Indiana Tribüne, Volume 14, Number 64, Indianapolis, Marion County, 23 November 1890 — Page 4

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JMiüNS T Qonntsa0lQ0gabe. ctffX 100 Q.üsrdlanSS?. . JdZansliZ, Jd., 23. November 1890. CleopatraD?ka in fünf Akten sechs Bildern. u n d mtUtUn und wil RfrSesföhr, ta dn Patte St. CUxVn. Paris, 24. October. WaS Zoll nie ii zu einer Schöpfung 5ne Cleapatra sagen, deren Ankündi- . gung aussen Zetteln allein schon eine 4 Unwahrheit , enthält ? Draraa von ' Vittorien Sardou und Emile Moreau" , ' heißt es da, und dech ist Shakespeare der öauptmitarbeiter, ja der Retter der Mutsren gewesen. ;g3 gehört die aanz Unverfrorenheit eines Sardou dazu, dessen Neigung zum Plagiat sprichwört lich geworden, um als sein Eigenthum auszugeben, was er einfach Anderen ge nommen. Er hat es, und das verdient hervorgehoben zu verden, selbst den ftanzosischm Kritikern damit zu bunt getrieben. Ja, vielleicht ist es auch angezeigt, die Ehre des üerm Moreau zu retten, der, da Sarah seit langer Zeit den Wunsch hegte, eine Cleopotra zu creiren, eine einfache Bühnen-Adaptirung des Shakespeare', scheu Dramas gebracht hatte und, sich später erst, nachdem Sarah' gewünscht, daß er sich wegen dieser Arbeit mit Sardou in Verbindung setze, von diesem zu der Beseitigung deS Shakespeare' scheu Namens hat vergewaltigen lassen. ES war übrkgenS.., Sardou auch ga? nicht darum zu thun, eine literarische That-ju begehen. Seit einigen Jahren müssen wir den Meister" ans den Reihen Derer streichende um die Gunst der Mu ,sen ringen. Tomak monej heißt seine , Devise, die er aufgepflanzt hat, seitdem Sarah als Probirmamsell m dem gro ßen Commissionsgeschäft für dramatische überseeische Produktion alle Jahre über den Ocean schifft. Dkaturgemaß muß, was Sardou hierfür schafft, äußerlich verblügend und innerlich nicht tief sein, damit es neben den Kursen über gesalzenes Schweinefleisch, Baumwolle und Kaffee in die Köpfe der guten Fankees eindringe. Vor Allem muß Sarah in dem Stück ihr volles, schönes dramatisches Können und die kostbarsten Toiletten bethätigen können. So kommt es denn, daß die zuletzt von Sardon geschriebe ven Stücke fast Monologe Sarahs sind, oder daß wenigstens sämmtliche andere Rollen einen untergeordneten Charak ter haben. Dadurch wird Sarah das Reisen mit einer schlechten Truppe nicht empfindlich und ihrem Impresario, dem gewandten Gran die Gage sehr 'verbilligt. Man sieht, von welchen ran nent künstlerischen Rücksichten Sardou geleitet wird! Für die Entfaltung deS künstlerischen Talentes Sarahs bietet die Rolle der Cleopatra denn auch ein reiches Feld. Ich glaube, wenn man die Künstlerin in dieser Partie gesehen, dann wird sie ei nem schwerlich noch etwas Neues bieten können. Die Rolle enthält eine Art Revue ihres gesammten. und sagen wir es nur. eminenten Könnens. Nur wenigen Schauspielerinnen ist die vornehme Hoheit gegeben, mit wel cher sie von dem in verschwenderischer Ausstattung auf der Scene erscheinenden Schiff zu Marc Anton in TarsaS ans Land steigt, um sich und ihre Bun desgenosscn wegen des Anfftandes gegen Rom zu rechtfertigen. Mit der ganzen Grandezza des Südens, tritt die einstige Geliebte Cäsars dem siegreichen Marc Anton entgegen, der in sich die Doppel natur des ruhmesdurftigen Helden und des wüsten Sinnentrunkenboldes ver einigt. In dem Augenblick, da er noch doller Haß flogen die Königin, weiß sie durch ihre Erscheinung den Triumvirn zu entwaffen. so daß er. gehorsam ihia Winke, die sie umgebende .Menge end sernt, um allein mit ihr zu verhandeln. Wir wissen, wie .Cleopatra , mit. Män nern verhandelt : hat.' Ich glaube, Sarah hätte eine ebensolche Herzensbe stricken werden können, so er war sie es vielleicht im Leben? 6 " Am Strande ' der Bretagne, da wo sich wild die Wogen brechen, mag vor einigen Tagen ein französischer Dichte? gestanden und das Pollen der Fluth überschreiend bejammert haben: auch Du hast Deine Marc Antonstunde gehabt, auch Du hast einst Deine vctavia . verrathen, auch Du bist mit Cleöpatren unter die Histriones gegangen!- Glück licher wir Marc Anton, hat er aber den Bann gebrochen und ist zu seiner OctaVia zurückgekehrt, aber er hält sich fern 5 von .Cleopatra, fern im- weitesten ' i Westen Frankreichs. Fürchtet Richevin s noch immer dem Zauber zu verfallen? K 0! wie Cleopatra-Sarah den zu er vbernden Feldherrn sonst zu umschmeischein weiß, wie sie halb flüsternd, mit den leise tonenden Worten den Weg z dem Herzen des strengen Mannes sucht, T' JL ' f. .t 4 c . mk . ' . i ' w nc? l?re ueoesunrelnoen Vtt vn sengend in sein unstät werdendes Auge und tiefer bis in das Hirn bohren. daS . eben noch im gleichen Muthe Schlachten gedacht und kalt die Aufrührer zu stra I fen beschloß. Langsam legt sie den ' uackren Arm auf die geharnischte Schul1 C .4 k.:t .( cn:. . i ici, act iiiu, uzs v uicxuaiaie , des Körpers das starre Lederkoller durchdnnge immer schmeichlerischer. immer wohllüstizer klingt die Stimme, MdttMhk ihr Kopf an seiner Brüstt Sie ! : , hat gesiegt. Marc Anton xt der thnge, mm. V r t . . . . t :li!gs.3uc5i iqwrnig !p!eu ttgeno in r Schauspielerin diese Scene der großen Tregodin so überzeugend, so wahr, s yHsa sinnlich 'verheißungsvoll und doch s. uem imq. ' ; DaS zweite Bild bietet Sarah, so we, nig wie einem t anderen der SchauspieUz, Beledenheit zu irgend' welcher Z& lttfsUuna. ES ist ein Bild, kaum gut eenus kür un Ballet. : 7 Die Amerikaner

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m : ?y.'k . ; i ' ' ; '"' , ? ; "" :'f f't" Vöetche eS LerpMt hüben, die WeltSUSs stcUung zu besuchen unv auch späte? dem HeUremtempel deS Moulm rouge nicht ikre Aüswärtung machen konnten, wer den sich in dieZemBUdeandendort resp, seiner Zeit m der Aue du Caire zut Schau gestellten Wundern erquicken. Uns erregte dieser Tanz der Almeen ein er. hebliches Unbehagen. Welch eine Plattheit aber außerdem in der Sprache, welch eine Dürre in der Erfindung interessi render Situationen. Cleopatra, die anfänglich Marc An

ton nur ihrem Willen . unterwerfen wollte, hat sich in ihren eigenen Schlin. gen gefangen. Sie liebt ihn und sucht ihn auf alle Weise an sich zu fesseln. Da erscheinen die Abgesandten Roms, welch die Hilfe Marc Antons für das hart bedrängte Rom fordern und ihm mel den. daß Fulvia, seine Gemahlin, gestor ben. Da starb ein hoher Geist". läßt Sardou seinen Marc Anton canz unge nirt nach Shakespeare auf diese Nach richt sagen. Äntonius zaudert, dem Rufe der Landsleure zu folgen, Cleopatra drängt aber sebsi in ihn, nach Rom zu gehen, nene iegeölorbeern sich um die Schläse zu flechten. i DaS dritte Bild bietet dasHöchste, was wohl je' in der DecorationSkunst gelei stet worden ist... Wir sind auf de, palmüberdachten Terrasse von Mem phis. Weithin öffnet sich der Bliä über die zu Füßen liegende Stadt auf das Silberband des Nil. auf die Wüste mit ihren himmelragendeu Pyramiden. Ueber die malerische andschaft spannt sich der sternenhesäte. tiefblaue , südlicke Nachthimmel Keine Kulisse, kein Pappwett stört, die Jllu sion. In dieser Scenerie spielt sich nun die Bootenscene ab. Ah! welcher Genuß aus der Sardouschen Salbaderei herausgenommen und dramatisches Leben mitzuleben. aber auch welch ein unübertreffliches Spiel Sarahs. Die fieberhafte, verzehrende Unruhe nach Nachrichten von dem geliebten Manne, die sich überstürzende Hast, Alles auf ein Mal von dem athemlos herankeu chenden. zu einer neuen letzten Anstrengung von ihr angestachelten, endlich zu thren Fulzen liegenden Boten zu erfahren, der Jubelschrei ihres Herzens, als sie hört, daß AntoniuS lebt, das Knirschen eifersüchtigen Zornes, als sie vernimmt, day er verhelrathet, chre Wuthausbrüche gegen den unherlkündenden Ueberbringer schlimmer Post, dann wieder die durch allerhand excentrische Gnadenbeweise gegen diesen sich äußernde Befriedigung weiblicher Eitelkeit, die höhnische Verkleinerung ihrer Rtvalm, als der kluggewordene Bote berichtet, Octavia sei ihr an Schönheit nicht ebenbürtig, diese ganze Skala der Empfindungen einer an Zügelung nicht gewöhnten Frauennatur- durchläuft die Tragodin mit überwältigender Lebens Wahrheit. Man muß, als eine ihrer Frauen, um Cleopatra zu beschwichtiI .-V - A gen, einwirft, oie Äeromoung mu Octavm ser gewiß nur eme politische Ehe. Sarah eifersnchtstoll, liebesnei disch zischen hören: Maia sesbaisera, um diesen Tonfall, in dem nn unend licher Haß und eine in ihren Rechten verletzte sinnliche Gluth vibrirt, . nie wieder zu vergessen. Ein JbiS bringt Cleopatra die Nach ncht, daß Anton mit Octavian gebrochen und ertheilt ihr den Befehl, die egyptlsche Flotte nach AMum zu entsen' den. ' DaS ist der Krieg mit Rom, das ist die Möglichkeit, den Geliebten wie der zu erringen. Sie begleitet die Flotte, sie will die verhaßte Octavia sehen und läßt sich, wie sie eS einst bei Cäsar gethan, in einen Teppich gehüllt in das Haus deS Feldherrn tragen. Dort auf einem Ruhebett, hinter einem Vorhang verborgen, belauscht sie em Liebesduo zwischen AntoniuS und Octa via, die sich auf den Wunsch ihres Gatten anschickt, ihren Bruder zu versöhnen. Im Grunde wM Marc Anton sie nur los sem, er denkt nicht an Frieden, er brennt darauf, in die Arme Cleopatras zurückzukehren. Aber der Sendbote Octavians, der an dem Hofe Cleopatras für diesen Spionendienst versieht, weiß Marc Anton mit Mißtrauen gegen die Königin u erfüllen. Er erzahlt ihm, wie sie ihm in seiner Abwesenheit untreu geworden, sich mit dem Könige öerodes. mit CneiuS. ia selbst in ibrer Berbuhltheit mit ihrem Sklaven Kephren eingelassen. DaS ist für die biS dahin stumme, hinter dem Vorhange liegende Cleopatra zu viel. . Sie tritt aus ihrem Versteck hervor und rechtfertigt sich vor dem Geliebten, der ihr das Shakespeare wiederum entlehnte Wort: Ich fand Euch, einen kaltgewordenen Bissen, an Cäsars . Teller an den Kopf wirft. Marc Anton wird durch d!e Königin natürlich versöhnt, und um em für alle Male die Verbindung mit. Rom los zu sein, um nur der Geliebten zu leben, entseffeu er den Kneg. Die Schlacht bei Actium ist aeschlagen. Marc Anton ist besiegt, besieg! durch s die Flucht der Flotte der Cleopatra, die fürchtend, daß der siegende Antonius nach Rom zu Octavia zurückkehren und sie verlassen werde, zu diese, Flucht den Befehl ertheilt hat. Sie hofft zu . Lande, wo Marc Anton ihr ganz angehört, zu siegen. Aber sie Hai ohne den Spion Octavians gerechnet, der den Römern eines der Thore de, Stadt geöffnet hat., Die Soldateska dringt' bis in die Gemächer der KSni, gin. Octavian erscheint vor dieser. E; ist hart. 1 kalt, grausam. - Aber Cleopatra, wird , sich rächen. Sie hat mit Kephren verabredet, den Sieger zu er. morden. Eben hebt sie den Fächer zum Leichen der Ausführung deS Anschlages, die bewaffneten Egypter stürzen sich eben aus Octavian, als aus den Privatgemachern , Geschrei ettönt, und, Marc Anton, von den römischen Soldaten im Schlafe überfallen, tödtlich verwundet auf die Szene 'stürzt und an der Brust Cleopatras in einem letzten Kuffe fein Leben aushaucht. ." , V s -5 Cleopatra will den Geliebten nicht Überleben. Ihr Arzt hat ihr einst gesagt, daß die durch den Schlangenbiß Sterbenden auch im Tode, nichts an ibrer Schönheit nbien Sie wählt

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Frauen. ES war sehr interessant, daS Publikum in diesem Augenblick zu bevbach ten. Man hörte nicht ' mehr, was auf . der Scene vorging oder was Cleopatra sprach, man beobachtete nur noch, ob eö eine wirkliche Schlange war, die sie in den Busen hatte gleiten lassen und ob deren Bewegungen unter dem durchsichtigen Stoffe ihres Gewandes wahrzunehmen seien. Soll ich ehrlich sein? Ich weiß es. jetzt noch nicht, ob Sarah mit einer levenoen wcyianze operrrre. Vergeblich habe ich mich bemüht, eS zu erkennen. Meine Nachbarn aber waren dessen sicher. Erst als daS Sterveu Sarahs begann, als sie sich einen Spiegel geben ließ, um zu sehen, ob dn tödtliche Biß sie verändert habe, ob dn Todeskamps ihr Gesicht entstellen würde. stellte sich die nöthige Sammlung wieder ein. Als sie aber, ohne vieles Federles auf den Knieen liegend, dem Publikum das volle Gesicht zuwendend, endlich todt . war. sägte ich ; Gott sei Dank. ES war ein Uhr. Daß daS Spiel Sarahs mit Recht bejubelt wurde, habe ich bereits gemelvet. ebenso daß. vie Dekorationen und die Echtheit der Kostüme allgemeine Bewunderung erregten. Was zum Kukuk mag aber den Darsteller des Marc Anton bewogen haben so jugendlich un bärtig aufzutreten? AlS Antonius Cleopatra kenne lernte, wär er , 43 Jahre alt und alle Münzen jelgen! Ä sein Profil mit stattlichem , BDAEarah hatte , jic$ übrigens zu einer seltsamen Concession entschlossen, Sre erscheint stets mit nackten Armen. Nach Art der Orientslinnen hatte sie sich daS Haar unter den Armen entfernen lassen. Weiter kann man die Gewissenhaftigkeit nnd Hingab, an eine Rolle schwerlich 'treiben. . Otto Brandes. Qarlbaldi und sei französisches Tenkmal. Die Franzosen wollen Garibaldi in Dijon ein Denkmal errichten. Wenn der alte Freiheitsheld, an dessen Schaaren die Franzosen in Montana ihre Chasseepotgepehre erprobten, das verhindern könnte, er würde es thun. Obwohl grollend wegen des von Franzosen wiederhott vergossenen Bluts italienischer Patrioten, war Garibaldi 1870 aus Frankreichs Seite. Die Errichtung der Republik enthusiasmirte den freiheitsliebenden Mann, ihr Uw glück im Kriege erweckte seine Theilahme, wie die wilde Agitation Gam--betta's seine Bewunderung und Sympathie. Er bot seine Dienste an, und die Regierung in Tours übertrug ihm den Oberbefehl über alle Freischaaren, die er hierauf in Dole und Autun orga nisirte und einübte. Am L0. November griff er Dijon an. wurde aber zurückgeworfen und versolgt. Nachdem die deutschen Truppen die Stadt verlassen hatten, besetzte er sie, und nun hat er im Januar 1371 einen Angriff der Bri' gade Keller vom zweiten Armeecorps zurückgeschlagen. Das war sein Erfolg. Wenige Tage später aber zog er schleunigst ab. weil eine deutsche Division im Anrücken war, und damit war seine kriegeniche Thätigkeit beendet. Garrbaldi kommandirte etwa -250,000 Mann. Er hätte wichtigere Dienste mit lhyen leisten können, wenn er Man teuffel's Marsch gegen Bourbaki kurze Zeit aufgehalten hatte, so daß dieser der Bedrängung durch Werder und Manteuffel, die ihn über die schweizer Grenze getrieben hat, entgangen wäre. Statt dessen hat er sich durch kleine deutsche Truppenabthellungen täuschen lassen. Er war kein Feldherr, nur ein Osficier. Die französischen Strategen haben ihn deshalb in der maßlosesten Weise beschimpft. Dann wurde Garibaldi zum Mitglied der Nationalversammlung in Bordeaux erwählt und er degmg' die Unkragheit, die Wahl anzunehmen, obwohl' eine Fluth von Angriffen, namentlich von Militärs,, gegen rhn ergangen war General Perrot hatTe. ihn, geradezu, für das 'Zchttetzllche ErUegen FranrrelchK. verantwortlich gemacht. In Vordeaut wurde er nicht blos mit großer Kälte behandelt, sondern mehrfach owidmtJ und als er das Wort nahm, in tumuttanscher Weise untervroch. ' ' 1 Er zog sich auf seine Felsenmsel zn rück. Später hat er sich für die schlechte Behandlung geracht. Mit Rücksicht auf den Ueberfall von Tunis hat Garibaldi 1332 einen offenen Brief a d Franzosen geschrieben, m welchem er sagt: '.Unsere Liebe zu . Euch hat sich in Ärachtung verwandelt. Eure famose Generäle, welche von den Preußen in Vieh wagen nach Deutschland gebracht, sind. spielen sich als Helden auf gegen die schwachen , Völker lTunesienö, welche Frankreich nichts schulden und eS nicht beleidigt haben." DreseS Schreiben war eine der letzten Kundgebung en Garibalbis vor seinem im Juni 1682 erfolgten nove. ' Seine Verachtung schütteln die Fran zosen nicht dadurch ab,, daß sie ihm ein Denkmal setzen, welches er, könnte er MW , ' .' '1 ' l'.cu aus oem Grave vernehmbar machen. ernstlich sich verbitten wurde. Fortschritt der elektrischen Oe. ' leuchtung. Der gute König Henri.Quatre, vo. dem die Form der modernen Bärte her stammt, liebte bekanntttck seine Unter thanen (die weiblichen nicht auSaenom f : r f L . ' - men, o ieyr, oav er ven veruymt W.. a 5, je ic . 1 1 r r 1 . en wuiiuu 19m, er nmnjcoc es oamn brinam. da iedtt Bauer taa zu ein Huhn im Topfe babe. Ob dies beute m ColliaS, einem Dorfe nahe her Stadt Nimes, bereits der Fall sei, ist och un-bekannt-allein so weit hat eS dieses , je. ... ' -1 p.r :! h-, : ' '"i,' ,.i." enkyen.mn jeua:ö4$ inweynern schon gebracht, daß jeder Bauer Senntags Nachts aus der Kneipe bei eleTtriföt? Beleuchtung uack ton kann. Wenn die ForUchntte de? Cnl ' .j ?:: m r . r i .. -. lur auq mn Vr vnnge 0 Itiazsx

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Liter in der Secunde 1,2 Meter tief abwirft, soll die bescheidene Arbeit von neun Pferden verrichten, wobei er von ihrem Futter und ihrem Stallraum nur nnen Bruchtheil, von ibren Ruheftun den gar nichts beanspruchen darf. Man spannt die todte Natur an den Göpel und läßt sie im lkreise herumgehen, hotehüh! wie ein Hausthier. Die 9 Pferdekrüfte des Baches werden tags, über Pumven treiben, um das Wasser für die Bedürfnisse des Tages zu schöpfee; des Abends jedoch werdm sie Licht bereiten und zwar in einer Hellig. keit von 16,000 Kerzen, wovon 25 Lampen zu 16 Normalkerzen, also von der ungefähren Brennstärke etner Straßen gasflamme, auf die Beleuchtung der Dorfftraßen verwendet werden sollen. Auch die 2000 Einwohner eines bai. rischen Dorfes Titmaning haben sich entschlossen, wie das Journal für Gasbeleuchtung mittheilt, elektrisches Licht einzusühren. Der idyllische Schloßbach muß nächstens seine beschauliche Ruhe aufgebe und rüstig in die Schaufeln einer Turbine eingreifen. Dann wird plötzlich der Hahn erwachend auf den gaun flattern und irrthumlicherweise mtetxh hinemschreien m den aufdammernden Tag einer neuen Dorfculwr. Und warum nicht? Es gibt vernickelte Prachtraufen und Marmorfliesen für Pferdeställe, warum nicht auch Bögelampen für Schroeinekobn? Warum soll im Tanzsaal einer Dorsschenke nicht das Licht der Glühlampen die erhitzten Wangen hübscher Dirne beleuchten und von ihren Feueraugen viederblitzen? Wenn man bedenkt, daß noch vor einem lleinen Jahrhundert in den Herzen der Welt", wie eS der große Spaßvogel Victor Hugo nennt, in der Wunderftadt Paris trüdschmanchende Lampen an Stricken hingen, die über die engen Straßen gespannt waren, und einsam aus dem ineinanderquellenden Düster schmutziger Häuser daS qualmige verlorene LiÄ hervorflackerte, wie gelbe Flecken aus schwarzem Grunde! Es ist geradezu ein Siegeszug mit jagender Eile durch das Reich des Lichts, vorbei an den Zwischenetappen Kiehnspahn, Talg. Wachs, Steari, Oel, Gas, Petroleum bis zur Elektrizität. Man mochte fast behaupten, die philosophische und politische Aufklärungsarbeit des vorigen Jahrhunderts, jenes edle Sleben nach geistigem Licht, hätte der mo dernen Technik das Bedürfniß und die Arbeitslust vererbt, auch physikalischi Helle uns zu erobern. BrNere Vervtnoung otv een J Der Schisssahrtsverkehr auf den ame rikanischen Binnenseen steigert sich von Jahr zu Ja!,r. Aber ein Blick aus die Landkarte zeigt, welch ungeheuren Um Wege die Schiffe zu machen haben, wenn sie die ganze Strecke durchfahren und sich nicht blvö aus den lokalen Verkehr beschränken wollen. Chicago nnd To ledo liegen z. B. auf einer Höhe. Wenn ober ein in Chicago befrachtetes Schiff nach Montreal oder Quebec oder gar nach Europa, segeln will, so muß es erst ganz den Michigansee hinauffahren, dann die ganze Strecke, durch den Supe rior , Huron-, St. Clairsee, den Tetroitfluß und Theil des ErieseeS wieder südlich segeln, um etwa 250 Meilen östlich in die Gegend von Toledo zu gelangen ; dann durch den Eriesee, den Welland Canal und Ontariosee bis in den Abfluß desselben, den St Lorenzstrom. Das sind surchtbar lanS Umwege. Nun aber dehnt sich der Superiorsee weit nach Osten hin aus und erhält in der Beorgian-Bai noch emen giv-zen Ausläufer nach Osten zu. Nur HO Meilen südlich von dem äußersten östlichen Punkte der Georgian Bai fluthet der Ontano - See. . Die Wasser des Su-perior-und des Ontario SeeS sind demnach in der Lustlinie nur 80 Meilen von einander entfernt. Ein Schiff, welches den Michigansee verlassen hat und in den Superiorsee eingetreten ist, könnte also. Hunderte von Meilen direkt östlich sah ren und so nach dem nördlichen Strande des OntarioseeS in kürzester Zeit gelangen, wenn sich jener Landstreisen durchkreuzen ließe. Gehörte Canada zu den Ver. Staa. ten, so wäre schon seit langer Zeit der . . . J.. &. S v m ig.anat zwimen oer eorgian-Bal oes Supenorsees und dem Ontanosee gebaut worden. Er läßt sich ohne bedeu tende Kosten herstellen, um so mehr, als aus der Mitte des Weges ein kleinerer Landsee liegt. Auch die Canadier haben ost an die Ausführung des VrojectS gedacht und genaue Koftenüberschlage angestellt, jedoch stets .hat die rn. . lt. m r , ... axcgicmng iyrc seneymigung verwet gert. Jetzt hat sich nun aber herausgestellt daß daS Project einer Schiffseisenbahn für tene Landstrecke noch leichter auszu führen ist, als das Canalproject. und daß die Schiffseisenbahn so angelegt werden könnte, daß sie wahrend, des Winters, wenn die Schiffahrt brach liegt, auch dem gewöhnlichen Verkehr dienen könnte. Eine Gesellschaft, welche das Unternehmen durchführen will, soll sich schon gebildet haben. Aus dem amtlichen ErnteBericht des landwirtbscüaitlicken Tevar. tementS ergibt fr, daß die diesjährige Maisernte die ch echteste seit 1881 nnd die Kartosselcrmc mit Ausnahme von 187 die schl,$hte tt zehn Jahres euesen ist. Pensiorie ! Rene Gesetze, neue Regel. Jeder Solda der jede Loldatenwitttve sollte zu der seit Sahnn etabUrten Peufisnk-Vgentr , don y. H. Fitzgnald schick nnd sein 12 Seiten tat haltendes Pamphlet kber Kriegpefioneu nebft Cople des neuen yesehet erhalten. Oird frei pnoft zugesandt. , ! k- - - , ',' ' ' "1. ' !"' ": h$ .;i, ; ; i ,( :' f ' 0.fl is , i: ;; : :' 68lb3Ca4rt5 J-.dipcliZ, 3.

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