Indiana Tribüne, Volume 14, Number 78, Indianapolis, Marion County, 7 December 1890 — Page 2

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Wieder Ätf TvorticrjTiir. Der nimurer rastende Menschengeist hat abermals einen bedeutenden Fortschritt zu verzeichnen? in Birmingham ist ein Automat ausgestellt, welcher den Verkauf heißen Kaffees und anderer wanner Getränke besorgt. Thee, Kaffee il s. w. werden durch Gasflammen im Innern des Automaten warm gehalten. Sobald der sieben Eallonea haltende Uaffeekeffet leer ist, wird die Gasflamme unter demselben automatisch abgedreht und es erscheint eine Karte mit der Auffchrift: Leer", damit etwaige weitere kauflustige sich nicht vergeblich abmühen, von dem Automaten noch Kaffe: zu bekommen. Der Automat laßt die Getränke auZ Keinen Krahnen adsließcn. sobald man in eine OefZnnnz eine bestimmte Münze gesteckt hat. Ein besonderer Krahu liesert Wasser zum Ausspülen der an KettenUllchedeu Triukze.'äße. Siejel höchst sinnreich construirte Maschine läßt sich auch zunz Verkauf von öisGeträn len, Sandwiches" und anöeren Dingen benutzen int sie übertrifft beiWeitem nCe bisher zu ähnlichen Zwecken benutztat Äutomaten. Für die Verewigten Staaten hat die verbesserte Maschti e zum Verkaufen der verschiedensten Arti lel vielleicht ganz besondere Bedeutung. In ProhibitionZstaaten und in solchen Staaten, in denen Sonntags kem Wirth es wagt, seine Berufsvflichten zu erfüllen, kann man möglicherweise den neuen Automateu mit gutem Erfolge in Dienst stellen. Statt Kaffee und Thee müßte e? freilich Bier und Whiskey liefern, was er sa auch mit derselben Bereikwi ligkeit thäte, sobald ngend ein Menschcn'reund ihn mit den nöthigen Vorräthen vti sähe. Ob das Sonntagsgesetz dem Automaten etwas anhaben tonnte, isl mindestens zweifelhaft. Ader auch an Wocheatageu würde der Automat, wenn er all- ihm nach ierühmten Vorzüge besitzt, viel Gulcs thun lönuen.Die Winhschafsbentzer, waren inden Stand gescyt, die Wünsche ihrer Kunden auch dann noch zu erfüllen, wenn sie selbst schon, sammt ihren Schankwärtern das Nachtkaqer amaesucht haben. Wenn das Gejchzft ansängt, schwach zu gehen,. und wenn m' dem Wtrthe dle ehnjuch! nach dem .Bette rege wird, könnte dcr Automat in d'n Stand gesetzt werden, für die noch onmenven 'Nachzügler 'zu sorgen. Aus eiese. Äeise' hatte '"dc: Wirth seine Nachtruhe und der bumme.ne' Bürget sein Bier und enteil . Schnaps zu jeder Stunde. ""t . . j Tcr cinzelsdett? Viömarl?. ?r PI.t "1MH Temvs" hatte die Nachricht gebracht. Fürst Bi?marck sei eingeladen worden, in seiner Eigenschaft als Gsaeral-Oberst der Kavallerie au uc, Moltke - Feter in Berlin theilzunehmen. . Diese Mittheilung bedarf der Nichtigstellunz.,. Da der Fürst Bismarck nicht nur, General Ooerst der Kavallerie sondern auch als ehemaliger Dcich'.,au?tmann hätte eingeladen werden mü ien, so glalbw mau. ihn auch als Laudwirth einladen . zu. s!i25n. Da stellte' es sich plötzlich heraus, daß es tvo;il richtiger wäre, ihn zu veranlassen, in snaer Eigenschaft als ehemaliger Minister an dem Fest theilzunehmen, wogegen aber zeltend gemacht wnrde. das; er besser

auxzuwroern zel, al einstiger Prä-ident des Staaksraths sich an der Moltkefcicr zu beüzcilrgen. Gleich -jeitig erklär.? indeßasKerrnhaM da;; er als Mit-

gltc) j desselben einzuladen Hnt worauf . die Universttät erwarte, z daß t der Für't p . , Ehrendocto? mehrerer Universitäten sei Hz, und nur a!Zl solcher dem Fest beiwohnen! könnet Kaum war dies beabsichtigt, K so meinte das diplomatische Corps, daß ß Fürst Bismarck mehrfach Gesandter ge- ' wesea sei und alfo als solch:? eingei;; r laden werden müsse, worauf die Grund' g besitze? den Vorschlag machten, ihn, der K doch einer der ihren. sei. einzuladen, als , .Hrnudeigenthümer nach Berlin zu kom l'iu-- mam. iW.'j Mm nf T . :,!!"' t4tt fi- it-". ,lv,t r- :,!' V4''

Da wurde in den Kreisen der Kreuzx r i .. !!, " r fit- - ' , l 7 -L-", ';i,'':1U"a's.,"v . : Dber- Jazernieister des Herzogthums " ' v . . . r s . rauf, daß Baarck Co?pssi:!dent aewesen und dahi,v auch als solcher um seine MZlNwefcaheit zu bitten sei. .Wir wissen !nun nicht, ob nnlv. daran gedacht hat, bven großen Staats-mann und ; Milbe gründer des deutschen Reiches in seiner Cigenschast als Fabrikbesitzer, als Ehrenbürge? Berlins und anderer Städte, als Großvater, als Patient Schwenningers, i:;al Nauch.'r, OlScSchützzollNerNsin' mancher anderen Eigenschaft einzuladen. , ZßÄber das Eine steht ieocufalls fest, daß Wurst BiZmarck. nicht ausschließlich als General-Obe-st der Kavallerie gckom Dmen wäre, cn 2ö. Oktober in Berlin mitzufeiern, sondern, m ,.manchcrLn)e 'Sven Eigen schaft, wcuü man ihn psl ichtschuldigst eingeladen ha::eöt..Y? , . m-.:.sx:f$$' tl l!-8'' " .t'lii'lii!::1 1 . : ' ;j ;. " J '' j . fk 't1 m ' Der tu letzt erZeN ich or f)odt geglaubte französische Chauvinismus giebt noch immer ,w:edcr Lebens, zeichen von sich. , In Dünkirchen wurde dieser Tage' eine Vorstellung de: MO per Faust- durch die stürmische u und Mgebuugen unterbrach. . Das Public kum hatte, wie die Voss. Ztg. meldet, erfahren, Wß einer der beiden Leiter

osimcrn ei, ats wla)er Zu vem Feste rinzuladen sei. und nun meldetett sich auch die Corps mit dem Hinweis da-

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rücklretcn!" Es foddertedie Marscilkaise und ' beruhigte sich Nicht eher, als HIS ilmr von.de? Bühne hsrab mitge. theilt' wurde man werde sich unverzug' lich mit seinen Beschwerden beschäftigen Äc-rtel ist übrigens keineswegs Prüf lien", fonder , ölsässern., : , .ii ' ;.-:.Vi !, .;!' 1 " '''' : S ch 0 n g e a g t. Denken Sie? heut' kriegen wir die Nachricht, daß ttnicr '.essc in Amerika gestorben ist!" Ad), aslo doch endlich mal ein f' beuSzeichen von ihm!" '

Im Ansesicht des Todes. VKOdtSartan.

Von der TodcZstrase hatten wir ge sprochen: eine sensationelle Hinrichtung in Amerika hatte uns darauf gebracht. Es war in der gemüthlichen Kneipe, bel dem gewohnten Echter", mitten unter vergnügten, lachenden, sorglosen Mctt scheu, als unser Gespräch die denkbar ernsteste Wendung nahm; aber bekannt lich kommt das manchmal, ohne da man wüßte warum. Jb selbst bekannte mich als entschie. denen Gegner der Todesstrafe, die ein cmachronistischesUebcrbleibscl aus alten, barbarischen Zeiten sei. Professor Z. dagegen erklärte die .kostspielige Erhal tuug eines, für die Menschheit uw brauchbaren und verwirkten Lebens für eine ve:werfliche Sentimentalität. Mein Jugendfreund, . Adolf I., ein wohlsituirter Bankbeamter,- behäbig, in den besten Iahren, ein Bild der Zufrie denhcit und Gutmüthigkeit erklärte sich sü? eine Todesstrafe im menschlicher Form, denn man verfahre, einfach un menschlich mit den Verurtheilten. Wii drückten unseren Zweifel aus, ob die Henkerswissenschast denn noch zu ver vollkommnen sei, aber wir hatten Adolf mißverstanden. So meinte et die Sache nicht, i h ' , '". . Ich meine," , sagte er, daß nicht der Tod selbst, sondern die Todesangst eine barbarische Strafe , sei, in , keinem. Ver hältniß zu dem Wa5 das Opfer, der Verbrechers gelitten, also auch ei fehlerhafter Ausdruck der Wiedervergel'ungsidee. Diese vierundzwanzig Stunden im Angesicht ,des Todes sind eine Ausgeburt der Hölle man müßte eine Hinrichtungsart crsinden, welche den Delinquenten vollständig überrascht. Mein phlegmatischer Freund hatte mit einem Eifer und Siachdrilck gesprochen, der UNZ verblüffte. Du sprichst ja, wie auS Erfahrung," platzte xd) heraus., Das thue ich gewissermaßen auch," meinte er sehr ernst geworden. ' ,,Du machst Dir einen schlechtes Scherz mit uns," sagte ich. Seh? ich ans, wie Einer, dei scherzt?" lh wirklich, so sah Adolf nicht LUIch wüßte aber doch nicht, lieber Freund, wann und wie Du 'Dich im Ängeücht des Todes befunden hättest, rerurtheilt zum Tode warst Du meines Wissens auch noch nicht'?" warf ich ein. Und, wirklich, in dem glatten friedlichen Philistcrlcben des braven Jungen schien mir dieser düstere Mo ment ganz undenlbar Siehst Du, wie der Schein trügt sagte Adolf, ich weiß nämlich gauz ac nau, wie Eiuem zu Muthe ist im Äw gesicht des TodsS darum bedaure ich so tief jene arme?: Sünder lese ich immer mit Grausen von den letzten Stunden eines Verurtheilteu". Aber ich will es Euch doch in aller Kürze er zählen, wie sich die Sache zutrug. Und während nebenan eine- Gesellschaft Skat spielte, . ein paar Militärs von ihren Pferden sprachen, und einig, junge Damen kichert en, wahrend dir Kellner mit" leeren, und, gefüllten Ä!er seideln herumschössen, erzählte Adolf, wie er sich im Angesicht des Todes fce funden. ; Seit meiner frühen Jugend," sagt, er, beschäftigte der Gedanke an den Tod meiue lindliche Phaniasie. - Ich glaube.? es rührte von dem Augenblick her,; als mir ein Schwesterchen starb, und man mir erklärte alle Menschen müßten ter ven. 1 - ' i 'JS ' Ich auch?" frug ich ganz w schrocken. Du euch versetzte meine Tant, barsch. Und das siel mir immer wieder ein, bei allen Gelegenheiten Du mußt luch sterben!" Ich wurde -.schon in jungen Jahren etwa- beleibt und litt infolge dessen 'ixt Herzcöügesttonen. - Nun trat die Frage des Sterberrmü senS deutlicher, an m!ch beran; mu konnte : täglich etwas , zustor.cn. .'Ich lcb:c im Angesicht des Todes, machte mich mehr. ode? wenige? mit dem Ge danken daran vtraut,- und dieser Gedanke gewann soga? einen gewissen melanchrlischen Neiz fürich. Ich wünschte nicht plötzlich sterben zu müsseu, sondern m'ir des' großen Augenblicks bewußt zu' sein. In hunderterlei Weise malte ich mir ihn auS,' bedachte nicht, daß er mich wohl nu? darum so sehr,, beschäftigte, weil er mir gebelmes Grauen einflößte: Aber meine Anfrrundung m?t dem Tode blieb eine sozusagen platonische. Eine glückliche. Baoekur kräftigte nein Herz die Eongestionen Verschwanden. NeueLebenslust erfaßt:-mich ich vergaß, den i ' . vo!' "' . 4: f:-:. Ij. t 1.. . i'li D-eze kleine,. Eplwde ausaenommen. geital'.ete sich 'vntm Lebcnslauf- recht thcte sie, und mi? blieb sozusagen nichts krau UNS ich, : Mein Posten war weder, schwierig)' noch sehr verantwortungsvoll, und ich nahm es nicht sehr genau damit. DaZ Pcrmcqen meiner. Frau gestattete uns esne ganz ' bhaglrcheA lururiöse Existenz. , Unsere beiden Km 1 .,, n'. r;1!'1' . ';. i -f L'r ver waren vuozm uno gezuno. az esldauZzagen? ?W viichts. Wir amüsirten uns, so gut wi? nur immer köurie.KNMMK MKMMff' ' Da kines Taees, es war wie ein Blihus heiterem Himmel, kam: meine ongezonenwledcr.i!t!j?i. 5,M,.iÄarZeZnMis ! AllerdinaS. das Uebel qab sich aber es meldete l'ch such mied??, und immer wieder. ' So kam eine Zeit des HaqenS und Ban xens rndeß, wir nahmen die Sache nicht allzu schwer. Das Herz war schon einmal krank und wieder "ganz gesund worden. Eine läuaere. scheinbare

jrcuudlich: Ich melt cme angemZilene Anstellung verliebte mich in ein hübsches Mä.'lbeu mit stattlicher Mitaiit. deira-.

zu wünschen udmg. Wir nahm das cben recht leicht daS muß ich sagen, meine Nran und ich. fi

FilMs 1!lk

Besserung bestärkte uns in unseren Hoff nuuaen. " ss ' -t r 5 . . - ; - . . ir"- . Ganz plötzlich aber, ohne Vorzetcheu--Zik- Ji'jCl f. . : !' V !m. t.l 3 nciuc üiiu; eine ugc, vu u a eben zu einem Balle angekleidet " hatten, ün furchtbarer Anfall. Eine schreckliche Nacht der Angst m:) noch ein Consilium von Aerzten benef. Und während die Aerzte mein Bett umstanden, - siel von ' den Lippen des Elnen das verhangmnvoue Wort: ffyum cöt3t iiut, mvw-ui - j " Ich hafte mein bischen Latein .so ziem x . . , 1 . fsittb irreram ncfl" lich vergessen. Aber die Worte klangen mir nicht fremd ich versuchte sie mir zu übersetzen, und es' gelang mir auch.' ' Bis zum Abend wird sich's wenden. Was bedeutet, das? - - Bis zum Abend war's zu Ende mit Sri?!;! l-"!:f . : 5 ?!nr das konnte der Sinn der Worte f.z oi: ' lc Ul " :,,' . lAlkf j " -' Erst ein unbeschreiblicher wie! cm Blitzstrahl lähmender SchreckkMMein -Athem stockte mein Herz bäumt sich es ist. als sollte es gleich stille stehen ich bin wie erstarrt wage kein Glied zu rühren, als könnte ich damit das Furchtbare beschleunigen. Nein es gibt keinen Ausdruck, zu beschreiben, wie so elwas auf die lebendige llreatur wirkt, wie sich die ganze menschliche Natur aufbäumt gegen das schreckliche Wort: Du mußt sterben!" Nein, wer das nicht empfunden hat ich begreife, warum so viele SelbstMörder schreien, wenn sie ins's Wasser hinnnter kommen, dann eben erst schreit 1 . rn ä. ' 's. :f V , ' ne Na tu? rn ,hnen aus. Ich suchte mich dann selbst zu b schwichtigen, suchte eine ande?e Deutung fü? die Worte des Arztes. Aber ich fand keine ; die Sache war auch zweisel los. Mein Herz-war geschwächt' und bei dem nächsten Krampfanfall würde es stille stehen. Aber nach aller medieinischen Ersahrung ' mußte , bieser , Krampfanfall . im Läufe deZ Tages eintreten. Nun wußte' ich Alles. , Em'solchei Krampsansall' kündigt sich durch Druck in der Herzgrube an, durch 'Angstgefühl und qualvolles Herzklopfen wenn das kommt, dann Der kalte Angstschweiß Mt mir ans allen Porm.'"Jch will einen furchtbaren Schrei ausstoßen - einen Schrei uni Hüse! S:e mnnen mir bellen, sie müzzcn - ich will ttichtsterbenZ Aber ein Blick ans metne Frau erstickt den Schrn auf meinen Lippen. Sie weiß von nichts die Acrmste! Sie, sitzt ganz ruhig und Zufrieden da, denn sie glanbt an meme Bejjeruna. Soll sie meine gräß liche Tedesanast theilen ? Es kommt noch früh genug für sie. .Aber ich sollte sie ?ccy vorrereuen. Ich stotterte cm paar einleitende Worte: Ltebes Kind rch kann nicht wissen wenn der Krampf wiederkommt tch hatte doch noch Emiges nit Dir zu besprechen." Wie ?uhig sie lächelt. ? - A ? .Mache Dir doch keine trüben Gc danken, Adolf; Du bist aus der Gefahr Dr. Hausmann bat mlr S gejagt." ? Ach er bat Mitleid mit ihr. Haus mann und ich sollte keines haben? Wenn sie die schreckliche Wahrhett wuzztc und sich doch mchts' dünte anmerken lassen! Nein es darf nicht sein ich Dlll nichts sagen nichts ! . - T 4 Sone ist ruhig nach der Küche aeaan gen., : Ich liege nun) ganz ruhig und denke nach --der allererste Schrecken i st ; verwunden. , : . U M f-:4 II: A r HWf 17 V.iU'iL . Klar, und ruhig überlege rch, wie Alles - werden, wird - nach meinem Tode. Sofie ist ja versorgt sie ist ver mögend, wird auch noch etwas erben, vielleicht auch eine kleine Pension oder Erziehungszulaae bekommen. Sie wird aumngs untröstlich sein aber sie wird sich beruhigen. Sie hat ein sangurnricheS Temperament. Wie schrecklich der Gedanke ist; oa& sie sich bald wieder des Lebens freuen wird ohne mich! Ach. ich habe so gerne gelebt es freute mich All.'. Halte lch nur geahnt, da :Ä so bald sterben muß, ich ; hatte jeden Tag, lede-Stunde noch ganz anders genossen; tanzend Dinge fallen Mir ein. Ganz früh' war's immer besonders reizend. wenn wrr Kaffee tranken: Söffe sah ch.dem Schlafe ach, wie gut chlreftn mr SRriÜf hnnnhfrZ finfii-fi vnW nrr Bewe; -'vewnoers rnidich un? inza; aus und die Kinder, halb anae klndet, vekonoers medlrch. Wie ott ging; ich hailn vor der.Bueeaustunde wrt, um och rm Freren eme Cigarre I. ; icrri'I-rL'-r- "i '"!' ! "CM ;.& zu räumen. xiic icyaoe. um zeoe vergeuoete cmule. welcye rcy mcyt der den Meinen- verbrachte und die Kinder!. M' Vrt S'1'"": ' ii'h;!" "' . w Welche Honnungen haben wir auf sie . . . i. i i..r. .u ... J . "i r- . -h -!! ge cv wie yaoen nur uns aefreur, vlösiS'groß sein würden.,, Ich soll das nicht ertebenk Unendliche Wehmuth crfaßtL7 nnch .rch konnte wemen nne em .IWfci. VA iUlilUlCU UC WZY Q ' ' t '- , f . s r 1 , :..:,. ;, f:A:t ;f::!:, Es ist Sofie und Dr. Hausminn. Er !omuit mir so eigenthümlich vor. derToctor. Warum lächelt : er? Ich bin rn Lebensgefahr wie kann er denn lächeln? Und diese dummen Redensarten, es wird schon werden ?c. Eine nervöse pLtnvoÄ mich. Wie er Sosie von der Ssirean' sieht? Und hat er ihr nicht vorhin in der Thür die Hand gedrückt? Eine seltsame Ängst erfaßt mich. .,,. " , :i 1 '1 : j, :. -i , . Dar ?one rmmer ocn or gemaazr er wird sie hcirathcn.! Nun lächelt er, weil icki sterben mun. Sosie hat den Doctor hinausbegleitet M sie haben sicher noch zusammen m en. Ich bin wieder allein. Wie grauenhaft mir zu Muthe ist; ich habe mein Frau nrcht genug gellebt, vrn mch! auf merksam ' genug gewesen, habe sie , oft vernachlässigt' ans NlchtZgen .UrsaHe belogen rch habe leichtfertig von rt rem Gelde verbrartcht, uuht genügend , für ihre Zukunft gesorgt. Und die $rni' der wie viel habe ich an ihnen ver säumt, wie oft sie dem Kindermädchen

umu zegcn morgen uetjen o:e rampfe. nach, , aber. die ...Herzthätigkelt war so lehr geschwächt, daß meine S rau

anatkllv1Mi'

.fehm

überlassen, um mit Sosie meinem gnügen nachzugehen. Eine neue Holle bucht über Mich 10-z -die GewtffensbmeZ Wie vielerle! habe ich versäumt, verscherzt, verdorber und nichts ist mehr einzuholen. Ary. r ' - jrrr wenn rn) nur noa) wenlge Wvlym zr leben hätte! Ich will mich kurz fassen. Unbechre blich sind die Qualen, die ich er. dttidet hübe. ' t Der Tag verging, der Abend du folgende Nacht der Tod kam nicht, kau, mir auch nicht nahe. Ich ' hatte dev Arzt mißverstanden.' Er' hatte gesagt, die Krisis werde bis zum Abend eintreten. Sie trat pünktlich ein ein er quickcuder Schlaf trotz aller Seelen. qual. Aber die Stunde im Angesicht deZ Todes' blieb mir unvergeßlich ich wurde ein besserer, ernsterer Mensch. der es mit seinen Pflichten genau nahm, nur für Frau und Kinder lebte. Si, waren mir ja nnrgeschcnlt die Theue. ren! . : . ' Mein Herzleiden ist bei vernünftiger Lebensweise ungefährlich, und vernünf. tig bin ich ja geworden. Und , eine Wahrheit kann ich aus tiefstem Herzen , , ... sttt" V ! . veuaiigen: es x ein Viua, vag wir u Stunden unseres Todes nicht wissen. Keiner soll sie kennen, . auch nicht der schlimmste Verbrecher!" So schlon mem Freund :' wr? hatten ihm tief ergriffen zugehört; unser Bier war abgestanden unsere Cigarren erloschen. ES war, als hatte uns All, der Hauch des Todes berührt! Russisches AmazoneneorpS. Ein russisches Amazönencorps de-z oorigen Jahrhunderts- dieseunge wöhnliche Erscheinnng heben jetzt nach der kürzlich erfolgten Enthüllung des Katharrna-Denkmals rn Slmleropol lKrrm) rusniche Blätter aus dem Dunlel der Vergangenheit herans. Die auserlesene Schaar wär völlig militärisch elngerlchtct und ztand unke? Fuhrung eines selbstgewählten weiblichen Haupt manns. Als Amazonen von Balaklawa" spielten sie bei der glänzenden Äiumphfahrt der Kaiserin Katharina durch die eben eroberte Provinz Taurien im Jahre 1787 eme hervorragende Rolle auch diese Truppe, eme Schö pfung Potemkin's, , welcher, , um den ttaiier Josef 1!. zu blenden und die ge liebte" Gebieterin zu täuschen, in kürzeper Frist rn der ncueroberten Provinz eine glänzende Cultur hervorgezaubert hatte, auf Leinwand gemalte, Städte, Dörfer und Blehheerden aus Pappe. DleAmazonen von Balaklawa waren dagegen keineswegs von Pappe. Im tt j . - " ' r 1 Gegente:t, rauier zunge, vorncymc uno bildschöne Griechinaen, welche in ihren kleidiamcn, von Gold strotzenden Unr formen,, auf Kaiser Joses den Zweiten einen öezauberndeu Eindruck machten. Entzückt vyn der strammen, milüariimen Haltung der weiblichen Compagnie, ritt der romische Imperator an den Hauptmann" Helena Jwanowna arandowa und küßte sie gerade auf den Mund, was sämmtliche Soldaten rn groge Aufregung versetzt haben soll. Aber der Hauptmaun rief: Was fällt Euch denn cm? stillgestanden! Seht Ihr denn nicht, daß der Kaiser mi? weder meme Lippen abgebmcn, noch mrr seinen Schnurrbart anzeklcbt hatt" Dies beruhigte die gut geschulten Amazonen. Die beiden gegen die Türken verbünde ten Herrscher machten darauf einen Aus-siug,-um die. Bucht von Balaklawa, -sowie die Ruinen der z alten Festung zu beuchtigen. Dann kehrten Karscr Joses der Zweite, Kaiserin 5kathanna die Zweite und Fürst Potenlkin zu den in strammer Haltung Gcwehrbei Fuß aus härrenben Amazonen zurück.' ''Die Kaiserin , rief den Hauptmäntt Hcln:a zu sich heran, sagte ihr in Bezug auf ihre tf . .1 ''.!' i t , L Compagnie ernige rrigrerren uno rerue lichkeit Kaiser Josef sich gleichfalls-durch Berührung persönlich uberzeuacn konnte. Kapitän Helena Jwanowna Sarandowa '". r ' I .f,. ,; .1 .'.... i ' - . if ... i - ,- f, !.'. , aoer revic nocy mete, viele ayre u:u .f t....ii-L-".-jiuiu uiy ytiiuviuueictauc;iyivuiiiiaja im Alter von 95 Jahren rnmittcn einer zahlreichen Eukelschaar hochbetagt ' zu srmjeropol. UnfrelwMige Komik ä. u1Zu einem guten Theil erklärt sich die Zunahme natürlich durch die ungeheure Stärke des Einwanderer-Stromes, der der Union in den Jahren .1880 I8S nicht weniger als neue Aurger ' zuF i 'l " ,, ji r .. suyrrc. t ' GlobuS No. 17. , - ! ' f 1 ( ''s ; ... Nur mit einem Mantel bekleidet, gin5 i.'.'fi f : - , l.. -1 v ä, v - ii. ' 1, 1 . ,. i Nolrke nunmehr die Treppe hrnab, ' , Verl.' BöcmCounas'liß. Oct. 1 " ' '" '"' t '-l - . . ' 23o daS Geld geblieben isr weiß man nicht, da es in der von der' Frau überaus sparsam. geführten Wirtdjchaft nicht verbauch: morden ist. : ' üv& tzstoi I ' m Bossische Zeitung, JiSCd. . 5 ?5Z i. i '. " i :, Me!niNsW 1 ?! geht und nimmer kehrt sie wieder!- Die wundervolle AnZstattung der Jungsrau von. rreans-, , v,e , . eine riesige Anschaffmkgssumme ge'o.'tet hat. ist in den letzten Tugen in das kgl. Schau :.'. -j . picujci rn zmirn lüNsttcy uvergegangen. nmanda . Lmdner. unsere allgeliebte Jungfrau, die jetzt im Scbanspiel-V2rfi2l:-m-Jt is'-h :.: t h tM; V" i)au i;i ciiin eagagiri iU, wl, 0 Ull) freu:n, in ihre atte Rüstung wieder hineinschU'lpfen zu, können ; in M einingen aber wird es nun wohl lange Jahre AnMunAM'nehWe ämmtl iche F inanzmiNister Europas haben sich im Interesse ihres Staatsschatzes an Professor Robett Koch j gewendet, um dessen Kunst,, die Schwindsucht zu heilen, in Anspruch zu ueymen. Ä)rr Genannte hat aber geantwortet, daß die Schwindsucht d Staatskassen nbeilbarsei.

Wetter, um dre von Potemkm m rnrzer Zeit errichtete russische Schwarze.-Meer-Flotte zu besichtigen, von deren Wirk-

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Vttttner Histörchen aualter Zeit. Ion Robert Falck. Wie überall in größeren Städti, hak' es auch in Berlin immer eine Altzahl Männer gegeben, welche als hervorrü-! gende Repräsentanten des spezisischon WitzeS sich gefallen lassen mußten, alle Bonmots, alle poiutirten Antworte:: und ; witzigen Einfälle unter ihrer Firma auf den Markt gebracht zu sehen; denn nur mit dem Brevet eines bekannten Namens versehen, hatten sie dem autoritatsgläubigen gemeinen Bewußtsein gegenüber den 'Vollwerth eines guten Witzes". Besonders der Berliner legte von jehe?, auf die Witzworte und Stachelreden ferner' geistigen Koryphäen nicht ohne partikularjstischen Stolz großen Werth und war für ihre Verbrei. tung stets eifrig bemüht. Zu diesen witziaen Köpfen gehörter. in iTWrn fcfa itt hiV Wift Ctnhr-J f i rV .'V V VÄf "O? Hunderts der bekannt" Schriftsteller I. I. Engel, der große Philologe Fr. August Wolsf, der berühmte Grammatiker PH. Buttmann, Schleiermacher, der Botaniker Link, .Professor Lachmann, der Jurist Eduard Gans, der liebenswürdige Physiker Dove, von Künstlern der alte Gotts?ied Schadow, August Kopijch und ' viele Andere, die in Wissenschaft und Kunst einen berühmten Namen haben. Die Mittheilung einiger witzigen Ueberlieferungen aus dieser gelehrten und künstlerischen Vergangenheit' Ber lins wird nicht nur für die Illustration deS Berliner WitzeS, sondern auch für die Charakteristik, der berühmten Per sönlichkeiten, auf welche sie zurückzu führen sind, nicht ohne Interesse sein. Sind derlei Anekooten, die wir zum größten Theil der mündlichen Ueberlieserung älterer Zeitgenossen verdanken, für den ernsten Forscher auf dem Gebiete der Culturgejchichte auch nur Unkraut unter dem Weizen, so hat doch die Gesellschaft von jeher e!ne große Vor liebe für derartige Wucherblumen, denen es auch weder an Duft noch Farbe fel)lt. Damit mögen die folgenden hlftörchen empfohlen, und wenn es , sein. muß entschuldigt senk. '!' " ' ' - Von dem Vater des berühmten Juristen Eduard GanS werden manche vortrefflichen Witzworte überliefert. Von einer Dame sagte er: Madame Zc. ist unerträglich, das ist aber auch ihr einziger Fehler." ; Von der Figur eines jungen Mannes sagte er: Er ist so lang und dünn, daß er in einer Klarinette übernachten kann." , , Dem können Sie Alles anvertrauen' sagte er von einem Schwätzer, der ist verschwiegen wie , eine legende Henne!" Als ihm einst, sein Mündel mittheilte, er fühle keinen Beruf dem begonnenen medizinischen Studium und wolle umsatteln, fragte er ruhig: Nrn:, und welchen Beruf willst Du ergreifen? Ich möchte Musik studi' ren."" Dagegen habe ich nichts emzuwenden," entgegnete Gans trocken) aber eines sage ich Dir, aus meine Hof kommst Du mir nicht." Eine mittelbare" Ehe nannte er die Vermählung eines in seinem Hause bekannten Privatdozenten mit der Toa ter eines armen Lehrers. Bon einem bekannten Theaterkritiker sagte er: Der Kerl würde nicht so bissig sein, wenn e?, was, ordentliches zu beißen hätte.- " . - Es wächst der Mensch mit seineu größeren, Mitteln," war sein parodistisches Urtheil über einen Emporkömmling,,i , i : r . . ; Er stellte einst seinen Neffen vor: Mein Neffe! Ea gewinnt bei näherer Bekanntschaft: , : . Karl Lachmann (1793 MI) , einer der scharssinnigsten 7 Kritiker auf dem Gebiete der altklassischen , und altdeutschen Literatur, wurde im Jahre 1328 von Königsberg i: P. nach Berlin berufen. Er war nicht , blos ein bedeutender Gelehrter, sondern auch ein vorzüglicher Gcsellschaster.won dessen WitzWorten eine große Anzahl überliefert nnd - i S' Eine große Frcude.hatte er an aberwitzigen Anzeigen rm Intelligenz blatte" und' in den Zeitungen. Er hatt: sich ' eine große Sammlung von' Ausschnitten angelegt,' welche derartige An noncen betrafen, ja', er ,, stand bei seinen Freunden in dem Verdachte, daß er biswerlen , selber derartige .1 komische zeigen zur Ergotzung der Leser inscriren ließ.! Von diesen, dendamals in Berlin viel jbelachien . Annoncen imZJnteV genzblatte", , wurden u. , A. , auf , Lachmanns Conto geschrieben: : E" "", Eine in Schlasröcken gut eingenähte Demoiselle wird gesucht.: 71., Handschuhe :ur Herren von Bockleder stehen billig zum BerkaUse,TreSdnerstraße bei G!e?ke. -S H Die Verlegung ihres Geschäftes nach der Klostcrstraße, beehren sich ergebcnst anzuzeigen 'azust Preller, vormals Ehrliche ZMöWNI Em- alter, nicht zu muler E,el, sieht billig lium Verkaufe, Hirtengasse. . Ein Fünsthalcrschein, in nichts eingewickelt, ist verloren gezawzcn; der ehrliche Finder kann uch cincn abziehen 'jj '; 1 ',: ,,1 " Ü' -l ,'-'' !-1'ilj:j,T:!i:'li'!,,i"'" - r7 1 ''jV'1'!' " ''.":" Sönlgsgrabc!tÄoAI?f'H,ßS . Da diele meine? geehrten Kunden die rothkarirten Kopslisscnbezüge sich ü b'erae sch l afen haben, so zeige lch':Kra zröße Aü swä yl vrZk b l ankarirtcn ? dito zum Versauf gestellt habe. Am nächsten Montag treffe ich mit Oldenburger,, Ochsen, dte ihres Gleichen suchen, hier in der Stadt Ruprm einss';fT 'irn Während einer Senats sitzuuz. welcher Lachmann als zeitiger Nector der Universität präsidirte, ': war es chan ziemlich dunkel geworden, als H., der Dekan der theologische Fakultät, der sich sehr verspätet hatte, in den Saal : . r i A ...'ii -f r..t. rrar. Mi nmem iurnrr rres 3

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mcmn l denr Pedelle zuZHcrr Schad'e, sorge:r ,SZe für. Licht, es tritt Finster- i ttf ltI" I niß ein! Km Sprechzimmer der UurtZttsitat sagte einst ein Professor zu Lachmann spöttisch drohend: Spiegelberg ich kenne Duh!" Dieser antwortete mit der Frae: Sagen Sie mal, sagt das nicht Schufterle? Als ihul der Tod des Geheimen ObersincnrzratheS fff von einem Freunde mitgetheilt wurde, sagte Lachmann ganz ernst: Ja, so Einer hat es leicht mit dem Sterbens unsereins muß erst noch den Geist aufgeben. . j... ' '' " p .'J 11 Von cmem verschuldeten .Professor an einem Gymnasium, der dem Hazard spiele sehr ergeben war, wurde Lach maun eines Tages erzählt, Sie hatten nur sehen sollen, wie X gestern Abend im Hotel do Prusso die Füchse aus dem grünen Tische traben ließ!" Lau? tcr MiechSgäule!" entgegnete er trok. ken. - Der General Peterr, in den drei' ßiger Jahren Kommandailt von Spandau, ist der Mittelpunkt eines Humors stischen Sagencyklus, in welchem.die un. befangene Naivetät des altpreußifchen Kamaschendienstes in deebem, abe? nicht unliebenswürdigcm Humor sich ergötz lich ausspricht. - - Als ein Soldat der Spandauer Garnison als erstes Opser der Chole?a im Jahre 1833 gestorben, fand sich Ge neral Petcri genöthigt, ihm folgende Ltandredezu halten : Da liegt nun der Krause. ' Das hat er davon; aber das Volk frißt ja alles' durcheinander. Ich bin fest überzeugt,' wenn man so einem Kerl rn einer Hand eine Birne hinhält und in der andern die Cholera, so greift der Ke?l nach de? Bi?ne." ' In Betreff der Leichenfolge hatte kr eines Tages schriftlich angeordnet: Der morgende Todte wird in weißen hosen begraben." , Er wollte keine Hunde in den Kasernnt dulden UN) erließ dethalb den schriftlichen lakonischen Ukas: Alle Hunde, vom Feldwebel abwärts, -sind uüs der Kaserne zu entfernen." - ß"'''U Der Direktor des Berliner Stadt gerichts, Geh. Justizrath Belitz war eine durch seine Leutseligkeit und feinen Zovialen Humor in ganj Berlin bekannte Persönlichkeit. Jede alte Mütterchen, das vom Hundertsten in's Tausendste schwatzte,', hörte er mit ihren Antragen und Beschverden ruhig an und ließ ' den oft widersinnigen Vortrag von dem Neerendanus, den er rn seinem Zimmer hattezu Protokoll nehmen. Wenn er von dem jungen Herrn darauf ausmerkam gemacht ( wurde, daß alles purer Unsinn fei, was sie vortrug, sagte er: .Schreiben Sie nur hm. was Sie wolen Das bcrnyiat, die. Alte." So arna , eoer uppuranr zuincoe;:gc)ieui von hm fort. Die Mehrzahl derAroto- . . Vl-'wt m il t " i' . ' 'j . . c I rt. i' ' oue aocr wanoene rn oen Pap'.erroro. Zu erschütterndem Lachen reizte hn eines Tages der in einer Prozeß sache erstattete Bericht eines recusors: . rt 1 t .Jl.i .... V c 1 vrjecunon nei srum; uus,oa Exequandus sich bereits in eruer andern. Sache aufgehängt hatte. Graf Johann Wilhelm' Gottfned Hob geb. 1772, evangelischer Bischof an St. Nikolai in Berlin und Generalsuperintendent der Rheinprovinz und Westphalens, war in den, gebildeten Kreise der . Hauptstadt durch 'feineu lernen, attischen weist und durch lernen glänzende Witz eine berühmte Per-" önlichkert. Bei Gelegenheit eines Gespräches ibe? ein neu erschienenes Buch Gebauten Üher Zeit ' und) Ewigkeit bat hn Jemand, der den Titel bemängelte,, hm, den Unterschied zwischen Zeit und Ewigkeit Nar zu machen. Wenn rch knrr dre Zelt nehmen wollte,- Janen das m erklären, so würde ich eine Ewigkeit zebraucken um Ihnen, verstandlich zu !. . . '''."' verden, lautere vie nnoorr. , ,.. r Als sich ihm die berühmte Opernsingerin Sophie ' Löwe als verlobte Braut des Grafen , Ditrichstein zum kirchlichen Aufgebot vorztellte. fragte er ehr!homch nach rhrcn FamrlrenveryaZt . L. ;K.-sA ' . . inen. Avcr yaoen vle rnrcy oenn nie zehort?" Zrazte die erstaunte und vervöknte ' Primadonna der Berliner l üper. 1 crl zemem acyem isgre oer !'-. K. .. ' . ' ä-. . ' . .. m ' J viicyor: i;ta, mein vercories ramrttl, i .tZ. :7 '. :x JUÜCtl 5 IC UllUf t(UUlV itfc. M Madame du , Titte, die 'Gattin :ines wohlhabenden Rentiers , in V Ber , Un,,dre Schwiegermutter 1 des Banamer IM "M M W-'k'l '' . ... .'?. i - öcucie von Vromyoerg, rvar rurer geri.l und? ist noch heute in ' ihremHedächmisse eine der populärsten Figuren ! i . .-. c . . r. t. s. ?er ?aup:laor, ourry v ycaiouai uuv anfreiwillige Komik, der von ihr über. neferten Anewoten. i,l!,?P'i wohlbekannten Frau du Titre vorüber-11 zuig. grüßte er dieselbe, die vor der Thür stand, in seiner gewohnten leut ß:ligcn'Ärt.MDieABegrüßt zebcugte Halrung des Königs zn Herzen ging, redete iljn freundlich und herzlich an: Na, w,e seht et denn, Majc stätelen?" Der König entgegnete mit ei mm Seufzer: Ach f' lie be Sl adame du Titte.... !"Ä8a!' ja, Majestäteken. ich:l vHstcheS Allens. Ein f o schwerer Scblag! Ach Gott! Un wer heirathet dWoHHlerchWtöe mit , sieben Kinder lMWGlMUWF In seiner letzten Krankheit zeigte sie ihrem Maune einst ein Stück schwar;en Kleiderstoffes - mit den Worten: Siehst Du, Papaken, det is das Zeug, worin ich Dir. betrauern werde," In einer Gesellschaft ihres reichen AuziKriM trMe ihi ' einst ein Pair von Frankreich vorgestellt. Dak' pero . Vater heiße, wußte sie auS ihretj Schulzeit, . sie, redete alssden Gast,' i:7en2rtrlu si:. 1:1 cinrr CSisy

1 M Als König Friedrich Wilhelm lll. kurz nach dem Tode seiner Gemahtin eines k!.Tag?5 an der Bi.la der lhm

artZe wurde, mit,, den wv cn: apaken, Sie sind dran, Bi Z:en -.r.

auspreien. 1 Frau du Türe htät mstttß fchzstÄdan:e, erzählt Ebcrty sn Iot Jugcnderrnncrungm eines tdltz v?t Einers " ZUicheren. Obliegenheit e tzsrte, daß sie der Gebieterin niemals wirertprechen durfte. ,7 Eln:t , su're beide Damen ' an einem windigen Tage im offenen Wagen uach CharlottenburZ.k Frau du Titre, schön geputzt, trug eine mit drei Marapoutscdern rerzierten Hut. Sehr bald eirtführtc , der Wind eine derselben, und die Eigenthümerm, die etwas Weiße) in der Lust slatlern sah, fragte: Mamscllken, wa? det nich eine Tanbe?" Antwort: .Jawohl Madame du Tiire. Nach einigen Minuten entführte Zephyros die zweite Feder. ' Mamsellkm, war det n;ch ein! Stücksken Papier? Jawohl. Ma - dame du Titre." Als nun gleich darauf auch die dritte Feder sich empfahl, wurde die Sache verdächtig. Herr JeS, Mamsellkar, war det nich ein Maram-pM-Jan)öhy Madame du Titre, es war der Letzte!" jf 3 Eines Tages sagte sie dem Die ncr: 5larl, sage mal dem Kutscher, det er anspannt, ick habe heite Vormittag einige Gänge Zu fahren!" Der Zahn der Zeit wird Jhnen och die Thränen drocknen, meine Liebe tröstete sie eine jiinge Frcuudür, die tir Kiud verloren hatte. - ..j v. . Spur. , , - ' ' r - 1, : ; . , : ? ; . . I)r. Egbert Müller, der Anwalt' de Spuks von Rksau,hst von verschiedenen' Seiten wegen des unermüdlichen Eifers, mit welchem er alle transcendentalem Vorgänge mit tiefem Ernst aussaßt, Zn stimmungs schreiben erhalten. Eines der bedeutendsten und maßgebendsten ist sol--gendes: Hochgeehrter Herr NrZ Erst jetzt habe ich mich yZtsFkossrm,, Ihnen Nachricht von einer höchst selleacn Erscheinung zu geben, welche ich persö nllch erlebt habe und die eben'o ein höchstes Welträthsel ahnen läßt, wie der Neseuer. : Hören Sie: Ich galtirte auf einer kleinen Bühne in einem- Städtchen an - der sächsisch-' böhmischen Grenze. ES war AbendS ' gegen neun Uhr und der Theatersaal durchaus nicht etwa so dunkel, daß die Vorgänge, die ich erzählen will, auf Täuschung beruhen könnten. Ich spielte meine LiebttngSrolle, den Hamlet. In diesem noch , immer. Shakespcare'schen Drama gehen bekanntlich höchst vier dimensionale Dinge vor, als welches ich das Erscheinen eines Geistes wohl bezeichnen darf. Plötzlich ich hatte eben den Monoloa. Sein oder Nichtsein betrc n endi: )ni0 clca t;; ürö e; inH?,, t Pust lffi&di(t: : (5 floa ekmas durÄ den ''' , -r, - -- i -r . . . rn.,.. aar. Wie rn areiaii maarur, j ruch Hz er, nur mehr für erneu Wezeta rianer, bet ich, beiläufig gezagt, nur bin, ; wenn die Einnahmen nicht sür FleischNahrung lange. Was durch die Lust ' schwirrte, war ein überreifer Apfel. Die blöde Menge, welche von der Bedeutunz psycho-phusischer K?äste' keine Ahnung hat. lachte. Dann folgte ei zweiter Apfel, diesem ein Ei, diesem abermals , etwas Obst. Ich würde das nicht als Thatsache mittheilen, wenn ich mich icht von der Wahrheit derselle-r überzeugt hätte. Besonders das Ei lieg Ln meinem Barett tiefgelbe Spuren zu rück, welche keinem Benzin, weichen wol len. Das ist die volle Wahrheit. Und nun wird es an Ihnen sein, diesen wahrcu ,. klnd wahrhaftigen Spuk in Dienste des sen, was Sie als Medlumltäibözerchne zu verwenden.-,, ' ' Hochachtungsvoll grüßt Sie . ' .(::, ; Bernhard Sch miere ) ) ' dürstelleuder Sunstler v Sie SpkrstiZche Lehrmethode. Ein Schulrath revidirte die Schule nnes Dorfes im Mecklenburgischen und fand sie' mit den Anforderungen der :. I Neuzeit nicht übereinstimr -nd genug. Tr nahm den chulleyrer der Seite. .Lieber Herr Eantor; Sie haben den besten Willen es schlt Ihnen nur an ' de? geeigneten Methode. Sie müssen die Einsicht selbst'auA den Kindern her- ' iii&irxfert: tnnu ttittr.t sie die Sokratiscöe Lebrmctbode: ich werde Jknen cinBc i ..'t- " .- 4 .: ''in,,' .' "" "h fptcl davon geben: paucn ie rnyr. ,r . .. . ' . iusif Nun, meiue lieben Kinder, wieheißt denn hierc , der nächste,-,, Fluß?"' Keine Antwort.: , ZZas muß man thun, e venn man sich; vergangen hat?- t Ei zeweckter Kopk Inef endlich: Kene. Schon recht, ader was noch? Neue ndBu-- -Kinder: iAicW-J l! .Seht ihr rocht!" Nun müßt Jh? nu? nicht sagen. B?ße, sondern Busse. 1 Also wie heißt der nächste Fluß? Kiuder : - Busse." In wel' chen Fluß aber ergießt sich die Busse?" Alles stumm. Was fällt vom Him r.el beruute?.?" .Kindes: Negl" '.Schön, .was über noch?" Schnee!" MaSÄoch?.Sägel ÄSehtf: Ihr wchl, un müßt. Ihr aber nicht ' sagcn: Hagel, sendend Havel! Also in velchen Fluß ergießt sich die Busse $mDer?;;3rr& 5)?n anderen Fluß lkt htmx ycdecj ditl Havel?" Alles still. Zähle Du mal!" Äuabe: Eine,'eie'?'DreieiM "KW EechP? Sübcne, te, Aeune,I ehn? Elfe " Halt ! ; Nun müßt ghr nur nicht sagen Elseondcrn Elbe! I ', . - i' -. if v ? V iL;!"' ' 'i''1 . ,J i .in 'h '!' II.. ' i : j . 1 ' jjlj;1 In welchen Flut! fließt alp die Havel ?" Binder: In die Elbe l" Erhuben LiWHMSchulrath.M Zlantor ein, daß ich fortführe, ich habe Sie vollkommen begriffen." Nun liebe Kinder, wo fließt die Elbe hin? gähleWnßWallO., Dreie, Viere, Fünse, Sechse, Sieben ilchte, Neune. Zehne, Elfe, Zwölfe w Halt ! r Nun müßt Ihr nur uich Ztgen: Zwölfe, sondern Nordsee' Mancher hat ein hschisttrn !es Prädicat und ist doch nur ein arz stliges Subject. -.u- :

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