Indiana Tribüne, Volume 13, Number 330, Indianapolis, Marion County, 17 August 1890 — Page 7

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vie Zwerge im eentralafrikani. schen Wald.

Zu den interessantesten Kapiteln i Stanleys neuestem Werk Im dunkelsten Afrika" sind die Schilderungen des centralafrikanischen Waldes und der in einem Theile desselben lebenden Zwerge. Ueber diese Zwerge erzählt Stanley örtlich Folgendes: Zerstreut unter den Valesse zwischen Jpoto und dein Berge Pisgah im Lande zmifchen den Flüssen Ngaiju und Jturi, einer Region, welche etwa zwei Drittel so groß ist wie Schottland, leben die Wambutti, die auch Batua, Akka und Basungu genannt werden. Diese Leute sind ?!omaden von weniger als normaler Große. Zwerge oder Pyzmaen, leben in dem unaelichteten Urwalde und ernabren sich von Wild, das sie sehr geschickt zu j sangen verltetzen. zhre Größe rst verschieden, von 9o Ctm. bis i Mtr. Ein ausgewachsener männlicher Zwerg wiegt 40 Kilogr. Sie schlagen ihr Dorflager in der Entfernung von 3 5 Kilomtr. im Umkreise um einen Stamm der ackerbautreibenden Eingeborenen auf, von des neu die meisten schone kräftige Leute sind. Um eine große Lichtung haben sich Vielleicht 8, 10 oder 12 getrennte Gemeinden dieser kleinen Leute nkedergelassen, die insgesammt 2000 2500 Seelen zahlen mögen. Mit ihren Waffen, kleinen Bogen und Pfeilen, deren Spitzen dick mit Gift beschmiert sind, und Speeren, todten sie Elefanten, Busfel und Antilopen; außerdem graben sie Gruben und bedecken sie in geschickter Weise mit leichten Stöcken und Blättern, rauf sie Erde streuen, um die unten drohende Gefahr den ahnungslosen Ty eren zu verberge, . Sie stellen schuppenartige Bauwerke nr, deren Dach an einer Ranke hängt, und breiten ?!üsse oder reife Bananen darunter aus, um die 'Schimpansen, Paviane und sonstige Affen hineinzuloksen, wa'.auf bei der geringsten Bewegung die Falle zufällt und die Thiere gefangen find. Längs der Fahrten der Zibethsetzen, Bandilksse, Ichneumons und kleiner Nagethiere stellen sie Aogenfallen auf, welche r selben beim eiligen Durchschlüpfen festhalten und erdrosseln. Außer dem Fleisch des geschlachteten Wildes benutzen sie die Haut, um Schilde herzustellen, den Pelz und das Elfenbein; ferner fangen sie Vögel der Federn wegen, sammeln Honig im Walde, bereiten Gift, und verkaufen alles an die größeren Eingeborenen für Bananen, t'zße KartsfZetn, Taback, Messer und Pmle. Der Wald würde bald von Wild entblößt sein, wenn die Zwerge sich nicht aus wenige Quadratmeilen um die Ächtung beschränkten; sobald das'Wild spärlich wird, sind sie Vaher gezwungen, nach'anderen Niederlassungen weiter gU ziehen. Sie leisten übrigens den ackerbautreidenden größer gewachsenen Klassen der Eingeborenen noch weitere Dienste. Sie sind vorzügliche Kundschafter und ermöglichen durch bessere Kenntniß in den Wirrsalen des Walde, rasch Nachrichten von dem Herannahen von Frem: den zu erhalten und ihren angesessenen Freunden Mittheilung davon zu machen. Sie sind alle gewissermaßen freiwillige Posten, welche die Lichtungen und Ansiedelungen bewachen. Jeder Pfad, gteichoiel nach welcher Richtung er geht, führt durch ihr Lag r; ihre Dörfer beherrschen jeden Kreuzweg. Gegen fremde Emgeborene, welche angrisjslustig sind, würden sie sich mit ihren grögern Nachbarn vereinigen, und sie sins als Feinde keineswegs zu verachten. Wenn Pfeil dem Pfeil, Gt dem Gift und Verschlagenheit der Verfchlagenheit gegenübersteht, dann wird vermuthlich diejenige Partei gewinnen, der die Zwerge beinehen. Ihre kleine Gestalt, bessere Waivmannskunst und größere BöSwillig'eit würden sie zu sehr starken Gegnern machen, und das sehen die ackerbaukrerbenden Eingeborenen sehr gut ein. Manchmal dürften sie allerdingS wünschen, daß die kleinen Leute sich jonftwohin begeben mochten, da die Bevölkerung der nomadischen Gemeinden oft zahlreicher ist, als diejenige der Niederlassung, und letztere für kleine und oft unurcichenöL Gegengabe an Pelzen und Fleisch den Zwergen freien Autritt zu ihre Bananrnhainen und Gärten lassen mvß. Mit einem Wort, keine Nation der Welk ist frei von menschlichen Schmarotzern ; die Stämme des centralasrikanischen Waldes haben viel von diesen kleinen wilden Leuten zu ertragen, welche sich an die Lichkiingen heften und ihren Nachbarn schmeicheln, wenn sie gut genährt werken, sie aber sonst durch ihre Erpressungen und Näübereien bedrücken. Die Zwerge stellen ihre Wohnungen, niedrige Bauwerke in Gestalt eines der Lange nach durchschnittenen eiähnlichen Körpers mit einer Thür von 60 W Ctm. Höhe an jedem Ende, roh in einem Kreise auf. dessen Mittelpunkt für die Residenz des Häuptlings und feiner amitte, sowie als gemeinsamer freier Platz reservirt ist. Etwa 100 Mtr. vor dem Lager befindet sich auf jedem Pfade ein Schilderhaus, das geraie groß genug für zwei der kleinen Leute ist und auf den Weg hinausbitckr. Würden je (singe borenenkaawanen beispielsweise zwischen Jpoto und Ibwiri marschiren. fo könnte man nach dem, wie wir die Leute kennen gelernt haben, annehmen, daß jene eines großen Theils ihres Eigenthums durch diese Nomaden beraubt werden würden, die sie vor und hinter jede? Niederlassung antreffen, und da zwischen den genannten beiden Orten zehn Ansiedelungen liegen, so wurden sie zmanzrg Mal Zoll rn Ge stalt von Tabak, Sah, Eisen, Rohr und aus Rohr hergestelltem Schmuck, Aerten, Messern. Speeren, Pfeilen, Krumm arten, Ringen u. s. w. befahlen müssen. Man ersieh: daraus, wie vollständig unmöglich es war. daß die Leute von Jpote von Jöwiri gehört haben konnten, da man schwere Zölle und Abgeben von ihnen verlangt haben würde, wenn sie den Versuch gemacht hatten, eine solche Reife von mehr cl; 10 Kilometer zu unternehmen. Man begreift daher auch, weshalb eine so große Verschiedenheit der Dialekte herrschte und weshalb die Gefangenen ganz und gar nichts wußten über die Niederlassungen, die nur 30 Kilometer von ihnen entfernt lagen. Wie schon erwähnt, gibt eS unter diesen Zwergen zwei SpecicS, . die jiä) an JMSSSSlSSSl3etal'f"9 - . i"..

Hautfarbe, Form des Kopf.s und charakteristischen Gesichtszügen durchaus unähnlich sind. Ob die Batua die eine und die Wambuhi die andere Ratiou bilden, wisi n wir nicht, jedoch untere scheiden sie sich ebenso sehr von einander wie der Türke von dem Skandinavier. Die Batua haben längliche Kopfe, lange, schmale Gesichter und rökhliche kleik e nahe zusammenstehende Augen. die ihi,e:l einen lnürrischen. ängstlichen und zän kischen Blick geben. Die Wambutti ha ben ein rundeö Gesicht, gazellenartige weit voneinander entfernte Äugen, hohe Stirn, die ihnen den Ausdruck unverhülliec Osseuheit gibt, und sind von dunkelgelber Elsenbeinfarbe. Die Wamdutti bewohnen die südliche, die Batua die nördliche Hälfte des geschil: derten Distrikts und dehnen sich auf bei den Ufern des Hemtikl und östlich vom Jturi südöstlich bis zu den Wäldern vo,, Awamba anö. Das Leben in den Walddorfcrn ähnelt demjenigen der ackerbautreibenden Clas sen. Die Weiber verrichten alle Arbeit, indem sie Brennholz und Lebensmittel sammeln, kochen und den Transport der Güter der Gemeinde übernehmen, die Männer jage und kämpfen, rauchen und besorgen die Politik des StammeS. Einiges Wild ist stets im Lager, außerdem auch Pelze. Federn und Häute. Sie fertigen Fischnetze und Fallen für kleineres Wild an. Die Knaben müssen sich stets mit Bogen und Pfeilen üben, da wir niemals eins der Zwergdörfer passirt haben, ohne mehrere ganz kleine Bogen und Pfeile mit abgestumpften Spitzen zu sehen; auch scheinen sie reichlichen Gebrauch von den-Aexten zu mas chen, da die Bäume ringsumher viele Zeichen tragen, die nur von dem Probiren der Aerte herrühren konnten. Fer ner fanden wir in jederitV Lager einen Baum mit Einschnitten von mehreren Zoll Tiefe, sowie etwa 4S0 Meter von dem Lager eine Anzahl rautensörnligei Einschnitte auf der quer über den Weg liegenden Wurzel eiueS Baumstammes, die uns jedesmal anzeigten, daß wir uns einem Dorfe der Wambutti - Zweige näherten. In der Nähe von Fort Bodo ver'chwan? den während meiner Abwesenheit zwei Egypter. ein Korporal und ein Knabe vsn 15 Jahren aus Kairo, beide von hel: ler Hautfarbe, ohne, daß wir je entdeckten, was aus ihnen geworden war. Wahrscheinlich sind sie, w in alten Zeiten die jungen Z!assamonier, zu Gefangenen gemacht worden. Ich habe mich oft gewundert, was mit ihnen ge: schehen sein könnte und welche Gefühle beide waren gläubige Mnselmänner sie beseelt haben möge, als man sie nach dem Lager der Wambuiti brachte Ich glaube, sie müssen ähnlich gewesen sein, wie diejenigen des Matrosen No? bert Baker im Jayre 150-': Ob's Kannibalen sind Das weist man wirklich nicht. Doch wenn sie'S sind, drnrn ganz geschnind Sind wir ihr Leibgericht, Nackt sind sie ganz und gar Und ohne Scham geboren, Nicht mal ein Hosenpaar Hat einer sich erkoren ; Bon Wurzeln leben sie und Blati, Wie Bestien in dem Walde, Von solcher Kost wird man nicht satt, Und muß verhungern balde. Taö Dramn in: Thiergarten. .'?erl:ner Tagbl.'1

Selten hat eine Kriminalassaire die Gemüther in der Millionenstadt in so hohem Grade erregt wie der im Thiergarten verübte Mord an der Frau des Postschaffners Wende. In allen Schich: ten der Bevölkerung, auch in Kreisen, die an Ereignissen dieser Art gemeinsam nur ein flüchtiges Interesse nehmen, wird die Affaire fo:t und fort mit einem Fifer discutirt. der nicht durch die stillc Iah reszeit erklärt wird und um so mehr zu wach'en scheint, je mehr der zeitliche Awkschenraum, der uns von dem Tage der Mordthat trennt, sich vergrößert, ohne daß die Ergreifung und Festnahme des Mörders gelingen. will. Die Thatsache, daß nahe bei der Stadt in einem össentlichen Parke und zu einer Stunde, wo dvrt im Sommer noch immer zahlreiche Personen anzutreffen sind, ein gräßlicher Mord begangen werden und der Thäte? ungehindert entweichen konnte, war an sich geeignet genug, das größte Auffehen zu erregen und eine sta.ke Beunruhigung zu erzeugen. Doch nicht dies ist es. was den Vorgang über das Niveau gewZhnlcher Mordgeschichten emporhebt, und ebenso wenig ist es die sociale Stellung der Ermordeten und ihrer Angehörigen, die der Begebenheit eine auße-ordcntliche Bedeutung verleiht, nein, alle die übrigen zu Tage getretenen Umstände, die mit der Person der auf fo traurige Weise aus dem Leben geschiedenen Frau in Verbindung stehen, ihr Lebenswandel nach ihrer Verh?ira-. tung. die Verhaltnisse innerhalb ihrer Familie und die eigentümliche Rolle, die ihr Gattern derselben gespielt, alle diese Momente sind es, die eine Fülle von Betrachtungen und Erörterungen her vorgerufen haben nnd der Assaire einen Anstrich von Romantik geben, einer Nomantik allerdings von etwas großer Besch'assenheit. So n)?nig man in dem Falle etwas TvpischeS sinden kann, und so wenig unangebracht es ist, die oft ge nug gehörten Klagen über großstädtische Sttteuverderbniß von neuem erscheinen zu lassen, em,m so ergiebigeres Feld der Untersuchung bietet er, von der rein kriminalistischen Seite der Sache abge sehen, dem Psychologen dar. Der PostsHasfner Wende, ein in seinem Dienste ganz rech schassener und auch sonst unbezcholtener, aber, wie es scheint, mit stark erotischen Neigungen behafteter Mann, knüpft mit seiner Wohnungszeberin, der Wittwe Berndt, eiu Liebesverhältniß an, wobei ihm die Genannte auf halbem Wege und vielleicht noch mehr entgegengekommen sein mag. Es ging, roie eS zu gehe pflegt, die Neigung des Mannes zu der in den j. r rv ayren oorgeruaren rau erkaltete, und er trat in intime Beziehungen zn der Stieftochter der Berndt, Beziehungen, die nicht ohne Folgen geoneoen jrno. Auch drese Liaison derb realistischen Ge prages nahm ein Ende, und der Postschashzer mag sich mit der Absicht aetra i 'ttirisiOT m ...n, tn'mmmmHiK.kAimtij " "- iei,,

gen !baben, sich zurückzugehen. Nun aber züchte ihn die Mutter von Neuem zu fesseln, wenn auch nicht mehr an ihre eigene Person, so doch an ihre Famille; aus welchen Beweggründen, mag dahin gestellt bleiben. Sie bestimmte ihn, ihre Tochter Hertha zu heiralhen, ein Mädchen von gewinnender äußerer Erscheinung, aber jedenfalls sehr mangelhafter Erziehung und t ö hst bedenklichen Eharakteranlagen. Hertha war genuß? und vergnügungssüchtig, leichtsinnig und wie sich vermuthen läßt, von starker Sinnlichkeit. Ihr Mann mag an ihr Gefallen gefunden haben, er wußte wohl ht, welche schlimmen Eigenschaften in ihr schlummerten. Hertha ihrerseits empfand für den i!r von der Mutter bestimmten Mann mats, was der Liebe 1 ähnlich sah. Ob es nun wahr ist, daß sie lchon vor der Eingrhung ihrer Ehe mit einem anderen Manne ein Verhaltniß geHast oder nicht, jedenfalls war ihr der Schaffner gleichgiltig, wenn nicht geradezu antipathljch. Die Ehe war unter ungünstigen Auspicien zu Stande gekommen und ge? staltete sich denn auch nichts weniger als glücklich. Frau Wende benutzte die durch Dienstgeschäfte veranlaßte häusige Abwesenheit rhres Mannes, um ihrem verderblichen Treiben die Zügel schießen zulassen. Sie besucht in Gesellichast einer Freundin zweifelhaften Schlages öffentliche Tanz- und Vergnügungslokale, sie knüpft, gleich den Dienerinnen der Venus vulgivaga, auf der Straße Bekanntschaften mir fremden Männern an, sie empfängt in ihrer Wohnung den Besuch folcher Männer. Ste ist in raschem Laufe bis in den Sumpf herabgestiegen nnd ist an dem Abgrunde anzelangt. Ihr Mann wird durch Nachbarn von dem Treiben seiner Frau in Kenntniß gesetzt, es wird in Folge dessen zu heftigen Auftritten, stürmiscyen Ausrittandersetzungen gel.nmen sein. Er verbietet ihr, in ferner Abwesenheit auszugehen, und sie mag versplochen haben, seinem Gebote zu folgen; aber kaum ist er fort, so fröhnt sie ihren unreinen Neigungen von Neuem, von der gedachten Freundin" begleitet, wahrscheinlich auch ln ihrem Treiben bestärkt. Ob es ihr hierbei lediglich auf die Be-. friedigung ihrer Abenteuer- und Sinnestust ankam, oder ob sie daneben auch von Habgier geleitet wurde, ist bisher, wie eS scheint, noch nicht aufgeklart. Festgestellt ist nur, daß sie sich Schmuckiachen schenken ließ, doch ist es sehr wahrscheinlich, daß eine so vergnügungssüchtige und leichtfertige Frau auch Geldgeschenke nicht zurückgewiesen hat. Endlich tritt die Katastrophe ein. DaS ehr- und pflichtvergessene Weib des Schaffners wird bei einem letzten Rendezvous in abendliche? Stunde im Dunkel des Thiergartens von tinem Unbekannten durch zwei ötevolverschnsse und einen Schnitt in den Hals getödtet. Jetzt entsteht die alle Gemüther bewegende Frage: Wer ist der Mörder, und was war das Moiiv der grauenhaften Thal? Hier ergeben stch nun, wenn man sich den ganzen Zusammenhang aller Verhältnisse und Begebenheiten vor Au-

gen halt, folgende Möglichkeiten: Erstens: Der Mörder war ein Mensch, der die That aus Eifersucht vollbrachte. Er mag die Wahrnehmung gemacht haben, daß die Frau außer ihm auch andere Männer begünstige, von ihr wiederholt verlangt haben, daß sie mit dem oder den Jtebenbuhlern breche, und, als sie sich dessen weigerte, sie getödtet haben. Zw.itenS: Der Mörder kann ein LiebHaber gewesen sein, der die Frau aufgefordert hatte, ihren Mann zu verlassen und sich zu ihr zu begeben beziehungs' weise mit ihm davon zu gehen. Drittens: Er kann aus Erbitterung über maßlose Geldansprüche, denen er sich nicht gewachsen sah, zu der That geschritten sein. Viertens : Er kann ein Mensch von der Klasse jener Subjekte sein, die von der Schande gefallener Frauen leben. Er kann sie aufgefordert haben, sich offen der Prostitution hinzugeben, und, als sie darauf nicht eingehen wollte, den Mord vollführt. Fünftens: Die Frau hatte Kenntniß von,inem Geheimniß dessen Enthüllung dem Mörder gefährlich oder ve derblich werden konnte. Durch ihre Ermordung befreite er sich von einer gehaßten Mitwisserin. Als in hohem Grade unwahrscheinlich muß es erachtet werden, daß der Mord in Folge eines Wortwechsels aus irgend einer unbedeutenden Ursache, in Folge eines plötzlich ausgeörochenen Zankes verübt sei. Es ist vielmehr so gut wie gewiß, daß die That mit vollem Bordedacht ausgeführt ist, sei es nun, daß der Thäter schon vorher fest entschlossen war. die Unglückliche zu ermorden, sei es, das er den Mord als letztes Mittel, um seinen Groll oder seiner Eifersucht Befriedigung zu verschaffen, in Aussicht genommen hatte. Darauf deutet mit vller Bestimmtheit der Umstand, deß er Revolver und Messer mit sich führte. Einem Zufall kaun das wohl nicht zuzuschreiben sein. Höchst unwahrscheinlich, wenn auch nicht gerade ausgeschlossen, ist die Hvpotheie, daß ein graubmord geplant gewefen sei. Daraus daß man Uhr und Kette bei der Ermordeten gefunden, zu schließen, daß ein Raubmord nicht beabsichtigt gewesen sein kann, wäre verfehlt. Der Mörder könnte Ueberraschung und Ergreifung gefürchtet, ein längeres Vieilen am Thatorte als gefährlich erachtet und deshalb auf die Beraubung der Leiche verzichtet haben. In hohem Grade unwahrscheinlich ist serner ein Merd in einem Anfall von erotischem Wahnsinn. Mag man im Uebriqen davon Abstand nehmen, den Fall Wende zum Ausgangspunkt von hochgeschraubten Betrachtungen zu machen. Das Drama vom Thiergarten ist kein Snmvtom für irgendwelche allgemeineren Sittenzustände, sondern eine vereinzelte Erscheinung und will als solcher beurtheilt sein. Der Socialphilosoph und der Moralist haben damit wenig zu thun, außer dem Psychologen ist es allein die Polizei, die hier tht Aufgabe zu lösen hat. An sie richtet sich der Appell des Publi kums: Hier ist ein scheußlicher Mord be gangen Wohlan: man ermittele den Mörder und führe ihn her verdienten Strafe!! ?iDVS,!!shAß!C i- ""

Wie man eine Stadt gründet. mer-kanUch HumoLle von rnft ftäjft

Der Unfall ereigne! sich aus der Landstraße. tfm schwier Erpreßwagen, welcher auf dem Wee von der wenige Meilen entfernten Bahnt) ossstation nach Queertcwn war. hatte ein Rad gebrochen, und nachdem der Kutscher zu der Ueberzeugung gelangt war. daß er auf drei Nä'oern nicht vorwärts kommen würde, fluchte er ein paar Mal, spannte seinen Gaul aus und ritt daraus fort, um Hilfe zu holen, während der Wagen in der bcmikleidenswerthesten Hilf- und AufüchkSloflgkeit zurückblieb. Just um dieselbe Zeit kanten drei Burichen die Landstraße einher, die, ihrem Aeußeren nach zu urtheilen, mit keinerlei bestimmtem Plane die Welt durchzogen. In der Dunkelheit hätte man sie für Wegelagerer halten müssen, denn sie machten mit ihren langen Skoxpelbärten gar keinen veri traucnerweckenden Eindruck, und daß der Eine eine rothe Nase, der Andere ein blaues Auge und der Dritte einen einge: drückten Eylinderhut hatte, machte ihre Bekannlichaft um nichts begehrenswerther. Sie fahen, wie man so zu sagen pflegt, nach nichts aus. höchstens nach etwaigem herrenlosen Gute, und als sie den verlassenen Wagen erblickten, hatten alle Drei ein nnd denselben Gedanken: Das ist etwas für uns. Gedacht, gethan. Also machten sie sich daran, die Gchutzdecke abzunehmen und die darunter befindlichen Waaren einer flüchtigen Stichprobe zu unterziehen. Da gav es Eß- und Trinkbares, Klei der und Stoffe, allerlei Hausgeräthe, Handwerkszeug Aerle, Sagen, Spaten, endlich auch noch eine SchneUdruckpresse sammt Zubehör und eine mächtige Rolle Papierdenu die Bedürfnisse von Queertown schienen ebenso zahlreich wie verschiedenartig zu sein. Die ehrlichen Finder" untersuchten nichr lange, sondkrn legten ohne Weiteres Hand an und schleppten die Fracht nach einem nahen Gebüsche, dessen dichtes Grün sie sammt Beute empsing. Den nunmehr leeren j Wagen ließen sie unbehelligt, das sei zu , c c . , , I thrcr yre gesagt, renn ne ronnren ,yn nicht von der Stelle bringen. Als sie sich in dem rcchtskrästigen Besitze all dieser irdischen Schätze sahen, wurde ihnen jedoch ernstlich bange ob der begreiflichen Erwägung, was da: mit zu beginnen wäre. Einem unwiderstchlichen Dränge gehorchend, hatten sie das Zeug weggetragen, doch die 3ieue folgte ihnen aüf dem Fuße, da sie nichts daraus zu gewinnen vermochten. In einer Gegend, wo ungefähr ein drittel Einwohner auf die Ouadratmeile kommt, und selbst dieser menschliche Bruchtheil eine mangelhafte Erziehung genossen hat. gibt es keine Vorschußvcreine, welche Wacren beleihen, und desbalb nahm das wandernde Kleeblatt zuerst einen tüchtigen Schluck Gin und dann einen besorge ten Gesicktsanbdrnck an, aber in demsel ben Makze, wie sich die Flasche leerte, füllte sich das Herz von dem Besitzer des eingedrückten Culinderhutes mit neuer Hoffnung, so daß er laut mit der Zungt schnalzte und endlich rief: .Jungens, ich habe eine kapitale Idee! Großartig, sag' ich Euch, und Ihr meldet zugeben müssen, daß ich Run, was ist's?" erkundigten sich die beiden Gefährten gleichzeitig, indem sie den Sprecher durch je einen Nippenstoß ermunterten, fortzufahren. Also, hört zu! Was sangen wir mit dem 55ram au, welchen ein glückliches Zusammentressktl von ungewöhnlichen Umstanden uns zugcsichrt hat? Ja, Ihr wißt mir keine Auskunft, gut, ich will sie Euch ertheilen. Wir gründen eine Stadt!Dieser überraschenden Eröffnung folgte, wie bci allen Gründungsangelegenhkiten.ein weihevolles Stillschweigen, wcrauf die eingehendere Berathschlagung kam, welche mit der formellen Annahme des Antrages endigte, und schließlich beglückwünichten sich die Betheiligten gegenzeitig, indem sie herzliche Püffe austauschten. Mit den Vorarbeiten sollte erst am folgenden Mr,?-n begonnen werden, a icddie iü t ein :wcilen gar zu t.glich auf u.u ttwlen Moos ausgestreckt tzanen und durch oiese Ber? zogerung aiißt-dni: auch der Transport der noch vollen Flaschen ivegfallen winde. Der letztere. ungewöhnliche Vortheil gib den Ausschlug, und inzwischen wurdcn tut erforderlichen prinzipiell-, len Enzscheiruttgen getroffen, in deren Verlauf die Frage, in welcher Weise die Theilung der Machtsphare der zuküitstigen Stadt erfolgen solle, eine befliedigende 'öjung fand. Icb tnache Alles. waS politisch in" erklar-e der Herr mir dem blauen Auge. Uttd ich nehme die kirchlichen Angelegentzikrn in die Hand." sagte hierauf der Herr mit der rothen Nase und that 13 BeittbiznngHnachweis einen äußerst sal bttnootten Augenanfschlag, während dcr Vesiyi'r des ringedrücklen Cylinderhure den nt'chiu kundgab, die Presse vknretcn zu wollen, wobei er einen giert cn Pl ick nach der schutzlosen Papierrolle warf. Endlich wurde mit erdrückender Siimmenmeytheit beschlossen, daß die Stadt den Vkamen NewDublin erhalten solle und alle städtischen Auslagen durch eine progressive Wasserstener zu decken seien. Laut dem gefaßten Beschlusse wurde am darauffolgenden Morgen begonnen. Die drei Gründer wählten zu diesem Behufe ein liebliches Thalbeckeu, welches ringsum von bewaldeten Hügeln umgeben war. und schritten hieraus zur feierlichen Grundsteintegung. mdem sieeinen jungen Baum ausrissen, in Brett daran banden und New-udtin daraus schrieben. So weit war All's ganz schön gegang?n, aber nun galt es das Schwerste, nämlich die AuffÜbrnng der öffentlichen Bauten, und da Keiner von den Dreien in diesem Fache irgend welche Erfahrung besaß, geschah es, daß sich das Stadtoberbanpt bei dem Zusammenfügen der Holzwand: mehrmals auf die eigenen Finger klopfte, während die Wänd selbst ein bischen dilettantisch, das heißt etwas roindschief aussahen. Dessenungeachtet schritten die Gebäude rasch vorwärts,. und am dritten Tage trat der erhebende Augenblick ein, in welchem die Hütten wiikelst Pinsel und schwarzer Farbe ihrer osfentlichea Bestimmung übergeben werden konnten. Auf der ersten hie es jSiiÄ ! Hin V' ; Sß 'tf i; ' 10 Ii! : ':-c MI,!!:.! :,!! j ii i? 3 !::"!, 5!f -Ik I',: .iSil:! I ii,!! . Hi !! !. : : !i : l&äOjfÄs

.Stadthaus-, auf der zweiten Freie Kirche und Schule", während über dem Eingange zur dritten die Aufschrift zu lesen war: New'Dublin Herold und darunter, freilich weniger deutlich Unbestechliches Organ für städtische Angelegenheiten " Der Platz, welcher solchergestalt ein, geschlossen war, wurde Union.Platz genanNt, dessen seitliche Oefsrnrngen hingegen mit Namen berühmter Präsidenten belegt, fo daß es eine Wasbingtonstraße. eine Monroe; und eine LincolnAoenue gab. Ein diesbezüglicher ausführlicher Bericht war bereits aus der bewährrur Feder des Herrn mit dem eingedrückten Eulinderhute geflossen, und eben gingen die ersten Cremplare des )cw Dublin Herold durch die Presse, als ein ganz unerwarteter Besuch in der neuen Stadt eintraf. Es war dies Niemand anderes, als der inzwischen zurückgekehrte Kutscher, welcher, die Spur der leeren Schnapsslaschen verfolgend, nunmehr das ihm entwendete Gut forderte. Sein Verlaugen wurde dahin beantwortet, datz ihm zwei der Stadtoäter jeine Pistole an die Schläfe setzten, während ihn der dritte mit einem langen Messer am Halse kitzelte und mit viel Herzlichkeit sagte: Werther Freund, Deine ungewöhnlichen Fähigkeiten bestimmen uns. Dir die Stelle eines ersten Sekretärs anzubie ten es liegt zwar fern von uns, Deine freie Wahl zu beeinträchtigen, doch rathe ich Dir ernstlich, unfern Vorschlag anzunehmen." So erhielt denn, die Stadt auch einen ersten Sekretär, der nebst allen anderen Vorzügen noch beritten war. und das unbestechlich Organ für städtische Angelegenheiten brachte Tags darauf einen entbusiastischen Leitartikel über das bisher unerreichte Wachsthum von NewDublin, dessen Einwohnerzahl innerhalb vierundzwanzig Stunden um L5 Pro--cent zugenommen hatte. - Natürlich wurde dafür Sorge getragen, daß diese Verblüffende Mittheilung auch anderwärts Eingang fand, und dcr Erfolg stellte sich alsbald in der Person eines von Ntifeabenteuerlekküre insizirten Schuhmachers ein. Obgleich seine Züge beim Anblick von Ncw Dublin die gemischtesten Empsindungen ausdrückten, gelang es doch, ihn unter dcsr Hinweis, daß die Stadt keinen Vertreter heses nützlichen Gewerbes besäße, ober zum größeren Theile mit der Bcredtsamkcit deö schon kwähntcn Arsenals zum Bleiben zu bestimmen. Bald darauf langte ein Böcker an, dann kam ein Grobschmied. der allerdings sehr grob war. ihm folgten zwei entiaufene Farmerburschen, dann ein Schneider und endlich ein uinbei irrender Portraitkünstter. Die Stadtväter trinmphirten und vertraten in einer eigen? einberufenen Mass nversantmlung den Slandpunkt. das Gemeinintcresse verlange, daß Keiner NewDublin lebend verlasse. i'iebe Mitbürger!" rief dcr Herr mit dem blauen Auge eine bessere Gclegentheit wird Euch niemals geboten werden, um Euch niederzulassen. Wir geben Euch d?n Grund und Boden, wir geben Euch schöncs Fichtenholz, ja wir geben Euch selbst die Nägel, so lange welche da sind !" Dem Sprecher wurde der Dank der Versammlung votirt, wozu der Eigenthümer und Herausgeber des NewDublin Herold aufforderte: doch dieser 5!opf unter dem eingedrückten CylinderHute war von einem unersättlichen Ehrgeiz erfüllt, und , den nächsten T schilderte er in seinem Blatte eine Stadt ohne Frauen. Kaum war die Kunde davon in die Welt gedrungen, als sie herbeigezogen kamen. Es war freilich durchweg Ausschuß, aber der Herr mit der rothen Nase hakte doch seine Freude daran und kovulirte ein Paar um das andere, nur sich selbst nicht, denn wie er sagte, war er feinem Berufe diese Entsagung schuldig. New-Dublin vergrößerte sich also zuschends. Man beaann sogar schon die Frage der elektrischen Beleuchtring zu erörtern, und es wurde anch ein Sam melbogcn für ein nachträglich zn bestimmendes Monument in Umlauf gefetzt, aber trotz alledem trat eine allmälige Verringerung ,n dem Zuzüge von Ansiedlern ein. Das gab zu denken. Da ereignete sich eines Tages, daß man das Stadtobcrbanpt nicht sinden konnte, was um so ausfälliger erschien, als in der städtischen Kasse ebenfalls nichts zu sinden war, wäbrend diefelbe öffentliche Gelder in der Höhe von achtzig Dollars und 35 Cents enthalten sollte. Wenn ich den Kerl erwische, schlage ich ihn vollends blau." betheuerte der Grobschmied, und die übrigen New Dubliner stimmten in seine Verwünschungen ! 0)hm V. sCl AJHt ftitm. 1 1 V W C 3 ..

(Ml. JlUl Ull vj iijiinMwuut uum y(uu? I npspr fea iinFustrshl icftftt FVrtfinS f fir ' städmche Anqeleacnhelten konnte em za V v m f " i m w f cheln der Genugthuung nicht unterbrücken. Ohne irgendwie Zeit zu verlieren. schrieb, setzte und druckte er einen ungemein sensationellen Bericht, in dem es unter Andern hieß: Ieder Zweifel ist von uns genommen. New Dublin sieht einer großen Zukunft errtgegen, denn die Corruption. dieses Geschwisterkind des raschen Wachsthums hat leider bei uns ihren Einzug gehalten, indem das Oberhaupt unserer Stadt mit össentlichen Geldern, deren Hohe vorläufig noch gar nicht zu bestimmen ist, das Werte gesucht hat. Wir behalten uns vor, dieses beschämende Ereigniß noch in der Folge zu besprechen, und rusen einstweilen aus ekelersülltem Herzen: Pfui über eine solche Verwaltung!Dieser von den meisten Blättern über-' nommene Artikel übte ine zündende Wirkung. Von weit uud breit strömten die Leute herbei,. um stch, in der corrumpirten und darum zukunstsfähigen Stadt niederzulassen, und New -Dublin nahm jetzt wirklich große Dimensionen an. Doch die größte Ueberraschung stand noch bevor. Das Stadtoberhaupt mildem blauen Auge kehrte ebenso unverhofft zurück, wie es verschwunden war, lieferte tzie angeblich v,n ihm entwendeten achtzig Dollars und N5 Cent ab und erläuterte in einer von ihm einberufenen MonstreVersammlung, daß er dies Alles voraus gesehen und aus Liebe zur Stadt selbst die Schmach eines zertwelsigen Verdachts uf sich sitzen gelassen hätte. Dabei zit terte seine Stimme vor Rührung und die VktM, ')': tM!S,':

Nem-Dubliner riefen begeistert: Hoch unsere Stadtvertretung!" Ich hätte wahrlich nicht gedacht, daß Dn wiederkommen würdest," raunte d.r Besitzer des eingedrückten Evlinderhutes dem Sprecher in's Ohr, doch dieser maß ihn mit einem mitleidigen Seitenblicke. Für so albern hältst Du mich, mein Junge? Wegen lumptger achtzig Dollars thut man es nicht, da wartet man lieber, bis ein paar Nullen dazu kom-me.

Guatemala'S Armee. Ueber die Armee von Guatemala, welche sich gegenwärtig mit den Salvadorern herumschlägt erfährt man Folgendes: Die reguläre Armee ist nur 3000 Mann stark, jedoch verfügt das Land außerdem über S0.000 Mann Milizen. Demnach könnte Guatemala verhältnißmäßig mehr Soldaten auf die Beine bringen, als Oesterreich. Ausgerüstet ist die Armee mit modernen Wafsen. Früher wurden keine Indianer m die Armee aufgenommen, dieselbe bestand ausschließlich aus Ladinos. Letztere bestehen aus einer Mischrasse von Negern, Spaniern und Indianern,sehen aber den In dianern so ähnlich, daß eS schwer wird, sie von den allein echten Sühnen des Landes zu unterscheiden. Wenn man nicht weiß, ob ein Guatemaler ein wirklicher Indianer oder ein Ladino ist, so sieht man ihm auf die Füße. Trägt der Kerl Schuhe, so ist ist er ein Ladino, geht er barfuß, so ist's ein Indianer. Cuakeinata-Illdianer. Im Uebrigen sinV die Ladinos von zügliche Soldaten. Sie halten die furchtbarsten Strapazen aus und auf dem Marsche sind sie gar nicht zu übertreffen, sowohl in Bezug auf Schnelligkeit, als auf Ausdauer. Dabei leben die Kerle fast von der Luft. Sie csen, was sie auf dem Marsche gerade sinden, und das Hungern haben sie gelernt. Das Ossiciercorrs soll aus tüchtig geschulten Leuten bestehen. Eine größere Anzahl Franzosen dient als Ofsiciere. tmtf ,SM t : l w -Zc&ft''Ss? irr-?-K - "2. rTz--s J.y-Vy v -iA . 'J Hvji . c 9 m 'JaM i-.:. '?.-- 'J 1 1 :x ---rr-i r'v Cslbinfl Trnpveu. Die Uniformen dieser schwarz-weiß rothen Soldaten (Mischrace von Negern, Weißen und Indianern) sind sehr primitiv. Es kömmt nicht darauf an, ob der Soldat weiße, blaue oder gar keine Hosen hat. ob die Knöpfe geputzt sind oder nicht, ob die Leute Mützen ode? Hüle tragen. Manche' Bataillone der Guatemala Miliz machen den Eindruck großer halb uniformirter Näuberbanden. Aber als Fighterö sind diese Kerle vortrefslich. Der Präsident von Guatemala erhält erhält WiOOO Salär, aber wenn sein Amtslermin abgelaufen ist. so hat sich der Präsident eine Million erspart. Meistens ist der Präsident ein Diktator. Barrios ließ an einem Tage l 5 Mann füfeliren, ohne daß eine Untersuchung oder Verunheilung stattgefunden hatte. Die Truppen von San Salvador sind denjenigen von Guatemala sehr ähnlich. Wie Sie wünschen: ?! b g e b ra nnt?r Mufkkant: Ich will ein Benefiz Concert veranstalten. Freund W. Wieviele Billets nimmst Du? Ich habe den PrdS auf einen Doller gesetzt. Mittelloser Freund: Werde wohl ein raar nehmen müssen, habe im Augenblick aber keine Fonds. M u f i k a n t : Na da leihe mir einen Dollar. So geht es auch ohne Bcnesiz und ich erspare mir den Trubel. Daß die Frauen ein stärkeres Herz besitzen als die Männer, zeigt sich am deutlichsten, wenn sie eS auf der Zunge haben.

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i Obwohl die moderne Kriegssührunz' so verschieden von der aus den Tagen' des griechischen Feuers, der Wurfgeschütze und der Armbrust ist, wie unsere heutige Lebensweise von der der Alten,: so besteht doch eine merkwürdige Aehnlichkeit zwischen der modernen Kriegstechnik und Kriegsmaschinerie und derjerügen unserer Altvordern. Schon in den ersten Seekriegen, von denen die Geschichte uns Kenntniß gibt, bediente man sich des Schisismastes für Angriffs zwecke, und von der Mastspitze wurden Pfeile, Speere, Kugeln und griechisches Feuer geworfen. Damals wie heute war die Mastfpitze der hauptsächlichste Auslug, und da die Seekämpfe Schiff gegen Schiff, Hand gegen Hand gefochten wurden, so war der Mast um vieles wichtiger als die Hauvtbewaffnung des Schiffes. Unter den Schissen, welche Karl I. der Marine hinzufügte, war ein von Pett in Woolwich im Jahre 1637 gebauter Coloß, der König des Meeres genannt. Die Länge des Kiels war lLS Fuß, die Breite 43 und die Länge des Rumpfes vom Schnabel bis Steuer 332 Fuß. In einer Beschreibung des Koloffes von Thomas Hevwood heißt eS daß derselbe drei Plattdecks (mit fortlausenden Planken von vorn nach hinten) ein Vorderdeck, ein Halbdeck, ein Quarterdeck und ein Steuerhaus hatte. Das Unterdeck hatte dreißig Scharten für Kanonen und Halbgeschütze, daä Mitteldeck dreißig Scharten für Feldschlangen, das Oberdeck sechsundzwanzig für andere Geschütze, das Vordercastell zwölf. Außerdem waren auf dem Deck vierzehn Mörser und zehn Gürtelgeschütze aufgestellt und in den Kabinenwänden zahlreiche Schießlöcher fürHndwasien angebracht. Das Schiff hatte elf Anker, jeder von 4400 Pfund Gewicht. Seine Tragfähigkeit betrug 1637 Tons. Beider Probefahrt stellte sich heraus, daß das Schiff um ein Deck zu hoch war, und so mußte es um soviel erniedrigt werden. Dann wurde eS ein vorzügliches Schiff. Schon im Jahre 1533 wurde Schießpulver in der Kriegsführung verwendet und noch im selben Jahrhundert wurden eiserne Geschütze mit verschiedenen Kammern gegossen. Unser Bild stellt den Mast eines modernen Kriegsschiffes dar mit Auslug und Thürmen. Der Mast ist hohl und von genügendem Umfang, um einem Matrose zu gestatten, darin auf- und niederzusteigen. Der unterste Thurm enthält ein Suchlicht, welches mit Elektrizität durch Drähte gespeist wird, die sich durch den hohlen Mast hinziehen. Im zweiten Thurm besinden sich zwei. Geschütze und im dritten und obersten, der Auslug. Mittelst des SuchlichtS kann die Position des Feindes auf das Genaueste ausgekundschaftet, daS Meer auf lange Distancen erhellt und nach Torpedos durchsucht werden. Mit diese Mittel ausgerüstet, kann ein Schisf sowohl bei Nacht als bei Tlge erercire und dem Feinde jederzeit wirksam entgegentreten. SSerzrebuö.

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('ZZUZMUZtUZZNlZ) Ult J9lllVti) Als ekne sehr ad el stolze alte Dame die Anzeige erhalten, daß der Sohn ihres weiland ebenso adelstolzen Bruders sich mit einem bürgerlichen Mädchen verlobt habe, schrieb sie ihrem ungeratenen Fassen in tiefster Qinvo rung: Wie konntest Du nur diesen Schritt thun, da Du weißt, daß Dein Vater sich ob dieier Mesalliance unfehlbar im Grabe umdreht ! Statt der erhofften erschütterten Wirkung erzielte sie nur die allerdings wenig rietätvolle Antwort: Das wird leider wohl der i Fall gewesen skinMaber beruhigen Sie sich; verehrte Tante, Vater liegt schon 1'; wieder richtig, denn bereits am soU ; j genden Tage hat sich auch mein Bruder mit dcr Schwester meiner Braut rer ! lobt!" 'mi!f.

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