Indiana Tribüne, Volume 13, Number 358, Indianapolis, Marion County, 14 September 1890 — Page 2
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Mn ProcebV " tuf den sich die Advocaten freuen, wlrd, nach Mittheilungen eines odeffaer Blatte, demnächst bei dein cherssoner S3e zirksgericht zur Verhandlung gelangen. EZ hündclt sich um das Millionen-Ber-mögen deS unlängst verstorbenen Uxö fus Falz-Fcin, weiches der Vrudcr deS Verstordenm der Wittwe streitig mächt. Ti? letztere, eine geborene Kauf, war mit pei leiblichen Brüdern, Eduard und Guftav"Falz-Fein, nach einander ve?hcirathet wobei sie aus erster Ehe Kinder hatte, während Gustav FalzFein, da er krank war und an einem HerZübel litt, kinderlos starb. Gustav FalzFein war der Besitzer eines Fa milienguteZ in Taimen, welches,.. ungefähr 60.000 Dssjatinen umfaßt und aus welchem kolossale Fchaiheerden weidcicn, ungeheure Gctreidevorrathe iu: f. Ktv. lagerten. EZ ertöte sich indessen, daß nach dem Tode dieses KrSsuS blos von seiner Frau aus seinen Nammausgestellte Wechsel übrig geblieben sind; aber auch diese müssen gemäß "einem nicht notariellen Testament an die Wittwe als Eigenthum' übergehen.' Was ist nun in der That mit dem kolossalen Familiengut geschehen ? Es erweist sich, daß Gustav Falz-Fein in den letzten Tagen vor seinem Tod feiner ; jjrair alle seine Fämilienguter Und zwa zu einem solchen .Preise verkaust, hat. '.da daS Land billiger als eine gebacken Rübe" abgegeben wurde. Da der Verstorbene indessen fürchtete, daß er im Falle seiner Wiedergenefung ohne Mittel bleiben könnte, so nahm er von seiner -Gemahlin auf alle Fälle" Wechsel. Der dritte Bruder Gustavs, Alexander Falz-Fein, welcher glaubte, mit den Kindern Eduards, des ersten Mannes der, Wittwe, gemeinsam die Halste des ganzen ungeheuren Ver mögens beanspruchen zu können, ging leer ans. Da indessen die vom Ver storbenen ans, dem Todtenbette verkauften Güter zu' den Familiengütern gehören, so klagte, Alexander Falz-Fein beim ckzerssoner Bezirksgericht wegen Auskanss der Fanlllienzüter, wobei er 1,500,000 Rubel a!s Loskausssumme niederlegte. Dfc Wittwe stellte sofort das Testament" 'zur Bestätigung vor. Das ihr vom 2?$ara hinterlassene fce wegZiche V:rnlogen belauft sich aus drei Millionen Jubel. Das Bezirksgericht dürfte aber das Testament schwerlich anerkennen, da gar keine Beweise vor? liegen, daS das Testament wirtlich von der Hand des Erblassers geschrieben ... . . . . - . IN.
mtrzrxzrr 2ic ?lÄchnung beim ' Wiener Süttgcr-Bundeöfest. Nachdem die Festtage mit ihrer Begnfterng, ihre Genüssen und Drangsalen verrauscht find, drängt sich' 'die Frage nach dem ? sinanciellen Erträgniß c:ü' der gelungenen 'Veranstaltungen auf. Jeder möchte doch gern wissen, oö ein Deficit cder ein Ueberschuß heransgeko:nmen ist und wie hoch sich das eine oder der andere stellt. Genaue Rechnung kann heute selbstverständlich noch nicht gelegt werden, aber-in runden Ziffern lät sich das sinauciclle Ergebirisj des Festes schon fixiren. Aus den Festbeiträgen der Sänger 35,000 bis 50,000 fl. dem Eintrittsgeldö jftr die Gesammtaussührungen, Kommerse ulld für den Festplatz, fern dem Betrage, den die Drcher'sche Brauerei aus dem Vorverkauf abzuführen hatte 8000 fl. ergab sich eine Gesammteinnähme von etwa über 100,000 sl. Für den Garantiefonds sind scrner gezeichnet 71,000 Gulden, wovon ein sehr ncnncnsmcrther Betrag dem Fcstausschliffe als nicht rückzahlbar zur Vcrsngung gestellt wurde. Von den ?lusgat?en, die, wie jetzt schon feststeht, durchwegs zu niedrig präliminirt waren, sind vor Allem die Baukosten fürdie SängerHalle 75,000 sl. zu nennen. Die .Herstellung des' Fcstplatzes, zumal die ; Befchotternng vor der Halle, haben eine Mehrausgabe von 5000 fl. erfordert, und auch anderwärts wuchsen die Kosten wesentlich über das Präliunnare, doch wurde dies Plus ausgeglichen durch die , hohen Einnahmen aus dem Entree, trotz der Bemessung desselben auf nur 20 kr. An den besten Tagen des Festes ergaben diese 20 Kreuzer-Einnahmen bis zr 000 fL I Alles in Allem wird das Sängerfest . einen Uebersch".iß vonO.OOOfl. ergeben, wobei allerdings noch nicht abzusehen ; , ist, welche Spenden noch aus dem Theile des Garantiefonds, über den die Zeichn i . ner endgiltig noch nicht verfügt haben, ; rcsultirctt. Mai, hofft, ans diesem Nest ! noch eine Schenkung von zehn- bis 7 zwanzigtausend Gnlden eingeben zu sehen, und in dieser Voraussicht wird schon ein Projeet vcntilirt. das thatsächlich der Beachtung werth ist Man " redet. von der Errichtung einer SängerD halle, eines Sängcrhcims in Wien, und s wenn auch die Angelegenheit noch sehr , der Klärimg bedarf, schon jetzt darf sie wohl die Sumpathien der Wiener, als welche die Zeichner des Garantiefonds a gewiß anzusehen sind, rechnen. Dat Meld bleibt in Wien, das wird schor. mitwirken! Wir stellen hiermit dat Projeet zur allgemeinen Discussion in s, ,,der HofsnUng,daß aus dem so großartig verlaufenen Fest für Wien ein dauern- , des Andenken erwachsen möge. II:, (N. Wiener Tagbl.) ' . , "' : Ze:r g emaße A nno n c e. ZifIunge vermögende Damen ! finden zur Erlernung des Haushaltes un.d zu ihrer weiteren Ausbildung : freundliche Auf nahme in guter Familie. Prima Referenzen, beste Chancen, vier helrathsfabige Sonne im Haule." ? Kater - Frühstück. Stud. jur.: Was höre ich, Paul? Hering und Selters schon in aller Frühe bestellst Du? Nein, so piel Rechte räume ich meinem Kater nie ein! Stud. theol.: Aber ich! Denn der Gerechte erbarmt sich seines Viehes!
Vor 20 Jahren. in RSQlick auk die Schlacht deiWörth. jL Zlusuft 1873,
Zwei Jahrzehnte sind vergangen, seit das mit gespannter Aufmerksamkeit aus die ersten Knegsnachrichten vom deutsch französifchen 5tampfplatze lau schende Deutschland durch den tausendjachen Widerhall erhoben ward, welchen der Kanonendonner des ersten Gefechts bei Wcißenburg in allen deutschen Gauen fand. Nur zwei Tage verstrichen, und zwei abermalige, noch wichtigere Siegesbotschaften durchflogen dle deutschen Lande: die Schlachten' bei Wörth und Spichern waren geschlagen und von den deutschen Heeren ruhmvoll gewonnen worden., : r"'i ' Zwanzig j Jahre , sind j seitdem verflossen, ' und , doch ist da Andenken an jene folgenschweren Tage noch so frisch in der Seele jedes Zeitgenossen, das; eine Auffrischung von Einzelheiten , und die Wiedergabe von Erlebnissen jener Epoche keine schwierige Sache ist. Wir fühlen uus . hierzu um so mehr aufgefordert, als es der jüngeren Welt wohl nicht unwillkommen sein kann, Näheres über die Augusttage von 1670 und ganz besonders über die erste große Schlacht an der deutsch - französischen Grenze zu vernehmen. . ' . Was ist doch die Pfalz für cm prächtiges Stück Erde! Landschaftlich bevorzugt, wie selten ein anderer Erdstrich, bieget sie auch reiche und bedeutungsvolle geschichtliche Erinneruugen dar, tritt uns doch an vielen Stellen die Vergangenheit von mehrere Jahrhunderten entgegen ! Unter allen jenen 100 und mehr Dvrsern, welche das Auge von manchem hochgelegenen Punkt zu gleicher Zeit übersieht, befindet sich kaum eins, das nicht von dem Kriegsgetümmel früherer Jahrhunderte be-, rührt worden wäre. Gerade hier war seit langer Zeit das pririlegirte Schlachtfeld it Deutschen und Welschen, und erst unseren Tagen sollte es vorbehalten sein, es weiter und immer weiter westlich von den Usern des Mittclrheins zu entfernen. Aber nicht blos geschichtliche Erinnerungen drängen sich auf, sondern auch Zahlreiche Spmen der verschiedenen 5triegsperioden. besonders aber jener Apostel der Civiasation", welche hier gerade einst eine so Verderbliche Wirksamkeit, entfalteten, find noch deutlich erkennbar. Zu den Füßen des Haardt-GebirgS, dort, wo das Hügelland vollends zu? Ebene sich' verflacht, ragen die Thürme von Landan hervor: ihre Stiftskirche umsängt den Grabstein von Montclar, einem jener Mordbrenner des allerchristlichsten" Königs Ludwig XIV., welche unter dem Vorgeben: I.o Iloi le veut Tausende von Städten und Dörfern verwüsten ließen. Weiter nördlich erhebt sich , der schöne Dom von Speyer, dessen , so wohlgelungcne Wiederherstcllnng unter König Ludwig I. von Bayern nicht dasAndenken an jenen 31. Mai 1689 verwischen kann, an wel chem.die französischen Horden den früheren Tom mit Feuer und Schwert verheerten und selbst die Ruhestätten der deutschen Kaiser besudelten. Noch mehr nördlich steigen die Thürme des Worn:ser Doms auf, der sast allein stehen blieb, als an demselben schönen Maitage die Schaaren Melaes ilnd des jungen Herzogs von Ercqui die freundliche Rheinstadt in Asche legten. Drüden endlich winken, kaum uoch erkennbar, die Höben von Heidelberg, denen Schloßberg heute die Perle aller deutschen Nrnnen tragt, welche zweimal 1589 durch General Mclac und 1093 durch Warschau de Sorge das Schick 14i crlevke, mooenri verwuzu'r, ve.w. 1 J I .! I qrundllch ruttttrt zu werden, so dan selbst hiervon eine von Ludwig XIV. r i c . - r " geMageue 'cunzc mi ocr unierazrlzr: Hcidelberg-a deleta Zeugniß ablegen konnte. Doch möge jetzt die Vergangenh-eit in Frieden ruhen, kehren wir zur Gezeuwart zurück! Die Eisenbahn sälzrt durch alle die lachenden Gefilde, welche befen-i ders dem von Norden kommenden Nersenden wohl gefallen müssen. Namentlich das Thor der Pfalz, das weitumkränzte Neustadt a. d. Haardt, liegt außerordentlich freundlich am Fuße des Haardtgebirges wie in einein großen Obst-, Gemüse- und Wemgarten z inan begreift leicht, daß es einer solchen Gegend .möglich war, die massenhaften Truvpenzüae des Jahres 1870 zn unterhalten und zu erquicken. Die Bahn überschreitet die Queich, die alte Grenze zwischen Elsaß und Pfalz, die anch den Wasgau von dem Haardtgebirge schewet. Landan, das bekannte frühere Bau bansche Oktogon, bleibt für den Eisenbahn - Reifenden ziemlich unsichtbar. Hier befand sich Ende Juli 1870 das Hauptquartier des ö. Ameecorps, des Zen Führer Gcnerallieutenant von Kirch bach, den Befehl der in der Gegend von Landan angesammelten Truppen der 3. Armee führen und ln cmcr DefensivStcllunq südlich Landan dem Feinde entgegenstellen 'sollte. Aber schon am J0. Jnli traf der damalige Kronprinz von, Preußen in Spcver ein, übernahm an demselben Tage das Kommando über die 3. Armee und setzte bereits am August die Truppen gegen die feindliche Grenze m Beweaulm. Hinter Landan tritt das Gebirge etwas nach Sudwesten zurück. Der Et senbahnzng berührte Winden, wo die Bahn nach Maxau abzweigt, an welchem Punkt bekanntlich Napoleon III. nach seinem ursprünglichen Operationsplan mit 250.000 Mann (den Heeren von Straßburg und Metz) den Rhein über-fr4vi-ttt frnnsst UtiS tatss jtt" si(J" UlVH .V UUil. H1IV VVl.tVJrt UttU ilVV, schritten haben würde, wenn nicht vorher schon die 3. deutsche Armee über die Läuter gegangen wäre. 1 Es dunkelte bereits, als mein Zug Weißenburg sich näherte und ' ich den Bahnhof verließ, um mich der Stadt zuzuwenden. Eigenthümlich berührte e5 mich, als in' demselben Augenblick von dem Thore mir die langgezogenen Töne des den Zapfenstreich blasenden Hörnt", sten entgegengetragen wurden sg
m war; , der nicht grone, aber Mgelmazug gebaute Ort hat ein stattliches Ansehens om' aonnor rommcno,' foiaic im ocr Straße bis zur Mitte des Orts und schlug sodann die wenig belebte Landstraßc nach Süden ein. Der Weg von Sulz bis Wörth beträgt Stunden, er fuhrt beständig bergauf uuv bergab durch ein ziemlich häaeliacs iG-ländc. öie nächstem Dörfer heißen KühenHausen und Merkweiler; das später sol' gendc Prcuschdorf, aus welchem am C. August 1870 das s. Armeekorps zur Schlacht ans brach, bleibt Zur' Rechten liegen. 1 Nach etwa einstö nd igcr Wand erung erblickte ich vor unr das Waldgc-. birqe, doch ' erst , nach , em?r weiteren Stunde, als ich zu der. Stelle mit dem Wegweiser kam, der rechts nach Görs- . , .ff - " . fi C sov, !tn:s nacu tezenoan) wer, no von bo b;c Strafe in das Thal der n:e? h'.nabstcigr, erhielt :ich einen Ncbcrblick über das Schlachtfeld. Bor mir im Grunde lag Wörth mit feinent asten Schloßthuruk, hinter Ihm treten Fröichwcilcr, zu welchem die Landstraße ziemlich . stei l h inanführt, , uiid ReichsHöfen ziemlich deutlich hervor; , links erstreckt sich ein Hvhenrand, wc!er durch den Gunstcttcr Vera abgeschlossen wird. Zioifchen Wörth und Fröschweilcr, links von dem erstgenannte:: Ort, liegt EljaßHausen und rechts von Worth, am Sulzbach, zeigt sich däDörfMnMsulzbam. Diese Orte bezeichnen die Hauptpnnkte i , X . .... . I " 1 , . ocr iranzoziaitt nippenueuung ; oic selbe bildete von Langensulzback bis Elsaßhausen einen Halbkreis' m it Wörih als Mittelpunkt. l.,fG f ?.s;: Das Ganze war sehr geschickt als Vertheidigunzsstellung ausgewählt und eingerichtet, auch vemz; es alle Vortheile einer solchen: nicht allein beherrschte die französische Ausstellung die vorliegende Gegend, sondern auch ein wesentliches AttNahcrungs-Hinderiiiß auf der ganzen vront: die angeschwollene Sauer mit steilen Uferrändern, kam ihr zu Hilfe. Das Gelände dagegen auf welchem sich der Angriff zu cutmickeln hatte, sällt sanft zur Saucr ab und bietet geringe oder gar keine Deckung für eine Aw näheruug an die feindliche Stellung. So war cs denn ganz natürlich, daß der Kampi fclbzt. wenn cr auch auf deutscher Seite schließlich mit ziemlich großer Uebennacht. durchgeführt wurde, gerade wegen der Vortheile des Terrains, die den Franzose MStatten kamen und wegen der tapferen Haltnnz der letzteren ein recht hartnäckiger und langwieriger war, der beiden Theilen zur Ehre gereicht. Gehen wir jet näher auf einige Einzeltt heilen ein! . .. Die Eröffnung der Schlacht von Wörth erfolgte Bormittags H Uhr, nachdem schon in den Morgenstunden Borpostengefcchte stattgefunden hatten und wieder "abgebrochen worden waren, durch ein starkes Artillericsencr. Auf beiden Seiten der Landstraße, etwa 1200 Schritt östlich von Wörth, waren 12 Batterien ansgefahren; sie erhielten bald Verstärkung, und nunmehr sandten 84 Geschütze ihren Eiscnhagcl dem Feinde entgegen, welcher seine Antwort nicht schuldig blikb. Die Berge, auf welchen er stand, steigen steil, empor und erreichen bald eine ansehnliche Höhe, auch waren sie mit Hopfen-, .Baum- und Wcinplantagen bedeckt, so daß die AnWesenheit schwer zu erkennen war, nur der Pulverdampf bezeichnete deren Gesechtsaufstellung. Auf dem linken Flügel der deutschen Truvpcn hatte die 21. Division um diese Zeit bereits das Biwak bezogen, als sie M der Höhe westlich Gunstett ein scindliches Lager erblickte Und das Geschützseucr bei Wörth- heftiger wurde. In Folge , dessen fuhren 4 Batterien nordwestlich Gunstett aus und eröffneten das Feuer egcn den ihnen gegenüberstehend den Feind, während sich gleichzeitig auch das Gros der Tioision entmickelte Um 9 Uhr war auch die 22. Division bis Surburg herangekommen, - sie brach seht nach Gunstett ' ans und Gen-ral Werder, der von der allgemeinen Borwärtsbeweguug in Kenntniß gesetzt worden war. ließ nun gleichfalls eine Kavallerie- und eine Jnfauteric-Brigade letztere unter Zurücklassung ihres Gepäcks mit der dazn gclwrigcn Artillerie von Rci? mcrswillcr über 'urburg nach Gunstett vorgehen. Etwa um II Uhr wurden hierzu die Bcsehlc gegeben. ; Um diese Zeit hatte sich im Ecntrnm bei Wörth bereits die überlegene Wirkung der deutschen Artillerie , herausgestellt, während das 11. Armeekorps vorwärts an Terrain gewann; es erfolgtl der Befehl, daß die Ävantgarde-Brigadk des' 5. Armeekorps , Wörth nehmen und sich auf dem jenseitigen Höhenrand festsetzen sollet 'f Infolge dessen überschritten die Truppen die Sauer, indem sie dieselbe theils durchwateten, theils aus Nothbrücken übersetzten; nun wurden sie aber von den französifchen Truppen auf
erdinanzgemäß genau aus einem brach dcnburgischcn Signalhorn' mit Gesühl vorgetragen, wie man sie nicht besser in den äftestcn'ß preußischen Garnisonen vernelzmcn kann. (Bekanntlich bchcr. bergt die Stadt Weicnburg das l. und Füiilier-Bataitton des Ins. Neg.Markgras Kar! des Vrandcnburgischen Ins. Reg. Ns. 0. ) Und doch waren das dieselben Mc.ucrn in denen noch vor zwei Jahrzehnten. die heißerWßneMr französischen Hörner sich ,hörcn ließen, welche früher mit einem hohlen, schwindsüchtigen Husten ein5 mcrkwürde Aehnlichlclt hattem Müde und abgespannt begab ich mich frühzejtiJ,zu IZuhe um am " andern ''Äiörgen- recht -ersnscht die Schlachtfelder zu besichtigen, und zwar so viol wi? möglich zu Fuß. Dom NeiZenden. der von Wcinenburg deii Tör:her 5la:npsp!aö besuchen will, bietet , sich als Lerbindnngsmittel zunächst die Straßburgcr Eisenbahn dar, aus welcher mau in einer kleinen Stunde den LlnzchiffungSpunkt Sulz uuter dem Walde erreicht. Hier befand sich am 5. und il August 1870 das Hauptquartier des Ober-E ommandos der 3. Armee. Der . Kronprinz wohnte mit seinem Stäbe in einem Schlosse, welches einst das Besitzthum der Rohans gewesen
den Höhen von Elsahauscn mit Granatund Jnfantericfcucr beschossen und erlitten schwere Verluste. Dennoch nahmcn sie die Vorberge; sie mußten zwar von den Angriffen der feindlichen Unterstütznngcn weichen und hinter die Laudtxajc von Wörth nach Hagenan zurückgehen, doch nisteten sie sich hier cm und wiesen verschiedrne Angriffe der französischen Infanterie ab. Der Kampf wüthete an diese? Stelle eine ziemliche Zeit und blieb zunächst uuentfchieden. Als aber Walter von Monbary Unterstützung erhielt, gingen die Truppen von Wörth aus um 12 Uhr in der Richtung . aus Fröschweilcr entschieden vor. Run aber traten ihnen geschlossene 'Reihen der französi scheu Infanterie cnl gegen, welche die angrelscnden Truppen mit einem Hagel von Geschossen überschütteten und ZUM Rückzüge nach Wörth zwangen, wo sich dieselben auf die Vertheidigung des Dorfrandes beschränken mußten, gegen den der Feind meörcre Tlngriffe unternahm. Dies war der kritischeste Augenblick der Schlacht. ' Ans dem rechten Flügel war der Kampf bei dem bayerischen Corps fast gänzlich Zum Stillstand ge?om:nen, was durch ein Mißverständniß veranlaßt wurde. - Nach Empfang der Mcldnng, daß die Artillerie des 5. Armee-
eorpö nach 9 Uhr aus den Höhen gegen Wörth. aufgefahren sei, hatte nämlich der Kronprinz besohlen, das Gefecht so lange abzubrechen, bis die übrigen Corps in genügender Stärke herangckommen seien. - Bevor aber dieser Befehl den ÄnZelnen Corps zuging, battc die Division Bothmer des 2. bayerischen Corps bereits über Langensulzbach hiuaus'gegcu Worth Terrain gewonnen; dieselbe ging nun, um 10 Uhr, als sie den Befehl zum Abbrechcit des Gefechts empfing nach Langensulzibach zurück, wodurch der französische linke Flügel erleichtert und Mae Mähen in die Lage versetzt, wurde verstärkte lraste gcger Wörth zu verwenden. Nach und nach kam nun vom linken Flügel der deutschen Stellung Hilse, und zwar in demselben Verhältniß, in welchem sich die be'.den Divisionen des 11. Ärmcecorps den Brennpnnktcn der Schlacht näherten und in engster Verbindung mit dem 5. ArmeeeorpS in den Kampf eintraten. Etwa um 11 Uhr wurde ein heftiger Angriff, den die Franzosen inir größeren Sirätkrästen auf Gunstett nntcrnahiuen, bis nahe an den .Nand dieses Dorfes durchgeführt, dann aber erlahmte ihr Vorgehen und sie wurden mit großen Verlnstcn von der 21. Divinon znruclgetrieven.' Um sast dieselbe Zeit wurde ein ' weiterer französischer Angriff, welcher mit star ken F;!fa:tteriemassen von Mortbrunn her geg'n die anmarschirende 22. Division gerichtet war, kräftig abgemiesen. Nunmehr schritt daS 11. Armeecorps seinerseits zur Offenfioe, nachdem unl 1LZ Uhr sein? Cerpsartillerie bei Gunstell eingetroffen war. Die Infanterie des Gros der 21. Division ging südlich von Spachbach über die Sauer und rückte gegen Elsaßhausen vor; sie erreichte unter heftigen Kämpfen und mit schweren Verlusten den nördlichen Saum des Nieder:valdes und gleichzeitig wurde Elsaßhausen von Truppenthei'len des 5. Armeeezrps von Wörth her angegrisfen. Um 2 Uhr war dies Dorf von den Deutfchen genommen. (Bei dieser Gelcgecheit wurde General v. Böse mit seinem Sohne, dem Adjutanten des Generaleommandos, verwundet.) Noch einmal um 2 Uhr gingen die Franzosen von Fröschweiler ans acgen Elsaß' Hausen mit Infanterie und Cavallcrie vor, jedoch wurde der äußerst, heftige Angriff von der deutschen Infanterie und 'Artillerie kräftig zurückgewiesen. Die Eu'.scheidung des Tages stand nahe , bevor, als nunmehr plötzlich ans der Schlilcht. südlich Fröschweiler, die französischen Kürassier-Neaemter 3!o. 8 und 9 die schwere 5kava!lerie-Vrigade Michel gegen die verfolgende deutsche Infanterie vorbrachen; sie sprengten in Echelons ilnd in mehreren Tressen an. Stehenden Fußes wurden sie von Cmnpagnien des 11. und 5. Armec-orps empfangen; es herrschte anzaug eine unhelmliche Stille, als aber die in stolzer Front heranjagcnden Eisenreiter in wirksamen Schußbereich gelangt waren, wurden sie mit Langblei, Granaten und Kartätschen wahrhaft überschüttet. In wenigen Augenblicken waren die stolzen .lNirassier-Schioadro neu zerschinettert; was nicht zu Boden geworden war, sprengte nach allen Sci ten ansein ander nnd rnnrh( sm amf??
v l V p i . M , " Theil vereinzelt gefangen genommen.! Lmfe tx acht sich in cr wiinj Cs war et bedentmigsvoller Ai:gcn4 scheiiswcjthnt Wetze husstell e. , Feldblick, dieser ovfervolle Neiterkamvi: bxt marschüll Gras bon Blumenthal' ,der
setndltchen Cavallcrlc-Anarlfie konnten nur den Kveck haben, der französischen Infanterie, welche auf dem Boden südlich Fröschweilcr keinen Schutz uud Halt mehr fand, Luft zu verschaffen. ( Aehnliches wiederholte sich aus dcntscher Seite am 16: August bei Mars la Tour und am Nachmittag des 1. September wieder auf französischer Seite bei Sedan.) Nun richtete sich'llles gegen den le ten feindlich?n , Punkt Fröschweiler. Ganz besonders erneuerten die Truppen des Armeecorps von Worth ans die Anstrengungen, um vorwärts zu kommcn; obwohl statk gelichtet, Lingen sie stets Von Neuem wieder vor und nahmcn noch txx letzten Angriff nach 3 Uhr Theil. Nachdcn. die Artillerie densclden gehörig vorbereitet hatte, drangen zugleich von. Norden (die Bayern, welche inzwischen wieder kräftig in den Kampf cingettttkn waren), Osten (das 5. Armeecorps) und Süden (das 11. Armeecorps) die Truppen aller Corps gegen Fröschweilcr vor; ein Theil der Infanterie, erzwäng von Elsaßhausen durch jden Park des Schlosses Dürckheim und bei i er Kirche den Eingang, ein anderer drcng auf der Landstraße von Wörth, noch ein anderer rechts von dieser in das Dorf ein. Gegen 4 Uhr war Fröschweiler im Besitz - der Deut schen, und damit war derV2e Tag
-.it Kchi nit Kriege von '1876,
enlichieden. ' ' N Die erste große Schlacht im Feldzug 1ST0171 war von den Deutschen glänzrnd gewonnen worden ; an Siegeötrotzhäen. hatten die Deutschen erbeutet 2 1 Fahne, 30 Geschütze und S Mitmilleusen, außerdem waren etwa 80 Ofnclere und 3100 Soldaten unvermuizdcr zu Gefangenen gemacht worden. Allerdings hatten die Sieaer auch selbst schwere Verluste erlitten. Eine naher? Betrachtung der Schlacht von Wörth bietet nach mancher Nichtung ein nicht unaewölmllches Interesse dar. Das beste und stärkste Ameecorps der 7namo!5l!. welches der aekcittt'ste und kriegögcübte Marschall befehligte, wurde bis zur Auslösung geschlagen, wie dlcö von diesem selbst zugegeben werden mußte. Sein Bcrlchtden derselbe am folgenden Tage von Zabern aus an den Kaiser Napoleon erstattete, ist zwar u::r äußerst kurz gefaßt, jedoch sehr bezeichnend gehalten, .Seine Schlußsätze lauten wie folgt: Gegen 12 Uhr richtete der Fein!) seinen Angriff gegen unseren rechten' Fluges. Wolken von Scharfschützen, auf bedeutendc Jnfantcricmassen gestützt' ? und durch mehrere Geschütze gedeckt, die auf den Höhen von Gunstett aufgefahren waren, stürzten sich auf die 2. Division, welche das Dorf Elsaßhanfcn besetzt hielt. Trotz der mehrmals wiederholten kräftigen Offtnsivbewegungen, trotz dps sehr wohlgezielten Feuers, der! Artillerie und mehrerer glänzender! An-, griffe der Kürassiere wurde unser rechter Flügel nach einem mehrstündigen lia'V nackigen Widerstand aufgerollt ;A Es war 4 Uhr. Ich befahl den Rückzugs Marschall MacMahon erklärt also die Eiitschcidung des Tages als Hauptsachlich durch die Uebcrslügelung seiner rechten Flanke herbeigeführt. General v. Bose sührte demnach ein ganz ähnliches Manöver ans wie der Herzog von Mageuta, als dieser am 4. Juni 1859 den rechten Flügel der Oesterreich; von Turbigo her aufrollte. Weshalb, so darf man fragen, beging nun der Marchal! delyelben Fehler des FeldzeugmetiersGyulai? ' Betrachten nur die Stärke der bewerseitigcn Heere. Es ist allerdings ganz richtig, daß die dritte deutsche Armee des Kronprinzen über die dös Marschalls MaeMahort eine bedeutende Ucberlegenheit besaß, jedoch wohl -aeuu i4t .ee erst nich und nach erlangte. T Ma schall verfügte zunächst über seiii irmeceorps, welches nach dem Abgang der Division Daüay noch 33, 00 Mann Infanterie. 3,!00 Pferde und 107 Geschütze stark war. ' Hierzu kamen die ltavalleriDivision Bonnemain mit 1 EZcadrons, die Division Duinesnil vom 7. Corps, welche am Morgen des .August sich mit MäcMahon vereinigt lzaite, mit 13 Battäilloucn und 3 Batterien, endlich die DiViston Guyot de Lespart, welch? vom 5. Corps erst Nachmittags zur Hilfe herbeigekommen war, gleichfalls mit 13 Vataillonen und 3 Batterien, so daß die Gcfammtstärle des französischen Heeres gegen 52,000 Mann Infanterie, 5,400 Mann Cavallcrie und 143 Geschähe betrug. Ihr gegenüber trat die bedeutend stärkere 3. Armee auf das. Kampfgebiet, aber erst sehr allmälig ; zunächst waren cs nnr die Vortruppcn des 5. und 11. Armeecorps nebst jenen des 2. baierischen Korps, bis nach ,md nach sämmtliche Theile der genannten Corps, sowie das Werder'sche Corps und des l.bairischen Corps in's Treffen geführt wurden. Der Vortheil dieser Ueberzahl wurde durch den hohen Werth der so sehr vom Terrain begünstigten französichew Truppen stellung mehr als ausge glichen; auch war während der größeren Hälfte der Schlachtdauer das ZahlenVerhältniß der beiöenseitigen- Kämpfer beinahe gleich. Was der Schlacht von Wörth ein befondereZ Kennzeichen' verleiht, ist die Thatfache, daß sie ein völlig improvisirter Kampf war, dessen einzelne Theile ; vornherein gar nicht in Berechnung gezogeil lvcrdcn konnten, die sich plötzlich, zum Theil ganz unerwartet, ergaben und dann ein rasches, entschlossenes Handeln von der Oberleitung erforderten. Es war ganz natürlich, daß IM mentlich am Vormittag, als der Entschluß 5um Schlagen auf deutscher Seite noch nicht feststand, ais Befehle und" Geoeubefchle erlassen wurden, nicht Alles klappte" und namentlich ;: das Ineinandergreifen der Thätigkeit des Centrums und -des rechten Flügels des ..bayerischen Armeecorps erstem damalige Gcucralstabschcf der 3. Armee hat stch hierüber gegen den bekannten englischen Kriegsberichtcrstatter William Russell in folgender Weise , ausgesprachen: ... .Die, Franzosen fochten magningue, das muß ich zugestehen. Niemals iu der ganzen Welt ist heftiger gekämpft worden als bei Reichshöfen und Fröschweilcr. Aber sie hatten keine Chance. Sie hatten die Ucbcrmacht gegen sich. Gesetzt, sie ließen 60,000 Mann in Linie aufmarschircn, nun dann würden wir sie mit ebcnsovielcn in der Front ' angreifen und sie doch noch mit je 20.000 Mann auf Zeder Flanke übersiügcln .und umgehen mitsammt ihren Reserven. Wären die ' Bayern ein wenig früher zur Stelle gewesen' . dann sehe ich nicht ein, wie MacMahon hatte entkommen können.' Der arme Kerl ! ? Er ist ein guter Soldat uud wehrte sich tüchtig! ' Seine Fror.tvcränderung wa? sehr geschickt...."' k Eine Frage, die wohl verdient aufgeworfen zu werden, ist die, b Marsckatt Mac Mahon überhaupt den Kampf 'bei Wörth hätte annehmen sollen.. Die Frage ist sicher zu verneinen. (Ebenso wahr , ist , es, daß , auch die Division Douay am 4. August bei Weißenburg sich nicht hätte angreifen lassen dürfen, zumal, da sie sich selbst überlassen war.) Es war die nächste und wichtigste Aufgäbe des Marschall MacMahon, sich
rt der geeignetsten Stelle dem Vor
dringender 3. deutschen' Armee mit al"'1 "fi '.. ...l . . . ' ri .rf . r - . . . ten grasten enigegenzuueuen. jzur etne solche reine Defensiv-Aufgabe boten nun die Bogesen mit ihren engen befestigten Pässen ein weit besseres Hinderniß, als die Stellung von Wörth, d!es um so mehr, als der Marfchall vorher, mit Leichtigkeit das ganze 5. und wohl auch das 7. französische Corps hätte zur Hilfe heranziehen können. Offenbar hat aber McMahon der von ihm selbst ausgeZuchten. -allerdings an sich recht guten Vertheidigungsstcllung von Wörth zu viel Werlh beigelegt, dieselbe also über schätzt und andererseits die Stärke des anmarschircudeu Gegners nach echt krau--Mischer Art unterschätzt so daß erder freilich durch scm sruhereL KriWgluck etwas verwöhnt worden war, sicher auch diesmal an den zu erkämpfcsden Sieg geglaubt hat. -, ES? wird auch erzählt, daß der Marschall noch am Morgen des G. August,, sehr unbesorgt, gewesen sei. Als' er im Park , der Gräslich Dürckhcimschen Besitzung nach dem Frühstück seine Cigarre geraucht, soll er aus die Bemerkung seines Herrn Wirths: ' der Kanonendonner s von Worth scheine ' sich zu verstärken. nachlässig erwidert-haben: 'Meine Truppen werden mit den Herren Preußen schon fertig werden." ' I ' . .3 Was den taktischen Verlauf der Cinzelkämpfe,!,au ider Sauer betrM so,D die Thatsache nicht zu bcstrcitcn, day die Schlacht von Wörth, von , französischer Seite die im ganzen Kriege am bestell angeordnete und 'auch die am chrcnvoll- ' sten durchgeführte war. ' Der B eweis hierfür ergibt' sich-aus der geschickten Ar, 1 itfit' M.f ,...., irj,,,, ,, Benutzung 5 der vorhandenen -Terrain-vortheile und i: der zweckmäßigen Verwendung der dem Marschall zu Gebot stehenden e Streitkräfte ' ( vielleicht . mit alleiniger s Ausnahmen? der, , KürassierBrtgade, welche zcdoch wohl 5 selbst glaubte sich opfern zu müssen).: Man kann scrner den Vcnieis hierfür finden in den mehrfach eingetretenen , kritischen Augenblicken des Kampfes, welche einen t1'1' 1. 1 ! " -i r rf ;!! , v umza)iag ocs Sieges als gar . mcyr uum öglich erscheinen ließen," Zowle in Jen zahlreichen nnd,mit großer. Thatkraft unternommenen französischen Angriffen , , w; "W l; ...' ,M 1 . ,f'j " . '--tl auer passen, cte meyrmaty von crratn" gewmn begleitet waren. : i- "' Auf dcntscher Seite gewahren wir, wies aus kleinen Vorposten-Scharmützeln und Avantgarden-öcampfen sich uach und nach ernsteres Gefecht entwickelt, dessen ,,, obere . Leitung sofort von dem Armcc-Commando in die, Hände,,' genommen w:rd. Die ,, mit ,, wachsender Ents6)!ossenhzit durchgeführte ArtillerieWirksamkeit erhält baldmöglichst Unterstützung Uiid eM allketttges schlächtmaßih gcs Auftreten der Jfanteriemaßen, ein concentrisches ' Zusammenwirken' der schleunigst herangezogenen Bestandtheile i '. rr ' . . - ,.. t '" , . , auer orps 1 1 nnro in ccnc gezey:. Allerdings mußten fünf Stunden hindurch einzelne Divisionen den Kampf mit einer großen französischen Uebermacht zu behaupten suchen, dann aber stellte sich ein Gleichgewicht her, uud im Laufe der Nachmittagsstunden wurde das numerische Verhältuiß durch das Eintreffen frischer, Tnippen so wesentlich veräudert, daß schon hierdurch der endliche Sieg gewährleisttt wurde. " Fassen wir das Schlußurtheil über die Schlacht von Wörth. in einigen Worten Zusammen, so können wtr sagen, daß sie dem Führertalent der Deutschen und Franzosen zur hohen Ehre gereicht. Sie hatte einen entscheidenden AttSgMig, weit mehr als die Kämpfe vom 14. und 16 August, und wird hierin eigentlich nur noch durch die Schlacht bei ' Sedan übertreffen. Darum strahlt der Ruhm ihres amcns hell für alle Zeiten: der glorreiche Tag von Wörth stellt eines der schönsten Blätter in dem reichen Ehrenkranz dar, mit welchem die Wasfen der die 3. Armee bildenden nordund süddeutschen Truppen geschmückt sind denn gerade hier an der Sauer wurde recht eigentlich jene Bluttaufe vollzogen, welche die Waffenbrüderschaft der deutschen Stämme zeitigte, und den siegreichen TluSgang des Fcldzuzs verbürgte. , ". "' , . ; !H In der ""j üdi schen G c neindeschule zu K. war vor Jahren ein Uter Lehrer Herr' S.; angestellt, ein Original ganz besonderer' Art Der staatliche Schulinspeetor' Professor B. hielt einst Revision" in dieser Schule und kam auch in die Klasse, wo der Leh-' rer S. praktischen Religionsunterricht gab. ! Herr S. legte hier seinen Schülern L A. folgende Frage vor: Ihr wißt doch, daß der liede.Gott allmächliz istD- ,Warnm' hat' er nun die l:Wtf: U. sechs Taaen 'erschaffen, und nickt an einem' Tage?" 'De?Schuler 0tmi keine Antwort darauf, " auch B.' nicht, ebensowenig E., .kurz Keiner in der Klasse, und Herr S. geräth darüber in gelinde W::th.' Es entspinnt .sich darauf .folgendes Gespräch zwischen dem Jnspeetor und dem , Alten: ,Lieber y tr !fc M .i v Ly Ji t ' - 1 i. ::, . !' , . - Herr ich glauoe, Sie , stehen an dte Schüler Xa eine Frage, die ihre Fassungsgabe überschreitet. ,, Offen gestanden, ich selbst wüßte darauf keine Antwort zu geben." Geehrter Herr Professor, Stibrauchen l das' auch' ! nicht ll wi ssen, aber d ie dummen i Jungens hier müssen es wissen, denn ich habe es ihnen schon einmal . erklärt!" Nnn, da möchte ich Sie Wohl bitten, es ihnen noch einmal zn erttären." Sehr gern, wenn der Herr Professor es wollen. )(Zu den Schülern:) Habe ich'ö . f'tr.-s.,i. ri Euch nicht ' schon einmal gemgt? Der liebe oitp in seiner Allmacht, ; ; hätte allerdings können die Welt erschaffen GUchllflst!l:;tf hätte das nicht ausgehalten!" : i m IVI'fr'' "'?7- Cm : Pünktlich. Ein Hausknecht erhielt den Austrag eines Reisenden, ihn um sünp Uhr früh zu wecken, i Um vier Uhr klopfte der Hausknecht an. Der Reisende fuhr ärgerlich auf und schrie : Warum wecken Sie mich schon so früh ?" .Wollte gnädigem Herrn nur sagen, daß Sie können noch eine Stunde schlafen," entschuldigte sich : der öauskechWWW
Strandrecht in China.
Ueber das in China noch ailtiae Strandrecht lesen wir im ..Ostanatischen Llcp" vom 11. IM: Die Nachricht, welche während der letzten Tage in Shangdat nuttef, und derzusolge die Bewohner de Insel, an welcher kürzlich der deutsche Dampfrr Nngtfze" fchei- , , .,,,,, . (!!..)' ,. -ii V'"'"-' , W , ,il -J ,;:;ni , .,, irrte, leiteten jijcnwer.c neplunoert V ( : x.- -m m--... f 4 . m ".. j lT'i, mm haben, erinnert uns an die cigenlhümliche Philosophie welche so hansiz den Sitten tnib- Gebräuchen -der- Chinesen zu Erunbe liegt. Wie vor nicht allzu ferner Zeit in den Ländern de) Westens das sogenannte, Strandrccht uoch int vollen'ScüwuNge war, so fällt auch noch heutigen Mges ,'lder die ni üeZbewob-,,? ? NtHö Ehiuö'c uöer jcbi !Zahrz:uz her. welches daZ Unglück yat auf den Strand getrieben,, zu werdest; doch sind die Mv? , r tive öeöHchlblüng ;!bci : dem iön'iöttschcä Straudräuber, wie k dieselbe ton ihm Mbjt dargestellt werden, schr verschieden von denen seines westlicl'cn Eollegcn. ' " Äech Ansicht, des Cbinefen ist, , iedeZ,,,,. ll)izlück,'oelcheSbe:i'Mcnsche die ! gerechte Strafe sür ein Vergehen, GesckenhUtM bei welchen in Europa , nur der z Abschaum , der r Menschen äti$ th etwas anderes denkt als an die Rettung von Leben und Eigenthum der von denk Unglück Betroffenen,, ' stürzt sich der chinesische Pöbel wie ein Raubthier auf ., fcci ftc?ags;fioft AMiiJ Krämer, Schauspieler, Litcralen u. dgl. vereinigen sich alle, um sich durch daS PL1.4--::l t .". . r 1 daten, die bei Ausbruch von Feuersf '': m, ' :' ll , L, f 1 ! orunsten zum chu:)e des Eigenthums entsendet werden, bindert den Haufen zuweilen, die lündercien auszuüben. " Dagegm ist aber auch feder dieser Näuhe? bcre it, sich dem Willen des Him '('"!"!ililfti1 mcls" zn fügen, falls die eigenen Häuser vchlkinem. ühulichen Unglück betrosfm? ; merdcn sollten. Der Ausdruck ! i23üle3 des Himiuclö", Schicksal oder wie mau es sonst zu nennen geneigt ist, ist Zn den Ohren des Ehinescu keine leere Phrase: erlanbhdaß dem Gegenstand derM 1 I , "iift' -Km - göttlichen Nach? mit gerechte Strafe zu Thal geworden ?zt nx irgend einen Verstoß gegen ,d:e,,,Rcchte,FeinesNächs:rn; cin verbrechen, welches er wohl : l'cr den Menschen verbetaen konnte, das äSd dem Mich enden Äuge des Himmels ft 'V ,4 , . i' ' t'i ,,t .,. r l, , ..., Tr , . , . . , , ,t,,:K sil tuiamani n v,r Di cfclbe Theorie wird.in Fällen von ch;nbrüchcn,ecttend aemecht der Verlust des Fahrzeuges ist die Strafe t WHes für , irgc:id eii: Ä crg e l;e dessen sich ein Miiglied der Mannschaft bczw. der Passagiere schuldig gemacht hat.. Doch solches sind, wie. wir bereits Eingangsz bemerkten,' nur anscheinend ldieW ScnzcHrüud fSrie StraüdraubcDeu der Chinesen; die wirklichen muß man nicht in den Regionen der Religion oder der Mefühlscmpsindnnm 'suchen!' s?ndcrn in dcr Habgier und der Feigheit des Volkes. r Denn der leitende Grund- . satz, welchen jeder Vater seinem" Söhne 4 als zukünftige Richtschnur seines Lebens eintrichtert ist, sich nicht in die Angeld cnheiten seiner Nebemenschen zu, milchen, gleichviel wie sich die Sachen verhalten; und wir wollen hinzüfügendaßF - dieses unter den obliegenden Verhält-;:. msscUl in China eine weise Vorschrift ' ,' jst" ; ?- t I d f 4 Ein Mann, der z. B. einen anderen ;u Tode geprügelt sieht, wird sich in der entgegengesetzten Richtung so schnell wie möglich aus, dem Staube machen: er fürchtet, daß er in einen Streit ver--f l w:. i wickelt w:rd, in dem einer den kürzeren ziehen muß, und bei dem man ihn viel-' leicht zum Sündcnbock machen könnte.' Er leistet bei einer Fcucrsbrunst keine ,, Hilfe, da er furchtet, als Brandstifter
Aicn cr Zich )u!diz gemacht l)at. Diese - , Theorie t w!t namentlich bet Jeuersbrünsten deutlich gii-fegcVtei solchen '
ieiicii aues ocjicn, was iyneu uci cer 1 Fcucrsbrunst "l" werthvell erscheint, zu ' " bereichern. Nur die Ankunft von Sol-
zrreltrr zu ircroen; anch wtro er schlechtere Charaktere, die er mit, Plündern,der -Räumlichkeiten beschäftigt sieht,' nicht vom Stehlen abhalten. Im Gegentheil, da cr weiß, daß bei einem Brande ganz sicherlich gestohlen wird, so ist, kein besonderer Grund vorhanden, warum er nicht seinen Antheil haben solle; und so kommt es denn, daß die .'r , yvr 'i 8,1,1 - . ff:in-i.ti-'H. .."ii-Hh..,, . .iIiihiihihFeigheit den Ehmejen zuerst davon abhält, den Schwächeren zu beschützen, und f die Habsucht zuletzt alle Ccrupel unter k Z, ,'U f ", "" f - tj J'rr " V stA ö ruckt, die er in Bezug aus daö Etgen- w thum seiner Nachbarn gemacht haben mochte. t;ttJJtes tk
mJW2mWiiil0m&' r t: vifmM fl Jm . VÄ ,;,!;'il:ri:'?!f'S! .vßUchöi ,,,, Lenore träumt viel ,, : ' ,,,,,, , , ''WeilWilhelS " ' ' Krica aus." ivMs-v , jü.
: I!: vfi Ä j " , r Etnzug zu HausliZ. m Irzem Z Wilhelm , bleibt weg: i ,r'.ft7imJ3 , f Lenorens Schreck! " ;Tcr Leutnant todt, :. ' Lenore in Noth.. Mutter erschrickt, l Lenore verrückt. !C!i:i,i;i,:Sv';Mö!iiis?!,, !ijl!!ji Um e: (i: ;:::,i:r Vli't I iIkI; Um Mitternacht , , ,r ; Kommt Wilhelm sacht, ' w I Holt auf demMapp'4 4 I Lenore av; i Reiter schnell. fi-i"!';"; I' :ll ," "h f ' :ML-: ! ?! ,!!lih! m m1' Fix znr Stell'! , i Ü. ö ti msii Aber bald , l UM ''S iBctte,.kalt!, H :!l ,&fhi m, j ii.lt il :liiii''
s$!clßi4 ' tö? iiiDl'iaSiiii'iii Jinis 'lilil
JUlf lltUlUll Lenore todt ! m ffllti, 'riW t l P E "x ' " w i r k l :i. ch ; al l e n Seinen Feinden vergeben, Hasclbauer?" , .s-Cr" Hochwürden, i will Allen verzcb'n, nur den: Hansjörg uet ! Der hat jrn$ ii arg ang'schmiert Hasel- V. bautv, vor Gott gelten keine Ausnahmen, und wenn Er einmal gestorben ist, so ist's zu spät Nun, so will i dem such vergeben. , wenn i sterben sollt'; vird's aber wieder besser mit mir; nacht)erIblcibt's,,,Hcim,.Alten!" U!A,Na ch der Vo rstel l n n 'g. Erste ' Dame: Nein, dieses entzückende i Kostüm, in welchem die Louise Miller die Limonade trank. Zweite Dame: Geradezu himmlisch Wenn ich mich vergisten würde, nur in diesem Kostüm i tu
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