Indiana Tribüne, Volume 14, Number 85, Indianapolis, Marion County, 14 December 1890 — Page 7
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Mitleid.
TBeu V. Mle. Wir saßen, eine kleine Gelellschast, in Linem Gasthofe beim Abendtisch und unterbielten uns über Die und Jenes. DaS Gespräch kam schließlich , aus Träume, und Jeder von uns wußte von merkwürdigen Erfahrungen auf diesem geheimnißvollen Gebiete zu erzählen. Endlich ergriff ein in unserer Mitte rni wesender Bankier, ein lebhafter, tüchtiger Mann ,,cin Mittleren Jahren, ' den wir Alle gern sahen und gern hörten, daS Wort, um, wie er scherzend' voraus schickte, was wir vorgebracht hatten, $c überbieten, t : ? C ' 'Sie tr?i ff crt: a t e1 . V r!!::' ap rn an frn Traume oft in ' die Vergangenheit, in die Schulzeit,' sogar in die ,, frühest Kindyeit entführt wird. , -Nun also, mir träumt? vor nicht ' langer Zeit, ich sei von meinem seligen Vater als jung Mann in irgend eine . Stadt geschickt worden, um eine t große Summe einzukassiren. Vdcr vielmehr ich sah mich gleich, die große gefüllte , Brieftasche im Äöck, auf dem Wege zum Bahnhofe zur Heimreise. Ich trete auf den Perron. Mes ist finster.- Da kommt auS der Ferne ein Zug herangcschnaubt, und ich sehe die rothen Augen 'der Lokomotive. In diesem Augenblicke will eine arme .Frau über das Geleise gehen. Ich rufe ihr zu aber sie hört nicht. Ich bin tu entsetzlicher Angst. ' ' : ' Ta sagt ein Bahnbeamter neben mir: Wenn Sie fünfzigtausend Gulden her eben, wZrd diese Frau nicht überfahren." Ich greife in meine Brusttasche, da fällt mir das strenge Gesicht meines Vaters ein, vor dem ich eine solch' ungeheure Ausgabe nicht würde verantworten köw neu. Zugleich sehe ich, wie die Locomo live immer näher kommt und die Iran, obwohl sie geht, bleibt doch noch immn auf dem Geleise. Der Bchnbeumte 'sagt: Geschwind die fünfzigtausend Gulden hinwerfen, die Frau ist Wittwe und hat zwei Kinder." Nochmals greise ich in die Brusttasche und wieder sehe ich meinen Vater, leibhaftig, im Lehnsessel sitzend, mir scharfe Vorstel lungen 'machend.. Die Angst schnürt rar die Kehle zu, die Locomotive ist schon ganz nahe an der armen Frau, ich kann nicht gehen, nicht schreien da er wache ich. Ich sage Ihnen, ich erim nere mich noch, wie glücklich ich darÄbn war, erwacht zu sein." JJlun, und was ist an diesem Traum, so Merkwürdiges?" fragte ein Tischs nosse. Mich hat er sehr zum Denken angeregt," antwortete der Banquier. Wir Anderen bestätigten, daß e? allen dings dazu geeignet sei. Jemand fragtk lachend den Bankier ob er in wachem Zustande sunfzlgtauiend Gulden zm Rettung eines Menschenlebens hinweg sen würde. k Ich bin überzeugt," sagte er, ich würde es unter dem Eindrucke der Ge fahr für das Menschenleben augenblicklich thun. Die Frage ist nur, ob e vemünztig wäre." : V Sehr vernünftig wäre es , freilich nichts sagte er, der vorhiü den Traum ÄHtUerkwärdiHefundenHatte. sUDie Fraae ist schniierig," bemerkte ich: ,o auf den ersten Blick läßt sie sich nicht lösen. (B handelt sich, wenn ick unseren Krösus (denn so nannten roii den Banker in! unserem ilrciic) , recht , verstehe,Äicht darum, ob er seinen eiqeneu materiellen Interessen mit' diese: Ausgabe zu sehr Abbruch thut, als um etwas ganz Anderes." Um etwas ganz Anderes," bestätigte der Krösus. Einer von uns meinte, er hätte ein Regreßrecht an den Staat gehabt. Dem Staate liege es ob, das Leben seiner Angehört zen zu schützen.' Darauf wandte ein Anderer ein, ob der Staat das Siecht habe, ein Menschmleben aus ' fünfzig. tausend Gulden zu bewerthen. "Es wurde erwidert, das müsse sich mathe matisch berechnen lassen, erstens nach der Bedeutung, die ein bestimmtes Leben im bestimmten Alter habe also bei der Frau im Traume nach demNutzen,' den sit ihren Kindern bringe, plus des eigenen Lebenswerthes r und zweitens nach dem Stande des Nationalvermögens: Mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsberechnung, Division, MultiplW turn u. f. w. könne man finden, wie viel das Dasein jener Frau werth, sei j; vermuthlich wäre sie,, sammt ihren Kindern mit' i, fünftausend Gulden 'unil iW Fünffache Erzählt gewc .?i . Da muß ich doch bitten," sagte Einer !,! von uns.ch Sie scheinen- U, mittleres Menschenleben ohne ,, Anhang so aus etwa fünftausend Gulden zu tarireu. ' W enn ich denke, was ich meineu Eltern gekostet habe und wasich mich selbst koste, wie viel ich nur heute Abend sür mein Essen zahlen werde, so finde ich das lächerlich wenig," " " ' - Wir machten den SpreHer' daraus aufmerksam, daß ? er sich seit jeher überschätzt habe. ' ,!. Er lieö sich jedoch durch nicht abhaltcu, sich noch weiterhin zu überschätzen, was er zunächst dadurch bewies, daß er sich einen Teller theueren Obstes bringen ließ und so im Interesse seiner Person eine neue" unverhältnißZ mäßige Aufgabe machte.? h, cz,,-,? "wMemkjHerr ie'?HahfN:jI der Geldwerth eines Menschenlebens noch ' keineswegs "i so ausgerechnet, daß man sich mit Bestimmtheit daran daUcn konnte, und zweitens bin ich nicht der :i0tst3r. eine bloüe Ziffer, sondern ich sehe und döre ihn, 'und ich bin auch mit meinen ;MititIt? was dcnMeichmkquälr,U : ua:ür?Ich, daß er Herz hat? . Daß er W0loitnß eKieMeme'Herren) was Armutd ftf f.ZB&0i, 1 , 1 , Alle 1 pxoiiräMßfM ' ' s &!!''':' :"lm tm, HkJhX:'J W? 'ii1'1''::.!, viexn, Sie wissen es mcht, oder doch ntdt;o; Ärmen von sich selbst her und von Jh reZgleichen und noch Aermeren, oder die Reichen, an welche die ArMth sich Hilfe- - - '
suchend herandrängt. ' Lesen ie- ein-
mal die Briefe! die bei meinem Secretär -emlaufcn. ' Und wenn es auch klar ist. daß ich nicht, jedem Bittsteller helfen rann, so tst doch jeder neue Einblick in das menschliche Elend ein Vorwurf sür meine Bequemlichkeiten, mein Wohlleoen. !Jch sage Ihnen, ich habe oft Stimmungen, in denen mir me:e mit Geschmack" eingerichteten Zimmer widerwärtig sind, in denen ich die sür theures Geld 'gekauften Portieren, die mit Smyrnateppichen bedeckten Divans, die echten Eselstaschen, die , stilvoll geschnitzten Möbü aus den ersten Areliers, kurz den ganzen Plunder zum Fenster hinauswerfen möchte." '- ' Oho," sagte ich, . baS haben ,,Sie uns noch nie anvertraut." ,f . - 0r ,!;': Jch hüte Sie", erwiderte de- Banker, der Mensch iM feige,' daß ich seiner besten Regungen' schämt. Man )at die Heuchelei die Huldigung geian::t, die das Laster der Tugend darbringt. Es gibt eine Heuchelei, we.lchf )ie umgekehrte Huldigung . Wir verdanken es also vielleicht nu nesem guten, Weines der ' Ihnen die Zunge gelöst hat, daß Sie 'einmal daö Schämen. vergessen haben. Sie sehen, die guten und theuren Sachen haben doch manchmal 'einen moralische Nutzen." . , ,, A . Tas ist wahr. Doch wie, sind wir auf, das Thema gekommen? Richtig, durch meinend Traum. Lassen wir es wieder fallen." ',. , Nein, nein bleiben wir dabei, rief Einer. Und cm Anderer sagte: Wir waren bei der Stimmung geblieben, in der Sie hingehen und all Ihr Gut den Armen schenken wollten." "' ' Ah," sagte der Bankier, sitzt schon wieder Jemand auf , der Bank der Spötter. Bitte auszustehen und anderswo Platz zu nehmen. Habe 'ich mich etwa für einen Heiligen ausgegeben? Nein, dazu bin ich gar nicht ge macht." i Abcr Ihr LuxuS ist.. Ihnen zuwei lcn widerwärtig," wurde bemerkt. Und der Luxus hat doch auch sein Gutes! Wie vielen Leuten wird dadurch Verdienst geschafft!" - ' Ach, die alte Leier. Lasset die Näherinnen Hemden für arme Kinder arbeitcn, die Nichts anzuziehen -haben, statt für Frau Ixberger eine neue Toilette zu jedem Ball. Nein, der Luxus , hat nur darum einen Werth, weil die Massen des Volkes noch zu mittellos sind, um den vorhandenen Arbeitskräften ge nügend Beschäftigung zu bieten. , Das liegt vielleicht an dem noch ungenügenden Stande des GcsamnztreichthumS, gewiß aber auch an der Unvollkommenheit unserer sozialen Organisation, Der Reiche, der den Armen durch Entsal tung. .von Luxus . nützlich sein will, könnte dies viel besser durch Wohlthatigkeit. Aber freilich ist das der min der angenehme Weg, und so dient die Phrase von der Uuterstützuug der Armen durch die Ueppigkeit der Reichen als Deckmantel für die Gmußsucht." Der Luus hat aber noch einen anderen Werth", bemerkte ich: Er , ernährt Kunstgcwerbe die ,! für vielc,,, Ar? beiter das einzige WZittGssnd, dep öden Fabrikthätigkeit zu ' entgehen und .den Trieb Zum Schassen von etwas in seiner, Art künstlerisch Vollendetem Zu befried!gen. Ein hübschO, Stück ' fertig gebracht zu haben erfüllt den Arbeiter mit innerer ZüftiedeüheiiDärm liegt ja der Segen des Handwerks. Ein Rad in der großen Menschcnmaschine zu sein, die in der Fabrik die anderen Ma schineu bedient, das weckt solche Zufri?denhejt,, nicht, das leistet bcnt"9Hijjvr gnugen der Menschen Vorschub. :1 Indem Sie gewisse Zweige deö LurusgewcröeS durch Ihren Reichthum befördern, schaffen Sie Zufriedene." ! Das , mag sein", erwiderte dn Banquier, gilt aber doch nur von tu ne:n Theil der Luxusgewerbe,denn auch hier ist ja schon der Fabrikbetrieb starl verbreitet. Jedenfalls werden Sie mir zugestehen, daß es einen Luxus gibt, den man nicht nur Verschwendung, vom Standpunkte des Ausgebenden, sondern geradezu Vergeudung des' Allgemeinqu a. l-a.j.L2r. . ! L:t..'V , ', r'if.'f V ies nennen lann. ueorigens ' miie q, mich nicht für überspannt zu halteir. Ich weiß sehr !wohl, ' daß auch meine egoistisch, geschäftliche Thätigkeit dem Gemeinwohl Nutzen bringt oder bringen kann.', '" ' ' l , Wie ist's aber , mit allen Jenen die außerhalb des wirthschastlichen Kreis laufs stehen oder nur ganz oberflächlich von, ihm , berührt ,z werden oder , denen seine Lortheile nur ganz ungenügend zukamen, .die in Armuth und Elend leben? ! Mit. armen Frauen, tKindern Franken, Arbeitslosen, mit i unverschuldet Verschuldeten und so weiter? Es gibt ihrer Millionen in jedem Lande, und Mas z für,, sie ? geschieht, ist wenig. Ich habe die dicke Haut nicht, ruhig meln Leben zu genießen und an diese Leute nicht zu denken. : Mancher Gastwirth rechnet mir :: das ;i Doppelte auf, weil tch reich bin, und wie viele Leute ?nst noch machen sich kein Gewissen daraus, , den Reichen zu übervortheileu. Dafür bekommt many dann, ibici1 tiefen ü' , n . -'S! ' " '!; ,"';"'-." i:T : V t '')''- Verbeugungen. Mir ist um diei c theuer bezahlte Ererbietung nicht zu thun. Cey "'im. ; . !': ;.,?;! -,.,n- " ! , , ! t- , )cn Sie, meme Herren, das sind unsere Leiden, die Leiden der Reichen : sein Geld an Leute wegwerfen zu müssen, ! die es nicht verdienen, die materiellen Genüsse be; ohne tagtäglich in hundert Formen gemahnt zu i werdeii,,, da6f eS daneBe ii im zählige Darbende gibt, nicht helfen zu köim'WchN ß Die meinen die Leiden der Reichen Jhtt5,;chfog? Meinetwegen, meines Schlages. der, rief luftig ein Tischgenosse. Ich übernehme Ihr Vermögen und die Lei denlderWeichmÄhresZl Sie übernehmen die Leiden eines armen Teufels, der sich plagen ; mutz, um sich Aber Wasser zu halten und fich's hie und da ein Bisches wohl we lassen zu können.
i Ich; furchte', Wandte ich mich an den Sprecher, in Ihren Handen wären die MMionen fchlechter aufgehoben, als in denen unseres jetzigen Krösus." 0h, ' ich möchte es?, sagte der Banquier lachend, schon aus anderen Bränden nicht." Sehen Sie", rief mn von allen Zeiten. i ' ' Was ist da zu sehen?" erwiderte der Reiche. Es ist traurig genug, daß unsere Gesellschaft so unvollkommen eingerichtet ist, . daß man reich sein muß, m einigermaßen unabhängig zu seM M !,;,;,, ,1. .iiy.j.j f !; 'yf.isi'i'iji T 's , ' '. ., Uebers Knie brechen lassen sich die Sachen nicht. Die Entwickelung 'geht langsam ' voran, l Aber traurig ist es bochL ,Mnd meine : Unabhängigkeit ist das Einzige, wofür ich meinem Reichchum?zumMnrfliHet bin. ' Zum Teufel, in unserem Klima und bei unserer Par-ellirung kann man ja nicht einmal als bedürmikloser Einsiedler unab
hangig leben.' , Ich, wenn ich mein Ge ' . ' . i-. r ' fi .j '"! tT''t Ä ';;':!' . 't , ':' if! L . lHüsl i ymre ausgeoen wlu iann lyun vas mir gefällt, denn Schlechtes' oder Ungesetzliches gesällt mir ohnehin nichts Ich bin , ein freier Mann, und das sind sie alle nicht, meine Herre:,, wie sie da sitzen. Ich bin, außer dem Schicksal, nur abhängig von dem verwünschen Mitleid, das in mir, wie in Ihnen, Allen wohnt na, in Ihnen nicht," fügte er, zu einem von uns gewendet, lächelnd hinzu. Von dem bin ich abgängig. . Sie werden sagen, ich sei es tuch von meinen übrigen Trieben ; gut, tber die übrigen kann, ich, wenigstens so lange ich gesund bin, befriedigen; diesen kann ich nie Genüge leisten." Sie sind ein ' Schwärmer, lieber öTösuS, sagte der Mann ohne Mit'eid. ' Ich bin ein Mensch," erwiderte der Neiche. u"' ' ' ' Und nun kommen wir," sagte ich, .auf die Frau im Traume zurück. DaS Problem ist noch immer nicht gelöst, ob Zie Recht gehabt hätten, Sie für fünfUgtauseud Gulden zu retten, oder ob Zie, denn so verstehe ich das. Problem, )iese fünfzigtausend Gulden besser für mdere wohlthätige Zwecke verwendet zätten.- Sagen wir, dieser Betrag wäre Alles gewesen, was Ihnen sür solche Zwecke zur Verfügung ' gestanden ; davereinfacht die Sache." 9?un, fo lösen Sie es", gab er mir zur Antwort. Ich habe mich lange genug schon abgemüht; zu einem Ergebniß zu kommen." Ich fürchte, es wird ungelöst Ut'u ben. Kann denn der Mensch voraus wissen, wie seine Wohlthaten ausschla. gen? Man kann nur ,mit Wahrscheiu lichkciten rechnen, nicht mit Gewißheit. In , Wirklichkeit, hatten Sie freilich die von einer Katastrophe bedrohte Mutter genau kennen zu lernen gesucht, ehe Sie eine so große Summe für ihre Rettung aufwandten. Sie hätten einen Men schen, drei Menschen gerettet und viele Andere, denen zu helfen gewesen wäre, im Elend gelassen. Denn nicht die Zahl entscheidet, sondern die Qualität, lind, doch, wer weiß, ob jene drei Mnu scheu Lberhaupl ihrer ganzen Anlage nach dazu geboren waren, einigermaßen glücklich zu leben. Es ist eine verwirrende Frage." Sehen Sie". erwiderte der Banquier, und Ihnen liegt sie nur theoretisch vor, mir aber täglich m der Praxis. Gestehen Sie, daß es nicht leicht ist, , ein reicher Mann zu sein, wenn man eir biscken Herz hat." Jede Art von Macht bringt VeräntDortung mit sich", bemerkte ich. ! Allerdings",' sagte' mein reicher Freund. Man soll Vorsehung spielen, man fühlt sich gedrängt, Vorsehung zu spielen, und es fehlt die Allwissen hell. Das Mitleid treibt zum Eingreisen an und die Einsicht, reicht nicht hin, :s zu lenken, die Mittel reichen nicht hin, es zu befriedigen. Und doch der dienen wir ohne Mitleid nicht den Namen Mensch. Ihm hie und da, mit Erfolg nachgegangen zu sein, Menschen dle Möglichkeit "geböten! zu haben, zum Glück zu gelangen, gehört zum Besten, was man erleben kann, denn man empfindet eT wie die Abzahlung wenigstenS eine lächerlich kleinen, Theile einer ungeheuren Schuld." 1 Aus der Geschichte Wetthauses: eines
Der Fall des Welthauses Baring Brothers" in London ruft eine kleine Geschichte in Erinnenmg, bic ; sich vor Jahren int engeren Familienkreise deö berühmten Bankhauses abspielte und damals viel von sich reden machte. Ein gewisser Labouchere, , später hochgeachtetes Mitglied des englischen Parlaments und Vorsitzender des HandelsMinisteriums, wurde in seinen jungen Jahren, als er noch als einfacher An gestellter in dem bedeutenden Amsterdamer Handelshause von Hope & Co. thätig war, von seinen Chefs ,,, nach Löndon'ßKxnWÄM igfhers 'Oo.tHn lttilAed leJdSiß abzuwickeln. Bei dieser Gelegenheit bewies , Labouchere die glänzendsten Fähigkeiten, so MKlWusHtündseZneK Erfolges allen Ernstes daran zu denken wagte, sich um die Hand der reizenden 18jährigen Miß Baring zu bewerben. Er machte : von ' diesem : hochfliegenden Plane seinen Chef theilung, die aber lachten ihn einfach 'WK-sJäÄW simpler CommiS " würde ich natürlich mit langer Nase abziehen müssen. Wenn ich mich aUt0liXumßh, FÄ'ulllHope dürfte ... " Theilnehmer der Firma Hope 5 Co.? Ja. aber junger Mann." fprudelte hatbetüstig! halb ärgerlich Mr. Hope hervor, wie in des Teufels Seamen kommen Sie dennW Jd?ZMKJchtÄAlrkH'M den Labouchere ein", mich nur ! vergewissern, Mr. Hope, falls ich das Glück haben sollte, der Schwiegersohn von Mr. Baring zu werden, ob Sie mich danr Ärw MWZberenZW ,, -,-f . . . . v , : . ... ' 0
den?" Ja"; lachte mü vope, Wenn Sie der Schwiegersohn dieses Bankhauses wären, dann warum nicht?" Geben Sie mir darauf Ihr Ehrenwort, Mr Hope? -2 Aber ge wißt" gab dieser belustigt zur Ar ivort.! gewißl und reichte ihm die Hand Einige Monate spater besuchte Labuchere wiederum in geschäftlichen ttngelegenheiten. das Londoner Haus oon Barinz Bros. Co., und da er hier vielfach Gelegenbeit fand, mit Miß Baring, seiner Angebcleten, in Berüh. eung zu kommeu, und das liebeuDwürdige, junge Mädchm ihn in' unherhohlenster Weise auszeichnete, sbl hielt Labuchere den 'Augenblick sür gekommen, sich bei ihrem Vater um ihre Hand zu bewerben. $ M Der vielfache Millionär' starrte in Sem Augenblick,- als Labouchere seine Bewerbung vorbrachte, diesen völlig sprachlos und verdutzt an. Ja. Herr, - ?am es dann von seinen zornbebenden sZippe,fl.ßndSie.deS'TeuMMWfr' und was sind Sie denn, daß Sie es wagcnli sich um die Hand meiner ' meiner Tochter, sage ich,' Herr - zu bewerben. Sie, 'Herr Labouchere, einfach Labouchere! Handluugsdietter der allerdings bedeutenden " -r- Wenn ich nnn :ber," unterbrach Labouchere ihn ruhig, nicht nur, Handlungsdiener bei der bedeutenden Firma Hope & Co., sondern 5eren Theilnehmer wäre, würden Sie wchdann noch, Mr. Baring. mir 'die Hand Ihrer Tochter vettveigern?" ,Theilnehmer'der Weltsirnm Hope k To. ? In diesem Falle allerdings, juuzer Mann, würde sich die Sache schon Inders stellen,' und vorausgesetzt nälürlich, daß meine Tochter einverstanden aber das ist ja dummes Zeug !" i. .Im Gegenthett, Mr. Baring! Ich erlaube mir nu? die Frage ob ?Sieimir Ihr Ehrenwort daranf geöen wollen, )aß Sie gegen den Theilnehmer der Firma Hope & Co., als Ihren zukünfligen Schwiegersohn" Wenn meine Tochter einverstanden ist," warf Mr. Baring eiu. Wenn ?Zhre Tochter unverstanden ist,- fuhr Labouchere fort, .nichts einzuwenden hätten?" Unter dieser Voraussetzung," erklärte Mr. Laring, nein." Und wenige Augenblicke später sandte Labouchere folgende Depesche an sein Haus : Wollen 4 BU ietzt dem Unterzeichneten, zukünftigen Schwiegersohn von Baring Brothers & To. in London, das ihn! ferner Zeit gegebene Ehrenwort einlösen?" worauf gleich die Drahtantwort einlief: Monsieur Labouchere, zukünftiger Schwiegersohn von Mr. Baring. Lon zou. ist vou dem Augenblick der PerAktion an Theilnehmer der Firma dope t Co. in Amsterdam. ' Und so :rhob sich Labouchere durch' einen geichickten diplomatischen Couv zu bervor-
sagender Stellung und glänzender Laus,' iahn. mit wüthiger Jäger Die Olonez. Gub. Wed. berichten über nachstehendes Nenkontre, das der Bauer des Torfes Kastalyma, I. P. Kollijess mit einem Bären bestand. Det Bauer warMit einem höchst primitiven alten Gewehr, das schon zur Kategorie des alten Eisens gehörte und oftmals versagte, in Begleitung zweier Hunde auf die Eichhämchen-Jagd gegangen.' Kaum ein Biertelwerst ,von seinem Hause entfernt, sah er, das? die Hunde einen Bären auf die Waldwiese hinausgetrieben hatten. Als der Braune den Jäger erblick!e, . legte er sich auf den Nasen. Die Flinte Kollizeffs war nur mit Schrot schwach geladen. ' Der Mann setzte eine kleine Kugel draus und drückte in eine? Entfernung, pon !! eirea 15 Fa den auf den ' Baren ab. ' Dieser erhob sich und wandte sich gegen den äger. wurde aber von den Hunden in ein Weise maltratirt, da er Kehrt machte und dem Sumpse zulief. , Kollijeff ihm nach, im Laufen seine Flinte von Neuem ladend. Damit sertig, schoß er' aus's Neue, fehlte jedoch, lud wiederum und stand nun etwa zwei Faden vom Bären entfernt. Er drückte ab, aber der Schuß ging nicht los. Nachdem er ein neues Hütchen, z Mlsgesetzk hgtte, ikrachte, der Schuß und der Bar wälzte sich aus dem Rücken. .Doch sosort sprang .er wieder auf und stürzte sich wuthbrüllend aus seinen tollkühnen.., Verfolger. Dieser hatte mittlerweile in schneller Flucht das Weite gesucht, wurde aber bald von dem rasenden Thiere in dem Moment ereilt. als er sich umwandte, um der Gefahr in's Auge zu sehen. Da erfolgte aber auch schon die bekannte Umarmung. Der Bär begann des Jägers' Hand zu beißen und dann, als er ihn niederge. worfen . hatte, sich in sein Gericht zu krallen. , ,Hinzn kam noch, dasi Kollijess beim Fallen mit dem Kopf hart gegen den Stamm einer Birke, geschlagen war. Und doch verlor dieser zähe Mensch Muth und Geistesgegenwart keinen Augenblick. Er schob seine linke Faust dem Baren in den Rachen,- erfaßte die Zunge des Thieres und drehte sie um und um,',, Das schien die Kräfte des Baren zu lähmen? er sank auf die Seite und schien regungslos. Nun erhob sich unser Jäger- und eilte ins Dorf. Als er mit einigen Bauern zurückkehrte, war der Bär verendet. Derselbe maß in der Lange acht, in d5 Yrri Stuft ,,r : ' - ' si,,, : -, : , i. k " W m II LM ffi II,: !!' "II ,Ml I I ..'-( rtlit millii! ( .... .. ,!;i!.;,v-?t- v iH : ' 'i;.:' " f:i vS- !! rt-sK"!!?: ; !, Lj!.: GZ H 1 rt ffl Ü i t4 m m ' i,, ""('V'tlUlH U II mt (im Restaurant, in welchem wiever eine neue Kellnerin bedien ieh' da, welch' reizende Kleine! Dieser Wirth ist ein wahres Genie im Aufz chett solch'Äetter Wanymödchen WfWi i, Geograph,? : schwach. .Wünschen Sie vielleicht ein Glas arragona JSSwSch!lll seinen Un gaMinMMberÄ Tarra
gona ist ja lem Ungarwem!" Ganz recht, Z ganz re xnUnaiili0t ?t$ßit 1 :tx: Sepp, ich glaub' als Ihr wollt vir da ein j sür ein 11 vcraachen ?-- vaser: Wo denken S' hin, Hochwür tm? ka?n ja g mt schrnw?!"
Daö Telephon als 5lrzr
' Es ist nichts mehr Neues, daß unser lodernstes 'Verkehrsmittel auch dazu benutzt wird, ärzt' iche Hilfe ' anzurufen, :5 kommt hie und da auch vor daß der Hausarzt sofern er nur TelephonAbonnent telephonisch consültirt wird, und denHufettoen, '. der irgend ein Leid klagt, gewohnheitsmäßig ausfordert, -7-die Zunge zu zeigen; das sind, wie ge sagt, Dinge, die nicht mehr den Reiz der Neuheit für sich habeu. Daß aber das Telephon selbst als Arzt sungirt. oder besser gesaFt als ärztliches Instrument, das ein vorhandenes Leiden dikgnosti :irt das dürste denn doch noch .nicht vorgekommen sein, bis zu dem Augen blicke wenigstens, da sich, der erste diesbezügliche Fall ereignete. Dieser, allem Anscheine nach erste Fall", betraf len vnector einer Wiener Asfecuranzgejmschast. Der sonst, sehr joviale, Männ var in den letzten Wochen oft recht fir zerlich gestimmt und die Ursache seiner blen Laune -- das Telephon, ;d?ijen er !ich unzählige Male bedienen mußtet !'" Der Apparat sunktionirte schlecht,daS dar klar.' Der Herr 1 Director, gewohnt, nnr das linke Hörrohr an das Ohr zu drücken, um die rechte Hand sür etwaige Ausschreibungen frei zu habeu, machte plötzlich die unliebsame , Bemerkung, daß er durch dieses eine Hörrohr zanz abscheulich schecht.hvre. Benützte :r beide Röhre, dann klangen die Töne selbstverständlich viel vernehmbarer. Da mußte also ein Fehler vorhanden sein. Ein Monteur wurde citirt, der, nach einem kurzen Gespräche mit der Zentrale, daS er sehr gut vernahm, ein wenig an dem Apparat herumhantirte, dann die Membrane deS linken Rohres ein bischen lockerte und schließlich ging. Der Fehler schien aber nicht gehoben, denn der Herr Direktor hörte wieder nur, wenn er ' beide Röhre benutzte. Damit war ihm natürlich nicht gedient, denn er wollte ja die rechte Hand zum Schreiben uud nicht als Rohrhalter benutzen. Ein Abgesandter der Gesellschaft kam em zweites, ein drittes Mal, prüfte,' untersuchte und erklärte, endlich, daß der Apparat fehlerlos sei und beide Röhre vortrefflich sunktionirten. Verschiedene Beamte, die der Direktor ersuchte, ein Urtheil abzugeben be theuerten übereinstimmend, daß sie mit dem linkeu Hörrohr allein ebenso gut horten, wie mit dem rechten oder beiden und absolut keinen Unterschied fändeck Bei einigen dieser Telephonprüsungen zun war' zufällig auch der Anstaltsarzt zugegen, dem die Sache so - merkwürdig vorkam, daß er eines Tages nicht den Apparat, sondern das linke Ohr des Herrn DirectorS untersuchte und richtig jand, daß dasselbe durch eine Verlegung des Gehorgängcs m semer Horsahigkett zeschwächt sei. Einige rasch applicirte Slusspritzuugen und ein kleiner operativcr Eingriff hatten das Uebel, das bei einer Vernachlässigung recht schlimm hätte werden können, bald behoben, und nun functionirt das linke Hörrohr wieder ganz prächtig' und der Herr Director'hSrt durch dasselbe' ausgezeichuet. Bei etwaigen Telephonschmerp zen" dürfte es sich also empfehlen, nicht nur die Gesellschaft, sondern auch einen Ohrenarzt zur Prusung und Behebung deS Fehlers" einzuladen. .: ,, ' ' " .;. . ' , " , " ., i 1 - .11 WM ,, r . 1.:. " ;' ';' ,, i Rene Mkosch Witze. Zehn vergnügte Zechgenossen saßen im Weinhause, darunter Mikosch. f Matt trank, sang, machte zwergfellerschütternde Witze und kam endlich aufs Räthsellösen. Mikosch begrüßte l dieses Thema mit Freuden, denn Räthsellöseu, das war ja . . r,,i . , - - .-1! - ,eme LeideDa - , Man wurde einig, daß Jeder us der Gesellschaft und zwar der , Reihe ach ein Räthsel aufgeben solle ; die Lö, luugen mußten . auf,, ZeUel geschrieben verden, und wer falsch 'oder garnicht eieth, sollte zur Strafe einen Zwanziger bezahlen. : 5 ; & , : v- , i Auf diese Weise kam natürlich Jeder schließlich zu feinem verlorenen Gelde vieder -- nur unser , armer Mikosch, Wder letzte, ., an ,, dev' , Reihe war,' zatte seme 0 waüziger glücklich an den Rann gebracht. Man kannte die nai een Räthsel, welche er sonst vollbrachtes lnd hoffte seines mit Leichtigkeit zu er-! tathett.sch. v , betiegmaöfbiltenjtch seine Me-i rossen dochg e:äuscht haben, denn Miko f ch intrt " .-.'" ; ' "!" "I . ' 5 ,. .: II'1?! ;:.. '. . ,? i5 l! ' :' j," -f..- ' . jl ,. jnr ir . 1 f' .1 5 '':;!" In ;v: Wie kann man zwei Stockfisch in irei Pfannen braten und liegt , sich' ! j-f . -T ,1 "f S ',w.: tH ;w ... r n 2 loch in jede Plann em Stoansch?" .,, " Niemand wußte die Lösung, und alle tteun zahlten dem frohlockenden Mikosch hren Zwanziger, die er vergnügt cinstrich, m -) tnkU- i;,, ; - Man wollte nun aber auch gerne vonz Nikosch wissen, wie man es denn anstel iU'M in eder P fanne einen Stockn sch I hi.: ' 'Jtlt: 'f:'ty',LI:j'..,jL:'r.i zu ijauc;i, u ver u ii er; kreuno ,1, jllll le vie und sagten a-i t :' i Weiß ich dos i selber nit zahl' 1 ich ?rum 1 auch : Silber-Zwanziger!" und mmit gab er eines von den erhaltenen öeldstücken wieder zurück. - " " i1"' - , - tr.-Tiv-W-, Iv!'1 ! 0' i-tti "Äli'ü'Xi ' .- .ii'i5 ... ' i .;v-'.::ia. "-.n1.;-l!l--.'jl".Jil,:!l ,Hi;i":.i -.,mgliili'Hli j'llli 4fP, V ertr a uens v o, l l. ; .fein;! , M ;. i;; Vtffff fijiili !L ,. : il ! k . : ;. f-y. . .., i'.;,, i'm 'f'". v :' L wv 'S Muojch nne Hundertgnldennote wechseln, und tlS er die einzelnen Guldenzettel Mpsiug, zählte er blos die Hälfte daundügteHM Sind sich die , erste fufzig richtig verden sich andere, sufzig auch in Ord aung 'nn'" t:An- f. i-HlnJjjjj;-::1 iS:!";!;,!!;.!!!.! !l!!:!!s:!,Hit'!!SiLäl!6 5"1SA i:-' Der sicherste Weg zum Ziel. l!k!k,v!!!' i;;':;!--:-!;:::1!;' "--i'baiiJ:!!;;:!!;?:::.'::1.;!:;. Ein Herr ging in Wien ans Mikofch zu und fragte diesen: Wie komme ich :vohr am schnellsten zur Polizei Tirection?" Weiß i nit, Hx", war Mikosch'S Suttunst, kommen'S aber bestimmt glei hin, wenn'K gehn in Oeschzft und ftehlen's veldladel!
Aus aller Ordnnng. ' EchWrrzn55ch?ki ,nn?S TfwvhllhntWeAfch.' ' - ,,,,.' -''" - ' ' ' . Nein, das geht nicht weiter'. 'Jcsj hält's nicht mehr aus N Wenn das noch lange dauert und ich. hätte. , ein Tutzene Häute, dann führe ich aus allen zwölfen! Und nur aus lauter Liebe zu mir lassen mich die Meinigen das Alles ruhig er. dulden! - ' ': " ' - ' Steige ich Morgens aus dem Bette, sinde ich meine Pantoffeln nicht vor. Wer hat sie? Meine Tochter Lina, die daran Maaß zu- einem neuen Paal nimmt, mit dem sie mich zu Weihnachten überraschen will. ' Greife ich, nachdem ich mich gewaschen habe, in die Toiletten Schublade, um Kamm und Bürste herauszuholen, st
springt mnne Frau hinzu und schreit: Um Gottes willen, nicht da hinein!Aha, da liegt schon eine fertige Hand arbeit für mich d'rin. - ' ', .Will ich mir nachher' aus der Koub rnode einen reinen Kragen holen, wirii meine, grau wüthend und schnauzt micl an :, '.Wie kannst Du Dich das unter. stehen! Ich werde Dir 'rausgeben, was Du brauchst, aber Du mußt so lange au! den Corridor gehen." Komme ich dann an den Kaffeelisch machen meine sämmtlichen Weibdvolke, essigsaure Gesichter, weil ich sie in bei Arbeit störe. Suche ich meine Zeituug, ist sie weg Himmeldonnerwetter, sollte man' denr sür moglich halten? Meine Frau ha: Schnitte sür die neutn Unterjacken d'raus gemacht, mit denen sie mich zu Weihnach. tcn beglücken wird. Gehe ich dann in meine Stube, um di, täglichen Schreibereien zu erledigen, sind sämmtliche Federhalter, Bleistifte, Scheeren, Lineale und der Gummi ver schwunden. Brauchen sie d'rin Alle! höchst nothwendig für wich ! Komme ich Mittags Punkt II Uhr mi! einem Wolfshunger nach Haufe, in de? Hoffnung, die Suppe bereits auf den Tilch vorzusinden, steckt meine Fra eine äußerst erstaunte Miene aus unl sagt: 2lch, Du willst essen? Mein Gott, das haben wir ganz vergessen! Richi wahr, liebes Männchen, Du nimmß heut mal mit 'ner Tasse Kaffee fürlifb wir haben fo schrecklich viel zu thun r Ziehe ich mich dann auf mcin Zimmtt zurück, um wein Mittagsschläfchen n halten, ist meine Schlummerrolle weg! Und ohne dw kann ich nicht schlazen. Gewiß wollen sie sie mir neu beziehen. Auch Ae Ueoerraschung, Schornchwerc noth ! Und ich darf nicht mal ein Wort d'rüber äußern, denn sowie ich was sage, helpt es: Aber Papa, Du ver dirbstMs ja die ganze Freude!" Wie ich wieder aus der Stube hinaus will, sind alle Thüren zu. Sie haben mich eingeschlossen, damit ich sie nichj störe! Ich donnere mit meinen Fäustrv los. Knuzmillionen Bomben unl Granaten, ich will meinen Nachmittags Mocca!" Aber, Männchen," flötete mein, Iran, Du hast ja eben erst Kaffee ge trunken! Nun gibts keinen mehr!" Aber was sott ich denn jetzt ansaw gen?"Geh' doch ein Glas Bier irinken. Es ist sechs Uhr, da triffst Du ja Dein? Freunde beisammen." Jetzt? Nicht ein einziger ist da." Dann warte auf sie. Tu brauch? auch vor Mitternacht nicht zu Haulc zu seiii." Was soll ich machen? ' - Ich gehe meiner Wege. Wie ich die Entreethür aufmache, rennt mir ein Kerl mit einem großen Kastenden er auf der Schulter trägt, eine Beule auf den Kopf. Escl. wohin wollen Sie denn ?" Zu Ihnen; es soll Ihnen ja eine Freude bereitet werden!" . , - In demselben Augenblick ist auch meine Frau schon da. ' Mach' daß Du fort kommst, Gustav," sagte sie zu mir energisch Dn brauchst das hier nicht zu sehen. Gib dem Manne nur ein Trinkgeld und dann geh' Teiner Wege!" , Auch noch ein Trinkgeld sürdic Beule! Ick denk' nicht d'ran ! - Ich muß mich also wirklich in der heißen Kneipe auf die harten Stühle setzen und das kalte Bier trinken! Na, dafür lasse ich wir auch das Theuerste bringen, was eZ zu essen gibt., Ta5 ist. meiner Frau schon ganz recht. Wie ich endlich bezahlen will, habe ich kein Geld in der Tasche. Na, da schlage doch ei, ner lang hin! Hat mir meine Frau, während ich schlief, das ganze Geld aus dem Portemonnaie - genommen! süä(rcrci:tpnsc öI6t tnii; der Kellner Credit. :" . , , , i! ' :a :; j , Nachts um halb eins komme ich nach Hause. Ganz leise schließe ich das Entrce auf, um Niemand im Schlafe zu stören. Ebenso geräuschlos offne ich die Wohnzimmerthür. 1 Fährt meine Frau mit sämmtlichen Mädels, die noch fleißig arbeiten, wie , eine Furie ' auf mich los: wie ich mich das erdreisten und ob ich denn nicht soviel Rücksicht nehmen könnte mein Kommen wenigstens anzufürt t Äar'i '-xm.J: umi HNNoigcN,!, FW'-', if;,,.!,';; n.p ' .-. Ä Und so wird es i:och Wochen lang gehen ! , O du ' xe(:--9ittM feliljri Himmel, haft du keine Flinte? i;?lkii::;;.;:ffrrB:tr;u BibdflffwflS altesteHTochterH ganz besonders empfohlen, und jeyt stelltHÄWsMbaßsie'M hat!" Heirathsvcrmittlcr: Nun ja ich sagte ihnen doch, sie habe etwas mehr als die Anderen. Sie hat einen Buckel ilnd die Anderen keinen!" E s gab allerdings eine Zeit, wo in der kleinsten Hütte Raum für ein glücklich liebend Paar war. Heute muß diese aber schon groß genug sein, damit auch ein Clavier darin stehen kann. Das Dänemark, von dem Shakespeare spricht, war beneidenswerth, denn eö war in diesem Staate nur etwas teil.
Jm-Ätverschwcksb'Oes,ttAW!Zß
' steruns - fv ,. i!-ip!li,f ' MßK ' . 'AmsMm "ällii:. i 'Mf:f : Ausgezeichnet! Ganz famos kMusicr12UU1 W.UUVii ibUiClhtUVi M. h?l itl Ä:Vi 's 4 H,i! :.:'"! Ml ' ' R ' sw i,i,t ) - . m,Lm firf' Meine schlimme Hand Z , Was ! machö i& fonrt l?z ttt ni frtfl " rT-jt-.i W .Vlllk 'W 1fr -ms 1 $tmw jxmm Was kann da seln! Bravo! Bravo! 'raus!- - . m Aus der Geschichte vech zweiten Kaiserreichs. 4 ' Tie Enthüllungen des einstigen öonnanzofsicicrs Napoleons HL, deSz Grasen Herisson, Memoirm" aus derZ Geschichte des zweiten Kaiserreichs, sind nunmehr bis zum IS. Bande gediehen z hier tritt Prinz Luln mit in den Vor öergrund, dem der Kaiser in größter Liebe Zugethan war. Diese Liebe vercicth sich in einer säst mütterlich Lorgfatt für das Wohl "des'KindesU Der Kaiser sei, so sagt HerZsson, Äüt:Z znd Mutter desselben , gewesci,. Wonß! her Kaiserin meint er blos, sie habe jene Zärtlichkeit gezeigt, deren jedes Mutter berz sähig ist. Mit großer AüsmerkÄ samkeit, folgt .der Kaiser Ke ersten Bim dien des Prinzen das Duch Lringr das Facsimile des Briefes, den dcrW benjähnge Knabe an Bazmne geschM Sen, um'chm Zur Einnahme von P::cöla u kzrat:m?cn und einiger recht ßciuii;:; zenen Zeichnungen desselben chäftigt -sich 'auch Mgelegentlich WDrH 'einen Charakter zu bilden. . i U Der Wser luollie, er solle saust und disbret, geduldig, resignirt und wüthig ' verden, wie er, der Kaiser, es selbst ' var. .Wenn ur mozlich, unterhiölt er Z jich täglich Kit seinem Sohne, und d!eM Unterredungen nahmen, als der Vrinz heranwuchs, den innigsten Charakter an; unbeschränktes Vertrauen herrschte -,zwl?chen den Beiden, und der Prinz lebW önd dachte nur in seinem Vater. -In i; seffclnden Einzelhe'ten aus der ZejtKes tkrieges ist der Band überreich. irzälzlt der Verfasser. ' wie es kr.KaAeH nn m den letzten Stunden des 5i'aiser' reich s nahegelegt worden, z Pferdß A ßeigcn, sich dem Volke zu zeigen MsöH sich an die Spitze der Organisation der Vertheidigung von Paris zu stellen. Dieses Schauspiel war bei den Parisern der größten Wirkung gewiß, die KaiscH ein begriff es und ging mit Feuereifer darauf em, denn an Muth und Gutschlossenheit fehlte es ihr nicht. Das !' . ' äl . trt t''C' pscro war oa, aocr lein NciliieivSsur bie Kaiserin zu sinden unter den 400 Kleidern, welche die Toilettekästen der Kaiserin füllten! Man wollte um eins äach Compicgne schicken oder schnell j einö zurechtschneidern, aber dazu fehlte es an Zeit, neue Ereignisse drängten zu neuen Entschlüssen, der günstigste Augenblick var dahin und das Gewollte blieb unzescheheü.. .'" N eue und sensationelles Ausschlüsse zibt der Band endlich über' das Ende Napoleons. Der Kaiser war steinlei )end, 'le,'bekanntzm ließ in England opcrircn ; steine " Nestauration des Kaiserreiches und seine Rückkehr nach Frankreich Hären in naher Sicht.MsH!e,Opera dollkommen'MesM Hnsache Stkinzertrummerung j aber der eben dem Specialisten Sir Henry Thompson Kn Ka Sir W. Gnll gab dem Kaiser allabend, iich ChloralZdas dieser nicht besonders jutvertrugZ! FastNxWollteMHeN ' 2ichtZmehr- neMenließl sch aber doch von der !ai serin überreden. Un nenn . Uhr Abends schlief "er ein,scrwach!e'nur loch für einige Augenble um zehn Nhu jrüh und starb darauf, ; Vergiftet durch! tine für seine ConstiturwäUzügnh Rabe jenes Schlafmittels das 0$tt :ines englischen Arztes. In weitere kreise war diese Thatsache wenig gebruuZen. übe? der vertrautes Nathgedeb des Kaisers, Graf La Chap?ll?.t wußiS' zleich davon; er war ufrciwiLigm Ohrenzeuge eines Streites der beiden mglischen Aerzte an der Aahze 1:2 Kaisers geworden. h t j ll&'E'chn betten . doch recht abenteuerliche Äoz stellungcn von der Gottheit. So fa halten sie von einem Gotte, der seine Kinder Verschlang. Nun, und Sie selbst nennen die Menschen Ninder Cti tes, und wn ein? stirbt, so sezen Sie, 1 öctt hvr es zu sich genommen. , ,
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