Indiana Tribüne, Volume 14, Number 71, Indianapolis, Marion County, 30 November 1890 — Page 3

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SMh'g DpM . , U,mkn Wttyelm Verger. " 0. Fortsetzung.) Hassen läßt sich nicht, lvaZ jenseiti Wx öeib!ich?eü liegt," -fstjif Gosala träumerisch. Nuradnen wir sie in Stunden tiefster Se'.bstversenkung. Der E.danke kann es nicht erreichen, das Wort kann es nicht ausdrücken. Gesondert, leben dir und schemtn frei zu wandeln, doch ruhen wir immeldar indem Alleinen, wie die LewsbZumzn, die auf dem Ceeschwim men, tief a n Grunde aus einem und' demselben Stöcke Hr Leben empfangen. t. v , , - 1. t- -.. ' Vi

uno aus ccm öajcofce vesu)unuts steigt unser Wcll.n auf und zwingt uns in vor gedschle Bahnen. Kann ich der Liebe,

die in mir erwacht ist, sagen ;. sei nicht! ehr? Startn ich der Sehnsucht, die mich txiüüt, gebieten : weiche von mir?MuS nicht die Blume blühen, und der Schmer xerlinß ihren Kelch umkreisen ? Ich seht eine Gestalt im Lichte der, Schönheit er, glänzen wie keine' andere. Wonne auZgezössen'Ver 'luV Wnlm"$ÜM herab, das ircn Scheitel schmückt, bis zu den rosigen Sohlen ch:cr Füße. Wenn sie sich icweat, hüpft mein Herz -tun Takt: ihrer Glider; wenn ich nui den Saum $re $eanb berühre, schreit mene Sl: vor Entzücken. Snram babe Zch g?fleht: Holde, erhö mich! Wrddi-Lebliche endlicher, barmen mit mir haben Mit Aufmerksamkeit hatte Olympu dem Anfange dieser bildreichen Liebes Werbung gelauscht, die Worte gleichsam von Ramschai'S Lippen trinkend. , Dann aber geschah etwas Seltsames. Ei Leben d-cs xtaXt sich hinter ihm ant Bo fcsn, Olympia'S Äugfn auf sich lenkend. Die Tnppe hinauf jchoß es, vom Gar. ten kommend, und wand sich, mattgläw zmd, in Rmgeln empor. , Nun hatte ei den giaamischen Leib nach sich gezogen, rellte sich zusammen und tickte den Kopj m die Höhe ; in allen Farben schilleren die stechendm Augen. Wir starr verfolgte Olympia das Treu ben des entsetzlichen Tbleies. Der alt Zaube?, der von der Schlange ausgeht, batte si: ergriffen. Sie hörte nicht, was Gcsala spracy ; nur von dem sanften Murmeln feiner Stimme hatte sie noch ine undeutliche Empsindung. In einem Zustande der Lähmung befand sie sich, durch den plötzlichen Schreck herbeigesühct. Ohiie ein Glied rühren zu löniien, sah sie, wie die Schlange, fortwährend den Körper zu neuen Ringen zufammenzie bend, Anstalten traf, sich auf Gosala zu stürzen. Da horte dieser auf zu sprechen. WI, n:i.t einem Schlage wich OlympiasBetau, bnna ; im 9iu hatte sie die Lampe er griffen und schleuderte sie auf das Unge? thüm mit lautem Ausschrei. Ein Blitz, ein Klirren, .dann tiefes Dunkel k Gosala aber, der erschrocken aufqespun gen war, fühlte sich von zwei weichen Ar men leidenschaftlich umfangen. Än sei nem Halse, unter Schluchzen, jubelte Olympia: Du bist gerettet !" Die Diener eilten herbei ; der Schre! der Herrin hatte sie aufgestört. Was wa gcschchm? Welches UnheU hatte t IttHi ..Fackeln ! Lichter !" gebot Gosala. Es wad eine Schlange gewesen seil." Vita) immer ruolc Olympia cm semn Arust. Er sagt- leise : Fasse Dich. Theure! Hbir dürfen nlcht so gesehen werden. Laß Dich nieder, hier m den Sene! " Olympia, schauderte. Hier vut mals mehr. Noch immer ith' ich den Wiegenden Kcpf, die boshaften, grau samm Augen, wte sie Dlch ansunkel lcn!" Es blieb Gosala nichts andres übna, els die fast Ohnmächtige in das Haus zu fuhren. Tort sank sie m einen Schau kelstuhl und schloß die Augen. ,M küßte . sie auf die Lidcr, auf dre Wanqen, aus Schubern und ' Hänce. ' ..Erwache, man Leben ! Komme zu Dir, Licht meiner eele ! flüsterte er flehend. Sie ließ ihn gewähren, ohne sich zu regen. Endlich sagte sie lcie, wie tief ermüdet : Lan mich eme kurze Wile al lein. Ich mu mich besinnen." Y Die Diener draußen, sich selbst ühx lassen, suchten unt:r großem Lärm die die Spur der Schlange. Namschai ge seilte sich zu ihnen. Der Vorsicht ,'halder durchsuch:e.man et, ganze Umgedunz des Hzusos, eb?r oune Erfolg. Als Gosala wieder in ' das Zimmer trat, wo er Olympia . verlassen hatte sie fand er Frau Uöarburton der ihr. Der Schrei Olvmpia's halte sie geweckt: aus dem Hin und Heirennen der Leute schloß , sie trn einen AnMassall. Nacht. ewande, die,, bloßen Fude rn Strohr tosseln, war sie berabgeellt?, Nu-, ver nabm sie aus dem Munde Olvmpiadie blnch im Sessel ruhte, die Kunde von dem LZorgefallmen. Gosala stutzte einen Augenblick vor der knvcrrnutheten Er scheinung z dann wandte er ücbmit rasier Zvassuna an ?vrau Warburion, ihre ungewöhnliche Kleidung ig. nermny: e:naye wäre tch vordn Augen Ihrer Freundin' von - einer Schlange erwürgt . worden." ' Und Olympias Hand ergreifend und chrcrbietig, mit den Lippen berühren, fuht et, fort :t ,,Jbnen, g ädige Frau, verdanke ,ch mern Leben. ' Es ist künftig zu Ihcer Lersüzung." , ;. -::v :(,fi H;i- " t I' ' ' " J , ' .,.:; .:' : ."!: -:H - Und nachdem er sich nochmals vor bei den Frauen :, verbeugt hatte, wrließ er das Gemach und rief nach seinem Wagen: Am nächsten Morgen empsinz er ein:n Ärief von Olympia, welcher ; lautete : Lc:rathm habe ich Ihnen, was Sie nie erfahren dursten. ! Noch kann ich mir derzeihen ; einer i Schwäche erlzg ich, die mich Geheimes zu offenbaren zwang. Jetzt aber da Sie wissen, was ich vor mir selbst verbarg, jetzt fürchte ich mich i vor Ihnen. Ich reife m die Berge; ver- " ' . , "." t 5. " r ' . "' ' zuchen , tote n:cy:, , nuc? vorycr .wteoer zusehen ; ich verbiete s kraft der Mat, , die Sie mir e,mgeräümtchabkn.!'DBis ich tzurückkehre und dies wird nicht eher ;ein, als bis ich meinen Mann in Kab kutta gelandet weiß hoffe ich die Kraft S gefündkN,M hsbmjShnen'! gegnen zu können. Und Sie Ramscöai, Lh? Leben schulden Sie mir. In Ueoer, schwänze lz Dankbarkeit haben Sie es dnttbctcn. V.el ttcnii fordkl?

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Ich als Velohnung : Löschen Sie in sich dle Eimncrun-z an jene, Minuten aus, d rcn ich nur mit .tiefer. Scham geden km kann Eniwph.icn Sie sich davon an mich zu denken, verbannen Sie mein. Bild aus Ihrem G.-iste. ?Die Schlange licbte sich auf zwischen unö für zelt, lrbens." K l ' i 0t , - , -.; i- 's? Flucht war Olympias einziger Ge bänke. ' Ich kann .hier nicht bleiben, es ist 'unmöglich," sagte . ,sis zu Alice War burton. ; So erschüttett sind meine sTux , ven,' daß ch am' hellen Taze aus allen Winkelir Schlanzenköpfe sich hervor strecken sehe. sMix graut vor , der Nacht ; ehe . sie nochmals niedersinkt, muß ich dtesen Olt vcrläffen Habens Frau Wai burton fragte ' betreten: Was beabfichiizen Sie zu thun Z Wol. len Sie in das Haus Ihrer Eltern über sied lr'i" , . , , . vTHwürbeMchtt nützzn. Ruhe sind, ich nur d)rt,' wo die Erde jene gr.ulrchea Amvhibien nicht b.herderzt. - Ich ge denle in die Berge zu reisen na Dattschipani. " l.,..:"Vl '"cjjCl.iT"Ja' Kegemeitl" , wandtt Frau W rburton ein. Die Reise ist be schwerlich und nicht ohne Gefahr." Jch hoffe auf Ihre Begkeitung." Jn der That? Aber, meme , beste Frär Wiener, so geriie ich Ihnen gefällig bin und so außerordentlich angenehm mir Ihre Gesellschaft ist der Aufenthalt in de n einsamen Dardschipani hat nichts Verführerisches , für mich. Ich habe mich hier in Kalkutta so emgzwöhnt S nehmen cs mir nicht nicht übcl, wenn ich vorziehe, zu bleiben." Ser Wohl; es würd: mir Peinlich sein, wenn Sie Ihrer Neigung Zwang anthäten. , Erweisen , Sie mir nur den einen Liebesdienst noch, daß Si: mir zwei Diene? mit meiner Garderobe so bald als möglich nachsenden. Mein Kammermüd' chen nehme ich mit mir." , .. Frau Warburton schüttelte den Kopf. Und allem wollen Sie reisen? Thun Sie es nicht, wenn ich Ihnen rathen darf. Erstlich ist eö ungebräuchlich. Doch darüber werden Ste sich hmwegse tzen. Zweitens aber steht der Distrikt von Dschevapur, den Sie kreuzen müssen. m dtezer Jihreszett fast tmmer gromen theils unter Waffcr. Ohne den Schutz emeS mtclllgcntcn, enerzlZchen &wds rnanr.es würde ich mich dort dcn Palki trägern nicht anvertrauen, zumal in der Nacht nicht." So fest indessen war Olympias Sinn auf den ihr bekannten Ort ambtet, den sie gerade wegen seiner abgeschiedenen Lage gewählt hatte, daß cic Bedenken der erfahrenen Freundin keinen Eindruck auf sie machten. Der Palkidlenst ist wohlgeordnet und die ' Behörden' über wachen ihn," sagte sie uner;chüt!ert. In meinem Bette' bin ich nicht sicherer als auf den Schultern der KoharZ." Es war etwas in der l5ntschlossenheii Olympias, das Alice imponrrte und sie von weiteren Einwendungen abhielt. Sie wußte, gegen solchen Eigensinn, war boch nichts auszurichten. Olympia gab auch Befchl, daß kem Besuch zugelazsen werden sollte. Augenscheinlich wollte sie sich davonstehlen. Und da Alles um eine Schlanae, die amEnde gar nicht ein inal die Absicht gehabt hatte. Jemandem etwas zu Letde zu thun. In den .Mütaastunden fuhren nach einander einige Wgen vor. Die Kar ten der abzewiesenen V.'sucher wurden hereingebracht ; mit Spannung nahm lvmpia sieentgkgcn, um eine nach der andern enttäuscht in die Schale zu wer scn Der vlaxn:, den ste zu le?en er wartete, trötz' ihres Briefes zu lesen er vartete, besand sich nicht darunter. Er batte sich wnklich emschüchtern lasien, der kleinmüth'ge ! Sie zürnte ihm, daß er ihren Befehl befolgte. Hätte er nicht' noch nn letztes und dann em allerletztes Mal einen Ansturm auf ihre Festigkeit vetsucben müssen . h . .. ' Sie wußte nicht, was sie wollte. Als schon d:r , Wagen vor der Thüre hielt, der ' sie zum Bahnhof fühnn sollte schwebte es ibr auf den Lippen : Ich bleibe " Dsch besann sie sich ; ihm hatte sie lhc Wort gegeben; sie muM Wie würde Kr es wohl deuten, wenn sie blieb, nachdem sie ihm ihre Liebe g-stan den hatte t Hleß das ntcht : tch habe mtch snders besonnen: ich erwarte dich : komm' und sei kühn? Nein, und kenn alle Schleusen des Himmels sich ! . f . 11 . I .. . im , , t tZsneten ne oane remc Ävay meyr. Auf dem Wcae zum Bahnhöfe kam eine neue Furcht übr sie. Wenn Namd scdai ihr dort 'auflauerte, wenn er sich in l n r. , r p. eem Huge vnzteate, it verfolgte, um 't.!li. !"'-,. j. :c. kittr .. tj..: mi nuu.) uji i'i taiviu Vi au nu,cuicji. Tolle Idee! Als ob er dies nöthig bätte, m au crfabren. wobin sie reiste ! Mor zen, wenn er sich die Mübe gab, konnt :r thren Zufluchtsort von Frau Warvur Än1nkaam;'N'WsZ?NU Und doch: durch den dichten Schleier, her ihr Gesicht verhüllte, spähte sie angst.' lich umher Kein Europäer befand 'sich'' knter den Wartenden. Eilig bestieg sie!! ten Wagen -. von dort aus suchte sie wei-! .. ker. Nein er wagte es nicht.,,. Doch W iv--', ai ""i:: . s 1 1 " i-l , ' ,i- , !,,,,,! , . ! i : 1 i . . 'i . i- I. ... . '!l öalt : der vornehme , mdu in der Lan tee tracht, der im legten Augenblicke den vadn teta kreuzte, oas atitß unter c Wt I ' I W 1 ' I, ' m Zipfel d :s we ißcn Gewandes , halb i'im. ' . " ' ' . ' f. sY '"V m ' lerüeal. lonnre 1 tß f nioi larno cyat IN i iiifiifiiiTiin" 1 l t. . :;!;j!':Pi!v'i"i:: -! ':('? "fi .ft'Si Jii'ii nS;' At Jb? Hen klopfte. Da setzte sich der Bug in Bewegung. Zu spät war'S, ihr beschick zu ändern. '' Sie preßte die Lip pen ! aufeinander : , Was kommen soll, jeichehe'.iiiiEiiiiii.äiii! i !AVorwarts brauste der Zug, schaukelnd l nd schwingend auf dem schwammigen Hoden des - duichtränkten Delta's. - In nner Stunde war die Station erreicht, vo Ol?mpia's Weg nach Dardschipani ibzN?eizte. Außer ihr stikg Niemand aus ! ils ein alter Parse, eine ehrfurchtgebie, ende hohe Gestalt mit langem Barte.) Sie fühlte sich sicher. Jh Zofe, ein istrte Hindumädchen von vierzehn Iah:en, gesellte sich zu ihr. ? Das Palkiamt var in Äahnhossaebäude i$ Olympia 'birt ct'i oir' ..bein,'; Sprfleer . jof ptit ckitstellung vot zweiSänften mit den dazu l zchörizen"Äuten.ft?Z'i!A)f ''i::?Wohin, o Herrin fragreoÄtz MtelM:,., K : : ; ' :.- ' - --M li:;E! ,Muß es sein, o" Herrin tT-:;r-?sßt'k JShalfc fragst Du " fuhr Ouzmpia wkMMWMMWWW

.Die Weze sind schlimm und die Flüne

neit ; ich warne Dich." ! ,, ,; Azvor! Wtllst Du dte KodarS Zchs , m i Ich bedarf idrer; rufe sie her, bei! Ntmm die doppelte Anzahl, wenn Du dies für nhig hältst." , . . . ,.Es sou geschechi:, Herrin." Die Palkt, gewöhtlich in verd? bener Aussprache Palanlin genannt, ist ein leichter Kasten auS Holz, etwa sie ben Fuß lang und je drei Fuß hoch und breit. Die beiden langen Seiten haben Verschiebbare Jalousien, und an den Wän den Raum für kleine Reiseb dürfniffe. Wen Boden Gedeckt eme Matratze mtt Kissen. Zwei Fuß über dem Boden ge bet an den Seiten der Länge nach BambuSllamen hindurch, term Enden auf den Schaltern der Trazer ruhen. Letz tere btlden tn Bengalen etne besondere Kaste. dieKobarsdcr Sudras, undaelten den bSherenMasten als unrein. Siegehen rr?l :!" -. . - , vounansg nacreno, mtr Ä.usliay!ne er nes um die Hüften geschlungenen StückcS Zeug ; als Schutz gegen d-n Druck dr tttt: c rt c. a . e es. 'avu oum lynen ein vunnes, aus oie Schulter g'legtcs Tuch. ' Zu jeder PM gehören zwei Grudpen von je vier Trä gern, dte sich gewöhnlich alle tret Stun den ablösen. Da Reisen m der Palki fast nur Nachts unternommen werden bet Taze machen die Sonnenstrahlen den Aufenthalt in dem engen Kasten zu einer ' .ff n e . i enlzetzttchen ern so man außerdem noch ein Fackelträger beigegeben werden. DteleArt der Beförderung von Persg. nen ist in Indien seit undenklichen Zeiten m Gebrauch und entsprtch dmchaus den Eigenthümlichkeiten des ttrd:s. Dem Eingeborenen, der sich ja du-.ch geduldige Ergebung auch in leicht abwendbare Uebel auszeichnet, mag etne solche Trans portwe ke wenig beschwerlich erscheinen: der Europäer dagegen findet sie äbscheu ttch un setzt sich den damtt verbundenen Unannehmlichknten nur,, im äußersten Nothfälle aus. Als Olympla, m der Palki ausgestreckt endlich unterwegs war, gerüttelt und ge stoßen, den Nauyd vorangetragenen Fackel einathmeud, durch die rauhen, un melodischen, nach regelmäßigen kurzen P-msen , wiederkehrenden Ermunterungs laute der KoarS tm schlafe gey'ndelt, da erschien rhre Flucht als vollständig tnilo?, al! ein U.tt rehmen, in einem ustande von Geistesverwirrung geplant und ausgeführt. JeU traute sie sich die die Stärke zu, Namdschai zu widerstehen : ..1.1 r . r- . . r-i - 1 r i4 ' zetzt sano U5, oen Mes, ven ste tym ge schrieben, albern und abgeschmackt. Nur wiederholt hatte sie darin das Gestand mß, daß sie ihr liebte.' Welche üb.rflüsstze ?h)rheit! Wenn si: sich von ihm losreiße:: wollte ein Blick, ein Wort hätte genügt; mit jener "Eises kalte, die sie durch Haltung und Mtenen so gut um sich zu verbretten verstand, hätte sie vennocht, ihn in denjenigen Schranken zu halten, die sie ihm anzu wetsin gedachte. ;a, wenn ste sich von thm Icsretßm wollte! Dieser Wille war doch wohl nur eine Aufwallung ihres Gefühl für Ehre UD Pflicht, nicht , jenes an der Wurzel des Daseins empfundene , Muffen, dem alle LebcnS5räjte sich ünterwelfm. Nein : sie konnte ihn nicht lasien ; die E'ttfagung, die sie sich und ihm auferlegt hatte, sie bedeutete unerträgliches Ilend. , : Immer weiter ging es in die 'dunkle, Kernlose Nacht hinein. Ein Jluß lag lm Wcae, wett Kbes sein Bett getreten. Olvmpin fühlte, daß die Palki auf den öoden eines Fährschiffes niedergesetzt wurde; der Ruf drt Träger verstummte ; sie hörte das Plätschern deS Waffers uns ter sich, um sich. Aengstlich , werdend, schob sie eine der Jalousien bei Seite schwärzliche Fluth, leicht gekräuselt, so w.'tt die Fackel ihren 'röthlichen Schem warf. Darüber hinaus nichts, nur ein unbestimmtes Greum. ,, K .f,i: (; Seife, unterhielten sich die Kobars mit em Kammermädchen. ,Jst etwas zu fürcht? V fragte sie argwöhnisch nach dem Mädchen hinüber. Nichts, 'Herrin.- Nur ' klagen ' die Leute, der Weg sei weich und schlüpfrig. Zs wird eine lange Neise werden.?, D:r lutz war vannt; Olvmpta wurde, - emporgehoben : wnd.'r - ertönten ie : Rufe der unrezelmäßia marschiren! ;ei KoharZ, Ein Geräusch erhob sicd. mi ein fernes auzen uno raukcn it. weise fuhr der Wtnd über die Fläche . ' ' r , i- ' V m' ' und rüttelte a , den Jalousien der Palki.', Lte Tragcr wcchjeuen rasche i Bemerkun ;en, dte Olympta? ntcht verstand. Ste wftete den Vorhang und fragte, was eö V5.?KK ' n,M i fiiii m Wf Der Wind hemmt unZ,"war die. ÄnrwOlt. Und em Unwetter zieht heran.' ' Das war schlimme Kunde. Geqen die? Warmassen, lvelche bet etner Entleer" ing 'der Wolken während der Regenzeit zerabstürzen pflegen, vennochte das fugen ichs Dach der Palki kein en Schutz - zu kteten. : u: avS ' i; u,rl ii.:i,.v-j II' " ' : , i i Schon begannen schwere Tropfen dröh end auf das Holz schlagen.. Der Wind heulte in den Lüften i ein gelblicher Schein zuckte auf und vetschvand wieder. Um Boden rollte grollender Donner hin; :s war, als ob die Erde ihn erzeugte, und viederverschlänge: , Ä r , ; fitj)' j .,. 'Die' Trager standen fllll und berath, schlagen : ledhaft, ab mit gedämpften stimmen. Der Regen nahm zu ;, schon' . yr, gr ' & ci - j. r r " '" " rv stck Nen kleine ; Bach lern an den Innen bansen der Sanfte herab. Da erlosch plötzlich fischend die Fackel. Olympia wurde niederzelaffen ; dann , hörte sie zlichts mehr als das betäubende P?affel öes Regens aufentl leichten Bretterkastech v i rV'"'','1" 'ff, tm i s1 dorrn sie lag. Etne Minute verharrte sie geduldig, erwartend, däß ihr irgend sin Vorschlag zur ;S6tfcTuno:.:;i;2gc zcmacht werden würde; dann, a! Nienand sich um sie bekümmerte, wurde ihr enheimlich ;u Muth ; sie hob die Jalon ju und spähte hinaus, dem Gusse trotzend, der sofort sich in ihr Haar ß stürzte. DaZ Wimmernde Leuchten der Atmosphäre ge Kattete ihr einen Blick in die nächste Um zebuna ; etwa z?hn Schritte zurück entdeckte sie die Palki ihrer Dienerin, mit fern , auf einem morasnschen Pfade : du . m : " ' . ' . ' 1 T. 1 ' IM..- 5 . ... Raaer aoer waren rituen.?M Kein Zweifel; die elenden Feiglinge hatten die Flucht ergriffen, um sich . ir zendwo'zurgen!'k lfiil FWlympia"?zogßden in die Palki, ihre fragwürdige Zuflucht ftStteKSZ üöcrlegte.Z!iKonntehz.,sieA waö thun, sich gegen d,e vCät zu schützen, die jetzt von allen Seiten j auf sie eiT drang Nem, ntt da? Mindest?. B

en kurzer Zeit würde ihre Kleidung ll auf die letzte Faser vom Wisset durch. tränkt sein ; sie mußte es leitea. Nun, taS war zwar unangenehm,, aber doch beider Hereschenden Schwüle zu ertragen. WaS ober weiter ? 3!ach ihrer Schätzung mochte ts z- hn Uhr sein ; es war immer hin möglich, daß sie bis Sonnenaufgang in ihrem nffen, engen Gefängnisse aus. Harri mußte, ohne sich rühren zu kön. nen aso noch acht Swnden. Und an Schlaf war natürlich nicht zu denken. Wahrlich, die Aussicht, die sich ihr dar. bot, war schrecklich genug. Doch stieg kein Gefühl von Furcht in ibr auf ; sie war cir.c jener Naturen, die den Kampf mit Widerwärtigkeiten elementarer Art gelaff-n aufnebmen. i Noch einmal beugte sie sich hinaus und rief: Nadha, wie ist Dir r -: Klagend kam es zurück : wDt Herrin, ich fürchte mich so sehr !" Ich kann Dir nicht belsen, Kind; Harre aus in. - Geduld l" antwortete Olympia. - ' - Stärker wurde das Gewitter. DäS Leuchten der Luft steiget ts sich zu einem lebhaften Flammen; mit betäubendem Kr.attern folgte ein Bliy dem anderen.

Schwer athmend lag Olympia in dem engen Behältniß, ntchts denkend als: ! . '-. t'f ' - VflJL . AL t Q wann wtro otes enoitcy vorurerietn x i Nach einer Stunde ließ das Unwetter nach. Seltener wurde das Leuchten, leiser rauschte der N g:n. Olympia, un. .mj, ti7- :n . . .. sautz, tare'.ir tn lyrem num ju et harren kroch daraus hervor. Bis an die Knöchel reichte ihr das Waffcr; st achtete nrcht daraus. , ..Ra'icha !" rief sie. Sie sehnte sich darnach, deS Mädchens Stimme zu hören. Abcr. keine Antwort kam - Verac,ltch wlederholte sie den Ruf. Da -watete sie hin zu der Palki der Die. , r - c . , t. t . nn nerrn, o:r oem ?ryeinr orr rernen 'oHe.' Radha lag in Ohnmacht. Olympia's tastende .Hand fühlte den schwachen Schlag ihres Hcrzenö. O, wie kopflos batte sie diese Reise unternommen! Nichts zu Etätwng, zur Erquickunz i r 4 r r rr' . . . f . uyrte i vet n. ,'i.s arme, , rrasi oZe Wesen vor Schrecken, vor Ett schöpfung würde es umkommen ! 'Wach' auf, Radha!" rief sie angstvoll und nahm den Kopf des Mädchens in du Arme. Ein leiscs Stöhnen antwortete ihr. Ich bin bei Dir : fasse Muth ! r bete sie auf die Regungslose ein. Wir kehren zurück nach Kalkutta, sobald e 44 r -V . . u 1 Tl i.-.".t hell wtro. U)as nnua I vvruoer; nichts haben wir mehr zu fürchten. Noch einige Swnden halte aus !" Ich kann nicht, eirtn. alt hat mich berührt ; ich muß ihr folgen. - Radha saate es sanft und ohne den Ton der Klage. Es war die finstere Göttin des Todeö, deren Hauch sie vet. spürt hatte. : Bei dem nächsten aufzuckenden Wetter 'chcine blickte Olympia in ein Paar buchend? Augen. Sie hatte dies Kind unter den Leuten ihres Vaters aufwachsen sehen. Zart wät es gewesen in früher "Jugend und bäusig von Krankhit heimgesucht: Olyntpia's ?)!itleid hatte sich dem schwäch, lichen Pflänzlein zugewandt; in thierPflcg: erholte es sich und nahm lang sam zü von Jahr zu Jahr. Aber zur rvlen Kraft des Lebens rang sich der schmächtige Körper nicht durch; Radha blieb ein Dämmerungsgewächs, das zur Blüthe nicht gedeihm wollte. Doch rührend anhänglich war sie an Olympia; in demüthige? Liede umschmeichelte sie die stolze Herrin, sich ihr darbietend mit Ab lem, was sie konnte. Nun hatte sie in ibrem Dienste das Leben getaffcn ; das kleine, treue Herz schlug nicht mehr. r Eine Weile vergaß Olympia die Lage worin si: sich befand, von dem beklagenö wmhen Geschick d r Dienerin tiefer er, schüttert als vorhin von dem Rasen des Gewitters. Jen. in der düsteren Stim mung, deren sie sich nicht erwebrcn konnte empfand sie, daß auch ihre Kraft ach-j zulassen begann. . Und fern war noch der Morgen. Wah rend 'sie so 'stand, über die Palki der' Todten . g?lebnt, drängte sich" ihr eine Wahrziehpturg auf, d:e ihr das Blul zum Herzen trieb. Das Waffer, worin ihre Füß: standen, wuchs. Wne Fluß mrm" mußte gcmz in der 3?ähe se;n eine jener! Utizzhllgen 'Rinnen, von welchen das Webtet de s Ganges in der Nähe sein eine iencr unzähligen Rinnen, von , wcl-' chen da5 Gebiet deS Ganges in der Nähe seiner Mündungen durchzogen ist. . Dte ungeheure Regenmenge, die niedergestürzt ft.A Vlss'.ö Ki3 o.,x rl 4 '44, V4.b 1f VMV H'fc fcVschwand, von den schwellenden Strömen ercoert und tdren wremen etnverlctdt. ' Wobin ? Wo' lag ein emporragender Fleck Erde, der Zuflucht gewähren konnte! Vielleicht ! nur 5 fünfzig, vielleicht nur zwanzig l Schritts entfernt. Doch tiefeö Dunkel herrschte jetzt ; der letzte Schim. mer des v05Übergezog.enm Wetterö , war verglommene Olympn durste sich nicht -t .. j ? .v' rif"j '11 r:i t'r l'-:Z-i'air r ' ruoren : icver ??wrru in iai ajcr jurn tun, konnte sie an eine Stelle bringen, l 1. . ' ' ,:',. (Vk "'s. .der fest: Punkt, von dem aus sie einzig und allein vielleicht noch den Rücknxz ge winnen tonnte in jene schöne Wilt. die ,ihr schon in neoelhafter Ferne zu r liegen fM" mi m -Und so wartete mit gesenktem Haupte, die Hände schlaff in den Schoß g?!egt. Lautlos.,Stillez!n steigende Waffer sing an leise zn gurgeln, öls, ob es bereit an der Bewegung des "-.4 S 1-f-.-t:..',t'.i.i, ,:. . ., ,,.. n. Stromes Antheil nähme. Und nun crin tkrte sich Olympia ,Sn die erhabene Lehre ' t e S " Bu sdha , von der Abwendung 4 vom l'cjcn, nc lamd chat (sosala ibr ein l- : 7 vse. !: orgeirazen. as jpatr n am roi lben ii't die einnge Quelle allcS Leidens. Wer von jeglichem Bezehren ' seines Hn lens sich ; gelest, geht in das Nirwana .; .,. i . ,'U . V ' . , ;! tl,.,,,,,, ;,, ,ic .1t lutn cwtsteit Frieden xvxSmM-:SM-:-:,, m Seltsam fremd war ihr damals dies leitende Gedanke in der Lehre des. großen LteliZitsstifters vorgekommen. Anders jetzt. Ihre Stimmung leitete sie zum Verständniß ; sie entdeckte den Trug in den Bildern der Maja. Von Allem ab. getrennt, : was du öinne bethört, und dem lauernden Begehren Beute darbietet. :in verlaffene?, von schrecklichem Tode be. drobtes Menschenkind in ungeheurer Ein. lamkeit, soeben noch an die rasche Ver.

wo .: ;pcr poew t nnier Floren tsupen mx schwand - Bleiben muzte, sie. wo si: sich befand : die Bahr? Radha'S wr für si,

,, : - : . 1, imglichkett alleS Entstandenen eindnng'

iich pemahnt. versank zre in sich selbst und suchte, die Wahrheit. , , Und die Zeit flog über sie hin, und sie ward ihrer nich: gewahr. Zu Gericht kaß sie über ihr b'h.'riges Dichten und Trachten, aus d Erleuchtung urtheilend, die Mer sie gekommen war. Alles eitel. LilleS nichtig l Von dem Erstrebttn, von tzem Gewonnenen verflatt.rte, zcrstäubte kincS nach dem andern wie st?illernde Seifenblasen, denen nur das, Auge die Farben leiht. Zuletzt die Liebe zu Ramd schäl rauch diese eniwich vor der forschen, ven Frage nach dem Bleibenden. Dann, nachdem Olympia die Welt der Sinne und des Scheins in sich zerstört batte, wandte sie sich zu fcrni Ewigm un jand, daß ihre Seele m sich selbst zu ru hen vermochte. Und ein Frikden erfüllte sie, wie sie ihn noch nie gekannt hatte. Es da nmerte ; rosch verbreitete sich die Helliattt von Osten über Waffer und Lar.d. ' Müd-e schaute Olympia um sich. Der We, den si' gekommen war sti'g ganz in ihrer i Näl)e. aus der Fluth em. per. Sie sollte rdm, bis an die Kniee im , Waffer . watend, und gewann den sicherem Boden. Welche Utberfchwem mung rings umher t Nur Reihen von Tamarinden ud Mangobäumen lußm die ehemaligm Flußläufe erkennen. Hier und da ein Gehölz, worin sich eine Än siedlung vermuthen ließ, Doch , nirgend wo ein untrügliches Zeichen von Li.ben, nirgendwo ein menschliches Wscn. Gelassen vk Uendtte Olympia ihre Um. schau : sie hatte sich in ibr Schicksal er geben. Nun blitzte der erste Strahl der Sonne über dem Horizont empcr. , Das grausame, erbarmungslsie Gestirn schickte ich an, dte Wanderung am Himmel zu 7 -Ms i ' i I ' . ; beginnen, unm uno crntcymng gtng von ihm auS ; 'tödtliche Aliasmen sog eS aus dem feuchten Erdreich, aus den ver wescnen Oröanismen der staZnirenden Sümpfe. Wohlan, auch dies mußte ge traaen werden. Glückliche - Radha 1 Wie sie so still dort ruhte, allem Leiden entbodcn! Da als Olympia nochmals ihr Au, hob siel ihr Bl ck auf einen Kahn, der aus der Ferne herbeizuschwimmen schien. Sie vnteischicd das helle Kcpftuch des Ruderers, sie sah daS Blinken der Ruder wie sie aus dem Wasser tauchten. Theil nahmlos verfolgte sie die Bewegung des .fr - AV MrVk. r. daylzriiges. wsox fle ras jict oenetoen, war sie, es nicht? So, tief wn ihre Er schöpfupg. daß oicht einmal die HoffliUNg mebr Einaaia bei ihr fand. 'Mit lernen, Rufe muhte sie sich um die Erhaltuna ihres LevcnS ; zusammengekauert aus dem .Boden beobachtete sie) wie eine un betheiligte Zuschauerin, daö Heranglei. tendeVcot. Die Sonne stieg. Und wonnige Warme sandte sie zuerst auf daS fröstelnde Weib. Olympia's Kleider trockneten ; sie ethob sich und es war ihr, als ob sie aus einem bangen, fürchterlichen Traum erwache. ..Hierher Föhrmann, hierher l Sie hatte di: Sprache wiedergefunden ; die Lust am Dasein regte sich doch noch leise rn ibr. Das Äoot konnte nicht ganz zu ihr ge langen: eine kl-ine Strecke, mußte sie durch daS Waffer waten. Dann kletterte sie über den Bord d:S FahrzeuzcS, und sank auf dem Boden desselben nieder. Der Hindu berichtete, die Kohars bat sich in seine Hütte geflüchtet. Zu ihrem Unheil : dcnn der Blitz sei hineingefahren und habe zwei von ihnen gelobtet. Die Uebrtgen warteten auf seme Zurück, kunft. . Olvmvta hörte ihn apathisch an. ES ist aut. Zvabre Zu und rege Dich r war AlleS. was sie sagte. ..Gleich, Herrin," erwiederte der Fähr m?nn' und stieg inS Waffer, um die Palki Radba'S ztt bergen; die andere war von dem Sttome hinwegaefübrt worden. : Er fand die L iche darin. Bedächtig bückte er sich, holte eme Handvoll Schlainm vom (örunoe herauf und malte damit das heilige Zeichen WischnuS ' auf has Gesicht der Todten, eine Gebetsfor, mel vor sich bin murmelnd. Dann nahm er den leichten Körper auf die Arme . i k rrL.rt- v i trug ihn zu emer riezerer ue uno ver senkte ihn dort in das Waffer. Stumm sah Olympia seinem Treiben nt. Sie wußte, daß ein Bei such, diese Art der Bestattuna zu verhindern, ver. aebl'ch sein würde. , Der mdu sicherte ' " ' rrt m.2 V-a ITf "-"41 ? . rtt . der tLtauycnogcnvtn oas ).ao tm vsan aes und damit den obersten und schönsten , V j ' . i m. i... , mn- . der Himmel ; otes war tetne pnicyr. , ' ' Nach " einer kalben ' Stunde ' erreichte Olympia die' HMte deS Fährmanns. Die Traaer, am Ufer zusammenaedränat siebten um' Verzeihung für ihre Untreue. 'Olympia achtete kaum der Worte der braunen Gesellen. Ich - werde - schweigen." sagte sie. Tragt m ch zurück zur statten." Ihr geringes Gepäck br fand sich in der Hütte ; , der Träger desselben hatte es aus der Flucht mitgeschleppt. ' Die Kletdungs stücke, deren Olympia benöth'gte, . waren lndlich . trocken - acblieben': sie war i:n Stand?, ihren gänzlich vervo, denen An zug mit etncm anderen zu vertzuschetr., , ' ? Gegen Mittag lan gte sie wieder in Kalkutta an. . : E ne , Lohnkut'che , brachte sie nach Hause.. . Kaum war sie entgegen tteten, als sie zusammenbrach. . Die er schrockene Frau Warburton i l eß dte Be wußtlse in das Bett schaffen und j sandte r i ' 's n i "'i v eitigfl zunt irzt. t, ,, iv i..,v i $ l.J nim i'iiß" -'l- 1 " ! jw- j ' l;" nm. 1 Als Arno Wtedener, m Wien ange kommen, die im Gasthofe für ihn einge laüfenen !Mepeschen cffnele, starrte ihm gleich aus einem der ersten Telegramme du Nachricht entae. am: Olympia schwer krank, sofortige Heimkehr, rothsam." Die Unterschrift lautete : Brooks. : Aufgegeben in Kalkutta war die , Depesche vor fünf Tagend KDas ? war ein Sch lag aus heiterem Himmel. Bchünt si'chte Arno nach einer späterm Mittheilung. Er fand sie am Schlüsse eines gzschästlichen Telegramms von Gosala vom aestriaen Tage. Go kala war ausfübrlrckzer als Arcbibald Brooks, und Arno war ihm herzl' ch dank. bar dafür, .mau Wtedener lteat an ei nem jchleichendcn wbtx!!iüca)ßbi Gosala. Aerzte unsicher, Genesung mcht ausgeschlossen. Besser, tzste kom, nhiÄ I.IVli ! , , , ; ,rli: ',., .!! ,.:!.!, , ;; l'' ! , I I, r";i I .' ) - i,,!Eil: .Hl,-'r . ! Arno dachte nach. Der nächste Dam m w m r:: rv M 1 pser vertteß Brinvtst m secys agen. Er konnte das Nothwendigste nrch crle

dizen urA dennoch px nßtm Zeit an Bord sein. Dies tc!?grapdirte er sofort an Gosala uns bat um Nachricht an sämmtlichen Landungsplätzen. An keine Mutter schrieb er ein: kurze Benzchtichti. gung. Dann ging es fort - nach Sfr den. : ' Es war ein tiefernster Mann,, der das Mittelmeer kreuze, em Mann, der w.' ntg sprach und keinen Anschluß an die Mitreisenden suchte. Erst als er in Suez die Nachricht empfangen Hütte? .Befinden etwas b.ffcr," wurde er gesell nger. In Aden fand er kein Telegramm vor ; in Bombay lauitte Gcsala'ö tylb lheilung ; Zustand unverändert." Arno mußte sich zufrieden geben; blieb doch der Hoffnung Raum, und waS konnte n mehr erwarten ? Aus den kargen Nach, richten, ( die ihm , ter Araht übermittelt hatte, war, ihm die Vorstellung einer je tückischcn Krankl e'ten der Tropen erwacht, die mit e nem langen räthselhaften S ech thum perbunden sind, bei kräftig Na tuten aber schließlich zu weichen pflegen.

Doch war, wie er wohl wußte, bet diesen Uebcln , ein geringer Zwischenfall ; etnt kaum beachUte UnvorsichtizZeit genügend, i m rif.A r-ittit fATtrnin Vf-ifSi.' bitpsuyr.-n. n Madras endlich, dem letzten Safen Mf j 9 vWV'htj Vden d:r Dampfer anlief, erhielt Arno ei nen Brief von Frau Warourton, aut Welchem -er Genaueres ' erfuhr.' Frau Warburton erzählte daS Abenteuer mi! dr Schlaige und berichtlte von der fast krankhaften Angst, von welcher Olympia infolge desselbeir befallen worden sei un die sie ' Zum plötzlichen Ausöruch nach Dardschipani bewogen habe. Am Mit. tage des nachstm Tages schon sei sie zm rückg kommen, beim Eintritte in dai Haus lohnmächtig zusammengebrochen und in daS Bett geschaft worden. Als sie die Auzen wieder aufgeschlagen, babe sie irre geredet u:-.d sei dann in ein yeftiges Fi:ber verfallen. Nach den ab gerissenen Aeußerungen, die sie in ihren Phantasien gethan, sei an;u -ebmen daß si wäbrend des nächtlichen Palktransportei in Lebe lszefahr gerathen, Radha böge gen vor. ihre Augen umgekommen sei. Nach Verlauf von acht schrecklichen 2a gen sei dann allerdings der Kranken du Besinnung wiedergelehtt, doch besindß Ire sich seitdem in einem seltsamen Zu tande, der noch immer, wie nicht zu ver, hehlen sei, lebhafte Besorgnisse eiaflöke, Als ich begann, sie nach den Erci;' nissen in jenet verhängnißvollen Nacht zu befragen," h'etz es w:ite? in Fr Warburton'S Brief, gericth sie in ciitt änanltcke Aufresuna und beschwor m,Ä Zede Anspielung darauf zu unterlassa? und auch Anderen zu sagen, daß sie nie, mals damit behelligt zu lv.en wünsche, Wir haben ihr, so viel wie möglich, dn Willen gethan ; hin und wieder ist im dessen doch einmal eine unvorsichtige Bs merkung gefallen ; auch warm die An, gehörigen Radha's nicht gänzlich zurück zuweisen. Jedesmal verschlimmerte sic Frau Wiedencr's Besinden ' auf die ein fache Auskunft, zu welcher sie sich zwa-g. Radha habe ihr Grab in einem Fluß, gefunden, dessen Namen sie nicht wisse, folgte eine Nacht mit neuen Fieberpl an, tasten. Sonst ist Frau Wtedener stiZ und geduldig. Ihre Schwäche ist noctz immer groß; doch besteht sie darauf, morgenö nach unten gebracht zu werden. , Dort verbringt sie, bequem in den Schau, kelstuhl g bettet, den Tag. Sie IseSt, !o viel sie vMas, und zwar fast aus chließlich buddhistische. Scbristen. D.'j Sie unterwegs sind, weißste' zuweib-r nennt sie aus eigenem Antri b chie Zahl der Tage bis zu Ihrer Rückkunft, doq ohne Unruhe und Verlangen. Di Aerzte erwatten von der küNnen Jahres, teit e'nen günstigen Einfluß und tapp. rm Uebrien nach wie vor tm Dunkeln . Traurig genug lautete diese sehnlich? erwartete Auskunst ; im Ganzen jedoj legte , Arno sie nicht ungünstig, aus. .E m heftige Nervenerfchutterung infolgz aus gestandener Angst es war doch anzu, nehmen, daß Olympia bei ihrer kräftv gen Konstitution darüber hinwegkommet werde. Und getrosteren Muthes legt, Arno den Rest der Reise zurück. Als auf dem angekommenen Dampf die Landunasbrücke festgelegt war, bs , fand Gosala sich unter den Ersten, tv An Bord eilten. Auch ,, in Frau WiedenerS Naincj soll ich Sie willkommen heißen,' siute er nach kurzer Begrüßung. Seij ' " " . Ctt . . - gestern yrer oatotzen Änrunsr gewartig, zeigt . sie' wachsindes Interesse sü, ' die Außenwelt." , , Sie ha en sie gesehen ! Sie nimm! Besuch an?' Besuch nicht .'eigentlich, Ihre Ver, wa,dt:n empfängt sie und mich. Für d !' W m. :" ! , '1. - : Pf ''j '. " STJ Ausnaynie, ci: ste zu metnen isunnei macht bin ich sehr dankbar." , " Befremdet blickte ihn Arno an. Der Jndier smkte die Augen. Sit vergcssm,' Herr Wiedener, oder wiss vielleicht noch nicht, daß ich die Veratv lagung gewesen bin " ;-t;;;(!F l't;;A nsden:' Krsegs sttsi m'! t Fremdwörtern. Der General von Vr ir. -' ,. iv- i ' l' - x 's"'' :! .-- J. i ' 1" tery" Cvmnlnndt Nt von panoan, war eine Art Vorläufer von Vapa Wknncl, aber seines tinqeschi'.ltnlt soldatischen Wesens halber bei König Friedrich Wil. Helm III. sehr beliebt. , Mit der deut. schen Sprache und noch mehr mit Fremd Wörtern stand der General aus gespann tem Filße." Eines Abends besaud er sich i ni .i!i "Fit ' rij &, ! i; -ütt, 1 ; ,-!:, ,, l t 'Cti . t - .' s " auf einem Hozball m llntkrhaltung mit dem Könige. tt "0$$&m.ffixi. prachtvollem Wuchs bemerkte, deren Er scheinunci. den , alten Herrii entzückte. Wn. i'''f si"" i'-"1'! "-i '' Msliestat1 nes er , begeistert aus. ,sehrn Sie nnr diesen :rrius. .TonncrlWhSiM lM, i":; :.: ; ; t t;. !.-.' ", ' .. -- ; ? -' , , ,. 11 1 !l G e r echt e,'n t rü stu n g. Bankier (zu seinem Cobne): .Weißt Du. über daS muß aushören. solche große Sumnien kann ich Dir nicht mehr geben.- Sohn: .Ja, wie kommst Du mir denn vor. meinst Du denn, ich brauche die Summen für mich, Gott eionhre, SIItÖli:--0 .-.n f. ... 1-1tä$3. R?. I ji SetYterDnrin läßt der Bürgermeister sämmtliche Weg. weiser in seinem Bezirke mit Glaem' ..'" i . '.'."'' .l.'iif''sWfti'i!. t handschtthen vergehen.

Trinker in Judlcn. Au den abenteuerlichen ' NeW' HaA Portugiesen im 17. Jahrhundert ersiedt man, welches Ansehen ein aucgezcichne tcr Trinker in Indien am Flusse Min an sich zu erwerben vermag. Unter ver schicdenen Stämmen, die die damalige portugiesische Gesandtschaft in der Stadt Pavel vorfand, gab es auch Leute, welD che Tuparocr hießen und die ihren edlMf Leib viel zu sehr liebten, um ihm rcit Fasten und Kasteien des Fleisches wehM zu thun. Diese Leute stellten zu EhrenH der Gesandtschaft häufig glänzende Feste an Bei einem Gastmahle, wo ybtiM köstliche Wein so wenig wie Alles. waS zum Glänze' sonst beitragen konnte, ge spart war, fiel eS einem Portugiesen ein, die Indianer zum Weitirunke herauszusordenr. H! Diese hiel e t das für eine Schmach und verlängerten das Fest, um nur ent Herausforderer seine Vermessenheit voll'? kommen darzuthun. Allein der P ortu ' giese setzte ihnen dermaßen zu, daß all zwanzig Indianer zu Boden getrunken wurden und er allein frisch und munter blieb. Als sie wieder ZU Verstände $tM kommen waren, da ließ ihr Acltester, in dessen Haus fcss Gastmahl stattgefunden hatte, alle die Seinigen. mehr als ; dreihundert Mcnn, zusammenkamen. Tcr portugiesische Sieger wurde nusH einen Elephanten gesetzt und s? duryH die ganze Stadt gesübrt. Trompeten Paulen und ahnlichett Instrumente cxC ans, und ein zahlloser VolksZHioar hintennach. Selbst der- Acltcste, Gesandte und feie anderen Portugiesen gingen Zu Fuß hinterher mit grünen Zweigen in der Hand. Nur zivel Manner dursten denZua zu Pferde mitmai

eben, und auch diese nur. damit das Volk vsw icicuicr in tano gezeyr Ivuroe, vte ganze VortresslickKit des triumphirenri t'JLt, sr'i'L. . .1....,, ,? '"Ä den Portugtezen kennen zu lerneit. Völker von Indien!" riefen die Reiter, rühmet und preiset die Strahl len der goldenen Sonne, des Gottes, der unseren ZZeiö aus der Erde hervor lockt. Preiset sie, daß sie Euch gemür dtgt hat, m Eurem Lande einen so heftigen Mann zu sehen, einen Mann, der ,!! zwanzig unserer Vornehmsten zu Boden V getrunken hat. Preiset thn. aus dazz sein Ruhm allen Völkern kund werden : möge. ; Das Volk erschöpfte sich in Freuden. Z und Vivatrusen, bis der Zug vor der Z Wohnung des Gesandten anlangte, ß Hier stieg der Gefeierte vom Elephanten herab, um von den Glückwünschen und H der Hochachtung der Jndier fast ttV'j tieft zu werden. Man warf sich vor ihm auf die Knie und empfahl ihn dem H Gesandten wie einen Heiligen. Denn." A sagten sie, teern Gott die große Gabe verltehen hat, wie Der zu trinken, dem kann der Mensch durchaus nicht Liede j und Ehre genug erweisen?'

Zschokke und Pestalozzi. H ' in Heinrich Zschokke hatte, so erinnert. die Preuß. Lehrerzeitung den gtroßen :!; Pädagogen Pestalozzi ersucht, er möge D doch fernerhin nur dann jüdische Kinder n A in seine Anstalt ausnehmen, wenn sie ß sich vorher zum Christenthum belehrt ß hätten. Ja, Zschokke drohte sogar, H Pestalozzis Unternehmungen die Unter I stützung zu entziehen, wenn er nicht ß fernerhin nur christliche Kinder unter ;'j richte und verpflege. Man hat keine Ursache, Zschokke wegen seines Anfalles von Engherzigkeit zu grollen, denn er; I hat Anlaß zu einem herrlichen BrM.H Pestalozzis an Zschokke gegeben, der H seinen Eindruck auf den letzteren - "so.,.M wenig verfehlte, daß er noch im selben Jahre das Schreiben in seiner Selbst schau" veröffentlichte, " I Der Brief Pestalozzi's lautet: VZem edler Heinrich! Mit allen Kräften m ei nes Geistes und meines Htrzens arbcile Hich seit drei Jahren dahin iri allen i elternlosen K indem eine rechtliche und ' sittliche Gemüthsstimmung zu erwecken ,, ?

und zu beleben. Ich suche die Binder . ; bei der ersten Entwicklung ihrer Kräfte 1 .' zu Geschwistern zu machen und mein ! . Haus in den einfachsten Geist einer gro , ßen Hausbaltüng zuzaMmenzuschmelzch tm hierbei bringe ich es fertig, über Wer M schiedenheit der Religion M)zü'se!nK Ich will den wenigen jüdiZflen'nnäbsH den herzlichen armen Waisen, 'für "'den ; !": Glauben ihrer Eltenf Liebe einflößen und durch Befriedigung ihrer täglichen Bedürfnisse, durch Angewöhnung wohl , thuender Fertigkeiten ihre 'Herzen ge " neigt und empfänglich für die That der , H Liebe ünd die' Kraft der EittlichkeitHz machen.' ' Das ist ja 'doch zunächst die , ... .. . ' -- t , ',,, i ' -M Hauptreltgwn!. 1 ' . Ach, neulich, theurer Heinrich, siel mir j ein' kleiner Judenknabe' der -in-KrakauIZ geboren utrd die Eltern verloren 'uu?' ..den Hals und 'rief-' Lieber Vater l'M Nein, mein Heinrich)' ' wenn Tu oidJ'Nhi edel 'ein kannst und, das- Verlangen Hellst, ich sollte diefcrmen Waisen' 5,zünW Christenthume zwingen, dann fehlt Dir die nöthige Einsicht! In ' Glaubens fachen muß weder Zwang, noch Gewalt , herrschen! Seit ' Jahrhunderten lehrt D man das Christenthum. Welche GehenH sähe bringt es. sobald es sich um 'Juden M handelt, zur Geltung X4 EstsinktcheraMA r- c , " J - -i-'.fiw"' ''1 "iJ-'V'tlif1 zur Niedrigkeit, zur Schmach, vcrltert , die Hoheit, die Reinheit, die Stärke der Nächstenliebe,' wenn es sich nicht von der Judenfeindschaft abwenden kann. Glau wnsfemdschast entsittlicht und verwildert. Mein einziges Ziel ZsiÄ.-P ' wahre, volle Menschenliebe bethätigen.. Willst Du mir hierbei helfen' so stelle. . ' . . -L- 4 . . ... -

keine Bedingungen uns vcllige oas schlechteste der Gefühle die Juden. sklndschsst. Heinrich, sanfter, edler Freund, gehorche! Ich bin Mn treuer und ergebener ' ' i,n " "w'P!est1slto;ziI;K "... .. -K . nii !. i ' ',.,!. I II',,-,II :MhMmU3PW ,,lj,ft.,!j'll t-' -" .-'!, T1 Ms-" "Sr n ' ''""i-l'.."!- ' i Zvftü&wSm&tQtß i Eine studtrt auf em neues Pulver, wel ches die Menschen rettet, der Andere auf ' ein ne::e5 Pnlver, welches d?e Äensä?k!r 'tödtet.MKU w.

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