Indiana Tribüne, Volume 13, Number 330, Indianapolis, Marion County, 17 August 1890 — Page 1
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DrathVgchrichten.
Dßr Eistndahngrtik. Busfal o. 16. August. D,r StrM ander Nkw Ya,k Ckntkaldahn trat HKr in we neue Pöast. WeichexsttLir wur. den von elnim Bshndos nach tinea andern beordert. Sie ueigerten sich an dem andern Bahnhof Dienste zu verrZchken, weil sie Union Leute seien und nicht die Arbeit thun volltsn, Bricht n dernfsUS von den Streikeen hätte gethan werden wüsten. Da man ihnen ändert Albkit nicht geben wollte, gingen ste an den Streik und das Gleiche thaten die Weichenftiller an der West Sbore Bahn. 3 Folge oesten stiht der Verkthe hier Vitder still. Um 3 Ur heute Nzchmittaz hatte eine Uaterredung zVvchen Webd und Pss erky noch niSt stattzesunden. Die Ex cutkv),hörde der KaigthS of Labor war fast den ganzen Tag Übe, m Sitzung. Nationalisten und sozial! st t n. New Y ork, 16. Au. Die Con oentioa der Nitional'Ken trat von einer Anzahl prantiatto.''en zJeiselhaften CdarakterS deichick' und da? Resultat Vir, daß eine höchst verschwommene Plitform genommen und der Parte! der Name .Commonwealth Pa,ty gege den wutde. Die Sozial'sten haben vui . in ihrer gest iaenConvention e abgelelnt. mit dieser Prtü gemeinschaftliche Sacht zu machek, und folgende Resolutionen an genommen : In Erwägung, dsb die am 7. August im CsoperZnstikut versammelte ttor oention grekentheils auS reaktionSren - und Übeldeeüchtizten Alimenten bestand. welche üli Deleaaten von BozuS oder blos auf dem Papier bestehenden Klubs zugelasten wurden und In EkwZzunz, dab die in besagter ffonvention vorgelezte Plotsorn voll verwirrenden Wortschwall? ist und nicht klar die grundlegenden Prinzipien vräiU Zirt. welche d!e einzige gesunde BaftS für eine politische Arbeiterbewegung bilden köznen und die biNer auch von den Na ttonalisten anerksnnt worden stnd : In ErwZzuna. daß ein mtzzibender Theil der jznerKsnvintion beiwohnenden Delegattn stch effm diesen Prinzipitn feindlich erklaeten und die Platform an chit BoguZ - Organisationen zueückoer wiese lichen in der effenkaren Absicht, dieselbe noch weiter zu virwSssern, sei Beschlosten, daß die gemeinschastliche Versammlung der Ameeiknischen. Deut schen und Jüdischen Sektionen erklärt. Kak ste niÄt mit der don i tritt Ulan oention gebildeten Commenwealth arty zu thun hab:n will. Und in Erwägung, daß die Natkona. listen, ebenso wie wir die Abschaffung de Lohn und Konkurrenzsystems und die Einführung einiSCaoperativen Industrie Systems als einzige? Heilmittel aner kennen für die gesellschastttchen Uebel. welche da Volk bedeücken. und in Erwägung. daß ihre Verbindung mit den oben gekennzeichneten Elementen unnatürlich. ur klug und geeignet ist, dieselben vor dem Publikum zu kompromittlren, sei Beschwsten. daß e Pfl'cht aller hon fide Nationalisten ist. stch von der sog. Commonwealth Party loszusagen und mit den Sozialisten zu koov'rlren. und wir laden ste ein. die dona SÄs, gestn nungöfeZiZ und repräsentative Convention durch Delegaten zu beschicken. Eisenbahnunglück. Alton. Jll.. 16. Aug. Aus der St. LouiS. Alton und Sprinpsteld Bahn stießen bei Elision Terrace ein Personen ua und ein Frachtzug zusammen. Emt große J,hl von Pastagieren wurde verlebt die meisten aber nur leicht, dagegen wurden mehrere Arbeiter aus dem KonstruktionSzug schwer urd einige eödklich verletzt, drei fanden sofort ihren Tod. Ein sozialistischer Erfolg. Berlin, 16. Aug. In Magdeburg ist ein sozialdemokratischee Ctga,renma chtr in den Stadtrath gewählt worden. Ferdinand'S Schicksal. Berlin, 16. Aug. & w!,d bnich. tet. daß Kanzler Caprivt von St. Pe teröburg Über Wien zurüS.-eisen wird, wo er eine Zusammekkunst mit Premier Ctikpt halten und auch Mit dem Grasen Kalnoky zusammentreffen wird. Wie eö heiß?, wird es sich in diesen Unttrredungen um die Beseitigung bei Ferdinand' schen Regiment? handeln. Die Setzer wühlen einen U' z ialistifchen Delegaten. London, 16. Aug. EmeBttsamm lung der Setzer zum Zveck der ErmAH lung eines Delegaten zum GevelkschaftS ttongred in Lwkkpzol fand statt. ,Dke Sitzung war tlut sehr stürmische. Nach
einem heftigen Mahlkampf, in dem die konservativen Mitglieder alle in ihren Keäften stehende thaten, um ihren Kan dldaten durchzubring'n, wurde doch der Kandidat der Sozialisten. MatlhewS, er. roühlt. Die Cholera. Cairo.16 Aug. In Mekka starben gestern 47. in Dscheddah 24 Personen an der Cholera.
Lord und Lady Dnalo. Lsndon, 23. JuN. Die große Schmutz und Fundgrube für Zolasche Romanstoffe, der Londoner Ehescheidung?. Gerichtshof ist ieder einmal der Sammelplatz unserer fashionablen Gesellschaft und vermag die elegante Welt nicht zu fassen, die vor Begierde brennt, mit eigenen Ohren die pikanten Details zu hören, welch die von Lord Dunlo gegen Lady Dunlo und Herrn Jllvor Werthelmer angestrengte Klage tu age sorverr. n vle zwetle Wocye schleppen sich' schon die Verhandlunaen hinein, und für London ist eS nun die brennendste TageSfrerge,' ob Lord und Lady Dunlo geschieden werden oder nicht. ES wird auf den Ausgang des Prozesses gewettet wie in den Derby - Tagen ; die Damenwelt macht ihre Einsätze auf Lord Dunlo und glaubt fest, daß er den Proceß gewinnt und seine Frau ihn veriiert ; der .Favorit" der Herrenwelt ist wieder Lady Dunlo Miß .Bell" Bilton, wie ile sich noch immer auf den Theaterzetteln der Musikhallcn nennt, auf deren, wenn auch nicht welt-, so doch immer vielbedeutenden Brettern sie seit nahezu zehn Jahren als eine der hübschesten und flottesten Sängerinnen und Darstellerinnen eine ununterbrochene Reihe von Triumphen ' gefeiert hat vor und hinter den Coulissen l Ladr, Dunlo ist damit achtungsoollzt eingeführt. Unter ihren der Zeit und dem Alter s. . , . ny. r nach jüngsten Eroberungen befand sich im Herbste des vsrigen JahreS auch der damals zwanzigjährige Lord Dunlo, Sohn des Carls v. Clanearty, ein jun ger Herr, der nachdem er einigemal ver sucht, das Ofstcier'Eramen zu bestehen, nach den damit verbundenen schweren Arbeiten und Anstrengungen gegründeten Anspruch auf eine Erholungszeit zu haben glaubte. Die hochgeborenen Eltern waren ganz der Anschauuug des Herrn Sohnes und, mit einem netten Chequedes Papas versehen, ging Lord Dunlo nach London, um stch zu erholen und Kräfte zu einem neuerlichen Examen zu sammeln. Mit einem gwichsttuirtm Standesgenossen kam er in her Metro pole an. und der erste Abend ihres Londoner Aufenthalts sühne sie in eine Mus sikhalle, wo die hübsche .Bell" ihre Triumphe feierte. Die beiden Durchgefallenen waren alöbald Feuer und Flamme für .die Kunst", und um sich nicht gegenseitig ins Gehege zu kommen, beschlossen sie zu knobeln, wer .sie haben sollte". Das Glück begünstigte den Lord Dunlo, und es begünstigte ihn auch weiter so, daß er die schöne Bell in überraschend kurzer Zeit sein nennen konnte mehr sein, als er je gedacht hatte und als ihm lieb war. Es war Alles das Spiel deS Zufalls; Miß Bilton hatte nämlich gerade zur Zeit und vielleicht in derselben Stunde wo sie (im .lyrischen Club") Lord Dunlos Aekanntschaft machte, den löblichen und höchst anerkennenSwerthea Beschluß gefaßt, endlich eine Aenderung in ihren? nicht immer den steilen Pfad der Tugend entlang laufenden Lebenswandel zu machen. Sie war bisher so weichherzig gewesen ; ihr gutes Herz hieß sie immer und immer wieder, sich der zu ihren Füßen schmachtenden und seufzenden Männerwelt erbarmen ; jetzt aber wurde sie hartherzig, erbarmungslos und so spröve, daß sie sich kaum selbst mehr kannte. Acht Tage bemühte sich schon Lord Dunlo um ihre Gunst, und war noch nicht einmal bei der Künstlerin vorgelassen worden; am neunten Tage endlich beglückte sie ihn" mit einem Louver k . . . orn . rteur, Das .punnucy um arciuernacoe seroirt wird," und bei diesem Anlasse eröffnete sie dem jungen Lord, der sich schon im siebenten Himmel wähnte, daß .ihre Liebe nur um den Trauring zu erwerben sei". Ob .Bell" bei diesem feier lichen Anlasse nach den Worten .ihre Liebe" auch wohl das Wörtchen .fortan" emgekügt hat, das bildet eine strittigen Punkt zwischen ihr und Lord Dunlo. Aber ob mit oder phne.fortg'n Lord Dunls kaufte, einen Trauring, ging zum Standesamt und machte Miß Bilton zu feiner Frau. Da er zur Zeit noch minderjahrig war und d'e väterliche Zustimmutig zur Eheschließung bedürfte, da er außerdem- einen .Krachs mit seiner Familie befürchtete, so wurde die Trauung in aller Slille gefeiert und geheim gehalten.' V .' , - I Im Hause der jungen Frau, ' deren ZahreSeinnahme ÄN'Äistg)- undWpiel, Honoraren 30,000 Mark betragt, würden die ersten glucklichen Tage der Flitterwochett verlebt, und Alles wäre gut ges gangen, wenn eS nicht .Spürhunde der Presse" gäbe, die um schntzdes Zeile?, Honorar die Geheimnisse der Gesellschaft, lüSküstkln und an die große Glocke hän gen. Der Wonnerausch der NeuvaF, mahlten wurde.am sünslen Tage durch die Mittheilung des Ereignisses" in der .Pall Mall Gazette" unterbrochen, wels cher eine, Vorladung des, jungen Gatten zum .Papa'? , aus dem Fuße folgte. Lord Punks zögerte. Am. nächsten Morgen
5amen Lord und Lavy Maneany nacy London, und der Sohn und Erbe der Elancartizs mußte sich stellen und leugnete frisch und frei. Die Sache ließ sich aber nicht vertuschen, und er fand es darum gerathen, einen Brief an den gestrengen Herrn Vater zu richten, in welchem er sagte, er : habe nicht den Muth gehabt, vor seiner Mutter die Wahrheit zu gestehen. Er könne aber nicht länger leugnen, daß er .glaube. Bell geheimthet zu haben". .Ich weiß nicht, warum ich es gethan," fuhr er sort. .Ich habe nichts zu meiner Entschuldigung voizubringen. Ich weiß nicht, ob ich betrun, ken war, ich glaube aber, daß ich nicht recht bei .'Sinnen gewesen bin. Ich wünsche aber Eines ausdrücklich zu sagen: das Mädchen trifft sein Vorwurf. Ich allein trage die ganze Schuld. Ich bitte Dich, mir Deine Wünsche mitzutheilen." Das war ein harter Schlag für die stolzen Clancartysl Was war zu thun? Der Vater hätte allerdings den Sohn zur gerichtlichen Abstrafung bringen können, weil er unter falschen Angaben, ohne väterliche Bewilligung, d:e Ehe abgeschlossen hatte. -Allein, wa5 half das? Die Ehe blieb trotzdem rechksgiltig. und der Papa stellte den Sohn vor die Wahl der Trennung von seiner jungen grau, oder der Entziehung aller Gelder und der Enterbung, so weit dieses gesetzlich möglich. Drei Tage lang währten die Unterhandlungen, und im Einoerstandniß mit Lady Dunlo erklärte sich Lord Dunlo bereit, den Wünschen feines Vaters zu entsprechen und sechs Monate zu verreisen. Lady Dunlo wollte ihn allerdings begleiten; allein der Papa dezw. Schwiegerpapa wollte von einer solchen Hochzeitsreise nichts hören, und wenn auch schwer, fö füzte sich doch die junge Lady Dunlo und der noch junge Lord Dunlo dem Willen des gestrengen Herrn Vaters. 3um Entgelt dafür beglich der Earl von Claincarty die ziemlkch hoch angeschwollenen Schulden seines Sohnes, übernahm die Bestreitung seiner Reiseauslagen und verständigte zuqleich den jungen Herrn, daß er eine ScheidungSklage wegen .Bruchs. der ehe ichen Treue" zu unterschreiben haben werde, welche nicht datirt sein und einen leeren Naum zur Ausfüllung des Namens des .Hausfreundes" enthalten werde,, der mit angeklagt werden sollte. .Aber" stotterte Lord Dunlos Sein Vater schnitt ihm jedoch das Wort ab: .Du fahre jetzt nach Indien, das Weiten wird sich sinden! " Und e kand sich. Lord' Dunlo batte och ble Themse nicht verlassen, als Ladh Dunlo bereit auf Schritt und Tritt von einer Meute von Privatdetektivs überwacht war eine liebenswürdige Aufmerksamkeit, welche ihr der Herr Schwiegerpapa erweisen zu müssen glaubte. Der welterfahrene Lord Clancarty erklärte dabei, .die Katze lasse om Mau sen nicht." Wen er damit meinte, ist Niemandem klar, da er sich vor Gericht weigerte, seinen mystischen Ausspruch zu erläutern. Er gibt jedoch zu, der jungen Lady Dunlo nicht getraut zu haben ein Mangel an Galanterie, den er mit dem Vorleben der jungen Dame rechtfertigen will. Ohne zu indiöcret zu sein und ohne den Schleier zu sehr von besagtem Vorleben zu lüften, fei hier nur bemerkt, daß Miß Bilton, ehe sie Lady Dunls wurde, wie Lord Clancarty behauptet, schon dreimal das unsagbare Glück der Mutterfreuden verschiedenen Vätern zu danken hatte eine Behauptung, die jedoch nur zum dritten Theil wahr ist. .Sie yird auch zum vierte Mal Mutter werden soll Lord Clancarty in vieldeutiger Weise gesagt haben, als er den Gatten der jungen Dame abreisen sah eine Aeußerung, die er jetzt vor Gericht in Abrede stellt. Ob er eS aber gesagt hat oder nicht er hat sich sicher zedenfalls getäuscht, denn Lady Dunlo ist. wie sie erklärt, ihrem Gatten von ganzem Herzen ergeben und ist ihm und ihren vorgemeldeten lobenSwerthen Vorsätzen treu geblieben. Der lebhaste Brief: Wechsel zwischen ihr und Lord Dunlo ist ein Beweis der tiefen und leidenschastli, chen Liebe, die sie für ihn und er für sie erfüllt, und Lady Dunlo wurde nicht müde, nicht nur ihrer Sehnsucht nach .ihrem lieben Knut" (auf welchen Na, men Seine Lordschaft zu Hause hören), sondern auch dem Schmerz ob der langen Trennung .nach nur neun glücklichen Tagen" in der glühendsten und rühreni sten Weise Ausdruck u geben. Wer sucht nicht seine Schmerzen zn lindern, er nicht Trost im Leiden? Kann man es Lady Dunlo verübeln, daß sie that, roaS alle Welt thut? Sie fand Trost fn dep Freundschaft eines Herrn Jsidor Wertbeimer. Lord Dunlo müßte um dieses Verhältniß er wüßte, daß Freund Jsidor die Kosten des Haus!alt bestritt, als er die wenigen ihm bechiedenen Flittertage an der Seite seiner zungen Frau in ihrem Hause 'genoß ; er verließ sich auch auf Jsidor Wertheimer, als er auf Reisen ging und eS Lady Dunls überließ, für sich selbst zu sorgen Lady Dunlo machte auch kein Geheim niß auS ihrem Umgang mit Jsidor Wertheimcr und schueb darüber ganz offen an ihren Gatten. .Gehetzt wie ein Wild von den DetectivS ihre Herrn SchmZkgerpqxas kau.m länger im Skan: de, eine Wohnung zu sinden, da Nie mand mit einer .polizeilich überwachten Person etwas zu thun haben wollte, rief sie Wertheimers Hilfe an, und er räumte ihr ein Haus ein und wurde dort zum Gaste. .Dem Reinen ist Alles rein"; dem edlen Earl von Clancarty und seineu DeteckioeS war dies aber Wasser auf ihre Mühle. Lsdg Dunlo wohnte
u? ittü Hause Werthemiers ; ste fuhr in semer Equipage ; sie erhielt ab und zu Cheques von ihm; sie war täglich mit ihm zusammen; er spetste mit ihr. dejeünirte mit ihr, soupirte mit - ihr uno verließ das Hans oft zu später Stunde Grund genug, um eine Anklage daraus zu schmieden und dies wurde gethan. Lord Dunlo erhielt die .frohe Nachricht" in Australien und unterzeichnete dort das ihm übersandte Gesuch um Schei dung'von feiner Frau .wegen Bruchs der ehelichen Treue", was jedoch den Ehemann nicht abhielt, noch weiter an sein .liebes, kleine Weib in den zart' lichsten Ausdrücken der Liebe zu schreiben und .Jsidor" grüßen zu lassen. Lady Dunlo war bei dieser Sachlage nicht wenig überrascht, plötzlich die Scheidungsklage zu erhalten, und daß ste diese nicht ruhig gellen lassen will, ist leicht verständlich. Wie sie nämlich gleich Wertheimer behauptet und be schwört, ist ihr gegenwartiges Verhältniß nur ein rein freundschaftliches. Wertheimer nahm sich ihrer und ihres Kindes an, als sie von dem Vater desselben, einem abgefeimten Schuft Namens Weston, schnöde verlassen worden war. Er wollte sie heirathen; Miß Bilton hing aber auch dann noch an Weston, als dieser wegen Betrugs in den Kerker geworfen worden war und lehnte Wertheimerö Antrag ad. Er blieb trotzdem ihr Freund, und als Weston nach seiner Freilassung ein neues Verbrechen beging, wiederholte Wertheimcr seinen Antrag und wurde wieder abgewiesen. Die hübsche Bell erklärte ihrem Ritter, daß sie ihm nur treue Schw.'sterliebe widmen könne, und er fügte sich. Er machte noch einen Versuch, eine andere Liebe zu fordern, als Lord Dunlo auf dem Tapet erschien; allern Bell schlug seine Hand abermals aus und wurde Lady Dunlo. Jsidor blieb trotzdem ihr Freund und half ihr wieoer, als sie von Lord Dunlo getrennt und von feinem Vater anf'S Aeußerste verfolgt war. Dieses Verhältniß zu Wertheimer bildet nun den Angelpunkt in dem obschwebenden Processe. Läßt es die Jury als ein platonisches gelten, dann bleibt Lady Dunlo Lady Dunlo. und die Geschworenen würden nur im Sinne der öffentlichen Meinung handeln, wenn sie so entscheiden würden. Die Detektives und die bestochene und bezahlte Dienerfchaft im Hause Wertheimers vermochten nämlich nichts vorzubringen, was die Behauptung Lady Dunlos zu Wert heimex Lügen gestraft hätte. Was immer ihr Vorlrden war seit ihrer Verheirathung kann ihr absolut auch nicht das Geringste nachgewiesen werden was den einzig berechtigten Grund ;u einer Ehescheidungskiaze abgeben würde. Die sashionable' Gesillschast sindet es naturlich .sbockrng, daß Lord Dunlo an .eine solche Person" gebunden sein soll, allein die .Gemeinen" sinden es noch weit abscheulicher, was gegen die junge grau von ihrem Gatten und sei. nem Vater in's Werk gesetzt wurde. Er wußte, wen er heiratbete; sein Leugnen in dieser Richtung ist als Lüge erwiesen; er wußte von dem Verhältniß zu WeUheimer; er genoß seine Fliuertage auf WerkheimecS Kosten und verließ sich auf ihn bezüglich der weiteren Versorgung Lady Duntos, er unterzeichnete die Scheidungsklage und luß seine Frau nicht nur nichts daoon wissen, fondern schrieb ihr noch danach die glühendsten Liebesbriefe. Lord Clancarty benutzte seine Mittel, um die junge Frau dem Verderben zu überliefern, und er und sein Sohn spielten die denkbar erbarm lichste Rolle im Kreuzverhöre, während Lady Dunlo als BZärtarerin erschien und trotz mancher peinlicher Zugenänd uisse über ibr Vorleben, durch die Gradheit und Offenheit ihrer Aussagen Alles, was nicht zur hochadeligen Gesellschaft gehörte, für sich gewann. Mit Spannung sieht man nun dem Wahrspruch der Geschworenen entgegen und der Gedanke waltet vor, daß Lady Dunlo Lady Dunlo bleiben werve. Ob man sie darob beglückwünschen soll, wenn es eintritt? Dii Damen sollen entscheiden, ob Lord Dunlo ein begehrenöwerther Gatte ist. Der von Lord Dunlo angestrengte Ehefcheidungs'Proccß ist dann, wie der Kabel berichtet, zu Gunsten der Lady Dunlo entschieden worden und das Ehepaar hatte sich ausge'öbnt. Judenversolsungen tn Ltuklantz i Sicht. Petersburg, 24. Juli. Gegen die Juden in den Provinzen gelangt gegenwärtig eine ganz eigenthümliche Rechtspflege zur Anwendung. In Odessa erließ der Stadthauptmann Selcnoi einen Tagesbefehl, daß Juden, welche sich an öffentlichen Orten irgend eine Unehrerbietigkeit oder eine Beleidigung gegen Jemanden zu Schulden kom men lassen, . auf administrativem Wege fcü bestrafen seien. AehnlicheS ordnete der Gouverneur' von Mohilew an. Als dessen Circular in der Kreisstadt MstiS' lawl eintraf, berief der KreiSdelSmar schall Fürst MeZchtschrrski die angesehen, sten Juden in's Stadtchen und tröffnete snen, in Anwesenheit der lokalen Autorrtaten, in Rußland eristilten außer den Staatsgesetzen auch administrative Vorschristen; ein Circular des Gouverneur übenrage ihm weitgehende Vollmachten, und demgemäß setze er sie in Kenntniß, wenn die Juden nicht aufhören würden, de.'t Anstand zu verletzen, ,menn nach wie vor frech und dreist ihre Kinder auf den Straßen lärmten, so würden die Schul dlaen ohne Rücksicht der Person tzffen 1 " ' " ' i ;l
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lich gezüchtigt werden. 'Der anweseilde Staatsanwalt fügte hinzu: .Wir werden sie einfach auf dem Markte durchrra'.kcn lassen!" Der Adelsmarschall widerhalle dies und fügte hinzu, um ein Erempel zu statuiren. würden die ang'esehen sten Juden herausgegrissen erden, und das bei dem geringsten Anlaß. Der Vorgang erscheint um jo unverständlicher, als den Kompetenzen des AvelsmarschallS die städtische Bevölkerung nicht unterliegt, und er ebenso wenig wie der Etaatsanwalt oder der Vertreter der Justiz administrative Kompetenzen hat. Man bemerke, daß diese unglaubliche Geschichte sich im 6lou?ernemeni Mohiltw zutrug, wo die Juden das Recht des Aujenthalts genießen. In einem kleinen deut-, schen Städtchen hatte ein Ackerbürger Namens Tod in einem Sommer beson, ders schönes Kraut auf seinem Felde, mit welchem er gegen seine Freunde gerne zu praylen pflegte. Ais er aber eines Morgens wieder auf den Acker kam, um sich an dem Anblicke zu weiden, war das ganze Kraut weg, und an einer Stange hing ein Zettel. mit folgenden Worten: ,Für den Tod kein Kraut gewachsen ist." Ein junger O ffizier wurde in einer Schlacht verwundet, und die Wundärzte suchten lange, aber vergeblich nach der Kugel. Jener hrelk die schmerz hafte Untersuchung eine halbe Stunde hindurch ruhig aus. Endlich fragte er doch, was sie eigentlich wollten! Mir suchen die Kugel!"' .Die Kugel?" Warum haben Sie da nicht gleich ge sagt", versetzte er trocken, die habe ich ii der Tasche! Abgefertigt. Ein bensa dummer mre hochmüthiger Edelmann fragte einst einen neugea'oelten, verdienstvcllen Ossicier spöttiich: .Sind Sie auch von alter Herkunft?" .Das will ich meinen, antwortete Jener ruhig; .ich weiß nur nicht genau, welcher von Noahs drei Söhnen mein Stammvater war." ADVERTISERS can learn the exact cosl of any proposed iine of - ? A ? ap ve using in ximencan papers by dressing Geo. P. Rowell & Co., ' ' Kwpp Ad-vrtUln(j : ßvutmmx lOCpru Ct IIw Yctü. vtm& soe her tcoFc
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300 Sassimer' and Qbtv Anzüge 0 Demokratiscv County Ttöet. Clerk: JoHnR. Wilson. Sheriff: Henry Langenberg. Vnditor: Thomas Taggart. Echsßm,ister: Victor BackuS. Keeorder: Peter Carson. Korouer: Dr. Frank Manker. Curdihor: Paul Julia. Con''.lh.Comu!issäre: 2. Distrikt: Michael H.Farrel. 3. Diftrtkt: Firman Stout. Snkerisrrlchter: Napoleon B. Taylor. JameS W. Harver. Pleny W. Bartholomev. Cittvilrichterz Edgar Ll. Brovn. Crimiaalrichter : Millard F. Go. Etaatisvkalt: John Holtzman. Liitlstar : Harvey MathewS. Henry Thiene. I. C. McC loS ktz. James E.McCullough. ZZred.Mack. oümO' m tÄzche til Cji trO LouleriUo, Hadnrüle, HcaipMi, GhU tzznajz Atl&ata BaT&snli, cavüla, IXobila and How Orlcini, Si tfi HsrteLZsft Sx $a$siit mt$ tea L5d, eke dwüe Lercke z m;. Ua5aZt-, Schl s. vb Pait-Gcgni zwtsch Ehleegs usd Lsllle Cr öx11 ar EcsUbiSa e QsßreÄechZst. Csrxssch VHWZtzlck ll& Ht 5S die cüt znse W. Z. M. J - - 4U,MM MM "''Pt CtUe3Ct tStftiafitxa sal 211 Cttw 3tl,nffti Cern'l Rati ftUst Ca. 31 tj, O i 1 1 h CtX iU. C4lssUI a
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