Indiana Tribüne, Volume 13, Number 316, Indianapolis, Marion County, 3 August 1890 — Page 7
Z tsberge. Wie sie entstehen und oer, ' gehen. Wor kommen die schwimmenden Um geheuer, 'elce namentlich ährend dieses Sommers i" Schiffsverkehr auf dem atlantischen Cttanjo außetordentlich gefährlich machend Sie kommen meistens aus Grönland, mindestens vier von fünf Eisbergen, eichen man auf dem Ocean begegnet, entstaimnen der vergletfcherten Küste jener nordischen Znsel, rselche man noch nicht vermessen hat und über deren Größenoerhaltnisse man sehr wenig roeih. Aber nicht alle Eisberge sind grönländischer Herkunst. Einzelne haben eine viel eitere Reise gemacht. AuS dem Spihöcrgischen Eismeere mögen viele stammen, andere kommen aus der Hudfon?Straße und aus dem Frobischer's Sunde. Die Eisberge sind Abbröckelungcn der Niesenglctscher un ferer Polarzone. Der Gletscher schiebt sich gegen das Meer vor und verliert dort leine Spitze. DeS geschieht Jahraus, Iahrein, an jedem Tage und in jedem Monate. Diese Eisberge verweilen meistens längere Zeit am Orte ihrer Entstehung, sie treiben langsam mit der Strömung und manche der Äerge, welchen nian auf den atlantischen Fahrten begegnet, mögen gut zehn Jahre alt sein, andere wieder nur zwei bis drei Jahre, je nachdem die Umstände mehr oder weni ger günstig waren, welche die Berge in die starken Strömungen hineintrieben. Die Gletscher in den Schweizer Alpen, velche alle Touristen gesehen haben, sind kleine Zwerge im Vergleich zu den Niesenglelschern Grönlands und Alaskas. Berützint sind namentlich die Eiscolosse der Glacier-Vay in Alaska. Prachtvoll ist der Anblick derselben vom Schiffe aus. Der Muir-Gletfcher ist nur einer der vielen eistzen Niesen, welche in dieser berühmten Ban ihren Ausgang sinken. Er ist 5000 Fuß breit, über 700 Fuß dick und am oceanischen Ende desselben befinden' sich fünf Siebtel deS Durchmeffers unter Wasser. Er ist viele Meilen lang ; wie lang, weiß man nicht. Jeden Tag rückt der mittlere Theil dieses EiseolosseS 70 Fuß vor und man hat berechnet. daß der MuirGletscher allein 140 Millionen Kubttuß Els jährlich in den Ocean hinausschickt. Wenn diese Nnmasse von Eis in Stücke zerbricht, entstehen die Berge. Das Geräusch, welches dadurch verursacht wird, daß diese ungeheuren Eletscherstücke inS Waffer ge'ichleudert werden, wird als ein Vahrhazt betäubendes geschildert. Wie die grönländischen Eisberge geZoren werden, o. h. diejenigen Kolosse, denen man auf (5uropafahrten begegnet, kann man nicht so bequem beobachten, denn fcis Neifegelegenheiten nach Gronland find sehr selten. Ganz Grönland ist mit Eis gepanzert, Eis. welches viele tausend Jahre all fein mag. Nur ein schmaler Küstenstrich ist verhältnißmäßig frei von EiS. Vor zwei Jahren unternährn es der norwegische Forscher Nan sen, Grönland mit einigen Gefährten zu iurchaueren, und daö tollkühne Stück ist
iljui wirklich gelungen. Zahllos sind die Gletscher der Insel, und so verschieden sind ste in der Größe, daß man manche de5.i Walsisch, andere der Mücke verglri chen kann. X vtf .vrv r'wm zls'-l: :r jjsx vS; ÄM KArt-?) 4vivV SJ!AY-?h.Z V 'avrn Ist V u , ! , v ix iv hn kWIM J X 1 ff, W & " lwM f&mM i lilil j-'r-r.-sz?d? ; , 'mmgmrA M :0 M hm3?m.ti w, J rt V " f; f' tl t.'yJy.J;'f' dJ 71 (.W 4ftttAi-l?rr7i -v .'..'' ttr .j't;r3g?E söMMSW SIri! LNc Eisberge grUöct verdeu. Wir bringen hier eine Abbildung eines Stückes der grönländischen Küste, welche besonders thätig in der Heroorüringung von Eisbergen ist. Das Schiff, welches man Nebt, war naturlich niemals an je ner gefährlichen Stelle. Es ist nur da hin gezeichnet worden, um das Bild z:: belebe und die Granenverhaltnme zwi scheu einem gewohnlichen Segelschisse nd einem neueutstandenen Eisberge anzudenken. Der Flotten-Fähnrich Hugh Nodman, von der amerikanischen Bundesmarine, ist vor einigen Monaten nach Ä!ufundland geschickt worden, um die Aewegungen der Eismasscn zu beobachten. Er beschreibt wie die Eisberge durch den EchieHeprozcß des Gletschereises enlsteheu. Er meint, daß die mittlere Größe eines ueucntstandenen E?sbergeS durch folgendeZissern ausgedrückt werden kann : Länge zwischen 3C(f bis 500 Dards und Höhe m bis 100 Fuß über Wasser. Manche Berge haben Spitzen und Thürme, welche sich bis zu 250 Fuß Höhe über Wasser erstrecken. Nodman lueint. daß nur ungefähr ein Achtel der schwimmenden Masse sich oberhalb deS Wassers befindet. Dsch sind diese Angaben kaum buchstäblich zu nehmen, denn die Höbe der auf der Oberfläche erscheinenden Masse von Eis ist ja hauvtsächlich von der Gestalt derselben abhäncig. Berge, welche in lange, dünne Spitznr und Zacken auslaufen, mögen oft fast ebenso, hoch aus dem Wasser hervorragen als sie nach der Tiefe zumessen. Berge hingegen, welche einen breiten mucken, ohne Hügel, Thurme und ahnlich: Erscheinungen haben, sind über sieben Achtel, oder gar neun Zehntel unter Wasser. An einem in der Straße von Belle Jsle gestrandeten Eisberg fcai, man die Höhe über und unter Wasser genau messen können. Der Berg hatte sich in IG Faden tiefem Wasser festgerannt, aber über Wasser rsar er noch 'hundert Faß hoch. Er besaß jedoch eine lange thurmartige Spitze., , - "
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Zuweilen kippt ein schwimmender Eisberg vollständig um, nachdem sich in Folge deö Schmelzprocesses sein Schwerpunkt verändert hat. Es ist das ein grandioses Schauspiel, das man sich jedoch nicht aus nächster Nähe ansehen tollte. Es sind lneyrcre Schisse von
einem umkippenden Eisberge zerschmettert worden. tfbfcrrge übn ua) uutcr V)a$tt. Man hat verschiedene große Gletscher Grönlands sorgfältig beobachtet. Einer derselben bat eine Breite von 18,400 Fuß. das Eis ist 40 Fuß dick und der Gletscher rückte wäbrend der Sommer' monate per Tag 47 Fuß vor. Es sind in Grönland Gletscher, welche :n ernem Jahre 100 Eisberge produziren können, wieder andere Gletscher bringen es nur aus zehn iiierge per Jahr. Diese Berge werden nun nacb und nach in die Strömung getrieben und zwar fuhrt dieselbe nach sudt. Oft stoßen die Berge aneinander und viele werden so zertrümmert. Viele Eisberge treiben an der Küste von Labrador auf den Strand und sitzen lange Zeit fest, bis ein günstiger Wind oder der Abschmelzungsproccß sie wieder flott macht. So dauert die Reise der Eisberge oft Jahre lang, bis er endlich auf den großen Bänken von Neufundland erscheint und dann von der jchnelleren Strömung erfaßt, bald in sein Grad, nämlich in den wärmeren Golfstrom, versinkt. 0T 1 V' ttsa u ur . Wx . X 0 t t & t X o 0 W isbtt(tkattt für Wir fügen dieser Schilderung eine Karte bei. auf welcher man sieht, wie sich die ungeheuere Flotte der Eisberge auf den Bänken von Neufundland grup pirt. Diese Karte ist nach Beobachtungen des hydrographischen Bureau aufgenommen und stellt die wahrscheinliche Position der Eismassen für den Monat Juli dar. Natürlich mußte die Karte den Verhältnissen einer Zeitungsspalte gemäß eingezeichnet werden. Die Eisberge erscheinen demnach unverhältnißmäßig vergrößert. Die schattirte Linie, welche sich von der Breite von Boston ausgehend südlich bis zur Breite von New )ork erstreckt und von dort in nördlicher Richtung ansteigt, deutet die Grenze an, biä zu welcher sich die EiSmasseii zu diese? Jahreszeit erstrecken. Die Eisberge tragen viel dazu bek, in den nördlichenNegioncn die Fahrstraßen frei zn machen. Sie zersägen und zertzümmern die großen Eisfelder, mit welchen die hauptsächlichsten Durchfahrten, z. 2. die Behringgstraße,so häufig bedeckt sind. Der Wind treibt die Berge übngcns sehr stark und zwar noch weit mehr als die Meeresströmung. Es wird von den ?!ordfahrern häusig der Eisberg als eine Art von Vorfpann benutzt, wenn eS sich darum handelt, durch die Eisfelder einen Weg zu suchen. Man verankert die Schisse an einen Eisberg, der sich, vom Winde getrieben, in der gewünschten Richtung fortbewegt und laßt das Schiff so langsam durch den die Eisfelder zerkümmernden Berg ziehen. Während dieses Jahres wurden auf dem Atlantischen Ocean nicht, weniger als 2 l Schiffe durch Eisberge beschädigt, jedoch hat kein erheblicher Unfall in Folge dieser Ursache stattgefunden. , Der ehrlicheFinder. Auf ter Polizeiwache klinoelt es nach Mitternacht furchtbar. Die Beamten beeilen sich zu össnen, vor der Thür steht ein stark bezechte? Student mit einem großen Packet. Ich habe etwas auf der Straßi gefunden nnd möchte eS hier abgeben, erklärte er. Der Wachtmeister öffnet das Packet, dasselbe enthielt ein großes Stuck Asphalt! Das haben Sie alsc auf der Straße gefunden? fragt et streng. .Gewiß, Herr Eommissanus. So. Und Sie haben wohl gar nicht gemerkt, daß die Straße csxhaltirt wird?" Cchon möglich, Herr Lieutenant." 31, es lagen doch gewiß noch viele solche Stück dort?" Aber ich bitte Sie, Herr Jnspector. ich kann doch nicht alle auf einmal brineen?" Der b t x t b r'il e Ausdruck des Entzückens ist Schweigen. ,
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,m','r wnm Tte neue Schule. Im Botanischen Garten zu Berlin ist ß während der Vormittagsstunden noch wenig belebt. Keine klatschenden Dienstmadchen aus den Banken, wie am Nach, mittag, keine lärmenden Kinderbanden, keine fahrenden Säuglinge. Der Bo tanische" trägt in der ersten TageShälfte einen gewissermaßen vornehmen Eharakter. ÄuS diesem Grunde pflegt, er auch um diese Zeit von Herrfchaften besucht zu werden, welche die Ruhe lieben von r? . . . . c . r pensionirreii limars, von curveoursli? gen Damen, oder von angehenden Proresjoren. Zu den reaelmamgen Besuchern des Gartens in den Vormittagsstunden grhSit auch a. alter, stelfbelNkZer Herr mlk gerölhetem encraischen Gesicht und einem grauen, langhii'gezogenenSchnurrbare. ts ist ohne Zweifel ein Caoalter aus jener veisl ssenen Schule, deren Bedeutung ein halbes Säculum zurückliegt und welche im Punkt der Moral strengeren Grundsätzen huldigte, als sie oie leichtlebige Jctztzeit auf ihr Programm schreibt. Dieser wackere Herr nun hatte scyon seit einlaett Tagen wahrend lemer Gartenvlsiten eine Beobachtung gemacht, die ihn höchlichst verdroß. Auf einer von Erlen überschatteten Bank, die einsam und verborgen von den Hauptwegeu ablag, hatte er yäusig eine junge Dame Mit einem reizenden klemen, elwa fünfjährigen Baby getroffen. Seine Promenade führte ihn täglich nahe bei der Bank vorüber, und so oft er einen Blick dorthin warf, mute er mis)billigend den L?ops schütteln, denn er bemerkte, daß die junge, übrigens vcrteuselt hübsche Person sich um das ihrer Obhut anvertraute Kindchen sehr wenig kümmerte und über der Lectüre eineS wahrscheinlich französischen Romans ibre Nächstliegenden Pflichten vergaß. Aber der alte Herr sollte noch mehr erfahren. Vor einigen Tagen war der Roman aus den Händen des Fräuleins verschwunvrn. ie hatte ihre anmuthlg schlanke Gestalt nach vorn gelehnt und sprach lcbhasl aus Badn ein, als ter gewisseuhafte Beobachter in bekannter Distanz vorbeisesilirie. Gott sei Dank," dachte dieser, sie ist zur Einsicht gekommen, hol der Teufel alle Jiomane!" Aber in diesem selben Augenblick ereignctc sich elnilzs so Unerwartetes, daß der Fuß deS alten Herrn am Baden festwurzelte. Vor ihm breiteten stch die Zweige emeS GlNstcrbuschcS uS, welche seinen Standpunkt verhüllten, und welche nicht so dicht yaren, daß sie ihm die Aussicht nach der Bank drüben versperrt hätten. Während nämlich das Kind, offenbar durch eitle Weisung seiner Bonne veranlaßt, in ciiicn Querweg hineinlief und sich dort aus einem Sandhaufen in Permancnz erklärte, nahte von der andern Seite her die Gestalt eines stattlichen ManneS, der wie ein Ofsicicr in Civil aussah. .Dieser setzte sich auf die Bank, auf der die junge Dame saß, und jetzt fchwoll dem alten txtn die Zornesader. WaS sich seinen Blicken präsentirte, eS war ein Bild dcS bekannten süßen, verschwiegenen Stelldicheins. Die Wipfel rauschten, die Äogel sangen und da zwischen wurden Hände gedrückt und rasche, zärtliche Worte gewechselt. ,Länger hielt eS den Beobachter nicht auf seinem Posten. Mit starken Schritten ging er den Weg hinaus, der in jenen anderen mündete, wo die Bank stand. Als er bei dieser vorüber kam, saß das Fräulein mit einer Handarbeit beschäftigt und gähnte herzhaft, der Don Juan indeß starrte so interessirt auf eine am Wegrande blühende Pflanze, als wäre er lediglich zum Zweck botanischer Stu dien in diesen Garten gekommen. Der .. ' f. " r i m r alte Herr warf aus oie zeioen ve,m Borüberschreiten einen vernichtenden Blick und steuerte dann direct aus den Platz zu, auf welchem Babys Fäustchen den Sand klopften. Wie heißt Du denn. Kleine? fragte er hier. Ella!" ?o, und wie heit denn Dein Papg?" Papa heißt er!" war die prompte Antwort. Der Fragesteller, von der kindlichen Logik einigermaßen verblüfft, stand einen Moment unschlüssig. Sag' doch 'mal dem Onkel, wo Du wohnst!" Die Kleine nannte Straße und Hausnummer, wie man etwas Eingelerntes hersagt und wie es bet der Berliner Jugend gang und gäbe ist. Der gute- Onkel schüttelte dem Kinde die Hand und machte sich auf den Heimweg. Am Nachmittag desselben Tages befand er sich rn der B.straße vor einem eleganten Hause. Er zog die Glocke und trat ein. .Wohnt hier rm Hause eine Familie", inquirirte er den Pförtner, .welche ein Kindchen Namens Ella hat?- Jawohl, das ist der Herr Direktor X. Erste Etage! Ich danke!" ' Der wackere Herr nickte, dann stampfte er entschlossen treppauf Oben lautete er und gab dem Mädchen eine Karte mit dem Ersuchen, ob der Baron M. Herrn x, sprechen dürfe. Man oftnete ihm eine Thür er stand in einem reich und - ft . . .- . . . . - t cescymaaoou ausgesialteren saton. gleich darauf schritt der Hausherr über die Schwelle, ein Mann in Mitte der sünfztger Jahre. Gestatten Ste mir zunächst eine Frage, begann der Besuch, nachdem man sich gesetzt hatte, Sie sind doch der Vater der niedlichen kleinen Ella, die immer Vormittags den Bote. nischen Garten besucht?" Herr X bejahte. Nun denn-, fuhr der andere fort " Plötzlich aber, hielt er inne r durch die Thür grade vor ihm war das bewußte rauletn ,nS Zimmer getreten. dasselbe, dessen Anklage er vorzubringen, im Aegriss war. Er erhob sich. . Auch Herr x stand auf. Sie entschuldigen". sagte er, das Mädchen hat nichts davon gemeldet, daß ich Besuch habe. Sie aestatten . Herr Baron M. meine. Frau!" Und mit weltmännischer Handdewegung inscenirte er die Vorstellung. Der Freiherr- aber stand so vollkommen starr und unbeweglich, als sei er aus Stein gemeißelt. Endlich, nach einer kür Herrn X. unverstandlicken Pause, jeugt er langsam das Haupt und trrtA S)lrifirr v7t tttf fNrt" f.MVI, vjVykH .f, un p ich habe Ihnen nichts zu sagen, mich führt ein Irrthum her!" Sprach und .der Cavalier vom alten Schlage - verließ mit' festem, würdevollen Schritt - das Zimmer,, für dle neue' Schule hatte er kein Verständniß. Daß ist ja ein merkwürdiger Menscu l" rief Herr i.. als die Thür zuklappte, er schien mir
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eine Mitthe'mg über unsere.Ella aus dem Botanischen lZarten machen zu wollen! " . Eine bwltt Vlutwelle strömte in Madames blasseö Gesicht. Mir ist ganz unheimlich," sagte sie. Gewiß war's ein Irrsinniger, der un auf unseren Spaziergängen heimlich nachschleicht. Ich weiß aber, was ich thun werde." Nun?" fragte Herr Von morgen ab gehe ich mit Ella in den Thier, garten!"
Die Lieveöscheuche. X. Denken Sie sich, wie ich neulich' reinfalle ! Dah ich' mit meiner angebeteten Mathilde keinen Augenblick allein sein kann, wissen Sie ja der hartherzige Vater hat mir ja sogar das Haus verio, ten. Da schreibt mir Thildi unlängst ein Billet: Lieber Herr Rudolf! Morgen haben wir vielleicht Gelegenheit, uns zu sehen. Ich gehe mit Mama m's Modewaarengeschäft vo Gebrüder Cohn kommen Sie hin, Sie brauchen ja nichts zu kaufen!" Nichtig am anderen Tag geht Thildi mit der gestrengen Mama zu 'Cohn. Ich gehe auch hinein; es waren verschiedene Kunden da man hat mich gar nicht bemerkt. Die Mama geht ins Nebenzimmer, um etwas anzuprobiren; Thildi" bleibt zurück, und zufällig erlassen auch die übrigen Damen das Lokal; nur eine blieb da, eine, die ich hatte umbringen mögen. Sie rührte sich nicht von der Stelle, als ob sie dazu angestellt wäre, auf uns aufzupassen. Ich wagte kaum, mich mit Thildi zu unterhalten, denn die abscheuliche Person in dem Pelzmantel mußte ja Alles hören. Ach, und wenn sie weggegangen wäre, ich sage Ihnen, nur für ein paar Augenblicke, ich wäre der glücklichste Mensch gewesen! Thildi war an dem g gerade so recht hrngebungsvoll gestimmt, ich hätte ihr ohne jede Schwierigkeit ein Dutzend Küsse rauben können, aber ich bitte Sie, ir waren ja nicht allein, und die Modeganö konnte sich ja jedm Anaenblick umdrehen . . . Adieu Thildis Ruf ! .... na, mli rn? i f. RLli'I.n t . unw ivuv vuy iu ju ucju JliaislNCsl ve? deutet, das wissen Sie ja. So muß ten wir die schönste Gelegenheit, die sich uns jemals geboten und vielleicht nie wieder bieten wird, unbenutzt vorüber gehen lassen und an der vollbesetzten Ta el fasten, elend verhungern. Da hörten wir endlich auch wieder sprechen; die Mama kam die Treppe herab; vor ihr erschien ein Commis und rief noch auf den letzten Stufen: Hier habe ich etwas ganz Neues ein Pariser Modell, ein ganz feiner.Pelzmantel! Und dabei nahm er den Mantel von den Schultern der Liebesscheuche!" Und das hatten ir r .mir nkcyr oemer ir, nun ia, wenn man ver liebt ist!" Ein russisches Götzendild. In der Nähe, des russischen Dorf Volwani im Gouvernemeni Smolensk, dessen Bewohner bisher für fromme sobne der orthodoren Ktrche gehalten worden, wird, wie sich jetzt ausweist, nebcn den osnclellen Heillgthumern noch in altes tausendjähriges Götzenbild verehrt, obgleich jedoch dieses rn höchst roher Arbeit aus einem mächtigen grauen gemeinen Feldstein gemeißelte Ueberbleibfel aus dem vorigen Jahrtausend den scharfen Blicken der alle heidnischen Erinnerungen schonungslos vernichtenden f :r.t ji. iti'TLiiJL. tn. . v... . i. russischen Geistlichen fast wie durch ein Wunder bisher entgangen war, konnte doch nichts in der Welt den alten Götzen vor dem scharfen, alles zerstörenden Zahn der Zeit schützen, und so kam eS, das) der Gott von Bolwani von Wind und Wetter arg mitgenommen und in eine einzige, sormlose Masse verwandelt worden ist, an der kaum noch Kopf, Nurrpf und Glieder zu erkennen sind. Alles andere ist im Laufe der Jahrhundette vollkommen nioellirt und namentlich das Gesicht derartig verwischt worden, daß selbst der scharfsinnigste Archäologe nicht mehr ergründen könnte, welche? von den vielen altslaoifchen Göttern hier hergestellt wurde. Die grosze Verehrung, welche der grauen Stcinmasse von den Bauern des ganzen Umkreises jetzt noch, 900 Jahre nach Einführung des Christenthums in Nutzland, gezollt wird, läßt jedoch vermuthcn, daß man es hier mit einem einst mächtig gewesenen Gotte, vielleicht gar mit dein gewaltigen Perun selbst, dem Jupiter der Slaven zu thun hat. Das Götzenbild wird von den in jener Gegend besonders beim Hanfbau obliegenden Bauern als Schutzpatron der Hanffelder verehrt und alljährlich am Allirseelentage von der ganzen Bevölkerung feierlichst mit Blumen bekränzt. Einem benach Karten Gutsbesitzer gelang es in einer mondlosen Nacht, den unbekannten Gott nach seinemGutezu entführen, wo er ihn seiner archäologiichen Sammlung einzu verleiben gedachte. Der Alterthumsliebhaber hat jedoch die Rechnung ohne die Bauern gemacht. Diese traten zu sammen und bildeten einen Proceßausk schuß, welcher den lieben Gott von Bolwarn auf dem Prsceßwege so energisch reclamirte, daß der Gutsbesitzer gezwun: gen war das verwitterte Götzenbild aus seinen alten tausendjöhrigen Platz mitten unter den Hansseldem zurückzusühren. StimmünsSdUd. Die Milch will aus dem Topfe laufen, Das Baby in der Wann' ersaufen. Die Greih' beim Schöpf den Hansl hat , Der Peperl schnipst im Schranke Zucker. Zum Fenster langt herein ein Schlucker: Die Hausfrau lieft das Modenblatt. W. Herbert. Naffinirt. Amtmann: Wie viel Gehatt gkben Sie Ihrem Hauslehrer? Gutsbesitzer: 2000 Mark und freie Station! - Amtmann: Donnerwetter,, ist da? eine famose Besoldung!" Gutsbesitzer: , Es scheint nur so; ich nebm' ihm im Kartenspiel Alles wieder b!" Ab k üh ln g.. Er: .Welch' ein Götterwetter, mein Fräulein! Sehen Sie die verjüngte Sonne, die neu aufs blühende Naiur . ach, möchten Sie nicht endlich die Meine werden!" Sie: .Was fällt Ihnen ein, so schön ist das Wetter noch lange nicht!",,,.
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Mucken und der Zug der, Schützen. ferri$.Vw SlammtUchl Mewe Herren, issm, lat IS keen Prcchler bin. S! können mir daher ohne lange RedenSerten jlooben, bat ick von dem Schützeafeste nistet jesehen habe. Nämlich von dem jrsdioscn Zug. Ss wat von Versal?? rZ mir noch jar nich vorjekomme? ZZsliixtify is wieder Starkow Schuld. Siarkow .is me! Äerhängniß. Ueberall sn immer, W9 un wenn etwas los iS, de?:n freist er sozusagen in die Speichen meines Mdeö un denn mag ick wollen wat ick will, es hilft nischt, er bringt mir aus dem Jeleise. Un ick bin ooch jedesmal so dumm un stürze mir immer koppübcr ef seinen Leim. Er sagte zu mir, Muckenich, sagt er, morjen ziehen die Schützen durch die Stadt, da müssen wir mit mang sein, hole mir pünktlich um sieben Uhr Morjens ab. Ick komme ooch mit'm Jlockenschlag eine halbe Stunde früher, da sagt mir das Dienstmädchen: Herr Starkow is drüben in der Weinftube und Sie mochten jleich 'rüberkommen. Wie ick jleich 'rübcrkomme, sit ' er beim Skat un trinkt eme Pulle Wein. Ick setze mir also mit 'ran un trinke mit un verliere wie jewöhnlich. Det macht mir natürlich rabiat un w!e ick bezahle, sage ick: Nu wollen wir alteWunden aufbrechen un den Schutzeniur sehen. I, sagt Starkow, die Schützen jehen wejen dem Jedränge janz langsam, die loofen unS nich davon. Wieso, frage ick ihn. roeeht Du denn, bat die Schützen langsam jehen? Du hast Dir so den Falb anjewohnt, dat Du Dinge prophezeist, die noch jar nicht ein jetrosfcn sind. Ick sage Dir dienstlich, schreit er.denn er war früher Unterofsicier, ick sage Dir dienstlich, dat de Schützen uns nich da vonloofcn. Dajejcn konnte ick als jleich falls oller Soldat nischt machen, un ick lasse mir also breit befehlen un fange einen neuen Skat an un ebiNo eine neue Pulle. Den Skat verliere ick natürlich. Endlich sagte Starkow, et wäre nu Zeit, wir wollen sehen. Ick athme fönn lich auf un wir jehen. Kaum sind roir zwanzig Schritt jejangen, da steht Star kow still un sagt, ick müßte ihm Nevanfche jeben. Ick bin starr. Zck Dir Ncvansche? schreie ick,Du bist VOhl Natürlich bin ick wohl, sagt Starkos anstatt aller Antwort. Du hast ja alle Spiele verloren, also mußt Du mir doch 'Ztevansche jeben. Du kannst doch nich verlangen, dat ick so wat uj mir sitzen lasse.' Wat war zu thun? Wat hätten Sie n meiner Stelle jcdhan? Ich sage also: Schön, ick weiche der rohen Jewalt, ick jede Dir Nevan sche. Dabei standen wir vor 'ner Wein stube, un Starkow war mich schon drinnen, ,o dat mir nischt übrig blieb, als zn folgen. Starkow laßt sich die Karten jeben, bet heeßt: erst die Wein- un denn die Skat karte. Die janze Stube mit sammtlichen Iästen und Kellnern jingen immer um mir herum, so viel hatte ick schon getrunken. Ick jebe ihm also Revanche, indem ick mittrinke un wieder Kopp un Krage verliere. Es war schmachvoll unter Annähme sinnloser Betrunkenheit als mil t n t. r?i- t t...if dernder Umstand. Schon. Ick bezahle also den Skat un den Wem, denn Starto hat et so einjeführr, dat der Verlierer den Wein bezahlt un der Jewinner blos dat Drinkjeld an den Kellner be zahlt. Wie ick damit fertig bin, sage ick: N zum Schützenzug! Sagt Starkow : Wat denkst Du Dir denn eigentlich. Muckenich? Jloobs Du wirklich, dat ich mir von Dir verführen lasse un mehrere Flaschen Wein' leere, ohne ein Jlas Bier darauf zu seizen? Du bist ein rerjnüjungssüchkiger Patron, aber mir seht di: Iesundhelt über alles. Dat muh man ihm lassen, die Jesundheit seht ihm allerdings über IllleS. Wir jehen also in eine Bierstehhalle, in der wir aber leider schon nich mehr stehen konnten. Trotzdem blieben wir. venn dat Bier war kalt un feucht, wie ick et liebe. Nu aber zum Schützenzug ! fordere ick endlich jebicterisch. ' Da sieht mir Starkow jroß an. End lich nach dem vorletzten Schnitt sagt er: Wat hast Du denn immer mit dem Schützenzug? Du bist ja jar kein Schutze : Dat schrie er so laut, als wenn ick dat nich wüßte. Ick sage janz bescheiden: Schütze bin ick ja ooch nich, aber sehen möchte ick den Zug docy. Heute? fragt er janz neujierig. Der Zug war fester. m' sehe ick uf die Uhr. Er hatte Recht, et war nach Mitternacht. Nu wurde er jrob und sagte: Du mit Deinem verdammten Neranzche lm Skat un Deinem ewijen Weindurscht! Nu habe ick ooch den Zug nich jesehen! Wat soll ick nu meiner Frau sagen, wenn sie mir fragt, wie et jewesen is? Da hörte denn doch allenö w!e votnD Donner jerührt vf, dat jing mir denn doch über die Hutschnur un ick wmde unangenehm. Wer von Ihnen, meine Herren; äre angenehm jewoiden? Un ehe fünf Minuten verjehen. war det Handgemenge zwischen Starkow mir schon vorüber, un w!e ' ick vor" die hür stiege, da faßt mir ein Schutzmann un bringt mir uf die Wache. - :m Weiter, meine Herren, habe ick von dem Schützenzug nischt jesehen. ' "' : Zarter Wink. .Sie haben beute wieder entzückend getanzt. Fräulein Ämanda. Aber warum machen Sie so kleine Schritte? Tänzerin: Ach, wisierc Sie, Herr Baron, mit der Gage, die ich, bekomme, kann ich keine großen Sprünge -'knachcn." rpi1;1 ' W i n k. .Sieh' mal. Mannchen, wie macht sich mein neuer HütV .Recht schlecht! Ich kann mir nicht helfen, in allen Hüten, welche über zehnß Mark kosten, gefällst Du mir nicht." Kunst und Wissens ch ak zaöen eine Wiege, aber kein Vaterlands
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