Indiana Tribüne, Volume 14, Number 64, Indianapolis, Marion County, 23 November 1890 — Page 7

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Die neue Mama.

ue KÄSnsrZchichtt. Vea Slisabeiy Hu5. So, meine jungen Herrschaften, hie, herein. sagte die alte Kinderfrau, du noch von der verstorbenen Mama hn die Klemm in Pflege hatte und, als di Hüterin feiner Lieblinge von Herrr Winter respettirt, sich mit ihrem ange-. borenen Herrschertalent zu einer HauptPerson des HauZes auszeschwungcn. Sie sah heute sehr festlich aus. die gute Ba bette, in ihrem Sonntagsstaat, aber ihr Gesicht war in Falten gelegt, und du sonst' so freundlichM Augen bttckten'dü. ster und argWöhnifch. War doch heute der Tag gekommen, cho eine andere junge Fraü Winter in diese Raume einziehen, der Vater seinen Kindern eine neue Mama zuführen würde. Badette konnte nur mit Widerstreben daran denken, daß damit die Zeit ihres mmmschra alten Regiments ihr Ende erreicht haben würde; und dann toat es wahrscheinlich, ja. war überhaupt nur möglich, das? die reue Frau ein Herz hätte für die mutterlosen B inder? Nun. dafür war ja sie da. die aste Babette! ?, sie würde schon Acht geben, daß Nie. mand ihren Lieblingen zu nahe trete. Philipp und Magdalene, mit ihren Kosenamen kurzweg Fiffi und Mäuschen genannt, ein munteres Zwillingspärchen im Aller von fünf Jahren, ahnten indeß durchaus nichts von diesen; kriegerischen Absichten ihrer alten Duenna lind trippelten unbekümmert in das festlich ge schmückte Wohnzimmer. Heute tomml die neue Mama, be. gann Fisfi nit wichtizthnendcr Miene., Ja, oLN der drsLen Reise , mit dem Papa. setzte das kleine Mädchen die! Unterhaltung fort. Sie ist sehr hübs! Nicht wahr, VattUT Ta tommcu sie schon unterbrach sie Mäuschen. Und in der That öffnete sich bei den Worten des kleinen' blondlockigen Mad chens fchon die Thür, und die Erwarte; len, welche soeben angelangt waren, lraten ein. Herr Winter war ein stattlicher Mann in den dreißiger Jahren, mit dem welltgen, blonden Haar und den tiefblauen Äugen feiner Ktnder. . Papa. Papa!" jubelten die hellen Kinderstimmen; riesige Aermchen streckten sich verlangend nach dem Pater aus, und ein paar winzige ' Mäulchen hoben sich kutzheifchend zu ihm empor. Ja, meine Lieblinge, da bin ich! Herr Winter hob seine Kinder zu sich empor und drückte die herzigen Geschöpfe in berechtigtem Vaterstolz an sein Herz. Mehr küffen. mehr!" klang es da schmeichelnd, und die runden, rosigen Gesichtcheu schmiegten sich zutraulich an r das seine, die blauen Augen, blickten begehrlich zu ihm ans. Aber küßt doch erst einmal die Mama, der habt Ihr ja noch gar nicht guten Tag gesagt," erwiederte der Vater mit leisem Vorwnrj und führte das Pärchen seiner Gattin zn. . Hier Gre:chcn" Zagte er bittend,' sind meine kleinen Trabanten. Philipp und- Magdalene. genannt Fifsi und Mäuschen, ich hoffe. Tu wirst sie lieb gewinnen." 9 sicherlich! entgegncte die Zunge ' Frau entzückt, die mit dem Ausdruck ihrer großen dunklen Augen, dem seinen, rosigen Oval ihres Gesichts noch i selbst einem liebenswürdigen Kinde "glich. Sie hatte die Handschuhe von ihren Händen gestreift ubd kniete zu den Kindern aus den Boden nieder. Also Du bist Fifsi !" rief sie lächelnd, den schmucken kleinen Burschen zn sich heranziehend und ihm tief in 'die blauen Augen scheuend, was für ein herzig??, -kleiner Bub Tu bist! und sie. küßte seinen rosigen Mund. Mäuschen hat fcefesit, iS bin ein Soldat!" entgegnete Fiffi gekränkt, indem er doch wieder mit der natürlichen Bewundcnlng aller Kinde? für das Schone und Llnmuthige, kein Auge von der neuen Main verwandte. ! " ..Freilich bist Du das," sagte die junge Frau lachend mld setzte, ihm über das weiche Blondhaar streichend, zartlich hinzu : Sogar em sehr hübscher." .Nun zn Dir, liebes Mäuschen." '. wandte sich die junge Frau zu dem andern Kinde ; nun guten Tag, Mäuschen, sag einmal, willst TU: mich auch wohl ein wenig lieb haben?" 1 ! , Na ja. sagte Mäuschen, zwenn Du immer gut zu uns bist!- ' Das wirde ich auz gemißt immer sein!" versprach die juNge Mutter ernstl ' ' ' ' '' ' ""' ' i !i: hazt. . ; , . Komm, Grctcheu. fontin unter- " 'brach sie hierHerr Winter, die Kinder Zönnen Dich noch znr Genüge genießen; seht lüsi mich Dich ein wenig herumsüh-?-ren. und dann wlrst Du müde von der f Reise sein und DÄ ausruhen, HerD Er legte ton " Arm seines jungen , Weibes in den seinen und' führte sie, , froh ihres errungenen Besitzes, in der V: ganzen festlich geschmückten Wohnung Sich, liebes Herz," sagte Herr Wmter. indem er eine Thür, öffnete und , W'

i Zunge Frau in ein reizend eingerichtetes !! M Boudoir führte. dessen Glasveranda

, unmittelbar in den mit grünen Bäumen

,GNS duptgen lumm veztONOenen Part

führte, dies war Alices Zimmer. Ich

fe sen ; Tu aber magst nun daran andern. , schalten und walten, wie es Dich gut KMvbünkt, denn von heute an ist dies Dein :,!!! . , . . .i.:..u!;.s- -. lu-".- fjr. i:! -iij . , ., W'tlÜ 0.. : : A f!i - W;MDie junge Frau sah , ihn dsnkbar.an MIch dank? Tir, Erich lf sagte t sie f -ieife und dann fragte sie, auf ein schönes Frauenportrait ; deutend, das die MHä!ste..der.emen Wand fast bedeckte, be IfllKiman ' ' -ik:: WßJst dZeZMttIÄild? . CM. Ja, Liebe. auch dies ist an seiner AWtcnStelle verblieben, Du magst ihm MWmen anderen Platz geben, wenn Du - . VI'kß sswtllst. .. -

.Wte Tu nur so sprechen kannst.

ffrich, natürlich bleibt das Bild, wo eö ist." , ßt drückte dankbar ihren Arm. Tann stiegen sie die Terrasse hinunter in den Pack, wo ein Mahl ihrer harne, woran; sich Herr Winter von feiner jungen Gartin trennte, um in seinem Arbettözim mer den Gang seiner geschäftliche Angelegenhetten zu prüfen. . , -- : i Die junge Frau hatte die Reisetoiletti abgelegt uud stand im ?!egl!gee in ihrem Boudoir. ' Mit einem Gemisch von Wehmuth und Theilnahme schaute sie aus das zierliche Arrangement des Gan ! zen, auf das Bild mit den' kdelgesorm ten Zügen, den ernsten, gütigen Augen, auf die! zarte, schlanke Gestalt welche schon damals den Keim frühen Todes in sich getragen haben mochte. Wie schön sie gewesen war. und wie sehr Erich sie geliebt haben mußte! Und so früh sterben und all das verlassen zu müssen, die reizenden Kinder, den geliebten Mann! Thränen, traten, in die Augen der, jungen Frau. ' Ihr war, als wenn sie der Verstorbene! so viel Dank schulde, daß sie ihr, ihre Schätze hinterlassen, daß sie durch ihr , frühes Hinscheiden ihr die Liebe ihres Erich ermög' licht. Alle Familienbilder hier im Hausewaren heute bekränzt, nur da? Alices nicht. Aber, sie wollte es bekrön zen. ihr Andenken hochhalten, ihren Kindern die Mutter ersetzen. Gewiß. Erich wurde es ihr Dank lylsfen. Vehende stieg sie auf einen Stuhl, hob dgs große Bild herab, um es hier unten besser bekränzen zu köunen, und eilte dann in den Garten, um die Blumen zu ihrem freundlichen Werk sich zu wählen. Während die junge Frau sich in die tiefen Gange des Parkes verlor, trippelten zwei paar kleine, niedliche Füß chen die Verandastufen herauf, nnd Fifsi und Vkäuschen schlüpften durch die vsscn gelassene Thür : in das zur Zeit leere Boudoir. ,? Hier ist gar kein Mensch", sagte Fifsi enttäuscht, nachdem er sich in dem ganzen Gemach umgeschaut. , Nein", entgegncte. Manschen fopf schüttelnd, aber sich f mal daö große Mld d l, das steht aus der Erde!" Ja, da tonnen wir Versteckn Hinter spielen." Nein, da wollen wir eine Hütte von machen, wie Babetke uns' mit dem Schirm immer macht!" 'zNem. Versteck spielen!" Nein, Hütte machen!" ' Beide ' saRen' das große, Bild, der Eine zog es rechts, die Andere links, bis es ihnen aus den Händen glitt; beim Fallen warf es eine Säule mit uur. auf der eine Schale von seinem Sevresporzellan, mit Rosen gefüllt die klirrend in Scherben zersicl. Erschrocken erhoben die Kinder em lantes Klagegeschrei. In demfelben Augenblick wurde hinter ihnen ein leiser Ausruf deZ Entsetzens .laut ; die neue Mama erschien auf der Schwelle, die Hände "voll Blumen, und starrte mit s'assungslo sein Blick auf die angerichtete Verwüstung. 0, ihr bösen, bösen Kinder, was habt ihr 'gemacht?" rief sie außer sich und, fast weinend aus. , r1 : i - "rt Mäuschen danz artig gewesen schrie Mäuschen aus Leibeskräften, worein Fifsi unverdrossen aufs Kraf!igste Anstimmte. Junge, schreie nicht so!" rief Gretchen nervös und faßte ' den Kleinen an der' Schulter um ihn zum Zimmer hinauszuführen, als in diesem Augen-, blick - die alte Kinderfrau,' welcher die Kleinen während ihres kurzen SchläscheNZ entschlüpft waren, athemlos in's Zimmer stürzte. " '"" Meine süßen Herzchen, wer hat Euch was zu leid gethan?" rief sie, mit einem bösen Blick auf die junge Frau. Ach, und das schöne Bild, das Bild Eurer , tzu!en Mutter!" ' M 4 ' Dle ist todt ! schluchzte Fifsi herz, brechend. Ja. und .im Himmel!" bekräftigte Räuschen, um dann kräftig weiter zu schreien. . Der iunaen rau schien es unwürdm.

? r:"- i V- i W sich vor einer dienenden Person zu verzntworten? sie winkte nur mit her Hand, daß Babctte sich mit den Kindern 'ntfernen möge. . , , j-'z :, Ja doch, ja, wir gehen schon!" ries mürrisch, nahm die .weinenden Kiner ansden Arm, ,! und dieselben besänfkigend. verließ sie das Zimmer. (l 'l Jetzt wird es wohl nicht lange mehr Sanern, dann werdet Ihr wie Aschen-,. outtel in der Küche sitze müssen; , weint ncht. meme füßen, Kleinen, weint. nicht; a, die Stiefmütter sind alle gleich, alle ööse." I Mit diesen und ähnlichen Worten suchte die ' Uinderfrau ,die noch immer schluchzenden Kleinen zu beruhigen, vährend.si den langen Korridor mit ihnen durchschritt, in welchem Herr Winier ihnen entgegenkam. .x . !: Verdutzt hörte er die Worte der alten Sabette. um im nächsten Augenblick ihre mit aller Strenge zu wehren: Wenn Sie ncch einmal solch dnmmeS Zeug Schwatzen. Babette. ""so' Verlässen Sie foort das Haus,,, hören Sie wohl? Was, haben Sie denn, und warum schreien die , !llnde,so?"it,,LsLD m-: WH I ;! Ach, Herr Winter! -Die junge ' Frau wenn Sie wüßten " schluchzte Labette, den Schürzenzipfel an die Au zen führend, wcs ' die Zwillinge zu erneutem, jammervollen Wemenkveran lag t e;';;;.; a 6 er;::! cr);;:; a nn,;!( ja:;, q e r) c it;;;' p cro lg ich werde gehen! Es ist mir man blos um die armen Würmer." Damit verschwünd sie mit ihren SchützlM' zen durch die Thür des KinderzimmerS und ließ Herrn Winter nWner nichts weniger als dekaglichen Stimmung zu mifi - MM m Nachdenklich schritt er in fein Aröeitszimmer, ging dort einigemal aus nud ab, und betrat dann das Gemach seiner Gattin. Gretchen war nicht darin. Es fehlte etwas in dem Zimmer, es kam ihm verändert vor. Prüfend blickte er sich um., Ach, Alicens Bild war entfernt worden. Merkwürdig! Er hatte vorhin se

eine inge Frau gebeten, für das Portrait einen andern Platz zu finden, falls es ihr unbequem sei, aber es erfchien ihm doch unzart, daß sie es damit so eilig gehabt hatte. In diesem Augenblick erschien Gretchen, Sie erschrak sichtlich, als sie ihren Gatten im Zimmer erblickte. Semem fragenden, Blick ausweichend, bat sie ihn. zum Abendessen zu kommen, welcher Aufforderung Herr Winter verstimmt Folge leistete. : - Zum ersten Mal in ihrer jungen Ehe verlief ' die Mahlzeit einsilbig. Eine Verstimmung war eingetreten, die sie .sich vergebens zu verscheuchen bestreb' ten. ' ' f Du erlaubst wohl, lieber Erich, daß ich mich zurückziehe, ich bin doch recht müde," bat die junge Frau nach Tisch, und Zum ersten Mal empfand er es wie eine Erleichterung, ihrer Gesellschaft überhoben zu sein. Sie ging, und er blieb allein. Wie anders,, hatte er sich den ersten Abend mit seinem jungsn Weib in der Heimath vorgestellt! Er trat ans Fenster und preßte die Stm: gegen die Scheiben. Ihm war, als höre er eine ferne, müde, einst so geliebte Stimme: Erich, mein lieber, heißgeliebter Erich, wenn ich nicht mehr, sein werde, wenn Du einst daran denkst, Dir eine neue Gefährtin zu wählen o sprich nicht dagegen. Du mußt schon um : der Kinders willen, dann , o dann laß Dich nicht durch Schönheit bethören, nicht durch LiebensWürdigkeit verführen, wähle, ach wähle eine solche, die unsern Kleinen Mutter sein will sein wird." Es waren die letzten Worte seines sterbenden Weibes, gewesen und Erich hatte nach bestem Ermessen danach ge handelt. .War, doch der reiche ung. Wittwer eine vielbegehrte Persönlichkeit im Orte gewesen ; ihn aber hatte el unter all den verlockenden Gestalten einzig zu dem beherzten Äretchen gezogen, dem zwar armen, aber anmuthlgeu Mädchen mit der reinen Stirn und dem seelenvollen Blick, der, fast kindlichen Heiterkeit und dem weichen Herzen. Sollte ttsich dennoch getäuscht yaben', Aber nein,, das war ja nicht möglich! Und plötzlich zog es ihn zu seinem jungen Weibe, in ihr junges, süßes Gesicht zu sehen, in ihre klaren Augen, die nicht trügen konnten, und so feine Zweifel zu . bannen, die ihn wider Willen des drückten. , . Leise trat er in's Schlafzimmer. Die junge Frau war nicht darin, doch die Thür zum Kinderzimmer stand halb geöffnet. Klopfenden Herzens trat Erich näher und lugte durch den Spalt. Da saß sein junges Weib zwischen den Bettchen der Kinder, und das Mondlicht beleuchtete verklärend die holde Gestalt, an , welche , sich die kleineu' Geschöpfe ; im Ängsten. Vertrauen schmiegten. . ,, Du erzählst viel schöner als Babette," schmeichelte Mäuschen. ?Fehr! mehr!" bat Fifsi dagegen diktatorisch. Für heute nicht, meine Herzchen, entgegnete Gleichen fest, aber sanft, Äjetzt yüssen' kleine Kinder schlafen. Zuvor aber wollen wir beten, nicht wahr?" Und sie faltete die kleinen, ruuden, rosigen Kinderhändchen in einan der: Js bin klein. Mein Herz ist rein, Soll Niemand drin wohnen, ; Als Dott allein!" ' " So klangen die,, hellen Stimmen zu sammen. bis Mäuschen , nachdrücklich hinzusetzte: ' Und Papa und die neue Mama, lieber Dott. Amen!" Amen!" hinkte ßifsi nach. Und der "ebe Dott ist Nicht böse, daß wir das hübsche große Bild entzwei desmisscn haben, nicht wahr liebe Äcama? Und Du auch nis mehr? fragte er dann noch ernsthaft. Nein, mein süßer Junge, gewiß nicht! Ich war nur traurig, weit ich dachte eß würdeHavazbetrüben". ' 1 TanniAantze ichi wieder danz machen ?" forschte Mäuschen. , l Hoffentlich, mein Kind! Und nun

lchlazt, ' meine kleinen Lieblinge!" Sie küßte ihre Maulchcn und legte die beiden Blyndköpfchen - die Kissen zurück. Dann wandte sie sich langsam der Thür zu., : Auf der Schwelle stand Erich. Sein Antlitz war bewert;, noch nie hatte sie eine so tiefe Zärtlichkeit in seinen Augen leuchten sehen. " ' . .. Schweigend Krelteke tr die Arme aüS, sie zn umfangen; Margarethe! Mein Weib!" flüsterte er innig und drückte sie in feiu Herz. " , , . Ist- ; . Moderner LebenSlaus. schule : flüchtig. Bummeln: tüchtig. ! Wesen : schneidig, arbtitsnc'.dig, Lackschuh, Loge Schulden. Wechsel, Ehrenscheine, Vater gänzlich ruiniren. Schauderös sich ennuyiren, - Rennbahtt, Wetten Gaul, Sekt. Mädel. Ende: Kugel vor den Schädel. ? " :! '' (iii..,ir Ein böser Streich. Der öllthändler Jfidor hat eine Anzahl Vasen billig erstanden, die einen gan; anti ken Charakter haben. Um diese nun aber als ganz besonders Werthvolles wieder verkaufen zu können, , beschließt er, sie zu vergraben und bei passender Gelegenheit wieder auözugraben. Damit nun ! aber lein Zweifel s an K heit obwalten könne, läßt er durch einen armen Studenten noch einige lateinische Inschriften daran anbringenIWutid' schärft ihm noch besonders ein, ein recht hohes Alter anzugeben. Der StudiosuS ist jedoch ein Schalk und spielt dem geizigcn Jsidor einen bösen Streich, denn als die Vasen später in Gegenwart meh rerer Professoren und Alterthumssorscher wieder an' würben steht $tWW. Latein: Verfertigt in Rom, im Jahre 60 vor Christi Geburt. ,

Weibische Herrenmoden.

dem 31. Wrearr TögeS'ttH Die Männer, welche sich bisher erh' ben dünkten über die kleinlichen Angele genheiten, die selbst das vernünftigste Frauenköpschen so andauernd beichäfti, gen. die Herren der Schöpfung, welch; immer mu wSttelnde? Verachtung über derlei Lap a en gedacht und gesprochen haben sie beginnen jetzt höchstselbst nach jener Pfeife zu- tanzen, für, welche sie bislang nur taube Ohren hatten. Ich will damit nicht sagen, dan sie sich endlich entschlossen hätten, wirklich und wahrhaftig zu tanzen zu dieser Hyperbel kann ich mich nicht versteigen aber eS will mir scheinen, als habe Frau Mode ihr spitzbübischesGesicht aufgesetzt und schaue mit vergnügtem Klchern durch die Spalte der Thür, welche sich für die kommende Saison, zu offnen begonnen. Sie lacht, sie lacht aus vollem Halse. Irgendwo in Kamtschatka oder Amerika hat sich eine Schaar von Franen zusammengethan, um ihre Tracht zu vereinfachen, ihr ein männliches Gepräge zu geben und siehe da ; in der alten, civilisirten Welt mitten im Herzen von Europa macht . sich eine Gegenströmung geltend zu Gunsten der Herrscherin, und zwar von bisher feindlicher Seite von den Männern. Die Opposition hat sich auf Seite der Regierung gestellt. Der Mann hat die Berechtigung der Mode anerkannt: jener Mode, die nicht nach Wissenschaftlichen Grundsätzen handelt, sondern nach Launen, die sich jeden Augenblick ändern können. , ,Und die Mode hat sich die gute Stimmung ihrer Gegner zunutze gemacht und angefangen, unter der Toilette des Mannes gründlich auszuräumen. Wie ein gewiegter Revolutionär hat sie mit ihren Reformen von unten angefangen, bei der Leibwäsche, und damit jahrhuw dertlange Gepfiogenheiten mit einem Streich zerstört. Wie die Lenzsonne ..duldet sie kein Weißes" mehr z die Hetttttwasche kein Leinen,' kein Chiffon: in buntem Surah, Foulard, Battist, Croise, in hellfarbiger, gleißender Seide tritt die Herrenwäsche auf den Scbaiv platz der Saison. Und wo sie das Weiße" nicht ganz umgehen kann, da sorgt sie dafür,' daß nichts das starke Geschlecht an seine Stärke" erinnern könne.... Die Folge dessen ist: die Hemden werden ungestärkt getra gen .... Diezbunten. feinen Hemdstoffe zeigen Dessins, Streifen, selbst Tupfen und kleine Blümchen. Zu Hausanzügen, die Anspruch auf Eleganz erheben,' werden halb Rohseiden und Foulardhemden getragen, die schwarzen Dessin zeigen und unterhalb des Umlegekragens eine sich schlingende, ziemlich dicke Seidenschnür haben. Zu den Winteranzügen werden Fanellhemden. vorbereitet, vor wiegend in hellblauer Farbe, am Brnsttheile in einige" breite 'Säume genäht und mit Umlegekragen versehen. Dazu eine La Vallierekravatte, getupft. Für die' Reise sind Oxford-' und Rohseiden' oder Rohleinenhemden ungemein praktisch. Für die Straße, und den Salon tragt man Foulardhemden mit Säumchenbrust oder reicher Handstickerei mit riesigen Monogrammen in bunter Seide ausgeführt. Die Hemden zeigen oft mehrere Taschen von ziemlicher Größe ; es scheint demnach, daß die Absicht besteht, das altehrwürdige Kleidnngsstück, die Weste, langsam zu verdrängen und zwifchen Hemd und . Rock , keine überflüssige Scheidewand zu schieben. Kosb bare Handstickerei schmückt auch die Be satzbinde der " Beinkleider, welche aus dem feinsten, bunten Material angefer tigt werden nnd oft nur bis zu den Knieen reichen,-da die - größere iHälste der Herrenwelt beginnt Kniestrümpje zu tragen. Die Besatzbinden haben aber noch eine Eigenschaft sie . sind fest und ' dnrch' zähllose Steppreihen tviderstandsfähig und geben jenem Theile der Herrenwelt welcher,' seltsainer ,. Weist noch jmmer keine Mieder traat ses soll nach der vertraulichenMittheiluna eines ,? , f 'iieoersavrirnnien iviriilcy nocy wta)e Männer geben namentlich in Civll) . 1 . . . . ... . . . . ' , " . 5lwas wie eine -tauie. Aus diesem Wenigen ersieht man, daß die. Herrenmode wirklich einen weibijchen Charakter annimmt und wenn wir vor Kurzem noch behaupteten, daß der Männertoilette nichts mehr fehle, als der Spitzenbesatz, so ziehen wir diese Verleumdung hiermit als ganz unbegründet zurück. 'Die' Spitze fehlt nicht' mehr! Aus Paris kommt nämlich die frohe Kunde, daß sich die Aermel der 'cks, der wieder einmal die schwarze 8 r abwerfen will, um in Granatroth tt, Lachsrosa oder Heliotrop zu para diren, mit einem Spitzenbesatz anfzupnt-, zen gedenken, mit welchem eine, Spitzenlravatte härmoniren soll. .Dazugehören perlgrüne Beinkleider, SeidenstrümpeZ Spitzschuhe mit Silberschnallen,' Battist-,, Hemd und, wie wir im Vorjahre weisZagten, kein Klaque. Man denke an die Veränderung unserer Ballsäle, t Lcnn diese von zahlreichen Herren Koketten proponirteJdec bürchdringen sollte "4. was wir nicht zu bezweifeln wagen, da uns die Veränderungen auf dem Gebiete oer Wäsche auf Alles vorbereiten. Ueber Sie Vallanzüge, also die Stelle' der sortiss do bal der Damen bei den Her! ren vertretend, : : werden sogenannte "Frack-Havelocks" getragen. . die : jetzt vorzugsweise aus glatten Kammgarnstoffen hergestellt werden. , Die für die sen Zweck bestimmten, karrirten, oder auffällig gemusterten Rocke, die im Vor. jähre modern gewesen, haben aufgehört, f!"','' ,; ,. . kr f V f ' es zu sein. ; . ;.rr! , ": t . r Bei den praktischen Neuheiten am dem Gebiete der , Herrenmode übergehen wir, daß jetzt vorzugsweise zart g5musterte,'tn dunklen FarbeL gehaltene Stoffe, meist Cheviots, beliebt sind. Kammgarn hat für einige Zeit seine Rolle ausgespielt und , wird durch zart gestreifte, roth und, blau gestockte oder in gleichen Farben mit großen Carreau;

kaum menttcy vurcyzogene Stoffe ver. I: - . , . ".:v;i;h:!' :! x !! , : T i x-i-1'1::! . . -h,. . , ,..l:

treten, aus denen ganze Anzüge herge stellt werden. Für die jetzt so' begehrte. Pelerinenröcke. eine Art Ulster, die an, Rande einige Mal gesteppt sind, dere, Seidenfutte? biö an die Kante geb und deren Verschluß durch eine mittlere verdeckte Leiste bewerkstelligt wird, wer den meist gestreifte, gerauhte Cheviot benutzt. Rauh" ist überhaupt die Devise da ycurigen Außenseite, unserer Herren hoffen wir, daß sie im Gegensatz zu der selben ihreLnnen seile so wenig rauh ale möglich zuneigen trachten werden! D:e Winterröcke kurz, aus rauhen, dunklem Cheviotstoffen mit Futter aus einer Art Levantine oder Croise, welches an die Stelle des , lang vegehrl gewesenen Atlasfutters getreten ist, mit verdeckter Knopflochleiste , und 5 ausschließlich Sammtkrägen. Noch immer behaupte! sich die Mode des englischen weite Röcke Saccos, Winterröcke nnd der den Mentschikoff vertretende Pelcrülen mantel alle haben nahtlose Rücken theile, und wenn auch vor gar nicht langer Zeit irgend ein Modeblatt von ganz anliegenden Röcken sprach, so theilen wir, nach unseren genauen Informationen, diese 'Ansicht nicht. Eine Neuheit sind zweireihig geknöpfte Jaqnets, mit abgerundeten, nach rückwärts etwas länger werdenden Schößen und halbtiefem Ausschnitt, den aucy die gleichfalls , oft zweireihig auftretenden Gilets zeigen. Die Mode der Sammtnmlegekrägen auf JaquetS oder Gilets 'hat bis jetzt wenig Anklang gesunden, dagegen, ist Großpapas Hochzeltsgilet wieder modern geniorden und wird zu Ringstraßenpromenaden Enkel GigerlS profanirt. nachdem es so lange Zeit her hoch in Ehren gehalten und nur wegen der Schaben" aus seiner eng schliß ßenden Hülle ab und zu ans Tageslicht befördert wurde. Dazu noch nach allere letzter Mode die Bügelfalte an den Beinkleidern seitwärts statt vorne kurz; unwiderstehlich! Neuee Fraueis, , , m m ' i .im , - DaS billige Licht. -

Alle Mittel, welche wir besitzen, um Licht zu erzeugen, verursachen eine ungeheure Verschwendung von , Energie. Vor. allem gilt dies von den Lichtquellen mit niedriger Temperatur, den Kcrzen, Lampen und selbst, den Gasflammen Lauzley hat uachgewiesen, haß bei diesen Lichten ein Energie-Verlust von 99 Proeent stattsindet, sodaß man also theoretisch mit der auf diese Weise verschwendeten Warme eine hundertmal größere Helligkeit erzielen könnte als wirklich der Fall ist. Beim elektrischen Lichte, sowohl beim Bogen- als beim Glühlicht, ist der Verlust weit geringer, aber doch immer Zehr - erheblich., Wir können nnr mittels des Durchganges durch die niedrigen Grade ' der Wärme zu jenen hohen Temperaturen gelangen, bei welchen die Aetherschwingungen eintreten, welche das Auge als Licht em' p findet. Bevor nur der geringste Licht fchimmer entsteht, muß ein großer Theil unsichtbarer Wärme verbraucht werden und jede Steigerung der Lichtstärke bedarf nicht allein der dazu unmittelbar nöthigen Warme, sondern abermals Verbrauch von unsichtbar bleibenden Wärmestrahlen. Diese Wärmeverfchwendung scheint aus den ersten Blick unbedingt erforderlich zu sein, uud in der That wissen wir Menschen zunächst kein Mittel, sie zu verhindern. Die Natur zeigt uns nuu aber, daß es doch möglich ist, Licht ohne jene Wärmeverschweudung ' zn erzeugen, nanrna) m oen Pyospyoresceitzerschelnungen, besonder hat wo solche bei lebenden OrgZnismen an treten nnd von diesen nach 'Willkür hervorgerufen werden können. Das Llchl eines Leuchtkäfers. B. entstchtDhne jene ,Tcuipcratnr von 000, Grad C.. welche wir uöthlg haben würden, um M gleich Helles Licht künstlich hervorzurU' sen. ' ' :!";: ": Ebenso strahlt in den Geißler' schor Rühren Helles Licht ohne merkliche WärmeEntwicklung. Diese VerhaltNisse sind in neuerer Zeit von E. Wicdemann genauer studirt toordcn, , und er hat vorgeschlagen, die Llcht-Entwicklung ohne entsprechende Steigerung der Temperatur als Luminescenz zu bezeichnen. Von theoretischer Wichtigkeit ist eS nun, zu erfahren, ob das ' von leuchtenden Jnfecten ausstrahlende Licht nicht dennoch auch unsichtbare Warmestrahlen enthält. Mau hat bis jetzt angenommen, daß in demfelben keine solchen strahlen enthalten sind, allein diese, Annahme stützte sich natürlich nicht auf .Nessungen. Erst, nachdem es' Herrn Langley gelungen ist, ein Instrument zu onstruiren, welches noch den, Millionten Äheit von , einem einzigen Ärad Lärme-Unterschied erkcunen läßt, erschien das Problem nach den unsichtba den Wänestrählen im Licht - eines iZenchtkasecs zEsorschen, nicht mehr au iichtslos. Dieser Aufgabe hat sich I. angley im Verein mit H., Vary unterogen, und zwar benutzten sie als Beodhtungsobjecte kriftvolle kubanische Leuchtkäfer. Im SpectrosW' erkennt, nan, daß dieses Licht aus eimm breiten Sand in Grün und Gelb besteht und Mß es sich noch ein wenig' in's Blaue lnd Orange hinein erstreckt.' ' Ob das Zpectrum sich , nach letzterer Richtung Hi'MnHmenderH msdehnen würde ist nicht zu entscheid )cn. da es kein Mittel gibt, das Licht ?es Jnsects genügend zu erhöhen. -1 ': 1,1 ,,! i i-i'. ' -r-. .- " w, .-.-. im.-,: , . ,:,!, , 1,,,11? sk !k , '!, ',::.. j. t.r:.f. m.-s. xt... 1p vnull) vuiu , vxn vivvuajizi n u u t übrig, das Licht des PyrophoruS d rect mit dem Sonnenlichte zu vergleichen, achdem letzteres bis auf die Helligkeit zes ersten, abgeschwächt , ' worden. Es wnd sich nun, daßas Sonnenlicht sich VNetFnach; !vlter?naä),KdemA pectrums erstreckt als dasjenige des JnlectIdaHlletLteres lebhafter ist und im Violett plötzlich . ' . ' j:-. "r :.:';; , ,." i KTj-i.,t-r.ff'. aufhört. t Die genauere Prüfung zetgtz, daß überhaupt dem Lichte des Leuchtkäfers die rothen Strahlen, welche voruasweise Wärme aeben, feblen. Mari

ieiß nun. daß der Haupttheil der Son , enwärme - von den jenfeit des Roth legenden unsichtbaren Strahlen ge lesen wird, und man könnte hiernach mnehmen. daß auch der untersuchte Leuchtkäfer solche infrarote, unsichtbare Wärmestrablen aussende. Deshalb wurde lein Licht von den beiden ßör-. schern nach dieser Richtung hin unter, 'licht.- eine' der feinsten Arbeiten, die man sich 'vorstellen kann. Denn der intensivste- Leuchtflecken des Pnroph rus strahlte gegen das benutzte Jnstru mcnt überhaupt nur so wenig Wärme aus. daß ein dort besindliches Qneck silberthennometer nur um 1(5000 von einem Grad erwärmt würde. Diese Wärmemenge hat zndem noch einen doppelten Ursprung, denn sie besteht nicht lediglich ans derjenigen der leuchtenden Strahlen, sondern auch aus der Warme, welche der Körper des lebenden Insects ausstrahlt. Die Untersuchung ergab aber, daß das Licht des Leuchtkäfers nicht von unsichtbaren, jenseit des Roth liegenden Wärmestrahlen begleitet ist. . . Die Energie - Vertheilung im Spec trum des Leuchtkäfers, ist eine völlig andere, als diejenige im Sonnenfpec trum, dort komnlt die ganze Energie in der Erzeugung von Lichtstrahlen zur Vervendung, be! der Sonne dagegen wird ein sehr beträchtlicher Theil auch auf die Erzeugung von Wärmestrahlen verwandt. - Offenbar sind in beiden Fallen andere Zwecke verfolgt: das Thier soll nur leuchten, die Sonne aber sott auch erwärmen, und in beiden Fällen ist der Zweck in der vollkommensten Weise erreicht, worden. .Die , Natur," sagen Längley und Vary als Ergebniß ihrer Arbeit, bringt das billigste Licht hervor, und zwar mit nnr lj400ler Kosten an Energie, welche eine Kerzenflamme verbraucht, und mit nur citteln geringen Bruchthcil derjenigen des elekirischen Lichts, des ökonomischsten, das von den Menschen bis jetzt ersonnen worden, . Gegenüber dieser Thatsache welche uns die Natur vor Augen führt, ist kein Grund vorhanden, daran zu zweifeln, daß es möglich wäre, eine Methode zu finden, um in Bezug aus Lichterzeugüng ungeheuer viel bessere Ergebnisse zu erzielen, als wir bishel erreicht haben." - -Vorläufig ist uns Meyjchen freilich oer Weg, den die Skatur eingeschlagen hat, als sie dem Leuchtkäfer' das Vermögen verlieh, mit seiner schwachen Kraft den Aether in Llchtschwingungen zu versetzen, ohne Wärmeschwinungen mitzuerregen, völlig dunkel. Wlr wis sen nur, daß die Natur die Aufgabe 'im Kleinen glänzend gelöst hat;, ob nur deshalb, weil es uunöthig war. dies auch in großem Maßstabe auszuführen, oder weil letzteres überhaupt nicht möglich ist, milß aber noch unentschieden bleiben.

Der Ttephansthurm als Zahn st och er. Unter dieser sonderbaren Überschrift bringt das Wiener Jll. Extrablatt fotgende ausgerechnete" Geschichte: In einem alten auswärtigen Blatte 'aus längst entschwundenen Tagen, das unS kürzlich zu Gesicht kam fanden wir sollende Frage ausgeworfen: Wie groß müßte ein Riese sein, der sich des Stephansthurmes als Zahnstocher bedienen wollte?" - , G" " , Die unmittelbar darauffolgende Antwort, welche wohl gleich der Frage in dem Gehirn eines spleenigen Engländers mochte entstanden sein, stellte sich folgen dermaßen heraus ; Nimmt man ay, daß ein Mann von mittlerer GrLne ss eine Zahnstochers von z;wei'oll Lange bedient, so müßte Derjenige, der sich des Stephansthurmes zu gleichem Zwecke bedienen wollte, im Verhältnisse eine Höhevon 142.23 Schuh oder 2376 Wiener Klaftern haben. Znseiner Kleidung bedürfte er, und zwar zu seinem Frack 6480, zu einem Beinkleide 3888, zu einem Mantel 15,533 Wiener Ellen Tuch ; daran , würden . 300 ; Schneider vier Wochen arbeiten. Zu einem Hu!t bcnöthZgte er 177 Hasenbalge' und Zu :!nem Hemde 248 Stück Leinwand. Seine Stiesel wären 864 Klafter hoch. L16 Klafter weitend mit einer Sohle derselben würde er einen Raum von 893 Quadratklaftcrn bedecken. Würde er zum Frühstück Kaffee , trinken, fo brauchte er 16 Centner der arabischen Bohne. Als mittelmäßiger Esser würde er zu Mittag verzehren: 13 Eimer Suppe, 56 Centner Rindfleisch, nebst verhältnißmäßiger Portion Sauce odn Gemüse und 12,000 Paar Hühner rd 3000 Gänse.' Sein Wohnzimmer müßte C6 Quadratmeilen groß sein. Eine Reise von Wien nach Paris würde, er in fünf Minuten zurücklegen. Es wäre ihn; ein Leichtes, nach eingenommenem Fn: stück Ner Deutschland elne kleme Lust' Partie nach Teheran und Peking Zu machen, und nachdem ,, er , dem Schah von Persien und dem Kaiser von China seineu Morgenbesuch abgestattet, nach einer Wasserpartie über den Stillen Ocean über die Sandwichsinseln nach , Amerika zu gelangen, um , nach eingenommenem Mittagsmahl in den Ver. Staaten einen Abstecher nach Brasilien zu macheu und dann über Marocco und Italien nachdem er vorher noch die Raubnester Tripolis und Tunis mit , einem 's: 's. ftl - ! -f r'i" 'i !,!'.. ; M Fußlntt vernichtete oder über GutX" :' '.. : - .1 ' '- j.' 1 j,1" '" nea, Egypten und die TurketZW ropa , , zurückzukehren, f Ebenso leicht könnte er über die so " läng! gesuchte Durchfahrt aus dem Mlantischm Ocean in das stille Weltmeer mit freiem Auge 'c'iiijcc ibcrt)JoI er;,;, .übrraü t:: ;;u & j c BeZchäffenheiM ttatten lönnte. Wer , dies Mlles , uickt 1 ""zrt''''nr:'jJim:t "JL "ff -"' glaubt, soll sich S nachrechnen. , , ? I?i.-!,l,1,lfl 51KUÜ" wi;: i,ii!iSiil,Ni'ii.:c;,..ii :"! I ! I:! I ' :., ,i 11,1 " j "m 'i..11.'" ''i. " '" " U IM"' l. r : 1,1:1. im ., .- I . M erkwürdig. Es ist aanz

nerklärlW daß bei emzelneMrüppeH körpern darüber geklagt wird, die Stiefel seien nicht blank geputzt. Es hat doch :'v.pv,.i j --.. .w,-. T gewiß yicht an Wichse gefehlt ? , I 'i.ii.i'1' ''i, .. . '4 "iiU: - i' - l'j I, j: -i'1' l1,,. r.ili1! 'i " n .iiilinfc1" " ' ' " '

Adolf Tlesterweg.

? t er besonders hin das Volksschul ! wesen hoch verdiente Pädagoge Fried, rich Adolf Wilhelm Diesterweg. de sie? wohlgetroffetteS Bild unsere Leser hin erblicken, ward am 29. October zn Sie gen in Westfalen geboren' studirte m den Universitäten Heilbron und Tübia gen Philosophie. Mathematik und Geschichte, ging dann 1810 als Haus- unb Privatlehrer nach Mannheim, .wurde 1812 zweiter Lehrer der Senrndar schule in WonnS, 1813 Lehrer an der Musterschule zu Frankfurt am Main, später Rector in Elbcrscld uMl82 Direktor de5 Schullehrersemin'ars in MörS. ':',. Mit der Annahme etneMuss als Director an daS Seminar sür Stadtschulen in Berlin begann seine bahn brechende und fruchtbrigende Thätigkeit auf dem Gebiete der Pädagogik, welche hauptsächlich in der Ausbildung tüchti ger Lehrer nach seinem nnd des halb vergessenen Pestalozzi-Mupep , bestand So wirkte er, der LebenswcSer." mit ihn Harkort, der Meister in Licht und Feuerwerk", wie ihn Schmidthcnner nennt, nach allen Seiten anregend und begeisternd. Die besten Familien der Stadt vertrauten ihre Kinder der Uebnngsschule an, in welcher DiesZei Wegs Schüler unter seiner Aussicht ihrt Lehrversuche machten, und er selbst war eine Zeit lang Lehrer des Prinzen Friedrich Karl. IM ggz; &tim 1 tf . - &?r- MMWa ? ' , 'M5 ' ?mti l : 1 . . j. rkTX- - "V. X ,!! ' , ' ; XbtlftfVCrttUtp ' " " Alö aber Friedrich Wilhelm de, Vierte Eichhorn zum Kultusminister ernannt hatte, sah man in" amtlichen Kreisen mit Mißtrauen auf den Mann, der es liebte, aufrecht, einherzuschreiten und in Religion selbst zu denken und srei zu sprechen. " Es wird immer ein trübes Blatt in der Geschichte der preu. ßischen Unterrichtsverwaltung bleiben, das uns berichtet, wie der Konsistorial rath Striez im Geheimen die, Seminaristen über ihren Direktor aussragtc und selbst nachforschte, ob et nicht nur zum Gehorsam gegen die Gesetze, sondern auch zum Ertragen von Unrecht erziehe ! Socialistischer und demagogi scher Tendenzen beschuldigt, mußte Diestettveg 1847 von seinem Amte lassen, an dem er mit der ganzen Liebe seines Herzens gehangen hatte. Auf der TUbüne des AbgeordNctenhause als Mitglied der allen Fortschrittspartei, und in seinen Schriften kämpfte der nimm er müde Mann ungebeugt weiter für sei nes Lebens Ideale: Hebung der Volksschule und des Lehrerstandes Freiheit der Schule von der Kirche! Am 7. Juli 1866 gab der Tod dem, ritterliche Streiter den Frieden, den ihm das Leben versagt hatte. Auf dem MatthaiKirchhof zu Berlin liegt er begraben. Diestcnvegs pädagogische Ucberzengunzen vertreten den Standpunkt Pesta lozzis, RousseauS und ihrer GelsteZ verwandten. Auch seit seiner Entlassung setzte er seine Bestrebungen für Selbständigkeit und Unabhängigkeit R.M der Schule von der Kirche, süt Leitung derselben durch Fachkundige,' sü? lFrzZchung des Menschen Zut Sclbstbcstimmung und Freiheit nach den Grundsätze des Humanismus. ' ;, :!'G: war eine imposante Wedächtniß feiere welche die Delegaten von 60.00 deutschen Lehrern in dendieMbrige Psingsttagen zu Ehren Diesterwegs begingen. Bei der Feier des einhundertsten Geburtstages des großen Pädagogen richten sich die Gedanken wieder auf den Meister und Bahnbrecher, der unter den geistigen Vätern der deutsche Schule dem heutigen Geschlecht am nachstm steht. . :. A: Ich sind' es höchst uurerschamt von Ihnen, daß Sie mir den ganzen Abend den Rücken .jngmB? '.- ''( 1 ' -iftf jj i . U !, iHI' !l' ''' ' :' Pardon, werde mich gleich Umdrehend ,,A:'.Ach... . bitte:. :?,dkchenM. niir doch llWMeöVbm Rücken zu. i;

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: . fiia,!: " k, ' m "' :m im i-$m . efaiUA.W'ö4Jt:-ttrn s ch a f t. ; Wissen Sie, ÄnSdigste,!daK!ß!;::, 'ichMie,lgestern'ßanz , ernsthaft vertheidig gen mutzte ? l, Man spricht recht böse Dinge von JhMchker MDstende. Ist gar Nicht möglich, hier kennt ma

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