Indiana Tribüne, Volume 13, Number 323, Indianapolis, Marion County, 10 August 1890 — Page 4

!.?..x-, -jrrmaTsrrttWrrSa iwmi itYgWfriWiri t h fcam,..u-m ,ämiammi i firt-1-' m . ' ' ' " l ' i

Zndwna TMme.

Sonutsüö'lusgabe. flDfllest 130&.C3gafofrg. i - JndianspoliZ, Ind., 10. August 1890. TkalurVtssensiyaftliche ylau ! dereien.

Sia an jt'.Iit neueS LKnuni. Vom Cap her kommt eine merkwürdige Neuigkeit, die ich. da mir baä Original nicht'zuganglich ist, einem Abdruck in d?n .Chemical New entnehme. Dort lau tet sie etwa folgendermaßen: .Nach der Chemikerzciwng hat ein Bergwerksingenieur Namens Lauer in Damaraland, als er auf Gold .prospec litte, auf eine Gruppe von trichtere formigen Vertiefungen in einem Streifen von verwittertem Diabas gestoßen. Der Boden, der eine röthiiche Eisenoxydjärbung zeigte, war in der Nahe dieser Vertiefungen grünlich grau. Keine Spur von Vegetation, auch der niedrigsten Art, war (in der Nahe der Vertiesungen) vorhanden; vertrocknete Jasecten uud Reste von Antilopen, Schakalen oder Eidechsen iesen alle eine bezaerkensserthe Farbenveränderuna auf. Cln Mitglied der Gesellschaft tnia, an seinem Hut einen Zweig von emem Strauch ; derselbe verlor in kurzer Zeit feine grüne Farbe und wurde violettblau. Während das Haar und der Bart der Reifenden ein Aussehen annahm, als sei es weiß gepudert. Ein eigenthümlicher Geruch machte sich giltend, ein Mittelding zwischen Moschus und Mercaptan (für Nichtchemiker sei bemerkt, daß die letztgenannte Substanz abscheulich jauchen'anig riecht), und ennMan sich über die Vertiefungen beugte, horte man einen leise summende Laut. Man schloß auf eine Gasausströmung aus den Trichtern, füllte drei leere Flaschen mit dem Gas und schickie sie an Dr. Antsch, einen in Cupftadt ohnenden Chemiker. Dieser erkannte in dem Gas ein neues chemisches Element, dem er vorläufig den Namen Damarium beilegte. Es zersetzt Waffer, indem es sich mit dem Sauerstoff desselben verbindet und Wasserstoff freimacht. Es ist gasförmig, und wenn seine Sauerstofsoerbindung durch Elektroluse zerlegt wird, so nimmt das Damarium viermal so viel Raum ein wie der Sauerstoff. Dasselbe ist doppelt so leicht wie Wasserstoff und fein Atomgewicht scheint halb so groß zu sein ie das des Wasserstoffes. Damarium gehört unter den besann ten Körpern zu denjenigen, welche zum Sauerstoff die größte Verwandtschaft besitzen. Es zersetzt die Ori)de mcht bloß der Edelmetalle, sondern auch des Kupfers, verwandelt Eisenchlorid äugendlicklich m Chlorur, entfärbt Jndigotir.tösung u. f. w. Dr. Antsch erwartet weiteres Material, um seine Untersuchung fortzusetzen ; er glaubt, Damarium sei vielleicht ein weit verbreitetes Element, aber ein solches, welches an den meisten Stellen der Erde nur in sehr geringen Mengen vorhanden ist, in Damaraland aber zufällig concentrirt vorkommt, ahnlich wie gewisse seltene Metalle, z. B. Eerium, sich nur an einzelnen Stellen der Erde in erheblichen Mengen vorsinden." (In dem hier gegebenen Auszug ist einiges fortgelassen, as nur sür den Fachmann Interesse hat, anderes etwas breiter ausgedrückt als in den .Chemical ö!ews", damit es auch denjenigen verstündlich sei, die nur oberflächliche chemische Kenntnisse haben.) Die ganze Nachricht ist entweder ein Schwindel, oder sie enthält die merkwürdigste chemische Entdeckung, welche feit langem gemacht worden ist. Da sie von geachteten Nachblättern aufgenommen wurde, kann man kaum annehmen, daß es stch um einen reinen Schwindel handle. Ein Irrthum des Urhebers ist ,o gut wie ausgeschlossen; denn ob das Damarium bei der Elektrolyse viermal soviel Raum eingenommen habe wie der gleichzeitig entwickelte Sauerstoss, das ist eine Frage über die sich selbst ein ziemlich roher Beobachter nicht leicht täuschen kann. Und das ist die vorpusig wichtigste Frage an der ganzen Sache. Hat Dr. Antsch mit dieser Angabe recht, so ist das Damarium in der That nur halb so schwer wie der Wajjerstofs, und dann ist dte Entdeckung in der yat von tiesae hender Bedeutung. Freilich ist grade diese Elektrolyse wohl geeignet, einige kritische Zweifel anzuregen, denn der Analogu nach wäre zu vermuthen, daß eine Verbindunq von Damarium mit Sauerstoff sich nicht so ohne weiteres elektrolytisch ersetzen lassen würde; indeß da uns die Kenntniß der näheren Umstände fehlt, wollen wir diesen Zweifel uf sich beruhen lassen und vorläusig die Angabe aU richtig annehmen. Was be deutet sie oann k Die Alchymisten fetzten die beschrankte Anzahl der wichtigsten ihnen bekannten . m m. . . m . . . Elemente, ver ceraue, in Paraueze am ver gleichfalls beschränkten Zahl der ih ne bekannten Planeten. Sie verglichen l . . X . ? .i vas Vlet mit vem gianzivsen saiurn, das Gold mit dem Jupiter, das Eisen mit dem Mars, das Silber mit der Venus. das bewegliche Quecknlber mit dem Mercur. dem schnellsten Gliede des Sonnensystems. Die Entwicklung der Wissenschaft hat, ohne eS zu beabnchttgen oder auch nur auszusprechen, diese Analogie ir. etwas noch weiter geführt. Hinter dem Saturn sanden sich noch der Uranuß und Neptun, so ergaben sich hinter den schweren Metallen noch das Platin und feine Begleiter, wie Iridium, Ruthenium u. f. w. Für diese fehlen freilich jetzt die Vergleichsplaneten ; wir mußten heutMaae etwa ttatt oes Uuecr silbers den Wasserstoff mit dem Mercur in Parallele setzen. Wie Mercur der innerste und leichteste der großen um die Sonne kreisenden Körper ist, so steht bis jetzt der Wasserstoff am Ende der Elementenreihe. Er ist der leichteste aller bekannten Korper, er hat unter allen daS kleinste Atomaewicht und er it femem ganzen Verhalten nach gewissermaßen als Prototyp der metallischen Stosse anzuleben. Die Astronomie fand zwischen Jupiter und Mars ein ganzes Revier von kleinen Planeteu: die Ueemie schuf etwas ahn Uöes; sie kand etwa uvischen Aluminium

und Zink eine gro'e uzhl von , seltenen Erden aus denen sie eine ganze Reihe neuer Metall herstellte. Und wie die ftjrrcuauirn mit den kleinen Planeten noch Jan&e nicht zu Ende sind, so haben die Chemiker noch kein Ende der seltenen Erdinetatle gefunden; da kamen Erbium und Terbium, Lanthan und Didym, dann wurde das Didym in zwei neue Stoffe gespalten, dann entdeckte man Gdlinium. Samarita und ein Dutzend andererer Stosse, die zum Theil noch hcu:e blos vnmuthet sind und nach denen immer weiter gesucht wird. Niemand wundert sich jetzt, enn die Zahl der kleinen Planeten über Nacht von 249 aus L50 steigt und ebensowenig wundert man sich, wenn die Spectralanalytiker mit einem neuen Metall aus der Gruppe der seltenen Erde auftreten. Allgemeines Interesse aber würde es erregen, wenn sich plötzlich ein neuer Vlanet zwischen Mercur und Sonne fände, denn damit wäre der ganze Aus gangspunct unseres Planetensystems ein anderer geworden. Und auf dem Gebiete der Chemie soll nun dos Entsprechende geschehen sein; der Wasserstoff ist entthront. Seit asoisiers Zeiten stand er unverrückt an der Spitze der chemischen Elemente ; sein Atomgewicht, das kleinste der bekannten, bildete die Grundlage, mit welcher man die andern Atomgewichte verglich, .seine Leichtigkeit erhob

ihn über alle übrigen & taste. Man Dachte wohl n die Möglichkeit, daß es einen Stoss mit noch leichtern Atomen geben könnte, aber man fand bisher leine Spuren nnes solchen, auSgenommen vielleicht auf der Sonne, wo An zeichen vom Dasein etneS ?ielletcht noch leichtern Körpers vorhanden sind, den man Helium genannt hat. Und nun kommt das Damarium, ein neuer Körper, stößt die alte feste Basis um, ist noch einmal so leicht und seine Atome sind nur halb so schwer wie die des Wasserstoffs. Das ist der intramer cunelle Planet unter den chemischen Elementen, ebenso interessant wie dieser sein würde, und praktisch viel wichtiger, weil ir ihn unter den Händen haben. was bei den Planeten weniger der Fall ist. DaS System der chemischen Atome wird umgebaut und auf den Fremdling eingerichtet werden müssen; mancherlei frühreife Speculationen, die sich auf die Wasserstoffgrundlage stützten, werden zerfallen und andern Betrachtungen über Att und Wertigkeit der Atome wird daS Thor geöffnet werden. Immer vorausgesetzt, daß eö sich nicht um einen Aprilscherz handelt ; dies muh nachträglich noch einmal bemerkt werden. Aber unsere Betrachtungen über die Vedeutung einer derartigen Entdeckung würden bestehen bleiben, auch wenn daS Damarium sich als eine Ente erwiese sie würden nur auf den künstigen mög lichen Fall irschoben werden müssen, daß einmal jemand daS Helium oder irgendein anderes, den Wasserstoff an Leichtigkeit übertreffendes Element de? Erde fände. Eine Ballonfahrt von Wie na Deutschlsnö. Die muthigen Unternehmer der nächt. lichen Ballonfahrt nach Deutschland, deren ir bereits Erwähnung gethan, die Herren Oberlieutenant HSrneS und Lieutenant Eckert, sind, mit Jubel von ihren Kameraden empfangen, in Wien angekommen. ES war eine überaus interessante, wechfelvolle. in ihren Wand lungen ebenso entzückende als erschreckende und gefährliche Fahrt, welche die beiden Luftschiffer mitgemacht haben. Wohl selten dürfte es Menschenkinder beschiß den gewesen sein, Ausblicke von solch Großartigkeit genossen und Beobachtun gen von solcher Unbrrechenbarkeit gemach! zu haben, wie sie diese Nachtfahrt bot Der Horizont deS Luftschissers ist ein fi weiter- und überwältigender, daß ihm gegenüber der Maßstab unserer gewöhn, lichen Erfahrungen fast nutzlos wird. Diese Lehre haben die beiden Aeronauten auf ihrer langen Fahrt sich gründlich zu eigen gemacht. Die Herren haben unter den größten Gefahren für ihr Leben ihn Aufgabe wahrhaft glänzend gelöst; diesi bestand darin, möglichst lange in den Lutten zu bleiben oder, tubiectlv genom men, möglichst lange an die Landung nicht zu denken, und diese schwierig Aufgabe öaben die militärischen Lufd schifjer mit allen Ehren erfüllt. Das Ziel einer solchen Fahrt ist abgesehen davon, daß es nach unsern heutigen Er rungenschasten nur zum geringsten Theil in der Macht der Aeronauten liegt, das LuftschlN einem bestimmten Ziele zuzu führen immer Nebensache, es mag weit oder unbedeutend von . der Auffahrtstell entfernt sein. Die Hauptsache bleibt die Dauer der Luftfahrt ; diese betrug im vorliegenden Falle elf Stunden'. Wieso, durch welch merkwürdige, unvor hergesehene und glücklich ausgenutzte Witterungsumstande es möglich war, eine so lange Fahrt zu erzielen, das er hellt aus dem Bericht der beiden Luft schiffer, welche dem Wiener Fremdenblatt die Erlebnisse wahrend ihrer Fahrt er zahlten. Wir fuhren, berichtet Oberlieutenam Hornes, um 9 Uhr Abends vom Prater aus ab. Wir waren aufs beste ausgerüstet, denn wir hatten: 1. sehr warme Kleider; 2. ein elektrisches Glühlicht ; 3. zwölf Säcke Ballast zu 20 Kilogramm Sand ; 4. guten Imbiß als Wegzehrung ; 5. vier Brieftauben etc. DaS Glühlicht leistete uns ganz vortreffliche Dienste. Ohne dieses Lichtlein hätten wir während der ganzen Nacht daS Aneroid nicht ablefen können, wir hätten somit nicht geßi, in welcher Höhe wir uns befinden, ob wir den Ballon sinken lassen oder in die Hohe treiben sollen. Ansangs spürten wir nur geringen Austrieb, dsnn wurde er allerdings bedeutend stärker. Zunächst genossen wir sozusagen den Lichtplan- von Wien, eme herrliche Landkarte! Wir grüßten die Land wirthschastliche", die glühlichtumzlänzten Musikpavillons und die Rotunde !..... Der Ballon stieg oberhalb des .Magdak lenenhofes" über den Bisamberg, ließ Korneudurg links liegen und trieb dann etwas langsam bis Laa, daS wir an den Lichtconturen erkannten. Immer winkt, uns bis dahin die elektrische Warte vom Kahlenberg herauf, wir fahen sie noch biß i der Entfernung von Znaim. Doch unsere Aufmerksamkeit wurde bald von I solchen perspektivischen Betrachtungev

uf andere ernstere WahrNeym'ungen gelenkt. Als wir ins Loisergebirge kamen, ge. riethen wir nämlich in einen Gewitter kessel vor uns, im Rücken und zu um serer Rechten zuckten, allerdings in ziem lich Entfernung, Blitze und Wetterleuchten und wir hörten den Donner unheimlich rollen. Wir wurden aus dem Bereiche des Gewitters nach Osten abge, trieben. Mittlerweile war eS halb 12 Uhr Nachts geworden. Der Horizont wurde immer sinsterer, zuletzt ganz schwarz. Kein Sternchen ließ sich blik

i

ken, dichte Wolkenhullen umgaben uns, zugleich spürten wir eine scharst Kälte. Es vergingen einige Minuten (mit be fanden uns in einer Hohe von tausend Meter), da begann es fürchterlich zu regk nen. Fünfviertel Stunden währte der Regenguß, vom Sturm hin und hergepeitscht. Unser Ballon, der Vater Ra detzky" befand sich dabei ouch nicht gut, denn das Gas kühlte sich insolae da Nässe ab, das Luftschiff sank deshalb schnell und wir mußten, um die Wirkung des Regens wettzumachen, vier Säcke Ballast auswerfen. Der Sturm wurde immer ärger, so daß wir mit rasender Schnelligkeit dahinfuhren. Trotzdem sank der Ballon immer und zwischen 12 und 1 Uhr befänden wir uns IN der Höhe von 800m, sodaß wir plötzlich zu einer uns begegnenden Vergeshöhe hinaufschauen mußten. Nun warfen wir sofort wieder Ballast aus und stiegen sodann bis zu 1500m. Die Fahrgeschwindigkeit erreichte hier infolge des Sturmes wil glauben wenigstens mindestens 30m in der Secunde. Wir hörten nichts, als ein fast betäubendes Rauschen. Endlich horte der Regen auf uni ir bemerkten zu unserer größten Freude, daß der Ballon sofort wieder zu steigen begann. Und das kam so: Infolge des .Schütten" war der Ballon, die Seide, das Netzwerk, kurz, jede Fafer des Lustfchisies mit Wasser durchtränkt worden. Diese Wassermasse begann nun, und zwar schnell, zu verdunsten, sodaß der Ballon, weil das eingesogene Wasser immer geringcr wurde, auch an Gewicht, verlor und von selbst höher und höher stieg. Wir hätten viele schwere Säcke Ballast auswerfen müssen, um zu steigen, hätt der Verdunstungsproceß nicht von .selbst und viel billiger diese Wirkung erzielt. Es wurde 1 Uhr morgen. Der Ballon, je mehr trocken, desto rapide? steigend, erreichte lanasam, immer durch leichte Wolken segelnd, die Höhe von 2000m. Um 2 Uhr morgens sahen wir die Mon dessichel, es dämmerte und wir konnten zum ersten Male das Aneroid ohne Glühlicht ablesen. Bis 4 Uhr 20 Mi nuten morgens befanden wir uns in du Höhe von ungefähr 1700m. Die ewige Wolkendecke, die sich unter uns ausdehnte, lichtete sich endlich um dies Zeit ein wenig und wir sahen wieder einmal aus Land herab und zwar aüf eine hoch;lillfirtc, gut bebaute, fein parzellkrttGkaekid eS dürfte Schlesien gewesen feltt. Durch 17 Minuten dürften wir so übet Terrain" gefahren sein, einige Leute erkannten un sogar als Luftfahrer da kamen wir wieder oberhalb einer sichten Wslkendecke ur.d sahen unter un wieder nichts als weiße und graue wo. gende Nebel. Es herrschte nur geringe Luftbewezu'ig Der Ballon war infolge der fortwährenden Verdunstung deSWaf serS stark gestiegen. Um fünf Uhr morgen? warm wir in der Höhe von 2,400 Meter, nach sechs Uhr waren wir um 1000 Meter höher, auf 3,400 Meter. Jetzt nahmen ir ein neues eigenartiges Schauspiel wahr. Un ter uns dehnte sich noch immer jene vorhin erwähnte Wolkenfchicht auö; aber über uns, in Höhe von 400 bis 500 MeZ ter, befand sich eine zweite Wolkenschicht, sodaß wir zwischen zwei Wolkenlagen dahinfuhren. Wohin, wußten wir freilich nicht. Die Sonne hatte sich bis dahin zu unserem größten Glücke nur wenig gezeigt. Denn hätten lr noch Sonnenhitze gehabt, so wäre der Ballon in Folge der schnellern Verdunstung und der Erwärmung so ungestüm und hoch gestiegen, daZ er in dünner Lust hätte zerplatzen können. Nun dachten wir daran, ob eö nicht ant wäre, das Ventil u öffnen und unS he; abzulassen. Wir sahen auf die Uhr: Unsere Fahrt hatte erst neun Stunden gedauert und wir hatten ja noch nicht, der Abmachung aemak, Ballast und GS verbraucht! ES wurde beschlossen, die Fahrt fortzusetzen, umzomehr, als wir wieder Locomotiv-Stgnale von unten zu vernehmen glaubten. Doch die Fahrt sollte unS noch eine Ueberrafchuna bringen. Wir verfolgten alsbald zwischen 6 und halb 8 Uhr morgens die Fahrt o besorgt, daß wir während dieser Zeit nur enize Worte miteinander sprachen. Bloß das Aneroid wurde studirt sonst gab's nichts sür unS auf der Welt. Denn wir stiegen wieder in unheimlicher Weife, nur fühlten dies beim Athmen und bei Sprechen, wir hörten unsere Wotte kaum, odaleich wir nebeneinander standen, unsere Stimmen klangen heiser, die cuii iicn nirl glil oen yau zu ver: . !il - tf cm la ... . mr 0..tk. fX! ja ...4 iniucin. waren ium i ugr 34 iviinuten) auf 4000m Höhe aeftZeaen. Das war der Hohepunet unserer Fahrt. Vou -3 V . ' . m. yler aus gewayrien wlr auch, nach Nor, den blickend, längliche Streifen, die sich in oer utt ausoeynten und immer drei ter zu werden schienen. - Wir klaubten. daß die Streifen Wälder seien, in denen auch Lokomotiven fahren, denn wir sahen C . 111 r -m ' . '7 oie nauchwolren. Bald aber übeneuaten wir uns zu unserm Schrecken, daß sich das Meer vor uns ausdehne, die vermeintliche Waldung war die Ostsee und die Loeomotioen waren große Dam? pfer. Unser Trost war. dan das Mee, sich jedenfalls weit von uns befinden Äff- C." . . . 1 mue, oa um unter uns die Wolken schicht noch auf große Entkernuna aus dehnte und unsere Sehlinie sich bis zum Meer in einem sehr flachen Wiukel da hinzog. Unser Horizont reichte nun sehr weit. Wir sahen Borabolm. serner die Südküste von Schweden, die von der Sonne beschienen wurde, und die Insel Rügen. Dieses .Terrain" sahen wn jedoch nur in der weiten Ferne, direkt unter uns blickten wir nur auf Wolken. Erfahrungen über die Erscheinungen bei einem Ueberblick aus so bedeutender Hohe waren uns selbstverständlich aani fremd. und so mußten wir denn daran denken, t.'"lJ t ' 'r. . e . WVnk uno..etar eiN.VND-

zu machen und vke Landung vorzuverei'en. - - Es war halb 6 Uhr Morgens, als ir daS Ventil anzogen. Der Ballon sank jedoch schon rapid in die Tiese. Wir fieleit in 15 Minuten von 4000 Meter auf 1700 Meter hinab, jedoch immer in Wolken, denn die untere Wolkenschicht war 2000 Meter dick. Das Fallen des Ballons geschah jedoch sür uns Luft schisser wenigstens zu schnell; denn als wir in der Hohe von 1700 Metern anlanaten. bitten mit Atbembelckwerden.

ir verspürten eine starke Heiserkeit und ein betäubendes Ohrensausen. Das kam von der Verschiedenheit der Luftschichten, die wir in so kurzer Zeit durchführen. Unsere Lungen waren, noch mit dünner Luft der 4000 Meter - Schickt atiütit während um unseren Körper eine viel l r . t. r . . Dichte rüst wogte. Wahrend des Sin9 V . a fßY - t.ii... fr rr n ten ves auons oairen wir Vauair ausaeworfen und aemerkt. da der Sand in der Tiefe in eine Windricktuns aetrie. ben wurde, die der uusrigen, welche wir ,n ver Hvye versputten, ganz entgegen aesedt war. Sn der untern 9uftsckickt, i r ' ' ' -w iiyt herrschte also eine entgegengesetzte, d. b. südliche Luftströmung, und zwar eine sebr Üarke. Als wir nun auk 170 Mt, ter herabgekommen waren, benutzten wir diese Tiekströmuna und kubren nun ie. der zurück. Die Rückfahrt ging sehr tXkf1 mL .tCu. ne CYYl! i vyitlU Ul'U WUIJUC Li iUUNUlC. - Die endliche Landung erfolgte 9 Uhr inBruetkom Ne,ZrkNos,n iFMrmnr hocherfreut, als man uns Zturiel. daö wir in Preußen seien. Eine Viehherde, ore uns entgegenlief, .begrüßte uns, und deren Hirt aab uns die erÜe Kunde an dem Lande, auf dem wir uns befanden. Bald kamen einige Herren zu uns gerit ten, die uns so freundlich empfingen, van wir grausten, uns ,n unserm Hei mathlande zu besinden. Der preußische Gutsverwalter von Lowocice. Herr tv ab w . . m . ugen arger, em echter Veutscher, bot uns Unterstand. Oberlieutenant Hör neS schildert nur noch die liebenswürdig? Weise, mit der sie im Kreise der Familie des Gutsverwalters empfangen und beyanoerl wurven. Vie erste dienstliche Handlung der beiden Ofsiciere war. den Ballon zu verpacken und auf die nächste n r . i. . " lienoaynstatlon zu bringen, und dann ein Telegramm an die österreichisch ungarische Botschaft nach Berlin und werteres an unser KrieaSminilrerkum nach Wien abzusenden. In Breslau merveten sich die snclere auf der dorti, gen Eommandatur. Die Temperatur deö MondeS. Der Mond ist wohl derjenige Himmelskörper, der unter dem Menschenvölklein die meisten Freunde hat. Kaum hat man einen Menschen kennen gelernt und ihm verrathen, daß man der Sternzuckere! ergeben sei, so kann man auch sicher sein, in liebenswürdigster Weise durch die Frage überfallen zu werden: Wie denken Sie über die Mondbewoh aer?" Und es berührt die Fragenden dann immer mehr oder weniger schmerzlich, wenn man ihnen nicht eine ganze Geschichte erzählen kann, wie man einst, ßls auf der Erde alles schlief, durch das entsernungskürzende Glas das Leben und Treiben auf dem Monde beobachtet habe. Sie sind grausam, die Astronomen! Nicht nur, daß sie lange schon er Ansicht waren, daß da oben auf unserem Trabanten nichts Organisches lebe, heute kommen wir und schicken uns n, zu beweisen, daß der gute Mond nichts anderes sei als eine Weltleiche". Da ist nicht Lust noch Wasser, denn noch nie haben ir bei Sternbedeckungen oder ähnlichen Beobachtungen, die uns jene Existenz hätten verrathen müssen, etwas von ihnen wahrgenommen. Lange schon beobachtet man ihn eifrig, ob er denn nicht wenigstens eme Spur von Wärme zeige. Die negativen Antworten, die er uns immer gab, schob man immer und immer wieder auf die Beobachtungsapparate, die man sür nicht scharf genug hielt. Die Zweifel sind nun endgiltig gelöst. Ein amerikanischer Aftrophvsiker, Langley, hat es sich vorgesetzt, eine Antwort zu erzwingen, und dazu einen Apparat angewandt, in dem er, durch rlektrische Vermittelung, unglaublich kleine Temperaturen messen kann. Jahrelanges Forschen und Messen hat Langlev )as Resultat ergeben, daß der Mond auf tlle Fälle unter dem Gefrierpunkt erkaltet und wahrscheinlich von einer Temperatur von 20 Grad Kalte sei. Wahrlich, eine Weltleiche! Segen die Trunksucht der armen Leute. Hier sitze ich in dem Deutschen Verein Gegen Mißbrauch geist'ger Getränke, Und klage, indem ich mir rothen Wein In das GlaS aus der Flasche schenke: Ein Unglück ist es. das größte, heut', DaS muß ich tätlich bedauern, Es trinken zu viel die kleinen Leut', Die Arbeiter und die Bauern ! Das ist ein nationales Malheur. Uns retten kann nur ein Wunder He, Kellner, unf're Gläser sind leer. Bring' u,is eine Flasche Burgunder! Nur Wässer sollte und höchstens Bier Genießen der aroße Hausen. Sonst wird der Mensch, wie einst da? ryter In der großen Sündfluth ersaufen. Es ist das Saufen, das mich erschreckt, Da kann kein Gebild sich gestalten He, Kellner, rasch eine Flasche Sekt, Doch einen nicht allzu kalten! Ja, ja. die hingen Getränke sind's, Die abgeschafft ich wünsche He, Kellner. Cognac und Pfeffermünz' uno eilige chlummerxunjche! (.Schalk. Unter Pavngogkn. Jvea, lift: Kinder gleichen kostbaren Edelsteinen, die erst alanien. wenn sie ae, schliffen werden. Realist: Kinder gleichen den Parqüettsußböden, die erst gränzen, wenn t gewichst werden. Schlagfertig. Pferdehand mein Lieber, denn sonst' hätt' eö nicht so att erven rönnen;'

astfxacMCäa.

Columbia Halle, Ecke McCarch und.Delawars Str. ' Die schönste, größte und m bequemste eingerichtete Halle der Südseite. Sie Seht zur Verfügung für Abhallnsg von Conzerten, Tanz - Kränzchen, P2XUfc" ,5. veiMer? ist sie Vereiu zu empfehlen. XSSf Die schöofte Wirthschaft in der Stadt. Nur die bestea Eeträuke werde verabreicht. Ln zahlreichem Besuche ladit e!u Dtw Schmidt, Sig thüm e r. Zac.MetzgerSCo., 80 und 32 Ost Marylavd Str., offeriren folgende Weine w Flasche Imporittie thmlm : Rüdesheimer BifchofSberg. Oppenheimer. Niersteiner. Ober Jvgelheimer. Französische Rothweine: Pontet Canet, Margaur uud St. Julian Supniear. Ealiforuische Weine : Zwfandel No. 1, Bnr. der, Rieölwg, Sntedel, Sherry, Angeliea, süßen Mußkateller ferner : reinen Catakba. Telephon 407. tT Bestellungen werde nach allen THei lea der Stadt Prompt abgeliefert. F01TAII Ssloon n Billiard-Hall No. 92 Ost Washington Straße. John Weila ch e r, Eigenthümer. Ulo$mt ollcl X oli xi ML. Koeiilffor. Da größte, schSfie nnd SUefte derartige Lokal in der Stadt. Die geräumige nrd schön eingerichtete Halle steht Venweu, Loge und Privaten znr AbhaUung von Bällen, Konzerte nd BerssmLllungtN unter liberale Dedwg. nnze r Berküavn. 15 Pfund Granulated Zucker -fürl lilueller's Tea Btore, 200 jOa Wafbingtoustr. ET Telephon 838. Pensionen ! Neue Gesetze, ntnt Regel,. Jeder Soldat oder jede Soldateuwittwe sollte zu der seit Jahren etabttrlen Pellsisne.Agentnr doa P. H. FZtzgkral) schicke nnd sein 12 Seite ent. haltende Pamphlet öbkr KriegSpeosionen nebst Copie des neuen Gesetzes erhalten. Wird frei per Post zugesandt. V. H. Fitzgcrald, 63j Oft Marketstr., Indianapolis, Ind. Das nens PensionSgesetz den palsirt durch selchet alle invaliden. Soldaten, alle ans Hufe angewiesenen So.oatenwMwen und atsen, alle ans stch selbst angedieseuen Däer uad Mütter do Soldaten weiche nnderheirathrt starben, z Pension berechtigt sind.. Wen Sie einen Peusionöansprnch haben, so wmden Sie sich .ündl'ch oder schristliÄ a die Pensions.Anwälte Moore & Thornto n Ost Market Str. Zwimer No. 8, zweiter Stock. Indianapolis, Ind. 3X001-0 & Thornton 28nn Ic in axonuch kauf,, xkaufen mit JZven 8tl a ten solgendk Preisen für den Ronai Juni: Sigr als 75 Pld. aus einmal st 00 ttx 100 Pjd 75 bis 100 Pfd. aus ttnaal 75t ,x 100 Pfd. 150 lt 500 Pfd. aus einmal L5e x,r ico Pfd. 500 b.s 2.000 Pfd. aus einmal 50c xer 100 Pfd. an fxrech i mtm ttaU Si,D,,vt, 1 IIlQu vri, vor. Fuhrleuten ist e nicht grftaitet, Kontrakt, ab zufchltkßen. JH.Da beste Bsö) - LWLSIRS & BUILDIN0 PAPERS. Pech, Theer und Trinidad Asphalt Roöf. kg ferner 2 & 3 Ply Ready Roofing. Alles z habe bei H. S. Smither. Derselbe fabrizirt serner .Arthracene DiSmfektant, MottenPapier ndMottenwachs nnd Napthaline. Wer gutes Material vill, komme zu ' : "tt ; 100 X3cß Nasvland CttaZu

ISnOo

EM an.

Auch selbst totale Finsterniß TNuß schwinden, so behält gewiß Die Santa Claus Selke die Gberhand,

XDo immer sie nur wird angewandt.

rtr m) AI

rsz 'y.tfe&Z ii MÄ

mmw

Damen 64 6 i t'-Zn:TmSL

r .c M j I n 1 1 i;ÄätlF;ir?vF', ;n iä'. i'w i' - . fc:vf?s Jl;ii II .

,,l5t ' i i i

SeneUn I P!t?kMAViöW 1 - 41

! w ,.44fk-,' i A. . j-v .n-iir Teppiche all Arten ! I r-" tfcv. vtv

ifc 5 1 ' ix Tffji r;-- ck z? Sztrafeine Schankelftnhle l (Große Ansdahl.)

WWPWMW

i: H w,iffi ."'' j r--., '' ' , tv- - Im.Ji T- r I ! i kl 1Z!JLJ IjrmJji', I C, Li-'v,' .Oitifc&y" ' i ..f..,,. i :.-i:i0-- --- : rt 4 jä&&-'$2sZ TNE-:-" XZA jpr......r.-hl- - . . i ' .rmm - '- tiiiiiH mm ir iii i i- -M-rr-rfr-T' - ' j

IFESAKIffi. E5.nESTIEHa Q (DD. kJSs nD üoil und Oklavass CttaVu

V. Es. BACKUS Fabrikanten feinen leichten KutfHea

VoUyäadige usadl in den berühmten Fabrikaten der Coliiinbuo Bnffffy Co.

Vko.

Sacüs - Prudeos üe Co., DAYTON, OHIO. Indianapolis Branch, Office und Waarenlage? : 82 Süd Delavare Straße. Eitnifi Fabrikanten Ut bsküyttte Sachs. Frudens ZIaaren, Ate & Porter, Ale & Bcef, Half & Half, AT8Agaric, Saline Limonade, GingerAlt, Hludler in SelzerWasser, böhmilchet Export nnd Lazer-Viee tt K. Telephon 1146. I. L. Wleler. Gelchäftssühre?.

Deutsches yhotographischeö Atelier, Sfto. 137 Ii9 Ost Wasbiugtvn OtraLe. Meine bishengm Kunden, sowie daS Publikum im Allgememm ladt ich freundlichst ein, meine neu eingerichtete Sallerie zu besichtigen. Achtungsvoll, Gärm cmHn H Qg

IPILTOITIBIIW K RAIFDTTrirM(R, (GaS- uud Wasserelurltbtung.)

Bestes Material und beste Arbeit. Aneohaensel No. 83 Nord Pennsylvania Straße,

köAMu's

2 md 81 Nnd Aemstikmla Straße,

Mss

Ba rößte und feinste Lager von Pianos und Orgeln tn der Stadt. Nnsere niedrigen Vretse und leiütt Abzahlungen find derart, dab keine Familie ohne Jnfter,ie zu sein braucht. Gebrauchte Planos und Orgtln zu $15. 525.60 und auswärts, gegen Mzadlung oder von ZI bis N Miethe per Monat und ein TheU der Miethe ans den NaukvreiS geschlagen.

Pianos und Oraeln uerden tttm (Tmzkwage la Des timinen

hfmi!': mß

kdtte,?k.vl..'"'.7'7: rsiroii

v iMAu'tittür.Jr

i imnnganier'ccBicncnnneeolfn,ttecBecifferlEf.nn leset ach, prahlerische n,eio a..s,ßftluf4 5t2 P SSSS''K trt, k.,7bn). sll., k.?... Junge Lkutk.t in den Stand tn tZdk '

- - - i: - ,rr'T'" - raudltch müicdtZe ftMsw nh ,ifn Ms. ... kwitt7 bedruckt UVschk5dlv5aH (freilt Wffre? vvcUW NklA?

Der Rettungsankee ist , auch iu Indianapolis, Ind., beim Bachhändler G. K h l e r, 19 Eav Delavare Straße, zu haben.

Teppiche URd Tapeten.

ÄMDWi'ä

No. 17 und l9 Qeft .: I.: .- .!, .:'

,, ' -"V-. '

(L MhWM, tJm !5?7 rvz

Ictl

Woher kommt es doch, daß die

Santa Claus Seite

einen so enormen Absatz findet? Weil sie alle Eigenschaften in sich vereinigt, die eine gute Seife ' haben muß. Qsrsnilrt von dn ,drikRnte ..irkzylivo. CHICAGO. 3i:iflit'M'ltt!ttt$t ßWWWJ Schlafzimmer te-s nmm vsd r-riv. . . i? i :. . . .-.'2 izzLdz: 4 Parlor Möbel. T "fc---. Oll Hfl gegen Ratenzahlung oder Vaar. Am COHPAlUY, nd Händler in aller Sorten und Preise. 12 und 14 Cltcle QtrajZe. Fragen Sie nach unseren Preisen. und Strong, Südende Denison Hotel.

nm:

uj;

v''r-

ölMk-Nu

d

Otg

geSimmt und redaeitt. Ureivstimmu.g U ttt, !tTTrmmmmmm i ' .. . iNk snttnesd nikllba eanfniB in fcun.iijtfcfla.K. "t... &"v I uumt vrnsSL rfcihrt tnWtttßrtttrmttnt 1Saföae.T25Ö ! Washington St'raße. 't

,,, - - " - I , i ; - ' l ,. ss ctt t n jüy , ,,, -iS:i ; !

.1 ,. . '' -i Ji,f: ;::i;j!f "jpii j:hl ' t , "'Pti H- V :'!! rv:,-(i.jiji:t:H!:i ,'t.fl:l?;'i.!':: i;yj;;M,Si:'H f-:Mi;s,:!' '!f! fiii1,'; fCl JrX"t , i'i'M'-r"!1 !Miiji :!-;'::- .KM ;!:..; ' jeiii,. !! in Äik mA$Him 'WlailiilMIS;lll!S!WBWi ':,(' s ir:iS!Mi!i ii

. : , f ;:! .