe entfalten sich diese Herrlichkeiten doch erst im Car neval. Vielleicht hat der Mainzer recht, wenn er behauptet, sein Carneval sei ebenso .toll und ungebunden, wie der der Kölner, dabei aber noch feiner und liebenswürdiger. Jedenfalls zeigen sich dort wie hier dieselben Erscheinungen : der Carneval ist die Vorschule und der Prüfstein zur Verwendbarkeit im öffentlichen. und namentlich im politischen Lebem ; Wer hier excellirMff teis für die m. . -Vii.l l 'S ''' . . Staotveroroneten - Versammlung uns selbst für'S Parlament. Aber auch die minderen Geister, die au minororn'geö tiäm, thauen bei nahender. CarnevalS zeit auf; dann wird der robuste Mazttitx ein liebeuSwürdiaer Kerl, in ent reicher Schwerenöther. Und wenn 'er . . e - 5 m, einer seiner .liemen lamozen Zusein-

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kneipen zinen ! Fremdling einsam an seinem Tische sitzen sieht, dann bezähmt er " seinen Autochthonenstolz und fragt jovial: Sie, was fehlt Jhne denn? Komme 'Sie7rümer(zu Auf der Leiter der Karnevals leistungen steigt man hier zum Piedestal deS LocalruhmeS empor, wie mir mein rede gewaltiger College Wilhelm Jacoby, der witzige Compagnon, seines. Lands

mannS und MitdichterS Karl 'Laufs, " Pt n . ... il .. ' ft 'I"' gern venaligen wiro. sonn. neyr vie Literatur hier nicht - hoch im ; Preise: man hält eS mehr mit der Musik. - Der Mainzer ist musikHebend und musikverständig. .Der Musikverlag B. SottS Söhne" ist 'eine Weltfirma' ohne Con. currenz ; der städtische Kapellmeister und zugleich -Opernleiter ' Emil- Steinbach gilt - als ' unbestrittene Autorität und führt als solche - des 3 öfteren !! sieqreiche Kriege gegen den - Theaterdirector und Theaterpächter' Der gemischte ' Chor ; cm-iL . - r; I-üa ir .'i ..::c!iä"'s '. wa;iain jcc xicocxiaci uno amcnge sangverein" hat sich ein prächtiges Con certhauS erbaut, dessen Saal' in diesen Tagen mit 'einem glänzenden Concert - Solistin Frau Maria Wilhelmj auS Wiesbaden, auch ein Mainzer Kind eingeweiht wird.'i ' Oper und Concert zehren hier? an? samosen Erinnerungen: .,-. ( , , 'L 1.5 .'. . . A .' m - 'I' CS .onraom icreutzer war mer uapeumei' ster, IZranz Betz, der steifleinene Bari tongewaltige, Lorenz Riese, der 'kleine große. Tenorist,: Peter CornelmS,'- der Cömponist des Cid und desBar. bier von Bagdad", und Professor Bern. bard Scholz, der zetzige Letter des Hochschen ConservatörmmS zü Frankfurt a M., sind lauter Mainzer Kinder. ' - ' VuS yrsfessor KOchs Lebenl nt ss . ft ,i ; t :f f f '. 1 "! ' H''.tT1 "r.:: i U -Af-ty ",!- h. "!' ,mm" 1 " AuS dem Leben deS Geheimräth Koch erzählt die BreSl. Moraenzta.". nach den Mittheilungen ! des dortigen Pro fessorS ,Dr. - Hirt folgende interessante Geschichte: XJ irT''- : m!Jn Wollstein, einem klnne Posenschen, lebte vor Jahren em Physikus, der eine eigenthümliche Leidenschaft sür weiße Mäuse hatte. .'DieS hatte seinen Grund.. 2 r Die Mäuse' zeigten näm lich in besonders günstiger Weise gewisse physiologische Erscheinungen, nachorrt;. v em i man i yn rn zvc uz o ra n o l rim e cingc impfiihänr icht fcbriitWoßstciij bescftigte man' sich mit Bakterien, l und Geheimrath DrI' Cohn - sprach den wich tigen Satz us,k daß man unter ihnen Arten unterscheiden ' müsse) Kürje Zeit nachher!:sagte : er eines Tages- zu den unter seiner Leitung arbeitenden Hörern : 'Da hat 'ein. Arzt! aus der Provinz Posen, an mich geschrieben, ' er will uns Präparate. zeigen ; kommen Sie 'doch 'mal dazu, morgen' um diese und diese Zeit.fFAlSz am andern Tage die Geladenen, unter ihnen der damalige Cand.med.: Hirt, versammelt waren: öffnete sich die Thüre,: und ein schlicht gekleide ter Herr :trat n.: , Er verbeugte sich! stellte, sich (vor: Roberte Koch". der Name war gänzlich unbekannt.!! (! 'Die Gleichziltigkeit verwandelte sich " -V3"1 ä' V73,0 t -.: lern . ' .17 aver oeuo in .vraunen uno Veiounoe.. riinq, alS er seine Schachteln aufmacht, 'fl'V " ' " i Pi'ff- 1 i und se.me aus scharfsinnige, äußerst sparsame Weise : angefertigten : Präparat! und seine ganz allein hergestellten' Photographien ze,gte So em Mann mutztt einen j angemessenen Wirkungskreis ha? ben. . Herr Cohn gab sich d!e:grSßtt Mühe,.., einen-, solchen ? zu , sinden. t?tt wäildte sich an den Minister,- Koch an Breslaü zu fesseln.: Die .Antwort lau.tete: '.Sehr gern, aber wir. haben kein Geld." VZusüllig starb damals der richts-PhysikuS deS Nicolai-Bezirks. Diel erledigte :Stelle erhielt! Koche s Er siedelte nach Breslau über,' triebt seine Studien fort, fand abr nichts zu thun. Nach einiger Zeit erklärte. er,! daß eS zwar eine' Ehre fei, , in , Breslau PhysikuS zu sein, daß man aber von dies Ehre nicht, leben könne. Er hatte ir. drei - Monaten i acht Thaler , verdient. Kürz, Robert Koch packte seine Sachen und ging nach Wollstein zurück, wo er. wie der Abgeordnete v. Unruhe-Bomst erzählt,- durch, einen Fackelzug geehrt ' wurde. Aber er war bekannt gewor den. . In dem kleinen Neste, konnte ei mcht b.eiben ; man z berief? ihn , nach Berlin in daS unterdessen auf BiS märckS , . Anregung ', geschaffene? Reichs Gesundheitscmlt.1 Bald schied er frei' willig auS dieser Behörde, die Ihm zn büreaulratisch zusammengesetzt war. Mi! einer für. preußische Verhältnisse uner iL9m-l zu -:!fil'i.:Ci,!!'i!lv:--':' i yorien cneuigini iuuivz cuic prv fessur für Hygiene geschaffen, um: ihr an ' die . Reichshauptstadt , zu , fesseln.' W er dafür dankte, nt bekannt." ! v:"Bi " -irs! ' '!Mt,i4iu': ' "' . .- " . " 1 , - ' t' m i ... , - "" liV-Hii .T,- ' ? 1 . ..' ! ' l !" ' ' - - ( Vt sty(A(fttf. ff:De r'.;S chmalz-Ath let?. m ÄS'UÄ -? Ir--'; 'J!i:!:-l,;i-iii' lil,i:i'jiv' jiIj 1 1 ' ,l. jii-', !!:, -::- ,j! V-- ,r .. -il".'iP ,Mi i !i,'ü.l!-il f1 "" ,, CDe janze Anklage is umfällig, wie n llet Hinterjebäude ; wenn det 'ne Brücke vare,' wat da drin steht, denn jingö ick ich rieber Ter Mann, der dem Schöffengerichte diese Worte entgegen rief, befand sich augenscheinlich in ge valtiger Ausregung, denn sein bretteS Vesicht war stark geröthet, und eine dicke gorneöader lag auf ! seiner , Stirn, i Präs.: Waö sind Sie eigentlich ? , Sie ttnne.i sich bal) Bäcker, bald Artist. llngekl.: Ick ziehe schonst; seit 20 Jahre ,ff de Märchte. V Früher , war ick Athlet zn Ringkämpfer, seitdem mir aber der Neißmerdichtig in die Potentaten jefahK ren iS, kann i'ck uff des Jeschäft nich nehr sehen, un nu backe lck SchmaUku hen.- Aber nich etwa mit Hundefett, -lernt so wat würde .... Prä s... (unter drechend ) : Sie brauchen uns in Ihre Küchengeheimnisse nicht einzuweihen. Lagekl. : Na. manchmal sind so'ne K iu hen etwaS unterkötig. Aber bei mir wmmt so wat nich vor, dazu sind wir zu inständig. Präs.: DaS ist ja sehr üblich, hat aber mit der Sache, die hier tur Anklage steht, gar nichts zu thun.ungekl. : Nee, . nee, Herr Staatsanwalt, Bit könnten am Ende' denken, weil ick xfsde Märchte ziehe, bin ick ooch so Ee ter mit Äermel! Wohnt bei mir jar ich! Wat sagen Se nu, wenn ick Ihnen adrin einweihe, det meine . Freie, wat

Neine Aelteste'iZ, mal en xtrut cjt

talisches Thier werden wrrd. -e itzt; sn alle Dage .' mit It iappe un - rnristorinm. un alle i5re ffrttKdisstt sen. daS se' mal 'ne jrse : lcenisen erden wird. Det iS aber esch jan) dst vroppret, wenn se 'ne Arche ussS Klavier hinlegt, jrade so, alS wenn't Jänsefchmalz wäre. PrSsi: Zann, Sie mißbrauchen unsere (Zeduld in un rchSrter Weisel - Jetzt antworten Bit tesälligst kurz und bündig auf die An klage, welche Ihnen vorwirft, den Autos Katen deS Restaurateurs muthwilliz , iertrüm7zu.Habe --l Z MgeZr':Det - kann Jeder sagen Z Ebenso, jut-kann' Eener N'mmen ? un lagen? lck hätte Werne' LösieZ iestohlen! örst BeweiseZPräs. : . 5!urc'kS ist doch Kar erwiesen daß Sie an dein' Autemaensnicht nur 'die OlaSZcheibzertrüm. nert. sondern denselben aüch'sonst muth billig beschädigt haben.-AnM : Von lZ?uthwilligkeit ist keene Rete'nich, hie? iandclt'S sich? blod "'ümi'n AuZstuß

ion 'ne Äerfttlichcil-zdsrÜLW de D KosMiz'ktnNM " In M. ' . .. "IlLiis :t' M-r - -'::;! i

lauen N0LZ immer ouloen : vie scheinen kein Freund det Automaten zu sein l-Anzekl: : Kennen Se Qeiß'en ? ,k -Is. 'm.M 'tZl: f'-lmmm .X - Jud. Daae de Leite vor' - wat se sörnen fau len ÄaübMwie de WtttersZuIe und so. tllbernäch' Afrika-fpcirtrcniöpcn.;,.: tiT,.; Nann. hat za so Recht.' Ick wünsche ttoS, 'et hieße och .von de i Aut,mstm,H, erst:- 'rüder,- immer 'rüder? Präs. Kngeklagter, 'Ihr l Geschwätz ist kaumHv loch - ertragliL Wellen Sie unS amH, Knde hier noch ganze Koupletstrsphen A .. .. r . '- .rJ ('if.Si:: ,.' , l ; vorsingen? ' h-u-x t:AngeWkNaMUv j !am ja die janze Mchose. s-Jck war mit -0 veine Jrete. wat meine Aeltpe -iS, dsje fml-r-i T:LriirAi.:i :"-: 2 JL .fli. eicn, wir coiicn . uns oocu janz lusf;: -'"" f-'-ir '' . Ji .1 - !.'" k ' X eamunrr un oranren, roie roir zu auze z in gen, noch eenS zum Abgewöhnen bei , errn M. Wie w:r det LIäl verließen, A eht da im Flur natierlich wieder son ! Ziratenkasten. un meine Aeltste klappert 't taticrlichoöch ileich . mit de Hegen ds ,ach! Mächen. sage ick. Du willst doch ' lich schon wieder' I röschen rerna schen ? $ frtieiftititen4 .ftlctfpcetfc i rartutemäng nich! Jott, Vater, meent H se: so pleite, so pleite! Förden Jroschett K der'n wir unS ooch keen Rittergut kso H sen' können, un'de Schsklade bekommt riich .doch immer so jut. .. soll iä:i Ihnen' sagen: ; lck lasse mir erweechen, suche fern letzten Nickel vor un schmeiße , knv in de Versenkung) V Prqs. : i SaG AlleS daS, was Sie uns so ausführlich M jählt'chsbeH.?MÄM Jetzt kommen wir erst an die Haupt, w !ach-. Anaell.: De Hauptsache fer i lnS ' war" de Schaklade. . Mer Prost. ' Nahlznt! Ick zoddele un zoddele aber ß ett''Mtollwerk'laßt sich sehenl Natier. ß lich war der Klappmatismus wieder mal lusjeleiert; ick hatte keenen Groschen un ! neine, Aeltste keene Schaklade. Präs. : öslävIrd'Ähnttiem t ", r'-1'". - . m -' . , SW"! penn S,e darüber aufgebracht .sind, i )aben aber durchaus kem Recht, fremd:) Zigentkjum 'in der Weise zu. zerstören, 'meSirWgkthanH Dabei war ar keene Absichtlichkeit. For I neinen Jroschen- wollte ick wenigstens neine Kenntnisse bereichern nnwie ick t ui den Kasten rumprobire.' iS eruS den K Leim jejsngen.-Präs.: Sie habin ebe. !O 'i 'v"' ''. : .'',''!' !i "" . 4;"VN!!! e Vkwall in Anmenoung gttn ttwfiij.'b f - Da die Beweisaufnahme kemen. Zwei ' fel darüber laßt daß '.' hier eine muth., illMSathbechsdinna dorlsA, so rerurtheilte daS Bericht den Angeklag. len zu l0' Mark Geldstrafe.' ' Der AS zeklagte war damit keineswegs zufrieden täy'tääffi ztt Mtqwjlj len jehen wird, damit der .'ne ordentlich ; Nner uff den Automaten -Plunder legt. X ;: . ; k i - .! :; i ...... j!. -; :", , , 0eMrenNeln. '&! A $"' '- 'N-'W i 'mmlm2i2mmmw ' ' ' ' , iebe macht blind-, aber nur em Tage im Dunreln sinden sich Verliebte Ll. 1..4 ...x if 'li'Ni,::, !;! jryi Sui SUlli. .il-i S& tu' VL&Bt. tnrlfy trn':t!:ll"r: kflIi'iL,3:"....f.IA.' , 1 . 1 r,, ! W :l:ir . SOmt pitQKmtT lÖ,lPftI ; AllAtt. kroße' Lehrer, aber keiner kann ,i! einem öterdenden einige Stunden geben. ', ':,;;;r 2: .-tf :,;.,,, ., r f ::; " " y j , , t , . Daß :c3,';,f eine, ff jstber. f.nte d)r gibt, ist riiie bekannte Klage. Aber berechtigter Ist oft die, daß es keine großen Msnner t!bt.7' tät feS -ji5lSl:l':i' r ,. "" . . , , ' m -,mAC- . i .... ; ,,. !,, f y ji ' ilipjj y ' ',;'! ' Was lange währt, ÄrUMfNnr ' ttchl die,Weile.,.,Dz . f m.w '-r s 8 j : ' '' 2. t 1 .' ' .,;' O , ,,, ,. :.- .,, M 4m W , j!:r's m O ' -3-l, , - ' - : v Daß einem - bedeutenden Mensche Itttterg zewiß nicht ngoiei)? ' ; .f tril " lviltn? fXf"''tffT.!h ES ist gut. daß Aller Anfang schwer ist. sonst hätten die Franzosen l schon längst mit uns angefangen. . p .gz&ynl j'a p a iii s ch e r Oelehrtr: ttamenS Azurizawa & Nyochi 1 5! ich?-:: öanjukonboz Lto-bashi.ku soll so Wi richtet Prometheus- - ein Verfahren er ' Photographie in den natürliche ßarb'enerftmdm?.Hsdtt.G daguerre nach, so .erhalten wiNe enH fchigl8znchng richomessKinkanbvzkiobashieutpieZ) " a,I ' i ' 1 f i : ! ' . ! I 'i !"'t!ii'l''; 11 ' Awm ' 'l''1 ' , -f I,.1''1''' ' M M . ja- MM ' mSß e r H errscher vonFdezzen kegierungsgeschäfte die Minister ArH ien, lustwandelt ; vor den . Woren deÄ in fi m. . . ttenoenz. a tauen iym merrr? ennt len. Ja-, sagt der Herrsche? kerürt. .darin kann ich Euch nicht h:! i) habe selbe? nichts tu tm ' " m tSm rr Ya.or, iS wil! m scheiden lassen !'' Qaran denn? .Ja, weine Alte trinkt zu diel Sch-t p Z. Zu viel Schnaps? und darüber keklagcn.Sjesichcr. Sdrch täglich br un:en. uns?' Na . ztt dru. EtnZ muß dech in de Familie s?!u, das nuvziern in.

ipiaj.. - aafiv i vtt " jui i ächte Fraget eene Weiß'enH vönL Ernst'rn sein Theater, der' stiM?de?DonJMne?, alle

Et mag sind., det mnne Hand noch ! ßuö'AemeWnaköVÄm

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Leute zu Füßen und bun ihn MiNZr! senden Auqen, ihnen zu tet(ch:fi

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