Indiana Tribüne, Volume 14, Number 24, Indianapolis, Marion County, 12 October 1890 — Page 5
f errenAungen
und Quetschungen sicher und rasch geheilt durch Si Jakobs OcL CJfT GTonolf dtttlü, ertg. Iö zog ms eine VerledunzdeA Ruckes zu und war gezJngen Ur Msnate in Bcttt zu ileite. Et. Ja. koi Oel Seilte mich dsuernd.-J.C.Stt:, Ths?er, Jswa. chen tt ich frnaitt ge in einem Stuhle z sitze, d ich ich liege ksnnie. Ct. Jakob Oel hat mich dauernd geheilt. Chss. I. HcSlc?. Flel au einer Höh 033 Fuß. Queenstou, Pa., 1. ykbr., 139. Ich fiel aus ein Höhe von 32 Fuß, wodurch ich mh schwere Berlebunge lUjozund zezwungeu tut jci Woche an Krücken zu geben. St. Jakob Oel beMe mich. I. L. Way. 3 Monate ScKmtr e im Rücken. Szrscssk, N.A., 1. Febr.. 188. Ich litt drei Menatt emerVerleMgdeS Rückens, die ich mir durch einen Fält juqejgzcn halte; sechs WoVil ttUBUl A. V0GELE8 CO., Ui. DAMsbUwnM kl WN gegen alle Blutkrankheitcn, Leber und Magenleiden. 7X1 CHARLES A. VOCE LEU CO- Bittlaior, Bi. Schwarge Manner, ISte feQ36itttf If f trnilCHafHitiltfcff (Rctftcl ied lang ans, Zollte ich erläumt, Un ..Auaendtreund" , lesen. D mit viele Lrankeuzejchichtea rliutnte, ntchlich au,fst,ttkte Werk,idt usschluß ab in ntuti tttversayre. svura sausende innersa kür. fuß Seit ebne Leruttliirnn Clcf AleAi ifranfö eilen und Itn Slge fett Jtd tönten oNftlBtif tdnhkrSellt urd. iT$rtmoHiio eutjag an ät?.Jee?snen Srtf. tsäMt 25 Cf nt j in tan nafe tit fetisrnt iu euc9 Tief tu n ttac inaelchl ex fcyrtot fuintli ND ptsxensar," LZ WeZl 11. Ltr Ke Fsch . v. y Eine vorzügliche Gelegenheit z Ueiersahrt zwischen Deutschland nud Ame rika bietet die bewährte uus beliebte Baltimore Linie deS Norddeutschen Lloyd ! Die rubrlichä bekannte, enen und erprobten PoSdampser dieser Linie sahreu gelcußf$ döcheMch zvische f3aWtnotc und Bremen direet, sn nedmeu Passagiere zn sehr billig eu Prei. sen. Gute Verpflegung l Größtmöglichste Sicherheit! Dolmetscher begleiten die Vinwanderer ans der Reise nach im Westen. Sil Snde 18S3 wurden mit Lloyd'Dampfem 1,883,513 Bassagiere rÄLlich über den Ocean desordert, gewiß ein EUtts Üinguifc für die Beliebtheit dieser Linie. WUreSukuft ,xth,iln: j,m Sohurnaolier& Co , Generak.Agenten, No. k Süd Sah Str.', Baltl raore, Md., oder deren Vertreter im Inland e. Alex. Metzger und Gebr. Frenzel Indianapolis. Red Star Line. Äer. Staate und Königlich Bel gische PostDampser. NegtTLßige Fahrtm zwischen Qotwerpev und New Oorl Antwerpen und, Vhiladelpbla c 5 Vorzüglich Dekostignnz, gute Bedienung und KkednztIretse. Antwerpen bietet Reisende dsn und nach Destschland, Oesterreich, Frankreich und der Cchseiz öesosdne Vortheile. Abfahrt dn N: Ferk jeden Mittwoch; do AntVerpen sedr Samstag. Die Dampfer dieser Linie sind tl: ueuester Konstruktion und vnbivdn Sicherheit mit Bequemlichkeit nad SSueUigkeit bei btsökdnt niedrigen Preisen. ' Näheret bei: otor WrJßlit & 8one, SeralVgeten, New Vork und Phlladel phia,d: grenze! Brothers, Alex. Metzger, 3 ndianspoliZ. W IL I. X. 1. $$&UW VW öS? QÜ2 Theodore Stein, zsAchs Z? ' Aderle. " AbSrakte dou Vefltztitela und Srnndeigen tUvx verd in pumpt und zuverlässiger Weise ausgeführt. No. K6 a Olaröet OtraLe, JndZanspoNt, Ind. 1 Wm. Barteniclr,- r Kontraltor ö. ,!!:;;, :::'-4:ir,f' ". t 77.Oft Market Straße.
hQsrf .MWBÄ rrL v 3i -prs i r- ' vr- . v-s mnJ
D0if8
Vallnelster
Mnt interessante Oerhendlung fand an, 6. September vor dem Land geeicht in München statt. Der Oberst lieutenant a. D. Sl:vogt war vor eim ger Zeit durch Spruch des Ehrengerichts seines Ofsicierstitels verlustig erttärt worden, aber es war ihm trotz eifrigster Bemühungen nicht möglich, eine Mittheilung über den Grund dieser Maß regel zu erhalten. Es wurde ihm nur eröffnet, daß sie wegen Zuwiderhaud. lnng der Standesehre enolgt sei. 23 rin diese Zuwiderhandlung liegt, wurde
ihm vorenthalten. Slevogt, der sehr viel Temperament besitzt, ging nun in ebenso entschiedener wie rücksichtslose, Weise vor, beschuldigte mehrere höh Offnere des Meineids, der Verletzung der Qualistcationsberichte, des Miß brauches der Dienstgewalt, der Ver letzung gesetzlicher, auf das Ehrengericht bezüglicher Bestimmungen, forderte mid telst Eingaben an die Militärbehörden Versetzung der betreffenden Ossiciere in Anklagezustand, ohne jedoch seinen Zweck zu erreichen. In einer Eingabe an das Kriegs Ministerium unterzeichnete er sich nun mit der Bezeichnung Oberstlieutenant a. D." und setzte vor diese Bezeichnung einen Buchstaben, den man im Kriegsministerium für ein ch oder einen Haken ansah. Die Eingabe wurde deshalb an die Civilgerichti übergeben, um gegen Slevogt das Ver fahren wegen unberechtigter Führung eines Titels einzuleiten. Das Schöf. fengericht verurtheilte Slevogt, das Landgericht sprach ihn aber frei, da es seinen Angaben Glauben schenkte, daß das vor der Bezeichnung stehendi Schriftzeichen ein kleines lateinisches i sei und früher" bedeute, (ftühez Oberstlieutenant a. D.) Die Verhand lnng verlies sehr dramatisch. Slevogt, ein mittelgroßer, ftarkgebauter, voll kräftiger Mann, von öö Jahren, mit hoher Stirn, leblzast geröthetem Antlitz, blitzenden Augen, trat außerordentlich selbstbewußt und rücksichtslos auf. Nttt laut schallender Stimme und pathetischer Betonung führte er seine Vertheidigung und sprach häufig zum Publikum direkt gewendet. Der Vorfitzende suchte ihn durch ruhiges Verhalten und rücksichtsvolles Nachgehe davon abzuhalten, daß er sich zu redne rischcn Ausschreitungen hinreißen lasse, trat ihm jedoch bestimmt entgegen, wenn er vom Thema abwich oder Anklagen erhob und aufrecht erhielt, wie z. B. der vorige Kriegsminister habe den Prinz rrnen über seine .Person' belogen". Der Staatsauwalt befleißigte sich eben falls, sichtlich zur Ruhe und Zurückhab tung, als er aber eine Bemerkung eiw fließen ließ, die Zweifel an der geistigen Integrität Slevszts aussprach, erhob sich Slevogt energisch und konnte , vom Vorsitzenden nur durch entschiedenes Dazwischentreten am Reden verhindert werden. In seiner Replik erwehrte sich dann Slevogt in überaus drastische: Weise gegen die Aeußerung über seinen geistigen Gesundheitszustand. Er nanntt diese Aeußerung einen Frevel, gegen den ec andere Schritte ergreifen werde, und schloß nach wiederholten Unterbrechungen Seitens, des Präsidenten mij den Worten: Entweder ich gehe zl Grunde, oder ich bekomme mein Recht Ich bin nicht, geisteskrank." Slevogt schrie so laut, daß der auj dem.Gang befindliche dienstthuende Ge richtsbeamte eilig in den Saal trat. Der Präsident wies Slevogt mit den Worten zurecht, daß sein Benehmen ein ungeeignetes sei. Auf die Aeußerung des Staatsanwaltes, daß das in Frage stehende Schriftzeichen ein willkürliches sei, entgegnete , Slevogt mit barschem Tone; .Ich kann schreiben, wie ich will". Nachdem die Nichter sich zur Fällung des Urtheilspruchks zurückgezogen hatten, in welchem Falle Staats anwalt und Gerichtsschreiber zurückbleiden, ereiferte sich Slevogt in lauter leidenschaftlich erregter Weise über die Aeußerung des Staatsanwaltes, der sich aber gegen den Auftritt völlig gleichgültig zeigte. Als das fteisprechende Urtheil verkündet wurde, hellte sich das Gesicht Slevogts freudig auf; es war der erste Erfolg, den er er feiner von ihm mit sfltener Zähigkeit vertretenen Sache zu verzeuhnen hatte. Als er das Gerlchtsgebäude trxließ, äußerte er seine Freude zu den ihm umdräflgeziden Zu? Hörern und triumphirend sagte er; Dem habe ich es besorgt!" Slevygj war seiner Zeit ein tüchtiger Soldat, abr seine Untergebenen sollen seine Schchrse wclfach zu verspüren gehabt haben. Mail exzzhlt, daß Slevogt seine Angelegenheit wfgen tzeK Ehrengerichts welter verfolgen ton uyb yenu Mes vergeblich sei, den Broschürenweg "Yschreiten wolle. Vor Kurzem hatte er sein '5,ache auch vor das preußische Erifgsm'iyigfrjum gebracht. Vom Ahnknschlytz z? ?SHfA.' mtT, so könnte der Titel eines Romans ans dem Leben" heißen, der naH Versich,rung des betreffenden Berichterstatters. vr vielen ähnlichen Erzählungen den Vorzug absoluter Wahrkjeik' besitzt. Es war zu Anfang der sechziger Jahre, als der Baron v, ß, Un Besiy.mgen in Pommern einem stlS.ee verwandten übergab. Auf einem diesem igütn stand das Ahnenschloß Derer von L.. die'W Vorfahren mit großem Stolz .bis ins 14. Jahrhundkrt zurück herzählen könn ten. Baron v. H. fand keinen Gefallen an dem seudalen" Lzben, er war ein schlichter und gutmüthiger Edelmann. )ec in Berlin - seinen Verhältnissen äügeineffen lebte, als er etwa Vierzig jähriger seinen Wohnsitz jn dje Hgupt stadt verlegte. Zu seinen intimsten Freunden gehörten damals der Sohn des französischen Botschafters und dessen Erzieher, dr heute in Berlin eine große ausländische Zeitung vertritt. Baron p, L., um den sich nach und nach eine ganze Anzahl von jungen Lebemännern, durch , feinen Reichthum angelockt, schaarje, war aut müthig und freigebig gensg, manchem derselben : aus? der Geldverlegenheit zu Helfen. So ging es bis nach dem frgn-
zösischen 5?rlege.' 'Me wllve Grnn dungswuth begann, der Sveculationsström erfaßte auch den schlichten v. L., er verdiente große Summen und verlor sie wieder. Ein kleines Vermögen rettete er, von dem er mehrere Jahre knapp, aber immerhin noch anständig genug leben konnte. Da wollte es der Zufall, daß er einen Herrn v. A. kennen lernte, der ihn, den nunmehr sechszigjährigen Mann, mit Heirathsgedanken erfüllte. Baron v. L. war nicht abeneigt,. durch eine , reiche Heirath" seine Vermözensverhältniffe ' zu' verbessern, und es fand sich auch bald eine stattliche Dame, der es um einen altadeligen Namtri zu thun war. Sie traf mit dem alten Baron ein Uebereinkommen, daß sie gegen eine Entschädigung ihn eheli chen und dann sich nach einiger Zeit wie der von ihm trennen wolle. Der Vertrag wurde geschlossen und bis zur Trennung derEhe durchgeführt, worauf Barpn v.'L. wieder .als vermö" gender Mann austreten konnte. Darauf schienen seine Freunde nur gewartet zu fcabfli, denn sie beuteten die Gutmüthig seit deS BaronS aufS Neue aus und bald war derselbe wieder aller Mittel entblößt. Seine Verwandten erfuhren von jener Geschäftsheirath nichts und gemährten ihm fortgesetzt Unterstützun gen. Als v. L. jedoch vor etwa 10 Jahren mit einer sehr bekannten an rüchigen" Dame eine ähnliche Ehe schloß, ging es mit seinen Verhältnissen immer mehr abwärts. Diese zweite Ehe konnte nicht so schnell wieder ge trennt werden, weil der alte Baron, als Kavalier mit so und so viel Ahnen, in den Salons" als Aushängeschild her halten mußte. Die Skandalgeschichten, welche sich in jenen Gemächern abspiel ten, drangen in die Oeffentlichkeit, und die gnädige" Frau nebst ihrem hochgeborenen Gatten wurden vor Gericht ge stellt und verurtheilt. Nach verbüßter Strafe starb die Frau bald, v. L. stand allem und mittellos da, denn seine Verwandten hatten sich nunmehr ganz von ihm zurückgezogen. Von dieser Zeit begann das Elend und der Jammer. Dle alten Freunde, denen der Baron in seinen besseren Tagen geholfen, unterstützten ihn wohl, aber auch dieser Quell versiegte mit der Zeit. Der alte Edel' mann" lebt nun in einer elenden Dachkammer in einem der dichtbewohnteu Familienhäuser vor dem Halle'schen Thor in Berlin; er ist ein gebrechlicher Greis, der mit dem Leben abgeschlossen hat und den Tod als Erlöser herbei sehnt.
Elektrische Wunderlichkeiten. Dernenieur LeoSilberstein schreibi tm Leipziger Tageblatt" : Wenn man vor Jahren an den dirigirenden Kapell meister einer Wagner'schen Oper die Frage richtete: Mit wte viel Pferdekräftcn arbeitet Ihr Orchester?" so galt dies als sine böswillige Satyre. Viel leicht nur noch kurze Zeit, und der Spott wird zu Ernst. Hat nicht erst vor wenigen Monaten ein Fabrikant in Berlin ein elektrisches Klavier ersunden? und wird nicht gegenwärtig in Chicago eine elektrische Riesenorgel gebaut?! Warum sollten nicht die weihe vollen Weisen eines ganzen Orchesters von Lustpumpen und Motoren intonirt werden können unter den elektrische Funken sprühenden Fingern eines genia len Kavellmeisters, Pauken und Drom meten jubeln aus vollen Pferdekräften; heimliche Sehnsucht lispelt leise aus dem tiefen Busen eines Preßluftreservoirs; sanft quiekt das Fagot durch die Macht des Dampfes; schmelzend flötet der Nachtigall Brautlied aus dem elektrisch betriebenen Blasebalg. Ein Liszt der Zukunft wlrd'wit seinen zehn Fingern ein ganzes Heer von Waldhörnern, Trommeln, Baßgeigen und Tschin?llr.n beherrschen, und einer jener armlosen Wundermänner unserer Jahrmärkte, welche mit den Füßen stricken und Pu stolen abfeuern, ganze Opern mit seinen Zehen aufführen. Lessings weiser Ausspruch, daß ein Künstler ohne Arme immer noch ein Künstler sei, wird sich musikalisch auch in einem anderen unerwarteten Sinne bewähren. Nur dürfte dann vielleicht in den Zeitungen zu lesen sein, daß der armlose Virtuose . sich beim letzten Walkürenconcert pardon Leichdornen an die Füße getreten hat. ' Wähxend der heilicen Cäcilie, der Schützpatrpgin der Musik, erst :n setzter Zeit die Hulhiguyg der Gestroteaznik zu Theil wurde, besitzt St. Ekasmu.s, der in Caeta zu Tode gemarterte Schutz heilige der Seeleute, schon seit vielen Jährhunderten seine, elektrische Speciali tät, nämlich das St. Elms-Feuer, das M Bjfscheln von den Spitzen der Masten in die Lust tzüsstrSJt. Aber nicht nur St. Elmo erlaubt sich vgs HeMüaen experimenteller Demonstrationen, schon die alten Götter Roms arbeiteten zuweilen mit der olympischen Electrisir jnaschzne.So berichtet Cäsar 'aus seinem afrikanischen Földzizg, er habe an elnenl wttjertrüben Schlachttagjk em Fpuerschwqde'lr vom Himmel steigen sehen, In. der Form desselben erkannte ex, da e? ein vorzügliches Persönengedachtniß hesaß, ganz genau die Zwillingsgötte; Castor und Pollux. Flammenzüge spähten sie wieder von den Speerspitzen seiner famosen fünf--ftn Legion in die. Lust aus und verhieß, ihm in dieser nicht mißzuver stehenden Sprach den Siez über Parteigenossen deS PompefuC Dieser fingerdicke Aberglaube ist durchaus nicht verwunderlich in einer Zeit, welcher das Lcht der modernen Wissenschaft noch nicht ausgegangen lvar, die noch nichts von xiner vierten 'Dimension Nffh dem tIeitt des ' uerstörbenen Herrn 'Drinkwij tOliitP' y. - . ' Auch Procoplus überliefert , uns, daß die Lanzen , der Soldaten des BeZifgr Funken gaben, als , man ; sich auf den Angriff gegen, '!k,Nan , Worden vop benitete.,,,,,,1 'ryilÄl : Als der Mahdj unseren Lmin Pascha im Namen Allah's und des Propheten feierlich aufforderte, isich zu ergeben, 'wußte er unter anderen Brveisen seiner göttlichen Sendung auch die Thatsachen
Mzufuhren, daß auf den Speeren leiner Soldaten Feuerbüschel erschienen wären. Der gläubige Araber war von . diesen Himmlischen Zeichen mit unerschütterlicher Gewißheit erMt. Er jonnte nicht ahnen, daß der Doktor mo6. Schnitzler schon auf der Schulbank eines deutschen Gymnasiums in einem Glas 'chen die Wunder Allah's und seines Propheeen zu sehen bekommen hat. Läßt man durch eine Glaskugel, in welcher die Luft verdünnt wurde, einen elektri sehen Strom gehen, so erblickt man bei positiver Elektricität einen schonen feurigen Strom diffusen Lichtes, bei negati. ver hingegen eine von weißem Licht schein erhellte Wolke, ähnlich der Milchstraße amSternenhimmel. Diese Erscheinungen kommen auch in freier Lust vor und gaben den Alten und Neuen Anlaß zu mancherlei Wunder- und Aberglauben. Es ist dabei interessant, Wie sich manches Mal Aberglaube und Wissenschaft decken. Der Magnet hatte durch seine anziehende Kraft bei Grie chen und Römern die Ueberzeugung wachgerufen, daß sein Pulver, in Wein geschüttet und getrunken, enorme Stärke bringen müsse. Und heute perschreiben die Aerzte den Blutarmen Eisen. Auch auf einem . mittelalterlichen Wundergebiet, in der Alchemie, hat die Elektricität ein Wörtchen dreingeredet; zwar nicht in der reinen Goldmacherkunst. aber doch in der Erzeugung echter Edelsteine. Der Rubin, der Saphir, der Smaragd, der Amethyst, sie haben unter den Händen bedeutender Chemiker das Licht der Welt erblickt, jedoch ohne vorläufig 'den Juwelenmarkt zu erschüttern. Erst vor Kurzem hat Dr. Parson, ein Engländer, den Diamanten auf elektrischem Wege hergestellt. Freilich sind die Steine noch winzig, was man der Jugend der Erfindung zu gut halten muß; für Schmucksachen sind sie noch nicht zu verwenden, dagegen zum Dia mantenschleisen und sü? andere technische Zwecke. Immerhin ist ein bemerkcns werther Anfang gemacht. Diamant ist nichts als schmutzige, häßliche, schwarze Kohle in krystallisirtcm Zustand. Allein der verführerische Edelstein mit seinen Strahlen und Blitzen, seinem bezaubernden Farbenspiel, hat sich der niederen Verwandtschaft nicht zu schämen, denn die Steinkohlen sind ja bekanntlich nichts anderes, als ans Flaschen gezogen? Sonnenstrahlen. Amerika, Nord und Süd, producirt jährlich nicht mehr als 30 kg. Kohle in Form von Diamanten und 120 Millionen Tonnen Diamanten in Form von Kohle. Diese letztere würde durch das elektrische Versahren zu 600 Billionen Karat Edelstein krystallisirt. Der 136karatigß Regent aus dem französischen Kronschatz wird allein aus etwa 6 Millionen Mark g schätzt. Nun denke man sich, welche unge, heure Summen von der Kohlenschanfel eines Maschinenheizers täglich fort' Feuer geschüttet werden. Es ist das Schicksal der schönsten Krondiamanten gewesen, daß sie gele gentlich wegstibitzt wurden von Spitzbuden. welche sich; wie Franz Moor, sich nicht mit Kleinigkeiten uhzugeben liebten. Der österreichische Herzog von Toskana" wurde z. B. von einem ftanzösischen Grenadier aus dem Auge eines Brahma-Jdols gerissen und wäre der Missethäter nicht allzufrüh überrascht worden, dann hätte er sich auch dgz andere Auge Brahmas angeeignet. Er liebte ihn um seiner schönen Auge, willen", wie die Franzosen sagten. Eigentlich zahlt damit die Wissen schast nur eine alte Schuld an den wun berechtigen Glauben der Menschen; denn dieser Glaube,, dieses Interesse am Seltsamen war es, was in dunkleren, gleichziltigeren Zeiten die Wissenschaft förderte. .. Klingenstierng wußte den König Friedrich von Schweden dadurch für die Naturwissenschaften zu interessi ren, daß ßr einen Löffel voll Alkohol mittels eines Stückes Eis in Flammen setzte, was dazumal das allerhöchste Staunen erweckte. Daß Eisstück war mit Elektricität geladen und der überspringende Funke entzündete den Spin tl. Bekannt ist. daß die Meißener Porcellanfabrikation der Alchemie ihren Ursprung verdankt. Ein Alchymist war es auch, der das blanke Gold aus dem goldgelben Harz zu destilliren vermeinte und dabei auf ein sehr interessan tes chemisches Element, den Phosphor, stieß. , Auch sin? ZkM als Vehenselixir heginnt die Eleetncität in der Pflanzenwelt zu spielen, um später auf höhere Organismen, aus Thier und Mensch ihren lebensördernden Einfluß zu erproben. Von den Beobachtungen russischer Bauern ausgehend, welche Donner und Blitz für die Ergiebigkeit gewisser Getreideartfn. altz segenbringend, füx an der? Arten wiederum ass schqdljch has ten, hat der Russe Svrechnew ginnt heständigen elektrischen Strom, huxch ein Stück seines Landgutes geleitet und glaubt aus dex reicheren Erute, der Größe und der Farbenintensität den Pflanzen den Erfolg s?iM Experimmfts eonstatiren zu können. Ver App2' rat war ganz einfach.. An den zwei Enden des Feldstreifens waren eine Kupfer- und eine Zinkplatte in den Boden gestellt; die beiden Metalle in der feuchten Erde bildeten gewissermaßen ein galvanisches Element, in welchem ein Strom entstand, sobald sie oberhalb des Bodens durch einen Draht verbundkN wurden des letzteren dnrften sich auch nebenbei die Sperlings wenn an Gliederreißen litten, zum Selhstescktrisiren bedienen. , ;1 " : .. ;; T:;L Unwahrscheinlich ist eö nicht, daß der tzftom durch seine elektrochemischen und anderen Wirkungen einen Reiz aus daß Wachsthum der Pflanzen ausübt,. Dieser neue Zweig, , den die Wissenschaft zu treiben -beginnt, die Elektrokultnr) hat bereits einen durchtriebenen Amerikaner veranlaßt, eine elektrische Zukerfabrikation inS Leben zu rufen, bei welcher einerseits die KrystMsation des Zuckers, andererseits das Wachsthum der Rübe oder des Zuckerrohrs auf elektrischem Wege aefördert werden soll. Die Kryi stalle, schießen in so rascher und trfrir
!! :M . lajucBiiaj oucg eine amcniameuincn gesellschaft ankrystallisirt hat. Pa die von der Elektricität gestachelte Lebenskraft Größe yd Schönheit der Rüde verleiht, wird sie nothwendlZerweise nach dem DarwinschenVererbungsgesetz, - eine großartige Rübennachkommenschaft zeugen müssen. So vermag der Mensch durch Anwendung einer Doppellist, der Elektricität 'Und der künstlichen Zucht Wahl, die äußere und innere Vollendung der Rübe ins Ungeahnte zu steigern. Die Lebensfähigkeit des Menschen erliegt nicht minder den Wlrkungm ünserer neuen Naturkraft. Die prickelnden Stiche eines elektrischen, Stromes vermögen ja bekanntlich einen, schwindelnden Und absterbenden Muskel neu zu beleben. In Wien hat jüngst Docent Dr. Gärtner ein elektrisches Bad ins Werk gesetzt, von welchen; er erwartete, daß es die Haut zur Aufnahme der Heilstoffe anrege. Die Wanne wurde mit Metallplatten belegt, und in zwei Zellen getheilt, so daß der Menschenkeib die einzige Verbindung zwischen beiden bildete und der elektrische Strom durch ihn passiven mußte. Der Herr Doktor schüttete sechs Gram Quecksilberchlorid in das Wasser und benützte sich selbst als Versuchsobjekt. Die Freude des Erfinders war groß,' als er sich eine zweifellose Quecksilbervergiftung konsta. tiren konnte. Es gibt Hautvergiftungen, welche die Haut intensiv . färben, z. B. dunkelgrau. Wenn es nun mög lich ist, die Farbpigmente der Haut so sicher und einfach zu verändern oder sie zu zerstören, dann liegt nichts näher als der Gedanke, daß sich bald ein Versah, ren finden lassen wird, mittels dessen man Sommersprossen vertilgen kann was manchen Damen zu hören lieb sein dürfte und das sogar ermöglicht, Mohren zu waschen. Dies also wird nicht mehr zu den schlechten Witzen gehören. Eine Berliner Firma wird in Kamerun Filialen für garantirt flecken loses Negerbleichen errichten. Etwas übertrieben. Mu siklehrer (zum Hauswirth ) : Ich halte es. in dieser Wohnung nicht länger aus das Frauenzimmer, das neben uns wohnt, zwingt mich durch ihren schauderhasten Gesang auszuziehen. Sie singt nämlich so falsch, daß neulich meine? Frau, die mir gerade einen Knopf annähte, das Ohr der Nadel geborsten war! -Nach der neuesten Mode. Ein Schusterbube betrachtet einen alten Gecken, welcher drei Warzen an der Nase hat, sehr aufmerksam. Geck: Na, was schaust Du mich denn so an? Schustirjunge: Nun. ich wollte nur wissen, wie viel Knöpfe dieses Jahr an der Nase getragen werden. Brav. Die Frau Tratscher ist eine sehr wohlthätige Dame, sie spendet reichlich und behält von ihrer .Einnahme fast nichts für sich. Sie haben Recht. Jckj habe ihr gestern etwas unter dem Siegel der tiefsten Verschwiegenheit aw vertraut, und sie hat es nicht für sich be haften. Der kleine Praktiker. Papa; Was, Du bist durch das Examen gefallen und sagtest mir doch, Du hättest alle Fragen beantwortet! Söhnchen: Ja. Papa, ich antwortete auf alle Fra, gen: Das weiß ich nicht 1 11 ! , Salem Aleikum Aurora Hofbräu ; Zu bezieden bürg August Erbrich. Tele pion 1032. BeÜer gerösteter Golden Rio Kttffssp 30 Cents per Pfund. lluollvr'g Tea Store, C00 Ost Oasbiugtonstr. C33. Da fallt - Maöevöal. SWXLSMS & BTJHDI2Tr PAPEBS. Pech, Theer und Trinidad VlphaU rZoof, Kg," ferner 2 ä? S YUz NeaKY Noyfini. Alles zu hahe? hei H. $. GntUfctt. Derselbe fabri ,ir! fenßr Avthraeeue DUmfeetant, MottenPapier nydWottenvacht und Rapthalwe. Oer gute W aterial will, komme zu s. c. suransB, 100 0(0 Qardlaud OtraLund Moezumc?Nöe. VVW VIMILM au er. v'J '?HK!?5, No. LQQ 33 OasbKatonJr. -: .il-: .,!:'l!i :!' n: . !!; m " " ""' y"v 1 ;..,' ' in 1 (i.,;'' M ?j :!;'.i!!';.i!i5i-':'' ji MMÜM (fllt 1. C1! f"r? f"i t ,,,., Immm y'm "" c:-) cf sty -t & teä Nns-w::-J, CdlSti, v.s.v. rlt lz fi ZZiZi 13 1 cta i tri s4 tucc
vigender Weise' tri öle Hohe,' daß ncy t r.i'jL :rxl nrfi
GvabMwe
Qildy
.. . rrsejt CV wr m 0 -MM -M) !TÖ W 1r V w '
me Frau kann wohl spinnen und flicken,
Auch wohl kochen und backen und stricken, Jedoch nie kann sie waschen daß es Allen gefällt, Ä Santa Claus Seite, die beste der Welt! f Nur sabrizirt von N. K, FAIRBANK & OQ.M CHICAGO Dr. SteSmqnS verbesserte Zabnplatt'ea. f
Vat.ntkrt 21. Tept. 1889. u,25. S.br. 18S. Diese Verbesserung deseitiat die großen Plat' ten, welche im Gebrauche sind. Die Platten
sind lehr llem, nur Viertel der bisherigen
gezogen lrerden, und keine Platte in der Höhlurig deS Muutes. Die Pateutplatte eizuet sich auch vorzüglich für ein theilweisiS untere Gebiß, ja sie ist die einige, mit der mau so Veit Er folg hatte. Die ist eine wichtige Sache, wenn maa ,rw3gt, daß die unteren Zähue ,bew wichtig sind, als die oberen. Weitere Jaformatton hält man in Zimmer S!o. 40 & 41 Ban Dlock, Indianapolis. IJr. MP. H. Carlton, Tefchäftlführer. IPILWMIH5IMS- (ßASlFnaPOPIIKKB (GaS- nud WassereinrlcStung.) Bestes Material nnd beste Arbeit, Fragen Sie nach unseren Preisen. Aueohssnfek und Stroug,
No. 83 Nord Pemsylvama Straße,
National Busineß Gollege Mademie für (Schönschreiben, Otenogravble, Type Qrlt ing und Telegrapbie. (Blackford Block), Ecke Meridian und Washington StraHe, JndianapoliZ, Jnd,' L'hrpla: Buchhaltung, Handelsgesetz, Rechnen, Schönschreiben, Korrespondenz, 0e. schäftiregel, Stenographie, TYpkwritmg, ug.ifche Sramatik, Lesen, Buchstabiren, DeutjS, Portrag ,e. T e l e g r a p h i e (wird dsn einem Telegraphisten) mit Erfahrung gelehrt. Tag. and beudKlafsen. Xi. iV. DÜXjEIIE CO., Priszipäle. V. A. BACKÜS Am C05IPAHT, Fabrikante und Händler in - - seinen leichten Kutschen aller Sorten und Preise. Vollständige AuSsadl in den berühmten Fabrlkattn der ' OolurntriQ Bnffgy Co. k vo. 12 und 14 Qitcle Otrage.
Damen Schreib f
WSTGllil : H'i Schlaszumn. KW?U wmmm KfeiJ 3 iy:i4:l4 ites
1 XWt I Sekretäre 1 Teppiche all Arten! Lztrafeine M. -n -r lUJJ' M ? r'z.s Ui G ! '.. uquBUip&aif i (Große Auswahl.) apg
W!m -fc im iWrtm ;yl im i.ftelte rQhsssTTTi
tTESAKTES. ELOESTIBIES l . Oüt Uotl nb Delarscrre CttcCi.
Peafson'
82 und 84 Nord Pcuusylvania Straße,
MVs
VN
Da größt, und seinfte Lager von yianok und Orgeln in der Qtadt. Unsers niedrigen Preise und leichten Abzahlungen sind deralt, daß keine Fanillle ohne Instrument zu sein braucht. Sedrauchte YianoZ und Orgeln zu tz15. 525.50 und ausvärtö, gegen Abzahlung oder von N biß 54 Miethe per Monat und rin TheU der Miethe aus den Kaufpreis geschlagen.
yiano und Orgeln werden
nfMIi&k ; . WZM: ibSp
tttm
; v : '....?'?''?'''.n sCFi .1hAMM Im h vv vciiu irrn.inTnif mi. , RettuugdenLeid ksaBacher,xrahlerchennieinu.s.waelKä wtenbeabsÄigen. uimr:: "n"ic'e TlMiil niK.. .f; j. . ! . . - 6ctt talnrf & tTulU .CtaWAtai nnb nfcaiü?ai fstl( r
b.k IiVlVl4'? iur ui?. in smarten, in m
ri,.H iniiut. lll ICVIltJ HlllUMm T 1 ."!-.. 1I lt -
f vf 'w;:"-rr.::' tr'äwi?j:rH."'ww tetmyan tiusmut m.
. .
Der Rettungkanker ist nach in Jndianapoli, Ind., beim Vnchhändl s. K hie r, ? Söd Delsvare Straße, zn hsi. Mo HsvöK NWd WZnööV l
Neues Z, , ."o - ':!: i '"' '-ir'':i "f'i-X ' ., .( " ..:' ii i: " Tj::1,!-' ' . ) ,rM:nS:i'i!t:.:,,,,;M: .A 1!':::'i i'iä'i iliiffe ilfe " . 'ä)!..:,;'j,i:f tlSi'! &AJ: M'. Die Merneuesim Des
epplHen
MWM
Z2l
,Ts?u;
Co. 17 C; 10 U2tü
tK i .
etwa eia Achtel orer eia CM1 i;T Glöde und da sie auf vissentscdsftliDer wruuv
loge bergesteUt sind, so Possen sie gan, geuan. Jede belilbge vzatt von ZSbvea kann denselben naefüat werden, obne dak nt Zi&nt
Südende Demson Hotel. 9 ' ' I s------- 1 1 end Pari Möbel. Slllifl gegen I KateuzshlkLg der f Baar. sik-Saa h gesttLlAt und reöarirt. ttmkm. r,g mit dn C.enrrtft?tt.l t0, nlnnttlSSSltM I A" .. ri -i w m . - - . . nwtam mitübattziz .7 - 4D IIC ICH mZKeiTIlfl 1A.-H nTr V-, . .r. "1 h,c rr?isu, fB4trte s um AtnuüTu Wuflaae. '250 ,' ,,.; ' uwu imc9 üew lorfc. m I. Leger von Spitzell-Gardinen, ''isim. '
- M
? ...-t -u i
W . I u-, " I kr i as.fl j
'-. -s- i ti
,.'Jtl?fiyL!
Drg
B-Anker!
sn i. w. !ä;;:-h''w''f '"
; ' m- , - '"v"' ':;.!. -s .'. , jf'-'lli, v !': ,,!?'!?i '.,i'iDlA',, , t."- ', ,ii:F( :;' S ' ,1 : ii;
, v ITC'- I
f s : c ) l l l
s-fo 'H;
Cmic&on OttaQt-
i n i' :i ii. ' ,r ,f, .ij'f'Sii.li.V-f :,:! -iifi jii'lli'iiiJ;1?!!!'!.1:' J.f::;- it.ii'1: M:s :. Vff i; ' , m.M y0S"'& :ii0Mir MtiMfi-m-M :::.::i: A',
- i " '"'. ; 's.'
