Indiana Tribüne, Volume 13, Number 341, Indianapolis, Marion County, 28 August 1890 — Page 1
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mmmmmmmammtammmmimmmmmmmmmmtmmmmmmmmmmmmmemmnmmmmmmaMmm, jwwwMWMwwwwpjjai mmmmtmmmmmmmmmtmmmmmmmtmak Jahrgang 13 Ossiee: No. 130 Ds Marhlaud Straße. 3o. 341. Indianapolis, Jndiana, Donnerstag, den 28. August 1890. . . ... mmmmmmmm-mmm.mmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm
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dirs Spalte koSm S Cent ptt Seil Anzeige in Kelchen SteÄeu gesucht, ode? fferktt Knden, finden unentgeltlich tlnfnnh. Dieselbe bleiben Tage fithen, Untn aber abeschränä erneuert werden. Anzeigen, welche bis MMagk 1 Uhr nbgc zebe derben, finden noch am selbigen Tage llusnabme. Verlangte Beelngt: Sin gterBb:er. Ns. 9t Nord Dela. mixt Strase. 2laz fit r langt: Sln fahnver Ausmärt, trd sokort mZnscht. Teutsche? b.vorju?? Ekele Bark Hkl. 2sig ,,lat: Ei deutsche 0Misn sZr allgemeine ja&iJtftcit; guter Lohn. No. 633 Nord fifftil -trahe. ,V: 28ag erlangt in jfcutf$tt Mädchen um allgemein $aulit5it ,u verricht, abzufragen 9io. 4a: rda? da Stellegesuche. 1 ch t: Sin 18 kiahi eitel Mädchen, da 5uts und Englisch sortchf, v9 autcn ttcrti ist, wünscht ein Cu He i ir tut guten Haufe. Lann auch Zeug ttiiT utmetsen rainn verlangt, ähere in dr Office d sttel. 29 28ij WeescbiSdsVS Urpachrn: öS Äcker vom beftin Barten Tand, llil ine eil- westlich von der Jrt,n.?nstalt it gutem Hau, Stallungen erden gebaut, eh rgros Farmen; h?er Häuser mit und ohn EaR.Kf und u&$al der Stsdt. L erkauf,: Häuf und Sotten tu allen Ltadttheile. Farmen klem rnd groß, nahe bet der tadt, in dtsem und anderen Etsaten, sowie meh rett gut gelegen Geschäftshäuser nd leer Lotten, ehre Läckereie, Srec;:teZ. ?ales nd ander schift. G.A. Sürglr, Ha Äalhmgtsn StraZ?. Dr. I. Sutcliffe VschIMgt sich autstUiNch mit n,där,tlich,Fäl 8 und caU geschlecht uns Lrtntranlchett. Off: o. Sö Off Market Straße. ff.Stsndn : s bi 10 Nhr vorm. z bi, Z NZ, ach. Stag augnoi. rlvdS4t. Dr. ZQ. R.. LEWI8, xrakttzir, aöfchliköttch in HalS n. Nasen-Krankbeiten, SK? Nord Delaware Straße, T,le,ho KBZS. Offtreftnd: 9 Uhr orm. bi t Uhr Lach mitte gk. , Slifford vveeue Sau und EarVrln tgtt am onrog, t. Srt,mder, mit einer -rrtn Serie. Da Buch i( intragng li gt in der Offlc d,S Sekretär, o. 89 Oft artet Sirz? auf. LnrztichKch, onhetl für Um, Ut Selb ailegev, uc den, der solche ltd? 'll Zei Jadr er lg reicher Thätigkeit. Znt)ii.t im; Beiträge b S.nr x? Woche; Plämium bearerizt Di tnse höre auf, vnnn an tc AntheU inbezablt hat. Dteek orn: Hen,? QtiUl, . W. rown, S. . Fletcher, A .la,John Furna. Mfre, K. Pott. . -Oürooer, Sekretär. Großes Konzert! ta IPIfooßjaiixo&airtfeim - am Donutrstag, 28. August. Musik von iTullcrrar Orohogtor, 18 Mann stark. Gintritt 10 TentS. Eenteal Gasten ! Ecke Washington und Eaft Straße. Zr schöastt AmUiegteu in der Stadt. I? ZUTHU W AGNEXl, igt. Der Sarien ist Zet am schöufiea eingerichtet nud wirb Nicht unversucht gelassen jedem Be suchn den Anstnthalt se asgenehm tiu mög(ich zu Wache. eorße HernnaiiD. IJoichsu-BeftcuttsV. Osflc: Ib. 36 Cfti Delaware Gtxafi, i 6. 110, 121, 124, U 3, 1S8 Oft yesrlfir TeUbtra Oll. OR, ks d Nl eh . Snr k ei oxn,Vch kauf,, verkaufen wir Jha M , den folzende Preisen : Geutge U 7i Pfd. aas einmal $1 00 per 100 Pfd. 75 III 100 Pfd. aus ,inmal?5e per 100 Pfd 150 Ut 00 Pfd. aus inmal tte ? ll Pfd. Ä bi S, Pfd. aus inmal S0c per li Pfd. an spreche i einem 9UU(l i D xyt, 1Q In llQD . Ayenu, . uiUattn ist nicht gestattet, Kontrakt schüez,. CDSQJlKIDTlPm
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Dc. Robert Koch, der berühmte Ent decke? des CholerabacMuS, hat im inter nationalen medizinischen Kongreß zu 33ei lin erklart, daß er jetzt nicht nur den Tu berkel (ZchvZndsucht)'Bzc'tllus, sondern auch daS Mittel, die Schwindsucht zu hei len, gefunden habe. Worin das Mittel besteht, hat er noch nicht auseinanderge setzt, weil er seine Experimente erst zu Ende führen und mit einem fertigen Re sultat vor die medizinische Welt treten will. Von einem so ernsten Gelehrten wie Dr. Koch steht nicht zu v:rmuthen, daß er Hypothesen für wissenschaftliche Thatfachen ausschreien würde, so daß die Hoffnung vorhanden ist, ihn als einen großen Wohlthater der Menschheit seiern zu dürfen. Eine auS zweifelhafter Quelle kom mende Depesche meldet, daß eS bei der großen sozialdemokratischen Versammlung in Berlin vorgestern Nicht nach Schluß derselben zu blutigen Szenen gekommen sei, weil eine große Anzahl Anarchisten, welchen man den Eintritt verwehrt hatte, einzudringen suchte. Diese Nachricht ist unserer Ueberzeugunz nach unwahr oder sehr stark übertrieben. Derartige Nach richten sind in letzter Zeit vielfach verbrei tet worden, und diese Thatsache steht jeden falls mit dem Ablauf des AuSnahmeze setz es am 1. Oktober in Verbindung. Eine ähnliche Nachricht von Zürich vor mehreren Wochen hat sich als unwahr erwiesen, die kürzliche Nachricht von einem Angriff auf Bebel bei einer Versammlung hat sich als unwahr erwiesen, und so wird eS sich auch mit dieser Nachricht ergeben. Es besteht offenbar auf gew.sser Seite das Bestreben, die Ansicht zu verbreiten, daß die Disziplin innerhalb der sozial demokratischen Partei bei größerer Btw; gunzöfreiheit mit dem Aufhören des AuSnahmegefetzes verschwinde, und es besteht offenbar daS Bestreben MeinungSverschie denheit zu Spaltungen aufzubauschen und letztere in die Partei hineinzutragen. Die Geschäfts . Erisis zieht in Deutschland lanzsam heran. Am fühl barsten ist sie bereits in der Eisen'Jadu prie. In den Walzwerken bleiben die Bestellungen auS und eS droht Beschafti gungslosigkeit. Die. Organisation der Arbeit auf einem großen Walzwerke ist keine sehr einfache Sache, es gehört ein sicherer zuverlässiger Arbeiterstamm dazu, der natürlich beim Einstellen des Betriebes sofort sich zerstreuen würde. Man müßte dann mit vielen Kosten und Mühen neue Leute anlernen. Man wird also gänzliches Aufgeben des Betriebes möglichst vermeiden, um wenigstens die wichtigsten Arbeiterstämme festhalten zu können. Man schlägt also vor, nun in ganz Deutschland an größeren Orten La ger von Walzeisen zu errichten, und vorlausig für diese Lager weiter zu arbeiten. DaS kann ganz gut gehen, wenn die CrisiS nicht zu lange dauert, sondern sich bald wieder Befferung zeigt. Dauert aber d!e Geschäftsstockung an, so würde die aufgespeicherte Waarenmenge selbst eine schwere Last für diese Industrie werden. Der Eisenhandel der Zwischenhändler würde durch diese Fabrikantenlager ohne Zwei fel vernichtet werden. Dieser Fortschritt der kapitalistischen Herstellungö weise läßt uns zwar sehr kalt, zeigt aber, wie das Rad der Zeit in der heutigen Staats und Gsellschaflsord nung, im heutigen wirthschaftlkchm AnarchiömuS, an dem Alle gegen Alle erbarmungsloS um den Prosit kämpfen, über eine Capitaliflenklaffe nach der andern vernichtend hinweggeht. Im Siegerlande fängt man an, Hoch ofen auszublasen und also die Einher stellung zu beschränken. Dort braucht man nicht zu zögern, die Arbeiter zu ent lassen, denn der Hochofenbctr'keb ist eine leichter zu erlernende Arbeit für die Ar beiter, als das Walzen und'Puddeln. Zwei Hochöfen sind bereits geschlossen worden. Außerdem wird auf sämmtli chen Hochöfen langsamer geblasen, doch genügen sämmtliche Betriebseinschrän kungen nicht, den Minderbedarf der Wahwnke auszugleichen. Auf einzel nen Hütten beginnen sich bereit? Bestände zu bilden. Die Spekulation in deutschen Jndu striePapieren hat fast ganz aufgehört. Die Aktien der Kohlen und Eisenwerke sinken im Preise. Die Aengfllichkeit deS Kapitals spiegelt'Vtch an der Börse wie der. Sie ist lustlos, d. h. es will unter den obwaltenden Umständen weder Je
mand kaufen noch verkaufen. Für die Arbeiter ist diese Geschäftslage ein Grund zu ernster Besorgniß. Die Unternehme? werden dabei mehr zur Bedrückung der Arbeiter geneigt. Die Arbeitseinschrän kungen müssen zu Entlassungen in vielen Geschäftszweigen führen. Mancherorts würde man vielleicht in Unternehmerkreu sen einen Streik nicht ungern sehen. ES würde die größeren Fabrikanten entlasten
und die kleineren vernichten, waS den er fieren natürlich nur erwünscht sein kann. Auch in England ist eine entschieden rück läufige Bewegung zu verzeichnen, die sich nun auch ausdrückt in der agresiiven Ma nier, in welcher die Kapitalisten gegen die Arbeiter zum Theil schon vorgehen. Der Werth der Organisationen wird sich jetzt zu erproben haben. DkathNalhrtl)teu. W , t t t a u f f 1 0 ! i it. Für Jndiana : Hübsches wärmere Wetter. Sch lägere, im Repräsen tantenbause. Washington, 27. Aug. Im Re. prüsentanten Hause kam eS heute zu def tigen Szenen, so daß eS unmöglich wurde, die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die schlimmsten Schimpfnamen warfen sich d e Leute gegenseitig an den Kopf, und schließlich kam tt sogar zwischen Wilson und Beckwith zu einee sörmlichen Schlä gerel. Der Streit entstand wegen dirschieden Ordnungifeagen und die Her stellung der Ordnung erroieS sich als eine Unmöglichkeit, weöhald die Sidung aus gehoben werden mußte. Katholikentag. Ptttödurg. 27 Aug. Da hiesige Locakcomite hat einen Aufrus an alle ka tholischen Gemindkn de Landl erlassen. sich lo zahlreich, wie möglich an dem vom 22. bi 25 Skptembtk stat'stadendka deutschen Katholikentag zu bktbeiligen. Der Eisenbahnstreik. Nem V ork, 27 August. P iwderlt) und SekretSe Hay.S von dee vx:cutive der Knight of Labor dtftiden stch wie der hier. Sie fager, der Streik werde kiineSlneg aufgegebtn. Sie würden im Gegentheil die noch übrigen im Dienst bkfindlichen KaihtS of Labor an den Streik rufen. Der Streik in Chicago. Chicago, 27. August. In der Situation in den Stockyard hat stch wesentlich , nicht geändert. Die Besör derung von Waaren findet nur thellveise statt, so weit eS eben durch die Anstellung von ScabS möglich ist Die Verbindung der Weichensteller sagt, daß von den Streikern nur sehr wenige zur Virbinduna gehören und daß die Brüderschaft der Weichensteller den Streik nicht gut heißen und sich überhaupt gar nicht mit demselben beschäftigen werde. Der Ziegler. Boyc ot t. New V ork, 27. Aug. Der von den Ziegeleibesttzern gegen die Geverk-Ver eine der Bauhandmerker in Scene gesetzte Boycott ist wohl bis jetzt dir erste von Arbeitgebern gegen eine ArbtlterOrga nisation bewirkte Boycott und hat eine merkwürdige Gtschichte. Vor drei Jahren nämlich organistrte der Arbeitörttter - Werkmeister Maguire von der DistriktSversammlung 49 in Ber Planck'S Point und Haveestra. N. I.. elne Local.Assemdly.der dortigen Ziegel streiche? von etwa 400 Mitgliedern. Später weigerten stch die Arbeitgeber, Ar beitöritter zu beschäftigen, und so ordnet D. A. 49 einen Streik an. Viele jener Mitglieder traten jedsch wegen mangelhafter Geldunterstützung au der Loca! Assembly au, und so ging der Streik in die Brüche. Daraus verlangte D. U. 49 von den Berplanck'schen Fabrikanten, nur ArbeltZritter zu engagiren und alle anderen Arbeiter abzulehnen. Dessen weigerten stch die Fabrikanten, und er klärten jetzt ihrerseits einen Boycott ge gen alle Arbtitsrittek. Dazu gehören also die Gewerkschaften der Bauband uerker. und überall dorthin, wo diese be lchäftigt find, liefern also N. J.Zleae, leitn feine Mauersteine und Ziegel. Die Vaugewerke umfassen alle GaS und Röhrenleger. Maurer, Steinmetzen, Zkm merleute. kurz alle Handwerker, welche mit dem Häuserbau irgendwie in Verbin düng stehen. Bi Freitag spätesten werden sämmt liche Vorräthe von Mauersteinen und Ziegel ausgebraucht sein, und die Folgen werden stch dann empfindlich fühlbar ma chen. Ct Qakl Biömarck und der Bai er n König. Berlin. 27. August. Trotz der ursprünglich ausgesprochenen Absicht,
während stinkö Kisgnger AusenthalteS keinem Journalisten "eine Unterredung zu
gestatten, hat Fürst BiSmarck stch dieser Tage dennoch von einem Redakteur der .Neuen Bairischen LandeSzeitung inter viewen lassen und stch. mit diesem Haupt sächlich über interne bayerische Angelegen heilen unterhalten. Er sprach längere Zeit vonden durch den jüngsten Minister Wechsel geschaffenen Veränderungen und nahm hierbei Veranlassung, zu erklären, daß er fich nie in die inneren Ungelegen heiten Bayern gemischt habe, weder zu Ludwig li. Lebzeiten noch später. WaS man in dieser Hinsicht in den Blättern und in politischen Kreisen von ihm ge sagt, sei erfunden. Er habt nie den Ver such gemacht, den unglücklichen zweiten Ludwig zu beeinflussen, wie man ihm häufig nachsagte ; dagegen sei er dem Könige häufig mit seinem Rath zur Seite gestanden und habe noch bi kurz vor der Katastrophe mit ihm' Briefe gewechselt. Wenige Tage vor der Katastrophe habe er. BiSmarck, von dem Kammerherrn und Flügeladjutanten de König, dem Era fen von Dürckheim, eine Depesche er halten: Der König btfiade stch in einem Zustande unbeschreiblicher Erregung und bekÜmmernSwerther HtlsSlostgkeit ; Se. Majestät lasse den Fürsten um bissen be währten Rath bitten. Ich habe, erzählte BiSmarck dem Besucher, dem Könige daraufhin zurück telegraphier, er solle so fort nach München fahren, stch dem Volke zeigen und sein Interesse vor dem Land tage selbst vertreten; die Liebe de Volkes zu ihm sei eine gerechte und er dürfe ihr getrost vertrauen. Einige Tage darauf zog man die Leiche au dem Starnbirger See. Allerlei. In der Nähe von Madrid find einige verdächtige KrankheitSerscheinungen vor gekommen. ' Man befürchtet, daß die Cholera nach Madrid gekommen ist. I Mkicko hat man Nachricht, daß da FriederSprotokoll zwischen Guate mala und San Salvador unterzeichnet ist. Tausend Familien sind in Tokai ob dochlo. Fünf Persoi?." fanden ihren Tod. Kaiser Wilhelm ist wieder in Potsdam Ein Handelsvertrag zwischen der Türkei und Deutschland ist abgeschlossen worden. Cody und Dr. Carver, ersterer bekannt unter dem Namen. Buffalo Bill, befin den fich Beide in Hamburg mit einer Wild West Show. Zwischen den Mannschaften Beider ist S schon zu Schlägireien gekommen und bloß den Behörden ist S zu verdanken, daß nicht schon sehe blutige Zusammenstöße statt gesunden. Die Einwanderung vieler Deutscher hat in Sansibar die Arbeitslöhne sehr herabgedrückt. 0Qii7SnriQten. Angekommen in : Neu Jork: .Majestic und .Wyo ming- von Liverpool, WaeSland von Antwerpen, .Veendam" von Rotterdam. London: .Rottktdam- und .Saale von New Jark. QueenStovn: .Teutonic" von New York. Moville: .Circassta von New York. Hab,u whrsJ inltch .vime 9? ve!s nutz ander Schund gelesen. Mehrere Polizisten begaben sich gestern vor die Stadt hinau, um einige farbige Tramp, welche in Terre Haute verlangt werden, zu suchen. Die Tramp haben sie nun zwar nicht gesunden, der nahe der Belmont Ave. stießen sie auf zwei 16 Jahre alte Bengel, von denen einer unter einem Baume eingeschlafen war. Si? waren gut gekleidet und hatten eine Reisetasche und eine Flinte bei stch. Die Polizisten wollten da Reiseziel der jungen Leutchen kennen lernen, und sie antworteten, daß sie fich nach St. Louis begeben werden. Mit Bezug auf andere an fte gerichtete Fragen verhielten sie sich jedoch sehr zugekaöpst und die Polizisten durchsuchten daraushin die Reisetasche der jungen Wanderer. Da fanden fie denn eine Partie Einbrecher.Werkzeuge. falsche Schurrbärte und eine Anzahl Schlüssel, $10 in Dime. Nicke! und Cent. Da Geld war in ein Taschentuch eingewickelt. Al die jungen Leutchen ihre so?dkrbaren Reichthümer vor den Augen der Polizisten enthüllt sahen, brachen fie zusammen und fie gestanden, daß fie die Olficeräume im Thorpe Block an Ost Mark.t Straße ge plündert hatten. Die Winchester-Jlinte haben fie au der Office de Herrn Ald riöge gtstodlen, und da Geld stahlen fie von jungen Mädchen, welche im Geschäfte
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von McGilliard & Dark arbeiteten. Die Knaben kommen au anständigen Fami lien. Einer derselben heißt Earl Cpain und seine Eltern wohnen No. 330 College Avenue. Der andere heißt Fred Conner und seine Eltern wohnen No. 483 Ash Straße. Die Knaben stvd wahrscheinlich durch schlechte Lektüre aus Abwege ge rathen. Sie scheinen fich mit den aben teuerlichsten Gedanken getragen zu haben, denn bei Jedem wurde eine Karte gesun den, welche besagte, daß der Inhaber
Mitglied einer amerikanischen und euro Väischtn DetekliveVerblndung sei. Sehr schmeichelhast ist diese Genossenschaft für die Herren Detektive zwar nicht, aber die Knaben scheinen von der richtigen An ficht ausgegangen zu sein, daß fast alle Spitzel ihre Carriere schon als Spitzbu den begonnen haben. Heute Morgen wurden die Bursche dem Criminalrichter vorgeführt und die Väter derselben unterbreiteten eine Petition, in welcher fie den Richter baten, fie nicht ins Zuchthaus, sondern in Anbetracht ihrer Jugend in die BefierungS Anstalt zu schicken. Der Richter kam dem Wunsche der gebeugten Väter nach und während er den Knaben noch eine Mahnrede hielt, schluchzten und weinten die unglücklichen Väter so bitterlich, daß auch die Umstehen den von tiefem Mitleid ergriffen wurden. Stellt llct selbst eine Fall,. George A. Jackson wurde gestern Nach mittag verhaftet. Der Mann ist bessul digt, in Kokomo den Kaffaschrank von H. E. Henderson erbrochen und werth volle Briefe daraus gestohlen zu haben. Kurz nachdem der Einbruch verübt war, erhielt Herr Henderson einen Ralph Whitney unterzeichneten Brief, in wel chem stch der Brielschreiber erbittet, ihm die Papiere auSzuliesern. fall 5 er $100 post restante nach Indianapolis schicken werde. . Henderson setzte stch hieraus mit hitst gen Detektive in Verbindung und eS wurde verabredet, daß er ein leeres Cou vert hierherschicke, und daß die Detektive aufpassen, und den Mann, sobald er den Brief in der Postosfice holt, abfassen. Gestern lagen daher d'e Detektiv: den ganzen Tag aus der Lauer bi Jackson endlich spät am Nachmittag sich den Blies geden ließ. Gleich hatten ihn die Detek tive am Kcagea. Der Bursche ist erst 20 Jahre alt. und behauptet, daß seine Eltern. No. 608 Nord Misstsflppi Straße, wohnen. Er sagt, er habe den Bries aus Veranlassung eines Andern geschrieben, der ihm versprochen hatte, die 5100 mit ihm zu theilen. Er selbst habe nichts mit dem Einbruch zu thun. Sehr schlau hat er übrigen die Geschichte nicht an gepackt. Gin gemeiner StreiÄ. Daß unser Polizist Weirick eine Zierde der hiestgen Stadt ist. wußten wie schon lange, aber gestern hat er einen Streich begangen, der allen Gemeinheiten, die er bis jetzt verübt hat, die Krone aussetzt und für welchen ihm ine gute Belobung gegeden werden sollte. Die ganze THS tigkeit dieses Menschen besteht darin, den Wirthen August Christian und G. Ro saSco. welche in der Nähe vom AuSstel lungSvlatze Bier beim Quart verkaufen, aufzupassen, und dieser OrdnungSheld wünscht nichts sehnlicher, als die Genann ten bei einer Gesetzesübertretung erwi schen zu können. Brother Shafer von der Straßenbahngesellschast, der auch je den Saloon al die Hölle ansteht, ließ in seinen Straßenbahnställen. welche stch nahe der Chrtstian'schen Kneipe blfinden, einen Zettel anschlagen, aus welchem ge tchrieden steht, daß irgend einer seiner Arbeiter, der bei Christian oder Rosaöco Bier trinkt, sofort entlasten wird. Da war zwar ein etwa derber Uka aber ein Straßenbahn Monopolist kann fich so etwa schon erlauben. Er ist ja Zar in seinem Reiche. Der Kondukteur CvarleS Warner hatte aber die Geschichte entweder gar nicht beachtet, oder doch nicht sehr ernst genommen. Er ließ stch gestern alS er eine kurze Ruhepause hatte, von dem Wirth Christian ein Quart Bier auf seine Car bringen, unö verehrte nichts Böle ahnend, sein Vesperbrod da zu. Man weiß wie anstrengend der Dienst der Straßenbahnleute ist. und wie schlecht fie bezahlt werden. Wenn man aber tagtäglich Kraft verbraucht, so müssen dem Körper neue Keätte zugesührt werden, und dte glaubte Warner ver mittelst deS erfrischenden Trunke zu thun. Er hatte indeß vergessen, odeS e? auch nicht gewußt, daß da Auge de Spitzel Wkwck wacht. Diese Sudjekt hatte nicht? Eiligeres zu thun, a! zu dem Brother Shafer zu gehen und ihm die Geschichte zu erzählen. Brother Shafer. der doch ein sehr guter Christ sein will. entließ den Condukteur Warner sofort. trotzdem derselbe eine Frau und 4 Kinder zu ernähren hat. Man fragt fich da. wer von den Beiden, Weirick oder Shaser schofler gehandelt hat.
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