Indiana Tribüne, Volume 13, Number 351, Indianapolis, Marion County, 7 September 1890 — Page 8
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Giesigeo. Jd2ZPoUZ, Ind., 7. September 1390. c?ivilüandSr-glver. Di ,i3t1 , fru IU Mi cMif , Ist Catltt.) Geburten.
& 1 1 1 nt t n. Jamel Hamilton mit Clara vickS. Noah Morgan rntt Louisa Täte. JamiZ Mlndle mit Emma Haszenberger. XabtifAIIt. Bristo WUiisield. 42 Jahre, 4. Sept. Edsin DavZS. 67 Jahre. 5. Sept. Salem Aleilum! HoZbröu! Die modernste HerbstauSsahl Ut Anzögt bei John Rolenderg. 196 Ost Washington Straße. - - Lebte Woche stnd 23 Pärchen im Hasen der Ehe gelandet. Verlangt Mucho'5 .BeS Havanna ttaai - 6 Fällt von Diphtheria, 9 Fälle von Schaelachfieder und 16 Fälle von Masern find zur Zeit in der Stadt. Salem Aleikum. Hosbräu. Vereine und Private werden daraus aufmerksam gemacht. da& man da? beke Sodasasser von Martin R. Styer. 439 West Washington Straße bezieht. Te!e. phon 292. tSf John B. Saylor. ein Niährkger Junge Wurde alk unverdissttttch nach der Besserungi.Anstalt geschiSt. Alle Sorten CarpktS und Oehltuch u den niedrigsten Pceifen. ferner werden Carpetk dillig versertigt bei Wm. Strack. 176 Virginia Ävenue. & Jack Lander? meldete der Polizli, daß ihm Pferd und Buggy von Sherman' Restauration au?, vegzestohlen wurde. Mucho'? Cigarrenladen befindet flch in No. 199 OK Waldinaton StraK. Da? Urtheil der Hau?srauen geht einstimmig dahin, daß H. SÄmedet'? VürLen die beSen sind. 423 Viraina Ave. es-Die Alex. Metzger Agentur ver kaufte gstern an Herin Hord da? Wha len'Skgenthum an der Jndiana Avenu für $15,000 baar. W. T. Brown. Advolat, Vanee Block. Zimmer 23. IQ- Drei hiesige Bürger, welche durch Herrn Behrendt ein Achtel Braunschwei ger Loo? gekauft haben, erhielten die an genehme Nachricht, daß ihr Loo? gezogen wurde. Sie erholten zusammen 1500 Mark. Telephon 1022. Salem Aleikum. kS? Morgen Abend werden die Tru ftee? von West Jadianapoii? entscheiden, ob eine Abstimmung darüber, ob West Jndianapolt? eine Stadt werden soll, vorgenommen werden soll. Mnrschaumpseisen, lange deutsche Pstifm, Cigarrenspisen etc. bei Wm MuSo. No. 199 OS WaZdtnaton Str. SST Die bekannte AdvokatenZilmo Claypoo! & Ketcham hat sich aufgelöst Claypool & Sohn find die Nachfolger Herr ttetcham wird dieRecht?p?ax'? allein weiter führen. Soeben e'mgtt'offm : Victor'a Mineralwasser von Oderlavngein. U kannt al? Tanu?.Wasser. Die? ist da? beste Mineralwasser für medizinische Zwecke und wird mit Weln vermischt. Die einzig Agentur im Staate Jndiava hat Juliu? Schuller, 81 Ost Court Str. tZT Wellet, Lyu ist mit seiner Scha denersadklage gegen George Rie? bei Cquire Smock abgebübt. E hatte ae klagt, weil de? Verklagten Hund ihn etwa? unsanst am Bein gezupst hatte. E? hat sich aber gezeigt, daß Lynn spaßweise den Verklagten angepackt hatte und dem Hund ist eben da? richtige Verstand niß für den Spaö abgegangen. Er hatte feinen Herrn vertheidigen wollen. Kauf Mucho? .Be Havanna Cigar?". Michael Scantlkn. ein Arbeiter wurde gestern Nachmittag von einem diensteifrigen Polizisten wegen Wegge den? geistiger Getränke an MindeejährZge verhaftet. Scantlin ging mit seinen beiden Nissen, zwei Knaben im Alter von 15 bi? 16 Jahren in eine Wirthschaft an der West Washington Straße, trank in Gla? Bier und gab den beiden Knaben zusammen ebenfalls ein?. Der Polizist Hostetker kam lasu und verhaftete den Mann, der zu später Stunde noch keine Bürgschaft hatte, und sich im Gzsängniß befand. Erst kurz vor 11 Uhr fand sich Her? August Wörner ein. und stellte Bürgschaft für ihn. Ein Gefühl vollständigen Ekels ergreift Swen vor solch heuchlerischer polizeilicher Moral und GesetzeSliebe. ' Salem Aleikum Aurora Hosbräu; zu beziehen durch August rvrtch. Tele phon 1032. eZröffaon der ampagne. Die Campsgn vurdr gestern Abend demokratischerseit? in der Tomlinson Halle eröffnet. Man machte den Anfang gleich mit einer großen Kanone und zwar mit dem Gouvernör Campbell von Ohio, int Manne, welcher Präsidentschaft? asplrotionen für die Zukunft im Kopfe bat. Auch Colonel Black von Jllinoi? hielt 'ine Nebe. Daß der Besuch der Versammlung in guter war. brauchen wir wohl nicht zu sagen. Für solche Ge legtnhkiten findet sich immer ein crowdj, zusammen. Die Reden wurden auch mit großen! Beifall aufgenommen, denn die Redner schilderten, wie da? fo üblich ist, ihr Partei al? die allein seligmachende und die gegnerische al? die schlechteste auf dem ganzen Erdenrund. Beider nächsten Gelegenheit werden? die Nadrn ebenso machen.
Vtauderei.
Jo, über wa? soll ich denn heute plau dern ? Wichtige? und Jnieresiante? weiß ich nicht, und so bin ich nicht sicher, ob Dir lieber Leser mein Gepiauder nicht am Ende langweilig wird. Jedoch, da raus muß ich ? am End ankommen lasten. Wenn ich durch die Straßen gehe, mache ich manchmal meine Beobachtung gen. Gar häufig begegnet e? mir. dab ich Koaben mit einer Vogelflinte bewasf. ktt. die Vögel von den Bäumen herun terschichen sehe, und mir giebt e? jede? Mal inen Stich in? Herz. Ist e? mir schon unbeareistlH,- wie man in Vözel chen. da? keWy Menschen va? zu Leide thut und daS uuch'zu gär nicht? nütze ist. au? dloßkr Oplelerei erschießen kann, so frag ich mich auch, wi wird da? G mütd ine? Knaben sich entwickeln, der an solcher Tödttrei Geschmack und Ge. fallen findet? Wird da? Gemüth de? Knaben sich nicht verhärten? Der Mensch, der für den Schmerz eine? Thie re? unempfindlich ist, vUd ?auch für den Schmerz de? Menschen werden. Man sollt Kindern kein Mordwirkzeug in d! Hand geben, man hilft damit bloß der Entwicklung schlimmer Leidenschaften. Wer al? Kaabe Vergnügen an einer Vo gelflint hat, wird vielleicht al? Mann Vergnügen an einem Revolver haben, und ? ist schon Mancher bloß dröhald zum Mörder geworden, weil r einen Revolver in der Tasche trug. Noch etwas Andere? ist mie schon oft aufgefallen, wenn ich über die Straßen ging. Zu Pferde oder zu Wagen werden die Leut immer die rechte Seite der Straße einhalten, warum nicht auch beim Gehen? Bet jeder Straßenkreuzung süh ren zwei Pfade auf die andere Seite der Straße. E? wäre die einfachste Sache van der Welt, immer den Pfad rechter Hand zu benützen. Bei nasiem Witterist die Sache durchaus nicht gletchgiltig. denn man mag nicht gern in den Stra ßenkoth geigen, selbst wenn die Dame. welch zum Au?veichen zwingt, jung uud schön ist. Die Regel, bei Straßenüber. gängen den Pfad rechter Hand zu be nützen, sollte au? gegenseitiger Rücksicht streng beachtet worden, und e? ließe sich am Besten dadurch erzwingen, daß wenn man auf dem Pfad rechter Hand ist. man unter keinen Umständen ausweicht, selbst wenn die Entgegenkommende in Gestalt und Schönheit ein Juno ist. V Amerikanische Journalistik und amerl kanisch Partripolitik und noch mehr Beide zusammen, treiben oft wunderliche Blüthen. Die Schlechtmacherei .der Andern" scheint ein Privilegium derPalteien und der Parteiorgane zu seir, und kann erst irgend itxat zu einer Sensation auf gebauscht werden, dann ist e?.wie man zu sagen pflegt, ein gefundene? Frsi:n. In diesiger Stadt erscheint ein obsku re? WochenblSUchm, da? sich Jndiana polis Gazette nennt, und da? wie ein Veilchen ein bescheidene? Dasein im Verborgenen führt, aber nicht den lieb lichen Duft de? Veilchen? btsttzt. Um au? seiner bescheidenen Verborgenheit herauszutreten, erließda? Blatt am Frei tag folgende Anzeige: .Große Senfalior, sieh die Jndiana polk? Gazette morgen. Faccistmile eine? Briefe? an ein R formStadteathimit' glied von einer Pflastkrung?-Geftlljchast An jidem new8 stand zu haben. E? war hier also auf ein Gefchästchen und auf eine Sensation abgeskhen, aber au? beiden ist nicht viel geworden. Die Sensation wenigsten? ist sehr kläglich au?gefallen. Der Brief war von der WarrenSchakf ASphalt Paving Co. on da? StadtrathSmitglled O. R. Olfen und lautete, wie folgt : .Herrn O. R. Olsen ! Check für Jult ist jetzt in unserer Office und ist auf Verlangen zu haben. I. W. L. Rianhord. Easster." Natürlich mußte in den Augen der Gazette e? sich hier um Bestechung?gelder handeln, und in diesem Sinn wurde die Sache auch veröffentlicht. Und nun stellt sich herau?, daß der Check auf die riesige Summ von $14 55 lautet und daß dafür die Compagnie einig Eisenge genständ von Olsen gekauft Hot Der Berg hat in Mau? gekoren. Die .Gazette steht im Dienste der republi kanisch Partei und e? wär doch gar zu schön gewesen, einem demokratischen Stadtratd?mitglked so ein bi?chenBestech ung anzuhängen, aber e? hat nicht sollen iein. Der Plauderer. Isaae Tdalmau's Verlust ers.tzt. Herren McGilliard & Dark, 83 und 85 4Jlt Mark.t Straße. Jndlanopoli?. JN0. Wir wünschen Ihnen unsern Dank au?euZpttSn für die vromvte Erlebt gung unsere? Verluste? der Gesellsmatten in denen unser Wollenmühle durch Ihre Firma versichert war. Di lnzia Ge selllchast. welche bi? j'tzt uns:rn Verlust nicht gedeckt hat. wird durÄ ine andere Firma außerhalb de? Staate? vertreten und wi? emvtchlen unsern Freunden welch zuverlässige Versicherung haben vollen, nhr Firma. C. E. Geisendorf & Co. kS- Willkam Cobler hat Jobn Spler und dessen Frau bei Cqukre Feibelmann auf 5200 vchadenersatz verklagt, weil die selben ohne Grund inen Beschlagnahme besehl gegen ihn erwirkt hatten. Georg Burn? würd gestern Abend unter der Anklage verhaftet, alte? Eisen gestohlen zu haben. tZT Herr Rappoport erhielt die Ein. ladung, in Grand Rapid?, Mich., 'die Festrede bei der Feier de?.deutschen La ge? zu halten, lehnte dieselbe jedoch ab.
Ol Gr8ff&bfttfts
haben gestern Abend dem Crkminalrichter inen Bericht über ihre bisherige Thätig keit erstattet. Von den in Anklagezu stand Versetzten befinden sich folgend Personen in Haft : Wm. Acker?, Fred. Love. Hiram Richardson; sie haben j zwei Anklagen de? RaubversuchH gegen sich. Willkam Davi? de? Kleindiebstahl. John Sulllvan, John W. WMman und Andrea? Oehler de? Großdiebgahl? angeklagt. Taubheit kann nicht vtlt wnden durch locale Applikation, weil sie den kranken Theil de? Ohre? ntajr rrloza könn. E? giebt nur inen Wa, die Taubkeit in kuriren. und der M durch constitutionrll Hetlmittttl Taudbitt wird durch einen entzündeten Zjunanv er schleimigen Au?kleiduna der Eustachischen mhtt tnma&t ' Wenn dies Röbr sich ntzündt. habt ihr einen rumpelnden Ton oder unvollkommene? eyor; uno wenn sie ganz geschlossen ist. erfolgt Taub beit, und wenn die Entzündung nicht ge hoben und dies Röhr wieder in ihren gehörigen Zustand versetzt werden kann, mird da? Giböe fflt immer mfiört wer den; neun Fäll unter zehn sind durch Katarrh verursacht, welcher ntcht? al ,tn entzündeter Zustand der schleimigen Ot er flächen if. Wir wollen einhundert Dollar? für jeden (durch Katarrh verursachten) Fall von Taubheit geben, den wir nickt durch Sinn eb min von 8all'? Katarrh Kur bei len können. Euch umsonst Circulare kommen. F. I. C. v tj & C o.. Toledo. O. Prei? 75 Cent?. Band a. Gouverneur vovev bat schon wieder einem Gefangenen die Freiheit geschenkt. C? ist die? John Strang von Vigo Countv. der in 1887 wegen Pferdedieb stahl? zu 14 Jahren, sage und schreibe vierzehn Jahren Zuchthau? verurtheilt worden ist. Os? fielst Gteitsrn Herr I. M. Bär von Savanna. Geo., bisindet sich im Haus.seiner Verwandten. Herrn Henry L. Hart. 83 Nord New Jersey Straß zu Besuch. Flora, da? 9 Jahre alte Töchterchea de? Herrn Dr. Pink und Frau ist gestern Abend um 6 Uhr nach mehrwöchentlichem Kranksein gestorben. Diese Nachricht wird bei allen Freunden der Familie t ese Theilnahm erregen. E? war da? einzige Kind der Familie und halte di Eitern zu großen Hoffnungen berechtigt. Da? Mädchen war besonder? geistig gut ent wickilt und war in dieser Beziehung seinem Alter weit vorau?. Vor etwa 3 Wochen befand ? sich besuchsweise bei einem Bruder de? Herrn Dr. Pink auf dem Lande. Dort er krankte da? Kind und um die Eltern nicht zu ängstigen, ließ man. auf Besserung hcfftnd, ine Woche vttstsichn, ehe man e? nach Hause brachte. Die Krankheit artete in Nervenfieber au?, schließlich wurde da? Gehirn assi zi,t und nachdem da? Kmd seit zwei Tagen zwischen Leben und Tod schwankt, starb ? gestern Abend um 6 Uhr. Die Beerdigung findet morgen Nachmittag um 2 Uhr statt. rlusgepaßr ! Herr R. W. Felbkamd bat sein Wbol sal LiquorGeichüst nach No. 267 & 269 Ost Washington Steak, (setnem allen GeschältZplatze gegenüber) verlegt. -v,raügnnßn. Heute. Sonntag, giebt der Schützen verein eine Unterhaltung nebst Tanz in seinem herrlichen Park und diese Geltgen beit wird jedenfall? von den Freunden de? Verein? benützt werden. Am 14. September findet da? Waisen fest auf dem Waisenhau?platze statt und diese? Fest wird sich gewiß ine? gut Besuche? erfreuen. Am Abend de? 6. Oktober begeht der Soziale Turnverein fein Jahre?sist in der Männerchor Hall. Da? Pro grama wird viel d? Interessanten die ten und wir werden später darauf zurück kommen. Die K. of P. Kapelle giebt am 17. September kn Sommernacht?f,st nebst Tanzkränzchen im Phönix Garten und voraussichtlich wird der Besuch ei recht zahlreicher werden. vztzi Olsen August ErbrkÄ gegen William Smith u. A ; Notenklag und Klage auf Bei seitesetzung einer Grundigenthum?Über tragung. welche der Verklagte, um der Bezahlung feiner Schuld zu entgehen vorgenommen habe soll. Banuou U da Aus die Anfragen vieler Arbelterorga niiattonen bin. wiederholen wir nur Dar achtung für all Gewerkschaften, daß wir in keinerlei Verbindung mit Turpln & Co.. 13 West Washington Str , flehen. Wir rsuchrn all Arbeiter, genau zu u terscheiden. . damit kein Verwechselung vorkommt, denn eine solche könrte nur nachtheiligt Folgen für un? haven Wir empfehlen unsern 5. 10 und 25 'Cent? Laden allen deutschen Arbeitern. Wir sühren Alle? wa? in? Hau?dal,ung?fach einschlagt und laden unsere deutschen Freund um Besuche ein. Unser Laden befindet NÄ 26' und 23 Nord JUtnoi? Str. neben dem Bat,? Hau. . Der grobe 6. 10 und 26c Laden.. . Mit NüSflSt ans baö am Oonutag. den 1&, Ofp' tember vattsinbenbe WaisenseN,wnde daS JabrSs6deS cZvzkalßn Turnvereins ans Sonntag den S. Oktober öer scboben. ! v j - 4xtty&$' Ht .i i-H ,.im DaS GoaUf 1
Wiener Gerl$fTerm
Die kleine Blade. . Dem Strafrichter des zweiten BezlrN kn Wien lag jüngst folgende Ehren beleidigungsklage vor: Wohlgeboren Herrn Bezirksgericht! Den 10. Juli war mein Namenstag, denn ich heiße Amalia Purggleithner. Unter mir wohnt der Lehramtskandidat Michael Szenkowitsch, denn ich wohne schon seit 39 Jahren oben in demselben Hause im Dachstübchen als unschuldiges Mädchen. Kein Anderer als Herr Szenkowitsch hat die kleine Blade mit dem Dienstmann zu mir geschickt, denn er ist ein bewiesener Spaß- und Gedichtenmacher. Wohlgeboren Herr Bezirksgericht! Ich .kann mir die kleine Blade nicht gefallen lassen, denn ich steh' seit meiner Geburt rein da. Ich verlange daher die öhrenbeleidigungs klage, näm sich wegen zweimal streicht, altes Ding, altes Mädchen, u. s. w. Ergebenst Amalia Purggleithner." Zur Verhandlung ist nur die Klägerin und ein als Zeuge citirter Dienstmann erschienen, nicht aber der angeklagte Lehramtskandidat, welcher sich auf einer Fenenrerse befindet. Der Rlchter ot dert die Klägerin vor Allem auf, sie möge ihre Klage, aus der kein Mensch klug werden kann, präeisireu. Zuerst möge sie angeben, was für, Bewandniß es mit der kleinen Vlade" habe. Klägerin: Die hab' ich hier. Richter: Wo denn? Klägerin: In der Tasche! Unter allgemeiner Spannung öffnet sie' die Handtasche und überreicht aus derselben dem Richter einen sorgfältig in Seidenpapier gewickelten Brief. Richter: Was., soll dieser Brief? Klägerin: Das ist ja die kleine Blade. Der Brief enthält nichts als folgende Verse: Kleine-Blade. Wer streicht so spät bei Nacht am Ring? Es ist Amalia, das alte Ding! Da nahen plötzlich zwei Gigerl ihr, Amalia zerfließt vor Wonne schier! Rechts folgt der Eine auf Schritt und Tritt, Das andere Gigerl blieb in der Mitt'; Plötzlich seh'n sie ihr Antlitz bei Gas Davon rennt Jeder schnell wie ein Has! Ganz paff jetzt das alte Mädchen steht, Doch wie es dann seufzend weiter geht, Da schwört es laut den gräßlichen Schwur, Den Männer bleib' stets ich ferner nur! Richter: Ihre Klage ist jetzt allerdings verständlich, sind Sie aber auch sicher, daß Herr Szenkowitsch dies geschrieben hat? Klägerin: Kein anderer, nur er wohnt unter mir. Richter: Es muß ja nicht gerade von Jemandem herrühren, der unter Ihnen logirt! Klägerin: Er hat einen großen Rachen auf mich! Richter: Sie meinen, er will sich rächen'. . . .wofür? Klägerin: Wenn ich mich schlafen leg', so will ich schlafen ; der Herr Szenkowitsch hat aber oft in der Nacht Gesellschaft, laute Gesellschaft Da klopf ich manchmal auf den Füßboden, daß eine Ruh' is und dann hat er noch aus einem Gmnd einen Zorn.... Ich hab' nämlich manchmal aufgepaßt, wer aus seiner Kammer geht ... .daher der Rachen! Richter: Das sind Verdachtsmomente, können. Sie einen Beweis erbringen? Klägerin : Ich hab' ja den Dienstmann da, der mir die Blade" gebracht hat. Derselbe wird vernommen, doch geht aus seiner Aussage hervor, aß der Herr Lehramtscandidat so vorsichtig war, die Kleine Blade" in einem geschlossenen Couvert zu übersenden, so daß also der Thatbestand der Ehrenbeleidigung nicht vorliegt. Der offen gesagt herzlich wenig ' witzige Candidat wurde daher frei' gesprochen zum Aerger der Klägerin, welcher nur noch die Klage wegen Ehren, kränkung offen bleibt Lluthropologencongreb in Münster. lDa Mt der schheU.) X .5 der zweite Cvvarekttkuna svrack Prof. Schaaffhausen - Bonn über das Alter der Menschheit. Der Redner begann seine Ausführungen mit der & M w M nennmon oes Begriffs verNasie. Nacy der mosaischen Ueberlieferung ist das Menschengeschlecht 6000 Jahre alt, nach Lyell 200,000? Vortragender hält die Annahme von 15 20,000 Jahren für ausrechend. Als man die Spuren der Eiszeit entdeckte, memte man zunächst, der Mensch könne erst nack dieser Neit entstanden sein. Aber die Funde von Wetztton, vie Beweise sür das gwchzntige Dasein von Mensch uud Moschusrind meinten, dan iene Annahme irria ist. ES ist sogar anzunehmen, daß der Mensch schon zur Terttärzelt gelebt hat; aber sichere Svuren des Tertiärmenschen sind noch nicht gefunden. In Amerika sprechen die Funde für das gleichzeitige Dasein von Mensch und Mastodon. , Die Gleicbaltriaknt it dem MaMMUtb wurde für (frrrnh rft sichergestellt durch die Auffindung von rm ' ..it: - - . , Ü ammuiyroyrmmochen, v von Wenschenhand des Markes wegen gespalten sind, und zwar in dm Höhlen von Krakau durch Savicza und in mährischen Höhlen durch einige österreichische Forscher. Die Menschenrassen entstanden durch die Einwirkungen des Klimas und die Kultur. eWmn, wie anzunehmen, die! niedrigstehende Rasse die älteste ist, so betrifft, dies die äthiopi. sche. Die Merkmale roher gegenwärtig leoenoer ma)tn treten wieder auf fossilen Funden. i Dem kinnlosen "llnterkiek rn la Kaulette aleubt ? der ßirftr htr 93isW Von Neu.Gmnea. Daß der aufrechte Gang des Menschen sich erst allmälig entwickelt hat, beweist die gebeugte Kör. verhaltung der heutigen Wilden geradeso, wie das Skelett der Höhlenmenschen von Spy." Die Lage des Hinterhaupt, loches, die, hinten abgerundete Tibia, die geringe z Entwickelung der Waden
mmn, die mehr ausgehöhlte hintere Gelenkfläche am Metatarsus der'großen
Reye nndet sich ebenso beim lebenden Wilden, wie beim vorgeschichtlichen Menschen. Die belle ftarbe der Kaut. des Haares und der Regenbogenhaut des Auges ist ein Erwerb der Cultur. Alle Schnftsteller schildern die heutigen Culturvölker Europas als Barbaren. und die Schadelbefuude entsprechen die,em Uttynle. Daß aber d:e Rassen als solche schon sehr alt sind, beweisen die egypttschen Wandmalereien, die uns be tritt 1500 vor Christi dle hellfarbigen, blauäugigen Menschen neben dem Neger, vem uven, dem Mongolen, dem zopfgeschmückten Chinesen vorführen. Der wesentlichste Unterschied wischen Meusck und Tbier lieat eben in der Kröe des Gehirns. Zwischen den niederen und den höheren Rassen beträgt der Unterschied in der Größe des GeHirns 150 300Kubikcentimeter. Sckon in der Vorzeit gab es Lang- und Kurztopfe ebenso wie MMelformen. Der mittlere Inhalt des Gorillaschädels be trägt 485 Kubikcentimeter. derieniae des Neanderschädels nach Schätzung des ipros. Schaasshausen 1099 Kubikcentune' ter, derjenige Jmm. Kant's 1730 Kubikcentimeter. Entstanden ist der Mensch vermuthlich in den Tropen, seine höchste r i l nlwillelung yar er aoer rn oen gemäßigten Klimaten erreicht. In Europa wohnten vor den Kelten die Lavpen; was vor diesen da war, kennen wir nicht ; der Äeanderthaler hat nichts vom Lappen und nichts vom Kelten: die Leute vonSpy stellenden letzten Rest des Neanderthaler Typus dar. Amerika hat keine ureingeborene Rasse; überall weist die Ueberlieferung auf erfolgte Einwanderung hin. Auch Australien besitzt nur eingewanderte Bewohner ; die Thierwelt leistet dort ihr Höchstes in den niedrigstehenden Beutelthieren. War Rousseau verrückt? Aus der.Schweiz wird geschrieben: Der frühere Director der Neuenburgischen Irren - Heilanstalt Prefargier, Herr Dr. Chatelain, ein Psychiater von Rang, hat jüngst eine Studie veröffent licht, welche Freunden nnd Feinden des großen Genfers willkommn sein wird. Rousseaus Character ist schwer zu desinireu; er war ein Mann der 5?ontraste, wie Fleisch gewordene Inkonsequenz. Schon sein Gebühren in der Jugend verräth den bizarren Zug, welcher mit zunehmendem Alter sich immer schroffer entwickelte. Wie mächtig Conception und Dialektik bei Rousseau waren, immer blieb er von äußeren Eindrücken abhängig ; er hat keine Gewalt über die selbe, sie beherrschten' und peinigten ihn Monate und Jahre hindurch. Er sieht sich von Gegneni umrmgt, wittert Ver rath, mißtraut dem aufrichtigsten Freund, und glaubt, alle Welt habe sich gegen ihn verschworen. Er gerath in Zorn über die Spatzen, die, obwohl er ihnen Futter streut, scheu von ihm fortfliegen und die Liebkosungen seines treuen Hundes sind ihm verdächtig, weil sie sich zu oft wiederholen. Manche Verrückte, sagt Dr. Chatelain, rächen sich an ihren Verfolgern, wie sie nur können und sie betrachten diese Rache als einen Akt gerechter Vergeltung. Andere verhalten sich durch aus passiv und begnügen sich, die Behor den und die Oeffentlichkeit mit Beschwer den, Bitten, Rechtfertigungen und Aufklärungen zu behelligen. Rousseau zählte zu den Letzern ; er klagt und vertheidigt sich fortwährend und greift, um die .Complotte" der Widersacher zu vereiteln, zu den drolligsten Mitteln ; cin mal vertheilte er sogar auf Straße und Promenade ein Manuscnpt: "Billet circulaire a tout trancais ami de la verite". Er litt an hochgradigem Verfolgungswahn, und auch Diejenigen, welche ihm von Herzen zugethan warm, mußten den Verkehr zuletzt abbrechen.
Jean Jacques wurde unerträglich und so erklärt es sich auch, daß das falsche Gerücht, er habe durch Selbstmord geen det, sich lange hartnäckig behauptete. Es steht außer Frage, daß verschiedene Verhältnisse schlimm auf ihn einwirkten, aber sie haben nur ein Uebel befördert, das von Anfang in ihm steckte, dessen Keim er mit auf die Welt, gebracht; er bietet ein frappantes Beispiel für die Theorie der Vererbung. . Der Genfer Historiker Gaberel räumt ein, daß der Va;er Rousseaus. ein Uhr wacher, welcher nebenbei Tanzunterricht ertheilte, ein leidenschaftlicher, frivoler und nicht sehr achtungöwerther Bürger war, betont aber, daß die 15S5 aus Frankreich eingewanderte Familie allezeit in hohem Ansehen stand. Nach den Forschungen der Herren Tufour ' Vcrneö und E. Ritter kann das innere Familienleben kein geregeltes und musterhaftes gewesen sein. Die Männer liebten meist das Vergnügen, die Fraueu waren vielfach leichtsinnig, und manch: Kinder verloren sich spurlos. Der arme Jean Jacques hatte wohl die Sünde der Väter zu büßen und in einer düsteru Stunde hat er auch gesagt: Meine Ge burt war mein erstes Unglück." Der unbekannte Schwiegersohn. Junger Mann: ...Daß ich es gerade heraus sage, ich bitte um die Hand. Ihrer Tochter,! Vater: Bedaure, die ist schon verlobt ! Junger Manu: Verlobt? Und mich hat sie vorgestern noch gebeten, heute bei Ihnen um ihre Hand anzufragen! Vater: Ah, pardon, dann sind Sie also dce junge Mann, mit dem sie sich verlobt hat?! Warum seine Hunde fort laufen. A.: Siezeigen schon wieder an, daß ein.Hund Ihnen entlausen ist; das , ist ja schon der dritte seit einn Monat! - 58.: Ja, seitdem meine Tochter Gesangsunterricht nimmt, hält es gar kein. Hund mebr bei uns aus! x j Cifenivaarrn jeoer Art, Pulvn. Munition u. s. w.. zu mäbigen Preisen im Ntuen Laden von B. H. Vanier, N. O. Ecke der DlorriS und Meridian Str. ' . svü " ; : ' - V ' & (. ;
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Warum immer müde, matt und mtxli tühltn ? Warum blosse hoble Wangen? Gsundhit und Wohlbtsinden können wieder itrgesiellt weeden, wenn Sie un ser Mittel gebrauchen. Warum keinen Versuch machen, ein helle, klare Augt. einen elagischen Schritt rosige Wangen und eine gesunde Haut htrzufleZltn, wenn die Mittel iovtkhald JheeS.BereicheSsind? Hunderte von Leuten in der Umgegend sind dauernd witderdergtßtllt Bolden, dadurch daß sie die chinistschen Kräutermittel gebrauchttn. Sie schicken siU Zeug, nige in. Lesen Sie da? folgende: Gesundheit! s
Äeugnkg vsn uvzwelfelbafter Quelle. Indianapolis. Ind , 3l. Juli 1ö90.
Meine Frau hat die Mitte! der Gun Wa chinesischen Kräutermedizin So. gegen HSmorrhoiden gebraucht, und sich sofort damit kurtrt. Sie hat zehn' Jahre oder länger gelitten und erwartete nicht so schnelle Heilung, da ihr gesagt wurde, daß il
längere Jett nehmen würde. Sie hatte alles Mögliche gebraucht und unser Haus arzt war nicht im Stande sie zu kuziren. Ich kann in meiner Dankbarkeit blos ausdrücklich sagen, daß ich nicht fünfzig Dollar sür ein Packet der tt.üuter nedmed
wü,de, wenn eS nicht ersedt werden könne. Ich gestatte mit Vergnügen die Ver' öfferitlichung dieser LuSsage, und wenn ich sage, daß meine Frau von ihrem Leide kurirt ist. d ann me in e ich kurirt. C. Zimmermann, LOS Ost Washington Straße.
Verlängert das Heben und gewahrt Jedem OrleicSternug.'
Was?
Die Gnn Wa l)iueWe
Die Geihlichen benützm und mpfehlm sie. R.v. Vater Watson von St. Lcui?,. Mo., Rev. A. L. Murray von Sreencaftle, Ind , Rev. John H. Cla , von Indianapolis und viele Andere.
Die Aerzte empfehlen unsere Mittel und unsere Behandlung. Dr. 3. E. öhspman von Detroit, Mich., ein prominenter Arzt von PittSburz, Pa., u. Andere.'
Die Leute sagen von unserer Behandlung : Sie half ir. Sie retttte mei L.ien. Sie knrirte mich. Sie fiidt mit Stärke. Alle schlug fehl auszeuommeu d:eß. Hamorrhoideu sind gthkM. Rheumaksmu ist besser. Tatarrh ist ft. NndSs Schwäche ist veg. Und hundert ähnliche Ansprüche. Die Gun Wa chinesische KrSuter.Medizm Cs. sagt : Sie müssen begreifen, dab wir nicht ein Univerkalbtilmittel für alle Uebel ha den, sondern für jeden Fall baden wie besondere geeignete von den besten Aerzte des Lande zusammengefetzte Mittel. Die Compagnie berechnet nicht für Consaltatlon und Rath. Füe Jeden, die ein Leiden hat. wird sich lohne vorzusprechen. E kostet nicht. Sollte Ihr Fall ein solcher sein, dab er durch unsere Mittel nicht kurirt werden kann, so vkd Ihn da unser untersuchender Arzt, der zuverlässtg i sagen. Viele merkwürdig lkureu sind durch den anhaltenden Gebrauch unserer Mittel btverlgklligt den und Uebel, welche von guten Aerzten aZS chronisch und unheilbar bezeichnet wurden, find nicht nur gemildert, sondern vollständig geheilt worden.
Sprechen Sie vor oder schreiben Sie, Alle Briefe find zu adresstren . . ' -. Chiaese lerb
CIo, 25 Qsst Qashlngion Qtraye JnvianapoliS, .
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" Wenn Sie zu beschäftigt während der Woche sind, kommen Sie Ä SDtaz. Keine Berechnung für ' Consultatien oder Rath. , ' , ,' , -, ,,,,, tj
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4 Uhr Nach. ! ,i, - Vil'ifillfelßilP'iii'1 7i!i;it;741b;:llfiil! 4 i;:iü ji. ' 7'",i 11"'!'
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