Indiana Tribüne, Volume 14, Number 10, Indianapolis, Marion County, 28 September 1890 — Page 1
G
.,jr '!f";är f! p; ,iKVn jllü t1:' P 'ir .,!?, l v !4N&i .t;. 't;it5;'ia - ! - , h&y I il.:"';,..-1 w 'M,' .,.WWKch -D?? C. v.. - :i i 1 f , k; 4 t Mz, ,. FÄ.' : , I? ; J ,'.. X.V.-, "i x ; Ä.-yriftö-,y i . fr..? 12" , F. wyl V m ?r ''"'f, ifij;;!' ':ls':l"iijl ifiif Jahrgang 14 Office : No. , 130 Ost 'MarhlM StrasZz. tto. 10. Zodlanspollo, Jodkava, Sonntag, den 20. September 1000.
,rn:V?,N-sV;i-5j; firtitti&tf''rt& ,t r","j,i,vv A'i . '!: MMZM t
rl ?
Hsf i
w""- . Br'.".-.
Mssl
'ch- 4 I Ki'
I ctMtf
( ( m mi vmw ..' i . I vj i 3 : h h X .
s i V: um- g x . .:;,,:" x i i v "m '. . , v r H
II V V ; .1 l:fV... o -V Ifp,
l' 1 A ii 1 VMv v J JJ ! if'i h-J W ti VI ' V i
t , ii ? J' v y . JCm r W V w w w w
MB i , l M1 m I . m mm mm
iMh ja vii i Mi ri i n
N'V VU
K. ?.r, "stskö ' ,. . Jmmmmim
' ; ' i , . r, I." ,. , : ' ' " ' . ' 1 - , - 1 . '' '" I"
vr
: 1 ! ni
ty m. ..; -. H. V i'ft- -'!,- $ I. ' m' '" 5 r iff . J .18 s ! I vsHi!, W iiCr i -i v r , .? W' i:..!l-: j ' t
f
r i
11 f ,s O I). P I I C!'li. I:;:
i
V 1 I
i
Deutsch. Frauen-HUfsverkin. '" " Keute MchmÜtag Kaffee - Klönzchm ta der Mkännerchor-HaUe ! Eintritt . . . L5 (ta I Pnson. Kinder 15 CmtS. wachste Öonntejj JnhVeö-Fefi
- it Socialen Turnvereins von Ind'pls a fcf QÜlannerchop--SbaUcf ouzert do Mueller' Orchkstrr, Sottsten: gr. Barmeier uvd Hnr . Kaodel. Ansprache von Henu 0. Lieber. Turne der Lttidm und Eeminarißen.. ach Schluß : ranjRranjch. kn b'nd S Uhr. Emttitt (I Person CentS. Salsou 189J-91. EeSeo großes Konzert! - vom X itherriwlr ? Im Ht Wsännnckor-Halle ! Sonniag, l?. Gkkober 90 Emttitt 5 Cents S Pnsoa. Zlach dem Aovzert: Tanz .ArSnzchk. Vcketfih tcl Stg! dra und Abdl bi Stifit habt. Charles Jchtvenzr'S Sommer-Allseuthalt ' s für Familleo,
sWU M?VAKMMMM MttMMMÄ MlMMMWF s V'' '.
51 .rr
iiuw
I - '-: :v;::;?,!i!i;I vl J a 1 ijf Skoad iue Stelle südlich dsu der U, "
Gärtelbuhn. Fische?, Jäz und all, Undern tönnen Erfrischung jed Art bei mir Idom mtn. L zahlreichem Vefuck ladet et ChArlea Sofewenser, ElgeuthLmer.
1, Wahre Freunde "2 5;
der 1: Wir wissen wohl dab wir eifiens von den Arbeitern leben muffen, vilche ihren Lebensunterhalt durch Arbeit ge wmne". Unsere Jntereffm sind daher dieselben. Wir wollen zum Bevnse nicht Worte verschwenden, die doch bedentunaloZ find Wie voll, viel. aie; Thatsachen ansührea, welche M sich selbst sprechen. Wir machen daher aus unsere &M$m&Me sufmerisam, welche wir jejt für ml Dollars vnkausen. DaZ Billige, vaö noch i isgewesln. CO Wasblngwa OtraLe, SSe Pmnsylvnit Str. Dvw et Untcttviöt ' iu und Wolke, sowie iu seanzöstfcher, deutscher und nzlischtr Sprache ertheM gegin !!zeL Hsr, - - Ca CftttCT Rs.lLSOft O;w otrase.
lew lork
, i i t
Oft
DrathnaHrWen.
Die New V ar ter S o 5 i a l l ft e n. New Pork. 27. Stpt. Die hiengm Sszialisten haben solgende TiSit für die nächste Stadtsadl ousgesttllk : JSe Mayor : August Delabee. Für Pründent ttt IBoatb vs Aldezmen : da. U. BoftmlS. ffür DiftkMSansalt: E.THimrse. Für ComptroUk? : Aug. Waldinger. n cr t m. i. . . l ff 1 - öTrt Für Richter der Svptttor Court: Wm. N. Reed und A. Foth. Für Richter der City Court : Rob. I. Victor und Vers. I Gretsch. Für Sheriff : Crntst Bohm. Für Corsnee : Dr. C Stieheling. Die National Er'cutivt der Paetei hat beschlossen. Jodn BuenS und August Bibel zu einer AgitatlonStour einzuladen. Billige Aluminium. Cl edel and. O , 27. Sept. Die CovleS Sleetric Smeltlng k Aluminium Compiny dieser Stadt machte heute die Ankündigung. ba sie den Preis von Aluminium in Legirungen von $2 50 aus $1 10 per Psund herabgesedt habe Vor fünf Jahren, al? die Firma zunst Muatnium in den Markt brachte, kostete da Metall 20 pit Psund und selbst zu diesem Preise war nur wenig zu erlangen. Zu $1 per Psund wird Aluminium ein ge sahelicher Konkurrent für Nickel und Zinn werden. Sollte ek aus SO ClS. per Pfund fallen, so würde eS auch Kapser zum Theil verdrängen. Oessentliche Hinrichtungen. LouiSville. Ky., 27 Cedt. Die Konst euante welgirte sich beute, oje Re folmion anzunehmen, welche anordnet, daß Hinrichtungen nur innerhalb der Mauern des Zuchthauses st:tlfinden vürfen. Wahrscheinlich eine Ente. San Francisco. Cal..27 Sept A. K Conto, der mexikanische General' Konkuk. erklärte beute, er schenke dem Be richte Über das angebttche Attentat aus! den Präsidenten Dia) keinen Glauben Er habe bis setzt weder al Konsul, noch all Geschäftsmann eine Bestätigung des Berichtes erhalten. Herr Conty erklärte kerner, er habe heute einen Privatbrief vom Präsidenten Diaz erhallen, w?lcher vom 17. d. M dati't sei und in welchem der Präfivent nicht ein Wort über daS Altentat verlauten lieb. waS er sicher ge than haben würde, wenn es wirklich er folgt wäre. DaS deutsche Arb eiter P tv sicherungSgesetz. Berlin, 27. Sept. Ufangeeiche Vorbereitungen werden hier getroffen für daS im Januar k. I in Aussicht ge nommenr Jnkrasltreten des Arbeiterver stcherungSgesd?S. Die grrßk Anzahl von Beamten, welche die AuSiührung diS neuen Geside? zu le ten habe, haben ihli Bureaur bereits gemiethet. Jnzwi schen ist eine von der konservativen Rech ten, den Vertretern der natkonalliberalen Sebeltgeder und den Freisinnigen und den Radikalen untirstÜhte Bewegung im Ganze. daS Jnkras.treten de Geseße oorläufiz zu verschieben und zuvor noch eine gründliche Revision deS ganzen CnturseS vorzunehmen, welcher, wie be hauptet wird, nur insolge deS-damals noch allmächtizen EinstuffeS deS JSeften LlSaarck angenommen wurde, während die meisten Vertreter dir industriellen Kreise sich über die etwaigen Wohlthaten dZeseS QtUW durchaus och nicht klar sind. Die Judenfrage in Rußland. St. Petersburg, 27. S,pt. Sine osmilston, bestehend aus Mitgliedern ?er Regierung und den Gouvervören der von Juden bkwohnten Provivzen, ist er annt worden, um die Judensrage in Rußland zu erwäge. 400 Soldaten ertrunken. Vien, 27. Sept. Bei den Manö vern der rujfichea Armee det Kowno stürzte eine Brücke ein, über welche gerade ein Regiment marschttte und 400 Solda tea ertranken. OSisss'Osmtvr. Alle Dampser'Linien sowie alle europäischen Eisenbahnen haben ihre biesiae yaupt Aaentur in tJIj. M'&aei'l LrundiigkrthumS Agentur. WechselSank und VollmschtS.Bureau. Stadlirt 1863. i , - Heuts laSmittaq Das fe'krSuzcden des grauen' QIUQ QereinS iu der MannerQor Halle. " ' , Salem Aleikum Aurora Hosbräu z ,ü beziedm durch August Erbrich. Tele pheslOZZ.
Kault eure Hüte und Untekkleider bei John Rosenderg. 19S Oft WaZdlng ton Straße. V3 I der atslklaen Nummer dir .Tribüne- schlich sich in dem Artikel .Die amerikanische Küche- ein unangenehmer Fehler ein. Der Schlußsatz würde aus derCorrektur beigefügt und sollte Heiden : .Ader e? ist doch immerhin zu dedenker, dak die Deutschen avch nicht jeden Biffen m!l Wein oder Vier hiruntkrvÜlen.
Der Seder aber machte au .bedenken I ddaueen". I DaS SSoi Btano ist anerkannt elneS der besten rodakt rodErner Klavier Baukunst nvd steht unrricht da in Ton, Mechanik, künstlerisüer OuSstattnna und D'U,rbaftigkett. Dasselbe iv nur ZU baben bei Irnil WnlfeSner. ÄSttSTN yennsvlvaniastr. yeeh im Spiel und in der Liede. Unlängst stieq im .Hotel des Ana la:S- zu Monaco ein Engländer ab, der sogleich der fernem Erntreszen sich erkundigte, ob eine Dame, die er beschrieb, und deren Namen er nannte, nicht gleichfalls im Hotel Wohnung genom men hätte. DieS wurde verneint, xoo rauf der Engländer sich sein Zimmer anweisen'ließ. Am Montag begann er zu spielen und erregte durch die Höhe seiner Einsätze Sensation, da er häufig biS zu 100.000 Francs pointirte. Er soll denn auch einige Male daran gewesen sein, die Bank zu sprengen. Nach weisbar ist es jedenfalls, dah er an einem Vormittag 1j Millionen Francs ge mannen hatte. Von da ab verlietz ihn je)och sein Glück. Er verlor Zug für Zug, ohne sich jedoch dadurch in der Waghalsigleit seiner Einsätze beirren zu lassen. Am Sonnabend erschien der Engländer nicht mehr an der Spielbank; sein Schicksal hatte sich inzwischen erfüllt. In der Frühe des genannten Tages hatten in einer Vertiefung einige Eisenbahnarbeiter die Leiche eines Mannes entdeckt, dessen Tod nach dem Befund durch Selbstmord herbeigeführt sein mu&ie,' Die -Vertiefung lag - am Fuße eines 45 Meter hohen FelsenS, von dem der .Mann herabgesprungen war. Ter Tod mußte augenblicklich eingetreten fein. - Man fand bei dem Todten ein Por temonnaie mit SO Francs Inhalt und eine Uhr, welche. aus L Uhr IS Min. zeigte. Außerdem fand sich bei ihm em kleiner Revolver vor und eine Nummer des .Standard". Der gräßlich ver stümmelte Todte war der Engländer. Jetzt kommt das Räthselhafte des Dra. mas an jenem Hügel. In der elften Abendstunde hatten mehrere june Leute, die zum Angeln nach Turbla hinausgefahren waren, am Strande eine elegant gekleidete, unge Dame bemerkt, deren Benehmen ihnen so auffällig er schien, daß sie dieselbe im Auge behielten. Plötzlich sahen sie, wie die Dame mit weitem Ansatz in das Meer sprang. Die jungen Leute stürzten sich sofort ihr nzch'und es gelang ihnen, die Unglück liche zu retten.7' Nachdem man sie nach Turbia gebracht und sie sich ein wenig erholt hatte, fragte man sie über die Beweggründe ihres verzweifelten Schrittes.- Nachdem sie anfangs jede Auskunft darüber verweigerte, erklärte die Dame, daß das Unglück, welches sie im Spiel und in der Liebe gehabt, zu dem Entschlüsse getrieben hätte, ihrem Leben ein Ende zu machen. Aus ihren weiteren Geständnissen ging dann hervor, daß! sie jene Dame war, nach wel chet der Engländer gleich bei seinem Eintreffen in Monte Carlo sich erkun digt hatte.- Unter den mannigfachen Vermuthungen, durch welche man in Monte Carlo für dieses geheimnißvolle Vork?mmniß naä) einer Erklärung sucht, erscheint diejenige die richtigste, nach der es zwischen diesem Paare zu einem Bruch gekommen wäre und beide sich, um den seelischen Schmerz zu übertäuben, dem Dämon deS Spiels hinge geben hätten bis zu ihrem vollständige? Mi. Setne ernzrge Freuve. Der Kaufmann Edler 'hat sein blühendes Destillation Sgeschast aufgegeben und sich auf seine alten Tage zur Ruhe gesetzt. Von seinem zahlreichen Personal hat er nur Wenige noch bei sich be halten, darunter auch seinen zwar etwas derben und groben, aber biederen und arundehrlichen Hausknecht Johann, der ihm viele Jahre treu gedient hatte. Um so mehr mußte eS ihn überraschen, älS schon nach Ablauf deS ersten QuartälK Johann mit trauriger Miene um seine Entlassung bat. Ganz erstaunt sragt er daher seinen Diener: Aber Johann, was fällt Ench denn ein, mich verlassen zu wollen? Euch geht doch hier wirklich gar nichts ab?!" - ; : .Oh Hoch, Herr, mir fehlt jetzt nejn i liebster Zeitvertreib, mnne einzige Freud' ! - v- V- : .So! Und dje M' Euch jetzt fehlen? ' .; :,;:' ,, ' , .Ja, ja, Herr! Schou'n S', jetzt giebt's hei uns halt Niemanden mehr pz fiausn'e.f'n ,
Der Stempel der Universität Sern. . Die Behörde der Universität Bern veröffentlichte jüngst in den Tagesblät ; lern die Mittheilung, em gewiffer L. v. Gantin auS Bern habe den UniversitätS stempel gestohlen und seither mit Hilfe desselben gewerbsmäßig gefälschte Doe tordiplome der philosophtschen Fakultät ! angefertigt, v. Gantinz, der sich zuletzt m Wle aufgeyaltea, jet wegen VetruaeS slüchN'g geworden, und sein jetziger Aufenthalt unbekannt. Die Regierung warne Jedermann vor solchen Diplornen. da man Berner Victor pkiloso phko nur werden könne, indem man iu Bern selbst ein schriftliches und münd licheZ Examen vor der Fakultät ablege. Der hübsche, fast fünfp Jahre alte Stempel wurde im Frühjahre 1882 entwendet. Er war schon fort, als die Hochschule ihren SOjährigen Bestand mit einem glänzenden Feste .feierte. Eine Nachmittags hatte dre yedellin in Bern bekleidet seit Jahren eine Frau daS Amt eineS Pedells noch Matri. keln damit gesiegelt. . . Der Stempel wurde ohne werteren Verschluß im Do zentenzimmer, wo die Professoren und Privatdocenten vor und nach d?n Vor lesuugen sich versammeln, ausbewahrt. Am Tage, nachdem die Pedellin daS Siegel das letzte Mal gebraucht batte, war Fensterwäsche. Wahrscheinlich, benutzte v. Ganting die günstige Zeit des Waschens und Aufräumens der Hoch schulzimmer, um unbemerkt in den Besitz des Stempels zu gelangen. ZweifelloS fand die Entwendung schon damalS zum Zwecke der spateren Ansertigung von Doctordiplonen statt. , v. Ganting, ein, geschniegeltes und immer fein gekleidetes Herrchen, war Privatdozent für Musik. ES herrschte keine geringe Aufregung, als der prachtige Stempel' nicht mehr zum Vorschein kam. Man vermuthete. Jemand von der Hochschule müsse im Besitze deS werthvollen Stempels sein. Jahre vergingen und man dachte nicht weiter an die Sache. Da wandte sich eines schönen Tages ein .Rabbiner schriftlich an die Hochschule. Durch die geschäftliche Vermittlung deö Doktor v. Ganting (als er den Hochschulstempel einmal besaß, gab sich Ganting zuerst selbst die Würde eine) Doktors der Philosophie) hatte der Rabbiner sich den Philosoph!schen Doktor der Berner Hochschule erworden gegen die Bezahlung von 600 Franks. Zu theuer war also die Geschichte nicht; gleichwohl stiegen dem Rabbiner Zweifel auf, ob wohl Herr Dr. v. Ganting wirklich ermächtiat sei, Doktordiplome der Berner Hochschule auszustellen. Der Rabbiner schrieb also nach Bern und damit war der Dieb deS Stempels entdeckt, v. Ganting hatte in einer Reihe von Zeitungen die Vermittlung der Doktordiplome ausgeschrieben. Wie Viele aus den Leim gingen, ist nicht bekannt. Von den Geprellten wird sich wohl der kleinste Theil melden. Von Oesterreich wie von der Schweiz aus wird Gantina gegenwärtig strafrechtlich wegen Betruges, Fälschung und DiebstahlS verfolgt. Vor etwa drei Jahren hielt sich unter falschem Namen o. Ganting in Wien aus und lenkte da die Aufmerksamkeit der Polizei davurch auf sich, daß er hei einem Graveur. wie es damals hieß. . ein Berner Urussiegel, bestellte. Ueber die afrikanische Qüche schreibt Gerhard NohlfS: Ein bekanntes Essen in den Städten Marokkos und Nordafrikas ist die Ssintfch. Sie ist nur den Wohlhabenden zugänglich, obgleich zu ihrer Bereitung nur eine Kasserole siedenden Oels und eine Schüssel dünnflüssigen Mehlbreies gehört. Man nimmt einen Löffel voll Mehlbrei und gießt ihn schnell ins Oel. ES formen sich darauf recht große Klümpchen, welche heiß mit Honig gegessen werden. ES ist das eine vorzügliche Speise, die man sich aber nur in den Städten verschaffen kann. Chleo ist ein äußerst beliebtes Essen, kein Wüstenreisender kann es entbehren. Hammel-Fleisch oder Ziegen-Fleisch wird in kleine, fingergroße Streifen geschnüten und dann so lange in Butter gebacken, bis alle Feuchtigkeit auS ihm herausgetrieben ist. Auf diese Wejse erhält man ein köstliches Fleisch, wel ches sich monatelang sehr gut hält. Eine andere Art. Fleisch zu konserviren, be steht darin, daß man recht dünne Streifen an der Sonne trocknet. Bei der außerordentlichen Trockenheit, die in der Sahara herrscht, werden die Fteischstrei. sen innerhalb 24 Stunden vollkommen gedörrt. Ganz roh habe ich nur in Abyssinien Fleisch genießen sehen, und zwar Ochsenfleisch. Man nennt dieses rohe Fleisch Brondo. Wahrend meiner letzten, 1831 unter, nonzmenen Expedition konnte ich täglich beobachten wie meine abyssinischen Diener, wenn Abends der gelieferte , ychse geschlachtet war. sich große Strähne Flerjch aus demselben herausschnitten und sie roh mit , einem wahren ergnügen verzehrten. Es ist dies die Ursache, daß alle Abyssinier mit dem Bandwurm behaftet sind. . Merkwürdigerweise wftd dle Borsiebe der ' Abyssinier ftzr rohes Fleisch von allen dort ' labende, n Eug-Wrn.L?theM
Engländern, die sä aucy rn Europa oas Privileg dos Genusses von rohem Fleisch in Anspruch nekmen. sondern auck von
den Teutschen, die ich in Adyssinien keni nen lernte. Sie waren alle Brondoj esser und somit, auch gezwungen, ihre , vorschriftsmäßige Bandwurmkur durchzumachen. In der Wüste ist man häusig gezwungen, Kameelsieisch zu genießen. Ein sonst gesundes Thier wird in Folge des Tragens schwerer und schlecht gepackter Frachten unfähig, weiter zu marschiren. Man muß es lösten und es wird gegesfen. . Auch in den Oasen wird täglich Kameelsieisch auf den Markt gebracht. Schlangen werden an nicht wenigen Orten mit Vorliebe verzehrt; sie schmekken ganz wie Aale. Frankoline und Rebhühner, sowie Taaben und Papa geieu geben ejn sehr vorzügliches Gericht ab. Als ich Foruba durchreiste, sah ich auf den Märkten von Jbadan und an. deren Slädten Ncgerweiber sitzen, die vor sich ein sauberes Brettchen hatten, aus dem, hübsch ausgebreitet, Raupen lagen. Dieselben wurden von den Städtern eifrig , gekauft. ES war die langhaarige Pärenraupe. Ich sah auch die Zubereitung. Die Raupen wurden auf ein Kohlenfeuer gelegt, die Haare abgesengt und -dann ohne Weiteres gegessen. Einige, und das waren wohl die Reicheren, Pflegten die Raupen in Sheabutter .(eine Art Baumfett) zu tauchen und erst dann zu verspeisen. eure srtnneruns an Eedan. Von den großen Männern, die Zeugen der Uebergabe SedanS gewesen waren, sind heute nur noch sehr Wenig, am Leben: BiSmarck. Molt?- SU,,. " , .WM.Mk tbal. Blume : der franegNsks,, m,.r r r - - - s - wij l v ReAe, der das Unterwerfungsschreiben ClmtlA . X : cry'tr jiuyvnviw uu vnig zuznyerm überbrachte, lebt unseres M,ss-ns noch. Der orone Qeltaescb!cktlick- Wh war übrigens so erzählt man ttif(t Wml hnn ml V.TYi k 1 . j" Mus. wu cwiiiu wivmgcii QiöljCyni fall, der die Umgebung deS Königs in eine heitere Stimmung versetzte. , Von Vendresse.1. wo ..daS. deutsche yaupquarrler iag, war ver Ärregsmmister v. Roon etwas später aufgebrochen, ,. itaM nMi h!A c r um vtrn iiViiiyc tuicüst nayr jU CIL Es hatte sich ihm, um gegebenen Falls oem Bundeskanzler v. Bismarck zur Hand zu geben, der Geheime LegationSrath Dr. Abeken angeschlossen, der seinem .Begleiter peinliche Verlegenheiten bereitete. Roon, ein tüchtiger Reiter, bedeutete dem Geheimen Rath, sie mußten sich, um nichts versäumen, wacker tummeln und den Pferden die Sporen geben. Das war für Abeken verhäng, nißvoll, denn Reiten hatte er nicht gelernt. Er bekam also einen ruhigen Schimmel, der solange der Weg eben war, neben dem Roon'schen Braunen rucyng rraore unv ven Weisungen des Ministers Gehorsam leistete. tflYiit die eine Viertelsrunde vor Sedan, gingS stark in die Höhe, und plötzlich, als der Blick auf Sedan nnd Bazeilles frei wurde, gingS Abwärts, Da konnten depKönig und seine Umgebung, die aus Roon schon gewartet hattm, die beiden Reiter, sehen, und sie gewahrten, mit welcher Angst Abeken auf seinem Schimmel saß, in peinlicher Sorge, abgeworfen zu werden. Aber lieber Abeken, rief Roon dem Geheimen Rath zu. verlieren Sie doch nicht die Courage, der Schimmel ist ja lamm, fromm!" Nein. Excellenz," erwiderte Abeken, er schlägt binten aus, er wirft mich ab!" Ja, was Sie aber auch machen! Sie haben ja den Zügel -erloren und halten sich an der Mähne ,'est, das geht, natürlich nicht. Roon reitet heran,. beruhigt das Pferd, gibt dem Geheimen Rath die Zügel in die Hand und, commandirt: Nun vorvärts, mir immer nach, wir sind gleich am Ziel!" Allein Abeken ruft ängstlich: Excellenz, jetzt falle ich, helfen Sie mir. ich wM lieber absteigen.- Aber Herr Geheimer Rath, sie haben ja schon wieder die Zügel fallen lassen, und freilich, wenn Sie vollends mit beiden Arm ich um den Hals des Pferdes schlingen, o hat jä' daS Thier keine Luft! Urch em KrieaS minister blieb mrfits tn;4 . " . 4 VVV141 jr . M, . r . uong, ai Qvzuuelgen, Abeken beim Ab. steigen behilflich zu sein, und, beide Pferde führend, zn Fuß dem Gefolge deS Königs sich z nähern. Beide kamen an, als General Reille it seinem Schreiben etwa hundert Schritte entfernt war. Der Kronprinz, rasch übersehend, waS vorgekommen fern mochte, ging, als Reille sich wieder tftrnt hate, an Abeken heran, gab ihm die Hand und beruhigte ihn unter herzlrhem Lachen. Zn AbekenS Freude war nach Vendresse zurück Fahrgelegenheit, Der Geheime Rath hatte spate? fein Sedan-Abenteuer oft und gern erzählt, sowunderlich war yS ihm selber ve. wmmen,' Am ö rankendet t. Ffarrer: .Habt nur Geduld, Alte, eS wird Alles recht werden." Alte: Sie haben gut reden, Hochwürden! Aber i' möcht' nn? vissrn, was i' verschuld't hab' : ? mancks Leut? sterb'n so leicht nd ni' bringt'S nnhljPWzMWMMK ,.!,,,, K,' ':":'-'. . si , ' 'i:... , .... ?r,,'!?k ?! k S ',,!
W
' 1
Dl. vielen V,rfänf l Hter Woche daben ausere ,Qars gaiur- dnrcdauS nicdt erfcvöpft. Diese Wocbe Montag, Dienstag und Mittwoch, t' we,d,n Banne?tc?g, sein. Vle werden während dieser Zac tiwaS von Interesse lu itbtm Devartement sieden.
Funfzkg Tutzmd Hüte Ksyyw Mädchen und Knaben, krid 38c und 25c, airdt in litten ttii Tage üt , abgegeben.
ZwechuobeVt Jersey-Mozüge it naben. Her 3 ii 8, wnlh 57. kS ud kö. attin In dlelm d,t tajta st' . B.Ä verkauft. Sie sind miltelschVer und pss.'n gerade fär dle nächsten zwei Nonate.
. ! Hel?Vft-HMsö!uöM. SroNuIsahl. alle Neuheltea zu ZZe, Ll)e. 75:. i und $i L0
: ,S3;"!l-i!,;!f;5
GeVöst.WntekrLleiöeL
in ollen Graden von weißem und farbigem Merino, bis zum weichsten Wollenstsg zu 52 60 das Stück. Wir fordern zu jedem Vergl'iSe in Bezug aus Qualität n Preis heraus. Mode l-Preise sind ftitö die niedrigsten.
n
Das größte leider , Hut. und Schuh . (IesHSst in Jndlana.
s M
m
&
Hat
daß dir Ihnen für Ihr Geld milt geben. a!S jede 3 andere HauS m der Etadt, um ur.str Geschäst noch mehr bekannt zu machen, werden dir am W$m$o
75 Dutz?vd steige Herbftküte. welche zu vürem, für dle Klem'gZ.it voz nur verkaufen. Bedenke, dieS ist einer unserer Qentsg.
53ao!
nbury . Hat Comp.
m
Hvt nnb AllSstattllngs.GkschSft. Mo 23 Q.st cSashk-aton Otrave.
Ssorkzs TörrmJNQ. . 1 ÜlXw. , . M. I l mW k Ul ' T fcl vyr T eBd v vs?; Ro. VSb Velslosn Streik. X Ce. 1X0, 121, m, it,it8 OS Year!?r. ÄnroröQier -Hallo, fo:174 O DU lifiratmotttstta O in, 8!qalrt aa Clgmt Jlplxona IotIt, ttljtntjuaa.
7k
V
sift"")fr o T3rhtifärtt
L
v c.
Fröeits-Sosen. Hurderte davon, gvt gemacht.' modern A!f&r.itten, werden während dieser drei Lage für . mit oer Paar vttkaust. Sie müssen in andeen Häusern sür dieselbe Qualität 11.50 shlen. m o n maam, jeder.anderen Zeit $2, $2.50 und 13 kostm berühmtm Spezialvörkäufe und nur jü '? Zu ,,r,ch,; u Zltx , cUtiCtn last, tisi UtiU zuech ii Hi 3rnCUifUtt ttt fittrntcnl,Cta3Iacta obtB ittcsl. CW er Stot Saraca; HUZ, U h laß, ta- chi tctcrlall ttt tUiU A scYttafta; d kstt t tSt StNUZeU. gro tUtn (to4 ntt M Ut tetit. In biftv nah inHnaetuliB, roU bi( rn al fil8titc e4&ftllBffr rn (im UtU in ntt, Qaaritl, C&eil H tm $tttt. . , 0.C DfilIll, tt , 1 1 nmttn ctxtu. Dr. I. (Zmelisso schSMgt st schMtUch W,?ktN4 ZZß a vM mx Vsch!t. u, UrtndenrZetU. ,, ,.::-:r . Ossi: Nsl 5 OS Nerket OtraZ. ' Osft.etanda : 9 tli 10 Cf au 3 ttl r, Cavataaf ialgtnmatta. i Xtln nUU I: . ir. m I. nj2.vrxa, ' - ' xr kki, tt KrZH!pt4 ta sgg ''s;'1 Ü Qal ö ti $t j UnOi ö M b litzi It::"! ' ?!i ; 67 ord DelZwa Ct tflijljoa 1S19 . CfHwfitafc: 9 rji Citat, tu ssi:l,lli:si;f.;:-:.;"
;''
0"' ÄHiiijf-i' Pul -"'ijiii'ss'iill!'1' ii-S'jiüf i ,;; ;(' äcSi m;"f. SiH lüp1 istiiiiSÄ - zWMi !SM-M ,!, ',,. '': , m ;?!; W " SS1 ..sif i.v-!-' vnMw'. , X T.ssltZZr z
