Indiana Tribüne, Volume 14, Number 57, Indianapolis, Marion County, 16 November 1890 — Page 7

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Medizinische Nundschsuc LouSrxLpMkuz Tr. TU Ttzrn,su,th. ? Sarferien und fein Ende! -4 Sie bis ttxi die Signatur der heutigen Medicin Je, tiefer wir uns m das Studium der Krankheitsvorgunge des thierischen Kör pers versenken, desto mehr müssen wir über die pathologische Allgegenwart und Allmacht jener winzigen Lebewesen erstaunen, die schier bei jeglichem Jarn mer und Elend, daZ unsern Leib betrifft, die Hände im Spiel haben 'uns selbst bei unsern kleinen AÜtagsleidcn nicht frei von Schuld sind. Sie schicken uns nicht bloZ die völkermordenden Epu demien, wie Blatten:, Pest, Cholera, Scharlach, Typhus auf den Hals, mariern uns nickt blos mit den Qualen schleichenden Siechthums, wiez. V. der Lungenschwindsucht oder des Wechsels siebers, sondern sie sind auch die Erreger aller entzündlichen, katarrhalischen und Ei terungs Vorgänge, wie sie an und in unseren! Körper so häusig vorkommen. Bedrängt uns j. B. jenes acute Nasenleiden, wobei wir das N wie ein D aussprcchen, ein schlimmer Finger" oder eine sogenannte dicke Backe",! so tragt an all' diesem Leid einzig und aU lein eine bestimmte Mikrobensorte die Schuld; geht dann die Entzündung in Eiterung über, so ist es wieder eine andcre Gattung von Pilzen, die sick durch irgend eine Hautritze dort iitftu schmuggeln gewußt hat. Bei diezec Art von Krankheiten, den kleinen Plagegeistern des Menschenlebens, laust es ja och so ziemlich ab; man hat sein gules Theil Schmerzen und Fieber Zu tragen ; wenn aber die Entzündung gehoden, der Eiter entleert ist, fühlt man sich wieder wie ein Fisch im Wasser. Weit schlimmer jedoch steht cS, wenn diese den äußeren Organen 'wenig schadllchen Krankheitserreger sich den Gin tritt zu den inneren verschafft haben, welche äußeren Heilmittel schwer oder gar nicht zugänglich sind. Derselbe KrankheitZroceß, der am Finger oder Zahnfleisch durch einen kleinen, Schnitt im Nu sick) beseitigen läßt, kann den Tod herbeiführen, wenn . er., seinen Sitz - im Gehirn, in der Lunge, der Leber oder Bauchhöhle hat. Vollkommen machtlos über stehen wir bis jetzt denjenigen Batterien gegen über, denen d:s oben erwähnten Volkskrankhcitm ihr Dasein verdanken. Wenn diep Schmarotzer ihr Opfer überfallen, so besteht ihre erNe Sorge darin, sich innerhalb der Säftemasse zu Milliarden zu. vermehren. . Die hungrige, Brüt, mänet sich aus dem Blut und den Gewebszellcn des Wirths, und erzeugt gleichzeitig gewisse AuIscheidungsjtosse, Ptomaine, welche als, gefährliches Gift wirken und die Gewebe vollends Zerstören oder abtödten. Diese führen aber zuletzt auch ihren eigenen Tod Herbei : die Kokten können in der Endproduction ihres Stoffwechsels nicht leben; die Fäulnißbacterien gehen in den, fauligen Zerschungsproductcn der von ihnen zerstörten Eiweißkörper zu Grunde, und nun können die noch unversehrt gebliebenen Gewebszellen, wenn lhre Zahl hinreicht, den Kampf um die Ernähr runFZftoffe wieder ausnehmen die Genesung erfolgt. Die außerordentliche Widerstands fähigkeit der Batterien gegen chemische nnd Temperatureinslüsse ? sei ,, es Warme oder Kälte ist bekannt, ebenso ihre Ausdauer, welche unterhalb des lebenden Körpers noch großer ist, als imrRisk iA.T??kf,n t dieser 9V;: liUtktllUlW H'VVvtl 'Vk-jHr I lmna ist das Verhalte:: des aepöleZteu und geräucherten Fleisches perlsüchüge? Rinder auch in Hinsicht aus die Genießbarkeit desselben von großer Wichtig' seit. Schon vor einiger ct hatte I. Font er ermittelt, daß Tnrrclbaceillcn, selbst wenn ue Mcnat lanz unter lder EinwlrkunSttReZKLchZslÜeberschäRL in Glycerin - Agar- Cu!:urn gestanden hatten, ihre Enwicklunsiösähigkeit wahrten und crlsuchtknoten odertnber?elbaccil!enhaltiger Anbwnrf ihre ÄnsteckungSkraft bad?! behielten. :.. ,VeiKer suchen, welche er neuerdings mit de Freytag anstellte, starb von 0 Thieren, denen Knoten von perlsüchtigem Fleisch eingeimpft waren, 1 an Bauchfellen!zundung; bei den übrigen 5 zeigten sich bei der, zweiMonate nach der Impfung ro?g?nounne.".cn Tödtung der Thiere, im Gekröse und Netz, in der Milz und Leber zahlreiche tuberkulöse Wucherungen mit den charakteristischen ' Aaccillen. Es ergibt sich hieraus, daß weder das Einsalzen noch das Pökeln und Räuchern die in den Perlsuchtknoten enthaltenen Vaccillen tödtet oder die' Giftigkeit ' des Fleisches aufhebt, wenn sich Knoten oder Vaccillen darin befanden. - Die Ansicht, daß jene traurige Krant i;eir, welcher der Kaiser Friedrich erlcs,en ist,, der Krebs, auf einer BacillenJnfettion beruhe, gewinnt neuerdings mehr und mehr Anhänger, trotzdem ; ScheuerlenS berühmter Krebsbacill sich bald als c:tt harmloser avrophyt ent

vuppt .hüt. : Jetzt, endlich Ichemt , der wirkliche Krebö bacilluö entdeckt werden zu sein. Wie Nils SZöbriug,' Assistent

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-wm m w -jf j f - -j , V , d?n ortickrilten der A!edicin- berichrnrnaiunuiijcii zu uiui au . .cuuu in

tete, xt eZ lym gegtuar, ,n Zayuei2)en Krebsgeschwülsten eine Mikrobe nachzu- ... weisen, welche in ihrem enten Leben?- ,: ': stadimn in einen Kern eindringt, worin s sie während ihres ersten Wachsthums :,;r.. .verweilt.; Später verläßt der, Pilz die- : " i'Vj V r"1, '"f' -i " :

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t wn - Jw UKzoren. ' j . - . . :. ; : - . - " : : Erst durch erfolgreiche RelnkuNrcn lind Impfungen auf Thieren wird-sich ' " T . r - - . -..jt.i (.tit:;

zeigen, oo oer lang geniale rcvaAcillus jetzt endlich dingfest gemacht wor- ' " .i f i!1 " ! li,' l! .4 .': -, -,. ; Mjrli" ! ,,!'v!?.,;,. f'ii'::u. 4 1. ,, . - J . , !! ;n; Endlich ' scheint gelungen, waS seit lanzer Zeit vergeblich erstrebt wurde, Ptw-sicheres Verfahren, rn Milch zu i sterilisiren, d. h. vollkommen keimfrei zu machen und zu erhalten. Die Firma !! Neuhauß, Kronwald und Oeblmann in

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FT.tf :B, p, ;. (i ,i' Berlin haben dasselbe vor Kurzem m Gegenwatt der höchsten ! hygienischen Behörden erläutert. , ES handelt sich Hierbei um dieAusnutzung der den Bakterien tödtlichen Kraft , des prön:endcn -WafferdamfesH UA, 'MW ' - Der von der erwähnten Firma benutzte, patcutirte Apparat ermöglicht es, die Milch in den Zum Verkauf , gestellten Flaschen mit einem Patcntver schluß zu schließen, während sie noch dem Dempfstrom ausgesetzt sind, bevor also Lust hinzutreten kann. "Dieiso Ke handelte Milch säuert ' nicht, ist vielmehr, so lange der Flaschenverschluß luftdicht vorhält, dauerbar, , und frei von jedem organischen Keim,, wie' solche so häung vom Moment, des Melkens an m die Milch gelangen. Bei dieser Milch .können weder Scharlach-, noch Diphtheritis-, Tuberkel- oder Typhus bacillen die Nahrung des Säuglings vergiften; dabei, ist jede sogenannte Taufe völlig ausgeschlossen. Ein neues .Präparat ;; zur . erfolgreichen Bekämpfung der Blutarmuth und ihrer Nachkrankheiten der Erschöpfung in Folge von Geistesarbeit, der Appetit oder Schlaflosigkeit, der Herzschwäche nach Diphtherie und 'der Kraftlosigkeit durch Tropensieber, hat Dr. Pfeuffer in München hergestellt. I' Die Blutarmuth ist, gleich der Neu rastheuie, eine der häusigsten Krankheit ten der Gegenwart, nicht blos der Jrau'nwelt, sondern anch des männlichen Geschlechts. Sie führt im gewöhnlichen'Sprachgebrauch auch den Namen der Bleichsucht, jedoch mit Unrecht. Denn bei der letzteren sind im Blnt alle norWalen , Bestandtheile desselben in der richtigen Menge vorhanden, mit AusNahme jedoch der Blutkörperchen, welche darin verringert e erscheinen; . bei der 'Blutarmuth ist das Blut wirklich um seine Hauptelemente verarmt, denn nicht blos die Blutkügelchen, sondern auch zdie eiweißhaltigen Stoffe sind vcrringert, es 'ist bl5 Wasser, aber kein eigentliches lut mehr. ' ' y 1 ' : Wenn sie in ihrer ausgepräglen Ge ftält alftritt, . so zeigeu sich das Gesicht, die Lippen, Ohrläppchen,' die Schleim haut der Lippe un) des Zahnfleisches nd Wangen kreideweiß, znweilen mit einem Stich in's Gelbliche, Schmerzen im Kreuz und Schwere in allen Glie dern; die müden Beins schleppen den Kprper. kaum fort, bei jedem Schritt verliert sich der Athem, bei schn Äercm setzen und Berg- und Treppensteigen fliegt die Brust auf und ab. Stür.nisches Herzklopfen, Schn?indel, Schwarzsehen, öfteres Sänscn oder Brausen vor den Ohren; unerträgliche KopjschmcrZe:i. Der Schlaf ist oft sehr unterbrochen; ebenso oft besteht eine sönnliche Schlafsucht; die 'Kranken' können nicht genug zchlasen und sind kaum aus dem Bett zn bringen. Die Eßlust verliert sich und richtet sich auf seltsame oder r 1 .' t . ' '-. 4...,. . . " 'i'"1 ,;vi icgaoiicgc ?ngc; 5cair, wmscf tosliz; Kaffeebohnen, Essig u. s. w. , Die 'Ursachen der Blutarmuth werden uns sofort klar so wir die Stände betrachten, in d.n.'n sie überwiegend' zu Hause ist.' gu der ländlichen Bevolleruug, sowie bei den Mädchen der die enden Classen in der Stadt kommt sie nicht vor; dort arbeitet sich der Körper gehörig an5," dort steht man früh auf und geht spät schlafen, liest keine Äionra-, ne,7 sitzt an ke'.ncm 5Navicr und keiner Nähmaschine; dort hat man gesunden Appetit, kräftige Muskeln und rothe Wangen. An unserer weiblich? Iugend versnndigeit sich "gemeinsam, die Schule und die ntoderne Uebercultur, verwässern ihr Blut,,, entfärben die Hank, vergiften die Ncrvcii V -; ' " ;l; Als Heilmittel gegen die Blutarmuth verwendet man seit uralter Zeit das E scn. Es ist nicht zu' leugnen, da5 das selbe die Anzahl der rothen Blutkörer--HenZnöen Saften vermehrt. Trotzdem mufi es ohnmächtig bleiben, oder nur nnßtnngend wirken, so lange die GcwHu:n zn einer naturge:näL?n,Le-' benKreiic bei Nscttr jungen Mädchett zu hin frommen Wünschen gehören und die ärztlichen Mahnrufe . tauben Ohren gepredigt werden. 1 Das Pse.tsser'sche Hämoglobin (na türlichcs, im Wasser 'volliländig löslichcs Eisen: Eimeisz) wird theils.in Form von Extract-Syrup, theils von Zeltchen, die mit Eaeao, überzogen sind, hergestellt, und, hat sich als blutberei-, tendes. Appetit und Kräfte hebendes Heilmittel bereits die Anerkennung fcV deutender ? ärztlicher . Autoritäten, , wie Strümpel, Erlenmeycr und : A. Vogel erworben. ' ' "' Eie derlästigsten und langwierigsten Krankheitszustände ist die Wassersucht.' Meistcntheils aus einem tiefliegenden' Leiden wichtiger Organe heryIrgegangen, bildet sie den Schließakt desselben und fährt unter allgemeiner Anschwel lung des ganzen llorpers und Wasser Ansammlung in der Brust und Bauchhöhle für gewöhnlich, wenn auch nicht immer, znm Tode. Oft jedoch gelingt es, die Katastrophe durch schweiß- und und nrintreibcnde Mittel,, aus längere Zeit hinauszuschieben. Unter den qegen die Wassersucht bel,cb!en Volksmit-' 'e!t spielen Wachholder, Pctersilie'l und i Negenwurmcr, unter denen der Zunftmedimi, Fingerhut und , Meerzniicbel die rögte Rolle. Sammt und sonders aber sind diese Mittel unzuvcrlasng, in dem einen Falle belien sie, im anderen versugen sie vollständig. , 'i!;ill1Hl4lH " i1 Ji!:,'i!S!iii!;!'jiiii!i'4 siiti'inijB.MfJii1 IrSiil-'-'!'!!' Unter biczen Umstanden mujz ein von den Aerzten Griin in Kopenhagen und v. Schröder in Straßburg in den Arz ueischah eingeführter Stoff das Diuretin als eine wirkliche Bereicherung der Heilkunde begrüßt, werden. ssDcr Liauptbestandtheil des Diuretins ist das Pheopromin, das wirksame Extrakt des Caca:. D:es?-5 Mittel vermehrt in un-' gemeiner Menge !"ZeÄbsönÄrnP?aüs den Nieren und hat dabei den Vorzug, völlig ungiftig zu sein. 7 D a das reine Theobromin schwer resorbirt und vom Magen nicht vertragen wird, so hat der QninÄtmttiÄa:-von salicvl saurem Natron gegeben; in dieser Mijchung wird es leicht in den Säften ge-

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-ftüi ' " y'i pji löst, . auch von schwächlichen Kranken vertragen und wirkt sehr kräftig HarnReibend. Aus diesem Grunde und der Kürze halber hat Grimtz sein Mittel ',D uretin genannt. Wä08rtb;cntfastct seine Wirkung hauptsächlich in Wassersncht in Folge von Herz und Nierenleiden. Da wo alle anderen Mittel vergeblich ange. wandt worden, hat es die tägliche Urin" menge um das Fünp und Sechsfache vermehrt und binnen Kurzem ein völliges Abschwellen des Körpers Hett nrlhrnM - - l'M ' m rnv Vielfache' Versuche , in Kopenhagen, Mt i!H . " i ,! i;J,:ni' flii 'i Strazzburg und Heidelberg haben die Wirkliche. Wirkung ,li des' Mittels ii einer der qualvollsten und hartnäckigste lkrankheiten bestätigt. M. D. M Ein Nachfolger Werdlö. Ii$ Äoa F. . v.Witjrsel. , . Seit, fänger.alS !i emem Jahrhundert bat' Deutschland in ununterbrochener Reihenfolge die größten Operncomponisten besehen können; ' auf Mozart und Beethoven folgteWeber, aufWederMeyerbeer, aus Meyerbccr Richard Wagner. !ie gab es eine Lücke. Um so zchmerz-' lichcr empfinden wir diese seit dem Tode Wagners, zumal bis jetzt nicht die geringste Aussicht auf vollgiltigen' Ersatz vorhanden ist. 4 Glücklicher ist Italien; ihm lebt noch in rüstiger Schaffenskraft dcr Altmeister Verdi, und es ist diesem, wenn anders die Berichte der ' italienischen Blätter nicht trügen, schon ein berufener . Nachfolgert erstanden 1 der preisgekrönte Operneoniponist Pietro Mascagni, vor einigen Monaten noch ein unbekannter, beute, wenigstens in seinem Katerlande, ,',., r,.- . r ' tyv 's It iW '; vi;: 'tl ,,eln .; berühmter Mann, 's i -. . y & i Bor ' etwa fünfundzwanzig Jahren in Lioorno von armen Eltern geboren, offenbarte der 5knabe hervorragende mnsikalische Begabung, die zedöa bei derArmnih der E!t?rn schwerlich die eutsptechenbe WzöUdunz' erhalten hätte,, wenn nicht ein .kunstbegeisterter und hochherziger Gönner ir)n auf seine Kosten ans ' das Mailänder. Conservator:u:n geHickt hätte.- D.'ch dort ts muß gesagt werden macht er, ziemlich undankbar, ' seinem Wohlthäter nicht viel Ehre. Die Berichte lauten ebenso günstig ,uoer zeme Begabung wie ungünstig über seinen Fleiß und' sein? rnnz. isr ijk Ml uno nacytaj ng. t i . -r . . mehr zn dummen Streichen als zum Ctudiren aufgelegt und liebt es, anstatt in, hinter die Schule zn gehen.' Ermahnnngen und Vorwürfe fruchten wenlg. Nur wenn der Zeitpunkt der Prüfung herannaht, verändert sich seine ganze .Natur mit- Einem Schlage, er wird ebenso sleiniz und eifrig, wie er vorher träge und gleichgiltig gewesen, und lernt in wenigen Wochen mehr als die andern fleißigen Schüler während "i:;ll'"eJfY l,::r y' . Ä'--1' e:ueS ganzen Jahres, so da der fanle, nichtsnutzige Pietro zum Erstaunen der Lehrer die Prüfung glänzend besteht und als Primus in die höhere , Classe versetzt ,,wird. Darauf , sinkt er wieder in seinen srühern, wenig lobenswerthen Instand zurück, ja, er treibt' es so arg, .7' J ' i :! i in-."' .-' 4 r 1dasi man droht, ihn unrühmlich vom Conservatorium fortzuschicken. Das aber , wartet Pietro,, der jeden Zwang haßt und vor Begierde brennt, die Welt zu sehen, nicht ab, sondern geht sreuvillig. Eines Tages ist er verschwunden, und Niemand wclß, wohin er : sich gewandt hat, wasaus ihm geworden ist, .bis er nach einiger Zeit nls Musikdirector einer reisenden OpernGesellschaft keineswegs hohen Nanges wieder anstancht. Als solcher hat er, tvenn auch seine Sänger un) sein Orchcster uicht weniz., zn wünschen übrig. lassen, doch, vortreffliche Gelegenheit, iraktische Studien zn machen.' :,t ; Auf ihrer Wanderung kommt die Gesellschaft auch nach Ccrignola, einer kleisen Stadt Unteritaliens.. .. Doch gibt es eine musikalische Gesellschaft, in die der junge Director eingeführt und in der er bald der allgem eine Liebling wird. , Er ist heiter, hitzig, von einnehmendem Aeußem und bezanbcrt alle Welt durch seine hinnißettdZmpryvifationeMusdeM' Elavier.' Aber der, , Tausendkünstler spielt auch die Violine die Flöte, die Halse,,! ja, sogar die.! Baßgeige, Ein solches musikalisches Wunöer mochte maili nicht gern wieder sortlaffen, son dem an Eerignola.feffetn. Man trägt ihm an, eine städtische Kavelle zu bilden Und 'zu dirigiren, ja, man denkt daran, eine wenn auch bescheidene Musikschule unter der Leitung des jungen Maestro zn gründen, kurz, das ganze Städtchen wird von einer musikalischen Schwärmerei erfaßt. Gutbezahlte PrivatSun den werden ihm von allen Seiten angeboten, und so entschließt er sich, sein wenig ertragreiches Verhältniß Mr" Operngescllschast zu lösen und in Eerignola zu bleiben, wo er einen seine bescheidenen Ansprüche befriedigenden Wir kungökreis sindet. MW l'k tritt ein Ereigniß ein, welches den jungen Künstler in einen gewaltigen inneren .Ausruhr versetzt .und die flamme des' Ehrgeizes in seiner Brust .nächtig entzündet. Es fällt ihm ein Zeitungsblatt in die Hände, in welchem der einflußreiche Impresario Sonzogna einen Preis für die beste O per ausNun ist es mit Pictros Ruhe, mit seiner Zufriedenheit vorbei. Soll man thatenlos in diesem unbekannten S!adtchen versanern? ; Er suhlt ein brennendes Verlangen, feine Zähigkeit ZU bethä tigcn. Eine Oper componiren ja, wenn 'er einen Text hätte, dann wagte er den Versuche KberMoherHMez men? Und dabei ist die Zeit schon sehr, vorgeschritten, da 1 ihm jenes derhängnißvollc Zeitnngsblatt erst sehr verspätet in die Hände gefallen. Seine Velesenheii ist nicht groß, eine Musterung der ihm bekannten Literatur nimmt wenig Zeit fort. Den geeignetsten Stoff für ein Libretto scheint ihm eine Erzählung Vergas, deS vortrefflichen italienischen Novellisten, darzubieten. Aber ach, er ist nicht wie Arrigo Boito S'WMlk

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, lyii'1h- . ;,: , ? 'N' zugleich Compcnist und Dichter. Zum Glück aber gibt es in der Stadt Einige literarisch gebildete Männer und mit deren Hilse wird wobl oder übel nach der Verglichen Erzähluug W davullsri.,. ltnstiean.' ein Operngedicht zusammengestöppelt, iu dem die uralten, immer wirkungsvollen Dbemata der Liebe und Eifersucht die Grundlage bilden. Nun ging eS mit sieberhaster Eile an die 1, mustkalische , Gestaltung, deun die JnMMHfMjnrcichung, deR 'tßültä betrug kaum noch Zwei Aionate. Hier hieß es nicht Gut Ding will Weileha. ben", sondeni Eile haben". Pietro einen Schülern Ferien, bricht al, len Verkehr ab, schließt sich in sein Zimmer ein und arbeitet mit Anspannung Tag und Nacht, nur wenige Stunden J ':!!' ' . .. '?'i cyiases zur Erneuerung oer ura tt gönnend. Doch die Arbeit wird ihm nicht znr Mühsal. Die Gedanken strö men ihm nur so zn, und seine Mühe be steht uur darin, sie zu formen und zu ordnen. ,,, Die Oper wird rechtzeitig sertig und an das 'Schiedsgericht in- Rom gesendet., . " ' . ' Mit' welcher Ungeduld der junge Maestro den Urtheils spruch enoartete, ließe sich schwer schildern, 1 Endlich wird er veröffentlicht und Pietro will seilten Augen nicht trauen, aber da steht es schwarz auf weiß sein Werk, die Oper La Cavalleria Kusiicana", ist einstimmig nicht nur als, das beste, sondern auch als ein höchst talentvolle), des ausgesetzten Preises vollkommen würdiges Werk beurtheilt worden. ".' 'A Sonzogna läßt die Oper sosort einstudiren und in Rom im Teatro Costan? zi zur Darstellung bringen. Die Urtheile der Preisrichter decken sich sonst nicht immer niit denen des Publikums, aber hier ist es der, Fall. ,, Der, Beifall des PublUumS ist ebenso einstimmig und begeistert wie der, des PreisauZ schusseK. Und die Kritik? Ach sie stimm! .mHren gewichttgsien Ler!retern rückhaltlos in das allgemeine Lob ein und bekennt daß ' wenn auch der Oper " .' 5 .' , ... . , mancye unvoulommenueilen einer xxu ling -arbeit anhaften, das Werk doch eine. Fülle der Eigenschaften bekundet, die das echte, Genie bezeichnen und die, ein G? schenk der Götter, sich nicht erlernen und erwerben laffen. 'Sie sieht in dem jun gen Maestro den berufenen Nachfolger der großen italienischen Meister, na? mcntlich Verdis, mit dem er manches gemein haben soll. . Wir wollen neidlos wünschen, daß sich-diese Weissagung erfülle, denn ein großer schöpferischer Genius gehört nicht bloß seinem Vaterlande, sondern der ganzen Welt. 2arf man seine Braut öffentlich küssen? "Ci ,, .ii ?. 4 - sllilit-jjl.-.ir-: Diese Frage tolro demnächst man höre und staune uicht im ,.Fragetaftcn" einer belletristische Zeitung, sondcm vor einem bndapester Bezirksrichtcr zur Entscheidung gelangen. Im, September kehrte gn znnger vudapester yiss? "'mitl 'sMttHtt Tinifi ttinrtprm Brautchcn aus Ezinkota v?n emem Ausflugs nach Budapest zurück. Die Leutchen waren fröhlich und guter Dinge und sie gcnirten sich nicht im geringsten vor den Mitinsassen ihres Eonpcs Diese Passagiere aber waren: ein Herr mit einer ungeheuren Glatze, eine alte, griesgrämige Dame und ein zu der letzi'ren gehöriger, prüder Mops. Das Ä-aütpaar schecrte sich, .wie erwähnt, N.cht um die Sitznachbarn, und als der Bildhauer dem Mädchen ein Küßcheu ab, hielt das schöne 5?ind cS nicht für chickiich, den Kuß zn behalten und erstattete denselben dem Bräutigam, sehr nachdrücklich wieder. " " "'' Der Streit der Liebeslcute machte erst den Mops nervös; er bellte und die alte Dame fuhr so, unglücklich aus dem schlaf auf, daß. sie den , Hund vom 5choß schleudertet ' Das dovpeltbeleidigte Thier gerieth nun aber dem kahl-' 'öpsigen Herrn - zwischen die. Beine, und icicr Passagier, welcher das Treiben oer Brautleute schon lange mit scheelen I" lugen verfolgt hatte, gab seinem Aerger !"'!'.,!. T.t ., i fii rw yara) emen irasligen ugiritt ÄUS?ruck, welchen der Mops natürlich mit jämmerlichem Winseln quittiM Die ilte Dame zeterte, der Kahlkopf lärmte ind das Brautpaar, küßte sich ungenirt veitttj bis, wie auf einen Zauberschlag,' ein öetectiv erschien, der kraft seines MteS.den Brautleuten das Küssen verbot, ihre Namen notirte und sie selbst , ur Polizei citircn , ließ. Die Polizei zualificirte die ganze Angelegenheit als m - Vergehen gegen die Sittlichkeit" und trat die Affaire dem Bezirksgerichte ab und die Liebespaare in Budapest harren nun mit Zittern und Zagen der präjudiciellen Entscheidung. , . ,: , - .!'. , 111 4,l;..lili ! " Varott Nothschild bei Pfarrerst 1 ncipp. irm !tz ,, ! i Ueber den Ausenthalt des VaronS N. Nothschild in Türkhcim melden die Wo.' rishofer Blätter, das Organ des Pfar rcrs Kneipp: Vom Bahnhof Türkhcim lann man jetzt frei' nach dem Dichter fragen: Was rennt ' das olk, , was M -lj "fcfc '' ll'-"',:r L '!.i!:'l'lW Y "' . r. ' ' 'I walzt !i na; dort, dleSchie::enitrange sausend fort?" Die Antwort ist, es sind das die von allen Selten herzuströ- ' . ' .fvji .! .H''p!"i:i IM 't ."iiJi i:l.i " I :' , " . i. I jl.i.ll flienden , audlcute, ioelche den Salon Kneip - Eur ' durchzumachen. , Am 26.

k?a:?en anstauten in dem Baron Rothschild VON W:c:l seine Wohnung aufgeschlagen bat, um in Wörishoscn die

September kam der von dcr Modckrankkeit 'Neurasthenie Geplagte mittels Separatzuzeö in Türkhcim an und beschloß, daselbst auf dem Bahnhof Quartier zu mach en, da rr mcd er in W ö ris Hosen) noch in derrmieMn? Türkhcim die von ihm gewünschte Zabl von fünf Zimmern erhalten konnte. Der Baron befindet sich sehr wohl in seinem Rescwagen und bekommt ihm das Barfußlaufen wie der Obergilß entschieden sehr gut. ES wird von der Küche deS Barons stets so reichlich gekccht, daß in der Regel für die kleinen Bahnbeamten uyd armen Leute .t:-r -r'f -ii.;-,,'. ,1. -i:1 " - .-".,: -

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WtaH-HiillilN 'NiiilJiiNIhil1:!!?;'!1:?:!!:!1!!?! jSSp": ; j, ... . ,- ." : 'im I' '- ' - aus' der ' Nachbarfchaft noch thu gute Mahlzeit 'abfällt, Viele sind t$ , daher, die jetzt täglich fürchten, da das jetzige gnte Wetter umschlagen und den so viel Geld unter d Leute bringenden Gast mitsammt seinem' seltsamen Wobnplatz plötzlich entführen könnte. Der Wagen ist übrigens so behaglich eingerichtet dan man- darin schon einige Wochen 'mal ganz gut kneippen" kann." . 0 ' " ' ::: I Die ,,Wiencr Medizinische 1 Wochenschrift beschäftigt sich, in ihrer euesten Nummer mit ,,, Pfarrer, ttupipp. ! Sie veröffentlicht von einer Autorität aus medizinischem, speciell hydrötherapen iischem Gebiete" eine Zuschrift , über die lrnelpy'sche ' Enr. Ueber das Werk Nneippö Meine Wasserkur" heißt es: z,Ob' auch cin uur halbwegs mit den Vorgängen im Organismus vertrauter Laie in solch' leerem Phrascnwerk k eine acceptablc Grundlage für dieses ;i angeblich ii neue, . Heilverfahreii 5zu e finden vermag, wil ich dahingestellt sein lassen) Daß aber solchem GNimathias geschulte Aerzte, Gefolgschaft, leisten, ist wohl eine bedauerliche Erscheinung.", Weiter heißt es: Wir, wenden uns nun der Frage, zu, wie konnten auf solchem theoretischen Blödsinn so große praktische Erfolge gedeihen? Die Geschichte der Heilkunde, speciell des Wasserheilverfahrcns ist nicht arm an Vorbildern des Herrn Pfarrers in Wörishoscn. ' Der Hauptgründ liegt darin, daß sich Kliniker und Aerzte noch immer viel zn wenig mit der so mächtigen und selbst in ungeschulten Händen oft .so wirksamen Wasserkur befassen, daß sie noch viel zu zienig Erfahrung in diesem Hcilvcr-' fahren, noch viel zu wenig Vertrauen zu demselben haben. Ein Heilpriestex. nst Rneip iMßerdem noch eiu wirklicher Priester, der sein Samaritaucrwerk fast um Gotteslohn übt und hat bald eine heilatmofpbäre hergestellt, die vielfach ihre Sugzestionswirknng nicht verfehlt. DichteritiS. ie verheerend die Dichteritis" wirken kann, das Zeigt eine in der Rezisionsinstanz -schwebende Beleidigung sklage gegen den Rechtsanwalt Dr. E. Mi Berlin. In einem Hause der Belle ällianeestraße wohnte eine junge Kunstlcrin, welche in dem Herzen des Portiers und Schuhmachers G., der des Hauses Hüter war, einen wahren Sturm der Leidenschaft entfacht , hatte. Ging . die iunge Dame an der Portierloge vorbei, dann folgte ihr ein wehm'uthsvoller Seufzer und die Augen des verliebten Schnmachers wollten die anmuthige Gestatt fast verMngen. Eines Tages krinnerte er sich,' das; Hans Sachs als Meister des Pcchdrahts" gleichzeitig ein berühmter Dichter gewesen, und so beschloß denn auch er, auf Flügeln des Gesanges zum Herzliebchen emporznsteigen. Seine poetische Ader war unkrschöpslich ; tagtäglich wanderten Zarte Liebcsliedcr in die dritte Etage binanf und tagtäglich hallten aus dein rosafarbenen Briefpapier die wonnigsten L etrachwugcn über Liebe und 1 Triebe, Sonne und Wonne, Herz und Schmerz heraus. Das ewige Reimgebimmel war der jnugen lünstlerin schließlich zu siel sie entfloh dem Bannkreise des sioetifcheu Schusters und miethete mit ihrer Mutter, eine Wohnung in der Nanenstraße. Der verttcbte Reimschmied sand auch dorthin, seinen .Weg und beim hellen Licht des Mondes sah man ihn fast jeden ölbcnd als .moderner, Toggenburg vor )cm Hause " der Angebeteten stehen ' Nach dem Fenster noch das bleiche stille ölntlitz ' sah". Da öffnete sich eines Abends das Fenster, 'und als der poctische Mann hinanfblickte, sah er etwas asscS herunterfließen was seine BeinNeider benetzte und von' ihm mit tV greijlichem verdacht betrachtet ivürde. Er rief die Bilse der Polizei an und die Nutter der jungen Dame wurde wegen Gießens aus dem Fenster" ' in eine Strafe von drei Mark genommen. Der Herr Portier war aber damit nicht , Zufrieden; er behauvtct'e, daß das Bespaliansche "Xon Äöe' auf die, Flüssigkeit, welche auf ihn herabgegossen, nicht recht passe und strengte, eine Eivilllage auf U, '1 . 1 1., : , ,.r i .,,.',' ' - iVi.1srzatz seiner Hozen , gegen ,, die "junge Künstlerin an. Er wurde ,mii seiner lklage abgewiesen, nachdem der gegnerische Vertreter, Rechtsanwalt DrE' :in vollgemessenes Maß des Spottes über un modernen Hans Sachs ' gegossen' h itte. 1 Der Letztere war in seinen poc i.chen , Gefühlen aus's :- Ticsste verletzt und jftin!! Zonr wandte ! sich jetzt gegen, öen Ncchtsanwalt, über den er ,sich bei )er Anwalts kamer beschwerte. Er rich ? t:te dort Nichts aus,? versuchte es dann äiit einer Beleidigungsklage, aber das ' ch)j'fengericht hielt seine Klage uicht jur gerechtfertigt. Auch die Berufungs!ammer hatte keinen Sinn für seine Aeschwcrden, die cr nunmehr dzm Kammerzericht unterbreitet hat. So ist ein vahrer Rattenkönig von Anklagen und öezchwerden entstanden und das hat nit seinem Singen der Herr Portier ge-7)anUi-$Ai&m &, tymtü Pi Ein praktischer Arzt. llllij :...tRuit, Herr Doctor, m welches Seebad soll ich mit: meinen Töchtern n nächstes Jahr, gehen?", Ich würde Ihnen rathen, gnädige Frau, ruhig zu Hause zu bleiben und es vielleicht einMal in it einem In serat in der Zeitung ,,,,,,, (,. ,in,.'.ili." : jH.nl.i'f .k ' 1 , !,. - ' "' ,H' it.f .ii,,. 1 VHHjH" v : iUl li ' !!?!,;. (r,Mmt I " liilsflS .mm ifül'sfijfri1 ; IriiiMiii ':SPl alt I t&P: B c r t a Ä'ä'eÄ'! Bauer: So, Herr Doktor, nachdem Sie ,"'-. ' '' ' js, - r " "'!,:: NUN meine ran iunn yaoen, wuroen Sie vielleicht auch einmal unsere kranke Kuh untersuchn!'? Doktor: Aber ich bin doch kein Thierarzt. Bauer: Ach, das schadet nichts, die Kuh wird's uicht so gwemnmm !MS'MMie se K i n der. Mama: ?!un, Trudchen, hast Du Deine neue Gouvernante recht lieb? Trudchen : Ich schon, aber Papa nicht. Der hat sie gestern so in die Backe gekniffen, nicht wahr, das hat dem Fräulein weh aethan? M y Ijl'.'i ' ,, , lj; j'i ;( ,. :jEr!;!:;j''s!ii;!::'l::'!:ji'? i&'t1 Hli-ill'iilCiii'Niii 'Sf'if'j:;"?:1' ?!;':Lri!ys

il !l!'ii;:!ii!!!h,:l:li:lll!ji!;i:li!i i.i'i !l:i: i. Die Quinrn von Jinbabye -L -11 S?Wt Hiiurich OC4C , Von den Mitgliedern der von d der königlich drltijchen zudasrttan:zchen de sellschast ausgerüsteten Und nach dem, unter : britischen Sä:uh genommenen Akaschonalande anIgosandten militarischen Expedition sind in London äüßcrst interessante .Briefe cmgelaUftn,. welche uns neue .Einblicke in sdaS, geheimniß ninvolle Innere des dunklen Evntiucntsi eröffnen. . ; Wie bekannt, drangen stets von Zeit zn Zeit Nachrichten über den außcrordcntlichcn Reichthum des Maschaualandcs an Gold und Edelsteinen in die Welt, und ziemlich allgemein wird angenommen, daß das biblische Reich Ophir und die Minen Königs Salomo, Zvenn irgendwo, so inncrbalb der Grenzn de heutigen Maschonalandes zu suchen sind : Dieser sagenhafte Reichthum an mincraMeiiSchaen war , licht zum , gc riitflftni Cvlsrilc dk? nprk d?r irnriTj 1' M"i""'7""i--',',"! rW.. wählten Expedilion, welche an gecigne tcr Stelle cm Fort anlegen und damit den Ansang der britischen Oberherrschaft in deut- neu' erworbenen Gebiete l i - !'' r - M :- 'I " begründen sou, Der Zug nach den: Wunderlande der "knegs tüchtigen und waffengcüdten iMontabcleZ wegen, deren Reich durchIchritte' werden mußte, als gefährlich, und man glaubte .allgemein, das; es ohne Kämpfe nicht abgehen werde. ' Ob nun die Stärke' der aus ewigen . hundert Mann bestehenden Erpedition den Mon tabeles imponirt hat, oder ob sie ihren Widerwillen gegen das .Eindringen der Weinen überwunden, haben und es vorteilhaftcr sindcn, freundschaftliche Beziehnngen zu unterhalten die crfrenliche Thatsache ist zu verzeichnen, daß sie die britischen Pioniere nicht nur un behindert ihres Weges ziehen ließen, sondern ihnen auf das Lrckndschastlichste entgegenkamen, ihnen nach besten Kräften Borfchub leisteten und mit Eifer Handelsbeziehungen anknüpften. In überraschend - kurzer Zeit, ohne alles Blutvepgicßen und ohne den Verlust auch-nur eines einzigen! Mannes, hat so die Expedition .das H-ochplatcau des Maschonalandes erreicht, über welches unn, gcradezn .begeiferte -Berichte hier einlaufen. Das Klmia wird als gcmaßigk und änßerst gesund bezeichnet, dies zeigt sich darin, dasi Niemand sieber? krank geworden ist. Die natürliche Fruchtbarkeit und die landschaftliche Schönheit des Landes werden auf das Höchste gepriesen; die der Expedition beigegebcnen Sachverständigen bezcichncn es als vortrefflich geeignet sür die landwirihschaftliche Besiedlung und Ko lonisirung durch Europäer. Die Sachverständigen erklären aber weiter, dasz alle Anzeichen für das Vorhandcnsnn von Gold sprechen, da der Sand aller natürlichen Wasscrläufe ungemein goldhaltig ist und die geologische, Formation das Vorhandensein von Metallen höchst irahrschciulich macht. Die Berichte haben chic? schon eine Art Goldsiebcr, erregt, und wenn die Ergeb.niffe der Erpedition die gehegten Er--j. ..'iri'i' . , r i iariungen vcuaiigcn ioa:ni, o nnro das Müschonaland bald von Goldsuchern überlaufen sein. Die Möglichkeit ist dabei nicht, auZgeWossctt, das;' cS sich als ein wahres Eldorado erweisen wird. Beiden Eingeborenen Südafrikas hatte ds Maschonalaud v?n Alters ber den Ruf cuier, Goldgrube. Es ist historisch, basi die Portugiesen im 1. Jahrhundert ans den Minen m Manlea jährlich Cold im Werthe von SO-Milli oncn Mk. gewonnen Habens und dasz die Minen noch unerschopstich waren, als durch den großen Aufstand der,. Maschonas und Matabcles die Weißen aus dem Lande vertrieben wurden. Bon da ab bis auf die jüngste Zeit hüteten die Eiuzeborencn das Geheimnis; des Goldrcichthums ihres , Landes ans das Eifersüchtigste und verweigerten ' den,; Europäern den Zutritt. - ÄlS Sir Vincent Ersktne auf , er- c. r -..... 1 !.. oein eg zu opm aupiiing 1 nmzun i erklärt, das; er sich nicht wieder zeigen dürfewcun ihm an seinem öcben gese gen sei. Dieses Mcpe Kepe, von den Eingeborenen auch Jnhoaxe genannt, war in alten Zeiten eine der Hauptsache lichsten Goldminen; ' die Oberherrschaft führte Umzila, in Jnhoare selbst aber regierte irnd regiert vielleicht noch die Königin A!ofussi. Jedem Kaffer war es bei Todesstrafe verboten, mit Europäern über d:e Minen zu sprechen und deren Vorhandensein zu verrathen. . 0 Das Interessanteste sind jedoch die vielen alten Vaudcnkmale, und die zahl reichen Spuren einer zn Grunde gegangcnen Cultur, aus welche die Erpedition stieß. Das . Merkwürdigste darunter sind die Nninen von Zinbabyc. . Dieselben waren den Portugkesen ' bekannt und wurden von ihnen sür die Ueberreste des PalasteZder Königin üjn Sabagehalten., Im Lause der letzten zwei Jahrhunderte vcrsielen aber diese mer!würdigen ' Ruinen, m. dein sagenhaften unkcl, und ihr V??5ändenzein ! H?, in Frage gestellt. , Mauch entdcckie,d:eselben endlich wieder; seine Beschreibung der Ruinen erweckte' jedoch ' Zweifel an der Richtigkeit seiner! Angabe, und erst "' t tir ,!, , l'"!"'"1 ''''I.t''' tr ?!' die jcijigc Expedition hat d:e Wahrheit der Angaben unseres berühmten Lau: smdnnejSstÄiWp sich keiner Uebertreibung schuldig geMDlDss der merkwürdigst? prähistorischen Baudi'nkmale bezeichnete. ' y;- ,'-kli' ,,!l,:':,,i--i-. i Die Nmnen liegen am Fuze c:n?r. durch ihre pittoreslen Konturen a::f--n f;w: 'y'11 ' -: -!', h .v.; g,. , if.-fi ialllgen, scharf au'jste:geudcn Granit.nppe (kv). Venn in an sich derselben nähert, so stöszt man zuerst auf eine etwa l-vier k Fuß hohe stcincriic Äauer, welche nnscheinend um den ganzen Hügel läuft, deren Vorhanden--sein jedoch bei dem dichten Buschgewirre nur sür , eine Weile verfolgt werden konnte. In der Entferiinng vll etwa 50 Schritten solgt eine zweite

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: - r,,aM t . , - ,. s s , . .,., , ,' i ist i -ü!- I ' jl!; .iii!;: ' t - - s .jif -li'1! 1, JUli.- , ' . , m ' ' - ,l'!Mli'i'- , ' ' "' , ":- ' v l;.h.-

Mcpe Kcpc im Gozoland eintraf, wurde . .'"J .-''Ü r r' V" . ein ? Jmpi" gegen . ihn ausgczandt. Dieses Heer zwang ihn, unvcrrichtetor Dinge zurückzukehren, und es wurde ihm

etwa 5 Wpr. blauer, die inen imtxtn. Eirkcl zu bilden scheint, was jcdoch aus' demselden Grunde uicht scstgcjlcUt werden konnte. ' v Gleich, hinter-derselben sindet mair deutliche Spuren eineS' wahren GeiviM,, von nmdfönuigm Gebäuden, "löahr schcinlich Wohnhänscru, die troh ihrer unregelmäßigen Anlage das klustige 'Borhandensein : von Strgßwzögrn erkennen lasten. ES folgt herauf eine dritte höhere Mauer, und innerhalb derselben etwa im) Schritte vom uße. der Kuppe entscmt und nt,sudwH!lchcr Richtung gelegen, erhebt , sich cmbSchst aussällizcs MMttk7'W'isk-Äiva N Fuß hoch und vollständig kreisförmig Die Viauern sind unten 10 Fuss' und oben 76 Fuß 'stark. Ten Eingang bildet eine ganz schmale, oben sorqfültig abgeruudete Psorte und dieselbe ist ver? steckt an der östlichen Seite gelegczu.' Der liclzts Raum zwis??, d?, 'Xn's mehrerer krcissörmiacr in einander a?schachtelter Mauern wahrnehmbar. In -der Höhe von 20 Fuß läuft ein aus hcrS vorstehenden Steinen gebildeter Zickzack , - . , ' lj ! ::U V " 'l"ll' '"' mi r-.l,3 jp, .r . ,r . . ivfcuuyn, riljicrvssnungen nac i;; das Gebände nicht. Die Mauern sind uu pH )i jitijjmui gcijauriirii, giaii ,p polirten Steinen (Grämt), ohne jede, Anwendung von Mörtel oder einem mu deren Berbindungsmittel aufgeführt und liegen in vollständig regelmäßigen Ne:hen auf und neben einander. Die 0'röß? der Steine ist etwa die doppelte unferer,, gewöhnlichen Ziegel. Seitwärts, in der ?1 Entfernung einiger Schritte von der :! EinganZspsorte und gleichsam zum, Schutze derselben, steh! ein rtwaÄFntz,H hoher, konisch verlaufender, an der Äa z,r.-?i rtsi: . . . ""2 :i sis 18 Fuß im Durchmesser starker Thurm; derselbe ist aus den gleichen Steiuen gebaut, die jedoch mit Mörtel verbundtu sind. ' Die Kuppe selbst ist mit weiteren Bauresten überdeckt. Man findet da abermals äußerst zahlreiche Spuren de? kleinen kreisrunden Gebäude, dann neun über einander stehende gemauerte Terrassen und auf der äußersten Spitze Sn- (- ..V.V. .rf.si T j' k'k. .j.yi- uvfi iuuuiujjc vjrauupuiar, welche, ihrer Lage nach ;u Mienen. m. eine Front gebildet hoben. Die Aus. sicht von da ist unstreitig eine der schön sten, die aan; Südafrika bietet: znit dem

weiten Panorama landschaftlicherSchön ' Heiken, die sich von den Ruinen von Zinnbabye aus dem Auge bieten, kann : sich nur der MarieodiKritt im Trans 3 ?aal inessen. ' . N ' Jnmitem der uralten, , üi:s früheren Jahrtausenden stammenden , Bautrümmer, die bei der klaren iust wunderbar gut erhalten sind, hat sichttn Maschön Stamm unter, dem Häüvtling Mpgbaöz !; angesiedelt. lluter ihnen, - bat, sich; ' gleichwie unter cüm Eingeborenen, ''' leine lZeberlieserung bezüglich dZeZer alten Stadt, erhalten. Sie wissen nur,,, fit das; die Baurcste dastehen, wie sie vor undenklichen Zeilen schon dagestanden' , haben, als die Maschonas in das Land, 'V! kamen. Das ist das Ganze, Zvas sie .vy wissen, und es genügt ihnen vollständig, Der Name des Qrtls scheint äbes'? nus alter Ucöerliefcrung zu siammrit, ba er -in 'der von den ÄcäschonaS und MtabcleZ gesprochenen Sprache, keine Bedeutung hat. Aus alten ,portuZ?eO scheu Schriften wissen wir -jedoch f .sich trat Sambesi ein anderes Zinbabve? s'S' bcsnndcn (auch Zinbaue oder Zinboje , ausgesprochen),' und dasi die ältesten,,, M Lcu:e unter den am Nyassa-See leb:n. denden Eazenibes erklärt Habens sie hatlen .gehört, 'daß Zinbaue die Npmgs. bürg bedeute, vj welcher nach 'der Eö schassung der SScIt ein mächtiger König' geherrscht habe. Zinbabye ausdem $sim plateau des Älafchonalattdcs S Ut& Schlüssel Zu dem nicht weit eRtscrnle Enavane. den die EnaländcrÄrovidcn ,

tial Dast benamt haben, war darum. vielleicht auch eine Königsstadt, vielleicht i u:tfut s es .!:-: . nf , wimmj vl jimyui uju uvu, Wer kann es ' wissen l und wer kann es kraründen? Unüreitia war es aber ein stark befestigter Plah,' und ''rNftHNer?L trtH S?; fs:. i;;i''hii. lt4l.'i.'V4iy, VUp l.V Willi- yVkWV, MIL. in ihrer Bauart , Aehnlichkcit mit .den W. ''-f'-v-w " ' 4' ''! i. ncauerrejten von mvaone Hapen MnöA! an den Spuren einer alten Stras;e '. vorübersühren. an mehreren - Stellen des Mojchonalandes sinden. k .,,,, '.'',, ''" Waren sie - zum Schuhe der Karawa ncn errichtet, welcke die' Schähe !' Landes Ovbir nach dem Ottew fübM'M Der 'Thurm neben dem Paläste" von Zinbabye ; ist auch ew Räthsel! n Er'isti & :ine massive Masse ohne Zugang. Wozu' " i,":.... o rv.i . vtf-r :iuvm uf ij vkuciu)i eine iuv'ylW,,, statte? Und wer liegt dort begraben? , Die. & omain von " Saba? Sind .mÄLiftf

vielleicht anch Schätze dort vergraben? Unter allen Umständen ist Zinbabye ein , neues, interessantes' LZälhsel für die ,.,. Zltierthumsföcher. Die Expedition 0:;;,, Photographien aufgenommen, Beich 's lluugen gemacht und diese bereits iß ber ' Kapstadt zur Weiterbeförderung iibersandt, so das; wir hoffen können, WZ Zinbabye bald in dcn illustrirlen Zei ,tjst tungen abgebildet zu sehen ein Stück uralter ?lcih - von dem die ?wni;ier

' ' . ... ' -v-,, 'T" V J ' 'irl-!1.Lllj';i',li,lj::i', wohl me.?, wußten, als wir jemassE

S)im werden. r ii" , . ,, ,,4,i, , 11 1 klb ' D i ch t er und 2 Ts ist eine alte Geschichte.

&:tMmm ttx tmmtpM'

Doch bleib: sie ewig , -j; ' TcEinHiden M ii iiiii' ;

; '( j.:siii!;, 1xj!;,,iii:i:,.i!!,Jiiiils: i'i. m'?fti fEi ; ; :?Mr ändern ;.&tic;tMfrj.J:.takjstJ,?; , .( :;,:-,f 'i ;.f! lj. i;:i; ;i-.-;,,,:,:: KK. Ü ? ii!! j," I! . , ,11111 ,bni,i,l!ii, !I,I1,!I,

"!' i Wie er Vtti ernäb ' tl": ; Was mackt denn ciacitlich sener (I, VeitläusiDecrL mer nicht rockt tbun wollre, ' crnälnt JtzM lWi5trebndi?-S3ÄGc 3t:ÜnJtr ":: r!cht'imeloe.Ped.FMelL : : -: &V.&!?ft 'f ahr I;.' c rf ich,, rä :d ;a ( ' r ' iiii-1 li , lilHI '.ililü!: liiinlüil . -Jt IBf lirt'''ijlli;j-' S W-s' ÜAi ü,,ii,i 7 i !:, i,ft. f f f i m.. it!1 f ;!,lffl!!' ''yf'f "t 1 f:r ' ' " ' '' " ,,! "'" !Wi!'Fl uMGast: Biere baben Sie? Kellner: Hiesige knd Münchkner. Gast : Sonst Nichts ? Kellner: ! Nein aber dasMJnchener , , fVnri ;t A Vfirrm !!l Vnrm rmitthln '!':i:',!:''h:;!;:i'i-l;!

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