Indiana Tribüne, Volume 14, Number 10, Indianapolis, Marion County, 28 September 1890 — Page 7

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Tyrettattaö ftsito. ntfi. Unter allen Ländern, wohm Deutsche NlZwandern können, möchten wir Cyretaita obenan stellen. Zwar stellt UnS mch Syrien, überhaupt d!c ganze Tür, fei offen, und im ersten! Lande habett )!e Schwaben schon tresflick)e Erfolge iufzmveifen; aber es thut einent immer ion Herzen leid, wenn man solch schönes tnd durchauZ nicht durch weite Ferne abgesondertes Land ganz außer aüer Betrachtung daliegen ficht. Nur 300 Kilometer trennen die Küste der Cyre ,ai?a von Kreta: sie ist also von Tuest zder Brindisi sehr leicht zu erreichen. Aber nicht jeyt erst wird dies &t sauern ausgedruckt, eine Mahnung, die schon viel älter ist, tritt unS entgegen. Schon Mannert, der berühmte deutsche Geograph der Griechen und Römer, sagt: Diese Berge sind nicht, wie in sen Sandmeeren Lybiens, todte, nackte Felsen mit traurigem Anblicke, sondern .-seil sie viele Quellen enthalten, deckt sich die Oberfläche mit Bäumen und surch diese allmählich mit Fruchterde. Mehr noch trägt zur Besruchtung dirselben der Umstand bei, daß eö in dieser erhabenen, mit Bäumen versehenen Gczend häufig regnet, welches die Alten zu bemerken nicht vergaßen, weil es eine so ungewöhnliche Erscheinung in den Wüsteneien Lybiens ist. Bleibende Feuchtigkeit senken die Regen in die Tiefe der Berge, verbreiten die Fruchtbarkeit und wahrscheinlich geben sie den vielen Quellen ihr Dasein. Kommt nun die Hand des verständigen Fleißes oer trefstichen Anlage zu HÜfc, wie es bei den griechischen Einwanderern der !zaÄ war, welche die Bache mit Einsicht lenkten, große Cisterncn, deren Ueberl'leibscl noch sehr vollständig vorhanden find, in beträchtlicher Zahl zur allgemeiaen Bewässerung benutzten und längs derselben Gärten anlegten und der Erde ihre reichen Früchte entlockten, so erklärt sich unter der wirkenden Sonne leicht, warum die Alten uns die Gegenden vou Tyrene als ein Paradies vormalm könreu. Aber alle Orte sanken allmälig in Ruinen, und unter ihnen besonders die allgemeine Mutter Cyrene selbst. Jetzt erblickt man blos die natürlich? Güte classischen Bodens, benutzt von den vtn$ zahlreichen Eingeborenen, wie ihn wenig kÄmp'fende Nomaden benukttl tönne. Ein Hause sucht s? viel Getreibe zu gewinnen, wie zu seinem kärglichen Bcdürstüsfe erforderlich ist, und Der andere kommt mit seinen zahlreichen Herden, um die noch nicht gemachte Ernte zn verrichten. Warum hat sich die gesegnete Gegend so ganz aus dem Blicke des Europäers verloren? Warum ist noch nie der Versuch zu eine? neuen, für eine Seemacht nicht schweren Ansledlung geinacht worden?" Ebenso drückt sich Karl Ritter aus, btz in seiner Geographie sagt : In der That ist ausfallend, daß dieses Land von Europäer:: unbesetzt, unbesucht blieb, ja, selbst von neun entdeckt werden mußte, nachdem Phönizier, Kartha ger, Griechen, Aegypter und Römer dort schon heimisch gewesen waren." So wie die beiden großen deutschen Geographen sich wunderten, daß diese Gegend jetzt ganz aus dem Gedankenkreise der Europäer geschwunden sei, daß man dort niemals den Versuch mit Ansiedlungcn durch Auswanderer gemacht habe, ebenso wundert sich jeder Reisende, der diese herrlichen Gegenden durchwandert hat. Die Clzrenacka ist der Türler unterthan, d. h. keineswegs ein sogenannter zributärer oder Schutzstaat, sondern eine unmittelbare Provinz des 'türkischen Reiches. Ehe wir aber die Anhängliche keit einer Colonisation diese Landes besprechen, sehen wir zu, wie es um seine politische Selbständigkeit steht.' Von vornherein sei dabei erklärt, daß Cyrenaika nie einen Theil von Tripolltanim gebildet hat, höchstens vorübergehend von dem dortigen Pascha abhing. Als Cyrene von den Battiden von Thera aus um 031 vor Christi Geburt gegründet wurde, bildete es ein dollkom wen unabhängiges ltönigreich, und nach Ablauf von ungefähr zweihundert Iah ren als Monarchie blieb ' es auch unter republikanischer Regierungsform ganz und gar unabhängig. Ter während der , Freiheit wachsende Wohlstand führte aber zur Ueppigkeit und als die Pewohner sich untereinander in Feindschaft verwickelten, bot ein Theil von ihnen sich dem Vtolemäus Lagi an, und damit, horte die Selbständigkeit Eyrenäikas auf. Aber in Folge von Thronstreitig feiten Zwischen Ptolemäus IV. mtd VII. mischten sich die Römer ein, ' und nach ihrem Befehl erhielt der letztere im Jahre 153 v. Eyr. Cyrcnatta mit Eypern als selbständiges Reich. Nachher wurde Cyrcnaika römische Provinz. Und ungefähr so lange wie Eyrenaika ' uns vor Christi Geburt, nämlich sechshundert Jahre, geschichtlich bekannt ist, ebenso lange ist uns die Geschichte des Landes nach Christi Geburt hauptsäch(ich durch Bischof Synesius bekannt. Wichtig ist noch für.die Selbständigkeit Cyrenaikas dies allerdings nicht geschichtlich sestlüstellende Thatfache der, Altäre der Philänen". , ,: ; In der tiefsten Eckt der Shrte befand den sich einst zwei,, oder, mehrere künst-" liche Tumuli oder solchen ähnliaz sehende natürliche Hügel, an die sich die Erzählung knüpfte, daß unter ihnm zwei karthagische Jünglinge begraben seien, die sich durch Erweiterung der Landesgrenzen gegen das Gebiet der Cyrenäer um ihr Vaterland :' verdient gemacht, hättet Es waren nämlich von der Grenze der Ü arthag er, bei '! L eptis 1 Magna wahr" schcinlich, und von der Grenze der Cyre i.. . ':' iL ' 's, '' ' ' l;n ' i , ',. . ' . , , -. . , ,, ., näer je zwei Männer aufgebrochen, und . dort, wo sie zusammentrafen, sollte die , Grenze ttn,'?,i rr - ' . :-W -'"' ir, fL ' Wenn wir aus all dem Mitgetheilten ?enaika immer selbst- z ständige Provinz war,so unterlassen wir, nicht zu betonen, daß es nie mit' TnpsktamenMs tanicn war kartZaglsch CZrenatw . war '

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selbständig. ! Wie es in der Zeit nach' der Besitzergreifung , durch die Araber mit, dem Lande i stand, darüber wissen wir ' wenig. Die genuesischen Archive dürften Auskunst darüber geben, da zur Zeit der Corsarenwirthschaft nur HM- Republik Handel ,imt; Cyxenaika trieb. Ter Däne Thrige endlich stellte alles zusammen, was er in den alten Schriftstellern sinden konnte und seine res Cjrenensium sind noch immer maßgebend, Paul Lums besuchte dann im Auftrage Ludwigs XIV., das LaM und nach ihm hatten Shaw und Bruce es berührt oder gestreift. ,, : U . Seit 1834, in welchem Jahre der Selbstständigkeit Tripolitaniens unter den Karamaulis von England und der Türkei ein Ende gemacht wurde, gehörte auch Barka, wie Cyrenaika von der türkochen Regierung genannt wird, als fc'lbststandkge Provinz dem - türkischen gleiche axu Der Pascha von Bcngasi, unter dem der von Derna steht, wird unmittelbar von Konstautinopel ernannt. versteht sich dies auch von selbst, dä die Nächstliegende Stadt der Cyrenaika, Lengasi (Hespcrides oder Berenice) don der Stadt Tripolis lOOObn ß& fer'nt ist, so daß die Unterordnung derselben unter Tripolis ebenso unnütz als zeitraubend sein .würde.' Aller amtliche Schriftverkehr geht von Bengasi ohne Zwischenhand nach Konstantinopel, was nidjt statthaft wäre, wenn Bengasi eine Tnpolitanicn zugehörige Provinz wäre. Im Jahre 1800 war Bengasi allerdings Liva von Tripolis, allein die Nnzulanalichkeit dieser Maßregel stellte sich bald heraus; sie wurde nach kurzem Bestände wieder aufgehoben. In eben dickem Jahren machte der

Gouverneur Tripolis, Ali Riza Pascha, in der Cyrenaika ColonisationSversuche, die aber nothwendigcrweise zu nichts sichren mußten, da er sie mit hergclaufenem Gesinde! unternahm. Er machte BesicdclungSversuche an den Heiden cm pgen guten Häwn Cyrenaikas. m den Buchten von Tobruck tlnd Bomba. ÄAt zwei von Constantiuopel zur VessägünI gestellten Dampfern, die Baumaterial, Lebensmittel und die , Auswandern hinüüerbrachten. brach er von Tripolis aus. Aber gleich nach der Landung entfpannm sich zwischen den Auswanderen' Streitigkeiten. Es kam zu blutigen Schlägereien mit den Eingeborenen, welche ihre Quellen und Brunnen nicht unentgeltlich hergeben wollten, und obwohl Ali Raza persönlich die Auswän derer hingeleitet hatte und gewiß von den besten Absichten beseelt war, schlng das ganze Unternehmen fehl. Man hatte den Auswanderern einige Ziegen, Abgabsnsreiheit auf einige Jahre, einen Zuschuß von jährlich 0 Piaster türkisch auf den Kopf, sowie eine Auösaat bewilligt : aber sei es nun, daß alles dies den Leuten nur auf dem Papier verabreicht wurde, v. h. in die Taschen der sie begleitenden Beamten stoß nach zwei Jahren :var von dem ganzen Unterneh' wen nichts mehr übrig ; die AuSwandc rer selbst, meist obdachlose Lente aus Tunesien, aus dem Dschebel (Gebirge südlich von Tripolis) und der Mshia jOofe bei Lripolis) hatten sich alle verlaufen oder waren von den nmwohnenden arabischen Nomdden erschlagen. So endete der erste Colonisationsversuch von Cyrenaika, bei dem selbstverständ lich Europäer auZgeschlosien waren. Und sett diesem cmzlgen Vermch hat man nie mehr von einer Colonisation des Landes gehört. Dieses schöne Land, das also östlich von EgYPten durch die Akabat cl Kebir, d. h. wie im Altertbum durch den 5Zatabathmos, und westlich von Tripolitauien durch den ttefsten Winkel der groen syrte nrae Pyllaenorum getrennt liegt, wird im Norden vom Mittelmeer. im Süden von der libyschen Wulte begrenzt. Wenn das Land in dieses Ausdehnung bedeutend größer ist, ungefähr so groß wie das Königreich Preußen, so betonen wir, daß das anbaufähige Gebiet etwa von der Größe der Insel San diniert ist. Wie übrigens der Boden an der äußersten Ostgrenze von Cyrenaika beschaffen ist, darüber gibt ein Brles Georg Schweinfurths vom 10. März d. I. Auskunst. , Schweinfurth hatte auf einer englischen Jacht einen Ausflug nach der Grenze von EgyptM ße, macht. Nach starken Regengüssen muß auch dieses sonst im allgemeinen schlechtweg als Wüste" bezeichnete .Land dort ausgezeichnet seilt, Schweinsurth schreibt: Wir gingen dann noch nach Badia, 50 eugl. Meilen westlich von Alexandria,,im Norden von der Bucht, von Solen (egyptische Grenze) und 'im Süden von Ras el Melhi. Es, war dort rep zend, blendende Ranunkeln und Anemonenpracht a psrts ,do vue, es war aber auch sehr regnerisch dieses Jahr und dik Gerstenfelder strotzen vor Fülle. Ganz kretensisch-eyrenaiZche Flora und sehr von Matrar etwa 140 enzl. Me!len von Alexandrien, wo Schweinsurth ' früher gewesen war) verschieden. : 200 Fuß Höhe Steilabfälle stürzen direet ins Meer und der fjordartige verzweigte Hafen ist wie ein, mit Wasser, ' gefülltes Uadi zwetten Ranges ' ; der egyptisch - arabischen Wüste. In Badia habe ich eine Menge neuer Pflanzen gefunden und überhaupt eine reiche Ausbeute gehabt.7 Viele Beduinen kamen herbei, , sammelten mir Petrefacten, gaben mir Pflanzennamen und waren sehr 'liebenswürdig.' Wie ganz anders wird die Küste auf einmal fjät" Westen !tf egyptischen Grenze, da dort der höhere Plateau-Antheil, dessen Südabfall zur Sinahdepression ' bezeichn net ist, sich als cyrenäische Stufe abhebt, wahrscheinlich noch vor kurzem mit Kreta verbunden war, , weil man sich sonst die Verbreitung der Vflamen mdn erklären So urtheilt Schweinsurth ' über die (Viren (Tnr(nntf'iÄ l'A'feri'mtEfrfefli , .,- - . - .. .. . r ii'"!. - ; w,------ , .v,. Mpvw.. z v-, nftmen bicfpr $rtrsUmhU ueber die fruchtbare Cyrenaika 'sprechen akl. aUc Berichte der neuesten Reisew n einstimmig und alle sind WünbS n ben einen QXL mrich Barth. d

Seite 384 seines Neisewerkes'sat': , und hier 'sei es mir erlaubt, ' zu bemerken, daß m diesem Lande Landwirthe, die mit einigen Mitteln sich hinbegeben. In wenigen Jahren ein großes Vermögen sich erwerben könnten. 1 Mannert und' Ritter ließen ' ihren Maürüf ansängV der zwanziger JHre erschallen, Heinrich Barth in den vier ziger Jahren, meine Wenigkeit anfangs 1870. - ;.V..Sollen diese Ausforderungen immer ohne Nutzen bleiben ? Wird ' niemals der Versuch gemacht werden, unsere Auswanderer nach jenen schonen Gegenden hinzulenken? Hat die Türkei ix gendwclche Einwendungen dagegen zu machen? Im Gegentheil. Wir glaw ben annehmen w können, daß die Tiw kei einer deutschen Auswanderung nach jenen "gesegneten Gefilden jeden nur möglichen Vorschub leiste:? wird. Für die Türkei 'Wird M besser ' sein, regelmäßig Steuer zahlende Unterthanen zu besitzen, al? Nomaden, denen sie nur Zwangsweise das Geld abnehmen ; kann und die sich bei ihrem landstreicherlschen Leben nur 311 häusig den Steuern über Haupt entziehen. Mögen also diese von Fruchtbarkeit strotzenden ' Gelände der deutschen Cnlturarbeit und dem deut schen Fleiß erschlossen werden. Man hört oft genug das Wort bald haben ww kein Land mehr, wohin wir uns wenden können". Hier in Cyrenaika liegt .aber 'ein Land offen vor, so schön, wie man kein Zweites sindet, so nahe bei Deutschland gelegen, mit gutem Klima und vorzüglichem Vo den. Hamilton, ein englischer Reisender, der bald nachdem Barth Cyrene

besucht halte, dort war, lst so entzuckt von der Scenerie, daß er sagt, sie übertreffe an Reichhaltigkeit alles bisbe? Gesehene, und die Thäler könnte man Mlt denen der Apennmen vergleichen ; hier fäiche man-Oliven an her Seite von Feigen und die schlanke Cypresse neben', dem dunkeln , WaÄbolder. und dazu wehe eine angenehme Brise balsattifche Myrthenouste dem Rcendm ent gegen; kurzcr entwirst-eine begeisterte Schilderung, wie sie von den ersten Säugern des Landes. Kallimschos und Pindar, , nicht wärmer gegeben werden fattMf m ' Deutsche CharakterzüJe. r Dr. Di !ubs von der Evanaelischen Gemeinschaft, dessen Name in Folge des FactionSzwistcs in derselben in letzter Zeit viel genannt worden ist, unternahm bekanntlich nach dem Kircheuproccß eine Erholungsreise nach Deutschland, vou welcher er vor Kurzem wieder zurückgekehrt , ist. Dieser Tage hielt er einen Vortra über die Volkseigenheiien im alten1 Vatcrlande und das Hauswesen dafelb: Der Deutsche hängt an feinem Haus und an seiner Scholle, sagte der Redner; von den Vorfahren bis auf die jetzige Generation hat sich dieser Charakterzug fortgeerbt und die Erinnerungen, welche sich in den Gliedern einer Familie in der Verbindung mit ihrem Stammsitz fortpflanzen, sind ein Besitz desselben, den sie ebenso schwer aufgeben, wi? den Heimweg selbst. Eine längere Schilderung widmete der Redner dem Innern eines einfachen Bürgerhauses, der Ncitt-, lichkcit, Abwesenheit von Carpets u s. w. Den deutschen Durst mochte Bischof Dubs, der ja als Temperenzler bekannt ist, nicht nach Amerika als Nationaltagend verpflanzt haben, doch gestand er ... : l L'r. cvjv 4. - im giöflKii caorun zu, vay er m Dcutichlano weniger Betrunkene acrunden habe, als hier. Die Unsitte des Treatens" herrsche auch draußen mcht. und gerade dieses Uebel verleite so oft einen Mann, des Guten zu viel zu thun. In emcr kurzen Erörterung über da? GescUschasisleben kam der Sprecher auf die Hcirathsfrage zu sprechen und vcr las einige Hcirathsanzeiaen'aus dem Berliner Jntelligenzblatt, in welcher l. tr joer veraunre zunge vjtann von angencymcm Aeußeren, aber ohne Äermö gen, eine Lebensgefährtin mit etliche, Moneten sucht. Die Betrachtungen über diese Frage vom sozialen Standpunkt -aus würzte der Sprecher mu einem uberans wir kuugsvollen Humor, so daß es für alle Anwesenden ein Genuß war, zuzuhören. Auch über die Kaufsucht der Frauen und über Frauenarbeit in Deutschland sprach er. Es seien noch aar mcht viele Jahrzehnte her, daß auch hier die Frau im Hans und, auf dem Felde gehörig Hand anlegen mußte, und das Geschrei" von amerikanischen Retsenden über die Ap beitskssechtung der Franen in Deutsch land müsse erst geprüft und aus das ge rechte, zulässige Maß zurückgeführt wer den. In. ebenso unterhaltender wie spannende? Weise ging der Redner noch auf verschiedene andere Fragen ein und fesselte seine Zuhörer bis , zum letzten Wort. , Der, Altar war zu Ehren des Bischofs mit prächtigen Blumen - ge schmückte , . , : . - " ; 1 " , . . - " . 1 :,i;:!,E in g Utes Ha u, s M it t e l gegen Schnupfen und Catarrh theilt die Fnndgrube7, mlt. Die gewöhnliche Kochzwiebel ist es, die den Menschen be! zenen ungenehmen i ErkältnngSzuständen Ie!sen!,Hll.!i Man viertheilt die Zwiebei, dampft sie mit Kandiszucker oder noch besser mit ungchopster, Vierwürz .iC -'"'iL'i.l: 1.1 1 uiw, NIINUII . von ocm alle aue zwei Stunden, einen kleinen : Theelöffcl voll ein. Dieien eingekochten Saft sollte man in gut verkorkten Gläsern stets im Hause 'orralylg yaoen, oeun ,, man .nuro rntt ihm m den meisten fallen , venere Rc iultate erzielen, als nnt all den. andern theuren ' Mitteln, besonders, , wenn die ßlttlocndung einem einfachen Husten ein hartnäckiger gif :! n V '':.'.:! L ';: i V ":" ' - - ir'rM!:4,,.V. 'i chronischer Bronchial-, oder Lungen? catarrh entstanden ist. Bei Catarrhen, welche bei regnerischem Wette? mit West-f'-i- . :! :.iv- :,ty: !:: 'ftf f v !4':il' v: ''- wind eintreten oder Abends schlimmer '!nd als am Tage und jedesmal im warmen Zimmer stärker auftreten als im freien, ist dieses Mittel oder die 1 !,!, , nr ,, :i j, , .. .. i fm 'm i' i,. ,, 'J.jji I, 1 h ' ! ! iui'Vl!!.;. '! Tinktur von Zwiebeln (Cepa.) ein Jt. I;: 1 ,. sY!ii 'Ist. :S3ncuer i:öeiTSi;:nci.:if &

Die stemm Gänse.

2o ettr 27tü)lfRirf. Herr Ewald Feldmann. Ritterguts besitze? ans Hallbcrge, wollte ein Stadt ftäulcin heirathen. Diese Thatsache hatte ein allgemelneS Kopfschütteln sämmtlicher alten, und eist allgemeines Naserümpfen sämmtlicher jungen Damen der ländlichen Bevölke rung aus zehn Meilen in der, Runde, zur Folge. Die alte Frau Feldniann, Herrn Ewalds Mutter jedoch, geriet!) barübei geradezu außer sich. , Aber Mama, Du kennst meine Braut ja noch gar nicht,- entgegnetk Herr Ewald am eine längere Auseln andersetzung scmcr Muttea, wonn du alte Dame ihm klar gelegt hatte, daß solch em Verlieben über Hals und Kops immer eine Dummheit, dies Äcrlicbe? von ihm in ein Stadtsräulem aber ein Verbrechen sei, ein Verbrechen an Halb bcrae,' das seine Eltern erst m ein rechten, echten Mustcrwirthschaft ausge bildet hatten. , , Wenn ich sie auch noch nicht, mit diesen meinen Augen gesehen habe", sagt die alte Dame nun gereizt, so weiß iä doch gerade genug von solch einem Stadtdamchen, um es mir nicht als Schwiezer. lochter zu wünschen, wenn ich, nur höre. daß sie Felintas von Strahl heißt une im, gewöhnlichen Alltagsleben Fee nannt wird! . Ja. ja, mein Her, ßohn, glaube nur. Deine aZte. Mutte; mit ihrem bischen nüchternen, .Verstand. kann nch ganz gut vorstellen, wie es auz Hällberge aussehen wird, wenn die Fe erst in die Räume eingezogen ,ifl, in do nen bisher eine höchst prosaische Frau, wie ich, geschaltet hat. An die Stelle des Düngerhaufens im Hose draußen, W et cv? Cä anY 14 x rTi wuif ic tiuui wiciiuiti cyvU ujjcu, und wenn sie sich emmal ltt der Nahe des Kuhstalls verirrt, wird sie sich die Nask zuhalten. . Ihr legt Euch dann zusam ' men auf den Nasen in die Sonne, sit 'teckt Dir eine Blume in's Knopsloch unt agt ein . lyrisches Gedicht her stat! ?eS Mittagessens. Feen leben ja von Poesie und Sonnenschein was dabei aber ans Deiner stattlichen Gestalt wer den wird, das na,das werden wir ja erleben!", schloß sie erregt mit eineni sehr cnergischen' Zurückwerfen ihres häilbchcngcschmückten, weißen ffopfes. Da fühlte sie sich plötzlich von den kräftigen , Armen ihres Sohnes um schluugcn. emporgehoben und über wüthig im Kreise herumgeschwcnkt. bis sie halb lachend, halb ärgerlich und ganz athemlos um Erbarmen flehte. Herr Ewald setzte sie sorgsam aus einen großen Lehnstuh5 am offenen Fen stcr, kniete vor ihr nieder, legte beide Arme auf ihren Scho?ß, schaute zu ihr empor, wie cinft als, Knabe, wenn sie Märchen erzählte, lind sagte mit einem übermüthig glücklichen Lächeln: ) Mütterchen. Mütterchen, , wie srcue ich mich auf die Zeit, in der neben Deinem lieben, weißen Kopf noch ein blonder mich hier willkommen heißen wird, wenn ich vom Felde heimkehre, in der ich nicht mehr werde unterscheiden können, wer mich mehr verwöhnen möchte, die Weie oder dit Blonde, und in der u, mem Mütterchen, nicht mehr wisicn wirst, wen Du eigentlich bevorzugen sollst, den Sohn oder die Tochter. Es wird ein herrliches Leben, , sein, weirn vier solch weiße, schlanke Hände sich regen, cS m!r unter meinem Dache behaglich zu machen. Nun und wo, es dem blonden Kopf einmal. an Erfahrung gebricht da ist ja der weiße da um ausznhelsen." Ah, Dir' meinst also Zur Aushilfe ist Deine alte Mutter noch gut genug." gelang es Frau Fetdmann jetzt einzu schieben, die bisher nur durch Zeichen abzuwehren vermocht. Aber, wer sagt Dir denn, daß sich die Frau Schwiegertochter herbeilassen würde, cinni Rath von mir anzunehmen immer vorausgesetzt, daß die Fee sich überhaupt mit derlei prosaischen Dingen abgeben wollte, wie sie zu einer Hauswirthjchast gehören." Weißt Dn," sagte Ewald, da Dir die erste Silbe ihres Namens so wenig gefallt, obgleich dieselbe recht eigentlich zu ihr paßt wollen wir sie mit den beiden nächsten, nennen: Lwy Liey Zeldmann. gelt, das klingt schon Vertrauen erweckender?" . Die alte Dame , antwortete nicht darauf, sondern beharrte bei ihrem vorherigen Gedanken. JH will .mit Dir, wetten. Ewald, daß Deine Frau lieber die größten Dummheiten begeht, ehe sie mich, ihre Schwiegermutter, um Rath fragt." , , . ,. ..Warten wZr ab !5 sagte Ewald mit einem glücklichen Lachen. Gut. warten wir's ab!" wiederholte die Mutter. , , ' " ' ' , Seit vier Wochen war Herr Ewald Feldmann verheirathet und zu ihrer eigenen großen Verwunderung lebte die alte Frau Feldmann mit ihrer Schwiegertochter in recht gutem Einvernebmen. Freilich, wenii überhaupt einem Mann, so mußte eö ihrem Sohne ja gelingen, aus, einem vexrohenettFräulein eine leidlich vernünftige .Frau zu machen, so gut wie er aus ein erFelieitas vonStrahl, einer, Fee eine Liey Keldmann gemacht. Fast gegen ihren Willen mußte , sie die junge Frau lieb haben, die mit ihrer schlanken Gestalt, , und ihrem,, goldig , schimmernden Haar durch das ,Haus huschte, recht eigentlich wie ein Sonnenstrahl und dazn so hell lachte und so l -,,' . j .i.Jf )!,.- f - . i l'lbelnd sang wie eine Lerche un Früh linä. Sie .war auch merkwürdm ae scheidt Zur ein Stadtfräulein und wußte zedes Ding beim rechten Ende .nzu fassen. . . Wußte sie aber einmal nicht an Men,M gKünh,,MDMhig, ,ein. "" ' Bisweilen. : wenn Liey ein besonders schmackhaftes Gericht. , das man l, ihrer Kochkunst 7 verdankte, auf 'den sTisch brachte, oder wenn sie, das lustig Zlimpernde Schlüsselbund am Gürtel, vor den großen Wä scheschränken so eifrig und fröhlich und verständig hantirte, schienen EwaldZUückliche Augen zu fragen: .Was fnat meine klllge Mutter nun zu

dieser Fee?" Frau ; Feldmann klopfte dann Hrem Sohn -auf-die Schulter und sagte: ist noch nicht aller Tage Abendl Sie wlrd ihre große Dummheit schon machen, verlaß Dich darauf!" Da erhielt Herr Ewald Feldmann eine Depesche, die ihn sür einige Tage in die füns Meilen entfernte Kreisstadt berief. Die erste Trennung," sagte Liey be trübt, während sie schnell die nöthigsten Sachen für die Nacht in eine Tasche packte, und wischte dabei ganz heimlich eine Thräne aus den Augen. Willst Du mitkommen, liebes Herz?" fragte Ewalds den Arm zärtlich um ihre Schulter legend. Da lachte 'sie schon wieder. Wa denkst Du hin, jetzt, wo es auf dem Felde wie im Garten alle Hände voll zu thun gibt. Im Gegentheil, ich muß Dich ja vertreten! Ich sage Dir, , Du sollst mit meiner Wirth' ichaftsführung zufrieden sei, wenn Du heimkehrst." Er küßte sie ein, zwei, dreimal, dann fuhr er davon.

Morgen kommt der Herr zurück, Mine," Zagte Frau Liey zu einer UvlU jungen Magd, mit der und . der Köchin sie allein auf dem Hofe war. Alle An dern waren auf das Feld hinausgeschickt, denn das Heu mußte herein, ehe noch das Wetter, was sich im Westen drohend zusammenzog, zum Ausbruch kam. Mine zog, ihrer Herrin zn Liebe, ein recht vergnügtes Gesicht und die junge Frau fuhr fort : Lauf' jetzt schnell zum Gärtner und sage ihm, daß er morgen in aller Frühe sämmtliche Vasen mit frischen Blumen Men soll. Und dann sage der 51'Lchin, daß wir heut noch Kuchen backen müssen. Sie soll alles vorbereiten." Während Mine mit ihren klappernden Holzpantoffeln davonlief, stieg Liey die Treppe hinauf, lauschte oben an. einer Thür, öffnete sie behutsam und schaute in das Zimmer dahinter. Dort im Bett lag Mama Feldmann und schlief. Gott sei Dank," dachte die junge Frau, da wird sie doch bis morgen ih Migräne ausgeschlafen haben, damit Ewald der Empfang nicht verdorben wird." . Leise trat sie an das Lager rückte die herabgefallene Decke, wieder zurecht, wehrte eine Fliege ab und that ein frisches Stück Eiö in die Limonade auf dem Nachttischchen. ' 4 ' Als sie das Zimmer geräuschlos wieder verlassen hatte, horte sie unten Mines mit Sckluchzen vermischte Stimme. Aus Furcht, die Leidend könne von dem Geräusch geweckt werden, eilte Liey die Treppe hinab.. Kaum wurde Mine ihrer aber ansichtig, als sie ihre Anstrengungen verdoppelte und mit wahrhast herzbrechendem Schluchzen rief: O Gott, gnä' Frau, 0 Gott, es ist zu schrecklich! Aber ich hab's gleich gc sagt oGott der Vogt, der ist allein Schuld daran " Liey hielt dem jungen Ding den Mund Zu und Zog es mit sich in dik Küche. Hier ließ sie es los und fragte: Nun sag' emmal ordentlich und ver ständlich, was Du eigentlich hast." , Gott, gna' Scan," stöhnte Mi'uc aber weiter, seh'n Sie's nnr selbst an V Damit lief sie ihr voran und Licy folgte. Seitwärts des Hühnerhofes blieben sie stehen. Die jung: Frau schlug die Hände zusammen und wurde ganz blaß. Um Gotteswilleig".. zvar alles was sie hervorbringen, konnte Der Vogt hat gestern Gift gelegt gegen die Ratten," meinte Mine schluck)' Zend, und da und da 0 Gott, es ist zu schrecklich!" Die junge Frau hörte nicht mehr auj das Mädchens Mit großen verstörten Augen blickte, sie vor sich nieder, wo ihre Gänse lagen, stumm und uubcweg-Uch-todt! Alle." sagte Licy, nachdem sie sie überzählte, alle zweiunddreißig. ; Nicht eine ist übrig geblieben! Sie waren meine Lieblinge! Wenn ich s'e nur ansab, dachte ich au schöne Herbsttage und " vergnügte Mittagscfsen, Borsdorfer Acpsel und Maronen, Weißsauer und Leberpastete, Spickgans und viele weiche, warme Daunenbetten!" Nun brach auch sie in Thränen aus. Ganz plötzlich aber nahm sie das Tuch wieder von den Augen, bückte sich, hob eine der Gänse an den Pfoten empor, strich prüfend, fast zärtlich über das dichte, weiche, schneeweiße Gesieder uiid sagte : Wenn schon aus der Lcbcrpastete und . den, , , Weißfaucr ! nichts werden kann, die Daunenbetten wollen wir wenigstens retten! Schnell, Mine greif zu, wir wollendZeMmett- Thiere dort in die Scheune tragen und sie rupfen, so lange sie noch warm 'sind: O Gott 0 Mine warum mußten sie eines so srühen Todes sterben!" ' ; Mine stand da auf jedem Arm drei der leblosen .Thiere und fragte zchluchZend: ' , ', -j Sollten Nr nicht erst die alte gnä Frau 'rufen?" ' - ' Weshalb sollten wir die arme Mama in ihrem Schlaf stören ?" entgegnete - , Licy.' " : Wir, würden '; nur hre Schmerzen verschlimmernd Todte lebendig machen kann sie so', wenig wie wir! Nein lauf lieber in's Torf und hole die Ann-Lise und ble Rosine ; sie Zollen N"ßE 1 , -: - Zehn Minuten, spZtcrsaß die , junge s?ran mit Mine, und zwer halbwüchsigen Bauerndirnen in der Scheune um einen großen Korb, scheemeDäns auf dem Schooß. ..liM,-.:::..,.:: , . . ' Mit - den Schwanzfedern imd HM, c,cln halten wir uns jetzt nicht, auf," sagte .Hrauz'L,icyZSW .zurccht.' Jetzt nur .; die ; Dannen un) die Vettfcdcrn. Man muß doch retteu, was zu:,;rejt lc mit einem schweren Seufzer: Was i s "in? j 1 c P0' S"W: ' '! c '"i . wird Ewald nur . zu der ungluckzeliÄffa;?; IjW VHiVy y. jUljUI . ? :, Der nächste Morgen war, , nachdem daS) Wetter in der Nacht ausgetobt MiMsosonnigLundM wie nur ein Morgen nach einer Gewit-

lernacht sein;, cn Auf derOcxaffda hinter pm Hause stand der gsffeetiZK zierlich, gedeckt ..unb mit mzem große:; Rosenstrauß geschmückt, die EingangS thür war ,vön einer frischen Guirlande umgeben, und über den Ho dem Th?x zit, schritt die junge Herrin in lichtblauem Worgenkleid das sonnige leichtgeZyckte Haar von einem gleichfarbigen Bände zusammengehalten. Sie sah , frisch und schön und blühend rnis, als hbe die Bhqutasie eiyes Künstlers, sie Wnz besonders für diesen,, Morgen geichsfcn. Das Lächeln froher Erwartung, das ihr liebliches Gesicht noch verschönte, verschwand aber plötzlich, als ihr Blick ans die Scheune siel und machte einem recht niedergeschlagenen Ausdrucke. Platz. Da ließ sich das Rollen eines Wagens vernehmen und schon huschte das gluck liche Lächeln ihr wieder um Mund und Augen. Ewald! Liebster!" flüsterte sie und da stand sie auch schon vor, dem Thor und lief, ihr, Taschentuch schwenkend, die Allee hinab, dem Wagen tnU

gegen. Jetzt hlflt er und gleich m rauf lag sie an- Ewalds Brust, der ihr Gesicht mit Küsien bedeckte. . Der Wagm fuhr langsam vorauf, die Beiden folgten glückselig hinter drein. Und ist in der Wirthschaft alles gut, gegangen?" fragte Ewald endlich. Selbstverständlich, wenn man einen solchen Vertreter hat, gelt? Aber was machst Du denn für ein Gesicht, Meine?" ... 5O, es ist nur, weil weil weil die Mama gestern Migraine gehabt hat!" Sie wurde sehr roth. lind weiter nichts?" fragte er und sah ihr forschend in das Gesicht. Da hing sie wieder an seinem Halse. Oh, sei mir nicht böse, sei mir nicht böse!" Und dann erzählte sie ihm die ganze traurige Geschichte von dem Rat' tengift und den Gänsen. Ich habe gethan, waS ich konnte. Ich habe gerettet, was noch zu retten war: die Federn", sügte sie endlich zu ihrer Ver. theidigung bei. . Dich, liebes Herz, trifft ja keine Schuld," Zagte Ewald, indem sein Gesicht sich verfinsterte, aber mit dem Vogt werde ich ein ernstes Wort sprechen. Solche Unvorsichtigkeit! Es ist kaum zu glauben l Zweiunddreißig Gänse." Da waren sie am Thor angelangt. Was ist denn das?" unterbrach sich Ewald. Dort standen die Knechte und Mägde, der Bögt mitten unter ihnen, unsachten, daß sie sich die Seiten hallen mnßtm, und drüben in der Haus thür stand Mama Feldmann und wischte sich die Lachthränen aus den Augen. Aus irgend einem Grunde hatte man da-5 aroße Scheunenthor geöffnet und nun spazierten im hellsten Sonnenschein eine nach der andern die gerupsten Gänse daraus hervor, versuchten mit den Flügeln zn schlaaen und brachen dann, wahrfcheinlich durch das ungewohnte Gefühl der. Nacktheit und ihr wunder liches AuIfehen beunruhigt, in em ohreuzerreiueltdeS Gnchnatte? ans. Die Todten stehen auf!" sagte Liey und zog Ewald mit sich sott näher zn dem Schauplatz. Was soll denn das bedeuten?" wandte dieier sich au den Vogt, der mit abgezogener Mütze herantrat. Das, hm," sagte der Mann, sich mühsam zum Ernst zwingend, das bedeut't, das; das Luderzeug wiedermal an die Brennerei gerathen ist, und sich da voll gesoffen hat, und daß die sung' gnä' Frau da 'glaubt hat, sie vär'n todt, wie sie so steif dag'legen haben, und und daß sie die Gäns da g'nlpft hat mit der Mine und der Änn-Lis'." Damit wandte er sich schnell wieder ab, um in das, Gelächter der Andern mit einzustimmen. 1 Da legte Frau. Feldmann , die Hand auf ihres Sohnes Schulter. Grüß Gott, mein Junge! Nun und was sagst Du zu der Geschickte? Ist das nicht die herrlichste Dummheit, die sie irgend nur begehen konnte, um . meiue Worte zu rechtfertigen ?" Ja. es war furchtbar dumm von mir", sagte Liey ehrlich. Aber woher sollte ich denn wissen, daß auch Gänse sich so sinnlos betrinken!" - Frau Feldmann aber nahm ben blrnden Kopf ihrer Schwiegertochter in beide Hände, drückte einen herzlichen Kuß auf ihren Mund und sagte: Laß gut sein, Licy, , wer ein Meister werden will, muß Lehrgeld zahlen." , Begünstigt die k r P e rfiche Erschöpfung die Entwicklung der mfektiösmKranZhciten? Man hat diese Frage - zwar vielfach bejaht und diese Bejahung auch durch die Beobachtungen des Verlaufs gewisser Epidemien sür unzweifelhaft richtig erachtet; ein wirklicher Beweis unterstutzt von direkten experimentellen Nntersnchnngen war aber bisher noch nicht geführt worden. Die Herren Eharrin und Roger haben diese Lücke ausgefüllt und durch ihre Experimente den fördernden Einfluß der Ermüdung auf die infektiösen Krankheilen klipp und klar bewiesen. Die Forscher ließen in einem Rade, wie man es an Käsigen von Eichhörnchen sieht, weiße Mäuse, die gegen Änstrcn gungen sehr widerstandsfähig sind, sieden Stunden täglich' lausen. Nach vier Tagen, als man die von den Thieren durchlaufene Strecke: auf 15 Km. schält MMmte, impften sie acht dieser ermüdeten Thlere mit MüzbrandWlrus. Sieben . der ermüdclen, Thiere stoben, während die vier audern alle am Leben blichen. , lAudere, Versuche mit verschie-' denen GiZtcn ' führten zu ähnlichen. ErgebnisskM., Hierdurch ist Erwiesen,? das; :ia!iHey,M, MncsHrliche,,MraiiHei ten erst , dura) die Ermüdung todbringcnd werden eine Thatsache, mit deren Tragweite in Zukunft besonders der militärische Sanitätsdienst- in . hervor1,11 jrj rt"s - k';,,:,!'i"?i:I!":" '' "Vr j.-c ".t: ";' ragenoer ac zu rechnen yaoen mio.

Zu gleichet Zeit wurden vier srischtii Thiere: die, i:m Vergleiche dienen sollten, daSMt entaeimvit. t NelultatZ

Die Pstcge der 'nenschlichea

. , " ,, Ij!!!::':':-.;',', Die Verl. Vharm. Ztg." bringt &xi5 STskfsfV! .n.-i (ntiA V"VU iVtvtUWifc UttV V'lt.t vUU.W Paschkis, das. die Kosmetik oder B schonerungslehre und ibre Principien aus winentschastliche Weise behandelt und darstellt. Die menschliche Haut ve steht auszwei Schichten. 'der Lcd erbaut (Corhea)" und der- darüber liegenden Oberhaut oder EpiSderuis.die ihrerseits Wieder in Zwei Schichten zerfällt. SW ist nnt Piamen!cnTülg und Schweißd rufen verschen, welche die Farbe, den Glanz und die Feuchtigkeit der Haut bedingen. In Bezug auz Farbe, Glanz, Glätte, Bedcckuna mit Haaren, die Ab schuppung der Epidermis,, die Sekretion der Drllsen, die Elastizität, und die , , V . .... ? (L lL'L. Jl:' ' ine ocr paur tonnen,, oic,,rericocnsien Anomalien vorkommen. Die Farbe der Hau: kann anormal geröthctvder tr r " f . l ' i. ....!' ,: man iem, oura) vermeyrie nno rcrmin derte Füllung der Blutgefäße, es kann ein Ncberschuß , oder, ein .Mangel an Pigmenten vorhanden sein. Bei Blutcirkülationöstörungcn ist ie thcrapcu' tische Behandlung eine innerliche; bei Anhäufung von Pigmenten an gewissen Stellen Leberflecken, Pigmcntmälern, wenn dieselben nicht zu groß sind) kön nen Zur Zerstörung Actzmittel angcwendet werdcii. Nach Kaposie tränkt mau Leinwandläppcheu mit einprozentiger Sublimatlösung und legt sie aus die Flecken vier Stunden laug auf. ES ntstchen an der Stelle Blasen,, die man an der Basis aufsticht und alödanu mit einem indifferenten Puder bestreut. (BorsiÄt.) Der Glanz der Haut hangt von ihre? Spannung ad, und durch die Spannung

wiro aucn ivre blatte vcolngl. ie das herannahende Alter bekundende Runzeln und Furchen, sind daher thera. peutisch kosmetisch nicht zu behandeln? sie können durch Schminke niolncnta verdeckt werden. :''S0' Die Talgdrüsen können entweder zn viel Fett absondern, dann entsteht der sogenannte Schmeerfluß Heilmittel: Waschunzen mit Alkohol rder Actl.er) oder Zu wenig; es entsteht Fettmangel oder die Talganöschcidung'ist geflöa. Dann entstehen die sogenannten Mit esse?. Die Entsernung der letzteren gefchicht bauptsächlich mechanisch mit einem Uhrschlüfsel oder durch Seife und Nei ben und sehr rauhem Tuck. , ' -MN Die Schweißsecrction ist iei,manckm Individuen sehr vennindert ( ), bei manchen sehr erhöht, der Schweiß jedes Menschen hat einen spccifiscken Gernch, der dann den Mitmenschen bct sonders unangenehm wird, tvenn , er stagnirt und mit abgestoßenen Epitbet zeUen zusammen verfault s Füße und Achselhöhlen). Abhilfe gegen die übel, riechenden Schweiße sind daher vor Allem hänsige Waschungen, dann vor- ' schieden? Autiseptiea enlhaltelche TS'

cer imo uiiguent , aiÄCiiy, iiiurao, Waschung?!! mit Salieylsaurespiritns. Ferner gehören in das Gebiet der kosmetischen Behandlung die Schwielen, die Hühnerauge::, die Warzen und die Frostbeulen. Die Schwiclcn lassen sich leicht ablösen, die Hühnerauge.: werden am bestem mit Suttstincii. dled!e.??n-. hani siufqütffsii Uüfytij i:!f flihiT Essigsäure, Salicylgnitaperchauln?, handelt die Warzen durch ähcnde Mittel, wie Kali ca:!iicum, Ebromsäure, Ernplastr. rnen nriale, dem etwas Ar senil beigemischt ist. Höllenstein ist nicht a:::uratdc::. T:c ronbeule

können eine prophlaltische Behandlung erfahren, iudtm mm schon" bei stinr::'.:. etwas niedriger Temperatur wännKJA Kleider an den empsindlichenEtsÜ'' anlegt, unt dadurch eine rasche, Temperawrdisserenz zu vermeiden, .rkftmnh' behandelt die Frostbeulen knrativ. Da ' cmpschleii sich tsnisircnde und adst ring ircnde Mittel, wie verdünnte Minerak' säuren und auch Citrvncnsäure und Gerbsäure. ' ' Die Hautmiücl, sowie die, kosmetischen Mittel überhaupt, lassen sich , in zwei große Gruppen scheid?.HerrHeL davon umfaßt die der Hygiene, Keinigung dienenden, und rin en Tb eil der eigentlich kurativen Mittel; die zweite umschließt die Mittel, $nx) welche man künstlich das nachbilden oder verdecken will, was durch die in der ersten Gruppe angegebenen Mistel nicht herbeigcsnhrt werden tonnte. 11 den hygienischen Mitteln gehören das Wasser.' die Seifen die Fette, $tttizM Alkohol, Mkalicn und .Säuren..

Strenge Moral Den ersten Gatten führte sie an. Dem nächsten ist sie treu geblieben. , Mcht jeden ersten besten Mann, ' Doch seinen Nächsten soll man liebe? Liebenswürdig. go und Malchen Wcichsetmann fabrn? über See. Sie sitzt in der ' Caju:e und schwebt in taufend Äcngsten, da oie See sehr hoch geht; er besinnet sia? auf ben Verdeck,, wo großer,, Tumulr herrscht. Als er sich cnNich in der Cante nuedcr sehen läßt, fragt sie chn Ktrregtcr' Stimme: Hugo, um Go!lc?wilieu, sag' mir, was geht oben vor--Hngo: Ueberstüssigcn Ballast wcrsen'S hinaus! Veh' auch binaufZ 'r 4' u m U m s ch r e i b u n g Ein Langsinger trifft , den Anocrn mit einem neucu Hut. Woher dast Tu denn den,schö ncn Hut? , fragrr HnMötAfoll ich ihn habend natürlich aus einem Hut zeschäft. Ne, was kostet er denn? Ss waren ;n ci-! Leute im Laden, der Lcrkänfer hatte , ieinc Zeit, eö mir zu sagen! ; " ,;:, &$Bi$xi . ?lns dem L a n d e. S i tls, sich', wie nett ?ncr alles , bei Dir rst. Sogar ein Schwein h'östDn ! Ja. Vetter, so kannst Tu es aucki leicht haben,! Heirat be iknr und da:i?i wirst Tu auch schon eine San Iclczi men!'' ' ' . , '!!,' 'i ,H'-' :ipi;: .i".:i'i', ' ,ii,h' '!'''' jl,'5,'':!'' il,''iii,l,!!:.ilii.' '',;''.'''' '( iikisMlpMt:cAm. nur um deö Geldeswillcn :!"hctra hriräihcltn . ' - 1 " :- . ' . '! 1 "Smi: 'ii,:1"1!!!''" m : ! ji'i jiii;

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