Indiana Tribüne, Volume 14, Number 50, Indianapolis, Marion County, 9 November 1890 — Page 2

.NntersuchuugKn über die News i-: Zehe.

neuerdings W. Psitzner über die kleine omHvimiui. VtmfcJtlUUJÜiUlt UU Qwf Wirftnt 1T ri4"n .t C.l 3n;coe3 Memchen angeMt. Jeder. , rnarni weiß, daß Daumen und Großzehe zweigliedrig sind, während die übrigen ! Finge? und Zehen bisher als dreiglicd rig gegolten haben. Nun lehrt abez , die Untersuchung menschlicher Fußske lctte, dühdke kleine Zehö von der soeben erwähnten Regel insofern eine 2lii& nähme macht, als bei derselben die Mw , tel-- und Endphalange (Knochen deZ zweiten und dritten Gliedes ) durch Sy' ,nose (UnochenLerwachiung) nicht , selteg .'zu einem einzigen Gliede verschmolzeiz .'sind, jedoch in der Weife, daß sich dii Grenzen der beiden Knochen in der Re c,el noch gut unterscheiden laffem, . Du besagte ZweiglieÄrigkeit der großer Zehe konnte Pfitzner bei etwa 3G;"p(St , der von ihm untersuchten Füße' nach' weifen. . ' ' 7 ,, $ , Daß die in Ncbe siehende Abweichung , ,von der Norm durch den Druck feel Schuhwcr.s hervorgerulen ist gegen diese Annahme spricht der Umstand, daß dieselbe bei Kindern (von der Gebur! i bis zum 7ten LebenZjahre) sowie ht Embryonen vom Sten Monat dO Foe- ' tallebenZ' auswärts eöensck häusig vor Ronimk, wie bei Erwachsenen, ' sowie Ist ner die That fache, daß das Material, , w:lch.'s in den Seciersalen Zur Untev ,suchnnz kommt, nicht ans Gescllsch'.tsts preisen stammt, hii enge Schuhe tragen. ' LluS den im Vorgehenden angegebenen Lerhältnisscn Zieh nun Pfitzner der ,Sch!nö, daß die kleine Zehe des 2Jto schen im Begriffe sieht, rückgebildet zu , werden und Zwar ohne daß man eink , Anpüfsunz an meHamfZ) wirkende außen Einflüsse nachweisen sann; BenterkenZ' wenn ist auck der llnntand. dan mit der Zu?or erwähnten Verschmelzung zweie; , Zehenglieder zu einem . einzigen Glied, eine L!ääbtldung des zugehörig: MusZelapprats Hand in Hand geht. Ob der in Rede stehenden Rückbildung , froecß mit der ZWeigliedrigkeit der fiet neu Zch beendet sein wird oder oi 2ifc -tere nur der erste Schritt ist zum ganz Glichen Aerschwinden der kleinen Zctzediese Frage laßt sich zur Znt noch n:ch? 1 mit Sicherheit beantworten; jedoch hält Pfitzner es für wahrscheinlich, dan beim ZnlunstZmenschm die kleine Zehe a& mähllJ gänzlich in Wegsall kommen wird Ir- - ' ,;" Gin schlauer Fälschers . 'V. - j - '. Vor Kurzem starb in einem kleiner albanestschen Städtchen der als Falscher von Hnndschristen berüchtigte Griechk 'Simonides. Von seinen Thaten woller 1 wir einige der Vergessenheit cnb ' reißen. Eines Tages legte er einer zwölsköpfiea Eommisston der Umverp , tat von ,tttfit einen uralten Homer vor. der. aus Lotos blätter geschrieben, mi! einnn vollständiFM 5lommentar des !!-!!'' i m . unljreyens verieycn war. Iris lomnu sionsmitglieder plaidirten für die Aw tbenticikät der Rolle, nur ein einziger Professor. Mavraki, war anderer Meinung und drängt auf eire neue Unieo suchunz. , Diese ergab das, höchst be ' srenidende Resultat, das; der ganze alt, Homer nib.ts als eine wsrtaetrene Ab schrist der Au5z :hz ron Wzlff sei, selbß init den Truckschlern, die auf da! Haar mit den -Fehlern 'ever Editior übereiNstimnttcn. ,! ,Man rief Herrn & monides vor, doch dieser hatte von bei Sache Äiad bekomrnen und sich längst uf Nimmerwiedersehen von Athen hol. ländifch empfohlen. Nach verschiedenen, 'mit Gluck ausgesührten Schwindeleiek verlor er sich Ismae! Pascha, den späterer Statthabe? von Syrien, zum Opfer Diesen suchte er in seiner Villeraiatu, 'Zu Bebk am Bosporus aus. Der Pascht pur noch in seinem Harem, und Simo,n!ses vertrieb sich die Wartezeit durck einen Spaziergang in dem Garte:r.' welchem er dazu benutzte, um unter ei nem Feigenbäume eine Kapsel zu veo graben. - , : Er machte den Pascha darauf aup merlsam, daI sein Garten eine Fund .stelle historische? Dokumente sei, fordert, ihn auf, unter jenem , Feigenbaume ein, Nachirabung anstellen -w lassen, ml richtig fand sich eine scheinbar uralte Kapsel, die aus Pergament in karrschn .Charaktern ein Gedicht, des 'Aristoteles. jedoch in griechischer Sprache, enthielt. Der Pascha gerieth vor Freude ans dem 'Häuschm und belohnte Simouides mit einer Geldrolle von hundert türkischen Pfunden. - Fedoch schon Tagh daraus siel cr aus den, Wolken, als ihm Gärtner mittheilte, daß jener Feigem bäum erst vor fünf Jahren untgesetzt. errro die Kapsel daselbst Nlcht Jahr hunderte lang oder Jahrtausende gkls gen - h aoen tonne. , Jnden en war , JK mael ; Pischa klug genug, von der Geschichte nicht viel Aussehens zu machen. Er wollte nicht noch t)en Spott ' M Draufgabe für den Schaden ,'habcli. 'Später wandte sich Simonides mach England, und binnen kurzer Zeit besän! 'sich ' das Britisch-Mnseum im 1 Besitz, -eines Memorandum) des Generals llisar an Kaiser Jnstinian. : Der SpaZ hatte Jzhn Vull $0 ' Oumeen' gelöstes während der Herzog von Soulherlauk 'um den Pappenstiel von zweinider Pfund zwei Briefe von Älcibiadcs. cr Verikles erworben hätte. Geber war u beiden Fällen die berühmte Firma S! nnoniocs. lf 'iitj öixa t h 53 ür eau n Also Sie wünschen sich ?u vcrl'.eirathen und ich soll Ihnen eine reich, Partie verschaffen! 'Rber besitzen Sn denn gar kein Vermögen zu ! größere; EmpsehlangZ Leider keines!" - Lassen Sie 'mal sehen : Sie besche: !z. B. eine Nase!" B,äS,WZ? bei I Scherz ?" 1 Kein Scherz ! Würden Sn icn diese Nase für 20,000 Mark cb schneiden lassen?" - Nein! Gut, icl werde also zu Ihrer Empfehlung sagen. 'Sie besaßen ein Juwel, welches Ihnen vit um 20.000 MarkM '!:!!: ''iiifiiS

Eine Hochzektsreise ' if if (1'' fc i

s Dr. HolubS Erforschung dchMaschÄusMd . .Landes. Die 'Gattin' Hin ftcßestcHefährte. Im -Herzen der stfxiksnischen Wildniß. Vier Wochen belagert. BiS euf'S Hemd anZgeplündert. Der Marsch durch FcmdeS Land. i: SZebcn Jahre in Süd-Afrika. Unter diesem Titel vcröffcutlichte Dr. Emil Holub, der berühmte österreichscheAfrikareisende, im Jahre 1883 ein Buch, welches berechtigtes Aufsehen erregte und von den Freunden der Afrika-Forschung mit Gier verschlungen wurde. Holub öeschrieb darin seine Forschungen und Erlcbittfse in den Diamantenfeldern, im SchöjchowLande, in derSambesi-Rcgion und im nördlichen Transvaal.' JebtW in Wien wieder ein Buch in zwei Banden 'von ihm erschienen, welche seine chcr ihn seine Gattin begleitete, zum Gegenstand hat und eine ErgAnzung des erstgenannten Werkes ist.. . Dr. o!ub. Holub war nach seiner ' Tour in xt Sambesi Region in seine Vaterstadt Wien zurückgekehrt und hatte eine reiche Canrmlttng von etheologrschen und uatürwisseizschaftlichen Schätzen mitgo bracht, 'welche cr im AussteUungSge bände zur Schau stellte. Unter den Vielen, welche sich dafür interessirten. befand sich auch die, hübsche Tochter des GcbäudeSuperintendenten, welche stundenlang. wie Martha, zu seinen Füßen saß und feinen Schilderungen deZ fernen, Landes und feiner wilden Völker schaften lauschte. Warm eS die sesselndcü Vortrüge des Forschers, seine hoch" interessanten Bilder von dem Leben unter da wilden Stämmen am Sam best, das Jntcrcffe an dem Forscher selbst, die Äkagik seiner Persönlichkeit, oder Liebe zu dem Mann, welche das junge Mädchen unwiderstehlich 5U Hv lud hinzögen ? Wer kann das beanttvor ten ? Wir wissen nur, daß sich zwischen Äeiden ein sehr inniges Verhältniß hirausbildete. welches mit dem Aund sür'S Leben seine Weihe erhielt. Holub hatte damals schon seine Forschungsreise in die unbekannten Länder jenseits des Sambesi zur Erweiterung der Kenntnisse über die Volker in der südlichen Seen-Negion geplant und seine Braut mit seinen Plänen bekannt gemacht. Ich folge Dir, wohin Du gehst !" ant wortete sie, nnd aU echtes deutsches Wnb hat sie ihr Wort gehalten und ist dem kühnen Forscher auf feiner .zweiten gefahrvollen Entdecknngsreise eine treue, anfopferndc Gefährtin gewesen, , ohne welche Holub und seine Genossen schwerlickz aus der Wildnis zurückgekehrt wäre::. - u? Die Reise bis zum Sambesi, welche iicht ohne Gefahren war und bereits ein Opfer forderte -OälN'delt ersteüÄa? riteln des , neuen Buches" beschrieben soll hier Übergängen werdet. Wir neh meu die Erzählung da auf, wo sie sich mildem Eintritt HolubS in das-Land der Mafchukulnlnbas und den dort er lebten tnnscndcrlci Abenteuern beschaf ti.;r. Die den Weißen feindlich gesiunten Neger dieses Stammes empfingen die aus sechs Weißen und einer, Anzahl schwarzen Trägern bestehende ' Gesell toast Holubs mit, allen Zeichen des Misztraueus, wo ihnen doch von ihren Häuptlingen gesagt worden, daß die Fremdend nur weiß bemalte Marutfen sei? nMVilche 'nur als ' Spione :i in's Hndskäw?n - und dann, nachdem sie elfe auZgclundschastct, die Maschuw tmnbaS mit Krieg' überziehen ihnen ihre Frauen und Kinder stehlen und sii ftlfcst in die Gesangenschast sührer würde. ' . . ' Tr. Solub hätte den Schwarzen bisl:a durch seine ärztliche Kuust imponirt, iwd!dürL? Heilung ihrer Kranken ihre Abneignng rasch in ' Freundschaft und ZutMpen' 'Umgewandelt, die Maschukus waren aber vollständig unzugänglich und jdvllten ihre Kranken nicht berührm ksssM' Uurcht. daß Holub sie be.,, KliRrir n:5Äö!' - Taa nud Nacht umschwärmten sie die t'.tmt Gesellschaft, machten ihnen die Träger ab, pcrstig r:nd gönnten ihnen !pchl Ruhe noch blast, so daß Holub sich wohl öder übel entschließen mußte, ihre, GMeteU'-verlassen nnd ZA versuch! in?!?Mz - TsgNAiZrnyetl o:e "Bang-weafo--See AUien zÄ erreichen, wo ZUANbUchMsinute Stämnie Wbhnten gongte .auch glücklich' bis Zum O ksP loo d:e . MsMuküMlbaA.slA rdÄzch;.ttZniu ihren Canoes über, den 0 Tftv-v, 35 fetzW. . Holub, '; welcher nicht tifytit;: welcher VerrstA, : hinter '"diefenr Nnttbiettn läuerte,' naÄt 'dasselbe Äit'' Freuden --an.. Die- tückischen Wilden. ittty die Abw.l,?t bis surz vor ßlitfnch.dc' Bälcä4ajt'dchui!' : auf ' clr.cr nmpfkgcn ;;3neI:)tjlitenM,0 ttchmerli'lsnlien.'.', Glucklicher Weise rntdtc Holuv den Verrath gerade, als i1' ; !" -i ! iU " ' 1 1 ':'!i.,'i:i' '!'. " .i1, ' ,1.!:.''' i.'tm ' I ' ' 1 .'i-1' r -'r:,- k' ' ;'' ''ü'lli t;i- lente (i:.:r:r,rm Begnn stand, zur 1 !.-'' ' 'ir'-i u.'!!' i--'1'- 3. !"!!- ij i.j: ' " 1 : " 1 ' 1i : " m, '-'S ri.:viilirt wwDev aezustoen. Er cr griff ten dasselbe lenkenden Maschuku lindulale'iDhM nächsten Morgen stellten dessen Genossen ron selbst sich wieder ein, da sie ihren WÄeÄoe Meißen lassen wellten, und nun zwang

letzte Forschungö-Nelse rn das. Land der Maschukulum des nördlich .von Sambesi und in die Bangwocto-Ncaion, au? wcl

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oluv ne mtt der Äuchie in der Hand.

ihn und seine Gesellschaft nach dem jen leitigen' Ufer $i bringen. 1 m . . i l Hier erwarteten ihn neu? Gefahren, denn die nördlich vom Qnenga wohnen-, byn.ÄäschukklüMeS halien durch, ihre (' !' r- ! i. li--1' ' , ' .!' ' ifHi't.t udnchcn ,1, CtamMcsge::?nen beretts Kenntniß von seinem Kommen erhalten, und kaum hatte er sich in Marsch gesetzt, da tauchten aus den Wäldern auch schon Hunderte von schwarzen , Teufeln auf, welche ihm auf Schritt und Tritt folgten. Jetzt defertirten auch die letzten seiner Träger, mit Ausnahme vonchrei Getreuen, und nun sag Holub mit seineu aus 70 Ballen und' Packeten- bestehenden Tanschwaarcn, .Geschenken? und Gepäckstücken fep ' Ihm blieb Iveites nichts übrig als 1 eilt Lager aufznZchlaZ gen, wobei ihm die WaarcnbaNen als Brustweh? dienten, und sich auf. alle mögliche Weise zu verbarrikadiren. Mchrer'Wge dauerte , dieser ängste volle Zustand, da nahten sich die Wilden , ,''.(. 'S:,, i lj'-.r .5 . ' il , " l r nnbcwannct ln scyembarer UnterwurNgkest.,Sie.,kaMten sich dicht' vordem Latzer im Gtüse nieder Wd begännen Frledeusuttterhandlungen, welche von einem ihrer Häuptlinge ßesührt wurden. Plötzlich Zerspaht5,tzoM mehrere Kua den, welche sich mit den Lanzen der schwarzen Krieger dnrch das hohe Gras heranschlichen,,, Knd,, sofort .eröffnete. G Feuer. aus,, hie venZtherischen Wilden, welche wie, eine Hecrde, Schafe .ansein? anderstobcn und im Walde Schutz such' ten. Wieder vergingen einige -Tage 'der Angst und Unruhe, da erswicn dcr,5könig der Maschükulumbes, 9!jamdo, f et bcr und erbat sich,'' den unglücklichen Reisenden 'Träger zir liefeM. Seine Offerte wurde natürlich mit Freuden angenommen ,.uud reichlich belohnt, allein die Freude war nur vou kurzer, Dauer. Schön ant nächsten Tage ' desertirlen die Träger und Holub befand sich in derscl den schlimmen Lage wie vorher. ' Da entschloß er sich, das Lager unter der Obhut seines Gefährten Oswald und von zwei Anderen zurückzulassen, nnd allein mit seiner Fran irnd 'zwei' Begleitern in nördlicher Richtung, wo steundliä)? Stämme wohnten, aufzubrechcn. um später mit Hilfe der letzteren zuzückzukehren. und Oswald Zu, befreien., Er machte sich unter deck Schutze der Nccht auf den Weg, hatte aber kaum eine halbe Tagereise zurückgelegt, da stürzten die, beiden zurückgelassenen weisien Diener herbei und überbrachten ihm die grAÄiche Kunde, daß Oswald durch einen Speerwurf gctödtct und das La;er vou den Schwarzen geplündert wo? ocn sei. Holnb kehrte sofort wieder mj Das Lager war in der That zerstört, und mitten , unter den Trümmern lag die schrecklich zugerichtete Leiche des treuen Oswald. Das Tuch und die Tausch. Waaren waren fort od?f laen Zerrissen umher, alle Kisteu waren aufgebrochen, lmd zu seinem Entsetzen entdeckte Holub, dasi ihm nur L0 Patronen geblieben waren. Da man seinen Weg zurück zur Civilisation erkansen mußte, so befanden die Reisenden sich in einem sehr quäl vollen Dilemma.' Sie konnten nun weder zurück,' noch vorwärts,' waren von blutgierigen Feinden umringt.und muß, ten zeden Augenblick des Angriffs und eines Kampfes auf Lebm und Tod gc

wärtigseln.,,.. . i ',!' ... r Y " , ' ras Hotud. - -i j. , , i In , diesen Stunden der Noth und Verzweiflung zeigte ' daL brave Weib des Forschers ihre Seelengroße. Anstatt zu llagen und zu lamcntiren, drang sie in ihren Gatten, das Aeußerste zu wagen Und muthig voranzudringen, bis man das, feindliche Gebiet im Rücken habe. Kaum hatte' die Gesellschaft . aber den mühseligen Marsch, welcher acht volle Monate dauerte, angetrctm, da stürm ten die Schwärzen mit wildem Geheul heran, doch eine einzige Salve genügte, um sie zu Paaren zu treiben,- und von der Zeit an hatten die Weißen Ruh, vor ihnen., -' ,. ' ', ' : ' ' 11 : Noch größcrm Schrecken aber, als die Wilden 'ihnen bereitet hatten, harrte den Armen in der Wildniß. Sie fanden keine andere Speise, als das 'Wild und Geflügel, welches sie mit 'der Hand.'er?. legten. Ohne Führer irnd- utit dem Compaß der 'Hand mußten jsie l'!;fich: cit Weg durch den ' dichten Urwald .uchen, auf Schritt und Tritt von Gc fahren umring .Äazu" gesellten sich Krankheiten und Wunden, denn Kleider und' Schuhwcrk , waren ! bald' zerrissen. :; Besonders die orme Frau des Forschers hatte schrecklich zu, leiden. . - Ihre nüße waren stark geschwollen und .jeder Schritt verursachte' nhr' unsägliche Schmerzen!' iei:i3e;ijllSißithe' war tharsalich Fejjcn jriffe um Lappen für die. Vandagirung ihrer J r ' :!: ' lt " ' t - vunden Bclne - und Fuße zn erhalten. So ging es natürlich nur fchr langsam ?orwär'ts, umsomehr, als wenn Einer ' 0ON der Gesellschast von Schmerz oder Müdigkeit überwältigt wurde, Alle Rast machen mußten, da man sich nicht zu brennen wagte.' " In der N acht wurden gewöhnlich vier kleine Feuer gemacht, jrti" t " - r !': 11 ":! ' ' ' ' ,Ji'IL ' in icdcr Ecke des LagerS cmes, um die vildcn Thiere zu verscheuchen, welche )as Lager umschwärmten. " , Eines Abends kam die Gesellschast zu :in pciar Hütten. Sie war fast verhnnjert und hoch erfreut, als sie dort drei Äaschukus fanM Welche Fr mittheilte öäß sie die Grenzen des feindlichen Ge !MÄ,senitMintHKMttÄMM Diener riethen Holub, die Maschukus u todten, um in den Besih rhrÄLebensH nittel zu aelaugen. Holub aber wollte

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von einem solchen Gewalt nichts

hören, und das war sein Glück, denn die Schwarzen, welche von ihrem Stamme geächtet waren, nahmen sich -der Weißen üuf das Freundlichste an. Zuerst stärk ten sie dieselben mit Speise und Trank, und dann bereiteten sie ihnen ein be quemes Lager aus Laub und Thierfeilen. Einer der Wilden machte in dem kupfernen Kessel, welchen die Nei senden mit sich führten, ein Kräuterbad für Frau Holubs wunde Füße und rieb dieselben '" tüii: dem Cast einer' Pflanz ein. welche an einem Bache wüchse Wahrelid der Nacht wachte einer der Wilden bei der Frau und hielt die Im selten von ihr iern, welche eine ab scheuliche'Plaae der Gegend bildetutTFlss die Weißen am nächsten Morgen gestärkt erwachten, ,fagte der, älteste, der Schwan zcn Zu ihrem Führer: Dündnnzg des Laz5. ' Dein armes, Wrib ist nicht mehr im Stande, zu marschiren,. und Du bist zu schwach, sie zu tragen. 'Wir werden eineHängematte anfertigen und sie tra gen, dann tonnt Ihr rascher marschiren, und , seid bald weit, genug von Euren Feinden weg, daß dieselben Euch nichts mehr anhaben können." Aber ich habe kein Tuch und nichts. womit ich Euch belohnen könnte", wandte Dr. Holub eiu. ..Das ,,, bestimmt , uns nicht, keiner. Vcann", cntgcgncte oer cywarze. ,,u bist in Noth und wir ' werden ' Dein Weib bis außerhalb des Bereichs Deiner Feinde tragen." r, , .... : Die Wilden : zeigten , sich in der That als bessere Menschen, lvie riele ihrer von der Kultur beleckten weißen Brü 'der;, sie trugen die kranke Frau zwanzig Meilen weit, wo die kleine Gesellschaft in vollständiger Sicherheit wär,' und wiesen stolz die kleinen Geschenke urüc, welche Dr. Holub ihnen anbot.- Bald stieß der Letztere auf freundlich gesinnte Stämme, welche sie erquickten und ihnen Nahrung mit ans den Weg gaben. Am il. Fcbrnar 1887 endlich traf Dr. Holub in Schoschong, : dem ,,nord lichsten Posten der Civilisation in SüdAsrika ein. Seine Ankunft erregte das größte Aufsehen und ein freudiges Staunen, denn man hatte die kleine Expedition längst verloren gegeben.- Man feierte ihn wie einen Helden und ans der ganzen Reise bis zur Kapstadt und weiter bis in Heimathsland wurden ihm Ehrenbezeugmlgcn, aller Art dargebracht: ; : ' 'i."v , Mehr aber noch wurde seine muthige Gattin ans gezeichnet, welche von den Weibern der, Wilden als ein höheres Wesen betrakethvUrMMd'M der That als eine Perle ihres Geschlechts bezeichnet werden mun. Ohne sie wäre die Gesellschaft wahrscheinlich zu Grunde gegangen, denn die Wilden wagten nicht, sich ihr zu nahen, viel weniger sie anzugreifend Ihr langes, bis zu den Lenden herabfallendes Haar galt als ein Zeichen übermenschlicher 5?ra'st und die Treffsichercit ihrer Büchse flößtedcn Wilden großen Respekt ein. Die Maphu-kUlombe-Frauen wagten nicht, sich rhr zu nahen, und sielen vor ihr aus die Knie nieder, sobald' sie dieselben anredete. Sie war in der That die Seele her Expedition. Wenn alle den Muth Verloren hatten, zeigte sie" 'die größte Zuversicht und sprach ihnen Trost zu. Obwohl als fein erzogene Frau den Strapazen uam wenigsten gewachsen, ertrug sie dieselben doch ohne Murren, und Bls sie, in Wien wieder eintraf, war ihr Körper gehärtet wie Stahl. Z, l, ' Die Wissenschaft verdankt dem deutschösterreichischen. Forscher . wichtige . Aufschlusse über das Innere von SüdAsrika, nicht nur über die Sambesi. Kegion, Schoschong und MI von ihm besuchten Reiche der Marutses, Mabundes und Maschükulumbes, sondern auch üdcr die Diamautenselder, wo H. lange Jahre als Arzt wirkte, des Transvaal und die anstoßenden Negerlandc. Seine großen naturwissenschafllichenund ethioZögischen,i Sammlungen, welche Holub meist an österreichische und deutsche Mu scen vertheilt hat, legen Zeugniß ab von der, Ausdehnung seiner , Forschungen. Sein neues Werk ist eine werthvolle Ve'.mj. r 'l'.Ili C -'i. nrr ; . . ÜII.,5,,! d ,I.I!.., rcitiiecuiig ver iriraureratur. f : . "L : . ;c . t . .1 I , :,.,.,' : . i,,;' Ji M!i' M'I ar S ch rrml ad en. Käufer: Der Schirm, den ich Wern bel Ihnen gekauft habe geht ja schon nicht mehr zu ! u Verkäufer: ' Nun, was kann ich dafür. Wie ich ihn verkauft habe, war er-doch zu lich aufgemacht haben. ;:!: V'ßhV 51 echtlgte A n frage. Atz U'?SieDkönen mir mitsammt Ihren : einsältigen Behauptungen zwei Mal dSBuckel hinaufknecheu! Zweimal? S OV MMIiMl Igfyi (V'ftmif 9

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Psetfe uno .rgarre

auchnstlldlenvsn Frieör. v. HeUttald. . 's ist , doch, 'ein köstlich Ding untren seinen Dust einer edlen Havana, wenn der Ranch in zarten bläuen Ringeln em vorschwebt und die mattweiße Asche mit den kleinen schwärzlichen Pünktchen immer länger und länger an der Spitze sich, an fetzt. Traurlge Zeiten das, möchte man. ausrufen. denen der Genuß des ietzt. so geschätzten Glimmstengels noch fremd war. Je nun, unsere Altvordcrn ließen sich dafür ihre Pfeifchen munden, und das Pfeifchen war unter Umständen nicht selten ein recht respectabler Pfeifenkopf. . Freilich, einmal, da gab's auch das nicht, und " das ganze Mittelalter hindurch wußte die europäische Menschheit nichts von der Freude am Rauchen. Ist doch doch der Tabak uns erst, nach der Entdeckung Zlmenkas bekannt ' gwordeA, uiid die Sitte, sein Kraut zu rauchen, ist ebenkalls den Nothhäuten abgelauscht worden. Ich will's dahingestellt sein lassen, ob es sür uns spreche daß wir uns dem Brauche roher Naturmenschen willig beugten und. ihm alsbald so viel Geschmack abgewannen, daß uns der Tabak ein unentbehrliches Genußmittel geworden ist. Thatsache ist, ganz Europa mit wenigen Ausnahmen raucht, aber das ist das Merkwürdigste fast die ganze, übrigö Welt dazu! u Sie sind 1 ' Uin, t. v .." '' .c:.:, ounne gcmel aus uroen me oer voer Ftamme, welche den Tabak verschmähen oder die nicht gierig danach grisfcn, wenn sie ihn einmal kennen gelernt haben, Das Rauchen ist ihnen! häusig ünc weit größere Leidenschaft i als uns, eine Leidenschast, die man nahezu eine allgemein menschliche zu nennen versucht wäre. i . ! j Wer da sagen konnte, wie dasNauchen in die We!t gekommen ist! .Die belehrten wissen's nicht, aber 'in den Delkan Kaufläden) Persiens' Hort man ost eine Geschichte erzählen, welche hier an ihrer Stelle sein dürste: Zn den guten alten Tagen, als die Zeit noch jung war und Jeder so viel hatte, als er wünschte, lebte zu Mekka ein junner Mann, welcher so , ant nnd tuamd haft war, wie junge Männer damals zu ' . n .1 . " , 1, i. . 4 f ' - .4 jcln pzlegkcn uno w'.e t C3 jcyi sein sollten. Er hatte viele Schatze, allein keinen schlug er hoher an, keinen hütete er sorgsamer irnd zärtlicher, !.alss ein schönes, tugendhaftes Weib. , Ach, sie wurde krank und starb. , Vergebens bot er die ganze Kraft seiner Seele auf, um diesem Schlage nicht zu unierliegen. Er suchte sich auf Reisen zu Zerstreuen, er nahm die vier , schönsten Jungfrauen VoNi Mekka Gemahlinnen, wie . der Prophet es lhm erlaubte; nichts aber konnte ihm den Verlust der kostbaren Perle ans dem Sinne bringen und der Kummer zehrte sichtbar an dem Marke seines Lebens. In dieser Noth beschloß er, einen frommen Mann zu besuchen, desien Weisheit er oft hatte rühmen hören. Er wohnte tief in der Wüste, in einer cinfamen Fclfenzellez der junge Mann suchte ihn auf und der fromme Einsicdler empfing ihn, wie ein Water den Sohn empfängt, auf den er stolz ist. Er bat ihn, sein Herz vor ihm zu erschließen, und als er die Leidensge-, schichte vernommen hatte, sagte er: Mein Sohn, gehe an Deines Weibes Grab; Du wirst dort ein Kraut sindenz pflücke es, stecke es in ein Rohr und ziehe, nachdem Du es angezündet, den Rauch ein; dieö wird Dein Weib, Dein Vater, Deine Mutter, Dein Bruder, vor Allem aber ein kluger Rathgeber sein; es wird Deine Seele Weisheit lehren und Deinen Geist erheitern." ., Die Fabel entspricht ganz den , Anschanungcn des Morgenlandes, wo bekanntlich das Tabakraüchcn noch viel allgemeiner ist, als bei uns.' Mur die strenge Sekte der Wahabiten in Arabi en znd als eine größere Sünde denn Mord m zder Ehebruch. ' . h . . ,, , , ;, k t s , : . 1 Sonst wird man im Orient selten einen ?Nann oder ein Weib 'finden, die nicht, Tabak rauchen. , Sd wie man in :iu Hans tritt,' ist das Darbieten eines ZZauchwerkzeugcs etwas ebenso Natürliches, wie umnzum Niedersetzen gebeten Wird. ' Wie ist nün das, Tabakraüchcn im Orient .aufgekommen ? Eine offene, noch ungelöste Frage, denn man kann kaum annehmen, daß es aus Amtrika dahin verpflanzt worden !, sei. , ' Die Sitte ist weit älter; ja, das ' britische Mttseum zn London besitzt einen zu Mossut gefundenen ? assyrischen Thronchlinder,zeinen!! König darstellend dw aus einem runden Gefäßchen, an welchem ein Rohr angebracht ist den Rauch einsangt ? Danäch dürfte sich ' die Tabakspfeife eines geradezu Ehrfurcht gebietenden Alters rühmen! Aber auch ohue dies ist kaum zu denken,7 daß in oer vergleichsweise kurzen Zeit,.seitdem die neue Welt entdeckt .worden ist, diese Sitte den Weg 'bis an das entlegenste Ende von Asien sollte gefunden ha.'en, denn der Birmane , raucht wie wir. - ja sogar der Wilde Ceylons braucht seine Hand als Tabaksbehälter und zieht aus i ' "W '""i, :'i !. ''Mii!; ."'V '!: ' i - . -'.-,rM! -.d-i- , h -..AMi- j . derselben den Tabaksqualm ein. , In China, diesem uralten Culturlande das egticherD euerung sich bis jüng st ; unzuz!; gänglich erwies, raucht ' man allgemein Tabak, u dcHMrsprungsdWSitteHZ bern,,welched kriegerischen Einfällen , dort allein ließen, 's anb-j: ftc'ii; st ci:1: ein cjl; seife l!;;.ttc jbeit1 "l bern I Todten, damit er eine Art Erquickung fände, wenn er aus seiner traumlosm Ruhe" erwachte. - - , NeDblicktman hWMoßeMelnH der Raucher, so wird man sofort inne, 1$ schast theilen: die Pfeife und die Cigarre. Die MgantteH ,nuH,eieTorererI lchterenWD allsgedehnteste Verbreiß! wng, sozusagen das älteste angestammteste Recht behauptet allerdings die Pfeife. Man keunt sie in Asien unter mehr als hundertfünfzig NammUAuch im dunklen Erdtbeile schwingt die Pseife ibrISeevteM

große Naucher. AederaU vervrettet un ter ihnen ist ' der Bau zweier Tabakarien: des virginischen und des Bauerntabaks. ,Von ersterer Art ist es so gut als gewiß daß sie erst in den wenigen Jährhunderten seit der Entdeckung Amerikas ihren Weg nach der alten Welt gefunden hat. Kein Gewächs hat, wie dieses, alle Schranken zu überwinden gewußt, welche sich seiner Verbreitung entgegenstellten, und man muß stauneu, daß selbst Amerika, dieser massige Koloß, trotz' aller Verschlossenheit gegen Kulturbestrebungen jeglicher Art. den virginischen Tabak bis zu seinem innersten Herzen hat vordringen lassen. Bezeichnend ist der Umstand, daß fast alle Völker ' böUMiger 'bis ' zum Nil, ' kein einziges Wort in ihrer , Sprache besitzen, nm diese Pflanze zu bezeichnen. Dagegen könnte der Bauerntabak wohl ein

einheimisches Gewächs!, sein, da mehrere. Stämme Mltteläfrikas diese Art mit einem eigenen Namen bezeichnen. ;e denfalls haben die Afrikaner an Erfindnngsgabe, . die verschiedensten Nauch Werkzeuge herzustellen, von den einfache sten bis zu den zusammengeZetztesten,alle übrigen Völker übertreffen. , Obwohl nun auf den altegyptischen Denkmalern keine pur Vorhand eu t, die auf die Sitte des Rauchens deutete, so glaube ich, hat doch Georg Schwein surth mit seiner Vermuthung, daß die Afrikaner vielleicht nur aus dem Grunde die schnellere Verbreitung des ausländi schen Tabaks begünstigten, weil ihnen, sei es der Vanerntabak als einheimisches Gewächs,' sei es ein anderes i Kraut, welches als JZeizmittel diente, bereits in Form, des Naucheinziehens zur Gewöhn' heit geworden war. ml -Die , meisten , Beobachter stimmen darin überein, daß Rauchen beim Neger eine fast noch größere Rolle,, spiele, als .bei uus.,. ,Hugo Zöller, bezeugt, dies sür die, Dualla in Kamerun, Wilson und Felkin von , den Bewohnern der jetzt vielgenannten Uganda. Sie sind große Raucher nnd die Frauen stehen hierin den Männern nicht nach. Im oberen Nilgebiete hat sich leidenschaftliches, Tabakrauchen seit alten Zeiten, als noch kein Verkehr mit den Ländern des Islams herrschte, cw gebürgert und die Pfeife ist hier allgemein. Echilluk und Dinka nackte Wilde, die Europas übertünchte Höflichkeit noch keineswegs kennen, bedienen sich ganz colossaler Pfeisenköpfe. Ein gewaltiges Rohr mündet in einen kleinen Flaschenkürbis, welcher " als Mundstück dient und mit fein zertheiltem Bast gesüllt wird, um die narkotischen Oele aufAnfangen. Was wir Denikotinisirung nennen, ist also eine altafrikanische Erfindung, die sich in der That bei allen Völkern jcneS Gebietes wiederholt; hier aber, wo der Tabak nur kümmerlich ge lcit .i; eni 3Ö?if 9t böpjicttii hS0! die Spitze läßt sich nämlich ablehnen und der mit Tabakövl gesattige Bast wird nachträglich gekaut. 1 Noch weit unappe titlicher rauchen, die benachbarten Bongo oder Dorneger. I Auch hier geht die , gemeinschaftliche Pfeife von Hand zu Hand, der Bastknäuel aber, welcher die scharfen Oele aussaugen soll, wird nicht in das erweiterte Rohr der Pfeife, sondern einfach in die Mundhöhle des Rauchenden gesteckt ; zusammen mit der Pfeife die Runde machend, wandert derselbe aus einem Munde in den andern. Die Bongo bauen einen Taback vonaueF ordentlich fcharfem Geruch; die kleinen dicken Blatter werben fn Gestalt fester Kuchen im Mörser zusammengestampst, rn Formen gepreßt und getrocknet. Da von bröckelt man sich nach Belieben ab. ! zerreibt die Masse zwischen Steinen und ' v ,. - L ' t " raucht aus lanaohrigen Pfelfen, deren Köpfe fehr zierlich aus Thon geformt werden. , Die Leidenschast der Bongo im Rauchen geht so, daß nur völlig sinnlose Betäubung ihnen Genuß zu verschaffen scheint, z Bon den 1 Bar!, gleichfalls in der oberen Nilrcgion, , berichtet ' unser, verstorbener andsmann Crnst Marno, ,sie,,' seien leidenschaftliche Tabakraucher, und zwar beide GescbleÄter. i Sie bauen daher auch das vielgeliebte Kraut, denen Blatter aber noÄ ß unreif aesammelt. Ausanimenaeknetet nnd f . , . . ! in kleine Laibchen oder Cylinder geformt werden. -Ihre Pfeifen sind nicht die riesigen, unförmigen v; Töpfe der ... t i.lw f iv1'' L . , 1 .mra uno Qnuur, i onoern uemer zierlicher,' ahnlich der Form des .türkiü '''h j'ririi i-Nl'' ..' ' I ' . '!!tj- .H: ::'', U i i . "N . schen Tschibuk.'"' :; ; i Dle Artdes NM)ens ist aber, wie bei ,en übrigen !egerstammen . Line sonderbare, : verräth ein gewisses Nasstnement; sie geben sich , demselben ,nit Leidenschast und häusig in Gesellschaft tJi-.-'H'lI' !-fJv:F 'Vt ''t , t ' H."-:V' hm. ? Eine Pfeife um die , andere wird nie geraucht und selten eine Pfcise Ziur von einer Person. Aus der durch einige Stojlcii; it'r.jttfiöetcgieii Ißfcije werden zuerst einige lange, tiefe Züge gethan und der Rauch durch Mund und Nasenlöcher wieder ausgeblasen;, die folgenden Züge geschehen nun mit AnWendung aller Äcnskeiu dcö. Mundes, der Brust und deS Bauches, der Rauch wird vollkommen geschluckt, ein 'Mund voll Wasser darauf getrunken und dieses mehrere Male wiederholt, bis eine Art Rausch eintritt und die Pfcise , zum Nächsten wandert. Vlad) 1 eiu igcr Zeit gibt der Betäubte das genossene Waner "!" : 4 '; ;,ks,i,ii!!ji,tr ":Miii',i!' .:.!! .ji! ,,l!!,i,- !,! ,ri,! und dichte Rculchwolken wieder von nch und lieat halb ohnmächtig und laßenjämmerlich da. Es war aber doch ein ? - .ri,:::!!::irs;i m.m.;-. ' . ; Bei den Papua Doreh ist das Tabakrauchen schr allgemein, zu welchem, wie Herr von Nosenderg meldet, ctnls TabafMLWKtüöMWMsMgbla ZeAgewickeltHird alsemmWfang' wenn man lieber will der Cigarctte, derenMrbreitung anhebt und sich über ganz Hüiterinöicn erstreckE z Schon bei den Dayer sind, nebm der Pfeife, Cigarettm ungemein beliebt; sie bestehen aus einem wß nig Tabak in ein Bananenblatt gewickelt. Auf JavaAauchtlman Cigaretten?n deren Hülle man ellgemem die Kolbmscheiden des Mais benutzt; solche Cigaretten Jegmnen die Kind er zEinge-

vorenen zc?on zn rauHen, pvalv ne von der Mutterbrust entwöhnt sind; an Stelle der Maiskolbenhüllblatter tritt mitunter das Blut der Rrengazuckcr Palme. In Kambodscha bevorzugt man Cigarctten von beträchtlicher Größe, größer als unsere Cigarren; es wird ein fein geschnittener Tabak in frische oder meist trockene Bananenblätter spitz eingerollt, und solche spitzgcdrehte Cigarctten werden auch in-Ämmm viel vcr braucht. Ju allen diesen Ländern Zernen die Kinder das Rauchen seh? zeitig, und Mädchen ' wie Frauen sind gleich -eifrig darin. Den niedrigen Bvlksklassen in Annam kann der Fremde aber keine Größen Freude bereiten, als wenn er ihnen einen glimmcndm Cigarrenstums mel schenkt; der wandert dann aus einem Mund in den andern. Wirkliche Cigarren werden in Manila, dann aber auch in Birma gemacht.. Die kcilsörmigen Manilazigarren brennt man am dünnen Ende an. 'also umgekehrt als in Europa. Die birmanischen Zigarren sind sehr gö; am auffallendsten und beliebtesten sind jene zwanzig Centimeter langen und zwei Centime! dicken Zigarre' mit Bambusblatt umwickelt, die namentlich von birmanischen Frauen bevorzugt werden;, denn beide Geschlechter auf allen Altersstufen rauchen 'diese Chersotö-; selbst Kinder feiner Birumnen erblickt man mit solch niedlichen Gsimmffcngeln und der Amerikaner Frank Vincent be, Kauplet, -die AWchwuth'derbirmanychen . 'Knaben übertreffe .selbst die der Bubm seines Heimathlandcs. Dasczgentllchö Vaterland der Cigarre bleibt aber die neue Welt. Nach Deutsch land 'kam das' Tabakraucher 'ßegen Welches bekanntlich geistliche und weltliche Mächte eiferten, im ahre 1022, als es englische und hollänvlschc Truppen nach dem Rhein und Main brachten, , von wo es durch den dreißigjährigen Krieg bald . in andere Theile Deutschlands gelangte.' Ctgarren.chRrdeL. abcrcrst zllAnfanz des achtchnteJahr'hündertSWch die französischen Heere belaunt ; doch währte es noch lange, ehe sie augemeineu Cm gang fanden. Noch vsr einem Fahr, hundert waren Cigarren in Deutschland lediglich in der Fornr , von Geschenken gebräuchlich. Erst im Jahre 1796 wurde das Cigarrenrauchen in Hamburg Mode und hat seitdem einen besonderen Industriezweig in's Leben gerufen, der in Bremen und den nahegelegenen Grenzorten - Hannovers, in r Sachsen, Westfalen und der badischcn Pfalz am Üppigsten -blühd Nach eigenem Ge. ständniß wird eine treffliche Waare cr eugt, Feinschmecker srcillch bitten den Himmel, sie mit solcher Heimsuchung zu verschonen. Wer aber auch keinen so , schroffen Standpunkt einnimmt, muß zu ' geben,- daß einzelne Sorten geeignet sind, bittere Todfeindschaft unter sonst guten Freunden zu erwecken. Nur schaudernd zum Beispiel gedenkt gar Mancher der Lcistnngen der verflossenen Straßburger Tabakfahrik und sreut sich herzinnig, daß sie zu den Dingen ge,hört, die,da gewesen sind. , !' ' Ueber Pfelfe und Cigarre laßen sich noch gar manche . tiefsinnige Betrachtun, gen anstellen. Die unglaublich mannig. faltigen Formen der Pfeife liefern ins

besondere einen geradezu unerschöpflichem Stoff. In ihnen' spricht sich verstand lich genug ,d'ie ; Eigenart der Raucher und, durch eine auffallend vorherrschende Form jene ganzer Völker aus. ,Noch größer ist der Zwiespalt zwischen Pfeife und Cigarre. Ist eS nicht kennzeich. nend, daß erstere dem absterbenden. verknöcherten, geistestragen Orientalen als typisches Merkmal zukommt, wäh rend die Cigarre die raftloS vorwärts h.....li. ?.. . . ? k,ylr.Mm strebende ' jugendliche neu? Welt be Herrscht? Man kann sich keinen großes ren Gegensatz denken,' als den langohrigen, köftbateff'MukWWor i Zanders, dessen Genuß Ruhe erheischt und bei dem man keinerlei Arbeit ver richten kannMum des mertfamfe bett hinderlich ist ,. t. Mä n ;;; schreibt dem 2CIX !f;:'!!t t' Slecle" aus,,öS,tA , Petersburg.,, Eine ' .. ' f'ti ,L '.'t, eigenthümliche Skandülgeschlchte macht in der hiesigen .Gesellschaft viel .von sich reden. Die Tochter eines uncr größ ten Finanzmänner, des Barons von G., tatit lick lterbllck iu einen unteraeords , neten AnJestellte ihres BaterS verliebt und' wußte es durchzusetzen, daß 'dieser seine Zustimmung zu der Verbindung gab. Die Verlobung wurde festlich be. gangen und der Schmiegervater ließ eZ sich nicht ehmn? deurzuiuNkiZgen Gatten seiner Tochter mit; einer angemessen nen Summe unter die Arme zu greifen' hamit derselbe! ,styndeZgewän" üureten könne. Der Herr Schwieg erzohn beeilte sich, diesem Wunsche nachzukom 'men und schäfstsich des staNdesgemäßm Auftrereus halber Zunächst nur das U lcrdringendste an, nämlich Zwei Damen vom BMtcorps bes kaiserlichen Hof tbeaters. ' Der Baron war jedoch milZ dieser Verwendung seines Geldes sa wenig einverstanden, , das; er seine Toch,ier MaIaßte,Ben..Mkünftigcn .aus dem Hause hinauszuwerfen. Die ser pn l auf Rache und verfiel auf die folgende bubenbafte Idee: . ''fötiMtfttt eil Photographie seiner früheren Braut in Hunderten von ,. Exemplaren verviel. faltigen und versandte dieselben dann, , ' mit zärtlichen Widmungen in der Hand schrist der Baronesse vonNversehm,.z,' ' an sämmtliche GardeonnndNebe, manner , Petersburgs. , BarHZWtW. hat nun den früheren Bräutigam seiner Tochter vor dem Civilgerichte wegen ÄeleidigunZUrklagtiUü' . . fe ' :1' ii" iiii . ff - f'Vitl . i V1! Ii."', 't.jKrA-i. i'.,'-",,'!1 , Sclbstkrit, k. Baron: Werden 'II, r , J V -'-ii'' . ' ': '"'m::!' E vm v- r' x Sie mcht auch einmal zur Pserdc-Aus stellung komm en ?MHcrrHN tin$$ $ '05 ÄMcrdekennerKBaÄ "mchtä:8ic!';gndc ,,dWlNZ),Mch''kenÄn''Sie ja. 1 WkWßS&f , . ; '!!! t.iN . i.nki f f, . - ; , , :i ftigkeit, ' mir ein Trinkgeld anzubieten l ADierier:MuwaS haben'Sie gethau? .:; ßanimerzofc iScfi'iait i CEut'-!' ;;ästii:ia!ßHaHoÄ

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