Indiana Tribüne, Volume 14, Number 57, Indianapolis, Marion County, 16 November 1890 — Page 2
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Vierzig Cyltnderhüte Kopf.
und sein
r Gram Cylinderhut für den Herrn ;!'; Grafen 8!oFendorf." Bein, Erschernen des jungen Aristolraten in der großen 1 Wiener Hnlniedcrlage ric? der Geschäftsführer ftfort den: Kommis diesen Ausl?. tragt Z,u und diese beeilt: sich, demHerrn Grafen einen kukkewagelnenen A Chlmder der neuesten Mode vyrzulegez,, Der Graf setzte ihn auf. blickte lächelnd DZn den Splezel, " nahm seinen a!ten Hut Knnter den Arm und verließ die NiederR läge. Diese ganzeeschäftliche . Produr spielte sich innerhalb fünf Mmuten ab, waö weniger merkwurdist ist als der M Umstand, feig siß sich -fast allwöchentlich juderholte. Währeub - -emeS Zeitrmunes von einem Jahre hatte der Sraf genau 40 Cylinderhüte bei der : großen Hutsirma gekaust und war sie ',' alle schuldig geblieben. Was der Graf 'lmt den vielen Hüten angefangen hat, Aist unaufgeklärt. ,Er war stets nur im MBesitze. eineS,k'elnBgctt CylinderI und i man konnte von ihm in Variation eines bekannten Ausspruches behaupten, daß ß er dp Hut auf dem Kopfe schuldig war. hGxöf Nogenvsrs kaufte auch Uhren und ' HretlOsm auf Kredit und verschleuderte dieselben schon wenige Stunden später. K- ES häufte ! sich eine ziemliche Schulden-, f- last auf, welche den Jungen Lebemann erdrückt hätte, wenn man ihm für sein Gebahrm die volle Verantwortlichkeit fiäite zusprechen, können. DaSIMc K jedoch nicht der Fall, denn kürzlich wurde 5 es klar die vierzig Cylinderhüte boten ebenfalls einen wichtigen Anhalts l'' i, mm i ' T' !' 1 ' : Punkt daß der Geist des Zungen Kavqliers umnachtet war.' ' : ' - 'i"';:r ' !: Andor Reichs ara? von Noaendorf,
Freiherr aufMollcnbnrg, geboren 18S4, ist der Letzte seines Stammes, . eines , uralten Adelsgeschlechtes, welches, der' ; Armee mehrere tüchtige' Generale ge-lie' fert hat. Der Vater Andor's war im i. Torontaler Komitat in Ungarn sehr U gütert, verlor aber sein ganzes Hab und Gut in unglücklichen Specnlationcn. und nach seinem Tode blieb für seine Fami5 sie keinerlei Vermögen zurück.'. So kam f?K daß der sunge Andor auf die , Unterf stützungen einer Großtante angewiesen, bald mit Geldmittel versehen und bald ! wieder arm wie eine , Kirchenmaus war. 'Vielleicht haben die Sorgen und der nregelmäßig Lebenswandel des f Ari' v siokraten seine Geisteskrankheit heran fz ' 1beschwore:l. , Der arme Mannwurd! 3;in die Priöätirrenänstalt zu Lamz be; c Wien gebracht als unheilbar Irrsinniger. Die VcrpslegungskosteuZHxitt jnst eine Großkante, nach .deren Tod !?ägt sie der Kaiser von Oesterreich. Uebrigens wird er sie kanm lange mehr b zn tm:e:t haben, da der Zustand des Franken ein nahes Ableben voraus sehen läßt. Der NsmikernufNcisenI Der dieser Tage verstorbene Pariser Komiker Arasseur war in lctzlec Zeit Director des Theatre des Nouvcaules" - und unternahm mit seiner Gesellschaft Gastspielreisen in die Provinz und nach ! Belgien. Gelegentlich einer solchen Fahrt hatte der Künstler folgendes lustige Erlebmß: Im Jahre 1635 fuhr Vrasseur mit seiner Truppe nach Vrüssel, um daselbst die neuesten komischen Lpmr und Operetten auszusühren. Brasscur liebte über Alles seine Bequcmlich!cit, wie M bei einer so um I fanZreichen Persönlichkeit begreiflich i st, und so bat cr den Zugführer schon auf dem Nordbühnhsfe, Niemanden in sein Coupe steigen zu lassen und von Zeit zu Zeit vorzusprechen. Stachdem der Ve amte versprochen hatte, seinem Wunsche zu willfahren, fügte der Reisende noch bmzu: Jrren Sre sich aber nlcht lm Coupe." Seien Sie ruhig," meinte zber Zugführer, ich werde Sie wohl er kennen." f , Dies verdroß den Schauspieler, dem in Verkleidungen eine große Virtuosität nachgerühmt wirdDündtal 'der Mann m der tction5 ererj j HAlhmZtratA fand er einen 5 Engländer unt langem Backenbart und in einem großmrrirten Acise-Anzug. - Der Insulaner schrie Wen Eindringling kauderwälschend an, ad dieser zog sich verblüfft zurück. In Maubeuge war es ein Auvergnat mit schwarzem Bari und weißen, fletschenden Sahnen. Wieder entgegnete der Be-, Mte kein Wort, und Brasseur war entzückt über das Gelingen seines S passes. In Mons fchickte er sich schon ian, ihn als Spanier zu mystifieiren, sls statt des dienstfertigen Conductenrs $in 'dicke? Herr mit einer Menge Handepäck zu ihm in's Coupee stieg, eine Hutschachtel über seinen Kopf herunterfallen ließ, ihm auf d!e Füße trat, sich schließlich auf seine Knie setzte und ihn Nsl einem Uchwall belgischer Lais-tu" ?rnd SaLYGZ'Vous" überschüttete. Brasseur war wüthend. Halten Sie mich ma für einen meiner Klappsitze? schrie der Director. sDa entledigte sich ver Belgier seiner Perrücke, seines Me'hodistcnbartcs und seines falschen 33 dirh?s, zeigte dem Schauspieler das GeZicht des Zugführers Und sagte lächelnd: Jch bin's, Herr Brasseur. Sie sehen, ich kann mir euch eine Maske! zurecht 'jÄachen. Wollen Sie mich engägiW WWAllesnmsyn st. ...Siehst Du, liebe Freundin, ich mochte schon so Zange einen ' neuen f Salon!" So jutfjc Deinen Mann durch Thränen dazu 'Ku' ,bÄ eg eil !"KÄWütztfnichtslMDa ! staust er mir neue Handschuhe!", MÄnHekWmst ; Du Deine Nerven!" Da meint er, ich wollt' elneii Wen Hut!" Und wenn Du in Krämpse verfällst?" Kaust erl-mIrein'Neues' !ökleid!" So werde doch ohnmächtig !K Dann meint txr ich wollte nach Nizxm So stirb!" 0h, das glaubt
i j .!'" tx nicht mehZ Ich vm schon so oft ge"tl3ifni;::5!l k ':,:;;:;;Aii:;a:tlB::aS
hzben Sie von Monaco ! mitgenömmeH Herr Graf ? Mitgenommen gar nichts, r?OfironHeK :C:: XWi
Hewrich HelneS Schwester-
?--' f - . . i. s-- i$ , WiAy rgf W! ff. t "V .". K iWWfm 4 rW"Krf:'' - ' ;r "f. 7 -, .NM In ihrem stattlichen Hause an der Esplanade zu Hamburg feierte kürzlich Fran Charlotte Embden, aeb. 'Heine. ihren 00. Geburtstag. Frau Charlotte Embden ,st dle emztge Schwester unseres berühmten Dtchters Hemnch Heme uns wurde am 18. 'October 1800 als das zweite Stinb der Eheleute Samson nno Vetty Heme, geb. van Geldern, m Düsicldorf am grünen Nbcinstrom geboren. Sle wuchs mtt ihrem Ärn5er Heinrich auf und Beide waren unzcrtrennliche : Genossen bei gemeinschaftli chen Kinderspielen. , In Erinnerung an diese schrieb später der Dichterin seinem h-i.'J' I . . .!. ' i. . Buch ver Lleoer- oas reizenoe e dicht: Mcin Kiud, wir waren Kinder, Zwei Kinder, klein und froh; - Wir krochen in's Hühnerhäuschcn, , Versteckten uns unter das Stroh. Wir krähten wie die Hahne, Und kamen Leute hcrba Kükerikuh!" sie glaubten. Es wäreHahneugezchrel. Die Kisten aus unserem Hofe, : Die tapezierten wir aus, y, ""js Und wohnten d'rin beisammen Und machten ein vornehmes Hau?.' v i'Wß " ," ' : ' .' .-' Des Nachbars alte Katze ! ) Kam öfters zum Besuch? Wir machten ihr Bücklinge und Knixe Und Complimente genug. , . , Wir haben nach ihrem Besiuden Vesorglich und freundlich gefragt; Wir haben seitdem dasselbe Mancher alten Katze gesagt. Wir saßen auch ost Und sprachen Vernünftig, wie alte Lcut',' Und klagten, wie Alles besser EewesM in unserer Zeit. Wie Lieb' und Tmk und Glaube Verschwunden aus der Welt. Und wie so theuer der Kaffee. Und wie so rar dsZ Geld ! Vorbei sind die Kinderspiele. Und Alles rollt vorbei, Das Geld und die Welt und die Zeiten UndGtaubtn und KM und -Treu. vtt! während ihn oft von seinen übrigen Verwandten ticse Zerwürfnisse trennten. Nach ihr und nach seiner Mutter' sehnte cr sich auf dem fremden französischen Boden am meisten. In Deutschland, ein Wintermärchen" sagte cr: Ich sennte des Nachts und sehnte mich Daß ich sie wiedersehe Die alte Fran, die am Dammthor wohnt, Das Lottchen wohnt in der Nähe." Im Jahre 1SA3 verheiratete sich Charlotte mit dem Hamburger Kaus mann Moritz Embden und am öS. Juni wurde die Hochzeit auf dem Zollenspicker in den Vierlmlden ze se:ert, .wobei Heinrich Heine ;mü seinen Eltern, die damals in Lüneburg ,,lvohtt ten, und auch dec rnche Onkel Salo mon Zugegkll waren. In 1831 widmete der Dichter artig. und liebevoll" seiner Schwester -Charlotte den Gedichtcyklus ?!cucr Frühking", der zuerst mit den Neisebildern" in einem Bande Erschien. Oft hat sich! Heinrich Heine Aus drücken feuriger Liebe über seine" Schwer ster geäußert? so in einem Briefe an Karl Jmmermann s r Ich kann nicht umhin, Ihnen zu bemerken, daß meine Schwester Charlotte unsäglich von mir geliebt wird, daß ich von zärtlichen Gefühlen, wie sie bei Brüdern 'selten sind' ihr zugethan bin." Charlotte! gebär 'ihreni ' Manne Moritz Cmbden, der rnn :27.; December 18G0 starb, vier Kinder, Maria, Anna, Heicn: und Ludwig. Die älteste Tochter ultarie, eine vermählte' Prinelpessa della Rocca, hat Erinnerungen" an ihren gerühmten Onkel herausgegeben. All lieser in seiner qualvollen Matratzenbrüst" 'in Paris seiner Auslösung entgegen ging, eilte im November 1855 Charloite an das Bett ihres todtkrankcn Bruders,, den-Sterbenden zv z slegen. 1857 erlag derselbe. ,. Charlotte Embden hat seitdem in pieWJ:f::y::S::M- l): '; ' Y.B fl:'-,:,f .,!,!-,!:, tatvollcr Erinnerung das Angedenkenihres, großen Bruders bewahrt und rclle. geistige und leibliche Frische sind der liebenswürdigen Greisin bis in ihr Mhcs,AlterF bewahrtFgebliebenZDor einigen Jahren empfing sie in ihrem vause an der Esplanade den Bestich der Kaiserin Elisabeth von Oesterreich, die bekanntlich eine begeisterte Schwärmextn für den Dichter Heinrich Heine ist AnihrÄM$cbm allerseits diercichstcn Beweise der Theilahme erwiesen, die mit ihr zugleich lhreüHrüh :l " f"' 7." T 1' " i': ' "n ":'! lii. '"m ' ii ' : ' " ' !:' ' 4 1 1 Vf.;-., 1 -:X V li m. , "' ::,p 't . t, ; I -1 i .i;-1 ; :' f ::;:Vif'::;!' " . : h m 1 v ii'Ü !.. o. 1 . , ;, C'i-' : ' 'e ' . E t N Ph l los oph., Hausfrau: Zür die kleinen Eierchen verlangen Wie -,hn Pfennig; vielleicht sind sie noch ttbenbel faul. Bauer: Na, in dem fr'kömi e,,klem,,,ooer,g 9!,'-:l,vif: M Mm tfif-fm ji' .?u 11-
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..'1' , ,, f, Auf seines gsnen"spätereL,ebens wege ist der Dichter'sciner Wchwester Lottchcn", wie cr sie meistUs'losend nannte, in unwandelbarer Liebe treu
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schöne grauen in gewissem Alter.! ' 1 i': sSi .:!!!& ;v sm MMD m I PerilleZ heirathere dt,WSeMtzpa.j al) sie SO Jahre alt wzr. undchoSZ wahrend der 00 fol.cndc?n Jahre war k: Ruhm ihÄr,iEchSnhcit', uitücr)ii ttti : ' ' 'm ;:" " Cleopatra war uottrisch bereits SS Jahre alt. als AntsniuS sich sterblich in ihre Netze, verliebte, die sich bis Zu ihrem :rst 10 Jahre später eintretcnden,',..Tode,.. aus gleicher Höhe erhielten, und Hmq , zählte bereits 33. als sie das SrWAz llugustuS gewann, den sie bis an ihr r i V .-'....-. w1 kttok beherrzchte. r In der modernen Geschichte sind die
Beispiele nicht minder selten, in denen Frauen,'die'eiMnllZch'iÄe!K! krste Jugend hinaus waren, doch noch allmächtig wurden durch ihre Schönheit. Bo Diane de Poiticrs, die bereits 33 Jahre alt war, als sich der damals achtzehnjährige Henry Ik, in sie verliebte imd bis zu-seinem Tode und der Thronbesteigung von Katharina von Mcdicis , blieb sie die erste Frau an dem großen Hofe. Anna von Oesterreich wurde als die schönste Fürstin Europas beschrieben und Buckingham und Nichelieu bewarben sich um ihre Liebe. Ninon de l'Enclos, die für Schön beit und Geist gleich berühmte Personlichkeit, war für drei Generationen der Abgott deMgöldenen Jugend . Frank-' rcichs, und noch in ihrem 7Ü. Jahre verliebte sich der Abbe Bcrais in sie. Freilich wirkten hier die Gcistesgaben mit, um die Erfolge Ninons bis in dies hohe Alter zu ermöglichen. Ludwig , XIV. ,hcirathe!e:,Mme. de M aintenon, als sie 43 Jahre zählte, und. Catharina II. von Rußland vax bereits o3t alsPe den jungen General Lrloff kaptivirte. Bis zu ihrem 67. Jahre be hielt sie ihre Reize, die sich nur 51t größerer Reife entwickelten, aber selbst bei ihrem Tode gab es noch Zunge, Leute, die über ihr Ableben untröstlich waren. ;, 1, Mlle. Mars, die berühmte franzosische Trag.vdin, stand mit 45 Jahren auf der Höhe ihrer Schönheit und besonders V: Kl-- ai ,,. , i ai l ' waren ihre Arme und Hände in ganz Europa bekannt und berühmt und un zählige Künstler baten um die Erlaubniß, sie modclliren zu dürfen. - - 5 ; ' Mme. Recamier wurde im 39 Jahre für die schönste Frau in Europa erklärt und genoß diesen Ruhm .ungeschmälert 15 Jahre lang. A !:. u m i i , Der Deteetlv in der Cravatte. $ Das Allerneueste auf dem Gebiete der photogravhischen Spielerei ist die Cra tz-sc fnn.'frtVilitrf , frtÄ fltS "kvr VST ü f ' i zeigt 1?ie ' der Tnck"" durchgeführt wird F!g. 1 ist eine Abbildung der phowgraphirenden Cravatte und Fig. 2 ,etgt, wie die Maschine arbeitet. Der Apparat wird in Operation gesetzt durch den Dmck aus den Kuovk Um die Platte zu wechseln, braucht mau , nur, bon links nach -rechts zu grelM und Knopf B zu berühren, der sich in einem Knopfloch der Weste befindet und so aussieht, wie irgend ein anderer Kn?pf dieses dlcidungsstücks. - Durch Drehen dieses Knopfes wird die P latte d irect MdaS-O b i ectiv'-W bracht. Um letzteres zu öffnen, braucht man blos dre Gummlkugel I zu drucken, welche man bequem in der Hosentasche trägt. Der Gummischlauch E geht von' icr Hosentasche aus unter der Weste lzlnau und uderiultteltj die Wirkung des Drucks. ' Um den Apparat zu charairen, wird er w urch Drehen der j klci nen F edem am unteren Ende geöffnet, die Platten werden in den Nähmen einae. setzt und die Federn in ihre frühere Position gebracht. Der ganze Apparat , . . . . . -t , ii nur menist onier as eine geivounnae Cravatte. SeÄs Nahmen ; können nach and nach durch eine endlose 5tette vor das Objektiv gebracht werden. Man' . t , , - M ri'NZ! gu:e Ätloer Mtt olkjem Äppa rate hergestellt. Dieselbe sind , ändert? halb Zoll lang und eben w mh f. wm ' , . ,V ( fi-.i , mK svä-i - ': ij . Will . 't Eltt Gedicht der Erzherzogin Mari, Üiil Ji.f'lu- - J!i!!' : in,l'i !ii liiü! i! Balerie. :-WHl- i!i Hll-i,!'': ii!iil!li!P:il!t.'ir:iii';i!!';ilil!! jfeii i-llf Hü il.-!ll:'!IMll!i;,i;iS '.Mi Das Wiener Salonblatt verössentlicht ein bisher ungedrucktes Gedicht, in dem die Erzherzogin Marie Valerie die Schönheiten des Loser besingt jenes Gerges7 den sie in Gesellschaft ihrer Mutter, der Kaiserin Elisabeth, von Jschl? aus wiederholt bestiegeö i .Das. Gedicht lautet :W ;jf j ßtzz ' ;it CY C"iS lliXi ai MM .m I 'i!i5''' ' jkUm. IUU mwini Das Heut' ist za w schon. ::; Verstreut in'S Thal die Sorgen, Lllßt sie vom Wind venveln. Was eure Herzen mochten. Vertraut's dem Loser an, , i'lk .li i , In lauschig stillen Nächten Verräth demMond er's dann. ! ,ßDcr dient den Euglein, McnMM . Als silbernes Brevier, Woraus den Herrn sie loben ' Und preisen für und für. mrz o wird der Herr das hören, i i Waö unten Niemand weiß, 1 Und Zoll Er's euch gewähren, Äcbt auch dem Loser Preis. - Jägerlatein. Bei der ErZssnunz der Hühnerjagd erschoß ein kurzsichtiger Herr aus V.crsetzen einen Hund. Aber sagen Sie. .nur",-, fragt )er Förster, wie konntehJhntn denn zur so etwas passiren? W Ganz na. Ärlich! entgegnei jener; ich bin sehr ürzsichtiZßbe,; beiAMHundlhinten )as d mcht gesehen und "tBilffir ein f t ft . lu liiE'r ;:-:!:.:!l! 'iif,. . : ' tu vmmü BBmmämmm t "ii!ir::'J5!("ii-S,i'iiFf,li!!;j"f';i :,lL:Y'!''! 9:w: M'ifiX:'::Mkdl : fiMii!;!! ii:;:!?.1 S'ilftPI lllislilKS'-'i ii! lii; fSf ;l ;f li! ift: !. ri'S ! ''-f ' ',!'!. ! ' !!.'-' .,! :SitÄy.
- 0lß. 4 ., .-Ji;-- i.:-:.: ' ..i,1I',IHi - ----- lrt! iT'&-j4m ' .11. , ißs3 j, "X " WU' mfWi ', ''- f I -j HSittf (n Hhl n MM 1 y'K rJp SljV kM?Ue'Wl , W ix rin ? i? WW' t jSlii w&dfiJM 0 A Cxo
r TenunzZant?
-Hlifeljf-; ..!! I j''1' gjjv ';, vMM Usta M. f Man schrieb 180.. Kurz nach Vc; 4 in deö Jahres machte in einer preußi schcn ostseestadt ein: Verlobung viel en. om war es ittcnt uitoe rv - mexü geblieben, dah der durch seine lgur id) Hervorthuende ZollaznZtmt Nacken? aus der letzten Harmonie wie derholt mit der schönen und auumthigeu Helene getanzt und" bei Tisch neben ihr 'V. m,Jr. $, f Wfi-h :h ßeiencn hat, aber Niemandem loarcn varob besondere Gedanken gekommen. Züsälligkeiten Mtigkeit - gegen Da men iedeS Veranüaen briuat derII,.- .;,f .1;!!. ' M-äl, j"' V V p. t " ' ' gleichen mü sicu cr und sie! er 1,11,,,, -i ". " 9 1 t ii m r .j. c veryaumtzmamg großer Zmuusr, uns sie. die simple Buchbinderkochter, die chre Anwelenhett nutz ktner'! Schulzreun bin verdankt Unsinn, sich ' dabei was denken wollen!" so die Meinung einiger Schwätzerinnen. Begreiflich also, daß man etwa vier Wochen! darauf feinen Angcn nicht traute, als mit großen Lettern im Local-, blatt die Verlobung zu lesen stand.. Der diesmal harte Winter hielt Stand trotz des linsern en Aprils. So weit man saU lag dickes Eis vor der -,, . .,l".;it M...- J . -,-!',-!, v, ! "4P - Stadt, und keins der gemeldeten chiftc vermochte einzulaufen. Die Üausleüte llagten ;über, Verkehrsstockungen, , die Fabrikanten über Mangel an Äiaterial, und die, Arbeiter schlenderten mit verdrossenetz Gesichtern verdienstlos einher. Endlich 'brach ein , Stunn, das Eis und fegte esNä m See '"'taeirij und sosört hatte sich am Hasen und in der Stadt das Bild verändert. 1 1 ,!' 1 Auch im Zollgebäude ging es nach all den fast müßigen Wochen wild zu. Die Beamten hatten auszufertigen, zu rechnen und Zu Zählen, daß sie sich kaum ein Wort gönnten. Schon nahte ; sich der kleine Zeiger der Schlußstundc, als ein .yi:-., ci-ii 4!si', j" c1'!1'" angezehener Handelsherr der tadt e:ntrat.ßfrejmdschastlich den Jnspector begrüßte nnd ihn um eine kurze. lUuterreö f J iA w s.' !'' ' '-' " :;- -'s- vj -'lii'1' dung bat. Herr Zollinspektor", begann der Kommerienrath, ich theilte Ihnen neulich mit, daß infolge des andauernd unterbrochenen Schiffsverkehrs mein Vorrath i an Roheisen völlig erschöpft wäre, und ich daher einen beträchtlichen Theil der Arbeiter außer Verdienst setzen müßte. Gott sei Dank, daß das Wetter umgeschlagen und Zufuhr wieder sa ist, sonst hätte ich bis auf Weiteres die Fabrik ganz schließen Amüjfen. Soeben läuft mein Dampfer ein leider unmittelbar vor Bureanschluß! Und dennoch wäre mir an einer Löschung über Abend und während eines Theils d er. i Nacht besonders 'in Ansehung der feiernden Arbeiter und der Aufträge sehr, sehr gelegen." Ich sihe das ein." . WohN weiß ich, daß die DMen beim Löschen den Umständen 3 qemäß auch über den gewöhnlichen Tagesdienst verp züchtet sind ich konnte mich auf die Vorschnst beruscn - allein ich mag keinen unlustigcn und " verdrossenen Dienlt lch möchte mich daher, gern cr kenntlich criocisen 1 1 " ": Herr Kommcrzicnrath, wie denke: Sie von mir Gott bewahre, Herr Zollinsvettor. daß ich materiell auf Sie einzuwirken im Sinne hätte! Ich meinte nur eben, daß ich es nichtinr etwas Unerlaubtes halte, wenn ich ' dcu hcranzezogeuen Unterbeamten ihren Ucberdicnst und dazu bei diesem unwirschen, stürmischen und naß frostigen Wetter ans eigener Entschlic ßunz rergütei: dürste So mir nichts dir nichts die armen Leute, die nun im warmen Zimmer bei,hhrer HFamillk sitzen konnten, in meinem Jnterejze am Bollwerk festzuhalten, das liegt nicht in meinem Gefühl. im. Der ZoUinspcctor wollte erwiedern, aber der Commcrcienrath siel ihm in'S Wort und snhr fort: Ich merke, was Sie sagen wollen. Doch versiHcre ich Ihnen, daß an eine Bestechung nicht, :m , Entfernteuen ge .sä" ''! rii: 4 i ?, , P-t . ii 'ti' lfi dacht wird; ich bezwecke lediglich , eine lragloS anZebrachte Aufmunterung zur Willigkeit.? Herr Zcllinspector, . das dürfte in Ihren Vorschriften nicht verboten seinyM . Der Zollinspector gab, wenn auch nicht ohne lebhafte Einwürfe, seine Einwillignnz, und beide Herren traten hinaus. i Herr Assistent Nackow einen Augenblick!" rief er diesem, der sich soeben zum Heimgang anschickte, nach. Er setzte ,'.; 'in. "'"'"c ' , r ct . c . . U)n von oer geirvMnen A.noronung in Kenntniß Und ersuchte ihn, den Ueberdienst controliren zu wollen. . Er thäte ein gutes Werk. 'y : w" ' - Nackow hatte in vorschriftsmäßiger Haltung wohl zugesagt, aber hinter dem Rücken des Vorgesetzten eine verdrossene Miene ausgesetzt. Er grollte ihm. Denn heute gegen Mittag hatte er ernste wenn auch gut gemeinte Vorhaltungen wegen abermaliger Unpünktlichkcit unter vier Augen erhalten. Um so mehr Zürnte cr nun, als er sich um den Abend bei seiner Braut gebracht sah. 1 Eine Woche darauf kam wider , Vermuthen spät Nachmittags der Steuerrath zugereist. Dem Zollinspektor fiel es noch mehr auf, daß er sich alter Gewohnheit entgegen nicht zum Glase Bier .in dar Brauerei cinfand, und seine Verwunderung uah:n zu, als er vernahm, Nackow wäre nach dem Gasthause beschieden worden. Mit dem Glockcnschlage fand sich , andern Morgens der Steuerrath im ZollZebäude tin. Zwar begrüßte cr sämmtlichö Beamte höheren Grades mit frühercr Herzlichkeit, allein cS entging nicht, daß cr heilte ernster blickte und die Rede knapper hielt. . Die alsdann vorgenommene Revision war gegen sonst, ungleich umfassender und dauerte über die ge. wöi)nliche,Znt hinauf Herr Zollinspektor," ließ er sich alsdann vernehmeii und so deutlich, daß es den Controleuren nicht entgehen konnte,' ich habe Alles in vorzüglicher Ordnung . .c v 'JA .li i: ji' U v ;,"-! m' iliJi" ' . grsunvcn, wie icg es aucy mchi anoerz angenommen vkHD) ,!!!,. i. li"Ij, !l liii'ili;S
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Dann hielt er sinnend inne und, fuhr in gedämpftem Tone sort: Und nun möchte ich Sie um ! eine Unterredung e?' I Vj"!- . 'inr : -: i. : - K
U Damit schritt er zum Sonderstübchen '"Lii voran und schloß ftrgsam die Thür. ' Mtter Freund. kamS ihm nach einer Weile,weich ans der Brust, während sich das Auge verschleierte, ich wollte Wünschen, daß der zu verhandelnde Ge genstand anderer Art wäre. ' Leider leider " Inl! ÜL Ä1 ' S;;'.'!;1 i. . . f !!iSi.e inachen mich gespannt, Herr Steuerrath,"ersetzZe., Jeer.Mbefan .ö , , ,. .,, ,.i,ii,. , M Leider mnß ich Ihnen erönen, daß Sie unter einer Anklage stehen " t Unter einer Einklage ? Sticht mög tich !'';;;;;i;Wi;i: Unddazn unter einer ehrenrührigen." t W"$j ' 'i!!!' 'ft,' "'!' K -i I; iißHerr Stenerrath l'ißzz pijf iiü t RDiese't ruckte Rnit den Achseln - und wandte sein Gesicht seitwärts. Herr Steuerrath, ich mochte nicht nur, scndern ich muß um nähere Ausllärung bitten." f , "Sie ; sind beschuldigt worden, Unregclmäßigkciten zugelassen und geduldet b,1wr 1 -" VHl In welcher Art?" I- s Vorige Woche wurde der Dampzci WusiavWäsa"Helöscht? "M " X Der Zollinspector begann zu begreifen und entfärbte sich. .tivM Gestehen Sie - die Sache war wohl nicht so schlimm Wenigstens Sie, den ich sonst als r gewissenhaften i Beamten , 'IV HV'iii t';v- ir ,' , V'f i: t 'L kannte und schätzte, haben sich für die Ertrastundcn nicht abnnden lauen - dann möchte die Angelegenheit Nicht den übelsten verlauf nehmen. Äns izi)Tt und ieiviiien nein, Herr Steucrrath!" leuchte der Zolltn Wie mich diese Versicherung freut! ' über dennoch bleibt der Vorgang mit den Uuterbeamten als dunkler Punkt vorhanden. Ä Haben ' Sie um die Be stechung gewußt?" ,m özHerr Steuerräih ich werde de: Thatbestand darlegen." - Und ' dann schloß er u ,GWie Sie bereits ettvogcn . i . ' "' '''-t'" 'V '''t "' .'ö-i' ":rr if ' yaocn weroen, itec,t mcyr im nilcrniesten eine Bestechung vor, wenngleich die nach rein menschlichen Dafürhalten zn lässige Absindnng an die Unterbeamten, streng beurtheilt, wohl den Buchstaben des ' Gesetzes nicht bestehen konnte. I glanbte, indem, ich die Sachlage ua beiden Seiten hin erwog, mich gegen das Gesetz nicht zu vergehen." :, ! h Schlimm genug bleibt's immer, obschon das Motiv vom Standpunkte des nachfühlenden Mcnichen seine Berechti gunz hat. Doch hier scheidet sich Mensch und Beamter." nl . Der Zollinspektor, ein vernichtendes Verbiet erwartend, mußte sich an hex Stuhllehne stützen. " i f ' I 5 'f 'iif '', 0ßttsp- t 1 Jener suhr langsamer sort: Immer hin will ich in Anbetracht Ihrer bisbe rigcn tnusterhasten Dienstsühruug ffii Sie an entscheidender Stelle ein gutes Wort einlegen; doch werde ich es nicht abwehren können, daß Sie nach anker warts in eine einflußreiche . Stellung versetzt werden? ' " - : Ks entstand eine . beklommene Pause, Strelchet"Kör'Ptne Gefühle nieder. Zukämpfen suchte. Alsdann bat der Zollinspektor mit niedergeschlagenem Älick und tonloser Stimme, ihm mitthei icn zu wollen, wer sich dieses, unheilvol 'len Vorfalls zur Berichterstattung angc kommen hätte. , , , ,;, i Ihr Assistent Nackow." , Mir unbegreiflich!" """Er.hat die Eingabe übcriTicnstwldrigkclten an uns vorgestern gelangen lassen, und gestern Abend wurde er von mir in meinem Absteigeguarticr proto rollarisch rcruommen. Ich merkte ihm das Gefühl ab, als hätte cr sich zu einer voreiligen und unbesonnenen Handlung hinrcißcn lassen; es war aber nicht mehr k;n ändern. Sagen Sie, welche Veranlassung kann cr zu der Denunciation Wohl gehabt höben? War er vielleicht persönlich gegen Sie eingenommen?" ' Das ichMAüßte!" G ' '''Wie ist's mit seiner Brauchbarkcit?" , .mi ' t ' ' i:i!'!iJch" vermag nichts dagegen einzuwenden." f II j Iir! Er ist der höchste im Aufrücken, sein Patent bedarf nur noch der Unterschrift. Würden Sie damit einverstanden sein?" Ja!? verzetzte der Zollinspector entoucn. t$M öMiMM liiliSfe Alter, lieber Freund ZMaW Uk cher sollen Sie nur auch ferner gelten, trotz des betrübenden und beklagenwerthen Zwischenfalls !" rief der Steuerrath bewegt aus und schüttelte ihm die Hand. Haben Sie nun die Güte, und schicken Sie mir den Denunzianten zu." : EiH BiertelstunG z spater schlotterte Nackow aus dem Sonderzimmer; denn der Steuerrath hatte über ihn seinen ganzen Zorn ausgeschüttet und ihm drok hend zugerufen, daß cr seinen ihm wohb gesinnten Vorgesetzten unsäglich unglücklich gemacht habe , und man nicht daran denken könne, Jemanden, der sich bei seinen Amtsgcnofsen offenbar miß liebig gemacht, alsbald ausrücken zu fTm ii..i::..!l;i;Y' iihiifeiii- ii Fi'lk'i :;;f iWii ii t . , la 1 1 Ctt J .;' : Nhiii-; -;;.-;;. jc;: iIik-.li!;!:-.;.!!' " - .-i; :b:::!i::;l:äi::: Durch die ccipit!;ngE,? fct; ÖSciöt ich Unterbeamten war dieser Vorgang alsbald ins Publikum gedrungen,- und laut äußerte sich die tiefempfundene Theilnahme über den durch ein tragischeS Geschick unglücklich gewordenen ynd so überaus beliebten Zollinspektor, während sich dem bis dahin geschätzten Assistenten nnverhohleue Entrüstung entgegenkehrte und der Umgang mit ihm gemieden wnrde. Auch zu Helenen war die Kunde ge drungen. , Eine ,., bis dahin von Neid 'ersüllte Bekannte hatte sie ihr unter 'allerhand feinen und ätzenden Ansp i elungen tropfenweise beigebracht. Mit Entrüstung wies sie diese offenbare Ver.leumdung t von sich ; , doch als sie l aus 'wohlmeinendem Munde eine BestätiHung der Mittheilung erfuhr, sank sie ijäh züschnmen und äußertei em geisterSaftes und verstörtes Wesen. Vor gren. .zenlösem eHMiebSieWügen t rbrf crijll irnb 'mit irgrframjtf r Hand tsm MMMS's fflii
schrieb, sie gm: Obgleich ich tin Mäd chen' untergeordneten , -Standes bin, so
Verspüre- '-im ! dennoch zn diel? Ehre tit mir, als daß ichsWWWtAnd ' usch
viel wenig cn stin löiinte.' ttebcr Erziehung. ,. As. ' -U:. Von . S:ner1 - -j ;; t":' T- '!:;': ';" 1 " ;: " ' "" 1 : ,?luk to r bei itx Grrttb-.nn ftn'c.int ist: die Veredelung des EgsUmus." . Csrneri. 1 Dieser AussprNch unseres geistvollen Philosophen wird so mäychen, Wdcrspruch finden, ud doch hat meiner Ueberzeugung nach,,' ?dcr ...Sttlker..,.'das richtige getroffen. -r " . "' ' '" Die; !edelste lHandluna. des ' selten Menschen beruht gleich ..wie die Schandthat des' schlechtesten .WchiePrevg.pe. nommeii auf ein mnd derselben Vasis,:auf Egoismus.-. Was den Mann, .den wir uneigennützig nennen, zur Gutthat' nur in-dem Andränge, sein eigenes Ich, d. h. das' 'zurÄ die Bezeichnung GcwUcn" gefündtn t t - , Z -i'i',r. : ij-. :-. -...ii.i ,: ::;, y - : Ueber diese " Behauptung . werden hauptsächlich Jene schreien,, d:e den bekannten Stoßseufzer emporscuden: Herr, wir danken dir, daß wir nicht so sind wie diese", aber um deren Protestrufe wollen wir uns weiter nicht kümmern ; wir wissen ja, daß sie doch bei allen Handlungen aus zeitlichen und ewigen" Lohn rechnen, wir wissen auch, , Ü'Wirl ji"' ''s ' ' ' ' '' ' tL ij " "ii ' L daß der Begründer, des Christenthums seine Mitbrüdcr genau , kannte, da cr lehrte: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", was' so viel heißt wie: da du nichts so sehr liebst, wie dein eigenes Ich, so t halte cs mit ;: deinem Nächste:: wenigstens ebenso. Und wir wiszen auch. Wie die Nachfolger die guten Lehren im Lauf? der Jahrhunderte nach ihren Bedürfnissen gewendet und gedreht haben, 5 lassenj wir somit ! die Wortverdrchcr und Pharisäer, mit ihnen . haben wir ja Äa)tS'zkHaAcMiihre und unsere Wege gehen himmelweit auseinander. 1 Wir aber, die den Freigedanken als höchstes Gut betrachten und die Wahr heit jederzeit zu bekennen bestrebt sind, nif rSirr; it ' intrt trr ; WrtrfiS.rtf tr tua ivvtvv vvt viiiujwi rkvtu) vtinviv geben, daß die Selbstliebe die Haupt triebfedet aller unserer Handlungen bil det. ' I . r-:-i:!l ii ' - ' ' Einen " reinen' Altruismus gibt es nicht: was wir so nennen, ist ein crwci icrter Egoismus, der bestrebt ist, eine Handlung zu begehen, welche möglichst Vielen unserer Äcitbrüder Zum, Vortheil gereichen wll, dabei aber auchunssclbst, sei es durch thatsächlichen' Gewinn oder durch dipiHerzensbcfricdigun durch das hohe Bewußtsein, Gutes gewollt zu Habens nnd das ist es, was Carneri. I .v I. . t if I - ore erwanoiung ocr eiouiievc nennr, auf die , man bei der Jugenderziehung , " r , ' ' lern AUgenmcrr richten wu. Der Gruud hierzu muß aber in dcr FamiUe . gelegt werden. Die meisten Eltern sind der Meinung, die eigentliche Erziehung beginne erst mit dem Tage, an welkem das Kind die Schwelle des SchulhaufeS überschreitet; das ist falsch: der Lehrer kaun nicht bei jedem einzelneu Schüler das Fundament legen, cr kaun nur w:iterbauen: da aber ' vom Fundament s der , Bestand ' des ganzen Gebäudes abhängt, was wohl Niemand leugnen wird, iso fliegt das -wichtigste das verantwortlichste Amt den Eltern ob oder Solchen, die an den Findern Elternstelle vertreten. . Nun fragt es sich aber: Wie fassen die meisten ; Eltern; die größtenteils noch ans c.r.Uebergang.sxeriode stammm, diese !ihre heiligste :nd. wichtigste' Pflicht auylnd: Wie steht es mit ihrem eigenen Wissen und Können, d. h. mit der 0191, Stinbetii die nothwendigsten; JiiJii zukunstsbestimmenden llnfangsgründe beizubringen? . Antwort: : Die Durchschnittscltern, was so viel bedent"t, , als die schiver überwiegende Mehrzahl, lassen dieser hochwichtigen F rage di esel b e B ehandlunz uigedeihen, wie sie bei ihren Votgän' gern gang uud gäbe war, d. h. sie meiicn, das Ihre vollauf geleistet zu haben, wenn sie ihren Kindern die nothwendigstcn Anstandsregeln, den Katechismus und das Vuchstabircn beigebracht'haben. Das Klümpchen Lehm ist roh zugetantet, die weitere Ausführung, das Modelliren bleibt dem Lehrer .überlassen und man ' weiß absolut uicht, ,wa5!z für eine Figur : aus seinen Händen - hervor-! gehen wird. VD,iÄiMievMö,tal, die mit den KirHenlehrenA wmig gemein hat, von der ethischen Er Ziehung des kindlichen Gcmüthcs, aus die Carncri unser Augenmerk lenkt, war bei dieser häuslichen Vorbereitungerzichung ebenso wenig die Rede wie ÄmÄenken-Lernen Als wir einmal in ganz kleinem KreistZ erzählt unser Philo soph, wurden wir bei diesem Punkte , ( ethische Erziehung des kindlichen Gemüthes für daS Gute, Schöne und Wahre) durch den Zuruf Idealist! unterbrochen und ernstlich gefragt: ob wir es, gesetzt cs sei die Sache überhaupt durchführbar, wirk, lich als zweckmäßig, erachten : würden, wenn man die Kinder aus der Vclksschule ! mit ! Gemüthsbedürfnissen ; entlaen wollte, welche ihren Familienvcr. haltnisserrni ihren eigenen Eltern als unverständlich ängestäuntwürde."liz szs jßzJnö letzterer B traurigen Geständnisse liegt des Pudels Kern: von ihren eigenen Eltern als WeHäMchH ' Die Er; ziehung müßte somit erst bei den meisten ElternAnfängenSndchsM gerechter klügttM man lieber diese einer Fähigkcits-, einer Matnritätsvrüfung (Maturität als zeitgeistige Reife verstanden) unterzöge. statt schon vom zehnten Jahre an das Kind mit Prüfungen über Dinge zu plagen, die es nicht versteht, weil man ihm das Verständniß nicht 'beiZubringen ( y!! In dem schr lorMZweÄhen fam Nischen Romane Josef Fr mt... , s.ii iiii:liil'-,v't,;::;:.:i -K-I -!!.-!-.. -Ii'i..-.,I.5 " .Ii!.f I !,! !,,,! '
crdas ,We:bleknes'DeAUn:an,
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gmfr' t;!: i!i !'!!'iSi'.'1,'i,"!!!i..i'. MMW
dert uns der Verfasser, -'ein Fachmann,
solche,. EltcrueMMplare, w:e sie punew Erziehung so weit da-s große Wort süh reu, daß sie sogar nichts Geringeres verlangen, als den "Lehrer NLch ihrer Wt lamm zu MM. a) plcZm sie aber aus dieser Pfeife ? Die alten Weisen, zu denen sie sich toförta Cfs dreht haben, als sie selbst noch Kinder gewyen sind; .sür.ste. warmer Sungel -ih", der Lünaaus" gut genu.i, warum also nicht auch Isür , den - Nach wuchs ? S:nd sie nach guter alter Vä ' ter Art etwa schlechter geworden, als die nachfolgende G'mörütiou? - DaS sind die acwöhnlichcn Emwurze. die Argumente im Tdnk, ti efcr'K tan kung, die sie anWnk.. Ä.ör, Älllem ist rf 1 ( T- .-. ,41' ." ... 'iu, 'I.-, 'tltll l.;",, ,'I.I!I ' aber diese Enlzchcidung s 'gut genug" eine Anmaßung, ein ', unbegründeter An? spruch aus einen souveränen StandPunkt, welchen die Anhänger des guten Ntten" urcryaup! gerne 'tmnrymm mochten. Warum sollen sich Andere, und seien es -selbst ble .tigenttL" ü tvfcn, mit dem zusricd cn g cb cn iuüsscn, was ihnenhchaasö und eenWe?' i 1 ;ij infc sin v ,,' -, M . i'h m X'r"V , Ob z:e schlechter geblieben sind? Zum Theil gewiß; auch bcschraullcr und um geistige Freuden ärmer. Eigentlich ifl'zH ßbigem so Ziemlich auch die 'Antwort' 'ktüs 'die zweite Frage gegeben aber eS wäre doch noch ausdrücklich' zu betonen, daß es nach den heutigen BegrifM von Wissen und Kon nen, bei diesen berufensten Erziehern sehr traurig aussieht und noch dazu in aus fallender Weise traurig in den söge nannten höheren Ständen. Darum auch das geringe Interesse sür "die Erzie Sungsfrche, dlÄüfähZMl, sich düfür ' zu ermannen. .; ;; Tie Pflicht G . gethan, wenn mm einen Hofmeister" (in der Regel Um versitätshörer, die von der Pädagogik keine Ahnung haben) ins Haus nimmt, oder, was noch nobler, aber weit schlim' mer ist. einen, fahrenden Priester, der den besonderen Titel Abbe führt. iDie sen werden die Kinder zur Trillung überlassen, und man begnügt sich, hie und da flüchtig zu fragen, wie der Lehrer mit seinen Zöglingen zufrieden sei, ode: man gibt zeitweise, um sich zu zeigen, eine' hängen gebliebene lateinische, auch griechische nichtssagende Phrase zum Be stcn, die der Sprößling dann übersetzen soll.' Das ist aber auch AlleZ. Hinge gen ist das Interesse sür raticnclle, kost. spielige Aufzucht von Rennpferden und Jagdhunden ein kolossales. Wie oft hört man einen Vater das naive Gesiändniß ablegen: Mit diesen Neuerungen ist es nun zum Vcrzwci .eln! Ich versichere, alle Augenblicke bringt mich mein Knabe, mit Fragen in Verlegenheit, die ich nicht zu . bcantwo?. ten wciß.7 -..- r " "iry l Gedanke spähne. Eigensinn und Edelsinn sind beide stets auf das Recht gerichtet; nur will der eine stets ?!echt haben, der andere stets Recht thun. -s - .n Es läßt sich unverdienter Schimpf In guten Tagen leicht verschmerzen ; Wenn man jedoch im Unglück ist, Geht Unrecht doppelt schwer zu Herzen! ' (W. Herbert.) 1 m . Nachgiebigkeit macht zum Herrn oder zum Knecht je nachdem sie zur Zeit 4 oder Unzeit geübt wird. Leidenschaften sind wie edle Renner. Der sie zu beherrschen mag.' den bringen-, sie rasch vjrwZÄZ.DcN'GwacheW. dochwechnsizZw TitS - Ii flV0jf !ftf. J f ; , -iiFif '.ff '- f- " Deine w ah r ;n.Mündsehme Fehler - und machen dich darauf ''e'ufWjr merlsam; deine DlHMMnnnde sehen ebenfalls deine Fehler, nur machen '
neu noc r e oarani LUimertiLM. ß; 44 $ 1 : 4, '1 ik- f?-''-"
.;!- " tflf Hast du den rechten Weg gefunden? O nein, ich habe mich verirrt; ri0i Doch hat in 'selben W,aneDuMeniz!i äii5-:ii. Ifi':.-,!!!!'-Das Irren mich zumWteMuhrWM! f f'WEs ist leichter, tausend Fraucn den Kopf zu verdreh e n. als einer cinzi. gen denselben z u re ch t ZA'' s e tz ' Wie gut, daß , die Liebe blind ist sie mußte sonst gar zu ost cm Auz (fr.., ":ö-, drücken! ; 1 "-'"1 nM4 , n: Für den Zng dcs HerenS 1 stand der beste Weichensteller. x Ver ;(:i;n crn' , ':i n I' t ress a nt e n Einblick in das chinesische Hofleben ge währen die Vekannntmachungen der ge schrieben en. Peking-Ztg.". , Da nach , diesem Blatt die Theatervorstellungen am August Morgens sräh 8 Uhr beginnen sicher nicht. ganz geeignete Zeit' für cm europäisches PremierenPublikum" -Z?HzAWchK Kaistr 1 von China! nach den Hofnachrich!en", auch um 8 Uhr früh zu dieser Vorstcllunz. Dieselbe fand statt zur Feier des 20: Geburtstages Seiner Majestät. " 'V clche an folgende über 80 Jahre alte m erioneWElternrvoMh bauptstad? tischen' Beamten Gnadeuaeschcne veri" .. ' . -::, - -,:''.,, :'.,. iicij: i; -1 1 in vom mal'er mn -eigener Hand beschriebenes 1 , Tadlet, . . zwei quadratische roth eDäYpiaseln;i:di c eine mit : dein" CharaktefeF mit dem Charakter Shon (lcnges Le ,kii);;äifm TnrfJa 1 e t er tob it!; 'S: su c l S;111!: f 5 c 1 !!! ?"n r cl e;:111;:,,. Rollen Pongee, zwei große Rollen Äilas : Ndi?WütterdeS. Ämomenmimsre Je ein Tadlet und Glucksszepter wie .. .t. :i--:v"i "'i",.1:' i t; ? , " 5 V :- .. ;. ' ''K.,!,,G oben, zwei kleine Stu ke Pongee. zwei , lleine Stücke Atlas : an den Vater des 'iiiii'ryti' mm uiuciianicrd IM ?rL-?rriri,aria! un trt fljmiffttrt ?zn tfisttc Ii';!: U' f i,üv iipi :, et , , -iH.'iüiiiiTs1-, ' s..- ' '. ! i? -;.'! !: h g cd l t tz t. ! Ballerina : Alw, ltebe'r''B'arDtv!iia)'!! toerbi;S5nJtittiaei nem Herzen ein Plätzchen einräumen. Varon:, Tanke, Flora, aber ich bin nichz '"'iif''''.:'? -j-i : l"l' J': r i'.i'w ':?''' r rt s -iK-iSiiii!i!!i'ii.!!ii!i!'-!iSii-!!!i (jerii in 5 i r c t ccr r ca cat; I;,irr.;: : t-jiaf ''iS''f''l''!j':'f' 'lii: ii'f' ::l !jif" '-i
Vice-Prändenten!im':ZeremgniemiNijte- '. "-'7 r ''-"" '-.. -:ii ?- ' V .-i-v,---'.-'" - ',,:'il1 !'ii W-iMl'-.',?!: rium, Hsiang lin, und an die Großmut !-::: ttnlocssfrübercir'
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f in V. n "V ii.',; 1. I; 's s Ml: ! !!!!,. W,. S .'" ':::. I;:, '':;;' I : ; !, ,;;!- r $'S w ii? :fH' iiiUE; ' .11;' .' r 11 l A W: ' liilli 's .,. ? , ! i"Wf ..,,'. I :!; 'liiül 11,,', ii u H .'" c ' l tie 'I Ifltllll! y?M M .) ff . !i f T:t . t'iiK:.;;! '! !':.. 'V'ii ::;;M -'"-'ii J!i; iilijli. 1:!.Ü!-Ui liHj:,. r,;(!!8 '''.,!!: l-, ji'ifiläiiii
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